Fuchs & Hoffmann GmbHLiquidiert
Am Zollstock 3, 66450 Bexbach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kai Piepenstock seit 8.12.2017 | Prokura |
Manja Fröhlich seit 8.12.2017 | Prokura |
Martin Dr. Fröhlich seit 8.12.2017 | Prokura |
Birgitt Weigmann seit 2.7.2010 | Prokura |
Guido Andreas Dr. Colsman seit 22.3.2010 | Geschäftsführer |
Olaf Reichardt seit 7.12.2005 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fuchs & Hoffmann GmbHBexbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Bilanz zum 31. Dezember 2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Anhang für das Geschäftsjahr 2016I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Fuchs & Hoffmann GmbH, Bexbach, wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Bexbach und ist beim Amtsgericht in Saarbrücken unter HRB 2397 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2016 die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft auf. Aufgrund des am 23. Juli 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (kurz: BilRUG), das für Geschäftsjahre nach dem 31. Dezember 2015 verpflichtend anzuwenden ist, wurden die Zahlen des Geschäftsjahres 2015 aus Gründen der Vergleichbarkeit an die neuen Regelungen des BilRUG angepasst. Die vorgenommenen Anpassungen sind in den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Anpassungen in der Bilanz waren nicht erforderlich. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich Abschreibungen bewertet. Gebäude werden über eine Nutzungsdauer von 33 Jahren linear abgeschrieben, Außenanlagen über Nutzungsdauern zwischen zehn und 25 Jahren. Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe der gewöhnlichen betrieblichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Dabei werden die im Laufe des Jahres angeschafften Anlagegüter zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Für abnutzbare bewegliche Anlagegüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR 150,00, aber nicht mehr als EUR 1.000,00 wird im Zugangsjahr ein Sammelposten gebildet, welcher im Wirtschaftsjahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit je einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert, fertige Erzeugnisse zu Herstellungskosten einschließlich angemessener Teile von Material-, Fertigungs- sowie Verwaltungsgemeinkosten bewertet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht mit in die Herstellungskosten einbezogen. Darüber hinaus wurden die Grundsätze der verlustfreien Bewertung beachtet. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit ergeben, werden Abwertungen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Sie decken alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, die abgelaufene Geschäftsjahre betreffen, ab. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden am Entstehungstag zum Tageskurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs, sofern keine Einbeziehung in eine Bewertungseinheit erfolgt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Kursgewinne nicht angesetzt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Ein aktiver Überhang wird nicht angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) verwiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben allesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in voller Höhe aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sie betreffen in Höhe von TEUR 750 (i. Vj. TEUR 961) Gesellschafter. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind u. a. ein Sperrbetrag sowie ein Überhang aus dem Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Außerdem beinhalten die sonstigen Vermögensgegenstände TEUR 225 (i. Vj. TEUR 228) an antizipierten Strom- und Mineralölsteuererstattungsansprüchen. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft wurde durch Umwandlung von Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 1.000 auf TEUR 5.000 erhöht. Die Gewinnrücklagen (andere Gewinnrücklagen) haben sich wie folgt verändert:
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten sind nachfolgend im Einzelnen dargestellt:
Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch die Gesellschaft erfolgt durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignungen von Produktionsmaschinen und Vorräten sowie Globalzession. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 1.200 (i. Vj. TEUR 1.200) ein Gesellschafterdarlehen sowie in Höhe von TEUR 6.168 (i. Vj. TEUR 0) ein Darlehen von einem verbundenen Unternehmen. Im Übrigen resultieren sie aus Lieferungen und Leistungen und Zinsen. Es resultieren aktive latente Steuern insbesondere aus Drohverlustrückstellungen. Die mit dem Ertragsteuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von zusammen rund 30 % bewerteten aktiven latenten Steuern werden nicht angesetzt. Es besteht eine Mithaftung der Fuchs & Hoffmann GmbH und weiterer verbundener Unternehmen im Rahmen eines in 2014 neu abgeschlossenen Konsortialkreditvertrages. Dieser Konsortialkreditvertrag hat ein anfängliches Maximalvolumen von EUR 300 Mio und wird über die Konzernfinanzierungsgesellschaft Krüger Finance International BVBA, Vilvoorde/Belgien, als Kreditnehmer verwaltet. Aus dem Konsortialkreditvertrag sind zum Bilanzstichtag Kreditmittel von EUR 131 Mio in Anspruch genommen worden, von denen EUR 6 Mio an die Fuchs & Hoffmann GmbH als Kreditnehmer der Krüger Finance International BVBA weitergeleitet worden sind. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis wird angesichts der gemäß den Unternehmensplanungen der verbundenen Unternehmen zu erwartenden künftigen Cashflows als gering eingeschätzt. Zum 31. Dezember 2016 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von TEUR 186, von denen TEUR 146 in 2017 fällig sind. Hierin sind enthalten mit TEUR 156 die Verpflichtungen aus Mietverträgen, wovon TEUR 116 in 2017 fällig sind. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten weiterhin TEUR 30 gegenüber verbundenen Unternehmen, die in 2017 fällig sind. Das Leasing stellt eine günstige Finanzierungsform dar und führt zu einer Verkürzung der Bilanzsumme. Off-Balance-Geschäfte Im Rahmen von Factoring-Verträgen erfolgen revolvierende Forderungsverkäufe. Zum 31. De-zember 2016 ist der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hierdurch in Höhe von TEUR 10.000 gemindert (i. Vj. TEUR 6.063). Das Factoring erfolgt grundsätzlich mit einem Sperrbetrag in Höhe von 1,65 %. Hierzu sind zum 31. Dezember 2016 TEUR 165 (i. Vj. TEUR 100) sowie ein Überhang an verkauften Forderungen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 31) unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die revolvierenden Forderungsverkäufe stellen eine günstige Finanzierungsform dar und führen zu einer Verkürzung der Bilanzsumme. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Im Rahmen der Geschäftstätigkeit bestehende Zahlungsstromrisiken in Bezug auf Währungs- und Rohstoffpreisrisiken werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente abgesichert. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte und börsengehandelte Kakaobohnen-Futures. Derivative Finanzinstrumente, die in wirtschaftlich notwendigem und entsprechend dokumentiertem Sicherungszusammenhang mit anderen oder originären Finanzinstrumenten stehen, werden gemäß § 254 HGB als Micro- und Portfolio-Hedges zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Voraussetzung für die Bildung von Bewertungseinheiten sind die individuelle Risikokompensation, die Kongruenz von Zahlungsfälligkeit, Währung und Fristigkeit, sowie die Durchhalteabsicht bis zur Fälligkeit der Sicherungsbeziehung. Da sich die wertbestimmenden Parameter der Grund- und Sicherungsgeschäfte vor dem Hintergrund einer Prolongationsstrategie weitgehend entsprechen, wird die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen prospektiv und rückwirkend anhand der "Critical terms match-Methode" ermittelt. Innerhalb gebildeter Bewertungseinheiten sind nicht realisierte Verluste bis zur Höhe nicht realisierter Gewinne aufgerechnet (Einfrierungsmethode). Die entsprechenden Grundgeschäfte werden mit dem Sicherungskurs bewertet. Für drohende Verluste aus der Einzelbewertung derivativer Finanzinstrumente ohne Sicherungszusammenhang werden Rückstellungen gebildet. Nicht realisierte Gewinne bleiben bilanziell unberücksichtigt. Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 sind folgende derivative Finanzinstrumente zur Risikoreduzierung eingesetzt:
Die im Vorjahr offenen Geschäfte zum 31. Dezember 2015 gliederten sich wie folgt:
Derivative Finanzinstrumente zur Reduzierung von Währungsrisiken Zur Absicherung von Währungsrisiken bei fakturierten und geplanten Fremdwährungsforderungen hat die Gesellschaft Devisentermingeschäfte in gleicher Höhe mit externen Banken abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte in Britischen Pfund mit Fälligkeiten bis Juni 2018. Die GBP-Geschäfte über TGBP 57.974 weisen beizulegende Zeitwerte zum Bilanzstichtag per Saldo von TEUR -431 (i. Vj. TEUR 251) auf. Eine Bilanzierung wurde aufgrund des Bestehens von Bewertungseinheiten in Form von Portfolio-Hedges nicht vorgenommen. Die Höhe der abgesicherten Risiken entspricht den sich ausgleichenden Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften in Höhe der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte. Daher wurde für diese Geschäfte keine Rückstellung für drohende Verluste (i. Vj. TEUR 0) gebildet. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zu den Devisentermingeschäften beruht auf Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung von Forward-Wechselkursen zum Bilanzstichtag. Derivative Finanzinstrumente zur Reduzierung von Rohstoffpreisrisiken Zur Absicherung von Rohstoffpreisrisiken von Kakaobohnen hat die Gesellschaft derivative Geschäfte mit externen Vertragspartnern abgeschlossen. Dabei handelt es sich um Kakaobohnen-Futures mit Lieferterminen Mai, Juli, September und Dezember 2017 sowie für März, Mai und Juli 2018. Für börsengehandelte Ein- und Verkaufspositionen in den Liefermonaten 2017 sowie 2018 wurden Bewertungseinheiten mit Ein- und Verkaufsverträgen in gleicher Höhe mit gleicher Fälligkeit im Rahmen von Portfolio-Hedges gebildet. Es wurde eine Betrags-, Basiswert- und Fristenidentität eingehalten. Die in Bewertungseinheiten zusammengefassten Kontrakte haben per Saldo einen negativen Marktwert von TEUR -1.622 (i. Vj. TEUR 407). Daher wurden für diese Geschäfte keine Rückstellung für drohende Verluste (i. Vj. TEUR 0) gebildet. Die Höhe der abgesicherten Risiken entspricht den sich ausgleichenden Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften in Höhe der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte. Die genannten Kakaobohnen-Futures dienen der Absicherung des auf Grundlage der Rezepturen ermittelten Kakaobedarfs aus offenen Verkaufskontrakten mit Kunden. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Kakaobohnen-Futures beruht auf dem jeweiligen Börsenpreis zum Bilanzstichtag. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Absatzgebieten
Aufgrund der geänderten Definition der Umsätze durch das Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (kurz: BilRUG), das am 23. Juli 2015 in Kraft getreten und für Geschäftsjahre nach dem 31. Dezember 2015 verpflichtend anzuwenden ist, wurden die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2015 an die neue Definition angepasst. Vor der Anpassung durch das BilRUG gliederten sich die Umsatzerlöse zum 31. Dezember 2015 wie folgt:
Die Anpassung hatte zur Folge, dass für das Geschäftsjahr 2015 Mieterträge i. H. v. TEUR 3 aus den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse umgegliedert wurden. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 52 (i. Vj. TEUR 13). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 105 (i. Vj. TEUR 60). V. Sonstige Angaben
Daneben wurden im Jahresdurchschnitt zwei (i. Vj. drei) Leihkräfte beschäftigt. Die Aufwendungen sind unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers entfallen aufgrund der betreffenden Angaben in den Konzernabschlüssen, die die Gesellschaft einbeziehen. Die Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB unterbleiben aufgrund § 286 Abs. 4 HGB. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag haben sich bisher keine Ereignisse von besonderer Bedeutung zugetragen. Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführer schlagen vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2016 in die Gewinnrücklagen einzustellen. Konzernzugehörigkeit Der Abschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft Ludwig Schokolade GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bergisch Gladbach, einbezogen und über diesen in den befreienden Konzernabschluss der Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Bergisch Gladbach. Letzterer wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Geschäftsführer - Olaf Reichardt, Saarbrücken Schifffahrtskaufmann, Schiffsmakler - Dr. Guido Colsman, Dipl.-Ing., Bergisch Gladbach Geschäftsführer der Ludwig Schokolade Komplementär-GmbH
Bexbach, den 13. März 2017 Fuchs & Hoffmann GmbH Die Geschäftsführung Olaf Reichardt Dr. Guido Colsman Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2016
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20161. Grundlagen des Unternehmens Die Fuchs & Hoffmann GmbH produziert in ihrem Werk in Bexbach Kakaomasse und Schokolade bzw. Kuvertüre sowie Kakaonibs als Halbfabrikate für die Süßwarenindustrie in Europa. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es keine Änderungen bei den hergestellten Produkten und auch nicht bei der Organisationsstruktur der Gesellschaft. Auch die Herstellungsprozesse haben sich nicht verändert. Die Gesellschaftsanteile sind mit 100 % der Krüger-Gruppe in Bergisch Gladbach zuzurechnen. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland war auch im Jahr 2016 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9 % höher als im Vorjahr. In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP in einer ähn- lichen Größenordnung gewachsen: 2015 um 1,7 % und 2014 um 1,6 %. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 einen halben Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,4 % lag. Kalenderbereinigt errechnet sich eine etwas niedrigere BIP-Wachstumsrate von 1,8 %, da im Jahr 2016 rechnerisch ein Arbeitstag mehr zur Verfügung stand als im Vorjahr. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2016 war die inländische Verwendung: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,0 % höher als ein Jahr zuvor. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit + 4,2 % sogar noch deutlich stärker. Dieser kräftige Anstieg ist unter anderem auf die hohe Zuwanderung von Schutz-suchenden und die daraus resultierenden Kosten zurückzuführen. Insgesamt legten die Konsumausgaben um 2,5 % zu und waren auch im Jahr 2016 die größte, jedoch nicht die einzige Stütze des deutschen Wirtschaftswachstums. Auch die Investitionen trugen ihren Teil dazu bei: Die preisbereinigten Bauinvestitionen stiegen im Jahr 2016 kräftig um 3,1 %, was vor allem an höheren Investitionen für Wohnbauten lag. In Ausrüstungen - das sind vor allem Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde mit + 1,7 % ebenfalls mehr investiert als ein Jahr zuvor. Gebremst wurde das BIP-Wachstum im Jahr 2016 durch einen Vorratsabbau (- 0,4 Prozentpunkte). Der Außenbeitrag, also die Differenz zwischen Exporten und Importen, hatte per Saldo ebenfalls einen leicht negativen Effekt auf das BIP-Wachstum (- 0,1 Prozentpunkte). Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 2,5 % höher als im Vorjahr; die Importe legten im gleichen Zeitraum stärker zu (+ 3,4 %). Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts trugen alle Wirtschaftsbereiche zur wirtschaftlichen Belebung im Jahr 2016 bei. Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung gegenüber dem Vorjahr um 1,8 %. Überdurchschnittlich entwickelte sich dabei das Baugewerbe, das im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 2,8 % zulegte. Auch im produzierenden Gewerbe, das ohne das Baugewerbe gut ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung erwirtschaftet, nahm die Wirtschaftsleistung zu, allerdings mit + 1,6 % sehr viel moderater. Deutliche Zunahmen gab es daneben in den meisten Dienstleistungsbereichen. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2016 von knapp 43,5 Mio Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das ist der höchste Stand seit 1991. Nach ersten vorläufigen Berechnungen waren im Jahr 2016 rund 429.000 Personen oder 1,0 % mehr erwerbstätig als ein Jahr zuvor. Damit setzte sich der seit zehn Jahren anhaltende Aufwärtstrend fort. Die Arbeitsproduktivität, gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstunde, war 2016 um 1,2 % höher als im Vorjahr. Je Erwerbs¬tätigen gemessen ist die Arbeitsproduktivität um 0,9 % gestiegen. Die staatlichen Haushalte waren im Jahr 2016 weiter auf Konsolidierungskurs: Der Staatssektor - dazu gehören Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen - beendete das Jahr nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsüberschuss in Höhe von EUR 19,2 Mrd. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich für den Staat im Jahr 2016 eine Überschussquote von + 0,6 %. Damit kann der Staat nach den neuesten Berechnungen das dritte Jahr in Folge mit einem Überschuss abschließen. (Quelle: Statistisches Bundesamt) Branchenbezogene Rahmenbedingungen - Entwicklung der Süßwarenbranche und der Industrie für Kakao-Halbfabrikate Die deutsche Süßwarenbranche liegt etwas unter dem allgemeinen Trend Deutschlands, was sich an den folgenden Zahlen ablesen lässt: So sieht die Schätzung des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie bei der Gesamtproduktionsmenge an Süßwaren in der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2016 einen geringen Anstieg von 0,5 % auf 4 Mio t. Der Produktionswert betrug hierbei EUR 12.3 Mrd (+ 3,5 %). Die Produktionsmenge von Schokoladenwaren konnte im Jahr 2016 um 1,6 % auf 1.127 Mio t zulegen, die Produktionsmenge von Kakao- und Schokoladenhalberzeugnissen verringerte sich allerdings um 2,9 % auf 0,636 Mio t. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Schokolade- und Schokoladenwaren bleibt im Jahre 2016 stabil und betrug 9,74 kg (0,0 %). Die Rohkakaovermahlung in Europa hat sich um 1,51 % auf 1.344.092 t. gesteigert. Weltweit gab es einen Anstieg von 2,64 % auf 2.703.149 t. (Quellen: Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V., INTL FC STONE Ltd., Statistisches Bundesamt) Geschäftsverlauf der Gesellschaft Umsatzentwicklung und Produktion Der Umsatz der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um EUR 21 Mio auf EUR 185 Mio erhöht. Die Steigerung ist zum einen den höheren Rohstoffpreisen, aber auch einem Anstieg der Produktionsmenge geschuldet. Diese Entwicklung entspricht der im Vorjahr prognostizierten Entwicklung. Diese Entwicklung erklärt sich aus den stabil ausgelasteten Produktionskapazitäten: Im Werk Bexbach wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 49.941 t (gleicher Zeitraum 2015: 48.121 t) Kakaomasse, Schokolade/Kuvertüre und Kakaonibs hergestellt. Dies entspricht einer Auslastung von 95,8 %. Der Anstieg von 3,8 % liegt damit über der weltweiten und auch der Europäischen Entwicklung. Lieferengpässe gab es nicht, alle Lieferungen wurden termin- und kontraktgerecht durchgeführt. Beschaffung Die Belieferung mit dem wichtigsten Rohstoff Rohkakao ist jederzeit durch weitreichende Kontrakte abgesichert. Die Ertragslage ist nicht von kurzzeitigen Schwankungen des Kakaomarktes abhängig, da grundsätzlich alle vorliegenden Aufträge durch bestehende Rohstoffkontrakte in Menge und, sofern eine Fixpreisvereinbarung vorliegt, Preis abgesichert sind bzw. zeitgleich beim Abschluss des Verkaufskontraktes abgesichert werden. Der Beschaffungspreis entspricht der Kalkulationsgrundlage, weshalb auch keine spekulativen Positionen vorhanden sind. Diese konservative Beschaffungspolitik wird auch bei allen anderen Rohstoffen verfolgt. Der Einkauf erfolgt über Lieferanten, welche die qualitativen Vorgaben der Kontrakte bzw. der Spezifikationen erfüllen. Hierbei erfolgt die Beschaffung gezielt über mehrere Lieferanten, um Abhängigkeiten und Versorgungsengpässe auszuschließen. Die strengen Wareneingangskontrollen durch die Abteilung der Qualitätskontrolle stellen sicher, dass nur einwandfreie Lieferungen zur Verarbeitung gelangen und mangelhafte Rohstoffe nicht angenommen werden. Durch kontinuierliche Bewertung ist jeder Lieferant über seinen Status informiert und kann umgehend auf Qualitätsschwankungen reagieren. Investitionen Im Geschäftsjahr 2016 erfolgten Neuinvestitionen in das Anlagevermögen von TEUR 4.170. Das umfangreichste Modernisierungsprojekt (TEUR 935) im abgelaufenen Geschäftsjahr betraf die Errichtung neuer Lagerbehälter für Schokolade und Kakaomasse. Außerdem wurde ein neues Silo für Kakaoschalen inklusive neuer Leitungen und Zerkleinerungsanlagen errichtet. (TEUR 868). Darüber hinaus wurde die Modernisierung der Produktionsanlage für Schokolade fortgeführt (TEUR 803) und für die Modernisierung der Produktionsanlage für Kakaomasse KAA 2 aus dem Jahre 2006 wurden TEUR 351 investiert. Abgerundet wurden diese Investitionen mit dem Neubau eines Anbaus an das bestehende Werkstattgebäude (TEUR 574). Finanzierungsmaßnahmen Die Finanzierung des Tagesgeschäftes erfolgte weiterhin auch über die Ausnutzung günstiger kurzfristiger Euro-Kredite bzw. Kontokorrentlinien. Die Finanzierung der Modernisierungen der verschiedenen Produktionsanlagen und des Neubaus des Werkstattgebäudes wurde über ein mittelfristiges Bankdarlehen finanziert. Alle mittel- und langfristigen Kredite wurden aufrechterhalten bzw. planmäßig getilgt. Personal Einschließlich Leiharbeitern und Auszubildenden wurden in 2016 durchschnittlich 73 Mitarbeiter beschäftigt (im vorangegangenen Geschäftsjahr 68 Mitarbeiter). Per 31. Dezember 2016 betrug der Mitarbeiterstand 77 Personen (per 31. Dezember 2015: 68 Personen). Die Schulungen bezüglich Arbeitssicherheit und Hygiene wurden alle nach Plan durchgeführt. Umweltschutz Problemrückstände fallen im Werk in Bexbach nicht an, sodass von dem Produktionsbetrieb keine wesentliche Belastung für die Umwelt ausgeht. Mit einem umfassenden Abfallkonzept und konsequenter Mülltrennung vermeidet die Fuchs & Hoffmann GmbH bereits bei der Entstehung Belastungen weitgehend. Dies wird wie in der Vergangenheit auch zukünftig Bestandteil der Unternehmenspolitik sein. Die in 2015 neu hinzugekommene Zertifizierung für das Umweltmanagement unterstreicht diese Strategie. Lage Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die nachfolgend dargestellten finanziellen Leistungsindikatoren zeigen auch die Entwicklung des Unternehmens im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr:
Aufgrund der geänderten Definition der Umsätze durch das Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (kurz: BilRUG), das am 23. Juli 2015 in Kraft getreten und für Geschäftsjahre nach dem 31. Dezember 2015 verpflichtend anzuwenden ist, wurden die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2015 an die neue Definition angepasst. Die Anpassung hatte zur Folge, dass für das Geschäftsjahr 2015 Mieterträge i. H. v. TEUR 3 aus den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse umgegliedert wurden.
