abcbank GmbH
Selbe AdresseKreditinstitute des Sparkassensektors
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hubertus Dr. rer. pol. Mersmann seit 19.6.2024 | Prokura |
Ulrich Malte Rüsing seit 19.6.2024 | Prokura |
Andreas König seit 28.12.2023 | Geschäftsführer |
Alexander Boldyreff seit 18.12.2019 | Geschäftsführer |
Oliver Dr. Schouler seit 5.9.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
abcfinance Holding GmbHNeussKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2023A. VORBEMERKUNGDie Konzernmuttergesellschaft abcfinance Holding GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt) mit Sitz in Neuss ist unter HRB 20602 im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss eingetragen. Das Stammkapital beträgt 36.000 € und ist voll eingezahlt. Alleingesellschafterin ist die Wilh. Werhahn KG, Neuss. Die Gesellschaft erstellt gemäß § 290 Abs. 1 Satz 1 HGB einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht. Der Konzernabschluss umfasst gemäß § 297 Abs. 1 Satz 1 HGB die Konzernbilanz, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, den Konzernanhang, die Konzern-Kapitalflussrechnung und den Konzern-Eigenkapitalspiegel. Als Mutterunternehmen gern. § 340i Abs. 3 HGB wendet die abcfinance Holding für die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 die für Kreditinstitute geltenden Vorschriften der §§ 340 ff. HGB, der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie die institutsspezifischen Formblätter an. Ergänzend sind die Vorschriften des GmbHG zu beachten. Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist die Übernahme und das Halten von Beteiligungen, deren Verwaltung und Veräußerung sowie der Erwerb und die Beteiligung an Unternehmen. Der Geschäftszweck der Tochtergesellschaften der abcfinance Holding GmbH ist insbesondere die Durchführung von Leasing- und Mietkaufgeschäften, der Kauf sowie Verkauf von Leasingbeständen, der Ankauf von Forderungen, denen ein Warenlieferungs- oder Dienstleistungsgeschäft zu Grunde liegt (Factoring), der Handel von und mit mobilen Wirtschaftsgütern sowie die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Gesellschaften. Im Berichtsjahr war der Konzern ausschließlich auf dem europäischen Markt tätig. Die Märkte, die von der abcfinance GmbH bedient werden, weisen vom Standpunkt der Organisation keine wesentlichen regionalen Unterschiede auf. B. KONSOLIDIERUNGSKREISIn den Konzernabschluss sind folgende Tochterunternehmen einbezogen:
Im Geschäftsjahr hat die abcfinance GmbH, Köln, eine Abschreibung aufgrund dauerhafter Wertminderung auf den Buchwert der Anteile an der DeTeWe Finance GmbH (-450 T€) vorgenommen. Weiterhin wurde die C.O.I.N. Lease + Rent Leasing und Miete GmbH zum 01. Januar 2023 auf die abcfinance GmbH verschmolzen. C. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDie Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Die Anschaffungskosten der Beteiligung werden mit dem zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung neu bewerteten Eigenkapital der Gesellschaft verrechnet. Der verbleibende aktivische Überhang wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über fünf Jahre planmäßig abgeschrieben. Soweit im Konzernabschluss die Konsolidierungsmaßnahmen zu temporären Differenzen führen, werden für die sich aus diesen Differenzen ergebenden künftigen Steuerentlastungen bzw. -belastungen zusätzliche aktive bzw. passive latente Steuern angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Zwischenergebnisse zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. D. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEAKTIVA Die Barreserve sowie die Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nennbetrag bewertet. Forderungen an KundenDie in dieser Position enthaltenen Mietkaufforderungen sind zum Barwert angesetzt. Die Abzinsung erfolgt nach der Annuitätenmethode mit den vertragsindividuellen Außenzinssätzen. Risikobehaftete Forderungen aus dem Leasing- und Mietkaufgeschäft wurden unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten, insbesondere kalkulierter Verwertungserlöse, auf den niedrigeren beizulegenden Wert wertberichtigt. Auf die übrigen nicht einzelwertberichtigten Leasing- und Mietkaufforderungen wurden Pauschalwertberichtigungen für latente Risiken (PWB) gebildet. Die Ermittlung erfolgt gemäß der "Stellungnahme zur Rechnungslegung: Risikovorsorge für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressausfallrisiken im Kreditgeschäft von Kreditinstituten (Pauschalwertberichtigungen)" des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW RS BFA 7). Dafür greift die Gesellschaft bei der Ermittlung der PWB auf das vereinfachte Verfahren zur Bewertung gemäß IDW RS BFA 7 zurück. Demnach kann für Kreditgeschäfte die 12-Monats-Ausfallwahrscheinlichkeit (ohne eine Anrechnung von Bonitätsprämien) verwendet werden, wenn eine Ausgeglichenheit zwischen Bonitätsprämien und Risikoerwartung zum Zeitpunkt der Kreditausreichung angenommen werden kann und keine deutliche Erhöhung des Adressenausfallrisikos zum Stichtag besteht. Entsprechend dieses Verfahrens ermittelt die Gesellschaft die PWB zunächst (Stufe 1) auf Basis eines 12-Monats-Zeitraum (1-Year-Expected-Loss). Die Berechnung erfolgt unter Verwendung von Ausfallwahrscheinlichkeiten (Probability of Default), Verlustquoten (Loss Given Default) und dem möglichen Forderungsbetrag bei Ausfall (Exposure at Default). Im Falle einer wesentlichen Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit wird für die PWB-Ermittlung die Restlaufzeit der Forderung (Lifetime-Expected-Loss) herangezogen (Stufe 2). Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein permanentes Rating des gesamten Vertragsbestandes eingeführt unter Berücksichtigung aktueller Informationen aus externen und internen Quellen (Zahlverhalten). Hierdurch reagiert die PWB grundsätzlich sensitiver. Den Kreditrisiken wurde durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Für die niederländische Gesellschaft abcfinance B. V. wurden für Kreditrisiken folgende Wertberichtigungen auf Leasing- und Mietkaufforderungen vorgenommen. Risikobehaftete Forderungen wurden unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten, insbesondere kalkulierter Verwertungserlöse, auf den niedrigeren beizulegenden Wert wertberichtigt. Für nicht einzelwertberichtigte Leasing- und Mietkaufforderungen wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,75 % und für pauschalierte Einzelwertberichtigungen, in Abhängigkeit von der Fälligkeitsstruktur, in Höhe von 10 % - 20 % gebildet. Die Pauschalwertberichtigungssätze für Leasing- und Mietkaufforderungen wurden auf Basis historischer Erfahrungswerte, gemäß Beschluss der Geschäftsleitung der abcfinance GmbH, Deutschland, festgelegt. Die Aufwendungen der gesamten Risikovorsorge für die berücksichtigten Kreditrisiken betragen 1.695 T€. Allen Kreditrisiken wurde durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Im Teilkonzern werden Verträge der abcfinance B. V., die in den Vorjahren als Mietkauf klassifiziert wurden, weiter als echte Pensionsgeschäfte nach § 340b Abs. 2 HGB berücksichtigt. Bei vor 2016 abgeschlossenen Verträgen war die abcfinance B. V. durch den Hersteller dazu verpflichtet, das Objekt zum vereinbarten Restwert anzudienen. Daher wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Anschaffungswert und dem niedrigeren vereinbarten Restwert am Ende der Laufzeit des zugrundeliegenden Vertrags in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (9 T€) eingestellt und gemäß § 340b Abs. 4 S. 6 HGB linear über die Laufzeit verteilt. Die Forderungen in Höhe der Restwerte werden weiterhin als Forderungen an Kunden (11 T€) ausgewiesen. Aufgrund der unterschiedlichen Bilanzierungsmethodik werden die Mietsonderzahlungen anstatt als Direktabzug von den Forderungen als passive Rechnungsabgrenzung (2 T€) erfasst. Der Differenzbetrag aus der Berücksichtigung der Pensionsgeschäfte und der Verminderung der Mietkaufforderungen (20 T€) liegt bei 2 T€ (Vorjahr: 4 T€). Die Forderungen aus dem Factoringgeschäft sind mit dem Nennwert oder mit dem zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Den Kreditrisiken wurde durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Auf fremde Währung lautende Forderungen werden unter Beachtung der Wesentlichkeit gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Im Übrigen wurden die Forderungen zum Nennwert angesetzt. Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. LeasingvermögenDas Leasingvermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Zugänge zum Leasingvermögen werden seit dem Jahr 2015 über die voraussichtliche Nutzungsdauer entsprechend den amtlichen Afa-Tabellen abgeschrieben. Der Bestand der Leasinggegenstände, welche nach dem Jahr 2010 aber vor dem Jahr 2015 angeschafft wurden, wird planmäßig linear über die Vertragslaufzeit auf den Restwert abgeschrieben. Der Bestand der Leasinggegenstände, welche vor dem Jahr 2010 angeschafft wurden, wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer entsprechend den amtlichen Afa-Tabellen abgeschrieben. Darüber hinaus nimmt die Gesellschaft zur verlustfreien Vertragsabwicklung, sofern der Restbuchwert der Leasinggegenstände nicht mehr durch den Barwert der ausstehenden Zahlungen aus dem Leasingvertrag gedeckt ist, zusätzliche Abschreibungen auf das Vermietvermögen sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf das Vermietvermögen leistungsgestörter Verträge vor. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 79.972 T€ (Vorjahr: 84.730 T€) insbesondere zur Vermeidung von Verwertungsverlusten vorgenommen. Die immateriellen Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. In Anwendung von § 248 Abs. 2 HGB aktiviert die Gesellschaft Herstellungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Vor 2010 entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte wurden weiter über eine Gesamtlaufzeit von 15 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung in Anlehnung an die bis 2009 auch für die Handelsbilanz anwendbaren steuerlichen Vorschriften wurde aus Gründen der Stetigkeit beibehalten. Zugänge zu den Geschäfts- oder Firmenwerten seit dem Jahr 2010 wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und über fünf Jahre abgeschrieben, da dies der durchschnittlichen Laufzeit der übernommenen Verträge entspricht. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Verwaltungsaufwendungen abgegrenzt, die wirtschaftlich in das nächste Jahr gehören. Außerdem wird der Unterschiedsbetrag aus dem niedrigeren Rückgabewert und den übernommenen Vermögensgegenständen aus den echten Pensionsgeschäften nach § 340b Abs. 4 HGB abgegrenzt. Dieser wird linear über die Laufzeit der Pensionsgeschäfte aufgelöst. Latente SteuernAufgrund der voneinander abweichenden steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätze ergeben sich im Geschäftsjahr sowohl aktive als auch passive latente Steuern, insbesondere aus der unterschiedlichen Bewertung des Leasingvermögens in den Einzelgesellschaften. Zudem ergaben sich aktive und passive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen. Hierbei wurden die sich aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB ergebenden latenten Steuern mit latenten Steuern gemäß § 274 HGB verrechnet. Die Bewertung erfolgte - abhängig vom jeweiligen Einzelunternehmen - zum unternehmensindividuellen Steuersatz zwischen 16,08% und 32,46%. Durch Ausübung des Wahlrechts gern. § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB i. V. m. § 306 Satz 5 HGB wurden die aktiven latenten Steuern mit den passiven latenten Steuern saldiert. Der aus der Saldierung resultierende Betrag in Höhe von 293 T€ wird als aktive latente Steuer ausgewiesen (im Vorjahr aktive latente Steuer in Höhe von 145 T€). PASSIVAVerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen, ggf. einschließlich aufgelaufener Zinsen bis zum Bilanzstichtag, passiviert. Passiver RechnungsabgrenzungspostenIn den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die Verkaufserlöse der forderungsverkauften Leasingforderungen und die zukünftigen Zinserträge forderungsverkaufter Mietkaufverträge eingestellt, die linear über die Restlaufzeit der Verträge aufgelöst werden. Ferner werden die Verkaufserlöse der forderungsverkauften Restwerte aus Teilamortisationsverträgen eingestellt und über die Laufzeit des Forderungsverkaufs aufgezinst. Darüber hinaus werden hier Mietsonderzahlungen eingestellt und linear entsprechend der Restlaufzeiten der einzelnen Leasingverträge aufgelöst. RückstellungenDen Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde, die auf einem Rechnungszins gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) von 1,83% (Vorjahr: 1,79%) beruhen. Als Bewertungsmethode wurde das modifizierte Teilwertverfahren angewendet. Weiterhin wurden ein Gehaltstrend von 0,00 % p. a., ein Rententrend von 0,00 % p. a. sowie eine Fluktuation von 0,00 % p. a. berücksichtigt. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag gern. § 253 Abs. 6 S. 3 HGB beträgt 0 T€. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Rückdeckungsvermögen saldiert dargestellt. Als Rückdeckung dienen zwei Kapitallebensversicherungen bei der Allianz Lebensversicherungs-AG, die zum beizulegenden Zeitwert (8 T€) bewertet wurden, wobei die Bewertung zum Rückkaufswert erfolgte. Die Anschaffungskosten betrugen 4 T€, der Erfüllungsbetrag beträgt 58 T€. Erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten wird in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme mit der Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen haben überwiegend eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und bedürfen daher keiner Abzinsung nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden über den Zeitraum vom Bilanzstichtag bis zur voraussichtlichen Inanspruchnahme mit dem Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB abgezinst. Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt. Die nach den Vorgaben des DRS 21 "Kapitalflussrechnung" erstellte Kapitalflussrechnung des Konzerns wurde unter Beachtung der besonderen Vorschriften für Finanzdienstleister und Kreditinstitute aufgesetzt. Der Finanzmittelfonds setzt sich ausschließlich aus dem Kassenbestand zusammen. E. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZAKTIVA Forderungen an KreditinstituteDie täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 4.089 T€ (Vorjahr: 11.321 T€) betreffen mit 3.803 T€ (Vorjahr: 5.492 T€) Forderungen an inländische und zwei ausländische Kreditinstitute, mit 287 T€ (Vorjahr: 5.280 T€) Forderungen an das verbundene Unternehmen Bankhaus Werhahn sowie im Vorjahr mit 550 T€ Forderungen an das Schwesterunternehmen abcbank GmbH, Köln. Forderungen an KundenDie Forderungen an Kunden setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Die Forderungen an Kunden weisen folgende Restlaufzeitengliederung auf:
Forderungen an Kunden mit unbestimmter Laufzeit bestehen nicht. Das Währungsrisiko aus angekauften Forderungen in Fremdwährung wird vom Factoringkunden getragen, die Währungschancen kommen dem Factoringkunden zugute. In den Forderungen an Kunden sind auf Fremdwährung lautende Forderungen enthalten, deren Wert bei Ankauf 356 T€ betrug. Die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs vom 31. Dezember 2023 ergab in Summe eine negative Differenz von 5 T€. Die pauschale Wertberichtigung inklusive pauschalierter Einzelwertberichtungen beträgt 2023 5.649 T€ (Vorjahr: 6.016 T€). Die Wertberichtigungen wurden entsprechend den Restlaufzeiten von den Forderungen in Abzug gebracht. BeteiligungenDie im Vorjahr ausgewiesene Beteiligung an der CANEI digital AG, Herdecke, in Höhe von 550 T€ wurde im Berichtsjahr vollständig außerplanmäßig abgeschrieben. LeasingvermögenZur Entwicklung des Leasingvermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang. Immaterielle Anlagewerte und SachanlagevermögenDie immateriellen Anlagewerte in Höhe von 6.958 T€ (Vorjahr: 10.500 T€) enthalten Geschäfts-und Firmenwerte in Höhe von 55 T€ (Vorjahr: 1.173 T€). Von den Geschäfts- und Firmenwerten ergeben sich 44 T€ (Vorjahr: 1.068 T€) aus der Kapitalkonsolidierung. Des Weiteren verweisen wir zur Entwicklung der immateriellen Anlagewerte sowie des Sachanlagevermögens auf den Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang. Sonstige VermögensgegenständeDer Posten in Höhe von 44.718 T€ (Vorjahr: 50.199 T€) betrifft im Wesentlichen geleistete Anzahlungen Mietkauf in Höhe von 35.217 T€ (Vorjahr: 39.419 T€), Steuererstattungsansprüche in Höhe von 8.538 T€ (Vorjahr: 8.231 T€) sowie eine Forderung gegenüber der Wilh. Werhahn KG, Neuss, aus der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von 409 T€ (Vorjahr: 2.059 T€). Nicht durch Eigenkapital gedeckter FehlbetragDer Rückgang des nach § 268 Abs. 3 HGB auszuweisenden nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages auf 0 T€ (Vorjahr: 2.914 T€) resultiert im Wesentlichen aus dem Konzernjahresüberschuss (5.689 T€). PASSIVAVerbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist weisen insgesamt folgende Restlaufzeitengliederung auf:
