Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 10561
Vorher
Blitz 13-367 GmbHEsser-Werke Holding GmbH
Eingetragen
2.5.2013
Branche
Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlHerstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenHerstellung von Präzisionsstahlrohren
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von verschließfesten Rohren sowie Erwerb und Halten von Geschäftsanteilen und sonstigen Beteiligungen in anderen Unternehmen im In- und Ausland

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frederik Manz
seit 16.4.2026
Prokura
Matthias Hense
seit 16.4.2026
Prokura
Stefan Harbig
seit 16.3.2023
Geschäftsführer
Stefan Brosick
seit 10.2.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Constructions Forms Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Constructions Forms Inc.
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Esser-Werke GmbH (vormals: Esser-Werke Holding GmbH)

Warstein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 341.927,84 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.460.906,41 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 649.148,89 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 464.958,66 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 189.702,36 0,00
3.764.716,32 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 10.076.343,24
2. Beteiligungen 25.564,60 0,00
25.564,60 10.076.343,24
4.132.208,76 10.076.343,24
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.798.021,99 0,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.871.139,11 0,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 414.127,88 0,00
4. Erhaltene Anzahlungen -175.593,26 0,00
7.907.695,72 0,00
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.847.741,66 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.259.686,15 7.390.378,40
3. Sonstige Vermögensgegenstände 329.446,74 0,00
11.436.874,55 7.390.378,40
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 625.416,65 16.532,80
19.969.986,92 7.406.911,20
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 26.360,72 0,00
24.128.556,40 17.483.254,44

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.016.988,48 2.016.988,48
III. Gewinnvortrag 14.680.786,36 13.015.793,14
IV. Jahresüberschuss 1.971.710,84 2.092.502,58
18.694.485,68 17.150.284,20
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen 2.079.842,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 864.588,65 316.527,08
3. Sonstige Rückstellungen 1.298.758,38 0,00
4.243.189,03 316.527,08
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.047.491,31 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.443,16 16.443,16
3. Sonstige Verbindlichkeiten 126.947,22 0,00
1.190.881,69 16.443,16
24.128.556,40 17.483.254,44

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 30.335.636,07 0,00
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.405.326,87 0,00
3. Gesamtleistung 31.740.962,94 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 350.221,71 0,00
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 232.303,59 (Vorjahr: EUR 0,00)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -16.088.271,54 0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -725.703,21 0,00
-16.813.974,75 0,00
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.822.504,04 0,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.077.487,92 0,00
-6.899.991,96 0,00
7. Abschreibungen -625.602,77 0,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.916.454,08 -5.020,30
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 28.369,55 (Vorjahr: EUR 0,00)
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 2.562.150,82
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 2.092.502,58)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 163.720,32 130.901,24
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -450.800,09 0,00
12. Beteiligungs-/Finanzergebnis -287.079,77 2.693.052,06
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -559.790,17 -595.529,18
14. Ergebnis nach Steuern 1.988.291,15 2.092.502,58
15. Sonstige Steuern -16.580,31 0,00
16. Jahresüberschuss 1.971.710,84 2.092.502,58

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben

Die Esser-Werke Holding GmbH mit Sitz in Warstein war am Amtsgericht Arnsberg zum Stichtag 31.12.2022 unter der Registernummer HRB 10561 eingetragen.

Mit Beschluss der Gesellschafter vom 26.10.2022 wurde die Anwachsung der Esser-Werke GmbH & Co. KG (ehemals am Amtsgericht Arnsberg unter der Registernummer HRA 3476 eingetragen) in die Esser-Werke Holding GmbH mit Wirkung zum 31.12.2022 beschlossen. Im Rahmen der Anwachsung wurde die Esser-Werke Holding GmbH in die Esser-Werke GmbH umfirmiert. Diese Anwachsung sowie die Löschung der Esser Werke GmbH & Co. KG wurde am 16.03.2023 im Handelsregister eingetragen.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bestand im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen aus der Gesellschafterstellung bei der Esser Werke GmbH & Co. KG mit Sitz in Warstein. Die Esser Werke GmbH & Co. KG mit Sitz in Warstein war eine operativ tätige Gesellschaft. Um die Informationsfunktion des Jahresabschlusses zu erfüllen, enthalten Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung die Werte der angewachsenen Esser Werke GmbH & Co. KG. Die Vorjahreszahlen enthalten die Werte der Esser-Werke Holding GmbH. Um die Vergleichbarkeit herzustellen, werden die Vorjahreszahlen im Anhang so angepasst, als wäre bereits zum Vorjahreszeitpunkt angewachsen worden. Auch werden im Anhang die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für sämtliche Bilanzposten der Esser Werke GmbH & Co. KG und der Esser Holding GmbH angegeben.

