BFST Transport GmbH
Selbe AdresseGüterbeförderung im Straßenverkehr
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcus Clases seit 10.5.2022 | Geschäftsführer |
Bettina Stigler seit 5.8.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ARS Altmann AGWolnzachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS Die Haupttätigkeit der ARS Altmann Gruppe ist die Erbringung von logistischen Dienstleistungen in der Automobilbranche, insbesondere der Transport von Neufahrzeugen auf Straße und Schiene. Der Konzern besitzt neben der Hauptniederlassung in Wolnzach verschiedene Niederlassungen in Deutschland, Italien, England, Tschechien, Polen, Rumänien und Russland. II. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. GESCHÄFTSVERLAUF Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche Nach dem pandemiebedingten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland um 5 % im Jahr 2020 konnte das BIP im Jahr 2021 um 2,8 % 1 zulegen. Während Industrie und produzierendes Gewerbe vor allem ab der zweiten Jahreshälfte mit volatilen Lieferketten und fehlenden Bauteilen zu kämpfen hatten, sorgten im kontaktintensiven Dienstleistungsgewerbe sowie in der Reise und Veranstaltungsbranche die Covid-19 bedingten Kontaktbeschränkungen für eine nach wie vor gedämpfte Wirtschaftsleistung. Auch in 2021 haben die weltweiten Automobilmärkte ein turbulentes Jahr hinter sich. Aufgrund der schwachen Vorjahreszahlen durch die weltweit ersten Wellen der COVID-19-Pandemie Anfang 2020, konnten in der ersten Jahreshälfte teilweise deutliche Zuwächse verzeichnet werden. In der zweiten Jahreshälfte drehte sich das Bild erneut, da die weltweiten Lieferketten durch den Mangel an Halbleitern deutlich strapaziert wurden. Knappheiten an weiteren Rohstoffen und Vorprodukten sowie deutlich steigende Energiepreise in der zweiten Jahreshälfte machen der Industrie zusätzlich zu schaffen. Über das Gesamtjahr 2021 musste unter den drei größten Absatzregionen einzig der europäische Automobilmarkt (EU27, EFTA & UK) einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr verbuchen. Der Absatz in China und den USA konnte leicht zulegen. Mit einem Rückgang von rund 2 % gegenüber dem Vorjahr wurden in Europa im Jahr 2021 knapp 11,8 Mio. 2 PKW neu zugelassen. Eine Erholung von den pandemiebedingten Rückgängen auf das Vorkrisenniveau mit zirka 15 Mio. Neufahrzeugen bleibt auch im Jahr 2021 erneut aus. Hierbei gibt es besonders in Bezug auf die Segmentierung der Märkte unterschiedliche Entwicklungen. Der deutsche Automobilmarkt registriert 2021 insgesamt 2,6 Mio. 3 Neuzulassungen und somit einen erneuten Rückgang von mehr als 10 % gegenüber dem Vorjahr. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte lagen die Abschläge gegenüber dem Pandemiejahr 2020 bei bis zu 30 %. In Italien konnten die Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr um knapp 6 % zulegen. Auch in Frankreich, Spanien und dem Vereinigten Königreich konnte eine leichte Erholung von ca. 1 % verbucht werden. Die Auswirkungen des Halbleitermangels zeigen sich nochmals deutlich in der Betrachtung der Einzelmonate. So wurde im Dezember 2021 mit 950.200 zugelassenen Fahrzeugen in Europa ein Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat von 22 % verzeichnet.
