GASAG Solution Plus GmbHLiquidiert

10829 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 127621
Vorher
Umetriq Metering Services GmbH
Eingetragen
29.6.2010
Branche
Speichern von Gas zu VersorgungszweckenTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernErbringung von Dienstleistungen für die Gewinnung von Erdöl und Erdgas
Gegenstand
Energieversorgung und Erbringung von Infrastruktur- und Energiedienstleistungen einschließlich Contracting, Energieberatung und Messwesen.

Finanzübersicht

Historie

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Beteiligungen

NameAnteil
Provedo GmbHAufgelöst
56.66%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GASAG Solution Plus GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1 Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Die GASAG AG, Berlin, nachfolgend GASAG genannt, ist Alleingesellschafterin der GASAG Solution Plus GmbH, Berlin, nachfolgend GASAG Solution genannt. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der GASAG einbezogen.

Die GASAG Solution ist ein bundesweit tätiges Energiedienstleistungsunternehmen der GASAG-Gruppe und steht für innovative, umweltschonende und moderne Energielösungen. Wir sind Spezialisten auf dem Gebiet der energetischen Versorgung von Immobilien aller Branchen. Wir entwickeln energieträgerübergreifende, kundenspezifische Energieversorgungslösungen, errichten und betreiben diese, um die Immobilien mit Wärme, Kälte, Dampf, Strom und weiteren Medien zu versorgen. Aufgrund des kombinierten Einsatzes von Messtechnik und Energiemanagementsystemen zeichnen sich unsere Dienstleistungen durch hohe Effizienz aus. Zudem integrieren wir auch Bausteine wie Elektromobilität und Smart Home.

Sitz der Gesellschaft ist Berlin, in Essen befindet sich eine Zweigniederlassung.

1.2 Strategien, Ziele und Maßnahmen

Sich wandelnde Kundenanforderungen, hohe Wettbewerbsintensität, neue politische Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene sowie veränderte regulatorische Anforderungen verlangen eine proaktive Weiterentwicklung und Umsetzung der Strategie der GASAG-Gruppe. Dazu sind im Zuge der anhaltenden weltweiten COVID-19-Pandemie besondere betriebliche, marktseitige und gesellschaftliche Herausforderungen für die GASAG-Gruppe hinzugekommen.

Planmäßige Beendigung GASAG 2025

Das Transformationsprogramm "GASAG 2025" wurde im Geschäftsjahr 2021 planmäßig und erfolgreich abgeschlossen. Das im Jahr 2018 gestartete Programm hatte zum Ziel, Strukturen und Prozesse zu verbessern, ein neues Steuerungs- und Führungsmodell zu etablieren sowie die Unternehmens- und Führungskultur in der GASAG-Gruppe zu verbessern. Das Einsparziel aus "GASAG 2025" wird in 2021 mit ergebniswirksamen und realisierten Maßnahmen übererfüllt.

Initiierung von "Zukunft G"

Mit Abschluss von "GASAG 2025" ergeben sich weitere bedeutende strategische Herausforderungen für die GASAG-Gruppe; insbesondere die Ausrichtung der Strategie auf das Ziel Klimaneutralität in 2040 sowie den mittel- und langfristigen Erhalt des Unternehmenswertes. Im August 2021 wurde dazu das gruppenweite Strategieprogramm "Zukunft G" gestartet.

Zielsetzung des Programms ist es, GASAG als Anbieter CO 2-neutraler Wärme- und Energielösungen für Berlin und Brandenburg zu stärken, nachhaltig und langfristig profitables Wachstum zu ermöglichen, sowie die Sicherung der erforderlichen Investitionen von Anteilseignern und Finanzpartnern. Damit soll die Attraktivität der GASAG-Gruppe als Arbeitgeber gestärkt und somit ein robustes und zukunftsfähiges Geschäftsmodell entwickelt werden. Der besondere Fokus der GASAG-Gruppe liegt weiterhin darauf, Kunden proaktiv zu befähigen, CO 2-neutral zu werden.

Meilensteine auf dem Weg zur Klimaneutralität der GASAG-Gruppe bis 2040

Um die ambitionierten Ziele für das Erreichen der Klimaneutralität schrittweise zu erreichen, wurden wesentliche Meilensteine als Zwischenschritte definiert: Ab 2025 soll die eigene Organisation der GASAG-Gruppe klimaneutral sein, ab 2030 sollen 50 % aller Laufzeitprodukte der Geschäftseinheit Privat und Gewerbekunden sowie 66 % aller Neuprojekte der Geschäftseinheit Green Solutions (GE GS) [vormals Großkunden und Energiedienstleistungen GE GK/EDL] klimaneutral sein.

Erstellung einer Klimabilanz für 2019

Als Basis- und Referenzjahr für die Klimaziele der GASAG-Gruppe wurde im Berichtsjahr erstmalig eine Klimabilanz nach dem Standard des "Greenhouse Gas Protocol" für das Geschäftsjahr 2019 erstellt und vom TÜV Rheinland geprüft und zertifiziert.

Fortschreibung "Betriebliche Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19"

Die auch im Berichtsjahr anhaltende globale COVID-19-Pandemie hat die GASAG-Gruppe wie viele andere Unternehmen weiterhin vor außergewöhnliche Herausforderungen gestellt. Um die Gesundheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen, wurden die Regeln für sichere Betriebsabläufe in den verschiedenen Unternehmens- und Tätigkeitsbereichen dynamisch an die behördlichen Vorgaben angepasst und zusätzliche Maßnahmen zum Infektionsschutz umgesetzt (u.a. Maximalbelegungsregelungen, erhöhte Hygienestandards, Abstandsregeln und Maskenpflicht in den Büroflächen, Einrichtung von Impf- und Test-Angeboten sowie die Umsetzung der "3G-Zugangsregelung").

Geschäftseinheiten - Vertriebserfolge und nachhaltige Lösungen

In allen Geschäftseinheiten wurden im Rahmen des Programms "Zukunft G" wesentliche strategische Handlungsfelder für die Erreichung der Klimaziele definiert und in die Umsetzung gebracht.

Die Geschäftseinheit Green Solutions (GE GS) verfolgte weiter eine Strategie, die auf Wachstum im Energiedienstleistungsbereich, erhöhte Profitabilität im Großkundenbereich sowie die Entwicklung klimaneutraler Produkte und Services fokussiert war. Hervorzuheben ist unter anderem der Vertragsabschluss für das ganzheitlich konzipierte und zukunftsweisende Quartierswerk für das Projekt "Das neue Gartenfeld", das mit der Kombination von innovativer Kraft-Wärme-Kopplung und regenerativen Energien zu einer CO 2-Einsparung von über 1.100 Tonnen pro Jahr führen wird.

Umzug ins Energiequartier

Im April 2021 wechselte die GASAG Solution ihren Geschäftssitz und bezog das sogenannte "Energiequartier" am EUREF-Campus in Berlin Schöneberg. Neben modernen und offen gestalteten Büroflächen besticht das Energiequartier durch eine gemeinsame und damit verbundene ressourcenschonende Nutzung der Räumlichkeiten seitens der verschiedenen Supportfunktionen und Geschäftseinheiten.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Branchenbezogene Entwicklungen und Rahmenbedingungen

Weltweite Preissteigerungen auf den Energiemärkten

Die Preise auf den Energie- und anderen Rohstoffmärkten sind in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres auf einen historischen Höchststand geklettert. Dazu hat der kalte Winter 2020/21 ebenso beigetragen wie die anziehende Konjunktur nach der Pandemie, vor allem in Asien. Hinzu kommen der Umstieg vieler europäischer Stromerzeuger von Öl und Kohle auf Gas und auch politische Einflüsse. Die historisch hohen Beschaffungspreise haben in der gesamten Branche zu signifikanten Preisanpassungen geführt.

Auswirkungen der globalen COVID-19-Pandemie in Deutschland

Die Infektionskrankheit COVID-19 breitet sich in Deutschland seit dem Januar 2020 aus. Im März 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation den COVID-19 Ausbruch zu einer globalen Pandemie. Die Pandemie und die mit ihr verbundenen Maßnahmen zum Gesundheitsschutz hatten und haben weiterhin erhebliche wirtschaftliche und soziale Folgen in Deutschland, Europa und vielen anderen betroffenen Ländern weltweit.

Im Berichtsjahr wurden insbesondere während der Dritten Welle der Pandemie im Frühjahr sowie der vierten Welle im Herbst und Winter weitgehende Maßnahmen in Deutschland umgesetzt, die das öffentliche Leben weiterhin teilweise stark eingeschränkt haben.

Dennoch blieb die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und weltweit stark von der Pandemie beeinflusst. Dies zeigt sich insbesondere an der durch Corona beeinflussten Entwicklung der Energiepreise sowie den nach wie vor unter Druck stehenden globalen Lieferketten, die sich auch auf die Energiewirtschaft auswirken. Durch die konjunkturelle Erholung nähern sich die Energieverbrauchsmengen wieder auf Vor-Corona-Niveau.