Aufgrund der fehlenden Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr werden nachfolgend auch Pro-Forma Informationen dargelegt.

Die Esser-Werke Holding GmbH ist anwachsungsbedingt erstmalig eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB i.V.m. § 264a HGB.

Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr des Unternehmens entspricht dem Kalenderjahr.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wird der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Die Gesellschaft nimmt die Erleichterungsvorschriften des 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (hauptsächlich EDV-Software) werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über die jeweilige Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden und Außenanlagen (Lager- und Parkplätze, Grünanlagen) zwischen 10 und 25 Jahren und bei beweglichen Anlagegütern zwischen 3 und 19 Jahren. Anlagenzugänge werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung pro rata temporis abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter wird ein Sammelposten gebildet und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Im Falle von voraussichtlich dauernden Wertminderungen erfolgen bei den immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert. Das Wertaufholungsgebot des § 280 HGB wird im weiteren Verlauf beachtet.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt grundsätzlich zum Nennwert; erkennbare Risiken sind nicht vorhanden.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips und der Grundsätze verlustfreier Bewertung bewertet. Angemessene Teile der Gemeinkosten werden bei der Ermittlung der Herstellungskosten miteinbezogen. Zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken werden angemessene Gängigkeitsabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen und bei den Forderungen aus Lieferungen gegen Dritte zusätzlich durch eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes (ohne Umsatzsteuer) abgedeckt.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit Sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum und den Bilanzstichtag betreffen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die versicherungsmathematische Berechnung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte unter Zugrundelegung

a) der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und

b) folgender Annahmen:

31.12.2022 31.12.2021
Rechnungszinssatz p.a. (10-Jahres-Durchschnitt) 1,79 % 1,87 %
Anwartschafts-/BBG-Trend p.a. 0,00 % 0,00 %
Rententrend p.a. 1,50 % 1,50 %

Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Anwendung eines 10-Jahres-Durchschnittszinses im Vergleich zu einem 7-Jahres-Durchschnittszins ergibt, beträgt EUR 155.871. Dieser Betrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet und umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Bewertung der Altersteilzeitrückstellung erfolgte nach den Regelungen des IDW RS HFA 3 vom 19.06.2013 unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck und

a)

eines Rechnungszinssatzes von 0,51 % p.a. (31.12.2021: 0,32 %) sowie

b)

eines Gehaltstrends von 2,00 % p.a. (31.12.2021: 2,00 %).

Die Bewertung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen erfolgte nach der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) und unter Berücksichtigung

a)

eines Rechnungszinssatzes von 1,45 % p.a. (31.12.2021: 1,34 %) sowie

b)

eines Gehaltstrends von 2,00 % p.a. (31.12.2021: 2,00 %).

Die Rückstellungen für Gewährleistung und Kulanz umfassen Einzelrückstellungen für alle bekannt gewordenen Fälle auf Basis der voraussichtlichen anfallenden Selbstkosten und zusätzlich eine pauschale Rückstellung von 0,5 % des garantiebehafteten Umsatzes des Geschäftsjahres (ohne die Umsätze, für die bereits Einzelrückstellungen gebildet wurden).

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Die angepassten Werte zum 31.12.2021 berücksichtigen zur besseren Vergleichbarkeit mit den Werten zum 31.12.2022 fiktiv die Anwachsung der Esser Werke GmbH & Co. KG auf die Esser Werke GmbH.

