Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 28663
Vorher
regiocom BPO Service GmbH
Eingetragen
3.8.2020
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für DritteErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Entwicklung und Vermarktung von Dienstleistungen auf der Basis moderner Informations- und Kommunikationstechnik und deren Betrieb, insbesondere für den Bereich der Auslagerung von gesamten Geschäftsprozessen einschließlich der erforderlichen Infrastruktur.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
André Balke
seit 10.3.2026
Geschäftsführer
Max Marco Schlieker
seit 20.1.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
regiocom SE
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

regiocom SE

Magdeburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

der regiocom SE Magdeburg

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 777.396,50 1.387
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.703.096,71 2.209
3. Geschäfts- oder Firmenwert 6.798.931,16 7.840
4. geleistete Anzahlungen 273.544,16 9.552.968,53 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.199.590,78 11.102
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.415.890,21 6.655
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 261.460,84 17.876.941,83 179
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 78.810,10 54
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 115.299,79 0
3. Beteiligungen 945.352,34 1.108
4. sonstige Ausleihungen 627.670,95 619
5. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 1.377.356,78 3.144.489,96 1.367
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 79.973,69 2
2. unfertige Leistungen 49.528,50 29
3. fertige Erzeugnisse und Waren 88.282,73 79
4. geleistete Anzahlungen 1.969.074,60 2.186.859,52 39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40.496.918,93 37.668
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungungsverhältnis besteht 138.754,67 24
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.238.417,48 43.874.091,08 3.734
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 16.347.206,33 25.142
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.269.600,74 2.058
95.252.157,99 101.295

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 462.000,00 462
II. Kapitalrücklage 190.660,60 191
III. Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 18.743.535,60 29.767
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -402.545,56 -350
V. nicht beherrschende Anteile 23,29 18.993.673,93 21
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 2.155.439,97 3.256
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.381.702,51 6.086
2. Steuerrückstellungen 1.915.779,90 2.188
3. sonstige Rückstellungen 15.169.515,96 23.466.998,37 16.507
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.476.002,62 26.388
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.091.021,55 2.329
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.409.007,71 4.068
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungungsverhältnis besteht 0,00 2
5. sonstige Verbindlichkeiten 10.407.636,42 50.383.668,30 10.327
E. Rechnungsabgrenzungsposten 252.377,42 53
95.252.157,99 101.295

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

der regiocom SE

Magdeburg

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 251.640.534,26 243.848
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 20.818,51 -1.645
3. sonstige betriebliche Erträge 5.048.758,46 4.582
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.640.723,38 1.489
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.048.915,12 24.689.638,50 25.074
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 155.541.212,65 147.860
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 30.718.296,51 186.259.509,16 29.304
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.997.130,13 6.845
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 33.355.477,54 27.086
8. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -47.200,21 0
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 8.244,96 8
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.045,05 9
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.939.666,69 1.860
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 714.715,44 1.383
13. Ergebnis nach Steuern 3.754.063,57 5.901
14. sonstige Steuern 175.828,06 91
15. Jahresüberschuss 3.578.235,51 5.810

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

der regiocom SE

Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Gezeichnetes Kapital Summe nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Summe
Stand 31.12.2020 462.000,00 462.000,00 190.660,60 190.660,60
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2021 462.000,00 462.000,00 190.660,60 190.660,60
Einziehung von Anteilen 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2022 462.000,00 462.000,00 190.660,60 190.660,60
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen Summe Summe
Stand 31.12.2020 21.720.566,12 21.720.566,12 21.911.226,72
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2021 21.720.566,12 21.720.566,12 21.911.226,72
Einziehung von Anteilen -6.819.010,91 -6.819.010,91 -6.819.010,91
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 363.326,99 363.326,99 363.326,99
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2022 15.264.882,20 15.264.882,20 15.455.542,80
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Konzernjahres-
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechung Gewinnvortrag/ Verlustvortrag überschuss/-fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Stand 31.12.2020 0,00 126.384,55 2.128.065,66 24.627.676,93
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung -349.783,51 0,00 0,00 -349.783,51
sonstige Veränderungen 0,00 2.128.065,66 -2.128.065,66 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises -13.754,04 0,00 -13.754,04
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 5.805.573,57 5.805.573,57
Stand 31.12.2021 -349.783,51 2.240.696,17 5.805.573,57 30.069.712,95
Einziehung von Anteilen 0,00 -6.570.989,09 0,00 -13.390.000,00
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 -1.000.000,00 0,00 -1.000.000,00
Währungsumrechnung -52.762,05 -475.280,65 0,00 -528.042,70
sonstige Veränderungen 0,00 5.805.573,57 -5.805.573,57 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 363.326,99
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 3.478.653,40 3.478.653,40
Stand 31.12.2022 -402.545,56 0,00 3.478.653,40 18.993.650,64
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Auf nicht
Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis beherrschende Anteile enfallende Gewinne/ Verluste Summe Summe
Stand 31.12.2020 1.449,70 -10.384,67 -8.934,97 24.618.741,96
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 -349.783,51
sonstige Veränderungen 15.204,04 10.384,67 25.588,71 25.588,71
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 -13.754,04
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 4.145,79 4.145,79 5.809.719,36
Stand 31.12.2021 16.653,74 4.145,79 20.799,53 30.090.512,48
Einziehung von Anteilen 0,00 0,00 0,00 -13.390.000,00
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 -1.000.000,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 -528.042,70
sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises -17.325,21 -103.033,14 -120.358,35 242.968,64
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 99.582,11 99.582,11 3.578.235,51
Stand 31.12.2022 -671,47 694,76 23,29 18.993.673,93

Konzernkapitalflussrechnung 2022

der regiocom SE

Magdeburg

2022 2021
T€ T€
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) +3.578 +5.810
+/- Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens +5.997 +6.845
+/- Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -1.719 +4.144
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) -1.211 -797
-/+ Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.699 -1.558
+/- Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +2.381 -6.902
-/+ Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -14 +18
+/- Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) +1.828 +1.800
+/- Ertragsteueraufwand (+) / Ertragsteuerertrag (-) +715 +1.383
-/+ Ertragsteuerzahlungen -611 -264
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit +6.245 +10.479
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -838 -810
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -4.589 -5.227
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens +1.001 +39
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -44 -199
+ Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis +862 0
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -9 -1.126
+ erhaltene Zinsen +45 +4
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.572 -7.319
- Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens (Einziehung von Aktien) -13.389 0
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 0 +21
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten +22.230 +738
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -17.142 -2.646
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -1.000 0
- gezahlte Zinsen -1.572 -1.175
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -10.873 -3.083
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -8.200 +77
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -595 +2.844
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode +25.142 +22.221
Finanzmittelfonds am Ende der Periode +16.347 +25.142

KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2022

der regiocom SE

Magdeburg

A. Angaben zur Identifikation des Konzerns

Firma des Mutterunternehmens: regiocom SE
Sitz: Magdeburg
Handelsregister: Amtsgericht Stendal HRB 26302

B. Allgemeine Hinweise

Der Konzernabschluss der regiocom SE zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über den Konzernabschluss (§§ 290 ff. HGB) aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir "davon-Vermerke" zu den Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang aufgenommen. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz (§ 298 HGB i. V. m. § 265 Abs. 3 HGB) ebenfalls im Anhang gemacht.

Seit 1. November 2022 wird die regiocom Izmir Cagri Merkezi Anonim Sirketi in den Konzernabschluss einbezogen. Zum 30. Juni 2022 erfolgte darüber hinaus die Entkonsolidierung der koviko GmbH und der Brief365 GmbH. Die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahreskonzernabschluss wird hierdurch nicht nennenswert beeinflusst, so dass auf die Angabe von angepassten Vorjahreszahlen verzichtet wurde.

C. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst folgende Unternehmen, an denen die regiocom SE, Magdeburg, mehrheitlich - direkt oder indirekt - beteiligt ist bzw. in 2022 beteiligt war (Tochterunternehmen):

Anteile
%
1. regiocom Service GmbH, Magdeburg 100,00
2. regiocom Netzdienste GmbH, Magdeburg 100,00
3. BLUMENSTRAUSS Customer Lifecycle Management GmbH, Halle (Saale) 100,00
4. EVB Kundenmanagement GmbH, Velbert 100,00
5. regiocom Austria GmbH, Brunn am Gebirge (Osterreich) 100,00
6. regiocom Customer Care SE, Magdeburg 100,00
7. snt regiocom Iletisim Merkezi Limited Sirketi, Alanya (Türkei) 100,00
8. regiocom Izmir Cagri Merkezi Anonim Sirketi, Izmir (Tiirkei) 100,00
9. Cadmium Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz 94,00

Die regiocom Izmir Cagri Merkezi Anonim Sirketi wird zum 1. November 2022 erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogen. Bei den anderen Gesellschaften handelt es sich um Folgekonsolidierungen.

Zum 1. Januar 2022 erfolgte die Verschmelzung der SNT Deutschland AG, Frankfurt am Main, auf die regiocom Customer Care SE, Magdeburg.

Die Gesellschaften koviko GmbH, Potsdam, und Brief365 GmbH, Magdeburg, wurden nach Veräußerung sämtlicher Anteile zum 30. Juni 2022 entkonsolidiert.

Die nachfolgenden Gesellschaften, bei denen die regiocom SE ebenfalls direkt oder indirekt über die Mehrheit der Stimmrechte verfugt, wurden aus Wesentlichkeitsgründen nach § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen:

Regiocom Bulgaria EOOD Varna (Bulgarien) 100,00%
Regiocom Energy Services d.o.o. Belgrad (Serbien) 100,00%
regiocom Hellas SINGLE MEMBER
PRIVATE COMPANY Alexandroupolis (Griechenland) 100,00%
Zeitwert Service GmbH Magdeburg 100,00%

Bis einschließlich 2019 erfolgte die Bilanzierung der Beteiligungen an der digimondo GmbH, Hamburg, und White Grid GmbH, Hamburg, als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode. Über das Vermögen der White Grid GmbH wurde im März 2019 das Insolvenzverfahren eröffnet. Im Juni 2020 hat die regiocom SE einen Teil der Anteile an der digimondo GmbH veräußert und hält am Abschlussstichtag noch 17,45 %. Ein maßgeblicher Einfluss kann auf beide Unternehmen nicht mehr ausgeübt werden, so dass die Beteiligungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden.

Das Wahlrecht zur anteilmäßigen Einbeziehung gemäß § 310 HGB wird für das in 2021 gegründete Gemeinschaftsunternehmen grid.log GmbH, Berlin, (Anteil 50 %) nicht ausgeübt. Die Bilanzierung erfolgt ab 2022 nach der Equity-Methode (Vorjahr: Anschaffungskosten).

D. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode im Erwerbszeitpunkt. Ein sich ergebender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen und über eine planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben. Ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag wird als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung nach dem Eigenkapital ausgewiesen und soweit ihm realisierte Gewinne bzw. erwartete Aufwendungen/Verluste gegenüberstehen, erfolgswirksam aufgelöst.

Bis zum 31. Dezember 2009 erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Unternehmenserwerbes oder der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Soweit zulässig, wurde die vereinfachte Kapitalkonsolidierung nach § 302 HGB angewandt. Ein sich ergebender Geschäfts oder Firmenwert wurde mit den Rücklagen verrechnet. Ebenso wurde ein passivischer Unterschiedsbetrag in die Rücklagen eingestellt, sofern keine ergebniswirksame Auflösung gemäß § 309 Abs. 2 FIGB in Frage kommt. Das Beibehaltungswahlrecht gem. Artikel 66 Abs. 3 EGHGB wurde in Anspruch genommen.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt gemäß § 303 HGB, Zwischenergebnisse werden gemäß § 304 HGB nur eliminiert, wenn sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Aufwendungen und Erträge werden entsprechend § 305 HGB konsolidiert. Ebenso werden Gewinnausschüttungen innerhalb des Konsolidierungskreises eliminiert.