Konjunkturelle Entwicklung

Die konjunkturelle Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland ist auch im Jahr 2021 von der globalen COVID-19-Pandemie beeinflusst. Nach einem erneuten Einbruch der Konjunktur im ersten Quartal 2021 erfolgte kontinuierliches Wachstum in den folgenden Quartalen trotz Einschränkungen globaler Lieferketten durch COVID-19, die zu einer historisch einmaligen Knappheit an Vorleistungsgütern geführt haben, und dem starken Anstieg der Energiepreise. Diese Faktoren sowie einige Sondereffekte haben auch zu einem starken Anstieg der Inflationsrate in der zweiten Jahreshälfte geführt.

Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist im Berichtsjahr um 2,7 % gewachsen. Gegenüber der Prognose ergibt sich ein Rückgang von 0,3 Prozentpunkten; bisher war mit einem Plus von 3,0 % gerechnet worden.

Die Entwicklung des Arbeitsmarkts verbesserte sich leicht. Die Anzahl der Erwerbstätigen lag im Jahr 2021 auf dem gleichen Niveau wie 2020, ist damit aber weiter unter dem Vorkrisenniveau. Die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an der Zahl der Erwerbspersonen, ist im Jahresverlauf gesunken.

Der Ausblick und die weitere Entwicklung der Pandemie sowie ihrer sozialen, politischen und ökonomischen Folgen ist für das Folgejahr 2022 weiterhin mit Unsicherheiten behaftet; die Prognose der Bundesregierung geht von einer konjunkturellen Erholung und deutlichen Aufholeffekten aus, die das Bruttoinlandsprodukt mit 4,1 % wachsen lassen.

Gesamtenergieverbrauch

Der Energieverbrauch in Deutschland ist im Jahr 2021 nach einem erheblichen Rückgang im Jahr 2020 wieder gestiegen. Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V. (AGEB), Berlin, ist der Primärenergieverbrauch in Deutschland um ca. 2,6 % auf 12.193 Petajoule (PJ) (entspricht 3.386,9 TWh) im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der steigende Verbrauch geht vor allem auf die Wiederbelebung der wirtschaftlichen Aktivitäten in Deutschland, Europa und der Welt zurück.

Erdgasverbrauch

Nach Schätzungen des BDEW vom Januar 2022 stieg der Erdgasverbrauch in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um fast 4 % auf 1.003 Mrd. kWh an. Dieser Anstieg übertrifft nicht nur das stark durch Corona-Effekte geprägte Jahr 2020, sondern auch das Jahr 2019 um ca. 2 %. Der steigende Verbrauch ist vor allem auf die deutlich kühlere und größtenteils eher windarme Witterung zurückzuführen, die zum Mehreinsatz von Erdgas sowohl in der Wärme- wie auch in der Stromerzeugung führte. Der massive Preisanstieg unter anderem für Erdgas ab Mitte des Bilanzjahres sorgte für einen Mehreinsatz anderer Energieträger in der Strom- und Wärmeerzeugung und somit für eine Dämpfung der Nachfrage.

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch im Jahr 2021 betrug nach Schätzungen des BDEW vom Januar 2022 562 Mrd. kWh und erhöhte sich damit um fast 3 % im Vergleich zum Vorjahr.

Hauptursache für diese Entwicklung war die konjunkturelle Erholung ab März 2021, die zwischenzeitlich zu einem Verbrauchsniveau von vor der COVID-19 Pandemie geführt hat.

Fit for 55-Paket

Zur Umsetzung der im Europäischen Green Deal festgelegten Klimaziele hat die Europäische Kommission 2021 mit ihrem Fit for 55-Paket einen 54 Maßnahmen starken Katalog vorgelegt. Darin werden Änderungen an verschiedenen Richtlinien und Verordnungen vorgeschlagen, u.a an der Erneuerbare-Energien-Richtlinie und am Gaspaket sowie der Gebäudeeffizienzrichtlinie. Mit dem Maßnahmenpaket soll sichergestellt werden, dass das europaweite CO 2-Einsparziel von minus 55 % bis 2030 erreicht wird. So ist z.B. vorgesehen, dass der Anteil der erneuerbaren Energien am Wärmeverbrauch dann bei 49 % liegen soll. Angedacht sind auch regulative Vorschläge für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft im Rahmen des Gaspakets, wie z.B. vergünstigte Netznutzungsentgelte für Wasserstoffnetze und Entflechtungsvorgaben für Wasserstoffnetzbetreiber. Bevor der Kommissionsvorschlag angenommen wird, müssen im nächsten Schritt aber noch das europäische Parlament sowie der europäische Ministerrat zustimmen.

EU-Taxonomie

2021 hat die EU-Kommission die ersten zwei von insgesamt sechs Umweltzielen, und zwar zum Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel, im Rahmen der EU-Taxonomie vorgestellt, ein Klassifizierungssystem für nachhaltige Investitionen. Damit lässt sich auf Basis des Taxonomie-Katalogs überprüfen, ob Wirtschaftsaktivitäten Nachhaltigkeitskriterien genügen. Die Taxonomie tritt 2022 in Kraft.

Förderregime Wärmesektor

Noch vor den Bundestagswahlen hat die große Koalition die Bundesförderung für Gebäude (BEG) um 5,7 Mrd. EUR aufgestockt. Damit stellt der Bund 2022 insgesamt über 11 Mrd. EUR für energetische Maßnahmen zur Umsetzung der Wärmewende zur Verfügung und unterstreicht somit im Rahmen seiner Klimaschutzpolitik den hohen Stellenwert des Gebäudesektors. Zudem wurde von der alten Bundesregierung noch angekündigt, dass ab 2023 für ausschließlich fossil betriebene Heizungen keine Fördermittel mehr zur Verfügung gestellt werden sollen.

Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung

Im November 2021 hat die neue Bundesregierung ihren Koalitionsvertrag vorgestellt. Zur Beschleunigung der Energiewende haben die Koalitionspartner, SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und die FDP, angekündigt, das Klimaschutzgesetz bereits 2022 weiterzuentwickeln und zügig Maßnahmen mit einem Klimaschutzsofortprogramm auf den Weg zu bringen. Im energie- und klimapolitischen Teil, der keine Technologieverbote enthält, ist der Vertrag vor allem eine zielorientierte Vereinbarung. Die Koalitionäre haben sich beispielsweise darauf geeinigt, idealerweise bis 2030 aus der Kohleverstromung auszusteigen. Gefüllt werden soll die dadurch entstehende Versorgungslücke durch einen signifikanten Ausbau von Wind- und PV-Strom sowie hohe Investitionen in neue Gaskraftwerke. Unterstrichen wird ebenfalls die Bedeutung von Wasserstoff für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende.

Ambitionierte Klimaschutzziele wurden auch für den Wärmesektor definiert. Demnach werden sämtliche Gebäude bis 2030 zu 50 % mit erneuerbaren Energien beheizt und ab 2025 sollen neue Heizungen zu 65 % regenerativ betrieben werden.

Novellierung Berliner Energiewendegesetz, Solargesetz Berlin und Entwicklung einer Wärmestrategie

Als eine ihrer letzten Amtshandlungen hat die alte Landesregierung im August 2021 noch die Novelle des Klimaschutz- und Energiewendegesetzes (EWG Berlin) verabschiedet und damit die klimapolitischen Ziele erneut verschärft: Klimaneutralität soll nun auch auf Landesebene bis 2045 erreicht werden. Zur Erreichung der Ziele ist z.B. für alle öffentlichen Gebäude eine Solar- und Ökostrompflicht geplant. Und mit dem Solargesetz, das Anfang 2023 Inkrafttreten soll, ist auch ein gesetzlich vorgegebener, allgemeiner PV-Anteil von 25 % am Stromverbrauch bis 2050 vorgesehen. Eine Schlüsselrolle in der Berliner Klimapolitik nimmt außerdem der Wärmemarkt ein. Dies wird in der Ende 2021 fertiggestellten Wärmemarktstrategie unterstrichen. Neben einer Wärmenetzregulierung wird darin u.a. vorgeschlagen, ein Verbrennungsverbot von Öl und Erdgas prüfen zu lassen.

Berliner Koalitionsvertrag

Im Rahmen des Koalitionsvertrages der neuen Landesregierung, bestehend aus SPD, Bündnis90/Die Grünen und der Partei Die Linke, wurden die verankerten Klimaschutz- und PV-Ausbauziele aus dem EWG Berlin und dem Solargesetz bestätigt. Außerdem sollen in ein avisiertes Berliner Erneuerbare-Wärme-Gesetz Aspekte aus der Wärmemarktstrategie einfließen, wie z.B. die Vorgabe beim Heizungsaustausch ausschließlich auf klimaneutrale Systeme umzusteigen. Ferner soll bis 2023 in einer Machbarkeitsstudie geprüft werden, inwiefern ein planbarer und sozialverträglicher Ersatz für Erdgas in der Energieversorgung zu erreichen ist.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Ansprüche der Kunden der GASAG Solution an Energieversorgungskonzepte werden zunehmend von einem ganzheitlichen Ansatz und hoher Nachhaltigkeit geleitet. Deshalb ist es konsequent, den im Jahr 2017 gestarteten Zusammenführungsprozess des Knowhows für Energiedienstleistungen in der GASAG-Gruppe fortzusetzen. Gleiches gilt für den Fokus der Gesellschaft, der weiterhin auf einen nachhaltigen Einsatz von Energie setzt und der Verantwortung für den Klimaschutz entspringt.

