Fresenius Digital Technology GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Andreas Schlecker seit 28.7.2025 | Prokura |
Hussam Al-Nawaiseh seit 19.4.2024 | Prokura |
Kristina Nelkner seit 29.4.2019 | Prokura |
Christian Helmut Dr. Hauer seit 9.4.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
|
Berichtigungsvermerk, hinzugefügt am 25.04.2016: Neufassung, ersetzt die Offenlegung vom 17.02.2016 |
Fresenius HemoCare GmbHBad Homburg v. d. HöheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2014
Anhang(1) AllgemeinesGegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und Herstellung sowie der Vertrieb und Handel mit medizintechnischen Produkten, Systemen und Verfahren, insbesondere auf den Gebieten der Intensivmedizin und Hämotechnik. Die Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg v. d. Höhe, stellt einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß § 315a HGB nach den von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Fresenius SE & Co. KGaA wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der Fresenius Management SE, Bad Homburg v. d. Höhe, aufgestellt, der ebenfalls im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Die Fresenius HemoCare GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe, im Folgenden kurz "HemoCare GmbH" genannt wird in diese Konzernabschlüsse einbezogen. Zwischen der HemoCare GmbH und deren 100 %iger Gesellschafterin, der Fresenius HemoCare Beteiligungs GmbH (bis 5. August 2014: Fresenius Kabi Asiaco GmbH, Bad Homburg v.d. Höhe), besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. (2) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend beibehalten worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Die Nutzungsdauer liegt in der Regel zwischen zwei und fünf Jahren. Bei PC-Hilfsprogrammen beträgt die Nutzungsdauer zwei Jahre und bei Know-how bis zu fünf Jahren. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer oder degressiver Abschreibungen bewertet. Für die Abschreibungsermittlung gelten überwiegend die folgenden Nutzungszeiten:
Für abnutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Wert mehr als 150 €, aber maximal 1.000 € beträgt, wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Jahren mit jeweils einem Fünftel gewinn mindernd aufgelöst wird. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit den Vermögensgegenständen bei dauernder Wertminderung ein niedrigerer Wert am Bilanzstichtag beizulegen ist. Ein niedrigerer Wertansatz wird nicht beibehalten, wenn die Gründe für eine zuvor vorgenommene Abschreibung nicht mehr bestehen. Bei den Vorräten werden die bezogenen Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den zum Bilanzstichtag niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Lagerrisiken wird durch entsprechende Abschreibungen Rechnung getragen. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Sie beinhalten Materialkosten und Fertigungslöhne zuzüglich angemessener Teile der Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Abschläge für Bestandsrisiken, die sich aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, sowie für Absatzpreisrisiken werden in ausreichendem Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalbetrag abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Pensionsrückstellungen wurden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Erwartete zukünftige Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 3 % bis 4 % bei den Entgelten und von 1,75 % bei den Renten ausgegangen. Die ebenfalls eingerechnete unternehmensspezifische Fluktuationsrate lag zwischen 0 % und 18 % für die verschiedenen Alterskohorten. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 4,54 %; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren (Stichtag 31. Oktober 2014). Der Wert der Rückstellungen aus den mitarbeiterfinanzierten Lebensarbeitszeitkonten (Demografiefonds) bestimmt sich nach der Wertentwicklung des Aktivwertes der kongruenten Rückdeckungsversicherung unter Anwendung des § 253 Abs. 1 S. 3 HGB (wertpapiergebundene Altersvorsorge). Die mit den Rückstellungen verrechneten Aktivwerte werden zu Zeitwerten angesetzt. Aufgrund einer im November 2009 geschlossenen Betriebsvereinbarung können Mitarbeiter ab dem 1. Januar 2010 Arbeitszeiten und Gehaltsbestandteile auf einem vom Unternehmen geführten Konto einbringen, um sich diese zu einem späteren Zeitpunkt in Form von Freizeit wieder auszahlen zu lassen (Demografiefonds). Die Guthaben der Mitarbeiter werden in einem Versicherungsprodukt angelegt, das über einen Treuhandvertrag dem Zugriff des Unternehmens und seiner Gläubiger entzogen ist. Es handelt sich daher um eine sogenannte wertpapiergebundene Versorgungszusage im Sinne des § 253 Abs. 1 S. 3 HGB. Die Rückstellung für die Zeitguthaben der Mitarbeiter wird daher in Höhe des Zeitwertes des Versicherungsproduktes angesetzt. Dieser Zeitwert ergibt sich aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich einer vorhandenen Überschussbeteiligung.