1 Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz: Schlaglichter der Wirtschaftspolitik März
2022 Monatsbericht
Die Light-Vehicle Verkäufe (PKW und Light Trucks) sind in den USA im Jahr 2021 auf 14,9 Mio. Fahrzeuge angewachsen. Im Jahresvergleich liegt das Plus bei 3 %, jedoch noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau von 2019 mit 17 Mio. Fahrzeugen. Im chinesischen Automobilmarkt fiel die Erholung mit 7% auf insgesamt 21,5 Mio. Fahrzeuge gegenüber dem Vorjahr noch deutlicher aus. Zudem konnte der zuletzt rückläufige Fahrzeugabsatz aus dem Jahr 2019 mit 21 Mio. Einheiten leicht übertroffen werden. Der Wachstumsmarkt Indien konnte auch im Jahr 2021 eine positive Entwicklung aufzeigen. Mit 3,1 Mio. Neufahrzeugen konnte gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 27 % erzielt werden. Erstmals konnten im indischen Markt somit auch mehr Neufahrzeuge als in Deutschland abgesetzt werden. Der japanische Markt verbuchte im abgelaufenen Jahr ebenfalls einen Rückgang um 4 %. Im Gesamtjahr konnten 3,7 Mio. Neufahrzeuge abgesetzt werden. Der Großteil des Rückgangs ist auch hier im zweiten Halbjahr zu verzeichnen. Zum Jahresende ebenfalls abgeflacht ist die Zahl der Neuzulassungen in Brasilien. Mit insgesamt ca. 2,0 Mio. Neuzulassungen konnte der Markt gegenüber dem Vorjahr insgesamt ein leichtes Plus von 1% verzeichnen. 4 Produktionsseitig war die deutsche Automobilindustrie, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte bedingt durch den Halbleitermangel, nur eingeschränkt lieferfähig. Neben einem geringen Produktionsniveau an Fertigfahrzeugen wurden auch Fahrzeuge mit Fehlteilen vorproduziert, um diese mit der Stabilisierung der Lieferketten zu komplettieren und an die Kunden auszuliefern. Insgesamt liegt die Produktion im Jahr 2021 mit 3,1 Mio. Fahrzeugen nochmals 12 % unter dem Niveau des Pandemiejahres 2020. Weniger Fahrzeuge wurden zuletzt 1975 produziert. Im Vergleich zum Jahr 2019, in dem 4,6 Mio. Fahrzeuge produziert wurden, liegt der Rückgang bei 34 %. 5 Wettbewerbssituation Nach dem pandemiebedingten Rezessionsjahr 2020 und dem Aufschwung in der zweiten Jahreshälfte 2020 lagen die Hoffnungen für eine rasche Erholung der Weltwirtschaft auf dem Jahr 2021. Fehlende Halbleiter sowie Lieferschwierigkeiten anderer Vorprodukte zwangen die OEM's trotz prall gefüllter Auftragsbücher ab April zur Drosselung der Produktion und somit zur Verknappung der Transportgüter für die Automobillogistik. Während die OEM's durch die Verschiebung der Produktionspalette auf margenstarke Fahrzeuge ihre Profitabilität sichern konnten, hatte die Branche der Automobillogistiker über alle Bereiche mit Überkapazitäten zu kämpfen. Der bereits im Pandemiejahr 2020 hart getroffene Bahnbereich konnte nach gutem Start ins Jahr 2021 die fehlenden Fahrzeugvolumen im Jahresvergleich nicht ausgleichen. Durch die priorisierte Bedienung gewisser Märkte durch die OEM's, konnten erst im November wieder positive Ergebnisse erzielen. Vor allem über kurzfristige Spotverkehre konnten zum Jahresende zusätzliche Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Schienenverkehre generiert werden. Insgesamt konnten im Geschäftsjahr Umsatzerlöse im Bereich Bahn in Höhe von rund Mio. Euro 142 erzielt werden, was einem Anstieg von 9 % ggü. dem Vorjahr entspricht. Die ab Juli stark rückläufigen Zulassungszahlen sowie fehlende Fahrzeugeinsteuerungen in Vermiet- und Leasingflotten, sorgten ab dem dritten Quartal für eine insgesamt rückläufige Zahl an transportierten Einheiten im LKW Bereich. Insgesamt wurde im LKW-Bereich ein Gesamtumsatz von rund Mio. Euro 105 erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies einen leichten Umsatzrückgang um 3 % bzw. Mio. Euro 3 dar. Der Bereich Niederlassungen erfuhr aufgrund der fehlenden Produktionsvolumen und somit dem fehlenden Fahrzeugumschlag in den Niederlassungen einen Rückgang der Lager und Handling Umsätze. Insgesamt konnte ein Umsatz von Mio. Euro 41 erzielt werden. Der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr liegt bei 14%.
