Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Transdev SE & Co. KGLiquidiert
MoersStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
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GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rhenus Veniro SE & Co. KG (vormals: RHENUS VENIRO GmbH & Co. KG)MoersJahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und LageberichtLagebericht 2016A. Grundlagen Die RHENUS VENIRO GmbH & Co. KG (kurz: RHENUS VENIRO) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Rhenus SE & Co. KG in Holzwickede. Die RHENUS VENIRO verfügt über insgesamt 21 unmittelbare Beteiligungen an verbundenen Unternehmen. Die überwiegende Zahl der Gesellschaften ist im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen tätig. Im Einzelnen wird auf die Beteiligungsliste im Anhang zum Jahresabschluss verwiesen. Die betrieblichen Aktivitäten der RHENUS VENIRO bestehen aus 2 Eisenbahnstrecken für den Schienenpersonennahverkehr, der Hunsrückbahn auf der Strecke Boppard - Emmelshausen (HRB) und der Moselweinbahn (MoWB) auf der Strecke Bullay - Traben-Trabach. Weiterhin erbringt die RHENUS VENIRO zentrale Dienstleistungen für die Tochtergesellschaften. Die Abrechnung dieser Leistungen erfolgt auf der Basis von Geschäftsbesorgungsverträgen. B. Wirtschaftsbericht B.1 Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf B.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2016 war die konjunkturelle Lage in Deutschland erneut durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag um +1,9% höher als im Vorjahr. Insgesamt legten die privaten und staatlichen Konsumausgaben um 2,5% zu und waren damit noch vor den Investitionen der wesentliche Wachstumstreiber. Im Jahresdurchschnitt 2016 wurde die Wirtschaftsleistung in Deutschland von knapp 43,5 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Diese Anzahl entspricht dem höchsten Stand seit 1991. Der Staatssektor (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen) war im Jahr 2016 weiter auf Konsolidierungskurs, da diese das Jahr mit einem Finanzierungsüberschuss in Höhe von 19,2 Mrd. € (vorläufig) abschlossen. In diesem gesamtwirtschaftlich positiven Umfeld verzeichnete nach Aussage des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen VDV auch der öffentliche Personennahverkehr in 2016 ein Rekordjahr. 10,2 Mrd. Fahrgäste bedeuteten einen Anstieg um 1,8% zum Vorjahr. Analog zu den Fahrgastzahlen stiegen auch die Ticketeinnahmen der ÖPNV-Unternehmen um 4% auf 12,2 Mrd. €. Der Bus war im Berichtsjahr mit rd. 4,5 Mrd. Fahrgästen (Vorjahr 4,2 Mrd. Fahrgäste, + 0,7%) erneut das meist genutzte ÖPNV-Angebot. Allerdings blieb die Tendenz erhalten, dass Fahrgastzuwächse nur in Städten bzw. Ballungsgebieten erzielt werden, während Verkehre in ländlichen Gebieten durch sinkende Schülerzahlen, den demografischen Wandel und die Urbanisierung Rückgänge in den Fahrgastzahlen gekennzeichnet sind. B.1.2 Geschäftsverlauf Im Berichtsjahr 2016 betrug der Umsatz der HRB 2.851,8 T€ (Vorjahr 2.755,5 T€) und entsprach damit den Erwartungen. Auslöser der höheren Umsatzerlöse waren im Wesentlichen gestiegene Verbundausgleichszahlungen. Der Betrieb lief störungsfrei. Das wirtschaftliche Ergebnis der HRB war positiv, da die höheren Umsatzerlöse und die geringere degressive Abschreibung der Triebfahrzeuge positiv auf das Ergebnis wirkten. Die MoWB führte in ihrem zweiten vollen Betriebsjahr planmäßig die erforderliche Hauptuntersuchung an Triebfahrzeugen durch, die Ende 2014 von der Donnersbergbahn übernommen wurden. In Folge geringerer Zuschüsse (Umsatz 1.709,8 T€, Vorjahr 2.419,3 T€) und der höheren Reparaturaufwendungen resultierte in 2016 ein negatives wirtschaftliches Ergebnis, das deutlich unter den Erwartungen lag. Durch den Anlauf diverser Neugeschäfte in Tochtergesellschaften der RHENUS VENIRO wurden die Geschäftsbesorgungsleistungen der Zentrale weiter ausgebaut. Der Umsatz aus Geschäftsbesorgungsleistungen stieg entsprechend auf 3.643,1 T€ (Vorjahr 3.406,7 T€). Die Regionalbus Oberlausitz GmbH (RBO) und die Niederrheinische Verkehrsbetriebe AG NIAG (NIAG) schütteten im Berichtsjahr aus den Ergebnissen 2015 insgesamt 2.259,7 T€ an die Gesellschafterin RHENUS VENIRO aus. Weiterhin erhielt die RHENUS VENIRO von der NIAG eine Zahlung im Rahmen der disquotalen