In den Zinserträgen und Zinsaufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung der Versicherung und der Rückstellung in Höhe von 1 Tsd. € verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen werden für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen werden unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt und mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahr abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Posten in fremder Währung erfolgt im Entstehungszeitpunkt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs. Gemäß § 256a HGB werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten über einem Jahr erfolgt grundsätzlich mit dem Fremdwährungsumrechnungskurs zum Entstehungszeitpunkt und bei Vermögensgegenständen zum niedrigeren sowie bei Verbindlichkeiten zum höheren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen in Euro werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Bilanzerläuterungen(3) Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens sind nachfolgend dargestellt:
(4) Vorräte
(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen überwiegend aus Liefer- und Leistungsforderungen. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. (6) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 5.000 Tsd. €. (7) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 4.219 Tsd. €. (8) Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen sind nach den unter Anmerkung (2) "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" beschriebenen Verfahren gebildet worden. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen (221 Tsd. €; i.Vj. 247 Tsd. €),Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (692Tsd. €; i.Vj. 399 Tsd. €) und Rückstellung für Garantieleistungen (434 Tsd. €; i.Vj. 533Tsd. €). (9) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Wesentlichen auf die Fresenius SE & Co. KGaA mit 9.019Tsd. € (i.Vj. 10.164 Tsd. €) und mit 3.772 Tsd. € (i.Vj. 764 Tsd. €) gegenüber der Gesellschafterin Fresenius HemoCare Beteiligungs GmbH. Der Posten enthält neben Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr auch Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung an die Gesellschafterin. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer (33 Tsd. €; i.Vj. 35Tsd. €), im Rahmen der sozialen Sicherheit (1 Tsd. €; i.Vj. 0 €) und Verbindlichkeiten aus ausländischer Umsatzsteuer (86 Tsd.€; i.Vj.86 Tsd.€). 10) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse
Es bestehen keine Haftungsverhältnisse. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung(11) Umsatzerlöse Aufgliederung nach Regionen:
Aufgliederung nach Unternehmensbereichen:
(12) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Fremdwährungsgewinne in Höhe von 13 Tsd. € (i.Vj. 20 Tsd. €), Kostenerstattungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 86 Tsd. € (i.Vj. 94 Tsd. €) sowie Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 51Tsd. € (i.Vj. 17 Tsd. €). Außerdem sind periodenfremde Erträge i.H.v. 20 Tsd. € (i. Vj. 7 Tsd. €) enthalten. (13) Materialaufwand
(13) Personalaufwand
(14) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachananlagen Die Abschreibungen in Höhe von 343 Tsd. € (i.Vj. 227 Tsd. €) umfassen im Wesentlichen planmäßige Abschreibungen auf die Betriebs und Geschäftsausstattung. (15) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (126 Tsd. €; i.Vj. 3.269 Tsd. €), Frachtkosten (1.102 Tsd. €; i.Vj. 1.009 Tsd. €), Aufwendungen für Lizenzen u. Patente (472 Tsd. €; i.Vj. 474 Tsd. €),Leasing- und Mietaufwand (536 Tsd. €; i.Vj. 418 Tsd. €), EDV-Aufwand (476 Tsd. €; i.Vj. 399 Tsd. €), Leiharbeitnehmer ( 844 Tsd. €; i. Vj. 179 Tsd. €), Kosten Weiterbelastungen von verbundenen Unternehmen (574 Tsd. €; i. Vj. 453 Tsd. €)und Verluste aus der Währungsumrechnung (19 Tsd. €; i.Vj. 1 Tsd. €). Außerdem sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 47 Tsd. € (i.Vj. 92 Tsd. €) enthalten. Die Angabe des Abschlussprüferhonorars erfolgt im Konzernabschluss der Fresenius SE & Co. KGaA. (16) Zinsergebnis
(17) Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 3.783 Tsd. € (i.Vj. 859 Tsd. €). (18) Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern in Höhe von 11 Tsd. € umfassen im Wesentlichen Vorsteuerkürzung aufgrund von Umsätzen mit Helios 2014 (9 Tsd. €). (19) Gewinnverwendung Der im Geschäftsjahr erzielte Gewinn wurde an die Fresenius HemoCare Beteiligungs GmbH (bis 5. August 2014: Fresenius Kabi Asiaco GmbH, Bad Homburg v.d. Höhe) abgeführt. (20) Geschäftsführung
Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft.
