Steri Consult GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jessica Hiltermann seit 15.3.2023 | Vorstandsmitglied |
Ulrike Marczak seit 17.1.2022 | Vorstandsmitglied |
Rebecca Julia Oswald seit 20.10.2020 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vanguard AGBerlinJahresabschluss zum 31. Dezember 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023VANGUARD AG, BERLINGrundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Das Kerngeschäft der Vanguard AG (kurz: Vanguard) ist die Wiederherstellung (Medical Remanufacturing) hochwertiger Einmal-Medizinprodukte aus Kardiologie, Chirurgie und Endoskopie für Gesundheitseinrichtungen - überwiegend Krankenhäuser in Europa. Dies erfolgt im sog. Dienstleistungsmodell sowie im sog. Herstellermodell mit CE-zertifizierten Produkten nach dem neuen EU-Rechtsrahmen (Verordnung über Medizinprodukte (Medical Device Regulation, kurz: MDR)). Vanguard ist ein zertifiziertes Medizintechnikunternehmen, das qualitätsgesicherte MDR-konforme Aufbereitungsverfahren für innovative Medizinprodukte entwickelt und in drei Produktionsstandorten (Aschersleben, Friedeburg und Berlin) anwendet. Mit unserem Geschäftsmodell ermöglichen wir den ressourcenschonenden Einsatz innovativer Medizinprodukte in hoher Qualität mit einem erheblichen Kostenvorteil. Dies hilft, Rohstoffe einzusparen. Als zuverlässiger Partner von Universitätskliniken, Krankenhäusern und Arztpraxen hat die Sicherheit der Patienten sowie der Anwender die höchste Priorität. Während des gesamten Produktionsprozesses werden kontinuierlich Prüf- und Analysetechniken nach höchsten Standards eingesetzt. Zudem entwickelt und vertreibt Vanguard ein Softwareprodukt zur Organisation und Prozesssteuerung von Zentralen Sterilgutversorgungsabteilungen (kurz: ZSVA), unter dem Namen "SPMintegra". Die Software bildet den gesamten Sterilgutkreislauf einer Zentralsterilisation ab: Alle Prozessschritte, beginnend bei der Annahme der Instrumente direkt nach ihrem Einsatz, über den Transport in die ZSVA, die Reinigung und Desinfektion, die Funktionsüberprüfung, den Packvorgang, die eigentliche Sterilisation, bis hin zum Rücktransport der Instrumente, sind in der Software arbeitsplatzgerecht abgebildet. 1.2 Forschung und Entwicklung Der Fachbereich Forschung und Entwicklung fokussierte sich im Jahr 2023 erneut auf Entwicklungs- und Dokumentationsarbeiten für die Zertifizierung von MDR konformen Aufbereitungsverfahren von elektrophysiologischen Diagnostik- und Ablationskathetern und chirurgischen Ultraschallscheren im sog. Herstellermodell ("CE-Aufbereitung") nach der bis zum 25. Mai 2021 noch gültigen Medizinprodukterichtlinie (Medical Device Directive, kurz auch als MDD oder Richtlinie 93/42/EWG des Rates bezeichnet) sowie der seit 26. Mai 2021 gültigen MDR (EU-Medizinprodukte-Verordnung 2017/745). Von den 181 Beschäftigten der Vanguard AG sind zum Geschäftsjahresende 25 Beschäftigte dem Fachbereich Forschung- und Entwicklung zuzuordnen, dies entspricht ca. 14 % Personaleinsatz. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr TEUR 3.187 (davon Leistungen Dritter TEUR 160), dies entspricht ca. 16 % vom Aufbereitungsumsatz der letzten 12 Monate. Die Aktivierungsquote auf selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aus der zertifizierten Entwicklung von Aufbereitungsverfahren von Medizinprodukten beträgt ca. 39 %. In 2023 wurden entsprechend dem Zertifizierungsprogramm MDR 2024 Vanguard AG die Zertifizierungsaktivitäten vorangetrieben. Die Vanguard AG wird insgesamt 22 Artikelfamilien entsprechend der neuen Richtlinie bei der BSI einreichen. Aktuell befinden sich 3 Zertifizierungsverfahren seitens der BSI in der finalen Phase. Diese stehen für einen Gesamtumsatz im Jahr 2023 von TEUR 5.300. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Form selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände betragen im Jahr 2023 TEUR 539. 1.3 Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die Vanguard AG stellen die Umsatzerlöse sowie das EBITDA die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren dar, die der Unternehmenssteuerung dienen. Zudem liegt ein großer Fokus auf der Liquidität, die täglich überwacht wird, aber nicht primär der Steuerung dient. Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gehören die Zusammensetzung und der Entwicklungsstand des Produktportfolios sowie die fachliche und persönliche Kompetenz der Mitarbeitenden der Vanguard AG. Die nicht finanziellen Leistungsindikatoren werden regelmäßig überwacht, sie dienen jedoch ebenfalls nicht primär der Steuerung. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt 2023 ist laut ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, um 0,3 % zum Vorjahr gesunken. Die Folgen der globalen Krisen und die dadurch gestiegenen Kosten belasten die deutsche Wirtschaft. [1] Die Medizintechnologiebranche ist auch weiterhin ein wichtiger Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor in Deutschland. Die größten und schwer zu kalkulierenden Belastungen auf die Geschäftstätigkeit waren in 2023 die Energiekosten, die erhöhte Anzahl an Renteneintritten von Mitarbeitern und die dadurch höhere Anzahl der Neueinstellungen sowie der Russland-Ukraine-Konflikt. Fragestellungen im Bereich der Materialbeschaffung haben sich im Gegensatz zu den Vorjahren entspannt. Der Gesundheitsmarkt wird geprägt durch den digitalen Wandel, die Transformation der Industrie zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz, die EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) sowie auch weiterhin steigende Rohstoff-, Fracht- und Energiepreise. Aufgrund des demografischen Wandels wird der Gesundheitsmarkt in den kommenden Jahren weiterhin wachsen. Die Krankenhauslandschaft verändert sich aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Man geht davon aus, dass die Insolvenzen von medizinischen Gesundheitseinrichtungen noch weiter steigen werden. Dies hat keine Auswirkungen auf das Wachstum der Vanguard AG, da es nur zu einer Verschiebung von Patientenströmen kommt. Das geplante Wachstum konnte durch die Verzögerung der OPT-IN Entscheidung anderer europäischer Staaten nicht im geplanten Zeitraum realisiert werden. Die komplexe regulatorische Situation führt zu einer Verlangsamung der Zulassungs- und Genehmigungsverfahren. Hier hat sich die Vanguard AG dem Tempo des Marktes angepasst. Der Greendeal Europas führt zur europaweiten Marktöffnung für die Produkte und Dienstleistungen der Gesellschaft. 