Connectly Invest GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Guus de Boer seit 2.4.2024 | Geschäftsführer |
Vincent Michel Pouyet seit 2.4.2024 | Geschäftsführer |
Peter Magedler seit 2.4.2024 | Geschäftsführer |
Hedwige Van de Wyer seit 19.7.2013 | Geschäftsführer |
Izabela Witkowska seit 19.7.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Alpha Trains Group S.à.r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Alpha Trains (Locomotives) GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Jahr 2023der Alpha Trains (Locomotives) GmbHI. Grundlagen der GesellschaftDie Alpha Trains (Locomotives) GmbH (im Folgenden kurz "AT Locomotives" oder "Gesellschaft") betreibt die Vermietung von Lokomotiven für den Schienengüterverkehr in Deutschland, in Österreich und in Schweden. Die Geschäftstätigkeit der AT Locomotives umfasst die Weitervermietung der konzernweiten Fahrzeugflotte. Eine eigene Fahrzeugflotte besitzt die Gesellschaft nicht. Bei entsprechender Nachfrage wurden im Geschäftsjahr auf der Grundlage von Head Lease Agreements Lokomotiven aus den Fahrzeugflotten der Alpha Trains Luxembourg S.à r.l. angemietet und an Endkunden auf Basis eines Sublease Agreements weitervermietet. Diese Gesellschaft, in deren Eigentum die Fahrzeugflotte steht, stellt den Vertriebsgesellschaften ("Spokes") als sogenannter "Hub" Leasingleistungen zur Verfügung. Die "Spokes" verleasen dann wiederum die Fahrzeuge direkt an die lokalen Schienenverkehrsanbieter. Im Hub sind ebenfalls der Einkauf sowie die technische Verwaltung der Schienenfahrzeuge zentralisiert. Hierfür steht zum Stand Dezember 2023 ein Fahrzeugpool von 413 (Vorjahr 396) Lokomotiven zur Verfügung. Darin enthalten sind 24 Lokomotiven der Alpha Trains Gruppe, die im Eigentum der Alpha Trains Iberia S.L.U. stehen. Steuerungssystem Die Gesellschaft wird anhand der wesentlichen Kennzahlen Umsatz sowie seit dem abgelaufenen Geschäftsjahr mit dem Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern gesteuert. Im Vorjahr wurde neben dem Umsatz noch das Ergebnis vor Steuern als wesentliche Kennzahl verwendet. Mit dem Wechsel der Geschäftsführung wurde auch der Wechsel bei der Ergebnis-Steuerungsgröße umgesetzt und somit eine Anpassung an die Steuerungsgrößen der Alpha Trains Gruppe erreicht. Ein weiterer wichtiger nicht finanzieller Leistungsindikator, der der internen Steuerung dient, ist die Auslastung der Fahrzeugflotte. II. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat sich im Jahr 2023 deutlich verlangsamt. Nach vorläufigen Angaben von Eurostat stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der EU im Jahr 2023 um 0,5%. 1 Das Wachstum lag damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (2022), in dem die Wirtschaft der EU noch einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 3,6% verzeichnete. 2 In Deutschland kam die Wirtschaft im Jahr 2023 in Folge des nach wie vor krisengeprägten Umfeldes ins Stocken. Als Faktoren werden vor allem restriktivere Finanzierungsbedingungen und ein Abschwächen der Nachfrage im In- und Ausland genannt. Preis- und kalenderbereinigt sank das BIP in Deutschland um 0,1% gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2022 war hingegen noch ein Anstieg um 1,9% zu verzeichnen. Die wirtschaftliche Erholung nach dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 konnte sich somit nicht fortsetzen. Das BIP lag in 2023 0,7% über dem Niveau von 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie. 3 Auf Basis der Mittelfristprognose vom Sommer 2023 wird erwartet, dass die wirtschaftliche Abkühlung die Entwicklung des gesamtmodalen Güterverkehrs negativ beeinflusst und das Transportaufkommen aller Verkehrsträger in 2023 um rund 5,9% und die Transportleistung um 4,3% gegenüber dem Vorjahr sinken. Bereits für das Jahr 2022 wurde infolge der beginnenden Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Perspektiven ein Rückgang des gesamtmodalen Güteraufkommens (-1,1%) und eine nahezu vollständige Stagnation der Transportleistung (-0,5%) verzeichnet. 