Stammdaten

Register
Amtsgericht Neubrandenburg HRB 3729
Eingetragen
31.5.1991
Branche
Großhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenGroßhandel mit industriellen Textil-, Näh- und Strickmaschinen
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit Landtechnik, Kommunal- und Gartentechnik aller Art sowie deren Ersatzteilversorgung und Reparatur.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicky Marx
seit 2.2.2026
Geschäftsführer
Tobias Roggemann
seit 24.7.2020
Prokura
Matthias Klaiber
seit 7.8.2006
Geschäftsführer
Hans-Peter Fricke
seit 7.8.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Claas Vertriebsgesellschaft mbH
Germany
251.000 €
25.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fricke Landtechnik GmbH

Demmin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Darstellung des Unternehmens

Die Gesellschaft betreibt Groß- und Einzelhandel mit Landtechnik, Kommunal- und Gartentechnik aller Art sowie deren Ersatzteilversorgung und Reparatur.

Zur Planung, Steuerung und Kontrolle des Geschäftes zieht das Unternehmen als zentrale Steuerungskennzahlen die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis heran.

2. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Das allgemeine Wirtschaftswachstum ist in Deutschland im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % zurückgegangen (Quelle: Statistisches Bundesamt).

3. Entwicklung der Branche

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Situation bei den Landwirten hat sich das Geschäftsjahr 2023 insgesamt positiv entwickelt. Die globale Landtechnikindustrie (inkl. Kommunal-, Forst- und Gartentechnik) entwickelte sich nach Schätzungen des VDMA im Jahr 2023 auf hohem Niveau stabil bei etwa Mrd. EUR 160. Maßgeblich für die positive Entwicklung war das erste Halbjahr, welches insbesondere durch Nachholeffekte aus den Lieferengpässen des Vorjahres geprägt wurde. Der in diesem Bereich wichtigste Indikator, die Schlepperzulassungen in Deutschland lag in 2023 auf Vorjahresniveau (Quelle: VDMA Fachverband Landtechnik).

4. Besondere Entwicklungen oder Ereignisse, die für den Geschäftsverlauf ursächlich waren

Das Geschäftsjahr 2023 ist für die Fricke Landtechnik GmbH erfolgreich verlaufen. Der Umsatz des Vorjahres konnte nicht erreicht werden, aber aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage nach Landtechnik konnte ein Umsatz auf hohen Niveau erreicht werden.

5. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 59.930 (Vorjahr TEUR 70.043) gesunken.

Der Bereich Landtechnik bleibt der umsatzstärkste Bereich der Fricke Landtechnik GmbH. Er trug mit mehr als 97 % den wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz der Fricke Landtechnik GmbH. Die Marktstellung des Unternehmens konnte im Geschäftsjahr behauptet werden. Das bestehende Erfolgskonzept wird konsequent weitergeführt.

Der Bereich Garten- und Kommunaltechnik entwickelte sich auch in 2023 positiv.

6. Beschaffung

Die weltweiten Lieferketten haben sich in 2023 stabilisiert. Die Verfügbarkeit von Waren ist sichergestellt. Wesentliche Preissteigerungen werden nicht erwartet.

7. Investition und Finanzierung

Die Finanzierung ist über Eigenkapital und bestehende Kreditlinien in ausreichender Höhe sichergestellt. Die Liquiditätslage wird als stabil und gesichert bewertet. Die Fähigkeit fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war zu jedem Zeitpunkt gegeben.

Personalbereich

Die Anzahl der Vollzeitmitarbeiter sank im Geschäftsjahr 2023 um vier Mitarbeiter auf insgesamt 70 Vollzeitmitarbeiter. Die Zahl der Auszubildenden stieg in 2023 um drei auf insgesamt 19 Auszubildende, die wie in den vergangenen Jahren in technischen Berufen ausgebildet werden.

II. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

Das Jahresergebnis betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 1.552 (Vorjahr TEUR 1.596). Die Umsatzrentabilität stieg auf 2,6 % (Vorjahr 2,3 %). Die Materialkostenquote sank auf 83,7 % (Vorjahr 86,5 %) und die Personalkostenquote stieg auf 7,3 % (Vorjahr 6,3 %).

