QuEST Global Engineering Services GmbH

Weimarer Straße 32, 80807 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 88166
Vorher
EDF Engineering und Design im Fahrzeugbau GmbH
Eingetragen
26.7.1989
Branche
Ingenieurbüros für TragwerksplanungIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
Durchführung von Konstruktions-, Designund Entwicklungsarbeiten sowie die Erbringung von Ingenieurleistungen im Fahrzeugbau.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gopi Krishna
seit 14.4.2023
Geschäftsführer
Josef Fischer
seit 21.10.2022
Prokura
Jeetain Jain
seit 21.2.2020
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
QuEST Global Engineering LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
QuEST Global Engineering Limited
United Kingdom
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

QuEST Global Engineering Services GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

QuEST Global Engineering Services GmbH, München

1. Grundlagen des Unternehmens

QuEST Global Engineering Services GmbH, München, nachfolgend: QuEST Deutschland, ist ein Engineering Unternehmen, das sich auf den Bereich Automotive, Schienenverkehr (Rolling Stock, Signaltechnik und Softwareentwicklung) sowie Luft- und Raumfahrt fokussiert. Die Gesellschaft arbeitet ebenso an der Verbesserung bestehender Mobilitätskonzepte.

Es ist Unternehmensphilosophie, Entwicklungsleistungen auf höchstem Niveau anzubieten. Im Zentrum des Handelns stehen die Kunden, die mit ihren stetig wachsenden Anforderungen QuEST Deutschland zu neuen Höchstleistungen antreiben. Sie verlangen nach hoch motivierten Mitarbeitern, die zukunftsweisendes Denken und hohe Ingenieurskunst vereinen.

QuEST Deutschland setzt auf technisch ausgereifte und kostengünstige Komplettlösungen, bei höchster Qualität und Sicherheitsstandards, die perfekt auf die Prozesse der Kunden abgestimmt sind. Im Fokus des Geschäftsmodells stehen unsere Dienstleistungen, weshalb eigene Forschungs- sowie Entwicklungsaktivitäten zum jetzigen Zeitpunkt nicht betrieben werden.

Im Bereich Automotive entwickelt und konstruiert QuEST Deutschland gemäß individuellen Kundenanforderungen Karosseriestrukturen und -bauteile sowie Antriebe für namhafte Automobilhersteller. Ebenso gehören Einzelkomponenten oder Komplettlösungen des Fahrzeuginterieurs und -exterieurs zum Unternehmensportfolio. Zudem wendet sich das Unternehmen verstärkt den Zukunftsthemen der Automobilindustrie, wie der Entwicklung und der Konstruktion von Elektrofahrzeugen und dem autonomen Fahren, zu. Die Entwicklung von Software-Lösungen für das Digitale Cockpit der Autos von morgen sowie die System-Software und die Applikationen sind ein neuer Schwerpunkt in Zusammenarbeit mit den QuEST Global Kompetenzzentren in Indien, Rumänien und USA. Ebenso hat QuEST Deutschland im Bereich Schienenverkehr (Rolling Stock, Signaltechnik und Softwareentwicklung) Fuß gefasst.

Der Gesellschaft ist es zudem im Berichtszeitraum gelungen, den im Vorberichtszeitraum begonnenen Aufbau ihres Engagements im Bereich Energieversorgungstechnologie massiv auszubauen und ihr Geschäftsvolumen auf diesem Gebiet mit einem deutschen Blue-Chip-Kunden zu vervielfachen. Das Unternehmen baut außerdem ein Kompetenzzentrum für Digital-, Software- und IT-Technik auf, das technische Dienstleistungen für diesen Energieriesen anbietet.

Außerdem konnte QuEST Deutschland seine Expertise im Bereich Luft- und Raumfahrt ausweiten, wie in der Entwicklung von Avionik-Systemen und der Bordelektronik bis hin zu der Entwicklung von elektrischen Flugzeugantrieben, sogenannten ePlanes.

QuEST Deutschland folgt auch anderen wichtigen Trends, zum Beispiel der verstärkten Nachfrage generell in den Bereichen Elektronik- und Softwareentwicklung durch Schaffung spezialisierter Organisationseinheiten und den Aufbau personeller Ressourcen. Das Unternehmen erwartet in diesem Bereich neue Geschäftschancen und verstärkt daher seine Aktivitäten auf diesen Themengebieten und auf dem Gebiet der vernetzten Systeme.

Dabei erweist sich die Zugehörigkeit zur QuEST Global Gruppe1 als wesentlicher Wettbewerbsvorteil für die Zukunft, da die beherrschenden Entwicklungsfelder nur durch den Einsatz erheblicher Ressourcen gemeistert werden können. Die QuEST Global Gruppe trägt diesen Anforderungen durch entsprechendes intrinsisches Wachstum wie auch durch stetigen Fachkräftezuwachs in aller Welt Rechnung.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtaussage

QuEST Deutschland hat im Berichtsjahr 2023/2024 die Folgen der Ausbreitung der Covid 19 - Pandemie vollständig überwunden und ist insbesondere im Hinblick auf die Arbeitsorganisation zum Normalbetrieb zurückgekehrt.

Im Berichtsjahr wurden die im Zuge der im Vorberichtszeitraum erfolgten Verschmelzung der vormaligen Muttergesellschaft QuEST Global Engineering GmbH, München, von dieser übernommenen Geschäftsbereiche stärker in die Betriebsorganisation der Gesellschaft integriert. Hierdurch konnten die Aktivitäten konsolidiert und Kosten gesenkt werden.

Durch die im Zuge der im Vorberichtszeitraum erfolgten Verschmelzung der QuEST Global Engineering GmbH, München, erfolgte Übernahme sämtlicher Anteile an der vor allem auf dem Gebiet der Softwareentwicklung tätigen QuEST Global Engineering Services SRL, Craiova /Rumänien, sowie der 100 % Beteiligung an der Intelizign Engineering Services GmbH, München, ist für das Berichtsjahr eine wesentliche Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft eingetreten. Namentlich hat die QuEST Global Engineering Services SRL, Craiova/Rumänien, eine Dividende in Höhe von EUR 1,1 Mio. an die Gesellschaft ausgeschüttet. Ferner hat die QuEST Deutschland erstmals Anspruch auf Abführung des Ergebnisses der Intelizign Engineering Services GmbH, München, aus dem 24. März 2023 geschlossenen Gewinnabführungsvertrag in Höhe von EUR 6,5 Mio. Im Jahresabschluss hat die Gesellschaft diesen Anspruch aktiviert, so dass für den Berichtszeitraum insgesamt ein deutlich positives Ergebnis zu verzeichnen ist.