31.12.2022 31.12.2021 31.12.2021 (angepasst)
TEUR TEUR TEUR
AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 342 526
II. Sachanlagen 3.765 3.793
III. Finanzanlagen 26 10.076 26
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 7.908 6.145
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.437 7.390 10.127
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 625 17 235
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26 88
PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25 25 25
II. Kapitalrücklagen 2.017 2.017 2.017
III. Gewinnvortrag 14.681 13.016 13.016
IV. Jahresüberschuss 1.972 2.093 715
B. Rückstellungen 4.243 317 4.235
C. Verbindlichkeiten 1.191 16 933
Bilanzsumme in TEUR 24.129 17.483 20.941

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem diesem Anhang beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.764 (Vorjahr: TEUR 0; angepasstes Vorjahr: TEUR 1.098). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von TEUR 6.260 eine Laufzeit von über einem Jahr aber weniger als 5 Jahren und betreffen im Wesentlichen Darlehensforderungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in voller Höhe gegen die Construction Forms Inc. Port Washington, USA (Gesellschafterin).

(3) Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 25.000,00.

Die Kapitalrücklage beträgt EUR 2.016.988,48 (Vorjahr. EUR 2.016.988,48;).

(4) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubs- und Zeitguthaben in Höhe von TEUR 402 (Vorjahr: TEUR 0; Vorjahr angepasst: TEUR 394), für sonstige Personalkosten in Höhe von TEUR 361 (Vorjahr: TEUR 0; Vorjahr angepasst: TEUR 245), für Aufwendungen für Jubiläen und Altersteilzeit in Höhe von TEUR 244 (Vorjahr: TEUR 0; Vorjahr angepasst: TEUR 231), für Gewährleistungen und Kulanz in Höhe von TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 0; Vorjahr angepasst: TEUR 90), und für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 0; Vorjahr angepasst: TEUR 65).

(5) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 0; angepasstes Vorjahr: TEUR 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in voller Höhe (TEUR 16) gegenüber der Construction Forms Inc. Port Washington, USA (Gesellschafterin).

Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die angepassten Werte für das Geschäftsjahr 2021 berücksichtigen zur besseren Vergleichbarkeit mit den Werten für das Geschäftsjahr 2022 fiktiv die Anwachsung der Esser Werke GmbH & Co. KG auf die Esser Werke GmbH.

2022 2021 2021
(angepasst)
1. Gesamtleistung 31.742 28.808
2. Sonstige betriebliche Erträge 350 414
3. Materialaufwand -16.814 -15.180
4. Personalaufwand -6.900 -6.292
5. Abschreibungen -626 -600
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.916 -5 -4.640
7. Erträge aus Beteiligungen 2.562
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 164 131 160
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -451 -224
10. Finanzergebnis
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag -560 -596 -1.713
12. Sonstige Steuern -17 -18
13. Jahresüberschuss in TEUR 1.972 2.093 715

(1) Rohergebnis

Das Rohergebnis hat sich von TEUR 14.042 im Vorjahr um TEUR 1.236 auf TEUR 15.278 erhöht (Vorjahr angepasst: TEUR 14.042). Dies ist im Wesentlichen durch den Anstieg der Umsatzerlöse bedingt.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 350 (Vorjahr: TEUR 0; Vorjahr angepasst: TEUR 414) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 0; Vorjahr angepasst: TEUR 122), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 232 (Vorjahr: TEUR 0; Vorjahr angepasst: TEUR 81) sowie Erträge aus Kosten an Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 98 (Vorjahr. TEUR 0; Vorjahr angepasst: TEUR 206).

(3) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEUR 4.916 (Vorjahr TEUR 5; Vorjahr angepasst: TEUR 4.640) deutlich über Vorjahresniveau. Haupttreiber hierbei waren Aufwendungen für Energie, Frachten, Beratung und Instandhaltungsarbeiten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Vertriebskosten in Höhe von TEUR 1.153 (Vorjahr: TEUR 0; Vorjahr angepasst: TEUR 774), Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 844 (Vorjahr: TEUR 0; Vorjahr angepasst: TEUR 733) und sonstige Betriebskosten in Höhe von TEUR 1.427 (Vorjahr: TEUR 0; Vorjahr angepasst: TEUR 2.939) enthalten.

Aus der Anwachsung resultiert ein außerordentlicher Aufwand von TEUR 1.377.

