Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 66588
Eingetragen
19.10.2011
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen ChemikalienTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und Anstrichmitteln
Gegenstand
Der Verkauf und der Vertrieb von Produkten, insbesondere aus dem Bereich der petrochemischen Industrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hou-Fu Chen
seit 14.9.2022
Geschäftsführer
Chih-Chuan Tsai
seit 14.9.2022
Geschäftsführer
Shan-Chi Wu
seit 7.7.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Chang Chun Petrochemical Co., Ltd.
50.00%
Chang Chun Plastics Co., Ltd.
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Chang Chun Petrochemical Co., Ltd.
TWN
50.000 €
50.00%
Chang Chun Plastics Co., Ltd.
TWN
50.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CCD (Germany) GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

CCD (Germany) GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Chang Chun Petrochemical Co., Ltd., Taipeh, Taiwan und Chang Chun Plastics Co., Ltd., Taipeh, Taiwan. Die CCD (Germany) GmbH ist daher Teil der Chang Chun Group ("CCP Gruppe").

Chang Chun Petrochemical Co., Ltd. (CCPC) wurde im Jahr 1964 gegründet und die wichtigsten Absatzprodukte der Gesellschaft sind Polyvinylalkohol, Eisessig, Butylacetat, Formalin, Hexamin, Wasserstoffperoxid, epoxidiertes Sojaöl, Kupferfolie, Antioxidantien, Melamin usw.

Chang Chun Plastics Co., Ltd. (CCP) wurde im Jahre 1949 gegründet und produziert Phenol-Formmasse, Harnstoff-Pulver und Harnstoff-Leim. Neben den ursprünglichen Produkten sind die wichtigsten Produkte papierkupferplattierte Laminat-Platten, Epoxidharz, Epoxid-Formmasse, Trockenfilm Fotoresist, flüssige Fotoresist, Melamin-Verglasung Harz, bromierte Epoxid-Flammschutzmittel, Triphenylphosphat Flammschutzmittel, Formalin und Paraformaldehyd.

Die Chang Chun Group (CCP Gruppe) ist eine in Taipeh, Taiwan, ansässige Gruppe mit einem Schwerpunkt in den Bereichen Polymere, Feinchemie, Spezialchemikalien.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und die Produktion der Chemikalien befinden sich ausschließlich in Asien. Durch vertikal integrierte Produktionsprozesse kann die Gruppe sowie die CCD (Germany) GmbH als deutsche Vertriebsgesellschaft flexibel auf unterschiedliche Marktbedürfnisse reagieren.

In Deutschland wurde die CCD (Germany) GmbH im Jahr 2011 gegründet und ist als Vertriebsgesellschaft mit Sitz in Düsseldorf für den gesamten europäischen Markt verantwortlich. Während bis einschließlich 2020 hauptsächlich Standardprodukte vertrieben wurden, erfolgt ab 2021 eine Konzentration auf den Vertrieb von Spezialprodukten.

2. Leistungsindikatoren

CCD (Germany) GmbH bedient sich zur Unternehmenssteuerung unterschiedlicher finanzieller Leistungsindikatoren. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz, das Rohergebnis, das EBIT und der Jahresüberschuss.

3. Forschung und Entwicklung

Die Forschung, Entwicklung und Produktion der vertriebenen Produkte erfolgen ausschließlich in den Werken der Muttergesellschaften in Asien.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 nach wie vor geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen des Vorjahres. Hinzu kamen weiterhin verschärfte Material- und Lieferengpässe, steigende Preise, beispielsweise für Nahrungsmittel, sowie der Fachkräftemangel.

Aufgrund dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen ist das BIP 2023 im Vergleich zum Jahr 2022 um 0,3% gesunken. Laut des statistischen Bundesamtes nahm die Wirtschaftsleistung kalenderbereinigt in 2023 um 0,1% ab. Die hohe Inflation in nahezu allen Bereichen und gestiegene Finanzierungskosten hatten nach wie vor einen hohen Einfluss auf viele Bereiche der Wirtschaft sowie private Konsumenten und daher auch in wesentlichen Teilen auf die Unternehmen.