Die befristeten Verbindlichkeiten (829.456 T€; Vorjahr: 831.116 T€) betreffen im Wesentlichen inländische öffentlich-rechtliche Banken, Genossenschaftsbanken sowie inländische Geschäftsbanken. Der Posten beinhaltet mit 146.244 T€ (Vorjahr: 145.514 T€) das Verrechnungskonto bei der Schwestergesellschaft abcbank GmbH. Verbindlichkeiten gegenüber KundenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten (2.581 T€; Vorjahr: 3.835 T€) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern (890 T€; Vorjahr: 1.737 T€) sowie diverse Lieferantenrechnungen für Büro- und Geschäftsausstattung (452 T€; Vorjahr: 721 T€). RechnungsabgrenzungspostenDer Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1.327.040 T€ (Vorjahr: 1.283.855 T€) setzt sich insbesondere zusammen aus an die abcbank forderungsverkauften Leasingraten (982.202 T€; Vorjahr: 953.578 T€), an die abcbank forderungsverkauften Restwerten aus Teilamortisationsverträgen (280.012 T€; Vorjahr: 268.034 T€), Mietsonderzahlungen (41.785 T€; Vorjahr: 41.095 T€) sowie Zinserträgen aus forderungsverkauften Mietkaufverträgen (22.242 T€; Vorjahr: 18.567 T€). RückstellungenDie Rückstellungen betragen insgesamt 14.686 T€ (Vorjahr: 10.893 T€) und setzen sich zusammen aus Steuerrückstellungen in Höhe von 2.224 T€ (Vorjahr: 1.484 T€), Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen in Höhe von 58 T€ (Vorjahr: 60 T€), die mit Rückdeckungsansprüchen in Höhe von 8 T€ (Vorjahr: 7 T€) saldiert wurden, sowie den anderen Rückstellungen. Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen die Körperschaftsteuer (288 T€; Vorjahr: 305 T€), die Gewerbesteuer (1.493 T€; Vorjahr: 971 T€), ausländische Steuern (418 T€; Vorjahr: 183 T€) sowie den Solidaritätszuschlag (16 T€; Vorjahr: 17 T€). Der Posten andere Rückstellungen in Höhe von 12.412 T€ (Vorjahr: 9.356 T€) setzt sich zusammen aus Personalrückstellungen in Höhe von 4.331 T€ (Vorjahr: 3.601 T€) und sonstigen Rückstellungen in Höhe von 8.080 T€ (Vorjahr: 5.755 T€). Die Personalrückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Boni / Prämien (1.902 T€; Vorjahr: 1.431 T€) sowie für Tantiemezahlungen (1.713 T€; Vorjahr: 1.511 T€). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (2.608 T€; Vorjahr: 2.428 T€), Händlervergütungen (1.166 T€; Vorjahr: 1.146 T€) sowie Kosten der Jahresabschlussprüfung (357 T€; Vorjahr: 355 T€). EigenkapitalZur Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel. F. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGLeasingergebnisDie Leasingerträge in Höhe von 1.374.076 T€ (Vorjahr: 1.347.162 T€) entfallen im Wesentlichen auf Erlöse aus Miet- und Leasingverträgen (638.962 T€; Vorjahr: 627.919 T€), Erlöse aus Objektverkäufen bei Mietkauf (585.386 T€; Vorjahr: 570.081 T€) und auf Erlöse aus der Veräußerung von Leasinggegenständen (143.850 T€; Vorjahr: 143.289 T€). Demgegenüber stehen hauptsächlich Leasingaufwendungen für Mietkaufforderungen in Höhe von 587.434 T€ (Vorjahr: 573.306 T€) sowie Aufwendungen aus Abgängen in Höhe von 138.889 T€ (Vorjahr: 142.944 T€). ZinsergebnisDen Zinserträgen in Höhe von 79.821 T€ (Vorjahr: 65.716 T€) stehen Zinsaufwendungen in Höhe von 43.813 T€ (Vorjahr: 21.634 T€) gegenüber. Im Zinsergebnis sind im Wesentlichen Zinserträge aus dem Mietkaufgeschäft (30.996 T€; Vorjahr: 25.669 T€) und aus dem Factoringgeschäft (38.321 T€; Vorjahr: 32.035 T€) sowie Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen (18.679 T€; Vorjahr: 12.867 T€) und Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen (6 T€; Vorjahr: 4 T€) enthalten. ProvisionsergebnisDen Provisionserträgen in Höhe von 938 T€ (Vorjahr: 806 T€) stehen Provisionsaufwendungen, im Wesentlichen für die Vermittlung von Leasing- und Mietkaufgeschäften, in Höhe von 26.477 T€ (Vorjahr: 23.724 T€) gegenüber, wovon 17.975 T€ (Vorjahr: 15.817 T€) auf das Neugeschäft und 5.974 T€ (Vorjahr: 5.572 T€) auf Nacherlöse entfallen. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 8.059 T€ (Vorjahr: 9.587 T€) enthalten im Wesentlichen Erträge aus Leistungsverrechnungen mit verbundenen Unternehmen (4.602 T€; Vorjahr: 7.026 T€), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (846 T€; Vorjahr: 1.062 T€) sowie Erträge aus aktivierten Eigenleistungen (460 T€ ; Vorjahr: 435 T€). Andere VerwaltungsaufwendungenDie anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 33.504 T€ (Vorjahr: 30.389 T€) entfallen hauptsächlich auf:
Sonstige betriebliche AufwendungenDie in dieser Position ausgewiesenen Aufwendungen in Höhe von 3.755 T€ (Vorjahr: 11 T€) enthalten im Wesentlichen mit 3.459 T€ Aufwendungen aus einer umsatzsteuerlichen Korrektur betreffend die Vorjahre. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe 1.206 T€ (Vorjahr: 2.260 T€) gliedern sich wie folgt auf:
G. SONSTIGE ANGABENNachtragsberichtEreignisse von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor. Dienstleistungen für DritteDie abcfinance GmbH erbringt für ihre Schwestergesellschaft abcbank GmbH und für ihre Tochtergesellschaften diverse Dienstleistungen im Zusammenhang mit betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Tätigkeiten (u.a. Marketing, Controlling, Rechtsservice, Interne Dienste). Vertragliche Grundlage bilden der zwischen der abcfinance GmbH und der abcbank GmbH geschlossene Kooperations- und Auslagerungsvertrag sowie die mit den Töchtern der abcfinance GmbH kontrahierten Auslagerungsverträge. Die Kosten werden im jährlichen Umlageverfahren ermittelt. Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Stichtag besteht ein Bestellobligo aus Investitionen in Leasingvermögen in Höhe von 30.289 T€ (Vorjahr: 34.258 T€). Vor dem Hintergrund der Nutzung von Synergieeffekten hat die abcfinance GmbH seit dem Jahr 2013 die Unterstützung und Durchführung ihrer Backoffice-Tätigkeiten betreffend einiger zentraler Aufgabenbereiche ihrer Geschäftsorganisation auf die Schwestergesellschaft abcbank GmbH ausgelagert. Die Kosten werden im jährlichen bzw. im Falle einer Tochtergesellschaft im quartalsweisen Umlageverfahren ermittelt. Darüber hinaus bestehen weitere Auslagerungsverträge im Zusammenhang mit der Durchführung von IT-Tätigkeiten (u.a. Nutzung und Überlassung von Software inkl. Lizenzen und Wartung). Weiterhin bestehen mit der Wilh. Werhahn KG, Neuss, (u.a. für Beratungstätigkeiten) Dienstleistungsverträge sowie ein Mietvertrag für Büro- und Geschäftsräume, deren Kosten auf Grundlage des jährlichen Umlageverfahrens in Rechnung gestellt werden. Darüber hinaus bestehen weitere Mietverträge mit Dritten für Büro- und Geschäftsräume. Insgesamt sind in 2023 Kosten in Höhe von insgesamt 15.488 T€ (Vorjahr: 14.762 T€) angefallen. In den Folgejahren werden Belastungen in ähnlicher Höhe erwartet. Steuerliche VerhältnisseBeim Finanzamt Neuss wird die Gesellschaft unter der Steuernummer 122/5960/1418 geführt. Die Hako Finance GmbH, die DeTeWe Finance GmbH und die Schneidereit Finance GmbH gehören zum umsatz- und ertragsteuerlichen Organkreis der Wilh. Werhahn KG, Neuss. Die abcfinance Holding GmbH, die abcfinance GmbH sowie die abcfinance advise GmbH bildet einen ertragsteuerlichen Organkreis mit der Wilh. Werhahn KG. Die milon financial Services GmbH, die ETL Finance GmbH & Co. KG, die ETL Finance Verwaltungs GmbH, die abcfinance B. V. sowie die abcfinance GmbH, Wien, bilden keine steuerliche Organschaft mit der Wilh. Werhahn KG. MindestbesteuerungsgesetzIn Deutschland sowie in weiteren Ländern, in denen die Werhahn-Gruppe tätig ist, wurde ein Gesetz zur Einführung einer globalen Mindestbesteuerung eingeführt, das einen effektiven Steuersatz von mindestens 15 % vorsieht. Da dieses Gesetz erst zum 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist, ergeben sich im Konzernabschluss 2023 keine Auswirkungen. Die Regelung des § 274 Abs. 3 HGB über die Nichtberücksichtigung latenter Steuern aus der Anwendung in- oder ausländischer Mindestbesteuerungsgesetze ist gern. Artikel 91 Abs. 2 EHGB bereits auf den Jahresabschluss / Konzernabschluss zum 31.12.2023 anzuwenden. Sich ggf. aus dem Mindestbesteuerungsgesetz ergebende Steuern sind im Entstehungszeitpunkt als tatsächlicher Steueraufwand zu erfassen. Die Werhahn-Gruppe hat die Auswirkungen der Gesetze zur Einführung einer globalen Mindestbesteuerung für die einzubeziehenden Länder und Gesellschaften analysiert. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss sind von untergeordneter Bedeutung. Auch in künftigen Perioden werden keine wesentlichen Auswirkungen erwartet. PersonalbestandIm abgelaufenen Geschäftsjahr wurden - ohne Geschäftsführer und Auszubildende -durchschnittlich 554,0 (Vorjahr: 537,5) Mitarbeiter beschäftigt. Gesamthonorar AbschlussprüferDas Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf 571 T€, darunter 120 T€ aus dessen internationalem Verbund, und betrifft in voller Höhe Jahresabschlussprüfungsleistungen. GeschäftsführungGeschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:
Die Geschäftsführung hat für ihre Tätigkeit von der Gesellschaft Bezüge in Höhe von 1.556 T€ (Vorjahr: 1.171 T€) erhalten. Angaben gern. § 340a Abs. 4 HGBDie Geschäftsführer nehmen die folgenden Aufsichtsratsmandate wahr:
Angaben gem. § 264 Abs. 3 HGBDie Gesellschafter der abcfinance Holding GmbH, Neuss, sowie die abcfinance advise GmbH, Köln, verzichten gern. § 264 Abs. 3 HGB auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse. Beziehungen zum MutterunternehmenDer Teilkonzernabschluss ist in den Konzernabschluss der Alleingesellschafterin Wilh. Werhahn KG, Neuss, einbezogen. Der dort erhältliche Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.
Neuss, den 20. März 2024 abcfinance Holding GmbH Alexander Boldyreff Andreas König Stephan Kühne Stephan Ninow Andrea Ritzmann Peter-Alexander Wankum Konzernlagebericht 20231. Grundlagen des Konzerns1.1. GeschäftsmodellDie abcfinance Holding GmbH, Neuss, ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Wilh. Werhahn KG, Neuss, und seit dem 01. Januar 2020 Muttergesellschaft der abcfinance GmbH, Köln. Bei Angaben, die den Konzern betreffen, werden die abcfinance Holding GmbH und ihre Beteiligungen im Folgenden auch "TK abcfinance Holding" oder "Teilkonzern" genannt. Die abcfinance Holding GmbH hält zum 31. Dezember 2023 folgende Beteiligungen:
Die rechtliche Struktur der in den Konzernabschluss der abcfinance Holding GmbH einbezogenen abcfinance GmbH samt ihrer Tochtergesellschaften stellt sich wie folgt dar: Gesamtüberblick abcfinanceRechtliche SichtweiseTochtergesellschaften Leasing (100%)
Tochtergesellschaften
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milon financial Services GmbH (68,9%) |
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ETL Finance GmbH & Co. KG (55,3%) |
| ― |
ETL Finance Verwaltungsgesellschaft mbH (56%) |
| ― |
abcfinance B.V. (Niederlande) |
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abcfinance GmbH (Österreich) |
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abcfinance advise GmbH |
Die abcfinance Holding GmbH bietet im Geschäftsfeld Leasing - über die abcfinance GmbH und ihre Tochtergesellschaften - alle Produkte einer universell agierenden Mobilienleasinggesellschaft an. Hierunter fallen insbesondere die erlasskonformen Leasingvertragsvarianten. Zudem werden Mietkauf- und Mietgeschäfte getätigt. Im Geschäftsfeld Factoring werden Geldforderungen aus Waren- und / oder Dienstleistungsgeschäften von Anschlusskunden (Factoringkunden) gegenüber deren Debitoren angekauft. Dabei kommt nahezu ausschließlich das offene Verfahren zum Einsatz.
Bei diversen Beteiligungen bestehen enge wirtschaftliche Beziehungen zu den Herstellergesellschaften, welche als Kooperationspartner die übrigen Anteile der jeweiligen Tochtergesellschaft halten.
Die abcfinance GmbH hat ihre Vertriebsorganisation in 2019 in die advise eingebracht. Mit der advise besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
Von den hundertprozentigen Tochtergesellschaften haben die DeTeWe, Hako, und die Schneidereit mit der abcfinance GmbH einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.
Das Schwesterunternehmen abcbank GmbH, Köln, (nachfolgend "abcbank") bietet das Kredit-und Einlagengeschäft für ausgesuchte Kundengruppen an. Die Hauptaufgabe der abcbank ist jedoch der Ankauf der Leasing-, Mietkauf und Factoringforderungen der abcfinance - sie dient als Refinanzieren
Die Vertriebsorganisation der Teilkonzerne abcfinance Holding GmbH (mit der Tochtergesellschaft abcfinance GmbH) und abc Holding GmbH (mit der Tochtergesellschaft abcbank GmbH) - zusammen Geschäftsbereich abcfinance - gliedert sich nach Geschäftsfeldern wie folgt:
Der abcfinance Holding GmbH erstellt in ihrer Eigenschaft als Mutterunternehmen für das Geschäftsjahr 2023 einen Nachhaltigkeitsbericht und veröffentlicht ihn auf Ihrer Website.
Der TK abcfinance Holding verfolgt in ihrer Geschäftsstrategie das übergeordnete Ziel des langfristigen, ertragsorientierten Wachstums mit konsequenter Wertsteigerung des Unternehmens. Zur Erreichung dieses Ziels strebt die abcfinance GmbH organisches und anorganisches Wachstum an. Sich bietende Möglichkeiten wie Akquisitionen in Form von Asset Deals oder Share Deals, die zum Gesamtgefüge der abcfinance passen, werden nach ausführlicher Prüfung wahrgenommen.
Die abcfinance hat im vergangenen Jahr den Ausbau digitaler Prozesse intensiv fortgesetzt. Hierbei standen drei Entwicklungsschwerpunkte im Vordergrund:
abcfinance forcierte im vergangenen Jahr den Ausbau digitaler Prozesse, denn die Digitalisierung verändert nicht nur das Kundenverhalten, sondern beeinflusst auch die Erwartungshaltung, die Kunden an Unternehmen bezüglich deren Produkte und Dienstleistungen stellen. Mit Hilfe von Lease Seven, einem digitalen Vertriebstool der abcfinlab GmbH, ist es der abcfinance gelungen, Vertragsabschlüsse zu einem modernen, digitalen Kundenerlebnis zu machen - von der Vertragserstellung bis zur Auszahlung. Dies erfolgt papierlos und völlig unkompliziert innerhalb weniger Minuten. Zuvor wird mithilfe des Tools das Leasingangebot berechnet, die Bonität des Kunden geprüft, der Kunde legitimiert und der Leasingvertrag vom Kunden abschließend digital unterschrieben. Dieser Verkaufsprozess kann sowohl vor Ort beim Kunden als auch Remote ausgeführt werden. Lease Seven wurde im Jahr 2023 für die Absatzfinanzierung angepasst, so dass die digitale Leasinglösung nun auch in diesem Vertriebskanal der abcfinance genutzt werden kann.
Viele strategische Partner, das sind sowohl bedeutende Hersteller als auch Handelsplattformen, wünschen sich, dass die Leasingprozesse von abcfinance in ihre Herstellungs- und Kundenprozesse integriert und vollautomatisiert werden. Hierzu hat abcfinance im Rahmen des SOA-Projektes (Serviceorientierte Architektur) begonnen, die heute monolithische IT-Architektur zu einer sehr schnell anpassungsfähigen IT-Landschaft mit einem modernen API-Management (Programmierschnittstellen-Management) und schlanken JAVA-Services zu entwickeln. Besonders größere Partner wünschen das eigene Frontend zu nutzen und über dieses dann auf das digitale Backend der abcfinance zugreifen zu können. Über das eingesetzte API-Management können die JAVA-Services individuell für jeden Partner zusammengestellt werden. Erste API-Anbindungen zu Partnern werden aktuell vollzogen. Die Anbindung jedes weiteren Partners stärkt die Kundenbindung und nachhaltiges Wachstum in diesem Segment.
Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz unter dem Stichwort generative AI und ChatGPT ist derzeit in aller Munde. Insbesondere die Spezialausprägung der "Large Language Models (LLM)" wie ChatGPT, Google Bard, oder anderen hat das Potenzial die Arbeitswelt nachhaltig zu verändern. Aus diesem Grund testet die abcfinance mit einem solchen LLM-Anbieter die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten unter regulatorischen, sicherheitstechnischen und datenschutzrechtlichen Aspekten. Gemeinsam mit anderen Wirtschaftsunternehmen und wissenschaftlicher Unterstützung von Mitarbeitern der Hochschule Konstanz für Technik, Wirtschaft und Gestaltung wird an einer AI Governance gearbeitet, welche die regulative Basis für den Einsatz von AI in Unternehmen darstellt.