Daneben ist die Unternehmensfortführung grundsätzlich durch eine Patronatserklärung der obersten Konzernmuttergesellschaft QuEST Global Services Pte. Ltd., Singapur, sichergestellt.

Auftragsvolumen und Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden - letztere um 1,9 %.

b) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

(1) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war im Jahr 2024 von erheblichen Negativeinflüssen betroffen. Besondere Bedeutung haben hierbei die Auswirkungen des Kriegs in Europa, die unter anderem hierdurch bedingten Preissteigerungen bei Strom und Gas, ein steigendes Zinsniveau, aber auch politische und gesellschaftliche Entwicklungen, wie z. B. der Fachkräftemangel, in der Bundesrepublik. In seiner Pressemeldung vom 15. Januar 20252 äußert das statistische Bundesamt hierzu: "Konjunkturelle und strukturelle Belastungen standen im Jahr 2024 einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung im Wege."

Entgegen der in den Jahren 2022 und 2023 festzustellenden erheblichen Verteuerung von Energieprodukten gingen die Energiepreise im Jahr 2024 um 3,2 % gegenüber dem Vorjahr zurück, verharren allerdings gegenüber dem Jahr 2021 auf deutlich höherem Niveau. Der Preisanstieg, insbesondere bei Lebensmitteln, reduzierte sich auf 1,4 %. Insgesamt verminderte sich die allgemeine Inflationsrate gegenüber dem Vorjahr von 5,9 % auf 2,2 %, so dass für den Gesamtzeitraum 2022 bis 2024 insgesamt ein überdurchschnittlich hoher Anstieg der Verbraucherpreise zu verzeichnen war.3 Die Erholung der deutschen Wirtschaft nach der Coronapandemie setzte sich damit nicht weiter fort.

Im Jahr 2024 sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt nach den Berechnungen des statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr erneut um 0,2 %4. Im 4. Quartal 2024 lag der Rückgang nach den vorläufigen Ermittlungen des statistischen Bundesamts bei 0,2 % gegenüber dem Vorquartal. Eine signifikante Trendumkehr war somit auch im Jahr 2024 nicht zu verzeichnen.

Insgesamt ist somit eine deutliche Eintrübung der Konjunktur festzustellen, die sich in weiten Bereichen der Volkswirtschaft niederschlägt und insbesondere auch negative Auswirkungen auf die Konsumnachfrage und die Investitionstätigkeit hat.

(2) Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Bei der weltweiten Nachfrage nach Kraftfahrzeugen war im Jahr 2023 ein kräftiges Wachstum zu verzeichnen. Das Absatzvolumen auf dem größten PKW - Markt China stieg in 2023 erneut gegenüber dem Vorjahr um deutliche 11,0 %. Auch in den USA war nach dem Nachfragerückgang des Jahres 2022 ein Anstieg der Verkäufe gegenüber dem Vorjahr um 12 % zu verzeichnen. Gegenüber 2023 stieg der europäische PKW - Absatz um 14 %5. Allerdings lagen die Neuzulassungen immer noch um ca. 19 % unter denen des Jahres 2019. Der Markt hat damit nach wie vor die Auswirkungen der Corona-Krise noch nicht überwunden.

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 wurden auf dem europäischen Markt 1 % mehr Fahrzeuge zugelassen als im Vergleichszeitraum des Jahres 2023. Verglichen mit dem Jahr 2019 bedeutet dies aber immer noch einen Absatzrückgang von 19 %. Auf dem chinesischen Markt zogen die Verkäufe weiter an und wuchsen verglichen mit dem Vergleichszeitraum des Jahres 2023 um 2 %. In den USA wuchsen die Verkäufe immer noch um 1 %, wobei aber für den Monat September 2024 ein Rückgang um 13 % gegenüber September 2023 zu verzeichnen war.6

Die deutsche Automobilindustrie konnte im Jahr 2023 erneut deutliche Umsatzsteigerungen gegenüber dem Vorjahr erzielen. Insgesamt wuchsen die Umsätze der Branche um ca. 11,5 %. Deutlich sichtbar ist aber auch die starke Exportabhängigkeit dieses Industriezweigs. Der Anteil der Auslandsumsätze macht annähernd 70 % der Gesamtumsätze aus. Die Zahl der Beschäftigten in der Automobilindustrie wuchs hingegen nur leicht auf ca. 779.700. Dies wird auf den Umstieg zur Elektromobilität, der insbesondere zu einem sinkenden Personalbedarf bei den Automobilzulieferern führt, aber auch auf den Trend zu höherpreisigen Fahrzeugen zurückzuführen sein.7

Für das Jahr 2024 war keine Steigerung der PKW-Produktion in Deutschland zu verzeichnen. Der inländische PKW-Ausstoß lag mit 4,1 Mio. Einheiten auf dem Niveau des Vorjahres, jedoch um 12 % unter dem des Jahres 2019. Die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland ging um 1 % zurück. Gegenüber dem Jahr 2019 lag der Rückgang bei 22 %.

Unser wichtigster Kunde in der Automobilindustrie, die BMW Group, verzeichnete für das Jahr 2023 einen Rückgang des Konzernergebnisses von EUR 23.509 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 17.096 Mio. Die Zahl der Beschäftigten stieg geringfügig von circa 149.000 auf rund 155.000. Ebenso stieg die die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge um zirka 6,5 %8. Zum Ende des dritten Halbjahrs 2024 verzeichnete die BMW Group einen deutlichen Rückgang des Ergebnisses vor Steuern gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um circa 33,9 % bei einem gleichzeitigen Rückgang der Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge im etwa 4,5 %.9 Besonders deutlich fielen der Rückgang von Auslieferungen (- 13 %) und Vorsteuerergebnis (- 79,4 %) im dritten Quartal 2024 aus. Für uns bedeutsam ist jedoch insbesondere, dass unser Hauptkunde seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung kontinuierlich steigert. Diese wuchsen im Geschäftsjahr 2023 um fast 14 % und auch in den ersten 3 Quartalen 2024 weiterhin um 27,2 %.

Die deutsche Bahnindustrie verzeichnete im Jahr 2023 einen Umsatzanstieg um EUR 0,5 Mrd. auf rund EUR 14.4 Mrd., d.h. um circa 3,6 %, während die Beschäftigtenzahl in der Branche um ca. 1,8 % zurückging. Das Umsatzwachstum wird allerdings ausschließlich durch das Exportgeschäft der Branche getrieben, während der Absatz auf dem deutschen Markt um 7 % zurückging. Die Beurteilung der Zukunftsaussichten fällt allerdings aufgrund des Wachstums des Auftragseingangs um 57 % noch deutlich positiver aus, als die tatsächlichen Zahlen des Jahres 2023 nahelegen.10

Die politischen Bestrebungen zur Bekämpfung des Klimawandels und Erhöhung der Nachhaltigkeit im Verkehrssektor lassen grundsätzlich auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung der Branche hoffen. Die notwendigen Innovationen in den Schienenverkehr so wie die als notwendig erachtete Digitalisierung in diesem Bereich lassen eine entsprechende Nachfrage nach Ingenieurdienstleistungen erwarten.

Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie verzeichnete im Jahr 2023 einen Anstieg der Gesamtumsätze um insgesamt 18 % von EUR 39 Mrd. im Vorjahr auf EUR 46 Mrd. im Berichtsjahr. Damit einher ging ein Anstieg der Beschäftigtenzahl in dieser Branche um circa 10 % auf ca. 115.000. Mit ca. 72 % macht hierbei der zivile Flugzeugbau den bedeutendsten Teil des Gesamtmarktes aus11. Aber auch die durch den Ukraine-Krieg getriebenen Steigerungen der inländischen Verteidigungsbemühungen haben zum Anstieg der Gesamtumsätze beigetragen.

c) Lage des Unternehmens

(1) Ertragslage

Im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 stiegen die Umsatzerlöse geringfügig auf TEUR 28.264 (i. V. TEUR 27.745).

Der Personalaufwand stellt branchenbedingt, wie in den Vorjahren, den entscheidenden Faktoreinsatz für QuEST Deutschland dar und beträgt, bezogen auf den Umsatz, 72,55 % (i. V. 70,30 %). Die Gesellschaft hat umfangreiche Maßnahmen zur Reduzierung des Personalaufwandes durch Job-Outsourcing ergriffen. Hierbei werden Arbeiten überwiegend durch Unterbeauftragung anderer Konzerngesellschaften mit dem Ziel der Kostensenkung in Best-Price-Länder verlagert. So sind die Aufwendungen für von ausländischen Konzerngesellschaften bezogene Leistungen im Berichtsjahr weiter um 2,8 % angestiegen. Gleichzeitig hat die Gesellschaft mit dem Zweck der Kostensenkung die Auftragserteilung an nicht zur QuEST-Gruppe gehörende lokale Subunternehmer signifikant reduziert und so die hierdurch verursachten Kosten um 35,7 % gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die hiervon betroffenen Leistungen wurden vorrangig von eigenen Mitarbeitern der Gesellschaft erbracht, so dass im Ergebnis die Personalaufwandsquote in etwa konstant geblieben ist.

Die im Vorberichtszeitraum nach dem Ende der Corona-Krise zu verzeichnende Zunahme der Personalfluktuation ebbte im Berichtszeitraum ab, so dass insgesamt nur eine geringfügige Veränderung des Personalbestandes zu verzeichnen war. Im Jahresdurchschnitt erhöhte sich die Mitarbeiterzahl von 236 im Vorjahr auf 253, wobei allerdings zum Ende des Geschäftsjahrs nur 236 Mitarbeiter beschäftigt wurden.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind neben Raumkosten in Höhe von TEUR 573 (i. V. TEUR 477), Aufwendungen für eingekaufte Fremdleistungen Dritter in Höhe von TEUR 987 (i. V. TEUR 1.107) sowie für Lizenzen und Konzessionen in Höhe von TEUR 122 (i. V. TEUR 116), enthalten. Der Anstieg der Raumkosten ist durch für die Büroräume in München vereinbarte Staffelmiete bedingt.

Die Zinsaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2023/2024 TEUR 1208 (i. V. TEUR 625), während Zinserträge in Höhe von TEUR 74 (i. V. TEUR 13) erzielt wurden. Dies führte zu einem Zinsergebnis in Höhe von TEUR -1.134 (i. V. TEUR -612). Die Zinsaufwendungen bestehen vor allem aus Zinsen für Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.193 (i. V. TEUR 614) sowie aus Zinsen für sonstige Darlehen in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 2).

Der Steueraufwand belief sich auf TEUR 20 (i. V. TEUR 56) und beinhaltet Steuererstattungen für frühere Jahre in Höhe von TEUR 297.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird ein Jahresüberschuss von TEUR 6.210 (i. V. Jahresfehlbetrag TEUR 2.682) ausgewiesen.

(2) Finanzlage

Die Finanzpolitik ist auf die Sicherstellung der Unternehmensfinanzierung bei gleichzeitiger Minimierung der Finanzierungskosten ausgerichtet.

Aufgrund des positiven EBIT, einer von der QuEST Global Engineering Services SRL, Craiova/Rumänien, bezogenen Dividende sowie des von Intelizign Engineering Services GmbH, München, abzuführenden Gewinns hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR 6.210 erwirtschaftet, wodurch sich ihr Eigenkapital von TEUR 6.514 im Vorjahr auf TEUR 12.724 im Berichtjahr annähernd verdoppelt hat. Die im Berichtsjahr von anderen Gesellschaften der QuEST-Unternehmensgruppe bereitgestellten zusätzlichen Darlehensmittel waren daher nur temporär erforderlich. Insgesamt werden die Darlehensfinanzierungen mit Hilfe der Gewinnabführungen der Intelizign Engineering Services GmbH, München, nach dem Bilanzstichtag signifikant zurückgeführt.

Der Finanzmittelfonds zum 31. März 2024 hat sich gegenüber dem 31. März 2023 um TEUR 118 auf TEUR 457 vermindert.

(3) Vermögenslage

Die Anlagenquote12 in Höhe von 63,50 % ist gegenüber 75,28 % im Vorjahr gesunken. Hierbei machen die Anteile an verbundenen Unternehmen 97,55 % des Wertes des gesamten Anlagevermögens aus.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen in Höhe von TEUR 11.856 (i. V. TEUR 6.459) den größten Vermögensanteil im Umlaufvermögen dar, gefolgt von den Vorräten mit TEUR 783 (i. V. TEUR 376) und den liquiden Mitteln mit TEUR 457 (i. V. TEUR 575). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen zum 31. März 2024 mit TEUR 4.014 um TEUR 1.608 unter dem Forderungsbestand zum 31. März 2023.

d) Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsfaktoren

(1) Finanzielle Leistungsfaktoren

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023/2024 mit Umsatzerlösen von TEUR 28.264 einen Jahresüberschuss von TEUR 6.210, hierin sind allerdings von der QuEST Global Engineering Services SRL, Craiova/Rumänien, geleistete Dividenden in Höhe von TEUR 1.059 sowie von der Intelizign Engineering Services GmbH, München, abzuführende Gewinne in Höhe von TEUR 6.504 enthalten.

