Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 41109
Eingetragen
25.10.2004
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Dichtungen und Dichtungssystemen für Fahrzeuge, Maschinen und technische Anlagen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Magen Lynn Buterbaugh
seit 24.9.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Allon Meir Bloch
seit 21.11.2019
Geschäftsführer
Gereon Schenk
seit 7.9.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Greene, Tweed & Co Benelux B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Greene, Tweed & Co Benelux B.V.
Netherlands
1.250.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Greene, Tweed & Co. GmbH

Hofheim am Taunus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

I. Gegenstand des Unternehmens

Greene, Tweed & Co. GmbH (im Folgenden auch kurz: Greene, Tweed) ist die Vertriebsgesellschaft des Greene, Tweed Konzerns für Deutschland und diverse weitere Länder der Europäischen Union. Die vertriebenen Produkte sind Hochleistungsdichtungen, Hochleistungskunststoffe sowie Dichtungssysteme für Fahrzeuge, Maschinen und technische Anlagen aller Art, welche vorwiegend aus Produktionsstätten des Greene, Tweed Konzerns in den USA, Großbritannien und Fernost bezogen werden. Die Kunden der Greene, Tweed & Co GmbH sind insbesondere die chemische und petrochemische Industrie, die Halbleiterindustrie, Ölindustrie sowie die Luftfahrtindustrie. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Unsicherheiten und Abwärtsrisiken für die Wirtschaftsaussichten haben in den letzten Monaten weiter zugenommen, was hauptsächlich auf den anhaltenden Krieg in der Ukraine und den Konflikt im Nahen Osten zurückzuführen ist. Auch die globalen geopolitischen Spannungen stellen nach wie vor Risiken dar. Nachdem die Wirtschaft im Jahr 2023 weitgehend stagnierte, war das Wachstum zu Beginn des Jahres 2024 stärker als erwartet und bot im Zusammenspiel mit dem anhaltenden Rückgang der Inflation die Grundlage für eine allmähliche Ausweitung der Wirtschaftstätigkeit. Gleichzeitig könnte eine weniger stark ausgeprägte Sparneigung das Konsumwachstum antreiben. Die hohen Zinsen und Preissteigerungen, die Sparbeschlüsse der Regierung und die schwache Weltkonjunktur dämpfen aber derzeit die Konjunktur in Deutschland.

Der internationale Währungsfond (IWF) erwartet eine Wachstumsrate für die Weltwirtschaft in Höhe von 2,9% im Jahr 2024 und 3,2% im Jahr 2025. Für die Eurozone wird eine Wachstumsrate von 0,6% und für Deutschland 0,1% für das Jahr 2024 erwartet.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Die Produktgruppe Chemraz findet hauptsächlich Anwendung im Bereich der Halbleiterfertigung und der chemischen Prozessindustrie.

In der Halbleiterindustrie ist der Markt in vielen Bereichen dramatisch eingebrochen, insbesondere die Gerätehersteller haben weltweit Absatzprobleme, die sich auch auf den Absatz von Chemraz auswirken. Einzig der Bedarf an Legacy chips für die Automobil Industrie war stabil. In der Chemischen Prozessindustrie herrscht immer noch eine Stagnation mit nur minimalem Wachstum.

Die Produkt Gruppe Sealing Systems wird hauptsächlich im Bereich Aerospace angewendet, hier hat sich die erwartete Markterholung durchgesetzt und zu einer stabilen Steigerung geführt.

Unsere Elektrischen Steckverbinder werden überwiegend im Bereich Upstream eingesetzt, der auf niedrigem Niveau stabil war.

Ertragslage

Unser wesentlicher finanzieller Leistungsindikator als Vertriebsgesellschaft sind die Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse betragen insgesamt TEUR 32.058 (Vorjahreswert TEUR 36.548). Die Umsatzerlöse verminderten sich somit um TEUR 4.490. Die im Vorjahr festgelegten Umsatzziele für das Jahr 2023/2024 wurden nicht erreicht, da Lieferkettenengpässe die Wertschöpfung einschränken und der erwartete Aufschwung in der Halbleiterindustrie sich verzögerte.