2.2 Rechtliche Rahmenbedingungen In allen Märkten der Welt sind behördliche Registrierungen und Zulassungen eine Voraussetzung für die Vermarktung von Medizinprodukten. Da die Produkte und Dienstleistungen der Vanguard AG grundsätzlich für eine europaweite Vermarktung bestimmt sind, basiert das Qualitätsmanagementsystem auf den Anforderungen europäischer Normen und Richtlinien sowie nationaler und internationaler Gesetze. Die Vanguard wird regelmäßig auf die Einhaltung dieser Anforderungen auditiert und entsprechend zertifiziert. Auf der Grundlage der EU-Konformitätsbewertungsverfahren sind die Produkte mit dem CE-Kennzeichen versehen und dürfen somit vertrieben werden. Vanguard ist nach der für Medizinproduktehersteller relevanten DIN EN ISO 13485:2016 und nach der europäischen Richtlinie für Medizinprodukte 93/42/EWG Anhang II zertifiziert. Im Rahmen der Geschäftstätigkeit werden alle relevanten Umweltschutzvorschriften beachtet. Sowohl von der Produktion als auch den Produkten gehen keine mittel- oder unmittelbaren Gefährdungen für die Umwelt aus. Die MDR sollte ab 26. Mai 2020 gelten und ist durch Anpassungen des nationalen Medizinprodukterechts zu ergänzen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde der Geltungsbeginn durch die Verordnung (EU) 2020 / 561 vom 23. April 2020 auf den 26. Mai 2021 verschoben. [2] Mit Geltungsbeginn der MDR wurden die Notifizierungen der europäischen Benannten Stellen für Medizinprodukte gemäß den früher geltenden Richtlinien ungültig. Sie alle mussten unter der MDR neu benannt werden.[3] Die zusätzlichen Anforderungen des neuen EU-Rechtsrahmens verkomplizieren den bisherigen Prozess des Inverkehrbringens von Medizinprodukten in der EU und stellen ein wesentliches Hemmnis für die Entwicklung der Branche dar. Diese Einschätzung beruht auf der Verpflichtung zu umfassenden klinischen Daten und auf längeren Konformitätsbewertungszeiten durch Ressourcendefizite der Benannten Stellen. Ausnahmen gelten nur für MDD-Zertifikate, die vor dem Geltungsbeginn der MDR ausgestellt wurden, jedoch dürfen weder die Zweckbestimmung noch Auslegungsmerkmale des betreffenden Medizinprodukts wesentlich geändert werden. Es ist gelungen, alle Produkte rechtzeitig zum Geltungsbeginn der MDR im Mai 2021 auf MDR konforme Verfahren umzustellen und die erforderlichen behördlichen Genehmigungen unter den neuen Vorgaben einzuholen. 2.3 Geschäftsverlauf Zum 01. März 2023 fand eine Veränderung in der Geschäftsleitung statt. Das Geschäftsjahr 2023 war realistisch geplant, unter der Annahme, dass die Umsatzziele insbesondere in UK erreicht werden und Neukunden im Ausland gewonnen werden können. Die Verzögerungen der Opt-in-Entscheidungen anderer europäischer Länder haben den Markteintritt in diese bisher verhindert. Neukunden im europäischen Ausland konnten aufgrund des dadurch zeitlich verzögerten Marktzuganges, resultierend aus den Anforderungen des Artikel 17 der MDR, nicht im geplanten Umfang akquiriert werden. Die gesteckten Umsatzziele und das geplante EBITDA wurden dadurch nicht erreicht. Im Vergleich zu 2022 konnte der Umsatz gesteigert werden. Unsere Vertragspartner wurden im Rahmen der behördlichen Anordnungen und der klinikindividuellen Festlegungen beliefert, es konnten neue Kunden gewonnen werden. Die Materialaufwendungen skalieren mit den Absatzmengen. Die Beschaffungsmärkte zeigten auch noch zu Beginn des Jahres 2023 insbesondere bei Verpackungen und Elektronikchips deutliche Lieferengpässe bzw. -ausfälle. Diese haben sich im Laufe des Jahres normalisiert und die Produktion konnte zu jedem Zeitpunkt reibungslos erfolgen. Die Produktion hat Ihre Kapazitäten entsprechend dem Umsatzwachstum anpassen können. Das Rohergebnis liegt um TEUR 1.153 unter Plan. Aufgrund des effektiven Kostenmanagements fällt das operative Ergebnis (EBITDA) für das Jahr 2023 mit TEUR 1.709 jedoch nur TEUR 1.078 geringer als geplant aus. Im Geschäftsbereich IT (SPMintegra) wurden die Umsatzerwartungen nicht erfüllt. Ertrags-, Vermögens-, Finanzlage 3.1 Ertragslage In der folgenden Übersicht sind die Gewinn- und Verlustrechnungen des Berichtsjahres und des vorangegangenen Geschäftsjahres nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten umgegliedert sowie die Veränderungen für 2023 gegenüber 2022 absolut und prozentual dargestellt. Im Vergleich zu der im Jahresabschluss dargestellten Gewinn- und Verlustrechnung sind die sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 476 (Vj. TEUR 310), die Abschreibungen um TEUR 4.591 (Vj. TEUR 3.080) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 36 (Vj. TEUR 312) verringert und in Summe im neutralen Ergebnis zusammengefasst. Gleiches gilt für die in der nachfolgenden Gewinn- und Verlustrechnung nicht dargestellten Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 58 (Vj. TEUR 43) und die sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 5). Die Zusammensetzung des neutralen Ergebnisses ist untenstehend gesondert dargestellt. [4] Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 % auf TEUR 20.079 gestiegen. Dies resultiert insbesondere aus dem Wachstum des Basisgeschäftes im Inland durch verstärkte Vertriebsaktivitäten sowie aufgrund der Fokussierung und der durch die MDR geschaffenen Möglichkeiten weitere Märkte im Ausland zu erschließen. Die Erträge aus aktivierten Eigenleistungen sind um TEUR 73 auf TEUR 614 gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten wie im Vorjahr im Einzelnen unwesentliche Positionen, die außerhalb der Geschäftstätigkeit erzielt werden. Wesentliche Positionen mit überwiegend Einmalcharakter sind im neutralen Ergebnis ausgewiesen. Die Materialaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr insbesondere durch erhöhte Energiekosten überproportional zum Umsatz um 17,1 % gestiegen. Die Personalkosten liegen um 190 TEUR über dem Vorjahr. Lohn- und Gehaltsanpassungen wurden insbesondere zum 01.01.2023 durchgeführt. Durch die leichte Reduzierung von Vollzeitkräften gibt es einen gegenläufigen Effekt. Die Gesellschaft beschäftigte 2023 im Jahresdurchschnitt 184 Arbeitnehmer (Vj. 194), davon 145 Vollzeitkräfte (Vj. 154) und 39 Teilzeitkräfte (Vj. 40). Die laufenden Abschreibungen (ohne Abschreibung auf den Geschäfts- und Firmenwert) liegen nahe zu auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um TEUR 1.033 über dem Vorjahr, dies resultiert insbesondere aus der Neustrukturierung der Geschäftsprozesse mit der Vanguard Ltd. sowie aus den erhöhten Reparatur- und Wartungsaufwendungen und den überproportional gestiegenen Kosten der Warenabgabe. Das Betriebsergebnis in Höhe von TEUR -175 liegt deutlich über dem Vorjahr (TEUR -523). Das EBITDA beträgt TEUR +1.709 (Vj. TEUR +958). Das EBITDA als ein weiterer wesentlicher finanzieller Leistungsindikator