4 Für den Schienengüterverkehr wird in der Mittelfristprognose vom Sommer 2023 ein ähnlicher Effekt gesehen. Während das Transportaufkommen im Jahr 2022 noch geringfügig um 0,4% gestiegen war, wird für 2023 ein Rückgang um 4,5% erwartet. Die Transportleistung legte im Jahr 2022 noch 1,2% gegenüber dem Vorjahr zu. Für 2023 wird jedoch ein deutlicher Rückgang um 4,6% erwartet. Als Faktoren werden vor allem Produktionsrückgänge in der Chemiebranche, der Stahlindustrie und der Bauwirtschaft gesehen. Auch für den kombinierten Verkehr wurde für das Jahr 2023 ein ebenso deutlicher Rückgang um 6,2% (Aufkommen) bzw. 5,5% (Leistung) prognostiziert. 5 Für 2024 wird auf Basis der Datenlage von Sommer 2023 eine Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Aussichten und eine Rückkehr der deutschen Wirtschaft auf den Wachstumspfad erwartet. Auf dieser Basis wird in der Mittelfristprognose für das Jahr 2024 ein moderater Anstieg des gesamtmodalen Güterverkehrsaufkommens um 1,6% und der Güterverkehrsleistung um 2,1% vorausgesagt. Für den Eisenbahnverkehr ergibt sich mit einem erwarteten Anstieg des Aufkommens um 1,8% und der Leistung um 2,1% ein ähnliches Bild. Für 2025 sind die Aussichten ähnlich moderat. Es wird erwartet das zum Ende des Jahres 2025 das Verkehrsaufkommen nach wie vor unter dem Vorkrisenniveau von 2019 liegen wird, die Verkehrsleistung jedoch leicht darüber. 6 Geschäftsverlauf Ertragslage Um den Einblick in die Ertragslage der Gesellschaft zu verbessern, werden seit dem Berichtsjahr die von Kunden geleisteten Instandhaltungsentgelte (TEUR 3.257, Vorjahr TEUR 3.308) als Umsatzerlöse und die in gleicher Höhe angefallenen Instandhaltungsaufwendungen als Aufwendungen für bezogene Leistung ausgewiesen. Die Vorjahrszahlen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend diesem neuen Bewertungsansatz angepasst. Ergebniswirksame Auswirkungen haben sich nicht ergeben. Die Entwicklung des Marktes in 2023 war einerseits durch den Rückgang des Verkehrsaufkommens im Schienengüterverkehr infolge der Abkühlung der deutschen Wirtschaft geprägt. Andererseits war weiterhin eine hohe Nachfrage nach elektrischen Lokomotiven und Diesellokomotiven zu verzeichnen. In der Alpha Trains Gruppe hat die anhaltend hohe Nachfrage weiterhin zu einer nahezu vollständigen Auslastung der Fahrzeugflotte im Jahr 2023 beigetragen. Der Umsatz der Gesellschaft bewegte sich mit TEUR 20.143 auf nahezu Vorjahresniveau (TEUR 20.250) und entsprach somit den Erwartungen der Vorjahresprognose. Des Weiteren ist für die Betrachtung des Vermietungsgeschäftes zu beachten, dass hiervon kein wesentlicher Einfluss auf die Ertragslage ausgeht. Veränderungen des Umsatzes stehen in nahezu identischer Höhe veränderten Aufwendungen für bezogene Leistungen gegenüberstehen. Bedeutsamer für die Ertragslage der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse aus Management Fees. Diese bewegten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit TEUR 1.500 deutlich über dem Vorjahresniveau von TEUR 1.121. Grund hierfür ist das gestiegene Leistungsangebot, welches die Gesellschaft für den Konzernverbund erbringt. Die Umsatzerlöse verteilen sich im Einzelnen auf folgende Länder:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten stabile Umsätze in Schweden verzeichnet werden, leichte Umsatzrückgänge aus Vermietung ergaben sich hingegen in Deutschland und Österreich während des Geschäftsjahres. In der Position sonstige betriebliche Erträge sind im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen TEUR 4 für die Auflösung von Rückstellungen angefallen, im Vorjahr beliefen sich Erträge unter dieser Position auf TEUR 22. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen von TEUR 19.002 (Vorjahr TEUR 19.289) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 18.570 (Vorjahr TEUR 19.053) sowie Aufwendungen aus bezogenen sonstigen betrieblichen Leistungen, soweit diese als wesentliche bzw. prägende Bestandteile in die Leistung des Unternehmens eingehen, die zu Umsatzerlösen führen. Letzterer Bestandteil der Aufwendungen für bezogene Leistungen beliefen sich auf TEUR 433 (Vorjahr TEUR 236). Entsprechend den Ausführungen unter den Umsatzerlösen, wurden Anpassungen für angefallene Instandhaltungsaufwendungen im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr vorgenommen. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 148 (Vorjahr TEUR 132) und entsprach somit den Erwartungen. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 216 (Vorjahr TEUR 111). Damit wurde die Vorjahresprognose einer leicht positiven Ergebnissteigerung erreicht. Der Steueraufwand für das Geschäftsjahr wurde in Höhe von TEUR 987 (Vorjahr TEUR 182) ausgewiesen, somit endete das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 773 (Vorjahr Jahresfehlbetrag TEUR 73). Vermögenslage Unter dem Finanzanlagevermögen wird ein Darlehen an den Gesellschafter Alpha Trains Group S.à r.l. in Höhe von TEUR 10.800 ausgewiesen. Es handelt sich um ein langfristiges Darlehen mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren. Im Vorjahr wurde dieses Darlehen noch unter der Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einem Betrag von TEUR 6.900 ausgewiesen. Dem Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 4.041 (Vorjahr TEUR 5.209) stehen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.337 (Vorjahr TEUR 3.108) gegenüber. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 12.525. Unter Berücksichtigung der Verlustvorträge ergibt sich ein Eigenkapital von TEUR 8.141. Die Eigenkapitalquote hat sich von 73,4% im Vorjahr auf 54,7% zum Stichtag vermindert. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.319 (Vorjahr TEUR 680) beinhalten im Wesentlichen erhaltene Zuschüsse von TEUR 2.501 von einem Träger der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit der Anbahnung eines zukünftigen Leasinggeschäftes. Unter Einbeziehung der Marktlage und in Bezug auf die angebotenen Services der Gesellschaft entspricht die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr den Erwartungen. Finanzlage Die von der Gesellschaft extern vermieteten Lokomotiven werden konzernintern angemietet. Somit ist die Finanzlage der Gesellschaft durch das Vermarkten der Lokomotiven von der konzerninternen Eigentümer-Gesellschaft an die externen Kunden gekennzeichnet. Die flüssigen Mittel belaufen sich auf TEUR 2.491 (Vorjahr TEUR 3.278) und stellen eine solide Basis für die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft dar. Die Gesellschaft ist in die Finanzierung der Alpha Trains Holdco II S.à r.l. Gruppe integriert. Zum Bilanzstichtag bestand für diese Gruppe ein gesamtschuldnerisches Haftungsverhältnis nach § 251 HGB i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB für Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.302 Mio., davon für verbundene Unternehmen EUR 1.302 Mio. (Vorjahr EUR 1.310 Mio., davon für verbundene Unternehmen EUR 1.310 Mio.). Als Teil der konzernweiten Finanzierungsaktivitäten, die mit dem gesamtschuldnerischen Haftungsverhältnis einhergehen, sichert die Gesellschaft sich übergreifende Finanzierungsvorteile, die einer Einzelgesellschaft in dieser Form nicht zugänglich sind. Des Weiteren bestehen nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB aus Leasingverträgen mit verbundenen Unternehmen mit einer maximalen Laufzeit bis 2030 in Höhe von EUR 31 Mio. (Vorjahr EUR 24 Mio.). Finanzielle Verpflichtung aus Mietverträgen von PKW existieren in der Höhe von TEUR 80. Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen beläuft sich somit auf EUR 31 Mio. (Vorjahr EUR 24 Mio.), hiervon beläuft sich ein Betrag von EUR 12 Mio. auf eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, EUR 17 Mio. auf eine Laufzeit von mehr als einem Jahr bis zu 5 Jahren sowie ein Betrag von EUR 2 Mio. auf eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Darüber hinaus ist Bankguthaben im Zusammenhang mit dem genannten Haftungsverhältnis in Höhe von TEUR 311 an verschiedene Banken verpfändet worden. Avallinien bestanden zum Jahresende nicht in der Gesellschaft. Mitarbeiter Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind durchschnittlich 9 Mitarbeiter bei AT Locomotives in Köln angestellt (Vorjahr 8 Mitarbeiter). III. RisikoberichtBestandsgefährdende Risiken für die AT Locomotives bestehen nicht. Aufgrund des Geschäftsmodells liegen wesentliche Risiken bei den Eigentümern der Leasingobjekte. Daher wird im Folgenden der Risikobericht aus der Perspektive der Alpha Trains Gruppe unter Einbeziehung der Risiken, die sich aus dem Eigentum an den Lokomotiven ergeben, dargestellt. Die Risiken sind abfallend nach ihrer Bedeutung für die Gruppe im Folgenden dargestellt. Operative Risiken Die grundsätzliche Nachfrage nach Lokomotiven wird teilweise von der Entwicklung des BIP in den verschiedenen kontinentaleuropäischen Ländern bestimmt. Hieraus leitet sich auch die Nachfrage nach Transportleistungen auf der Schiene ab. Operative Risiken aus