4 Vgl. VDA: Internationale Automobilmärkte
2021
Im Geschäftsjahr 2021 waren im ARS Altmann Konzern durchschnittlich 1.112 Mitarbeiter inkl. Auszubildende beschäftigt, was einen erneuten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Insbesondere in den sehr volatilen Monaten des zweiten Halbjahres zeigte sich erneut die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt, vor allem an den bayrischen Standorten. Geschäft des ARS Altmann Konzerns Die Entwicklung der Automobilindustrie spiegelt sich im Wesentlichen auch im Geschäftsverlauf des ARS Altmann Konzerns im Geschäftsjahr 2021 wider. Nach zwei verhaltenen Monaten zum Jahresbeginn zeichnete sich im März ein positiver Trend ab, der bis Ende des zweiten Quartals anhielt. Auch im ersten Halbjahr hatten die Original Equipment Manufacturer (OEM) vereinzelt bereits mit Problemen in der Teileversorgung zu kämpfen, jedoch war dies zu dieser Zeit noch auf einzelne Hersteller sowie kurze Zeiträume begrenzt. In dem für den ARS Altmann Konzern wichtigsten Markt, dem deutschen Automobilmarkt, sank die Fahrzeugproduktion im September und Oktober gegenüber dem Pandemiejahr 2020 nochmals um mehr als 40%. Lediglich im November und Dezember stabilisierte sich das Produktionsniveau wieder allmählich, wobei auch in diesen Monaten die Produktionsvolumen des Vorjahres nicht erreicht werden konnten. Durch die geringen Produktionsvolumen im Neuwagensegment fand im zweiten Halbjahr ein vermehrter Abverkauf von Lager- und Gebrauchtfahrzeugen statt, was zu einer Unterauslastung der Kapazitäten des ARS Altmann Konzerns über alle Geschäftsbereiche hinweg führte. Besonders in den Niederlassungen machten sich der fehlende Fahrzeugumschlag sowie eine überdurchschnittliche Anzahl an freien Lagerkapazitäten bemerkbar. Lediglich zum Jahresende konnten Sondergeschäfte aus der Auslagerung von nicht fertig produzierten Fahrzeugen die Lücke schließen. Der Schienenbereich erzielte insbesondere im letzten Quartal aufgrund der Halbleitermangel-bedingten Verwerfungen in den Lieferketten zusätzliche Umsätze und konnte den Jahresumsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Ursächlich hierfür waren vor allem die Auslagerungen von nicht fertig produzierten Fahrzeugen in Zwischenlager und der nachfolgende Rücktransport der Fahrzeuge in die Werke der Automobilhersteller zur Nachrüstung der vorab nicht verbauten Komponenten. Zudem konnte entgegen der Marktentwicklung das Geschäftsvolumen in Italien erhöht werden. Vor dem Hintergrund der im Geschäftsjahr herrschenden Rahmenbedingungen konnte der ARS Altmann Konzern ein Ergebnis vor Steuern und Teilgewinnabführungsverträgen in Höhe von TEuro 1.390 (Vj. TEuro -11.926) erzielen. Der Konzernjahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2021 beträgt TEuro 824 (Vj. TEuro 14.748). 2. LEISTUNGSINDIKATOREN Die wesentlichen Leistungsindikatoren des Konzerns sind:
Diese Indikatoren werden bei der Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erläutert. 3. DARSTELLUNG DER ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE Ertragslage Die Umsätze haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Die wesentlichen Umsätze erzielt die ARS Altmann AG im Inland. Im Schienenbereich konnten die Umsätze vor allem im ersten Halbjahr sowie zum Jahresende ggü. dem Vorjahr gesteigert werden. Der Bereich LKW-Verkehre erfährt einen erneuten Umsatzrückgang vorwiegend durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie der im zweiten Halbjahr eintretenden Halbleiterkrise. Aufgrund geringerer Zulassungs- und Produktionszahlen liegen die Umsatzerlöse sowohl im Handling / Dienstleistungen, als auch im Lager unter den Vorjahreswerten. Vor allem im Bereich der Niederlassungen konnten die geplanten Umsätze aufgrund der geringen Produktions- und Zulassungszahlen nicht erreicht werden. Die Entwicklung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 bei den Schienen- und Lkw-Verkehren entsprach unseren Planungen. Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEuro 13.268 (Vj. TEuro 8.975) enthalten u.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEuro 3.643 (Vj. TEuro 3.321), periodenfremde Erträge von TEuro 1.197 (Vj. 317) sowie Erträge aus Versicherungsschäden von TEuro 2.650 (Vj. TEuro 1.851). Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren erhöhen sich um TEuro 2.078 auf TEuro 31.869 insbesondere als Folge der gestiegenen Kraftstoffpreise. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen verringerten sich auf TEuro 167.513 (Vj. TEuro 172.915) insbesondere wegen geringerer Kosten für Traktionen im Bahnbereich. Der Personalaufwand steigt ggü. dem Vorjahr leicht auf TEuro 48.955 (Vj. TEuro 47.436) aufgrund der geringeren Nutzung von Kurzarbeit ggü. dem Vorjahr. Die Abschreibungen verringerten sich insbesondere wegen des niedrigeren Anlagevermögens an Lkw im Inland auf TEuro 16.949 (Vj. TEuro 17.966). Die Gewinnanteile typisch stiller Gesellschafter von TEuro 19 (Vj. TEuro 19) betreffen ergebnisabhängige Vergütungen für stille Einlagen aus dem Kreis des Vorstands sowie des Aufsichtsrats. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEuro 214 (Vj. TEuro 259). Die aufgrund von Teilgewinnabführungsverträgen abgeführten Gewinne von TEuro 1.000 (Vj. TEuro 1.000) betreffen Vergütungen für die Einlagen der atypisch stillen Gesellschafter. Das Konzernergebnis vor Gewinnanteil nicht beherrschender Anteile beträgt TEuro -325 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEuro 13.336 verbessert. Das operative Ergebnis von TEuro 8.923 (Vj. TEuro -2.278) wurde ausgehend vom EBIT unter Herausrechnung der außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträge ermittelt. Die Ergebnisse liegen deutlich unter den ursprünglichen Planzahlen, insbesondere aufgrund der nach wie vor vorherrschenden Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie der Halbleiterkrise in der Automobilindustrie. Finanzlage Nach dem einschneidenden Pandemiejahr 2020 wurden langfristige Liquiditätssicherungsmaßnahmen mit den Gesellschaftern und Finanzierungspartnern im Rahmen eines langfristigen Gesamtfinanzierungskonzepts vereinbart, welches eine ausreichende Liquidität - selbst im Worst-Case-Szenario- bis mindestens 2026 sichert. Zur Deckung des Liquiditätsbedarfs der ARS Altmann Gruppe wurde einerseits ein Finanzierungskonzept aus KfW-Mitteln, Tilgungsanpassungen, Gesellschafterdarlehen sowie eine Begrenzung der Ausschüttung an atypisch stille Beteiligte vereinbart. Andererseits wurden die Leistungsbeziehungen mit Verbundgesellschaften durch die Abmietung von Waggons und Mietreduktionen angepasst sowie überschüssige Liquidität von nahestehenden Unternehmen und Gesellschaftern via Darlehen an die ARS Altmann AG weitergegeben. Durch die wirtschaftliche Erholung gegen Ende 2020 konnte zudem ein zusätzliches Liquiditätspolster erarbeitet werden, sodass Investitionen im Geschäftsjahr 2021 aus laufender Liquidität bedient wurden. Die nicht in der Liquiditätsplanung berücksichtigte und sich im Verlauf des Geschäftsjahres immer weiter verschärfende Halbleiterkrise führte jedoch zu einem Abschmelzen des Liquiditätspolsters. Der