(2) Nicht finanzielle Leistungsfaktoren: Organisation und Mitarbeiter

Einsatzbereitschaft und Flexibilität der Mitarbeiter sowie ihre Identifikation mit dem Unternehmen sind wesentliche Faktoren für den Erfolg von QuEST Deutschland im intensiven Wettbewerb. Die nach dem Ende der Corona-Schutzmaßnahmen und dem Auslaufen der Kurzarbeit von der Gesellschaft, wie auch von vielen anderen Branchenunternehmen, zu verzeichnende gestiegene Wechselbereitschaft der Arbeitnehmer hat im Berichtszeitraum stark nachgelassen, so dass die Mitarbeiterfluktuation deutlich zurückgegangen ist. Im Ergebnis blieb auch die Personalaufwandsquote13 mit rund 72,55 % weitgehend konstant. Zum 31. März 2024 waren bei QuEST Deutschland 236 Mitarbeiter beschäftigt. Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl auf 253 im Jahresdurchschnitt ändert nichts an unserer Strategie zur Verbesserung der Personalstruktur und zur Verlagerung von Arbeitsumfängen ins Ausland - insbesondere in Best-Cost-Länder - zur Optimierung der Nutzung der personellen Ressourcen der QuEST Gruppe und damit zur Steigerung der Rentabilität.

3. Rückblick auf die Prognose des Vorjahres

Im Lagebericht für das Vorjahr erwartete die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023/2024 eine Umsatzsteigerung im unteren einstelligen Prozentbereich. Diese konnte mit 1,9 % auch tatsächlich realisiert werden. Ebenso konnten sowohl die Aufwendungen für bezogene Leistungen als auch die Gemeinkosten signifikant gesenkt werden, so dass damit eine Ergebnisverbesserung beim Betriebsergebnis14 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.728 erreicht wurde. In der Zusammenschau wurden damit die Erwartungen für das Geschäftsjahr erreicht.

Das Betriebsergebnis und auch der Jahresüberschuss entsprechen den Erwartungen. Zwar stiegen die Personalkosten in leicht überproportional zu den Umsätzen. Ursächlich hierfür war jedoch vor allem die Internalisierung vormals von lokalen Subunternehmern bezogener Fremdleistungen. Hierdurch konnte eine über das Umsatzwachstum hinausgehende Steigerung des Rohergebnisses erreicht werden. Langfristig erwarten wir eine weitere Verbesserung der Rentabilität durch die Auslagerung von Arbeitsumfängen in Länder mit niedrigeren Personalkosten.

Die Lage auf dem Absatzmarkt ist weiterhin durch den steigenden Kostendruck, sinkende Margen und eine Verlagerung der Nachfrage nach Ingenieurleistungen hin zu Elektronik- und Softwareentwicklung gekennzeichnet. Ebenso wirken sich auch die durch Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie beeinflusste Lage auf dem für QuEST Deutschland bedeutsamen Arbeitsmarktsegment, die zu allgemein stärkerer Mitarbeiterfluktuation führt und der allgemeine Fachkräftemangel sowie die allgemeine Preissteigerung auf die Ergebnisentwicklung der Gesellschaft aus. Letztere hat zum einen Auswirkungen auf die Lohnforderungen der Mitarbeiter aber auch auf die Mitarbeiterfluktuation selbst.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Prognosebericht

Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen, die auf den heute bekannten wirtschaftlichen und finanzpolitischen Rahmenbedingungen und den Erwartungen der Geschäftsführung beruhen. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft liegen, bestimmen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse. Die tatsächlichen Ergebnisse können dadurch von den Erwartungen abweichen.

Zu den wesentlichen Planungsannahmen gehört, dass die bisherige Geschäftspolitik generell beibehalten wird. Vertriebs- sowie Business Development Aktivitäten wurden und werden weiter intensiviert und die Diversifizierung auf weitere Großkunden in den fokussierten Industrien wurde und wird weiter ausgebaut. Hinsichtlich der Ausrichtung des Leistungsangebots im Automotive-Sektor wird der Fokus hierbei aber auf die Gebiete Elektronik- und Softwareentwicklung, neue Antriebssysteme und autonomes Fahren gelegt.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 war das Unternehmensergebnis aber immer noch durch den allgemeinen Fachkräftemangel, die Auswirkungen des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine und die dadurch hervorgerufenen Energiepreissteigerungen, den enormen Anstieg der Inflation und generelle Unsicherheiten belastet. Auch für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird mit der Fortdauer dieser Situation gerechnet.

Die Gesellschaft unternimmt gleichwohl umfangreiche Aktivitäten zur Steigerung ihrer Umsatzerlöse und verfolgt gleichzeitig weiterhin kontinuierlich eine Strategie der Kostensenkung, um somit im ersten Schritt den Umsatzauswirkungen durch die bereits genannten nationalen und globalen wirtschaftlichen Umstände positiv entgegenzuwirken.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird allerdings ein Umsatzrückgang um rund 10 % erwartet. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen ein Rückgang des Auftragsvolumens des Kunden BMW, der aufgrund des im Jahr 2024 zu verzeichnenden Ergebnisrückgangs die Vergabe von Aufträgen an externe Dienstleister derzeit eingeschränkt und verstärkt Projekte mit eigenem Personal bearbeitet. Die von der Gesellschaft erzielten Steigerungen der Umsätze mit anderen Kunden werden diese Umsatzrückgänge mit BMW noch nicht vollständig ausgleichen. Hierauf hat die Gesellschaft mit Kostensenkungen, insbesondere durch Abbau nicht mehr benötigten Personals, erfolgreich reagiert, so dass für das Geschäftsjahr 2024/2025 mit einem operativen Ergebnis etwa in Höhe des Berichtsjahres gerechnet wird.

Zum Ende des dritten Quartals 2024 beläuft sich das vorläufige erwartete Jahresergebnis der Gesellschaft unter Berücksichtigung der von der Intelizign Engineering Services GmbH, München, zu leistenden Ergebnisabführung auf ca. EUR 5,1 Mio.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 rechnet die Geschäftsleitung daher mit einem deutlich positiven Jahresergebnis in etwa in Höhe des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2023/2024.

b) Risikobericht

(1) Risikomanagementsystem

Grundsätzlich ist auch QuEST Deutschland in seiner Tätigkeit den unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt. Diese Risiken sind jedem unternehmerischen Handeln immanent und können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage betreffen.

Durch Diversifikation in die Bereiche Automotive, Schienenverkehr sowie Luft- und Raumfahrt wird das Risiko minimiert, von negativen Entwicklungen auf einem der Märkte betroffen zu werden.

