Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 711133
Eingetragen
27.1.2011
Branche
Herstellung von Maschinen für die additive FertigungHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Der Service, die Produktion, Marketing und Verkauf von generativen Produktionsanlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Geitner
seit 28.11.2017
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

65.00% identifiziert35.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
65.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Straumann Holding AGCHE
35.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
RS Holding GmbH
Germany
16.250 €
65.00%
Straumann Holding Deutschland GmbH
Germany
8.750 €
35.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rapid Shape GmbH

Heimsheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2021
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 67.743,00 82
67.743,00 82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 322.687,00 353
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.684,00 22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 645.720,00 555
982.091,00 930
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 87,92
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.021.643,88 27
1.021.731,80 27
2.071.565,80 1.039
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.457.165,36 5.172
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.514.042,94 1.388
3. Geleistete Anzahlungen 103.250,00 8
9.074.458,30 6.567
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.551.457,41 3.851
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.565.664,43 872
3. Sonstige Vermögensgegenstände 97.149,42 319
5.214.271,26 5.043
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.284.986,45 1.415
15.573.716,01 13.025
C. Rechnungsabgrenzungsposten 304.107,37 42
17.949.389,18 14.106

Passiva

31.12.2021
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Gewinnvortrag 5.000.394,02 3.595
III. Jahresüberschuss 2.281.009,90 1.406
7.306.403,92 5.025
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.053.695,45 501
2. Sonstige Rückstellungen 1.541.619,00 1.358
2.595.314,45 1.859
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.754.231,31 2.000
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 600.970,77 1.431
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 926.987,91 1.310
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 978.887,33 1.669
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.159.522,12 297
davon aus Steuern EUR 73.226,04 (Vj. TEUR 69)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.651,35 (Vj. TEUR 7)
7.420.599,44 6.707
D. Rechnungsabgrenzungsposten 627.071,37 514
17.949.389,18 14.106

Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

2021
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 29.497.960,37 22.526
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.036.633,38 524
3. Sonstige betriebliche Erträge 572.169,93 473
31.106.763,68 23.522
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 14.406.046,60 10.185
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 320.736,86 332
14.726.783,46 10.517
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.496.907,04 4.633
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.151.436,31 815
6.648.343,35 5.447
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 248.318,54 196
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.210.565,81 5.373
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 326,73 (Vj. TEUR 0)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.052,27
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 14.907,27 (Vj. TEUR 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 118.146,57 38
davon an verbundene Unternehmen EUR 34.408,88 (Vj. TEUR 0)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 882.989,80 541
11. Ergebnis nach Steuern 2.286.668,42 1.410
12. Sonstige Steuern 5.658,52 4
13. Jahresüberschuss 2.281.009,90 1.406

ANHANG zum 31.12.2022

Rapid Shape GmbH, Heimsheim

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß §264 ff. HGB. Für den Anhang und die Offenlegung werden jeweils die gesetzlichen Erleichterungsmöglichkeiten für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewandt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Rapid Shape GmbH mit Sitz in Heimsheim im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 711133.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren [im Wesentlichen] unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von in der Regel drei bis fünf Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 13 Jahren. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Zugänge im aktuellen Geschäftsjahr werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Wirtschaftsjahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Abgang erfasst.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden.

Grundlage für die Bewertung der fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die Stückkosten; diese enthalten Materialeinzel- und -gemeinkosten sowie pauschaliert ermittelte Fertigungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Der Kassenbestand sowie das Bankguthaben wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 26.370,00 (i.V. EUR 13.250,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Ein Teilbetrag der sonstigen Vermögensgegenstände von EUR 515,85 (i. V. EUR 7.221,58) entsteht rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.548.265,37 (i. V. EUR 721.353,24).

3. Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für die Nachrüstung bereits ausgelieferter Maschinen (TEUR 600) sowie für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (insbes. Urlaub und Gleitzeit, Boni; TEUR 609).