Die Folgen der globalen Krisenherde nahmen auch im Jahr 2023 weiterhin Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Infolgedessen stagnierte die Entwicklung in der deutschen Volkswirtschaft bedingt durch die konjunkturelle Abkühlung im Sommerhalbjahr und war im letzten Quartal des Jahres mit -0,3 % rückläufig. 1 Die Inflation, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), lag im Jahresdurchschnitt bei +6,0 % nach +8,7 % im Vorjahr, und sank insbesondere im letzten Quartal des Jahres unter 4 %. Treiber dieser Entwicklung waren vorrangig Preiserhöhungen bei Verbrauchsgütern sowie für Energie. 2 In diesem Umfeld setzte die EZB ihren Kurs der straffen Geldpolitik zur Eindämmung der Inflation im Euroraum fort. Der Hauptrefinanzierungssatz wurde von 2,5 % zu Jahresbeginn in sechs Zinsschritten sukzessive auf 4,5 % im September 2023 angehoben. 3 Bedingt durch die unterjährigen Preissteigerungen und Zinserhöhungen nahm der Konsum privater Haushalte trotz kräftiger Lohnzuwächse mit -0,8 % (Anteil am BIP) leicht ab und konnte, ebenso wie der erstmals seit 20 Jahren rückläufige staatlichen Konsum (-1,7%), die Konjunktur nicht stützen. 4 5 Auch die Unternehmen litten im Jahresverlauf zunehmend unter einem hohen Kostendruck sowie einer schwachen Nachfrage, lediglich die Automobilproduktion sowie die durch staatliche Investitionen getragene Rüstungsindustrie zeigten sich robust. Dies zeigte sich auch bei den moderat zurückgehenden Importen (-3,0 %) sowie einem mit -1,8 % im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufigen Exportgeschäft. Die Ausrüstungsinvestitionen zeigten sich insbesondere aufgrund der staatlich geförderten Nachfrage im PKW-Bereich sowie den staatlichen Investitionen für Rüstung robust und nahmen im Berichtsjahr um +3,0 % leicht zu. Die Bruttowertschöpfung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen weist ein heterogenes Bild auf. Während die Automobilbranche nebst Zulieferer positive Impulse setzten konnte, war im produzierenden Gewerbe insgesamt ein moderater Rückgang in Höhe von -2 % zu verzeichnen, hierunter das Verarbeitende Gewerbe mit einem leichten Rückgang von -0,4 %. Insbesondere in den energieintensiven Industriezweigen nahm die Wertschöpfung deutlich ab. 6
1 https://www.destatis.de/Pressemitteilungen
Januar 2024
2 https://www.destatis.de/Pressemitteilungen
Januar 2024
3
https://publikationen.bundesbank.de/monatsbericht-januar-2024
4
https://www.ifo.de/ifo-konjunkturprognose-winter-2023
5 https://www.destatis.de/Pressemitteilungen
Januar 2024
Darüber hinaus nahmen weitere Faktoren wie der Fachkräftemangel, eine zunehmende Überregulierung sowie fiskal- und klimapolitische Herausforderungen nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Schuldenbremse Einfluss auf die Lage der deutschen Wirtschaft und sorgten dafür, dass Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge das kalenderbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 mit -0,1 % (Vorjahr: +1,9 %) leicht rückläufig ausfällt. 7 8
Die deutsche Leasingbranche erwies sich im Jahr 2023 trotz der konjunkturellen Abkühlung als stabil. Der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) geht für das Jahr 2023 davon aus, dass das gesamte Leasinggeschäft zu Anschaffungskosten im Vergleich zum Vorjahr mit +15 % einen kräftigen Zuwachs erfuhr. Dabei entfiel auf das Neugeschäft im Leasing ein deutliches Plus von über 17,8 %, das Mietkaufgeschäft hingegen wies ein leichtes Wachstum von +1,8 % auf. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass unter anderem durch die Inflation bedingte Preissteigerungen in bestimmten Objektgruppen einen Einfluss auf diese Entwicklung nahmen. Die Anzahl neu abgeschlossener Leasingverträge erhöhte sich erheblich um +20,2 %, die der Mietkaufverträge nahm moderat um -3,1 % ab. Der Rückgang im Mietkauf war insbesondere auf die nachlassende Nachfrage in der Objektgruppe Busse, LKW und Anhänger zurückzuführen. Das Wachstum zu Anschaffungswerten in den einzelnen Objektgruppen zeigte unter dem Einfluss der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein differenziertes Bild. So konnte das bereits im Vorjahr stark ausgeweitete Geschäft im Fahrrad-Leasing auch im Jahr 2023 mit +17 % kräftig zulegen. Die Objektgruppe Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien profitierte von der anhaltenden Nachfrage am Markt und wuchs mit einem erheblichen Plus von über 22 %. Konjunkturell bedingte Rückgänge hingegen verzeichneten die Objektgruppen Produktionsmaschinen (-15,1 %) sowie Agrartechnik (-10,6 %). Das für den Leasingmarkt besonders wichtige Fahrzeugleasing, allem voran PKW, erfuhr eine spürbare Zunahme neu kontrahierter Verträge (+8 %), welche mit einem erheblichen Anstieg der Anschaffungspreise von mehr als 20 % einherging. Die Preissteigerungen lagen damit deutlich über der durchschnittlichen Inflationsrate des Jahres 2023. Begünstigt wurde das Wachstum im PKW-Bereich durch nachgeholte Anschaffungen, die aufgrund der Lieferkettenproblematik im Jahr 2022 nicht realisiert werden konnten, sowie durch staatliche Fördermaßnahmen. 9
6 https://www.destatis.de/Pressemitteilungen
Januar 2024
7 https://www.destatis.de/Pressemitteilungen
Januar 2024
8 vgl. BDL-Rundschreiben 07-01-2024:
Gesamtwirtschaftliche Einordnung vom 14.02.2024
Weiterhin Sorgen bereitet dem Branchenverband, mit Blick auf die für den Digitalisierungs- und Transformationsprozess dringend erforderlichen Investitionen, die Zurückhaltung deutscher Unternehmen. 75 % der mittelständischen Unternehmen entscheiden sich bei ihren Zukunftsinvestitionen für eine Finanzierung mittels Leasings und investieren jährlich rund 70 Mrd. € in eine Vielzahl von Objekten. Die Leasingbranche ist vor allem durch ihre mittelständische Kundschaft sowie in der Mehrzahl banken- und herstellerunabhängigen Leasinggesellschaften geprägt. Die Regulatorik auf europäischer und nationaler Ebene hingegen hat diese Gruppe bei ihren Entscheidungen meist nicht im Fokus. 10 Faktoren, die neben der wirtschaftlichen Entwicklung die Investitionsentscheidung zusätzlich beeinflussen.
Im Jahr 2023 konnte Factoring weiterhin seine Stärke eines krisensicheren Finanzierungspartners unterstreichen, welcher auch in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld die Unternehmen zuverlässig mit Liquidität versorgt und darüber hinaus als kompetenter Begleiter des Transformationsprozesses agiert. Bis zur Jahresmitte 2023 profitierte das Factoringgeschäft insbesondere von einer stabilen Entwicklung im Inlandsgeschäft. 11 Hochrechnungen des Gesamtverbands der Versicherer zufolge erhöhte sich das Volumen zur Deckung von Warenkrediten und Kautionen vor dem Hintergrund der schwachen konjunkturellen Entwicklung im Jahr 2023 moderat auf 587 Mrd. € (+4,5 %). Im Berichtsjahr ist die Zahl der durch Kreditversicherer übernommenen Zahlungsausfälle signifikant auf über 1,2 Mrd. € (+44% gegenüber 2022) angewachsen; erstmalig auch in bislang unauffälligen Branchen, wie beispielsweise dem Gesundheitswesen. 12
Bis zum ersten Halbjahr 2023 stieg der Factoringumsatz nach Aussage des Deutschen Factoring-Verbands e. V. gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres wahrnehmbar auf 192,8 Mrd. € (+5,7%). Das nationale Factoringgeschäft konnte mit einem Plus von 12,6% deutlich auf rund 142 Mrd. € zulegen. Im internationalen Factoringgeschäft zeigten sich die Effekte aus dem schwachen Außenhandel, infolgedessen reduzierten sich die Umsätze um 5,4 Mrd. € auf 50,8 Mrd. €; dies entspricht einem Rückgang von 9,7 %. Die Anzahl der Factoringkunden bewegte sich mit einer Zahl von 106.000 (+0,3 %) leicht über der des Vorjahres. 13 Mit einem Marktanteil von 16 % (gemessen am Gesamtumsatz) konnte der deutsche Factoringmarkt seine Stellung als zweitgrößter in Europa unterstreichen. Nach Erhebungen der EUF (EU Federation for Factoring and Commercial Finance) stieg der Umsatz europäischer Factoringunternehmen im Zeitraum von Mitte 2022 bis Mitte 2023 um 58 Mrd. € auf einen Rekordwert von 1.202 Mrd. €. Die Factoringquote, als prozentualer Anteil des Factoringumsatzes am Bruttoinlandsprodukt, lag in Deutschland für das 1. Halbjahr 2023 unverändert bei 9,7 %. Damit lag Deutschland nach wie vor leicht unter dem von der EUF ermittelten EU-Durchschnitt (11,9 % im 1. Halbjahr 2023). 14
9 vgl. BDL-Rundschreiben 07-01-2024:
Gesamtwirtschaftliche Einordnung vom 14.02.2024
10
https://bdl.leasingverband.de//kernforderungen-des-bdl-zur-europawahl-2024
11 https://www.factoring.de/halbjahresbericht
2023
12
https://www.gdv.de/zahlungsausfaelle-und-insolvenzen-steigen
Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von der allgemeinen wirtschaftlichen Eintrübung aufgrund der Folgen der globalen Krisenherde. Das Neugeschäft im Leasing ist in hohem Maße von der Investitionsneigung der mittelständischen Kunden abhängig. Trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Bedingungen profitierte der Geschäftsbereich von Nachholeffekten aus der sich weiter entspannenden Lieferkettenproblematik und der erfolgreichen Weitergabe der gestiegenen Refinanzierungskosten. Dies sorgt zusammen mit inflationsbedingten Preissteigerungen für eine erfreuliche Entwicklung im Leasingneugeschäft. Das Factoringgeschäft wurde hingegen stärker als erwartet beeinflusst.
Bei der Risikovorsorge konnte der Geschäftsbereich den erwarteten moderaten Anstieg beobachten. Ein Teil der mittelständischen Kunden, in Abhängigkeit von der Branche, befindet sich weiterhin in einer wirtschaftlich schwierigen Situation, was sich in einem Anstieg der Insolvenzen zum Jahresende zeigt. Die abcfinance hat dieser Risikosituation durch eine angemessene Risikovorsorge Rechnung getragen.
13 https://www.factoring.de/halbjahresbericht
2023
14 https://www.euf.eu.com/half-year-factoring
2023
Insgesamt verlief das Geschäftsjahr erfreulich.
| Jahr | ||||
| 2023 | 2022 | 2021 | ||
| Mobilienleasing/Mietkauf | ||||
| Barwertüberschuss | Mio. € | 92,6 | 68,2 | 77,5 |
| Anzahl Verträge Neugeschäft | Anzahl | 36.420 | 33.635 | 32.469 |
| Vertragsbestand | ||||
| - zu Buchwerten | Mio. € | 1.724,0 | 1.693,9 | 1.672,8 |
| - Neugeschäft | Mio. € | 1.288,6 | 1.273,0 | 1.159,7 |
Das Neugeschäftsvolumen im Bereich Mobilienleasing / Mietkauf des TK abcfinance Holding ist im Jahr 2023 sichtbar um 1,2% auf 1.288,6 Mio. € (Vorjahr: 1.273,0 Mio. €), womit der ambitionierte Planwert (1.354,1 Mio. €) leicht verfehlt wurde. Vom Neugeschäft entfallen 709,4 Mio. € (55,0 %) auf Leasing- und 579,2 Mio. € (45,0 %) auf Mietkaufverträge.
Der Barwertüberschuss konnte gegenüber dem Vorjahr (68,2 Mio. €) erheblich um 35,9 % auf 92,6 Mio. € gesteigert werden. Ursächlich für den Anstieg ist, dass das gestiegene Marktzinsniveau im Berichtsjahr erwartungsgemäß an die Kunden weitergegeben werden konnte.
Insgesamt verlief das Geschäftsjahr zurückhaltend.
| Jahr | ||||
| 2023 | 2022 | 2021 | ||
| Factoring | ||||
| Gesamt-Volumen | Mio. € | 4.505,2 | 4.644,8 | 4.234,4 |
| Angedientes Forderungsvolumen | Mio. € | 4.504,9 | 4.644,3 | 4.233,8 |
| Factoringertrag | Mio. € | 32,3 | 31,1 | 29,7 |
| Aktive Anschlusskunden | Anzahl | 1.419 | 1.853 | 1.519 |
Das Factoringvolumen verringerte sich im Geschäftsjahr bedingt durch den Rückzug insbesondere einiger größerer Anschlusskunden spürbar um 139,6 Mio. € bzw. 3,0% auf 4.505,2 Mio. € (Vorjahr: 4.644,8 Mio. €). Damit konnte die ambitionierte Prognose, die von einem spürbaren Anstieg auf 4.950,0 Mio. € ausging, nicht erreicht werden. Dabei entfällt der Rückgang vollständig auf das inländische Geschäft (-146,9 Mio. €); das ausländische Geschäft hingegen verzeichnet einen minimalen Anstieg (+7,3 Mio. €). Der Factoringertrag konnte durch Margenwachstum dennoch leicht 1,2 Mio. € bzw. 3,9 % auf 32,3 Mio. € (Vorjahr: 31,1 Mio. €) gesteigert werden. Somit wurde der Planwert (33,1 Mio. €) nur leicht verfehlt.
Die Risikoquote liegt mit 0,13 % leicht unter dem Vorjahreswert (0,16 %) sowie leicht über dem Planwert (0,11 %), während die Anzahl der aktiven Anschlusskunden merklich gesunken ist (1.419; Vorjahr: 1.853).
In der folgenden Darstellung sind Erträge und Aufwendungen nach betriebswirtschaftlichen Kriterien gegliedert:
| 2023 | 2022 | Veränderung | ||
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Leasing-, Factoring- und Zinserträge inkl. Mietkaufverträge | 1.453,9 | 1.412,8 | 41,1 | 2,9 |
| Leasingaufwendungen, insbes. Abschreibungen | -1.286,5 | -1.280,1 | -6,4 | 0,5 |
| Zinsaufwendungen | -43,8 | -21,6 | -22,2 | >100,0 |
| Provisionsergebnis | -25,5 | -22,9 | -2,6 | 11,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8,1 | 9,6 | -1,5 | -15,6 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3,8 | 0,0 | -3,8 | 100,0 |
| Verwaltungsaufwendungen * | -87,4 | -82,2 | -5,2 | 6,3 |
| Risikoaufwand auf Forderungen (saldiert) | -8,0 | -10,1 | 2,1 | -20,8 |
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 7,0 | 5,5 | 1,5 | 27,3 |
* einschließlich Abschreibungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Die aus dem Leasing-, Factoring- und Mietkaufgeschäft erwirtschafteten Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr moderat um 2,9 % auf 1.453,9 Mio. € (Vorjahr: 1.412,8 Mio. €) erhöht. Die Leasingaufwendungen bewegen sich mit 1.286,5 Mio. € bzw. +0,5 % auf Vorjahresniveau (1.280,1 Mio. €). Ursächlich hierfür sind einerseits auf Vorjahresniveau verweilende planmäßige Abschreibungen und eine sichtbar rückläufige Ertragsabgrenzung sowie deutlich gestiegene Factoringerträge. Aufgrund dessen hat sich das Leasingergebnis außerordentlich um 34,7 Mio. € auf 167,4 Mio. € (Vorjahr: 132,7 Mio. €) verbessert.
Der drastische Anstieg der Zinsaufwendungen um 22,2 Mio. € auf 43,8 Mio. € (Vorjahr: 21,6 Mio. €) resultiert aus höheren Refinanzierungskosten aus dem Forfaitierungsgeschäft aufgrund der deutlich gestiegenen Zinskonditionen. Die wahrnehmbare Erhöhung des negativen Provisionsergebnisses um 2,6 Mio. € auf 25,5 Mio. € (Vorjahr: 22,9 Mio. €) ist durch das gestiegene Neugeschäft begründet.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (3,8 Mio. €; Vorjahr: 0,0 Mio. €) enthalten Aufwendungen aus einer umsatzsteuerlichen Korrektur betreffend die Vorjahre in Höhe von 3,5 Mio. €.
Die Verwaltungsaufwendungen sind sichtbar um 5,2 Mio. € bzw. 6,3 % auf 87,4 Mio. € (Vorjahr: 82,2 Mio. €) gestiegen. Ursächlich hierfür sind insbesondere moderat um 4,3 % (+1,8 Mio. €) gestiegene Personalaufwendungen. Zudem sind im Jahresvergleich sowohl die Sachkostenumlagen (+0,6 Mio. €) als auch die EDV-Kosten (+0,9 Mio. €) wesentlich gestiegen.
Der Risikoaufwand hat sich merklich um 2,1 Mio. € auf 8,0 Mio. € (Vorjahr: 10,1 Mio. €) verringert. Der Rückgang ist auch auf einen im Vorjahr enthaltenen Einmaleffekt in Höhe von 1,0 Mio. € aus der Umstellung auf BFA 7 zurückzuführen.
Aufgrund des erfreulichen Leasingergebnisses konnte der TK abcfinance Holding der Prognose trotzen und ein deutlich positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (7,0 Mio. €; Vorjahr: 5,5 Mio. €) erzielen.