Zudem wurde durch die Bestellung eines bislang in Indien tätigen Managers, Herrn Gopi Krishna, der über mehr als 20 Jahre Managementerfahrung im Bereich IT-Engineering verfügt, zum weiteren Geschäftsführer, und dessen Entsendung nach Deutschland, die Voraussetzung für eine Intensivierung der Koordination zwischen der QuEST Deutschland und den übrigen Konzerngesellschaften und damit für eine Verbesserung der Zusammenarbeit im Konzern geschaffen, so dass insbesondere Kostensenkungspotentiale durch Job-Outsourcing noch besser genutzt werden können.

Dasselbe gilt für die personellen Änderungen im Management von anderen kritischen Bereichen des Unternehmens.

Negative Auswertungen aufgrund des ebenfalls im Geschäftsjahr erfolgten Ausscheidens der Geschäftsführerin, Frau Birgit Kredel-Siebenhaar, waren bis zur Abfassung dieses Berichts nicht festzustellen, da insbesondere die Betreuung der wichtigsten Kunden BMW und Siemens durch andere erfahrene Manager erfolgt.

(2) Allgemeine Risiken

Konjunkturelle Schwankungen der Gesamtwirtschaft oder aber in einzelnen der von QuEST Deutschland bedienten Industrien können zu einer wesentlichen Minderung der Umsatzerlöse und zu einer Verschlechterung der operativen Ergebnisse führen. Bei Abfassung dieses Lageberichts waren aufgrund der allgemeinen Verlangsamung der inländischen Konjunktur eine gewisse Zurückhaltung der Kunden bei der Auftragserteilung und Verzögerungen bei bestehenden Projekten, sowie eine geringfügig gesunkene Auslastung der personellen Ressourcen feststellbar.

(3) Spezielle Risiken

a) Finanzwirtschaftliche Risiken

Die QuEST Deutschland ist wie viele andere Gesellschaften zu einem gewissen Anteil auf Fremdfinanzierungen angewiesen. Die Fremdfinanzierung bei der QuEST Deutschland erfolgt durch Unternehmen der QuEST Global Gruppe und unterliegt einer fremdüblichen Verzinsung. Die Verzinsung wird insbesondere durch den EURIBOR Leitzins bestimmt. Schwankungen im Leitzins wirken sich daher unmittelbar auf das Ergebnis der Gesellschaft aus.

Aufgrund der im vorausgegangenen Berichtsjahr erfolgten Eigenkapitalzuführungen und der Verschmelzung der QuEST Global Engineering GmbH, München, auf die Gesellschaft konnte, die bis dato bestehende handelsbilanzielle Überschuldung beseitigt werden und die Ertragskraft deutlich gestärkt werden. Aufgrund der Ergebnisbeiträge der Beteiligungen weist die Gesellschaft zum 31. März 2024 ein Eigenkapital von TEUR 12.724 aus.

Die ungeprüfte Bilanz zum 31. Dezember 2024 weist einen Bestand an liquiden Mitteln von TEUR 1.100 aus. Das Eigenkapital wird sich im laufenden Geschäftsjahr 2024/2025 im Vergleich zum Berichtsjahr aufgrund der Gewinnabführung der Intelizign Engineering Services GmbH, München, voraussichtlich weiter stärken.

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft hat sich zum Stichtag des Berichtsjahres durch die deutliche Verbesserung ihres operativen Ergebnisses sowie aufgrund der Gewinnabführung der Intelizign Enigneering Services GmbH signifikant verbessert. Im Geschäftsjahr 2024/20245 wird die Gesellschaft keine zusätzlichen Finanzierungen von anderen Konzerngesellschaften benötigen und in der Lage sein, erhaltene Darlehen zurückzuzahlen. Das Risiko aus der Verzinsung wird daher im Geschäftsjahr 2024/2025 entfallen.

Die oberste Konzernmuttergesellschaft QuEST Global Services Pte. Ltd., Singapur, hat sich in Form einer harten Patronatserklärung vom 17. September 2020 mit Nachtrag vom 25. März 2024 verpflichtet, die Gesellschaft mindestens bis zum 31. März 2028 so auszustatten, dass sie jederzeit in der Lage ist, ihre fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu bedienen. Bis zum genannten Datum ist die Patronatserklärung nicht kündbar. Die Patronatserklärung enthält darüber hinaus auch eine Rangrücktrittserklärung der obersten Konzernmuttergesellschaft hinsichtlich der von ihr im Rahmen der Patronatserklärung gewährten Mittel.

Die Geschäftsführung geht auch für den Stichtag 31. März 2025 von einem positiven Eigenkapitalausweis aus. Hierzu wird neben dem - trotz rückläufiger Umsätze - stabile Betriebsergebnis insbesondere der Anspruch auf Gewinnabführung gegenüber der Intelizign Engineering Services GmbH, München, beitragen, aus dem mit einem positiven Effekt auf das Eigenkapital und die liquiden Mittel der QuEST Deutschland gerechnet wird.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist aufgrund der vorstehend genannten Maßnahmen für den Prognosezeitraum gesichert.

b) Marktrisiken

Das Unternehmen erzielt einen bedeutenden Anteil seines Umsatzes in der Automobilindustrie. Dieser Industriezweig birgt nach wie vor das Risiko, dass eine Eintrübung dessen wirtschaftlicher Entwicklung auch auf QuEST Deutschland durchschlägt. Die Automobilindustrie kann auf eine Vielzahl von Unternehmen zurückgreifen, die Aufträge nicht oder nur teilweise kostendeckend abarbeiten können. QuEST Deutschland versucht diese Risiken zu minimieren, indem sie mit unterschiedlichen Automobilfirmen in verschiedenen Teilbereichen, wie zum Beispiel Supportleistungen, Entwicklung von Elektrik, Elektronik und Software bzw. vor allem neuen zukunftsträchtigen Technologien, zusammenarbeitet. Gleichzeitig hat QuEST Deutschland bereits neue Absatzmärkte in anderen Industriebereichen erschlossen und weitet diese Diversität weiterhin aus.

Durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie den damit einhergehenden Energiepreissteigerungen sowie den allgemeinen Anstieg der Teuerungsrate waren erhebliche Auswirkungen auf alle Industriezweige, die QuEST Deutschland zum gegenwärtigen Zeitpunkt bedient, zu verzeichnen.