liegt somit auch deutlich über dem Vorjahr. Dies resultiert insbesondere aus den gestiegen Umsatzerlösen sowie Anpassungen in der Kostenstruktur und einem guten Kostenmanagement. Das neutrale Ergebnis enthält als wesentlichen Aufwandsposten die planmäßige Abschreibung des durch die Verschmelzungen zum 01. Mai 2019 entstandenen Geschäfts- und Firmenwerts sowie die Abschreibung des Darlehens an die britische Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 1.601. Aufgrund einer Feststellung aus einer steuerlichen Betriebsprüfung für das Jahr 2019 ist zum 01.01.2023 eine Wertumschichtung des Geschäfts- und Firmenwertes in die Gebäude erfolgt. Die Effekte daraus zeigen sich kumuliert in den periodenfremden Erträgen sowie in geminderten laufenden Abschreibungen ab dem Jahr 2023. Zudem wurde ein im Finanzanlagevermögen ausgewiesenes Darlehen an eine Tochtergesellschaft vollständig sowie eine Beteiligung an einer Tochtergesellschaft zum Teil abgeschrieben. [5] Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten überwiegend die Auflösung der passiven latenten Steuern mit TEUR 1.439, was im Wesentlichen aus der Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes resultiert. Damit ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -2.827 (Vj. TEUR -2.406). Unsere wirtschaftliche Lage kann - unter den genannten Rahmenbedingungen - insgesamt als befriedigend bezeichnet werden. 3.2 Vermögenslage In der folgenden Übersicht sind die Aktiv- und Passivposten der Bilanz dargestellt. Dabei sind den Posten des Berichtsjahres die Vergleichsbeiträge zum 31.12.2022 gegenübergestellt und zum Teil zu größeren Gruppen zusammengefasst. Im Vergleich zu der im Jahresabschluss dargestellten Bilanz sind der aktive Unterschiedsbeitrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 26 (Vj. TEUR 23), Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1.564) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.180 (Vj. TEUR 1.151) in den langfristigen Forderungen ausgewiesen. [6] Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.624 auf TEUR 49.270 (Vj. TEUR 53.894). Die Immateriellen Vermögensgegenstände sind in erster Linie aufgrund der planmäßigen Abschreibung des aus den Verschmelzungen im Geschäftsjahr 2019 entstandenen Geschäfts- und Firmenwertes in Höhe von TEUR 2.990 zurückgegangen. Zudem gab es eine Reduzierung aus der Wertumschichtung des Geschäfts- und Firmenwertes in die Gebäude in Höhe von TEUR 1.351. Daneben erhöhten sich die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Herstellung von TEUR 3.485 auf TEUR 4.684 aufgrund der erforderlichen Aufwendungen für die MDR-Umstellung und (Re-)Zertifizierung der bisherigen Aufbereitungsverfahren. Das Sachanlagevermögen hat sich um TEUR 959 bzw. 16,9 % auf TEUR 6.637 erhöht. Dieses resultiert u.a. aus der Wertumschichtung des Geschäfts- und Firmenwertes in die Gebäude in Höhe von TEUR 1.624. Die laufende Investitionstätigkeit in das Sachanlagevermögen liegt mit TEUR 167 unter dem Vorjahr (TEUR 231). Das gesamte Anlagevermögen beträgt 88,4 % der Bilanzsumme, darin ist der Geschäfts- und Firmenwert mit TEUR 30.566 (Vj. TEUR 34.907) enthalten. Das Finanzanlagevermögen beinhaltet größtenteils die Beteiligung an der Steri Consult GmbH. Diese wurde im Vergleich zum Vorjahr anteilsmäßig wertberichtigt. Die langfristigen Forderungen reduzierten sich insbesondere durch die Abschreibung des Darlehens an die britische Tochtergesellschaft um TEUR 1.530 auf TEUR 1.206. Das kurzfristige Umlaufvermögen ist um TEUR 430 auf TEUR 4.437 gesunken. Hier haben sich insbesondere die Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 500 auf TEUR 1.372 reduziert. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 40.884 (Vj. TEUR 43.710). Der Jahresfehlbetrag wurde vollständig durch Entnahmen aus der Kapitalrücklage gedeckt. Der Bilanzgewinn/-verlust ist damit zum Bilanzstichtag ausgeglichen. Die Rückstellungen sind insbesondere durch Rückstellungen für Rückstellungen für Insolvenzanfechtungen und Kundenboni um TEUR 235 auf TEUR 2.068 gesunken. 3.3 Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft und die Versorgung mit Liquidität war jederzeit gesichert und ausreichend. Der Finanzmittelfonds reduzierte sich um TEUR 500 auf TEUR 1.371 zum Ende des Geschäftsjahrs 2023. Der Zufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug TEUR 1.140. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit (TEUR -1.640) resultiert insbesondere aus Auszahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR -1.431) und für das Sachanlagevermögen (TEUR -167). Für die Folgejahre werden weitere Investitionen in Entwicklungstätigkeiten notwendig, die aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 stets in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Gesamtaussage Zwar wurden die Umsatzziele der Planung nicht vollständig erreicht, jedoch gab es eine signifikante Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig konnte durch Anpassungen in der Kostenstruktur und ein gutes Kostenmanagement das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Das Jahresergebnis ist vor allem durch Einmaleffekte, die im neutralen Ergebnis ausgewiesen sind, belastet. Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Vanguard somit insgesamt - unter den genannten Rahmenbedingungen - eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung. Die Umstellung auf die MDR konformen Aufbereitungsverfahren sowie die damit verbundenen Änderungen und Optimierungen in den IT-Systemen und Geschäftsabläufen standen im Fokus des Geschäftsjahres. Prognosebericht Bei den hier getroffenen Aussagen über die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des Unternehmens handelt es sich um zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse können demnach wesentlich (sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht) von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Unsere Prognosen beinhalten alle wesentlichen Ereignisse, die bei der Ausarbeitung des Lageberichts bekannt waren und die Geschäftsentwicklung der Vanguard AG beeinflussen können. Die Erwartungen basieren unter anderem auf der beschriebenen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklung. Die Vanguard hat eine Unternehmensplanung für das Absatzgeschäft 2024 aufgestellt. Ziele für das Geschäftsjahr 2024 sind die spürbare Umsatzsteigerung durch die Erweiterung der Auslandsaktivitäten in Europa und dem Vereinigten Königreich. Für das Geschäftsfeld IT werden leichte Umsatzsteigerungen durch erhöhte Vertriebsaktivitäten im In- und Ausland erwartet, um das Ergebnis zu verbessern. Insbesondere soll der Umsatz