Um eine verlustfreie Bewertung der Leasinggegenstände zu ermöglichen, wird immer dann, wenn der sich nach der planmäßigen Abschreibung ergebende Buchwert den Ertragswert des Leasingvertrages nicht mehr deckt, eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Die barwertinduzierten außerplanmäßigen Abschreibungen beliefen sich im Jahr 2023 auf 80,0 Mio. €, und liegen somit sichtbar um 5,6 % unter dem Vorjahr (84,7 Mio. €).
Der Konzern weist Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 2,3 Mio. €) aus.
Bei der Bilanzierung von Leasingverträgen ergeben sich regelmäßig zeitliche Ergebnisverschiebungen, die aus den diversen Ertrags- und Aufwandsverrechnungen sowie den genannten Abschreibungsbedingungen resultieren. Zum Ausgleich dieser Verschiebungen führt der TK abcfinance eine Substanzwertberechnung des Vertragsbestands nach dem vom Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V. (BDL) entwickelten Schema durch. Hierbei werden die über die gesamte Restlaufzeit der Verträge generierten Erträge und Aufwendungen einander gegenübergestellt, um die Höhe und Veränderung der stillen Reserven aufzuzeigen.
Das Finanzmanagement verfolgt die Ziele, jederzeit ausreichende Finanzierungsmittel zu Verfügung zu stellen, für laufzeitenkongruente, unabhängige Refinanzierung zu sorgen und die Zinsoptimierung durch unterschiedliche Refinanzierungsquellen sicherzustellen.
Die Refinanzierungsbedingungen für Leasingunternehmen sind weiterhin durch die marktpolitischen Maßnahmen, die im Zusammenhang mit den gesamtwirtschaftlichen Folgen des Ukrainekriegs unternommen worden, beeinflusst. Auf etwaige Unsicherheiten hatten wir in unserer Prognose für das Jahr 2023 hingewiesen. Das starke Wachstum des TK abcfinance Holding stellt zudem hohe Anforderungen an die Liquiditätsbeschaffung.
Der Konzern verfügt über zwei Standbeine der Refinanzierung:
Zum einen handelt es sich um Kreditlinien bei konzernfremden Kreditinstituten. Die Refinanzierung des Konzerns durch Kreditinstitute beruht aktuell auf Linien von 18 Kreditinstituten (Landesbanken, Sparkassen und Privatbanken), die im Wesentlichen bis auf Weiteres gewährt wurden. Die Kreditlinien können über Kontokorrentkredite sowie Geld- und Kapitalmarktdarlehen in Anspruch genommen werden. Die Kreditlinien sind gegenüber der Vorperiode nahezu unverändert (1.300,5 Mio. €; Vorjahr: 1.320,5 Mio. €). Zum Bilanzstichtag wurde ein Betrag in Höhe von 841,7 Mio. € in Anspruch genommen, was einer Auslastung von 65 % entspricht. Diese Mittel werden teilweise zur Refinanzierung an Tochtergesellschaften weitergeleitet.
Zum anderen stellt die abcbank dem TK abcfinance Holding einerseits kurzfristige Mittel über einen Kontokorrentkredit zur Verfügung. Weiterhin erfolgt die kurz- und mittelfristige Refinanzierung über den Forderungsverkauf von Factoring-, Leasing- und Mietkaufforderungen an die abcbank. Der Bestand des vom TK abcfinance Holding an die abcbank forfaitierten Leasing- und Mietkaufgeschäfts belief sich zum Stichtag auf 2.036,5 Mio. € (Vorjahr: 1.923,6 Mio. €); im Geschäftsjahr 2023 wurden Forderungen aus dem Leasing- und Mietkaufgeschäft in Höhe von 888,8 Mio. € (Vorjahr: 885,2 Mio. €) durch die abcbank angekauft.
Innerhalb der abcfinance wird das Cash-Pooling-System genutzt.
Die Bilanzsumme des Teilkonzerns erhöhte sich im Berichtsjahr um 37,4 Mio. € bzw. 1,5 % auf 2.469,8 Mio. € (Vorjahr: 2.432,4 Mio. €). Dies war auf der Aktivseite der Bilanz insbesondere durch eine geringe Erhöhung des Leasingvermögens (+30,1 Mio. €) sowie durch eine sichtbare Zunahme der Kundenforderungen aus dem Mietkaufgeschäft (+30,3 Mio. €) bedingt. Beides ist auf ein starkes Neugeschäft zum Jahresende zurückzuführen. Gegenläufig wirkten eine erhebliche Abnahme der Forderungen an Kreditinstitute (-7,2 Mio. €), eine minimale Abnahme der Factoringforderungen (-6,3 Mio. €) sowie eine deutliche Abnahme der Forderungen auf noch nicht aktiviertes Mietkaufgeschäft (-4,2 Mio. €).
Auf der Passivseite spiegelt sich die erfreuliche Neugeschäftsentwicklung in einer moderaten Steigerung des forfaitierten Geschäfts um 42,6 Mio. € auf 1.285,1 Mio. € (Vorjahr: 1.242,5 Mio. €). Gegenläufig entwickelten sich insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-17,4 Mio. €).
Inflations- oder Wechselkurseinflüsse haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Vermögenshöhe genommen.
Investitionen im Teilkonzern teilen sich auf in Ersatzbeschaffungen und Kapazitätserweiterungen. Im Berichtsjahr wurden Ersatzbeschaffungen in Form von PKW, Hardware sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von 0,7 Mio. € getätigt. Zur Kapazitätserweiterung wurden 5,4 Mio. € eingesetzt.
Aufgrund der breiten Refinanzierungsbasis des Teilkonzerns über die bestehenden Kreditlinien bei Banken und über die Schwestergesellschaft abcbank gibt es keine nennenswerten Liquiditätsrisiken. Ausreichende Liquidität war im Geschäftsjahr sichergestellt. Die Refinanzierung erfolgt ausschließlich in Euro; Währungsrisiken werden nicht eingegangen.
Zur internen Steuerung des Geschäftsbereichs abcfinance werden folgende Leistungsindikatoren, sogenannte Key Performance Indicators, herangezogen. Finanzielle Leistungsindikatoren sind RoE (Return on Equity = Eigenkapitalrendite), RoA (Return on Assets = Gesamtkapitalrendite) und CIR (Cost-Income-Ratio = Aufwand-Ertrag-Relation).
Der TK abcfinance Holding hat sein Wachstum verstärkt über die Schwestergesellschaft abcbank, mittels Forfaitierung, refinanziert. Dies führt dazu, dass sich bei alleiniger Betrachtung des Konzerns die Interpretationen der Kennzahlen RoA, RoE und CIR stark verschieben. Eine Beurteilung des Erfolgs muss daher auf Ebene des Geschäftsbereiches abcfinance erfolgen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde in der abcbank GmbH mit Auswirkung auf den Geschäftsbereich abcfinance für das wirtschaftliche Reporting eine Anpassung in der Substanzwertrechnung vorgenommen. Zum vorherigen Berichtsstichtag wurden Liquiditätsüberschüsse nicht verzinst. Zum aktuellen Berichtsstichtag erfolgt nun eine Verzinsung der Liquiditätsüberschüsse. Diese Anpassung wirkt sich unmittelbar und erhöhend auf die Substanzwertrechnung und somit auf das wirtschaftliche Ergebnis EBITA des Geschäftsbereichs abcfinance aus. Der Effekt aus der Umstellung beträgt 17,3 Mio. €, davon entfallen 4,7 Mio. € auf die Vorjahre. Dies wirkt sich aufgrund des veränderten wirtschaftlichen Ergebnisses auch auf die Berechnung der Kennzahlen RoE und RoA aus.
Die Eigenkapitalrendite stellt eine Kennziffer zur Beurteilung der Ertragslage dar, die das Ergebnis des Jahres im Verhältnis zum erweiterten Eigenkapital (bilanzielles Eigenkapital zuzüglich Substanzwert nach Steuern) anzeigt. Das Ergebnis wird durch das für Leasinggesellschaften relevante bereinigte wirtschaftliche Ergebnis (EBITA) repräsentiert, dass sich aus dem operativen HGB-Ergebnis (vor Steuern), einer Zinsgutschrift für den Substanzwert sowie der Substanzwertveränderung zusammensetzt.
RoE = Bereinigtes wirtschaftliches Ergebnis EBITA / Unterstelltes Ø erweitertes Eigenkapital * 100 [%]
Der RoE liegt für das Jahr 2023 mit 7,2 % unter dem Planniveau (8,4 %) und über dem Vorjahr (6,3 %; der Vorjahreswert ohne Berücksichtigung der Verzinsung von Liquiditätsüberschüssen lag bei 5,1 %). Begründet ist dies durch das erheblich gesteigerte wirtschaftliche Ergebnis, welches insbesondere durch die positive Substanzwertveränderung, bedingt durch das margenstarke Neugeschäft und die Verzinsung der Liquiditätsüberschüsse, verbessert werden konnte. Der RoE für das Jahr 2023 einschließlich der auf die Vorjahre entfallenen Zinserträge aus der Verzinsung von Liquiditätsüberschüssen liegt bei 8,3 %.
Die Gesamtkapitalrendite stellt eine Kennzahl zur Ermittlung der Rentabilität des eingesetzten Gesamtkapitals dar. Das Ergebnis wird durch das wirtschaftliche Ergebnis (EBITA) dargestellt.
RoA = Wirtschaftliches Ergebnis (EBITA) / Ø Bilanzsumme * 100 [%]
Der RoA liegt im Geschäftsjahr 2023 mit 0,7 % unter dem Planniveau (0,9 %) und, aufgrund des höheren wirtschaftlichen Ergebnisses, über dem Vorjahresniveau (0,7 %; der Vorjahreswert ohne Berücksichtigung der Verzinsung von Liquiditätsüberschüssen lag bei 0,5 %). Der RoA für das Jahr 2023 einschließlich der auf die Vorjahre entfallenen Zinserträge aus der Verzinsung von Liquiditätsüberschüssen liegt bei 0,9 %.
Die Cost Income Ratio stellt die operative Aufwands- und Ertragsrelation dar. Zum vorherigen Berichtsstichtag wurden bei der Berechnung alle Aufwendungen (Personal- und Sachkosten, Abschreibungen sowie Provisionen) ins Verhältnis zu den Erträgen aus dem Neugeschäft, den Nacherlösen und den Nebenerträgen aus dem Bestand sowie dem Finanzbeitrag und den sonstigen betrieblichen Erträgen gesetzt. Zum aktuellen Berichtsstichtag werden die Aufwendungen (Personal-/Sachkosten und Abschreibungen) ins Verhältnis zum betriebswirtschaftlichen Rohertrag und den sonstigen betrieblichen Erträgen gesetzt. Die CIR erlaubt eine quantitative Aussage über die Effizienz der Leistungserstellung. Je geringer der Wert, desto effizienter wirtschaftet das Unternehmen.
Die CIR ist im Geschäftsjahr mit 73,9 % schlechter als geplant (70,7 %) und liegt über dem Vorjahr (61,9%). Ursächlich hierfür sind insbesondere die stark angestiegenen Refinanzierungskonditionen, die zu einer erheblichen Belastung des Rohertrags geführt haben, diese konnte auch durch ein konsequentes Kostenmanagement nicht kompensiert werden. Die nach dem alten Ansatz berechnete CIR beträgt 75,5 % (Vorjahr: 79,9 %).
Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren beobachtet der TK abcfinance Holding zur internen Steuerung die Mitarbeiter-Fluktuationsquote. Diese ist gegenüber dem Vorjahr sichtbar gesunken (12,4 %; Vorjahr: 14,3 %). Der TK abcfinance Holding betreibt ein eigenes Inhouse-Schulungsprogramm. In 2023 lag die Teilnehmerzahl bei 102 Mitarbeitern. Dies entspricht einer Quote von 22,2 % der im TK abcfinance Holding beschäftigten Mitarbeiter.
Die Geschäftsführung der Gesellschaft weist darauf hin, dass die hier dargestellten Erwartungen unterstellen, dass die Teuerungsrate im Jahresverlauf weiter rückläufig ist und infolgedessen die EZB in den Sommermonaten ihre restriktive Geldpolitik mit der Senkung des Zinsniveaus sukzessive - mit positivem Effekt auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung -zurücknimmt. Aus diesem Sachverhalt resultiert eine leichte Planungsunsicherheit bezüglich der erwartbaren Entwicklung der Gesellschaft.
Die deutsche Wirtschaft wird sich im Jahr 2024, wenngleich zeitlich verzögert, voraussichtlich erholen. Getragen wird diese Entwicklung durch eine Ausweitung der privaten Konsumausgaben sowie einer sukzessiven Erholung des Exports durch eine steigende Nachfrage auf den Auslandsmärkten. Im Inland sorgen eine nachlassende Inflation sowie steigende Reallöhne für ein konsumfreundlicheres Klima. Gemessen am HVPI wird im Jahresdurchschnitt von einer Inflationsrate in Höhe von 2,7 % ausgegangen. Es wird erwartet, dass die Teuerung für Energie und Nahrungsmittel deutlich nachgibt. Somit entfalten die ergriffenen geldpolitischen Maßnahmen der EZB zur Erreichung des Zielkorridors von 2 % Inflation im Euroraum ihre Wirkung. Die Beendigung finanzpolitischer Stützungsmaßnahmen wie der Abfederung der Energiekrise sowie im Zusammenhang mit den Netzentgelten werden trotz deutlich höherer Ausgaben für Rüstung und Rente voraussichtlich positiv auf die Schuldenquote einwirken und so die Staatsverschuldung um -0,7 Prozentpunkte auf 1,3% senken. 15 Mit ersten Zinssenkungen wird ab dem Frühsommer 2024 gerechnet, gleichwohl wird der Hauptrefinanzierungssatz im Jahresdurchschnitt bei 4,3 % gesehen. 16 Somit werden die Unternehmen weiterhin durch hohe Kosten für die Refinanzierung belastet werden. Hinzu kommen erhöhte Unsicherheiten möglicher staatlicher Fördermaßnahmen für Transformation und Klimaschutz, sodass mit einem Rückgang der Unternehmensinvestitionen gerechnet wird. 17 Dabei werden die Ausrüstungsinvestitionen voraussichtlich maximal stagnieren. 18
15
https://www.bundesbank.de/publikationen/monatsbericht-dezember-2023
16
https://www.ifo.de/ifo-konjunkturprognose-winter-2023
17 https://www.
bundesbank.de/publikationen/monatsbericht-dezember-2023
18 BDL Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die Bandbreiten in den Prognosen zur kommenden wirtschaftlichen Entwicklung reflektieren die vorherrschende Unsicherheit. Die prognostizierte Zunahme des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) für das Jahr 2024 sieht die Deutsche Bundesbank bei 0,4%. Das ifo-lnstitut geht von einer Zunahme in Höhe von 0,7 % aus. 19 20
Das Wachstum in der Leasingbranche wird durch die zukünftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung beeinflusst. Der Branchenverband BDL gibt sich in seiner Prognose für das kommende Jahr ungewöhnlich zurückhaltend. So sind es der ungewisse Ausgang geopolitischer Konflikte, anhaltende Störungen wichtiger Handelsrouten und mögliche Auswirkungen eines Erstarkens rechtsradikaler und rechtspopulistischer Gruppierungen in der westlichen Welt, die die makroökonomischen Rahmenbedingungen negativ beeinflussen könnten. Einen ersten Wegweiser wird hier die im kommenden Jahr stattfindende Europawahl liefern. Der restriktive geldpolitische Kurs der EZB führt laut BDL voraussichtlich nicht zu einem kurzfristigen Erreichen des 2 % Ziels, sodass sich das Zinsniveau weiterhin auf hohem Niveau bewegen könnte; mit Folgen für die Refinanzierung der Unternehmen.
Auf dieser Basis rechnet der Branchenverband damit, dass die realen Ausrüstungsinvestitionen maximal stagnieren, sodass das Wachstum in der Leasingbranche voraussichtlich stark limitiert sein wird. Zu Anfang des Jahres 2024 sind die Zukunftsaussichten der Leasingbranche für die kommenden Monate getrübt. Der ifo-Geschäftsklimaindex der Leasingbranche ist mit -2,8 Punkten in den negativen Bereich gerutscht. Die Leasinggesellschaften schätzen sowohl ihre aktuelle Lage (+32,3 Punkte) als auch die Erwartungen an zukünftige Geschäftsentwicklung (-32,6 Punkte) pessimistischer im Vergleich zum Jahresanfang 2023 ein. 21
19
https://www.bundesbank.de/publikationen/monatsbericht-dezember-2023
20
https://www.ifo.de/ifo-konjunkturprognose-winter-2023
21
https://bdl.leasingverband.de/newsroom/ifo-geschaeftsklima
Januar 2024
Das ifo Geschäftsklima Finanzierungsleasing errechnet sich aus den Meldungen der Leasing-Gesellschaften zur gegenwärtigen und der in den nächsten sechs Monaten erwarteten Geschäftslage.