Für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen wird eine Steuerabgrenzung vorgenommen, soweit sie sich in den nachfolgenden Perioden ausgleichen.

Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital des Konzerns werden innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen. Dabei handelt es sich um 6,00 % der Anteile an der Cadmium Grundstücksverwaltungsgesellschaft.

E. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Mutterunternehmens werden für den Konzernabschluss übernommen. Die Grundsätze entsprechen dem deutschen Handelsrecht.

Die in 2019 erworbenen Anteile an der regiocom Customer Care SE wurden für Zwecke der Kapitalkonsolidierung abweichend zum Jahresabschluss der regiocom SE mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Im Konzern enthaltene auf fremde Währung lautende Jahresabschlüsse wurden entsprechend der Regelungen des § 308a HGB mit Hilfe der modifizierten Stichtagskursmethode in Euro umgerechnet.

Die Gliederung erfolgt nach §§ 266, 275 HGB. Das Jahresergebnis wird mit den Gewinnrücklagen zusammengefasst, weil der Konzernabschluss keine eigenständige Ergebnisverteilungsfunktion hat.

Gemäß dem Ansatzwahlrecht werden selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände mit den Herstellungskosten vermindert um die lineare Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3-4 Jahre) bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um die lineare Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet.

Der nach § 246 Abs. 1 HGB aktivierte derivative Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung des gemäß § 301 Abs. 3 Satz 1 HGB aktivierten derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren. Die Nutzungsdauern sind durch die bestehenden Verträge und erwarteten Lebenszyklen der erworbenen Unternehmen begründet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer grundsätzlich linear pro rata temporis. Bei Wertminderung von Dauer ist der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu € 60,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich werden Abschreibungen vorgenommen.

Nach der Equity-Methode einbezogene Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden im Rahmen der Erstkonsolidierung mit dem Buchwert bilanziert. In den Folgejahren wird der Buchwert um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Ein enthaltener Geschäfts- oder Firmenwert wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Auf die Beteiligungen entfallende Gewinnausschüttungen werden abgesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten und die unfertigen Leistungen mit den aufgelaufenen Herstellungskosten - jeweils unter Beachtung des Niederstwertprinzips - angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Gemeinkostenzuschläge.

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt worden.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den anteiligen Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen, bewertet.

Aufgrund von Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie infolge von Konsolidierungsmaßnahmen haben sich aktive und passive latente Steuern ergeben. Diese werden, soweit sich ein passiver Saldo ergibt, unter dem Posten passive latente Steuern ausgewiesen. Im Falle eines aktiven latenten Steuersaldos, der nicht auf Konsolidierungsmaßnahmen beruht, wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht gemäß 274 Abs. 1 HGB kein Gebrauch gemacht.

Die latenten Steuern zum 31. Dezember 2022 resultieren aus Unterschieden zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei folgenden Posten (Differenzen bei aktiven latenten Steuern mit positivem, bei passiven latenten Steuern mit negativem Vorzeichen):

Betrag
T€
Anlagevermögen -707
Rückstellungen 1.715
Verbindlichkeiten 58
Saldo (aktive latente Steuern) 1.067

Die Bewertung der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung erfolgte mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen (für Deutschland 30 %; für Bulgarien 10 %; für Österreich 24 % und für die Türkei 23 %).

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Kapitalrücklage betrifft Zuzahlungen der Gesellschafter im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Sie wird mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die Gewinnrücklagen sind zum Nennwert bewertet.

Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ergibt sich im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung als Differenz zwischen den neubewerteten Vermögenswerten abzüglich der neubewerteten Schulden und den diese unterschreitenden Anschaffungskosten für das erworbene Unternehmen. In den folgenden Geschäftsjahren wird der Unterschiedsbetrag in dem Ausmaß, in dem er auf erwarteten künftigen Aufwendungen oder Verlusten im Zusammenhang mit dem erworbenen Unternehmen beruht, bei Anfall dieser Aufwendungen oder Verluste ergebniswirksam aufgelöst. Der Ausweis der Auflösungsbeträge erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie Sterbegeldverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Erfüllungsbetrag unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (PUC-Methode) mit einem Zinsfuß von 1,78 % bzw. 1,44 % (Vorjahr: 1,87% bzw. 1,35 %) p.a. und erwarteten Einkommens- und Rentensteigerungen von 2,0 %, 1,0 % bzw. 0 % ermittelt. Der Berechnung liegen die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde. Das zur Absicherung der Verpflichtungen bestehende Deckungsvermögen wurde gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den dazugehörigen Rückstellungen saldiert.

Die Bewertung der Rückdeckungsansprüche, die wegen fehlender Verpfändung nicht als Deckungsvermögen zu klassifizieren sind, erfolgt zu dem von der Versicherung bestätigten Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen. Der Aktivwert wird wegen des Fehlens von Marktpreisen und allgemein anerkannten Bewertungsmodellen gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB mit den fortgeführten Anschaffungskosten in Form des von der Versicherung bestätigten Aktivwerts der Rückdeckungsversicherungen (beizulegender Zeitwert) ausgewiesen.

Die Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2018 G. Der Berechnung liegt der durch die Deutsche Bundesbank bekanntgegebene Rechnungszins von 1,44 % (Vorjahr: 1,35 %) p.a., der sich für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, zugrunde.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, sie sind ausreichend bemessen und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt. Rückstellungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den anteiligen Einnahmen aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für Folgejahre darstellen, bewertet.

Gemäß § 246 Abs. 2 HGB werden Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen sowie aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen innerhalb des Finanzergebnisses saldiert.

Der Ausweis des Aufwands bzw. Ertrags aus der Änderung des Rechnungszinses erfolgt im Finanzergebnis.

F. Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremden Währungen werden in laufender Rechnung zum Zugangszeitpunkt mit aktuellen Kursen umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, deren Laufzeit ein Jahr oder weniger beträgt, mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag durch Vergleich der Zugangsbewertung mit der Bewertung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

Die Aktiv- und Passivposten auf fremde Währung lautender Bilanzen werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das mit dem historischen Kurs in Euro umgerechnet wird, mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Euro-Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt zum Durchschnittkurs. Verwendung findet hierbei der von der Europäischen Zentralbank veröffentlichte Euro-Referenzkurs (Durchschnitt für das jeweilige Jahr).

Die sich aus der Konsolidierung ergebenden nicht realisierten Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals im Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen.

Die Posten der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung der Niederlassung Bulgarien wurden mit dem festen Wechselkurs der Bulgarischen Zentralbank im Verhältnis 1 € = 1,95583 BGN umgerechnet.

G. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten

I. Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem in der Anlage zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel.

Infolge der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände besteht insgesamt eine Ausschüttungssperre in Höhe von T€ 777.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert (T€ 6.799) ist im Rahmen der Kapitalkonsolidierung im Konzern entstanden.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€915 (Vorjahr: T€ 869) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten in Höhe von T€ 63 (Vorjahr: T€ 262) Forderungen aus noch nicht abzugsfähiger Vorsteuer, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

3. Eigenkapital

Das Grundkapital ist eingeteilt in 332.000 Stückaktien in Form von Namensaktien. Mit Aktienkauf- und Übertragungsvertrag sowie Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2022 hat die regiocom SE 130.000 der vormals 462.000 Stückaktien zum Zwecke der Einziehung gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG erworben.

4. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Der am Bilanzstichtag ausgewiesene Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (T€ 2.155) resultiert aus der Erstkonsolidierung der snt-regiocom Stralsund GmbH. Er ist als Fremdkapital einzuordnen, da absehbare negative Ertragsentwicklungen bzw. konkrete Verlusterwartungen zu einer Minderung des Kaufpreises geführt haben. Im Berichtsjahr sind Verluste in Höhe von T€ 1.100 angefallen und der Unterschiedsbetrag ist entsprechend ergebniswirksam aufgelöst worden.

5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Bilanzposten beinhaltet in Höhe von T€ 2.572 den passivischen Saldo aus der Verrechnung der Pensionsverpflichtungen mit dem Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 HGB. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt T€ 7.529. Die fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände (Aktivwerte gemäß Versicherung bzw. Bankguthaben) und betragen T€ 4.957.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Betrag nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 571. In entsprechender Höhe besteht eine Ausschüttungssperre.

6. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten in Höhe von T€ 164 passive latente Steuern aus der Bewertung der in 2019 erworbenen Anteile an der regiocom Customer Care SE mit dem beizulegenden Zeitwert.

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr über ein Jahr davon mehr als fünf Jahre Gesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.872.736,55 15.603.266,07 7.896.500,13 31.476.002,62
(Vorjahr) (14.952.437,80) (11.435.670,19) (3.938.643,06) (26.388.107,99)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.091.021,55 0,00 0,00 4.091.021,55
(Vorjahr) (2.329.085,80) (0,00) (0,00) (2.329.085,80)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.322.907,71 86.100,00 0,00 4.409.007,71
(Vorjahr) (3.765.695,78) (302.176,55) (0,00) (4.067.872,33)
4. Verbindlichkeiten gegen über Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.636,25) (0,00) (0,00) (1.636,25)
5. sonstige Verbindlichkeiten 10.398.302,61 9.333,81 0,00 10.407.636,42
(Vorjahr) (10.317.793,52) (9.333,81) (0,00) (10.327.127,33)
34.684.968,42 15.698.699,88 7.896.500,13 50.383.668,30
(Vorjahr) (31.366.649,15) (11.747.180,55) (3.938.643,06) (43.113.829,70)
gesicherte Beträge Art
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(Vorjahr) (13.038 ) * 1)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
(Vorjahr)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 172 * 2)
(Vorjahr)
4. Verbindlichkeiten gegen über Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
(Vorjahr)
5. sonstige Verbindlichkeiten
(Vorjahr)
172
(Vorjahr) (13.038)

* 1) Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
* 2) Sicherungsübereignung

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten Verbindlichkeiten

aus Steuern € 7.554.623,46

(Vorjahr € 8.121.374,10)

im Rahmen der sozialen Sicherheit € 654.531,21

(Vorjahre € 517.643,83)

8. Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus einer selbstschuldnerischen Bürgschaft (T€ 73). Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird aufgrund langjähriger Geschäftsbeziehungen und unwesentlicher Forderungsausfälle in der Vergangenheit sowie der Tatsache, dass die Verpflichtungen vom Unternehmen bislang erfüllt wurden, als gering eingestuft. Aus diesem Grund erfolgt der Ausweis im Anhang.

9. Sonstige Angaben

Die Muttergesellschaft führt treuhänderisch Bankkonten im Zusammenhang mit ihrer Inkassotätigkeit für Kunden (zum Bilanzstichtag T€ 57).

Außerdem hat die Muttergesellschaft zur Absicherung von Zinsrisiken für Darlehen im Umfang von T€ 5.000 Zinsswapgeschäfte abgeschlossen. Der Marktwert am 31. Dezember 2022 beträgt gemäß der Mark-to-market-Bewertung der Deutschen Bank AG T€ 213.