Getreu dem Motto "Neue Wege - mit neuer Energie" hat sich die GASAG Solution auf die Versorgung von komplexen Objekten wie Kliniken bis hin zu Quartieren mit heterogener Nutzungscharakteristik spezialisiert. Dabei wurden die gesteckten Wachstumsziele im Bereich der Energieversorgungslösungen weitestgehend erreicht. Das betrifft sowohl den Neubau als auch die Sanierung im Bestandsbaubereich.

Die GASAG Solution setzt sich aktiv für eine CO 2-neutrale Zukunft ein. Ein wichtiger Baustein hierfür ist die Nutzung von Erdwärme. Das Tochterunternehmen Geo-En Energy Technologies GmbH, Berlin, nachfolgend Geo-En genannt, hat sich auf den Einsatz von hybriden Wärmepumpenlösungen spezialisiert. Eine solche Hybridanlage aus Geothermie, BHKW und Kältekompression wird aktuell zusammen mit der Geo-En für einen Büro- und Gewerbekomplex unmittelbar neben dem Anhalter Bahnhof in Berlins Stadtmitte auf engstem Raum umgesetzt. Mit dem Konzept werden die höchsten Ansprüche einer Cradle-to-Cradle-Zertifizierung erfüllt und dennoch marktübliche Energiekosten sichergestellt.

Quartiere

Die hocheffiziente Wärme- und Kälteversorgung mit Hilfe von regenerativer Geothermie steht im Mittelpunkt des Projektes "Cologneo". Mit dem Projekt bestehend aus sechs Baufeldern und 78.000 m 2 Mietfläche wird im Süden von Köln-Mülheim bis zum Jahr 2023 eine moderne Mischung aus urbanem Arbeiten und Wohnen, einer Kita, Einzelhandel, Büro, Gastronomie und Hotel entstehen. Im Segment Quartiere konnte im Laufe des Jahres 2021 ein weiteres Baufeld des Projektes "Cologneo" im Süden von Köln-Mülheim für eine Vertragslaufzeit von 20 Jahren akquiriert werden.

Auch bei diesem Baufeld steht eine innovative, CO 2-arme, hocheffiziente Wärme- und Kälteversorgung mit Hilfe von oberflächennaher Geothermie im Fokus. Verursacht durch den Verkauf des Projektes durch den ursprünglichen Projektentwickler im Jahresverlauf kam es bei der Umsetzung des Projektes zu deutlichen Zeitverschiebungen, die sich auch auf den Inbetriebnahmezeitpunkt der Anlagen auswirken und noch nicht konkret beziffert werden können. Die GASAG Solution hat aufgrund dieser Projektverzögerung begonnen, ihre Aktivitäten mit größeren Projektentwicklern enger zu überwachen und das eigene Risikoexposure zu minimieren.

Hervorzuheben unter anderem ist der Vertragsabschluss des ganzheitlich konzipierten und zukunftsweisenden Quartierswerk "Das neue Gartenfeld" in Berlin Spandau, welches mit der Kombination von innovativer Kraft-Wärme-Kopplung und regenerativen Energien zu einer CO 2-Einsparung von über 1.100 Tonnen pro Jahr führen wird.

Für ein weiteres Neubauquartier in Berlin Spandau mit 2.000 Wohneinheiten wurde eine moderne und effiziente Energieversorgung konzipiert und vertraglich vereinbart. Für die Versorgung nutzt die GASAG Solution einerseits ihr in der Nähe befindliches Heizhaus Maselake für eine zentrale Versorgung, als auch ergänzende dezentrale Erzeugungskomponenten. In diesem Zusammenhang wurden auch eine Reihe an Versorgungsverträgen, die aus dem zentralen Heizhaus Maselake versorgt werden, über mehrere Jahre verlängert.

Bei der Energieversorgung eines Neubauquartiers in Berlin Tempelhof-Schöneberg mit mehr als 1.000 Wohneinheiten konnte sich die GASAG Solution mit ihrem Konzept und wettbewerbsfähigem Angebot gegen namhafte Marktbegleiter durchsetzen.

Öffentliche Liegenschaften

Im Bereich der Versorgung öffentlicher Liegenschaften konnten im Jahresverlauf weitere Erfolge verzeichnet werden. So wurde der GASAG Solution beispielsweise der Zuschlag für vier Lose einer öffentlichen Ausschreibung einer Stadt in Nordrhein-Westfalen erteilt. Die GASAG Solution konnte sich hier im Wettbewerb mit namhaften Mitbewerbern durchsetzen. Gegenstand der Ausschreibung war die Nutzenergieversorgung des Rathauses, einer Mehrzweckhalle, einer Grundschule sowie eines Schulzentrums über eine Vertragslaufzeit von 15 Jahren mit Hilfe von modernen Energieerzeugungs- und Lüftungsanlagen.

Standardcontracting

Im Bereich des Standardcontractings hat die GASAG Solution trotz divergierender Energiepreisentwicklungen zusätzliche Kunden gewinnen können, die erhöhten Akquisitionsziele in diesem Segment des Jahres 2021 wurden allerdings erneut nicht erreicht. Für dieses Segment wurde die Vertriebsstrategie umgestellt und zusätzliche Marktpartner für den Vertriebsangang und die Realisierung gewonnen. Für den Erfolg des Geschäftsfeldes ist die Sanierungsaktivität der Zielkunden ausschlaggebend.

Healthcare

Auch im Segment Healthcare wurden die für 2021 gesteckten Wachstumsziele durch erfolgreiche Akquisitionen und Vertragsverlängerungen von Contractingprojekten erreicht. Beispielsweise konnte im Laufe des Jahres ein Auftrag für die Ablösung der Fernwärme durch den Neubau einer Energiezentrale mit anschließender Betriebsführung einer Klinik in Rheinland-Pfalz für eine Vertragslaufzeit von 10 Jahren akquiriert werden. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2022 vorgesehen.

Die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal hat auch einen Kunden der GASAG Solution betroffen. Hier wurden mehrere funktionierende Energiezentralen u. a. mit zwei Blockheizkraftwerken der GASAG Solution durch Überschwemmung und ein kundenseitig gestelltes Gebäude vollständig zerstört. Mit dem Kunden wurde eine Ruhensvereinbarung bis zum 30.06.2022 geschlossen, zwischenzeitlich erfolgt eine Flüssiggasversorgung. Nach Wiederherstellung der Erdgasversorgung ist die Neuerrichtung der Anlagen und Wiederaufnahme des Vertrages geplant.

Gewerbe

Weitere Akquisitionserfolge konnten auch im Gewerbesegment erzielt werden. Besonders erwähnenswert ist hier die Vertragsverlängerung für die Wärme- und Dampflieferung des Nahwärmeverbundes des Gräflichen Park Hotels & Spa sowie der angeschlossenen Marcus Klinik in Bad Driburg für weitere 10 Jahre.

Weitere Aktivitäten

Moderne und effiziente Versorgungslösungen basieren auf einer vielfältigen Anzahl und Kombination an Komponenten. Für die optimierte Fahr- und Betriebsweise hat die GASAG Solution begonnen, über 100 Anlagen auf moderne Steuerungs- und Monitoringsysteme umzustellen. Dabei kommen neben der Eigenentwicklung "EcoTool" auch weitere externe Lösungen zum Einsatz.

Das Geschäftsfeld Energiemanagementservices (EMS) wurde im Berichtszeitraum operativ weiterentwickelt. Geschäftsbeziehungen wurden wirtschaftlich optimiert und ausgebaut. Hervorzuheben ist auch die Zusammenarbeit mit der Tochtergesellschaft G2Plus GmbH, Berlin, nachfolgend G2Plus genannt, die zur erfolgreichen Beendigung eines Projekts zur messtechnischen Ausstattung von mehreren Standorten eines Logistikdienstleisters führte. Über die G2Plus wurden ferner mehrere Vertriebschancen für den EDL-Vertrieb der GASAG Solution generiert.

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 91 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vj. 93 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), davon wie bereits im Vorjahr 8 in Teilzeit beschäftigt. Am Standort Essen waren 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vj. 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) angestellt.

Im Jahr 2021 gab es in der GASAG Solution wie im Vorjahr keine meldepflichtigen Arbeitsunfälle.

Umweltvorschriften für die Energieerzeugungsanlagen der GASAG Solution wurden bei Errichtung und Betrieb eingehalten. Für die Gewährleistung des Gesundheits- und Arbeitsschutzes wurden interne Sicherheitsbeauftragte ernannt, deren Arbeit von der Fachkraft für Arbeitssicherheit der GASAG-Gruppe unterstützt wird.

2.3 Beteiligungsstruktur

Die GASAG Solution Plus GmbH hat ihren Anteil an der Geo-En Energy Technologies GmbH von 96 % auf 100 % der Geschäftsanteile aufgestockt.

3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 71.125 Tsd.€ und haben sich gegenüber dem Vorjahr (54.204 Tsd.€) um 31,2 % erhöht. Auf den Standort Essen entfallen Umsatzerlöse in Höhe von 15.142 Tsd.€ (Vorjahr 12.481 Tsd.€).

