Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 86634
Vorher
Blitz F09-vier-neun GmbH
Eingetragen
30.10.2009
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGüterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Gegenstand
(a) Internationaler und nationaler Transport von Fracht und Passagieren zu Lande, zu Wasser und in der Luft; Personal- und Schulbustransport. Vertretung für die Übertragung und Versendung von Frachtgütern und Ladung. b) Internationaler und nationaler Transport von Waren durch Überlandtransportfahrzeuge mit oder ohne Containerbuch gemäß den Container¬verträgen und internationalen Transittransport¬verträgen; Transport jeder Frachtgüterart, Transport von Haus zu Haus und Transittransport. c) Internationaler und nationaler Transport von unter anderem Passagieren, Waren, Ölund Ölprodukten und sonstigen Ladungen; Kauf von Fahrzeugen für Lebensmittel- und Getränketransporte, Vornahme von Anpassungen an solchen Fahrzeugen, um die Lebensmittel und Getränke in gutem Zustand zu halten und die Bedienung, Leasing und Vermietung solcher Fahrzeuge. d) Einrichten von Terminals und Garagen für den Transport, der Betrieb von Parkplätzen, Kooperationen mit Transportunternehmen und Vertretungsund/oder Stellvertretungsabsprachen mit den jeweiligen Unternehmen treffen und die allgemeine Organisation von Transporten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rajat Agarwal
seit 28.5.2025
Prokura
Trifan Laszlo Csaba
seit 28.5.2025
Prokura
Claus Ulrich Nickel
seit 26.2.2024
Geschäftsführer
Yeşim Çetinkaya
seit 18.3.2022
Prokura
Atilla Korkmazoglu
seit 26.1.2021
Geschäftsführer
Atilla Korkmazoglu
seit 3.11.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Celebi Kargo Depolama ve Dagitim Hizmetleri A.S.TUR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Celebi Kargo Depolama ve Dagitim Hizmetleri A.S.
Turkey
11.140.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Celebi Cargo GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Geschäftstätigkeit

Zum Kerngeschäft der Gesellschaft zählen alle Dienstleistungen im Bereich der Luftfrachtabfertigung und -distribution im Auftrag von Luftfahrtgesellschaften und deren Agenten sowie für Speditionen. Zu diesen Tätigkeiten gehören hauptsächlich Empfang, Sortierung, Be- und Entpalletierung, vorübergehende Lagerung, Dokumentation sowie Auslieferung von Luftfrachtsendungen.

Die Gesellschaft betreibt am Flughafen Frankfurt-Main (FRA) mehrere Frachtterminals mit einer Gesamtfläche von ca. 23.374 m 2 und einer Steuerungs-Abfertigungskapazität von rund 206.200 t/Jahr, wobei die wesentlichen Steuerungsindikatoren Frachtvolumen, Umsatzerlöse und EBITDA sind.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die damit verbundene Sanktionspolitik haben sich negativ im Jahr 2022 auf die Finanz- und Gütermärkte ausgewirkt. Die Risiken und die Unsicherheit haben zugenommen, und der Konflikt hat für Inflation und verstärkte Knappheit auf den Einzelmärkten, besonders auf den Energie- und Rohstoffmärkten, gesorgt.

Im Verlauf des Jahres 2022 wurden die restriktiven Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus in vielen Ländern weitestgehend aufgehoben. Allerdings kamen auch mit der strikten Corona Eindämmungspolitik in China erhöhte Material- und Lieferengpässe.

Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2022 um 3,2% versus 6% im Vorjahr gewachsen 1. Die Globale Inflation betrug 8,8% weltweit. Das Bruttoinlandsprodukt ist 2022 um 1,9 % 2 in Deutschland und um 3,6 % 3 im Euroraum gestiegen, im Vergleich zu einem Wachstum von 2,7 % in Deutschland und von 0,3 % im Euroraum im Jahr 2021. In dem gesamten Euroraum betrug die Inflation 9,2% 4 und in Deutschland sind die Preise um 7,9 % 5 gestiegen.

