Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 44263
Vorher
Bison Palfinger GmbH
Eingetragen
10.12.2004
Branche
Herstellung von Hebezeugen und FördermittelnHerstellung von militärischen KampffahrzeugenHerstellung von Nutzkraftwagen und Nutzkraftwagenmotoren
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von hydraulischen Hubarbeitsbühnen sowie der An- und Verkauf von Kraftfahrzeugen und LKW.

Historie

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Management

NameRolle
Wolfgang Magnes
seit 26.1.2026
Geschäftsführer
Dirk Nitsche
seit 11.3.2024
Prokura
Reinhard Hatteier
seit 19.7.2023
Prokura
Jana Müller
seit 19.7.2023
Geschäftsführer
Werner Lothar Hense
seit 19.7.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Palfinger EMEA GmbHAUT
85.04%
Palfinger Europe GmbHAUT
14.96%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Palfinger Platforms GmbH

Krefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht für 2017

Allgemeines und gesellschaftsrechtliche Struktur

Die Palfinger Platforms GmbH, Krefeld/Deutschland, wird als Business Unit "Platforms" der Palfinger-Gruppe geführt. Konzern-Mutter-Gesellschaft ist die börsennotierte (ATX) Palfinger AG mit Sitz in Salzburg/Österreich.

Die Palfinger Tail Lifts GmbH (vormals: MBB Palfinger GmbH), Ganderkesee/Deutschland, hält 90 % an der Gesellschaft, 10 % werden durch die österreichische Gesellschaft Palfinger Europe GmbH, Salzburg/Österreich, gehalten. Die Palfinger Platforms GmbH, Krefeld/Deutschland, hält wiederum 90 % der Anteile an der Palfinger GmbH, Ainring/Deutschland. Die verbleibenden 10 % hält die Palfinger Europe GmbH, Salzburg/Österreich.

Der Tätigkeitsbereich der Platforms umfasst die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von LKW-montierten Hubarbeitsbühnen. Der Verkauf der Produkte an den Endkunden erfolgt dabei im Wesentlichen über das internationale Netz von derzeit 37 Exklusiv-Händlern. Darüber hinaus erfolgen in einem gesonderten Geschäftsbereich die Versorgung der Händler und Endkunden mit erforderlichen Ersatzteilen sowie die entsprechenden Servicedienstleistungen zum Betrieb von Hubarbeitsbühnen.

Die nachfolgenden Angaben für das Geschäftsjahr 2017 beziehen sich auf das Gesamtunternehmen Palfinger Platforms GmbH.

A. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

In 2017 nahm die Weltwirtschaft stetig an Fahrt auf und verzeichnete vor allem in der zweiten Jahreshälfte eine Belebung der gesamtwirtschaftlichen Leistung. Neben einem deutlichen Aufschwung im Euroraum hält die konjunkturelle Dynamik des amerikanischen Marktes an. Selbst große Schwellenländer wie Russland haben die Zeiten der Rezession überwunden.

Der deutsche Markt erfuhr angesichts der aufschwingenden Weltkonjunktur eine moderate Exportbelebung im abgeschlossenen Geschäftsjahr.

Nach Schätzungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beträgt das Gesamtwirtschaftliche Wachstum im Jahr 2017 3,6 % und fällt damit höher aus, als im Vorjahr 1

Der konjunkturelle Aufschwung ist vor allem in der zweiten Jahreshälfte bei der Palfinger Platforms GmbH spürbar, obgleich sich diese Entwicklung vorerst in den Auftragseingängen wiederspiegelt.

Die Branche verzeichnete insgesamt ein verhaltenes Jahr. Aufgrund von Unsicherheiten durch den Brexit-Prozess sowie politischen Unruhen, wie unter anderem in der Türkei konnte kein wesentliches Wachstum im abgeschlossenen Geschäftsjahr verzeichnet werden.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Entgegen der Prognose im Vorjahr, ist der Umsatz im Berichtsjahr mit minus 20 % drastisch zurückgegangen und betrug TEUR 56.272 (Vj. TEUR 70.538). Hintergrund waren vor allem im Großbühnensegment die politischen Unsicherheiten in Verbindung mit dem Brexit und der zukünftigen Ausrichtung der Türkei. Im Bereich der Light-Klasse führten Kapazitätsengpässe zu Lieferverzögerungen.

Auch die Gesamtleistung entwickelte sich ähnlich und liegt mit TEUR 57.826 deutlich unter dem Vorjahresniveau (Vj. TEUR 70.537). Der Umsatzrückgang ist vor allem auf fehlende Aufträge aus dem Exportbereich zurückzuführen. Hinsichtlich der angespannten Auftragslage im ersten Halbjahr 2017 entwickelten sich auch Material- und Personalaufwand negativ im Vergleich zum Vorjahr (-6 %).