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme stieg gegenüber den Werten zum Vorjahr um TEUR 515 auf TEUR 23.246.

Die Eigenkapitalquote beträgt 54,5 % (Vorjahr 48,9 %). Auf der Aktivseite hat sich der Warenbestand um TEUR 6.091 auf TEUR 12.184 erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 2.420 auf TEUR 4.005 gesunken. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 752 TEUR auf TEUR 3.934 gestiegen.

3. Zusammenfassende Beurteilung von Geschäftsverlauf und Lage

Das Geschäftsjahr 2023 ist für die Fricke Landtechnik GmbH zufriedenstellend verlaufen. Der Umsatz konnte in einem umkämpften Marktumfeld auf einem sehr hohen Niveau gehalten werden. Die geplanten Umsatzerlöse sowie das geplante Jahresergebnis wurden erreicht.

III. Risikobericht (Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung)

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sind wir als Unternehmen ganz unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Hier ist insbesondere auf eine Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hinzuweisen. Darüber hinaus nehmen IT-Risiken zunehmend an Bedeutung zu. Chancen bestehen dem gegenüber in der Ausweitung des Produkt- und Dienstleistungsangebots und damit höheren Marktanteilen sowie in einer positiven Entwicklung der Branche. Zur Früherkennung von wirtschaftlichen Risiken hat die Fricke Landtechnik GmbH eine detaillierte Kostenrechnung und ein ausführliches Berichtswesen aufgebaut. Basierend auf dem internen Berichtswesen und Berichtspflichten sämtlicher Filialen werden die Risiken und Chancen, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, frühzeitig identifiziert und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen eingeleitet. Diese Auswertungen erbringen Daten über die Zielabweichungen in einzelnen Märkten und Abteilungen sowie über die Liquidität und die ausstehenden Forderungen. Die Finanzplanung der Gesellschaft dient der Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität und Gewährleistung des Kapitaldienstes aus den Finanzierungen. Bestandsgefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen.

IV. Gesamtbild der Risikolage

Hinsichtlich der in diesem Bericht erläuterten Risiken und der gegenwärtigen Geschäftsaussichten wurden keine Risiken identifiziert, die die finanzielle Stabilität der Fricke Landtechnik GmbH gefährden können.

Insgesamt sind die möglichen Risiken für das Unternehmen erkannt, qualifiziert und hierfür entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung für den Fall des Eintretens eines Risikos erarbeitet worden.

V. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 geht der IWF davon aus, dass das globale Wirtschaftswachstum 3,1 % betragen wird (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz). Durch internationale Krisen, die Inflations- und Rezessionsrisiken, die Zinswende an den Finanzmärkten sowie die Veränderung der politischen Rahmenbedingungen für die Landwirte sind negative Auswirkungen auf den Umsatz nicht auszuschließen. Die Geschäftserwartungen für das kommende Jahr sind dennoch positiv. Es wird mit Umsätzen und einem Ergebnis auf Vorjahresniveau gerechnet.

Im Geschäftsjahr 2024 werden in dem identischen Vertriebsgebiet Traktoren und Erntetechnik der Marke Claas vertreten.

 

Demmin, den 7. Juni 2024

Fricke Landtechnik GmbH

Geschäftsführung

Hans-Peter Fricke

Matthias Klaiber

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 6.876.309,71 7.069.619,14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 3,00
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2,00 3,00
II. Sachanlagen 6.876.307,71 7.069.616,14
1. Grundstücke und Bauten 6.232.530,71 6.419.751,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 208.854,00 217.504,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 434.923,00 432.360,59
B. Umlaufvermögen 16.355.559,36 15.646.473,59
I. Vorräte 12.183.878,97 6.092.655,25
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.000,00 2.000,00
2. Waren 12.572.827,81 8.278.998,19
3. Geleistete Anzahlungen 158.551,16 3.441.379,75
4. Erhaltene Anzahlungen -549.500,00 -5.629.722,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.160.157,64 9.540.137,14
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.004.782,68 6.424.654,38
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 3.009.335,77
3. Sonstige Vermögensgegenstände 155.374,96 106.146,99
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 11.522,75 13.681,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.396,49 14.750,29
23.246.265,56 22.730.843,02