Auf Umsatzerlöse aus Wärme- und Stromlieferungen entfallen 65.206 Tsd.€ (Vj. 46.124 Tsd.€). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Preisen, die sich wiederum aus dem starken Anstieg der in den Preisgleitklauseln häufig verwendeten Marktelemente (i. W. Gaspreisindizes) sowie der zum 1. Januar 2021 eingeführten CO 2-Abgabe im Rahmen des nationalen Emissionshandels ergeben. Ferner hat sich der Geschäftsumfang im Vergleich zum Vorjahr auf Basis von Neuakquisitionen erhöht.

Der Wärmeabsatz insgesamt erhöhte sich aufgrund der neu in Betrieb genommenen Anlagen, die die erwarteten Vertragsausläufe deutlich überkompensierten, sowie witterungsbedingter Einflüsse im Geschäftsjahr 2021 um 71,7 Mio. kWh auf 447,5 Mio. kWh. Die Stromerzeugung konnte um 9,0 % auf 46,7 Mio. kWh erhöht werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2.180 Tsd.€ (Vj.1.151 Tsd.€) beinhalten im Wesentlichen Erstattungen von Schäden in Höhe von 1.050 Tsd.€ (Vj. 31 Tsd.€) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 713 Tsd.€ (Vj. 524 Tsd.€), diese wiederum resultieren überwiegend aus der Rückstellungsauflösung für ausstehende Rechnungen und Energiebezugskosten.

Der Materialaufwand ist von 34.365 Tsd.€ im Vorjahr um 39,7 % auf 48.009 Tsd.€ im Geschäftsjahr gestiegen. Auf Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe entfallen 41.482 Tsd.€ (Vj. 28.629 Tsd.€). Dieser betrifft im Wesentlichen Aufwendungen für den Bezug von Erdgas, Biomethan und Strom. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Beschaffungspreisen, die wiederum die allgemeine Entwicklung am Energiemarkt widerspiegeln, sowie der zum 1. Januar 2021 eingeführten CO 2-Abgabe im Rahmen des nationalen Emissionshandels. Ferner hat sich der Geschäftsumfang im Vergleich zum Vorjahr auf Basis von Neuakquisitionen erhöht.

Der Personalaufwand hat sich von 7.618 Tsd.€ im Vorjahr auf 6.968 Tsd.€ gemindert. Diese Veränderung resultiert unter anderem aus den im Rahmen des Transformationsprogramms "GASAG 2025" fortgeführten Personalmaßnahmen.

Einhergehend mit der weiterhin starken Investitionstätigkeit der GASAG Solution insbesondere in Energieerzeugungs- und Verteilungsanlagen in Höhe von 11.083 Tsd.€, teilweise als im Bau befindliche Anlagen, steigen die Abschreibungen von 6.088 Tsd.€ auf 6.399 Tsd.€.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 5.119 Tsd.€ um 798 Tsd.€ auf 5.917 Tsd.€. Wesentliche Positionen sind Miet- und Pachtaufwendungen (787 Tsd.€; Vj. 702 Tsd.€), IT-Leistungen (685 Tsd.€; Vj. 658 Tsd.€) und Vergütungen für Geschäftsbesorgungsverträge (434 Tsd.€; Vj. 514 Tsd.€).

Das für 2021 geplante EBIT in Höhe von 3,3 Mio.€ wurde u.a. wegen des über den Erwartungen liegenden starken Anstiegs der Energiepreise und der damit einhergegangenen z. T. progressiven Umsatzrentabilität übertroffen und lag bei 5,3 Mio.€.

Der Finanzierungsaufwand des Jahres 2021 in Höhe von 651 Tsd.€ liegt um 88 Tsd.€ unter dem Vorjahresniveau (Vj. 739 Tsd.€), da eine in 2020 gebildete Rückstellung für Nachzahlungszinsen nach § 233a AO für mögliche Steuernachzahlungen aufgrund der laufenden Betriebsprüfung der Veranlagungszeiträume 2014 - 2017 im Geschäftsjahr aufgrund der Entscheidung des BVerfG über die Verfassungswidrigkeit der Zinshöhe ab 2019 teilweise aufgelöst wurde.

Die Ertragsteuern betragen 1.317 Tsd.€ (Vj. 171 Tsd.€).

Im Geschäftsjahr 2021 hat die GASAG Solution einen Jahresüberschuss in Höhe von 3.938 Tsd.€ erwirtschaftet. Im Vorjahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.923 Tsd.€ erzielt. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von 2.015 Tsd.€ ergibt sich im Wesentlichen durch Einmaleffekte im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie aus höheren Umsatzerlösen und den Materialaufwendungen, die unterproportional zu den Umsätzen gestiegen sind.

3.2 Finanzlage

Der allgemeine Finanzierungsbedarf der Gesellschaft wird aus dem operativen Cashflow und einer konzerninternen Kreditlinie im Rahmen eines gruppenweiten Kontenclearings in Höhe von 4.000 Tsd.€ gedeckt. Zusätzlich steht der Gesellschaft für langfristige Finanzierungen ein durch den Gesellschafter gewährter Kreditrahmen in Höhe von 46.500 Tsd.€ zur Verfügung, der zum Bilanzstichtag in Höhe von 39.580 Tsd.€ in Anspruch genommen wurde.

Zur Ermittlung des Liquiditätsbedarfs nutzt die Gesellschaft eine rollierende 12-Monats-Liquiditätsplanung. Die Liquiditätsplanung versetzt die Geschäftsführung in die Lage, Liquiditätsrisiken frühzeitig zu erkennen, in der Gesamtheit zu analysieren und daraus resultierende Maßnahmen abzuleiten. Für die Liquiditätsplanung wird ein gruppenweit einheitliches System eingesetzt. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Die Kapitalflussrechnung setzt sich wie folgt zusammen:

2021
T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -101
Cashflow aus Investitionstätigkeit -10.694
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 4.040
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -6.755
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.346
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -409

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt -101 Tsd.€ und resultiert überwiegend aus der Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Im Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -10.694 Tsd.€ sind im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlage- und Finanzanlagevermögen enthalten.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 4.040 Tsd.€ ergibt sich maßgeblich aus der Aufnahme und Tilgung von Darlehen sowie gezahlten Zinsen.

Der Finanzmittelfonds besteht aus Barmitteln in Höhe von 4 Tsd.€ sowie aus den Verbindlichkeiten bei der GASAG im Rahmen der Clearingvereinbarung in Höhe von -413 Tsd.€.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr um 12.326 Tsd.€ auf 87.335 Tsd.€ erhöht. Das Anlagevermögen wuchs um 4.167 Tsd.€ auf 64.838 Tsd.€. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 8.161 Tsd.€ auf 22.307 Tsd.€, im Wesentlichen aufgrund der Ansprüche aus Verbrauchsabgrenzungen für Energielieferungen an Kunden mit rollierender Verbrauchsablesung.

Im Berichtsjahr 2021 hat die Gesellschaft Investitionen in Verteilungsanlagen sowie Erzeugungs- und Bezugsanlagen in Höhe von 11.083 Tsd.€ getätigt, denen Abgänge in Höhe von 621 Tsd.€ entgegenstehen. Es wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von 6.279 Tsd.€ (Vj. 5.850 Tsd.€) vorgenommen.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 2.500 Tsd.€. Das bilanzielle Eigenkapital liegt mit 22.461 Tsd.€ über dem Vorjahresniveau von 18.522 Tsd.€. Die Eigenkapitalquote beträgt bei gleichzeitig gestiegener Bilanzsumme 25,7 % (Vj. 24,7 %).

Dem Sonderposten wurden 283 Tsd.€ zugeführt. Durch Teilauflösungen in Höhe von 225 Tsd.€ (Vj. 193 Tsd.€) veränderte sich der Sonderposten auf 2.880 Tsd.€.

Die Rückstellungen in Höhe von 19.620 Tsd.€ (Vj. 14.255 Tsd.€) wurden überwiegend für ausstehende Rechnungen, für den Energiebezug, für bezogene, noch nicht berechnete Leistungen sowie für noch nicht abgerechnete Personalverbindlichkeiten gebildet.

Die Verbindlichkeiten stiegen im Jahr 2021 um 2.964 Tsd.€ auf 42.374 Tsd.€. Der Anstieg resultiert in Höhe von 3.731 Tsd.€ aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (40.907 Tsd.€, Vj. 37.176 Tsd.€). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr umfassen 33.349 Tsd.€ (Vj. 29.930 Tsd.€), wovon 10.994 Tsd.€ (Vj. 10.257 Tsd.€) nach fünf Jahren fällig sind.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der weitere Kompetenz- sowie Kapazitätsaufbau und -bindung wird auch in Zukunft ein zentrales Thema zur Erhaltung und weiteren Steigerung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens sein. Für die Gesellschaft ist die Motivation und Identifikation der Mitarbeitenden entscheidend für den zukünftigen Geschäftserfolg. Zur Beobachtung der Entwicklung wurde ein standardisiertes Verfahren mit quartärlichen Befragungen etabliert. Im Berichtsjahr konnte der Zustimmungswert im Vergleich zur Befragung im Dezember 2020 in allen Dimensionen auf hohem Niveau gehalten bzw. ausgebaut werden.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das Geschäftsjahr 2021 entwickelte sich in Anbetracht der Möglichkeit zur Weitergabe gestiegener Energiekosten und der Versicherungserstattung für das Projekt in Ahrweiler günstig für die Gesellschaft. Die fälligen finanziellen Verpflichtungen waren durch die zur Verfügung stehende Liquidität jederzeit gedeckt.

