NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT HOLDING KOMPLEMENTÄR GMBH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ronald Krippendorf seit 1.9.2022 | Geschäftsführer |
Dietmar Hufnagel seit 1.9.2022 | Prokura |
Silvia Eulitz seit 1.9.2022 | Prokura |
René Floß seit 1.9.2022 | Prokura |
Klaus Kräher seit 20.6.2019 | Geschäftsführer |
John Oliver Naumann seit 9.12.2016 | Geschäftsführer |
Grit Hoffmann seit 6.11.2007 | Prokura |
Hans-Jürgen Prof. Dr. Naumann seit 15.10.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 15.56% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbHChemnitzKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für 2022A. Geschäft und Rahmenbedingungen Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe (NSH Group) mit Hauptsitz in Chemnitz ist ein international agierender Hersteller von Werkzeugmaschinen. Ganz gleich, ob es sich um Radsätze für moderne Hochgeschwindigkeitszüge oder Metrobahnen handelt - die NSH Group bewegt mehr als eine Milliarde Menschen in über 100 Ländern täglich -, oder um Triebwerksteile für Transport- oder Passagierflugzeuge, Maschinenbaukomponenten für Frachtschiffe, riesige Turbinen, Windräder, die Kunststoffindustrie oder Motor- und Antriebskomponenten für namhafte Automobilmarken, Trucks sowie Forst- und Landmaschinen - auf den Werkzeugmaschinen der NSH Group werden eine Vielzahl von Bauteilen für viele Branchen bearbeitet. Zu diesen Branchen zählen zudem auch der Werkzeug- und Formenbau sowie die Green Energy Industrie. Angefangen von kundenspezifischen Einzelmaschinen über vollautomatisierte Fertigungszellen bis hin zu kompletten, schlüsselfertigen Fertigungslinien liefert die NSH Group die passenden Lösungen aus einer Hand. Durch die gruppenweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden innovative Lösungen in den Bereichen Werkzeugmaschine und Technologie, digitale Anwendungen und Servicedienstleistungen angeboten. Ziel ist es, Produkte von höchster Qualität, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit herzustellen, und diese zum Wohle des Unternehmens, der Kunden und deren Mitarbeiter global zu vermarkten. Die NSH Group produziert für den weltweiten Bedarf ihrer Kunden an insgesamt vier Standorten in Deutschland, an zwei weiteren in den USA sowie an einem Standort in China und ist mit eigenen Verkaufs- und Servicebüros in Kundennähe global vertreten. Zur NSH Group gehören insbesondere die folgenden Gesellschaften:
Die NSH TECHNOLOGY GmbH ist hervorgegangen aus einer rechtlichen Verschmelzung der RASOMA Werkzeugmaschinen GmbH und der WEMA Werkzeugmaschinenfabrik Glauchau GmbH auf die NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH (seitdem firmierend als NSH TECHNOLOGY GmbH). Die Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister erfolgte am 1.9.2022. Die NSH TECHNOLOGY führt seitdem die Standorte der NSI in Chemnitz, der RASOMA in Döbeln und der WEMA in Glauchau fort. Die NSH USA Corporation (vormals SIMMONS Machine Tool Corporation) in Albany/ NY resultiert aus einer Fusion mit der HEGENSCHEIDT Corporation in Sterling Heights/MI. Die Fusion wurde am 31.03.2022 durch Abschluss eines Asset Deal Vertrages vollzogen. NSH USA Corporation hat alle zur Fortführung des Geschäftsbetriebes notwendigen Assets der HEGENSCHEIDT Corporation übernommen. Die 51%-ige Beteiligung an der OOO NSH RUSS mit Sitz in Moskau wurde als Reaktion auf die Sanktionen im Geschäftsjahr 2022 an den 49%-igen Mitgesellschafter zum Nominalwert veräußert. Die OOO NSH RUSSIA wurde auf eine Minimalrepräsentanz am Standort in Moskau reduziert, der Service Standort in Nizhny Novgorod wurde ganz geschlossen. 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Entwicklung Werkzeugmaschinenbau (Quelle: VDW "Außenhandelsstatistiken" Stand: 08.02.2023 & VDW "Werkzeugmaschinenaußenhandel Deutschland 2022" Stand: 21.02.2023) Nach vorläufigen Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) ist die internationale Werkzeugmaschinenproduktion in 2022 gegenüber dem Vorjahr 2021 um 8 % auf 76,9 Mrd. EUR gestiegen und liegt damit deutlich über dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Den größten Anteil an der Weltproduktion verzeichnete unverändert der asiatische Raum (insbesondere Japan und China) mit 55,0 %, wobei der Produktionsanteil gegenüber 2021 (56 %) nahezu unverändert blieb. Nach wie vor ist China die größte Herstellernation von Werkzeugmaschinen mit einem Anteil an der Weltproduktion in 2022 von 21,6 Mrd. EUR (28,1 %). Die deutsche Werkzeugmaschinenbranche steht mit einem Anteil von 9,8 Mrd. EUR (12,7 %) auf Platz drei und reiht sich damit auf dem Weltmarkt wie bereits im Vorjahr 2021 nach Japan (10,1 Mrd. EUR (13,1 %)) ein. China behauptete seine Ausnahmestellung als wichtigster Werkzeugmaschinen-abnehmer und bewirkte in 2022 28,5 % (21,7 Mrd. EUR) des weltweiten Werkzeugmaschinenverbrauchs. Der zweitgrößte Verbrauchermarkt ist weiterhin die USA mit 15,2 % (11,6 Mrd. EUR). Deutschland musste in 2022 seinen dritten Rang an Italien mit 7,3 % (5,6 Mrd. EUR) abgeben und liegt mit einem Verbrauch von 6,7 % (5,2 Mrd. EUR) knapp dahinter auf dem 4. Platz. Im Berichtszeitraum 2022 wurden weltweit Werkzeugmaschinen mit einem Gesamtvolumen von 42,5 Mrd. EUR (ohne Teile und Zubehör) exportiert, was einem Zuwachs gegenüber 2021 von 16 % entspricht. Der Anteil Deutschlands betrug 7,1 Mrd. EUR (16,7 %). Damit konnte Deutschland seine Spitzenposition als Exportweltmeister knapp vor Japan behaupten, das mit 7,0 Mrd. (16,6 % EUR) auf dem zweiten Rang folgt. Der wichtigste Exportmarkt für deutsche Werkzeugmaschinen bleibt China, mit einem Volumen von 1,6 Mrd. EUR (inkl. Teilen und Zubehör), dies entspricht 18,3 % der deutschen Werkzeugmaschinenausfuhren. Auf Platz zwei rangieren in dieser Statistik die USA mit 1,2 Mrd. EUR (14,1 %) und als drittwichtigster Exportmarkt folgt Italien mit 0,6 Mrd. EUR (6,7 %). Allein in diese drei Länder erfolgten 39,1 % der deutschen Werkzeugmaschinenexporte. Nachdem Sanktionen und Corona in den letzten Jahren bereits zu einem erheblichen Rückgang der deutschen Exporte nach Russland geführt haben, war das Geschäft in 2022 aufgrund der restriktiven Sanktionspolitik mit 0,1 Mrd. EUR im Vergleich zu 2021 ( 0,2 Mrd. EUR) nochmals rückläufig. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie erfuhr im Vergleich zu dem Geschäftsjahr 2021 (13,6 Mrd. EUR) nochmals eine Belebung der Nachfrage mit Auftragseingängen in Höhe von 16,0 Mrd. EUR. Die Produktion (inkl. Teilen und Zubehör sowie Services) stieg um ca. 1,3 Mrd. EUR (von 12,8 Mrd. EUR 2021 auf 14,1 Mrd. EUR 2022). Ebenso stiegen sowohl die Inlandsnachfrage (von 3,9 Mrd. EUR 2021 auf 4,7 Mrd. EUR 2022) als auch die Nachfrage aus dem Ausland (9,6 Mrd. EUR in 2021 und 11,3 Mrd. EUR in 2022) an. Die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller stieg im Vergleich zum Vorjahr von 81,0 % auf 88,0 % im Jahresdurchschnitt. Die Anzahl der Beschäftigten sank jedoch leicht von 64.871 auf 64.082 im Jahresdurchschnitt. Erfasst wurden alle Betriebe ab 50 Beschäftigten (Quelle: VDW "Wichtige Zahlen der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie" - erste Schätzungen/Hochrechnungen für 2022 mit Stand vom 21.02.2023). Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Analyse des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) "Kieler Konjunkturberichte Nr. 97 (2022_Q4/Stand: 21.12.2022) Während die Weltkonjunktur sich im Verlaufe des Jahres 2022 vor allem unter dem Eindruck hoher Energiepreise und großer geopolitischer Unsicherheiten in der Grundtendenz abgeschwächt hat, blieb die Weltproduktion trotz eines schwachen ersten Halbjahres weiter moderat aufwärtsgerichtet und erreichte im dritten Quartal eine Steigerung von 1,2 % gegenüber dem Vorquartal, was zu einem Anstieg der Weltproduktion im Gesamtjahr von 3,2 % führte. Dies war u.a. beeinflusst durch nachlassende Lieferengpässe sowie d er weiter fortschreitenden Normalisierung der Aktivitäten in den von der Corona-Pandemie besonders getroffenen Wirtschaftsbereichen. Aufgrund bremsender Einflüsse auf die Weltwirtschaft war zum Jahresende hin jedoch eine merkliche Verringerung der wirtschaftlichen Dynamik spürbar, die nach Auffassung des IfW eine deutliche Abschwächung der weltwirtschaftlichen Expansion im Jahr 2023 zur Folge haben wird. Das IfW erwartet für 2023 einen Anstieg der Weltproduktion von nur noch 2,2 %. - bedingt u.a. durch eine hohe Inflation sowie die dagegen gerichteten Zinssteigerungen der Notenbanken. Ab 2024 rechnet das IfW mit einer leichten Belebung der Konjunktur und rechnet mit einem Produktionswachstum von 3,2 %. In Bezug auf die Inflation erwartet das IfW, dass sich die Verbraucherpreise im Durchschnitt um voraussichtlich 8,3 % und in 2024 nur moderat abgeschwächt um 5,7 % erhöhen werden. Der deutsche Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("die Wirtschaftsweisen") kommt in seinem Jahresgutachten 2022/23 zu der Einschätzung, dass sich die globalen Konjunkturaussichten aufgrund hoher Produktionskosten und sinkender Kaufkraft privater Haushalte deutlich eingetrübt haben. Stützend dürften jedoch ein robuster Arbeitsmarkt und eine Entspannung der Lieferketten wirken. Zu erwarten ist eine anhaltend hohe Inflation; nach dem Höchststand seit Gründung der Währungsunion im Jahr 1999 von 8,5 % in 2022, wird in 2023 mit einer nur moderaten Absenkung gerechnet. Die führenden Wirtschaftsinstitute bestätigen im Rahmen ihrer Gemeinschaftsdiagnose #1-2023 die anhaltend hohe Inflationsrate in 2023, relativieren jedoch den noch im Herbst angenommenen konjunkturellen Rückschlag im Winterhalbjahr 2022/2023. Maßgeblich dafür sei ein geringerer Kaufkraftentzug infolge deutlich rückläufiger Energiepreise. Dieser Trend, sollte er anhalten, wird, so die Annahme der Institute, einen deutlichen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes mit plus 1,5 % als auch spürbaren Rückgang der Inflationsrate in 2024 begründen. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die NSH Group erzielte im Berichtsjahr 2022 einen konsolidierten Umsatz von 222,2 Mio. EUR (Vj.: 214,9 Mio. EUR). Die konsolidierte Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen) der Gruppe lag in 2022 bei 228,1 Mio. EUR (Vj.: 219,5 Mio. EUR). Der Umsatz liegt damit um 33,9 Mio. EUR bzw. 13% und die Gesamtleistung um 25,2 Mio. EUR bzw. 10% unter dem ursprünglichen Geschäftsplan für 2022. Wesentliche Gründe hierfür sind die im Zuge des Ukraine-Krieges gegen Russland verhängten Sanktionen und die infolge der daraus resultierenden verlängerten Bearbeitungszeiten für am Bilanzstichtag noch nicht erteilte Exportgenehmigungen durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie Projektverzögerungen infolge gestörter Lieferketten bei der Materialbeschaffung für einzelne Aufträge. Der konsolidierte Umsatz 2022 lag gleichwohl um 3,3 % (7,3 Mio. EUR) über dem Vorjahresumsatz von 214,9 Mio. EUR, die Gesamtleistung stieg um 3,9 % (8,6 Mio. EUR). Die Leistung aller Gruppengesellschaften betrug in 2022 272 Mio. EUR (Vj.: 246 Mio. EUR). Das entspricht einem Zuwachs gegenüber 2021 um 10,6 %. Hauptabsatzgebiete der NSH Group waren auch in 2022 die Auslandsmärkte. Der Umsatzanteil im außereuropäischen Raum liegt bei gegenüber dem Vorjahr kaum veränderten 64 % (Vj. 62 %). Der Anteil des Umsatzes in China ist dabei von 32 % auf 26 % gesunken. Der Absatzanteil in Europa (außerhalb Deutschlands) blieb mit 21 % konstant (Vj. 22 %). Der Umsatzanteil in Russland sank von 8 % auf 4 % und beschränkte sich ausschließlich - soweit dies sanktionsrechtlich zulässig war - auf die Beendigung von Altprojekten (Projekte, die vertraglich bereits vor dem 24.2.2022 gebunden waren). Demgegenüber stieg der Umsatzanteil in den Nord-, Mittel- und Südamerika von 20 % auf 24 %. Die Umsätze verteilen sich zu 9 % auf das Turn-Key Projektgeschäft (Vj. 10 %), zu 65 % auf die Produktion und den Verkauf von Werkzeugmaschinen (Vj. 67 %) und zu 26 % auf das Ersatzteil- und Servicegeschäft (Vj. 23 %). Die folgenden Umsatzangaben der Gruppengesellschaften beziehen sich jeweils auf die Umsatzerlöse vor Konsolidierungsmaßnahmen: Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH (NSH) hat vornehmlich aus Railway Turn-Key Projekten einen Umsatz von 19 Mio. EUR erwirtschaftet. Die NSH TECHNOLOGY GmbH (NSH TECH) hat an ihren Standorten in Chemnitz, Döbeln und Glauchau im Wesentlichen mit Ihrem Kerngeschäft der Werkzeugmaschinen EUR 64 Mio. zum Konzernumsatz beigetragen (+ 4 Mio. EUR gegenüber 2021). Die Zahlen des Geschäftsjahres 2022 und der Vorjahresvergleich beinhalten aufgrund der Verschmelzung auch die Umsätze der Standorte in Döbeln (ehemals RASOMA Werkzeugmaschinen GmbH) sowie in Glauchau (ehemals Werkzeugmaschinenfabrik Glauchau GmbH). Der Umsatz der HEGENSCHEIDT-MFD GmbH (HME) ist in 2022 mit 90 Mio. EUR gegenüber 2021 (91 Mio. EUR) konstant geblieben. NSH-CTI Machine Tool (Jiangxi) Co., Ltd., Nanchang/China (NSH-CTI) hat im Geschäftsjahr 2022 mit einem um rund 13 % gestiegenen Umsatz in Höhe von 44 Mio. EUR (Vorjahr: 38 Mio. EUR) zum Konzernumsatz beigetragen. Hier zeigen sich erste Nachholeffekte aus der Coronazeit, auch wenn China erst zum Ende des Geschäftsjahres die strikte "Null Covid" Strategie aufgegeben hatte, die zuvor lokal zu weitreichenden Lockdowns geführt hatte. Die Simmons Machine Tool Corporation, Albany (SMTC) wurde im Geschäftsjahr 2021 in NSH USA Corporation (NSH USA) umbenannt. Zum 1. April 2022 hatte die NSH USA zudem das Geschäft der Hegenscheidt-MFD Corporation, Sterling Heights/USA übernommen. Die NSH Gruppe hat damit ihr US Geschäft in einer Gesellschaft an zwei Standorten unter einem einheitlichen Namen zusammengeführt. NSH USA hat im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 45 Mio. EUR realisiert (Vorjahr: 32 Mio. EUR. zzgl. 7 Mio. EUR, die im Geschäftsjahr 2021 auf die Hegenscheidt-MFD Corporation entfielen). Der Auftragsbestand betrug zum Geschäftsjahresanfang 2023 277 Mio. EUR, davon entfallen auf das laufenden Geschäftsjahr 2023 213 Mio. EUR und 64 Mio. EUR auf Folgejahre. Der Auftragsbestand liegt insgesamt und für das laufende Geschäftsjahr (+ 26 %) über dem Niveau zum Vorjahreszeitpunkt. Der Auftragsbestand an Turn-Key-Projekten für 2023 der NSH Group ist insbesondere durch Projekte in Indien, Polen und in Italien in Höhe von zusammen 17,1 Mio. EUR gekennzeichnet. Hinzu kommt ein laufendes Turn-Key Projekt in Russland, dass aufgrund des im März 2023 verabschiedeten 10. Sanktionspaketes der EU nicht mehr zu Ende geführt werden darf. Das noch ausstehende Projektvolumen beläuft sich auf 10 Mio. EUR. Nach dem Wegfall des russischen Marktes infolge der Sanktionen sieht die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH nun eine Belebung der Nachfrage auf dem Markt zur Schaffung von Kapazitäten zur Räder-/Achsenfertigung/ -Bearbeitung. Derzeit werden vornehmlich Ausschreibungen von Projekten in Indien, den USA, China, Australien und Saudi-Arabien bearbeitet. Dabei geht es um Kapazitäten von im Einzelfall bis zu 330.000 Rädern p.a. 3. Produktstruktur und Produktion Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe fokussiert sich auf die folgenden Industriezweige:
Bedient werden die Märkte mit einem ständig optimierten und den neuen technologischen Anforderungen angepassten NSH-Produktangebot für die Dreh-, Fräs-, Walz- und Schleif-Bearbeitung. Die Verknüpfung dieser Multiproduktstruktur mit den Erfordernissen unterschiedlicher Industriezweige ermöglicht eine Ausbalancierung konjunktureller Schwankungen oder struktureller Veränderungen einzelner Industriezweige. Die NSH Group hat mit der Abwicklung von Turnkey-Projekten einen weiteren Tätigkeitsschwerpunkt in den letzten Jahren entwickelt und strebt einen Wertschöpfungsanteil innerhalb der Gruppe von > 80 % bei Großprojekten an. Überschattet wurden die Markt- und Entwicklungsaktivitäten von den negativen Einflüssen des Ukraine-Krieges. Das führte im Geschäftsjahr 2022 zu folgenden kurzfristigen Maßnahmen:
Diese Anforderungen veranlassten die NSH-Group zu zwei wesentlichen Veränderungen innerhalb Ihrer bisherigen Organisationsstruktur und hierauf aufbauenden Produktionsstrategie: Konsolidierung: In Deutschland wurde durch die Verschmelzung der Werkzeugmaschinenfabrik Glauchau (WEMA) und der RASOMA Werkzeugmaschinen GmbH (RASOMA), Döbeln, auf die NILES SIMMONS Industrieanlagen GmbH (seitdem firmierend als NSH TECHNOLOGY GmbH), Chemnitz, der Grundstein für ein effizienteres Unternehmen gelegt. Die gesellschaftsrechtliche Verschmelzung wurde in 2022 vollzogen, die ablauf- und aufbauorganisatorischen Veränderungen mit dem Ziel der Effizienzsteigerung sollen in 2023 umgesetzt werden. Intensivierung des Engagements in den USA: Der Bedeutung des amerikanischen Marktes wurde durch die folgenden Maßnahmen Rechnung getragen:
4. Investitionen Die Investitionen der Unternehmensgruppe haben im Geschäftsjahr 2022 8,1 Mio. EUR betragen und entfielen im Wesentlichen auf Investitionen in das Sachanlagevermögen (vornehmlich Ersatzinvestitionen) in Höhe von 6,3 Mio. EUR. Die Gesamtsumme der Investitionen im Geschäftsjahr 2022 liegt über dem Vorjahresniveau von 6,3 Mio. EUR. Der Anstieg geht auf den Erwerb verschiedener Patente/ Patentanmeldungen im Zusammenhang mit der industriellen Anwendung der Unrunddreh-Technologie zurück (1,4 Mio. EUR). Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe plant für 2023/2024 ihren Standort in Albany/ NY zu erweitern und sieht hierfür ein Investitionsbudget von 5,0 Mio. USD für die Errichtung eines Neubaus und den Erwerb von Maschinen und Anlagen auf in 2021 angeschafften, räumlich angrenzenden Flächen vor. Die Erweiterung des Standortes in Nanchang/ China durch das Joint Venture NSH-CTI ist hingegen zunächst einmal aufgeschoben. Die NSH Group will zunächst die weiteren, insbesondere geopolitischen und wirtschaftspolitischen Entwicklungen im Zusammenhang mit China abwarten. 5. Forschung und Entwicklung Zum Erhalt der technologischen und technischen Marktführerschaft investiert die NSH Group kontinuierlich in die Forschung und Entwicklung folgender Bereiche:
Im Fokus der Technologieentwicklungen steht häufig ein kompletter Prozess, den es zu beherrschen gilt oder der zumindest bekannt sein muss. So wird der gesamte Prozess der Fertigung von Brennstoffzellen innerhalb eines Forschungs- und Entwicklungsprojektes gemeinsam mit Forschungsinstituten strukturiert, wobei die NSH Group Ihren Fokus auf die Herstellung von Rotationswalzen zur hochproduktiven Fertigung von Bi-Polarplatten legt. Diese sollen sowohl bei der Erzeugung von grünem Wasserstoff als auch bei der anschließenden Umwandlung in elektrische Energie in der Brennstoffzelle zum Einsatz kommen. Nach konstruktiven Vorarbeiten in 2022 ist eine Prototypmaschine im Aufbau befindlich. Dem Sektor "New Energy" zuzurechnen sind auch "Alkalische Elektrolyseure", bestehend u.a. aus speziell mechanisch gefertigten Ringen. Auch hier hat die NSH Group eine Prozessoptimierung erfolgreich durchgeführt - ein erster Auftrag wird in 2023 abgewickelt. Ebenfalls zu einem Auftrag geführt hat die technologische Lösung zur simultanen Innen-/Außenbearbeitung von Elektromotor-Gehäusen - der Einstieg der NSH Group in den Bereich der E-Mobilität. Neben diesen bereits kommerziell erfolgreichen Entwicklungen bieten die neuen Anforderungen der Automobilindustrie interessante technologische Herausforderungen für die NSH Group, da sie neben den klassischen Verfahren Drehen, Fräsen, Walzen und Schleifen, auch Sonderverfahren, z.B. Polygondrehen und Mehrkantschlagen, beherrscht und darüber hinaus auch für multiple Verfahrenskombinationen (Drehen, Perforieren, Walzen, Schleifen) Maschinen aus dem eigenen Produktkatalog anbieten kann. Die Neuentwicklung von Komponenten und Maschinen war in 2022 überwiegend von kundenauftragsbezogenen (dimensionalen) Anpass-Entwicklungen geprägt. Hervorzuheben sind:
Darüber hinaus beschäftigte sich die Unternehmen der NSH Group mit folgenden Maschinenentwicklungen:
Zur Stärkung unserer Produktsparte "Software" wurden folgende Aktivitäten in 2022 gestartet bzw. weiter vorangetrieben:
6. Personal Der durchschnittliche Personalbestand der NSH Group ist mit 1.329 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr (1.471 Mitarbeiter) - der wirtschaftlichen Entwicklung angepasst - etwas zurückgegangen. Es waren im Durchschnitt 78 Auszubildende (Vorjahr: 131) in der Gruppe beschäftigt. Die NSH Group verfolgt das Ziel, möglichst vielen Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Lehre zu übernehmen. Die NSH Group setzt damit gezielt auf die auf breiter Basis angelegte Ausbildung von eigenem Fachpersonal, um dem allgemeinen Fachkräftemangel erfolgreich zu begegnen. B. Lage des Konzerns 1. Ertrags- und Vermögenslage Die Vier-Jahres-Übersicht über wesentliche Zahlen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zeigt folgendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe im Zeitraum 2019 - 2022. Das EBT (Earnings Before Taxes bzw. EBT) und die Umsatzerlöse stellen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der NSH Group dar. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 im Vergleich zum Vorjahr vor allem durch deutlich geringere Corona Hilfen in Deutschland (auslaufende Überbrückungshilfen, Wegfall der Kurzarbeit) geprägt ist. Den wesentlichen Beitrag zum Geschäftsergebnis 2022 leisteten die Gruppengesellschaften HEGENSCHEIDT-MFD GmbH sowie NSH-CTI Machine Tool (Jiangxi) Co., Ltd.