Die Gesellschaft verzeichnet im Geschäftsjahr 2017 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 9.154 (Vj. TEUR 10.913), der sich im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung der Tochtergesellschaft Palfinger GmbH, Ainring/Deutschland, ergibt. Das Ergebnis vor Steuern beträgt TEUR 11.908 2 (Vj. TEUR 12.374) und liegt damit unter den Erwartungen des Vorjahres.

1 Quelle: Monatsbericht des BMWI "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik", Januar 2018
2 Ermittlung: Ergebnis nach Steuern + Steuern vom Einkommen und Ertrag

2. Vermögens- und Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 5.681 (Vj. TEUR 11.511). Der Abbau ist vor allem auf den Anstieg der Forderungen im Verbundbereich (TEUR 5.169) zurückzuführen, welcher sich im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung der Palfinger GmbH ergibt. Der positive Kapitalfluss im Geschäftsjahr wurde zur Tilgung der im Wesentlichen gegenüber der Palfinger AG bestehenden Finanzverbindlichkeiten (TEUR 5.093) herangezogen.

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von TEUR 592 (Vj. TEUR 633) getätigt.

Insgesamt hat sich der Finanzmittelbestand an liquiden Mitteln im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Das Anlagevermögen zum Jahresende beträgt TEUR 16.311 (Vj. TEUR 16.690) und ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken, was vor allem auf die Überalterung des materiellen Vermögens zurückzuführen ist. Für das kommende Geschäftsjahr ist ein Abbau des Investitionsstaus geplant.

Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.668 auf insgesamt TEUR 19.709 gestiegen (Vj. TEUR 16.041). Diese Entwicklung ist vor allem auf den erhöhten Auftragsstand im Bereich Light NX zum Jahresende zurückzuführen. Mit einem Abbau wird innerhalb des ersten Quartals in 2018 gerechnet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 23.725 (Vj. TEUR 22.350) gestiegen. Wesentlicher Bestandteil der Forderungen ist die Ergebnisabführung der Tochtergesellschaft Palfinger GmbH, Ainring/Deutschland. In 2015 wurde die Palfinger Platforms GmbH in das Factoring-Programm der Gruppe aufgenommen. Die im Zusammenhang mit dem bestehenden Factoring-Vertrag verkauften Forderungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 3.038 (Vj. TEUR 3.248). Im Geschäftsjahr 2017 gab es keine wesentlichen Forderungsausfälle.

Die kurzfristigen Rückstellungen i. H. v. TEUR 5.705 (Vj. TEUR 4.709) sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 997 gestiegen. Diese Entwicklung resultiert zum einen aus der Erhöhung der Steuerrückstellungen (+TEUR 2.018) aufgrund der Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr und zum anderen aus der Reduktion der sonstigen Rückstellungen (TEUR -1.021). Die langfristigen Rückstellungen i. H. v. TEUR 1.231 (Vj. TEUR 1.145) betreffen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und sind gegenüber dem Vorjahr geringfügig gestiegen.

Die Palfinger Platforms GmbH ist in das Cash-Management der Palfinger Gruppe mit monatlichem Clearing der konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten einbezogen. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen vor allem Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlung an Minderheitengesellschafter i. H. v. TEUR 820 (Vj. TEUR 820).

Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

TEUR 2017 2016
Anlagevermögen 16.311 16.690
Umlaufvermögen 43.437 38.393
Rechnungsabgrenzungsposten 54 62
AKTIVA 59.802 55.145
Eigenkapital 47.406 38.252
Eigenkapitalquote 79,3 % 69,4 %
Rückstellungen 6.937 5.854
Verbindlichkeiten 5.459 11.039
PASSIVA 59.802 55.145

Zur Finanzierung der Gesellschaft hat die Palfinger Platforms GmbH einen Kreditrahmen in Höhe von EUR 15 Mio. bei der Palfinger AG, Salzburg/Österreich. Der Rahmen ist bis zum 31. Dezember 2018 durch die Palfinger AG bestätigt und wird im Rahmen des Konzernclearings in weiterer Folge situationsbezogen angepasst.

Ein Refinanzierungsrisiko der Gesellschaft besteht auf absehbare Zeit nicht. Auf Grund der erst heranwachsenden Umsätze außerhalb der Euro-Zone und kurzen Laufzeiten von Verbindlichkeiten und Forderungen im Bereich der Auslandsgeschäfte außerhalb der Euro-Zone bestehen derzeit keine nennenswerten Währungsrisiken.

