Schulte-Schlagbaum Aktiengesellschaft
Selbe AdresseHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen Metallen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Dr. Hilfert seit 16.1.2026 | Prokura |
Thomas Golatta seit 19.7.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 10.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schulte-Schlagbaum AktiengesellschaftVelbertJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.202106 Jahresabschluss der Schulte-Schlagbaum AG Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis 31.12.2021
Anhang zum Jahresabschluss 2021der Schulte-Schlagbaum AGAllgemeine Angaben zum Unternehmen Die Firmierung der Gesellschaft lautet: Schulte-Schlagbaum AG (im Folgenden auch "AG" benannt). Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Velbert und ist eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Wuppertal unter HR B 17361. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss der Schulte-Schlagbaum AG wurden nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 HGB als mittelgroß einzustufen. Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften zum Anhang und die Regelungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden genutzt. Anlagevermögen Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Ansatz planmäßiger Abschreibung über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die folgende Tabelle gibt die im Anlagevermögen verwendeten Nutzungsdauern wieder:
Unter Berücksichtigung der steuerlichen Vorschriften wurden die höchstmöglichen linearen Abschreibungen vorgenommen. Die Anlagenzugänge des Geschäftsjahres sind, soweit sie von Dritten erworben wurden, mit ihren Anschaffungskosten bewertet worden. Es ergaben sich Zugänge durch aktivierte Eigenleistungen, die zu Herstellungskosten bewertet sind. Bei abnutzbaren Wirtschaftsgütern, deren Wert 250,00 € nicht übersteigt, wurde die steuerliche Möglichkeit der Sofortabschreibung in Anspruch genommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 € und 1.000,00 € werden als Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgte unter Beachtung des Grundsatzes kaufmännischer Vorsicht. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden entsprechend ihrem Fertigungsgrad mit den Herstellungskosten bewertet. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Für Bestandsrisiken wurden angemessene Abschläge (Gängigkeitsabschläge, Niederstwerttest, Abschläge für Skonti auf zugekaufte Materialien) berücksichtigt. Festwerte sind nicht gebildet. Die Bewertung der Vorräte ist gegenüber dem Vorjahr in der Methode unverändert und entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen bzw. eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Forderungen in fremder Währung sind höchstens zum Stichtagskurs bewertet. Wertpapiere Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs am Abschlussstichtag bewertet. Rückstellungen Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind mit den voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen bewertet. Verbindlichkeiten/Rechnungsabgrenzungsposten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Angaben zur Bilanz (1)Immaterielle Vermögensgegenstände Die Zugänge bei den gewerblichen Rechten betreffen die laufende Anschaffung von Softwarelizenzen zur Unterstützung unternehmensinterner Arbeitsprozesse und Fremdentwicklungen zur Produkttechnologie. Zudem sind in den Zugängen sowie Umbuchungen auch aktivierte Eigenleistungen enthalten, die sich noch in der Entwicklung befinden. (2) Sachanlagen Die Zugänge entfallen im Wesentlichen auf Ersatz- und Erneuerungsbeschaffungen im normalen Geschäftsgang. (3) Finanzanlagen
Bilanziert werden jeweils die Anschaffungskosten. In 2020 hat die Schulte-Schlagbaum AG im Zuge der strategischen Ausrichtung sämtliche Geschäftsanteile an der EDV-Service Schaupp GmbH veräußert. Darüber hinaus wurde in 2020 die Kewa-Befesto AG, Schänis, Schweiz, mit der STS Systemtechnik Schänis GmbH verschmolzen. Die mit 1) gekennzeichneten Gesellschaften haben von der Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. (4) Vorräte In der Bilanz der AG entsprechen die Zusammensetzung und die Veränderung der Positionen gegenüber dem Vorjahr dem normalen Geschäftsverlauf. (5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" entsprechen in ihrer Höhe dem gegebenen Umsatzvolumen bei weitestgehend störungsfreiem Geldeingang. Die "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" enthalten hauptsächlich Forderungen gegen die Tochtergesellschaften eccos pro gmbh und die Sächsische Schlossfabrik GmbH. Zudem ist in der Position bei der AG auch die Gewinnausschüttung der novacom software gmbh für das Geschäftsjahr 2021 berücksichtigt. Die "sonstigen Vermögensgegenstände" enthalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren, Reisekostenvorschüsse sowie sonstige Forderungen. (6) Rechnungsabgrenzungsposten Die "Rechnungsabgrenzungsposten" enthalten Lizenzgebühren, Versicherungsbeiträge, Kfz-Steuern und andere abzugrenzende Ausgaben. (7) Steuerlatenzen Es besteht ein Überhang aktiver latenter Steuern über passive latente Steuern aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen. Auf seine Bilanzierung wurde unter Anwendung des Wahlrechtes gemäß § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. (8) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 1.400.000 €. Es ist eingeteilt in 56.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 25 €/Stück. Mit dem Eigenkapital verrechnet wurden 484 Stückaktien (eigene Anteile) der Schulte-Schlagbaum AG mit einem Nominalwert von 12.100,- € bzw. 0,864 % des Stammkapitals. Die Differenz zwischen Nominalwert und Anschaffungskosten in Höhe von 8.966,- € ist in der Kapitalrücklage ausgewiesen. (9) Rückstellungen Die Rückstellungen sind mit ihren voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen passiviert und tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung. Die "Rückstellungen für Pensionen" sind versicherungsmathematisch nach dem modifizierten Teilwert - verfahren angesetzt und basieren auf den biometrischen Grundwerten der Richttafel Heubeck 2018G. Die Verpflichtungen wurden unter Ansatz eines Rechnungszinssatzes von 1,87 % und eines Rententrends von 0,50 % p. a. für die Belegschaft bzw. 1,55 % für die Vorstände errechnet. Im Jahr 2016 sind die gesetzlichen Bestimmungen zur Bewertung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen geändert worden. Nach der Neuregelung ist bei der Durchschnittsbetrachtung für die Ermittlung des Zinssatzes bei der Bewertung nicht mehr auf die vergangenen sieben, sondern auf die vergangenen zehn Jahre abzustellen (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F.). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren ist im Anhang anzugeben und unterliegt einer Ausschüttungssperre (§ 253 Abs. 6 Sätze 2 und 3 HGB). Der aus der Bewertungsänderung der Pensionsrückstellungen bei der Berichtsgesellschaft resultierende Unterschiedsbetrag (höherer Erfüllungsbetrag der Rückstellung) beträgt T€ 365 (Vorjahr T€ 478) und ist ausschüttungsgesperrt. Die versicherungsmathematischen Teilwerte sind in voller Höhe passiviert. Die kalkulatorische Verzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem Rechnungszinsfuß ist als Zinsaufwand erfasst. Die "sonstigen Rückstellungen" betreffen im Wesentlichen Garantieleistungen, Prämien-, Zeitkonten- und Resturlaubsansprüche aus dem Berichtsjahr, Ansprüche der Mitarbeiter auf Jubiläumsvergütungen, Aufsichtsratsvergütungen, Rechts- und Beratungskosten, Rechtsfälle, Archivierungskosten, Restrukturierungsrückstellung sowie ausstehende Eingangsrechnungen. (10) Verbindlichkeiten Die "sonstigen Verbindlichkeiten" beinhalten im Wesentlichen noch nicht verrechnete Bonusgutschriften an Kunden, sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern, Verpflichtungen gegenüber der Unterstützungseinrichtung e.V und kreditorische Debitoren. Sicherheiten für Verbindlichkeiten sind nur in Form von verkehrsüblichen Eigentumsvorbehalten aus der Belieferung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie mit Halbfabrikaten und Waren gegeben. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in der AG gliedern sich wie folgt:
(11) Bilanzvermerke/Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen unverändert keine Haftungsverhältnisse aus Bankbürgschaften zu Gunsten der eccos pro gmbh im Hinblick auf deren Gewährleistungs- oder Anzahlungsverpflichtungen. Sonstige, nicht aus der Bilanz ersichtliche finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach den §§ 251, 285 Satz 1 Nr. 3a HGB anzugeben sind, bestehen neben den Leasingverpflichtungen nur im Rahmen des normalen Geschäftsganges und nur in einem Umfange, der für die Beurteilung der Finanzlage ohne Bedeutung ist. Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen bestehen nur zwischen den Konzerngesellschaften und werden zu Marktpreisen abgerechnet. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (12) Umsatzerlöse Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen oder geographischen Märkten unterbleibt, weil sich die Tätigkeitsbereiche und Märkte untereinander nicht erheblich unterscheiden, im Übrigen in Anwendung der Befreiungsvorschrift des § 288 Abs. 2 HGB. (13) Sonstige betriebliche Erträge In der Position "sonstige betrieblichen Erträge" sind insbesondere Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen, Pensionsrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen und Erträge aus Versicherungserstattungen enthalten. Zudem sind erhaltene Zuschüsse sowie Erträge aus der Veräußerung von Wertpapieren in Höhe von T€ 59 in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. (14) Personalaufwand In 2021 beschäftigte die AG im Durchschnitt (Kopfzahl) 138 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 146 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). (15) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" umfassen alle Aufwendungen, die nicht an anderer Stelle auszuweisen waren. Sie betreffen im Wesentlichen Betriebs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten. (16) Erträge aus Beteiligungen Die Gesellschaft hat unter den Erträgen aus Beteiligungen im Wesentlichen die Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaften ausgewiesen. (17) Erträge aus Gewinnabführungen In 2021 sowie im Vorjahr hat die Gesellschaft Erträge aus Gewinnabführungen von der eccos pro gmbh verbucht. (18) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die "Zinsen und ähnlichen Aufwendungen" betreffen überwiegend die Abzinsung von Pensionsrückstellungen. (19) Steuern vom Einkommen und Ertrag Die "Steuern vom Einkommen und Ertrag" in 2021 betreffen insbesondere Steuerrückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer. Latente Steuerabgrenzungen waren bei der AG nicht auszuweisen. (20) Vergütungen an Aufsichtsrat und Vorstand Die Vergütungen an den Aufsichtsrat beliefen sich im Geschäftsjahr auf 150.674 €. Die Angabe der Bezüge des Vorstands unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. An frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von insgesamt 181.862 € geleistet. Die Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betragen 3.497.874 €. Sonstige Angaben (21) Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