Der leichte Anstieg der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr ist erster Ausdruck von positiven Effekten der auslaufenden Corona Pandemie. Gleichwohl haben die Lieferkettenstörungen und die Sanktionen gegen Russland als unmittelbare Folge des Ukraine Krieges eine stärkere Umsatzerholung verhindert. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 12,5 Mio. EUR (Vj. 13,3 Mio. EUR) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen, Kursgewinne und Überbrückungshilfen. Im laufenden Geschäftsjahr 2022 sind noch Überbrückungshilfen aus den Corona Hilfspaketen der deutschen Bundesregierung in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vj.: 6,3 Mio. EUR) enthalten. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung (41%) zeigt im Vergleich zum Vorjahr (42%) - trotz allgemein gestiegener Beschaffungspreise - eine nahezu konstante Größe. Der Materialaufwand ist im Wesentlichen vom Produktmix sowie dem Anteil der Turn-Key-Umsätze am Gesamtumsatz des betreffenden Geschäftsjahres beeinflusst und deshalb nur eingeschränkt mit jeweils anderen Geschäftsjahren vergleichbar. Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, was im Wesentlichen aus dem Wegfall von Kurzarbeit und von allgemeinen Lohn- und Gehaltsanpassungen resultiert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auf 48,3 Mio. EUR (Vj.: 35,4 Mio. EUR) angestiegen und beinhalten im Wesentlichen Fremdleistungen, Energiekosten, Wertberichtigungen, Vertriebs-/ Messekosten sowie Zuführungen zu Rückstellungen. Der Anstieg entfällt im Wesentlichen auf Wertberichtigungen aus Zahlungsausfällen infolge der Russland Sanktionen, erwartete Mehrkosten aus Turn-Key Projekten sowie periodenfremde Aufwendungen aufgrund von Vertragsanpassungen für Projekte, welche nicht wie geplant zu Ende geführt werden konnten. Das Finanzergebnis ist mit -4,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr konstant. Es enthält Abschreibungen auf Finanzanlagen gegenüber der Tochtergesellschaft WERNEX Ltd. in Höhe von 0,5 Mio. EUR.
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 18,5 Mio. EUR auf 300,4 Mio. EUR angestiegen. Das Anlagevermögen ist - neben Währungseffekten - insbesondere durch die Investitionen, die leicht über dem Niveau der Abschreibungen liegen, geringfügig um 0,4 Mio. EUR angestiegen. Aufgrund höherer Bevorratung zur Absicherung der Materialverfügbarkeit infolge der gestörten Lieferketten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen auf 34,1 Mio. EUR angestiegen, was einem Plus von 7,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ebenso werden mit 79,0 Mio. EUR höhere Bestände an unfertigen und fertigen Leistungen ausgewiesen, was einem Plus von 13,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Anstieg resultiert aus Projektverzögerungen infolge von in Einzelfällen trotz Bevorratung entstandener Materialengpässe und fehlenden Ausfuhrgenehmigungen. Nach Verrechnung mit den Anzahlungen in Höhe von 44,2 Mio. EUR (Vj.: 36,4 Mio. EUR) betragen die Vorräte insgesamt 69,0 Mio. EUR zum Stichtag, was einem Anstieg um 12,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen auf 118,8 Mio. EUR angestiegen, während die sonstigen Vermögensgegenstände auf 10,5 Mio. EUR zurückgegangen sind, was im Wesentlichen auf die Auszahlung der beantragten staatlichen Überbrückungshilfen zurückzuführen ist. Die Kassenbestände und Bankguthaben betragen am Stichtag 31.12.2022 24,5 Mio. EUR (Vj.: 28,4 Mio. EUR). Das wirtschaftliche Eigenkapital ist um 1,2 Mio. EUR auf 161,6 Mio. EUR zurückgegangen. Darin enthalten ist im Wesentlichen der Konzernjahresüberschuss in Höhe von 4,8 Mio. EUR, die in Folge der Währungskursentwicklung um 0,5 Mio. EUR geringere Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung in Höhe von 9,1 Mio. EUR und der Gewinnvortrag in Höhe von 77,1 Mio. EUR (plus 6,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr). Unverändert geblieben sind das Stammkapital, die Kapitalrücklagen sowie das nachrangige Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt 49 Mio. EUR. Gegenläufig wirkten die Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter (des Joint Ventures in China) in Höhe von 5,5 Mio. EUR, was sich in dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern auf 6,8 Mio. EUR ausdrückt. Ausschüttungen an die Gesellschafter der NSH erfolgten im Geschäftsjahr 2022 hingegen nicht. Die Rückstellungen sind um 3,5 Mio. EUR auf 47,7 Mio. EUR angestiegen und beinhalten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, Steuerrückstellungen sowie sonstige Rückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Nachlaufkosten, nachkommende Rechnungen sowie erwartete Mehrkosten für Turn-Key Projekte. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen um 3,6 Mio. EUR auf 27,8 Mio. EUR zurückgegangen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, im Wesentlichen bestehend aus der Inanspruchnahme der Fazilitäten aus dem Konsortialkreditvertrag und aus einem Investitionskredit, sind, u.a. bedingt durch wieder vermehrten Vorfinanzierungsbedarf von Projekten sowie getätigte Investitionen, auf 17,8 Mio. EUR (Vj.: 4,7 Mio. EUR) angewachsen. Die Forderungen/ Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen saldiert 21,6 Mio. EUR und entsprechen damit dem Vorjahresniveau. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 2,6 Mio. EUR auf 10,3 Mio. EUR angewachsen und dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus zum Stichtag abgegrenzten Steuerverbindlichkeiten in China, welche im ersten Quartal 2023 beglichen wurden. 