Die gesteckten Akquisitionsziele wurden leicht verfehlt, das Investitionsvolumen im Berichtszeitraum liegt deutlich unter Prognoseniveau. Die Unterschreitung ergibt sich insbesondere aus exogen verursachten Bauverzögerungen. Ferner wirkt hier auch negativ die teilweise Verfehlung der Vertriebsziele im Standardcontracting mit typisch kurzen Bauzeiten und schnellen Investitionszeitpunkten.

4 Chancen- und Risikobericht

Die ständig wiederkehrende Identifikation, Bewertung, Überwachung und Dokumentation von Chancen und Risiken gehört ebenso zu den Aufgaben unserer Führungskräfte und Mitarbeiter wie die operative Steuerung mit Hilfe geeigneter Maßnahmen. Die Prozessverantwortung liegt beim Risikomanagement, welches direkt an den Vorstand berichtet.

Unsere Einschätzung beruht dabei im Wesentlichen auf einer Planabweichung, wobei wir neben der Einstufung als operative bzw. strategische Chancen und Risiken oder allgemeine Lebensrisiken auch die Imagewirkung klassifizieren. Die Angabe der Eintrittswahrscheinlichkeiten lässt sich wie folgt unterteilen: sehr geringe, geringe, mittlere, hohe und sehr hohe Eintrittswahrscheinlichkeit.

Das Chancen- bzw. Risikopotenzial bezogen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der GASAG-Gruppe drücken wir wie folgt aus:

Einstufung des Chancen- und Risikopotenzials Beschreibung der Wertgrenzen
Geringes Unwesentliche Verbesserung/Verschlechterung
Spürbares Moderate Verbesserung/Verschlechterung
Mittleres Beträchtliche positive/negative Auswirkung
Hohes Hohe und potenziell dauerhafte Verbesserung/Verschlechterung
Sehr hohes Wesentliche und voraussichtlich dauerhafte Verbesserung/Verschlechterung

Unsere Chancen und Risiken unterscheiden wir weiterhin in einen kurz- und langfristigen Wirkungshorizont, wobei die kurzfristige Betrachtung das nächste Geschäftsjahr betrifft.

Die langfristige Betrachtung kann über den Planungszeitraum hinausgehen.

Die Risiken des Contractinggeschäftes lassen sich in technische sowie allgemeine Risiken unterteilen.

Die technischen Risiken beziehen sich auf eine Verschlechterung des Wirkungsgrades sowie einen kurzfristigen Ausfall der Energieerzeugungsanlagen. Durch die hohe Redundanzauslegung der Anlagen, Instandhaltungskonzepte und Reparaturen nur durch die Anlagenersteller selbst und zugelassene Fachkräfte wird diesen Risiken Rechnung getragen. Damit wird sichergestellt, dass Qualität und Funktionalität der Energieerzeugungsanlagen über die gesamte Nutzungsdauer erhalten bleiben.

Marktchancen und -risiken

Die Strom- und Gaspreise in Kontinentaleuropa haben einen nie zuvor gesehenen Preisanstieg historischen Ausmaßes erfahren. Auch die Volitilität hat deutlich zugenommen. Aus dieser Marktpreisentwicklung im Energiebereich ergibt sich kurzfristig ein mittleres Chancen- und hohes Risikopotenzial. Das Potenzial möglicher ergebniswirksamer Schwankungen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Aufgrund der besonderen Preissituation können diese Chancen und Risiken die Effekte aus der temperaturabhängigen Mengenentwicklung überkompensieren. Die Risiken begrenzen wir durch einen speziell darauf ausgerichteten Risikomanagementprozess, welcher zahlungswirksame Marktpreisänderungsrisiken durch den Einsatz von Sicherungsgeschäften und durch die adäquate Berücksichtigung bei der Endkundenpreisgestaltung bestmöglich mitigiert. Die Frequenz der Zusammenkünfte des Risikoausschusses unter regelmäßiger Teilnahme der Geschäftsleitung wurde vor dem Hintergrund der gestiegenen Volatilität an den Rohstoffmärkten deutlich erhöht.

Innovative technische Lösungen zur Umsetzung der ehrgeizigen Effizienzziele sind bereits zahlreich am Markt vorhanden. Für die Kundenseite sind diese Lösungen oder die möglichen wirtschaftlichen Einsparpotenziale nicht immer vollumfänglich transparent. Zudem stellt die erfolgreiche Umsetzung dieser immer komplexer werdenden Lösungen die potenziellen Adressaten vor große Herausforderungen. Auch vor diesem Hintergrund sind die Chancen für ein nachhaltiges Wachstum der Gesellschaft im Liefercontracting, eingebettet in die Energiedienstleistungsstrategie der GASAG-Gruppe, deutlich positiv zu bewerten. Die Bündelung von komplexen und in der Regel individualisierten Projekt-Energiedienstleistungen in einer Gesellschaft, der GASAG Solution, stärkt die öffentliche Wahrnehmung der Lösungskompetenz der GASAG-Gruppe bei Energiedienstleistungen, führt zu spürbaren Effizienzsteigerungen in Produktentwicklungs-, Vertriebs- und Betriebsprozessen und führt das vorhandene Know-how zusammen, um die Chancen aus dem Megatrend "Digitalisierung" besser zu nutzen.

Die anhaltend starke Investitions- und Bautätigkeit in deutschen Ballungszentren führt zu einer steigenden Nachfrage nach ganzheitlichen Energiedienstleistungen. Der Trend zu nachhaltigen, zukunftssicheren und flexiblen Versorgungslösungen ist weiter ungebrochen.

Gebremst wird die Marktnachfrage nach Contractinglösungen jedoch durch das anhaltend niedrige Zinsniveau.

Die obenstehenden Marktchancen bzw. -risiken werden in Bezug auf ihr aggregiertes Chancen- bzw. Schadenspotenzial als "spürbar" eingeschätzt bei einer insgesamt hohen Eintrittswahrscheinlichkeit.

Politische Chancen und Risiken

Geopolitischen Risiken oder die künftige Zusammenarbeit zwischen OPEC und Non-OPEC-Staaten hinsichtlich Förderquoten lassen sich kaum einschätzen.

Um in Deutschland gerade auch in Bestandsimmobilien die noch immer geringe Sanierungsquote bei Energieerzeugungsanlagen deutlich zu erhöhen, braucht es mehr Anreize: Steigende Energiepreise und nach politischer Diskussion konkrete Konzepte sowie belastbare Entscheidungsgrundlagen. Durch die Regelungen des Klimaschutzprogrammes können sich positive Effekte für von der GASAG Solution angebotene Effizienzmaßnahmen, dezentrale KWK-, E-Mobility- und Smart-Metering-Lösungen sowie Energiemanagement-Angebote zur energetischen Optimierung von Liegenschaften ergeben.

Die obenstehenden Chancen und Risiken des rechtlich-politischen Umfelds werden in Bezug auf das aggregierte Schadenspotenzial als "spürbar" eingestuft bei einer insgesamt hohen Eintrittswahrscheinlichkeit.

Forderungsausfallrisiko

Vor dem Hintergrund der Konjunkturentwicklung ist das Risiko von Forderungsausfällen zwar grundsätzlich gestiegen, zeichnet sich bisher aber nicht innerhalb der Gesellschaft ab. Die Forderungen der Gesellschaft sind im Wesentlichen unbesichert. Die Gesellschaft ist diesbezüglich einem Risiko ausgesetzt, in dem die entsprechenden Beträge uneinbringlich werden können. Durch die große Anzahl an Einzelkunden ist das Forderungsausfallrisiko für die Gesellschaft jedoch weit gestreut. Mit Hilfe eines strukturierten Forderungsmanagements ist eine frühzeitige Erkennung von Ausfallrisiken weitgehend gewährleistet. Durch die steigenden Energiepreise und die weitgehende Möglichkeit der Weitergabe an die Kunden der GASAG Solution ist perspektivisch mit höheren Forderungsbeständen und einem erhöhten Aufwand im Forderungsmanagementprozess zu rechnen.

Der Ausfall von Forderungen stellt in Bezug auf das aggregierte Schadenspotenzial ein spürbares Risiko mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit dar.

Einzelrisiken mit bestandsgefährdendem Charakter wurden für die Gesellschaft nicht identifiziert.

Chancen und Risiken der Tochtergesellschaften

Die in Berlin ansässigen Tochtergesellschaften G2Plus, CG Green Tec GmbH und Consus Netz-Werk GmbH haben sich in 2021 positiv entwickelt. Die Wirtschaftsplanungen für 2022 gehen von einem weiteren Wachstum aus.

Die Tochtergesellschaft Geo-En hat sich in 2021 durch Sondereffekte nicht auf dem erwarteten Niveau entwickelt. Um die angestrebten Ziele zu erreichen, wurden wesentliche Tätigkeiten der Geo-En in 2020 funktional in den Bereich Technik der GASAG Solution integriert. Ferner wurden bereits 2020 unprofitable Geschäftszweige der Geo-En beendet, deren Abwicklung sich aber bis nach 2021 gezogen hat. Zusätzlich wurde in der Geo-En ein Risiko aus einem Rechtsverfahren identifiziert, welches zu einer erheblichen Rückstellungsbildung geführt hat.