Teilausschüttung der Kapitalrücklage von 1.472,6 T€. Bei 3 Tochtergesellschaften erhöhte die RHENUS VENIRO die Kapitalrücklage um insgesamt 1.700,0 T€. Auslöser ist die Vorbereitung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Tochtergesellschaften im Hinblick auf die Anforderungen des Personenbeförderungsgesetzes bei der Teilnahme an Ausschreibungen. Die Beteiligungsbuchwerte der drei Tochtergesellschaften erhöhten sich entsprechend. Die Verkehrsbetriebe Minden-Ravensberg GmbH i. L. (VMR) befindet sich unverändert seit der am 17. Januar 2011 angemeldeten Insolvenz in Liquidation. Die ehemals im Rahmen einer Geschäftsbesorgung für die VMR tätige eurobus Verkehrs-Service GmbH Westfalen i.L. befindet sich ebenfalls noch in Liquidation. B.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage B.2.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr um 1.603,6 T€ auf 20.942,5 T€ (Vorjahr 19.338,9 T€). Hauptursache für die Veränderung zum Vorjahr war auf der Aktivseite der Bilanz der Anstieg des Finanzanlagevermögens durch die Erhöhung der Kapitalrücklage bei Tochtergesellschaften. Weiterhin stellen die Anteile an verbundenen Unternehmen auf der Aktivseite die wesentliche Position dar (10.610,2 T€, Vorjahr 8.910,0 T€). Weitere wesentliche Positionen sind die Triebfahrzeuge für die Bahnstrecken (3.092,7 T€, Vorjahr 3.548,9 T€) sowie Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken (2.122,5 T€, Vorjahr 2.218,5 T€). Aufgrund eines höheren prozentualen Anstiegs der Bilanzsumme im Vergleich zur Erhöhung des Anlagevermögens reduzierte sich die Anlagenintensität (buchmäßiges Anlagevermögen / Bilanzsumme) geringfügig auf 92,5% (Vorjahr 91,7%). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betrugen im Berichtsjahr 880,1 T€ (Vorjahr 963,4 T€). Der Rückgang zum Vorjahr um 83,3 T€ entfiel mit 437,8 T€ im Wesentlichen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, während die sonstigen Vermögensgegenstände mit 407,3 T€ um 226,5 T€ über dem Vorjahreswert lagen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von 398,5 T€ (Vorjahr 173,3 T€). Auf der Passivseite stellten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 4.608,0 T€ (Vorjahr 4.899,7 T€) einen wesentlichen Posten dar. Das Darlehen in gleicher Höhe dient zur langfristigen Finanzierung der Triebfahrzeuge der HRB und wurde im Berichtsjahr mit 291,6 T€ planmäßig getilgt. Eine ebenfalls wesentliche Position bestand mit 8.503,2 T€ in den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr 7.317,7 T€) mit einem Anstieg um 1.185,5 T€. Diese Erhöhung beruht mit 2.882,6 T€ auf der Verrechnung des Jahresüberschusses auf dem Gesellschafterkonto, während die Verbindlichkeiten aus dem Cash-Management mit der Rhenus SE & Co. KG um 1.801,6 T€ auf 1.579,1 T€ (Vorjahr 3.380,7 T€) zurückgingen. Im Berichtsjahr enthielten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (852,6 T€, im Vorjahr 547,0 T€) im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten eines ITCS-Systems sowie Beratungsaufwendungen. Der Anstieg der Rückstellungen um 401,9 T€ auf 1.374,8 T€ (Vorjahr 972,9 T€) resultierte im Wesentlichen aus der Bildung einer Rückstellung für bereits vereinnahmte Leistungsentgelte, für Grunderwerbsteuer sowie aus der Zuführung zu personalabhängigen Rückstellungen. Im Zuge erhaltener Fördermittel für die Errichtung eines ITCS-Systems erfolgte der Ausweis des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von 345,3 T€ (Vorjahr 0,0 T€). Das Eigenkapital war aufgrund der satzungsgemäßen Gutschrift des Jahresüberschusses auf das Verrechnungskonto der Gesellschafterin mit 3.628,7 T€ zum Vorjahr unverändert. Die Eigenkapitalquote lag bei unverändertem Eigenkapital aufgrund der höheren Bilanzsumme bei 17,3% (Vorjahr 18,8%). B.2.2 Finanzlage Die Berichtsgesellschaft ist zur Optimierung der kurz- und langfristigen Liquidität in das Cash-Management der Rhenus SE & Co. KG eingebunden. Die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitionen sind somit sichergestellt. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Konditionen. Für die Finanzierung der Triebfahrzeuge der HRB wurde in 2013 ein langfristiges Bankdarlehen abgeschlossen, das die ursprüngliche Finanzierung über das Cash-Management der Rhenus SE & Co. KG ablöste. Der sich ergebene Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 5.814 T€ (Vorjahr 4.491 T€) wurde wie folgt ermittelt:
Die Netto-Finanzschulden [1] betrugen 4.600,4 T€ (Vorjahr 4.894,6 T€) bei einem EBITDA [2] in Höhe von 4.117,7 T€ (Vorjahr 4.457,1 T€). Entsprechend verschlechterte sich das Verhältnis Netto-Finanzschulden / EBITDA auf 111,7% (Vorjahr 109,8%). B.2.3 Ertragslage Die gesamten Umsatzerlöse erhöhten sich im Berichtsjahr auf 8.755,0 T€ (Vorjahr 8.606,0 T€) und teilten sich wie folgt auf:
Die HRB erzielte aufgrund höherer Umsatzerlöse und einer geringeren degressiven Abschreibung der Triebfahrzeuge ein positives wirtschaftliches Ergebnis in Höhe von 128,3 T€ (Vorjahr -31,4 T€). Bei einer geringeren Fahrgastanzahl (152.529, Vorjahr 158.777) resultierte der Anstieg der Umsatzerlöse aus höheren Zuschüssen. Die im Dezember 2014 mit ihrem Betrieb gestartete Moselweinbahn (MoWB) verzeichnete im zweiten vollen Geschäftsjahr 128.412 Fahrgäste (Vorjahr 128.488). Die geringeren Umsatzerlöse bzw. Zuschüsse führten in Verbindung mit den Reparaturaufwendungen, die für die erforderliche Hauptuntersuchung an den Triebfahrzeugen anfielen, zu einem negativen wirtschaftlichen Ergebnis in Höhe von -530,5 T€ (Vorjahr -65,6 T€). In Folge der Umsatzdefinition der Umsatzerlöse gemäß des BilRUG wurden sonstige betriebliche Erträge in die Umsatzerlöse umgegliedert. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst. Von den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres wäre ein Betrag in Höhe von 545,8 T€ aufgrund der neuen Umsatzdefinition unter den Umsatzerlösen auszuweisen. Die Holding umfasst die klassischen Zentralbereiche wie Rechnungswesen und Controlling, IT, Unternehmensentwicklung, Personal, Recht, die Geschäftsführung und die Regionalleitungen. Nach der Verrechnung der Zentralkosten auf die Tochtergesellschaften der RHENUS VENIRO verbleiben in der Holding Differenzen, da aus diversen Gründen eine vollständige Verrechnung an die Tochtergesellschaften nicht möglich ist. Das Ergebnis der wirtschaftlichen Einheit "Holding" betrug im Berichtsjahr 3.336,7 T€ (Vorjahr 3.118,0 T€). Neben den im Rahmen der Geschäftsbesorgungsverträge regelmäßigen Verrechnungen an die Tochtergesellschaften (3.643,1 T€, Vorjahr 3.406,7 T€) resultierten 2.259,7 T€ aus vereinnahmten Beteiligungserträgen (Vorjahr 1.729,4 T€) bzw. in Höhe von 1.472,6 T€ aus einer disquotalen Teilausschüttung einer Kapitalrücklage (Vorjahr 1.439,8 T€). Insgesamt erzielte die Berichtsgesellschaft im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Rohergebnis in Höhe von 6.813,1 T€ (Vorjahr 7.416,1 T€). Das EBITDA betrug 4.117,7 T€ (Vorjahr 4.457,1 T€) bzw. die EBITDA-Marge (EBITDA / Rohergebnis) 60,4% (Vorjahr 60,1%). Entsprechend erwirtschaftete die RHENUS VENIRO einen Jahresüberschuss in Höhe von 2.882,6 T€ (im Vorjahr 3.068,6 T€). Die im Vorjahr gestellte Prognose eines vergleichbaren Rohergebnisses wurde damit durch geringer Zuschüsse nicht erfüllt. Die im Vorjahr gestellte Prognose eines deutlich geringeren EBITDA trat im Wesentlichen aufgrund der vereinnahmten Beteiligungserträge bzw. der disquotalen Teilausschüttung aus der Kapitalrücklage einer Tochtergesellschaft im Ist ein. Die nachfolgende Darstellung zeigt einen Überblick über die Ergebnisentwicklung der operativ tätigen Tochterunternehmen der Berichtsgesellschaft (siehe detaillierte Aufstellung in der Anteilsbesitzliste im Anhang):
Sowohl in der mobus als auch in der MB erfolgten Projektanläufe. Die mobus nahm damit in 2016 als Gesellschafter der ARGE Prignitzbus die betriebliche Geschäftstätigkeit auf und erzielte Anlaufverluste. Die MB nahm darüber hinaus eine Risikovorsorge für einen Rechtsstreit vor, die das Ergebnis belastete. Seit August 2014 erbringt die RVW ihre ÖPNV-Leistungen im Landkreis Zwickau auf der Basis eines Bruttovertrages. RVW gewann die Ausschreibung dieser Leistung Ende 2013 mit einer Laufzeit von 10 Jahren. Der Zweitauftrag in Stendal hat noch eine Laufzeit bis Juli 2018. Die Tochtergesellschaften RBO und RVW investierten in 2016 erneut in geförderte Linienbusse und verbesserten dadurch ihre technische Basis und ihre Dienstleistungsqualität weiter. Die NIAG (RHENUS VENIRO-Anteil 51%) erwirtschaftete im Rahmen des verlängerten Auftrages über Kohletransporte trotz geringerer Tonnagen ein deutlich positives Ergebnis. Der