(4) Finanzergebnis

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung gemäß § 277 Abs. 5 HGB der Pensionsrückstellungen von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 0; Vorjahr angepasst: TEUR 40) und der sonstigen Rückstellungen von TEUR 1 (TEUR 0; Vorjahr angepasst: TEUR 4) enthalten.

Sonstige Angaben

(1) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Zusammenhang mit Investitionen in Sachanlagen greift die Gesellschaft auch auf die Möglichkeit zurück, Leasingverträge abzuschließen. Die Verträge sind so gestaltet, dass eine Bilanzierung beim Leasinggeber erfolgt, so dass im Einzelabschluss keine Vermögensgegenstände und Abschreibungen ausgewiesen werden. Dafür fallen Leasingzahlungen an, die als Leasingaufwendungen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. Operating Leasing für Kraftfahrzeuge & Maschinen hat für die Gesellschaft Vorteile, insbesondere hinsichtlich der Liquiditätsbelastung, der Eigenkapitalquote infolge der Bilanzneutralität und der Planungs- und Kalkulationssicherheit durch feste Leasingparameter. Wesentliche Risiken aus den genannten Operating-Leasing-Verträgen bestehen nicht. Im Zusammenhang mit dem Leasing von Kfz und anderem Sachanlagevermögen wurden Verträge abgeschlossen, deren Restmietverbindlichkeiten über die Mindestleasingdauer TEUR 246 betragen (davon TEUR 150 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr).

(2) Organe der Gesellschaft

Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind bestellt:

- Herr Patrick Bartling, Kaufmann, Wisconsin, USA (ab 16.10.2020; bis 13.01.2022)

- Herr Stefan Brosick, Kaufmann, Illinois, USA (ab 13.01.2022)

- Herr Stefan Harbig, Ingenieur, Tönisvorst

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Die Pensionsbezüge der Witwe eines früheren Geschäftsführers betragen TEUR 55. Die hierfür gebildete Pensionsrückstellung beträgt TEUR 2.080.

(3) Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt)

31.12.2022 31.12.2021 31.12.2021 (angepasst)
Angestellte * 30 0 26
Gewerbliche Arbeitnehmer 67 0 67
Gesamt 97 0 93

* ohne Einbeziehung von Geschäftsführern und Auszubildenden

(4) Konzernabschluss des größten und kleinsten Kreises

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Construction Forms Inc., Port Washington, USA, einbezogen und ist dort erhältlich.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Warstein, den 25.07.2023

Esser-Werke GmbH (vormals: Esser-Werke Holding GmbH)

Stefan Brosick, Geschäftsführer

Stefan Harbig, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge aus Anwachsung Zugänge
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.187.144,94 9.550,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 6.155.791,09 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.885.977,60 59.392,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.028.394,11 67.573,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 47.364,08 276.672,26
0,00 14.117.526,88 403.637,85
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.076.343,24 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 25.564,60 0,00
10.076.343,24 25.564,60 0,00
10.076.343,24 15.330.236,42 413.187,85
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen Abgänge aus Anwachsung Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 5.244,10 1.191.450,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 6.155.791,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 141.091,35 5.804.278,78
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 134.333,98 0,00 91.970,47 2.138.330,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -134.333,98 0,00 0,00 189.702,36
0,00 0,00 233.061,82 14.288.102,91
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 10.076.343,24 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 25.564,60
0,00 10.076.343,24 0,00 25.564,60
0,00 10.076.343,24 238.305,92 15.505.118,35
Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge aus Anwachsung Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 661.394,94 193.369,16 5.241,10 849.523,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.536.411,09 158.473,59 0,00 3.694.884,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.163.921,60 132.297,64 141.089,35 5.155.129,89
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.623.871,11 141.462,38 91.961,47 1.673.372,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 10.324.203,80 432.233,61 233.050,82 10.523.386,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 10.985.598,74 625.602,77 238.291,92 11.372.909,59
Buchwert
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 341.927,84 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.460.906,41 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 649.148,89 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 464.958,66 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 189.702,36 0,00
3.764.716,32 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 10.076.343,24
2. Beteiligungen 25.564,60 0,00
25.564,60 10.076.343,24
4.132.208,76 10.076.343,24

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Esser-Werke GmbH (vormals: Esser-Werke Holding GmbH), Warstein

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Allgemein

Die Esser-Werke GmbH mit Sitz in Warstein war am Amtsgericht Arnsberg zum Stichtag 31.12.2022 unter der Registernummer HRB 10561 eingetragen.