1 Laut IMF https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2022/10/11/world-economic-outlook-october-2022 , aufgerufen am 17.03.2023
2 Deutsches Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023 (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html ausgerufen am 17.03.2023)
3 Zahlen von Eurostat (https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/16056034/2-14022023-AP-EN.pdf/d88030b3-8cb0-770a-0ab4-306f108bce76 aufgerufen am 17.03.2023)
4 Zahlen von Eurostat (https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/15725179/2-18012023-AP-DE.pdf/5231f550-70b7-bf72-2a75-2358986405da ausgerufen am 17.03.2023)
5 Deutsches Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 022 vom 17. Januar 2023 (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_022_611.html ausgerufen am 17.03.2023)

Für 2022 weisen die nationalen Verkehrszahlen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen einen Rückgang des Luftfrachtaufkommens um 6,6 % aus. Für den Flughafen Frankfurt am Main ist nach Angaben der Fraport AG das abgefertigte Luftfrachtvolumen im Jahr 2022 um 13,4% auf rund 2,0 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,31 Mio. Tonnen) gegenüber dem Jahr 2021 gesunken 6.

2. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Das Umschlagsvolumen der Celebi Cargo GmbH in Frankfurt am Main in Tonnen lag bei 171.567 Tonnen im Berichtszeitraum, das im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist (Vorjahr: 184.897 Tonnen). Die Volumina der Celebi Cargo GmbH sind allerdings weniger als die Luftfrachtvolumina des Frankfurter Flughafen gesunken, was auf eine niedrigere Abhängigkeit der Celebi Cargo GmbH von russischen oder ukrainischen Kunden zurückzuführen ist, da die Gesellschaft keine direkten russischen oder ukrainischen Kunde hat. Aufgrund der Sanktionspolitik und der Schließung des EU-Luftraums für russische Flugzeuge gab es eine Umleitung des Luftfrachtverkehrs auf andere Regionen der Welt, in denen Kunden von Celebi ansässig sind. Die Umsatzerlöse erhöhten sich allerdings über unsere Erwartungen im Geschäftsjahr 2022 um 5,77 % auf TEUR 24.521 (Vorjahr: TEUR 23.184). Der Anstieg ist auf Preiserhöhungen sowie auf eine Verkürzung der lagergeldfreien Zeit in unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen zurückzuführen. Umsatzerlöse aus Lagergeld sind um 19,2 % von TEUR 4.806 auf TEUR 5.728 angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 40,95% gesunken, vor allem begründet durch einen Rückgang der außerordentlichen Erträge im Jahr 2022. Die Gesamtleistung ist insgesamt um 5,03 % auf TEUR 24.740 gestiegen.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe blieben im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 446 trotz einer Reduzierung der Volumina stabil, was Preiserhöhungen zurückzuführen ist. Insgesamt erhöhten sich der Materialaufwand um 7,6 % von TEUR 5.414 auf TEUR 5.823, überproportional zum Umsatzanstieg. Wie im Vorjahr lag dies an der vermehrten Beschäftigung von Leiharbeitskräften aufgrund der Schwierigkeit, eigenes Personal einzustellen.

Der Personalaufwand wächst von TEUR 8.432 auf TEUR 9.399 im Jahr 2022. Diese Erhöhung lässt sich durch Gehaltserhöhungen sowie den erhöhten Bonus- und Abfindungsauszahlungen im Jahr 2022 erklären.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit TEUR 6.487 (Vorjahr: TEUR 5.508) gestiegen. Die Erhöhung lag vor allem an den Mietkosten aufgrund der Inflation um TEUR 317 im Vergleich zum Vorjahr und an der Erhöhung von sonstigen operativen Kosten um TEUR 347 aufgrund der Beauftragung eines zusätzlichen Dienstleisters um die Qualität der Frachtbeladung in den Flugzeugen zu erhöhen. Fahrzeuge- und Reparaturaufwendungen sind um TEUR 67 gestiegen. Andere Kostensteigerungen im Vergleich zum Vorjahr wurden durch die Inflation verursacht.