der Bewirtschaftung der Märkte werden anhand eines Risikomonitor-Systems überwacht, um in geeigneter Zeit auf veränderte Marktbedürfnisse bzw. Marktverhältnisse kurzfristig reagieren zu können. Im Einzelnen werden Risiken aus der speziellen Wettbewerbssituation wie Anzahl der Wettbewerber, kurzfristiges Überangebot an Lokomotiven, evtl. hieraus ergebenden Stillstands Zeiten der Fahrzeuge aber auch Abhängigkeiten von Lieferanten untersucht und gesteuert. Ein Rückgang der aktuell hohen Auslastung aufgrund von Marktrisiken und damit einhergehende Stillstands Zeiten für Lokomotiven würden auf Ebene der AT Locomotives einen Rückgang der Umsatzerlöse bewirken. Auf Grund der bestehenden Vereinbarungen mit der Lokomotiven-Eigentümer-Gesellschaft würden die Materialaufwendungen in nahezu gleichem Maße sinken, so dass durch einen Umsatzrückgang nur ein geringer Einfluss auf den Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag der AT Locomotives zu verzeichnen wäre. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der Kundenstruktur der AT Locomotives mit vielen öffentlichen Betreibern und vielen Betreibern großer Konzerngesellschaften ist das Risiko eines insolvenzbedingten Ausfalls dieser Schuldner gering. Darüber hinaus ist das Ausfallrisiko für Mietverträge zusätzlich über Garantien in Form von Bürgschaften oder Bardepots gesichert, die sowohl bei Mietzahlungsausfall als auch bei nicht vertragskonformer Fahrzeugrückgabe greifen. Sollten trotzdem noch Kundenausfälle zu verzeichnen sein, werden die entsprechenden Entgelte über die oben genannten Vereinbarungen von der Lokomotiven-Eigentümer-Gesellschaft ausgeglichen. Umfeld- und Branchenrisiken Die Nachfrage nach Operating Leasing von Lokomotiven liegt trotz der aktuell negativen Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Transportleistung und des Transportaufkommens bislang auf hohem Niveau. Die Fertigung und Auslieferung neuer E-Lokomotiven ist im vergangenen Jahr angestiegen. Gleichzeitig sind nach wie vor lange Vorlaufzeiten zwischen Bestellung und Auslieferung neuer Lokomotiven zu beobachten. Durch dieses Marktumfeld sind operative Branchenrisiken aktuell überschaubar. Mittel- bis langfristig kann eine steigende Anzahl von Neubaulokomotiven bei stagnierendem Transportaufkommen die Marktopportunitäten für Gebrauchtfahrzeuge verringern. Marktteilnehmer begegnen diesen Risiken durch eine Flexibilisierung der Mietmodelle. Im Bereich Operating Leasing gibt es eine zunehmende Tendenz hin zu einem Lease mit Full-Service-Instandhaltung. Dieses im Angebotsportfolio implementierte Modell hat Alpha Trains im Jahr 2023 weiter ausgebaut. Full-Service-Lease-Verträge werden jedoch grundsätzlich über andere Alpha Trains Gesellschaften als die AT Locomotives abgeschlossen. Die zunehmende Verlagerung auf Full-Service-Leases kann mittelfristig zu einem erlösseitig rückläufigem Geschäft für die Gesellschaft führen. Mittel- und langfristig ist für den Schienengüterverkehr vor dem Hintergrund der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung und der Europäischen Union mit deutlichen Zuwachsraten zu rechnen. Die politische Unterstützung für den Schienengüterverkehr in Deutschland wurde in 2023 trotz angespannter Haushaltslage weiter gefestigt und gestärkt. Trotz möglicher konjunktureller Risiken ist perspektivisch somit weiterhin von einer ansteigenden Nachfrage nach Lokomotiven und Schienentriebfahrzeugen auszugehen. Begünstigende Einflüsse durch Mauterhöhung, Gleisanschlussförderung etc. werden auch für dieses und die kommenden Jahre erwartet. Gleichzeitig schreitet der Ausbau der Kapazitäten im Hinblick auf Infrastruktur, Ausrüstung und Personal nur langsam voran, so dass ein Wachstum des Schienengüterverkehres ohnehin nur schrittweise erfolgen kann. Regulatorische Aspekte Regulatorische Aspekte von Bedeutung für die Tätigkeit der Gesellschaft sind weder für das abgelaufene Geschäftsjahr noch für das Jahr 2024 zu berichten. IV. ChancenberichtDie Chancen können wie folgt dargestellt werden. Operative Chancen Chancen bestehen darin durch flexible Leasingangebote im Gruppenverbund zusätzliche Umsätze zu generieren, Umsatzrückgänge auf Einzel-Gesellschaftsebene können durch die breiter aufgestellte Kundenstruktur im Konzernverbund zum Teil kompensiert werden. Finanzwirtschaftliche Chancen Als Teil der konzernweiten