Mit Beschluss der Gesellschafter vom 26.10.2022 wurde die Anwachsung der Esser-Werke GmbH & Co. KG (ehemals am Amtsgericht Arnsberg unter der Registernummer HRA 3476 eingetragen) in die Esser-Werke Holding GmbH mit Wirkung zum 31.12.2022 beschlossen. Im Rahmen der Anwachsung wurde die Esser-Werke Holding GmbH in die Esser-Werke GmbH umfirmiert. Diese Anwachsung sowie die Löschung der Esser Werke GmbH & Co. KG wurde am 16.03.2023 im Handelsregister eingetragen.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bestand im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen aus der Gesellschafterstellung bei der Esser Werke GmbH & Co. KG mit Sitz in Warstein. Die Esser Werke GmbH & Co. KG mit Sitz in Warstein war eine operativ tätige Gesellschaft. Um die Informationsfunktion des Jahresabschlusses zu erfüllen, enthalten Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung die Werte der angewachsenen Esser Werke GmbH & Co. KG. Die Vorjahreszahlen enthalten die Werte der Esser-Werke Holding GmbH. Um die Vergleichbarkeit herzustellen, werden die Vorjahreszahlen im Anhang so angepasst, als wäre bereits zum Vorjahreszeitpunkt angewachsen worden. Auch werden im Anhang die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für sämtliche Bilanzposten der Esser Werke GmbH & Co. KG und der Esser Holding GmbH angegeben.

Die Esser-Werke Holding GmbH ist anwachsungsbedingt erstmalig eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB i.V.m. § 264a HGB.

2. Geschäftsmodell des Unternehmens

Nach Anwachsung der KG ist Gegenstand des Unternehmens der Esser Werke GmbH die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von hochverschleißfesten Rohrleitungssystemen für den pneumatischen und hydraulischen Feststofftransport.

Zu unseren Kunden zählen Kunden aus der Betonpumpenindustrie, dem Bergbau sowie sonstige Kunden aus dem Bereich der Industrie.

3. Forschung und Entwicklung

Nach Anwachsung der KG ergibt sich die Weiterentwicklung der Produkte durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden und bezieht sich auf die Steigerung und Gleichmäßigkeit der Produkt- und Lieferqualität. Weiterhin wird im Bereich Industrie/Bergbau verstärkt an anwendungsspezifischen Produkten gearbeitet, die dem Kunden einen überdurchschnittlichen Mehrwert bieten und die Marktposition von Esser in diesem Segment deutlich stärken sollen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Die Kriegshandlungen der Russischen Republik in der Ukraine haben seit April 2022 die Beschaffungsmärkte für Energie und Rohmaterialien mit einem exponentiellen Anstieg bei den Gas-/Strompreisen als auch bei Stahl und Vergütungsstahl Vorprodukten beeinflusst. Die Höchststände für Rohre und Gussteile sind zwar im Jahresverlauf rückläufig, verharren aber nach wie vor auf einem historisch hohen Niveau. Die Preise für andere Materialien wie Schweißdraht, Verpackungsmaterial, Lacke etc. sind unverändert hoch. Inflationsbedingte Personalkostenerhöhungen führen zu einer weiteren Kostenbelastung. Um einer Gasmangellage vorzubeugen, wurden die Vorräte entsprechend aufgebaut. Diese Auswirkungen werden bereits im ersten Quartal 2023 sichtbar. Eine Verbesserung der Material- und Personalkostensituation ist derzeit nicht absehbar.

Der Geschäftsbereich Beton war im Berichtsjahr einer deutlichen Nachfrageerholung unterlegen. Das gesamte Geschäftsjahr 2022 konnte sehr positiv abgeschlossen werden, die Umsätze lagen dabei deutlich über Budget. Die Auswirkungen von COVID-19 ("Corona-Virus") und seinen abschwächenden Varianten führte im ersten Quartal nur noch zu geringen betrieblichen Beeinträchtigungen und eine weitere Normalisierung der Auftragseingänge und damit einhergehend der Umsätze. Die in 2022 festgestellte Belebung im Betongeschäft, konnte sich aufgrund stabiler Nachfrage im OEM Geschäft bis ins erste Quartal 2023 aber bei deutlich niedrigeren Produktmargen fortsetzten.