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen bzw. stellten sich im Vorjahr wie folgt dar:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 J. 1 bis 5 J. größer 5 J.
EUR EUR EUR EUR
1. gegenüber Kreditinstituten 3.754.231,31 0,00 3.754.231,31 0,00
(2.000.000,00) (2.000.000,00) (0,00) (0,00)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 600.970,77 600.970,77 0,00 0,00
(1.431.371,62) (1.431.371,62) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 926.987,91 926.987,91 0,00 0,00
(1.310.199,78) (1.310.199,78) (0,00) (0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 978.887,33 278.887,33 700.000,00 0,00
(1.669.042,45) (669.042,45) (1.000.000,00) (0,00)
5. gegenüber Gesellschaftern 799.015,50 17.699,13 781.316,37 0,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 360.506,62 360.506,62 0,00 0,00
(296.515,55) (296.515,55) (0,00) (0,00)
Summe 7.420.599,44 2.185.051,76 5.235.547,68 0,00
Vorjahr (6.707.129,07) (5.707.129,40) (1.000.000,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe wie folgt gesichert:

Grundpfandrechte auf Grundstücke eines verbundenen Unternehmens

Selbstschuldnerische Bürgschaft einer nahestehenden Person

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 244.478,45 (i. V. EUR 639.081,48).

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 73.226,04 69.017,97
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 3.651,35 7.695,32
sonstige Verbindlichkeiten 283.629,23 219.802,26
Summe 360.506,62 296.515,55

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Personalaufwand

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 55.236,62 (i. V. EUR 28.273,92) enthalten.

2. Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit EUR 34.408,88 (i. V. EUR 4.285,73) verbundene Unternehmen.

Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist an der Rapid Shape Inc., Raleigh/North Carolina, Vereinigte Staaten von Amerika, mit 100 % beteiligt. Die Gesellschaft wurde in 2021 gegründet; im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Ergebnis von TUSD -812 erwirtschaftet, das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt TUSD -829.

2. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2022 2021
Leitende Angestellte 6 4
Festangestellte 85 74
Befristete Angestellte 9 8
Werkstudenten 5 3
Aushilfskräfte 4 2
109 91

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (TEUR 3.447), die in Höhe von TEUR 480 innerhalb eines Jahres, in Höhe von TEUR 1.462 zwischen zwei und fünf Jahren und in Höhe von TEUR 1.505 nach mehr als fünf Jahres fällig werden. Diese bestehen in Höhe von TEUR 3.090 gegenüber einer Gesellschafterin.

4. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer ist:

 

Andreas Schultheiss (Dipl.-Ing., MBA), Mühlacker

Die Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird mit Verweis auf §286 Abs. 4 HGB unterlassen.

5. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

6. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 2.281 und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Heimsheim, 7.Juni 2024

Rapid Shape GmbH

Geschäftsführung

Andreas Schultheiss

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 182.758,60 0,00 0,00 182.758,60
182.758,60 0,00 0,00 182.758,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 426.773,62 0,00 0,00 426.773,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 218.049,12 904,95 0,00 218.954,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 856.738,08 285.133,59 0,00 1.141.871,67
1.501.560,82 286.038,54 0,00 1.787.599,36
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 87,92 0,00 0,00 87,92
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 26.643,68 995.000,20 0,00 1.021.643,88
26.731,60 995.000,20 0,00 1.021.731,80
1.711.051,02 1.281.038,74 0,00 2.992.089,76
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 100.996,60 14.019,00 0,00 115.015,60
100.996,60 14.019,00 0,00 115.015,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73.595,62 30.491,00 0,00 104.086,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 196.077,12 9.192,95 0,00 205.270,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 301.536,08 194.615,59 0,00 496.151,67
571.208,82 234.299,54 0,00 805.508,36
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
672.205,42 248.318,54 0,00 920.523,96
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 67.743,00 81.762,00
67.743,00 81.762,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 322.687,00 353.178,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.684,00 21.972,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 645.720,00 555.202,00
982.091,00 930.352,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 87,92 87,92
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.021.643,88 26.643,68
1.021.731,80 26.731,60
2.071.565,80 1.038.845,60

Lagebericht 2022

Rapid Shape GmbH, Heimsheim

Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist der Support, die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von additiven Fertigungssystemen (3D-Drucker, auch Additive Manufacturing [AM] bezeichnet) sowie zugehörigen Verbrauchsmaterialien und Software.