Die Prognosen des Vorjahres konnten trotz positiven Auftragseingang nicht erfüllt werden. Neben einer rückläufigen Auftragslage im Großbühnensegment hatte die Gesellschaft mit Kapazitätsengpässen im Segment der Kleinbühnen zu kämpfen. Trotz des wenig zufriedenstellenden Geschäftsjahresausgangs blickt die Gesellschaft zuversichtlich auf das kommende Jahr, welches dank vorangeschrittener Auftragsplanung und verbesserter Prozessabläufe deutlich positiver ausfallen wird, als das abgeschlossene Jahr 2017.

3. Personal

Personalstand * im Ø 2017 2016
produktiv 195 198
indirekt produktiv 172 180

* inklusive Auszubildender und Geschäftsführer/exklusive Leihkräfte

Die Entwicklung des Know-hows der Mitarbeiter durch Aus- und Weiterbildung hat bei der PALFINGER Gruppe höchste Priorität. Die Fortbildungskosten für Personal stellen sich in der Palfinger Platforms GmbH wie folgt dar:

Ausgaben für Fortbildung 2017 2016
In TEUR 108 103
In Stunden 3.358 3.353

Die PALFINGER Gruppe bietet ihren Mitarbeitern ein ganzheitliches Gesundheitsprogramm an. Die wesentlichen Inhalte sind Gesundheitsuntersuchungen, Sport und Wohlbefinden.

4. Forschung und Entwicklung

PALFINGER ist führend bei der Kombination von Bedienungsfreundlichkeit und höchster Sicherheit seiner Produkte. Alle PALFINGER Produkte am internationalen Markt werden entsprechend den jeweils geltenden länderspezifischen Normen angeboten.

Sämtliche Informationen für den Anwender werden in den technischen Unterlagen dokumentiert. Neben technischen Features ist das richtige Nutzerverhalten von zentraler Bedeutung für die Sicherheit. PALFINGER bietet eine Vielzahl an Informationen und Trainings an, auch hier gab es 2017 erhebliche Neuerungen. Auch bei den Hubarbeitsbühnen wurden virtuelle Bedienereinweisungen entwickelt, sogenannte "Smart Instructions".

Im Jahr 2017 entwickelte PALFINGER eine Reihe von Innovationen zur Unfallvermeidung weiter. Bei elektrohydraulisch gesteuerten, LKW-montierten Hubarbeitsbühnen erfolgten 2017 ebenfalls einige Neuerungen, die die Sicherheit der Nutzer erhöhen: automatisches Fahren "hands free", eine Kollisionssicherung des Arbeitskorbs über Ultraschallsystem, elektrische Zweitsteuerung bzw. Notbedienung über Display, Stützenbedienung vom Boden und ein neues modulares Bedienpult zählen dazu.

Kunden berücksichtigen zunehmend die Total Cost of Ownership bei ihren Kaufentscheidungen. Eine Reduktion der Kosten in der Nutzungsphase macht ein Produkt zunehmend attraktiver, weshalb im Berichtsjahr die Erneuerung des Best-Preis-Beweises gestartet wurde. Im Jahr 2017 fokussierten Innovationen für Öko-Effizienz vor allem auf Leichtbauweise, bedarfsorientierte Regelung der Motorleistung und die Vermeidung von Emissionen.

Eine Gewichtseinsparung bei PALFINGER Produkten reduziert den Materialeinsatz, vermindert den Treibstoffbedarf während der Fahrt bzw. ermöglicht es, mehr Nutzlast mit den Fahrzeugen zu transportieren. PALFINGER setzt laufend Maßnahmen zur Gewichtsoptimierung in allen Produktgruppen und arbeitet weiterhin an der Vorbereitung gewichtsoptimierter Modelle.

Vor dem Hintergrund der Einführung der Euro-6-Norm und der damit verbundenen Steigerung des Lkw-Eigengewichts wurden alle Hubarbeitsbühnen einer Gewichtsprüfung unterzogen. Durch moderne Leichtbau-Methoden, wie bspw. den Einsatz hochfester Stähle und optimierter Alu-Strangpressprofile, konnten bei den Light- und Smart-Bühnen das Aufbaugewicht reduziert und parallel sogar die Leistungsdaten gesteigert werden (bspw. Smart-Klasse Korblast von 230 kg auf 250 kg und Light-Klasse Arbeitshöhe von 26 m auf 28 m).

Ein wirksamer Ansatz bei der Reduktion des Dieselbedarfs und der damit verbundenen Kosten und Emissionen in der Nutzungsphase ist die bedarfsorientierte Regelung der Motorleistung. Dazu wurde bei Hubarbeitsbühnen der Light-Klasse, eine Motor-Drehzahlreduktion bei hydraulischen Einzelbewegungen eingeführt.