Unter Einbezug der Werte weiterer Frühindikatoren aus der Wirtschaft rechnet der BDL bereits für das 1. Quartal 2024 mit einem erneuten Rückgang des BIP und somit einer schwachen Rezession. Der auf den Unternehmen lastende Kostendruck, strukturelle Probleme, die wirtschaftliche Schwäche Chinas sowie die hohe Regulierung sind nur einige Faktoren, die nach Einschätzung des BDL die deutsche Volkswirtschaft im kommenden Jahr vor große wirtschaftliche Herausforderungen stellen werden. Folglich fallen die Erwartungen des BDL für die Leasingbranche insgesamt verhalten aus. 22 23
Auch die Mehrheit der Mitglieder des Factoringverbandes blickt aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung verhalten in die Zukunft. Als große zukünftige Herausforderungen werden unter anderen gestiegene Refinanzierungskosten, hohe Energiepreisunsicherheit und der Fachkräftemangel angeführt. 24 Auch in der zunehmenden Regulierungsdichte sieht der Factoringverband weitere Belastungen für seine angeschlossenen Mitglieder, beispielhaft dafür stehen die zukünftige Anwendung der CSRD die eine verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung im Lagebericht vorsieht, sowie weitere Gesetzesvorhaben im Zusammenhang mit der Geldwäscheprävention, wie bspw. das im Entwurf vorliegende Finanzkriminalitätsbekämpfungsgesetz (FKBG) oder das derzeit diskutierte europäische Lieferkettengesetz (CSDDD).
22 vgl. BDL-Rundschreiben 07-01-2024:
Gesamtwirtschaftliche Einordnung vom 14.02.2024
23
https://bdl.teasingverband.de/newsroom/ifo-geschaeftsklima
Januar 2024
24 https://www.factoring.de/halbjahresbericht
2023
Da Factoring gerade in konjunkturell herausfordernden Zeiten mit Blick auf die Bereitstellung kurzfristiger Liquidität und durch seine Planungssicherheit eine wichtige Rolle einnimmt, wird diese Finanzierungsform auch weiterhin und insbesondere von mittelständischen Unternehmen als alternative Finanzierungsform nachgefragt werden. Darüber hinaus ist Factoring ein wichtiger Baustein des Transformationsprozesses hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft. 25 Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bei denen die Factoringquote (Anteil des Factoringumsatzes am BIP) bereits heute bei 15 % liegt, sieht der Verband mit Blick auf die deutschen Factoringquote von 9,7 % noch Wachstumspotential. 26
Die Geschäftsführung der abcfinance Holding geht davon aus, dass die durchschnittlichen Kosten der Refinanzierung nicht weiter steigen und im Jahresverlauf leicht sinken werden. Hinsichtlich der Anzahl und der Höhe der seitens der EZB für das Jahr ergriffenen Zinsschritte bestehen in Abhängigkeit von der unterjährigen Entwicklung der Inflationsrate gewisse Prognoseunsicherheiten.
Die Geschäftsführung geht von einem deutlichen Anstieg des Neugeschäftes im Leasing aus. Dazu sollen neben neuen Kundengruppen auch neue Produkte und digitale Lösungen beitragen. Im Factoring wird damit gerechnet, dass durch den Ausbau strategischer Partnerschaften und die Gewinnung von Marktanteilen ausländischer Tochterunternehmen ebenfalls ein deutlich höheres Neugeschäft generiert werden kann.
Vor diesem Hintergrund geht die Geschäftsführung von einem steigenden Leasing- und Zinsergebnis sowie einer leicht steigenden Risikovorsorge aus. Das Ausmaß des Anstiegs der Risikovorsorge wird dabei im Wesentlichen von der Entwicklung der Insolvenzen im Jahr 2024 abhängig sein. Der Teilkonzern plant trotz des schwierigen Marktumfelds für 2024 mit einem erheblich gestiegenen positiven Konzernjahresergebnis.
Aufgrund der Annahmen zur Neugeschäfts- und Ergebnisentwicklung geht der Geschäftsbereich abcfinance für das Jahr 2024 davon aus, dass sich die Kennzahlen RoE, RoA und CIR gegenüber dem Berichtsjahr erkennbar verbessern werden.
25 vgl. Dr. Moseschus in FLF 04/2023: Editorial
26 vgl. M. Menke in FLF 06/2023: Editorial
Die von der Geschäftsleitung jährlich festgelegte Geschäfts- und Risikostrategie bildet die Basis für das Risikomanagementsystem der abcfinance GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (abcfinance Gruppe). Die Risikostrategie gibt die strategische Grundhaltung der Geschäftsführung zum Risikomanagement wieder und beinhaltet die aus der Risikotragfähigkeit abgeleiteten Limitierungen sowie risikobegrenzenden Maßnahmen. Nachfolgende Tochtergesellschaften der abcfinance GmbH sind von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 2a Abs. 2 KWG i. V. m. Artikel 7 CRR von den Anforderungen des § 25a Abs. 1 KWG an das Management von Risiken freigestellt: DeTeWe Finance GmbH, Hako Finance GmbH, ETL Finance GmbH & Co KG, milon financial Services GmbH sowie Schneidereit Finance GmbH.
Das Risikomanagement der Unternehmensgruppe umfasst die Aufstellung der Risikostrategie, die Sicherstellung der Risikotragfähigkeit, die Einrichtung von aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen sowie die Übernahme der Risikomanagementaufgaben für die genannten Einzelgesellschaften durch die abcfinance GmbH.
Zu den Hauptaufgaben des Risikomanagements zählen dabei die laufende Identifikation, Beurteilung, Steuerung und Überwachung - einschließlich der Berichterstattung - von unternehmensinternen sowie externen Risiken, deren Eintritt die Erreichung strategischer Unternehmensziele gefährden würde.
Die Risikoidentifikation dient der strukturierten Erfassung der Risiken. Diesem Schritt messen wir große Bedeutung bei, da nur die hier erfassten Risiken in den nachfolgenden Prozessschritten berücksichtigt werden. Sind die Risiken erfasst, ist festzulegen, welche Risiken eine wesentliche Bedeutung für die abcfinance Gruppe besitzen. Zudem werden auch die in der Vergangenheit als unwesentlich eingestuften Risiken überprüft, da diese z. B. aufgrund der Aufnahme neuer Geschäftsfelder an Bedeutung gewonnen haben können. Gemäß der aktuellen Fassung der MaRisk wird zusätzlich ermittelt, ob durch die Zusammenfassung unwesentlicher Risiken zusätzliche wesentliche Risiken entstehen. Auch ESG-Einflussfaktoren werden im Rahmen der Inventur gewürdigt.
Neben der Einstufung der Wesentlichkeit von Risiken berücksichtigen wir gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) die mit wesentlichen Risiken verbundenen Risikokonzentrationen. Hierbei werden neben Risikopositionen gegenüber Einzeladressen, die allein aufgrund des Volumens der Geschäftsbeziehung eine Risikokonzentration darstellen, auch solche Risikokonzentrationen berücksichtigt, die durch den Gleichlauf von Risikopositionen innerhalb einer Risikoart (Intra-Risikokonzentrationen) sowie über verschiedene Risikoarten hinweg (Inter-Risikokonzentrationen) entstehen. Ferner wird bei der Risikoinventur geprüft, welche Risiken die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage wesentlich beeinträchtigen können.
Die Risikoidentifikation wird in folgenden Gremien/Prozessen vorgenommen:
| Gremium / Prozess | Inhalt | Turnus |
| Risikotag | - Besprechung möglicher neuer Risiken | mindestens jährlich |
| - Festlegung der Wesentlichkeit / Unwesentlichkeit neuer / bestehender Risiken | ||
| - Identifizierung von Intra- und Inter-Risikokonzentrationen | ||
| - Besprechung der Beeinträchtigung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage | ||
| - Überprüfung des Risikotragfähigkeitskonzepts | ||
| - Würdigung von ESG-Einflussfaktoren | ||
| Gesamtstrategieausschuss | - Überprüfung der Risikoeinschätzung anhand des Zahlenmaterials aus der Abteilung Risikocontrolling | quartalsweise, anlassbezogen |
| Strategieausschüsse Adressenausfallrisiken sowie Marktpreis- und Liquiditätsrisiko | - Überprüfung der Risikoeinschätzung anhand des Zahlenmaterials aus der Abteilung Risikocontrolling | quartalsweise, anlassbezogen |
| - Erarbeitung von Vorschlägen zum Risikoprofil | ||
| Strategieausschuss OpRisk | - Identifizierung operationeller Risiken unter Beteiligung von Bereichsleitern und deren Mitarbeitern | quartalsweise, anlassbezogen |
| - Identifizierung operationeller Schäden unter Beteiligung von Bereichsleitern und deren Mitarbeitern | ||
| - Identifizierung von Beschwerden unter Beteiligung von Bereichsleitern und deren Mitarbeitern | ||
| - Darstellung der aktuellen Situation des Informationssicherheitsmanagementsystems unter Beteiligung der Bereichsleitung | ||
| - Monitoring von Frühwarnindikatoren unter Beteiligung der Bereichsleitung | ||
| Prozesse im Risikocontrolling | - Überprüfung des Risikogehalts im Rahmen der anstehenden Aufgaben | laufend |
| - Abgabe von Empfehlungen hinsichtlich der Entwicklung einzelner Risiken | ||
| NPP | - Bewertung neuer/bestehender Risiken aufgrund neuer Produkte/neuer Märkte | im Rahmen des NPP |
Durch die Umstellung der Risikotragfähigkeitskonzeption auf die im Leitfaden der Bundesbank genannten normativen und ökonomischen Perspektiven und dem erwarteten Konservativätsniveau von 99,9 % sind die angegebenen Risikoanrechnungsbeträge nicht mehr mit den Beträgen aus dem Vorjahr vergleichbar.
Unter Adressenausfallrisiko verstehen wir die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls oder der Bonitätsveränderung von Geschäftspartnern das erwartete Maß übersteigen.
Die Risikobeurteilung erfolgt zunächst einzelfallbezogen im Antragsprozess (Leasing- oder Darlehensnehmer, Anschlusskunde, Debitor) mit Hilfe von Scoring- und Ratingsystemen bzw. unter Einbindung externer Informationen von Auskunfteien oder des Warenkreditversicherers. Ab dem Antragsprozess und für die Gesamtdauer der Geschäftsbeziehung werden Bonitätsinformationen regelmäßig geprüft und führen zur stetigen Aktualisierung der Risikoklassifizierung.
Darüber hinaus existiert ein Verfahren zur Früherkennung von Insolvenzen, das uns in die Lage versetzt, frühzeitig auf potenzielle Schieflagen zu reagieren.
Das Adressenausfallrisiko des Leasinggeschäfts beurteilen wir auf Ebene der Einzelkunden mit Hilfe des erwarteten und des unerwarteten Verlustes. Hierfür werden Modelle für kundenbezogene Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verluste bei Ausfall verwendet.
Zum Stichtag 31. Dezember 2023 beträgt der Gesamtverlust des Adressenausfallrisikos (einschließlich Migrationsrisiken) auf dem 99,9 %-Quantil 28,2 Mio. € (Vorjahr: 18,5 Mio. € auf dem Konfidenzniveau von 97,0 %), wodurch das Limit von 43,0 Mio. € zu 66 % ausgelastet wird.
Die Steuerung des Adressenausfallrisikos setzt ebenfalls zunächst auf Ebene des Einzelgeschäfts an. Die sorgfältige Analyse im Antragsprozess bzw. die Nutzung objektivierter, automatisierter Entscheidungsverfahren ist die erste Stufe des Steuerungsprozesses. Die eingesetzten Risikoklassifizierungsverfahren werden regelmäßig validiert und auf ihre Angemessenheit überprüft.
Basierend auf den Informationen des Frühwarnsystems und insbesondere dem aktuellen Zahlungsverhalten des Schuldners greifen auf Ebene der Bestandsbearbeitung ggf. einzelfallbezogene Steuerungsmaßnahmen über die Intensivbetreuung oder die Betreuung von Risikoengagements. Dabei liegt der Fokus zunächst auf einer gemeinsamen Lösungsfindung mit dem Kunden, bevor gegebenenfalls ergänzende Maßnahmen ergriffen werden bzw. es zu einer Vertragskündigung kommt.
Im Rahmen des Strategieprozesses werden auf Portfolioebene strategische Vorgaben der Geschäftsleitung zu unerwarteten Verlusten, Branchenkonzentrationen und Volumenkonzentrationen definiert. Aus den sich hieraus ergebenden Anforderungen werden Steuerungsmaßnahmen abgeleitet, die durch den Strategieausschuss Adressenausfallrisiken vorbereitet und durch den Gesamtstrategieausschuss oder die Geschäftsführung verabschiedet werden.
Die Überwachung des Adressenausfallrisikos erfolgt zunächst einzelgeschäftsbezogen mit Hilfe von Mahnlisten und Vorschlagslisten zur Bildung von Risikovorsorge. Darüber hinaus greifen die in den Arbeitsanweisungen zur Früherkennung von Insolvenzen beschriebenen Prozesse.
Auf Ebene des Portfolios zeigt uns zunächst die monatliche Mahnstatistik unmittelbar ein Bild von der Entwicklung der zugrundeliegenden Geschäfte. Im Quartalsrisikobericht werden Statistiken zu Branchen-, Objekt- und Schuldnerverteilungen dargestellt, die in Kombination mit der Darstellung des Adressenausfallrisikos in der Risikotragfähigkeit ein Bild der Risikolage zeigen. Für das Leasingportfolio wird zusätzlich die aktuelle Verteilung der Forderungshöhen und der Risikopotenziale auf die Risikoklassen dargestellt. Ergänzend dient die Darstellung der gebildeten Risikovorsorge der Rückschau auf das schlagend gewordene Adressenausfallrisiko.
Unter dem Zinsänderungsrisiko verstehen wir potenzielle Verluste, die aufgrund unerwarteter Änderungen der Zinssätze im Geld- und Kapitalmarkt entstehen können. Voraussetzung für das Entstehen eines solchen Verlustpotenzials sind im Wesentlichen Inkongruenzen in der Zinsbindung durch unterschiedliche Abläufe von Aktiv- und Passivpositionen.
Die Beurteilung des Zinsänderungsrisikos erfolgt anhand eines Value-at-Risk-Verfahrens auf Basis der Historischen Simulation. Zum Stichtag beträgt das 99,9 %-Quantil 19,0 Mio. € (Vorjahr: 13,8 Mio. €) und lastet zu 37 % das festgelegte Limit von 52,0 Mio. € aus.
Grafische Darstellungen des Cash-Flow-Profils veranschaulichen den Grad der kongruenten Refinanzierung.
Neben der Limitierung in der Risikotragfähigkeit wird das Zinsänderungsrisiko durch den Bereich Refinanzierung beeinflusst. Die Beeinflussung stellt im Wesentlichen auf Änderungen in der Refinanzierungsstruktur über gezielte Refinanzierungsgeschäfte ab.
Zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken werden derzeit keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
In den täglichen Datenbankprozessen wird das Cashflow-Profil des aktuellen Portfolios ermittelt. Durch automatisierte Prozesse wird das Zinsänderungsrisiko ebenfalls täglich überwacht. Im Quartalsrisikobericht werden die Höhe des Zinsänderungsrisikos und die Einhaltung der in der Risikostrategie festgelegten Limitierungen kommuniziert.
Unter dem strukturellen Liquiditätsrisiko (auch Refinanzierungskostenrisiko) verstehen wir das Risiko von Vermögenswertverlusten, die aufgrund von Veränderungen des Refinanzierungsspreads entstehen können. Voraussetzung für das Entstehen eines solchen Verlustpotenzials sind Refinanzierungslücken und damit einhergehende Inkongruenzen in der Liquiditätsablaufbilanz durch unterschiedliche Liquiditätsbindungen von Aktiv- und Passivpositionen.
Unter dem dispositiven Liquiditätsrisiko (auch Zahlungsunfähigkeitsrisiko) verstehen wir das Risiko, dass - trotz eines positiven Vermögenswertes des Unternehmens - eine Zahlungsunfähigkeit entstehen kann.
Die Beurteilung des strukturellen Liquiditätsrisikos fußt einerseits auf den vorhandenen Inkongruenzen in der Refinanzierung, andererseits auf einer Expertenschätzung des Refinanzierungsspreads im unerwarteten Risikofall. Der für den unerwarteten Verlust festgelegte Aufschlag auf die geplanten Refinanzierungsspreads beträgt 100 bp (Vorjahr: 40 bp). Es ergibt sich zum Stichtag ein Risikowert von 8,3 Mio. € (Vorjahr: 5,3 Mio. €), der das Limit von 16,0 Mio. € zu 52 % auslastet.
Die Beurteilung des dispositiven Liquiditätsrisikos mündet für die abcfinance Gruppe in der Festlegung einer maximalen Auslastung der Refinanzierungslinien von 90 %.
Das Refinanzierungsrisiko wird durch den Bereich Refinanzierung beeinflusst. Die Steuerungsmaßnahmen entsprechen denen des Zinsänderungsrisikos.
Für Notfälle in der Liquiditätsversorgung existiert eine Notfallplanung. Ein Liquiditätsengpass wird dabei definiert als eine Situation, in der die Auslastung der Kreditlinien die Schwelle von 95% erreicht und vom Bereich Refinanzierung noch keine Maßnahmen zur Liquiditätsbeschaffung eingeplant worden sind. Die Durchführbarkeit und Wirksamkeit der im Notfallplan definierten Maßnahmen wird jährlich überprüft.
Überwacht wird das barwertig ermittelte Liquiditätsrisiko durch täglich ablaufende, automatisierte Datenbankprozesse im Risikocontrolling auf der Basis von aktuellen Cashflow-Prognosen und unterschiedlichen Refinanzierungsaufschlägen. Im Quartalsrisikobericht werden zudem ausgewählte Informationen zum barwertigen Liquiditätsrisiko aufgeführt.
Im Rahmen der operativen Liquiditätsdisposition überwacht der Bereich Refinanzierung die Liquiditätslage stetig auf Grundlage verschiedener operativer Arbeitsunterlagen. Außerdem finden Liquiditätsablaufbilanzen Eingang in den Gesamtrisikobericht.