2. Finanzlage Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH hatte im Jahr 2020 die vorherige Konsortialfinanzierung vorzeitig abgelöst und mit Vertrag vom 27.01.2020/ 14.05.2020 durch eine neue Konsortialfinanzierung zu marktüblichen Bedingungen ersetzt. Das Gesamtvolumen der Kreditlinien aus der Konsortialfinanzierung beträgt 180 Mio. EUR, davon 75 Mio. EUR zur Betriebsmittelfinanzierung als Kontokorrent-/ Geldmarktkredite bzw. konsortiale Cash-Linien. Die bestehenden Konsortialfinanzierung läuft noch bis Januar 2027. Die Finanzierung der NSH und NSH Group ist damit langfristig gesichert. Zum Bilanzstichtag betrugen die ausgelegten Avale insgesamt 44,0 Mio. EUR Die Betriebsmittellinien wurden zum Stichtag in Höhe von 15,8 Mio. EUR in Anspruch genommen. Die Eigentümer des Unternehmens haben dem Unternehmen Darlehen gewährt, von denen 24,0 Mio. EUR unverändert gegenüber dem Vorjahr langfristig bestehen und den Charakter wirtschaftlichen Eigenkapitals haben. Die Liquidität der Unternehmen der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH und ihrer Gruppengesellschaften war im Berichtzeitraum durchgängig gewährleistet. Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit ist mit -4,9 Mio. EUR negativ (Vj.: 21,9 Mio. EUR), bedingt insbesondere durch einen Anstieg der Vorräte im Zusammenhang mit Vorfinanzierungen von Projekten sowie gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, bei gleichzeitigem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Dieser negative Cash-Flow wurde durch eine höhere Inanspruchnahme des Kreditrahmens aus der Konsortialfinanzierung gedeckt. Entsprechend ist der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit positiv mit 7,2 Mio. EUR (Vj.: -34,2 Mio. EUR). Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt -5,6 Mio. EUR (Vj.: -4,0 Mio. EUR). Für 2023 erwartet die Geschäftsführung wieder einen positiven Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit wird insbesondere im Zusammenhang mit einer rückläufigen Inanspruchnahme des Kreditrahmens aus der Konsortialfinanzierung wieder negativ erwartet. Hinsichtlich der Angaben in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten verweisen wir auf den Anhang. Dem gestiegenen Zinsniveau infolge der Anhebung der Leitzinsen durch die Notenbanken stehen entsprechende Zinssicherungsinstrumente der NSH gegenüber. Das amerikanische Tochterunternehmen NSH USA Corporation ist in die Konsortialfinanzierung eingebunden, stellt aber die von Kunden geforderten Bonds über lokale US-Anbieter aus. Bei den Bonds handelt es sich im Wesentlichen um Vertragserfüllungsgarantien. Es besteht eine Rückgarantie der deutschen Muttergesellschaft. Garantien wurden in Höhe von umgerechnet 35,1 Mio. EUR ausgelegt. Des Weiteren hat die NSH USA in 2021 einen Investitionskredit über 2,1 Mio. USD zur Finanzierung des Erwerbs angrenzender Flächen zur künftigen Standorterweiterung aufgenommen. Es besteht eine Mithaftung der deutschen Muttergesellschaft. Das chinesische Joint Venture NSH-CTI Machine Tool (Jiangxi) Co. Ltd. hat seinen Finanzierungsbedarf außerhalb der Konsortialfinanzierung durch eigene Aval- und Kreditlinien über chinesische Banken gedeckt. Es besteht keine Mithaftung der deutschen Muttergesellschaft oder einer anderen Gruppengesellschaft. Avale wurden in Höhe von umgerechnet 6,7 Mio. EUR ausgelegt, von der bestehenden Betriebsmittellinie in Höhe von umgerechnet 13,0 Mio. EUR bestand zum Stichtag keine Inanspruchnahme. Dem zu 100% zur NSH Gruppe gehörende Unternehmen NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT (Beijing) Co., Ltd., Peking/China wurde zur Teilnahme an chinesischen Ausschreibungen ("domestic bids") eine eigene Avallinie in Höhe von 15 Mio. RMB eingerichtet. Es besteht eine Mithaftung der deutschen Muttergesellschaft bis zur Höhe von 2,3 Mio. EUR. 3. Gesamtbeurteilung Das Management der NSH Group bzw. die Geschäftsführung der NILES-SIMMOMS-HEGENSCHEIDT GmbH beurteilen das Geschäftsjahr 2022 vor dem Hintergrund der noch spürbaren Folgen der Corona Pandemie (insbesondere in Bezug auf die Lieferketten) und der Folgen aus den gegen Russland verhängten Sanktionen im Hinblick auf die Ertrags- und Vermögenslage als insgesamt zufriedenstellend. Die Finanzlage wird auf der Grundlage der bestehenden Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung als stabil beurteilt. C. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung, Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2022 blieb für die NSH Group insgesamt in Bezug auf den Umsatz und das Ergebnis vor Steuern hinter den Erwartungen zurück. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr zwar geringfügig um 7,2 Mio. EUR auf 222,2 Mio. EUR an, blieb aber um 13 % hinter dem ursprünglichen Geschäftsplan zurück. Die Ertragslage liegt mit einem Ergebnis vor Steuern von 6,9 Mio. EUR bzw. 3 % der Gesamtleistung (Vj.: 15,8 Mio. EUR bzw. 7,2 % der Gesamtleistung) unter den Erwartungen, die von einem EBT in Höhe von 12,2 Mio. EUR bzw. 4,8 % der Gesamtleistung ausgegangen waren. Die NSH Group ging ursprünglich für das Jahr 2022 in Erwartung des Auslaufens der negativen Folgen der Corona Pandemie von einer sich langsam erholenden Geschäftsentwicklung aus. Gleichwohl erwartete die NSH Group für das Geschäftsjahr 2022 ein gegenüber dem Vorjahr 2021 rückläufiges EBT, bedingt durch den Wegfall der Inanspruchnahme von Kurzarbeit und der staatlichen Corona Überbrückungshilfen. Durch den Ukraine Krieg und die als unmittelbaren Reflex von der EU und anderen Staaten gegen Russland verhängten Sanktionen kam es im Geschäftsjahr 2022 zu nicht erwartbaren Einbußen beim Umsatz. Nachdem infolge der Sanktionen gegen Russland absehbar war, dass das russische Geschäft auf längere Zeit wegfallen würde, hat die NSH Group frühzeitig ihre Aktivitäten auf dem amerikanischen und europäischen Markt verstärkt. So hat die NSH Group mit der Fusion der NSH USA Corporation und der Hegenscheidt Corporation ihren Fokus auf ihre US-Aktivitäten an den beiden Standorten unter dem einheitlichen Brand NSH USA zusammengeführt und so ihren Marktauftritt gestärkt. Insgesamt konnte der angestrebte Zweck erreicht werden, das weggefallende russische Geschäft zeitnah zu kompensieren. So konnten u.a. Projekte im Bereich der Green Energy Industrie sowie in der wieder anziehenden Luft- und Raumfahrtindustrie gewonnen