Im Bereich Energieeffizienz gab es bei dem neu vorgestellten Hubarbeitsbühnen-Modell P370KS Verbesserungen durch den Einsatz eines Doppelpumpen-Load-Sensing-Systems, das die Motorleistung verbrauchsoptimiert abruft.

Auch im Bereich der Digitalisierung erzielte PALFINGER 2017 erhebliche Fortschritte. Für Hubarbeitsbühnen (Hardware & Software) wurden in enger Zusammenarbeit der verschiedenen Konzernabteilungen die Aktivitäten zu Telematik-Anwendungen ausgeweitet. PALFINGER arbeitete aktiv im VDA (Verband der Automobilindustrie)- Arbeitskreis Truck-Telematik an der Definition zukünftiger Standards mit.

C. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Der Internationale Währungsfonds rechnet für 2018 mit einem Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von 3,7 %. Die Wachstumsprognose für den Euroraum und vor allem für Deutschland wurden leicht angehoben und auf 1,8 % geschätzt. 3 Die Belebung der Konjunktur spiegelt sich bei der Palfinger Platforms GmbH im Auftragseingang wieder. So lag dieser im Geschäftsjahr mit 17 % deutlich über dem Vorjahr.

Dank der Vielzahl kostenoptimierender Projekte sowohl im Bereich der Fertigung als auch im administrativen Bereich konnte in 2017 die Basis für eine langfristige Ergebnisverbesserung geschaffen werden. Ziel der Gesellschaft ist es, durch weitere Optimierungen langfristig nachhaltig zu wachsen. Dies soll unter anderem mit der in 2017 auf den Markt gekommenen Light NX Reihe erreicht werden, die aufgrund der gefragten Technologie und der kostenoptimierten Montage wesentlich zum Unternehmenserfolg weit über das kommende Geschäftsjahr hinaus beitragen soll. Zudem versprechen wir uns durch die in 2018 anstehende Markteinführung der Premium NX-Klasse eine Ergebnisverbesserung für die kommenden Jahre.

Für das folgende Geschäftsjahr erwartet die Gesellschaft einen deutlichen Umsatzanstieg i. H. v. 20 %, welcher vor allem auf die ansteigende Nachfrage unserer Hubarbeitsbühnen im Exportbereich zurückzuführen ist.

Zusätzlich zu den eigenen EBIT-Potentialen trägt seit 2012 die Beteiligung an der Pal-finger GmbH, Ainring/Deutschland, zu der Stärkung der Finanzkraft der Gesellschaft bei. Demnach gehen die erwirtschafteten Gewinne der Palfinger GmbH aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages seit 2013 abzüglich der Zahlungen an Minderheitsgesellschafter vollständig auf die Palfinger Platforms GmbH über.

Durch die initiierten Maßnahmen zur Stärkung der Ertragskraft erwartet die Gesellschaft eine deutliche Verbesserung des Jahresergebnisses i. H. v. 5 % in 2018. Aufgrund der Vielzahl neuer und innovativer Technologien und der kritischen Auseinandersetzung mit den eigenen Prozessen und Kostenpotentialen sieht die Gesellschaft der zukünftigen Entwicklung positiv entgegen.

3 Quelle: Monatsbericht des BMWI "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik", Januar 2018

2. Chancen und Risiken

Aufgrund des angespannten wirtschaftlichen Umfelds ist eine flexible Kapitalstruktur für die PALFINGER Gruppe essenziell. Eine Verschlechterung der Lage könnte Kapitalbeschaffungsaktivitäten am Finanzmarkt erschweren. Daher ist die Möglichkeit, Wachstumsprojekte aus Eigenmitteln zu finanzieren, ein Wettbewerbsvorteil.

In Zusammenhang mit der Wirtschaftsentwicklung in Europa, Südamerika und Asien muss mit Forderungsausfällen gerechnet werden. Das Forderungsmanagement der PALFINGER Gruppe hat die Zielsetzung, mögliche Kreditrisiken bereits im Vorfeld zu reduzieren. Vereinbarte Zahlungskonditionen basieren auf wirtschaftlichen Informationen über die Abnehmer. Mögliche Zahlungsausfälle werden auch durch Kreditversicherungen begrenzt.

Durch die internationale Geschäftstätigkeit bestehen komplexe Liquiditäts-, Zins- und Fremdwährungsrisiken.

Die Steuerung erfolgt gebündelt im Bereich Treasury, wo alle diesbezüglichen Informationen aus dem gesamten Konzern zusammenlaufen.