Einzelrisiken mit bestandsgefährdendem Charakter wurden in keiner Tochtergesellschaft identifiziert. Bei sehr geringer Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von einem spürbaren Schadenspotenzial hinsichtlich des Ausfallrisikos unserer Beteiligungen aus.

Mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von einem hohen Chancenpotenzial der Tochtergesellschaften aus. Mit der Bündelung der Energiedienstleistungskompetenz in der GASAG Solution wurde das Leistungsspektrum in der Gesellschaft in enger Kooperation mit den Beteiligungen deutlich erhöht, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien sowie des Energiemanagements. Mit den Kooperationspartnern können weitere Marktpotenziale erschlossen werden.

Zusammenfassung

Die Geschäftsführung sieht derzeit keine bestandsgefährden Risikopotenziale für die GASAG Solution. Im Hinblick auf die derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens besteht kein Anlass zur Vermutung einer in der nächsten Zeit eintretenden Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit. Bei einer insgesamt hohen Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von einem mittleren bis hohen Chancenpotenzial aus.

5 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2022 geht die Geschäftsführung der GASAG Solution von steigenden Umsätzen aus. Die Gesellschaft erwartet durch Fokussierung der Geschäftstätigkeiten, die planmäßige Inbetriebnahme bereits akquirierter Wärmeerzeugungsanlagen und Optimierung von Kostenpositionen in 2022 ein EBIT in Höhe von rd. 2,4 Mio.€ und somit eine deutliche Reduzierung gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang ist u. a. mit Anlaufkosten des Strategieprogrammes "Zukunft G" in Höhe von ca. 1,7 Mio. € verbunden, in diesem Zuge erfolgt ein erheblicher Personalaufbau in der GASAG Solution, sowie die Umsetzung strategischer und operativer Maßnahmen.

Durch die Steigerung der CO 2-Abgabe im Planungszeitraum erwartet die Gesellschaft keine EBIT-Auswirkungen, da die Abgabe an die Kunden durchgereicht wird. Der erwartete Jahresüberschuss 2022 beträgt rd. 1,6 Mio.€. Im Planungszeitraum bis 2024 erwartet die Gesellschaft weiter erhebliche Anlaufkosten des "Zukunft G"-Programmes und damit verbundene Auswirkungen auf das EBIT der GASAG Solution.

Für das Geschäftsjahr 2022 sind Investitionen in neue Energieversorgungsanlagen in Höhe von 22,2 Mio.€ geplant. Die Finanzierung wird durch bestehende Finanzmittel und der bedarfsweisen Erhöhung des durch GASAG gewährten Gesellschafterdarlehensrahmen gesichert.

Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass die GASAG Solution, die bereits seit Jahren mit ihren Energiedienstleistungen erfolgreich ist, auch für die kommenden Jahre mit ihrer Erfahrung, Know-how und Innovationskraft gut aufgestellt ist. Mit ihrem vielfältigen Produktportfolio hat sich die GASAG Solution auf die Kundenwünsche im weiter wachsenden Markt für Energiedienstleistungen mit Themenfeldern wie dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung, Energieeffizienz und ergänzenden, innovativen Energiedienstleistungen gut aufgestellt.

 

Berlin, den 27. Januar 2022

GASAG Solution Plus GmbH

Die Geschäftsführung

Gunnar Wilhelm

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Bilanz zum 31.12.2021

der GASAG Solution Plus GmbH, Berlin

Aktiva

31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 264 366
II. Sachanlagen 58.432 54.083
III. Finanzanlagen 6.142 6.222
  64.838 60.671
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 518 858
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 21.785 13.284
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4 4
  22.307 14.146
C. Rechnungsabgrenzungsposten 190 192
  87.335 75.009

Passiva

   
31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 2.500 2.500
II. Kapitalrücklage 19.368 19.368
III. Verlustvortrag -3.345 -5.269
IV. Jahresüberschuss 3.938 1.923
  22.461 18.522
B. Sonderposten 2.880 2.822
C. Rückstellungen 19.620 14.255
D. Verbindlichkeiten 42.374 39.410
  87.335 75.009

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01. - 31.12.2021

der GASAG Solution Plus GmbH, Berlin

01.01. - 31.12.2021
T€
01.01. - 31.12.2020
T€
1. Umsatzerlöse 71.125 54.204
2. Verringerung / Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen -105 519
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.180 1.151
4. Materialaufwand 48.009 34.365
5. Personalaufwand 6.968 7.618
6. Abschreibungen 6.399 6.088
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.917 5.119
8. Finanzergebnis -624 -578
9. Ergebnis vor Steuern 5.283 2.106
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.317 171
11. Ergebnis nach Steuern 3.966 1.935
12. Sonstige Steuern 28 12
13. Jahresüberschuss 3.938 1.923

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Allgemeine Hinweise

Die GASAG Solution Plus GmbH, Berlin, nachfolgend GASAG Solution genannt, hat ihren Geschäftssitz am EUREF-Campus 23-24, 10829 Berlin und ist im Handelsregister von Berlin-Charlottenburg unter HRB 127621 B eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB, nach den ergänzenden Vorschriften des GmbHG sowie den ergänzenden Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Die GASAG Solution ist gemäß § 267 HGB eine große Gesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die für einzelne Posten geforderten Zusatzangaben haben wir in den Anhang aufgenommen.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden alle mit arabischen Zahlen versehenen Posten der Bilanz sowie die Unterposten der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die nachfolgenden für die Aufstellung des Jahresabschlusses maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert geblieben.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bewertet und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauern für erworbene immaterielle Vermögensgestände liegen überwiegend zwischen 5 und 16 Jahren und für Sachanlagen zwischen 3 und 20 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen, werden aus Gründen der Wesentlichkeit in Anlehnung an die steuerliche Regelung sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Ausgenommen von der Regelung für geringwertige Anlagegüter sind Verbrauchsmesseinrichtungen. Diese werden mit den Anschaffungskosten bewertet und planmäßig entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauern linear abgeschrieben.

Liegt bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens eine dauerhafte Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vor, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt. Liegt eine Wertminderung zum Bilanzstichtag vor, so werden die Finanzanlagen gemäß § 253 Abs. 3 HGB bewertet und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.

Stellt sich heraus, dass die Gründe für die in den Vorjahren getätigten außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen sind, so wird eine Wertaufholung gemäß § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten beziehungsweise zu den niedrigeren Tageswerten am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bilanziert. Erkennbare Risiken werden gemäß § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB berücksichtigt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Nicht abgerechnete Energielieferungen sind zum Bilanzstichtag auf der Grundlage einer kundenbezogenen Hochrechnung abgegrenzt worden; erhaltene Abschlagszahlungen wurden von den Forderungen offen abgesetzt.

Fremdkapital

Der passivierte Sonderposten enthält von Kunden und der öffentlichen Hand empfangene Investitionszuschüsse und wird über die Restnutzungsdauer der betroffenen Anlagegüter aufgelöst. Die Auflösung von kundenbezogenen Investitionszuschüssen erfolgt in die Umsatzerlöse. Zuschüsse der öffentlichen Hand für Investitionen werden zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst.

Die Rückstellungen für Pensionen sowie die Verpflichtungen aus der Altersteilzeitregelung wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten bewertet. Bei den Berechnungen der Rückstellungen für Pensionen wurden die Sterbetafeln Heubeck (RT 2018 G), eine Rentendynamisierung von 1% und ein Zinssatz von 1,87% (Vj. 2,3%) berücksichtigt. Den Altersteilzeitverpflichtungen wurde ein Gehaltstrend von 2% p. a. sowie ein Zinssatz von 0,47% (Vj. 0,63%) zu Grunde gelegt. Aus der Anpassung der Zinssätze ergibt sich eine unwesentliche Erhöhung der Verpflichtungen.

Mit der Bildung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen nach § 249 Abs. 1 HGB abgedeckt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die angewandten Zinssätze basieren auf den Abzinsungszinssätzen der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB.

Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Finanzanlagen

Angaben
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.032 1.012
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.991 5.099
Beteiligungen 68 60
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 51 51
  6.142 6.222

Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz hat sich im Geschäftsjahr wie folgt geändert:

Angaben
in T€
Eigenkapital 31.12.2021 Anteil am Eigenkapital Jahresergebnis 2021
Consus Netz-Werk GmbH, Berlin 1 87 25,10% 16
G2Plus GmbH, Berlin 1 254 51,00% 131
Geo-En Energy Technologies GmbH, Berlin 1 0 100,00% -795
CG Green Tec GmbH, Berlin 2 25 25,10%  

1 Eigenkapital und Jahresergebnis zum 31.12.2020
2 Jahresabschluss zum 31.12.2021 liegt nicht vor

Im Geschäftsjahr 2021 wurden auf Grundlage von Abtretungsverträgen aus dem Jahr 2017 die verbliebenen Anteile an der Geo-En erworben.