Diesen externen Gefahren kann QuEST Deutschland entgegenwirken, indem das Unternehmen sein Geschäft auch auf andere Industriezweige, wie zum Beispiel die Bahnindustrie, ausweitet.

c) Personalrisiken

QuEST Deutschland ist auf hochqualifizierte und hoch motivierte Mitarbeiter in den Bereichen Konstruktion, Karosserie- und Elektronikentwicklung, Serienfertigung, Werkzeugentwicklung, Projektmanagement und Qualitätsmanagement angewiesen. Aufgrund des gegenwärtigen und andauernden Fachkräftemangels in Deutschland könnten Engpässe für die Bedienung von Kundenprojekten entstehen.

Diesem wird jedoch durch den gegenseitigen Austausch von Personal im QuEST Global Konzern entgegengewirkt. Somit kann garantiert werden, dass Kundenprojekte zu jeder Zeit mit entsprechenden Experten bedient werden können. Hierdurch kann auch dem festzustellenden Anstieg der heimischen Personalkosten entgegengewirkt werden.

d) Entwicklungsrisiken

QuEST Deutschland versucht, durch klare Leistungsvereinbarungen, effiziente Projektplanung und -steuerung, fehlerfreie Leistung sowie Service und durch den Einstieg in neue Technologien, seine Marktposition zu sichern und auszuweiten. Dabei besteht generell das Risiko, dass Fehlentwicklungen sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Gleichzeitig ergeben sich durch diese Entwicklungen Chancen auf neue Absatzmärkte und Wettbewerbsvorteile.

Zudem sind bedingt durch Klimaschutzerfordernisse und Marktrends starke Veränderungen der Anforderungen durch den Markt absehbar oder bereits eingetreten, die entsprechend dynamische Änderungen hinsichtlich der erforderlichen Ingenieurleistungen mit sich bringen. Hierbei stehen die gesamten Branchen vor der Herausforderung, die für die notwendigen Konversionsprozesse erforderlichen personellen Ressourcen zu akquirieren.

(4) Chancen

Durch die Zugehörigkeit zur QuEST Global Gruppe eröffnen sich für QuEST Deutschland weitere Chancen zur Diversifizierung. Zum einen kann QuEST Deutschland mit ihren Ressourcen internationale Kunden der QuEST Gruppe mit einem Tochterunternehmen in Deutschland bedienen. Hierdurch konnten und können insbesondere auch Aufträge außerhalb des Automobilsektors gewonnen werden. Zum anderen stößt QuEST Deutschland durch den Zugang zu technologischen Kompetenzen der QuEST Global Gruppe in weitere Technologiefelder, wie Hochvoltspeichersysteme, Brennstoffzellen und Wasserstoffspeicher vor und erschließt neue Kundengruppen.

Im laufenden Geschäftsjahr hat das Management der QuEST-Gruppe weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Controllings und der Führung der Gesellschaft ergriffen. Konzernintern wurde QuEST Deutschland der neugeschaffenen Automotive-Sparte zugeordnet, was eine Verbesserung der vertikalen Integration im Konzern bewirken wird und zur Verstärkung von Synergieeffekten führen wird.

QuEST Deutschland sieht ausgezeichnete Möglichkeiten, sich im Markt für Ingenieurdienstleistungen eine Position als Engineering Unternehmen für die Entwicklung von innovativen Lösungen für die Mobilität von morgen in den Bereichen Automotive, Schienenverkehr und Luft- und Raumfahrt aufzubauen.

 

München, den 27. März 2025

QuEST Global Engineering Services GmbH

Die Geschäftsführung

Jeetain Jain

Gopi Krishna

1 Konzern der QuEST Global Services Pte. Ltd., Singapur.

2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15.01.2025, Berlin

3 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 16.01.2025, Berlin

4 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15.01.2025, Berlin

5 VDA Verband der Deutschen Automobilindustrie, Pressemitteilung vom 18.01.2024

6 VDA Verband der Deutschen Automobilindustrie, Pressemitteilung vom 22.10.2024

7 VDA Verband der Automobilindustrie e.V. (www.vda.de)

8 BMW Group Geschäftsbericht 2022

9 BMW Group Quartalsbericht zum 30.09.2024

10 VDB Verband der Bahnindustrie in Deutschland e.V. Pressemitteilung Nr. 11/2023 vom 07.11.2023

11 BDLI Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V., Aktuelle Meldung vom 31.05.2023

12 Anlagevermögen / Bilanzsumme

13 Personalaufwandsquote = Personalaufwand / Umsatzerlöse

14 Betriebsergebnis = Gesamtleistung zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzgl. Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen

HANDELSBILANZ

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 22.961.919,62 22.944.345,16
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.258,00 28,00
II. Sachanlagen 445.260,00 473.963,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 445.260,00 473.963,00
III. Finanzanlagen 22.509.401,62 22.470.354,16
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 22.398.317,35 22.355.354,16
2. Sonstige Finanzanlagen 111.084,27 115.000,00
B. Umlaufvermögen 13.095.729,44 7.410.418,35
I. Vorräte 783.187,95 376.293,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.855.760,30 6.458.869,74
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.723.610,89 338.330,54
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.132.149,41 6.120.539,20
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 456.781,19 575.254,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 101.326,76 123.772,02
Summe Aktiva 36.158.975,82 30.478.535,53

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 12.723.798,50 6.513.740,09
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 27.372.627,57 27.372.627,57
III. Verlustvortrag 20.883.887,48
IV. Jahresüberschuss 6.210.058,41
V. Bilanzgewinn / Bilanzverlust -20.883.887,48
davon Gewinn-/Verlustvortrag -18.201.787,98
B. Rückstellungen 2.531.951,47 2.970.813,28
C. Verbindlichkeiten 20.903.225,85 20.993.982,16
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 62,47
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.332.249,58 17.822.116,46
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.570.976,27 3.171.803,23
Summe Passiva 36.158.975,82 30.478.535,53

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Rohergebnis 23.608.511,10 21.625.331,22
2. Personalaufwand 20.506.577,72 19.504.633,83
a) Löhne und Gehälter 17.354.432,34 16.383.067,04
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.152.145,38 3.121.566,79
davon für Altersversorgung 24.479,94 21.886,76
3. Abschreibungen 148.938,98 123.455,99
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 148.938,98 121.990,60
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 1.465,39
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.152.168,85 3.923.993,41
5. Erträge aus Beteiligungen 1.059.219,16
6. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 6.503.956,09
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 73.727,19 12.831,79
davon aus verbundenen Unternehmen 944,92
davon Erträge aus Abzinsung 370,66 120,51
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 86.686,67
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 86.686,67
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.207.666,53 625.167,39
davon an verbundene Unternehmen 1.192.919,22 614.371,94
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 19.573,94 55.653,26
11. Ergebnis nach Steuern 6.210.487,52 -2.681.427,54
12. sonstige Steuern 429,11 671,96
13. Jahresüberschuss 6.210.058,41 -2.682.099,50
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 18.201.787,98
15. Bilanzgewinn / Bilanzverlust -20.883.887,48