Die gesamtwirtschaftliche Erholung lag für Europa in 2023 bei rd. 0,5 %. Für das Jahr 2024 wird bisher von der Bundesregierung für Deutschland aktuell ein Wachstum von 0,2% erwartet, während das HRI eher -0,2% prognostiziert.

Die Konjunkturerholung in 2023 verteilte sich uneinheitlich auf die einzelnen Länder. Infolge des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine und den Konflikten im Nahen Osten ist weiter mit Auswirkungen auf die Weltwirtschaft in 2024 zu rechnen.

Ein schwieriges Jahr geht für die chemisch-pharmazeutische Industrie zu Ende. Die Hoffnungen auf eine Belebung der Konjunktur haben sich nicht erfüllt. "Wir befinden uns mitten in einem tiefen, langen Tal. Und noch ist unklar, wie lange wir es durchschreiten müssen", kommentiert der Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie, Markus Steilemann, die Lage. Ein schneller Aufschwung sei nicht in Sicht.

Für die Branche war 2023 ein schlechtes Jahr. Insgesamt ging die Chemie- und Pharmaproduktion um 8 Prozent zurück. Rechnet man das Pharmageschäft heraus, liegt der Rückgang bei 11 Prozent. Den Unternehmen fehlten zunehmend die Aufträge. Die Kapazitäten der Branche waren mit durchschnittlich rund 77 Prozent nicht ausgelastet. Damit liegt die Produktion seit neun Quartalen unterhalb der wirtschaftlich notwendigen Grundauslastung von 82 Prozent.

Die Hersteller anorganischer Grundstoffe sowie von Seifen, Reinigungsmitteln und Kosmetika drosselten ihre Produktion um 10 Prozent. In der Fein- und Spezialchemie lag der Produktionsrückgang bei 4 Prozent. Auch die Pharmasparte hatte nach dem Impfstoffboom mit schlechten Standortbedingungen zu kämpfen und büßte 3 Prozent ein.

Mit rund 230 Milliarden Euro lag der Branchenumsatz 12 Prozent niedriger als im Vorjahr. Besonders kräftig fiel der Rückgang im Inlandsgeschäft aus. Die Verkäufe sanken um 16 Prozent auf 86 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz lag mit 144 Milliarden Euro 10 Prozent niedriger als im Vorjahr. Zum Umsatzrückgang haben auch rückläufige Chemikalienpreise beigetragen. Die Erzeugerpreise für chemisch-pharmazeutische Produkte waren 2023 durchschnittlich rund 1 Prozent günstiger als im Vorjahr.

Zum Jahresende 2023 herrschte in der Branche weiterhin Rezessionsstimmung. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate waren negativ. Damit dürften weiter Aufträge im Chemiegeschäft fehlen. Der VCI geht deshalb für das kommende Jahr nicht davon aus, dass die Chemieproduktion wieder ansteigt. Beim Branchenumsatz wird ein Minus von 3 Prozent erwartet.

Diese Prognose bestätigen auch die Ergebnisse der aktuellen Mitgliederumfrage: Die Unternehmen rechnen kurzfristig nicht mit einem Aufschwung. 45 Prozent rechnen frühestens 2025 mit einer Besserung. (Quelle: VCI Jahresbilanz 2023 vom 15. Dezember 2023).

Für das Gesamtjahr 2024 rechnet der VCI mit einer auf niedrigem Niveau stagnierenden Produktion. Bei rückläufigen Preisen wird der Branchenumsatz in diesem Jahr voraussichtlich um 3,5 Prozent sinken. (Quelle: 15. März 2024 | VCI Pressemitteilung)

Neben der Erwartung einer gedämpften weltwirtschaftlichen Entwicklung als Folge des Ukraine-Kriegs sieht sich die Branche mit politischen Herausforderungen des Ukraine-Konflikts und im Nahen Osten sowie auch weiterhin mit den Handelskonflikten der USA mit der EU und mit China sowie mit Russland konfrontiert.

Wie sich die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Folgewirkungen des Ukraine-Kriegs und der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten weiter auf unser Geschäft auswirken, kann aktuell schwer kalkuliert und geplant werden.

