OBO-Werke GmbHLiquidiert

31655 Stadthagen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stadthagen HRB 907
Vorher
OBO-Industrieanlagen GmbH
Eingetragen
14.12.1994
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Die Erstellung, der Handel und die Verwaltung von Industrieanlagen, ferner die Herstellung und der Vertrieb von Kunstharzpressholz, Lagenholz und daraus hergestellten Fertigteilen sowie von Kunststofferzeugnissen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten und sich an anderen Unternehmen, insbesondere als persönlich haftende Gesellschafterin, zu beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Mielke
seit 18.2.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
23.374 €
89.90%
Germany
2.626 €
10.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OBO-Werke GmbH

Stadthagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht 2021

der OBO-Werke GmbH

1. GRUNDLAGEN

Die OBO-Werke GmbH in Stadthagen (im folgenden "OBO") sind ein Spezialist für Polyurethan sowie Epoxy Werkstoffe. Das Geschäft umfasst die Entwicklung, Fertigung, Bearbeitung und den Vertrieb von Polyurethan- und Epoxy- Platten, -Blöcken und Formgussteilen mit Dichten von 200 kg/m 3 (Anschauungsmodelle) bis 1.800 kg/m 3 (Presswerkzeuge für Umformprozesse) sowie nahtloser Auflegepasten (SMP). Diese werden im Modell-, Werkzeug- und Formenbau (z.B. Designmodelle, industrielle Prototypen-, Klein- und Vorserienproduktion u.a. für Automotive), dem Fenster-, Türen- und Yachtenbau sowie in weiteren Märkten (z.B. Erneuerbare Energien, Luftfahrt) als Werkstoff genutzt. Weitere Geschäftsbereiche sind der Vertrieb von polyurethan- und epoxy-basierten Fremdprodukten für vergleichbare Anwendungen und Lohnbearbeitung.

Der Ausbau der Produktpalette, die Weiterentwicklung der Produkte für neue Anwendungen sowie die Erschließung neuer und der Ausbau bestehender Märkte wurden im Betrachtungszeitraum weiter vorangebracht.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt hat sich in 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % erhöht und wurde dabei weiterhin maßgeblich durch die COVID-19-Pandemie negativ beeinflusst. Trotz diverser Einschränkungen durch Liefer- und Materialengpässe hat sich die deutsche Wirtschaft im Vergleich zu 2020 wieder erholt. Das BIP lag dabei weiterhin um 2 % unter dem Vorkrisenniveau von 2019.

Dabei ist die Wirtschaftsleistung in 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen gestiegen. Laut dem Statistischen Bundesamt lag die Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe um 4,4 % höher als im Vorjahr.

OBO beliefert vornehmlich die Modellbaubranche, welche neben dem verarbeitenden Gewerbe auch der Automobilindustrie zuarbeitet. Hierdurch ist die OBO indirekt auch von der Entwicklung der Automobilindustrie abhängig. Die Automobilbranche ist in 2021 weltweit um etwa 3 % gewachsen. Insgesamt wurden weltweit 83 Millionen Neuwagen verkauft, das sind 5,4% mehr als 2020. Der Trend der Ausweitung der Modellvielfalt, der insbesondere durch zahlreiche neue Modelle in den Segmenten Elektro und Hybrid befeuert wird, hält indes ungebrochen an. Dies zeigen auch die weltweiten Absatzzahlen, die in diesem Segment um 108 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind.

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF

Folgende wesentliche Rahmenbedingungen kennzeichnen die Entwicklung des Geschäftsverlaufs der OBO im vergangenen Jahr:

Nach dem pandemiebedingten Umsatzrückgang in 2020, kam es im Laufe des Jahres 2021 zu einer rasanten Erholung der Nachfrage und einer Erholung des Umsatzes auf das Vorkrisenniveau.