Bei der angewandten 3D-Drucktechnologie werden 3D-Objekte aus flüssigem Harz mittels Photopolymerisation im Maskenprojektionsverfahren schichtweise oder kontinuierlich erstellt. Das flüssige Harz befindet sich - in der Regel - innerhalb einer Materialwanne. Die Technologie wird als "Vat Photopolymerisation" (VP) bezeichnet.

Rapid Shape GmbH (Sitz in Heimsheim) und RS Factory kft (Sitz in Pecs, Ungarn) sind jeweils zur Mehrheit Tochterunternehmen der RS Holding GmbH (Sitz in Heimsheim). Rapid Shape Inc (Sitz in Raleigh, North Carolina, USA) ist ein Tochterunternehmen der Rapid Shape GmbH.

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Marktentwicklung

Zu unterscheiden sind die unterschiedlichen 3D-Drucktechnologien, welche in unterschiedlichen Branchen und Anwendungen eingesetzt werden. So wird die VP-Technologie zumeist in der Dental-, Hörakustik- und Schmuckbranche genutzt. Weitere Einsatzgebiete sind die Prothetik, die Orthetik, die Sohlenherstellung und die Herstellung von Kunststoffteilen bis zu mittleren Losgrößen.

Die 3D-Druckbranche ist stark international geprägt mit Schwerpunkten in Europa, Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum. Die Dynamik im Markt bleibt weiterhin hoch bei sowohl Einsteigerprodukten, professionellen als auch industriell automatisierten Produktionssystemen.

Nachfolgende Ausschnitte von Analysten / Marktforschungsinstituten geben Aussage über die Marktentwicklung:

1. Entwicklung VP-Markt (allgemein, 2022-2023, aus April 2023):

"Der industrielle 3D-Druckmarkt verzeichnete im Jahr 2022 einen Umsatzanstieg von +7% dank eines durchschnittlichen Systempreisanstiegs von +23%. Polymerdrucker dominieren die Industrieklasse und machen 57% des Marktes aus. Neue Systeme und Erweiterungen bestehender DLP-VP Plattformen* trugen dazu bei, dass die Kategorie wächst." (Quelle: CONTEXT, quarterly global industrial printer shipments, 13.04.2023)
* DLP ist die Kurzform für Digital Light Processing und beschreibt die Technologie der Lichtquelle, welche für die Polymerisation des flüssigen Harzes verwendet wird.

2. Entwicklung VP-Markt (dental, Ausblick bis 2028, aus Juli 2023):

"Der globale Markt für 3D-Druck in der Zahnmedizin hat im Jahr 2023 einen geschätzten Umsatz von 3,0 Milliarden US-Dollar und wird voraussichtlich bis 2028 mit einer jährlichen Wachstumsrate von 17,5% auf 6,7 Milliarden US-Dollar ansteigen. Der 3D-Druck in der Zahnmedizin bietet Vorteile wie verkürzte Produktionszeiten, qualitativ hochwertige komplexe Produkte sowie Massenpersonalisierung. Die wichtigsten Wachstumsmärkte sind Nordamerika, Europa und der asiatisch-pazifische Raum." (Quelle: MARKETS and MARKETS, Dental 3D Printing Market, 01.07.2023)

3. Entwicklung VP-Markt Dental 2023 (aus Dezember 2023):

"Der Dentalsektor, der traditionell einen bedeutenden Beitrag zum AM-Druckvolumen leistet, bietet 2023 ein gemischtes Bild. Beeinflusst von breiteren globalen Wirtschaftsfaktoren wie Inflation und sinkenden Verbraucherausgaben, erlebte der Sektor eine Dämpfung der Druckaktivitäten. Einer der bemerkenswerten Indikatoren für diesen Trend war das Wachstum bei den Drucken für Aligner, dieweltweit nur um 4 Prozent zunahmen." (Quelle: 5.12.2023, Michael Molitch-Hou, aus "AM Parts Produced 2023: Global Market Data & Forecast", Additive Manufacturing Research (AMR), formerly SmarTech Analysis)

Umsatz- und Ertragsentwicklung, Prognosebericht

Die Steuerungsgrößen der Gesellschaft sind Umsatz und Jahresüberschuss.