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 12.674.162,65 11.122.173,25
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Bilanzgewinn 11.674.162,65 10.122.173,25
B. Rückstellungen 746.254,11 1.137.267,89
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 270.456,11 275.190,89
2. Steuerrückstellungen 43.100,00 238.500,00
3. Sonstige Rückstellungen 432.698,00 623.577,00
C. Verbindlichkeiten 9.825.848,80 10.471.401,88
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.934.039,70 3.181.891,02
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.529.875,60 4.359.649,21
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.566,48 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.359.367,02 2.929.861,65
- davon aus Steuern: EUR 1.342.800,21 (im Vorjahr EUR 116.180,94)
23.246.265,56 22.730.843,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 59.930.069,89 70.043.453,78
2. Sonstige betriebliche Erträge 351.093,66 185.566,84
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 50.184.595,06 60.565.716,34
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.633.337,03 3.703.785,89
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 715.793,01 701.271,31
- davon für Altersversorgung EUR 9.283,00 (i. V. EUR 24.202,00)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 523.772,83 476.161,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.566.178,40 2.280.079,06
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.524,19 85.363,86
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 12.500,00 (i. V. EUR 81.557,50)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 409.323,59 281.652,66
- davon an verbundene Unternehmen EUR 125,00 (i. V. EUR 0,00)
9. Ergebnis vor Steuern 2.267.687,82 2.305.718,22
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 689.749,46 688.555,39
11. Ergebnis nach Steuern 1.577.938,36 1.617.162,83
12. Sonstige Steuern 25.948,96 20.796,36
13. Jahresüberschuss 1.551.989,40 1.596.366,47
14. Gewinnvortrag 10.122.173,25 8.525.806,78
15. Bilanzgewinn 11.674.162,65 10.122.173,25

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Identifikation der Gesellschaft gemäß § 264 Abs. 1a HGB

Fricke Landtechnik GmbH

Demmin

Amtsgericht Neubrandenburg

Registernummer: HRB 3729

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt worden.

Die Gesellschaft wendet bei der Gliederung der Bilanz die für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 266 ff. HGB an.

Die Gesellschaft richtet sich bei der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 275 ff. HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden ausschließlich nach der linearen Methode vorgenommen. Die abnutzbaren beweglichen geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden analog § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten abzüglich lagerdauerbedingter Abschläge bewertet. Ersatzteile werden mit dem niedrigeren beizulegenden Wert verlustfrei bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr gebildet.

Kassenbestände und Bankguthaben sind mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,00 % bei den Renten ausgegangen. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der zum Abschlussstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,82 %.

Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,82 % (im Vorjahr 1,78 %). Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 10 (Unterschiedsbetrag).

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet.

Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung).

Verbleibt nach einer gebotenen Verrechnung von Pensionsverpflichtungen mit den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Deckungsvermögen ein aktivischer Überhang, wird dieser als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung gesondert ausgewiesen. Eine Verrechnung mit anderen Pensionsverpflichtungen, zu deren Erfüllung das Deckungsvermögen nicht dient, erfolgt nicht.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Soweit zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen, werden die sich daraus ergebenden Steuerbe- bzw. -entlastungen als latente Steuern angesetzt. Ausschlaggebend für die Bewertung der latenten Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede. Die Bewertung der Differenzen erfolgt dabei auf der Grundlage der voraussichtlichen Steuersätze, welche im Zeitpunkt des Ausgleichs der Differenzen anzuwenden sind. Latente Steuern werden verrechnet angesetzt und nicht abgezinst.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

B. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Vorräte

Die vom Vorratsvermögen abgesetzten erhaltenen Anzahlungen sowie die geleisteten Anzahlungen betreffen Anzahlungen auf Waren.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von TEUR 252 (im Vorjahr TEUR 150) Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5 (im Vorjahr TEUR 9).

4. Eigenkapital

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 10.122 (im Vorjahr TEUR 8.526) enthalten.