Die Materialaufwendungen entsprachen 81,46% des Umsatzes. (Vorjahr 84,87% des Umsatzes). Die Materialaufwendungen sind stärker zurückgegangen als die Umsatzerlöse, weil der USD-Währungskurs sich vorteilhaft entwickelt hat.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind deutlich um TEUR 734 oder 26,6% auf TEUR 2.024 (Vorjahreswert TEUR 2.758) gesunken. Dies ist vor allem auf Management Fees durch verbundene Unternehmen (TEUR 662 (Vorjahr TEUR 818)) sowie Wechselkursverluste (TEUR 456 (Vorjahr TEUR 954)) zurückzuführen.

Der Jahresüberschuss stieg im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des operativen Geschäfts von von TEUR 729 auf TEUR 1.344. Darin sind keine Sondereinflüsse enthalten.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich von TEUR 15.604 auf TEUR 17.315. Das ist ein Anstieg um 10,97%.

Das Finanzanlagevermögen beträgt auf TEUR 4.659 (i. Vj. TEUR 4.843).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 5.224 (i.Vj. TEUR 5.063). Wie auch im Vorjahr erwarten wir keine größeren Zahlungsausfälle. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auf die sehr gute Auftragslage zum Jahresende zurückzuführen.

Der Rückgang bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 2.221 auf TEUR 47 beruht auf Sondereinflüssen im Vorjahr.

Die Guthaben bei Kreditinstituten betrugen TEUR 6.401 (i. Vj. TEUR 2.428). Die Guthaben betreffen laufende Konten und Festgelder. Der Anstieg betrifft eine kurzfristige Kapitalanlage von operativen Mittelzuflüssen.

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital zu Bilanzsumme) beträgt 68,38% (i. Vj. 67,27%) und ist damit leicht höher als im Vorjahr.

Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich in diesem Geschäftsjahr auf TEUR 461 im Vergleich zum Vorjahr TEUR 578 und enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für den Personalbereich.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 1.474 (i.Vj. TEUR 1.339) resultieren im Wesentlichen aus dem Bezug von Waren von den Schwestergesellschaften in USA, Großbritannien und Fernost.

Finanzlage

Insgesamt übersteigen die flüssigen Mittel und kurzfristigen Forderungen die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Die kurz- bis mittelfristige Liquidität der Gesellschaft ist somit sichergestellt.

Den langfristigen Rückstellungen (Pensionszusagen ggü. Mitarbeitern) stehen langfristige Vermögenswerte gegenüber, weswegen auch die langfristige Vermögenslage der Gesellschaft ausgewogen und gesichert ist.

Die Gesellschaft hat einen operativen Cash Flow in Höhe von TEUR 3.797 erzielt. Zusammenfassend lässt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als gut bewerten.

III. Chancen- und Risikobericht

Risiken der künftigen Entwicklung und Risikomanagement

Greene, Tweed betreibt ein Risikomanagement. Mit dem eingesetzten SAP- System stehen der Geschäftsführung laufend aktuelle Zahlen des Rechnungswesens sowie Einkaufs- und Vertriebskennzahlen zur Verfügung. Greene, Tweed ist ferner in das regelmäßige Konzern-Reporting der Muttergesellschaft eingebunden.

Nach Wichtigkeit geordnet sehen wir die folgenden Risiken, beginnend mit den wichtigsten:

Die Entwicklung der Ertragslage der Gesellschaft kann im Wesentlichen durch einen Rückgang der Umsatzerlöse negativ beeinflusst werden. Sie hängt daher von der weiteren gesamtkonjunkturellen Entwicklung und insbesondere in den für Greene Tweed relevanten Branchen ab. Relevante Branchen für Greene Tweed sind unter anderem Automobil, Chemie und Halbleiter.

Die Budgetplanung erfolgt für alle Bereiche des Unternehmens. Ein monatlicher Soll-/ Ist Vergleich nach Kostenstellen sowie Kostenarten ermöglicht es den Kostenstellenverantwortlichen bei eventuellen Abweichungen, entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Gewährleistungsrisiken werden an die Hersteller unserer Waren weitergegeben bzw. sind durch eine Produkthaftpflichtversicherung abgedeckt.