fortgeführte Auftrag bietet eine verbesserte Fixkostenabdeckung durch den Auftraggeber. Für die in Rheinland-Pfalz tätigen RHENUS VENIRO-Unternehmen gilt seit August 2014 rückwirkend der sogenannte 'Preis-Preis-Vergleich' als Ersatz des § 45a PBefG-Ausgleiches. Mit der Änderung der Ausgleichsverordnung für den § 45a PBefG wird das Ziel angestrebt, einen Ausgleich des Unterschiedsbetrags der Schülerzeitkarten (Ausbildungsverkehr) zwischen dem preisgeminderten und dem 'Jedermann-'Tarif vorzunehmen. Die aus der sogenannten 'allgemeinen Vorschrift' zu erwartenden Ausgleichszahlungen für die Erzielung einer Mindestrendite auf die Kosten wurden in den relevanten Tochtergesellschaften gebucht und teilweise mit Wertberichtigungen versehen, da die Höhe der Ausgleichszahlung mit den betroffenen Landkreisen strittig ist. Im Jahresdurchschnitt 2016 betrug die Mitarbeiterzahl 61 (Vorjahr 51). Der Zuwachs resultierte aus dem Ausbau des Mitarbeiterstammes für Vertriebs- und Projektaktivitäten in den Regionen. Der Erfolg der RHENUS VENIRO ist abhängig von Ideen, von dem Engagement, von der Motivation und von den Fähigkeiten der Mitarbeiter. Deshalb unterstützt und fördert die Berichtsgesellschaft ihre Mitarbeiter durch Personalentwicklungsmaßnahmen sowie Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Neben den klassischen Seminaren nehmen Mitarbeiter auch an Workshops teil, die von der Geschäftsführung mitgestaltet werden. Der Umwelt- und Klimaschutz ist bei der RHENUS VENIRO ein fester Bestandteil der unternehmerischen Tätigkeit. Ziel ist es, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Umstieg auf Busse und Bahnen zu bewegen, um somit Pkw-Fahrten zu verringern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Reduzierung von Emissionen sowie in der kontinuierlichen Verbesserung der Betriebsabläufe, um einen effizienten Einsatz von Ressourcen, Materialien und Energie zu gewährleisten. Ein Handlungsfeld ist beispielsweise die CO 2-Emissionsminderung durch den Einsatz moderner Fahrzeuge mit erhöhter Energieeffizienz und energiesparendes Fahren. B.3 Gesamtbeurteilung der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr Zusammenfassend zeigte sich im Berichtsjahr aus Sicht der Unternehmensleitung eine zufriedenstellende Entwicklung der RHENUS VENIRO GmbH & Co. KG sowie der gesamten RHENUS VENIRO-Unternehmensgruppe. Die im Vorjahr gestellte Prognose eines ausgeglichenen Ergebnisses wurde im Berichtsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 2.882,6 T€ deutlich übertroffen. Ausschlaggebend waren dabei in erster Linie die vereinnahmten Beteiligungserträge einschließlich der disquotalen Teilausschüttung aus der Kapitalrücklage einer Tochtergesellschaft. C. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken C.1 Chancen- und Risikobericht Die Chancen und Risiken haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Als Bestandteil der Rhenus-Gruppe nutzt die RHENUS VENIRO zur Erfassung, Beurteilung und zum Monitoring von Chancen und Risiken diverse Steuerungs- und Kontrollinstrumente. Die Gesellschaft ist zweimal jährlich im Rahmen der konzernweiten Risikomanagementberichterstattung eingebunden. Risiken in einzelnen Betriebsbereichen werden darüber hinaus regelmäßig durch eine eigene Revision oder bei Bedarf untersucht. Monats- und Jahresabschlüsse und die darauf aufbauenden monatlichen Ergebnisberichte liefern entscheidungsrelevante Daten an das Management. Jährlich erfolgt ebenfalls eine Hochrechnung des laufenden Jahres, ein Budget für das Folgejahr sowie eine Mittelfristplanung für fünf weitere Jahre, deren Ergebnisse mittels Plan-Ist-Abgleich Bestandteile der Management-Berichterstattung sind. Wesentliche Investitionsprojekte werden in einem standardisierten Bewertungsverfahren betrachtet und im laufenden Ist nachkalkuliert. Neben den Personalkosten sind die Einkaufspreise und dabei insbesondere die Treibstoffkosten bei der HRB und MoWB ein wesentlicher Kostenfaktor. Die gesetzlichen Vertreter sehen nach wie vor, ungeachtet des derzeit relativ niedrigen Niveaus der Treibstoffpreise, das Risiko eines Anstiegs der Treibstoffpreise auch für 2017 und in den Folgejahren. Um das Ergebnisrisiko abzubilden, enthalten die Budget- und Mittelfristplanung der Betriebe regelmäßig angepasste Dieselpreissteigerungen. Die Verkehrsleistungen der