Vorräte

Angaben
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 132 75
Unfertige Leistungen 386 783
  518 858

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Angaben
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.057 2.395
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.271 8.109
(davon aus Lieferungen und Leistungen) (3.408) (1.520)
(davon sonstige Vermögensgegenstände) (863) (6.589)
(davon gegen Gesellschafter) (4.024) (7.920)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 66 327
(davon aus Lieferungen und Leistungen) (66) (327)
Sonstige Vermögensgegenstände 3.391 2.453
  21.785 13.284

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Ansprüche aus Verbrauchsabgrenzungen für Energielieferungen an Kunden mit rollierender Verbrauchsablesung in Höhe von 12.549 Tsd.€ (Vj. 1.527 Tsd.€) sowie Abgrenzungen für noch nicht abgerechnete Vergütungen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz und dem Erneuerbare-Energie-Gesetz. Den noch nicht abgerechneten Forderungen in Höhe von 52.073 Tsd.€ (Vj. 35.881 Tsd.€) stehen erhaltene Anzahlungen (netto) in Höhe von 39.524 Tsd.€ (Vj. 34.354 Tsd.€) gegenüber.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen in Höhe von 4.024 Tsd.€ (Vj. 7.920 Tsd.€) auf die GASAG AG, Berlin, nachfolgend GASAG genannt. Sie betreffen mit 3.404 Tsd.€ (Vj. 1.461 Tsd.€) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit 620 Tsd.€ (Vj. 117 Tsd.€) übrige Vermögensgegenstände sowie in Höhe von 0 € (Vj. 6.342 Tsd.€) Forderungen aus dem Cash Pooling.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuerforderungen in Höhe von 1.439 Tsd.€ (Vj. 2.053 Tsd.€). Die darin enthaltenen Steuererstattungsansprüche aus der Energiesteuer entstehen rechtlich teilweise erst nach dem Bilanzstichtag.

Aktive latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern aus temporären Unterschieden betreffen die Bewertungsunterschiede zur Steuerbilanz.

Angaben
in T€
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Sachanlagen 388 0
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 20 0
Rückstellungen 104 0
Bruttobetrag 512 0

Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 30,83% ermittelt. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Passiva

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 2.500 Tsd.€ und wird zu 100% von der GASAG gehalten. Die GASAG Solution verfügt unverändert über eine Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 HGB in Höhe von 19.368 Tsd.€.

Sonderposten

Bei dem Sonderposten aus Investitionszuschüssen erfolgten im Geschäftsjahr Auflösungen in Höhe von 225 Tsd.€. Dagegen stehen Zuführungen in Höhe von 283 Tsd.€, wonach sich der Sonderposten auf 2.880 Tsd.€ erhöhte.

Rückstellungen

Angaben
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Pensionsrückstellungen 103 97
Steuerrückstellungen 491 92
Sonstige Rückstellungen 19.026 14.066
  19.620 14.255

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 5 Tsd.€. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen, für die im Rahmen der bilanziellen Verbrauchsabgrenzung ermittelten Gas-, Wärme- und Strombezugskosten in Höhe von 13.372 Tsd.€ (Vj. 8.357 Tsd.€). Des Weiteren wurden Rückstellungen für Aufwendungen aus ausstehenden Rechnungen in Höhe von 4.053 Tsd.€ (Vj. 3.558 Tsd.€) sowie für noch nicht abgerechnete Personalverbindlichkeiten in Höhe von 1.260 Tsd.€ (Vj. 1.651 Tsd.€) gebildet.

Die in den sonstigen Rückstellungen darüber hinaus enthaltenen Altersteilzeitverpflichtungen werden mit Vermögensgegenständen zur Insolvenzsicherung von Ansprüchen aus Altersteilzeitvereinbarungen nach § 8a des Altersteilzeitgesetzes (AtG), welche vom GASAG Treuhand e. V., Berlin, gehalten werden, saldiert. Der GASAG Treuhand e. V. hat die ihm von der GASAG Solution übertragenen finanziellen Mittel unter angemessener Abwägung von Ertragsmöglichkeiten und der Substanzerhaltung zu verwalten und darf sie darüber hinaus in Zukunft ausschließlich und unwiderruflich zur Erfüllung der entsprechenden Verpflichtungen verwenden.

Angaben
in T€
31.12.2021
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 414
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 186
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände (Marktwert) 186
Verrechnete Aufwendungen aus Altersteilzeitverpflichtungen 3

Unter Inanspruchnahme von Art. 28 EGHGB wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 1.016 Tsd.€ (Vj. 938 Tsd.€) nicht in der Bilanz ausgewiesen. Demgegenüber besteht ein Kassenvermögen in Höhe von 714 Tsd.€ (Vj. 695 Tsd.€).

Verbindlichkeiten

31.12.2021
Insgesamt davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit T€ bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
davon über 5 Jahre
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 192 192 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 806 806 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 40.907 7.558 33.349 10.994
(davon aus Lieferungen und Leistungen) (38) (38) (0) (0)
(davon aus sonstigen Verbindlichkeiten) (40.869) (7.520) (33.349) (10.994)
(davon gegenüber Gesellschaftern) (40.869) (7.520) (33.349) (10.994)
Sonstige Verbindlichkeiten 469 469 0 0
(davon aus Steuern) (101) (101) (0) (0)
  42.374 9.025 33.349 10.994
31.12.2020
Insgesamt davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit T€ bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
davon über 5 Jahre
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 251 251 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.192 1.192 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 37.176 7.246 29.930 10.257
(davon aus Lieferungen und Leistungen) (787) (787) (0) (0)
(davon aus sonstigen Verbindlichkeiten) (36.389) (6.459) (29.930) (10.257)
(davon gegenüber Gesellschaftern) (37.116) (7.186) (29.930) (10.257)
Sonstige Verbindlichkeiten 791 791 0 0
(davon aus Steuern) (94) (94) (0) (0)
  39.410 9.480 29.930 10.257

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Wesentlichen auf die GASAG und resultieren überwiegend aus Gesellschafterdarlehen (einschließlich Zinsen) und Kontenclearing in Höhe von 40.162 Tsd.€ (Vj. 35.357 Tsd.€). Des Weiteren bestehen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der GASAG in Höhe von 699 Tsd.€ (Vj. 1.022 Tsd.€) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 8 Tsd.€ (Vj. 9 Tsd.€). Im Vorjahr bestanden zudem Verbindlichkeiten aus Erdgasbezug in Höhe von 728 Tsd.€.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Angaben
in T€
2021 2020
Wärme- und Stromlieferungen 65.206 46.124
Erlöse aus dem Betrieb von Energieversorgungsanlagen 2.780 2.361
Pachterlöse BHKW 1.786 1.711
Erlöse aus Messdienstleistungen und Leistungen für Messstellenbetrieb 0 6
Sonstige Umsatzerlöse 1.353 4.002
  71.125 54.204
davon periodenfremd 338 2.113

Die Umsatzerlöse werden im Inland erwirtschaftet und resultieren überwiegend aus der Lieferung von Wärme und Strom.

Sonstige betriebliche Erträge

Angaben
in T€
2021 2020
Erstattung von Schäden 1.050 31
Auflösung von Rückstellungen 713 524
Erträge (Gegenposten) Sachbezüge 238 253
Auflösung von Sonderposten 50 49
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 20 187
Veränderung von Wertberichtigungen 11 1
Sonstige 98 106
  2.180 1.151
davon periodenfremd 16 0

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Auflösungen für ausstehende Rechnungen und Energiebezugskosten.

Materialaufwand

Angaben
in T€
2021 2020
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 41.482 28.629
(davon für Erdgasbezug) (28.002) (17.908)
(davon für Strombezug) (11.616) (9.347)
(davon für Wärmebezug) (1.543) (1.033)
(davon für Heizöl) (203) (248)
(davon sonstiges) (118) (93)
Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.527 5.736
(davon Bauleistungen sowie Wartung und Instandhaltung) (4.469) (3.831)
(davon Mieten und Pachten) (1.170) (871)
(davon Zähler- und Messtechnik) (112) (26)
(davon Anlagen- und Elektrotechnik) (104) (28)
(davon IT-Leistungen) (63) (95)
(davon sonstiges) (609) (885)
  48.009 34.365
davon periodenfremd 179 2.325

Personalaufwand

Angaben
in T€
2021 2020
Löhne und Gehälter 5.741 6.325
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.227 1.293
(davon für Altersversorgung) (324) (330)
  6.968 7.618

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Angaben
in T€
2021 2020
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 120 111
Abschreibungen auf Sachanlagen 6.279 5.977
(davon außerplanmäßige Abschreibungen) (0) (127)
  6.399 6.088

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Angaben
in T€
2021 2020
Sonstige Dienst- und Fremdleistungen 1.516 1.012
Mieten und Pachten 787 702
IT-Leistungen 685 658
Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 559 4
Geschäftsbesorgung 434 514
Öffentlichkeitsarbeit und Vertrieb 253 161
Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten 241 455
Leasingkosten 265 278
Versicherungen 207 160
Ausbuchungen und Wertberichtigungen 192 72
Abgaben, Gebühren und Beiträge 94 112
Ablesung, Abrechnung und Ähnliches 69 61
Mobilfunk- und Telefonkosten 53 51
Personalmaßnahmen im Transformationsprogramm "GASAG 2025" 33 258
Sonstige Aufwendungen 529 621
  5.917 5.119
davon periodenfremd 97 23

Finanzergebnis

Angaben
in T€
2021 2020
Erträge aus Ausleihungen 26 157
(davon aus verbundenen Unternehmen) (25) (156)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1 4
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 651 739
(davon an verbundene Unternehmen) (665) (689)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen) (16) (19)
  -624 -578

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen 665 Tsd.€ (Vj. 689 Tsd.€) auf Geschäfte mit der GASAG.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen in Höhe von 1.301 Tsd.€ das Geschäftsjahr (Vj. 173 Tsd.€) sowie in Höhe von 16 Tsd.€ Vorjahre (Vj. -2 Tsd.€).