Bei industriellen Anwendungen ist die Branchenstruktur weiterhin sehr unterschiedlich geprägt und unterliegt unterschiedlichen Rahmenbedingungen.

Unterstützt durch einige Projektaufträge aus dem Bereich Bergbau konnten die budgetierten Umsätze in dem Segment für das Geschäftsjahr 2022 planmäßig aber nicht auf Vorjahresniveau erreicht werden.

Die Gesamtexportquote des Unternehmens ist mit 66 % (Vorjahr 59%) im GJ 2022 deutlich über dem Niveau der Vorjahre. Ursache dafür sind die wieder angezogenen Exportmärkte aufgrund des Endes der Pandemie.

Nach einem Umsatzanstieg in 2021 von 40,1 % gegenüber dem Vorjahr lag der Umsatz im GJ 2022 mit TEUR 30.336 um 6,3 % über dem des Vorjahres.

Die Auftragsbestände entwickelten sich stabil auf hohem Niveau TEUR 4.519 (Vorjahr TEUR 4.818). Der Umsatzanstieg sowie die Preissteigerungen im Rohmaterial führte zu entsprechenden Kapazitätsausweitungen und Lagerbestandserhöhungen.

2. Lage

Zum besseren Verständnis der Lage der Gesellschaft erfolgt die Darstellung und Analyse mit angepassten Vorjahres-Werten. Diese angepassten Werte berücksichtigen die fiktive Anwachsung der operativen Esser Werke GmbH & Co. KG auf die Esser GmbH bereits für das Geschäftsjahr 2021.

a. Ertragslage

Das gesamte Geschäftsjahr 2022 konnte deutlich positiv abgeschlossen werden, der Umsatz lag über Budget. Als Auswirkung der schwächer verlaufenden Pandemie und konjunkturellen Erholung verliefen für das gesamte Geschäftsjahr die Auftragseingänge und damit einhergehend auch die Umsätze stabil über Budget. Dadurch war keine Kurzarbeit mehr für das gesamte Unternehmen erforderlich. Insgesamt konnten die budgetieren Umsätze für das Geschäftsjahr 2022 deutlich über Vor-Corona-Niveau erhöht werden.

Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr erhöhten sich gegenüber dem angepassten Vorjahr um TEUR 1.792 auf TEUR 30.336.

Der Materialaufwand ist im Geschäftsjahr im Vergleich zum angepassten Vorjahr um TEUR 1.634 überproportional zum Umsatz gestiegen. Dies ist als Haupttreiber den globalen Materialpreissteigerungen für Energie, Frachten, Verpackungsmaterial sowie Stahl und Stahl-Vorprodukte geschuldet, die nicht vollumfänglich weitergegeben werden konnten. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) betrug im Geschäftsjahr 55,4 % (im angepassten Vorjahr: 52,7 %).

Die unterproportional gestiegene Gesamtleistung sowie ein lohnintensiverer Auftragsmix überkompensierten die stabile Produktivitätslage und kaum mehr Covid-19 Ausfälle, was zu einem Anstieg der Personalaufwandsquote von 21,8 % im angepassten Vorjahr auf 22,75 % im Berichtsjahr führt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen auslastungsbedingt mit TEUR 4.916 (angepasstes Vorjahr TEUR 4.640) deutlich über Vorjahresniveau. Haupttreiber hierbei waren Aufwendungen für Energie, Eingangsfrachten, Rohmaterialien sowie Beratung und Instandhaltungsarbeiten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Vertriebskosten in Höhe von TEUR 1.153, Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 844 und sonstige Betriebskosten in Höhe von TEUR 1.427 enthalten. Aus der Anwachsung resultiert ein Verlust von TEUR 1.377.