6 https://www.fraport.com/de/investoren/verkehrszahlen.html aufgerufen am 10.03.2022

Das EBITDA sank gemäß unsere Erwartungen um TEUR 1.169 bzw. 27,8% auf TEUR 3.031, hauptsächlich begründet durch einen Rückgang der Volumina bei gleichzeitig gestiegenen Aufwendungen aufgrund Preiserhöhungen und Personalmangel.

Insgesamt reduzierte sich der Jahresüberschuss um TEUR 1.045 bzw. 30 % auf TEUR 2.488.

Im Jahr 2022 wurde die Gesellschaft nach den ISO-9001:2015,ISO-140001:2015 und ISO 45001:2018 rezertifiziert. Somit sind die Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme der Gesellschaft für 3 Jahre zertifiziert.

Ein neuer Kunde konnte im Jahr 2022 gewonnen werden. Verhandlungen mit anderen Kunden laufen noch und Vertragsverlängerungen sind für 2023 geplant.

Nach einer Umfrage aus dem Jahr 2022 stieg die Kundenzufriedenheit von 66,1 % im Jahr 2021 auf 73,4 %. Dieser Anstieg erklärt sich durch die niedrigeren Volumina, die die gesamten Abfertigungs- und Lagerkapazitäten entlasten und die Servicequalität erhöhen.

3. Vermögens- und Finanzlage

a) Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus Eigenkapital. Unter Berücksichtigung des im Berichtsjahr erwirtschafteten Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 2.488 (Vorjahr: TEUR 3.533) stieg das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 13.724 (Vorjahr: TEUR 11.237) an.

Die liquiden Mittel erhöhten sich zum Jahresende um TEUR 1.056 auf TEUR 11.074 aufgrund des positiven Jahresergebnisses von TEUR 2.488 und der Rückgang der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um TEUR 665. Allerdings wurde dieser Anstieg durch den Zahlungswirksamen Rückgang der Verbindlichkeiten um TEUR 1.225 und von Rückstellungen um TEUR 572 kompensiert. Der Rückgang der Verbindlichkeit kann durch die Zahlung von Altposten aus dem Jahr 2021 erklärt werden. Die Rückstellungen wurden im Jahr 2022 vor allem aufgrund von Auszahlungen zurückgestellter Rückvergütungen an Kunden reduziert.

Investitionen wurden im Wesentlichen für Sachanlagen getätigt und betrafen hauptsächlich die Bauten auf fremden Grundstücken (TEUR 372).

Die Liquidität der Gesellschaft war zu jeder Zeit gegeben. Zahlungsverpflichtungen wurden fristgerecht erfüllt.

b) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich zum Bilanzstichtag um TEUR 691 auf TEUR 19.226 (Vorjahr: TEUR 18.535) erhöht.

Auf der Aktivseite ist dies auf den Anstieg des Kassenbestandes und Guthabens bei Kreditinstituten (TEUR 1.056) sowie des Anlagevermögens (TEUR 263) zurückzuführen.

Gleichzeitig sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände jeweils um TEUR 399 bzw. um TEUR 270 zurückgegangen.

Auf der Passivseite wurde ein Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.125 auf TEUR 355 verzeichnet, was sich auf die Zahlung von Altposten aus dem Jahr 2021 erklären lässt. Die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 107 lässt sich durch die Auszahlung von Rechnungen aus 2021 an die Celebi Havacilik Holding a.s. erklären. Die Rückstellungen sind um TEUR 572 auf TEUR 2.900 zurückgegangen und diese Senkung wurde vor allem durch den Verbrauch von Rückstellungen für Rückvergütungsansprüche an Kunden i.H.v. TEUR 1.335 verursacht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit TEUR 2.000 gleichgeblieben. Hierbei handelt es sich um ein Bankdarlehen, welches im Jahr 2020 aufgenommen wurde.