Liquiditätsrisiko

Ein systemunterstütztes, unternehmensweites Cash-Reporting garantiert die notwendige Transparenz, um einen effizienten Einsatz der Finanzmittel steuern zu können. Die Mittel- bis Langfristplanung ermöglicht die frühzeitige Abstimmung des Bedarfs mit den Finanzierungspartnern.

Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt über die Treasury-Abteilung. Durch Cash-Pooling und ein zentrales Clearing wird der konzerninterne Finanzausgleich durchgeführt. Der operative Cashflow dient zur Abdeckung des konzerninternen Finanzierungsbedarfs. Überschüssige Liquidität wird zur Reduktion von Finanzverbindlichkeiten verwendet. Als Liquiditätsreserve werden bestätigte langfristige Kreditlinien vorgehalten. Der langfristige Finanzierungsbedarf wird über bilaterale Bankkredite, ein syndiziertes Darlehen mit einer Reihe von internationalen, aber auch jeweils lokalen Kernbanken und über die Emission von Schuldscheindarlehen abgedeckt. Die Festlegung von Kreditlimits und die Höhe der Refinanzierungskosten sind abhängig von deren Einschätzung der Zukunftsperspektive der PALFINGER Gruppe. Bankenkontakte werden daher partnerschaftlich gepflegt, damit die Finanzierungspartner jederzeit ein aktuelles Bild der wirtschaftlichen Lage haben.

Zinsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko wird über das Konzern-Treasury zentral für die gesamte PALFINGER Gruppe gesteuert. Durch den gestiegenen Finanzierungsbedarf erhöhte sich der Einfluss von Zinsänderungen auf das Finanzergebnis der PALFINGER Gruppe. Aus diesem Grund gewinnt die Absicherung von Zinsänderungsrisiken an Bedeutung. Das Änderungsrisiko variabler Zinsen wird durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente (Zinsswaps) begrenzt und in Finanzierungen mit fixen Zinsen getauscht.

Risiken in der Bilanzerstellung

Die notwendige Verwendung von Schätzungen und die Ermessensspielräume in den Bereichen der nicht-finanziellen Vermögenswerte, Vorrats- und Forderungsbewertungen, Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage. Die stetig steigenden Anforderungen der Kontrollorgane erhöhen den Komplexitätsgrad der Finanzberichterstattung.

In den Rechnungslegungsprozess ist ein dem Unternehmen angepasstes Internes Kontrollsystem integriert, Grundprinzipien wie Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip werden angewandt. Überprüfungen der Internen Revision und des Wirtschaftsprüfers stellen sicher, dass die Prozesse ständig verbessert werden.

Personal

Die PALFINGER Gruppe sieht seine Mitarbeiter als einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die Erreichung seiner Ziele. Eine spezielle Planung, laufende Mitarbeiterbeurteilungen und -programme sichern die Heranbildung des notwendigen Führungsnachwuchses. In Zusammenhang mit den anhaltend volatilen Märkten gewinnt die Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen weiter an Wichtigkeit, mit dem Fokus, gutes Personal zu halten.

Aufgrund lokaler und demografischer Gegebenheiten kann die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal für Wertschöpfungsstandorte eingeschränkt sein. Lehrlingsprogramme, die kontinuierliche Entwicklung von Führungskräften sowie flexible Arbeitszeitmodelle sollen die Attraktivität der PALFINGER Gruppe als Arbeitgeber weiter steigern.

Informationstechnologie

Die meisten Prozesse im Unternehmen sind IT-unterstützt. Vor allem operative und strategische Managemententscheidungen sind von Informationen abhängig, die von diesen Systemen generiert werden. Ein Ausfall dieser Systeme und Prozesse stellt ein Risiko dar. Intensive Schulungen können kurzfristig höhere Kosten verursachen. Interne und externe Fachkräfte sorgen dafür, dass die konzernweite IT-Infrastruktur gewartet und weiter optimiert wird. Das zunehmende internationale Engagement erhöht die Bedeutung von IT-Security. Die PALFINGER Gruppe hat technische Sicherheits- und Schutzmaßnahmen implementiert, um Risiken des Datenmissbrauchs und des Datenverlusts zu minimieren.

Darüber hinaus steigt das Risiko von betrügerischen Handlungen und Manipulationen durch IT-Angriffe von Dritten (Hackingversuche, Fraud- und Phishing-E-Mails). Daher wurden zusätzliche bewusstseinsbildende Maßnahmen (Schulungen, Newsletter etc.) forciert, und das interne Kontrollsystem und die unterstützende IT werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Risiken der PALFINGER Gruppe überschaubar sind und durch entsprechende Maßnahmen gemanagt werden können. Ein Fortbestand des Konzerns ist aus heutiger Sicht jedenfalls gesichert.