2. Geschäftsverlauf

Der Umsatz der Gesellschaft reduzierte sich produktmixbedingt, im Wesentlichen vor allem aber preisbedingt im abgelaufenen Geschäftsjahr um EUR 6,2 Mio. und belief sich für 2023 auf EUR 30,0 Mio. Der Umsatz ist trotz deutlicher volumenbedingter Steigerungen preisbedingt stark gesunken.

Im Geschäftsjahr 2023 schloss die Umsatz- bzw. Auftragsentwicklung der CCD (Germany) GmbH oberhalb der ursprünglichen Erwartungen im Hinblick auf die veräußerten Volumina ab. Preisbedingt gab es trotz deutlichen Wachstumes des Absatzvolumens einen deutlichen Umsatzrückgang, so dass die Umsatzerlöse insgesamt entsprechend der Planung für 2023 deutlich unter dem Vorjahr lagen. Die Abmilderung der Corona-Krise und Lieferkettenprobleme in vielen Branchen hatten in 2022 zu einem sehr hohen Preisniveau geführt. Preiserhöhend hatten sich in 2022 vor allem die hohen Frachtraten sowie auch die hohen Energiekosten ausgewirkt. Dies führte korrespondierend in 2022 zu steigenden Umsatzerlösen. Bereits im zweiten Halbjahr 2022 und auch infolge wieder gesunkener Frachtraten gab es aber durch gesunkene Marktpreise für bestimme Produkte Druck auf die Verkaufspreise. Dieser setzte sich im ersten Halbjahr 2023 weiter fort und hat nach unserer Auffassung den Boden erreicht. Da die Preisanpassungen teilweise erst mit etwas Zeitversatz im Ein- und Verkauf angepasst werden können, war in 2022 bereits für das erste Halbjahr 2023 mit deutlich niedrigeren Margen gerechnet worden. In der zweiten Jahreshälfte stabilisierten sich die Margen und Verkaufspreise. Im Geschäftsjahr 2023 schloss die Ergebnisentwicklung 1 der CCD (Germany) GmbH mit Ausnahme des verbesserten Rohertrages dennoch unterhalb der ursprünglichen Erwartungen ab und reduzierte sich deutlich, wohingegen nur ein moderater Rückgang erwartet worden war.

Es wurden keine wesentlichen neuen Produkte in 2023 eingeführt. Es wurden aber Projekte mit Kunden fortentwickelt, die in 2024 und 2025 zu Umsatzsteigerungen führen sollen.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der Umsatz beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 29.971. Ein sehr niedriges Preisniveau für weite Teile des Jahres sowie auch ein geänderter Produktmix im Vorjahresvergleich führten trotz eines deutlichen Mengenanstiegs im Vergleich zum Vorjahr zu um TEUR 6.233 reduzierten Umsatzerlösen. Der absolute Rückgang, in einem schwierigen Marktumfeld, fiel deutlich höher aus als erwartet, wenngleich die mengenmäßigen Steigerungen oberhalb der Erwartungen lagen. Das Rohergebnis der CCD (Germany) GmbH erhöhte sich leicht im Vergleich zum Jahr 2022 um TEUR 292 und beträgt im laufenden Geschäftsjahr TEUR 3.266. Der überproportionale Rückgang der Aufwendungen für bezogene Waren ist, ebenso wie der preisbedingte Rückgang der Umsatzerlöse, wesentlich durch die deutlich niedrigeren Frachtraten je Mengeneinheit und insgesamt gesunkene Marktpreise beeinflusst. In den Umsatzerlösen sind auch Umsatzerlöse aus Serviceleistungen in Höhe von TEUR 510 (i. Vj. TEUR 479) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich leicht von TEUR 21 auf TEUR 32.

1 Rohergebnis, EBIT und der Jahresüberschuss

Der Personalaufwand beträgt für das laufende Jahr TEUR 519 nach TEUR 490 im Vorjahr. Der Anstieg geht neben Gehaltserhöhungen und Boni auf unterjährige Mitarbeiterveränderungen zurück.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 2.266 und erhöhten sich um insgesamt TEUR 716 im Wesentlichen infolge gestiegener Aufwendungen für Fracht- und Lagerkosten. Insbesondere deutlich gestiegene Frachtraten (+ TEUR 658) und Lagerkosten (+TEUR 30) aufgrund gestiegener Lager- und Transportvolumen sind ursächlich für den Anstieg. Zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gehören neben den Lager- und Frachtkosten vor allem Reisekosten, Mietkosten sowie Beratungs- und Servicekosten.