im Inland durch Schulungsaktivitäten gesteigert werden. Es wurden auch für das Jahr 2024 eine Vielzahl von neuen Märkten definiert in denen nach dem OPT IN der Markteintritt seitens der Gesellschaft geplant ist. Wir konzentrieren uns wie bisher auf die Geschäftsfelder, die das höchste Wachstumspotenzial aufweisen: die Minimalinvasive Chirurgie und die Kardiologie. Unser wichtigstes Segment, mit dem wir rund 90 % unseres Umsatzes erzielen, ist die Elektrophysiologie. Es handelt sich um Diagnostik- und Ablationskatheter, die für die Behandlung von Vorhofflimmern eingesetzt werden. Epidemiologische Daten lassen für Europa eine weitere dramatische Zunahme der Häufigkeit von Vorhofflimmern innerhalb der nächsten 20 Jahre erwarten. Die Ergebnisse der meisten großen randomisierten Studien zeigen größtenteils deutliche Behandlungsvorteile für die Katheterablation im Vergleich zur medikamentösen Therapie. Das Vanguard-EP-Portfolio hat mit den 3D-Mapping-Kathetern sowie dem Kryo-Ablationskatheter genau die Produkte im Portfolio, die von dieser Entwicklung profitieren werden. Die Qualität unserer Produkte und Aufbereitungsverfahren ist ein besonderer Schwerpunkt unseres Handelns. Die fortwährende Entwicklung ermöglicht es uns, auf die Bedürfnisse der Krankenhäuser zu reagieren. Dies sichert unsere Absatzwege in Deutschland, Europa und dem Vereinigten Königreich und bietet neue Umsatzbereiche. Zugrunde liegen diesen Schätzungen unternehmensinterne Daten und Annahmen über die voraussichtliche Entwicklung. Die Funktionsfähigkeit und die Einschätzung der Prognosesicherheit werden durch regelmäßige Ergebnisanalysen im Vergleich zu den IST-Zahlen und den Vorjahresprognosen sichergestellt. Das Produktionsvolumen blieb 2023 unter der Prognose. Dies ergab sich aus den verringerten Verkäufen gegenüber der Planung. Die aktuelle Planung für 2024 geht von einer deutlichen Steigerung gegenüber 2023 aus. Das geplante EBITDA für 2024 soll ca. 14 % vom prognostizierten Umsatz erreichen und deutlich über dem Istwert des Geschäftsjahres 2023 liegen. Die Ausstattung der Vanguard mit liquiden Mitteln ist als ausreichend zu bezeichnen und deckt bei Eintritt der geplanten Geschäftsentwicklung die erwarteten finanziellen Verpflichtungen 2024 ab. Gemäß der prognostizierten Liquidität für das Geschäftsjahr 2024 wird für die Vanguard AG und die einbezogenen Tochterunternehmen, die sog. Cashgruppe, ein Endbestand an liquiden Mitteln von 2,5 Mio. EUR erwartet. Chancen- und Risikobericht Wie viele andere Unternehmen auch, ist die Vanguard aus ihrer Geschäftstätigkeit heraus einer Vielzahl von externen und internen Einflüssen bzw. Ereignissen in einem dynamischen Marktumfeld ausgesetzt. Jede unternehmerische Entscheidung ist somit mit verschiedensten Risiken und Chancen verbunden, die das Erreichen der finanziellen und nicht finanziellen Ziele beeinflussen können. Gegenstand des Risikomanagements und zugleich Bestandteil der Unternehmensführung ist es, Risiken zu bewerten und abzuwägen, letztlich also kalkuliert einzugehen. In der operativen Umsetzung ist jeder Risikoverantwortliche, also auch jeder einzelne Mitarbeiter, aufgefordert, einen selbstverantwortlichen Umgang mit Risiken zu praktizieren, wobei die strikte Einhaltung aller gesetzlichen und internen Vorschriften oberster Grundsatz ist. Unsere Einschätzung der Chancen und Risiken erfolgt zum Abschlussstichtag und betrifft insbesondere das Jahr 2024, darüber hinaus auch die unmittelbaren Folgejahre der Vanguard AG. Der Vorstand hat sich verpflichtet, die Sicherheit der Patienten und die Interessen der Kunden durch Einhaltung der gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen in den Mittelpunkt der Aktivitäten zu setzen. Ein wesentliches Werkzeug zur Sicherstellung dieser Ziele ist das Qualitätsmanagementsystem. Der Vorstand stellt die notwendigen finanziellen und personellen Mittel zur Aufrechterhaltung und Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems in erforderlichem Umfang zur Verfügung. Unternehmensweit trägt der Vorstand die Verantwortung für Früherkennung und Steuerung von globalen Chancen und den Bestand gefährdende Risiken. Operatives Chancen- und Risikomanagement setzt aber auf dezentraler und regionaler Ebene an, auf der diese zuerst identifiziert, analysiert und dann zentral erfasst werden. Somit berichten die dezentral tätigen Verantwortlichen regelmäßig an den Vorstand über Chancen und Risiken sowie über die ergriffenen Maßnahmen zur Nutzung von Chancen beziehungsweise der Verhinderung des Eintretens von Risiken oder der Minimierung möglicher Folgeschäden. Der Risikomanager berichtet darüber hinaus zweimal jährlich die Gesamtrisikosituation an den Vorstand, bei Bedarf auch unterjährig zu aktuellen oder neu identifizierten Chancen und Risiken. Zentrale Bestandteile dieses Systems sind Planungs- und Controllingprozesse, das Berichtswesen und das interne Ordnungs- und Regelwerk. Branchenspezifische Risikofaktoren, die sich nachteilig auf die Ertragslage oder auf das Erreichen von Wachstumszielen auswirken können, ergeben sich aus der staatlichen Regulierung der Aufbereitung von Medizinprodukten in Deutschland und Europa, dabei auch in länderspezifischen Regelungen. Die Vanguard ist sich ständig ändernden Marktbedingungen in den einzelnen nationalen Märkten ausgesetzt. Auf der Wettbewerberseite existieren Risiken auf Grundlage des bestehenden starken Wettbewerbs vor allem in Deutschland insbesondere im Hinblick auf Preisstellung, Sortiments- und Serviceumfang sowie Liefer- und Rabattkonditionen von bekannten Wettbewerbern sowie möglichen neuen Wettbewerbern. Gleichzeitig sind von der Nachfrageseite her Risiken durch eine erkennbar steigende Nachfragemacht einzelner Kundengruppen wie beispielsweise Einkaufsgemeinschaften erkennbar. Gleichfalls beeinflussen die Umsetzung von einseitigen Kostensenkungsmaßnahmen im Gesundheitswesen sowie kürzer werdende Produktlebenszyklen - aufgrund technologischer Verbesserungen und Ergänzungen von Produkteigenschaften - von Medizinprodukten die geschäftliche Entwicklung der Vanguard negativ. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend in Zukunft fortsetzen wird. Veränderungen im regulatorischen Umfeld unserer Absatzmärkte werden fortlaufend beobachtet und soweit erforderlich wird das Geschäftsmodell angepasst. Insgesamt versucht die Vanguard, den Branchenrisiken durch eine Breite der Produkte und ständige Marktbeobachtungen entgegenzuwirken. Eine zentrale Rolle für die Wettbewerbsposition und den Unternehmenserfolg spielt der kontinuierliche Ausbau des Produktportfolios. Damit verbunden ist das Risiko, dass Produkte, die dem Produktportfolio hinzugefügt werden sollen, durch unerwartete Ereignisse oder fehlerhafte Ausführungen nicht oder verspätet oder nur zu höheren Entwicklungs- oder Herstellungskosten als ursprünglich geplant zur Markteinführung gebracht werden können. Ursache dafür können auch zusätzliche Anforderungen der Zulassungsbehörden, indirekte staatliche Einflussnahme auf die Preisfestsetzung oder eine zusätzlich erforderliche Zulassung für die Erstattung durch das jeweilige nationale Gesundheitssystem sein. Risiken bei Entwicklungs- und Zulassungsprozessen für neue Produkte werden fortlaufend identifiziert und bewertet. Bei der Entscheidung über die Erweiterung des Produktportfolios werden in jedem Einzelfall die Amortisation und Rentabilität analysiert, um die Priorisierung der laufenden Projekte festzulegen. Die Produktionsstätten der Vanguard sind dem Risiko fehlerhafter oder ineffizient laufender Planungs- und Produktionsprozesse sowie durch externe Einflüsse bedingte Produktionsstörungen oder -ausfälle ausgesetzt. Da innerhalb dieser Prozesse regelmäßig Stoffe mit Gefahrstoffcharakter verwendet werden, können solche Störungen auch die Gesundheit von Mitarbeitenden oder von Dritten gefährden oder Umweltschäden hervorrufen. Dies könnte sich wesentlich nachteilig auf die Kosten, die Wettbewerbsfähigkeit, die Lieferfähigkeit und die damit verbundenen Absatz-, Umsatz- und Ertragserwartungen sowie das Ansehen bei Kunden auswirken. Die Vanguard ist im Rahmen der MDR-konformen Aufbereitung auch abhängig von der Entwicklung der Einkaufsmengen sowie von den Preisen für die zugekauften gebrauchten Produkte. Es ist nicht auszuschließen, dass Steigerungen der Beschaffungskosten und/oder Versorgungsengpässe bei einzelnen Medizinprodukten zu nachteiligen Auswirkungen auf den Umsatz und/oder die Margen führen. Der Ausfall von Fach- und Führungskräften sowie eine lang anhaltende Suche bei der Nachbesetzung von Schlüsselpositionen können wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung der Vanguard haben. Der weitere Unternehmenserfolg ist davon abhängig, auch in Zukunft im Wettbewerb mit anderen Unternehmen qualifizierte Mitarbeitende gewinnen und langfristig binden zu können. Die strategischen Ziele sind nur durch eine optimale Nutzung einer Vielzahl von IT-Systemen und -Prozessen zu erreichen. Dafür hat die Vanguard kontinuierlich Investitionen zu tätigen, um diese IT-Systeme an die sich ständig ändernden Geschäftsprozesse anzupassen. Dabei bilden die genutzten IT-Anwendungen die Basis für die vertragskonforme Lieferung der Produkte an die Kunden. Auftretende Ineffizienzen bei den IT-Prozessen, der Ausfall von geschäftskritischen IT-Anwendungen oder der Ausfall eines Rechenzentrums haben einen direkten Einfluss auf die Lieferfähigkeit und die Qualität der Prozesse. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos hat die Vanguard Redundanzen im Bereich der Hardware und der Rechenzentren geschaffen und betreibt ein Qualitätsmanagementsystem, das auch die IT mit umfasst. Ein besonderes Augenmerk gilt zudem der Abwehr von Computerkriminalität. Die Vanguard trägt wie jedes Unternehmen weitere allgemeine Geschäftsrisiken wie bspw. das Risiko von unerwarteten Störungen der Infrastruktur, Streiks, Unfällen, Naturkatastrophen, Sabotage, kriminellen Aktivitäten, Terrorismus, Kriegen und anderen unvorhersehbaren nachteiligen Einflüssen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, sichert sich die Vanguard dagegen durch den Abschluss entsprechender Versicherungen ab. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Versicherungen nicht alle Risiken vollständig abdecken. Das Management von Chancen sieht die Vanguard als fortwährende unternehmerische Herausforderung. Im Rahmen ihres Chancenmanagements sichert und verbessert sie Bestehendes und schafft Neues. Das Produktmanagement beobachtet intensiv die Märkte und die Wettbewerber und kann dadurch Trends, Anforderungen und Chancen in den oftmals fragmentierten Märkten erkennen und analysieren sowie ihr Handeln danach ausrichten. Darüber hinaus tauschen die einzelnen Unternehmensbereiche ihre Erfahrungen zielgerichtet aus, um so zusätzliche Chancen und Synergien zu identifizieren und zu nutzen. Vanguard hat zwei Benannte Stellen mit verschiedenen Produktzertifizierungen beauftragt und sichert somit auch die Verfügbarkeit von MDR konformen Aufbereitungsverfahren ab. Im Rahmen des Möglichen begegnet die Vanguard finanziellen Risiken mit einem entsprechenden Risikomanagement. Die Grundzüge des finanziellen Risikomanagements werden mindestens einmal jährlich im Rahmen des Budgetprozesses vom Vorstand festgelegt bzw. bestätigt. Darüber hinaus bedürfen alle Transaktionen oberhalb einer vom Vorstand festgelegten Relevanzschwelle der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand. Durchgängig ist ein Vier-Augen-Prinzip etabliert. Zusätzlich wird der Vorstand regelmäßig über Art, Umfang und Ausmaß der aktuellen Risiken informiert. Das Management des Finanzrisikos wird auf vielfältige Art vorgenommen. Zum einen durch ein effizientes Liquiditätsmanagement, welches monatlich aufgrund von taggenauen Liquiditätsbeständen und geplanten Ein- und Auszahlungen eine rollierende Liquiditätsvorschau erstellt. Dem Forderungsausfallrisiko wird mit dem installierten Forderungsmanagementsystem begegnet, welches die Forderungen anhand von Altersstrukturlisten analysiert und entsprechende Mahnprozesse einleitet. Die Vanguard verfügt über ausreichend liquide Mittel, um die geplanten Aktivitäten aus der Produktpipeline durchführen zu können und erfolgreich am Markt zu agieren. Die Vanguard ist in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen bis Ende des Geschäftsjahres 2024 fristgerecht nachzukommen. Es bestehen grundsätzlich gewisse Unsicherheiten und Risiken darin, dass die der Unternehmensplanung zu Grunde liegenden Annahmen, insbesondere hinsichtlich der Umsatz- und Ertragsziele, nicht in prognostizierter Höhe eintreten und es zu wesentlichen Abweichungen in Bezug auf die geplanten Cashflows kommt. Durch eine aktive und kundennahe Vertriebsstrategie sowie das etablierte Kosten- und Finanzmanagement wird das Risiko gesteuert, so dass ein Eintritt mit wesentlicher Bedeutung für die Finanz- und Ertragslage als kalkulierbar eingestuft wird. Eine aus den dargestellten Risiken resultierende Bestandsgefährdung ist nicht erkennbar. Die übrigen Risiken haben eine geringere Bedeutung. Abhängigkeitsbericht Schlusserklärung des Vorstandes: "Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen i. S. von § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden."