D. Bericht über IKS und RMS im Hinblick auf Rechnungslegungsprozesse

Das Interne Kontrollsystem ist integraler Bestanteil des unternehmensweiten Risikomanagements bei der PALFINGER Gruppe. Es stellt die Gesamtheit aller organisatorischen Grundsätze, Maßnahmen und Kontrollen im Unternehmen dar, um die Einhaltung von Richtlinien und die Abwehr von Fehlern und Schäden, die durch eigenes Personal oder Dritte verursacht werden können, zu gewährleisten.

Kontrollumfeld

Basis für das Interne Kontrollsystem sind die konzernweit gültigen Konzernrichtlinien. Diese enthalten einheitliche Standards zu den wesentlichen Prozessen im Unternehmen und sind von sämtlichen Einheiten im Konzern umzusetzen und einzuhalten. Jede Richtlinie ist einem Prozessverantwortlichen zugeordnet. Der Vorstand, die lokalen Geschäftsführungen, die Prozessverantwortlichen und das Risk Management sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass in jeder wesentlichen Einheit periodisch die Einhaltung der Konzernrichtlinien überprüft wird.

Risikobeurteilung

Im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung wurde gemeinsam mit dem Corporate Risk Management ein Risiko-Assessment durchgeführt. Risiken und Chancen wurden entlang der Prozesskette systematisch quantifiziert um daraus gezielt Maßnahmen abzuleiten. Um sicherzustellen, dass dies innerhalb der gesetzten Zeitpunkte erfolgt, hat das Corporate Risk Management die Aufgabe, ein periodisches Maßnahmencontrolling durchzuführen.

Kontrollmaßnahmen

Neben den inhaltlichen Rahmenbedingungen sind in den Konzernrichtlinien auch jene internen Kontrollen definiert, die aus Gruppensicht in den lokalen Prozessen umzusetzen sind. Die lokale Geschäftsführung hat die Verantwortung, bei Bedarf weitere Kontrollen zu definieren. Dadurch wird gewährleistet, dass neben Standardprozessen auch kurzfristig auftretende Risiken berücksichtigt werden.

 

Krefeld, den 19. Januar 2018

Dr. Sebastian Simon, Geschäftsführer

Christian Eiring, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

31.12.2017 31.12.2016
EUR TEUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.231,62 158
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.922.678,09 5.234
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.287.724,24 1.223
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.504.397,98 1.668
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 133.211,25 67
  7.848.011,56 8.192
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.339.930,81 8.340
  16.311.173,99 16.690
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.026.223,43 3.518
2. Unfertige Erzeugnisse 7.404.248,34 6.831
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.278.941,13 5.692
  19.709.412,90 16.041
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.868.656,80 7.491
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.446.562,67 14.277
3. Sonstige Vermögensgegenstände 409.635,17 582
  23.724.854,64 22.350
III. Kassenbestand 1.928,79 2
  43.436.196,33 38.393
C. Rechnungsabgrenzungsposten 54.403,63 62
  59.801.773,95 55.145

Passiva

   
  31.12.2017 31.12.2016
  EUR TEUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.100,00 25
II. Kapitalrücklage 20.991.906,87 20.992
III. Bilanzgewinn 26.388.746,75 17.235
  47.405.753,62 38.252
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.231.080,00 1.145
2. Steuerrückstellungen 3.459.408,00 1.442
3. Sonstige Rückstellungen 2.246.133,29 3.268
  6.936.621,29 5.855
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 500,00 1
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 440.931,40 560
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.916.677,71 1.868
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 827.413,07 5.922
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.273.876,86 2.687
davon aus Steuern EUR 151.334,33 (Vj. TEUR 351)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 25.999,25 (Vj. TEUR 20)    
  5.459.399,04 11.038
  59.801.773,95 55.145

Gewinn- und Verlustrechnung für 2017

2016
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 56.272.107,76   70.538
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.849.827,77   -1
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 9.736,56   0
4. Sonstige betriebliche Erträge 506.144,13   391
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 151,83 (Vj. TEUR 4)      
    58.637.816,22 70.928
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 35.117.567,16   41.029
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.882.939,34   4.019
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 12.942.957,71   13.100
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.704.897,20   2.704
davon für Altersversorgung EUR 1.856,44 (Vj. TEUR 12)      
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 936.622,21   958
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.039.649,95   8.976
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 220,36 (Vj. TEUR 1)      
    61.624.633,57 70.786
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 15.870.402,67   13.273
10. Ausgleichszahlung an Minderheitsgesellschafter 820.400,00   820
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.793,70   0
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 161.963,51   220
davon an verbundene Unternehmen EUR 41.693,97 (Vj. TEUR 181)      
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 107.992,00 (Vj. TEUR 27)      
    14.894.832,86 12.233
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   2.698.652,39 1.415
14. Ergebnis nach Steuern   9.209.363,12 10.960
15. Sonstige Steuern   55.855,68 47
16. Jahresüberschuss   9.153.507,44 10.913
17. Gewinnvortrag   17.235.239,31 6.322
18. Bilanzgewinn   26.388.746,75 17.235