werden, die sich bereits positiv auf das Geschäftsjahr 2023 auswirken. Für das Geschäftsjahr 2023 rechnet die NSH Group ausgehend vom verbesserten Auftragsbestand zu Geschäftsjahresbeginn insgesamt mit steigenden Umsätzen um ca. 18% gegenüber dem Vorjahr. Die NSH Group plant damit wieder ein Umsatzniveau auf Konzern Ebene vergleichbar mit dem Jahr 2020, dem ersten Corona Jahr. Die ansteigenden Umsätze führen zu einer höheren Auslastung. Als Folge dessen erwartet die NSH Group ein auf ein Niveau von 7% der Gesamtleistung bzw. 17,9 Mio. EUR ansteigendes Konzern-EBT. Der Ukraine-Krieg und die daraufhin verhängten Sanktionen belasten das Geschäftsjahr 2022. So mussten die Projekte, welche nicht mehr zu Ende geführt werden konnten, durch eine Vertragsauflösung mit dem Kunden vor Fertigstellung abgebrochen werden. Offen ist einzig ein Vertrag mit einem russischen Kunden aus dem Jahr 2020, der aufgrund des im März 2023 erlassenen 10. Sanktionspaketes und der zuvor nicht erteilten Ausnahmegenehmigung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nicht mehr zu Ende geführt werden kann. Es geht hier noch um ein Restprojektvolumen von 10 Mio. EUR. Die betreffenden Maschinen sind bei der NSH bis auf Weiteres eingelagert. Die NSH geht insoweit aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach den betreffenden Maschinen außerhalb von Russland von keiner wesentlichen Beeinträchtigung des Geschäftsjahres 2023 aus. Weitere Aufträge mit russischen Kunden bestehen nicht mehr. Risiken von hoher Bedeutung für die Geschäftsentwicklung 2023 sieht die NSH Group in weiter steigenden Materialpreisen, denen sie - dem Gesamttrend der Branche folgend - mit Preiserhöhungen begegnet. Konjunkturelle Eintrübungen bis hin zu Rezessionsgefahren, die sich in der Geldpolitik der Zentralbanken zur Inflationsbekämpfung ergeben, sind weitere, auch mittelfristige Risikofaktoren, da die NSH Group nicht von einem schnellen Rückgang der Inflation und damit von einem anhaltend höheren Zinsniveau ausgeht. Zur Verminderung der Risiken setzt die NSH Group auf eine weiter stringente Kostenoptimierung sowie auf die Erschließung neuer innovativer Technologiefelder, wie beispielsweise auf Technologien zur Herstellung von grünem Wasserstoff, von Brennstoffzellen oder die Anwendung der Unrunddrehtechnologie in der E-Mobility. Die NSH Group sieht in der industriellen Anwendung der Unrunddrehtechnologie große wirtschaftliche Vorteile für die Automobilindustrie bei der Bearbeitung von Teilen für den Elektromotor und von Bremssystemen sowie generell bei der Herstellung von Werkzeughaltern und Werkzeugen. Die dazu erworbenen Patente/ Patentanmeldungen liefern die Basis für eine künftige Vermarktung von mit der Unrunddrehtechnologie ausgerüsteten Maschinen der NSH Group. Mit der Verschmelzung der NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH, der RASOMA Werkzeugmaschinen GmbH und der WEMA Werkzeugmaschinen Glauchau GmbH zur NSH TECHNOLOGY GmbH hat die NSH Group ihre regional dicht beieinander liegenden Standorte in einer Gesellschaft zusammengefasst und so die Voraussetzungen für eine straffere und effektivere Nutzung ihrer Produktions- und Entwicklungsressourcen geschaffen. Die Liquiditätslage der NSH Group ist stabil. Risiken einer ggf. auch nur temporär mögliche Nichteinhaltung von einzelnen Finanzkennzahlen aus der Konsortialfinanzierung (Covenants) werden als gering eingeschätzt. Ein wesentlicher Tätigkeitsschwerpunkt der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe ist unverändert auf Infrastrukturprojekte im Railway- und Metrosektor gerichtet. Bedingt durch die technologische Führerschaft der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe speziell bei der Räder- und Radsatzherstellung- bzw. -bearbeitung ist die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe ein weltweit führender Anbieter. Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe hat im Eisenbahnsektor Produkte für den kompletten Life Cycle eines Rades/Radsatzes von dessen Herstellung über die Vermessung im laufenden Betrieb bis hin zur Reprofilierung. Marktpotentiale liegen für die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe insbesondere auch nach Wegfall des russischen Marktes in Nordamerika, in Asien, im Mittleren Osten und Osteuropa. Der chinesische Markt bleibt - nach Einschätzung der NSH Group - trotz der Substitutionsbemühungen der chinesischen Regierung - der weltweit bedeutendste Markt für Werkzeugmaschinenhersteller. Gleichwohl sieht die NSH Group auch hier moderate Risiken, die sich aufgrund der geopolitischen Lage in einem veränderten politischen Umgang mit den Wirtschaftsbeziehungen zu China ausdrücken können. Die NSH Group beobachtet die Entwicklungen stetig, um erforderlichenfalls die eigene China Strategie anzupassen. Ungeachtet des unverändert stabilen lokalen Geschäftes in China wurde geplante Ausbau des Standortes der Tochtergesellschaft NSH-CTI zunächst aufgeschoben. Aufgrund ihrer Tätigkeit auf internationalen Märkten ist die NSH Group darüber hinaus Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Dem mittleren Risiko wird, soweit sinnvoll, durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften begegnet. Durch eine kontinuierliche Bewertung der bekannten Risikofaktoren und durch die darauf aufbauende Umsetzung von geeigneten Maßnahmen wird deren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der NSH Group nach Möglichkeit vermieden oder begrenzt. So sieht die NSH Group in ihrer Ausrichtung auf die verschiedenen Industriezweige eine besondere Stärke, negative Auswirkungen von konjunkturellen oder strukturbedingten Schwankungen einzelner Branchen begrenzen zu können. Ungeachtet der aktuellen weltwirtschaftlichen Lage wird die Werkzeugmaschinenbranche als die Königsdisziplin des Maschinenbaus auch weiterhin eine Zukunft als Exportindustrie haben, bedingt durch den hohen Einsatz von Engineering Know-how und die fortwährende technologische Weiterentwicklung.