Bad Homburg v.d. Höhe, den 23.02.2015 Dr. Christian Hauer Stefan Kolb Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014Lagebericht für die Fresenius HemoCare GmbH (im Folgenden "FHC" genannt)I. Geschäftstätigkeit und wirtschaftliches UmfeldDie Fresenius HemoCare GmbH hat ihren Sitz in Bad Homburg v. d. Höhe. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und Herstellung sowie der Vertrieb und Handel mit medizintechnischen Produkten, Systemen und Verfahren, insbesondere auf den Gebieten der Intensivmedizin und Hämotechnik. Die FHC betreibt ihre Aktivitäten an dem Produktionsstandort Grüner Weg 10 in Friedberg. Die Produktion der Geräte erfolgt an mehreren Standorten, wobei ein geringer Anteil am Standort selbst hergestellt wird. Die Mehrzahl der Produkte wird durch Tochtergesellschaften des Fresenius-Konzerns und externe Vertragshersteller gefertigt oder als Handelsware eingekauft und anschließend weltweit an verschiedene Fresenius Töchter vertrieben. Der Verkauf der Waren an die jeweiligen Endkunden erfolgt im Wesentlichen durch die verbundenen Unternehmen. Das Geschäftsjahr 2014 war geprägt von den Folgen aus der Integration der in 2012 durch die Fresenius Kabi Pharmaceuticals Holding Inc., Wilmington/Delaware (USA), akquirierten Fenwal Gruppe. Seit Juli 2013betreibt die FHC das europäische Zentrallager sowie die Versende- und Service-/Reparatur-Aufgabe für das Transfusionstechnikgeschäft von Fresenius Kabi. Die entsprechenden Aufgaben wurden im Auftrag von Fenwal Europe Sprl., Mont-Saint-Guibert (Belgien), ausgeübt und im Rahmen der Integration der Fenwal Gruppe von Belgien nach Friedberg teilweise übertragen. Die Marktsituation für medizinische Produkte und Gesundheitsdienstleistungen hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 kaum verändert. Nach wie vor ist der Krankenhausmarkt in Europa und in Asien in vielen Segmenten durch verhaltenes Wachstum geprägt. Hingegen hat sich das Wachstum in Nordamerika deutlich verlangsamt und stagniert zurzeit. Aufgrund der Verschärfungen im normativen Bereich (Stichwort: neue Medizinproduktenorm, neue Laborgerätenorm, RoHS Anforderungen (RoHS = Restriction of Hazardous Substances = Directive 2011/65/EU of the European Parliament and of the Council of 8 June 2011on the restriction of the use of certain hazardous substances in electrical and electronic equipment (recast))) mussten alle Produkte einer Nachzulassung unterzogen werden. Durch die Akquisition der Fenwal Inc. hat sich der Zugang zum amerikanischen Markt für die FHC deutlich verbessert, allerdings müssen nun auch einige Produkte der amerikanischen Zulassung entsprechend angepasst werden. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft1. Unternehmenssteuerung Die unternehmerische Steuerung der Gesellschaft erfolgt entsprechend den Grundsätzen des Fresenius-Konzerns anhand der Kennzahlen Umsatz und Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT). 2. Geschäftsverlauf und Ertragslage Das handelsrechtliche Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg auf 4.283 Tsd. € (im Vorjahr 1.247 Tsd. €), das handelsrechtliche Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg auf 3.783 Tsd. € (im Vorjahr 859 Tsd. €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus folgenden Bereichen. Der Umsatz im abgelaufenen Jahr erhöhte sich auf 52 Mio. € (im Vorjahr 41 Mio. €), da die FHC in 2014 im Gegensatz zu 2013 die HUB-Aufgabe aus dem Fenwalgeschäft erstmals ganzjährig ausübte. Im Transfusions Technology Geschäft (Anteil am Gesamtumsatz in 2014 bei 90 %; in 2013 bei 87 %) wuchs der Umsatz von 36 Mio. € auf knapp 48 Mio. € in 2014. In den weiteren Unternehmensbereichen Autotransfusion und Sonstiges beträgt der Umsatz in 2014 2 Mio. € (im Vorjahr 3 Mio. €) bzw. 3 Mio. € (im Vorjahr 2 Mio. €). Eine geographische Aufgliederung des Umsatzes zeigt, dass das europäische Ausland (30 % am Gesamtumsatz, im Vorjahr 27 %) und Asien (34 % des Umsatzes, im Vorjahr 21 %) die umsatzstärksten Regionen sind. Des Weiteren wurde in Deutschland 16 % (im Vorjahr 28 %) des Gesamtumsatzes generiert. Der Anteil des Umsatzes mit Nord- und Südamerika, sowie Afrika am Gesamtumsatz beträgt 20 % (im Vorjahr 24 %). Unter der HUB Aufgabe verstehen wir die Übernahme der Verteilung und Logistik am Standort Friedberg aller Fenwal und Fresenius Geräte sowie Spareparts für den europäischen und asiatischen Raum. HUB bezeichnet diese Drehkreuz-Aufgabe im Materialtransport. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Bezug zu den Umsatzerlösen) liegt bei 75,9 % (im Vorjahr 72,6 %). Grund für die erhöhte Materialaufwandsquote ist die geringe Marge des Asien-Geschäfts (die Umsatzsteigerung in 2014 liegt bei 22 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sinken auf 5,0 Mio. € (im Vorjahr 7,2 Mio. €); diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen daraus, dass die Entwicklungsprojekte aus dem Vorjahr abgeschlossen und keine weiteren in Auftrag gegeben wurden. Der Personalaufwand stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 3.280 Tsd. € (im Vorjahr 2.335 Tsd. €). Gestiegen sind Löhne und Gehälter sowie die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung auf Grund von gestiegenen Mitarbeiterzahlen von 36 in 2013 auf 44 in 2014. Die Gewinnabführung an die Fresenius HemoCare Beteiligungs GmbH (bis 5. August 2014: Fresenius Kabi Asiaco GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe) erhöhte sich auf 3.772 Tsd. € (im Vorjahr 764 Tsd. €). 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 14 % auf 32 Mio. € erhöht. Die wesentlichen Veränderungen sind wie folgt. Die Vorräte in Höhe von 13,1 Mio. € blieben im Vergleich zum Vorjahr auf konstanten Niveau (im Vorjahr 12,6 Mio. €). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um 15 % auf 15,5 Mio. €. Dies resultiert im Wesentlichen aus den stark gestiegenen Forderungen gegen Fresenius Hemo Care Brasil Ltda. auf Grund von verlängerten Zahlungszielen. Die Eigenkapitalquote sank gegenüber Vorjahr von 33 % auf 29 %. Dies ist im Berichtsjahr auf die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und der infolgedessen gestiegenen Bilanzsumme zurückzuführen. Ursache hierfür ist der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Fenwal Inc. (+1.693 Tsd. €) und der Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegenüber der Fresenius HemoCare Beteiligungs GmbH (+3.008 Tsd. €). 4. Finanzlage Die Fresenius HemoCare GmbH ist zwecks einer optimalen Liquiditätsversorgung dem Cash-Pooling der Fresenius SE & Co. KGaA angeschlossen und wird hierüber finanziert. Der Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2014 beinhaltet daher lediglich die Kassenbestände. Im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 902 Tsd. €. Die wertmäßig größten Zugänge erfolgten durch die Anschaffung von Werkzeugen zur Anfertigung von Teilen, die für den Bau von Prototypen des sich in Entwicklung befindlichen neuen Gerätes CATSmart benötigt wurden. Zusammenfassend wird der Geschäftsverlauf als zufriedenstellend bewertet, da die Etablierung der neuen Distributionswege sowie die Integration des Fenwal-Geschäftes in den Hemocare Geschäftsablauf vollständig abgeschlossen und die Prozesse nochmals in 2014 harmonisiert werden konnten. III. Chancen und Risikobericht1. Risikomanagement Das Risikomanagement der Gesellschaft ist in das Risikofrüherkennungssystem des Fresenius-Konzerns eingebunden. Die Erfassung, die Analyse und das Management von Risiken ist seit Jahren ein wichtiger Bestandteil zur Steuerung des Fresenius-Konzerns. In den einzelnen Unternehmensbereichen haben wir die bestehenden und potentiellen Risiken identifiziert, sowie die Verantwortlichen für das Risikomanagement definiert. Die Risikosituation wird regelmäßig dargestellt und mit den bestehenden Vorgaben verglichen, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um somit negativen Entwicklungen entgegenzuwirken. Die verantwortlichen Manager des Unternehmens sind zudem verpflichtet, dem