Der Jahresüberschuss beträgt bei deutlich gestiegener Gesamtleistung TEUR 1.972. Dieser wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. Das EBIT beläuft sich auf TEUR 2.261.

b. Vermögenslage

Der Bereich des Anlagevermögens weist im Berichtsjahr eine Verminderung von TEUR 212 (angepasstes Vorjahr) auf TEUR 4.132 aus. Die ursprünglich geplanten Investitionen wurden vor dem Hintergrund der konjunkturellen Erholung auch planmäßig durchgeführt. Die getätigten Investitionen fokussieren sich im Wesentlichen auf betriebliche Bereiche zur Effizienzsteigerung sowie auf die Erweiterung des Maschinenparks zur Erfüllung des hohen Auftragsbestandes.

Der Lagerbestand erhöhte sich u.a. bedingt durch die Auftragslage als auch die Materialpreissteigerungen im Stahl gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.762 auf TEUR 7.908.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich umsatzbedingt gegenüber dem angepassten Vorjahr von TEUR 2.954 auf TEUR 4.848 erhöht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrugen TEUR 6.260 und haben sich gegenüber dem angepassten Vorjahr um TEUR 498 verringert.

Die Eigenkapitalquote beträgt 77,5 % (angepasstes Vorjahr 75,3 %) und ist somit weiterhin zufriedenstellend.

Die sonstigen Rückstellungen betrugen TEUR 1.299 (angepasstes Vorjahr TEUR 1.156) und umfassen im Wesentlichen Personalkosten sowie Gewährleistungen und ausstehende Eingangsrechnungen.

c. Finanzlage

Die flüssigen Mittel betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 625 (angepasstes Vorjahr TEUR 235).

Zahlungsmittelveränderung aus dem operativen Bereich -984
Zahlungsmittelveränderung aus dem Investitionsbereich -201
Zahlungsmittelveränderung aus dem Finanzierungsbereich 1.359
Wechselkursbedingte und sonstige Wertänderungen des Finanzmittelbestandes 232

Anwachsungsbegleitend wurden im Geschäftsjahr 2022 die gruppeninternen Ausleihungen vollständig zurückgeführt und die Kapitalkonten entsprechend bereinigt. Aufgrund der Geschäftsausweitung im Geschäftsjahr, welche zu einem deutlichen Anstieg der Forderungen führte, und der bewussten Vorratsbildung wegen drohender Gasmangellage und Lieferengpässen verringerte sich der Cashflow aus operativer Tätigkeit um rund 1 Mio. EUR. Neben den planmäßigen Investitionen konnten wir durch Währungsgewinne im Geschäftsjahr 2022 unsere flüssigen Mittel um 390 TEURO aufbauen.

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Skontofrist zu begleichen und durch ein gut funktionierendes Mahnwesen unsere Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

d. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Ganzen gesehen entsprechend der Planerwartungen entwickelt. Die Auftragseingänge entwickelten sich über alle Quartale saisonbedingt stabil über alle Bereiche. Während die Materialaufwendungen im Verhältnis zur Gesamtleistung im zweiten Halbjahr deutlich anstiegen, haben die Effizienz- und Produktivitätssteigerungen durch eine gestiegene Personalkostenquote und überproportional zur Gesamtleistung angestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen zu einem leicht negativen Ergebniseffekt beigetragen. Die Finanzlage ist im Berichtszeitraum entsprechend der Entwicklung der Bilanzpositionen sowie durch ein solides Jahresergebnis gekennzeichnet.

Insgesamt ist die Lage der Gesellschaft als gut anzusehen.

III. Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2023 erwarten wir für das erste Halbjahr ein stabiles und das zweite Halbjahr ein insgesamt leicht rückläufiges Geschäftsvolumen mit einem im Vergleich zum Vorjahr leicht verminderten Umsatz und leicht verminderten EBIT. Insbesondere die Unsicherheit auf den relevanten Rohstoffmärkten und in den Lieferketten, sowie die unsicheren geopolitischen Entwicklungen führen zu dieser Erwartung. Entscheidend wird dabei sein, in welchem Maße sich der Krieg in der Ukraine hinsichtlich Ausmaßes und Dauer auf und Rohstoffverfügbarkeit und Lieferketten auswirkt. Ein zweiter wesentlicher Faktor für das Geschäftsjahr 2023 und 2024 wird in der Entwicklung der Energiepreise und der Fähigkeit der Energieversorger zur Lieferung von Strom und Gas liegen. Beider Faktoren werden unsere Geschäftsbereiche tangieren und uns weiterhin vor Herausforderungen zur Anpassung insbesondere unserer Vorräte stellen. Eine sichere Prognose zur Ertragslage ist vor diesem Hintergrund auch unterer vorbeugender Kontrahierung der Rohstoffe und Bevorratung von bereits gehärteten Rohren nur ceteris paribus möglich, da sich die Kundennachfrage ansonsten erfreulich stabil entwickelt.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan auf Wochenbasis erstellt.