Anhang für 2017

1. Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den relevanten Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gem. § 275 Abs. 1 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Palfinger Platforms GmbH mit Sitz in Krefeld im Handelsregister des Amtsgerichts Krefeld unter der Nummer HRB 12462 eingetragen.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Im Geschäftsjahr 2017 werden Bühnenkomponenten in Höhe von TEUR 692 (Vj. TEUR 735) nicht mehr unter den unfertigen Erzeugnissen, sondern unter den fertigen Erzeugnissen und Waren ausgewiesen.

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben.

Ab dem Geschäftsjahr 2011 werden GWG's bis EUR 410,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Bei Beständen mit eingeschränkter Verwendbarkeit wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der Betriebsabrechnung beruhen, mit den handelsrechtlichen Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten und sämtliche handelsrechtlich aktivierungsfähigen Gemeinkosten inkl. der Verwaltungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Bewertung einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. das allgemeine Bonitäts- und Länderrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand ist zum Nominalwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden in handelsrechtlich zulässiger Höhe ausgewiesen. Die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Methode der laufenden Einmalprämien) ermittelten Rückstellungsbeträge wurden unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,71% (Vj. 4,03 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3 % (Vj. 3 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,5 % (Vj. 1,5 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 1 % (Vj. 1 %) bis zum 50sten Lebensjahr berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 196 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Fremdwährungsforderungen bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bewertet.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft hält 90 % des Kapitals der Palfinger GmbH, Ainring/Deutschland. Das Eigenkapital beträgt TEUR 13.959, das Ergebnis vor Ergebnisabführung des letzten Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 15.870 (Vj. TEUR 13.274). Die Beteiligung ist unverändert mit TEUR 8.340 bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 41 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Der Berechnung wurde unverändert ein Steuersatz von 29,0 % zugrunde gelegt. Es bestehen aktive Steuerlatenzen aus Bewertungsunterschieden bei der Pensionsrückstellung (TEUR 155).

Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

01.01.2017 Zugang 31.12.2017
TEUR TEUR TEUR
Gezeichnetes Kapital 25,1 0 25,1
Kapitalrücklage 20.991,9 0 20.991,9
Bilanzgewinn 17.235,2 9.153,5 26.388,7
  38.252,2 9.153,5 47.405,7

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wurden im Geschäftsjahr TEUR 15.870 (Vj. TEUR 13.273). Gewinne der Palfinger GmbH, Ainring/Deutschland, an die Gesellschaft abgeführt. Es wird eine Ausgleichszahlung in Höhe von TEUR 820 (Vj. TEUR 820) an den Minderheitengesellschafter geleistet.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 17.235 enthalten.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die Gewerbesteueraufkommen sowie Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag für die Geschäftsjahre 2016 und 2017.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Garantieleistungen, Verpflichtungen gegenüber Mitarbeiten sowie ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre von mehr als fünf Jahren Gesamt 31.12.2017 Gesamt 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 0 0 1 1
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 441 0 0 441 560
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.917 0 0 2.917 1.868
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 827 0 0 827 5.922
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.274 0 0 1.274 2.687
  5.460 0 0 5.460 11.038

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen i. W. Verbindlichkeiten aus der Ausgleichszahlung an Minderheitengesellschafter i. H. v. TEUR 820 (Vj. TEUR 820). Die im Vorjahr ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Darlehen gegenüber der Palfinger AG i. H. v. TEUR 5.093 konnten vollständig beglichen werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 7 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Zahlungseingänge von Forderungen i. R. des Factorings i. H. v. TEUR 973 (Vj. TEUR 2.243) enthalten.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Außerbilanzielle Geschäfte

Für das Jahr 2017 und Folgejahre bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Die Leasingverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Leasing für Fahrzeuge und belaufen sich per 31. Dezember 2017 auf TEUR 177. Weitere finanzielle Verpflichtungen resultieren aus der Bereitstellung von Computerhardware (TEUR 29), Mietverpflichtungen für Raumcontainer (TEUR 19) sowie sonstigen Mieten (TEUR 41).