Infolge einer industrieweiten Nachfrageerholung und verminderter Kapazitäten der Lieferanten, kam es im ersten Halbjahr zu einem massiven Anstieg der Preise für chemische Rohstoffe, welche damit deutlich über dem Vorjahresniveau lagen.

Die Energiekosten sind insbesondere aufgrund deutlich höherer Preise für Heizöl gestiegen, während der Preise für Strom durch Absicherung mittels eines mehrjährigen Vertrags, der eine Preisbindung beinhaltet, stabil geblieben ist.

Die kurzfristigen Kostensteigerungen für Rohstoffe und Energiekosten konnten im Laufe des Jahres durch eine Erhöhung der Verkaufspreise sowie Kosteneinsparungen teilweise kompensiert werden.

Der Vertrieb von konfektionierten Produkten wurde weiter vorangetrieben.

Das Handelsgeschäft mit chemischen Werkstoffen von Fremdherstellern zur Abrundung der Produktpalette wurde weiter ausgebaut.

Das neue branchenspezifische ERP-System (GUS) wurde zu Jahresbeginn live geschaltet und im Laufe des Jahres weiter feinjustiert.

OBO ist mit regional unterschiedlicher Präsenz als einer der weltweit führenden Akteure am Markt vertreten.

2.3 LAGE

2.3.1 ERTRAGSLAGE

Dank sinkender Infektionszahlen und den Lockerungen der Lock-Down Maßnahmen, konnte OBO im Geschäftsjahr 2021 die pandemiebedingten Absatzverluste aus dem Vorjahr durch eine spürbare Nachfrageerholung wieder ausgleichen. Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete OBO einen Umsatz in Höhe von 20.367,2 T€ (Vorjahr: 16.015,1 T€). Der Umsatz lag somit 27 % über dem Niveau des Jahres 2020. Rund ein Viertel des Geschäfts wurde auf dem Heimatmarkt realisiert.

Die kurzfristig deutlich gestiegenen Beschaffungspreise konnten jedoch nur teilweise durch Verkaufspreiserhöhungen und Kosteneinsparungen kompensiert werden, sodass die Ertragskraft noch nicht in vollem Maß wiederhergestellt werden konnte.

Im Geschäftsjahr 2021 lag das EBIT daher bei -801,0 T€ (Vorjahr: -1.083,3 T€).

Das Jahresergebnis verbesserte sich entsprechend auf -918,7 T€ gegenüber -1.151,1 T€ im Vorjahr.

2.3.2 VERMÖGENSLAGE

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr in folgenden Punkten wesentlich verändert.

Bei den Aktiva stellen die wesentlichen Veränderungen die Reduktion des Anlagevermögens um 194,9 T€, die weitgehend wachstumsbedingte Erhöhung des Vorratsvermögens um 1.048,0 T€ und die Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen um 409,3 T€ dar.

Im Rahmen der Investitionstätigkeit wurden 323,6 T€ im Berichtszeitraum aufgewendet.

Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 2.053,8 T€ erhöht.

2.3.3 FINANZLAGE

Die Eigenkapitalquote hat sich auf 16,5 % (Vorjahr: 28,0 %) reduziert.

Durch eine Zuzahlung der MBB SE in die Kapitalrücklage in Höhe von 280 T€ beträgt die Kapitalrücklage 2.355,7 T€ zum 31.12.2021.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich zum Stichtag auf 5.016,5 T€ (Vorjahr: 3.819,2 T€) erhöht.

Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag 395,2 T€ (Vorjahr: 350,8 T€). Den Zahlungsverpflichtungen wurde jederzeit innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele nachgekommen. Die Liquiditätslage ist befriedigend und es sind keine Engpässe zu erwarten.