II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

2022 2021
T€ T€
Servicecenter-Dienstleistungen 177.616 170.402
Full Service Billing 28.500 30.732
Netzdienste / Netzdienste Handelsware 21.923 18.826
IT/Digitale Kundenprojekte/IT-Handelswaren 18.143 17.633
Porto 2.500 2.669
Mieten und Pachten 1.227 1.026
Übrige 1.732 2.560
Summe 251.641 243.848

Von den Umsatzerlösen wurden T€ 247.139 im Inland und T€ 4.502 im Ausland erzielt.

2. sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus der Auflösung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von T€ 1.100 ausgewiesen. Sie enthalten darüber hinaus Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.419; Vorjahr: T€ 519), aus Anlagenabgängen (T€ 33; Vorjahr: T€ 17) sowie sonstige periodenfremde Erträge (T€ 390; Vorjahr: T€ 67).

3. Personalaufwand

Im Gesamtbetrag der Aufwendungen für soziale Abgaben sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 1.133 (Vorjahr T€ 874) enthalten.

4. sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 347 (Vorjahr T€ 134).

Weiterhin werden hier Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 120 (Vorjahr: T€ 44) ausgewiesen.

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten beinhaltet unter anderem den Saldo (T€ 165) aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (T€ 235) und verrechneten Zinserträgen aus der Verzinsung von Deckungsvermögen (T€ 70). Darüber hinaus werden nicht verrechnete Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 136 ausgewiesen.

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Steuern in Höhe von T€ -20 (Vorjahr T€ -518) enthalten.

7. Ergebnisanteil der Anteile in Fremdbesitz

Vom Jahresergebnis entfallen € 99.582,11 (Vorjahr € 4.145,79) auf nicht beherrschende Anteile.

H. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten (T€ 16.347) zusammen.

I. Konzerneigenkapitalspiegel

Das Konzerneigenkapital unterliegt folgenden Ausschüttungssperren:

aufgrund der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände: T€ 777

aufgrund der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre: T€ 571.

J. Sonstige Pflichtangaben

I. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Aus Miet-, Leasing- und sonstigen Dienstleistungsverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 34.015.

II. Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr (§ 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB) beträgt T€ 223 und betrifft Abschlussprüfungsleistungen (T€ 215) und sonstige Leistungen (T€ 8).

III. Angaben zu assoziierten Unternehmen

Die regiocom SE ist am 31. Dezember 2022 an folgenden assoziierten Unternehmen beteiligt:

Anteile am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
% T€ T€
grid.log GmbH, Berlin 50,0 0 -65

Es besteht ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital in Höhe von T€ 130, der sich ausschließlich auf den Geschäft- oder Firmenwert bezieht.

IV. Sonstige Angaben zum Anteilbesitz

Die regiocom SE ist zum 31. Dezember 2022 an folgenden nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen direkt oder indirekt mit mindestens 20 % der Anteile beteiligt:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
% T€ T€
Zeitwert Service GmbH,
Magdeburg Regiocom Bulgaria EOOD, 100 19 -6
Varna Regiocom Energy Services d.o.o., 100 48 0
Belgrad regiocom Hellas SINGLE MEMBER PRIVATE COMPANY, 100 6 -4
Alexandroupolis 100 * *

* Die Gesellschaft wurde am 7. Dezember 2022 gegründet, hat aber erst in 2023 den Geschäftsbetrieb aufgenommen. Die Einzahlung des Stammkapitals ist ebenfalls in 2023 erfolgt.

V. Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB

Für die Gesellschaften

regiocom Customer Care SE, Magdeburg

regiocom Service GmbH, Magdeburg

regiocom Netzdienste GmbH, Magdeburg

BLUMENSTRAUSS Customer Lifecycle Management GmbH, Halle (Saale)

wird die Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

VI. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Jahresdurchschnitt wurden 4.962 (Vorjahr: 5.074) Mitarbeiter im Inland beschäftigt. Die Zahl der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter betrug 1.428 (Vorjahr: 1.176).

VII. Gesamtbezüge der Organe der Muttergesellschaft

Auf die Angabe der Gesamtbezüge i. S. v. § 314 Abs. 1 Nr. 6 a HGB wird unter Bezug auf § 314 Abs. 3 Satz 2 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

VIII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

IX. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von T€ 4.288 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Magdeburg, 17. Mai 2023

regiocom SE

gez. Dr. Sebastian Kerz, Vorstand

gez. Joan Dyckhoff-Schlieker, Vorstand

gez. Thomas Besch, orstand

gez. Klemens Gutmann, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens

der regiocom SE Konzern

Magdeburg

Anschaffungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.608.880,06 0,00 0,00 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.166.075,56 564.533,34 2.800.019,69 0,00
Geschäfts- oder Firmenwert 10.287.645,19 0,00 0,00 0,00
geleistete Anzahlungen 0,00 273.544,16 0,00 0,00
37.062.600,81 838.077,50 2.800.019,69 0,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.377.330,09 1.582.773,66 4.489.972,84 50.522,88
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.020.903,08 2.766.910,90 2.976.191,74 105.626,05
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 178.758,27 238.851,50 0,00 -156.148,93
60.576.991,44 4.588.536,06 7.466.164,58 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 53.810,10 25.000,00 0,00 0,00
Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 47.200,21 162.500,00
Beteiligungen 1.194.559,56 0,00 0,00 -162.500,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 762.120,20 0,00 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 619.425,99 8.244,96 0,00 0,00
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 1.366.643,11 10.713,67 0,00 0,00
3.996.558,96 43.958,63 47.200,21 0,00
101.636.151,21 5.470.572,19 10.313.384,48 0,00
Anschaffungskosten
Abgänge Entkonsolidierung Währungsdifferenzen 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 2.608.880,06
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.305,00 -58,95 21.926.225,26
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 10.287.645,19
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 273.544,16
4.305,00 -58,95 35.096.294,67
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.515,35 -133.558,35 28.383.580,09
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 64.149,28 -1.787,08 28.851.311,93
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 261.460,84
67.664,63 -135.345,43 57.496.352,86
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 78.810,10
Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 115.299,79
Beteiligungen 0,00 0,00 1.032.059,56
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 762.120,20
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 627.670,95
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 1.377.356,78
0,00 0,00 3.993.317,38
71.969,63 -135.404,38 96.585.964,91
Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.221.549,11 609.934,45 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.957.366,55 1.069.741,35 2.799.641,26
Geschäfts- oder Firmenwert 2.447.777,14 1.040.936,89 0,00
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
25.626.692,80 2.720.612,69 2.799.641,26
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.878.569,14 1.472.531,80 4.111.013,62
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.762.187,35 1.803.985,64 2.128.584,85
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
42.640.756,49 3.276.517,44 6.239.598,47
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 86.707,22 0,00 0,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 762.120,20 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00
848.827,42 0,00 0,00
69.116.276,71 5.997.130,13 9.039.239,73
Abschreibungen
Abgänge Entkonsolidierung Währungsdifferenzen 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 1.831.483,56
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.305,00 -33,10 20.223.128,54
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 3.488.714,03
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
4.305,00 -33,10 25.543.326,13
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 473,04 -55.624,97 17.183.989,31
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.693,22 6.526,80 22.435.421,72
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
9.166,26 -49.098,17 39.619.411,03
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 86.707,22
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 762.120,20
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 848.827,42
13.471,26 -49.131,27 66.011.564,58
Restbuchwert
31.12.2022 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 777.396,50 1.387.330,95
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.703.096,71 2.208.709,01
Geschäfts- oder Firmenwert 6.798.931,16 7.839.868,05
geleistete Anzahlungen 273.544,16 0,00
9.552.968,53 11.435.908,01
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.199.590,78 11.498.760,95
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.415.890,21 6.258.715,73
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 261.460,84 178.758,27
17.876.941,83 17.936.234,95
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 78.810,10 53.810,10
Anteile an assoziierten Unternehmen 115.299,79 0,00
Beteiligungen 945.352,34 1.107.852,34
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 627.670,95 619.425,99
Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 1.377.356,78 1.366.643,11
3.144.489,96 3.147.731,54
30.574.400,32 32.519.874,50

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der regiocom SE und des regiocom-Konzerns

Magdeburg

I. Grundlagen der regiocom SE und des regiocom-Konzerns

Der regiocom-Konzern (nachfolgend kurz regiocom, regiocom-Konzern oder Gruppe genannt) ist eine in- habergeführte Unternehmensgruppe, die mit ihrer Stammgesellschaft seit über 25 Jahren als spezialisierter Outsourcingdienstleister für kaufmännische Geschäftsprozesse und Kundenbetreuungsleistungen sowie Services in Energienetzen und Anbieter für branchenspezifische IT-Services erfolgreich am Markt agiert. Die Gruppe bietet ihre Dienstleistungen für Kunden in dem so genannten DACH-Märkte mit aktuellem Tätigkeitsschwerpunkt in Deutschland und Österreich an. Sie produziert die Services sowohl in Deutschland als auch in ihren Niederlassungen und Tochtergesellschaften in Bulgarien, Österreich, Türkei und Griechenland. Zum Berichtszeitpunkt sind es 13 Unternehmen an 26 Standorten mit über 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon rund 4.900 in Deutschland, rund 1.300 in Bulgarien sowie rund 250 in der Türkei, die übrigen in Griechenland (aktuell im Aufbau) und in Österreich. Die Konzernobergesellschaft, regiocom SE mit ihren Tochtergesellschaften, hat ihre Service-Unternehmungen in Sparten beziehungsweise in Geschäftsbereichen organisiert. Wesentliche Geschäftskompetenzen treten mit ihren Dienstleistungen und Produkten unter eigenen Markennamen am Markt auf:

Unter der Marke "regiocom Customer Care" bietet der Konzern als Premiumanbieter professionellen und verlässlichen Kundenservice, repräsentiert durch die Unternehmensgruppe regiocom Customer Care SE (kurz CCSE). Die CCSE bietet das gesamte Spektrum der schriftlichen und telefonischen vertriebs- und serviceorientierten Kundenkommunikation über sämtliche Kontaktkanäle wie Telefon, E-Mail, Brief, Chat oder auch Social Media an. Das Spektrum reicht von der Neukundenansprache und Interessentenhotline über komplexe technische und kaufmännische Bestandskundenbetreuung, Service und Sales bis hin zu Kundenservice, Forderungsmanagement, Kundenrückgewinnung oder der kompetenten Betreuung einer Beschwerdehotline. Die CCSE ist aufgrund der langjährigen Erfahrung und der im Konzern verfügbaren technischen Infrastruktur in der Lage, auch größere Projekte sowohl im klassischen Customer Care als auch im Business Process Outsourcing (BPO) kurzfristig zu übernehmen. Die Geschäftsbasis dieser Sparte kann auf langjährige Auftraggeberbeziehungen aus den Schwerpunktbranchen Energie, Telekommunikation, Verkehr, Consumer Electronics, der Versicherungswirtschaft, der Transportbranche, aber auch Premiummarken, Retail-Unternehmen und Behörden verweisen. Spezielle Outbound-Services und Sales-Projekte sind in der Marke "BLUMENSTRAUSS Customer Lifecycle Management" zusammengefasst. Dieser Geschäftsbereich verfügt über viele Jahre Erfahrung in der erfolgreichen Durchführung von Outbound- und Sales-Kampagnen im Kundenauftrag. Die CCSE verfolgt im Kundenservicegeschäft einen hohen Qualitätsanspruch und die strikte Einhaltung der gesetzlichen Datenschutzvorgaben, so dass Auftraggeber ihren Kundenservice DSGVO-konform von der CCSE betreuen lassen können. Das Qualitäts- und Prozessmanagementsystem richtet sich nach dem SixSigma Standard, wurde nach DIN EN ISO 9001:2015 durch die unabhängigen Prüfexperten der DQS GmbH zertifiziert und unterliegt regelmäßigen internen und externen Audits. Im Dezember 2022 wurde die CCSE erstmalig nach der neuen DIN EN ISO 18295-1:2017 zertifiziert, der Dienstleistungsnorm für Kundenkontaktzentren (Customer Contact Center), in der unter anderem die Anforderungen an Customer Contact Center beschrieben werden.

