PACE Photovoltaik 3 GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephan Helmich seit 26.6.2023 | Vorstandsmitglied |
Söhnke Wandt seit 26.6.2023 | Prokura |
Tina Hermann seit 2.2.2022 | Prokura |
Peret Bergmann seit 14.5.2019 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Five Quarters Real Estate AGHamburgJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Five Quarters Real Estate AG, HamburgAKTIVA
Für Anteilsinhaber verwaltete Investmentvermögen Summe der Inventarwerte in T€ 56.441 52.828 Zahl der verwalteten Investmentvermögen 1 1 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Five Quarters Real Estate AG, Hamburg1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht::
Die Five Quarters Real Estate AG, Hamburg, stellt ihren Jahresabschluss nach § 38 KAGB nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 auf. Die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) werden angewendet, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung die Staffelform (Formblatt 3) gewählt wurde. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss ist nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Bewertung der Aktiva und Passiva trägt allen erkennbaren Risiken nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Bilanzierung und Bewertung erfolgen unter Fortführungsgesichtspunkten, da dem derzeit keine rechtlichen oder tatsächlichen Gegebenheiten entgegenstehen. Die Forderungen an Kreditinstitute werden mit den Nominalwerten angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Abschreibungen auf Neuzugänge werden zeitanteilig vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. 3. Angaben zur Bilanz Forderungen an Kreditinstitute Täglich fällige Forderungen Hierbei handelt es sich um Sichtguthaben bei der M.M. Warburg & CO, Hannover, in Höhe von EUR 594.098,87 (Vorjahr: EUR 778.234,71). Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Aufgliederung und die Entwicklung der Anlagewerte sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. Sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Zahlungen für Aufwendungen des nächsten Jahres, hierfür Versicherungen EUR 63.096,37. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Rückstellungen In den anderen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Vergütungen aus Dienstleistungsverträgen in Höhe von EUR 2.380,00 (Vorjahr: EUR 68.264,00), Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von EUR 13.387,50 EUR (Vorjahr: EUR 14.906,25) und Rückstellungen für die Erstellung und die Prüfung des Jahresabschlusses in Höhe von EUR 29.493,10 (Vorjahr: EUR 30.123,80) enthalten. In den Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Boni in Höhe von EUR 67.876,67 (Vorjahr: EUR 27.500,00) enthalten. Eigenkapital Das Grundkapital der Gesellschaft (TEUR 167) besteht aus 166.732 Stück auf den Namen lautender Stückaktien mit Gewinnberechtigung. Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß Formblatt 3 (Staffelform i. S. d. § 2 Abs. 1 RechKredV) aufgestellt. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 65 wird auf neue Rechnung vorgetragen. 5. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Jahresaufwand aus den am Bilanzstichtag noch bestehenden mehrjährigen Dauerschuldverhältnissen in bedeutungsvoller Größenordnung stellt sich wie folgt dar:
Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder Der Aufwand für die Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2023 betrug TEUR 28. Anzahl Arbeitnehmer Durchschnittlich wurden im Berichtsjahr drei Arbeitnehmer beschäftigt. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 18,5 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Vorstand der Gesellschaft Herr Georg-Henrich Prinz zu Stolberg-Wernigerode, Wentorf (bis Juni 2023) Herr Erik Jan Beets, Voorschoten/Niederlande (bis Juni 2023) Herr Peret Bergmann, Augsburg Herr Stephan Helmich, Hamburg (ab Juni 2023) Die Vorstände sind jeweils vertretungsberechtigt gemäß allgemeiner Vertretungsregelung mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Aufsichtsrat Herr Arwed Fischer, Aschaffenburg (Vorsitzender) Herr Sebastian H. Lohmer, Hamburg (stellvertretender Vorsitzender) Frau Claudia Meier, Nürnberg Nachtragsbericht Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 und bis zur Erstellung des Anhangs sind keine Vorgänge von Bedeutung eingetreten.