Finanzierungsaktivitäten, die mit dem gesamtschuldnerischen Haftungsverhältnis einhergehen, kann die Gesellschaft Vorteile bei Finanzierungsbedürfnissen sowie vorteilhafte Zinskonditionen auf den Finanzierungsmärkten sichern, die einer Einzelgesellschaft in dieser Form nicht zugänglich sind. IV. PrognoseberichtDie Alpha Trains Gruppe ist mit ihren Vermietungsgesellschaften für Lokomotiven, u.a. der AT Locomotives, seit vielen Jahren im Bereich der Vermietung und des Flottenmanagements von Diesel- und Elektrolokomotiven etabliert. Die in der Regel mit Alpha Trains mehrjährig laufenden Mietverträge bilden die Grundlage für eine relativ zur aktuellen Konjunkturlage unabhängigen längerfristigen Umsatzerzielung im Gruppenverbund. Kurzfristige Nachfrageschwankungen auf Einzelgesellschaftsebene konnten bisher weitgehend flexibel auf Ebene der Alpha Trains Gruppe abgefangen werden. Im Verbund mit der Vermietung von Schienenfahrzeugen für den Personenverkehr ist Alpha Trains aufgrund der langen Zyklen im Markt für die Vermietung von Schienenfahrzeugen weitestgehend vor starken Schwankungen geschützt. Über das bestehende Netzwerk und die Qualität der erfahrenen Mitarbeiter ist es Alpha Trains gelungen, das Marktpotential des Vermietungsmarktes für Lokomotiven abzuschöpfen. Mittel- bis langfristig wird eine konjunkturelle Erholung und eine weitere Zunahme der Logistikströme in Deutschland und der EU erwartet. Nach der Mittelfristprognose des Bundesamtes für Logistik und Mobilität vom Sommer 2023 kann gemessen an der Verkehrsleistung bis 2025 eine Erholung des deutschen Schienengüterverkehrsmarktes auch im Vergleich gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 erwartet werden. 7 Langfristig betrachtet wird für den Schienengüterverkehr von 2019 bis 2051 eine deutliche Zunahme der Transportleistung um 33% erwartet. 8 Vor diesem Hintergrund wird auch weiterhin ein positiver Ausblick für das Geschäftsmodell von Alpha Trains gesehen. Die Alpha Trains Locomotives GmbH ist entsprechend dem Ausblick für die Alpha Trains Gruppe für das Geschäftsjahr 2024 verhalten optimistisch. Es wird erwartet, dass sich die wirtschaftliche Lage insgesamt stabilisiert und der Umsatz entsprechend auf Vorjahresniveau liegen wird. Neben den Umsätzen aus dem Vermietungsgeschäft, geht die Gesellschaft davon aus, dass die Erlöse für Management Fee Leistungen mit verbundenen Unternehmen, auch zukünftig auf einem stabilen Niveau bleiben werden. In den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2024 lag der Umsatz der Alpha Trains Gruppe auf Höhe des Plans. Bedingt durch die Stellung im Unternehmensverbund erwarten wir für die Gesellschaft für das Jahr 2024 ein leicht positives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) auf Vorjahresniveau ebenso wie eine Auslastung von 100%. Die Zusage der weiteren Unterstützung seitens der Gesellschafter ist unverändert gegeben und auch wichtig für die Zukunft der Firma, da nur im Einklang mit den Gesellschaftern und dem Unternehmensverbund der Alpha Trains Gruppe der Kapitalbedarf für weiteres Wachstum realisiert werden kann. Diese Zusage und das gemeinsame Ziel weiterhin Wachstum zu realisieren, gilt auch für die Anteilseigner an der Alpha Trains Luxembourg (Holdings) S.à r.l. Die Geschäftsführung sieht zu diesem Zeitpunkt vergleichsweise überschaubare Risiken, da der überwiegende Teil des unternehmerischen Risikos bei der Eigentümer-Gesellschaft der Lokomotiven liegt. Die Auswirkungen eines eventuellen Umsatzrückgangs auf den Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag der Gesellschaft wären nur von nachrangiger Bedeutung. Zum Aufstellungsstichtag haben sich keine Risken aus dem Krieg in der Ukraine ergeben, da die Gesellschaft keine geschäftlichen Beziehungen in den Ländern der Konfliktparteien unterhält. Wir teilen dieselbe Einschätzung ebenso im Hinblick auf den Nahost-Konflikt mit den darin zurzeit involvierten Konfliktparteien. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft hat sich in der Vergangenheit als widerstandsfähig gegenüber Krisenereignissen auf globaler und europäischer Ebene erwiesen, und wir sind der Meinung, dass sich diese Widerstandsfähigkeit auch in Zukunft bewähren wird.
Köln, 28. März 2024
1 Eurostat, News release 15/2023 vom 31. Januar
2023, Link: 90da3cfd-0c61-d735-3d27-2597bd170e28
(europa.eu).