Ein weiterer wesentlicher Geschäftsbereich ist der Bereich "regiocom Energie". In ihm bündeln sich die Leistungen weiterer Sparten und zum Teil weiterer Marken der Gruppe wie "Grid.Services", "Full-Service Billing" sowie Digitalisierung von Geschäftsprozessen in der Energiewirtschaft. Das Branchen-Know-how der regiocom ist hier seit Jahrzehnten gewachsen und spiegelt sich in den ebenso langfristig bestehenden Auftraggeberbeziehungen in diesen Geschäftsfeldern wieder.

Schwerpunktthemen der Grid.Services sind Dienstleistungen für Netzbetreiber, wie beispielweise intelligente Kundenanlagensteuerung sowie das Projekt- und Qualitätsmanagement der Marktraumumstellung für Gasnetze. Für die Dienstleistung Marktraumumstellung ist regiocom einer der fünf Top-Dienstleister in Deutschland. Das Angebot der Grid.Services wird komplettiert durch die Materialwirtschaft und die integrative Logistik der entsprechenden Lieferketten. Darüber hinaus werden Fieldservices für Messstellenbetreuung, Leeranlagenrecherche, Zählerwechsel und Datenfernauslesung erfolgreich im Markt umgesetzt.

Die Sparte Full Service Billing bedient seit inzwischen etwa 15 Jahren erfolgreich das Outsourcingpaket rund um den Energieendkunden im Strom- und Gasmarkt. Hier erfolgen, basierend auf hochmodernen IT-Systemen für die Energieabrechnung und das Kundenmanagement, jeweils das Management des vollständigen Customer Lifecycle eines Energieendkunden für Netzbetreiber und Vertriebsakteure im Energiemarkt in Deutschland und Österreich. Dazu gehören neben dem Kundenkontaktmanagement, das Management des Lieferantenwechsels, die Energieabrechnung für Strom- und Gasverbraucher, sowie die komplette Marktkommunikation. Darüber hinaus kann die Übernahme ganzer Prozessketten durch die Kombination der Services mit hochmodernen IT-Lösungen angeboten werden, zum Beispiel die Digitalisierung sämtliche kundenbezogener Kommunikationsprozesse und Medien, einschließlich der Archivierung. Alle wesentlichen Prozesse sind auftraggeberbezogen nach dem Prüfungsstandard IDW PS 951 Typ 2 zertifiziert, das heißt, es wurde entsprechend den Vorgaben des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. die erfolgreiche Prüfung eines ausgelagerten internen Kontrollsystems auf ein Dienstleistungsunternehmen vorgenommen und bescheinigt.

Als digitale Klammer unterstützen und entwickeln die Geschäftsfelder "Kundenprojekte" und "IT-Service" branchenspezifische IT-Lösungen, insbesondere für energiespezifische Prozesse. Regiocom ist damit in Deutschland sowohl für Auftraggeber aus der Energiewirtschaft als auch für öffentliche Auftraggeber ein wichtiger Partner bei der Umsetzung der Energiewende sowie bei der Digitalisierung und Optimierung von Geschäfts- und Serviceprozessen im Energiewirtschaftsumfeld. Ein herausragendes

Beispiel hierfür ist die Entwicklung und der Betrieb des Marktstammdatenregisters, bei dem über eine Onlineplattform ein umfassendes behördliches Register aller Stromnetzeinspeiser in Deutschland durch die regiocom entwickelt wurde und im 24/7 Modus und hoher Verfügbarkeit bereitgestellt wird.

Die Geschäftsbereiche der Gruppe agieren teilweise aus selbstständigen Konzerngesellschaften oder Konzernbeteiligungen heraus, zum Teil sind sie aber auch in der Muttergesellschaft regiocom SE selbst angesiedelt. Sie treten einheitlich am Markt auf, können aber jede ihrer Sparten und Dienstleistungen, je nach Kundenwunsch, modular anbieten.

Die regiocom SE als Muttergesellschaft ist der Kopf der Unternehmensgruppe und bildet die Klammer um die einzelnen Geschäftsbereiche. Sie bündelt die Geschäftsfeldentwicklungen in der Gruppe und koordiniert den einheitlichen Marktauftritt. Weiterhin modelliert und optimiert sie geschäftsfeldübergreifend komplexe, kundenspezifische Prozessketten in den jeweiligen Sparten und Organisationseinheiten. Die regiocom SE erbringt darüber hinaus wesentliche Querschnittsgeschäftsfunktionen für alle Unternehmen und Unternehmensteile der Gruppe, wie beispielsweise die Bereitstellung der Betriebs-Infrastruktur und die Anpassung der Softwarewerkzeuge, die Digitalisierung von internen Geschäftsfeldfunktionen sowie zentrale Verwaltungs-, Steuerungs- und Qualitätsmanagementfunktionen. Sie steuert die Unternehmensentwicklung und organisiert die Finanzierung der gesamten Unternehmensgruppe nach den jeweiligen geschäftsspezifischen Anforderungen. Sie beschränkt jedoch nicht auf die reine Holdingfunktion, sondern ist mit eigenen operativen Geschäftsfeldern am Markt vertreten. Wesentlicher operativer Geschäftsbereich ist die regiocom Energie-Sparte mit den Bereichen Full Service Billing sowie IT-Services und Digitale Kundenprojekte.

Der größte Geschäftsbereich im Konzern, Customer Care, besteht zum Berichtszeitpunkt aus dem Teilkonzern unter der Muttergesellschaft regiocom Customer Care SE mit Sitz in Magdeburg sowie den 100 %- Tochtergesellschaften snt regiocom Iletisim Merkezi Limited Sirketi mit Sitz in Alanya, Türkei, regiocom Izmir Cagri Merkezi A.S., mit Sitz in Izmir, Türkei, und regiocom Hellas SINGLE MEMBER P.C. mit Sitz in Alexandroupolis, Griechenland.

Im Geschäftsjahr 2022 haben sich durch die Verschmelzung der 100 %-Tochter SNT Deutschland AG auf die regiocom Customer Care SE (zum damaligen Zeitpunkt noch snt-regiocom Customer Care SE) mit Wirkung zum 1. Januar 2022 sowie die Gründung der regiocom Hellas, einer neuen 100 %-Tochtergesell- schaft der regiocom Customer Care SE, Änderungen in der Teil- Konzernstruktur ergeben. Am 12. Januar 2023 (Eintrag Handelsregister) wurde, wie am 24. November 2022 von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, die snt-regiocom Customer Care SE zur Vereinheitlichung des Markenauftritts innerhalb des regiocom-Konzerns in regiocom Customer Care SE umfirmiert.

Die regiocom-Gruppe nutzt in ihren Dienstleistungssparten verschiedene performante und hochkomplexe eigenentwickelte sowie fremde Softwaresysteme. Allen voran die Callcenter-Telefonie (ACD, Automatic Call Distribution) sowie branchenspezifische Abrechnungssysteme im Geschäftsbereich Full Service Billing (SAP). Darüber hinaus kommen Systeme für den Datenaustausch zwischen Versorgern und Netzbetreibern sowie der Bundesnetzagentur, Systeme zur Unterstützung der Abrechnung sowie der Datenregistrierung von Einspeisern gemäß EEG, Systeme zur Berechnung und Prüfung von Konzessionsabgaben und deren anteilige Umlage auf Einzelrechnungen sowie weitere EVU-spezifische Systemlösungen zum Einsatz. Regiocom entwickelt und betreibt intelligente Portalsysteme, die es dem Endkunden ermöglichen, zum Beispiel den selbständigen Vertragsabschluss und/oder die Änderung von Vertragsparametern vorzunehmen.

Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat

Die Geschäftsführung der Konzern-Obergesellschaft besteht zum Berichtszeitpunkt aus vier Vorständen, Klemens Gutmann, Magdeburg; Dr. Sebastian Kerz, Hannover, Joan Dyckhoff-Schlieker, Magdeburg und Thomas Besch, Reutlingen (seit 15.04.2023).

Der Aufsichtsrat der regiocom SE hat drei Mitglieder. Vorsitzende ist Anja Naumann, Magdeburg. Alle drei Mitglieder sind Frauen. Gemäß § 289 f Abs. 4 HGB liegt die Frauenquote im Aufsichtsrat aktuell bei 100%. Derzeit sind keine Veränderungen geplant. Im Übrigen wird bezüglich der Angaben nach § 289f Abs. 4 HGB auf die Internetseite der regiocom SE (www.regiocom.com) verwiesen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2022 war das Jahr, in dem aus Sicht von regiocom die wesentlichen Auswirkungen der Covid 19-Pandemie überwunden wurden. Dank eines konsequenten Krisenmanagements und hoher IT-Service-Kompetenz im eigenen Hause waren wirtschaftlich wenig negative Auswirkungen in den vergangenen Pandemiejahren in der Gruppe zu verzeichnen. Ähnliches gilt für den wesentlichen Teil der Kunden und damit für die Stabilität und Solvenz der Auftraggeber in dieser Zeit. Geblieben und strukturell verbessert (prozessual und technisch) ist das ortsunabhängige Arbeiten ("Home-Office") und dessen konsequente Anwendung in der Zukunft. Darüber hinaus bildet es die wesentliche Grundlage für neue Modelle des Wirtschaftens, die durch regiocom weiterführend erschlossen werden. Ein wesentlicher Ausdruck dieser neuen Strategie ist die Zeitwert Service GmbH, die als 100% Tochter der regiocom SE seit Februar 2023 ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen hat. Die Zeitwert Service GmbH erbringt Customer Care Dienstleistungen für die angestammten Kundensegmente der regiocom, setzt aber konsequent auf 100% Home Office.

Insgesamt war es für die regiocom-Gruppe ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Die weltumspannenden Krisenereignisse des Geschäftsjahres beeinflussten die Kundensegmente der Gruppe bis heute nicht negativ. Trotzdem hat das Top-Management der regiocom den Aspekt der Betriebs- und Produktionssicherheit (Business Continuity, BCM) stärker in den Focus der Managementaufgaben gerückt. Es wurden Maßnahmen ergriffen, um die Widerstandsfähigkeit ihres Unternehmens gegenüber existenzbedrohenden Risiken zu erhöhen. Hierbei wurde der Schwerpunkt auf Aufrechterhaltung der Erfüllungs- und Leistungspflichten gegenüber den Kunden der Gruppe gelegt, bei gleichzeitiger Sicherstellung der datenschutzrechtlichen und allgemein rechtlichen Anforderungen. Branchenspezifische Prozesse und die jeweiligen vertraglichen Anforderungen haben dabei besondere Beachtung gefunden. Es wurde in entsprechende Sicherheitssysteme und energetische Versorgungssysteme investiert, um den Risiken und Herausforderungen etwaiger Versorgungseinbrüche oder aber auch Cyber-Angriffen zu begegnen.