1. Umsatz des Geschäftsjahres 2022

Die Umsatzerlöse des Jahres 2022 lagen bei 29.498 TEUR (VJ: 22.526 TEUR), somit stark wachsend mit +31%. Für 2022 prognostiziere die Geschäftsführung ein stetiges Umsatzwachstum, jedoch leicht unter dem gemittelten Wachstum aus den Vorjahren 2020 (-9%) und 2021 (+65%), somit ist das erreichte Wachstum überhalb der Prognose. Die Geschäftsführung ist mit der Umsatzentwicklung zufrieden da an das stetige Wachstum der Vorjahre (vor Corona) fortgesetzt werden konnte. Das Umsatzwachstum ist auf die gute Wettbewerbslage sowie das gute Wachstum der 3D-Druckbranche in 2022 zurückzuführen.

2. Umsatzentwicklung 2023 und 2024

Für 2023 erwartet die Geschäftsführung auf Basis der vorläufigen Zahlen ein Umsatzwachstum von nur ca. 4%. Globale Wirtschaftsfaktoren wie Inflation und sinkenden Verbraucherausgaben bremsen geplante Investitionen in 3D-Drucktechnik. Im Gegensatz wird ein starkes Umsatzwachstum der USA-Tochtergesellschaft Rapid Shape Inc. (Raleigh, North Carolina) erwartet, welche die Service- und Vertriebsaktivität im April 2022 aufgenommen hat. Hier wird ein Wachstum auf >6.000 TUS$ in 2023 (2022: <250 TUS$) erwartet.

Für 2024 prognostiziert die Geschäftsführung einen starken Umsatzrückgang für Rapid Shape. Dieser Rückgang ist nicht auf einen etwaigen generellen Verkaufsrückgang von Labor- oder Industrieanlagen zurückzuführen, sondern spezifisch auf wenige Großaufträge für den Aufbau von globalen AM Produktionswerken, welche in den Vorjahren erfolgreich umgesetzt und abgeschlossen wurden. Die Geschäftsführung prognostiziert für nachfolgende Jahre sowohl wieder ein Umsatzwachstum als auch die Beauftragungen von weiteren Großaufträge für den Aufbau von globalen AM Produktionswerken.

3. Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2022

Im Geschäftsjahr 2022 hat das Unternehmen einen Jahresüberschuss von 2.281 TEUR (7,7% / UE) erwirtschaften und zeigt somit eine Steigerung über das Vorjahresniveau hinaus (VJ: 1.406 TEUR; 6,2% / UE). Für 2022 prognostizierte die Geschäftsführung zunächst einem positiven Jahresüberschuss, jedoch leicht unterhalb des Jahresüberschusses aus dem Vorjahr 2021, somit liegt das Wachstum des Jahresüberschusses oberhalb der Prognose.

Gestörte Lieferketten bargen in der ersten Jahreshälfte einen relevanten negativen Einfluss auf den Jahresüberschuss. Erhebliche Preiserhöhungen, getrieben durch hohe Inflation, sowie erhebliche Lohnerhöhungen und Einmalprämien haben negative Auswirkungen auf den Jahresüberschuss verursacht.

Die Investition in zusätzliche Produktionskapazität in Deutschland zeigte in der Umbauphase noch nicht die volle Effizienz. Gleichzeitig wurden durch die Zulieferung aus der neu aufgebauten Produktion in Ungarn Kostenreduktionen eingebracht.

Die USA-Niederlassung von Rapid Shape Inc. (Raleigh, North Carolina, USA) war seit April 2022 im Aufbau. Ein Break-Even der regionalen Aktivität in USA und Kanada wird ab 2024 erwartet.

4. Jahresüberschuss-Entwicklung für 2023 und 2024

Für 2023 prognostiziert die Geschäftsführung auf Basis der vorläufigen Zahlen einen Jahresüberschuss der umsatzerlösanteilig erneut leicht oberhalb des Vorjahres liegt.