Die Qualität unserer Produkte wird von unserer Qualitätssicherungsabteilung regelmäßig nach den Vorschriften EN 9100 überwacht. Die ISO-Zertifizierung 9001:2015 wurde durch die BSI Group überprüft. Die Anforderungen der EN 9100:2018 wurden ebenfalls erfüllt. Zusätzlich werden pro Jahr interne Audits durchgeführt. Des Weiteren setzen wir auf die kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeiter.

Risiken aufgrund einer möglichen Einschränkung von PFAS Produkten durch EU Regularien betreffen den ganzen Markt und sind derzeit nicht abschätzbar.

Risiken können sich aus den Wechselkursschwankungen von EUR zu US-Dollar ergeben, da ein wesentlicher Teil der beschafften Handelswaren in US-Dollar bezogen wird. Das Risiko wird vermindert, indem wir einen wesentlichen Teil unserer Umsätze auch in USD fakturieren (im Geschäftsjahr 2023/2024 53,60% der Gesamtumsätze).

Zur Beurteilung von Risiken aus laufenden Rechtsstreitigkeiten und -verfahren sowie eines etwaigen Rückstellungsbedarfs werden eigene Analysen und Bewertungen der Sachverhalte und geltend gemachter Ansprüche erstellt und im Einzelfall die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren und unabhängige Rechtsgutachten herangezogen. Außerdem werden Annahmen über Eintrittswahrscheinlichkeit und Bandbreite möglicher Inanspruchnahmen getroffen. Die tatsächlichen Belastungen können von diesen Einschätzungen abweichen.

Die langjährige Zusammenarbeit mit industriellen Großkunden sowie unser Debitorenmanagement minimieren das Risiko von Forderungsausfällen.

Es besteht keine Abhängigkeit von Bankkrediten. Die Gesellschaft finanziert sich unverändert aus eigener Kraft.

Es kann Risiken geben, wesentliche Kunden zu verlieren, die den unternehmerischen Erfolg beinträchtigen können.

Es ergeben sich aus Sicht der Geschäftsführung insgesamt keine bestandsgefährdenden Risiken, die die zukünftige Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können.

Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes durch die Realisierung profitablen Wachstums ist vorrangiges Ziel von Greene, Tweed & Co. GmbH. Dieser Ansatz wird in allen Prozessen der Planung, Steuerung und Kontrolle angewendet. In diesem Konzept ist auch ein erfolgsabhängiges Anreizsystem für Mitarbeiter beinhaltet, um sich im Sinne dieser Unternehmensziele zu verhalten und unternehmerisch zu engagieren.

Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg in der Zukunft wird vor allem sein, inwieweit es dem Konzernverbund der Greene, Tweed gelingen wird, neue Produkte zu entwickeln und Märkte für diese zu erschließen.

Mit weiteren Kernkompetenzen wie Materialentwicklung, Marktkenntnis, Engineering und Know-how in der Fertigung ergeben sich neue Opportunitäten für zukünftiges profitables Wachstum in unseren Geschäftsbereichen. Die gleichzeitige Optimierung von Strukturen und Prozessen hilft zusätzlich, Kosten einzusparen.

Die Finanzkrise in Europa hat uns in unserer Ansicht bestätigt, dass finanzielle Flexibilität und Stabilität entscheidend sind, um unsere strategische Handlungsfreiheit zu bewahren und diesbezüglich unabhängig von äußeren Einflüssen zu bleiben.

Unsere Strategie ist es, Anbieter von kundenspezifischen Lösungen zu sein. Um dies zu gewährleisten, entwickeln wir immer wieder neue Prozesse, um kundenspezifische bzw. innovative Produkte herstellen zu können. Durch die Entwicklung von neuen Innovationen schaffen wir uns Vorteile im Wettbewerb, um dauerhaft profitabel zu wachsen und somit unsere Stellung in den Wachstumsmärkten weiter zu stärken. Wir verbessern laufend unsere Produkte und den Service und richten unser Angebot nach den Bedürfnissen unserer strategischen Kunden. Damit intensivieren wir konsequent unsere Kundenbeziehungen.