Vorstand der Fresenius Kabi AG bzw. des Fresenius Konzerns unverzüglich über erhebliche Veränderungen des Risikoprofils zu berichten. Neben dem Risikomanagement besteht ein Überwachungssystem aus organisatorischen Sicherungsmaßnahmen sowie internen Kontrollen und Prüfungen. So sind z. B. Maßnahmen zur Qualitätssicherung in Unternehmensrichtlinien wie Qualitätshandbüchern und Verfahrensanweisungen niedergelegt und werden regelmäßig von den Qualitätsmanagementbeauftragten überprüft. Daneben wird die strikte Einhaltung gesetzlicher Vorgaben in der klinisch und chemisch-pharmazeutischen Forschung und Entwicklung überwacht. Die Produktion erfolgt entsprechend der "Good Manufacturing Practice" (GMP)-Richtlinie. Dies wird sowohl durch interne als auch durch externe Audits überprüft. Weiterhin werden mit detaillierten monatlichen Finanzberichten Abweichungen in der Ertrags- und Vermögenslage gegenüber den Planwerten frühzeitig festgestellt und analysiert. 2. Risikofelder Absatz-/Marktrisiken bestehen allgemein durch den möglichen Eintritt von neuen Mitbewerbern und die Entwicklung von Konkurrenzprodukten. Regulatorische Risiken bestehen durch die Einführung der RoHS-Richtlinie für alle Produkte. Risiken auf dem Beschaffungsmarkt durch langfristige Rahmenverträge wird durch alternative Beschaffungsquellen und Eigenfertigung entgegengewirkt. Potenziellen finanzwirtschaftliche Risiken, die aus Akquisitionen und Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände resultieren könnten, wird bereits im Vorfeld durch detaillierte und sorgfältige Prüfung der Projekte entgegengewirkt. 3. Chancen Durch die Akquisition der Fenwal Inc. ergibt sich ein verbesserter Zugang zum amerikanischen Markt und einigen südamerikanischen Märkten (Kolumbien etc.) mit der Möglichkeit der Gewinnung von Neukunden. Zudem führt eine zunehmende Internationalisierung des Geschäftes zu weiterem Wachstum. IV. NachtragsberichtNach Abschluss des Geschäftsjahres fanden keine Ereignisse von besonderer Bedeutung statt. V. Forschung und EntwicklungDie Aufwendungen der FHC für Forschung und Entwicklung beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 126 Tsd € (im Vorjahr 3,3 Mio. €). Grund hierfür ist der Abschluss der Entwicklungsprojekte aus dem Vorjahr, weitere Projekte wurden nicht in Auftrag gegeben. VI. PrognoseberichtFür das Geschäftsjahr 2015 wird ein deutlicher Umsatzrückgang bei leicht rückläufigem EBIT im Vergleich zu 2014 erwartet. Für das Geschäftsjahr 2014 wurde ein moderates Umsatz- und Ergebniswachstum im Vergleich zu 2013 erwartet. Die Vorjahresprognose ist deutlich übertroffen worden. Durch die künftige Direktbelieferung des asiatischen Marktes mit Fenwal Produkten durch die USA werden mit dem Asien HUB Hongkong deutliche Umsatzeinbußen erwartet (Anteil Umsatz Asien am Gesamtumsatz in 2014: 34 %). Die Umsatzeinbußen sollen durch den Launch neuer Produkte wie CATSmart, CompoGuard Plus etc. kompensiert werden. Weiterhin wird bei den Herstellkosten durch das Outsourcing von Baugruppen bzw. von Geräten ein Einsparungseffekt erwartet (z.B. CompoMat G5). Die internen Prozesse werden weiter optimiert (ELVIS Mobile, Online-Store, E-Commerce, Bereinigung der SAP-Strukturen, automatisierte Dokumentenverwaltung), um trotz steigenden Volumens die Strukturkosten flach zu halten. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder deren Entwicklung wesentlich beeinträchtigen, sind derzeit nicht erkennbar. Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen über die voraussichtliche Entwicklung können bei Nichteintreten der getroffenen Annahmen und Erwartungen von den tatsächlichen Ergebnissen wesentlich abweichen.
Bad Homburg v. d. Höhe, den 23.02.2015 Dr. Christian Hauer Stefan Kolb Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Fresenius HemoCare GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 23. Februar 2015 KPMG
AG
Walter, Wirtschaftsprüfer Dolibasic, Wirtschaftsprüferin |
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