Das operationelle Risiko definieren wir als die Gefahr des Eintretens von Verlusten, die aufgrund von (1) Unangemessenheit oder Versagen von internen Systemen, Prozessen und Menschen oder (2) eintretenden externen Ereignissen (z.B. Betrug) entstehen können. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein, das strategische Risiko und das Reputationsrisiko sind nicht Teil des operationellen Risikos. Zur Identifikation operationeller Risiken wird regelmäßig ein Self-Assessment durchgeführt. Die Befragung von ausgewählten Mitarbeitern (Experten) unterschiedlicher Bereiche führt zu einer strukturierten Selbsteinschätzung und Offenlegung potenzieller operationeller Risiken. Somit wird die Risikotransparenz gesteigert und der Risikosteuerung eine belastbare Datengrundlage bereitgestellt.
Die Beurteilung des operationellen Risikos erfolgt über zukunftsgerichtete Risikomeldungen, vergangenheitsbezogene Meldungen eingetretener Schadensfälle und über das jährlich durchgeführte Self-Assessment.
In der Risikotragfähigkeit zum Stichtag wird das operationelle Risiko mit einem Abzugsposten in Höhe von 8,8 Mio. € (Vorjahr: 4,0 Mio. €) berücksichtigt. Der Anstieg des Anrechnungsbetrags ist im wesentlichen durch das erhöhte Konfidenzniveau von 99,9 % bei der Quantlisbetrachtung für Betrugsrisiken begründet (im Vorjahr von 97,0 %). Zusätzlich werden für sonstige operationelle Risiken Ergebnisse des Self-Assessments berücksichtigt.
Operationelle Risiken beschreiben die Verlustmöglichkeiten bei unsicheren Unternehmungen. Sie sind mindestens in einer Dimension (z. B. Eintrittszeitpunkt oder jährlicher Risikobetrag) unsicher.
Als wesentliche operationelle Risiken betrachten wir solche Risiken, die einen Schadenerwartungswert größer als 250 T€ aufweisen.
Alle Mitarbeiter sind angehalten, die im Tagesgeschäft erkannten operationellen Risiken zu melden. Mit der Meldung des Risikos verbunden ist unter anderem die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des möglichen Schadenerwartungswertes. Ebenfalls sind Angaben zu angedachten Gegenmaßnahmen zu machen, welche vom Risikocontrolling in regelmäßigen Strategieausschüssen auf ihre Umsetzung kontrolliert werden.
Die Erfassung und Analyse von Schadensfällen erfolgt durch den Strategieausschuss Operationelle Risiken in einer Schadensfalldatenbank. Die Bereichsleiter der abcfinance GmbH sind verpflichtet, Schadensfälle zeitnah dem Strategieausschuss Operationelle Risiken zu melden. Dazu werden die Fälle einer der Baseler Ereigniskategorien zugeordnet:
| ― |
Abwicklung, Vertrieb und Prozessmanagement |
| ― |
Externe betrügerische Handlungen |
| ― |
Interne betrügerische Handlungen |
| ― |
Beschäftigung und Arbeitsplatzsicherheit |
| ― |
Geschäftsunterbrechungen und Systemausfälle |
| ― |
Sachschäden |
| ― |
Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten |
Gemäß den MaRisk sind bedeutende Schadensfälle unverzüglich hinsichtlich ihrer Ursachen zu analysieren. Ziel ist es, effektive Gegensteuerungsmaßnahmen zu ergreifen, welche eine Wiederholung des Schadensereignisses ausschließen, unwahrscheinlicher machen oder die Schadenshöhe begrenzen.
Bedeutende Schadensfälle sind alle Schadensfälle mit einem Schaden über 250 T€. Die Verantwortung für die Analyse der Schadensfälle trägt der jeweilige Bereich, welcher den Schaden gemeldet hat.
Nach erfolgter Analyse sind von dem verantwortlichen Bereich Maßnahmen zur Gegensteuerung zu entwickeln bzw. bereits bestehende Maßnahmen zu überprüfen und dem Leiter des Strategieausschusses Operationelle Risiken mitzuteilen.
In der jährlich durchgeführten Selbsteinschätzung werden mögliche Schadensarten durch ausgewählte Experten skizziert und strukturiert in eine Risikolandkarte übertragen. Mit geschätzten Eintrittshäufigkeiten und potenziellen Schadenshöhen wird für jede Risikoart das Verlustpotenzial ermittelt. Somit können unterschiedliche Schadensszenarien betrachtet und als Grundlage für die Steuerung genutzt werden.
Gesteuert werden die operationellen Risiken über eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen, die im Wesentlichen in der schriftlich fixierten Ordnung niedergelegt sind.
Die Überwachung und Kontrolle von Maßnahmen zur Risikominderung wesentlicher operationeller Risiken sowie von Gegensteuerungsmaßnahmen zur Vermeidung einer Schadenswiederholung erfolgt durch den für die Nachschau Verantwortlichen. Diese Position wird grundsätzlich von einem Mitglied des Strategieausschusses Operationelle Risiken übernommen.
Der Umsetzungsstand der Maßnahmen wird durch den Leiter des Strategieausschusses Operationelle Risiken im Rahmen einer vierteljährlichen Überwachung nachgehalten. Darüber hinaus ist die Geschäftsleitung per Ad-hoc-Meldung zu informieren, wenn die Schadenshöhe von 250 T€ im Einzelfall überschritten wird.
Die Hauptverantwortung für die Überwachung trägt der Leiter des Strategieausschusses Operationelle Risiken.
Seit dem 1. Januar 2023 wird die Risikotragfähigkeit gemäß den aktuellen MaRisk-Anforderungen im Rahmen einer ökonomischen Perspektive ermittelt. Zur Abbildung der Risikotragfähigkeit gemäß RTF-Leitfaden nutzt die abcfinance GmbH zum Berichtsstichtag eine barwertnahe Bewertungslogik, bei der quartalsweise die Risikodeckungsmasse ermittelt und der gemessenen Risikohöhe gegenübergestellt wird. Dabei wird die Risikotragfähigkeit als gegeben angesehen, wenn die Risikodeckungsmasse alle einbezogenen Risiken vollständig deckt und überkompensiert.
Die Risikodeckungsmasse wird ausgehend von allen potenziell zur Deckung von schlagend werdenden Risiken zur Verfügung stehenden Positionen (Risikodeckungspotenzial) ermittelt. Das Risikodeckungspotenzial setzt sich dabei aus dem aktuellen Eigenkapital, dem angepassten Substanzwert und dem erwirtschafteten Ergebnis (nach Steuern) zusammen. Zusätzlich wird zur Vermeidung der Doppelanrechnung der EL für das erste Jahr in das Risikodeckungspotenzial hinzugefügt, da bereits im Substanzwert Risikokosten angesetzt sind. Unter Abzug der nicht anrechenbaren immateriellen Vermögensgegenstände, aktiver latenter Steuern und Abzugsposten zur Abbildung von operationelles Risiko, ergibt sich die Risikodeckungsmasse, die im Rahmen einer geschäftspolitischen Entscheidung der Geschäftsführung in Form von Limiten auf die verbleibenden Risikoarten allokiert wird.
Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Risikodeckungspotenzial 213,6 Mio. €. Davon werden insgesamt 15,8 Mio. € als nicht anrechenbare Positionen in Abzug gebracht, sodass 197,8 Mio. € als Risikodeckungsmasse zur Verfügung stehen. Unter den Abzugspositionen sind im Wesentlichen nicht ansetzbare immaterielle Vermögensgegenstände (7,0 Mio. €) und Anrechnungsbeträge für operationelle Risiken (8,8 Mio. €) enthalten.
Für Adressausfall-, Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken sind in der Risikostrategie insgesamt 111,0 Mio. € allokiert, so dass eine freie Risikodeckungsmasse von weiteren 86,8 Mio. € als Puffer verbleibt.
Zur Überwachung der Risikotragfähigkeit werden die gemessenen Risiken der abcfinance Gruppe quartalsweise zu einem Gesamtrisiko auf einen Zeitraum von rollierenden 12 Monaten verdichtet.
Die folgende Tabelle zeigt die Übersicht der Risikotragfähigkeitsrechnung der abcfinance GmbH zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr:
| (Mio. €) | 31.12.2023 | 31.12.2022 | Veränderung |
| Risikodeckungspotenzial | 213,6 | 169,7 | +43,9 |
| - Sonst. Abzugsposten | 15,8 | 18,7 | -2,9 |
| Risikodeckungsmasse gesamt | 197,8 | 151,0 | +46,8 |
| davon: allokiert | 111,0 | ||
| Gemessene Risiken | |||
| Adressenausfallrisiko | 28,2 | 28,0 | +0,2 |
| Zinsänderungsrisiko | 19,0 | 33,4 | -14,4 |
| Liquiditätsrisiko | 8,3 | 10,5 | -2,2 |
| Gesamtrisiko | 55,5 | 71,9 | -16,4 |
| Auslastung in % | 28% | 48% | -20% |
Die Risikotragfähigkeit war zu den Bilanzstichtagen wie auch zu den quartalsweise erfolgten Ermittlungen jeweils gegeben, da die wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Risikokonzentrationen, abgedeckt waren. Zum Stichtag beträgt die Auslastung der Limite über alle Risikoarten 50 %. Im Ergebnis schätzen wir das Risikomanagement der abcfinance Gruppe als dem Risikoprofil angemessen ein.
Seit dem 1. Januar 2023 wird die Risikotragfähigkeit gemäß den aktuellen MaRisk-Anforderungen im Rahmen einer ökonomischen Perspektive ermittelt. Dies erfolgte bereits im Jahr 2022 in indikativen Parallelrechnungen, wobei stets eine hinreichende Risikotragfähigkeit ermittelt wurde. Die Werte aus der Proberechnung für 31.12.2022 werden hier für bessere Vergleichbarkeit gezeigt.
Nach MaRisk AT 4.3.3 sind regelmäßig sowie anlassbezogen angemessene Stresstests für die als wesentlich eingestuften Risiken durchzuführen.
Die regelmäßigen Stresstests werden zumindest halbjährlich durchgeführt. Anlassbezogene Stresstests werden durch die Geschäftsführung, die Strategieausschüsse oder das Risikocontrolling initiiert.
Die regelmäßigen Stresstests beinhalten ein historisches und ein hypothetisches Szenario. Zusätzlich werden die Auswirkungen eines schweren konjunkturellen Abschwungs auf Ebene der abcfinance Gruppe analysiert.
Die Festlegung der Szenarien erfolgt durch die für die Risikoarten zuständigen Strategieausschüsse. Die Berechnungen werden durch das Risikocontrolling in Abstimmung mit den Leitern der Strategieausschüsse durchgeführt und im Gesamtstrategieausschuss kritisch reflektiert.
Der inverse Stresstest erfolgt jährlich.
Zum Stichtag 31. Dezember 2023 wurden die Stresstests auf der Grundlage des gültigen Konzepts durchgeführt. Hierbei wurde die Auswirkung der Stressannahmen auf die Risikodeckungsmasse ermittelt. Die Risikotragfähigkeit ergibt sich durch die Gegenüberstellung der Risikodeckungsmasse zu den gemessenen Risikobeträgen unter den spezifischen Annahmen der Szenarien. Im historischen Szenario und bei der Betrachtung eines konjunkturellen Abschwungs ist die Risikotragfähigkeit hinlänglich gegeben. Unter der Annahme, dass in einem hypothetischen Szenario keine Mindestausstattung mit Eigenmitteln einzuhalten ist, ist die vorhandene Risikodeckungsmasse ebenfalls ausreichend, um die ohne Diversifikationseffekte aggregierten Risiken abzudecken.
Die abcfinance Gruppe verfügt über einen Prozess zur Planung des zukünftigen Kapitalbedarfs. Es werden die Auswirkungen von Veränderungen der eigenen Geschäftstätigkeit oder der strategischen Ziele sowie Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds auf den Kapitalbedarf über den Betrachtungshorizont des Risikotragfähigkeitskonzepts hinaus untersucht. Dabei erfahren adverse Entwicklungen eine besondere Beachtung.
Die abcfinance Gruppe verfügt über einen Prozess zur Planung des zukünftigen Kapitalbedarfs. Es werden die Auswirkungen von Veränderungen der eigenen Geschäftstätigkeit oder der strategischen Ziele sowie Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds auf den Kapitalbedarf über den Betrachtungshorizont des Risikotragfähigkeitskonzepts hinaus untersucht. Dabei erfahren adverse Entwicklungen eine besondere Beachtung.
Folgende Berichte sind zentrale Bestandteile der laufenden Risikoberichterstattung im engeren Sinne:
| Nr | Bezeichnung | Turnus | Verantwortlich | Empfänger |
| 1. | Quartalsrisikobericht | Quartal | • Risikocontrolling | • Geschäftsführung |
| • Revision | ||||
| 2. | Risikotragfähigkeit | Quartal | • Risikocontrolling | • Geschäftsführung |
| • Aufsichtsrat | ||||
| 3. | Mahnstatistik | Monat | • Risikocontrolling | • Geschäftsführung |
| • Aufsichtsrat | ||||
| 4. | Zinscockpit inklusive Liquiditätsvorschau | Woche | • Refinanzierung | • Geschäftsführung |
| • Risikocontrolling | ||||
| 5. | Kreditlinien/ Inanspruchnahmen | Monat | • Refinanzierung | • Geschäftsführung |
| • Risikocontrolling | ||||
| 6. | Compliance-Bericht | Quartal | • Compliance | • Geschäftsführung |
| • Leiter Compliance Wilh. Werhahn KG |
Daneben gibt es einen Ad-hoc-Meldeprozess, der bei plötzlich und unerwartet eintretenden Adressenausfall- und operationellen Risiken die direkte Berichterstattung an die Geschäftsführung gewährleistet.
Ergänzend existiert eine Vielzahl von Berichten und Auswertungen, die der Risikoberichterstattung im weiteren Sinne zugerechnet werden können. Auf eine Aufzählung wird an dieser Stelle bewusst verzichtet.
Das Risikomanagementsystem wurde in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Weiterentwickelte Scorekarten mit verbesserten Trennschärfen sowie die Einführung des permanenten Bestandsratings optimieren die Steuerung und Bewertung der Adressenausfallrisiken. Die Umstellung der Risikomodellierung im Bereich der Zinsänderungs-und Liquiditätsrisiken auf Cashflow-Basis geben ein genaueres Bild der realen Risiken wieder. Wesentliche Risiken aus Branchen- oder Größenkonzentrationen sind nicht erkennbar.
Unter Berücksichtigung der vorhandenen Risikodeckungsmasse war die Risikotragfähigkeit zu den Zeitpunkten der Ermittlung zum jeweiligen Quartalsstichtag gegeben. In der künftigen Entwicklung des Instituts sehen wir aufgrund einer risikoadjustierten Geschäftspolitik trotz spürbarer Belastung der Ertragslage durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen keine erkennbaren strukturellen Risiken.
Die Aufbauorganisation orientiert sich zum einen an den Vorgaben der Mindestanforderungen an das Risikomanagement. Zum anderen richtet sich die Ausgestaltung des Risikomanagements am Umfang und der Komplexität der Geschäftsaktivitäten aus. Die mit den Prozessen verbundenen Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten wurden klar definiert und aufeinander abgestimmt.
Der Gesamtstrategieausschuss (GSA) steuert das Risikomanagement des abcfinance Gruppe.
Stimmberechtigte Mitglieder sind:
| ― |
Geschäftsleitung |
| ― |
Leiter Strategieausschuss Adressenausfallrisiken |
| ― |
Leiter Strategieausschuss Marktpreis- und Liquiditätsrisiko |
| ― |
Leiter Strategieausschuss Operationelles Risiken |
| ― |
Leiter Risikocontrolling |
| ― |
Compliance-Beauftragter |
Der Leiter der Internen Revision hat im GSA nur ein Frage- und Informationsrecht; er ist nicht stimmberechtigt.
Wesentliche Aufgabe des GSA ist die Beurteilung der Gesamtrisikolage. Besondere Bedeutung kommt dem jährlich stattfindenden Risikotag zu, an dem die Risikoidentifikation vorgenommen und das Gesamtrisikoprofil verabschiedet werden. Hierunter fällt auch die Identifikation von Klumpenrisiken sowie von Inter- und Intrarisikokonzentrationen. Des Weiteren erfolgt die Beurteilung der Gesamtrisikolage anhand des vierteljährlichen Risikoberichts. Im Fokus steht neben der Prüfung der einzelnen Risikopositionen die Risikotragfähigkeit.
Das Gesamtrisikoprofil und die geschäftspolitische Ausrichtung bilden die Grundlage für den GSA zur Formulierung der Risikostrategie. Die sich aus der Risikostrategie ergebenen Anforderungen an das Risikomanagement sind durch den GSA umzusetzen und deren Realisierung zu überprüfen. Ferner steht die Weiterentwicklung und Optimierung der Instrumente, Verfahren und Prozesse des Risikomanagements im ständigen Fokus.
Der Strategieausschuss Adressenausfallrisiken tagt mindestens vierteljährlich im Vorfeld der Sitzung des Gesamtstrategieausschusses. Die Leitung des Strategieausschusses obliegt der Bereichsleitung des Kreditmanagements.