Ausblick

Die Auswirkungen der im letzten Jahr aufgetretenen Verwerfungen im Supply chain Bereich sind nach wie vor spürbar und haben Nachwirkungen.

Insbesondere die aktuelle geopolitische Lage führt weiterhin zu Unsicherheiten in der allgemeinen Industrie die auch Auswirkungen auf unser Geschäft haben.

Im Bereich der Halbleiterindustrie erwarten wir einen deutlichen Anstieg, die Entscheidung von weiteren großen Herstellern in Deutschland zu investieren bestätigt das.

Im Bereich Luftfahrt und damit Sealing Systems erwarten wir das der bisherige Trend mit leichter Steigerung anhält.

Die weiterhin hohen Energiepreise könnten insbesondere bei energieintensiven Bereichen negative Auswirkungen haben.

Die weitere Entwicklung wird entsprechend den allgemeinen Vorhersagen der Wirtschaftsentwicklung in Deutschland sehr verhalten ausfallen.

Trotz der insgesamt ungünstigen Voraussetzungen rechnen wir dennoch im Vergleich zum Vorjahr mit einem moderaten Wachstum von 4-8% im Umsatz und Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024/25.

Die Ausführungen stellen eine Prognose dar, die auf Annahmen beruht und naturgemäß Unsicherheiten unterliegt. Die tatsächliche Entwicklung kann wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

 

Hofheim am Taunus, den 31. Mai 2024

Die Geschäftsführung

A. Bloch

G. Schenk

J. T. Midwinter

Bilanz

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 4.759.229,49 4.955.902,26
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 215,74 1.510,16
II. Sachanlagen 100.133,30 111.724,83
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 75.043,78 83.263,24
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.089,52 28.461,59
III. Finanzanlagen 4.658.880,45 4.842.667,27
B. Umlaufvermögen 12.498.187,97 10.607.150,77
I. Vorräte 733.304,18 634.125,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.363.905,44 7.544.821,16
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 46.860,47 2.221.057,35
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.317.044,97 5.323.763,81
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.400.978,35 2.428.204,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 57.859,20 40.790,29
Summe Aktiva 17.315.276,66 15.603.843,32

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 11.840.886,86 10.496.634,79
I. Gezeichnetes Kapital 639.114,85 639.114,85
II. Gewinnvortrag 9.857.519,94 9.129.017,27
III. Jahresüberschuss 1.344.252,07 728.502,67
B. Rückstellungen 3.208.442,80 3.520.271,75
C. Verbindlichkeiten 2.265.947,00 1.586.936,78
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.473.821,65 1.338.646,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.473.821,65 1.338.646,94
2. sonstige Verbindlichkeiten 792.125,35 248.289,84
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 792.125,35 248.289,84
Summe Passiva 17.315.276,66 15.603.843,32

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Rohergebnis 6.673.454,17 6.807.602,69
2. Personalaufwand 2.693.491,13 2.899.939,33
a) Löhne und Gehälter 2.174.828,95 2.322.732,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 518.662,18 577.207,04
davon für Altersversorgung 132.288,57 193.254,80
3. Abschreibungen 21.276,58 24.536,94
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 21.276,58 24.536,94
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.023.946,93 2.757.885,41
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 455.782,31 953.689,48
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 258,79 376,31
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36.956,08
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 64.232,96 71.624,88
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 63.536,96 71.624,88
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 520.725,11 312.554,00
9. Ergebnis nach Steuern 1.386.996,33 741.438,44
10. sonstige Steuern 42.744,26 12.935,77
11. Jahresüberschuss 1.344.252,07 728.502,67

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Greene, Tweed & Co. GmbH (kurz Greene, Tweed) wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff und 264 ff des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Greene, Tweed & Co. GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB 41109 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Hofheim am Taunus.

Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB und von dem Recht, nach § 286 Abs. 4 HGB die Angabe der Geschäftsführerbezüge zu unterlassen, wurde Gebrauch gemacht.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und teilweise davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

I. ANLAGEVERMÖGEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 7 Jahren.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Bestimmung der Nutzungsdauer erfolgt nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer.

Die planmäßigen Abschreibungen der Vermögensgegenstände werden linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt für Bauten auf fremden Grundstücken 33 Jahre und für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre.

Zugänge zu den beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens werden, soweit deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht überschreiten, sofort aufwandswirksam erfasst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen sonstige Ausleihungen werden zum Nennwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen werden mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zuzüglich eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattung angesetzt. Die Rückdeckungsansprüche sind nicht verpfändet.

Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden ohne Rücksicht darauf, ob ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, anzusetzen.

II. UMLAUFVERMÖGEN

Die Vorräte (Waren) werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für Bestandsrisiken werden ausreichende Abschläge gebildet. Die Bewertung der Vorräte erfolgt verlustfrei.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

III. AKTIVE LATENTE STEUERN

Die Gesellschaft hat auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern auf temporäre Differnzen zwischen den Buchwerten in der Handelsbilanz und der Steuerbilanz gem. § 274 HGB verzichtet.

IV. RÜCKSTELLUNGEN

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einer Fluktuationswahrscheinlichkeit von 1% (Vorjahr 1%), einem Gehaltstrend von 2% (Vorjahr 2%) und einem Zinssatz von 1,83% (Vorjahr 1,79%) ermittelt. Der Rechnungszinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren unter Verwendung der sogenannten "Vereinfachungsregelung" gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB (pauschaler Ansatz des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatzes mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren).

Der Unterschiedsbetrag bei Ansatz eines Rechnungszinssatzes nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinses aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,80%) beträgt EUR 17,98. In Höhe dieses Betrags besteht nach § 253 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre.

Die übrigen Rückstellungen (Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen) werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Auf die Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde wegen Geringfügigkeit verzichtet.

V. VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

VI. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Aus der Umrechnung resultierende unrealisierte Gewinne werden ebenso wie unrealisierte Verluste erfolgswirksam erfasst.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

C. Angaben zu Posten der Bilanz

I. ANGABEN ZUR AKTIVSEITE

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

II. ANGABEN ZUR PASSIVSEITE

1. Eigenkapital / Ergebnisverwendung

Das gezeichnete Kapital beträgt DM (Deutsche Mark) 1.250.000,00, umgerechnet EUR 639.114,85.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.344.252,07 zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

2. Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für den Personalbereich (Abfindung, Boni, Urlaub, 13. Gehalt, Berufsgenossenschaft) in Höhe von TEUR 282 enthalten.

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr kwie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin.

D. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Erhöhung des Aktivwerts der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 242 (Vorjahr TEUR 158).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Manangment Fees durch verbundene Unternehmen (TEUR 659 (Vorjahr TEUR 816)).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen.

E. Sonstige Angaben

I. Angaben über Arbeitnehmer

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) Anzahl 2023/2024 Anzahl 2022/2023
Angestellte 25 25
Gesamt 25 25

Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren in der Verwaltung durchschnittlich 14 Personen (Vorjahr 14) und im Vertrieb 11 Personen (Vorjahr 11) beschäftigt.

II. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Zu Geschäftsführern waren während des gesamten Geschäftsjahres bestellt:

• Allon Bloch, (USA)

(Chairman of Greene, Tweed &Co., LLC)

• Gereon Schenk, (Deutschland)

(Senior Business Manager)

• Paul O ́Brien, (USA)

(General Counsel of Greene, Tweed of Delaware Inc.)

(nicht mehr Geschäftsführer ab 20. März 2024)

• Jeremy Midwinter, (USA)

(Vice President and Chief Financial Officer of Greene, Tweed & Co., LLC)

(Geschäftsführer ab 28. April 2023).

Vergütungen der Geschäftsführer Vergütungen für die geleisteten Tätigkeiten sind im Berichtsjahr von der Greene, Tweed & Co. GmbH nur an einen Geschäftsführer gewährt worden. Auf die Angabe von Geschäftsführerbezügen wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

III. Konzernangaben

Die Greene, Tweed & Co. GmbH wird in den Konzernabschluss der Greene, Tweed of Delaware Inc., Wilmington (USA), einbezogen, die einen Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von verbundenen Unternehmen aufstellt.