5. Pensionsrückstellungen

Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

31.12.2023
TEUR
Pensionsverpflichtung 765
Deckungsvermögen (beizulegender Wert) -494
Pensionsrückstellung 271
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung 13
Ertrag aus Deckungsvermögen -14
Zinsertrag -1

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für nachlaufende Personalkosten (TEUR 167), Prämien Mitarbeiter (TEUR 88), Überstunden Mitarbeiter (TEUR 60), Urlaubsansprüche Mitarbeiter (TEUR 47) sowie Jahresabschlusskosten (TEUR 24).

7. Verbindlichkeiten und gewährte Sicherheiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeiten
davon
Insgesamt bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.934 2.646 1.280 8
(im Vorjahr) (3.182) (1.527) (1.430) (225)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.530 1.530 0 0
(im Vorjahr) (4.360) (4.360) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3 3 0 0
(im Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 4.359 4.359 0 0
(im Vorjahr) (2.929) (2.929) (0) (0)
9.826 8.538 1.280 8
(im Vorjahr) (10.471) (8.816) (1.430) (225)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 1.456 (im Vorjahr TEUR 1.113) durch Raumsicherungsübertragung und in Höhe von TEUR 2.463 (im Vorjahr TEUR 1.687) durch Grundpfandrechte gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von TEUR 1.530 (im Vorjahr TEUR 4.360) mit den üblichen Eigentumsvorbehalten der Lieferanten behaftet.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von TEUR 308 (im Vorjahr TEUR 49) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 93 (im Vorjahr TEUR 0) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

8. Latente Steuern

Im Jahr 2023 ergeben sich insgesamt aktive latente Steuern, welche Bewertungsunterschiede im Zusammenhang mit Sachanlagen, Deckungsvermögen sowie Pensionsrückstellungen betreffen.

Es wird grundsätzlich ein Steuersatz von 29,09 % (im Vorjahr: 29,11 %) zugrunde gelegt. Dabei wird neben der Körperschaftsteuer von 15 % und dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer ein durchschnittlicher Gewerbesteuersatz von 13,26% (Vorjahr: 13,28 %) berücksichtigt.

Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand 1.1.2023 Veränderung Stand 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern 136 8 144
Passive latente Steuern -7 -6 -13
Saldierungsbetrag 129 2 131

Insgesamt ergibt sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern, für den kein Gebrauch vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB gemacht wird.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gemäß § 285 Satz 1 Nr. 4 HGB unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 2 HGB.

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Regionen aufteilen:

TEUR %
Inland 49.643 82,84
EU-Länder 8.989 15,00
Drittland 1.298 2,16
59.930 100,00

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von TEUR 5 (im Vorjahr TEUR 3) enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste in Höhe von TEUR 12 (im Vorjahr TEUR 8).

4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 1 (im Vorjahr TEUR 0) enthalten.

C. Sonstige Angaben

1. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2023 2022
Vollzeitkräfte 70 74
Teilzeitkräfte 6 4
76 78

Hinzu kommen 19 (im Vorjahr 16) Auszubildende.

2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 126 (im Vorjahr TEUR 87).

3. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos der zukünftigen Zahlungsströme aus bestehenden variabel verzinslichen Krediten (Grundgeschäfte) ein. Zusätzlich wird durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten das Zinsänderungsrisiko aus mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen abgesichert (Grundgeschäfte). Bei den erwarteten Transaktionen handelt es sich um die geplante Inanspruchnahme weiterer variabel verzinslicher Kredite, die auf den geplanten künftigen Warenkäufen und -verkäufen basieren.

Die zum Stichtag bestehenden Zinsswaps bilden zusammen mit den zum Stichtag bestehenden und künftigen Kreditverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als zugehörigen Grundgeschäften Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB. Das Risiko mehrerer gleichartiger Grundgeschäfte wird im Rahmen von Portfolio-Hedges durch einzelne Sicherungsinstrumente gesichert. Die Ermittlung der prospektiven Effektivität erfolgt anhand der Critical Term Match Methode.

Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die Einfrierungsmethode angewendet. Im Vorjahr wurde bereits eine antizipative Bewertungseinheit gebildet. Die für die Bildung der antizipativen Bewertungseinheit im Vorjahr erwarteten Transaktionen sind im vorgesehenen Zeitrahmen im Durchschnitt mindestens bis zur Höhe des Sicherungsgeschäfts tatsächlich zustande gekommen. Somit ist die Bewertungseinheit retrospektiv wirksam.