Hamburg, den 29. Februar 2024 Five Quarters Real Estate AG Peret Bergmann, Vorstand Stephan Helmich, Vorstand Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 25. März 2024 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Five Quarters Real Estate AG, Hamburg1. Grundlagen des Unternehmens Die Five Quarters Real Estate AG (nachfolgend auch 5QRE oder Gesellschaft) ist eine regulierte Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) mit Sitz in Hamburg. 5QRE wurde im Jahr 2019 gegründet und hat bereits im November 2019 die Erlaubnis als externe KVG von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erhalten. Gegenstand der Geschäftstätigkeit ist die Auflage und Verwaltung von Immobilienfonds (Fonds) für institutionelle Investoren. Erträge werden aus der Verwaltung der Fonds erzielt und setzen sich hauptsächlich aus Verwaltungs- sowie An- und Verkaufsvergütungen zusammen. Das Geschäftsjahr 2023 der Gesellschaft war im Wesentlichen durch den weiteren Aufbau des ersten Fonds "5QRE Healthcare Infrastruktur Deutschland 01" (HID01) geprägt. Dieser hat im März 2022 den Status eines Artikel 8 Fonds bei der BaFin beantragt und erhalten. 5QRE versteht sich als fokussierte KVG, die die Bedürfnisse institutioneller Investoren erkennt und mit Hilfe von originellen Produktideen in Form von bedarfsgerechten und flexiblen Immobilienanlagelösungen umsetzt und vom Wettbewerb absetzt. Die Gesellschaft verfügt über einen breiten Marktzugang, sodass das Profil als innovativer Investment Manger konsequent weiterentwickelt wird. Der gegenwärtige Investitionsschwerpunkt ist Deutschland, wenngleich das Know-how für paneuropäische Fonds bereits vorhanden ist und perspektivisch auch zum Einsatz gebracht werden soll. Die weitere Entwicklung der Gesellschaft wird maßgeblich von den sich derzeit schnell verändernden makroökonomischen Rahmenbedingungen, der Transformationsphase und Neukalibrierung der Immobilienmärkte und den Faktoren der Gesellschaft, insbesondere des verwalteten Immobilienvermögens (Assets under Management) und der Immobilienakquisition, bestimmt. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1. Marktumfeld Die langfristigen Folgen der Anfang des Jahres 2020 ausgebrochenen, globalen Covid-19-Pandemie werden sichtbar und belasten die Staatsfinanzen. Der zu Beginn des Jahres 2022 ausgebrochene Angriffskrieg gegen die Ukraine und die westlichen Sanktionen gegen Russland haben eine Zeitwende eingeleitet: Stark gestiegene Energiekosten, eingeschränkte Warenverfügbarkeit, stark steigende Inflation sowie Bau-, Material- und Lohnkosten. Hohe Inflationsraten haben die Zentralbanken im Jahr 2022 veranlasst, ihre Geldpolitik entschieden zu straffen und den jeweiligen Leitzins binnen kurzer Zeit deutlich anzuheben, sodass sich das Fremdfinanzierungsumfeld gedreht hat und die Dauerniedrigzinsphase beendet wurde. Der Immobilientransaktionsmarkt kam zwischenzeitlich aufgrund der vorherrschenden Verunsicherung nahezu zum Stillstand und institutionellen Investoren haben eine abwartende Haltung eingenommen bzw. sich auf liquide Anlagen konzentriert. Das Jahr 2023 konnte als Beginn der Transformationsphase und Neukalibrierung der Immobilienmärkte im Umfeld veränderter Rahmenbedingungen betrachtet werden. Makroökonomische Einflussfaktoren haben sich weitestgehend stabilisiert, die Inflationsrate ging langsam zurück und das Zinsniveau dürfte sich dem Hochpunkt angenähert haben. Das Jahr war jedoch auch von (geo)politischen Einflussfaktoren wie zum Beispiel den Konflikten in der Ukraine und Nahost geprägt. Immobilien haben sich in der vergangenen Dauerniedrigzinsphase als Alternative zu liquiden Anlagen etabliert und bewährt. Im Rahmen der strategischen Asset Allokation im gegenwärtigen Zinsumfeld kommt Immobilien jedoch eine andere Rolle zu. Diese sind vielmehr komplementär zu festverzinslichen Papieren, Aktien und Anleihen zu sehen und können in einem diversifizierten Portfolio aufgrund der Korrelation das Gesamtrisiko reduzieren. 2.2. Regulatorik Unabhängig von dem makroökonomischen Umfeld werden wachsende regulatorische Anforderungen erwartet, die einen direkten Einfluss auf 5QRE und ihre strategische und operative Ausrichtung haben werden. Hierzu zählen unter anderem umfassende Reporting- und Dokumentationsanforderungen, die zum Beispiel im Zusammenhang mit der Taxonomieverordnung oder dem Digital Operational Resilience Act (DORA) stehen. Indirekt hat auch die zunehmende Regulierung auf Kundenseite der Gesellschaft Einfluss. Das geforderte Maß der Eigenkapitalhinterlegung für Immobilieninvestments sowie die zum Teil hohen Quoten von Immobilieninvestments in den Kundenportfolios verstärkt deren abwartende Haltung Neuinvestments gegenüber. 