Die Verbesserung basiert auf Effizienzsteigerungen bei Produktions- und Logistikprozessen, sowie Einsparungen im Einkauf von Rohmaterialien (trotz hoher Inflation) im Wesentlichen durch die Kooperation mit neuen Zulieferpartnern. Verschlechternd wirkt die Erhöhung der Finanzierungskosten für während der Corona-Pandemie sowie dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine aufgebaute hohe Rohmaterialbestände sowie die enormen Lohnsteigerungen. Weiter wird erwartet, dass der Verlust der neuen USA-Niederlassung durch das starke lokale Wachstum erheblich reduziert, wenn nicht gar in einen Gewinn umgekehrt werden kann.

Für 2024 geht die Geschäftsführung von einem positivem Jahresüberschuss aus, welcher jedoch weitaus geringer als im Vorjahr ausfallen wird. Dies basiert auf der erwarteten Umsatzentwicklung.

5. Auftragslage

Die Auftragslage hat bei der Gesellschaft keine relevante Aussagekraft durch die kurzen Lieferzeiten.

Zur Jahresmitte 2022 wurde ein wichtiger Meilenstein im Aufbau der Produktionskapazität erreicht, indem die Anzahl der offenen Aufträge für Laborgeräte dem Bestand der entsprechenden Geräte in Lager-/Auslieferungsprozessen befindlichen Maschinen glich. Während in 2021 und Anfang 2022 die Lieferzeit teils noch über zwölf Wochen betrug, konnten in der zweiten Jahreshälfte die Produkte zumeist ab Lager, innerhalb von weniger als zwei Wochen, verkauft werden.

Produktion und Produkte der im Geschäftsjahr hergestellten Systeme

1. Produktionsveränderungen gegenüber dem Vorjahr

Die optimierten Produktionsprozesse für die Laborgeräte, die 2021 ins Werk Ungarn verlagert wurden, laufen konstant auf gutem Produktivitäts- und Qualitätsniveau. Im Stammwerk Heimsheim erfolgte während dem Gesamtjahr 2022 eine doppelte Qualitätssicherung für die im Werk Ungarn hergestellten Laborgeräte. Nach der nun langfristig nachgewiesenen sehr guten Qualität konnte im ersten Quartal 2023 die Doppelprüfung aufgelöst werden und der Versand der Anlagen ebenfalls nach Ungarn verlagert werden. Dieser Schritt optimiert erheblich die Aufwendungen durch zuvor angefallene interne Logistik, Doppelaufwendungen in der Prüfung sowie befreit bereits lange benötigte Produktionsflächen im Heimsheim.

Die in Heimsheim freigewordenen Flächen durch den vorgenannten Abschluss der Verlagerung sowie frei gewordenen Flächen durch die Investition in drei große Lift-/Paternostersysteme zur Kompaktierung von Lagerflächen ermöglichten im zweiten Quartal 2023 den Aufbau eines "Flex Fertigungszentrums" für Sonderproduktionen, Produktions-Neuanläufe sowie Produktionsfläche für Neuentwicklungen.

Gleichzeitig konnte die Produktionsfläche im Stammwerk Heimsheim für die Industrieanlagen, insbesondere die x50-, x90,x100- und Inline-Systeme, vergrößert werden.

Durch einen Umzug der Produktion im Werk Ungarn konnte die Produktionsfläche zum Januar 2023 verdreifacht werden. Der Umzug erfolgte effektiv und schnell über den Jahreswechsel und im Januar 2023.

2. Produkt- und Sortimentpolitik

Labor- und Chairside Portfolio:

Der Labordrucker x50 für größere Produktionsmengen mit Teilautomatisierung des 3D-Druckprozesses wurde auf der dentalen Leitmesse IDS 2023 in Köln sowie auf weiteren Akustik- und Industriemessen beworben. Dieses Drucksystem zielt auf den stets wachsenden Anteil der Kunden ab, die mehr als einen Drucker betreiben und Effizienzvorteile durch größere, produktivere und automatisierte Systeme erzielen möchten. Der Verkaufserfolg dieses Systems ist im Geschäftsjahr 2022 stark angestiegen, während die anderen Laborsysteme x20, xwash und xcure sich eines konstanten Umsatzwachstums erfreuten. Im ersten Quartal 2023 wurde ein großes Belichtungssystem für gedruckte Bauteile erstmalig präsentiert. Dieses System eignet sich ideal in Kombination mit der x50 sowie dem industriellen Portfolio der Großdrucker.