Tochtergesellschaften basieren überwiegend auf langjährigen Verträgen. Erst in 2018 laufen zwei wesentliche Verkehrsverträge aus, die dann zur Ausschreibung kommen. Die mobus konnte neben dem in 2016 angelaufenen Neugeschäft 'prignitzbus' ein zweites Neugeschäft akquirieren, dass am 01.01.2017 anlief. Neugeschäft wird auch die KVG in Zittau ab Mitte des Jahres 2017 ausweisen. Die vertragliche und gesellschaftsrechtliche Abwicklung befindet sich aktuell in der Detailplanung. Die MB wird beide Neugeschäfte ('Blaues Ländchen-Loreley & Einrich' und 'Diez') in vollen Betriebsjahren betreiben. Einnahmerisiken aus der strittigen Einnahmeaufteilung im Verkehrsverbund Rhein-Sieg wurden im Jahresabschluss 2016 durch eine Rückstellungsbildung versorgt. Die Durchführung der Verkehrserhebung und deren Ergebnisse sind mit mehreren Klagen verschiedener Unternehmen weiterhin beim LG Köln gerichtsanhängig. Durch zu erwartende Ausgleichszahlungen aus der 'Allgemeinen Vorschrift' können Kostenunterdeckungen vermieden werden. Die SBZ baute durch das in einer europaweiten Ausschreibung gewonnene Neugeschäft zum Betrieb gemeinwirtschaftlicher Busverkehrsleistungen im Linienverkehr nach § 42 PBefG im Los 1 im Landkreis St. Wendel die Basis ebenfalls aus. Die mit einem bundesweiten Betreiber von Kohlekraftwerken vereinbarte Fortsetzung der Kohletransporte sichert der NIAG in der Logistik ein stabiles Ergebnisniveau, zumal die vertragliche Regelung Risiken aus Mengenschwankungen besser absichert. Zudem verfolgt der Vorstand der NIAG weiter das Ziel, die notwendige Produktivität im ÖPNV und in der Logistik weiter zu verbessern. Sowohl die SPNV-Strecke der HRB als auch die der MoWB werden auf der Basis langjähriger Verträge bedient. Beide Betriebe bergen ein vergleichsweise gering einzuschätzendes Kundenrisiko, da bei den öffentlichen Auftraggebern davon auszugehen ist, dass das Forderungsausfall- und damit Liquiditätsrisiko im Vergleich zu einem Privatunternehmen nicht in dem Maße existiert. Als Folge der Entwicklungen auf dem Energie- und Finanzmarkt besteht für den ÖPNV und den SPNV weiterhin auch eine Reihe von Chancen für die Gruppe. Auf gesamtwirtschaftlicher Ebene eröffnet das anhaltend niedrige Zinsniveau der öffentlichen Hand Finanzierungsspielräume. Während der Bund auch für 2017 trotz der Flüchtlingssituation per Saldo keine Neuaufnahme von Schulden plant, bleibt abzuwarten, wie sich die angespannte finanzielle Situation der Städte, Kreise und Kommunen entwickelt, unter anderem durch geringere Dividenden aus Finanzanlagen. Daher gehen die gesetzlichen Vertreter von einem anhaltenden Druck aus, nicht wirtschaftliche Verkehrsbetriebe zu restrukturieren oder zumindest teilweise zu privatisieren. Dabei ist nicht zu übersehen, dass verschiedene Initiativen zur Änderung des PBefG das Ziel verfolgen, den Vorrang der Eigenwirtschaftlichkeit zu beseitigen. Die gesetzlichen Vertreter sehen, resultierend aus Portfoliobereinigungen bei großen Verkehrskonzernen und Verkaufsabsichten im Mittelstand, eine Möglichkeit, Verkehrsbetriebe zu übernehmen, die über keine ausreichende Kapitalausstattung oder über keinen geeigneten Nachfolger verfügen. Stark voneinander abweichende Preisvorstellungen stehen diesen Transaktionen oftmals entgegen. Die gesetzlichen Vertreter gehen jedoch davon aus, dass ein Wachstum in diesem privatwirtschaftlichen Bereich in 2017 möglich ist. Die Mobilität jedes Einzelnen muss erhalten bleiben, da sie die Basis für unsere heutige Wirtschaftswelt darstellt. Inwieweit die aktuelle Entwicklung des fallenden Ölpreises dauerhaft die Bedeutung des Automobil gestützten Individualverkehrs verstärkt, bleibt abzuwarten, zumal die Preisentwicklung zum Großteil politisch motiviert zu sein scheint. Auf lange Sicht bleibt abzuwarten, ob die ÖPNV- und SPNV-Branche von der digitalen Revolution bzw. der digitalen Vernetzung sämtlicher Dinge und Lebensbereiche und dem Entstehen von Mobilitätskonzepten wie Carsharing profitieren wird. Die gesetzlichen Vertreter sehen in dieser Entwicklung langfristig eine Chance für eine verbesserte Nutzerakzeptanz und steigende Fahrgastzahlen. Ob die Entwicklung hin zum 'autonomen Fahren' bereits kurz- und mittelfristig eine Bedrohung für das traditionelle Geschäftsmodell darstellt, ist aktuell nicht ohne weiteres zu beurteilen. Es