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von 3.938 Tsd.€ auf neue Rechnung vorzutragen.

Außerbilanzielle Geschäfte/ sonstige finanzielle Verpflichtungen/ Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 17.761 Tsd.€. Darin enthalten sind Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.291 Tsd.€ sowie gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 11 Tsd.€. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für das Bestellobligo sowie für Mietverpflichtungen belaufen sich auf 14.667 Tsd.€.

Für die Leasingverträge zur Überlassung von Kraftfahrzeugen sowie von Hard- und Softwareausstattungen bestehen bis zum Ende der voraussichtlichen Laufzeiten der Leasingverträge finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 996 Tsd.€.

Aus einem Sale-and-lease-back-Vertrag für Wärmeanlagen der GASAG Solution bestehen bis zum Ende der voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauern finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 559 Tsd.€.

Die GASAG Solution zieht aus diesen Leasingverhältnissen die Finanzierungsvorteile, muss jedoch den Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen können.

Finanzielle Verpflichtungen ergeben sich im Übrigen aus Dienstleistungsverträgen mit der GASAG (442 Tsd.€) und aus dem Vertrag über Verbrauchsabrechnungsleistungen, die durch die BAS Kundenservice GmbH & Co. KG, Berlin, nachfolgend BAS genannt, erbracht werden (232 Tsd.€) sowie Verpflichtungen gegenüber Versicherungen (165 Tsd.€).

Darüber hinaus gewährt die GASAG Solution der Geo-En einen Darlehensrahmen in Höhe von insgesamt 5.100 Tsd.€. Der Darlehensvertrag berechtigt die Geo-En, Beträge entsprechend ihres Finanzierungsbedarfes abzurufen. Zum 31. Dezember 2021 wurde der Darlehensrahmen in Höhe von 4.991 Tsd.€ in Anspruch genommen.

Haftungsverhältnisse bestehen aus Bürgschaften in Höhe von 87 Tsd.€, wobei das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt wird (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 83 Tsd.€).

Sonstige Angaben

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2021 2020
Frauen 24 26
Männer 67 67
  91 93

Konzernverhältnisse

Die GASAG Solution wird im Rahmen des von der GASAG für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufgestellten Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 als verbundenes Unternehmen vollkonsolidiert. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die GASAG Solution zum 31. Dezember 2021 nicht verpflichtet, da die GASAG in ihrer Eigenschaft als Konzernleitung zum 31. Dezember 2021 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die GASAG Solution erstellt. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden des befreienden Konzernabschlusses folgen den für die Europäische Union gültigen Internationalen Financial Reporting Standards.

Nachtragsbericht

Durch die anhaltende COVID-19-Pandemie sind betriebliche, marktseitige und gesellschaftliche Herausforderungen hinzugekommen. Regeln für sichere Betriebsabläufe wurden aufgestellt und die Corona Task-Force der GASAG-Gruppe setzte ihre Arbeit fort. Potenzielle Auswirkungen hieraus werden fortlaufend analysiert.

Des Weiteren sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Gesellschaft und deren zukünftige Geschäftstätigkeit haben.

Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Angaben für das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im von der GASAG aufgestellten Konzernabschluss.

Geschäftsführung

Gunnar Wilhelm

Geschäftsführer

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 EnWG mit verbundenen und assoziierten Unternehmen

Verbundene und assoziierte Unternehmen als Auftraggeber 2021
T€
Grundstücks- und Gebäudemieten sowie übrige Miet- und Pachterlöse 485
Technische Betriebsführung 262
Ausreichung Darlehen 200
Anlagenverkäufe 72

Auftraggeber waren die GASAG, die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG, Berlin nachfolgend NBB genannt und die Geo-En.

Verbundene und assoziierte Unternehmen als Auftragnehmer 2021
T€
Darlehensaufnahme 10.000
Dienstleistungen 1.231
Zinsen für Ausleihungen, Kontenclearing und sonstige Zinsen 657
IT- und Telekommunikationsleistungen 579
Anlagenkäufe 484
Geschäftsbesorgung 399
Grundstücks- und Gebäudemieten sowie übrige Miet- und Pachterlöse 294

Auftragnehmer waren die GASAG, die BAS, die NBB sowie die Geo-En.

Zudem besteht ein Cash-Pooling-Vertrag, in dessen Rahmen der GASAG Solution ein Kontokorrentkredit in Höhe von 4.000 Tsd.€ zur Verfügung steht.

 

Berlin, 27. Januar 2022

GASAG Solution Plus GmbH

Geschäftsführung

Gunnar Wilhelm

Anlagenspiegel

Anlagenspiegel der GASAG Solution Plus GmbH, Berlin für die Zeit vom 01.01.2021 bis 31.12.2021 nach HGB

Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens Anfangsstand
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbuchungen
T€
Endstand
T€
Anfangsstand
T€
1 2 3 4 5 6 7
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Nutzungs- und Belieferungsrechte 342 0 0 0 342 187
2. Entgeltlich erworbene Software 1.107 18 0 0 1.125 896
  1.449 18 0 + 0 1.467 1.083
        ./. 0    
II. Sachanlagen            
1. Bauten auf fremden Grundstücken 281 0 281 0 0 233
2. Erzeugungs- und Bezugsanlagen 71.188 6.025 1.738 + 2.225 77.700 31.587
3. Verteilungsanlagen 12.221 1.956 191 + 939 14.925 4.267
        U) -9    
4. Andere technische Anlagen und Maschinen 4 0 0 0 4 3
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.295 16 485 + 11 837 981
        U) 9    
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.165 3.102 51 ./. 2.883 6.333 0
        U) 1 292    
  91.154 11.099 2.746 + 3.175 99.799 37.071
        ./. 2.883    
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.012 20 0 0 1.032 0
2. Ausleihungen an verb. Unternehmen 5.099 200 308 0 4.991 0
3. Beteiligungen 1.394 6 0 + 2 1.402 1.334
        U) 1 2    
4. Ausleihungen an Untern. mit Beteiligungsv. 1.823 0 0 0 1.823 1.772
  9.328 226 308 + 2 9.248 3.106
        ./. 0    
  101.931 11.343 3.054 + 3.177 110.514 41.260
        ./. 2.883    
Abschreibungen Restbuchwerte Restbuchwerte
Posten des Anlagevermögens Abschreibungen im Geschäftsjahr
T€
angesammelte Abschreibungen auf Abgänge der Spalte 4
T€
Umbuchungen
T€
Endstand
T€
am 31.12.2021
T€
am Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres
T€
1 8 9 10 11 12 13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Nutzungs- und Belieferungsrechte 36 0 0 223 119 155
2. Entgeltlich erworbene Software 84 0 0 980 145 211
  120 0 + 0 1.203 264 366
      ./. 0      
II. Sachanlagen            
1. Bauten auf fremden Grundstücken 19 252 0 0 0 48
2. Erzeugungs- und Bezugsanlagen 5.154 1.172 0 35.569 42.131 39.601
3. Verteilungsanlagen 1.014 187 ./. 3 5.091 9.834 7.954
      U) -3      
4. Andere technische Anlagen und Maschinen 0 0 0 3 1 1
5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 92 372 + 3 704 133 314
      U) 3      
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 6.333 6.165
  6.279 1.983 + 3 41.367 58.432 54.083
      ./. 3      
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 1.032 1.012
2. Ausleihungen an verb. Unternehmen 0 0 0 0 4.991 5.099
3. Beteiligungen 0 0 0 1.334 68 60
4. Ausleihungen an Untern. mit Beteiligungsv. 0 0 0 1.772 51 51
  0 0 + 0 3.106 6.142 6.222
      ./. 0      
  6.399 1.983 + 3 45.676 64.838 60.671
      ./. 3      

U) davon Umgliederungen innerhalb der Anlagengruppe

U) 1 Umgliederung aus dem UV

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GASAG Solution Plus GmbH, Berlin

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GASAG Solution Plus GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GASAG Solution Plus GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Berlin, den 23. Februar 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Thomas Schmid, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jörg Beckert, Wirtschaftsprüfer

Auszug aus dem Protokoll der Gesellschafterversammlung vom 29. März 2022

der GASAG Solution Plus GmbH, Berlin

TOP 3 Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2021

Wortmeldungen gibt es zu diesem Tagesordnungspunkt nicht und die Gesellschafterversammlung fasst einstimmig folgenden Beschluss:

"Die Gesellschafterversammlung beschließt, den Bilanzgewinn in Höhe von 592.702,19 € auf neue Rechnung vorzutragen."

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