Neben den Kosten und Investitionen im Zusammenhang mit dem BCM gab es aufgrund der gewachsenen und andauernden Inflation sowie der allgemeinen krisenhaften Entwicklungen und zusätzlicher regulatorischer Eingriffe deutliche Auswirkungen auf die Kostenstrukturen. Den größten Einfluss haben zunächst die regulatorischen Vorgaben zum Mindestlohn in Deutschland. Der erhebliche Anstieg des Mindestlohns von € 9,81 zu Beginn des Jahres 2022 auf € 12 zum 1. Oktober 2022 (rund 22,3 %), nachdem der Mindestlohn 2021 bereits zweimal auf zuletzt € 9,60 angehoben worden war, konnte zu großen Teilen, jedoch nicht in allen Verträgen durch Preisgleitklauseln abgefangen werden. In Ausnahmefällen wurden Dienstleistungsverträge, die eine solche Preisanpassung nicht oder nicht in ausreichendem Maße beinhalteten nachverhandelt oder im schlechtesten Fall auch beendet. Der letztere Fall ist jedoch die absolute Ausnahme. Die Auswirkungen der Mindestlohnanpassungen betreffen überwiegend die Personalkosten der Sparte Customer Care, erstrecken sich aber in geringerem Maße auch auf andere Sparten der Gruppe. Durch die aktuellen Entwicklungen des Mindestlohns in Deutschland gewinnt das Thema Near- und Offshore Outsourcing sowohl in dem sehr wettbewerbsintensiven Call Center Markt als auch in den anderen Geschäftsfeldern von regiocom weiter an Relevanz.

Verstärkt wird diese Relevanz durch den anhaltenden Fachkräftemangel auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Im Dezember 2022 waren der Bundesagentur für Arbeit deutschlandweit ca. 781.000 offene Stellen gemeldet (Dezember 2021: 794.000 1 ). Damit sanken die Vakanzen im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht, eine nachhaltige Entspannung ist aber weiterhin nicht in Sicht. Der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt um qualifizierte Kräfte hat sich durch den Rückgang der Arbeitslosenzahlen (2022 im Jahresdurchschnitt Rückgang um 0,4 Prozentpunkte auf 5,3 % 2 ) und die Anhebung des Mindestlohns weiter verschärft. Durch die zunehmende Digitalisierung wird nach Einschätzung des Managements perspektivisch die Anzahl der benötigten Stellen in einigen Service-Bereichen zurückgehen, in den nächsten Jahren bleibt der Bedarf an qualifizierten und spezialisierten Fachkräften weiterhin hoch und schwer abzudecken.

1 Bundesagentur für Arbeit: Gemeldete Arbeitsstellen nach Wirtschaftszweigen, Dezember 2022, S. 9
2 Bundesagentur für Arbeit: Jahresrückblick 2022

Die sehr dynamische Umsatzentwicklung aus dem Vorjahr konnte in der Intensität, insbesondere vor dem Hintergrund nicht ausreichender personeller Kapazitäten im Kundenservice, nicht gehalten werden. Gegenüber dem Vorjahr steigerte sich das Umsatzvolumen um rund 3% (Vorjahr 18%), vorwiegend getrieben durch die Weitergabe der Kosten aus den Mindestlohnanpassungen. Er blieb jedoch rund 6% hinter dem Budget der Gruppe zurück.

Die Konzernobergesellschaft regiocom SE hat mit 147 Mio. € ihren Umsatz um rund 10 Mio. € steigern können, was zu großen Teilen am weiteren Ausbau der bulgarischen Niederlassungsstandorte in Bulgarien (Near Shore) liegt, aber auch an der außerplanmäßigen Steigerung des Volumens im Geschäftsfeld Full Service Billing. Alle übrigen Geschäftsfelder verzeichneten stetige und planmäßige Entwicklung ihres Geschäftsvolumens.

Insgesamt liegt das Ergebnis der Gruppe vor Ertragsteuern mit 4,3 Mio. € um rund 0,5 Mio. € über dem Budget aber aufgrund der geringeren Umsatzdynamik und der gestiegenen Kosten rund 2,9 Mio. € unter dem des Vorjahres. Das Vorjahresergebnis der regiocom SE war durch mehrere Verschmelzungseffekte (4,7 Mio. €) positiv beeinflusst. Das Ergebnis vor Ertragsteuern der regiocom SE Muttergesellschaft beläuft sich im Berichtsjahr auf 4,3 Mio. € (Vorjahr 12,3 Mio. €).

Schwerpunkt der Finanzierungstätigkeit der Gruppe im Berichtsjahr war der seit 2021 in den Diskussionen mit den Banken vorbereitete und im Mai 2022 erfolgreich neu fixierte Konsortialkreditvertrag (kurz KKV) mit einem Bankenkonsortium. Unter der Federführung der Deutschen Bank beteiligen sich zwei weitere Banken an dem Gesamtfinanzierungsvolumen von 30 Mio. €. Hierin enthalten sind Betriebsmittellinien, Tilgungsdarlehen für die anteilige Finanzierung einer Gesellschafterabfindung und Avallinien für die Absicherung von Vertrags- und Gewährleistungsthemen der Gruppe. Das Finanzierungspaket hat eine Grundlaufzeit von 3 Jahren mit Verlängerungsoptionen bis zu 5 Jahren. Ergänzend wurde auch die Sale-and-Lease-Back-Finanzierung des Gebäudes durch die Stadtsparkasse Magdeburg um 5 Mio. € aufgestockt. Weiterhin sind die bestehenden Factoring-Linien von insgesamt 37,5 Mio. € in der Gruppe (davon 20 Mio. € in der regiocom SE) bis 2024 verlängert worden.

Die Finanzierung der Gruppe ist damit mittelfristig gut gesichert. Teile dieser Liquiditätszuflüsse wurden zur Finanzierung des partnerschaftlich geregelten Gesellschafteraustritts bei der regiocom SE verwendet.

Die Marktsituation für die Dienstleistungssegmente der regiocom ist auf hohem Niveau stabil.

Im Kundenservicegeschäft erwartet die Branche generell ein Wachstum. Laut Analyse des US-Marktforschungsunternehmens Technavio Research wuchs der Callcenter-Outsourcing-Markt in Europa im Jahr 2021 moderat um 2,91 % 3 und damit etwas schwächer als der globale Markt mit 3,0 % 4. Bis zum Jahr 2026 erwarten die Marktforscher weiterhin ein jährlich durchschnittliches Wachstum von 3,53 % in Europa und 3,96 % weltweit.

3 Technavio Research: Call Center Outsourcing Market in Europe by End-user and Geography - Forecast and Analysis 2022-2026, August 2022

4 Technavio Research: Call Center Outsourcing Market by End-user and Geography - Forecast and Analysis 2022-2022, August 2022

In Deutschland ist der Markt für Callcenter-Leistungen nach einigen wenigen sehr großen, global tätigen Dienstleistern - weiterhin stark fragmentiert. Laut der aktuell verfügbaren Strukturerhebung des Statistischen Bundesamts beschäftigten im Jahr 2020 in Deutschland 1.296 Callcenter-Unternehmen 5 (2019: 1.427) 138.346 6 Mitarbeiter (2019: 158.614). Dabei ging 2020 im Vergleich zu 2019 sowohl die Zahl der Einzelunternehmen von 437 auf 423 als auch die Zahl der Personengesellschaften von 129 auf 77 und die Zahl der Kapitalgesellschaften von 834 auf 787 zurück - Zeichen einer weiter fortschreitenden Konsolidierung im Markt und zunehmenden Digitalisierung von Kundenservicedienstleistungen.

Vor dem Hintergrund dieser Gesamtmarktlage und den spezifischen Ausprägungen der Mindestlohnentwicklung konnte der Geschäftsbereich "Customer Care" der regiocom sein Geschäftsvolumen im vierten Jahr in Folge steigern, diesmal um rund 4% gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatzanstieg war unter anderem auf die Weitergabe der Mindestlohnanpassungen zurückzuführen. Das Budget für 2022 konnte, aufgrund der geringer als geplant erfolgten Mitarbeiterzuwächse (überwiegend in Deutschland) jedoch nicht erreicht werden. Entsprechend geringer als geplant, fielen dagegen die Personalaufwendungen aus. Die Branche begegnet der Personalmarktlage ganz allgemein mit zunehmender Prozessautomatisierung und speziell die regiocom Gruppe zusätzlich mit dem immer stärkeren Ausbau ihrer Near Shore-Kapazitäten.

Im Vergleich dazu hat der Geschäftsbereich Full Service Billing das Geschäftsjahr mit einem überplanmäßigen Geschäftsvolumen abschließen können. Insbesondere das Bestandskundengeschäft konnte ausgebaut werden, so dass die seit dem vierten Quartal 2021 aufgrund der Energiemarkt-Krise rückläufigen Full Service-Umsätze, wieder kompensiert werden konnten. Im Berichtsjahr konnte so das Geschäftsvolumen des Vorjahres in Verbindung mit den anteiligen Serviceleistungen der Sparte gehalten werden. Inzwischen hat sich auch die Wechselbereitschaft der Endkunden wieder erhöht, so dass auch mit wieder wachsenden Full Service Aufträgen aufgrund wachsender Endkundenabrechnungen zu rechnen ist.

5 Statistisches Bundesamt: Strukturerhebung im Dienstleistungsbereich. Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen - Unternehmen. Genesis-Online-Abruf vom 25.01.2023
6 Statistisches Bundesamt: Strukturerhebung im Dienstleistungsbereich. Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen - Tätige Personen in Unternehmen. Genesis-Online-Abruf vom 25.01.2023

Im Bereich Grid.Services war die Entwicklung erneut überplanmäßig gut. Das Geschäftsvolumen wurde im Vergleich zum Vorjahr um 16% übertroffen. Das ist insbesondere deshalb bemerkenswert, da ursprünglich im gemeinsamen Bericht des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) 7 für das Jahr 2021 mit der höchsten geplanten Anzahl an Verbrauchsgerätumstellungen geplant war. Die "Nach Corona Umstellungsplanung" sieht etwa 550.000 Geräteanpassungen im kommenden Geschäftsjahr vor und danach pro Jahr etwa 500.000 Endgeräte bis zu einem erneuten Pik in 2027 mit 560.000 umzustellenden Geräten. Dabei konzentriert sie sich in ihren Angeboten auf das technische Projektmanagement und die Qualitätssicherung sowie die Beschaffung und just in time Bereitstellung der notwendigen Materialien.

Zusätzliche Auftragsstabilität erlangte der Bereich durch die Verlängerung und Ausweitung der Dienstleistungsaufträge für die Leeranlagenrecherche sowie für die Integration von intelligenten Messeinrichtungen in die Systemlandschaften der Energieversorger.

Die darüber hinaus unter dem Vorstandbereich Energie zusammengefassten Themenfelder IT-Service und Digitale Kundenprojekte konnten ihr Umsatzvolumen gegenüber dem Vorjahr halten und bewegen sich damit auch im Plan.

Die Investitionen der Gruppe in entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen liegen mit 5,4 Mio. € an Zugängen leicht unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr 5,7 Mio. €). Der Löwenanteil floss in den Ausbau der Call Center Standorte der CCSE und der ausländischen Near Shore-Standorte. Bei der regiocom SE waren die Investitionen ins Anlagevermögen mit 4,1 Mio. € rückläufig (Vorjahr: 4,5 Mio. €). Es handelte sich im Wesentlichen um Investitionen im Zuge der infrastrukturellen Absicherung des Geschäftsbetriebes sowie um Ersatzinvestitionen.