ist davon auszugehen, dass auch bisher branchenfremde Wettbewerber den Markt bearbeiten. Wie angenommen hat sich der markante Preiskampf im Fernbusmarkt fortgesetzt. Die dabei zu erwartende Konsolidierung ist eingetreten. Auch weiterhin vertreten die gesetzlichen Vertreter die Ansicht, dass ein Markteintritt in den bisher margenschwachen Markt wenig erfolgversprechend ist. Eine zunehmende Herausforderung ist das erfolgreiche Werben um betrieblichen Nachwuchs und um Führungskräfte, insbesondere dann, wenn Branchen- und Spezialwissen erforderlich ist. Diese durch die demographische Entwicklung ohnehin auftretende Thematik wird durch das Werben großer Wettbewerber sowie alternativer Branchen weiter verschärft. Ein Fortbestandsrisiko besteht nach Ansicht der gesetzlichen Vertreter nicht. Weitere Risiken sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. C.2 Prognosebericht Die gesetzlichen Vertreter gehen für das Geschäftsjahr 2017 von einem weiterhin stabilen gesamtwirtschaftlichen Umfeld aus. Die gute Konjunktureinschätzung für Deutschland ist dabei von der außenwirtschaftlichen Situation zu unterscheiden, die durch eine schwache Erholung des EU-Marktes und der Schwellenländer sowie durch niedrigere Wachstumsraten in China gekennzeichnet ist. Hinzu kommen Unsicherheiten durch die Brexit-Verhandlungen und die Handlungen der neuen amerikanischen Präsidentschaft. Für 2017 ist weiterhin von einem niedrigen Zinsniveau auszugehen, allerdings bei steigender Inflation. Die Europäische Zentralbank setzt ihre Politik der 'Quantitativen Lockerung' aufgrund der wirtschaftlichen Schwäche des Euro-Raumes und die Staatsschuldenproblematik fort. Die Entwicklung des weiterhin relativ niedrigen Ölpreises ist schwer einschätzbar, da der derzeit zu verzeichnende Preisanstieg unter anderem von den Beziehungen zu Russland, der Förderpolitik im Iran, der weiteren politischen Entwicklung im Nahen Osten sowie der EUR/USD-Relation abhängig ist. Voraussichtlich werden der Ölpreis und die niedrigen Zinsen dazu führen, dass der private Konsum und die Investitionstätigkeit auch in 2017 stark bleiben. Entsprechend wird für 2017 erneut ein ausgeglichener Staatshaushalt erwartet. Ob es zu Steuersenkungen kommen wird, ist unter anderem von dem Ausgang der Bundestagswahl abhängig. Auf der Basis dieser Faktoren erwarten das Kieler Institut für Weltwirtschaft und der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein Wachstum des BIP in Höhe von +1,7%. Als Treiber des Wachstums wird die Binnenwirtschaft genannt (i. W. Bauinvestitionen und Konsum) genannt. Insgesamt nehmen die gesetzlichen Vertreter wie im Vorjahr eine gesamtwirtschaftliche Entwicklung am unteren Ende des oben genannten Korridors an. Das weiterhin niedrige Zinsniveau ermöglicht die relativ günstige Finanzierung von Investitionen, der relativ niedrige Treibstoffpreis begünstigt die Kostenposition. Aufgrund der überwiegend langfristig gesicherten Vertragssituation in den eigenen Betrieben (HRB und MoWB mit festen Laufzeiten bis 2029) und in den Tochtergesellschaften verfügt die RHENUS VENIRO über eine sichere Basis für die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung in 2017. Neben dem Betrieb der beiden Eisenbahnstrecken erfüllt die RHENUS VENIRO vornehmlich die Funktion einer Führungsholding für die Tochtergesellschaften der RHENUS VENIRO-Gruppe. Aufwendungen, die überwiegend für die Unternehmensentwicklung anfallen, werden auf der Basis bestehender Geschäftsbesorgungsverträge an die Tochtergesellschaften abgerechnet. Im Geschäftsjahr 2017 werden die geringeren degressiven Abschreibungen der Triebfahrzeuge das wirtschaftliche Ergebnis der HRB entlasten. Zudem entfallen bei der MoWB im Vergleich zum Vorjahr die Aufwendungen aus den Fahrzeuguntersuchungen. Bei leicht gestiegenen Umsatzerlösen und einem leicht verbesserten Rohergebnis erwarten die gesetzlichen Vertreter für 2017 unter den vorstehend genannten Voraussetzungen sowie der Annahme, dass die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des Verkehrsmarktes gemäß unseren Erwartungen verläuft, sowohl ein EBITDA als auch ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau, welche auch die Verrechnung der Geschäftsbesorgungsverträge der Zentrale sowie geringere Beteiligungserträge und mögliche Verlustübernahmen umfassen.