Industrielles Portfolio:

Das vollautomatische additive Produktionssystem RS Inline für hohe Stückzahlen hat sich als Standardlösung bei einer Mehrzahl an mittelgroßen und großen Nutzern weltweit bewährt. Auch bei diesem System konnte ein weiteres Umsatzwachstum durch sowohl Folgeverkäufen bei Bestandskunden als auch bei Neukunden erreicht werden. Insbesondere der vollautomatische 3D-Druck von Dentalmodellen für transparente Aligner wird realisiert. Rapid Shape geht basierend auf der installierten Kapazität aller Nutzer davon aus, dass auf diesen Geräten eine mittlere sechsstellige Zahl von Produkten täglich hergestellt wird. Die Technologie unterstützt dabei die signifikante Senkung der Kosten für die Teileproduktion und verbessert die ökologische Nachhaltigkeit der 3D-Drucktechnologie durch Reduzierung des Materialeinsatzes und mechanische Reinigung.

Berichterstattung über Sachinvestitionen

Im Berichtsjahr wurden Gesamtinvestitionen in Höhe von 1.281 TEUR (VJ: 377 TEUR) vorgenommen.

Anschaffungen erfolgten im Wesentlichen in den Bereichen Produktions- und Lagerausstattung sowie den Aufbau der USA-Niederlassung von Rapid Shape Inc.

Finanzierungsmaßnahmen

1. Höhe des Kapitalbedarfs

Der zukünftige Kapitalbedarf für die nächsten Jahre beträgt nach derzeitigem Stand für weitere geplante Investitionen ca. 2,0 Mio. Euro zum Ausbau der Digitalisierung sowie zum Aufbau von regionalen Lägern (USA und Europa), die Investition in Ausbau von Gebäuden und den weiteren Aufbau der regionalen Niederlassungen.

2. Herkunft, Volumen und Fristigkeit des Kapitals

Die Finanzierung erfolgt vorzugsweise über die Hausbank Volksbank Pforzheim sowie über verbundene Unternehmen (= Schultheiss GmbH, Schwestergesellschaft) und weitere Gesellschafter und nahestehende Personen.

Personal- und Sozialbereich

Durchschnittlich während des Geschäftsjahrs bei Rapid Shape waren 109 Arbeitnehmer beschäftigt.

Die Fluktuation in unserem Unternehmen schätzen wir als vergleichsweise gering ein. Der Aufbau von zusätzlichem Personal am Hauptsitz erfolgt vor allem in den Bereich Entwicklung, Support sowie Administration. Die Anzahl fest angestellter Mitarbeiter im Bereich Produktion blieb konstant, jedoch wurde der Spezialisierungsgrad sowie die Ausbildungstiefe ausgebaut.

Bei der Tochtergesellschaft in den USA wird weiterhin in den Personalaufbau in den Bereichen Support & Beratung sowie Vertrieb investiert.

Bei der Schwestergesellschaft in Ungarn wird weiterhin in den Personalaufbau im Bereich Produktion, Logistik sowie in den Bereich Support, Hotline und Reparatur investiert.

Umweltschutz

Den Ausschuss in unserem Unternehmen schätzen wir seit Jahren als vergleichsweise gering ein. Im Bereich der Fertigung von Wannen (Verschleißartikel) wurde ein Projekt zur Reduzierung von Ausschuss gestartet.

Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres, Forschung und Entwicklung

Der neue x50 Labordrucker konnte in den Zustand der Serienproduktion überführt werden. Hierzu wurden neue Produktionsprozesse eingeführt sowie konstruktive Maßnahmen abgeschlossen.

Mehrere Digitalisierungsprojekte wurden vorangetrieben und umgesetzt. Neue Projekte wurden im Bereich Bestandskontrolle, Prozessdigitalisierung und Kundenportal gestartet.