Im Ergebnis stieg das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschusses um TEUR 2.488 an (Vorjahr: Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.533) und die Eigenkapitalquote stieg dadurch von 61 % auf 71 %, wodurch die finanzielle Grundlage des Unternehmens gestärkt wurde.

c) Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Angesichts des vierten rentablen Jahrs in Folge seit Aufnahme des Geschäftsbetriebs im Jahr 2010 und nach Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen, verzeichnete die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Stabilisierung der erfolgreichen Entwicklung. Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage der Celebi Cargo GmbH durch die belastbaren Kundenbeziehungen der Gesellschaft geprägt. Insgesamt erlebte die Gesellschaft im Jahr 2022 eine positive Entwicklung und erfüllte die Erwartungen der Geschäftsführer und Gesellschafter. Trotz den niedrigeren Frachtvolumina konnte die Gesellschaft hohe Umsatzerlöse erzielen, die auf der Kostenseite durch die Inflation und den erhöhten Bedarf an Fremdpersonal und Leiharbeiter gleichzeitig kompensiert wurden. Ein Kunde konnte gewonnen werden, somit hat die Gesellschaft ihr Kundenportfolio erweitert.

4. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr hatte die Gesellschaft im Durchschnitt 177 Mitarbeiter.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Ausblick

Im Jahr 2023 hat die globale Wirtschaft weiterhin hohe Unsicherheiten durch den völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, die hohe Inflation, sowie in immer geringerem Maße die Covid-19 Pandemie und das mögliche Auftreten neuer Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2. Auch die restriktiven geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken könnten sich negativ auf die private Nachfrage auswirken. Allerdings hat sich die Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2022 resilient gezeigt, vor allem durch die starke Nachfrage privater Haushalte, die Lockerung der Covid-19 Bekämpfungsmaßnahmen in China und die seit dem Spätsommer sinkenden Energiepreise.

Infolge dieses positiven Trends haben sich die Aussichten für 2023 verbessert und der IWF erwartet eine Wachstumsrate für die Weltwirtschaft in Höhe von 2,9% 7 , trotzdem niedriger als 2022. Unter Berücksichtigung dieser Erwartungen und der jüngsten Betriebsergebnisse aus dem ersten Quartal 2023 geht die Gesellschaft von einem leichten Rückgang der Volumina, und von einem stärkeren Rückgang des EBITDA im Vergleich zum Vorjahr aus. Dieser Effekt begründet sich auf der Erwartung, dass die Umsätze der Gesellschaft aufgrund von Preissteigerungen trotz einer starken Verringerung des Lagergelds leicht steigen und die Aufwendungen durch Kosten-, Lohn- und Gehaltserhöhungen die Steigerung der Umsatzerlöse übertreffen werden.

2. Chancen und Risiken

Die Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der Celebi Hava Servisi A.S., Istanbul/Türkei, einbezogen.

Potenzielle Risiken sieht die Gesellschaft immer noch in den diplomatischen und militärischen Spannungen, die mit dem Ukraine Krieg Zusammenhängen, und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Nach dem Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24. Februar 2022, hat die internationale Staatengemeinschaft in großer Geschlossenheit u.a. mit Sanktionen gegen Russland reagiert. Als Folge des Konflikts und der Sanktionen wurden umgehend negative Reaktionen an den Güter- und Finanzmärkten spürbar.

Mit dem Konflikt ergeben sich erhebliche Auswirkungen für die Weltwirtschaft und die globalen Handelsströme. Auch Risiken von einer weiteren militärischen Eskalation sind nicht auszuschließen. Das könnte die sinkende Dynamik im Welthandel sowie die Rückkehr des Protektionismus verstärken.

Russische Fluggesellschaften mussten in Frankfurt den Betrieb einstellen. Durch dieses Embargo wurden die ungenutzten Kapazitäten der Konkurrenten der Gesellschaft erhöht. Dies führt dazu, dass die Konkurrenz aggressiver auftritt, um diese Kapazitätslücke zu schließen, und um neue Kunden zu gewinnen. Das von Sanktionen betroffene Russland ist für die Gesellschaft kein bedeutender Markt und die Gesellschaft hat in ihrem Kundenportfolio keine direkten Kunden aus der Ukraine oder Russland.