1 Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten zzgl. Verbindlichkeiten aus der Annahme
gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel
abzgl. Wertpapiere des Anlagevermögens abzgl.
Wertpapiere des Umlaufvermögens abzgl. Kassenbestand
und Guthaben bei Kreditinstituten
Moers, den 30. März 2017 Die Geschäftsführung der RHENUS VENIRO Verwaltungs GmbH Henrik Behrens, Geschäftsführer Uwe Rößler, Geschäftsführer Rolf Tödtmann, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Anhang für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2016Registergericht Kleve Handelsregister-Nummer HRA 3809 I. GRUNDLAGEN Die RHENUS VENIRO GmbH & Co. KG ist eine mittelgroße Personenhandelsgesellschaft im Sinne der §§ 264a, 267 Abs. 2 und 4 HGB. Durch den Wegfall von § 9 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) hat die Gesellschaft den Jahresabschluss nicht mehr nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung des HGB, des Gesellschaftsvertrages sowie der Rethmann-Bilanzierungsrichtlinien aufgestellt. Im Berichtsjahr 2016 wurden erstmalig die Neuerungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) im Zusammenhang mit den Übergangsvorschriften des EGHGB angewendet. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEIS-METHODEN Im Rahmen der Aufstellung des Anhangs werden für das Berichtsjahr 2016 erstmals die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Das Gliederungsschema gemäß § 266 HGB und § 275 HGB wurde zur verbesserten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie zur Anpassung an die Veränderungen durch das BilRUG um folgende Positionen erweitert bzw. angepasst: In der Bilanz: - Ausweis des Fuhrparks im Anlagevermögen; - den gesonderten Ausweis des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen auf der Passivseite; - Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern; in der Gewinn- und Verlustrechnung: - Einfügen der Zwischensummen Gesamtleistung, Rohergebnis und Ergebnis vor Steuern; - Wegfall des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; - Wegfall des Ausweises der sonstigen Steuern. Darüber hinaus wird die Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen beachtet. In diesem Zusammenhang wurde gemäß der Verordnung der Position Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken der Vermerk "davon Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten" angefügt und das Gliederungsschema um die Positionen "Gleisanlagen" und "Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr" erweitert und die Position "technische Anlagen und Maschinen" in "Maschinen und maschinelle Anlagen" umbenannt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Folgende Abweichungen von in Vorperioden praktizierten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr vorgenommen:
In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind ansonsten jeweils die entsprechenden Vorjahresbeträge angegeben. Aktiva: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Bei vor dem 01.01.2010 angeschafften Sachanlagen werden die planmäßigen Abschreibungen - soweit steuerlich zulässig - degressiv vorgenommen. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen.Bei Anlagegütern, die nach dem 01.01.2010 angeschafft wurden, erfolgt die Abschreibung näherungsweise gemäß dem tatsächlichen Nutzungsverlauf. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Lediglich im Bereich der Fahrzeuge wird weiterhin degressiv abgeschrieben, da dies dem tatsächlichen Entwertungsverlauf entspricht. Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:
Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Dem Vermögensgegenstand direkt zurechenbare Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht. Zugänge an Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 150 € werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Seit 2010 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 € und 410 € aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben. Hierbei wird im Anlagengitter der Totalabgang nach Ablauf von 5 Jahren unterstellt. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sowie die Wertpapiere zu Anschaffungskosten bewertet, in Einzelfällen mit dauerhafter Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschlägen Rechnung getragen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Als Bewertungsvereinfachungsverfahren wird die Durchschnittsmethode angewandt. Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes (ohne Umsatzsteuer) vorgenommen. Wenn die zivilrechtlichen Voraussetzungen für das Bestehen der Aufrechnungslage gegeben sind, werden Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit Verbindlichkeiten gegenüber demselben Unternehmen miteinander verrechnet. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten. Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des unternehmensindividuellen Gewerbesteuersatzes. Eine sich insgesamt ergebende passive Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht ausgeübt. Der Ausweis erfolgt dann unter den aktiven latenten Steuern. Passiva: Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Unter den Sonderposten werden erhaltene öffentliche Zuschüsse zur Anschaffung von Anlagevermögen ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt parallel zur handelsrechtlichen Abschreibung der entsprechenden Vermögensgegenstände. Bei der Bildung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Wertansätze der Haftungsverhältnisse entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen: Das Anlagengitter gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Eine Übersicht über die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) nach § 271 Abs. 1 HGB ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Sämtliche Forderungen und Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 307.041,28 € (Vorjahr 292.037,20 €) sowie sonstige Forderungen in Höhe von 128.893,18 € (Vorjahr 15.896,59 €). Aktive latente Steuern: Die latenten Steuern resultieren zum Bilanzstichtag ausschließlich aus aktiven latenten Steuern. Die aktiven latenten Steuern nahmen im Geschäftsjahr um 45.084,14 € zu. Sonderposten: Die Sonderposten für Investitionszuschüsse enthalten gewährte öffentliche Zuschüsse für Investitionen ins Anlagevermögen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt parallel zur handelsrechtlichen Abschreibung der entsprechenden Vermögensgegenstände. Rückstellungen: Die sonstigen Rückstellungen wurden vor allem für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, bereits vereinnahmte Leistungsentgelte, Abrissverpflichtungen, ausstehende Eingangsrechnungen sowie Prüfungs- und Beratungsaufwendungen gebildet. Verbindlichkeiten: Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor.