Bilanz des Geschäftsjahres zum 31.12.2023Alpha Trains (Locomotives) GmbHAktiva
*) Die Anpassung der Vorjahreszahl wird im Anhang unter dem Punkt 2b) erläutert. Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023
*) Die Anpassung der Vorjahreszahl wird im Anhang unter dem Punkt 3) erläutert. Anhang für das Geschäftsjahr 2023der Alpha Trains (Locomotives) GmbH1. Allgemeine Angaben und ErläuterungenSitz der Alpha Trains (Locomotives) GmbH ist Köln. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 51341 im Register des Amtsgerichts Köln eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und des GmbH-Gesetzes unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 HGB. Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften bezeichnet, die mittelbar oder unmittelbar im Mehrheitsbesitz der Alpha Trains (Luxembourg) Holdings S.à r.l., Luxemburg, stehen. 2. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanza) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungszeiträume der Anlagevermögensgruppe 'Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung' beläuft auf 3 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen 250 und 800 EUR werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Flüssige Mittel, Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten angesetzt. Aktive latente Steuern wurden nicht ausgewiesen, da diese in Ausübung des Wahlrechts nicht aktiviert werden. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben beziehungsweise Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand beziehungsweise Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. b) Erläuterungen zur Bilanz Die Aufgliederung und die Bewegungen des Anlagevermögens sind dem Anlagenspiegel zu diesem Anhang zu entnehmen. Das dort ausgewiesene Finanzanlagevermögen resultiert aus einem an den Gesellschafter Alpha Trains Group S.à r.l. gewährten, langfristigen Darlehen mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren. Im Vorjahr war dieses Darlehen noch unter der Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einem Betrag von TEUR 6.900 ausgewiesen worden. Zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögenslage wurde die Vorjahreszahl angepasst. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 426 (Vorjahr TEUR 292) haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Bei den übrigen in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich wie im Vorjahr um kurzfristige Forderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aufgrund der Umstellung bei dem Ausweis der vereinnahmten Instandhaltungsentgelte wurde zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögens- und Finanzlage auch der Ausweis der zugehörigen Forderungen und Verbindlichkeiten in der Bilanz angepasst. Soweit es sich bei den von Kunden vereinnahmten Instandhaltungsentgelten um realisierte Umsätze und bei den an Konzerngesellschaften geleisteten Instandhaltungsentgelten um realisierte Aufwendungen für bezogene Leistungen handelt, werden keine sonstigen Vermögensgegenstände und sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden dementsprechend in Höhe von TEUR 4.201 (niedrigere sonstige Vermögensgegenstände und niedrigere sonstige Verbindlichkeiten) angepasst. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 413 (Vorjahr TEUR 259) betreffen im Wesentlichen weitergeleitete Kautionszahlungen von TEUR 404 (Vorjahr TEUR 131). Im Vorjahr waren unter dieser Position noch Körperschafts- und Gewerbesteuerforderungen in Höhe von TEUR 122 ausgewiesen worden. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr TEUR 128) ausgewiesen. Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren belaufen sich auf TEUR 404 (Vorjahr TEUR 131). Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen wie im Vorjahr nicht. Die flüssigen Mittel in Höhe von TEUR 2.491 (Vorjahr TEUR 3.278) enthalten ausschließlich kurzfristig fällige Bankguthaben. Das von dem Gesellschafter Alpha Trains Group S.à r.l. eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 12.525. Die Steuerrückstellungen für das laufende Geschäftsjahr bestehen in Höhe TEUR 429 für Gewerbesteuer sowie in Höhe von TEUR 412 für Körperschaftsteuer des abgelaufenen Geschäftsjahres. Im Vorjahr wurden unter dieser Position TEUR 6 für Gewerbesteuer ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 504 (Vorjahr TEUR 447) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von TEUR 294 (Vorjahr TEUR 231) sowie Rückstellungen für Bonuszahlungen an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr TEUR 128). Des Weiteren sind Rückstellungen für die Jahresabschlussprüfung sowie Rechts- und Beratungskosten, welche sich zum Ende des Geschäftsjahres auf TEUR 61 (Vorjahr TEUR 71) beliefen, in den sonstigen Rückstellungen enthalten. Zum Stichtag der Bilanzaufstellung lagen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf Vorjahresniveau mit TEUR 26 (Vorjahr TEUR 3). Die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten beläuft sich auf einen Zeitraum bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Alpha Trains Luxembourg S.à r.l in Höhe von TEUR 1.648 (Vorjahr TEUR 1.973) und resultieren hauptsächlich aus den Head Lease Agreements mit der Alpha Trains Luxembourg S.