(22) Vorstand Die Gesellschaft wurde vertreten durch: Peter Pongratz, Wuppertal, Dipl.-Ing. (FH) (23) Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für berechnete Leistungen gliedert sich wie folgt auf:
(24) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Aufgrund der anhaltenden weltweiten Coronapandemie sind negative ökonomische Auswirkungen für die AG weiterhin nicht auszuschließen. Darüber hinaus sind infolge des Einmarschs Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 die daraus resultierenden humanitären und wirtschaftlichen Folgen aktuell für unser Geschäft nicht abschätzbar. Diesbezüglich verweisen wir auf unsere Ausführungen im Prognosebericht unseres Lageberichts. Entwicklung des Anlagevermögens der Schulte-Schlagbaum AG (Bruttodarstellung)
Wiedergabe des Bestätigungsvermerks des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schulte-Schlagbaum AG, Velbert Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schulte-Schlagbaum AG, Velbert - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021, dem Anhang unter Einbeziehung der Buchführung einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schulte-Schlagbaum AG, Velbert, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Wuppertal, den 31. März 2022 WTG
Wirtschaftstreuhand Dr. Grüber PartG mbB
Dipl. Ökonom A. Düsterloh, Wirtschaftsprüfer Dipl. Betriebswirt (BA) H. Lau, Wirtschaftsprüfer Lageberichtder Schulte-Schlagbaum AG1. Grundlagen der Gesellschaft Die Schulte-Schlagbaum AG ist ein mittelständisches Unternehmen mit dem Schwerpunkt in der Herstellung und dem Vertrieb von Waren aus Eisen, anderen Metallen und Kunststoffen aller Art, insbesondere von Schlössern und Beschlägen sowie der Herstellung, dem Vertrieb und Service für Systeme der Zutrittsorganisation und Kontrolle. Die Gesellschaft hat Ihren Sitz am Standort in Velbert. Bei der AG waren im Jahresmittel 138 Personen und zum Ende des Geschäftsjahres 2021 134 Personen beschäftigt. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2021 Inländische Konjunktur Die konjunkturelle Entwicklung blieb auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen, so resümiert das Statistische Bundesamt. Dennoch konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem initialen Einbruch in 2020 trotz der andauernden pandemischen Situation und den damit verbundenen Material- und Lieferengpässen erholen und eine Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandproduktes von 2,7 % erreichen. Damit liegt dieser Wert allerdings noch immer 2,0 % unter dem Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019. Laut ifo Institut belaufen sich die wirtschaftlichen Ausfälle durch Corona auf rund € 330 Milliarden, was einem volkswirtschaftlichen Verlust in Höhe von zusammen 10 % der Wirtschaftsleistung des Jahres 2019 entspricht. Die Bauwirtschaft, insbesondere das Segment Wohnungsbau stellt nach wie vor einen wichtigen Absatzmarkt für unsere Produkte und Lösungen dar. Auch in 2021 hat dieser Markt nicht an Dynamik verloren. So lagen Ende September die Auftragsbestände für Neubauwohnungen bei € 13 Milliarden, was eine Steigerung von beinahe 20 % bedeutet. Auch die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen stieg erneut um 2,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe summiert in einer Hochrechnung die Fertigstellungen in 2021 auf 310.000 Wohnungen. Mit nominal 1 % Wachstum konnte der Wirtschaftsbau dabei nur schwach zulegen. Gründe sind hier u.a. die pandemiebedingte Zurückhaltung in der Beantragung von Büroflächen, die durch Homeoffice eingebremst wurde. Im Öffentlichen Bau wird dagegen ein Minus von ca. 3 % im Vergleich zu 2020 zu verzeichnen sein. Obwohl der Sommer 2021 mit Phasen der Lockerung von pandemiebedingten Einschränkungen für Entspannung gesorgt hat, gehörte die Freizeitindustrie mit den für uns zentralen Bereichen Hotellerie/Tourismus und Gastronomie einmal mehr zu den am stärksten betroffenen Branchen. So konnte sich besonders das Gastgewerbe im vergangenen Jahr nicht vollständig erholen: Preisbereinigt erzielte man hier 2,2 % weniger Umsatz als im bereits katastrophalen Vorjahr 2020. Aufwärts ging es dagegen für die Beherbergungsbetriebe, die in 2021 immerhin ca. 310 Mio. Gästeübernachtungen verbuchen konnten, also 2,7 % mehr im Vergleich zum Vorjahr. Bespielhaft bezogen auf den Monat Dezember verzeichneten Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen aber noch immer ein reales Umsatzminus von 47,4 % im Vergleich zum Vorkrisenniveau des Monats Februar 2020. Konjunktur in den europäischen Nachbarländern Basierend auf den saison- und kalenderbereinigten Quartalsdaten aus 2021 legte das Bruttoinlandsprodukt sowohl für den Euroraum als auch in der EU um 5,2 % zu. Eingetrübt wurde diese positive Entwicklung durch Probleme in den Lieferketten und steigende Preise sowie die erneut lähmenden Effekte der neuen Virusvariante Omikron. Die europäische Bauleistung befindet sich auf Datenbasis der EUROCONSTRUCT Winterkonferenz 2021 bereits wieder auf Vorkrisenniveau, so resümiert der Ifo Schnelldienst in einer Publikation vom 15. Februar 2022. Demnach stieg das Bauvolumen in den 19 EUROCONSTRUCT-Ländern im vergangenen Jahr um 5,6 % auf € 1,74 Billionen (zu Preisen von 2020) an. Nach den deutlichen Einbußen in 2020 von -4,4 % dürfte der Wohnungsbau mit einem Plus von 7,1 % am stärksten zugelegt haben, so die Einschätzung von EUROCONSTRUCT. Bei den Wohnungsfertigstellungen in 2021 im Vergleich zum Vorjahr hat der ifo Schnelldienst für die 19 Länder des Euroraums ein Plus von 3,3 % festgestellt. Was die Genehmigungszahl der Wohnungen betrifft, so ist sie nach dem Rückgang um gut 100.000 Einheiten in 2020 nun in 2021 wieder knapp über die 2-Millionen-Marke gestiegen. Mit Blick auf die Freizeitindustrien unserer Nachbarländer Österreich und der Schweiz wird deutlich, dass auch sie im vergangenen Jahr noch nicht an die Vorkrisenzahlen anknüpfen. Für Österreich waren beispielsweise die Übernachtungszahlen sogar weiterhin rückläufig. So wurden hier im Kalenderjahr 2021 rund 79,6 Millionen Übernachtungen registriert. Damit sank dieser Wert um 18,7 % im Vergleich zum Jahr 2020 mit 97,9 Mio. Übernachtungen, und damit auf das Niveau des Jahres 1970 (79,5 Mio.) zurück. Diese Entwicklung lässt sich aber auf die Betriebsschließungen zwischen Januar bis Mai sowie im November 2021 zurückzuführen, in denen um 85,6 % weniger Übernachtungen registriert wurde. Anders in der Schweiz, wo die Hotellerie einen deutlichen Anstieg verzeichnen konnte: Hier verbuchte man im Jahr 2021 29,6 Millionen Übernachtungen, was einem Anstieg von 24,6 % oder 5,8 Mio. Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Aber auch in der Schweiz bleibt man mit -25,3 % unter Vorkrisenniveau des Jahres 2019. b) Geschäftsverlauf 2021 Die weltweite Corona-Pandemie und die damit verbundenen mannigfaltigen Auswirkungen waren die bestimmenden Größen im abgelaufenen zweiten Corona- und Geschäftsjahr 2021 bei der Schulte-Schlagbaum AG. Mit einer weiterhin fokussierten Disziplin in Hinblick auf die notwendigen Coronaregeln und in allen Geschäftseinheiten hohen Impfquoten, ist es der AG gelungen, gut durch diese Phase zu kommen. Ungeachtet dessen mussten wir in allen Geschäftsbereichen immer wieder die hohen Abwesenheitszeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zusammenhang mit Corona (Schul- und KITA-Schließungen, Kurzabwesenheiten durch Impfungen etc.) managen. Vor allen Dingen in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2021 beschäftigten uns die extrem gestiegenen Kosten bei der Beschaffung des Rohmaterials und die signifikant gestiegenen Lieferzeiten unserer Vorlieferanten. Die Schulte-Schlagbaum AG erzielte im Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse von T€ 24.277, die rund 16 % über dem Vorjahreswert (VJ: T€ 20.918) lagen. Die Schulte-Schlagbaum AG ist im Wesentlichen durch die Geschäftstätigkeit in den Bereichen Schloss- und Schließblechsysteme sowie Schließsysteme für Türen und Möbel geprägt. Darüber hinaus nimmt die AG im Schulte-Schlagbaum Konzern übergreifende Servicefunktionen, wie zum Beispiel Finanzen, Controlling, Marketing und Personal wahr. Geschäftsbereich Schloss- und Schließblechsysteme Die erste Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2021 war durch einen überproportionalen Auftragseingang gekennzeichnet, der die Mitarbeitenden, Zulieferer und Montagepartner an ihre Kapazitätsgrenzen führte. Die zweite Jahreshälfte war geprägt durch die bereits erwähnten massiv gestiegenen Beschaffungspreise und entsprechender Verknappung des Rohmaterials auf den Weltmärkten. Wir waren zur Einführung eines Materialteuerungszuschlages gezwungen, der die Erhöhungen auf der Materialeinkaufsseite auffangen sollte. Die Dynamik an den Beschaffungsmärkten verhinderte jedoch eine komplette Kompensation dieser historisch hohen Preisentwicklung in allen Bereichen. Mit rund 9 % verbessertem Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zeigte sich der Geschäftsbereich Schloss- und Schließblechsysteme der Schulte-Schlagbaum AG weiter als Garant für eine erfolgreiche und profitable Umsatzentwicklung. Geschäftsbereich Schließsysteme für Türen und Möbel Mit 34 % Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr zeigte sich der Geschäftsbereich Schließsysteme für Türen und Möbel sowohl im Inland als auch im Export gegenüber dem Vorjahr deutlich widererstarkt. Unverkennbar waren in den ersten 6 Monaten des letzten Jahres die nach wie vor vorherrschenden Unsicherheiten in den von uns definierten Zielmärkten, wie Universitäten, Kliniken, Hotels und Freizeiteinrichtungen und der damit verbundenen Investitionszurückhaltung. Bereits in der letzten Hauptversammlung 2021 durften wir über den neuen und prosperierenden Markt der Serviced Apartments berichten, der sich als besonders "Pandemie geeignet" erwiesen hat im Vergleich zur klassischen Hotellerie. Genau dafür entwickeln und haben wir intelligente, smarte Produkte und Lösungen. Aber auch der Produktbereich der elektronischen Schrankschließsysteme SAFE-O-TRONIC® access LS und LSW zeigte eine steile Umsatzkurve nach oben und dies nicht nur im Vergleich zum Vorjahr. Eine Steigerung von 74 % mehr verkaufter Türschließsysteme SAFE-O-TRONIC® access DS gegenüber dem Vorjahr und ganzheitlich die höchst verkaufte Stückzahl der letzten 10 Jahre, unterstreicht, dass wir in diesem Segment auf dem richtigen Weg sind. Vor allen Dingen aufgrund der unsicheren Lage in der Bäderlandschaft bewegten sich die Verkaufszahlen unseres mechanischen Schrankverschluss SAFE-O-MAT® nur auf dem Niveau des Vorjahres. Die weltweite Verknappung von Elektronikbauteilen und den daraus folgenden extrem langen Lieferzeiten stellten uns nicht nur auf der Vertriebs- und Produktions-, sondern auch auf der Entwicklungsseite vor großen Herausforderungen. Die im dritten und vierten Quartal stattgefundenen Präsenzmessen zeigten jedoch eine positive Aufbruchsstimmung in unseren Zielmärkten. Bereinigt um einen einmaligen Sondereffekt verbesserte sich das Betriebsergebnis um rund € 0,7 Mio. c) Ertragslage sowie Vermögens- und Finanzlage Umsatzerlöse Die Schulte-Schlagbaum AG hat im Geschäftsjahr 2021 den Umsatz um rund 16 % auf T€ 24.277 (VJ: T€ 20.918) steigern können. Beide Bereiche der AG haben zur positiven Entwicklung beigetragen. Hinsichtlich der Umsatzentwicklung verweisen wir auch auf unsere Ausführungen zum Geschäftsverlauf 2021. Sonstige betriebliche Erträge Im Geschäftsjahr 2021 sind vor allem Teilauflösungen der Pensionsrückstellungen (T€ 12) sowie sonstigen Rückstellungen (T€ 62) sowie Erträge aus der Veräußerung von Wertpapieren (T€ 59) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Materialkosten Die Materialkosten in 2021 waren von den massiv gestiegenen Materialeinkaufspreisen getrieben, die zu einer Erhöhung der Materialaufwandsquote auf 51,3 % (VJ: 47,0 %) geführt haben. Aufgrund der gestiegenen Materialeinkaufspreise mussten wir in 2021 einen Materialteuerungszuschlag einführen, um die temporär gestiegenen Materialeinkaufspreise zum Teil auffangen zu können. Personal Infolge des starken Umsatzwachstums und den unterproportional gestiegenen Personalkosten verringerte sich die operative Personalkostenquote in 2021 gegenüber dem Vorjahr auf 35,6 % (VJ: 40,4 %). Der Anstieg der absoluten Personalkosten in 2021 ist insbesondere auf den Wegfall von Kurzarbeit zurückzuführen, die in 2021 nur noch partiell zu Beginn des Jahres notwendig war. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 3.995 (VJ: T€ 3.564) sind im Wesentlichen aufgrund eines Einmaleffektes angestiegen. Darüber hinaus haben die gesteigerten Umsatz- und Absatzzahlen zu höheren Ausgangsfrachten geführt. Abschreibungen In 2021 verringerten sich die Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 837 (VJ: T€ 850). Betriebsergebnis (EBIT) und Jahresergebnis Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte die Schulte-Schlagbaum AG infolge des starken Umsatzanstiegs und der verbesserten operativen Performance beider Geschäftsbereiche insgesamt um T€ 303 auf T€ -473 (VJ: T€ -776) verbessern. Infolge der verbesserten operativen Performance auch bei den Tochtergesellschaften sind die Erträge aus Beteiligungen sowie aus Gewinnabführungen angestiegen. Dies hat ebenso dazu beigetragen, dass der Jahresüberschuss der Schulte-Schlagbaum AG um T€ 697 auf T€ 1.015 in 2021 gegenüber dem Vorjahr (VJ: T€ 318) verbessert worden ist. Investitionen und Abschreibungen In 2021 hat die Schulte-Schlagbaum AG Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 1.082 (VJ: T€ 805) getätigt. Einen wesentlichen Teil haben dabei Produktentwicklungen, Investitionen für den Produktionsbereich sowie IT- Investitionen in die Infrastruktur ausgemacht. Die Abschreibungsquote, bezogen auf die Umsatzerlöse, verringerte sich in 2021 aufgrund der höheren Umsatzerlöse auf 3,4 % (VJ: 4,3 %). Die Reinvestitionsquote, Investitionen im Verhältnis zu Abschreibungen, betrug in 2021 rund 130 % (VJ: 95 %). Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Schulte-Schlagbaum AG stieg zum 31. Dezember 2021 stichtagsbedingt um 9,4 % auf T€ 23.827 nach T€ 21.786 im Vorjahr. Der Anstieg ist insbesondere auf das höhere Working Capital infolge des gestiegenen Geschäftsvolumens zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote verringerte sich infolge der gestiegenen Bilanzsumme um 3,9 Prozentpunkte auf 66,2 % zum 31. Dezember 2021 (VJ: 70,0 %). Dennoch ist die Eigenkapitalausstattung der Schulte-Schlagbaum AG unverändert als sehr stabil und hoch anzusehen. Gesamtbeurteilung Wir haben trotz der anhaltenden Corona-Pandemie bei der Entwicklung der Schulte- Schlagbaum AG in 2021 positive Erfolge erzielen können. Dennoch sind weitere Maßnahmen, vor allem im Geschäftsbereich Schließsysteme für Türen und Möbel, notwendig, damit die Gesellschaft nachhaltig profitabel wachsen und das operative Betriebsergebnis weiter steigern kann. Insgesamt beurteilen wir die wirtschaftliche Lage, die Finanzstruktur und die liquiden Mittel aus solide und ausreichend. d) Prognosebericht Der Prognose-, Risiko - und Chancenbericht enthält zukunftsbezogene Angaben. Sie basieren auf Erwartungen und Einschätzungen der Schulte-Schlagbaum AG und können von unvorhersehbaren Ereignissen beeinflusst werden. Dies kann dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung, unter anderem wegen veränderter politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, aber auch durch den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie, sowohl positiv als auch negativ von den nachfolgend beschriebenen Erwartungen abweicht. Der IWF hat in seinem jüngsten World Economic Outlook (Stand: 25.01.2022) die Prognosen zur Veränderung der Wirtschaftsleistung von Nationen und Regionen aktualisiert und gegenüber der letzten Prognose aus dem Oktober 2021 mehrheitlich gesenkt. Die weltweite Wirtschaftsleistung steigt demzufolge im laufenden Jahr voraussichtlich um 4,4 % gegenüber 2021. Für Deutschland rechnet der IWF derzeit mit einem Wachstum von 3,8 % (-0,8 Prozentpunkte ggü. der vorangegangenen Prognose). Die Weltwirtschaft startet somit laut IWF schwächer als bisher erwartet in das Jahr 2022. Die Inflation im Euroraum fällt einer Prognose der EU-Kommission zufolge in diesem Jahr deutlich höher aus als zuvor erwartet. 2022 wird die Euro-Inflation schätzungsweise den Höchststand von 3,5 % im Jahresdurchschnitt erreichen, wie aus der jährlichen Winterprognose der EU-Kommission hervorgeht. In der Herbstprognose war die Brüsseler Behörde noch von 2,2 % Inflation für 2022 ausgegangen. Der Prognose der Schulte-Schlagbaum AG für das Geschäftsjahr 2022 legen wir die genannten Erwartungen und Annahmen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung zugrunde. Das ifo-Institut hat die Ergebnisse der Euroconstruct-Winterkonferenz 2021 zur voraussichtlichen mittelfristigen Entwicklung bis 2024 im europäischen Bausektor zusammengefasst. Für 2022 wird bei der gesamten Bauleistung ein weiteres kräftiges Plus von 3,6 % erwartet. Bis 2024 könnte die Fertigstellungszahl für das EUROCONSTRUCT-Gebiet mit knapp 1,96 Mio. Wohnungen um 10 % über dem Wert des Jahres 2020 liegen. Der Wohnungsbau ist auch in den "Corona-Jahren" Stützpfeiler der deutschen Baukonjunktur geblieben. Es ist weiterhin nicht zu erwarten, dass die Nachfrage nach Wohnraum nachlässt. Bis September wurden gut 282.000 Wohnungen genehmigt, ca. 5 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Bundesregierung geht mit dem formulierten Ziel, in der Legislaturperiode jährlich 400.000 Wohnungen zu errichten, richtigerweise davon aus, dass letztlich nur mit der Schaffung neuen Wohnraums eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt zu erreichen ist. Im besonderen Fokus steht in der Schulte-Schlagbaum AG, wie im vergangenen Jahr, in den folgenden Monaten die Beschaffung von Elektronikbauteilen und Rohstoffen. Im vergangenen Jahr, dem zweiten der Pandemie, hat sich die Lage auf den Rohstoffmärkten stark angespannt. Viele Rohstoffpreise kletterten auf neue Rekord- oder zumindest auf Mehrjahreshochs. Am stärksten ausgeprägt war die Krise an den Energiemärkten. Die steigenden Energiepreise treiben die Kosten für Industriegüter auf ein Rekordhoch. 25 % legen sie im Vergleich zum Vorjahr zu. Das verteuerte auch die Vorleistungsgüter wie Metalle oder Holz. Die Preise lagen im Januar 2022 um 20 % höher als vor einem Jahr. Metalle wie Roheisen oder Stahl waren laut Statistik rund 37 % teurer. Vieles spricht dafür, dass sich die Lage im laufenden Jahr allmählich entspannt. Denn vor allem im mit Abstand wichtigsten Absatzmarkt für viele Rohstoffe, China, dürfte die Wirtschaftsdynamik nachlassen. In Europa hat sich aufgrund der Lieferkettenengpässe die Gangart ebenfalls kurzfristig stark verlangsamt, während in den USA die Erholung zurzeit noch kräftig ist, aber mit der zunehmenden Straffung der Geldpolitik nachlassen dürfte. Doch auch wenn die Märkte in ruhigeres Fahrwasser gelangen, bleiben die Preise durch die teils langfristig guten Nachfrageperspektiven gut unterstützt. Umso bedeutsamer ist es die Digitalisierung, Automatisierung und Verschlankung aller Geschäftsprozesse in allen Unternehmensbereichen weiter voranzutreiben. Ein wesentlicher Baustein dazu wird die Einführung eines neuen ERP-Systems für die Schulte-Schlagbaum AG in 2022 sein. Das Gastgewerbe mit den für uns wichtigen Zielmärkten Gastronomie, Hotellerie und Freizeit zählt bekanntermaßen zu den von der Pandemie am stärksten betroffenen Branchen. Von März 2020 bis November 2021 haben laut DEHOGA, Restaurants und Hotels allein rund € 74 Milliarden Umsatz eingebüßt. Speziell im Segment Geschäftsreise- oder Konferenzhotels sind auch weiterhin wenig Aufholbewegungen zu erwarten. Anders in der Ferienhotellerie, die 2022 wie bereits im vergangenen Jahr von der Pandemie und dem boomenden inländischen Tourismus profitiert. Einer Prognose des Statistischen Bundesamts zufolge wird sich der Binnentourismus mit diesem Jahr komplett erholt haben, d.h. auf dem Niveau von 2019 vor der Pandemie sein. Ob der Trend zum Urlaub im eigenen Land mit den vielerorts durchgeführten Lockerungen sich aber so fortsetzt, bleibt laut dem Deutschen Tourismusverband unklar. Viele Menschen würde es wieder zum Urlaub ins Ausland ziehen. Im Umkehrschluss rechne man daher aber auch mit mehr Touristen aus dem Ausland, die nach Deutschland kommen, sodass sich sukzessive eine Normalisierung abzeichnet, so der DTV. Erfreulich sind aus unserer Sicht außerdem die scheinbar unveränderten Investitionsvolumina für Hotelneubauprojekte. Zudem ist das Gastgewerbe einem Personalmangel ausgesetzt - inzwischen spricht man nicht mehr nur vom Fachkräftemangel, man kämpft mit generellem Mitarbeitermangel. Laut Angaben der DEHOGA verlor allein das Gastgewerbe im vergangenen Jahr 325.000 Mitarbeitende. Ein Problem, braucht dieser Bereich doch etwa sechsmal so viele Mitarbeiter im Vergleich zum Einzelhandel, um den gleichen Umsatz zu erwirtschaften. Mitarbeitermangel wird auch in diesen Segmenten mit Digitalisierung begegnet. Somit wird unser konsequent auf digitalisierte Lösungen für die Prozess- und Gebäudeautomation optimiertes Portfolio attraktiv und vor allem zukunftsfähig bleiben. In der Gastronomie zeigt sich ebenfalls eine Fortführung dieses Trends, denn auch hier kompensieren die effizienteren digitalen Zahlungs-, Abrechnungs- und Warenwirtschaftssysteme den Wegfall von Personal und markieren schlussendlich den Unterschied in der Wirtschaftlichkeit der Betriebe. Unter Berücksichtigung der oben aufgeführten Rahmenbedingungen sowie Annahmen erwarten wir für das Jahr 2022 ein weiteres profitables Wachstum bei moderat steigendem Umsatz. Der Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 stellt die Friedensordnung Europas in Frage und die daraus resultierenden humanitären und wirtschaftlichen Folgen sind aktuell für unser Geschäft nicht abschätzbar. e) Risiko- und Chancenbericht Die Betrachtung und Berücksichtigung von Chancen und Risiken ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Unternehmensführung und -steuerung. Unser Risikomanagementsystem ist dabei ausgerichtet, potentielle Risiken frühzeitig zu erkennen, zuverlässig einzuschätzen und die Risiken mit geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen weitestgehend begrenzen zu können. Wir analysieren