Wesentliche Themen und Geschäftsvorfälle

Aufgrund des Verschmelzungsvertrags vom 14. März 2022 bzw. 6. April 2022 wurde die SNT Deutschland AG auf die snt-regiocom Customer Care SE mit Wirkung zum 1. Januar 2022 verschmolzen. Sämtliche Rechtsbeziehungen der SNT Deutschland AG gingen damit an die CCSE über. In der weiteren Folge beschloss der Vorstand und der Aufsichtsrat am 24. November 2022 die snt-regiocom Customer Care SE zur Vereinheitlichung des Markenauftritts innerhalb des regiocom-Konzerns in regiocom Customer Care SE umzufirmieren, was im Januar 2023 durch Eintragung in das Handelsregister erfolgte.

7 Gemeinsamer Bericht des DVGW und des BDEW für 2020

Der weitere Ausbau der Near Shore Standorte stand operativ im Fokus des Geschäftsjahres 2022. In der regiocom SE kamen unter der Niederlassung Bulgarien zwei weitere Standorte hinzu. Unter der CCSE wurden neue Standortgesellschaften in der Türkei und Griechenland gegründet. So erfolgte am 17. Oktober 2022 die Errichtung des zweiten Standorts der in der Türkei, die regiocom Izmir Cagri Merkezi A.S., mit Sitz in Izmir. Zum Bilanzstichtag waren hier insgesamt 46 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Am 7. Dezember 2022 wurde die regiocom Hellas SINGLE MEMBER P.C. mit Sitz in Alexandroupolis, Griechenland, gegründet und hat im Januar 2023 die Geschäftstätigkeit mit 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufgenommen.

Die koviko GmbH und die Brief365 GmbH wurden im Geschäftsjahr 2022 veräußert und zählen nicht mehr zum Konsolidierungskreis der Gruppe.

Weitere wesentliche Geschäftsvorfälle waren die Investitionen unter dem Stichwort Bussines Continuity Management in erweiterte Sicherheitssysteme und energetische Versorgungssysteme um den Risiken und Herausforderungen etwaiger Versorgungseinbrüche oder aber auch Cyber-Angriffen zu begegnen.

Das Konzernrechnungswesen hat im Geschäftsjahr 2022 seine Rechnungslegungsrichtlinien, insbesondere den Kontenrahmen vereinheitlicht. Diese war eine notwendige Vorarbeit vor der sich anschließenden und in 2022 begonnenen Umstellung auf ein neues, einheitliches ERP-System Business Central (BC18) im Konzern.

2. Ertragslage

Der Gesamtumsatz des Konzerns beträgt 252 Mio. € (Vorjahr: 244 Mio. €) und liegt mit 3% über dem Vorjahresvolumen. Was bemerkenswert ist, da die Brief65 GmbH und die koviko GmbH Mitte des Jahres veräußert wurden und nur anteilig die Ertragslage der Gruppe beeinflussen. Vor diesem Hintergrund und wegen fehlender Fachkräfte im Kundenservice liegt die Gruppe jedoch rund 16 Mio. € unter dem ursprünglichen Umsatz-Budget.

Die trotzdem gute Ertragslage der regiocom SE und des Konzerns ist maßgeblich durch die insgesamt gute Performance der volumenstarken Geschäftsfelder geprägt. Insbesondere die Entwicklung im Bereich Full Service Billing hat den Konzern in seiner Ertragskraft überplanmäßig und nachhaltig verbessert. Der Bereich hat sein Umsatzziel für das Geschäftsjahr um 3 Mio. € übertroffen und der Bereich Netzdienste um 1,5 Mio. €.

Der Umsatz im Geschäftsfeld Kundenservice stieg im Geschäftsjahr mit rund 7 Mio. € auf rund 178 Mio. € (Vorjahr 171 Mio. €) am stärksten an. Der Zuwachs erfolgte jedoch überwiegend durch die Weitergabe des Mindestlohnanstiegs im Mai und Oktober 2022 an die Kunden, blieb wegen der fehlenden Fachkräfte (FTE) aber hinter den Planwerten zurück. Dagegen verzeichneten die übrigen Geschäftsbereiche eine planmäßige Entwicklung ihres Geschäftsvolumens.

Die Umsatzerlöse der regiocom SE im Einzelabschluss stiegen gegenüber dem Vorjahresniveau um 10 Mio. € auf 147 Mio. € (Vorjahr: 137 Mio. €). Der Anstieg resultiert aus dem weiteren Aufbau der Near Shore Kapazitäten für den Kundenservice in den Niederlassungsstandorten in Bulgarien. Diese Services rechnet die regiocom SE überwiegend an die regiocom Customer Care SE ab.

Die Rohertragsmarge im Konzern beträgt 90 % (Vorjahr 88 %). Gegenüber dem Vorjahr ist sie trotz der gestiegenen Materialaufwendungen, auch für das Umrüstmaterial im Bereich Netzdienste, geringfügig höher. Die Rohertragsmarge der regiocom SE beträgt 54% (Vorjahr 51%) und verbesserte sich absolut um 9,8 Mio. €.

Die sonstigen betrieblichen Erträge im Konzern übersteigen mit insgesamt 5,0 Mio. € (Vorjahr 4,6 Mio. €), im Wesentlichen aufgrund der anteiligen Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrages für Stralsund in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr 0,8 Mio. €), den Vorjahreswert leicht.

Bei der regiocom SE resultieren die Veränderungen mit 0,3 Mio. € aus dem Abgang von Finanzanlagen im Zusammenhang mit der Veräußerung der koviko GmbH und der Brief365 GmbH sowie mit 0,5 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €) aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die Materialaufwendungen im Konzern sind im Vorjahresvergleich um 1,9 Mio. € gesunken. Hintergrund sind die um rund 3,0 Mio. € geringeren bezogenen Leistungen. Gleichzeitig sind die Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe um 1,2 Mio. € gestiegen. Letzteres im Wesentlichen durch die höheren Materialaufwendungen für das MRU-Geschäft. Im Kundenservice waren dagegen die Beauftragungen von Fremdpersonal im Zusammenhang mit dem wachsenden Near Shore Einsatz (eigenes Personal auf Ebene des Konzerns) rückläufig.

Der Materialaufwand der regiocom SE ist, unter Berücksichtigung der allgemeinen Preissteigerung berücksichtigt, gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Mio. € gestiegen.

Der Personalaufwand des Konzerns stieg im Wesentlichen bedingt durch die Mindestlohnanpassungen und allgemeiner Personalkostensteigerungen sowie dem Ausbau des Personalbestandes im Near Shore um 9,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf 186,3 Mio. € an. Die Personalaufwandsquote hat sich dagegen mit 74,0 % gegenüber dem Vorjahr (72,7 %) nur leicht verschlechtert. Das liegt im Wesentlichen der überwiegenden Weitergabe der Mindestlohnsteigerungen und kompensatorisch dem Ausbau des Near Shore Anteils.

Der Personalaufwand in der regiocom SE stieg gegenüber dem Vorjahr um 9 Mio. € auf 52 Mio. €. Auch hier liegt die Ursache im Wesentlichen im Near Shore Ausbau, speziell in Bulgarien sowie den dortigen Personalkostensteigerungen und erfolgte adäquat zum angestiegenen Umsatz. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich von 31,8% auf 35,3%.

Im Jahresdurchschnitt wurden im Konzern 4.962 (Vorjahr: 5.074) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Inland beschäftigt. Die Zahl der im Ausland beschäftigten Personen betrug 1.428 (Vorjahr: 1.176). Bei der regiocom SE waren es im Inland 571 (Vorjahr: 523) und im Ausland 1.222 (Vorjahr: 1.069) Personen.

Die Abschreibungen des Konzerns auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens sanken leicht auf 6 Mio. € (Vorjahr 6,8 Mio. €). Damit hielt sich der Wertverlust durch Abschreibungen die Waage mit den Investitionen im Berichtsjahr. Im Vergleich zum Vorjahr gab es keinen nennenswerten anorganischen Zugang an Wirtschaftsgütern sowie keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände. Weiterhin wird ein Großteil der Ersatzbeschaffungen, vor allem bei Hardware, im Leasing abgewickelt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr vor dem Hintergrund Preissteigerungen des Bürobetriebs (Raumheiz- und Nebenkosten) und der Ausweitung der Standorte von 27,1 Mio. € auf 33,4 Mio. € an. Weitere Ursachen für den Anstieg der Aufwendungen resultieren aus den nach der Covid 19-Pandemie wieder gestiegenen Aufwendungen für Bewirtung und Reisekosten sowie den höheren Aufwendungen für das Recruiting. Die SbA-Quote liegt bei 13,3% (Vorjahr 11,1%).

Bei der regiocom SE stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus den gleichen Gründen wie im Gesamtkonzern um 4,3 Mio. € auf 20,3 Mio. € und die SbA-Quote stieg von 11,9 % auf 13,8%.

Das Finanzergebnis des Konzerns liegt mit -1,9 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (-1,8 Mio. €). Die angestiegenen Zinsen führen zu leichten Steigerung des Zinsaufwandes, schlagen aber im Berichtsjahr noch nicht voll durch. Zum Berichtzeitpunkt sind die Zinsen weiter gestiegen. Dieser Anstieg ist in der Planung der Folgejahre berücksichtigt. Durch den Abschluss von Zins-Swaps wurden entsprechende Vorsorgen gegen einen darüber hinaus gehenden Zinsanstieg getroffen.

Das Finanzergebnis der regiocom SE spiegelt mit -272 T€ in Summe die gesunkenen Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 8,1 Mio. €) zusammen mit dem Saldo der Zinsaufwendungen und Zinserträgen wieder. Letzterer zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr mit -1,1 Mio. € nicht wesentlich verändert (Vorjahr -1,2 Mio €). Die regiocom SE hält die wesentlichen Darlehensverträge mit den Finanzieren und schultert so den wesentlichen Teil der Außenfinanzierung der Gruppe und finanziert die Tochtergesellschaften über Cashpooling.

Die Gruppe erwirtschaftete ein positives Jahresergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 3,6 Mio. € (Vorjahr: 5,8 Mio. €). Damit liegt das Ergebnis der Gruppe Gruppe mit 0,9 Mio. € über Plan, jedoch ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein Ergebnisrückgang von 2,2 Mio. €.

Das Jahresergebnis der regiocom SE erreicht rund 4 Mio. € (Vorjahr: 10,7 Mio. €) und zeigt sich im Wesentlichen beeinflusst durch die geringeren Erträge aus der Gewinnabführung.

3. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage des Konzerns ist gekennzeichnet durch das gestiegene Geschäftsvolumen und die damit einhergehenden gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einerseits, andererseits durch die Effekte eine Gesellschafterabfindung mit entsprechendem Impact auf den Cash-Bestand und dem Eigenkapital sowie gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Bilanzsumme beträgt 95 Mio. € (Vorjahr: 101 Mio. €).

Bei der regiocom SE verringerte sich die Bilanzsumme von 86 Mio. € auf 73 Mio. €. Ursächlich waren u.a. der Abgang der Finanzanlagen gegenüber verbunden Unternehmen (Tilgung von Mieterdarlehen der Zweckgesellschaft) sowie die Tilgung eines KfW-Darlehens in Höhe von 3,0 Mio. € und die bereits erwähnte Gesellschafterabfindung. Insgesamt resultiert hieraus eine Verminderung der liquiden Mittel sowie ein um 10 Mio. € geringeres Eigenkapital.