Die Umsatzerlöse haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 21.274 bzw. 13,0 % im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Der Anstieg ist die Folge höherer Absatzpreise und -mengen. Der Materialaufwand entwickelte sich mit einem Anstieg um TEUR 22.232 bzw. 14,9 % leicht überproportional zu den Umsatzerlösen. Dennoch stieg der Rohertrag, aufgrund der Bestandserhöhung an Vorräten sowie an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um TEUR 1.011, um TEUR 490 bzw. 3,4 % an. Aufgrund der Absicherung von Währungskursrisiken gibt es keine bedeutenden Währungseffekte auf das Ergebnis. Aufgrund dieser Entwicklungen erhöhte sich das Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 74 auf TEUR 1.187 und liegt somit im Rahmen der Vorjahresprognose. Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2016 im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um TEUR 11.203 erhöht. Auf der Aktivseite ist dieser Anstieg hauptsächlich auf gestiegene Vorratsbestände sowie auf den Anstieg des Anlagevermögens zurückzuführen. Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um TEUR 1.187 auf TEUR 7.231. Der Bilanzgewinn des Vorjahres von TEUR 1.113 wurde vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt. Aus den Gewinnrücklagen wurden TEUR 1.000 zur Erhöhung des Stammkapitals umgewandelt. Zudem ist der Anstieg auf der Passivseite hauptsächlich auf gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus der Aufnahme eines Darlehens bei der Konzernfinanzierungsgesellschaft Krüger Finance International BVBA, Vilvoorde/Belgien, in Höhe von TEUR 6.168 zurückzuführen. Zudem erhöhte sich der Bestand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 4.576. Zum 31. Dezember 2016 weisen diese allesamt eine Laufzeit von unter einem Jahr auf. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich hingegen um TEUR 1.195 reduziert und weisen Laufzeiten von unter einem Jahr bis über fünf Jahren auf. Zum 31. Dezember 2016 bestehen freie Kreditlinien in Höhe von TEUR 7.805. Die Kapitalstruktur weißt eine gegenüber dem Vorjahr gefallene Eigenkapitalquote auf. Diese liegt mit 1,3 Prozentpunkten unter dem Vorjahresniveau von 16,2 %. Der Cashflow stellt sich in 2016 wie folgt dar: Der Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt mit TEUR 197 über dem des Vorjahres von TEUR 757. Aus der Investitionstätigkeit waren in 2016 Mittelabflüsse in Höhe von TEUR 4.705 (i. Vj. TEUR 2.573) zu verzeichnen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit erhöhte sich deutlich von TEUR -4.618 im Vorjahr auf TEUR 8.596 in 2016. Als Folge dieser Veränderungen erhöhte sich der Finanzmittelfonds (flüssige Mittel abzüglich Bankverbindlichkeiten ohne Darlehen und kurzfristige Euro-Kredite) zum 31. Dezember 2016 um TEUR 4.845 auf TEUR -3.366. Vor dem Hintergrund der Einbindung des Unternehmens in die Konzernfinanzierung der Krüger-Gruppe und der eigenen Ertragskraft aus dem laufenden Geschäft sind die Bedienung der Fremdverbindlichkeiten sowie die Unternehmensfinanzierung generell heute und in Zukunft sichergestellt. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Neben den bereits dargestellten finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Jahres-ergebnis sind insbesondere nicht finanzielle Leistungsindikatoren aus der Zertifizierung zu nennen. Die Fuchs & Hoffmann GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut die Zertifizierung nach BRC und die IFS erhalten. Hierbei wurde bei beiden Standards das höhere Niveau erreicht, was deutlich die konsequente Qualitätspolitik des Unternehmens betont. Zusätzlich ist das Unternehmen weiterhin zur Herstellung von biologischer Kakaomasse gemäß EU- und US-Standard zertifiziert. Darüber