Stimmberechtigte Mitglieder sind:
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Leitung Kreditmanagement |
| ― |
Leitung Factoring Operations |
| ― |
Leitung Kreditmanagement/Risikoengagements |
| ― |
Referent Kreditsysteme und Prozesse |
| ― |
Leitung Risikocontrolling |
| ― |
Leitung Compliance & Recht |
Folgende Aufgaben werden durch den Strategieausschuss wahrgenommen:
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Analyse der Risikolage hinsichtlich des Adressenausfallrisikos |
| ― |
Analyse des Quartalsrisikoberichts und Ergänzung bzw. Anpassung der durch Risikocontrolling vorbereiteten Interpretationen |
| ― |
Erarbeitung von Steuerungsmaßnahmen für das Adressenausfallrisiko |
| ― |
Unterstützung des Gesamtstrategieausschusses bei der Durchführung der Risikotage (Risikoinventur, Analyse von Risikokonzentrationen sowie wesentlicher Beeinträchtigungen der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage) |
| ― |
Erarbeitung von Vorschlägen für die Formulierung von risikostrategischen Zielen |
| ― |
Unterstützung der Geschäftsleitung bei der Einrichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und Risikocontrolling-Prozesse |
Sofern aus den Analysen die unmittelbare Notwendigkeit von Maßnahmen resultiert, dürfen risikobegrenzende Maßnahmen zu Einzelfällen vom Strategieausschuss beschlossen und umgesetzt werden. Bei Einzelfällen, die in der Kompetenz der Gesamtgeschäftsführung liegen, ist diese unmittelbar zu informieren.
Der Strategieausschuss Marktpreis- und Liquiditätsrisiko tagt mindestens vierteljährlich im Vorfeld der Sitzung des Gesamtstrategieausschusses. Die Leitung des Strategieausschusses obliegt dem Bereichsleiter Refinanzierung.
Stimmberechtigte Mitglieder sind:
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Leitung Refinanzierung |
| ― |
Leitung Risikocontrolling |
| ― |
Leitung Compliance & Recht |
Folgende Aufgaben werden durch den Strategieausschuss wahrgenommen:
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Analyse der Risikolage hinsichtlich des Marktpreis- und Liquiditätsrisikos |
| ― |
Erarbeitung von Steuerungsmaßnahmen für das Marktpreis- und Liquiditätsrisiko |
| ― |
Unterstützung des Gesamtstrategieausschuss bei der Durchführung der Risikotage (Risikoinventur, Analyse von Risikokonzentrationen sowie wesentlicher Beeinträchtigungen der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage). |
| ― |
Erarbeitung von Vorschlägen für die Formulierung von risikostrategischen Zielen. |
| ― |
Analyse des Quartalsrisikoberichts und Ergänzung bzw. Anpassung der durch Risikocontrolling vorbereiteten Interpretationen. |
| ― |
Jährliche Überprüfung des Liquiditätsnotfallplans. |
| ― |
Unterstützung der Geschäftsleitung bei der Einrichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und -controllingprozesse. |
Sofern aus den Analysen die unmittelbare Notwendigkeit von Maßnahmen resultiert, dürfen risikobegrenzende Maßnahmen zu Einzelfällen vom Strategieausschuss beschlossen und umgesetzt werden. Bei Einzelfällen, die in der Kompetenz der Gesamtgeschäftsführung liegen, ist diese unmittelbar zu informieren.
Der Strategieausschuss Operationelle Risiken tagt mindestens vierteljährlich im Vorfeld der Sitzung des Gesamtstrategieausschusses. Die Rolle des Leiters des Strategieausschusses Operationelle Risiken obliegt dem Abteilungsleiter Risikocontrolling.
Stimmberechtigte Mitglieder sind:
| ― |
Leitung Risikocontrolling, |
| ― |
Leitung Rechnungswesen, |
| ― |
Leitung Kreditmanagement, |
| ― |
Leitung Compliance & Recht, |
| ― |
Leitung Factoring Operations, |
| ― |
Leitung Produktmanagement, |
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Informationssicherheitsbeauftragter, |
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Leitung IT Management & Organisation, |
| ― |
Leitung Internes Kontrollsystem |
Nicht stimmberechtigte Mitglieder sind:
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Leitung Interne Revision, |
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Leitung Auslagerungsmanagement |
Folgende Aufgaben werden durch den Strategieausschuss wahrgenommen:
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Analyse der Risikolage hinsichtlich des operationellen Risikos |
| ― |
Analyse des Quartalsrisikoberichts und Ergänzung bzw. Anpassung der durch das Risikocontrolling vorbereiteten Interpretationen |
| ― |
Erarbeitung von Steuerungsmaßnahmen für das operationelle Risiko |
| ― |
Unterstützung des Gesamtstrategieausschusses bei der Durchführung des Risikotags (Risikoinventur, Analyse von Risikokonzentrationen sowie wesentlicher Beeinträchtigungen der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage) |
| ― |
Erarbeitung von Vorschlägen für die Formulierung von risikostrategischen Zielen |
| ― |
Unterstützung der Geschäftsleitung bei der Einrichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und Risikocontrolling-Prozesse |
Sofern aus den Analysen die unmittelbare Notwendigkeit von Maßnahmen resultiert, dürfen risikobegrenzende Maßnahmen zu Einzelfällen vom Strategieausschuss beschlossen und umgesetzt werden. Bei Einzelfällen, die in der Kompetenz der Gesamtgeschäftsführung liegen, ist diese unmittelbar zu informieren.
Die Verantwortung für das Risikomanagement der abcfinance Gruppe obliegt der Gesamtgeschäftsleitung (vgl. § 25a Abs.1 KWG). Hierzu gehören alle wesentlichen Elemente des Risikomanagements wie die Festlegung der geschäfts- und risikopolitischen Ausrichtung unter Berücksichtigung des gesetzlich geforderten Strategieprozesses, die Definition des Risikoprofils sowie die Einrichtung eines Internen Kontrollsystems. Letzteres erfordert die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation und die Implementierung von Risikosteuerungs-und Risikocontrolling-Prozessen einschließlich der Erstellung dazugehörender Dokumentationen. Zudem sind die regelmäßige Überprüfung der Systeme, Verfahren und Prozesse und die Sicherstellung der Qualifikation der Mitarbeiter dem Verantwortungsbereich der Geschäftsführung zuzuordnen.
Die Geschäftsleitung entscheidet nachvollziehbar dokumentiert über alle wesentlichen Elemente und Annahmen der Risikosteuerungs- und Risikocontrolling-Prozesse (Einführung, Änderung und Abschaffung).
Zu den Aufgaben des Referenten Kreditsysteme und -prozesse gehören die Betreuung und Weiterentwicklung des Kreditmanagementsystems. Des Weiteren werden von der Funktion Kreditprozesse analysiert, bewertet und optimiert, so dass Kreditrisiken begrenzt, Forderungsausfälle reduziert und die Risikosituation gezielt gesteuert werden können. Zudem liegen die Sicherstellung einer vollständigen und konsistenten Historisierung der bonitätsrelevanten Informationen und die zeitnahe Anpassung der die Risikoklassifizierung betreffenden Organisationsrichtlinien und Dokumentationen in der Verantwortung des Stelleninhabers.
Die Risikocontrolling-Funktion nach MaRisk AT 4.4.1. unter Berücksichtigung der Auswirkungen von ESG-Risiken wird durch das Kompetenzteam der Abteilung Risikocontrolling wahrgenommen. Der Abteilungsleitung Risikocontrolling berichtet unmittelbar an die Geschäftsleitung und wird bei allen wichtigen risikopolitischen Entscheidungen einbezogen. Zu den Aufgaben gehören unter anderem:
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Unterstützung der Geschäftsleitung in allen risikopolitischen Fragen, insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung der Risikostrategie sowie bei der Ausgestaltung eines Systems zur Begrenzung der Risiken |
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Durchführung der Kapitalplanung |
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Durchführung der Risikoinventur und Erstellung des Gesamtrisikoprofils |
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Überprüfung der im Risikocontrolling eingesetzten Risikomodelle |
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Durchführung der Stresstests |
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Unterstützung der Geschäftsleitung bei der Einrichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und Risikocontrolling-Prozesse |
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Einrichtung und Weiterentwicklung eines Systems von Risikokennzahlen und eines Risikofrüherkennungsverfahrens |
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Laufende Überwachung der Risikosituation und der Risikotragfähigkeit |
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Planung und Durchführung der Sitzungen des Gesamtstrategieausschusses sowie der Risikotage |
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Teilnahme an den weiteren Ausschüssen |
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Überwachung der Einhaltung zentraler Risikolimits aus der Risikostrategie |
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Regelmäßige Erstellung der Risikoberichte für die Geschäftsleitung |
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Kontrollen bei Initiierung von Zinssicherungsgeschäften (Swaps) |
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Verantwortung für die Prozesse zur unverzüglichen Weitergabe von unter Risikogesichtspunkten wesentlichen Informationen an die Geschäftsleitung, die jeweiligen Verantwortlichen und gegebenenfalls die Interne Revision |
Zur Erfüllung ihrer Aufgaben wird den Mitarbeitern der Risikocontrolling-Funktion Zugang zu allen relevanten Informationen eingeräumt.
Die Risikocontrolling-Funktion ist aufbauorganisatorisch bis einschließlich der Ebene der Geschäftsleitung von den Bereichen getrennt, die für die Initiierung bzw. den Abschluss von Geschäften zuständig sind.
Die Verantwortung für die Einrichtung und die Funktionsfähigkeit der Risikocontrolling-Funktion obliegt der gesamten Geschäftsführung.
Die Compliance-Funktion hat auf die Implementierung wirksamer Verfahren zur Einhaltung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben und entsprechender Kontrollen hinzuwirken und die Geschäftsführung hinsichtlich der Einhaltung dieser rechtlichen Regelungen und Vorgaben zu unterstützen und zu beraten.
Die Interne Revision prüft und beurteilt die Aktivitäten der abcfinance Gruppe und der abcbank GmbH. Die Prüfungstätigkeit der Internen Revision erstreckt sich grundsätzlich auf alle Betriebs- und Geschäftsabläufe, wobei Umfang und Risikogehalt der jeweiligen Betriebs- bzw. Geschäftstätigkeit berücksichtigt werden. Die Beurteilung der Risikolage, die Ordnungsmäßigkeit der Bearbeitung sowie die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems sind besondere Prüfungskriterien. Der Umfang und das Ergebnis der Prüfung sind in Prüfungsdokumentationen festgehalten. Die zuständigen Geschäftsleiter sowie die Verantwortlichen für die geprüften Bereiche erhalten eine ausführliche Berichtsausfertigung.
Bei wesentlichen Projekten ist die Interne Revision projektbegleitend tätig. Zudem nimmt sie an den Sitzungen des Gesamtstrategieausschusses teil. Aufgrund des ausschließlichen Frage-und Informationsrechtes bleibt ihre Unabhängigkeit gewahrt und jegliche Interessenkonflikte werden vermieden.
Die Zentrale Stelle verantwortet den Bereich Geldwäsche- und Betrugsprävention.
Die Geschwindigkeit einer konjunkturellen Erholung im Jahr 2024 ist mit Blick auf die fortwährenden geopolitischen Krisen sowie die strukturellen Probleme der deutschen Volkswirtschaft nur mit gewissen Unsicherheiten zu prognostizieren, was sich auf die Vorhersage der möglichen Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie das Geschäft des Geschäftsbereichs abcfinance auswirkt. Daraus resultiert weiterhin ein gewisses Risikopotential, welches jedoch nicht als bestandsgefährdend eingestuft wird. Die Geschäftsführung hat diese Unsicherheiten durch eine konservative Planung und durch die Berücksichtigung in ihrer Risikostrategie antizipiert.
Die Folgen aus den geopolitischen Konflikten, zuvorderst gestiegene Zinsen sowie eine weiterhin hohe Inflation, beeinflussten im Jahr 2023 weiterhin die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Auch der TK abcfinance Holding konnte sich diesen, wenngleich mit einem positiven Ergebnis im Geschäftsjahr, nicht vollständig entziehen. Wie lange die EZB an ihrem restriktiven geldpolitischen Kurs festhalten wird, hängt vor allem vom Tempo des Nachlassens der Teuerungsrate und der Rückkehr in den Zielkorridor von 2 % ab. Es besteht das Risiko einer persistenten Inflation, die eine Rückkehr auf ein niedriges Zinsniveau zeitlich verzögert. Dies würde, neben den erwarteten höheren Lohnabschlüssen, den Kostendruck auf die Unternehmen weiterhin auf einem hohen Niveau halten. Daraus resultiert das Risiko, dass insbesondere zwingend erforderliche Investitionen in den Digitalisierungs- und Transformationsprozess verschoben oder unterlassen werden. Dabei wird es auch darauf ankommen, wie zeitnah und mit welchen fiskalischen Maßnahmen es der Bundesregierung nach dem Urteil zur Schuldenbremse Ende 2023 gelingt den geeigneten Rahmen für Investitionsanreize zu setzen, und wie sie zukünftig die vorhandenen strukturellen Probleme in Deutschland angeht. Weitere Probleme sehen die Unternehmen in der im Vergleich zum Ausland teuren Beschaffung für Energie, einer hohen Bürokratie- und Regulierungsdichte, hohen Unternehmenssteuern sowie dem steigenden Fachkräftemangel. 27 Infolgedessen könnte die Zahl der Unternehmen, die ihre Produktion oder das gesamte Unternehmen ins Ausland verlagern, steigen. Vor diesem Hintergrund könnten sich Auswirkungen insbesondere auf das Neugeschäft - und daraus resultierend rückläufige Ertragspotenziale - sowie auf das Adressenausfallrisiko (verbunden mit einem Anstieg der erforderlichen Risikovorsorge) ergeben. Der TK abcfinance Holding hat hierauf vorsorglich mit einer ausgewogenen Margenstrategie reagiert.
Der Fortgang der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2024 könnte Einfluss auf die erwartete Risikoquote im Leasing und Factoring nehmen. Aufgrund des Kostendrucks steigt das Risiko für Unternehmensinsolvenzen, falls eine Weiterreichung der Kosten am Markt nicht durchsetzbar ist. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg, auch im Mittelstand sowie branchenübergreifend, mit +23,5% (+18.100) gegenüber dem Vorjahr spürbar an. Da Insolvenzen in der Regel zeitlich nachgelagert zu einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation auftreten, wird für das Jahr 2024 mit einem erneuten Anstieg gerechnet. 28 In diesem Zusammenhang besteht die Gefahr, dass der private Konsum aufgrund der weiterhin vorhandenen Unsicherheiten zurückhaltender als prognostiziert ausfallen könnte. Folglich würde sich das Adressenausfallrisiko erhöhen und Teile des wirtschaftlichen Ergebnisses würden durch unerwartet deutlich steigende Risikoaufwendungen aufgezehrt. Der TK abcfinance Holding hat den Sachverhalt in seiner Risikostrategie sowie in seiner Mehrjahresplanung antizipiert.
Vor dem Hintergrund der bestehenden Liquiditätssituation und der vorhandenen Refinanzierungspuffer sieht sich die Geschäftsführung gut gerüstet und geht nicht von einer Bestandsgefährdung der Gesellschaft aus. Mögliche Risiken aus einer dynamischen Entwicklung werden in der Risikostrategie des TK abcfinance Holding fortlaufend berücksichtigt.
Mit steigendem Grad der Digitalisierung erhöht sich auch das operationelle Risiko. Allein durch Cyberattacken entstand deutschen Unternehmen im Jahr 2023 ein Gesamtschaden von rund 206 Mrd. €. 29 Ein weiteres stetig steigendes operationelles Risiko deutscher Unternehmen resultiert aus dem eng mit dem demographischen Wandel der Gesellschaft verbundenen Problem des Fachkräftemangels. Die Geschäftsführung der abcfinance hat bereits in Vorjahren Maßnahmen und Ziele zur Begrenzung eines möglichen wirtschaftlichen Schadens aus diesen Risiken formuliert und als festen Bestandteil in ihrer Geschäftsstrategie verankert.
28
https://www.creditreform.de/pm/insolvenzen-auf-dem-vormarsch
Januar 2024
29
https://de.statista.com/schaeden-durch-computerkriminalitaet-in-deutschen-unternehmen
Januar 2024
Steigende regulatorische Anforderungen auf deutscher und europäischer Ebene machen organisatorische und technische Anpassungen notwendig und führen zu einem steigenden administrativen Aufwand. Einen wesentlichen Faktor spielt dabei der wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformationsprozess. Exemplarisch sei die Umsetzung der regulatorischen Anforderung zum Thema Nachhaltigkeit genannt, welche weitreichende Eingriffe in die operativen und strategischen Prozesse, insbesondere von Unternehmen der Kredit- und Finanzdienstleistungsbranche, erfordert. Die damit verbundenen Kosten belasten weiterhin das wirtschaftliche Ergebnis. Die abcfinance hat bereits im Jahr 2022 mit der Errichtung eines abc-eigenen Ressorts Corporate Sustainability auf die steigenden Anforderungen im Kontext Nachhaltigkeit reagiert. Maßnahmen und Ziele im Zusammenhang mit dem Themengebiet ESG sind Teil der übergeordneten Unternehmensstrategie und werden unter anderem in der Risikostrategie berücksichtigt und fortlaufend weiterentwickelt.
Der erfolgreiche Weg der letzten Jahre kann auf der beschriebenen Basis - abhängig von der Geschwindigkeit der Erholung der Gesamtwirtschaft - auch im Jahr 2024 weiter ausgebaut werden. Die enge Verzahnung zwischen dem TK abcfinance Holding und der abcbank ermöglicht eine optimale Ausnutzung der Ressourcen. Die Refinanzierungsmöglichkeiten über die abcbank bilden das Rückgrat dieser Entwicklung.