Berlin, 26. April 2024 Ulrike Marczak, Vorstand, CEO Jessica Hiltermann, Vorstand, CAO [1] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html [2] https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/gesundheitswesen/medizinprodukte/neue-eu-verordnungen.html [3] Branchenbericht Medizintechnologien 2020 vom 26. April 2021 vom Bundesverband Medizintechnologie, Berlin [4] Wir weisen darauf hin, dass aus rechentechnischen Gründen in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von einer Einheit (EUR, %, usw.) auftreten können. [5] Wir weisen darauf hin, dass aus rechentechnischen Gründen in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von einer Einheit (EUR, %, usw.) auftreten können. [6] Wir weisen darauf hin, dass aus rechentechnischen Gründen in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von einer Einheit (EUR, %, usw.) auftreten können. BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023VANGUARD AG, BERLINAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023VANGUARD AG, BERLINAllgemeine Angaben zum Unternehmen Die Vanguard AG - eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 12623 Berlin, Landsberger Straße 266 - ist beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg in Abteilung B unter der Nummer 80368 eingetragen. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (kurz: HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (kurz: AktG) aufgestellt. Die Vanguard AG weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Abweichungen von Betragsangaben untereinander sind aufgrund von Rundungen möglich. Der klaren Darstellung wegen sind Mitzugehörigkeitsvermerke von Vermögensgegenständen oder Verbindlichkeiten im Anhang angegeben. Ferner sind die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz anzubringenden Vermerke zur Laufzeit im Anhang aufgeführt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der vorliegende Jahresabschluss ist mit Ausnahme der nachfolgend dargestellten Anpassungen unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt. Abweichend zum Vorjahr werden die eigenen Anteile der Vanguard AG gemäß § 272 Abs. 1a HGB richtigstellend offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Vorjahresbetrag wurde nicht angepasst und ist von daher nicht vergleichbar. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Vermögensgegenstände und Schulden werden einzeln bewertet. Die Posten der Aktivseite wurden lediglich im gesetzlich zulässigen Rahmen mit Posten der Passivseite verrechnet. Aufwendungen wurden nicht mit Erträgen verrechnet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen, da der Vorstand eine positive Fortbestehensprognose zugrunde legt. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. 3.1 Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern betragen ein bzw. vier Jahre für Software sowie 20 Jahre für die übrigen Rechte und Werte, soweit sie entgeltlich erworben wurden. Die Gesellschaft hat bis Ende des Jahres 2022 von der Möglichkeit des § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aus der Entwicklung von Reinigungsverfahren für Medizinprodukte zu aktivieren. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den im Rahmen der Entwicklung anfallenden Herstellungskosten angesetzt, welche sich aus Material- und Fertigungseinzelkosten (inkl. Zertifizierungskosten) sowie aus Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammensetzen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt ab Fertigstellung über die jeweilige wirtschaftliche Nutzungsdauer von fünf Jahren. Seit Beginn des Jahres 2023 macht die Gesellschaft von dem vorgenannten Wahlrecht keinen Gebrauch mehr, das heißt für ab dem Jahr 2023 neu entwickelte Verfahren werden die Entwicklungskosten nicht mehr aktiviert. Für bereits in Entwicklung befindliche Verfahren aus den Vorjahren wird das Wahlrecht stetig weiter ausgeübt. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus den Verschmelzungen des Geschäftsjahres 2019 zu Verkehrswerten. Der nach Berücksichtigung der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben, da das gut ausgebildete, eingearbeitete Personal, das spezielle Know-how zweier Produktionsbetriebe und die Absatzwege voraussichtlich über diesen Zeitraum genutzt werden können. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und, soweit abnutzbar, planmäßig linear abgeschrieben. Die den planmäßigen Abschreibungen zugrundeliegende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden sieben bis 30 Jahre, bei beweglichen Sachanlagen ein bis 25 Jahre. Die Nutzungsdauern orientieren sich an den betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern. Unter den Sachanlagen werden auch rückbaupflichtige Betriebsvorrichtungen und Mietereinbauten ausgewiesen. Sie werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nach der linearen Methode berechnete Abschreibungen bewertet. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Netto-Einzelwert von 250,00 EUR werden als Aufwand erfasst, mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 250,00 EUR bis 800,00 EUR aktiviert und im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen sowohl bei den immateriellen Vermögensgegenständen als auch bei den Sachanlagen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Entfällt der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungskosten. Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt. Bei dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. 3.2 Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu gleitenden Durchschnittspreisen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnisse werden zu retrograd ermittelten Herstellungskosten bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie herstellungsbezogene Verwaltungskosten berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen sind in die Bewertung nicht einbezogen. Niedrigere beizulegende Werte werden durch Abschreibungen berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen enthalten Vorleistungen für noch nicht ausgeführte Lieferungen oder Leistungen von Lieferanten auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Fallen die Gründe für eine Einzelwertberichtigung in späteren Jahren weg, werden Zuschreibungen vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Forderungen in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt. Fremdwährungsbestände sind zum Tageskurs am Bilanzstichtag in Euro bewertet. 3.3 Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben und Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand oder Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 3.4 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Vermögensgegenstände im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens bewertet, das den Anschaffungskosten entspricht, und mit entsprechenden Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet und als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. 3.5 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Kapitalrücklage ist zum Nennwert angesetzt. 3.6 Sonderposten Im Sonderposten wurden Investitionszuschüsse erfasst, da diese nicht mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der bezuschussten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens verrechnet wurden. Der Sonderposten wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgswirksam aufgelöst. 3.7 Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Bilanzierung erfolgt zum Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung der Abzinsung auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Jahre. Hierbei wird die Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB angewendet und der von der Deutschen Bundesbank ermittelte Zinssatz für 15-jährige Restlaufzeiten unterstellt. Dieser Zinssatz beträgt 1,82 %. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 3.8 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 3.9 Latente Steuern Bestehen zwischen dem Buchwert und dem Steuerwert eines Vermögensgegenstands oder einer Schuld Differenzen, und führt künftig die Auflösung der Differenz zu einem im Vergleich zum handelsrechtlichen Ergebnis höheren oder niedrigeren steuerlichen Ergebnis, können im Fall aktiver Unterschiedsbeträge und müssen im Fall passiver Unterschiedsbeträge auf diese Differenzen latente Steuern gebildet werden. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz 4.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt und ist als Anlage zum Anhang enthalten. Die Gesellschaft aktiviert selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr TEUR 3.187 (Vj. TEUR 3.200). Davon entfielen TEUR 1.232 (Vj. TEUR 1.311) auf selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aus der Entwicklung von Aufbereitungsverfahren für Medizinprodukte. Der Ausweis wird - sofern die Fertigstellung bereits erfolgt ist - unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen vorgenommen. Befindet sich der immaterielle Vermögensgegenstand noch in der Herstellung erfolgt der Ausweis in den geleisteten Anzahlungen und selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Herstellung und wird zum Nennbetrag angesetzt. Im Geschäfts- oder Firmenwert ist der Verschmelzungsmehrwert aus der Verschmelzung der VANGUARD Spezialaufbereitung GmbH mit Sitz in Friedeburg und die Pioneer Medical Devices GmbH mit Sitz in Aschersleben auf die Vanguard AG mit Sitz in Berlin zum 1. Mai 2019 enthalten. Aufgrund einer Feststellung aus einer steuerlichen Betriebsprüfung ist zum 01.01.2023 eine Erhöhung des Geschäfts- und Firmenwertes in Höhe von TEUR 1.351 erfolgt. Gegenläufig wirkt sich in diesem Zusammenhang eine Verminderung der bilanzierten Gebäude zum 01.01.2023 in Höhe von TEUR 1.624 aus. Die Differenz in Höhe von TEUR 273 ist als periodenfremder Ertrag in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden die Anteile an vier Tochterunternehmen geführt. Dies sind im Einzelnen (die nachfolgenden Angaben beziehen sich auf das Jahr 2022, da die Abschlüsse der Tochtergesellschaften für das Jahr 2023 noch nicht vorliegen): Die 100 %-Anteile an der Steri Consult GmbH, Berlin, (vormals: EndoSaveGuard ESG GmbH) werden mit 335 TEUR ausgewiesen. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 beträgt TEUR -4, das Eigenkapital beträgt TEUR 151. Die 100 %-Anteile an der Steri Consult GmbH i. L., Hamburg, werden mit EUR 1 ausgewiesen. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 beträgt TEUR -42, das Eigenkapital ist mit TEUR-2.530 negativ. Die Liquidation wurde im April 2024 abgeschlossen. Die 100 %-Anteile an der Gesellschaft zur Gesundheits-Struktur-Entwicklung, Berlin, werden mit EUR 1 ausgewiesen. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 beträgt TEUR -46, das Eigenkapital ist mit TEUR -4.423 negativ. Die Liquidation der 100 %-igen Anteile an der Vanguard Spolka zo. o. mit Sitz in Warschau in Polen, ist noch nicht beendet. Sie werden weiterhin mit einem Erinnerungswert von EUR 1 ausgewiesen. Es liegen keine Ergebnisse des letzten Geschäftsjahres vor. Daneben besteht eine 100 %-Beteiligung an der VANGUARD MEDICAL DEVICES LIMITED, London / Großbritannien, für die noch keine Einlage zu erbringen war. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 beträgt TGBP - 706, das Eigenkapital ist mit TGBP -1.499 negativ. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten eine ursprünglich langfristige Forderung gegen die Gesellschaft zur Gesundheits-Struktur-Entwicklung mbH, welche mit dem Erinnerungswert von EUR 1 ausgewiesen wird. 4.2 Umlaufvermögen Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.878; Vj. TEUR 1.446) haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 1; Vj. TEUR 1.564) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von EUR 1 (Vj TEUR. 1.562). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 2). Die Forderung gegenüber der britischen Tochtergesellschaft wurde in diesem Jahr vollständig abgeschrieben. Der Posten sonstige Vermögensgegenstände setzt sich folgendermaßen zusammen:
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 1.180 TEUR (Vj. 1.151 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 4.3 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 145 werden mit den zu ihrer Absicherung dienenden Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 171 saldiert und in Höhe von TEUR 26 als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 0. 4.4 Eigenkapital Entsprechend der Satzung beträgt das Grundkapital unverändert zum Vorjahr EUR 12.784.142,00. Das Grundkapital ist wie zum Vorjahresstichtag zum 31. Dezember 2023 eingeteilt in 12.784.142 auf den Namen lautende Stückaktien ohne Nennbetrag eingeteilt. Die Gesellschaft hielt zum Abschlussstichtag insgesamt 1.392 eigene Stückaktien, deren Anteil am Grundkapital EUR 1.392 (0,0110 %) beträgt. 158 Stückaktien stammen als freie Teilrechte aus einer Kapitalmaßnahme in 2009, 5.500 Stückaktien wurden im September 2014, 19.152 Stückaktien im September 2019 und 3.038 Stückaktien im November 2019 erworben. Der Erwerb erfolgte jeweils unentgeltlich entsprechend § 71 (1) Nr. 4 AktG. Neun eigene Stückaktien wurden durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. September 2020 eingezogen Der Gesamtbestand an eigenen Stückaktien von ursprünglich 27.839 ist durch die vereinfachte Kapitalherabsetzung im Verhältnis 20:1, beschlossen durch die Hauptversammlung vom 24. September 2020, auf 1.392 Stückaktien reduziert worden. Die Santo Holding (Deutschland) GmbH, Holzkirchen, hält eine Mehrheitsbeteiligung an der Vanguard AG und hat dies zum Zeitpunkt des Erwerbs der Mehrheit der Anteile gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt. Die Santo Holding AG, Zug, hat zum Zeitpunkt des Erwerbs der Mehrheit der Anteile durch die Santo Holding (Deutschland) GmbH zudem gemäß § 20 Abs. 4 i. V. m. § 16 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr eine Mehrheitsbeteiligung an der Vanguard AG mittelbar über die Santo Holding (Deutschland) GmbH als von ihr abhängige Gesellschaft gehört. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 2. September 2019 war der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital der Vanguard AG bis zum 1. September 2024 um bis zu EUR 26.064.614 (Genehmigtes Kapital 2019/I) zu erhöhen. Das genehmigte Kapital beträgt nach zwei Kapitalerhöhungen in den Jahren 2020 und 2021 in Höhe von insgesamt EUR 10.177.681 zum 31. Dezember 2023 insgesamt noch EUR 15.886.933,00. Die Entnahmen zur vollständigen Deckung des Jahresfehlbetrages und die Anpassung der eigenen Anteile führen zu einer Kapitalrücklage in Höhe von EUR 28.100.780,26 zum Bilanzstichtag. Im Bilanzgewinn/-verlust zum 31. Dezember 2023 ist die Entnahme aus der Kapitalrücklage zur vollständigen Deckung des Jahresfehlbetrages in Höhe von EUR 2.826.573,39 gemäß § 150 AktG enthalten. Der Bilanzgewinn/-verlust ist damit zum Bilanzstichtag ausgeglichen. 4.5 Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 31 (Vj. TEUR 1) enthalten. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 4.6 Latente Steuern Das Wahlrecht zur Saldierung der latenten Steuern wurde in Anspruch genommen. Der nach Saldierung verbleibende Passivüberhang beträgt TEUR 5.275 (Vj. TEUR 6.714). Entwicklung der latenten Steuern:
4.7 Ausschüttungsgesperrte Beträge Der Gesamtbetrag des ausschüttungsgesperrten Betrags nach § 268 Abs. 8 HGB beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 4.004 (Vj. TEUR 3.406). Er entfällt in voller Höhe auf die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände. Die ausschüttungsgesperrten Beträge sind zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 in Höhe des Differenzbetrages zu den freien Rücklagen von TEUR 24.096 gedeckt. Abweichend zum Vorjahr werden andere Vermögensgegenstände zum beizulegenden Zeitwerte (Vj. TEUR 23.882) sowie aktive latente Steuern (Vj. TEUR 5.078) richtigstellend nicht mehr in die Angabe des ausschüttungsgesperrten Betrages einbezogen. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 5.1 Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 576 (Vj. TEUR 417) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 185 (Vj. TEUR 205), aus Sachbezügen für PKW-Nutzungen in Höhe von TEUR 69 (Vj. TEUR 74), aus periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 273 (Vj. TEUR 88). Aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse resultieren TEUR 5 (Vj. TEUR 6). Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 18 (Vj. TEUR 7). 5.2 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen von TEUR 9 (Vj. TEUR 11). Periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 71) beinhalteten im Vorjahr im Wesentlichen ausstehende Abrechnungen für Vorjahre. Diese wurden ab dem 01.01.2023 auf die den jeweiligen Aufwandskonten zugeordnet und werden zukünftig nur noch bei außergewöhnlichen Fällen dieser Position zugeordnet. Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsausfälle betrugen TEUR 31 (Vj. TEUR 50). 5.3 Abschreibungen Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf eine Ausleihung an ein verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 58 sowie auf sich in Entwicklung befindliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 32 vorgenommen. Zudem wurde die im Umlaufvermögens ausgewiesene Forderung gegenüber der britischen Tochtergesellschaft in diesem Jahr vollständig abgeschrieben (TEUR 1.601). 5.4 Zinsergebnis Im Zinsertrag sind TEUR 2 (Vj. TEUR 0) aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen enthalten. 5.5 Steuern Die passiven latenten Steuern wurden in Höhe von TEUR 1.439 aufgelöst (Vj. TEUR 1.136). 6 Sonstige Angaben 6.1 Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte 2023 im Jahresdurchschnitt 184 Arbeitnehmer (Vj. 194), davon 145 Vollzeitkräfte (Vj. 159) und 39 Teilzeitkräfte (Vj. 40). 6.2 Vorstand Im Geschäftsjahr 2023 war Frau Ulrike Marczak zunächst alleiniger Vorstand. Frau Ulrike Marczak, Chief Executive Officer (CEO), wurde Einzelvertretungsvollmacht erteilt. Sie ist von den Beschränkungen des § 181 Alternative 2 BGB befreit. Seit dem 1. März 2023 ist Frau Jessica Hiltermann, Chief Administrative Officer (CAO), zum weiteren Vorstand berufen. Sie vertritt die Gesellschaft gemäß den allgemeinen Vertretungsregelungen der Satzung. Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Pensionsrückstellungen für einen ehemaligen Vorstand und deren Hinterbliebene betragen TEUR 145. Zu deren Absicherung wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, deren Wert sich auf TEUR 171 zum Bilanzstichtag beläuft. 6.3 Prokura Prokura bestand im Geschäftsjahr 2023 für Herrn Helge Hussy, Koblenz (bis 25.07.2023) und Rebecca Julia Oswald, Berlin. 6.4 Aufsichtsrat Aufsichtsrat vom 01.01. - 28.06.2023: Wolfgang Boorberg (Vorsitzender)Geschäftsführer bei Boorberg Schlecht und Collegen GmbH Steuerberatungsgesellschaft sowie der Boorberg Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart Marcus Huascar Bracklo (stellv. Vorsitzender) Geschäftsführer der Baigo Capital GmbH, Frankfurt Wolfgang Essler Generalbevollmächtigter der ATHOS KG, Holzkirchen Aufsichtsrat vom 28.06. - 31.12.2023: Dr. Oliver Bärtl (Vorsitzender) Geschäftsführer der CorTec GmbH Wolfgang Essler (stellv. Vorsitzender) Generalbevollmächtigter der ATHOS KG, Holzkirchen Dr. Nicole Strüngmann-Butscheidt Ärztin und Geschäftsführerin der Timeela GmbH Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 85 (Vj. TEUR 81). Frühere Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Bezüge und haben auch keine Pensionszusagen erhalten. Die Vanguard AG hat den Mitgliedern des Aufsichtsrats weder Darlehen gewährt, noch Bürgschaften oder Gewährleistungen für sie übernommen. Es bestehen weder verwandtschaftliche Beziehungen zwischen den Mitgliedern des Aufsichtsrats, noch zwischen Mitgliedern des Aufsichtsrats und dem Vorstand. Es bestehen keine Dienstleistungsverträge zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Vanguard AG beziehungsweise ihren Tochtergesellschaften, die bei Beendigung eine Vergütung vorsehen. 6.5 Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen. Hierbei handelt es sich vor allem um Finanzierungsgeschäfte, daneben wurde ein Lieferungs- und Leistungsvertrag abgeschlossen. Alle Geschäfte wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. 6.6 Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres Nach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Ereignisse, die Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Lage des Unternehmens haben.