2.3. Investmentmarkt Deutschland Für die ersten drei Quartale des Jahres 2023 konnte ein gewerbliches Transaktionsvolumen von rund EUR 21,4 Mrd. verzeichnet werden. Davon entfallen alleine rund EUR 7,8 Mrd. auf das dritte Quartal. Rund 41 % des Transaktionsvolumens konnten in Top-7-Städten verzeichnet werden, allen voran Berlin und München. Trotz der sich abzeichnenden Wiederbelebung des Transaktionsmarktes wird der 10-Jahresdurchschnitt dabei um 55 % unterschritten. Der Renditeanstieg hat sich auch im dritten Quartal in fast allen Nutzungsarten fortgesetzt. Insbesondere im großvolumigen Bereich stimmen die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern in den seltensten Fällen überein. Das Transaktionsvolumen bewegt sich in etwa auf einem Niveau vergleichbar mit den Jahren kurz nach der Finanzmarktkrise - jedoch ist eine Aufwärtstendenz erkennbar. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen werden sich für das vierte Quartal 2023 nicht wesentlich ändern. Auch wenn sinkende Tendenzen ausgemacht werden können, ist die Inflation weiterhin vom allgemeinen Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) entfernt. Jedoch dürfte der Leitzins mit einem zwischenzeitlichen Höchststand von 4,50 % ein Plateau erreicht haben und weitere (größere) Zinsschritte dürften unrealistisch sein. Für das Gesamtjahr 2023 wird mit moderaten Investmentumsätzen gerechnet. Der Wandel vom Verkäufermarkt zum Käufermarkt ist im Vollzug. Die Investmentumsätze dürften mit der prognostizierten konjunkturellen Erholung und der Planungssicherheit im Finanzierungsumfeld bereits im ersten Halbjahr 2024 wieder ansteigen. (Quelle: BNP, CBRE) 2.4. Büroimmobilien Der Markt für Büroimmobilien zeigt sich aufgrund der gegenwärtigen (geo)politischen und weltwirtschaftlichen Lage weiterhin gehemmt. Transaktionen werden aufgrund des gegenwärtigen Markt- und Finanzierungsumfeldes eher selektiv durch institutionelle Investoren vollzogen. Innerhalb der ersten drei Quartale des Jahres 2023 lässt sich eine eindeutige Differenzierung der Preise in Abhängigkeit der Lage- und Objektqualitäten verzeichnen. Langfristig bleiben Büroimmobilien jedoch weiterhin gefragte Immobilieninvestments. Trotz rückläufiger Wirtschaftsleistung in Deutschland zeigt sich der Arbeitsmarkt stabil und ist zugleich eine Stütze für die Wirtschaft, da der Konsum stabilisiert wird. Im zweiten Quartal 2023 wurden mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte verzeichnet als im Vorjahreszeitraum. In Deutschland arbeiten rund 15 Mio. Personen in Büros, sodass diese eines der wichtigen Fundamente der Wertschöpfung und wirtschaftlichen Stärke der Gesellschaft bilden. Im Fokus stehen dabei moderne und nachhaltige Büroimmobilien, die die Umsetzung von hybriden Bürokonzepten ermöglichen. Hybride Arbeitswelten sowie die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeits- und ESG-Kriterien sind die Haupttreiber für die zunehmende Nachfrage nach sehr guten Lage- und Objektqualitäten. Der Markt für Büroimmobilien ist langfristig robust und das Büro bleibt auch in Zukunft ein Ort der hybriden Zusammenarbeit, des konzentrierten Arbeitens und der Inspiration. (Quelle: CBRE) 2.5. Einzelhandelsimmobilien - Nahversorgung / Lebensmitteleinzelhandel (LEH) Zum Ende des dritten Quartals 2023 trägt der Einzelhandel zu rund einem Viertel des Volumens am Gewerbeimmobilieninvestmentmarkt bei. Mit einem Transaktionsvolumen von rund EUR 4,3 Mrd. innerhalb der ersten neun Monate des Jahres 2023 kann ein Rückgang von rund 38 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet werden. Analog zu anderen Nutzungsarten spürt auch der Investmentmarkt für Einzelhandelsimmobilien die andauernden Auswirkungen der Zinswende und des damit verbundenen Preisfindungsprozesses. Die Verkaufsfläche im deutschen Einzelhandel ist im Zeitraum von 2013 bis 2022 um rund 1,4 Mio. m 2 auf rund 124,5 Mio. m 2 gestiegen. In den Jahren 2018 und 2019 wurde jedoch der Spitzenwert von rund 125,1 Mio. m 2 erreicht und ist seitdem leicht rückläufig. Der Einzelhandelsumsatz im engeren Sinne ist im Zeitraum von 2013 bis 2022 um rd. 40 % auf EUR 631,4 Mrd. gestiegen. Für das Jahr 2023 wird ein Umsatz von EUR 650,3 Mrd. prognostiziert. Der Einzelhandelsumsatz 2022 (ohne Kfz-Handel, Kraft- und Brennstoffe sowie Apotheken) beläuft sich auf rund 32,8 % der privaten Konsumausgaben und verzeichnet somit einen Anteil am Bruttoinlandsprodukt von rund 16,8 %. Nahversorgungs- und Fachmarktzentren besitzen jedoch weiterhin einen besonderen Stellenwert