Zum Bilanzstichtag bestehen zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 900 T€ bei der Commerzbank.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

2.3.4 GESAMTAUSSAGE

Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 27 % erhöht. Das EBIT hat sich im Vorjahresvergleich, aufgrund der gesteigerten Umsätze, um 282,3 T€ verbessert. Die Prognosewerte wurden beim Umsatz deutlich übertroffen und beim EBIT aufgrund der kurzfristigen Rohstoff- und Energiekostensteigerungen unterschritten. Wir betrachten die Entwicklung als nicht zufriedenstellend.

3. FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden das EBIT und der Umsatz betrachtet.

4. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Risikopolitik.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement sowie ein effizientes Mahnwesen.

Wesentliche Risiken werden regelmäßig analysiert und bewertet. Soweit notwendig, werden Gegenmaßnahmen eingeleitet. Generell wird angestrebt, keine unkalkulierbaren Risiken einzugehen bzw. diese abzusichern.

OBO beliefert vornehmlich die Modellbaubranche, die wiederum auch der Automobilindustrie zuarbeitet. Wenn die Designzentren der Automobilindustrie aufgrund einer notwendigen Einsparung von Personalkosten in Länder mit Kostenvorteilen verlagert werden, wird es für die OBO von hoher Bedeutung sein, auch in diesen Ländern Kontakte aufzubauen und Absatzkanäle zu erschließen. Zudem können einzelne Stufen des Modellbaus durch virtuelle Darstellungen substituiert werden.

Weiterhin kann es zu Veränderungen der Materialeinstandspreise kommen, welche für OBO ein Profitabilitätsrisiko bedeuten können, da die Überwälzung auf Kunden - wenn überhaupt - nur mit Zeitverzug erfolgen kann.

Aus den kriegerischen Aktivitäten in der Ukraine und der damit ggf. einhergehenden Eintrübung der weltwirtschaftlichen Konjunkturerholung resultieren ggf. Risiken für die OBO, die die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufes negativ beeinflussen können. Aus der Unterbrechung von Lieferketten, dem Anstieg von Rohstoffpreisen u.ä. können Risiken resultieren, die in ihrem Ausmaß, aufgrund der hohen Dynamik der aktuellen Situation, derzeit nicht konkret benannt werden können.

Die steigende Modellvielfalt bei den Produktdesigns sowohl im Automobilbereich als auch in anderen Bereichen, die zunehmende Nutzung von Produkten für Endanwendungen, wie auch die Zunahme kundenspezifischer Lösungen, stellen hingegen Chancen für weiteres Wachstum dar.

Liquiditätsrisiken sind für das Unternehmen derzeit nicht erkennbar. Mit den vorhandenen liquiden Mitteln sowie den Kreditzusagen der Banken ist ausreichend Liquidität vorhanden. Zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.

Risiken für den Bestand unseres Unternehmens sind nicht erkennbar.

5. FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Die Entwicklungsarbeiten des vergangenen Jahres hatten folgende Schwerpunkte:

Qualitätsverbesserungen durch Optimierung der Anlagen- und Verfahrenstechnik

Ausweitung der Anwendungen im Bereich Komponenten

Markteinführung neuer Produkte mit begleitender Bemusterung bei ausgewählten Kunden.

Diese umfangreichen Aktivitäten erfolgen immer im laufenden Serienbetrieb unter Serienbedingungen und müssen jeweils vom Kunden abgenommen werden, sodass es unter Umständen zu Zeitverzögerungen bis zur letztendlichen Markteinführung der Innovationen kommen kann.

6. PROGNOSEBERICHT

Wir gehen davon aus, dass die OBO in 2022 ihren Marktanteil im Kerngeschäft - der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Polyurethan-Werkstoffplatten - in einem wieder wachsenden Markt ausweiten wird.

Unter Berücksichtigung der derzeit absehbaren Folgen der dramatischen Entwicklung in der Ukraine gehen wir von einem deutlichen Umsatzanstieg und einem leicht positiven EBIT für das Geschäftsjahr 2022 aus.