hinaus gibt es eine Zertifizierung für den Fairtrade-, Rainforest Alliance- und UTZ-Standard. In 2015 neu hinzugekommene Zertifizierungen für das Energie- und Umweltmanagement wurden durch Folgeaudits in 2016 bestätigt. Gesamtaussage Der Geschäftsverlauf ist günstig verlaufen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikobericht Für das Erkennen und die Abwehr wesentlicher Risiken ist ein Krisenmanagement als Bestandteil der Unternehmenssteuerung implementiert. Die betrieblichen und finanziellen Kennzahlen werden durch ein mindestens monatliches Berichts- und Controllingsystem überwacht. Grundsätzliche Ertragsrisiken sind in dem weiterhin schwierigen Branchenumfeld zu sehen. Es bestehen Zinsänderungsrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen. Das Liquiditätsrisiko ist durch eingeräumte Kreditlinien minimiert. Der Liquiditätsbedarf wird anhand eines Finanzplanes regelmäßig überwacht. Währungsrisiken wird durch Devisentermingeschäfte begegnet. Durch ein konsequentes Qualitätsmanagement auf dem neuesten Stand wird versucht, das Risiko einer Kontamination aller Produkte weitestgehend zu minimieren. Das Risiko von Lieferengpässen wird durch eine strategische Produktion und die Verteilung der Material- und Rohstoffbeschaffung auf mehrere in- und ausländische Lieferanten minimiert. Gerade die Zusammenarbeit mit neuen Firmen auf der Lieferantenseite hat diesen Bereich nachhaltig verbessert. Hinzu kommt die Absicherung von Preis- und Mengenrisiken über die Warenterminbörse ICE in London, sofern nicht Verkaufskontrakte direkt durch zugehörige Einkaufskontrakte gedeckt werden. Das eigene Engagement in der Côte d'Ivoire zur Beschaffung von Rohkakao direkt vom Erzeuger trägt ebenfalls zur Optimierung der Lieferkette bei. Allerdings müssen die mittel- und langfristigen Entwicklungen am Rohkakaomarkt hinsichtlich der Verfügbarkeit sehr sorgfältig beobachtet und begleitet werden. Aktuell gibt es in keinem namhaften Ursprungsland für Rohkakao eine schwierige oder nicht stabile Lage. Sollte aber der starke Preisverfall an den Warenterminbörsen für Rohkakao anhalten, wird dies mittel- und langfristig auch die Situation in den Ursprungsländern beeinflussen und somit auch die Versorgungslage verändern. Nichtsdestotrotz können sich diese Verhältnisse relativ schnell verändern. Der Einkauf von Rohkakao über internationale Handelshäuser ermöglicht das Ausweichen auf andere Ursprungsländer oder in Europa bereits verfügbare Lagerbestände. Sollte die Lage in einem Erzeugerland einmal längerfristig ungelöst bleiben, wird sich die Qualität des Rohkakaos vermutlich wieder verschlechtern, weil aufgrund des Schmuggels der Ware über Nachbarländer der Weg vom Farmer zum Seehafen länger dauert. Die Sicherstellung einer nachhaltigen Versorgung mit der erforderlichen Menge von Rohkakao der benötigten Qualität hat hierbei also weiterhin eine hohe Priorität. Mit der Ausweitung des Einkaufs von Rohkakao auch aus Ländern Süd-Amerikas wird dieser Herausforderung Rechnung getragen. Trotz zum Teil anders lautender Medienberichte gibt es aktuell kein signifikantes Defizit bei der Versorgung mit Rohkakao. Betrachtet man die letzten fünf Kalenderjahre kumuliert, so muss man sogar von einem Überschuss ausgehen, welches auch durch die Entwicklung der Prämien für Rohkakao ("Differentials") belegt wird. Durch die kontinuierliche Modernisierung der Herstellungstechnik im Bereich Kakaomasse und Schokolade sollte es auch zukünftig trotz einer gesteigerten Produktionsmenge nicht zu Lieferengpässen kommen. Schwierig bleibt es für die Kunden der Fuchs & Hoffmann GmbH, die in anderen Bereichen angestiegenen Rohstoffpreise an den Einzelhandel weiterzugeben. Ausfallrisiken