bei der Versorgung der Bevölkerung in Deutschland, da insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und der Handel mit Fast Moving Consumer Goods (FMCG), mit seinen Waren des täglichen Bedarfs, die Grundversorgung der Menschen sichert. Der Nahversorgungsbedarf ist weitestgehend unabhängig von der Konjunkturlage, Einflüssen des Onlinehandels sowie regulatorischen Eingriffen. Nachhaltige Einzelhandelsimmobilien und gemischt genutzte Immobilien mit einem hohen LEH- bzw. FMCG-Anteil sind unter anderem resilienter gegenüber externen Risiken als andere Nutzungsarten. (Quelle: CBRE, HDE, Statistisches Bundesamt) 2.6. Wohnimmobilien Die Kosten für Fremd- und Eigenkapital, regulatorische Unsicherheiten und das weiterhin angespannte wirtschaftliche Umfeld bestimmen das Marktgeschehen und haben dafür gesorgt, dass sich der deutsche Investmentmarkt für Wohnimmobilien bis zum Ende des dritten Quartals 2023 verhalten präsentiert hat. In den ersten 9 Monaten wurden in Deutschland rund EUR 3,9 Mrd. in Wohnimmobilien investiert. Damit wurden die schwächsten ersten neun Monate seit dem Jahr 2010 registriert. Die Preisfindungs- und Konsolidierungsphase hält im Bereich der Wohnimmobilien weiter an. Trotz des nach wie vor hohen Bedarfs nach Wohnraum, hat die notwendige Adjustierung zu zahlreichen Insolvenzen auf Seiten von Wohnraumprojektentwicklern geführt. Im Vergleich zum Jahr 2021 ist der Wohnungsbestand im Jahr 2022 um 0,66 % auf rund EUR 43,37 Mio. Einheiten gestiegen. Das erklärte politische Ziel 400.000 neue Wohnungen jährlich neu zu schaffen, wurde damit deutlich verfehlt. Wohnimmobilien verzeichnen weiterhin einen deutlichen Nachfrageüberhang, da insbesondere in den Metropol- und Wachstumsregionen die Neubautätigkeit insgesamt hinter dem zunehmenden Bedarf zurückbleibt. Dieser Trend verstärkt sich aufgrund des zunehmenden Urbanisierungsgrades, gleichzeitig wird die Neubautätigkeit durch Flächenknappheit, stärkere politische Eingriffe in den Markt sowie gestiegene Baukosten gedämpft. Nachhaltigkeits- und ESG-Aspekte sowie Quartiersentwicklungen stehen im zukünftigen Fokus des Städtebaus. Eine große Herausforderung für die Politik und die Wohnungswirtschaft wird dabei die gerechte Verteilung der zusätzlichen Kosten im Rahmen der eingeleiteten Energiewende zwischen Mietern und Eigentümern sein. Wohnimmobilien spiegeln unter anderem das Grundbedürfnis der Menschen nach Wohnraum wider und können dadurch im Vergleich zu anderen Nutzungsarten eine stabile Nachfrageseite vorweisen. Es zeigt sich, dass Wohnimmobilien resilienter gegenüber externen Risiken als andere Nutzungsarten sind. (Quelle: BNP, Statistisches Bundesamt) 2.7. Gesundheitsimmobilien Deutschland wird (weiterhin) immer älter. So hat sich unter anderem die Altersstruktur in der vergangenen Dekade spürbar verändert. Die Zahl der Personen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren ist im Zeitraum von 2013 bis 2022 absolut und relativ zurück gegangen, gleichzeitig ist die Zahl der mindestens 60-Jährigen deutlich angestiegen. Der Altenquotient, der das Verhältnis von Seniorenhaushalten zu Erwerbstätigen abbildet, unterstreicht diese Entwicklung anschaulich. Gleichzeitig ist die durchschnittliche Lebenserwartung im Zeitverlauf deutlich angestiegen. Verbesserte Lebensumstände, zunehmender Wohlstand und medizinischer Fortschritt bilden u.a. die Basis dafür, dass die Menschen in Deutschland immer älter werden. Der demografische Wandel verändert aber nicht nur die Gesellschaft in ihrer gegenwärtigen Form, sondern auch den Bedarf an Unterstützungs- und Pflegeleistungen sowie altersgerechten Wohnformen und Immobilien. Moderne Quartiere müssen zielgerichtet an die Bedürfnisse einer älter werdenden Bevölkerung angepasst bzw. danach ausgerichtet werden. Trotz solider Fundamentaldaten auf Basis des demographischen Wandels haben Insolvenzen von Pflegeheimbetreibern und die vollzogene Zinswende in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 die Investitionsdynamik ausgebremst. Für diesen Zeitraum konnte ein stark rückläufiges Transaktionsvolumen von EUR 840 Mio. ausgemacht werden - ein Rückgang von rund 62 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei dominieren weiterhin Pflegeheime und betreute Wohnformen. (Quelle: CBRE, Statistisches Bundesamt) 2.8. Hotelimmobilien In Anbetracht des gestiegenen Zinsumfeldes, einem gedämpften Wirtschaftsausblick und anhaltendem Preisfindungsprozess muss sich der Investmentmarkt für Hotelimmobilien weiterhin diversen Unwägbarkeiten stellen. Dies führt weiterhin zu einer andauernden Zurückhaltung bei vielen institutionellen Investoren: Das Gesamttransaktionsvolumen beläuft sich für die ersten drei Quartale 2023 auf nur rund EUR 573 Mio. und stellt damit den niedrigsten Wert seit 2010 dar. Das Vorjahresergebnis wird um mehr als die Hälfte unterschritten (56 %). Gegenüber dem zehnjährigen Durchschnitt kann ein Rückgang von 73 % ausgemacht werden. Trotz konjunktureller Unsicherheiten erhält der Hotelmarkt mit dem absehbaren Ende des Zinserhöhungszyklus zunehmenden Rückenwind. Die gestiegene Planungssicherheit institutioneller Investoren dürfte für eine flächendeckende Belebung des Investmentmarktes im Jahr 2024 sorgen. (Quelle: BNP) 2.9. Logistik/Industrie Logistikimmobilien sind weiterhin ein etablierter Bestandteil institutioneller Immobilienportfolien. Sie profitieren von den Megatrends als Treiber der Nachfrage nach Logistikdienstleistungen und Lagerungsmöglichkeiten. Das zunehmende Wachstum des E-Commerce und der damit verbundenen Umsatzverschiebung vom stationären zum Onlinehandel im B2C-Bereich erhöhen die Nachfrage nach zusätzlichen Lagerflächen nachhaltig. Zudem wird der Aufbau von Redundanzen in den Lieferketten zur Reduktion der Abhängigkeit bei kritischen Warengütern forciert. Darüber hinaus verzeichnet der Sektor den zunehmenden Einsatz von IuK-Technologien (Generierung, Speicherung, Vernetzung, Nutzung digitaler Daten) zur Steuerung, Effizienzsteigerung und Transparenz von Prozessen in der Logistik. Für die ersten drei Quartale des Jahres 2023 konnte ein Transaktionsvolumen von rund EUR 3,67 Mrd. verzeichnet werden. Im Vergleich zum außergewöhnlichen Rekordgewinn des letzten Jahres sank das Ergebnis um mehr als die Hälfte. Die niedrigen Zinsen und die noch laufenden Anpassungen im Investmentbereich führten dazu, dass auch der Durchschnitt der letzten zehn Jahre um etwa ein Viertel unterschritten wurde. Investoren sehen in Logistikimmobilien die Möglichkeit, ihr Portfolio unter Berücksichtigung von Rendite- und Risiko-Aspekten zu diversifizieren. Die Nachfrage bleibt weiterhin hoch und die robusten Nutzermärkte bieten noch Raum für steigende Mieten, da vor allem in den Kernmärkten das Angebot knapp ist. (Quelle: BNP, ENA) 2.10. Marktentwicklung Immobilienfonds Das Nettovermögen offener und geschlossener Publikums- und Spezialfonds hat sich zwischen den Jahren 2015 und 2022 mehr als verdoppelt. Es ist von EUR 138.655,4 Mio. auf EUR 304.751,7 Mio. angestiegen. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 11,9 %. Im gleichen Zeitraum ist das jährliche Nettomittelaufkommen von EUR 8.881,0 Mio. auf EUR 19.755,7 Mio. gestiegen. Laut Statistiken der Deutschen Bundesbank haben offene Immobilien-Spezialfonds in den zehn Jahren von 2013 bis 2022 die Erwartungen institutioneller Investoren im Hinblick auf stetige, gut kalkulierbare Erträge bemerkenswert kontinuierlich erfüllt und konnten ein relativ konstantes Ausschüttungsniveau von durchschnittlich 3,19 % des Nettofondsvermögens vorweisen. (Quelle: Bundesbank, BVI) 3. Aktionärsstruktur Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Zusammensetzung der Aktionäre der Gesellschaft geändert. Die GuN Investment GmbH, die Tanimar Vermögensverwaltung GmbH sowie die KeyCity Holding B.V. sind aus dem Kreis der Aktionäre der Gesellschaft ausgeschieden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 werden 89,9 % der Aktien der Gesellschaft von der 3CP Ventures GmbH sowie 10,1 % von der Three Quarters Beteiligungs GmbH gehalten. In der Aufsichtsratssitzung vom 27.03.2023 wurde der Jahresabschluss 2022 gebilligt und festgestellt sowie der Hauptversammlung am 22.05.2023 vorgelegt. 4. Geschäftsverlauf Im Jahr 2023 konnte die Gesellschaft aufgrund der beschriebenen abwartenden Haltung kein neues Eigenkapital institutioneller Investoren für bestehende oder neue Immobilienfonds einwerben. Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt zwei Immobilien mit einem Marktwert von rd. EUR 41,77 Mio. erworben. Es wurden keine Immobilien veräußert. Das gesamte Transaktionsvolumen wurde im Inland realisiert. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 verwaltete die Gesellschaft einen Immobilienfonds. Die bestehenden Eigenkapitalzusagen von Anlegern zum 31. Dezember 2023 liegen bei EUR 80 Mio. Der Immobilienfonds "5QRE Healthcare Infrastructure Deutschland 01" wurde im Juni 2021 aufgelegt und hat im Jahr 2023 insgesamt zwei Akquisitionen vorgenommen. Damit hat der Fonds seit Auflage bereits elf Akquisitionen getätigt. 5. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben. Eine langfristige Verbesserung der bestehenden Eigenkapitalbasis wird jedoch angestrebt. Die Vermögenslage ist maßgeblich durch die Management- und Transaktionsgebühren aus dem Fonds "5QRE Healthcare Infrastructure Deutschland 01" geprägt. Die Finanzlage spiegelt sich im Wesentlichen in der Position Forderungen an Kreditinstitute wider. Die liquiden Mittel sind täglich fällig. Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem negativen Ergebnis in Höhe von EUR 64.986,07 ab. Die ordentlichen Erträge aus Management- und Transaktionsgebühren belaufen sich auf EUR 1.088.484,51. Hauptpunkte auf der operativen Kostenseite sind zum einen die Personalkosten in Höhe von EUR 582.979,10 sowie sonstige operationelle Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 399.559,78. 6. Unternehmensentwicklung Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 ihren in 2021 gestarteten ersten Fonds "5QRE Healthcare Infrastructure Deutschland 01" am Markt weiter etabliert und ausgebaut. Die organisatorischen sowie administrativen Aufbauarbeiten wurden bereits im Jahr 2022 abgeschlossen, die Weichen für die Auflage weiterer Fonds sind gestellt. Im Jahr 2023 wurden die weitreichenden Kontakte zu namhaften institutionellen Anlegern weiter intensiviert und ausgebaut. Aufgrund des schwierigen makroökonomischen Umfeldes wurden im Geschäftsjahr 2023 keine weiteren Fondszeichnungen getätigt. Es wurden jedoch zahlreiche Gespräche mit weiteren interessierten Anlegern geführt und weiterführende Gespräche sind bereits für das Jahr 2024 terminiert. Auf der Angebotsseite wurde auf Grund des momentanen Umfeldes der Hauptfokus auf den bestehenden Immobilienfonds "5QRE Healthcare Infrastructure Deutschland 01" gelegt. Weitere Fondsideen und Initiativen sind jedoch in Vorbereitung. Die Gesellschaft verfolgt im Jahr 2024 weiterhin den Vertrieb des "5QRE Healthcare Infrastructure Deutschland 01", hinterlegt mit einer konkreten Akquisitionspipeline im Bereich der Gesundheitsimmobilien. Die Gesellschaft hat ein nach den derzeitigen gesetzlichen Vorschriften eingerichtetes Risikomanagementsystem, das in der Lage ist, insbesondere die Risiken des Immobilienverwaltungsgeschäftes fortlaufend zu erfassen, zu messen und zu steuern. Die Ergebnisse werden quartärlich im erstellten Risikobericht dargestellt. Von wesentlicher Relevanz sind für das Risikomanagement die allgemeinen Organisationspflichten des § 28 KAGB, die Verpflichtungen zur Einführung geeigneter Risikomanagementsysteme und Stresstest gem. § 29 KAGB, die Verordnung über Risikomanagement und Risikomessung beim Einsatz von Derivaten, Wertpapier-Darlehen in Investmentvermögen nach dem Kapitalgesetzbuch (DerivateV), das Rundschreiben 5/2010 der BaFin vom 30.06.2010 zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Investmentgesellschaften und die Verordnung zur Konkretisierung der Verhaltens- und Organisationsregeln nach dem Kapitalanlagegesetzbuch seit dem 22. Juli 2013. Der durch das Risikomanagement installierte Risikomanagementprozess umfasst sämtliche Aktivitäten zum systematischen Umgang mit möglichen Risiken. Dieser Prozess beinhaltet die Phasen Risikoidentifizierung, Risikoanalyse und Risikobewertung, Risikosteuerung, Risikoüberwachung sowie Risikokommunikation. Die Organisationstruktur der Gesellschaft wurde im Erlaubnisantrag entsprechend dargestellt und ist entsprechend umgesetzt und weiterentwickelt worden. Während sich die Gesellschaft auf die Aufgaben der Portfolioverwaltung konzentriert, werden einige regulatorische Aufgaben an erfahrene und unabhängige externe Dienstleister übertragen. Hierunter fallen die Compliance-Funktion sowie Geldwäsche- und Kriminalitätsprävention wie auch die Whistleblower Funktion, welche an GSK Stockmann Compliance als erfahrenen und unabhängigen Dienstleister ausgelagert ist. Die Funktionen Interne Revision, Datenschutzbeauftragter und Informationssicherheitsbeauftragter (ISB) werden wiederum von der Treuhandgesellschaft Hönig GmbH & Co. KG WPG und der Beratungs GmbH Treuhandgesellschaft WPG Hönig unterstützt. Weiterführend wurden im Geschäftsjahr 2023 die internen Strukturen der Gesellschaft dem geplanten Geschäftsumfang entsprechend weiter verfeinert. Das bestehende Datensicherungs- und Notfallkonzept wird regelmäßig überprüft und entsprechend bei Bedarf verbessert. Versicherbare Risiken wurden durch Abschluss von entsprechenden Versicherungen abgesichert. Im Bereich Organisation, wurden die im Organisationshandbuch hinterlegten Arbeitsablauf- und Arbeitsplatzbeschreibungen kontinuierlich weiterentwickelt und aktualisiert. In diesem Zusammenhang wurden die Prozessbeschreibungen und das Organisationshandbuch nebst entsprechender Anlagen überarbeitet. Durch die Einführung der AIFM-Richtlinie in nationales Recht wird auch eine Meldepflicht wirksam, die sowohl Meldungen auf Gesellschaftsebene als auch Meldungen auf Ebene der Investmentvermögen umfassen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die entsprechenden Meldungen geliefert. Zum 31. Dezember 2023 waren bei der Gesellschaft inkl. der 2 Vorstände 6 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt verzeichnet die Gesellschaft 5,5 Mitarbeiter. 