Berlin, 26. April 2024 Ulrike Marczak, Vorstand, CEO Jessica Hiltermann, Vorstand, CAO
BestätigungsvermerK Des Unabhängigen AbschlussprüfersIn dem vorstehenden Jahresabschluss wurden größenabhängige Offenlegungserleichterungen nach § 325 ff. HGB sowie Aufstellungserleichterungen für Zwecke der Offenlegung in Anspruch genommen. Zu dem - ohne vorgenannte Erleichterungen - aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht 2023 wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: An die Vanguard AG, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Vanguard AG, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vanguard AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 6. Mai 2024 COUNSEL
TREUHAND GMBH
Kai Andersen, Wirtschaftsprüfer Jutta Wilkens, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrats 2023Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen und die damit in Zusammenhang stehenden Entscheidungen getroffen. Bei der Leitung des Unternehmens und seiner Geschäftsführung hat der Aufsichtsrat den Vorstand kontinuierlich begleitet und überwacht. Dabei befasste sich der Aufsichtsrat mit der Entwicklung der Finanzlage, der Personalsituation sowie grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung und Strategie, insbesondere im Zusammenhang mit den medizinprodukterechtlichen regulatorischen Vorgaben. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit der Risikolage und dem Risikomanagement sowie der Überwachung der Unternehmensführung. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten im Berichtsjahr nicht auf. Sitzungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrats Die jeweils aktuelle Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Vanguard sowie der Geschäftsfelder waren ebenso Bestandteil der Beratungen aller Aufsichtsratssitzungen wie der Liquiditätsstatus und die Finanzplanung. In seinen Sitzungen befasste sich der Aufsichtsrat ferner eingehend mit den regulatorischen Voraussetzungen des Kerngeschäftsfelds der Vanguard und der Einhaltung eines Risiko- und Compliancemanagements. An den sechs Aufsichtsratssitzungen im Jahr 2023 haben an fünf Sitzungen alle drei Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen, an einer Aufsichtsratssitzung haben nur zwei Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen. Die Aufsichtsratssitzungen wurden zum Teil als Videokonferenzen durchgeführt. Neben den fünf ordentlichen Aufsichtsratssitzungen und der Sitzung zur Konstituierung des neu gewählten Aufsichtsrats hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 mehrere Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Der Vorstand hat an allen Sitzungen des Aufsichtsrates teilgenommen. Der Aufsichtsrat erhielt im Jahr 2023 zeitnah schriftliche Berichte des Vorstands über die finanzielle Situation und die Liquiditätslage des Unternehmens. Ebenfalls berichtete der Vorstand dem Aufsichtsratsvorsitzenden auch außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrates über alle für das Unternehmen wichtigen Vorgänge. Anstehende Entscheidungen und wesentliche Geschäftsvorfälle wurden in regelmäßigen Gesprächen zwischen dem Vorstand und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Arbeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat hatte im Jahr 2023 keine Ausschüsse eingerichtet. Veränderungen im Vorstand Der Aufsichtsrat hat Frau Jessica Hiltermann zum 01. März 2023 zum weiteren Vorstand der Gesellschaft bestellt. Frau Ulrike Marczak wurde sodann zur Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft ernannt. Jahresabschluss 2023 Die COUNSEL Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg hat den Jahresabschluss der Vanguard AG zum 31. Dezember 2023, den Lagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vorgelegen. Der Jahresabschluss wurde in der Sitzung des Aufsichtsrats am 22. April 2024 eingehend behandelt und mit dem Vorstand diskutiert. In der Aufsichtsratssitzung vom 22. April 2024 berichtete der Abschlussprüfer zudem über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach eigener Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses, des Lageberichts sowie des Abhängigkeitsberichts hat der Aufsichtsrat mit Umlaufbeschluss vom 07. Mai 2024 festgestellt, dass er keine Einwendungen erhebt und dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zustimmt. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Zusammensetzung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat setzte sich aus Herrn Wolfgang Essler, Herrn Wolfgang Boorberg (bis 28.06.2023, Vorsitzender), Herrn Marcus Bracklo (bis 28.06.2023), Frau Dr. Nicole Strüngmann-Butscheidt (seit 28.06.2023) und Herrn Dr. Oliver Bärtl (seit 28.06.2023, Vorsitzender) zusammen. Die ordentliche Hauptversammlung hat auf Vorschlag des Aufsichtsrats am 09. Dezember 2021 mit Wirkung ab Beendigung derselben bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2023 beschließt, die Herren Wolfgang Boorberg und Wolfgang Essler in den Aufsichtsrat gewählt sowie Herrn Marcus Bracklo mit Wirkung zum 1. Januar 2022 bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2023 beschließt, gewählt. Nachdem die Aufsichtsratsmitglieder Herr Wolfgang Boorberg und Herr Marcus Bracklo ihre Aufsichtsratsmandate zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2022 beschließt, niedergelegt haben, hat die ordentliche Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats am 28. Juni 2023 mit Wirkung ab Beendigung derselben bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2023 beschließt Frau Dr. Nicole Strüngmann-Butscheidt und Herrn Dr. Oliver Bärtl in den Aufsichtsrat gewählt. In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung am 28. Juni 2023 wurde Herr Dr. Oliver Bärtl zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Herr Wolfgang Essler zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Vanguard AG für die im Geschäftsjahr 2023 erbrachten Leistungen.
Berlin, 08.05.2024 Vanguard AG Für den Aufsichtsrat Dr. Oliver Bärtl, Vorsitzender des Aufsichtsrats Feststellungsbeschluss des Jahresabschlusses Die Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 erfolgte am 8. Mai 2024. |
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