7 Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/03/12-die-lage-der-weltwirtschaft.html ausgerufen am 22.03.2023

Weitere Risiken bestehen im Energiesektor. Durch die Turbulenzen auf den Energie- und Rohstoffmärkten sind weitere Preiserhöhungen beziehungsweise Versorgungsengpässe zu erwarten. Dies beinhaltet negative Auswirkungen auf die Konjunktur und auf die Gesellschaft. Für 2023 wurden diese Preissteigerung in der Planung der Gesellschaft berücksichtigt. Vor allem Energie- und Rohstoffpreise, sowie allgemeine Preissteigerungen anderer Lieferanten werden die Rentabilität der Gesellschaft verringern. Die Gesellschaft hat Maßnahmen getroffen, um diese negativen Auswirkungen zu bekämpfen, und um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten.

Der Mangel an Fachpersonal im Bodenabfertigungs- und Frachtabfertigungsbereich auf dem Frankfurter Flughafen sowie, allgemein, der Fachkräftemangel, sind auch für die Gesellschaft eine weitere Herausforderung. Dies führt zur Erhöhung der Kosten von Entgeltanpassungen und zum erhöhten Bedarf an Fremdpersonal über Leiharbeitsfirmen, die die Rentabilität der Celebi Cargo GmbH ebenfalls verringern.

Weitere Risiken werden immer noch in die Folgen des Coronavirus und die globalen Maßnahmen zu dessen Eindämmung, die sich immer noch negativ auf den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft auswirken können, gesehen. Dies könnte zu einer sinkenden Kundennachfrage und geringeren Frachtvolumina führen und damit zu einem Rückgang von Umsatzerlösen und EBITDA, sowie finanziellen Engpässen. Zudem besteht das Risiko von Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebs und der Belegschaft der Gesellschaft am Standort Frankfurt am Main durch Covid19, was zu einer eingeschränkten Servicebereitschaft führen könnte. Allerdings wurden die meisten Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie im Jahr 2022 aufgehoben. Die Celebi Cargo GmbH hat immer noch einen Krisenstab, welcher die aktuellen Entwicklungen beobachtet, sodass die Gesellschaft, die bereits von ihr ergriffenen Maßnahmen zur Geschäftskontinuität ggf. bei Bedarf ausweiten könnte. Außerdem wurde die strikte Eindämmungspolitik in China gelockert und Liefer- und Materialengpässe sollten im Jahr 2023 voraussichtlich keine große Rolle mehr spielen.

Weiterhin prägen hohe Inflationsraten das Bild als Folge des russischen Angriffskrieges und der gestörten Lieferketten. Um die Inflation zu bekämpfen, haben die Zentralbanken die Leitzinsen erhöht. Dies könnte weiterhin zu einer Senkung der Nachfrage weltweit führen. Niedrige Volumen von Asien nach Europa sind zu erwarten und der Verkehr in Richtung Westen sollte weiterhin stabil sein. Aus diesem Grund erwartet die Gesellschaft für den gesamten Markt stagnierende Volumina und sogar einen Rückgang der Volumina aus dem Importbereich. Dieser Rückgang könnte die Umsatzerlösen der Celebi Cargo GmbH aus Lagergeldern verringern.

Finanz- und Liquiditätsrisiken sollten für die Gesellschaft nicht so groß sein, trotz der strengeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Die operativen Tätigkeiten werden hauptsächlich über die eigene Liquiditätsmittel finanziert und die Gesellschaft sorgt immer dafür, dass die Zahlungsverpflichtungen rechtszeitig erfüllt werden. Die Celebi Cargo GmbH verfügt außerdem über ein Forderungsmanagementsystem und über eine Liquiditätsplanung, die regelmäßig aktualisiert wird.