à r.l. Die vorgenannten Verbindlichkeiten weisen in voller Höhe eine Laufzeit von bis zu einem Jahr auf. Wie bereits zu den sonstigen Vermögensgegenständen erläutert, wurde neben dem Ausweis der vereinnahmten Instandhaltungsentgelte zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögens- und Finanzlage auch der Ausweis der zugehörigen Forderungen und Verbindlichkeiten in der Bilanz angepasst. Soweit es sich bei den von Kunden vereinnahmten Instandhaltungsentgelten um realisierte Umsätze und bei den an Konzerngesellschaften geleisteten Instandhaltungsentgelten um realisierte Aufwendungen für bezogene Leistungen handelt, werden keine sonstigen Vermögensgegenstände und sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden dementsprechend in Höhe von TEUR 4.201 (niedrigere sonstige Vermögensgegenstände und niedrigere sonstige Verbindlichkeiten) angepasst. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.319 (Vorjahr TEUR 680) beinhalten im Wesentlichen erhaltene Zuschüsse von TEUR 2.501 von einem Träger der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit der Anbahnung eines zukünftigen Leasinggeschäftes. Des Weiteren sind unter dieser Position im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 197 (Vorjahr TEUR 276) sowie Verbindlichkeiten aus erhaltenen Sicherheiten von TEUR 201 (Vorjahr TEUR 257) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten besitzen in Höhe von TEUR 2.915 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vorjahr TEUR 549). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahren beliefen sich auf TEUR 404 (Vorjahr TEUR 131). Sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen wie im Vorjahr nicht. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 410 (Vorjahr TEUR 122) beinhaltet im Wesentlichen erhaltene Kundenanzahlungen für zukünftig zu erbringende Leistungen. 3. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Um den Einblick in die Ertragslage der Gesellschaft zu verbessern, werden seit dem Berichtsjahr die von Kunden geleisteten Instandhaltungsentgelte (TEUR 3.271, Vorjahr TEUR 3.308) als Umsatzerlöse und die in gleicher Höhe angefallenen Instandhaltungsaufwendungen als Aufwendungen für bezogene Leistung ausgewiesen. Die Umsatzerlöse belaufen sich im Jahr 2023 mit TEUR 20.143 auf Vorjahresniveau (TEUR 20.250). Die Vorjahrszahlen wurden entsprechend diesem neuen Bewertungsansatz angepasst. Ergebniswirksame Auswirkungen haben sich nicht ergeben. Die Gesellschaft erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von insgesamt TEUR 20.143 (Vorjahr TEUR 20.250), der im Wesentlichen mit TEUR 17.301 (Vorjahr TEUR 17.302) im Inland erzielt wurde. In den Umsatzerlösen sind Management Fees in Höhe von TEUR 1.500 (Vorjahr TEUR 1.121) enthalten. In der Position sonstige betriebliche Erträge sind im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 4 für die Auflösung von Rückstellungen angefallen, im Vorjahr beliefen sich Erträge unter dieser Position auf TEUR 22. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen von TEUR 19.002 (Vorjahr TEUR 19.289) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 18.570 (Vorjahr TEUR 19.053) sowie Aufwendungen aus bezogenen sonstigen betrieblichen Leistungen soweit diese als wesentliche bzw. prägende Bestandteile in die Leistung des Unternehmens eingehen, die zu Umsatzerlösen führen. Letzterer Bestandteil der Aufwendungen für bezogene Leistungen beliefen sich auf TEUR 433 (Vorjahr TEUR 236). Entsprechend den Ausführungen unter den Umsatzerlösen, wurden Anpassungen für angefallene Instandhaltungsaufwendungen im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr vorgenommen. Die Personalaufwendungen belaufen sich in 2023 auf TEUR 997 (Vorjahr TEUR 851). Der Anstieg ist auf die leicht gestiegene Mitarbeiterzahl von 9 Mitarbeitern zurückzuführen (Vorjahr 8 Mitarbeiter). Aufwendungen aus bezogenen sonstigen betrieblichen Leistungen soweit diese als wesentliche bzw. prägende Bestandteile in die Leistung des Unternehmens eingehen, die zu Umsatzerlösen führen, wurden in voller Höhe in die Position Aufwendungen für bezogene Leistungen umgegliedert. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um bezogene Fremdleistungen für Miete, PKW-Anmietung sowie Beratungsleistungen. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht auf TEUR 148 gegenüber TEUR 132 im Vorjahr an. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 23 (Vorjahr TEUR 9). Im Vorjahr erfolgt der Ausweis als sonstige Zinsen und ähnliche Erträge. Die Zinserträge stehen in direktem Zusammenhang mit dem im Finanzanlagevermögen ausgewiesenem Darlehen, welches an den Gesellschafter begeben wurde. Aufgrund der wieder eingeführten Verzinsung von Sichteinlagen bei Bankinstituten werden unter der Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge TEUR 50 (Vorjahr 0) für Zinserträge ausgewiesen. Aus demselben Grund waren keine Gebühren für Sichteinlagen bei Bankinstituten angefallen und somit keine Zinsaufwendungen im Berichtsjahr auszuweisen (Vorjahr TEUR 26). Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 216 und bewegte sich somit über dem Vorjahresniveau von TEUR 111. Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aus TEUR 987 Steueraufwand für Ertragssteuern des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie TEUR 1 für Steueraufwand für Ertragssteuern vergangener Geschäftsjahre zusammen. Insgesamt wird somit für das Geschäftsjahr ein Steueraufwand in Höhe von TEUR 987 ausgewiesen. Im Vorjahr setzte sich der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus TEUR 34 für den Steueraufwand vergangener Geschäftsjahre sowie TEUR 148 für den Ertragssteuern des Berichtsjahres, zusammen. Somit belief sich der Steueraufwand im Vorjahr insgesamt auf TEUR 182. Des Weiteren werden Angaben zu §285 Nr.30a HGB auf Grund der nicht Anwendbarkeit der Vorschrift nicht gemacht. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, sowie die sonstigen Steuern führen somit zu einem Jahresfehlbetrag von TEUR 773. Im Vorjahr wurde ein Jahresfehlbetrag von TEUR 73 ausgewiesen. 4. Sonstige AngabenZum Bilanzstichtag bestand für die Unternehmen der Alpha Trains Holdco II S.à r.l. Gruppe ein gesamtschuldnerisches Haftungsverhältnis nach § 251 HGB i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB für Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.302 Mio., davon für verbundene Unternehmen EUR 1.302 Mio. Im Vorjahr belief sich die sonstige finanzielle Verpflichtung aus demselben gesamtschuldnerischen Haftungsverhältnis auf einen Betrag von EUR 1.310 Mio., davon für verbundene Unternehmen EUR 1.310 Mio. Als Teil der konzernweiten Finanzierungsaktivitäten, die mit dem gesamtschuldnerischen Haftungsverhältnis einhergehen, sichert die Gesellschaft sich übergreifende Finanzierungsvorteile, die einer Einzelgesellschaft in dieser Form nicht zugänglich sind. Das Management der Alpha Trains Gruppe geht davon aus, dass Planzahlen und Erwartungen für die Gruppe für das Jahr 2024 erfüllt werden. Die Gruppe besitzt eine gute Kredit-Bonität und somit ein geringes Kreditausfallrisiko. Es wird davon ausgegangen, dass alle Zahlungen für die Tilgung und Zinsen aus dem gesamtschuldnerischen Haftungsverhältnis, welche im Zusammenhang mit den oben genannten konzernweiten Finanzierungsaktivitäten stehen, geleistet werden können. Dem entsprechend erwarten wir auch für die Gesellschaft keine Inanspruchnahme aus dem gesamtschuldnerischen Haftungsverhältnis. Es bestehen nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB aus Leasingverträgen mit verbundenen Unternehmen mit einer maximalen Laufzeit bis 2030 in Höhe von EUR 31 Mio. (Vorjahr EUR 24 Mio.). Finanzielle Verpflichtung aus Mietverträgen von PKW existieren in der Höhe von TEUR 80. Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen beläuft sich somit auf EUR 31 Mio. (Vorjahr EUR 24 Mio.), hiervon beläuft sich ein Betrag von EUR 12 Mio. auf eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, EUR 17 Mio. auf eine Laufzeit von mehr als einem Jahr bis zu 5 Jahren sowie ein Betrag von EUR 2 Mio. auf eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Darüber hinaus ist Bankguthaben im Zusammenhang mit dem genannten Haftungsverhältnis in Höhe von TEUR 311 an verschiedene Banken verpfändet worden. Avallinien bestanden zum Jahresende nicht in der Gesellschaft. Geschäftsführer der Gesellschaft im Jahr 2023 waren
Nach dem Bilanzstichtag wurden folgende Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt
Die Geschäftsführer haben im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Im Geschäftsjahr 2023 hatte die Gesellschaft durchschnittlich 9 (Vorjahr 8) Angestellte, leitende Angestellte beschäftigte das Unternehmen ebenso wie im Vorjahr nicht. Zum Aufstellungsstichtag haben sich keine Risiken aus dem Krieg in der Ukraine ergeben, da die Gesellschaft keine geschäftlichen Beziehungen in den Ländern der Konfliktparteien unterhält. Wir teilen dieselbe Einschätzung ebenso im Hinblick auf den Nahost-Konflikt mit den darin zurzeit involvierten Konfliktparteien. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft hat sich in der Vergangenheit als widerstandsfähig gegenüber Krisenereignissen auf globaler und europäischer Ebene erwiesen, und wir sind der Meinung, dass sich diese Widerstandsfähigkeit auch in Zukunft bewähren wird. Name und Sitz des Mutterunternehmens: Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Alpha Trains Holdco II S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der Alpha Trains Holdco II S.à r.l., Luxemburg erhältlich und ist bei dem zuständigen luxemburgischen Handels- und Gesellschaftsregister hinterlegt. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Alpha Trains (Luxembourg) Holdings S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der Alpha Trains (Luxembourg) Holdings S.à r.l. erhältlich und ist bei dem zuständigen luxemburgischen Handels- und Gesellschaftsregister hinterlegt. 5. NachtragsberichtFür die Zeit nach dem Bilanzstichtag sind sich keine für die Gesellschaft wesentlichen Ereignisse zu berichten. 6. Vorschlag zur GewinnverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.
Köln, 28. März 2024 Vincent Pouyet Hedwige Van de Wyer Peter Magedler Guus de Boer ANLAGENSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2023
*) Die Anpassung der Vorjahreszahl wird im Anhang unter dem Punkt 2b) erläutert. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Alpha Trains (Locomotives) GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Alpha Trains (Locomotives) GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Alpha Trains (Locomotives) GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 5. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Markus Dittmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Denis Varosi, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 24. Juli 2024 festgestellt. |
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