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

QuEST Global Engineering Services GmbH, München

A. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: QuEST Global Engineering Services GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht München
Register-Nr.: HRB 88166

B. Allgemeine Angaben

Der Abschluss der QuEST Global Engineering Services GmbH, München, wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt zum Abschlussstichtag die Größenkriterien gemäß § 267 Abs. 2 HGB einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Am 24. März 2023 hat die Gesellschaft mit ihrer Tochtergesellschaft Intelizign Engineering Services GmbH, München, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Gesellschafterversammlung der Intelizign Engineering Services GmbH, München, hat dem Vertrag mit Beschluss vom selben Tag zugestimmt. Ferner hat die Intelizign Engineering Services GmbH, München, im Berichtsjahr ihr bisher kalendergleiches Geschäftsjahr auf den Zeitraum vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des darauffolgenden Jahres umgestellt. Im Berichtsjahr steht der Gesellschaft erstmals die Abführung des Ergebnisses der Intelizign Engineering Services GmbH, München, zu und sie hat daher in ihrem Jahresabschluss zum 31. März 2024 den Anspruch auf die Gewinne der Intelizign Engineering Services GmbH, München, für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 und das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. März 2024 erfasst.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden im Geschäftsjahr unverändert fortgeführt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden gemäß § 253 Abs. 1 und Abs. 3 HGB zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von bis zu 5 Jahren linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für bestimmte, in der Vergangenheit vorgenommene Abschreibungen weggefallen, sind Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorzunehmen.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden gemäß § 253 Abs. 1 und Abs. 3 HGB mit ihren Anschaffungskosten oder Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer von bis zu 15 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für bestimmte, in der Vergangenheit vorgenommene Abschreibungen weggefallen, werden Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Unter den Finanzanlagen ausgewiesene Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Bestehen die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr, erfolgt eine Zuschreibung.

Die unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den Einzelkosten auch anteilige Fertigungsgemeinkosten. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Sind die Gründe für die Vornahme einer in der Vergangenheit berücksichtigten Wertberichtigung weggefallen, wird diese Wertberichtigung aufgelöst (Wertaufholung).

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nominalwert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen erfolgt nach den Grundsätzen des § 256a HGB.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls erfasst. Aus der Stichtagsbewertung resultierende Gewinne werden bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von kleiner einem Jahr erfasst. Verluste aus Kursänderungen werden durch die Neubewertung zum Bilanzstichtag berücksichtigt.

Latente Steuern werden für zeitliche Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt, die sich voraussichtlich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Daneben werden aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge, die voraussichtlich innerhalb der nächsten 5 Jahre verrechnet werden können, ermittelt.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,98%. Dieser Steuersatz umfasst die Körperschaftsteuer (15%) und darauf den Solidaritätszuschlag (5,5%) sowie die Gewerbesteuer (17,15%).

Aktive und passive latente Steuern werden für einen Bilanzausweis saldiert und eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung nicht angesetzt.

D. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem Anlagespiegel dargestellt, der als Anlage zu diesem Anhang beigefügt ist.

Unter den Finanzanlagen sind Anteile an folgenden verbundenen Unternehmen ausgewiesen:

Name Sitz Anteil am Kapital Angaben in Eigenkapital zum 31.03.2024 Jahresergebnis 2023 / 2024
Intelizign Engineering Services GmbH 1) München 100% EUR 10.040.528,73 952.756,78 2)
QuEST Global Engineering Services SRL (vormals IT Six Global Services SRL), Craiova/ Rumänien 100% RON 3) 12.409.467,00 2.467.770,00

1) Mit der Intelizign Enigneering Services GmbH besteht seit dem Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ein Ergebnisabführungsvertrag. Wir verweisen auf die Ausführungen unter B. Allgemeine Angaben.

2) Das Jahresergebnis betrifft das Ergebnis des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. März 2024

3) Umrechnungskurs EUR/RON 1:4,9735 per 31. März 2024

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben im Geschäftsjahr TEUR 11 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (i. V. TEUR 11). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen. Im Übrigen haben die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen das Finanzamt aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von TEUR 76 (i. V. TEUR 329).

Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. Von den flüssigen Mitteln unterliegen insgesamt TEUR 240 Verfügungsbeschränkungen (i. V. TEUR 190).

Aktive latente Steuern

Zum Geschäftsjahresende 2023/2024 und im Vorjahr ergaben sich Abweichungen bei den sonstigen Rückstellungen zwischen der Handels- und Steuerbilanz. Zudem ergaben sich im Berichtsjahr und im Vorjahr Abweichungen bei Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der sich hieraus ergebende Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des Aktivierungswahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

Ebenso wurde auf zum Bilanzstichtag bestehende steuerliche Verlustvorträge keine aktiven latenten Steuern gebildet.

Eigenkapital - Ergebnisverwendung

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt nach § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrags und zum Abschlussstichtag vorliegender Beschlüsse. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Das Eigenkapital zum 31. März 2024 ist mit EUR 12.723.798,76 positiv (i. V. positives Eigenkapital von EUR 6.513.740,09). Damit stellt sich das Eigenkapital zum jeweiligen Stichtag wie folgt dar:

31. März 2024
EUR
31. März 2023
EUR
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
Kapitalrücklage 27.372.627,57 27.372.627,57
Bilanzergebnis -14.673.828,81 -20.883.887,48
davon Jahresüberschuss (i. V. Jahresfehlbetrag) 6.210.058,67 2.682.099,50
Bilanzielles Eigenkapital 12.723.798,76 6.513.740,09

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 1.204 (31.3.2023: TEUR 1.231), drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften in Höhe von TEUR 645 (31.3.2023: TEUR 970) sowie Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses in Höhe von TEUR 50 (31.3.2023: TEUR 48).