Im Jahr 2023 wird die Gesellschaft weitere Investitionen tätigen, um ihre Kapazitäten auszubauen. Damit könnte sich die Kundenzufriedenheit verbessern und neue Kunden gewonnen werden.

Die Gesellschaft sieht Chancen zur Steigerung des Frachtvolumens und der Umsatzerlöse durch die Gewinnung neuer Kunden, für die derzeit Ausschreibungen stattfinden. Aufgrund der neu verfügbaren Kapazitäten der Wettbewerber durch den Ukraine Krieg werden Ausschreibungen der Kunden der Gesellschaft sorgfältig geprüft und beantwortet. Des Weiteren sollen mit neuen Dienstleistungen und aktualisierten Preistarifen nachhaltige Einnahmen außerhalb des Airline-Geschäfts generiert werden.

Ein wichtiges Risiko, das durch die COVID-Pandemie, die Inflation und Lieferengpässe verstärkt wurde, ist das erhöhte Insolvenzrisiko der Kunden. Die Gesellschaft verfolgt sorgfältig das Zahlungsverhalten seiner Kunden, und trifft die notwendigen Maßnahmen, um sich vor dem Forderungsausfallsrisiko zu schützen.

Darüber hinaus ergibt sich ein erhöhtes Risiko aus sog. Cyberangriffen, die erhebliche negative Auswirkungen für die Gesellschaft haben könnten. Die Celebi Cargo GmbH begegnet diesem Risiko durch verschärfte IT-Sicherheitsmaßnahmen.

Die Gesellschaft unterliegt den allgemeinen Risiken der Luftfahrtbranche, die volatil und stark abhängig von weltwirtschaftlichen Entwicklungen, sowie den lokalen Standortbedingungen ist. Ein großes Risiko liegt in einer Verschiebung von Transit- und geflogenen Gütern zu anderen Flughäfen durch Spediteure und Verlader aufgrund von Serviceproblemen in der Hauptsaison in der Vergangenheit, die sich negativ auf die Frachtvolumina und Umsatzerlöse der Gesellschaft auswirken könnten.

Unter Berücksichtigung der Risiken und Chancen und auf Grundlage der vorherigen Restrukturierungsmaßnahmen, die nunmehr im Jahr 2018 vollständig umgesetzt und abgeschlossen wurden, einer positiven Ertragslage für die Geschäftsjahre 2018 bis 2022, sowie einer soliden Eigenkapitalausstattung zum Bilanzstichtag, geht die Gesellschaft von einer erfolgreichen Fortführung der Geschäftstätigkeit aus.

 

Frankfurt am Main, 13. Juli 2023

Celebi Cargo GmbH

Geschäftsführung

Christopher Licht

Atilla Korkmazoglu

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 149.311,99 187.859,28
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.084.687,69 861.923,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 58,00 58,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 237.550,82 204.817,09
4. Geleistete Anzahlungen 192.386,74 146.694,30
1.514.683,25 1.213.493,19
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.400.000,00 2.400.000,00
4.063.995,24 3.801.352,47
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.792,53 19.792,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.933.590,61 4.332.403,63
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.001,21 329,01
3. Sonstige Vermögensgegenstände 59.385,58 329.691,11
3.996.977,40 4.662.423,75
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 11.074.335,47 10.018.147,92
15.091.105,40 14.700.364,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 70.980,73 33.459,62
19.226.081,37 18.535.176,29

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 11.140.000,00 11.140.000,00
II. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 96.596,73 -3.436.410,59
III. Jahresüberschuss 2.487.835,10 3.533.007,32
13.724.431,83 11.236.596,73
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 197.333.00 203.181,00
2. Steuerrückstellungen 475.130,95 313.705,19
3. Sonstige Rückstellungen 2.227.529,97 2.954.683,75
2.899.993,92 3.471.569,94
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000.000,00 2.000.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 354.724,36 1.479.780,39
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.480,94 124.145,30
4. Sonstige Verbindlichkeiten 229.450,32 223.083,93
2.601.655,62 3.827.009,62
19.226.081,37 18.535.176,29