Weitere Produktentwicklungen wurden gestartet.

B. Darstellung der Lage

Gesamtleistung- und Jahresüberschuss

Die Gesamtleistung betrug im Jahr 2022 30.534 TEUR (VJ: 23.049 TEUR) durch Umsatzwachstum in allen Produktbereichen.

Der Materialaufwand betrug im Jahr 2022 14.727 TEUR (VJ: 10.517 TEUR). Die leichte umsatzanteilige Erhöhung des Materialaufwands ist im Wesentlichen begründet durch die Verringerung der Fertigungstiefe durch teilweise Verlagerung der Produktion zu unserer Schwestergesellschaft in Ungarn. Der Geschäftserfolg dieser Maßnahme zeigt sich unter anderem dadurch, dass die umsatzanteilige Reduzierung der Personalaufwendungen weiterhin höher ausfällt als die umsatzanteilige Erhöhung der Materialaufwendungen.

Der Personalaufwand wurde im Jahr 2022 erhöht auf 6.648 TEUR (VJ: 5.447 TEUR). Die umsatzanteilige merkliche Reduzierung des Personalaufwands ist durch Steigerung der Effektivität sowie die teilweise Verlagerung der Produktion zu unserer Schwestergesellschaft in Ungarn begründet.

Die Abschreibungen stiegen investitionsbedingt im Jahr 2022 auf 248 TEUR (VJ: 196 TEUR). Die angeschafften Vermögensgegenstände werden entsprechend der gewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Jahr 2022 sind leicht gestiegen auf 6.211 TEUR (VJ: 5.373 TEUR). Im Wesentlichen begründet sich der Anstieg durch übrige Vertriebsaufwendungen wie Reisekosten und die Kosten für Werbung (wie z.B. Messeauftritte) sowie allgemeine Erhöhung von Kosten durch Inflation.

Die Steuern betrugen im Jahr 2022 883 TEUR (VJ: 541 TEUR).

Die Gesellschaft erzielte einen im Jahr 2022 einen Jahresüberschuss von 2.281 TEUR (VJ: 1.406 TEUR).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Jahr 2022 auf 17.949 TEUR (VJ: 14.106 TEUR).

Der Buchwert des Anlagevermögens erhöhte sich im Jahr 2022 auf 2.072 TEUR (VJ: 1.039 TEUR). Das Anlagevermögen (Anlageintensität) im Jahr 2022 macht 12 % der Bilanzsumme aus (VJ: 7%).

Das Umlaufvermögen stieg im Jahr 2022 auf 15.574 TEUR (VJ: 13.025 TEUR). Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände machen 29 % (VJ: 36 %) der Bilanzsumme aus. Die Vorräteintensität (Verhältnis Vorräte zur Bilanzsumme) betrug 51 % (VJ: 47 %) aufgrund der weiteren Erhöhung von Lagerbeständen zur Absicherung von schnellen Lieferungen.

Die Quote der flüssigen Mittel, die den Kassenbestand, das Guthaben bei Kreditinstituten und Bundesbank im Verhältnis zur Bilanzsumme darstellt, betrug im Jahr 2022 7% (VJ: 10%).

Das Eigenkapital am Bilanzstichtag 2022 betrug 7.306 TEUR (VJ: 5.025 TEUR). Die Eigenkapitalquote am Bilanzstichtag 2022 betrug 41 % (VJ: 36 %).

Die Rückstellungen erhöhten sich 2022 auf 2.595 TEUR (VJ: 1.859 TEUR). Die Rückstellungsquote auf 14% (VJ: 13 %) im Wesentlichen aufgrund noch nicht vollständig abgeschlossener Softwaremodul-Entwicklung für bereits gelieferte Maschinen.

Die Verbindlichkeiten stiegen zum Bilanzstichtag 2022 auf 7.421 TEUR (VJ: 6.707 TEUR). Die Verbindlichkeiten machen zum Bilanzstichtag 2022 41 % (VJ: 48%) der Bilanzsumme aus. Der umsatzanteilige Anstieg begründet sich im Wesentlichen durch hohe Umsätze im letzten Quartal.