ARS Altmann Konzern weist zum Bilanzstichtag Liquide Mittel in Höhe von TEuro 14.921 (Vj. TEuro 16.850) aus. Es bestehen zudem nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von TEuro 46.878, die dazu dienen, die Zahlungsfähigkeit jederzeit sicherzustellen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein indirekt ermittelter positiver operativer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, geprägt durch die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Abschreibungen auf das Anlagevermögen, in Höhe von TEuro 36.440 (Vj. TEuro 1.150) erwirtschaftet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEuro -5.562 (Vj. TEuro -4.165) resultiert insbesondere aus Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEuro -21.446 (Vj. TEuro 6.906). Vermögenslage Die Investitionen in das Anlagevermögen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEuro 8.996 (Vj. 12.815). Neben Ersatzinvestitionen bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden insbesondere Investitionen in IT-Infrastruktur sowie die Erweiterung der Betriebsgrundstücke in Deutschland und Tschechien vorgenommen. Der Buchwert des Grundstücks unserer Niederlassung in Kaliningrad/Russland wurde aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vollständig außerplanmäßig abgeschrieben. Die immateriellen Vermögensgegenstände steigen zum Bilanzstichtag auf TEuro 2.264 (Vj. 1.786) durch die Investition in IT-Infrastruktur Projekte. Die Sachanlagen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um TEuro 11.576 auf TEuro 89.153 im Wesentlichen durch die Abschreibung des bestehenden Fuhrparks. Die Finanzanlagen belaufen sich auf TEuro 3.027 (Vj: TEuro 3.070) und beziehen sich auf Ausleihungen an nicht konsolidierte Konzernunternehmen. Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEuro 124.820 auf TEuro 99.424 deutlich verringert. Die Vorräte verringern sich von TEuro 10.365 auf TEuro 7.998, was insbesondere auf den geringeren Lkw-Handelsbestand zurückzuführen ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzieren sich von TEuro 87.202 auf TEuro 67.866 und bestehen im Wesentlichen gegen Automobilhersteller. Ursächlich hierfür ist der geringere Forderungsbestand zum Stichtag aufgrund der Geschäftsentwicklung Ende 2021 nach der einsetzenden Halbleiterkrise sowie dem ungewöhnlich hohen Forderungsbestand ggü. dem Kunden Volkswagen zum Bilanzstichtag 2020. Die Veränderung des Konzerneigenkapitals beruht im Wesentlichen auf dem negativen Konzernergebnis in Höhe von TEuro 824 und auf Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter in Höhe von TEuro 1.874. Im Geschäftsjahr 2021 wurde an die Aktionäre keine Dividende ausgeschüttet. Die atypisch stille Beteiligung in Höhe von TEuro 10.000 besitzt aufgrund ihrer Nachrangigkeit eigenkapitalähnlichen Charakter. Die Summe der Verbindlichkeiten sinkt im Geschäftsjahr von TEuro 169.707 auf TEuro 138.975. Wesentlich ist hierbei die Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEuro 114.545 auf TEuro 86.884 aufgrund der Regeltilgungen im Konzern sowie der geringeren Nutzung der bestehenden Kontokorrentlinien. Zusammenfassung Nach dem einschneidenden Pandemiejahr 2020 blickt der ARS Altmann Konzern erneut auf ein Geschäftsjahr mit großen operativen Herausforderungen zurück. Nachdem sich der Schwung aus der Erholungsphase des zweiten Halbjahres 2020 zunächst in 2021 fortsetzte, versetzte die nachhaltige Störung der Lieferketten sowie der branchenweite Mangel an Halbleitern die Automobilindustrie erneut in den Krisenmodus. Vor allem im dritten