Das EBIT reduzierte sich deutlich von TEUR 934 im Jahr 2022 auf TEUR 480 im Geschäftsjahr.

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 313 nach TEUR 613 im Jahr 2022.

Die Bilanzsumme beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 10.295 und ist deutlich um TEUR 5.527 gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Der Rückgang der Aktiva betrifft hauptsächlich den Rückgang der Vorräte um TEUR 2.989 auf TEUR 5.362 infolge des deutlich gesunkenen Preisniveaus sowie reduzierter Volumen in Transit. Ferner reduzieren sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ebenfalls deutlich um TEUR 2.327 auf TEUR 4.085 auch als Folge der stark gefallen Verkaufspreise sowie eines entsprechend niedrigeren absoluten Umsatzvolumens im vierten Quartal 2023 gegenüber dem vierten Quartal 2022. Die flüssigen Mittel reduzierten sich ebenfalls deutlich von TEUR 997 auf TEUR 230. Dem entgegen steht der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 554, insbesondere in Folge hoher Steuervorauszahlungen für 2022 und 2023.

Auf der Passivseite reduzierten sich vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, um TEUR 5.361, wohingegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+TEUR 435) infolge des erhöhten Einkaufsvolumens im vierten Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahr zunahmen. Darüber hinaus reduzierten sich die Rückstellungen (-TEUR 822) aufgrund geringerer Steuerrückstellungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um TEUR 45 und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 119. Gegenläufig entwickelten sich die erhaltenen Anzahlungen (+TEUR 72).

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital zum Gesamtvermögen) beträgt 10,0 % und erhöhte sich deutlich von 4,5 % im Jahr 2022.

Das Unternehmen wird ausschließlich in der CCP-Gruppe finanziert. Das operative Geschäft wird im Wesentlichen durch verlängerte Zahlungsziele durch die Gesellschafter CCP und CCPC und deren verbundene Unternehmen finanziert. Bei Bedarf können hier auch Zahlungsziele weiter verlängert werden.

Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 liegt im Bereich der abgesetzten Verkaufsmengen insgesamt leicht oberhalb der ursprünglichen Erwartungen des Managements und der Gesellschafter und war daher trotz der Herausforderungen sehr zufriedenstellend. Eintrübungen des Geschäftes und negative Preisentwicklungen wurden aber bereits in der zweiten Jahreshälfte 2022 festgestellt und wirkten sich in 2023 vollumfänglich aus. Der deutliche Rückgang des Umsatzes war in 2023 nur preisbedingt und volumenbedingt gab es einen deutlichen Anstieg.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Für 2024 wird weiter mit einem moderaten Rückgang des Umsatzes der chemischen Industrie durch den VCI gerechnet. Infolge der vielen geopolitischen Spannungen und des weiterhin bestehenden Zins- und Inflationsumfelds bestehen hinsichtlich der Marktbedingungen weltweit weiterhin hohe Unsicherheiten und die genauen Auswirkungen auf unsere Branche sind aktuell schwer für die Zukunft zu prognostizieren. Für den europäischen Markt wird ebenfalls ein Rückgang erwartet.

CCD (Germany) GmbH konzentriert sich weiter auf den Ausbau und die Entwicklung weiterer Geschäftsbeziehungen mit weiteren größeren Kunden und Chemieunternehmen in Europa und fokussiert sich seit 2021 nunmehr auf margenstärkere Spezialprodukte. Der Vertrieb von margenschwachen Standardprodukten, die bis Ende 2020 einen Großteil des Umsatzvolumens ausmachten, wurde Ende 2020 nahezu eingestellt und hat entsprechend planmäßig zu einem deutlichen Umsatzrückgang in 2021 geführt. Ferner werden seit 2021 auch weitere Service-Leistungen im Bereich der Marktentwicklung für die Gesellschafter erbracht, die entsprechend zusätzlich vergütet werden. Die Vereinbarungen laufen zunächst immer nur ein Jahr, sind aber für 2024 ebenfalls bereits wieder vereinbart.