Chemnitz, 31. Mai 2023 NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH Die Geschäftsführung Prof. Dr. -Ing. E.h. Hans J. Naumann John Oliver Naumann Jörg Hellmann Dr.-Ing. Gero Martel Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Das Mutterunternehmen ist unter der Firma NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH mit Sitz in Chemnitz im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter der Nummer HRB 19797 eingetragen. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst neben der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH, Chemnitz (NSH), die folgenden Tochtergesellschaften:
Mit Vertrag vom 24. August 2022 wurden die RASOMA Werkzeugmaschinen GmbH Döbeln (RASOMA) und die Werkzeugmaschinenfabrik Glauchau GmbH (WEMA) zum 01.Januar 2022 auf die NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH im Wege der Aufnahme verschmolzen. Diese wurde dann zur NSH TECHNOLOGY GmbH (NSH TECH) umfirmiert. Die Eintragung der Verschmelzungen ins Handelsregister erfolgte am 01. September 2022, die Eintragung der Umfirmierung am 07. September 2022. Die Übernahme der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgte zu Buchwerten auf Basis der Jahresabschlüsse der RASOMA und WEMA zum 31. Dezember 2021. Gesellschaften mit geringem Geschäftsumfang werden gemäß § 296 Absatz 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Dies betrifft die Hegenscheidt-MFD India Private Ltd., Neu Delhi/Indien (Kapitalanteil HME 90,0 %), die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT (Beijing) Co. Ltd., Peking/China (Kapitalanteil NSH 100 %), OOO NSH-RUSSIA, Moskau/Russland (Kapitalanteil NSH 100 %), sowie die WERNEX Engineering PTY LTD Randburg/Südafrika (Kapitalanteil NSH 100 %). Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Wesentlichen nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet; Vermögensgegenstände sind höchstens zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Für die Aufstellung waren die nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Sofern sie der Abnutzung unterliegen, werden sie entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert und Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf aktuellen Betriebsabrechnungen beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Erhaltene Anzahlungen werden bis maximal zum Wert der unfertigen bzw. fertigen Erzeugnisse abgesetzt. Der übersteigende Betrag wird auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte in vollem Umfang an Kreditinstitute sicherungsübereignet, im Übrigen jedoch frei von Rechten Dritter. Die Bewertung der erhaltenen und geleisteten Anzahlungen erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag bzw. zu den Anschaffungskosten. Die erhaltenen Anzahlungen werden gemäß § 268 (5) Satz 2 HGB offen von dem Posten Vorräte abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigung Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Liquide Mittel werden zum Nennwert bewertet. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag ausgewiesen. Im Sonderposten für Zweckzuwendungen sind im Wesentlichen Zuwendungen aus Investitionszuschüssen enthalten. Der Sonderposten wird entsprechend der vorgenommenen Abschreibungen auf das geförderte Anlagevermögen ertragswirksam aufgelöst. Die Bildung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte bei dem Tochterunternehmen HME nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des modifizierten Teilwertverfahrens nach H. Engbroks. Der Berechnung liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und ein Rechnungszinsfuß (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahren) 1,78 % (Vj.: 1,87 %) zum 31. Dezember 2022 zugrunde. Des Weiteren wurden Renten- (2,00 %; Vj.: 2,00 %) und Fluktuationstrends (1,80 %; Vj.: 1,80 %) in der Berechnung berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag (§ 253 Abs. 6 HGB) aus der Bewertung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,44 %) im Vergleich zur Bewertung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,78 %) beträgt TEUR 370 (Vj.: TEUR 575). Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 i. V. m. § 298 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Durch die Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB verbleibt eine in der Bilanz nicht ausgewiesene Verpflichtung in Höhe von TEUR 142, die bis spätestens 31. Dezember 2024 anzusammeln ist. Die auf einem versicherungsmathematischen Berechnungsprogramm basierende Bewertung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen erfolgt mit dem Teilwert der künftigen Jubiläumszuwendungen unter Berücksichtigung einer Finanzierung ab Beginn der Jubiläumsarbeitszeit. Dabei wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,54 % bzw. 1,30 % angesetzt. Bei dem Tochterunternehmen NSH TECH (Standort Döbeln) werden die Rückstellungen für Pensionen nach der Unit Credit Method (PUC-Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Berechnung erfolgt mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (1,78 %). Des Weiteren wurde ein Rententrend (2,00 %) in der Berechnung berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag (§ 253 Abs. 6 HGB) aus der Bewertung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,44 %; Vj.: 1,36 %) im Vergleich zur Bewertung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,78 %; Vj.: 1,90 %) beträgt TEUR 4 (Vj.: TEUR 8). Bei dem Tochterunternehmen NSH USA werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) ebenfalls unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde ein Rechnungszinsfuß (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahren) 1,78 % verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden für Betriebsrentner im ersten Jahr in Höhe von 3,0 % und in allen folgenden Jahren in Höhe von 5,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde - alters- und dienstzeitabhängig - mit einer durchschnittlichen Wahrscheinlichkeit von 2,77 % bzw. 3,44 % berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag (§ 253 Abs. 6 HGB) aus der Bewertung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,44 %; Vj.: 1,35 %) im Vergleich zur Bewertung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,78 %; Vj.: 1,87 %) beträgt TEUR 114 (Vj.: TEUR 162). Die Berechnung bestehender Pensionsverpflichtungen erfolgte bei der NSH mittels versicherungsmathematischem Gutachten entsprechend § 249 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 HGB unter Anwendung der PUC-Methode und der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Berechnung liegt der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, von 1,78 % (Vj.: 1,87 %) zugrunde. Gehalts- oder Rentensteigerungen waren aufgrund der bestehenden Zusagen nicht zu berücksichtigen. Zur Absicherung der Zusagen wurde eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen. Da die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB vorliegen, erfolgt eine saldierte Darstellung der Rückstellung mit den entsprechenden Aktivwerten der Rückdeckungsversicherung, wobei sich der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen und der Zeitwert des Rückdeckungsanspruchs in gleicher Höhe (TEUR 50) gegenüberstehen. In Höhe eines nach § 253 Abs. 6 HGB zu ermittelnden Unterschiedsbetrages zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren besteht eine Ausschüttungssperre, soweit der Unterschiedsbetrag die frei verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Ergebnisvortrages übersteigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die NSH hat im Geschäftsjahr 2022 Fixkostenzuschüsse in Form der Überbrückungshilfe IV für sich und ihre deutschen Tochtergesellschaften NSH TECH und HME in Höhe von TEUR 929 (Vj.: TEUR 6.290) beantragt und vereinnahmt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Anforderungen des DRS 18, soweit sie über gesetzliche Anforderungen hinausgehen, werden nicht angewendet. Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB bilanziell nachvollzogen. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung durch die Anwendung der sog. "Einfrierungsmethode" erfasst. Sofern sich ein Projekt über die Dauer eines Geschäftsjahres hinaus hinzieht und einen wesentlichen Teil der Geschäftstätigkeit des Unternehmens ausmacht, wird ein Ergebnisbeitrag im Wege der Teilgewinnrealisierung umgesetzt. Dies betrifft vornehmlich Turn-Key Großprojekte. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen "davon-Vermerke" zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Die unrealisierten und realisierten Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 2.734 bzw. TEUR 1.729. Die Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Konzernunternehmen wurden mit Ausnahme des Eigenkapitals mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit den durchschnittlichen Devisenkursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Das gezeichnete Kapital sowie alle übrigen Posten des Eigenkapitals, mit Ausnahme des Gewinnvortrages, wurden mit historischen Kursen umgerechnet. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen und die Differenz aus der Umrechnung der Bilanzposten mit dem Stichtagskurs in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Der Gewinnvortrag ergibt sich aus den kumulierten, umbewerteten Jahresergebnissen der Vorjahre. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, erfolgte nach der Buchwertmethode (in zulässiger Abweichung von DRS 23). Die zu aktivierenden Beträge sind soweit möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet worden; der Restbetrag wurde als Firmenwert aktiviert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs nach dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich derjenige, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr betragen zum Stichtag TEUR 1.663 (Vj.: TEUR 1.428). Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus der konzerninternen Finanzierung in Höhe von TEUR 2.518 (Vj.: TEUR 2.087) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögensgegenstände abzüglich saldierter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.727 (Vj.: TEUR 1.491). Latente Steuern Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