Quartal sanken die Zulassungs- und Produktionszahlen in Deutschland erneut unter die Monatswerte aus dem Pandemiejahr 2020, was zu Verlusten in den wesentlichen Geschäftsbereichen führte. Nachhaltige Maßnahmen zur Anpassung der Kapazitäten waren aufgrund sehr volatiler Produktionszahlen sowie teilweise erheblicher Auslageraktionen aufgrund des Teilemangels nur bedingt umsetzbar. In diesen Situationen konnte sich die 3S (Straße, Schiene, Stützpunkte) Strategie erneut beweisen, da auf die spontanen und teilweise großvolumigen Kundenanfragen mit strukturierten und verkehrsträgerübergreifenden Konzepten reagiert werden konnte. III. PROGNOSEBERICHT Wie zum Jahresende 2020 ruhen auch Ende 2021 die Erwartungen auf eine nachhaltige Stabilisierung in der weltweiten Automobilindustrie auf dem neuen Jahr. Während Ende 2020 noch der Ausweg aus der COVID-19-Pandemie im Fokus stand, ist es Ende 2021 die Normalisierung der Teileversorgung in der Automobilindustrie, welche im abgelaufenen Geschäftsjahr den Warenfluss ins Stocken geraten ließ. Die Bundesregierung rechnet für das Jahr 2022 mit einem BIP Wachstum von 2,2%. 6 Langsam erholt sich die allgemeine Wirtschaft nach rapide steigenden Inzidenzzahlen Ende 2021 von den Folgen der Delta- und Omikron-Variante des COVID-19-Virus. Der Ausblick für die Automobilindustrie fällt für das Jahr 2022 verhalten optimistisch aus. In Deutschland lagen die Zulassungs- und Produktionszahlen 2021 auf historisch niedrigen Werten. Mehr als 30% betrug jeweils der Abschlag auf das Vorkrisenjahr 2019. Zudem ist die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin abhängig vom Verlauf des Pandemiegeschehens. Mit der zuletzt vorherrschenden Omikron-Variante des COVID-19-Virus schossen die Inzidenzzahlen zwar in die Höhe, jedoch blieb die Hospitalisierungsquote und die Anzahl schwerer Krankheitsverläufe auf einem niedrigen Niveau, sodass auch bei hohen Inzidenzen eine normale wirtschaftliche Aktivität möglich scheint. Der Halbleiter- sowie Teilemangel hatte die Automobil- und Zulieferindustrie in der zweiten Jahreshälfte 2021 fest im Griff. Mit einer nachhaltigen schrittweisen Erholung ist ab dem dritten Quartal 2022 zu rechnen. Eine vollständige Erholung und Stabilisierung der Lieferketten sehen Branchenexperten frühestens ab dem Jahr 2023 als realistischen Ausblick. Während sich Europa zunächst an die Vorkrisenniveaus in Bezug auf die Zulassungszahlen herantastet, bleiben die wesentlichen Wachstumsmärkte im asiatischen Raum bestehen. In 2021 wurden in Indien 3,1 Mio. 7 PKW zugelassen und somit erstmals mehr Fahrzeuge, als in Deutschland. Mit einem Wachstum von 27 % in 2021 entwickelt sich dort ein zusätzlicher Big Player am weltweiten Absatzmarkt für Fertigfahrzeuge. Die Automobilhersteller gehen mit vollen Auftragsbüchern in das neue Jahr, sodass grundsätzlich mit steigenden Produktions- und Zulassungszahlen zu rechnen ist. Bei Flotten und Leasinggesellschaften wird zudem mit größeren Nachholeffekten aufgrund der im Jahr 2020 durch die COVID-19-Pandemie nicht notwendigen und in 2021 durch die Halbleiterkrise nicht möglichen Rotationen der Fahrzeugpools gerechnet. Zudem ist der Gebrauchtwagenmarkt aufgrund der geringen Verfügbarkeit an Neuwagen sowie langen Lieferzeiten für selbige sehr stark abverkauft, sodass auch hier mit Nachholeffekten in 2022 gerechnet wird. Die Ausweitung der Elektromobilität bietet für die Automobillogistik Chancen und Risiken in gleichem Maß und erfordert vorausschauende Investitionen in Bezug auf die Bedürfnisse der Kunden in diesem neuen Fahrzeugsegment.