Da CCD (Germany) GmbH erst im Jahr 2011 ihren Betrieb aufnahm, bestehen aber noch Möglichkeiten, das Geschäft weiterzuentwickeln und auszubauen. Die Kundenstruktur und Produktvielfalt sollen in den nächsten Geschäftsjahren insbesondere auch im Bereich der E-Mobilität ausgebaut werden. Positive Effekte für 2024 werden durch den Aufbau neuer Lagerkapazitäten in Europe als Folge kundenspezifischer Projekte sowie durch neue Produkte erwartet.

Für 2024 wird, trotz der unsicheren Marktbedingungen, mit moderat steigenden Absatzmengen sowie teilweise auch mit moderat steigenden Preisen im Bereich Umsatzerlösen gerechnet. Wir planen für 2024 daher insgesamt mit Umsatzerlösen deutlich über dem Niveau von 2023, aber in Folge der weiterhin stark angespannten Situation des weltweiten Chemiemarktes nur mit moderat steigenden Ergebnissen 2 gegenüber dem Vorjahr.

Das Unternehmen wird auch in 2024 durch verlängerte Zahlungsziele durch die Gesellschafter CCP und CCPC und deren verbundene Unternehmen finanziert. Darüber hinaus wurde am 22. März 2024 vom Gesellschafter CCP ein Kontokorrentkredit über EUR 2,5 Mio mit einjähriger Laufzeit gewährt, welcher im Bedarfsfall in Anspruch genommen werden kann.

2. Risikomanagement

Wir beobachten mit unseren Gesellschaftern das Marktumfeld und können somit technische Entwicklungen und deren Möglichkeiten erkennen.

Der weitere Ausbau unserer Produktpalette und Projektchancen mit unseren Kunden sowie die technische Weiterentwicklung unserer Produkte tragen dazu bei, dass wir die Anforderungen des Marktes weiter erfüllen. Die Fokussierung auf margenstärkere Spezialprodukte steht im Mittelpunkt der zukünftigen Perioden.

Die CCD (Germany) GmbH verfügt über interne Berichts- und Kontrollsysteme, um Risiken frühzeitig zu identifizieren und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Zur Vermeidung von Forderungsausfällen von Kunden werden offene Forderungen regelmäßig kontrolliert und überwacht.

Die Regelungen der REACH-Verordnung werden in enger Abstimmung mit den produzierenden Konzerngesellschaften und der Muttergesellschaft beobachtet und überwacht.

2 Rohergebnis, EBIT und der Jahresüberschuss

3. Chancen- und Risikobericht

Die Risiken und Chancen sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für CCD (Germany) GmbH dargestellt.

Die Entwicklung der konjunkturellen Lage und Unsicherheiten in der Weltwirtschaft als Folge des Ukraine-Kriegs, die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sowie die weiterhin bestehenden Handelskonflikte zwischen den USA und der EU und den USA und China nehmen stets Einfluss auf das Nachfrageverhalten unserer Kunden und stellen somit weiterhin ein nur schwer kalkulierbares Risiko dar. Insbesondere haben die massiv gestiegenen Zins- und Energiekosten in Europa, die hohen Inflationsraten sowie auch die Unsicherheiten in der Automobil- und Bauindustrie einen deutlichen Einfluss auf die Weltwirtschaft und somit auch in Teilen auf unser Geschäft. Wir schätzen dieses Risiko als moderat ein.

Auch beschaffungsseitig kann es infolge des Kriegs und der Spannungen im Nahen Osten zu Verzögerungen und Engpässen im Rahmen der Produktion in den Herstellerwerken in Asien kommen. Aktuell gibt es hier nur begrenzte Auswirkungen, und wir schätzen diese Risiken daher weiter als moderat ein. Es können sich infolge reduzierter Energiekosten in Asien aber auch Wettbewerbsvorteile für den Import von Produkten ergeben.

Risiken und Chancen können sich aus den regulatorisch vorgegebenen Rahmenbedingungen und den Umweltvorschriften ergeben, würden aber die gesamte Branche betreffen. Wir schätzen dieses Risiko als moderat ein.