permanent die allgemeine und branchenspezifische Geschäftsentwicklung, die Nachfragetendenzen der Kunden und die Wettbewerbsaktivitäten bezogen auf Produkttechnologie und deren Weiterentwicklung. Die Einschätzung unserer Produkt- und Lieferqualität erfassen wir regelmäßig im Rahmen von Kundenzufriedenheits-Checks und werten diese aus, um rechtzeitig Konsequenzen ableiten zu können. Unsere Qualitätssicherung umfasst sowohl unsere Produkte als auch unsere Fertigungs- und Geschäftsprozesse. Die Schulte-Schlagbaum AG ist von der konjunkturellen Lage und insbesondere von der Entwicklung des Bauwesens abhängig. Zusätzlich sind wir den Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung im Außer-Haus-Markt und der damit verbundenen Investitionsbereitschaft der Anlagenbetreiber ausgesetzt. Um diesen Risiken entgegenzuwirken setzen wir unseren Fokus auf die stetige Erweiterung unseres Lösungs- und Dienstleistungsangebots, der permanenten Produktivitätssteigerungen im Bereich der Fertigungsprozesse sowie auf die verstärkte Internationalisierung unserer Produkte. Ausfallrisiken können sich ergeben, wenn Forderungen nicht oder nicht fristgerecht ausgeglichen werden. Um die Ausfallrisiken zu minimieren nehmen wir eine laufende Überwachung von Bonität und Zahlungsverhalten unserer Debitoren vor. Währungsrisiken wie auch Zinsrisiken aus zinssensitiven Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wird aufgrund ihrer Bedeutung grundsätzlich nicht durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente begegnet. Risiken auf der Beschaffungsseite können sich sowohl auf die Verfügbarkeit als auch auf die Preisentwicklungen beziehen. Hierbei können sich Rohstoffpreisrisiken aus den Preisentwicklungen auf den Rohstoffmärkten ergeben. Diese Risiken können nur teilweise durch Preisgleitklauseln in Kundenverträgen und in langfristigen Lieferantenverträgen gemildert werden. Hinsichtlich der Materialverfügbarkeit wird dem Risiko durch eine laufende Überprüfung unseres Lieferantennetzwerks entgegengewirkt. Die IT-Sicherheit hat bei der AG eine hohe Bedeutung, die in verschiedenen Projekten mit hoher Priorität dauerhaft adressiert ist. Wesentliche Maßnahmen, um der aufgrund der Internetanbindungen permanent bestehenden Gefährdung zu begegnen, sind dabei Investitionen in Firewall-Systeme und sonstige adäquate Hard- und Software, die zeitnahe Aktualisierung der eingesetzten Software-Releasestände und vor allem die über Newsletter und sonstige Veröffentlichungen kontinuierlich durchgeführte Sensibilisierung der Mitarbeiter. Die Risikosituation in der AG halten wir für begrenzt und überschaubar. Es sind keine Risiken zu erkennen oder bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens heute oder künftig gefährden könnten. f) Eigene Aktien Zum Bestand an eigenen Aktien nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird auf die Angabe im Anhang verwiesen. g) Sonstige Angaben Der Frauenanteil in der gesamten Mitarbeiterschaft der Schulte-Schlagbaum AG betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 42 % (VJ: 41 %). Der Aufsichtsrat hat nach der konstituierenden Sitzung und Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden im Juni 2018 nach wie vor ausschließlich männliche Mitglieder. Eine Veränderung des Verhältnisses ist derzeit nicht absehbar. Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat auch für die Zukunft eine Zielquote von Null festgelegt. Da Herr Peter Pongratz der alleinige Vorstand der Schulte-Schlagbaum AG ist, erübrigt sich für den Vorstand die Festlegung eines Anteils weiblicher Mitglieder. Die erste Führungsebene der Schulte-Schlagbaum AG beinhaltet die Ebene der Leitungsfunktionen für die Vertriebsbereiche, die Produktion und die Servicefunktionen. Im Berichtsjahr waren keine Frauen in der ersten Führungsebene bei der Schulte-Schlagbaum AG beschäftigt (VJ: 14 %). Es besteht jedoch die Zielsetzung den Frauenanteil in der Zukunft wieder auf 14 % zu erhöhen, wenn sich infolge altersbedingter Austritte und eventueller Nachfolgeoptionen Möglichkeiten ergeben. In der zweiten Führungsebene sind Führungskräfte zusammengefasst, die jeweils für Teilbereiche der Vertriebs- und Servicebereiche sowie der Produktion die Verantwortung tragen. In diesem Personenkreis lag der Frauenanteil im Jahr 2021 21 % und damit über dem Zielwert von 15 %. Für die zweite Führungsebene wird eine Beibehaltung der bestehenden Quote für die Zukunft als Ziel definiert. Wir möchten in dem Zusammenhang unverändert darauf hinweisen, dass ein höherer Frauenanteil im Rahmen unserer gelebten Firmenkultur als wünschenswert angesehen und angestrebt wird. Die Realisierung dieses Ziels gestaltet sich aber aufgrund branchenspezifischer Besonderheiten in der metallverarbeitenden Industrie, dem geringen überregionalen Bekanntheitsgrad des Unternehmens sowie dem grundsätzlich zu beobachtenden Fachkräftemangel schwierig.
Velbert, den 28. Februar 2022 Schulte-Schlagbaum AG gez. Peter Pongratz, Vorstand Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis 31.12.2021
Eigenkapitalspiegel des Konzerns
Anteile fremder Gesellschafter am Eigenkapital bestanden zum Abschlussstichtag nicht. Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung und seine Veränderung entfallen überwiegend auf das kursfixierte Eigenkapital bei der Schweizer Tochtergesellschaft. Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert aus der Erstkonsolidierung der Sächsische Schlossfabrik GmbH. Kapitalflussrechnung des Konzerns gemäß DRS 21
Vom Wahlrecht der Darstellung ohne Vorjahreszahlen wurde Gebrauch gemacht. Anhang zum Konzernabschluss 2021der Schulte-Schlagbaum AGAllgemeine Angaben zum Unternehmen Die Firmierung der Gesellschaft lautet: Schulte-Schlagbaum AG (Muttergesellschaft). Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Velbert und ist eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Wuppertal unter HR B 17361. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Konzernabschluss der Schulte-Schlagbaum AG wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Muttergesellschaft ist gemäß § 267 HGB als mittelgroß einzustufen. Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften zum Anhang und die Regelungen des § 313 Abs. 3 HGB wurden genutzt. Anlagevermögen Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Ansatz planmäßiger Abschreibung über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die folgende Tabelle gibt die im Anlagevermögen verwendeten Nutzungsdauern wieder:
Unter Berücksichtigung der steuerlichen Vorschriften wurden die höchstmöglichen linearen Abschreibungen vorgenommen. Die Anlagenzugänge des Geschäftsjahres sind, soweit sie von Dritten erworben wurden, mit ihren Anschaffungskosten bewertet worden. Zugänge durch aktivierte Eigenleistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Bei abnutzbaren Wirtschaftsgütern, deren Wert 250,00 € nicht übersteigt, wurde die steuerliche Möglichkeit der Sofortabschreibung in Anspruch genommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 € und 1.000,00 € werden als Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgte unter Beachtung des Grundsatzes kaufmännischer Vorsicht. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden entsprechend ihrem Fertigungsgrad mit den Herstellungskosten bewertet. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Für Bestandsrisiken wurden angemessene Abschläge (Gängigkeitsabschläge, Niederstwerttest, Abschläge für Skonti auf zugekaufte Materialien) berücksichtigt. Festwerte wurden nicht gebildet. Die Bewertung der Vorräte ist gegenüber dem Vorjahr in der Methode unverändert und entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen bzw. eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Forderungen in fremder Währung sind höchstens zum Stichtagskurs bewertet. Wertpapiere Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs am Abschlussstichtag bewertet. Rückstellungen Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind mit den voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen bewertet. Bei in ausländischen Tochterunternehmen vor dem 01.01.2009 gebildeten Aufwandsrückstellungen wurde von dem Beibehaltungswahlrecht des Art. 67 Abs. 3 EGHGB Gebrauch gemacht. Verbindlichkeiten/Rechnungsabgrenzungsposten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Konsolidierungskreis und Stichtag In den Konzernabschluss wurden neben der Schulte-Schlagbaum AG, Velbert, alle Tochterunternehmen im In- und Ausland einbezogen. Es besteht jeweils 100-prozentiger Anteilsbesitz. Gemäß § 296 Abs. 2 HGB blieb eine im Ausland ansässige Enkelgesellschaft ausgenommen, weil sie nicht mehr aktiv und für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Fälle des § 310 HGB (Quotenkonsolidierung) und des § 311 HGB (Equity-Bilanzierung) lagen nicht vor. Die folgenden Unternehmen sind neben der SAG in den Konzernabschluss einbezogen worden:
Abschlussstichtag der einbezogenen Unternehmen ist ausnahmslos der 31. Dezember. Die mit 1) gekennzeichneten Gesellschaften haben von der Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Konsolidierungsgrundsätze Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften wurden die Abschlüsse der einzelnen Unternehmen zur Einbeziehung in den Konzernabschluss einheitlich nach den für die Schulte-Schlagbaum AG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt bzw. für die Konsolidierung an diese Grundsätze angepasst. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte durch Verrechnung der Bilanzansätze der Anteile bei der Muttergesellschaft mit dem Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Firmenwerte aus früheren Konsolidierungen waren bereits zum 31.12.2014 vollständig abgeschrieben. Ein Ausgleichsposten für Anteile im Fremdbesitz war in der Konzernbilanz zum 31.12.2021 nicht zu bilden. Währungsumrechnung Die Umrechnung der ausländischen Einzelabschlüsse, soweit diese nicht in Euro aufgestellt waren, erfolgte gemäß § 308a HGB. Danach wurden die Aktiv- und Passivposten einer auf fremder Währung lautenden Bilanz mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs der erstmaligen Konsolidierung umgerechnet wurde, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Gesellschaften wurden zum Durchschnittskurs des abgelaufenen Geschäftsjahres umgerechnet. Das so ermittelte Jahresergebnis wurde in die Konzernbilanz übernommen. Differenzen aus der Währungsumrechnung sowohl der Bilanzposten als auch der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden erfolgsneutral behandelt. Sie sind unter der Position "Eigenkapital" als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" gesondert ausgewiesen. Sonstige Konsolidierungsmaßnahmen Schuldenkonsolidierung Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden miteinander verrechnet. Zwischenergebniseliminierung In den zum Abschlussstichtag ausgewiesenen Vermögensgegenständen waren keine wesentlichen Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr enthalten. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Die konzerninternen Umsatzerlöse und die konzerninternen Erträge sind mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet worden. Angaben zur Konzernbilanz (1) Immaterielle Vermögensgegenstände Die Zugänge bei den gewerblichen Rechten betreffen die laufende Anschaffung von Softwarelizenzen zur Unterstützung unternehmensinterner Arbeitsprozesse und Fremdentwicklungen zur Produkttechnologie. Zudem sind in den Zugängen und Umbuchungen auch aktivierte Eigenleistungen von T€ 1.517 enthalten, die sich noch in der Entwicklung befinden. (2) Sachanlagen Die Zugänge entfallen im Wesentlichen auf Ersatz- und Erneuerungsbeschaffungen im normalen Geschäftsgang. (3) Finanzanlagen In der Konzernbilanz beinhaltet die Position eine mittelbar gehaltene Beteiligung an einer nicht mehr aktiven Gesellschaft. (4) Vorräte In der Konzernbilanz entsprechen die Zusammensetzung und die Veränderung der Positionen gegenüber dem Vorjahr dem normalen Geschäftsverlauf. (5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" entsprechen in der Konzernbilanz in ihrer Höhe dem gegebenen Umsatzvolumen bei weitestgehend störungsfreiem Geldeingang. Die "sonstigen Vermögensgegenstände" enthalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren, Reisekostenvorschüsse sowie sonstige Forderungen. (6) Rechnungsabgrenzungsposten Die "Rechnungsabgrenzungsposten" enthalten Lizenzgebühren, Versicherungsbeiträge, Kfz-Steuern und andere abzugrenzende Ausgaben. (7) Steuerlatenzen Im Konzern ergaben sich beim Sachanlagevermögen aus der Anpassung einer Einzelbilanz an die Konzernbewertungsmethodik sowie aus der Erstkonsolidierung der SSF konsolidierungsbedingte Abweichungen im Sinne des § 306 HGB zwischen den Konzernansätzen und den steuerrelevanten Einzelbilanzansätzen. Die Konzernbilanz enthielt unverändert zum 31. Dezember 2021 keine aktiven latenten Steuern im Konzern. Hingegen veränderte sich die Position der passiven latenten Steuern im Konzern im Geschäftsjahr wie folgt:
Der konzerneinheitliche Steuersatz wurde mit rund 30 % angenommen. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB verzichtet. (8) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 1.400.000 €. Es ist eingeteilt in 56.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 25 €/Stück. Mit dem Eigenkapital verrechnet wurden 484 Stückaktien (eigene Anteile) der Schulte-Schlagbaum AG mit einem Nominalwert von 12.100,- € bzw. 0,864 % des Stammkapitals. Die Differenz zwischen Nominalwert und Anschaffungskosten in Höhe von 8.966,- € ist in der Kapitalrücklage ausgewiesen. (9) Passiver Unterschiedsbetrag Der in der Konzernbilanz ausgewiesene passive Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 2.134 resultiert aus der Erstkonsolidierung der Sächsischen Schlossfabrik GmbH. Der passive Unterschiedsbetrag hat Rücklagencharakter und wird innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen. Eine ergebniswirksame Auflösung des passiven Unterschiedsbetrages ist nicht erfolgt. (10) Rückstellungen Die Rückstellungen sind mit ihren voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen passiviert und tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung. Die "Rückstellungen für Pensionen" sind versicherungsmathematisch nach dem modifizierten Teilwertverfahren angesetzt und basieren auf den biometrischen Grundwerten der Richttafel Heubeck 2018G. Die Verpflichtungen wurden unter Ansatz eines Rechnungszinssatzes von 1,87 % und eines Rententrends von 0,50 % p. a. für die Belegschaft bzw. 1,55 % für die Vorstände errechnet. Im Jahr 2016 sind die gesetzlichen Bestimmungen zur Bewertung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen geändert worden. Nach der Neuregelung ist bei der Durchschnittsbetrachtung für die Ermittlung des Zinssatzes bei der Bewertung nicht mehr auf die vergangenen sieben, sondern auf die vergangenen zehn Jahre abzustellen (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n. F.). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren ist im Anhang anzugeben und unterliegt einer Ausschüttungssperre (§ 253 Abs. 6 Sätze 2 und 3 HGB). Der aus der Bewertungsänderung der Pensionsrückstellungen bei der Muttergesellschaft resultierende Unterschiedsbetrag (höherer Erfüllungsbetrag der Rückstellung) beträgt T€ 365 (Vorjahr T€ 478) und ist ausschüttungsgesperrt. Die versicherungsmathematischen Teilwerte sind in voller Höhe passiviert. Die kalkulatorische Verzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem Rechnungszinsfuß ist als Zinsaufwand erfasst. Die "sonstigen Rückstellungen" betreffen im wesentlichen Garantieleistungen, Prämien-, Zeitkonten- und Resturlaubsansprüche aus dem Berichtsjahr, Ansprüche der Mitarbeiter auf Jubiläumsvergütungen, Aufsichtsratsvergütungen, Rechts- und Beratungskosten, Rechtsfälle, Archivierungskosten, Restrukturierungsrückstellung sowie ausstehende Eingangsrechnungen. (11) Verbindlichkeiten Die "sonstigen Verbindlichkeiten" beinhalten im Wesentlichen noch nicht verrechnete Bonusgutschriften an Kunden, sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern und kreditorische Debitoren. Sicherheiten für Verbindlichkeiten sind nur in Form von verkehrsüblichen Eigentumsvorbehalten aus der Belieferung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie mit Halbfabrikaten und Waren gegeben. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten im Konzern gliedern sich wie folgt:
(12) Bilanzvermerke/Haftungsverhältnisse Sonstige, nicht aus der Bilanz ersichtliche finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:
Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen bestehen nur zwischen den Konzerngesellschaften und werden zu Marktpreisen abgerechnet. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns (13) Umsatzerlöse Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen oder geographischen Märkten unterbleibt, weil sich die Tätigkeitsbereiche und Märkte untereinander nicht erheblich unterscheiden. (14) Sonstige betriebliche Erträge In der Position "sonstige betriebliche Erträge" sind insbesondere Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen, Pensionsrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen und Erträge aus Versicherungserstattungen enthalten. Zudem sind erhaltene Zuschüsse sowie Erträge aus Wertpapieren in Höhe von T€ 69 in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. (15) Personalaufwand Im Durchschnitt (Kopfzahl) beschäftigte der Konzern in 2021 rund 376 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 385 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). (16) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" umfassen im Konzern alle Aufwendungen, die nicht an anderer Stelle auszuweisen waren. Sie betreffen im Wesentlichen Betriebs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten. (17) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die "Zinsen und ähnlichen Aufwendungen" betreffen überwiegend die Abzinsung von Pensionsrückstellungen. (18) Steuern vom Einkommen und Ertrag Hinsichtlich der latenten Steuern verweisen wir auf unsere Kommentierung zu den Steuerlatenzen (7). (19) Vergütungen an Aufsichtsrat und Vorstand der Schulte-Schlagbaum AG Die Vergütungen an den Aufsichtsrat beliefen sich im Geschäftsjahr auf 150.674 €. Die Angabe der Bezüge des Vorstands unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. An frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von insgesamt 181.862 € geleistet. Die Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betragen 3.497.874 €. Sonstige Angaben (20) Aufsichtsrat der Schulte-Schlagbaum AG Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
(21) Vorstand der Schulte-Schlagbaum AG Die Gesellschaft wurde vertreten durch: Peter Pongratz, Wuppertal, Dipl.-Ing. (FH) (22) Honorar des Konzernabschlussprüfers Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers für berechnete Leistungen gliedert sich wie folgt auf:
(23) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Aufgrund der anhaltenden weltweiten Coronapandemie sind negative ökonomische Auswirkungen für den Konzern weiterhin nicht auszuschließen. Darüber hinaus sind infolge des Einmarschs Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 die daraus resultierenden humanitären und wirtschaftlichen Folgen aktuell für unser Geschäft nicht abschätzbar. Diesbezüglich verweisen wir auf unsere Ausführungen im Prognosebericht unseres Konzernlageberichts. Entwicklung des Anlagevermögens des Konzernsder Schulte-Schlagbaum AG (Bruttodarstellung)
Wiedergabe des Bestätigungsvermerks des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schulte-Schlagbaum AG, Velbert Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Schulte-Schlagbaum AG, Velbert, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schulte-Schlagbaum AG, Velbert, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 315d HGB i.V.m. 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/ bestaetigungsvermerk/hgb-konzern-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Wuppertal, den 31. März 2022 WTG
Wirtschaftstreuhand Dr. Grüber PartG mbB
Dipl. Ökonom A. Düsterloh, Wirtschaftsprüfer Dipl. Betriebswirt (BA) H. Lau, Wirtschaftsprüfer 03 Konzernlagebericht der Schulte-Schlagbaum AG1. Grundlagen des Konzerns Die Schulte-Schlagbaum AG ist ein mittelständisches Unternehmen mit dem Schwerpunkt in der Herstellung und dem Vertrieb von Waren aus Eisen, anderen Metallen und Kunststoffen aller Art, insbesondere von Schlössern und Beschlägen sowie der Herstellung, dem Vertrieb und Service für Systeme der Zutrittsorganisation und -kontrolle. Die Tochtergesellschaften der Schulte-Schlagbaum AG sind unter anderem in der Herstellung, dem Vertrieb und Service im Bereich von Zutritts- und Abrechnungssystemen sowie von Gastronomiekassensystemen tätig. Die Unternehmensstandorte sind Velbert, Groitzsch, Bad Aussee/Österreich, Schänis/Schweiz und San Rafael, Kalifornien/USA. Der Konzern beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 2021 376 Personen. Ebenfalls im Jahresmittel lag die Anzahl der Personen bei 376 in der gesamten Gruppe. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2021 Inländische Konjunktur Die konjunkturelle Entwicklung blieb auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen, so resümiert das Statistische Bundesamt. Dennoch konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem initialen Einbruch in 2020 trotz der andauernden pandemischen Situation und den damit verbundenen Material- und Lieferengpässen erholen und eine Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandproduktes von 2,7 % erreichen. Damit liegt dieser Wert allerdings noch immer 2,0 % unter dem Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019. Laut ifo Institut belaufen sich die wirtschaftlichen Ausfälle durch Corona auf rund 330 Milliarden €, was einem volkswirtschaftlichen Verlust in Höhe von zusammen 10 % der Wirtschaftsleistung des Jahres 2019 entspricht. Die Bauwirtschaft, insbesondere das Segment Wohnungsbau, stellt nach wie vor einen wichtigen Absatzmarkt für unsere Produkte und Lösungen dar. Auch 2021 hat dieser Markt nicht an Dynamik verloren. So lagen Ende September die Auftragsbestände für Neubauwohnungen bei 13 Milliarden €, was eine Steigerung von beinahe 20 % bedeutet. Auch die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen stieg erneut um 2,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe summiert in einer Hochrechnung die Fertigstellungen in 2021 auf 310.000 Wohnungen. Mit nominal 1 % Wachstum konnte der Wirtschaftsbau dabei nur schwach zulegen. Gründe sind hierfür u. a. die pandemiebedingte Zurückhaltung bei der Beantragung von Büroflächen, die durch zunehmende Arbeitsverlagerung ins Homeoffice gebremst wurde. Im Bereich der öffentlichen Gebäude wird dagegen ein Minus von ca. 3 % im Vergleich zu 2020 zu verzeichnen sein. Obwohl der Sommer 2021 mit Phasen der Lockerung von pandemiebedingten Einschränkungen für Entspannung gesorgt hat, gehörte die Freizeitindustrie mit den für uns zentralen Bereichen Hotellerie/Tourismus und Gastronomie einmal mehr zu den am stärksten betroffenen Branchen. So konnte sich besonders das Gastgewerbe im vergangenen Jahr nicht vollständig erholen: Preisbereinigt erzielte man hier 2,2 % weniger Umsatz als im bereits katastrophalen Vorjahr 2020. Aufwärts ging es dagegen für die Beherbergungsbetriebe, die in 2021 immerhin ca. 310 Mio. Gästeübernachtungen verbuchen konnten, also 2,7 % mehr im Vergleich zum Vorjahr. Bespielhaft bezogen auf den Monat Dezember verzeichneten Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen aber noch immer ein reales Umsatzminus von 47,4 % im Vergleich zum Vorkrisenniveau des Monats Februar 2020. Die für unser Tochterunternehmen eccos pro zentrale Bäderbranche blickt auf ein durch Auflagen und Schließungen geprägtes Jahr 2021 zurück. Freibäder beispielsweise verzeichneten während des Pandemiegeschehens in den Jahren 2020 und 2021 knapp 40 % der Besucheranzahl im Vergleich zum Durchschnittswert der Jahre 2014 bis 2021. Auf der anderen Seite ist diese schwierige Phase in den Schwimmbädern oft auch sinnvoll genutzt worden, um Wartungsstau aufzuarbeiten, Instandhaltung und Modernisierungen umzusetzen, die im laufenden Betrieb nur aufwendig zu realisieren sind. Von diesem Innovationsschub hin zur Digitalisierung der Bäderwelt konnte auch die eccos pro gmbh mit ihren digitalen Zutritts- und Zahlungsmodellen profitieren. Konjunktur in den europäischen Nachbarländern Basierend auf den saison- und kalenderbereinigten Quartalsdaten aus 2021 legte das Bruttoinlandsprodukt sowohl für den Euroraum als auch in der EU um 5,2 % zu. Eingetrübt wurde diese positive Entwicklung durch Probleme in den Lieferketten und steigende Preise sowie die erneut lähmenden Effekte der Virus- variante Omikron. Die europäische Bauleistung befindet sich auf Datenbasis der EUROCONSTRUCT-Winterkonferenz 2021 bereits wieder auf Vorkrisenniveau, so resümiert der Ifo Schnelldienst in einer Publikation vom 15. Februar 2022. Demnach stieg das Bauvolumen in den 19 EUROCON-STRUCT-Ländern im vergangenen Jahr um 5,6 % auf 1,74 Billionen € (zu Preisen von 2020) an. Nach den deutlichen Einbußen in 2020 von -4,4 % dürfte der Wohnungsbau mit einem Plus von 7,1 % am stärksten zugelegt haben, so die Einschätzung von EUROCON-STRUCT. Bei den Wohnungsfertigstellungen in 2021 im Vergleich zum Vorjahr hat der ifo Schnelldienst für die 19 Länder des Euroraums ein Plus von 3,3 % festgestellt. Was die Genehmigungszahl der Wohnungen betrifft, so ist sie nach dem Rückgang um gut 100.000 Einheiten in 2020 nun in 2021 wieder knapp über die 2-Millionen-Marke gestiegen. Mit Blick auf die Freizeitindustrien unserer Nachbarländer Österreich und Schweiz wird deutlich, dass auch sie im vergangenen Jahr noch nicht an die Vorkrisenzahlen anknüpfen konnten. Für Österreich waren beispielsweise die Übernachtungszahlen sogar weiterhin rückläufig. So wurden hier im Kalenderjahr 2021 rund 79,6 Millionen Übernachtungen registriert. Damit sank dieser Wert um 18,7 % im Vergleich zum Jahr 2020 mit 97,9 Mio. Übernachtungen und ging damit auf das Niveau des Jahres 1970 (79,5 Mio.) zurück. Diese Entwicklung lässt sich aber auf die Betriebsschließungen zwischen Januar und Mai sowie im November 2021 zurückführen, durch die 85,6 % weniger Übernachtungen registriert wurden. Anders in der Schweiz, wo die Hotellerie einen deutlichen Anstieg verzeichnen konnte: Hier verbuchte man im Jahr 2021 29,6 Millionen Übernachtungen, was einem Anstieg von 24,6 % oder 5,8 Mio. Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Aber auch in der Schweiz bleibt man mit -25,3 % unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. b) Geschäftsverlauf 2021 Die weltweite Coronapandemie und die damit verbundenen mannigfaltigen Auswirkungen waren die bestimmenden Größen im abgelaufenen zweiten Corona- und Geschäftsjahr 2021 im gesamten Schulte-Schlagbaum Konzern. Durch die weiterhin fokussierte Disziplin in Hinblick auf die notwendigen Coronaregeln und hohe Impfquoten in allen Geschäftseinheiten, ist es dem Konzern gelungen, gut durch diese Phase zu kommen. Ungeachtet dessen mussten wir in allen Geschäftsbereichen immer wieder die hohen Abwesenheitszeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zusammenhang mit Corona (Schul- und KITA-Schließungen, Kurzabwesenheiten durch Impfungen etc.) managen. Vor allen Dingen in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2021 beschäftigten uns die extrem gestiegenen Kosten bei der Beschaffung des Rohmaterials und die signifikant gestiegenen Lieferzeiten unserer Vorlieferanten. Der Schulte-Schlagbaum Konzern hat das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 mit rund 17 % höheren Umsatzerlösen in Höhe von T€ 59.184 (VJ: T€ 50.779) abgeschlossen. Dank dieser erfreulichen Umsatzentwicklung und einer verbesserten operativen Performance aller Geschäftseinheiten konnte das betriebliche Ergebnis (EBIT) auf T€ 2.904 (VJ: T€ 2.187) gesteigert werden. Diese Ergebnisverbesserung zeigt, wie leistungsfähig unsere Unternehmensgruppe sein kann. Wir dürfen das Erreichte als zufriedenstellend bezeichnen. Geschäftsbereich Schloss- und Schließblechsysteme Aufgrund der zwischenzeitlich vertieften betrieblichen und organisatorischen Verschmelzung des Geschäftsbereiches Schloss- und Schließblechsysteme der Schulte-Schlagbaum AG und unserer Tochtergesellschaft Sächsische Schlossfabrik GmbH in Groitzsch erfolgt die Berichterstattung an dieser Stelle unter der Überschrift "Geschäftsbereich Schloss- und Schließblechsysteme". Die erste Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2021 war durch einen überproportionalen Auftragseingang gekennzeichnet, der an beiden Standorten die Mitarbeitenden, Zulieferer und Montagepartner an ihre Kapazitätsgrenzen führte. Die zweite Jahreshälfte war geprägt durch die bereits erwähnten, massiv gestiegenen Beschaffungspreise und die entsprechende Verknappung des Rohmaterials auf den Weltmärkten. Wir waren zur Einführung eines Materialteuerungszuschlages gezwungen, der die Erhöhungen auf der Materialeinkaufsseite auffangen sollte. Die Dynamik an den Beschaffungsmärkten verhinderte jedoch eine komplette Kompensation dieser historisch hohen Preisentwicklung in allen Bereichen. 2021 konnten wir an unserem Standort in Groitzsch die Umstellung auf ein neues und in Zukunft gruppenweit einzusetzendes ERP-System vorbereiten und zum Jahreswechsel erfolgreich umsetzen. Mit dieser Maßnahme haben wir einen weiteren wesentlichen Schritt zum Zusammenschluss der beiden Standorte Velbert und Groitzsch geleistet. Mit rund 14 % verbessertem Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zeigte sich der Geschäftsbereich Schloss- und Schließblechsysteme weiter als Garant für eine erfolgreiche und profitable Umsatzentwicklung. Daraus resultiert auch eine Verbesserung des Betriebsergebnisses von rund 0,8 Mio. € für das Geschäftsjahr 2021. Geschäftsbereich Schließsysteme für Türen und Möbel Mit 34 % Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr zeigte sich der Geschäftsbereich Schließsysteme für Türen und Möbel sowohl im Inland als auch im Export gegenüber dem Vorjahr deutlich wiedererstarkt. Unverkennbar waren in den ersten 6 Monaten des letzten Jahres die nach wie vor vorherrschenden Unsicherheiten in den von uns definierten Zielmärkten wie Universitäten, Kliniken, Hotels und Freizeiteinrichtungen und damit die verbundene Investitionszurückhaltung. Bereits in der letzten Hauptversammlung 2021 durften wir über den neuen und prosperierenden Markt der Serviced Apartments berichten, der sich als besonders "pandemiegeeignet" erwiesen hat im Vergleich zur klassischen Hotellerie. Genau dafür entwickeln und bieten wir intelligente, smarte Produkte und Lösungen. Aber auch der Produktbereich der elektronischen Schrankschließsysteme SAFE-O-TRONIC® access LS und LSW beschrieb eine steile Umsatzkurve nach oben und dies nicht nur im Vergleich zum Vorjahr. Eine Steigerung von 74 % mehr verkaufter Türschließsysteme SAFE-O-TRONIC® access DS gegenüber dem Vorjahr und ganzheitlich die höchste verkaufte Stückzahl der letzten 10 Jahre unterstreicht, dass wir in diesem Segment auf dem richtigen Weg sind. Vor allen Dingen aufgrund der unsicheren Lage in der Bäderlandschaft bewegten sich die Verkaufszahlen unseres mechanischen Schrankverschlusses SAFE-O-MAT® nur auf dem Niveau des Vorjahres. Die weltweite Verknappung von Elektronikbauteilen und die daraus folgenden extrem langen Lieferzeiten stellten uns nicht nur auf der Vertriebs- und Produktions-, sondern auch auf der Entwicklungsseite vor großen Herausforderungen. Die im dritten und vierten Quartal stattgefundenen Präsenzmessen zeigten jedoch eine positive Aufbruchsstimmung in unseren Zielmärkten. Bereinigt um einen einmaligen Sondereffekt, verbesserte sich das Betriebsergebnis um rund 0,7 Mio. €. eccos pro gmbh Weiterhin erfolgreich entwickelte sich die eccos pro, die eine Umsatzsteigerung um rund 23 % im Vergleich zum Vorjahr erzielen konnte. Hierzu haben neben den erforderlichen Umstellungen im Zusammenhang mit der Kassensicherungsverordnung auch die vorbereitenden Maßnahmen der Bäder zur Wiedereröffnung in den ersten beiden Quartalen nach der coronabedingten Schließungen und einige attraktive Neuprojekte beigetragen. Damit verbunden konnte das betriebliche Ergebnis um knapp 0,2 Mio. € gesteigert werden. Mit der konsequenten Weiterentwicklung und stufenweisen Vermarktung von mafis® digital sind wir nicht nur hinsichtlich der Modernisierung unseres Kernproduktes mafis®, sondern auch mit der damit verbundenen Digitalisierung einen wesentlichen Schritt gegangen. Eine der größten Herausforderungen stellte auch im Jahr 2021 die notwendige Rekrutierung von neuen, qualifizierten Mitarbeitern in den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen dar. novacom software gmbh Durch die lange, coronabedingte Schließung der Gastronomie und Hotellerie 2020/2021 und den kompletten Ausfall der Skisaison 2020/2021 ist unsere österreichische Tochtergesellschaft novacom software mit einem deutlichen Umsatzrückgang in das Jahr gestartet. Umso erfreulicher zeigte sich die Auftragseingangs und Umsatzsituation nach der stufenweisen Öffnung der touristischen Aktivitäten bei unseren Nachbarn. Am Jahresende standen rund 6 % mehr Umsätze im Vergleich zum Vorjahr zu Buche und das Betriebsergebnis verbesserte sich um ca. 0,3 Mio. €. Wobei dieses Ergebnis einen einmaligen Sondereffekt beinhaltet. STS Systemtechnik Schänis GmbH Das Schweizer Industrieunternehmen mit lokaler Produktionsstätte in Schänis hat in 2021 (währungsbereinigt) ein Wachstum von 16 % erzielt. Mit einem Plus von 31 % ist die