Langfristiges Ziel ist es, einer der führenden Hersteller von Polyurethan- und Epoxidharz-Platten, -Blöcken und -Formgussteilen in Europa zu werden. Die fortlaufende Erschließung internationaler Märkte, die Ausweitung der Produkt- und Anwendungspalette, sowie der Ausbau ergänzender Dienstleistungen sind hierfür wichtige Maßnahmen:

• Markterschließung:

Die in den Vorjahren vorangetriebene Erschließung und Penetration internationaler Märkte wird auch im laufenden Geschäftsjahr weiter forciert. Neben einer starken Präsenz durch Partner, vornehmlich in Mitteleuropa und den USA, konnte diese auch in weiteren europäischen sowie in einigen asiatischen Märkten durch gezielten Vertrieb ausgebaut werden. Die Sicherung einer stabilen Auslastung der Produktion sowie die Unabhängigkeit von bestimmten Einzelmärkten ist dabei ein wesentliches Ziel.

• Ausweitung Produkt- und Anwendungspalette:

Damit einhergehend gilt es, in bestehenden Märkten die eigene Marktposition durch eine Erweiterung bzw. Optimierung der Produkt-, Anwendungs- als auch Dienstleistungspalette weiter auszubauen und durch Innovationen neue Teilmärkte zu erschließen.

Auf diese Weise will OBO seine Marktposition als Kostenführer weltweit ausbauen.

 

Stadthagen, den 30. Mai 2022

Kurt Hüther, Geschäftsführer

Torben Teichler, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.426,00 6.169,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 696.395,14 716.785,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.299.250,00 2.403.313,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 396.415,00 344.411,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.532,49 144.218,40
3.416.592,63 3.608.727,54
3.420.018,63 3.614.896,54
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.039.202,05 2.991.215,19
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 858.156,75 448.844,66
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 395.179,11 350.828,90
5.292.537,91 3.790.888,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 66.325,17 70.816,28
8.778.881,71 7.476.601,57

PASSIVA

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 2.355.674,07 2.075.674,07
III. Verlustvortrag/Gewinnvortrag -11.208,09 1.139.861,58
IV. Jahresfehlbetrag -918.708,82 -1.151.069,67
1.451.757,16 2.090.465,98
B. Rückstellungen 348.600,55 461.373,01
C. Verbindlichkeiten 6.978,524,00 4.924.762,58
8.778.881,71 7.476.601,57

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021

2021 2020
1. Rohergebnis 6.085.292,05 5.422.396,05
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.265.005,61 -3.049.960,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -675.568,21 -3.940.573,82 -626.529,98
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagervermögens und Sachanlagen -518.491,49 -429.785,45
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.427.232,91 -2.399.435,78
- davon aus Währungsumrechnung ( -40.187,73 ) ( -97.542,03 )
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -100.627,39 -90.986,42
- davon an verbundene Unternehmen ( -4.000,00 ) ( 0,00 )
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3,26 39.992,48
7. Ergebnis nach Steuern -901.636,82 -1.134.309,67
8. Sonstige Steuern -17.072,00 -16.760,00
9. Jahresfehlbetrag -918.708,82 -1.151.069,67

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Erläuterungen

Die OBO-Werke GmbH hat ihren Sitz in Stadthagen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stadthagen unter der Registernummer HRB 907.

Der Jahresabschluss der OBO-Werke GmbH wurde auf der Grundlage der geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Gegen Entgelt erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer von fünf Jahren.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Er umfasst demnach auch Anschaffungsnebenkosten sowie nachträgliche Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungskostenminderungen. Zugänge beim beweglichen Anlagevermögen werden pro rata temporis abgeschrieben.

Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 1.000 € werden auf ein Sammelkonto gebucht und im Zugangsjahr und den folgenden vier Jahren linear abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250 € werden im Zugangsjahr im Aufwand erfasst.

Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden in längstens fünfzehn Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Tageswerten. Für Ungängigkeit und sonstige Risiken werden ausreichende Abwertungen vorgenommen.