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

01.01. bis 31.12.2022 01.01. bis 31.12.2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 24.521.058,50 23.184.039,58
2. Sonstige betriebliche Erträge 218.598,07 370.185,82
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj. EUR 2.898,12) 24.739.656,57 23.554.225,40
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -445.753,43 -445.636,05
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.377.848,34 -4.968.462,17
-5.823.601,77 -5.414.098,22
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.883.110,25 -7.030.596,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.515.555,20 -1.401.456,65
davon für Altersversorgung EUR 9.720,00 (Vj. EUR 9.720,00)
-9.398.665,45 -8.432.053,37
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -256.404,47 -219.330,75
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.486.501,80 -5.507.734,76
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 171,85 (Vj. EUR 1.750,12)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 66.734,31 66.733,32
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -88.713,42 -92.419,15
davon Aufwendungen aus Abzinsung EUR 88.713,42 (Vj. EUR 92.419,15)
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag -235.983,88 -393.701,19
10 Ergebnis nach Steuern 2.516.520,09 3.561.621,28
11. Sonstige Steuern -28.684,99 -28.613,96
12. Jahresüberschuss 2.487.835,10 3.533.007,32

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Die Celebi Cargo GmbH - im Folgenden kurz "Gesellschaft" genannt - ist zum 31. Dezember 2022 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Aufstellung der Bilanz erfolgt nach dem vorgeschriebenen Bilanzierungsschema gemäß § 266 Abs. 1 Satz 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Zur Klarheit der Darstellung werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Davon-Vermerke teilweise im Anhang aufgeführt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres sind beibehalten worden.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Celebi Cargo GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main im Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 86634 eingetragen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Zeitwerte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzliche außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Finanzanlagen, bestehend aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen, werden zu Anschaffungskosten oder bei dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert erfasst. Im Geschäftsjahr lagen keine Hinweise auf eine dauernde Wertminderung vor.

Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Vorräte, welche aus den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen bestehen, werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten wird unterstellt, dass zeitlich früher angeschaffte Vermögensgegenstände zuerst verbraucht wurden. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie einen Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden nicht verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter der Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck vorgenommen. Diese Rückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,78 % p.a. (Vorjahr: 1,87 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) zugrunde gelegt.

Die Pensionsrückstellungen sind unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem hierfür anzuwendenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt EUR 7.902,00 (§ 253 Abs. 6 HGB). Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden und noch nicht veranlagten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Sonstige Rückstellungen, sofern sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisengeldkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren Stichtagskurs unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag bewertet (Vorsichtsprinzip).

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

C. Erläuterungen zu Bilanzposten

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, mit Ausnahme von Forderungen aus Kautionen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 15) sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die konzerninternen Forderungen beinhalten die Forderung gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Wie im Vorjahr handelt es sich bei den konzerninternen Forderungen ausschließlich um sonstige Forderungen.

Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergaben sich im Wesentlichen Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei den Pensionsrückstellungen. Auf diese wie auch auf steuerliche Verlustvorträge werden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Der Ertragsteuersatz der Gesellschaft zum Stichtag beträgt ca. 30 %.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 11.140 (Vorjahr: TEUR 11.140).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die bereits erhaltenen, aber noch nicht in Rechnung gestellten Leistungen (TEUR 1.001; Vorjahr: TEUR 652), Verpflichtungen aus Rückvergütungsverpflichtungen gegenüber Kunden (TEUR 607; Vorjahr: TEUR 1.440), Personalrückstellungen (TEUR 357; Vorjahr TEUR 295), Berufsgenossenschaftsbeiträge und die Schwerbehindertenabgaben (TEUR 132; Vorjahr: TEUR 123), sowie Prozesskosten (TEUR 84; Vorjahr: TEUR 159).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 2.000 (Vorjahr: TEUR 2000). Im Geschäftsjahr 2020 nahm die Gesellschaft ein Bankdarlehen in Höhe von TEUR 2.000 auf, welches unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen wird. Das Darlehen läuft am 21.12.2023 aus.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen wie im Vorjahr nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 124). Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 124). Wie im Vorjahr handelt es sich bei den konzerninternen Verbindlichkeiten ausschließlich um sonstige Verbindlichkeiten.