Wir verfügen über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen mit Skonto bezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanzieren wir uns überwiegend mit Lieferantenkrediten. Eine Bankkreditlinie existiert nicht.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügen wir über ein adäquates Debitorenmanagement.

Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde eine ertragssteuerliche Betriebsprüfung des FA Lippstadt durchgeführt, deren Ergebnisse noch ausstehen. Insbesondere wurden im Jahresabschluss Anpassungen bei den Transferpreisen auf Basis der vorläufigen Erkenntnisse aus der Betriebsprüfung vorgenommen. Für Vorjahre erwarten wir hinsichtlich der Anpassung von Transfer Preisen und Management Fees eine Steuerbelastung von noch unbestimmter Höhe.

Aufgrund der aktuellen Kriegshandlungen in der Ukraine sind Unsicherheiten hinsichtlich des Ausmaßes und der Dauer von Rohstoffverfügbarkeit und Lieferketten bei Gas und Rohmaterialien gegeben, die vom Unternehmen nicht kontrollierbar sind.

a. Branchenspezifische Risiken

Die seit Jahren enge und gute Zusammenarbeit mit den Betonpumpenherstellern (OEM) besteht weiterhin und wird zielgerichtet fortgesetzt. Die Erweiterung des OEM Kundenkreises hat dabei die Abhängigkeit von wenigen Kunden weiter reduziert. Durch die hohe Exportabhängigkeit der OEM ergibt sich hierbei ein heterogenes Risikoprofil.

Die Wettbewerber aus dem asiatischen als auch europäischen Raum dringen mit niedrigen Preisen in den Markt ein und erhöhen damit den Preiswettbewerb, dem wir mit einer auf Qualitätsdifferenzierung ausgerichteten Strategie und besonderer Kundenorientierung begegnen.

b. Ertragsorientierte Risiken

Mögliche ertragsorientierte Risiken können sich durch weitere Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite, insbesondere im Stahl- und Energiebereich als auch der Logistik ergeben.

c. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. Finanzwirtschaftliche Risiken auch nicht im Währungsumfeld liegen daher nicht vor. Die sich ankündigende inflationsbegleitende Zinspolitik der amerikanischen Notenbank sowie der Europäischen Zentralbank wird sich im Geschäftsjahr nicht auf unser Geschäft auswirken.

2. Chancenbericht

Der Abhängigkeit vom Betonmarkt wird daher auch weiterhin mit einer stärkeren vertrieblichen Zusammenarbeit mit den verbundenen Gesellschaften im Bereich allgemeine Industrie/Bergbau begegnet.

Weitere Chancen ergeben sich nach wie vor aus der stärkeren Zusammenarbeit mit ConForms in den Bereichen Produktentwicklung, Beschaffung und Produktion.

3. Gesamtaussage

Derzeit sind nach Auffassung der Geschäftsführung keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken oder wesentliche Risiken für deren künftige Entwicklung erkennbar. Die gegenwärtigen Kriegshandlungen halten aber fortführend dazu an, auf außergewöhnliche Szenarien vorbereitet zu sein.

 

Warstein, den 25.07.2023

Esser-Werke GmbH (vormals: Esser-Werke Holding GmbH)

Stefan Brosick, Geschäftsführer

Stefan Harbig, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Esser-Werke GmbH (vormals: Esser-Werke Holding GmbH), Warstein

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Esser-Werke GmbH (vormals: Esser-Werke Holding GmbH), Warstein - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Esser-Werke GmbH (vormals: Esser-Werke Holding GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab.

Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 21. August 2023

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Kathrin Jaeger, Wirtschaftsprüferin

Thomas Gloth, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde in der Gesellschafterversammlung am 25. August 2023 festgestellt.

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