Insgesamt wird ein Betrag in Höhe von 4.607.990,26 € (Vorjahr 4.899.593,43 €) der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Sicherungsübereignungen gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 645.643,19 € (Vorjahr 255.415,76 €) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 887.188,70 € (Vorjahr 1.372.188,70 €). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Rhenus SE & Co. KG in Höhe von 8.499.476,48 € (Vorjahr 7.313.980,87 €), davon aus Lieferungen und Leistungen 7.158,76 € (Vorjahr 7.061,18 €) sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin RHENUS VENIRO Verwaltungs GmbH in Höhe von 3.722,37 € (Vorjahr 3.672,67 €). Es handelt sich wie im Vorjahr insgesamt um Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Weitere Angaben zur Bilanz: Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von 2.882.556,80 € wurde satzungsgemäß in voller Höhe den Gesellschafterkonten gutgeschrieben. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Zinsen und ähnliche Aufwendungen: Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten in Höhe von 21.365,67 € Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen (Vorjahr 17.684,88 €). Steuern vom Ertrag: In den Steuern vom Ertrag sind latente Gewerbesteuer in Höhe von -45.084,14 € (Vorjahr 89.859,98 €) enthalten. Periodenfremde Erträge aus Steuererstattungen sowie aus der Auflösung des nicht verbrauchten Teils der Rückstellung für Vorjahre entstanden in Höhe von 42.248,00 € (Vorjahr 55.105,00 €). V. NACHTRAGSBERICHT Zwischen Bilanzstichtag und Erstellung des Jahresabschlusses sind keine wertbegründenden Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. VI. ERGÄNZENDE ANGABEN Arbeitnehmerzahlen: Im Jahr 2016 waren durchschnittlich beschäftigt:
Haftungsverhältnisse: Folgende Haftungsverhältnisse werden unter Angabe der gewährten Pfandrechte und sonstigen Sicherheiten gesondert angegeben:
Die Tochtergesellschaften Martin Becker GmbH & Co. KG, Freiberger Eisenbahngesellschaft mbH und MB Moselbahn Verkehrsbetriebsgesellschaft mbH sind im Rahmen von Verkehrs- und Kreditverträgen aufgefordert, finanzielle Sicherheiten zu hinterlegen. Als Muttergesellschaft gab die RHENUS VENIRO GmbH & Co. KG entsprechende Bürgschaften. Die Inanspruchnahme der Verpflichtungen aus Bürgschaften würde eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach sich ziehen. Aufgrund der stabilen Geschäftsentwicklung in den genannten Gesellschaften ist derzeit aber nicht von einer Inanspruchnahme nicht ausgegangen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Als sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB sind nach Art und Betrag zu nennen:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers: Das im Aufwand erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers im abgeschlossenen Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
VII. BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN Mitgliedschaft im Konzern: Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der RHENUS VENIRO GmbH & Co. KG mit Sitz in Moers, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, und in den Konzernabschluss der Rhenus SE & Co. KG mit Sitz in Holzwickede sowie in den Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG mit Sitz in Selm, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen. Persönlich haftende Gesellschafterin: Persönlich haftende Gesellschafterin der Berichtsgesellschaft ohne Kapitaleinlage ist die RHENUS VENIRO Verwaltungs GmbH, Moers, mit einem gezeichneten Kapital in Höhe von 25.000,00 €. VIII. ANGABEN ZU GESELLSCHAFTSORGANEN Die Geschäftsführung wird durch die persönlich haftende Gesellschafterin vorgenommen. Die Komplementärin wird durch ihre Geschäftsführung vertreten. Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2016 an:
Auf die Angabe der Vergütung für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Moers, den 30.03.2017 RHENUS VENIRO GmbH & Co. KG Die Geschäftsführung der RHENUS VENIRO Verwaltungs GmbH Henrik Behrens Uwe Rößler Rolf Tödtmann Anlagengitter für das Geschäftsjahr 2016
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
*) Die Daten sind vorläufige Informationen. **) Ergebnisabführungsvertrag ***) freiwillige Verlustübernahme ****) Die Daten stammen aus dem Jahresabschluss 2010 Bei der REV Europäische Verkehrsgesellschaft mbH handelt es sich um eine Mantelgesellschaft ohne operatives Geschäft. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RHENUS VENIRO GmbH & Co. KG, Moers, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, den 19. Mai 2017 KPMG
AG
Blücher, Wirtschaftsprüfer Langhoff, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDie Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 26. Juli 2017. |
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