Abhängig von der Nachfrage in Europa und den geltenden Zoll-Vorschriften können Risiken und Chancen entstehen. Die Kundennachfrage für die Produkte des Konzerns kann durch diese Rahmenbedingungen beeinträchtigt werden. Wir schätzen dieses Risiko als moderat ein.

CCD (Germany) GmbH ist von den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Konzern abhängig. Neue Produkte werden nur von den Gesellschaftern oder nahestehenden Unternehmen entwickelt.

Die CCD (Germany) GmbH bleibt weitgehend unberührt von ökonomischen Faktoren wie Währungsrisiken, da die Wechselkursrisiken über die Muttergesellschaften in Taiwan überwacht und gesteuert werden. Fast alle Transaktionen werden in EUR realisiert.

Chancen sieht CCD (Germany) GmbH insbesondere in der in 2021 begonnenen Einführung neuer Produkte mit höherem Spezialisierungsgrad und erweiterten Vertriebsaktivitäten innerhalb Europas, um die Weichen für eine gezieltere Kundenbetreuung zu stellen. CCD (Germany) GmbH plant auch, ihr kundenorientiertes Projektgeschäft weiter auszubauen.

Weitere Chancen sieht CCD (Germany) GmbH im kontinuierlichen Ausbau der direkten Schnittstellen zu den Kunden. Dies und der Verkauf von hochwertigen spezialisierten Produkten sollen dazu beitragen, dass im Jahr 2024 trotz weiterhin schwieriger Marktbedingungen deutlich steigende Umsatzerlöse und ein moderat wachsendes Ergebnisniveau 3 entsprechend den Planungen erwartet werden.

 

Düsseldorf, den 17. Juli 2024

CCD (Germany) GmbH

Chih-Chuan

Tsai Hou-Fu Chen

3 Rohergebnis, EBIT und der Jahresüberschuss

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 5.361.781,72 8.351.459,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.085.173,04 6.411.924,40
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.400,00 7.000,00
- sämtlich aus Lieferungen und Leistungen -
- sämtlich gegen Gesellschafter -
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25.100,00 33.100,00
- sämtlich aus Lieferungen und Leistungen -
- sämtlich gegen Gesellschafter -
4. Sonstige Vermögensgegenstände 575.136,87 21.215,44
- davon aus Steuern TEUR 546 (i. Vj. TEUR 0) -
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 21 (i. Vj. TEUR 21) - 4.702.809,91 6.473.239,84
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 230.438,75 997.090,05
10.295.030,38 15.821.789,02
10.295.030,38 15.821.789,02

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Bilanzgewinn 926.066,61 613.258,77
1.026.066,61 713.258,77
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 729.238,14
2. Sonstige Rückstellungen 189.544,78 282.233,08
189.544,78 1.011.471,22
C. Verbindlichkeiten
- sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
1. Erhaltene Anzahlungen 71.618,90 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 278.621,51 397.161,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.205.195,84 2.770.513,57
- sämtlich aus Lieferungen und Leistungen -
- davon gegenüber Gesellschafter TEUR 182 (i. Vj. TEUR 387) -
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.490.966,35 10.851.636,52
- sämtlich aus Lieferungen und Leistungen -
- sämtlich gegenüber Gesellschafter -
5. Sonstige Verbindlichkeiten 33.016,39 77.747,00
- davon aus Steuern TEUR 20 (i. Vj. TEUR 62) -
9.079.418,99 14.097.059,03
10.295.030,38 15.821.789,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 3.265.736,98 2.974.026,67
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -442.838,02 -424.390,38
b) Soziale Abgaben -76.532,37 -65.558,87
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.266.181,91 -1.550.030,82
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,55 0,00
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.597,00 -19.892,73
- sämtlich mit Gesellschaftern -
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -165.780,39 -300.895,10
7. Ergebnis nach Steuern 312.807,84 613.258,77
8. Jahresüberschuss 312.807,84 613.258,77
9. Gewinnvortrag 613.258,77 1.078.135,56
10. Ausschüttung 0,00 -1.078.135,56
11. Bilanzgewinn 926.066,61 613.258,77

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die CCD (Germany) GmbH ist i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden daher teilweise in Anspruch genommen.