Finanzlage

Der Finanzmittelbestand durch flüssige Mittel beträgt zum Bilanzstichtag 2022 1.285 TEUR (VJ: 1.415 TEUR).

Die weitere Finanzierung der Gesellschaft ist sichergestellt durch Anzahlungen aus gewonnenen Aufträgen, sowie Zahlungen aus fortlaufenden Auslieferungen. Eventuelle kurzfristige Unterdeckungen oder auch mittel- und langfristige Finanzierung erfolgt vorzugsweise über die Hausbank Volksbank Pforzheim sowie über verbundene Unternehmen (= Schultheiss GmbH, Schwestergesellschaft) und weitere Gesellschafter und nahestehende Personen.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs 2022 durch die Geschäftsführung

Insgesamt ist festzuhalten, dass im Jahr 2022 ein gutes Umsatzwachstum, in der Größenordnung vergleichbar zu den Jahren vor der Corona-Pandemie, sowie ein erneut verbesserter Jahresüberschuss erreicht werden konnte. Für eine erfolgreiche Fortführung der Geschäfte im Jahr 2023 und 2024 ist die Gesellschaft gut vorbereitet.

C. Hinweise auf Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Risiken aus gestörten Lieferketten sind reduziert und bilden nur noch ein moderates Risiko auf die Umsatzentwicklung. Das Ende der Zero-Covid Politik in China per Ende 2022 sowie durch den Ukraine Krieg während 2022 neu eingestellte Lieferketten treiben diese Entwicklung. Auswirkungen aus dem Krieg in der Ukraine durch gestiegene Rohstoff- und Energiepreise schwächen sich ab, jedoch sind merklich steigende Personalaufwendungen durch Inflationseffekte zu verzeichnen. Auch in 2023 sind weder in der Ukraine noch in Russland wesentliche Umsätze geplant.

Es bestehen fortlaufend allgemeine Risiken durch Cyberangriffe, die die Sicherheit unserer Daten, Systeme oder Zahlungen gefährden können.

Zudem besteht das Risiko, dass die Wettbewerber durch schnellere Innovationen einen Vorteil erlangen, falls unsere eigene Innovationsgeschwindigkeit nicht Schritt hält.

Die getätigte Entwicklungsinvestition in neue, zumeist automatisierte und teils auch industrielle Systeme für additive Fertigung eröffnen weiterhin neue Marktchancen.

Der Trend, analoge Fertigung im Dentalbereich, aber auch in weiteren Fertigungsbereichen, zunehmend auf digitale, additive Fertigung umzustellen, wird weiter voranschreiten. Auch hieraus erwarten wir eine positive Auswirkung auf die mittelfristige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft.

Die internen Maßnahmenpläne zur Absicherung gegen die Risiken werden kontinuierlich aktualisiert und konsequent umgesetzt.

Nach Analyse der bestehenden Risiken ist der Fortbestand der Gesellschaft nicht gefährdet.

Für 2023 wird ein weiteres, jedoch auf Grundlage der weltweiten erheblichen Rezessionstendenzen ein reduziertes Umsatzwachstum von 4% prognostiziert. Für 2023 geht die Geschäftsführung weiterhin von einem positivem Jahresüberschuss, sogar erneut über Vorjahresniveau aus.

 

Heimsheim, 7. Juni 2024

Andreas Schultheiss, Geschäftsführer

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Rapid Shape GmbH

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rapid Shape GmbH, Heimsheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rapid Shape GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der Vorräte zum 31. Dezember 2021 mit einem Buchwert in Höhe von 6.560 TEUR ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil eine Inventurteilnahme nicht möglich war und wir auch durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Insoweit können wir nicht beurteilen, in welchem Umfang insbesondere die ausgewiesene Bestandsveränderung und der Materialaufwand periodenfremde Beträge enthalten, die gesondert hätten ausgewiesen werden müssen, und ob Angaben zur Herstellung der Vergleichbarkeit der ausgewiesenen Vorratsbestände hätten gemacht werden müssen. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist.

Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftiger-weise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, 7. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Helge-Thomas Grathwol, Wirtschaftsprüfer

Caroline Czuberny, Wirtschaftsprüfer

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