Sollte die deutsche Wirtschaft, schneller als prognostiziert, die erwartete Rezession hinter sich lassen, könnten mittelständische Unternehmen ihre - zum Teil seit Jahren - aufgeschobenen Investitionsvorhaben forcieren und eine deutlich verstärkte Nachfrage mittels Leasings finanzierter Geschäfte auslösen. Auch das Factoring könnte mit Blick auf höhere Absatzzahlen infolge einer gestiegenen Marktnachfrage profitieren. Beides würde sich auf das Neugeschäft des TK abcfinance Holding positiv auswirken.
Die Krisen der letzten Jahre haben in vielen Bereichen die Schwächen der Globalisierung offengelegt. Insbesondere der Vulnerabilität und Abhängigkeit von weltweit umspannenden Lieferketten gilt es zukünftig erfolgreich gegenzusteuern. Übergeordnetes Ziel der EU-Kommission ist es, Europa mittels eines Industrieplans für den grünen Deal zum Weltmarktführer für saubere Technologien und Innovationen, und somit zum Profiteur des anstehenden und rasant voranschreitenden Transformationsprozesses zu machen. Neben der Bereitstellung zusätzlicher Gelder aus EU-Fördermitteln sollen insbesondere auch die bürokratischen Hemmnisse bei der Bewilligung von staatlichen Fördermitteln sowie für Anbieter von Produkten wie Windenergie, Wärmepumpen, Solarenergie und grünem Wasserstoff deutlich reduziert werden. Auch der Bund und die Länder planen bzw. haben bereits Programme mit Blick auf die Herausforderungen des anstehenden Transformationsprozess aufgelegt. Der Geschäftsbereich abcfinance könnte von diesen Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene durch Gewinnung neuer Kunden oder durch die verstärkte Nachfrage ihrer Bestandskunden profitieren.
Großes Wachstumspotential für den Geschäftsbereich abcfinance bieten weiterhin die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit, die die wesentlichen Eckpfeiler des aktuellen wirtschaftlichen Transformationsprozesses darstellen. In Zeiten von Sharing Economy sieht der Leasingverband durch das breite Spektrum nutzungsorientierter Finanzierungsmodelle großes Potential für die Leasingbranche, da Leasing den schnellen Wechsel zu neuen und umweltverträglichen Technologien ermöglicht und über die Unternehmensstrategie eine Planbarkeit der Abbaupfade mit Blick auf den CO 2 -Fußabdruck ermöglicht. 30 Mit der green-energy-solution hat die abcfinance bereits in Vorjahren ein Kompetenzteam geschaffen, welches den gestiegenen Anforderungen zur Finanzierung nachhaltiger Objekte Rechnung trägt. Hier werden Finanzierungslösungen für umweltfreundliche Energietechnologien entwickelt und umgesetzt. Bei den Technologien handelt es sich im Schwerpunkt um Photovoltaikanlagen und deren Peripherietechnik. Aber auch Objekte aus den Bereichen Elektromobilität und Speichertechnik können Gegenstand der green-energy-solutions sein. Das Geschäftssegment eröffnet für die abcfinance die Möglichkeit zur Ausschöpfung guter Ertragspotenziale verbunden mit einer langjährigen Kundenbindung.
83 % der deutschen Unternehmen planen in den nächsten anderthalb Jahren Investitionen mit Kontext Digitalisierung, 52 % werden voraussichtlich Investitionen zum Thema Nachhaltigkeit vornehmen. 31 Hier kann der TK abcfinance ihre Branchenexpertise zielführend bei der Beratung mittelständischer Kunden einbringen und diesen durch flexible, maßgeschneiderte Finanzierungsmodelle als verlässlicher Partner zur Seite stehen. So eröffnet der Transformationsprozess für den Geschäftsbereich abcfinance die Möglichkeit zur Ausschöpfung guter Ertragspotenziale verbunden mit einer langjährigen Kundenbindung.
30 vgl. BDL Rundschreiben 07-01-2024:
Gesamtwirtschaftliche Einordnung vom 14.02.2024
31
https://www.capgemini.eom//studie/investitionen-erwartung-unternehmen-wachstum-2024
Auch auf dem Gebiet der Digitalisierung hat sich der Geschäftsbereich abcfinance frühzeitig den Herausforderungen gestellt. Seit dem Jahr 2019 hat die abcfinance erfolgreich neue Absatzwege mit den Kunden beschreiten können und diese fortlaufend ausgebaut. In Kooperation mit der zur Werhahn-Gruppe zugehörigen abcfinlab GmbH, deren Aufgabe in der Entwicklung einer volldigitalisierten Abwicklung von Finanzdienstleistungsgeschäften besteht, konnte die abcfinance unter anderem ihr Kundenportal "Lease Seven" für das Leasing mit hoher Kundenakzeptanz implementieren und fortlaufend optimieren. Weitere, tiefgreifende Digitalisierungsprojekte, wie das sog. SOA-Projekt (Service-orientierte Architektur) mit dem Ziel einer vollständigen, vollautomatisierten Einbindung der Leasingprozesse der abcfinance bei ihren strategischen Partnern, wurde im Vorjahr begonnen. Ebenso testet die abcfinance das Potential künstlicher Intelligenz beim Einsatz unter regulatorischen, sicherheitstechnischen und datenschutzrechtlichen Aspekten. Somit eröffnet die Digitalisierung die Möglichkeit, verstärkt als attraktiver Geschäftspartner im Markt wahrgenommen zu werden und neue Kunden zu binden. Sowohl ein daraus resultierendes Neugeschäft als auch das Potenzial zur Einsparung interner Kosten könnten die wirtschaftliche Entwicklung der abcfinance-Gruppe zukünftig positiv begünstigen.
Darüber hinaus eröffnen Änderungen im Branchenumfeld, beispielweise aufgrund von Restrukturierungen, Chancen für den Geschäftsbereich abcfinance zu anorganischem Wachstum. Doch auch mit Hilfe von organischem Wachstum und neuer Partnerschaften kann die abcfinance auch unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung wachsen. Innerhalb der getätigten Akquisitionen werden auch in Zukunft mögliche Partner identifiziert, mit denen das Neugeschäft strukturiert und kundenorientiert ausgebaut werden kann. Mit der Gewinnung von Marktanteilen würde die Bedeutung der abcfinance im Wettbewerbsumfeld gefestigt und erweitert werden.
Vor diesem Hintergrund plant der TK abcfinance Holding trotz des schwierigen Marktumfelds für 2024 mit einem erheblich gestiegenen positiven Konzernjahresergebnis.
Neuss, den 20. März 2024
abcfinance Holding GmbH
Alexander Boldyreff
Andreas König
Stephan Kühne
Stephan Ninow
Andrea Ritzmann
Peter-Alexander Wankum
Die mit Sitz zu Neuss ansässige Wilh. Werhahn KG ist alleinige Gesellschafterin der abcfinance Holding GmbH, Neuss.
Die unterzeichnende Alleingesellschafterin beschließt hiermit unter Verzicht auf alle durch das Gesetz oder die Satzung vorgeschriebenen Fristen und Formen gemäß § 48 Abs. 2 GmbH-Gesetz:
1. Der von der Geschäftsführung aufgestellte und von der Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird vollinhaltlich genehmigt und festgestellt.
2. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 31.151,25 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.
3. Der von den Geschäftsführern der abcfinance Holding GmbH aufgestellte und mit dem uneingeschränkten Testat der Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, versehene Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 werden hiermit gebilligt.
4. Den Geschäftsführern wird für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Entlastung erteilt.
Neuss, den 22. Mai 2024| 18:16:02 MESZ
Wilh. Werhahn KG
ppa. Gerd Hiller
i.V. Dr. Oliver Schouler
An die abcfinance Holding GmbH, Neuss
Wir haben den Konzernabschluss der abcfinance Holding GmbH, Neuss, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der abcfinance Holding GmbH, Neuss, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 22. März 2024
Deloitte
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Wilhelm Wolfgarten, Wirtschaftsprüfer
Jan Marmann, Wirtschaftsprüfer
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
|
01.01.2023
€ |
Zugänge
€ |
Umbuchungen
€ |
Abgänge
€ |
31.12.2023
€ |
|
| 1. Beteiligungen | 549.980,10 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 549.980,10 |
| 2. Leasingvermögen | |||||
| a) Leasinggegenstände | 3.114.578.527,49 | 722.845.624,35 | 39.960,00 | 717.655.785,01 | 3.119.808.326,83 |
| b) geleistete Anzahlungen | 39.960,00 | 0,00 | -39.960,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3.114.618.487,49 | 722.845.624,35 | 0,00 | 717.655.785,01 | 3.119.808.326,83 | |
| 3. Immaterielle Anlagewerte | |||||
| a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 785.568,71 | 0,00 | 0,00 | 785.568,71 |
| b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 44.598.067,26 | 2.511.035,05 | 144.327,37 | 12.014,75 | 47.241.414,93 |
| c) Geschäfts- oder Firmenwert | 32.753.264,99 | 0,00 | 0,00 | 450.000,00 | 32.303.264,99 |
| d) geleistete Anzahlungen | 144.327,37 | 646.413,30 | -144.327,37 | 0,00 | 646.413,30 |
| 77.495.659,62 | 3.943.017,06 | 0,00 | 462.014,75 | 80.976.661,93 | |
| 4. Sachanlagen | |||||
| a) Betriebs- und Geschäftsausstattung | 25.132.955,91 | 1.995.974,62 | 0,00 | 8.651.623,49 | 18.477.307,04 |
| b) geleistete Anzahlungen | 0,00 | 152.998,21 | 0,00 | 0,00 | 152.998,21 |
| 25.132.955,91 | 2.148.972,83 | 0,00 | 8.651.623,49 | 18.630.305,25 | |
| 3.217.797.083,12 | 728.937.614,24 | 0,00 | 726.769.423,25 | 3.219.965.274,11 | |
| Abschreibungen | ||||
|
01.01.2023
€ |
Zugänge
€ |
Abgänge
€ |
31.12.2023
€ |
|
| 1. Beteiligungen | 0,00 | 549.980,10 | 0,00 | 549.980,10 |
| 2. Leasingvermögen | ||||
| a) Leasinggegenstände | 1.420.757.033,94 | 553.823.655,84 | 578.767.184,20 | 1.395.813.505,58 |
| b) geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 1.420.757.033,94 | 553.823.655,84 | 578.767.184,20 | 1.395.813.505,58 | |
| 3. Immaterielle Anlagewerte | ||||
| a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 33.383,45 | 0,00 | 33.383,45 |
| b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 35.415.692,50 | 6.333.633,38 | 12.014,75 | 41.737.311,13 |
| c) Geschäfts- oder Firmenwert | 31.580.405,22 | 1.117.491,61 | 450.000,00 | 32.247.896,83 |
| d) geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 66.996.097,72 | 7.484.508,44 | 462.014,75 | 74.018.591,41 | |
| 4. Sachanlagen | ||||
| a) Betriebs- und Geschäftsausstattung | 19.156.540,31 | 1.971.073,49 | 8.377.710,49 | 12.749.903,31 |
| b) geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 19.156.540,31 | 1.971.073,49 | 8.377.710,49 | 12.749.903,31 | |
| 1.506.909.671,97 | 563.829.217,87 | 587.606.909,44 | 1.483.131.980,40 | |
| Restbuchwerte | ||
|
31.12.2023
€ |
31.12.2022
€ |
|
| 1. Beteiligungen | 0,00 | 549.980,10 |
| 2. Leasingvermögen | ||
| a) Leasinggegenstände | 1.723.994.821,25 | 1.693.821.493,55 |
| b) geleistete Anzahlungen | 0,00 | 39.960,00 |
| 1.723.994.821,25 | 1.693.861.453,55 | |
| 3. Immaterielle Anlagewerte | ||
| a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 752.185,26 | 0,00 |
| b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 5.504.103,80 | 9.182.374,76 |
| c) Geschäfts- oder Firmenwert | 55.368,16 | 1.172.859,77 |
| d) geleistete Anzahlungen | 646.413,30 | 144.327,37 |
| 6.958.070,52 | 10.499.561,90 | |
| 4. Sachanlagen | ||
| a) Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.727.403,73 | 5.976.415,60 |
| b) geleistete Anzahlungen | 152.998,21 | 0,00 |
| 5.880.401,94 | 5.976.415,60 | |
| 1.736.833.293,71 | 1.710.887.411,15 | |
|
2023
T€ |
2022
T€ |
Veränderung
T€ |
|
| Periodenergebnis | 5.689 | 3.266 | 2.423 |
| +/- Abschreibungen, Wertberichtigungen / Zuschreibungen auf Forderungen und Gegenstände des Leasingvermögens | 553.824 | 558.170 | -4.346 |
| +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf die immateriellen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens und auf das Sachanlagevermögen | 8.888 | 8.238 | 650 |
| +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert | 1.117 | 1.523 | -406 |
| +/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen | 3.793 | -7.499 | 11.292 |
| -/+ Gewinn / Verlust aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens | -4.934 | -393 | -4.541 |
| -/+ sonstige Anpassungen (Saldo) | -208 | 3.662 | -3.870 |
| -/+ Zunahme / Abnahme der Forderungen an Kreditinstitute | 7.232 | 11.505 | -4.273 |
| -/+ Zunahme / Abnahme der Forderungen an Kunden aus Factoring | 6.276 | -16.834 | 23.110 |
| -/+ Zunahme / Abnahme der Forderungen an Kunden aus Mietkauf | -30.304 | -8.197 | -22.107 |
| -/+ Zunahme / Abnahme der übrigen Forderungen an Kunden | -2.783 | 12.400 | -15.183 |
| -/+ Zunahme / Abnahme der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten | -124 | 180 | -304 |
| -/+ Zunahme / Abnahme anderer Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit | 5.333 | -5.643 | 10.976 |
| +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -25.136 | -5.387 | -19.749 |
| +/- Zunahme / Abnahme der Kredite bei verbundenen Unternehmen | 2.809 | 826 | 1.983 |
| +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 6.601 | -26.067 | 32.668 |
| +/- Zunahme / Abnahme der passiven Rechnungsabgrenzungsposten | 43.184 | 54.321 | -11.137 |
| +/- Zunahme / Abnahme anderer Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit | -1.254 | 166 | -1.420 |
| +/- Zinsaufwendungen / Zinserträge | -36.008 | -44.082 | 8.074 |
| +/- Ertragsteueraufwand / -ertrag | 1.206 | 2.260 | -1.054 |
| + Erhaltene Zinszahlungen und Dividendenzahlungen | 79.821 | 65.716 | 14.105 |
| - gezahlte Zinsen | -38.893 | -19.852 | -19.041 |
| -/+ Ertragsteuerzahlungen | -998 | -5.922 | 4.924 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 585.131 | 582.357 | 2.774 |
| + Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens (Leasingsvermögens) | 143.850 | 143.288 | 562 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (Leasingvermögen (inkl. Anzahlungen)) | -722.846 | -722.217 | -629 |
| + Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens | 247 | 130 | 117 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -2.149 | -1.222 | -927 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -3.943 | -2.267 | -1.676 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -584.841 | -582.288 | -2.553 |
| - Unterschiedsbetrag auf Kapitalkonsolidierung | -32 | 0 | -32 |
| - Gezahlte Dividenden an Drittgesellschafter | -258 | -69 | -189 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -290 | -69 | -221 |
| -/+ Abnahme / Zunahme der flüssigen Mittel | 0 | 0 | 0 |
| +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 0 | 0 | 0 |
| + Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres | 1 | 1 | 0 |
| = Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres | 1 | 1 | 0 |
| Eigenkapital des Mutterunternehmens | ||||
|
Gezeichnetes Kapital
in € |
Kapitalrücklagen
in € |
Andere Gewinnrücklagen
in € |
Gewinnvortrag / Verlustvortrag
in € |
|
| Stand am 01.01.2023 | 36.000,00 | 11.333.942,54 | 3.500,00 | -14.964.599,14 |
| Einstellungen in Rücklagen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.419.108,51 |
| Sonstige Veränderungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Ausschüttung | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Konzernjahresüberschuss | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand am 31.12.2023 | 36.000,00 | 11.333.942,54 | 3.500,00 | -12.545.490,63 |
| Eigenkapital des Mutterunternehmens | ||
|
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag, der dem
Mutterunternehmen zuzurechnen ist
in € |
Summe
in € |
|
| Stand am 01.01.2023 | 2.419.108,51 | -1.172.048,09 |
| Einstellungen in Rücklagen | -2.419.108,51 | 0,00 |
| Sonstige Veränderungen | 0,00 | 0,00 |
| Ausschüttung | 0,00 | 0,00 |
| Konzernjahresüberschuss | 4.374.756,08 | 4.374.756,08 |
| Stand am 31.12.2023 | 4.374.756,08 | 3.202.707,99 |
| Nicht beherrschende Anteile | Konzerneigenkapital | |||
|
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis
in € |
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne /
Verluste
in € |
Summe
in € |
in € | |
| Stand am 01.01.2023 | -2.589.059,16 | 846.845,12 | -1.742.214,04 | -2.914.262,13 |
| Einstellungen in Rücklagen | 846.845,12 | -846.845,12 | 0,00 | 0,00 |
| Sonstige Veränderungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Ausschüttung | -257.767,26 | 0,00 | -257.767,26 | -257.767,26 |
| Konzernjahresüberschuss | 0,00 | 1.314.647,78 | 1.314.647,78 | 5.689.403,86 |
| Stand am 31.12.2023 | -1.999.981,30 | 1.314.647,78 | -685.333,52 | 2.517.374,47 |
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