7. Interne Revision Im Geschäftsjahr 2023 wurden auf Seiten der Gesellschaft und der Immobilienfonds vielfältige Felder unter Einhaltung des mehrjährigen Prüfungsplans geprüft. Dabei ergaben sich keine Beanstandungen. 8. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 8.1. Chancen Die Gesellschaft wird die personellen Kapazitäten dem zukünftigen Geschäftsumfang anpassen und weiter in die Optimierung des Geschäftsbetriebes investieren. Durch die fortlaufende Produktentwicklung werden kontinuierlich bedarfsgerechte und flexible Immobilienanlagelösungen geschaffen, um die Positionierung und Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen. In diesem Zusammenhang strebt die Gesellschaft im Jahr 2024 die Auflage von Immobilienfonds an, die sich auf die drei wesentlichen Lebensbereiche der Menschen fokussieren sollen: Gesundheit, Nahversorgung und Wohnen. Die vergangenen Krisen haben gezeigt, dass die Nutzungsarten von hoher gesellschaftlicher Bedeutung sind und zudem systemrelevant. Darüber hinaus zeugen die Nutzungsarten von einer hohen Resilienz im Vergleich zu anderen Nutzungsarten. Mit dem "5QRE Healthcare Infrastructure Deutschland 01" verfügt die Gesellschaft bereits über einen entsprechenden Immobilienfonds aus dem Bereich der Gesundheitsimmobilien, welcher weiter konsequent ausgebaut werden soll. Darüber hinaus strebt die Gesellschaft die Realisierung von Marktopportunitäten in Form von sogenannten Club Deals an. Hierunter fallen zum Beispiel Objekte mit einem größeren Einzelvolumen, die eine gewisse ESG-Konformität vorweisen. Schließlich ist wegen des nach wie vor vorhandenen Bedarfs auf Kundenseite sowie wegen der wirtschaftlichen Bedeutung ein Produkt im Bereich Logistik in Planung. 8.2. Risiken Die Gesellschaft hat Risiken identifiziert und bewertet, die sie aufgrund ihres Geschäftsmodelles betreffen. Diese Risiken sind für sie und ihre Entwicklung wesentlich. Adressenausfallrisiken treten im Zusammenhang mit Kapitalzusagen auf. Der maßgebliche Faktor ist dabei, dass Anleger ihre Kapitalzusagen bestätigen, bedienen, erweitern, diese aber auch ausfallen können. Ferner hängt die Entwicklung der Gesellschaft vom Marktpreisrisiko ab, welches in negativen Bewertungseffekten mit Einfluss auf die Bemessungsgrundlage für das Gebührenaufkommen der Gesellschaft münden kann. Die Änderungen der steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Änderungen auf den Immobilien- und Kapitalmärkten in Deutschland, aber auch in Europa lassen die Einlagen der Anleger steigen oder sinken und bestimmen damit den An- bzw. Verkauf von Immobilien. Negative Entwicklungen dieser Faktoren können sich auf das Vertrauen der Investoren, auf die Fondsperformance sowie auf das Transaktions- und Fondsvolumen auswirken. Operationelle Risiken ergeben sich zum Beispiel aus dem Personalbereich (hoher Krankheitsstand) und ausbleibenden Erträgen (fehlende Transaktionsumsätze). Unter Umständen werden prozessuale Risiken entstehen, die beispielsweise bei Nichtbeachtung von Organisationsanweisungen eintreten, die trotz ausreichendem Risikomanagement nicht auszuschließen sind. Grundsätzlich können sich Qualitäts- und Leistungsrisiken im Bereich der ausgelagerten Aufgaben und Funktionen ergeben. Besonderes Augenmerk legt die Gesellschaft deshalb auf die Optimierung der ausgelagerten Tätigkeiten. Darüber hinaus besteht für die Gesellschaft die Gefahr, als relativ neuer bzw. kleiner Marktteilnehmer nicht genügend wahrgenommen zu werden. Die Markteintrittsbarrieren sind auf Grund des positiven Bekanntheitsgrades der agierenden Personen der Gesellschaft überschaubar, jedoch besteht gegenüber einem neuen Marktteilnehmer, gerade in einem wirtschaftlich angespanntem Umfeld, immer eine gewisse Reserviertheit, welche das Management zu überwinden hat. Bisherige Erfahrungen aus entsprechenden Gesprächen zeigen jedoch eine positive Einstellung gegenüber der Gesellschaft. Zudem besteht für das Geschäftsmodell der Gesellschaft ein Zinsänderungsrisiko. Falls das allgemeine Zinsniveau weiterhin ansteigt und eine für Kapitalsammelstellen ausreichende Rendite im Rentenmarkt wie in früheren Jahren erzielt werden kann, kann die Attraktivität von Immobilienanlagen