Ferner besteht ein langfristiger Mietvertrag über die gewerbliche Nutzung von Produktions-, Service- und Büroflächen in der Düsseldorfer Straße 100 in 47809 Krefeld. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit bis 14. August 2018. Für das Jahr 2018 belaufen sich die daraus resultieren finanziellen Verpflichtungen auf TEUR 258. Zweck des Mietvertrages war die Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung zur Finanzierung des Immobilienerwerbes. Über die Fortführung des Mietervertrages wird derzeit verhandelt.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu marktunüblichen Bedingungen durchgeführt.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2017 2016
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse        
- nach Regionen        
Inland 28.107 50 32.034 45
übrige EU-Länder 21.488 38 29.615 42
übrige Länder 6.677 12 8.889 13
  56.272 100 70.538 100

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erlöse aus der der Auflösung der Wertberichtigung des Umlaufvermögens (TEUR 172), Erlöse aus Sachbezug (TEUR 143), Erlöse aus dem Zuschuss von Kurzarbeitergeld (TEUR 66), Erlöse aus Versicherungen (TEUR 52), Erlöse aus Auflösung Rückstellungen (TEUR 29) und sonstige Erlöse (TEUR 44).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine außergewöhnlichen Erträge enthalten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit wurde mit Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 2.699 (Vj. TEUR 1.414) belastet.

6. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung obliegt Herrn Dr. Sebastian Simon, Dipl.-Wirtsch.-Ing., Düsseldorf/Deutschland, und Herrn Christian Eiring, Kfz-Mechaniker, Krefeld/Deutschland.

Zu Prokuristen waren im Geschäftsjahr 2017 Matthias Bulda und Jana Müller bestellt.

Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 157 Angestellte (Vj. 159), 195 gewerbliche Arbeitnehmer (Vj. 198) und 13 Auszubildende (Vj. 19).

Konzernverhältnisse

Die Palfinger Tail Lifts GmbH (vormals: MBB Palfinger GmbH), Ganderkesee/Deutschland, hält zum Bilanzstichtag 90 % und die Palfinger Europe GmbH, Salzburg/Österreich, 10 % an der Palfinger Platforms GmbH, Krefeld/Deutschland. Gleichzeitig ist die Palfinger Platforms GmbH Gesellschafterin der Palfinger GmbH, Ainring/Deutschland, mit einem Anteil von 90 %.

Die Palfinger AG, Salzburg/Österreich, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird in Salzburg offen gelegt und wird ebenfalls im Bundesanzeiger in deutscher Sprache elektronisch bekannt gemacht (§ 325 Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 HGB).

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Palfinger Platforms GmbH zum 31. Dezember 2016 nicht verpflichtet, da die Palfinger AG, Salzburg/Österreich, in ihrer Eigenschaft als Konzernleitung zum 31. Dezember 2016 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die Palfinger Platforms GmbH erstellt; dieser ist in Deutschland im elektronischen Bundesanzeiger bei der Palfinger Tail Lifts GmbH (vormals: MBB Palfinger GmbH), Ganderkesee/Deutschland, erhältlich.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2017 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 36.

Ausschüttungssperre

In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Gewinnausschüttungssperre:

TEUR
aus der Passivierung  
Pensionsrückstellungen § 253 Abs.2 i.V.m. Abs. 6 HGB 196

 

Krefeld, den 19. Januar 2018

Dr. Sebastian Simon, Geschäftsführer

Christian Eiring, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2017

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2017 Zugänge Abgänge 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 549.141,23 34.644,60 2.909,00 580.876,83
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.247.579,98 17.330,08 70.270,09 8.194.639,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.278.740,26 312.688,63 56.946,74 4.534.482,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.350.980,82 161.040,31 136.083,92 3.375.937,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 67.136,29 66.074,96 0,00 133.211,25
  15.944.437,35 557.133,98 263.300,75 16.238.270,58
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.339.930,81 0,00 0,00 8.339.930,81
  24.833.509,39 591.778,58 266.209,75 25.159.078,22
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2017 Zugänge Abgänge 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 390.619,18 69.935,03 2.909,00 457.645,21
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.013.770,08 295.822,34 37.630,54 3.271.961,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.055.420,01 247.298,81 55.960,91 3.246.757,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.683.401,57 323.566,03 135.428,37 1.871.539,23
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  7.752.591,66 866.687,18 229.019,82 8.390.259,02
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  8.143.210,84 936.622,21 231.928,82 8.847.904,23
Buchwerte
31.12.2017 31.12.2016
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.231,62 158
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.922.678,09 5.234
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.287.724,24 1.223
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.504.397,98 1.668
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 133.211,25 67
  7.848.011,56 8.192
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.339.930,81 8.340
  16.311.173,99 16.690

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Palfinger Platforms GmbH

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Palfinger Platforms GmbH, Krefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Palfinger Platforms GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken

der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 26. Januar 2018

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fleischer, Wirtschaftsprüfer

Franke, Wirtschaftsprüferin

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