Stanztechnik am deutlichsten gewachsen. Aber auch die Geschäftsbereiche Schließtechnik (2 %) und Befestigungstechnik (17 %) konnten zulegen. Zur deutlichen Steigerung haben insbesondere die neu gewonnenen Kundenprojekte in der Stanztechnik und die Steigerung des Exportanteils in der Befestigungstechnik beigetragen. Aufgrund der gestiegenen Rohmaterialpreise ist die Rohertragsmarge im Vergleich zum Vorjahr rund 2,3 Prozentpunkte niedriger ausgefallen. Das betriebliche Ergebnis konnte trotz dieser Einflüsse um rund 0,7 Mio. € verbessert werden, da die Personal- und Betriebsaufwendungen nur unterproportional angestiegen sind. Verschiedene Investitionen in die Automatisierung und die systematische Überprüfung der Produktionsprozesse (Lean Management) haben zusammen mit der ganzjährig hohen Auslastung maßgeblich zur Steigerung der Produktivität beigetragen. c) Ertragslage sowie Vermögens- und Finanzlage Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr 2021 konnte der Schulte-Schlagbaum Konzern die Umsatzerlöse um rund 17 % auf T€ 59.184 steigern, wozu alle Bereiche des Konzerns beigetragen haben. Hinsichtlich der Umsatzentwicklung verweisen wir auch auf unsere Ausführungen zum Geschäftsverlauf 2021. Betriebsergebnis (EBIT) und Jahresergebnis Das betriebliche Ergebnis (EBIT) konnte der Konzern im Vergleich zum Vorjahr in 2021 auf T€ 2.904 (VJ: T€ 2.187) steigern. Hierzu haben vor allem der Umsatzanstieg sowie die verbesserte operative Performance beigetragen. Daraus folgend verbesserte sich auch die Umsatzrendite (EBIT/Umsatz) in 2021 gegenüber dem Vorjahr um +0,6 Prozentpunkte auf +4,9 % (VJ: +4,3 %). Der Jahresüberschuss im Konzern stieg nach T€ 1.705 im Vorjahr auf T€ 2.306 in 2021. Vermögens- und Finanzlage Zum 31. Dezember 2021 stieg die Bilanzsumme des Konzerns stichtagsbedingt auf T€ 39.391 nach T€ 35.274 im Vorjahr. Die Erhöhung der AKTIVA ist im Wesentlichen auf das gestiegene Geschäftsvolumen und die höheren Materialpreise zurückzuführen, was vor allem zu einer Erhöhung des Vorratsvermögens sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2021 geführt hat. Der Anstieg der PASSIVA geht insbesondere mit dem gestiegenen Eigenkapital infolge des Jahresüberschusses einher. Zudem ist im Eigenkapital ein Ausgleichsposten für die Währungsumrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden der in Schweizer Franken bilanzierenden STS Systemtechnik Schänis GmbH enthalten. Daraus resultiert stichtagsbedingt ein positiver Effekt auf den Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 431 in 2021 aufgrund der Entwicklung des Schweizer Frankens. Insgesamt blieb die Eigenkapitalquote mit 67,4 % zum 31. Dezember 2021 (VJ: 68,9 %) auf hohem Niveau. Die liquiden Mittel sind zum 31. Dezember 2021 zwar um T€ 693 auf T€ 7.085 zurückgegangen (VJ: T€ 7.778), jedoch ist ein Teil der liquiden Mittel in Wertpapiere angelegt worden (Anstieg der Wertpapiere stichtagsbedingt um T€ 467). Gesamtbeurteilung Wir sind mit der Entwicklung der Gruppe in 2021 auch unter Berücksichtigung der erschwerten Bedingungen infolge der Coronapandemie zufrieden. Dennoch haben wir weitere Maßnahmen eingeleitet, um die operative Performance weiter zu verbessern und das operative Betriebsergebnis weiter zu steigern. Insgesamt beurteilen wir die allgemeine wirtschaftliche Lage sowie die Finanzstruktur des Konzerns als solide und zufriedenstellend. Dabei sind auch unsere ausreichenden liquiden Mittel von Vorteil. d) Prognosebericht Der Prognose-, Risiko - und Chancenbericht enthält zukunftsbezogene Angaben. Sie basieren auf Erwartungen und Einschätzungen der Schulte-Schlagbaum-Gruppe und können von unvorhersehbaren Ereignissen beeinflusst werden. Dies kann dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung, unter anderem wegen veränderter politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, aber auch durch den weiteren Verlauf der Coronapandemie, sowohl positiv als auch negativ von den nachfolgend beschriebenen Erwartungen abweicht. Der IWF hat in seinem jüngsten World Economic Outlook (Stand: 25.01.2022) die Prognosen zur Veränderung der Wirtschaftsleistung von Nationen und Regionen aktualisiert und gegenüber der letzten Prognose aus dem Oktober 2021 mehrheitlich gesenkt. Die weltweite Wirtschaftsleistung steigt demzufolge im laufenden Jahr voraussichtlich um 4,4 % gegenüber 2021. Für Deutschland rechnet der IWF derzeit mit einem Wachstum von 3,8 % (-0,8 Prozentpunkte ggü. der vorangegangenen Prognose). Die Weltwirtschaft startet somit laut IWF schwächer als bisher erwartet in das Jahr 2022. Die Inflation im Euroraum fällt einer Prognose der EU-Kommission zufolge in diesem Jahr deutlich höher aus als zuvor erwartet. 2022 wird die Euro-Inflation schätzungsweise den Höchststand von 3,5 % im Jahresdurchschnitt erreichen, wie aus der jährlichen Winterprognose der EU-Kommission hervorgeht. In der Herbstprognose war die Brüsseler Behörde noch von 2,2 % Inflation für 2022 ausgegangen. Der Prognose des Schulte-Schlagbaum Konzerns und seiner berichtspflichtigen Segmente für das Geschäftsjahr 2022 legen wir die genannten Erwartungen und Annahmen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung zugrunde. Das ifo-Institut hat die Ergebnisse der EUROCONSTRUCT-Winterkonferenz 2021 zur voraussichtlichen mittelfristigen Entwicklung bis 2024 im europäischen Bausektor zusammengefasst. Für 2022 wird demnach bei der gesamten Bauleistung ein weiteres kräftiges Plus von 3,6 % erwartet. Bis 2024 könnte die Fertigstellungszahl für das EUROCONSTRUCT-Gebiet mit knapp 1,96 Mio. Wohnungen um 10 % über dem Wert des Jahres 2020 liegen. Der Wohnungsbau ist auch in den "Corona-Jahren" Stützpfeiler der deutschen Baukonjunktur geblieben. Es ist weiterhin nicht zu erwarten, dass die Nachfrage nach Wohnraum nachlässt. Bis September wurden gut 282.000 Wohnungen genehmigt, ca. 5 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Bundesregierung geht mit dem formulierten Ziel, in dieser Legislaturperiode jährlich 400.000 Wohnungen zu errichten, richtigerweise davon aus, dass letztlich nur mit der Schaffung neuen Wohnraums eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt zu erreichen ist. Besonders im Fokus steht in der gesamten Schulte-Schlagbaum-Gruppe, wie im vergangenen Jahr, in den folgenden Monaten die Beschaffung von Elektronikbauteilen und Rohstoffen. Im vergangenen Jahr, dem zweiten der Pandemie, hat sich die Lage auf den Rohstoffmärkten stark angespannt. Viele Rohstoffpreise kletterten auf neue Rekord- oder zumindest auf Mehrjahreshochs. Am stärksten ausgeprägt war die Krise an den Energiemärkten. Die steigenden Energiepreise trieben die Kosten für Industriegüter auf ein Rekordhoch. Um 25 % legten sie im Vergleich zum Vorjahr zu. Das verteuerte auch die Vorleistungsgüter wie Metalle oder Holz. Die Preise lagen im Januar 2022 um 20 % höher als vor einem Jahr. Metalle wie Roheisen oder Stahl waren laut Statistik rund 37 % teurer. Vieles spricht dafür, dass sich die Lage im laufenden Jahr allmählich entspannt. Denn vor allem im mit Abstand wichtigsten Absatzmarkt für viele Rohstoffe, China, dürfte die Wirtschaftsdynamik nachlassen. In Europa hat sich aufgrund der Lieferkettenengpässe die Gangart ebenfalls kurzfristig stark verlangsamt, während in den USA die Erholung zurzeit noch kräftig ist, aber mit der zunehmenden Straffung der Geldpolitik nachlassen dürfte. Doch auch wenn die Märkte in ruhigeres Fahrwasser gelangen, bleiben die Preise durch die teils langfristig guten Nachfrageperspektiven gut unterstützt. Umso bedeutsamer ist es, die Digitalisierung, Automatisierung und Verschlankung aller Geschäftsprozesse in allen Unternehmensbereichen weiter voranzutreiben. Ein wesentlicher Baustein wird dabei die Einführung eines neuen ERP-Systems für die Schulte-Schlagbaum AG in 2022, gefolgt von eccos pro und novacom software in 2023, sein. Das Gastgewerbe mit den für uns wichtigen Zielmärkten Gastronomie, Hotellerie und Freizeit zählt bekanntermaßen zu den von der Pandemie am stärksten betroffenen Branchen. Von März 2020 bis November 2021 haben laut DEHOGA Restaurants und Hotels allein rund 74 Milliarden € Umsatz eingebüßt. Speziell im Segment Geschäftsreise- oder Konferenzhotels sind auch weiterhin wenig Aufholbewegungen zu erwarten. Anders in der Ferienhotellerie, die 2022 wie bereits im vergangenen Jahr von der Pandemie und dem boomenden inländischen Tourismus profitiert. Einer Prognose des Statistischen Bundesamts zufolge wird sich der Binnentourismus mit diesem Jahr komplett erholt haben, d. h. auf dem Niveau von 2019 vor der Pandemie sein. Ob der Trend zum Urlaub im eigenen Land mit den vielerorts durchgeführten Lockerungen sich aber so fortsetzt, bleibt laut dem Deutschen Tourismusverband unklar. Viele Menschen würde es wieder zum Urlaub ins Ausland ziehen. Im Umkehrschluss rechne man daher aber auch mit mehr Touristen aus dem Ausland, die nach Deutschland kommen, sodass sich sukzessive eine Normalisierung abzeichne, so der DTV. Erfreulich sind aus unserer Sicht außerdem die scheinbar unveränderten Investitionsvolumina für Hotelneubauprojekte. Bereits im letzten Jahr konnten wir basierend auf Angaben des Informationsdienstes über Bäderbauvorhaben berichten, dass trotz Coronakrise Um- und Neubauten im Bäder- und Thermenbereich für 2021 in Höhe von fast 0,5 Milliarden € geplant waren. Nach unserer Markteinschätzung setzt sich dieser Trend auch im Jahre 2022 fort. Viele Badbetreiber nutzen diese Phase als Innovationsschub, beispielsweise für digitale Zugangsmodelle. Damit wird unter anderem auch hier ein Kernproblem bekämpft, das allen Gastgewerben gemein ist: Personalmangel - inzwischen spricht man nicht mehr nur vom Fachkräftemangel, man kämpft mit generellem Mitarbeitermangel. Laut Angaben der DEHOGA hat allein das Gastgewerbe im vergangenen Jahr 325.000 Mitarbeitende verloren. Ein Problem, braucht dieser Bereich doch etwa sechsmal so viele Mitarbeiter wie der Einzelhandel, um den gleichen Umsatz zur erwirtschaften. Dem Mitarbeitermangel wird auch in diesen Segmenten mit Digitalisierung begegnet. Somit wird unser konsequent auf digitalisierte Lösungen für die Prozess- und Gebäudeautomation optimiertes Portfolio attraktiv und vor allem zukunftsfähig bleiben. In der Gastronomie zeigt sich ebenfalls eine Fortführung dieses Trends, denn auch hier kompensieren die effizienteren digitalen Zahlungs-, Abrechnungs- und Warenwirtschaftssysteme den Wegfall von Personal und markieren schlussendlich den Unterschied in der Wirtschaftlichkeit der Betriebe. Unter Berücksichtigung der oben aufgeführten Rahmenbedingungen sowie Annahmen erwarten wir für das Jahr 2022 ein weiteres profitables Wachstum bei moderat steigendem Umsatz. Der Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 stellt die Friedensordnung Europas in Frage, und die daraus resultierenden humanitären und wirtschaftlichen Folgen sind aktuell für unser Geschäft nicht abschätzbar. e) Risiko- und Chancenbericht Die Betrachtung und Berücksichtigung von Chancen und Risiken ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Unternehmensführung und -steuerung. Unser Risikomanagementsystem ist dabei darauf ausgerichtet, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, zuverlässig einzuschätzen und die Risiken mit geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen weitestgehend begrenzen zu können. Wir analysieren permanent die allgemeine und branchenspezifische Geschäftsentwicklung, die Nachfragetendenzen der Kunden und die Wettbewerbsaktivitäten bezogen auf Produkttechnologie und deren Weiterentwicklung. Die Einschätzung unserer Produkt- und Lieferqualität erfassen wir regelmäßig im Rahmen von Kundenzufriedenheits-Checks und werten diese aus, um rechtzeitig Konsequenzen ableiten zu können. Unsere Qualitätssicherung umfasst sowohl unsere Produkte als auch unsere Fertigungs- und Geschäftsprozesse. Die Unternehmen der Schulte-Schlagbaum-Gruppe sind von der konjunkturellen Lage und insbesondere von der Entwicklung des Bauwesens abhängig. Die eccos pro gmbh sowie die novacom software gmbh sind oftmals zudem von der Finanzlage der Städte und Kommunen abhängig. Zusätzlich sind wir den Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung im Außer-Haus-Markt und der damit verbundenen Investitionsbereitschaft der Anlagenbetreiber ausgesetzt. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, setzen wir unseren Fokus auf die stetige Erweiterung unseres Lösungs- und Dienstleistungsangebots, permanente Produktivitätssteigerungen im Bereich der Fertigungsprozesse sowie auf die verstärkte Internationalisierung unserer Produkte. Ausfallrisiken können sich ergeben, wenn Forderungen nicht oder nicht fristgerecht ausgeglichen werden. Um Ausfallrisiken zu minimieren, nehmen wir eine laufende Überwachung von Bonität und Zahlungsverhalten unserer Debitoren vor. Durch die Einbeziehung von Tochtergesellschaften außerhalb des Euroraums bestehen im Konzern aufgrund der Währungsumrechnungen Risiken. Diesen Translationsrisiken wie auch Zinsrisiken aus zinssensitiven Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wird aufgrund ihrer Bedeutung grundsätzlich nicht durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente begegnet. Risiken auf der Beschaffungsseite können sich sowohl auf die Verfügbarkeit als auch auf die Preisentwicklungen beziehen. Hierbei können sich Rohstoffpreisrisiken aus den Preisentwicklungen auf den Rohstoffmärkten ergeben. Diese Risiken können nur teilweise durch Preisgleitklauseln in Kundenverträgen und in langfristigen Lieferantenverträgen gemildert werden. Hinsichtlich der Materialverfügbarkeit wird dem Risiko durch eine laufende Überprüfung unseres Lieferantennetzwerks entgegengewirkt. Die IT-Sicherheit hat im Konzern eine hohe Bedeutung und wird in verschiedenen Projekten mit hoher Priorität dauerhaft adressiert. Wesentliche Maßnahmen, um der aufgrund von Internetanbindungen permanent bestehenden Gefährdung zu begegnen, sind dabei Investitionen in Firewall-Systeme und sonstige adäquate Hard- und Software, die zeitnahe Aktualisierung der eingesetzten Software-Releasestände und vor allem die über Newsletter und sonstige Veröffentlichungen kontinuierlich durchgeführte Sensibilisierung der Mitarbeiter. Die Risikosituation im Konzern halten wir für begrenzt und überschaubar. Es sind keine Risiken zu erkennen oder bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens heute oder künftig gefährden könnten. f) Eigene Aktien Zum Bestand an eigenen Aktien nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird auf die Angabe im Anhang verwiesen. g) Sonstige Angaben Der Frauenanteil in der gesamten Mitarbeiterschaft der Schulte-Schlagbaum AG betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 42 % (VJ: 41 %). Der Aufsichtsrat hat nach der konstituierenden Sitzung und Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden im Juni 2018 nach wie vor ausschließlich männliche Mitglieder. Eine Veränderung des Verhältnisses ist derzeit nicht absehbar. Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat auch für die Zukunft eine Zielquote von Null festgelegt. Da Herr Peter Pongratz der alleinige Vorstand der Schulte-Schlagbaum AG ist, erübrigt sich für den Vorstand die Festlegung eines Anteils weiblicher Mitglieder. Die erste Führungsebene der Schulte-Schlagbaum AG beinhaltet die Ebene der Leitungsfunktionen für die Vertriebsbereiche, die Produktion und die Servicefunktionen. Im Berichtsjahr waren keine Frauen in der ersten Führungsebene bei der Schulte-Schlagbaum AG beschäftigt (VJ: 14 %). Es besteht jedoch die Zielsetzung, den Frauenanteil in Zukunft wieder auf 14 % zu erhöhen, wenn sich infolge altersbedingter Austritte und eventueller Nachfolgeoptionen Möglichkeiten ergeben. In der zweiten Führungsebene sind Führungskräfte zusammengefasst, die jeweils für Teilbereiche der Vertriebs- und Servicebereiche sowie der Produktion die Verantwortung tragen. In diesem Personenkreis lag der Frauenanteil im Jahr 2021 bei 21 % und damit über dem Zielwert von 15 %. Für die zweite Führungsebene wird eine Beibehaltung der bestehenden Quote für die Zukunft als Ziel definiert. Wir möchten in diesem Zusammenhang unverändert darauf hinweisen, dass ein höherer Frauenanteil im Rahmen unserer gelebten Firmenkultur als wünschenswert angesehen und angestrebt wird. Die Realisierung dieses Ziels gestaltet sich aber aufgrund branchenspezifischer Besonderheiten in der metallverarbeitenden Industrie, dem geringen überregionalen Bekanntheitsgrad des Unternehmens sowie dem grundsätzlich zu beobachtenden Fachkräftemangel schwierig.
Velbert, den 28. Februar 2022 Schulte-Schlagbaum AG gez. Peter Pongratz, Vorstand Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Damen und Herren, vor zwei Jahren wurden die Spannungen zwischen China und den USA und die damit verbundenen Sorgen um die Weltwirtschaft schlagartig überlagert vom Ausbruch der Coronapandemie und traten in den Hintergrund der Berichterstattung. Während wir diesen Jahresabschluss vorbereiten, zieht der Krieg in der Ukraine ebenso schlagartig die Welt in seinen Bann. Und auch heute stehen wir überrascht da und hören mit Spannung die täglichen Aktualisierungen in den Nachrichten. In Szenarien überlegen wir uns die möglichen Auswirkungen auf die Schulte-Schlagbaum AG und ihre Gesellschaften. Mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr können wir berichten, dass sich die Gesellschaften des SAG-Konzerns auch im zweiten Coronajahr besser entwickeln, als wir das erwartet hatten. Und dies trotz großer Herausforderungen: Die Lieferengpässe beim Material mit der Folge von Preissteigerungen, der Fachkräftemangel, die Auswirkungen von Covid auf Projektarbeit, auf Vertriebstätigkeit und auf den Krankenstand forderten viel von allen Mitarbeitenden. Dank ihnen steht unser Unternehmen heute gut da. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2021 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. In vier ordentlichen und vier außerordentlichen Sitzungen haben wir uns vom Vorstand über die Entwicklung der Schulte-Schlagbaum AG nebst ihren Tochtergesellschaften und alle dafür wesentlichen Themen berichten lassen und über zustimmungspflichtige Geschäfte nach ausführlicher Erörterung entschieden. Eine der Sitzungen wurde als Präsenzsitzung mit Hygienemaßnahmen durchgeführt, die restlichen Sitzungen als Videokonferenzen. Wir haben den Vorstand bei der Geschäftsführung, der Weiterentwicklung sowie in wichtigen Einzelthemen beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Die Zusammenarbeit war stets vertrauensvoll und wir wurden in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, regelmäßig, zeitnah und umfassend eingebunden. Der Geschäftsverlauf mit Chancen und Risiken, die Konzernlage, grundlegende Fragen der Unternehmenspolitik sowie der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung waren Gegenstand der Erläuterungen durch den Vorstand und der Diskussionen mit ihm. Besondere Schwerpunkte der Beratungen waren in diesem Jahr das Risikomanagement im Zusammenhang mit der Coronapandemie und die Standortentwicklung. Im Hinblick darauf und auf weitere Themenbereiche, die für den Aufsichtsrat von Bedeutung gewesen sind, hat es mehrere zusätzliche Telefonkonferenzen sowie Besprechungen des Vorstandes mit einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern gegeben. Potenzielle oder tatsächliche Interessenkonflikte im Aufsichtsrat bestanden nicht. Der Konzernjahresüberschuss liegt mit 2,3 Mio. Euro rund 0,6 Mio. Euro über dem des Vorjahres. Eine positive Entwicklung, zu der in diesem Jahr alle Gesellschaften beigetragen haben, darüber freuen wir uns besonders. Angesichts der eingangs erwähnten Herausforderungen gratulieren wir den Mitarbeitenden zu diesem Ergebnis. Der genaue Blick auf die Ergebnisse zeigt unterschiedliche Erfolgsbeiträge. Deshalb wurde erneut der Auftrag an den Vorstand erteilt, Zukunftskonzepte für eine robuste positive Entwicklung der Gesellschaften zu erarbeiten. Der Jahresabschluss und Lagebericht sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 wurden von der durch uns beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WTG Wirtschaftstreuhand Dr. Grüber PartG mbB, Wuppertal, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die vorgenannten Dokumente und der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern zur Prüfung vorgelegt und in Anwesenheit des Abschlussprüfers ausführlich erläutert und diskutiert. Nach eingehender Beratung haben wir uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung angeschlossen und festgestellt, dass keine Einwände gegen den Jahresabschluss (inkl. Lagebericht) sowie den Konzernabschluss (inkl. Konzernlagebericht) zu erheben sind. In der Aufsichtsratssitzung vom 27. April 2022 wurden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss der AG wurde somit gemäß § 172 AktG festgestellt. In diesem Jahr werden wir unsere Hauptversammlung aller Voraussicht nach wieder in Präsenz durchführen. Darüber und auf den Dialog mit unseren Aktionärinnen und Aktionären freuen wir uns sehr. Aufmerksame Leserinnen und Leser unserer Unternehmensnachrichten wissen, dass unser Aufsichtsratsmitglied Vaios Kastanis ein großes Aktienpaket außerbörslich übernommen hat. Vorstand und Aufsichtsrat freuen sich über diesen Schritt, er stellt das große persönliche Commitment von Herrn Kastanis für die Schulte-Schlagbaum AG unter Beweis. Im Namen aller Aufsichtsratsmitglieder danke ich dem Vorstand, den Führungskräften sowie allen Mitarbeitenden der Schulte-Schlagbaum-Gruppe für ihr Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr. Den Aktionärinnen und Aktionären dankt der Aufsichtsrat für ihr Vertrauen in die Schulte-Schlagbaum AG.
Velbert, den 27. April 2022 Schulte-Schlagbaum AG Der Aufsichtsrat Felix Maier, Vorsitzender HRB 17361 des Amtsgerichts WuppertalWKN: 719000 ISIN: DE0007190001Beschluss über die Verwendung des BilanzgewinnsDie ordentliche Hauptversammlung der Schulte-Schlagbaum Aktiengesellschaft vom 29. Juni 2022 hat beschlossen, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von EUR 3.083.922,48 eine Dividende von EUR 12,00 je dividendenberechtige Stückaktie auf das um die eigenen Anteile verminderte Kapital auszuschütten und den verbleibenden Restbetrag von EUR 2.417.730,48 auf neue Rechnung vorzutragen.
Velbert, im Juni 2022 Schulte-Schlagbaum Aktiengesellschaft Der Vorstand |
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