für diese institutionelle Anleger sinken. Dadurch könnten die Erträge der Gesellschaft bei gleichbleibenden Verwaltungsaufwendungen stagnieren oder gemindert werden. Die Gesellschaft rechnet mit einer anhaltenden bzw. wieder steigenden Nachfrage nach indirekten Immobilienanlagen. Die globale Covid-19-Pandemie, die Konflikte in der Ukraine und Nahost sowie der deutliche Zinsanstieg haben die makroökonomischen Rahmenbedingen in den letzten Jahren zum Teil erheblich belastet und werden diese auch auf absehbare Zeit weiter belasten. Risiken können sich insofern aus der weiteren wirtschaftlichen sowie politischen Entwicklung ergeben. (Geo)Politische Veränderungen können sich, neben realwirtschaftlichen Einflüssen zudem negativ auf das Vertrauen der Anleger und Marktteilnehmer auswirken und damit zu einer Reduzierung zukünftiger Transaktions- und Fondsvolumina führen. Dies könnte das wirtschaftliche Ergebnis der Gesellschaft erheblich negativ beeinflussen. Das Gebührenaufkommen im Jahr 2024 hat maßgeblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Gesellschaft und ihre Eigenkapitalbasis. 8.3. Prognose Mit Stabilisierung der makroökonomischen Einflussfaktoren geht die Gesellschaft davon aus, dass das verwaltete Fondsvolumen weiter ausgebaut werden kann. Hierzu wurden bereits im Geschäftsjahr 2023 entsprechende Gespräche mit institutionellen Investoren geführt, welche auch im Jahr 2024 fortgeführt werden. Die Gesellschaft legt zugrunde, dass sich insbesondere der Bereich der Gesundheitsimmobilien weiter im Markt etablieren wird und die Gesellschaft mit Eigenkapitalzusagen für den bestehenden Immobilienfonds rechnen kann. Die neuen Eigenkapitalzusagen sollen für die Akquisition von strategiekonformen Immobilien eingesetzt werden. Darüber sieht die Gesellschaft konkrete Möglichkeiten, dass die Geschäftstätigkeiten im Jahr 2024 weitere Immobilienanlagelösungen durch entsprechende Partnerschaften am Markt für den Vertrieb vorbereitet werden können. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Gesellschaft mit einer leichten Verbesserung des Jahresergebnisses. Vor dem Hintergrund der dargestellten Risiken sind jedoch wesentliche Planabweichungen nicht auszuschließen.
Hamburg, den 29. Februar 2024 Five Quarters Real Estate AG Peret Bergmann, Vorstand Stephan Helmich, Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Five Quarters Real Estate AG, Hamburg: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Five Quarters Real Estate AG, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Five Quarters Real Estate AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 15. März 2024 DORNBACH
GmbH
Siegel Brendt, Wirtschaftsprüfer Streubel, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates und Entlastung des Vorstandesder Five Quarters Real Estate AGDer Aufsichtsrat hat in den acht Sitzungen des vergangenen Jahres umfassend über die geschäftliche und die strategische Entwicklung der Five Quarters Real Estate AG sowie über aktuelle Ereignisse und grundsätzliche Fragen beraten. Schwerpunkte der Berichtserstattung des Vorstandes waren dabei insbesondere die Lage der Gesellschaft, die personelle Situation, die strategischen Ziele und Projekte, die laufende Geschäftsentwicklung sowie das Risikomanagement. Die mündliche und schriftliche Berichterstattung des Vorstandes und alle Maßnahmen, die die Zustimmung des Aufsichtsrates erfordern, wurden eingehend beraten. Der Aufsichtsrat konnte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen. Buchführung und Jahresabschluss der Five Quarters Real Estate AG für das Geschäftsjahr 2023 sowie der Lagebericht sind durch die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Vertreter des Abschlussprüfers haben an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates teilgenommen und Erläuterungen gegeben. Der Bericht (in digitaler Form) über die Prüfung des Jahresabschlusses 2023 und des Lageberichts wurden dem Aufsichtsrat ausgehändigt und sind beurteilt worden. Der Aufsichtsrat erhebt nach den abschließenden Ergebnissen dieser Beurteilung keine Einwendungen und stimmt dem Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu. In seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrates hat Herr Fischer im Berichtszeitraum mit dem Vorstand regelmäßig Jour Fixe Telefongespräche durchgeführt. Er empfiehlt der Hauptversammlung den im Geschäftsjahr 2023 und bis heute amtierenden Mitgliedern des Vorstandes Entlastung zu erteilen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2023.
Hamburg, März 2024 gez. Arwed Fischer, Vorsitzender |
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