Der 2019 durch die Einbringung der snt-regiocom Customer Care SE entstandene Firmenwert auf Konzernebene in Höhe von ursprünglich rund 10 Mio. €, wird weiterhin planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben. Am Bilanzstichtag weist die Bilanz einen Firmenwert von rund 6,8 Mio. € aus.

Das Anlagevermögen des Konzerns blieb insgesamt leicht unter dem Vorjahresniveau bei 30,6 Mio. € (Vorjahr 32,5 Mio. €). Investitionen in das Anlagevermögen wurden durch die Abschreibungen und Abgängen im Zuge der Veräußerung von Gesellschaftsanteilen der koviko GmbH und der Brief365 GmbH leicht überkompensiert, so dass der Anlagenbestand insgesamt gegenüber dem Vorjahr um rund 1,9 Mio. € gesunken ist. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen im Verhältnis zur Bilanzsumme) blieb in Folge der gesunkenen Bilanzsumme auf 32 % (Vorjahr 32%).

Der Anlagendeckungsgrad (Eigenkapital+UKK+langfristige Schuldposten über 1 Jahr Restlaufzeit/ Anlagevermögen) beträgt 141% (Vorjahr: 157%). Die Gruppe verfügt damit weiterhin über eine gesunde Bilanzstruktur.

Das Anlagevermögen der regiocom SE weist einen Bestandsrückgang im Wesentlichen durch die Rückführung von Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen und den Abgängen in den Gesellschaftsanteilen von rund 5 Mio. € aus. Es beträgt zum Bilanzstichtag rund 15 Mio. € (Vorjahr rund 20 Mio. €). Die Anlagenintensität sank infolge dessen von 23% auf 21%. Der Anlagendeckungsgrad zeigt sich mit 182% zum Vorjahr wenig geändert (Vorjahr: 189%).

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich im Konzern stichtagsbedingt und aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Mio. € erhöht. Von dem zum Stichtag in der Bilanz ausgewiesen Forderungen werden im Folgemonat etwa 85% im Rahmen des Factorings verkauft. Im Wesentlichen wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen der Fälligkeit beglichen. Ein nennenswerter Wertberichtigungsbedarf über die Pauschalwertberichtigung hinaus entstand im Berichtsjahr nicht.

In der regiocom SE liegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens, mit 22,7 Mio. € auf dem Niveau vom Vorjahr (22,2 Mio. €). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken dagegen gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Mio. € auf 17,3 Mio. €. Ursache waren, neben Stichtagseffekten in der umsatzsteuerlichen Organschaft und dem die geringen Forderungen aus Gewinnabführung sowie Darlehensrückführungen.

Der Bank- und Kassenbestand im Konzern lag mit 16,3 Mio. € zum Bilanzstichtag um rund 8,8 Mio. € niedriger als zum Vorjahresstichtag (Vorjahr 25,1 Mio. €). Neben Stichtagseffekten wirkten sich im Wesentlichen die Zahlungen für die Gesellschafterabfindung und die Darlehensrückführung eines Sonderdarlehens der KfW aus dem staatlichen Covid-Hilfs-Programm in Höhe von 3,0 Mio. € bestandsmindernd aus.

Die regiocom SE weist wegen den beschriebene Effekten mit 12,4 Mio. € zum Vorjahr einen um 6,3 Mio. € geringeren Cash-Bestand am Bilanzstichtag aus.

Das im Vergleich zum Vorjahr um 11 Mio. € geringere Eigenkapital des Konzerns ist im Wesentlichen durch den Effekt aus der Gesellschafterabfindung geprägt, welcher durch den Jahresüberschuss um 3,6 Mio. € wieder verbessert wurde. Darüber hinaus ergaben sich Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen in Höhe von -0,4 Mio. €. Das Eigenkapital beträgt, inklusive dem Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung, in Summe zum Bilanzstichtag 21,1 Mio. € (Vorjahr 33,3 Mio. €). Die Eigenkapitalquote (einschließlich Unterschiedsbetrag) sank von 33% auf 22%.

Die regiocom SE weist ein Eigenkapital von 20,8 Mio. € zum Bilanzstichtag aus (Vorjahr: 31,2 Mio. €). Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 36% auf 29%.

Die Rückstellungen im Konzern zeigen sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt nur unwesentlich verändert. Lediglich die Pensionsrückstellungen sind, gemäß den versicherungsmathematischen Berechnungen, um 0,3 Mio. € angewachsen. Die Steuerrückstellungen sind aufgrund des geringeren Vorsteuerergebnisses und bereist geleisteter Vorauszahlungen leicht gesunken und die sonstigen Rückstellungen weisen stichtagsbedingt einen leicht geringen Bestand zum Vorjahresvergleich aus. Die Rückstellungen insgesamt betragen 23,5 Mio. € (Vorjahr 24,8 Mio. €).

Die Rückstellungen der regiocom SE zeigen sich stichtagsbedingt um 2,4 Mio. € unter dem Bestand des Vorjahres und betragen 8,7 Mio. €. Der Anstieg der Pensionsrückstellungen, nach der Verrechnung mit Deckungsvermögen, betrug +0,3 Mio. €.

Die Darlehensinanspruchnahme der Betriebsmittellinie betrug im Konzern über das Geschäftsjahr hinweg kontinuierlich 13,0 Mio. €. Die Liquidität der Gruppe und der regiocom SE war, in Verbindung mit den bestehenden Factoringlinien, während des Geschäftsjahres somit ausreichend gegeben. Die im Zuge der Covid-19 Maßnahmen aufgenommenen KfW-Darlehen in Höhe von insgesamt 3,0 Mio. € wurden im Berichtsjahr vollständig zurückgezahlt. Ganz wesentlichen Einfluss auf die Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten hatte der neu abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von 30 Mio. €. Zusätzlich zu den verlängerten und aufgestockten Kreditlinien ist hierin auch eine Darlehensfinanzierung für die Gesellschafterabfindung enthalten. Ergänzend wurde zudem die Sale-and-Lease-Back-Finanzierung des Gebäudes durch der Stadtsparkasse Magdeburg um 5 Mio. € aufgestockt.

Der Verschuldungsgrad bei Kreditinstituten erreichte durch die Eigenkapitalentwicklung und die Neuverschuldung eine Wert von 149% des Eigenkapitals einschließlich Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (Vorjahr 79%). Gegenüber den Kreditinstituten ist die regiocom SE alleiniger Kreditnehmer der Gruppe und die wesentlichen Konzerngesellschaften sind Garanten unter dem KKV.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen überwiegend die stichtagsbedingt auszuweisenden Beträge für Lohn- und Umsatzsteuer. Zum Bilanzstichtag zeigen sie sich gegenüber dem Vorjahr unverändert.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die regiocom SE und die Gruppe verfügen über ein integriertes Risikomanagement, das sowohl Chancen und Risiken der Unternehmensentwicklung sowie der allgemeinen Marktentwicklung als auch konkrete Prozess- und Vertragsrisiken auf der jeweiligen Management ebene erfasst und in Unternehmensaktionen umsetzt. Darüber hinaus werden bekannte interne Steuerungsrisiken entlang diverser Verfahrensanweisungen überwacht und stellen die Einhaltung interner Kontrollsysteme sicher.

Das bestehende Risikomanagement wurde ergänzt um ein erweitertes Business Continuity Management (BCM) welches den erhöhten Risiken und Anforderungen zur Abwehr von Cyberangriffen und der Sicherstellung der energetischen Versorgung von existenziell wichtigen Geschäftseinheiten Rechnung trägt. Hierbei wurde der Schwerpunkt auf Aufrechterhaltung der Erfüllungs- und Leistungspflichten gegenüber den Kunden der Gruppe gelegt, bei gleichzeitiger Sicherstellung der datenschutzrechtlichen und allgemein rechtlichen Anforderungen.

Die durchschnittliche Krankenquote im Service-Center-Bereich bewegten sich trotz der anhaltenden Home-Office-Strategie im Durchschnitt des Geschäftsjahrs 2022 bei 11,8% und war damit wieder etwas höher als im Vorjahr mit 10%.

Da die pandemische Lage zunächst überwunden ist, sind Reduzierung von Auftragsvolumina aus diesem Anlass eher unwahrscheinlich. Bei den Auftraggebern hat sich darüber hinaus die Akzeptanz der Homeoffice-Tätigkeit dauerhaft etabliert, so dass hier keine störenden Einflüsse auf den Geschäftsbetrieb zu erwarten sind.

Der Krieg in der Ukraine und die zum Teil damit in Verbindung stehenden Verwerfungen auf dem Energiemarkt und Rohstoffmarkt haben natürlich Auswirkungen auf die Kunden der Gruppe und auch auf die regiocom SE und die gesamte Gruppe. Insbesondere für die allgemeinen Betriebskosten wird weiterhin eine inflationäre Entwicklung erwartet. Die Gruppe reagiert hierauf mit Flächenreduzierungen, die in Verbindung mit dem Homeoffice-Konzept der regiocom möglich werden.

Weitere Erhöhungen des Mindestlohns ab dem Geschäftsjahr 2024, wie sie derzeit von den Tarifpartnern und der Politik diskutiert werden, sind für die Gruppe insbesondere für die regiocom Customer Care SE eine Herausforderung. Einen Großteil der Kosten - zwischen 75% und 90% - kann durch feste Gleitklausen in den Verträgen inzwischen an die Kunden weitergeben werden. Die übrige Lücke hat die regiocom in der Vergangenheit immer erfolgreich mit dem weiteren Kapazitätsausbau der kostengünstigeren Near Shore Standorte schließen können. Die bewährten Standorte in Bulgarien wurden im Geschäftsjahr 2022 um zwei weitere Standorte ergänzt. Zum Berichtszeitpunkt sind dort etwa 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, am Vorjahres-Stichtag waren es noch 1.219. Darüber hinaus beschäftigt das Call Center in Alanya (Türkei) inzwischen 256 Personen (Vorjahr 140) und weitere Standorte in der Türkei und Griechenland beschäftigen weitere in unmittelbarer Zukunft weitere 200 Personen. Diese Maßnahmenkombination bleibt die strategische Antwort der Gruppe auf die Mindestlohnentwicklung und den Fachkräftemangel. So ist es auch planerisch in der Geschäftsplanung bis 2025 berücksichtigt.

Unstreitig besteht jedoch das (inflationsbedingte) Risiko weiterer Kostensteigerungen, die in der Zukunft mit den Auftraggebern verhandelt und aufgefangen werden müssen. Darüber hinaus belastet der Zinsanstieg die Working Capital-Finanzierung stärker als in den zinsschwachen Vorjahren. Zur Risikobegrenzung hat die regiocom SE für den planerischen Bodensatz ihrer Finanzierungsvolumina Zins-Swaps abgeschlossen.

Durch die solide Betriebsmittelfinanzierung, welche im Mai 2022 mit einem Bankenkonsortium neu vereinbart wurde, bestand, unter Berücksichtigung zusätzliche bestehender Factoringlinien über 37,5 Mio. €, zu keiner Zeit ein Finanzierungsrisiko in der Gesellschaft bzw. in der Gruppe. Mittelfristig ist die Durchfinanzierung bis 2025 gesichert. Die Finanzierungsverträge sehen darüber hinaus eine Verlängerung der Linien bis 2027 vor.