Der Konzernabschluss wird nicht hinterlegt bzw. offengelegt.

IV. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Es bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse.

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Satz 1 Nr. 3 HGB

Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen: 389 TEUR davon fällig 2024/2025 257 TEUR

Art und Zweck sowie Risiken, Vorteile und finanzielle Auswirkungen wesentlicher nicht in der Bilanz enthaltener Geschäfte:

Am 17. August 2004 wurde zwischen der Ascona Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Wiesbaden, und der Greene, Tweed & Co. GmbH ein Mietvertrag in Verbindung mit einem Ankaufsrechtsvertrag für ein Bürogebäude mit dazugehörendem Grund und Boden in Hofheim am Taunus unterzeichnet. Darin verpflichtet sich Greene, Tweed & Co. GmbH, das Bürogebäude und das dazugehörige Grundstück für einen Zeitraum von 20 Jahren zu mieten. Der Mietbeginn wurde für den 1. Juli 2005 festgesetzt. Die zum Bilanzstichtag ausstehenden Mietraten bis zum vereinbarten Mietende belaufen sich auf TEUR 396 und sind in o. g. Betrag enthalten. Greene, Tweed & Co. GmbH wird das Recht eingeräumt, das Mietobjekt nach einem Zeitraum von 10, 15 oder 20 Jahren zu kaufen. Die Gesellschaft hat bisher von diesem Recht keinen Gebrauch gemacht.

Die Vorteile bestehen in einer Schonung der Liquidität, Risiken können sich aus der Laufzeitbindung ergeben.

VI. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

 

Hofheim am Taunus, den 31.Mai 2024

Die Geschäftsführung

A. Bloch

G .Schenk

J.T. Midwinter

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungskosten 01.04.2023
EUR
Zugänge im Geschäftsjahr
EUR
Abgänge im Geschäftsjahr
EUR
Anschaffungskosten 31.03.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 358.700,15 0,00 0,00 358.700,15
358.700,15 0,00 0,00 358.700,15
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 148.387,07 0,00 0,00 148.387,07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 363.119,64 8.390,63 -765,66 363.119,64
511.506,71 8.390,63 -765,66 519.131,68
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 1.615.037,95 166.659,57 -5.183,52 1.776.514,00
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 3.227.629,32 178.535,41 -523.798,28 2.882.366,45
4.842.667,27 345.194,98 -528.981,80 4.658.880,45
Summe Anlagevermögen 5.712.874,13 353.585,61 -529.747,46 5.536.712,28
kumulierte Abschreibungen 01.04.2023
EUR
Zugänge zu Abschreibungen im Geschäftsjahr
EUR
Abgänge an Abschreibungen im Geschäftsjahr
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.03.2024
EUR
Buchwert 31.03.2024
EUR
Buchwert 01.04.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 357.189,99 1.294,42 0,00 357.189,99 215,74 1.510,16
357.189,99 1.294,42 0,00 357.189,99 215,74 1.510,16
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 65.123,83 8.219,46 0,00 73.343,29 75.043,78 83.263,24
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 334.685,05 11.762,70 -765,66 345.655,09 25.089,52 28.461,59
399.781,88 19.982,16 -765,66 418.998,38 100.133,30 111.724,83
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.776.514,00 1.615.037,95
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.882.366,45 3.227.629,32
0,00 0,00 0,00 0,00 4.658.880,45 4.842.667,27
Summe gesamt 756.971,87 21.276,58 -765,66 777.482,79 4.759.229,49 4.955.902,26

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Greene, Tweed & Co. GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Greene, Tweed & Co. GmbH, Hofheim am Taunus -bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden- geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Greene, Tweed & Co. GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von doblosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modizifieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jeoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 9. Januar 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Brandenburg, Wirtschaftsprüfer

gez. Horvatinovic, Wirtschaftsprüfer

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