Die Davon-Vermerke zu den sonstigen Verbindlichkeiten lauten wie folgt:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 108 86
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 65 51

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 219; Vorjahr TEUR 370) beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 251), davon sind TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 56) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus der Entschädigung von Versicherungsgesellschaften in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 74) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 367).

E. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Mietverträgen (Gesamtverpflichtungen: TEUR 7.515) wurden für ihre Laufzeit bis zur erstmaligen Kündigungsmöglichkeit, mindestens aber für die nächsten 12 Monate ermittelt. Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen (Gesamtverpflichtungen: TEUR 1.145) betreffen im Wesentlichen Leasingverträge für Maschinen (Gesamtverpflichtungen: TEUR 1.050) und Leasingverträge für Firmenfahrzeuge (Gesamtverpflichtungen: TEUR 95).

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2022 betrug:

2022 2021
Kaufmännisch 126 106
Gewerblich 51 68
177 174

Geschäftsführung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch folgende Personen geführt:

Herr Christopher Licht, Managing Director

Herr Atilla Korkmazoglu, President Ground Handling & Cargo

Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 197 (Vorjahr: TEUR 203) gebildet. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Beiträge zur Altersversorgung in Höhe von TEUR 9,7 (Vorjahr: TEUR 9,7) gezahlt.

Konzernzugehörigkeit

Die Celebi Cargo GmbH wird in den Konzernabschluss der Celebi Hava Servisi A.S. mit Sitz in Istanbul/Türkei einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Die Celebi Hava Servisi A.S. wird in den Konzernabschluss der Celebi Aviation Holding INC. mit Sitz in Istanbul/Türkei einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der Celebi Hava Servisi A.S. ist am Sitz dieser Gesellschaft, sowie auf der Homepage der Gesellschaft unter "http://celebiyatirimci.com/en/" erhältlich.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.488 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Frankfurt am Main, 13. Juli 2023

Celebi Cargo GmbH

Geschäftsführung

Christopher Licht

Atilla Korkmazoglu

Entwicklung des Anlagevermögens in 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 783.084,06 24.137,90 0,00 0,00 807.221,96
783.084,06 24.137,90 0,00 0,00 807.221,96
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.866.764,81 371.687,91 0,00 0,00 2.238.452,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 146.345,47 0,00 0,00 0,00 146.345,47
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 900.451,43 77.528,99 0,00 0,00 977.980,42
4. Geleistete Anzahlungen 146.694,30 45.692,44 0,00 0,00 192.386,74
3.060.256,01 494.909,34 0,00 0,00 3.555.165,35
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.400.000,00 0,00 0,00 0,00 2.400.000,00
6.243.340,07 519.047,24 0,00 0,00 6.762.387,31
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 595.224,78 62.685,19 0,00 657.909,97
595.224,78 62.685,19 0,00 657.909,97
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.004.841,01 148.924,02 0,00 1.153.765,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 146.287,47 0,00 0,00 146.287,47
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 695.634,34 44.795,26 0,00 740.429,60
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.846.762,82 193.719,28 0,00 2.040.482,10
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.441.987,60 256.404,47 0,00 2.698.392,07
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 149.311,99 187.859,28
149.311,99 187.859,28
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.084.687,69 861.923,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 58,00 58,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 237.550,82 204.817,09
4. Geleistete Anzahlungen 192.386,74 146.694,30
1.514.683,25 1.213.493,19
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.400.000,00 2.400.000,00
4.063.995,24 3.801.352,47

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Celebi Cargo GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Celebi Cargo GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Celebi Cargo GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 13. Juli 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Lüdke, Wirtschaftsprüfer

Christin Wedel, Wirtschaftsprüferin

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