Die Rückstellung für Archivierung und mögliche Belastungen aus steuerlichen Außenprüfungen sind mit dem Barwert angesetzt. Darüber hinaus sind keine Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag davon mit einer Gesamtbetrag davon mit einer
31.3.2024
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit größer 1 Jahr
TEUR
31.3.2023
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit größer 1 Jahr
TEUR
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0,0 0,0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 302,3 302,3 0,0 550,4 550,4 0,0
Verbindl. aus Lieferungen und Leistungen 204,5 204,5 0,0 769,2 769,2 0,0
Verbindlichkeiten ggü. verb. Unternehmen 11.168,1 11.168,1 0,0 11.439,6 11.439,6 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.164,1 8.164,1 0,0 6.382,5 6.382,5 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.064,2 1.064,2 0,0 1.852,1 1.852,1 0,0
davon gegenüber Gesellschaftern 0,0 0,0 0,0
20.903,2 20.903,2 0,0 20.994,0 20.994,0 0,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 964,6 (i. V. TEUR 2.455,5) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 10.203,5 (i. V. TEUR 6.576,4) aus sonstigen Verbindlichkeiten im Rahmen des Finanzverkehrs. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren in voller Höhe aus sonstigen Verbindlichkeiten im Rahmen des Finanzverkehrs.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzten sich wie folgt zusammen:

2023/2024 2022/2023
Verkaufserlöse TEUR
Erlöse aus Dienstleistungen in Deutschland und übrige Länder der Europäischen Union 24.797 25.357
Erlöse aus Dienstleistungen außerhalb der EU 3.467 2.388
Summe 28.264 27.745

Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen

Der Ertrag aus der Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 406,9 ergibt sich aus der Gegenüberstellung des Bestands zum 31. März 2024 in Höhe von TEUR 783,2 und des Bestands zum 31. März 2023 Höhe von TEUR 376,3.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 586,6 (i. V. TEUR 19,6).

Materialaufwand

Unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Wesentlichen auftragsbezogene Fremdleistungen enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten auch Aufwendungen für die Nutzung gemieteter Gebäude in Höhe von TEUR 572,9 (i. V. TEUR 477,8), Werbe- und Reisekosten TEUR 378,3 (i. V. TEUR 207,0), Aufwendungen für Lizenzen von TEUR 121,8 (i. V. TEUR 116,3), Aufwendungen für Mietleasing beweglicher Vermögensgegenstände von TEUR 80,8 (i. V. TEUR 50,5), Rechts- und Beratungskosten von TEUR 83,1 (i. V. TEUR 34,4), Fortbildungskosten von TEUR 17,0 (i. V. TEUR 26,2) und sonstige Fremdleistungen von TEUR 986,6 (i. V. TEUR 1.106,8).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.192,9 (i. V. TEUR 614,4) enthalten.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 370,66 (i. V. EUR 120,51) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten periodenfremde Steueraufwendungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 297.

F. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag 31. März 2024 bestehen verschiedene Miet- und Leasingverträge. Vertragsgegenstand ist die Nutzung von Gebäuden, Kraftfahrzeugen und mobilen Anlagegütern sowie die Nutzung von Spezialsoftware. Wesentliche finanzielle Verpflichtungen resultieren aus der Nutzung von Gebäuden in Höhe von TEUR 3.675 mit einer Restlaufzeit von bis zu 7 Jahren sowie in Höhe von TEUR 32 aus Leasingverträgen mit einer Restlaufzeit von bis zu 3 Jahren.

Der Gesamtbetrag der Zahlungsverpflichtungen beläuft sich auf TEUR 3.707. Davon sind im folgenden Geschäftsjahr 2024/2025 Verpflichtungen in Höhe von TEUR 577 zur Zahlung fällig.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wären, haben sich nicht ereignet.

Konzernzugehörigkeit

Die QuEST Global Engineering Services GmbH, München, wird zusammen mit ihren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen (verbundene Unternehmen) in den Konzernabschluss der QuEST Global Services Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur einbezogen. Der Konzernabschluss, der für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen aufgestellt wird, kann in 7. Temasek Boulevard, 09-04 Suntex Tower One, Singapore 038987 eingesehen werden.

Der Konzernabschluss der QuEST Global Services Pte. Ltd., Singapur, ist nach amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (U.S.-GAAP) aufgestellt. Dabei finden insbesondere folgende im Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens angewandte Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden, die in folgender Hinsicht von deutschem Recht abweichen, Anwendung:

1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu aktivieren.

2. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben.

3. Bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen erfolgt die Abzinsung mit dem jeweils aktuellen Kapitalmarktzins.

4. Bestimmte Finanzinstrumente werden mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet, auch dann, wenn diese über den Anschaffungskosten liegen.

5. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden mit dem beizulegenden Wert angesetzt, auch wenn dieser infolge von Kursänderungen über den Anschaffungskosten liegt.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2023/2024 253 Mitarbeiter (Geschäftsjahr 2022/2023: 236 Mitarbeiter) beschäftigt.

2023/2024
Ingenieure 226
Mitarbeiter allgemeine Verwaltung 18
Abteilungsleiter 4
Mitarbeiter Vertrieb 5
253

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 wahrgenommen durch:

Herrn Jeetain Jain, Bangalore/Indien, Associate Vice President QuEST Global

Frau Birgit Kredel-Siebenhaar, München (bis 8. August 2023), Geschäftsführerin

Herrn Gopi Krishna, München (seit 24. März 2023), Geschäftsführer

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023/2024 werden aufgrund der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht offengelegt.

Gewährte Vorschüsse oder Darlehen an Geschäftsführer bestanden zum Jahresabschlussstichtag nicht.

 

München, den 27. März 2025

QuEST Global Engineering Services GmbH

Die Geschäftsführung

Jeetain Jain

Gopi Krishna

ANLAGENSPIEGEL zum 31. März 2024

QuEST Global Engineering Services GmbH München

Kumulierte Abschreibungen Stand am 1.4.2023
EUR
Zugänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
Kumulierte Abschreibungen Stand am 31.3.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 357.067,00 2.066,00 0,00 0,00 359.133,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.380.715,00 0,00 4.380.715,00 0,00
4.737.782,00 2.066,00 0,00 4.380.715,00 359.133,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.509.725,00 146.872,98 0,00 41.515,28 1.615.082,70
1.509.725,00 146.872,98 0,00 41.515,28 1.615.082,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 86.687,00 0,00 0,00 0,00 86.687,00
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3 Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
86.687,00 0,00 0,00 0,00 86.687,00
6.334.194,00 148.938,98 0,00 4.422.230,28 2.060.902,70
Buchwerte Stand am 31.3.2024
EUR
Buchwerte Stand am 31.3.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.258,00 28,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
7.258,00 28,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 445.260,00 473.963,00
445.260,00 473.963,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 22.398.317,35 22.355.354,16
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
4 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
3 Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 111.084,27 115.000,00
22.509.401,62 22.470.354,16
22.961.919,62 22.944.345,16

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die QuEST Global Engineering Services GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der QuEST Global Engineering Services GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der QuEST Global Engineering Services GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

§ entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

§ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

§ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

§ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

§ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

§ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

§ beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

§ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

§ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 27. März 2025

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Dr. Christoph Eppinger, Wirtschaftsprüfer

Stefan Fauß, Wirtschaftsprüfer

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