Die CCD (Germany) GmbH mit Sitz in Düsseldorf ist beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer HRB 66588 im Handelsregister eingetragen. CCD (Germany) GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Chang Chun Petrochemical Co., Ltd., Taipeh, Taiwan, und Chang Chun Plastics Co., Ltd., Taipeh, Taiwan. Mit Vertrag vom 15. August 2022 beschlossen die Gesellschafter, die Gesellschafterstruktur in 2022 zu reorganisieren. Daher hatte der bisherige Gesellschafter Dairen Chemical Corporation, Taipeh, Taiwan, (der bisher 33% der Anteile hielt) sämtliche Anteile an die beiden anderen Gesellschafter veräußert und übertragen. CCD (Germany) GmbH ist Teil der Chang Chun Group ("CCP").

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Vorräte

Die Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Anschaffungsnebenkosten werden durch Zuschläge auf die Bestände berücksichtigt. Bestands- und Verwertungsrisiken wird durch angemessene Abschläge Rechnung getragen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und übrige Aktiva

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und übrige Aktiva werden mit dem Nennwert, ggf. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Abwertung Rechnung getragen.

Kurzfristige Forderungen in Fremdwährung werden zunächst zum Kurs bei ihrer Begründung eingebucht und mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag bereits erkennbaren Risiken abzudecken.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Kurzfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zunächst zum Kurs bei ihrer Begründung eingebucht und mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. Erläuterung zur Bilanz

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren, wie im Vorjahr, sämtlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt EUR 100.000,00.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 24. Juni 2022 wurde im Vorjahr beschlossen, den bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.078 an die Gesellschafter auszuschütten. Die Auszahlung war am 20. Juli 2022 fällig.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (TEUR 87, i.Vj. TEUR 154), Jahresabschlusskosten (TEUR 62, i.Vj. TEUR 72) und Personalkosten (TEUR 41, i.Vj. TEUR 43) sowie Kommissionen (TEUR 0, i.Vj. TEUR 5). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten, wie im Vorjahr, keine langfristigen Beträge, die abzuzinsen wären.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr ausnahmslos Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren, wie im Vorjahr, sämtlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremden Erträge in Höhe von TEUR 32 (i. Vj. TEUR 0) im Wesentlichen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in der Höhe von TEUR 31 (i. Vj. TEUR 0) und aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 0). Erträge aus Währungsumrechnungen bestehen wie im Vorjahr keine.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen für Lagerkosten, Fracht und Logistikdienstleistungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten, wie im Vorjahr, keine periodenfremden Aufwendungen und keine Aufwendungen aus Währungsumrechnungen.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 72. Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Mietverträgen.

Mitarbeiter

Die Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter beträgt ohne Geschäftsführer 7 Mitarbeiter (i. Vj. 6).

2023 2022
Vertrieb Extern 3 3
Vertriebsinnendienst / Administration 4 3
Summe 7 6

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung bestellt waren im Geschäftsjahr:

Chih-Chuan Tsai, Managing Director, President of Chang Chun Petrochemical Co., Ltd., Taichung City/Taiwan (ohne Bezüge) und

Hou-Fu Chen, Managing Director, President of Chang Chun Plastics Co., Ltd., Kaohsiung City /Taiwan (ohne Bezüge).

Konzernzugehörigkeit

Die CCD (Germany) GmbH wird in den Konzernabschluss der Chang Chun Petrochemical Co., Ltd., Taipeh, Taiwan, einbezogen, die auch den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Konzernobergesellschaft erhältlich.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Abstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für den vorliegenden Jahresabschluss sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

 

Düsseldorf, den 17. Juli 2024

CCD (Germany) GmbH

Geschäftsführung

Chih-Chuan Tsai

Hou-Fu Chen

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss ist nach § 327 HGB verkürzt.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die CCD (Germany) GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CCD (Germany) GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CCD (Germany) GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 17. Juli 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Servos, Wirtschaftsprüfer

Hornung, Wirtschaftsprüferin

Feststellung/Gewinnverwendungsbeschluss:

Der geprüfte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 18. Juli 2024 festgestellt und es wurde beschlossen das Jahresergebnis 2023 und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

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