seitens der Kunden sind allerdings durch eine Kreditversicherung weitgehend abgedeckt. Durch die Förderung der Mitarbeiter mit Aus- und Weiterbildung sowie die Einführung und Umsetzung von Leitlinien für Führung und Zusammenarbeit wird dem Risiko der Abwanderung von qualifizierten Fach- und Führungskräften begegnet. Die Ertragslage des Unternehmens wird auch künftig von der Entwicklung der Rohstoffpreise, der Entwicklung des Marktes bei Kakao-Halbfabrikaten und von der Stabilität unserer Produkte hinsichtlich Qualität und Lieferzuverlässigkeit abhängig sein. Nach Einschätzung der Fuchs & Hoffmann GmbH bestehen aktuell keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Chancenbericht Die Konsolidierung auf dem Markt der Hersteller für Kakaohalbfabrikate hat sich 2016 weiter fortgesetzt. In einem schwierigen Marktumfeld konnten weltweit viele Produzenten ihre Kapazitäten nur bedingt auslasten, was auch die zu erzielenden Margen spürbar verringerte. Insbesondere bei Kakaobutter und -pulver haben die Hersteller große Schwierigkeiten, auskömmliche Preise zu erzielen. Und dies hat auch einen direkten Einfluss auf den Markt für Kakao¬masse. Dieser Effekt wird sich vermutlich auch im Kalenderjahr 2017 fortsetzen, sollte sich aber mittel- und langfristig aufgrund des Konzentrationsprozesses wieder verbessern. Die Fuchs & Hoffmann GmbH hat sich speziell bei der Kakaomasse als anerkannter und zuverlässiger Lieferant in Europa etabliert und verfügt in diesem Bereich über sehr stabile Verbindungen zum bestehenden Kundenstamm bzw. wird voraussichtlich auch im kommenden Geschäftsjahr neue Kunden hinzugewinnen können. Das Wachstumspotenzial im Bereich Schokolade/Kuvertüre hat sich schon im vergangenen Jahr angedeutet und wird auch zukünftig weiter ausgebaut. Darüber hinaus ist aber aufgrund der Gesellschafterstruktur mit der Krüger-Gruppe eine bedingte Basisauslastung der Produktion gewährleistet. Prognosebericht Insgesamt geht die Fuchs & Hoffmann GmbH für das laufende Geschäftsjahr 2017 von sinkenden Umsätzen aufgrund niedrigerer Rohstoffpreise aus. Aufgrund der bereits vorhandenen, guten Auslastung wird sich die Produktionsmenge nur noch bedingt steigern lassen. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres 2017 sollte analog zum bereits guten Geschäftsjahr 2016 verlaufen. Auch für das Folgejahr 2017 gehen wir bei einer stabilen Vermögens- und Finanzlage von einem positiven Ergebnis aus. Finanzinstrumente Im Rahmen der Geschäftstätigkeit bestehende Zahlungsstromrisiken in Bezug auf Währungs- und Rohstoffpreisrisiken werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente abgesichert. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte welche zur Absicherung von fakturierten und geplanten Fremdwährungsforderungen genutzt werden und börsengehandelte Kakaobohnen-Futures welche zur Absicherung von Rohstoffpreisrisiken bei Kakaobohnen mit externen Vertragspartnern abgeschlossen werden. Dank an die Kunden und Mitarbeiter Wir danken unseren Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute und faire Zusammenarbeit. Unser Dank geht aber auch an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit einer hohen Einsatzbereitschaft zum Erfolg des Unternehmens maßgeblich beigetragen haben.
1 Umsatzerlöse zuzüglich
Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand.
Bexbach, den 13. März 2017 Fuchs & Hoffmann GmbH Die Geschäftsführung Olaf Reichardt Dr. Guido Colsman Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Fuchs & Hoffmann GmbH, Bexbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 13. März 2017 KPMG
AG
Schumacher, Wirtschaftsprüfer Engelhardt, Wirtschaftsprüfer |
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