Insgesamt sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Bestand der Gesellschaft oder der Gruppe gefährden oder die Geschäftsentwicklung nachhaltig negativ beeinflussen könnten. Zum Bilanzstichtag erkennbare und bewertbare Risiken sind den jeweiligen Jahresabschlüssen 2022 verarbeitet und sind in den Konzernabschluss konsolidiert eingegangen.

2. Chancen der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft

Ausgangslage und Positionierung

Die regiocom-Gruppe ist mit ihren wesentlichen Marken in Deutschland als größter unabhängiger Dienstleister kundenbezogener Betreuungs- und Abrechnungsprozesse mit hoher Zuverlässigkeit, Qualität und Performance gut etabliert. Die Marke regiocom Customer Care ist in Deutschland eine feste Größe im Kundenservicegeschäft mit sehr guter Reputation. Der breite Branchenmix sorgt für eine hohe wirtschaftliche Resilienz. Neben den Top-10 der Kunden verteilen sich die übrigen etwa 50% des Geschäftsvolumens auf weitere Kunden außerhalb der Top-10.

Der konsequente Ausbau des Near Shore bleibt für die Zukunft einer der wesentlichen Wachstumschancen der Gruppe. Die regiocom hat die Prozesse im Near Shore und das Onbording inzwischen erfolgreich etabliert, so dass Ramp-Up neuer und der Ausbau bestehender Standorte effektiv und effizient erfolgen können.

Der Kundenservice-Markt konsolidiert sich seit Jahren, bei steigendem Volumen. Diese Entwicklung wird auch in der Zukunft anhalten. Regiocom ist mit seinen Strukturen und Prozessen so aufgestellt, dass die Unternehmensgruppe davon profitieren kann.

Die sich aus der Energiewende und dem Streben nach schnellerer CO 2 Neutralität ergebenen staatlichen und regulatorischen Anforderungen an die Energiewirtschaft bietet weitere Chancen für die vielschichtige und Dienstleistungspallette der regiocom-Gruppe.

Die durch die Verschmelzung gestraffte Konzernstruktur im Kundenservice führt zur Reduzierung der Komplexität. Die über 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter der Marke regiocom Customer Care SE haben eine hohe Präsenz am Markt. Dadurch ist das Kundenservice-Angebot der Gruppe für die Outsourcing-Themen großer Unternehmen im deutschen Sprachumfeld interessant und weithin gut sichtbar.

Darüber hinaus ergänzt und verstärkt die gute wirtschaftliche Entwicklung sowie die wachsende Markdurchdringung der Marke "BLUMENSTRAUSS" den Gesamtauftritt der Gruppe.

Im deutschen Netzbetreiber- und Energieversorgerumfeld sind die regiocom Geschäftsbereiche Full Service Billing und Grid.Services seit Jahren etablierte und zuverlässige Dienstleister, die mit flexiblen und spezialisierten Dienstleistungen und Produkten ihre Position am Markt behaupten. Unterstützt werden das Entwicklungs- Know-how im Bereich Digitale Kundenprojekte und dem IT-Betrieb. Die wiederauflebende Wechselbereitschaft der Energieendkunden sorgt für einen optimistischen Ausblick für das Full Service Billing Geschäft in den folgenden Geschäftsjahren.

Für den Geschäftsbereich Grid.Services ist die Auftragslage in den Projekten der Marktraumumstellung für die Jahre bis 2028 gesichert. Dies bei immer noch steigendem Geschäftsvolumen, da sich die Umstellungen der Gasgeräte, bedingt durch die Corona-Pandemie, leicht nach hinten verschoben haben. Die regiocom SE ist in diesem Marktumfeld weiterhin einer der wenigen (fünf) Full Service Dienstleister. Durch die integrierte Materialbeschaffung und -logistik und das IT-gestützte Projektmanagement besitzt regiocom auch hier einen Vorteil gegenüber den Wettbewerbern. Ergänzend kommen weitere Netzdienstleistungen hinzu, wie die Leeranlagenrecherche und der remote Betrieb von Messstellen, so dass eine ausreichende Diversifizierung, auch über die Marktraumumstellung hinaus, gegeben ist.

Durch die Summe ihrer Dienstleistungen in den jeweiligen Marktsegmenten ist die regiocom SE und die gesamte Gruppe sehr gut in den Prozessketten ihrer Auftraggeber etabliert. Das Risiko der schnellen Austauschbarkeit ihrer Leistungen ist deswegen und wegen der hohen kunden- und branchenspezifischen Anpassung grundsätzlich geringer als bei einfachen Dienstleistungen anderer Teilmärkte und deren Akteure. Die noch im vergangenen Jahr bestehende Tendenz zum stärkeren Insourcing kundenbezogener Dienstleistungen bei großen Auftraggebern scheint sich nach Einschätzung das Managements aktuell umzukehren. Zusätzlich sinken die Energie-Beschaffungspreise wieder und werden damit wieder attraktiver für die Markteilnehmer und somit für die Auftraggeber von regiocom. Es gibt zum Berichtszeitpunkt bereits wieder Neukunden im Full Service Geschäft. Darüber hinaus steht bei einigen großen Bestandskunden der regiocom die ernsthafte Überlegung eines Systemwechsels für die Abrechnungsplattform im Raum. Auch hier ist die regiocom mit Ihrer im Aufbau befindlichen SAP S/4HANA-basierten Abrechnungsplattform ein "first mover" im Energiesektor. Die Kompetenz für diese Entwicklungen hat die regiocom-Gruppe im eigenen Hause, was aus Sicht des Managements nach wie vor ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. Diese Einschätzung wird auch vom Fachbereich Energie der SAP Deutschland geteilt.

Ausblick

Die vier Hauptgeschäftsfelder Kundenservice, Full Service Billing, Grid.Services und Digitale Kundenprojekte erwarten in den kommenden drei Jahren ein Anstieg ihres Geschäftsvolumens. Im Kundenservice entfällt der Löwenanteil des Umsatzzuwachses auf die Weitergabe der Mindestlohnanpassungen in den übrigen Geschäftsfeldern, insbesondere im Full Service Billing wird ein Zuwachs aufgrund neuer Endkundenabrechnungen erwartet. Für das Geschäftsjahr 2023 plant der Konzern insgesamt ein Geschäftsvolumen von rund 283 Mio. € (Vorjahr 251 Mio. €) mit einer moderaten Steigerung von 2% bis zu 5 % in den Folgejahren. Untermauert wird die Planung durch Neukundengewinne und Volumensteigerungen bei Bestandskunden im Zuge der bereits benannten Effekte, wachsende Anzahl abzurechnender Zählpunkte, hohe Anzahl umzustellender Endgeräte in Gasnetzen und wiederauflebende Outsourcingbestrebungen im Zuge der Digitalisierung von Geschäftsprozessen.

Der wichtigste Grundpfeiler der erwarteten positiven Geschäftsentwicklung der regiocm SE und der Gruppe ist, dass die Marktlage für alle wesentlichen Geschäftsfelder auf absehbare Zeit eine ausreichend hohe Nachfrage auf Seiten der Kunden erkennen lässt. Gerade die großen Branchensegmente der regiocom (Energie und Telekommunikation) sind von den allgemeinen Rahmenbedingungen wirtschaftlich nicht negativ betroffen und investieren daher in Prozessoptimierung und Outsourcing. Insofern ist die Auftragslage sehr zufriedenstellend. Für die sehr personalintensiven Sparten, wie im Kundenservice, bestehen die Unsicherheiten eher in der Kapazitätenbeschaffung für die Produktion. Die regiocom ist aber nachgewiesen Maßen auf guten Wege diese durch den weiteren Near Shore Ausbau zu untersetzen.

Die Ausdehnung, gerade von Servicedienstleistungen in andere Branchen, ist weiterhin geplant. Sie hat durch aktuellen Krisen zwar einen Dämpfer erfahren, trotzdem geht das Management davon aus, dass die hier schon akquirierten Kunden ihre Auftragsvolumina, zum Beispiel im Transport und Personenverkehr, wieder erhöhen und weiteres Volumen, gegebenen Falls auch durch anorganisches Wachstum, hinzukommt.

Die im Vorstandsbereich "Energie" der regiocom SE gebündelten Geschäftsaktivitäten werden zukünftig noch kundenorientierter ausgerichtet. Den Wachstumskurs richtet der Bereich verstärkt auf die Kundengruppe der Netzbetreiber aus. Bei vielen Netzbetreibern entsteht aktuell durch die Digitalisierung der Energiewende Handlungs- und Kostendruck. Die Vorgaben der Bundesnetzagentur geben zusätzliche Handlungsfelder für das Geschäft vor. In diesen Themen müssen sich viele der Netzbetreiber neu aufstellen und kompetente Unterstützung für diesen Umbau suchen. Die regiocom ist dafür mit all ihrem Know how rund um die Energiewirtschaft hervorragend aufgestellt und kann funktionale Teile und Prozesse, insbesondere die personalintensiven Bereiche der Netzbetreiber und Versorger abdecken. Mit zusätzlichen Chancen die eigene IT-Kompetenz einsetzen und anbieten zu können, wird man die Kundenansprache zukünftig breiter aufstellen. Die gute Etablierung und langfriste Auslastung bei den Marktraumumstellungsprojekten sowie die Themen in der sogenannten "Leeranlagenrecherche" werden dem Bereich Grid.Services mit 18-20 Mio. €, zuzüglich der Materialumsätze sogar bis 35 Mio. € bis ins Geschäftsjahr 2028 eine sehr solide Umsatz- und Ertragslagen bieten.

Insgesamt rechnet der regiocom-Konzern mit einer stetigen Gesamtentwicklung und einer moderaten Steigerung des Geschäftsvolumens. Die Ertragslage entwickelt sich planmäßig, ausgehend von dem derzeitigen Budget, bei einer EBITDA-Marge von etwa 4 bis 5%.

Für die regiocom SE werden Umsatzerlöse auf dem Niveau des Berichtsjahres und eine EBITDA- Marge von 5% erwartet.

 

Magdeburg, 17. Mai 2023

regiocom SE

gez. Dr. Sebastian Kerz, Vorstand

gez. Joan Dyckhoff-Schlieker, Vorstand

gez. Thomas Besch, Vorstand

gez. Klemens Gutmann, Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die regiocom SE

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der regiocom SE, Magdeburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht der regiocom SE zusammengefassten Lagebericht des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Magdeburg, 17. Mai 2023

CT Lloyd GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Dipl.-Ökon. Gerd Kleveman, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kffr. Yvonne Dietrich, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss der regiocom SE zum 31. Dezember 2021 wurde durch den Aufsichtsrat am 17. Mai 2023 gebilligt.

Bericht des Aufsichtsrats über die Tätigkeit zum Geschäftsjahr 2022

Während des Geschäftsjahres 2022 haben die Vorstände über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorgänge regelmäßig mündlich und schriftlich unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte der Vorstände in seinen Sitzungen behandelt und zum Teil mit den Vorständen erörtert.

Dem Aufsichtsrat lag der Jahresabschluss 2022 und der Konzernabschluss 2022 vor. Der Jahresabschluss 2022 und der Konzernabschluss 2022 wurden von dem Abschlussprüfer der Gesellschaften geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat ist zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss 2022 und den Konzernabschluss 2022 zu erheben sind. Der Jahresabschluss 2022 und der Konzernabschluss 2022 wurden durch den Aufsichtsrat gebilligt und sind somit festgestellt.

 

Magdeburg, 17.05.2023

Der Aufsichtsrat der regiocom SE

Anja fyaumann, Vorsitzende des Aufsichtsrates

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