Die sonstigen latenten Steueransprüche entfallen in Höhe von TEUR 330 (Vj.: TEUR 511) auf steuerliche Verlustvorträge. Der Berechnung der latenten Steuern auf Konsolidierungseffekte wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Für die latenten Steuern aus den lokalen Einzelabschlüssen wurden die entsprechenden lokalen Steuersätze übernommen. Bei den angesetzten latenten Steuern auf Verlustvorträge wird eine Steuerentlastung aufgrund entsprechendem künftig zu versteuernden Einkünften innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von TEUR 14.230 und die Kapitalrücklage von TEUR 10.853 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Darüber hinaus enthält das Eigenkapital den Konzernbilanzgewinn, Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung sowie Anteile anderer Gesellschafter. Der in der Bilanz ausgewiesen Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung des Vorjahres wurde entsprechend des Eigenkapitalspiegels anteilig den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen noch zu leistende Provisionszahlungen, Folgekosten für abgerechnete Aufträge, Vorsorgen für Gewährleistung sowie Verpflichtungen für den Personalbereich. Verbindlichkeiten Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 437) abzüglich saldierter Forderungen aus der konzerninternen Finanzierung in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 85). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in gesamtschuldnerischer Mithaftung der NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH (nunmehr firmierend als NSH TECHNOLOGY GmbH), der HEGENSCHEIDT-MFD GmbH und der NSH USA Corporation wie folgt besichert:
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber natürlichen Personen, die als mittelbare Gesellschafter der NSH beteiligt und in der Geschäftsführung tätig sind. Haftungsverhältnisse Aus dem Konsortialkreditvertrag besteht eine gesamtschuldnerische Haftung für Avale in Höhe von TEUR 44.030 (Vj. TEUR 40.593). Weiterhin haftet das Mutterunternehmen NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH in Höhe von TEUR 3.000 (Vj. TEUR 3.000) für eine lokale Cash- und Avallinie, in Höhe von TEUR 1.599 (Vj. TEUR 2.090) für einen Investitionskredit sowie in Höhe von TEUR 35.122 (Vj. TEUR 29.933) für sonstige Garantien der NSH USA Corporation sowie in Höhe von bis zu TEUR 2.300 (Vj. TEUR 2.300) für eine lokale Avallinie der Niles-Simmons-Hegenscheidt (Beijing) Co., Ltd.. Das Risiko einer Inanspruchnahme für die Verbindlichkeiten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NSH-Gruppe als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen in Höhe von TEUR 22.777 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo sowie Miet- und Leasingverträgen, die im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber fremden Dritten darstellen. Derivative Finanzinstrumente Angaben zu Finanzinstrumenten (nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert):
Die zinsbezogenen Geschäfte betreffen einen Zinsswap sowie einen Zinsfloor mit Laufzeiten bis zum 31. Dezember 2025. Der Bewertung zum Stichtag liegt ein Barwertmodell auf Basis der aktuellen Markteinschätzungen der Kontraktpartner zugrunde. Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich um Devisentermingeschäfte. Die beizulegenden Zeitwerte enthalten keine negativen Werte, insofern war keine Rückstellungsbildung notwendig. Für die Bewertung der Finanzinstrumente werden Barwertmodelle auf der Basis aktueller Markteinschätzungen der Kontraktpartner zum Bilanzstichtag zugrunde gelegt. Bewertungseinheiten Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:
zu (1): Beim Grundgeschäft "Variabel verzinsliches Darlehen" handelt es sich um Darlehen, die aufgrund der Anschlussfinanzierung vom 27. Januar 2020 und der gezogenen vorzeitigen Verlängerungsoption eine Laufzeit bis 27. Januar 2027 haben. Zum Bilanzstichtag valutieren die Darlehen in Höhe von TEUR 10.000 und eine unterjährige Inanspruchnahme im kommenden Geschäftsjahr ist wahrscheinlich (antizipativer Hedge). Die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Sicherungszeitraum aus, da sich der variable Anteil der Zinszahlungen der NSH aus dem Grundgeschäft und variable Zinszahlungen durch den Kontrahenten aus den Sicherungsgeschäften unverzüglich nach deren Entstehung gegenüberstehen. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Terms-Match-Methode" verwendet. zu (2): Die Höhe des abgesicherten Risikos aus zukünftigen Zahlungseingängen durch fakturierte und zukünftige Umsatzerlöse in Fremdwährung beträgt TEUR 3.083. Für diese wurden angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls antizipative Bewertungseinheiten gebildet. Die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund -und Sicherungsgeschäft gleichen sich im vollen Umfang im Sicherungszeitraum bis spätestens 13. Juni 2023 aus. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Terms-Match-Methode" verwendet. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Sämtliche wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss 2022 des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 3.974 eine Dividende von TEUR 2.000 auszuschütten. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse enthalten in Höhe von TEUR 14.108 (Vj.: TEUR 17.611) Erlöse aus Turn-Key Projekten, die dem Projektfortschritt entsprechend nach den Grundsätzen der Teilgewinnrealisierung ermittelt wurden. Aufgrund von Vertragsanpassungen für Projekte in Russland, welche aufgrund der Sanktionen nicht wie geplant zu Ende geführt werden konnten, beinhaltet die Gewinn- und Verlustrechnung periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 5.690 aus der Auflösung von Rückstellungen/ Wertberichtigungen und Rückführungen in die Bestände sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.415 aus der Rücknahme von Umsatzerlösen der Vorjahre sowie Bildung von Wertberichtigungen. Abschreibungen auf Finanzanlagen Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 500) betreffen die WERNEX Engineering PTY Ltd. Randburg/Südafrika. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält in Höhe von TEUR 3.081 Zinsen für Darlehensinanspruchnahmen, in Höhe von TEUR 230 aus der Aufzinsung von Rückstellungen, in Höhe von TEUR 370 Avalprovisionen sowie in Höhe von TEUR 665 im Wesentlichen Bereitstellungsgebühren. Sonstige Angaben Nachtragsbericht Die kurz nach Beginn des Ukraine-Krieges gegen Russland verhängten Sanktionen sahen ein Exportverbot u. a. zunächst von so genannten Dual Use Gütern vor, zu denen auch bestimmte von der NSH Group hergestellte Werkzeugmaschinen gehören. Mit den weiteren Sanktionspaketen wurde die Liste der sanktionierten Güter nach und nach erweitert und mit dem inzwischen 10. Sanktionspaket seit dem 27.03.2023 wurde generell der Export von "Lathes (including turning centres) for removing metal" nach Russland verboten. Die NSH Group hat auf die sie betreffenden, sukzessive ausgeweiteten Sanktionsbestimmungen reagiert und mit den betreffenden russischen Kunden entsprechende Vertragsauflösungen vereinbart. Für Altprojekte mit Dual Use Gütern, die vertraglich vor dem Beginn des Ukraine-Krieges am 24.02.2022 vereinbart wurden, galt zunächst eine Ausnahmeregelung, nach der solche Projekte noch abgeschlossen werden durften. Allerdings musste auch im Falle einer bereits vor dem 24.02.2022 erteilen Exportgenehmigung eine neuerliche Genehmigung beim BAFA eingeholt werden. Das betraf noch einen Antrag für ein in weiten Teilen schon vorangeschrittenes, ursprünglich vom BAFA in 2021 genehmigtes Projekt, das nun allerdings aufgrund des 10. Sanktionspaketes aus 2023 und der zuvor nicht erteilten Ausnahmegenehmigung nicht mehr zu Ende geführt werden kann. Das noch ausste-hende Projektvolumen beläuft sich auf 10 Mio. EUR. Die für das Projekt bereits fertiggestellten, nicht mehr nach Russland exportierbaren Maschinen stehen bis auf Weiteres im Lager der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH. Der Fortbestand der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Gruppe ist nach Einschätzung der Geschäftsführung durch diese Entwicklungen allerdings nicht gefährdet. Bezüglich detaillierterer Angaben wird auf den Risiko- und Chancenbericht sowie den Prognosebericht im Konzernlagebericht verwiesen. Angaben zu DRS 21 "Kapitalflussrechnung" Analog dem Vorjahr setzt sich der Finanzmittelfonds aus den flüssigen Mitteln sowie aus den jederzeit fälligen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen. Angaben zu DRS 22 "Konzerneigenkapital und Konzerngesamtergebnis" Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen zum 31. Dezember 2022 mindestens TEUR 2.000 zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Diesbezüglich bestehen keine gesetzlichen oder sich aus dem Gesellschaftsvertrag ergebenden Ausschüttungssperren. Geschäftsführung
Bezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführung der Muttergesellschaft für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen betrugen TEUR 2.048. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen HME und NSHT wird für das Geschäftsjahr 2022 die Befreiungsvorschrift gemäß § 264b HGB bzw. § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Prüfungs- und Beratungshonorare Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für
Konzernverhältnisse Die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH, Chemnitz, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht. Oberste Konzernspitze ist die Holdinggesellschaft NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT Holding GmbH & Co. KG, Chemnitz.
Chemnitz, 31. Mai 2023 NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH Die Geschäftsführung gez. Prof. Dr.-Ing. E.h. Hans J. Naumann gez. John Oliver Naumann gez. Jörg Hellmann gez. Dr.-Ing. Gero Martel Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH, Chemnitz Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH, Chemnitz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 31. Mai 2023 KPMG
AG
Lauer, Wirtschaftsprüfer Kolditz, Wirtschaftsprüfer |
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