Fertige Erzeugnisse und Waren werden mit den Herstellungskosten/Anschaffungskosten angesetzt. Die in den verschiedenen Produktgruppen liegenden Risiken werden durch Abwertungen ausreichend berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Abzug erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 3,0% (i. Vj. 3,0%) zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Kassenbestand und Bankguthaben werden zum Nominalwert angesetzt.

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für einen bestimmten Tag nach diesem Tag darstellen.

Die Kapitalanteile sowie die Rücklagen sind zum Nominalwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag gebildet. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen finden alle erkennbaren Risiken - soweit nicht in anderen Bilanzpositionen erfasst - in ausreichendem Maße Berücksichtigung.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel, der als Anlage dem Anhang beigefügt ist, dargestellt ist.

Die in der Bilanz zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind vor Ablauf eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 280 T€ (Vorjahr: 0 T€) bestehen gegen die MBB SE, die Gesellschafterin der OBO-Werke GmbH.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 569,2 T€ setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021 31.12.2020
T€ T€
Forderungen gegen Factoring Gesellschaft 421,3 291,3
Umsatzsteuerforderungen 127,2 24,4
Forderungen gegen Finanzamt 0,0 26,4
Sonstiges 20,7 44,1
569,2 386,2

Im Eigenkapital wird das gezeichnete Kapital unverändert mit 26 T€ ausgewiesen. Durch eine Zuzahlung der MBB SE in die Kapitalrücklage in Höhe von 280 T€ beträgt die Kapitalrücklage 2.355,7 T€ zum 31.12.2021.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021 31.12.2020
T€ T€
Lizenzkosten 218,2 183,7
Personalbezogene Rückstellungen 80,7 176,8
Jahresabschlusskosten 25,0 22,9
Gewährleistungen 10,2 8,1
Sonstige 14,5 33,9
348.6 425,4

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin MBB SE in Höhe von 0,7 T€ (Vorjahr: 4,8 T€), Blomberger Holzindustrie GmbH 1,0 T€ (Vorjahr: 0 T€) sowie der DTS Systeme GmbH 0,2 T€ (Vorjahr: 0 T€).

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten aus:

weniger als 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre Davon besichert Gesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.728.878,74 2.287.631,96 571.706,67 2.675.704,95 5.016.510,70
(Vorjahr: 2.004.189,41 1.815.028,70 0,00 1.635.270,36 3.819.218,11 )
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.723.968,85 0,00 0,00 0,00 1.723.968,85
(Vorjahr: 880.558,82 0,00 0,00 0,00 880.558,82 )
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.904,50 0,00 0,00 0,00 1.904,50
(Vorjahr: 4.828,33 0,00 0,00 0,00 4.828,33 )
4. Sonstige Verbindlichkeiten 236.139,95 0,00 0,00 0,00 236.139,95
(Vorjahr: 220.157,32 0,00 0,00 0,00 220.157,32 )
4.690.892,04 2.287.631,96 571.706,67 2.675.704,95 6.978.524,00
(Vorjahr: 3.109.733,88 1.815.028,70 0,00 1.635.270,36 4.924.762,58 )

Die Besicherung der Darlehen gegenüber der Sparkasse Schaumburg erfolgte durch eine Raumsicherungsübereignung des Warenlagers und der Zession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zusätzlich sind zugunsten der Sparkasse Schaumburg auf die Betriebsimmobilie zur Besicherung der Darlehen Grundschulden eingetragen.

Sonstige, für die Beurteilung der Finanzlage bedeutende finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen für unbewegliche und bewegliche Anlagegüter. Die Verpflichtungen zum 31. Dezember 2021 stellen sich wie folgt dar:

weniger als 1 Jahr mehr als 1 Jahr Gesamt
KFZ-Leasing 26.854 18.460 45.314
Immobilien-Leasing 48.000 20.000 68.000
ALVG IT-Leasing 193.655 290.482 484.137
Summe 268.509 328.942 597.451

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Frachtaufwendungen in Höhe von 891,2 T€ (Vorjahr: 589,8 T€) und Lizenzkosten 218,2 T€ (Vorjahr: 183,7 T€).

V. Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2021 beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Angestellte 31 (Vorjahr: 32)
Gewerbliche Mitarbeiter 55 (Vorjahr: 50)
ohne GF u. Azubi 86 (Vorjahr: 82)

Gesellschaftsorgane

Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführer der OBO-Werke GmbH, Stadthagen, vertreten:

 

Kurt Hüther, Versicherungskaufmann, Hannover

 

Torben Teichler, Investment Manager, Berlin

Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Mutterunternehmen

Die MBB SE, Berlin, stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2021 einen Konzernabschluss, in den der Jahresabschluss der OBO-Werke GmbH einbezogen ist, auf. Der Abschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Der Krieg in der Ukraine hat das Potenzial, der Erholung der Weltwirtschaft von der COVID-19 Pandemie einen erheblichen Dämpfer zu versetzen. Die Folgen für die globalen Finanzmärkte, die internationalen Lieferketten, sowie das Wirtschaftsleben in Deutschland und die OBO-Werke GmbH sind aufgrund der hohen Dynamik der aktuellen Situation derzeit nicht absehbar. Im Lagebericht wurde an jeweils geeigneter Stelle auf mögliche Folgen und Risiken hingewiesen, ohne dass diese Ausführungen den Anspruch haben können, bereits heute ein vollständiges Bild der Lage und ihrer Auswirkungen zeichnen zu können.

VI. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von - 918.708,82 € auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Stadthagen, den 30. Mai 2022

Kurt Hüther

Torben Teichler

- Geschäftsführung -

Bilanzposten Entwicklung der Anschaffungswerte
Anfangsbestand 01.01.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge Endstand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.773,15 0,00 2.889,66 0,00 64.662,81
61.773,15 0,00 2.889,66 0,00 64.662,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 837.255,60 0,00 3.654,07 0,00 840.909,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.112.265,43 0,00 269.953,18 8.200,00 5.374.018,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.928.099,65 78.533,82 88.268,76 0,00 3.094.902,23
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 144.218,40 245.079,76 -364.765,67 0,00 24.532,49
9.021.839,08 323.613,58 -2.889,66 8.200,00 9.334.363,00
gesamt 9.083.612,23 323.613,58 0,00 8.200,00 9.399.025,81
Bilanzposten Entwicklung der Abschreibungen
Anfangsbestand 01.01.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Endstand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.604,15 5.632,66 0,00 61.236,81
55.604,15 5.632,66 0,00 61.236,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 120.470,46 24.044,07 0,00 144.514,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.708.952,43 374.016,18 8.200,00 3.074.768,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.583.688,65 114.798,58 0,00 2.698.487,23
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.413.111,54 512.858,83 8.200,00 5.917.770,37
gesamt 5.468.715,69 518.491,49 8.200,00 5.979.007,18
Bilanzposten Restbuchwerte
Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.426,00 6.169,00
3.426,00 6.169,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 696.395,14 716.785,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.299.250,00 2.403.313,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 396.415,00 344.411,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.532,49 144.218,40
3.416.592,63 3.608.727,54
gesamt 3.420.018,63 3.614.896,54

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die OBO-Werke GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OBO-Werke GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OBO-Werke GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter-falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 12. August 2022

RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Elpel, Wirtschaftsprüfer

Grote, Wirtschaftsprüfer

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss, welcher auf Grund der Inanspruchnahme von Offenlegungsvereinfachungen vom vorliegenden offengelegten Jahresabschluss abweicht.

Datum der Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses:

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 der Gesellschaft wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 30. August 2022 festgestellt.

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