Nominalvolumen Zeitwert
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Art TEUR TEUR TEUR TEUR
Swap 652 782 12 19
Swap 441 528 8 27
Swap 3.200 3.200 59 157
Swap 563 713 24 46
4.856 5.223 103 249

Das Zinsänderungsrisiko der jeweils zugehörigen Grundgeschäfte wird durch die zum Stichtag bestehenden Zinsswap-Vereinbarungen

mit einem Nominalwert von TEUR 652 bis zum 30. September 2024,

mit einem Nominalwert von TEUR 441 bis zum 30. September 2024,

mit einem Nominalwert von TEUR 3.200 bis zum 30. Dezember 2026 sowie

mit einem Nominalwert von TEUR 563 bis zum 30. Juni 2027 gesichert.

Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt durch Abzinsung von Zahlungsströmen unter Berücksichtigung marktgerechter Zinsstrukturkurven (ermittelt durch das gewährende Kreditinstitut).

Die Bildung einer Drohverlustrückstellung war nicht erforderlich, da ein Sicherungszusammenhang zwischen den Zinsbegrenzungsgeschäften und den Grundgeschäften besteht und die Marktwerte positiv waren.

4. Außerbilanzielle Geschäfte

Zwecks Beschaffung liquider Mittel ist die Gesellschaft gemeinschaftlich mit weiteren verbundenen Unternehmen in einen Vertrag über die Finanzierung einer Asset-Backed-Securitisation (ABS-Transaktion) eingebunden (TEUR 1.365). Neben dem Vorteil eines schnelleren Liquiditätszuflusses besteht das Risiko eines sinkenden Finanzierungsvolumens bei rückläufiger Geschäftstätigkeit.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird unter Verweis auf § 285 Nr. 17 HGB und die Angabe im Konzernanhang der Fricke Group GmbH & Co. KG, Heeslingen, verzichtet.

6. Konzernabschluss

Die Konzernmuttergesellschaft der Fricke Landtechnik GmbH ist die Fricke Group GmbH & Co. KG, Heeslingen, die einen Konzernabschluss unter Einbeziehung der Fricke Landtechnik GmbH aufstellt und diesen im Unternehmensregister veröffentlicht.

7. Organe der Gesellschaft

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Hans-Peter Fricke, Kaufmann, Heeslingen

Herr Matthias Klaiber, Kaufmann, Demmin

Die oben genannten Personen sind in ihrer Hauptfunktion als Geschäftsführer tätig.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

 

Demmin, den 7. Juni 2024

Fricke Landtechnik GmbH

Geschäftsführung

Hans-Peter Fricke

Matthias Klaiber

Entwicklung des Anlagevermögens der Fricke Landtechnik GmbH, Demmin, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2.431,92 0,00 0,00 2.431,92
2.431,92 0,00 0,00 2.431,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.434.046,69 137.584,16 0,00 8.571.630,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 661.595,13 52.593,81 36.902,51 677.286,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.362.138,81 140.285,43 63.011,85 1.439.412,39
10.457.780,63 330.463,40 99.914,36 10.688.329,67
10.460.212,55 330.463,40 99.914,36 10.690.761,59
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2.428,92 1,00 0,00 2.429,92
2.428,92 1,00 0,00 2.429,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.014.295,14 324.805,00 0,00 2.339.100,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 444.091,13 61.243,81 36.902,51 468.432,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 929.778,22 137.723,02 63.011,85 1.004.489,39
3.388.164,49 523.771,83 99.914,36 3.812.021,96
3.390.593,41 523.772,83 99.914,36 3.814.451,88
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2,00 3,00
2,00 3,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.232.530,71 6.419.751,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 208.854,00 217.504,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 434.923,00 432.360,59
6.876.307,71 7.069.616,14
6.876.309,71 7.069.619,14

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerkt erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fricke Landtechnik GmbH, Demmin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fricke Landtechnik GmbH, Demmin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fricke Landtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 7. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Norbert Niedenhof, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefan Heitmeyer, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 3. Dezember 2024 festgestellt worden.

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