6 Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und
für Heimat: Jahreskonferenz 2022 der
Finanzministerinnen und Finanzminister der Länder in
Nürnberg
Für das erste und das zweite Quartal 2022 erwarten wir aufgrund der anhaltenden Halbleiterkrise niedrige Produktionsvolumen der deutschen Automobilindustrie. Vor allem der entfachte Konflikt zwischen Russland und der Ukraine birgt zusätzliche Gefahren für erneute Rückschlage in der Produktion und in der Planbarkeit der Regelvolumen. Ab dem zweiten Halbjahr rechnen wir mit einer sich stabilisierenden Lieferkette und somit einem Hochlauf der Automobilproduktion. Für 2022 ist im ersten Halbjahr durch die anhaltende Teilekrise in der Automobilindustrie mit einer geringeren Produktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu rechnen. Während die Produktions- und Zulassungszahlen im Vorjahresvergleich in den ersten beiden Monaten leicht gestiegen sind, sorgt der entfachte Russland Ukraine Konflikt und die damit verbundene Störung der Lieferketten im März und April erneut für einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. In Summe planen wir eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse im Bahnbereich, während sich im Bereich der LKW-Verkehre sowie in den Niederlassungen die Planumsätze in etwa auf dem Vorjahresniveau bewegen. Das operative Ergebnis wird sich jedoch aufgrund von höheren Instandhaltungsaufwendungen und Abschreibungen im Zusammenhang mit Erweiterungsinvestitionen sowie einer geringeren Auslastung der Niederlassungen deutlich verschlechtern. Aufgrund der nach wie vor vorherrschenden Teilekrise und der Volatilität in den Lieferketten planen wir auf Basis einer konservativen Annahme der Transportvolumen für das Jahr 2022 mit einem geringen Jahresfehlbetrag. Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung des ARS Altmann Konzerns und seiner Geschäftsfelder beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, die hierin enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. IV. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Risikomanagement/Risiko- und Chanceneinschätzung Als europaweit operierendes Unternehmen ist der ARS Altmann Konzern einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt; denn unternehmerisches Handeln bedeutet stets, Chancen zu nutzen und die damit verbundenen Risiken zu erkennen und zu kontrollieren. Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Wir wollen die Risiken unserer Tätigkeit frühzeitig erkennen und die Chancen und Herausforderungen der Märkte durch eine konsequente und vorausschauende Steuerung optimal nutzen, um so im Wettbewerb erfolgreich zu bestehen. Entsprechend dem jeweiligen Risikoprofil setzen wir dabei unterschiedliche Instrumente ein, die wir stetig weiterentwickeln. Die Durchführung von internen Audits dient der Überprüfung der Ordnungsmäßigkeit, der Wirtschaftlichkeit, der Effizienz und der Sicherheit der internen Kontrollsysteme und Geschäftsprozesse. Für die weitere Entwicklung der Gesellschaft können sich wesentliche Risiken aus der Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ergeben. Insbesondere können sich negative Auswirkungen für den Automobilexport ergeben. Auch unter entsprechender Würdigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung für den ARS Altmann Konzern zu erkennen. Das Geschäft des ARS Altmann Konzerns unterliegt Finanzrisiken in Form von Währungs-, Zinsänderungs-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Trotz der europaweiten Tätigkeit des Unternehmens und trotz einer Reihe von Tochterunternehmen v.a. in Osteuropa wickelt der ARS Altmann Konzern die Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge überwiegend in Euro ab. Währungsrisiken bestehen daher nicht in nennenswertem Umfang. Zinsänderungsrisiken resultieren aus Änderungen des Marktzinssatzes. Diesen Risiken begegnen wir durch eine möglichst fristenkongruente Finanzierung unserer Investitionen, die die Auswirkungen von Zinssteigerungen begrenzen. Darüber hinaus setzen wir grundsätzlich Finanzderivate in Form von Zinsswaps allein zur Begrenzung von Zinssteigerungen in Bezug auf bestehende variabel verzinsliche Darlehen und damit im Rahmen von sogenannten Bewertungseinheiten ein. Finanzderivate werden nicht zu Spekulationszwecken abgeschlossen. Liquiditätsrisiken bestehen im Hinblick auf die jederzeit bestehende Fähigkeit zur fristgerechten Erfüllung von finanziellen Verpflichtungen. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft durch Reserven in Form von nicht genutzten Kreditlinien, einer stetigen Überwachung der Liquidität im Rahmen der monatlichen Berichterstattung und durch eine detaillierte Liquiditätsplanung. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde mit den Finanzierungspartnern und den Gesellschaftern ein Gesamtfinanzierungskonzept zur Liquiditätssicherung vereinbart, welches eine ausreichende Liquidität - selbst im Worst-Case- Szenario - bis mindestens 2026 sichert. Ein wesentliches Kreditausfallrisiko besteht für den ARS Altmann Konzern grundsätzlich nicht, da es sich bei den Debitoren überwiegend um große Automobilhersteller handelt. Darüber hinaus besteht ein aktives Debitorenmanagement einschließlich eines funktionierenden Mahnwesens. Zudem begegnen wir den allgemeinen finanzwirtschaftlichen Risiken durch eine periodisch wiederkehrende Beobachtung der Finanzmärkte. Um mögliche Risiken aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen zu steuern, stützen wir unsere Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung durch externe Fachleute, aber auch auf eigenes Know-how. Produkt- und Umweltschutzrisiken begegnen wir durch entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Der ARS Altmann Konzern ist Markt- und Wettbewerbsrisiken ausgesetzt. Der Automobilmarkt befindet sich in einer weltweiten Umbruch-Phase bei gleichzeitig starkem Wettbewerb auf dem Automobillogistiksektor. Diese Wettbewerbssituation kann zu einem verstärkten Angebots-Preisdruck für unsere Dienstleistungen führen. Zu den geschäftlichen Risiken gehören auch solche, die aus Neugründungen, Beteiligungen und Investitionen resultieren. Diese sind für die zukunftsfähige Ausrichtung des Unternehmens und somit auch für den Fortbestand notwendig, aber wegen der damit verbundenen Unsicherheiten nicht zu unterschätzen. Es werden sowohl sorgfältige Prüfungen im Vorfeld als auch begleitende Prüfungen bei der Durchführung solcher Projekte genutzt, um die operativen Risiken zu steuern und zu reduzieren. Mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 ergeben sich besondere Umstände, die Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben können. Direkte Auswirkungen aus dem Konflikt sind für die Gesellschaft nicht zu erwarten, da der Großteil der Geschäftstätigkeit im Inland erbracht wird. Indirekt ergeben sich Auswirkungen auf die Produktion der deutschen Automobilhersteller, aufgrund fehlender Vorprodukte und Bauteile, die bisher aus der Ukraine bezogen werden. Dies führt zu möglichen kurzfristigen Überkapazitäten in den Geschäftsbereichen aufgrund fehlender Transportvolumen. Indirekte Auswirkungen ergeben sich zudem vor allem für die Tochtergesellschaft OOO ATC Autoterminal Chernyakhovsk (ATC) die durch ihren Sitz in Russland direkt von den Sanktionen der Europäischen Union in Bezug auf russische Unternehmen betroffen ist. Aktuell werden die wesentlichen Umsätze der ATC in Russland erwirtschaftet, jedoch ergeben sich aufgrund der auferlegten Sanktionen erhebliche Schwierigkeiten in der Akquise von Neugeschäft im internationalen Kontext, da sowohl die rechtliche Lage, als auch die Abwicklung der möglichen Geschäftsaktivitäten durch die Maßnahmen deutlich eingeschränkt ist. Zudem haben diverse Automobilhersteller ihre Geschäftsaktivität mit Russland eingestellt, sodass auch die Potentiale für Neugeschäft limitiert sind. In Bezug auf England gab es fortgeschrittene Verhandlungen mit einem Investor, der mittlerweile die Geschäftsaktivität der ARS Altmann UK vollständig übernommen hat. Im Umkehrschluss wurden die bisherigen Geschäftsaktivitäten in England durch die Gesellschaft vollständig eingestellt. Die im Vorjahr vorgenommene Rückstellung für Prozessrisiken aus dem Rechtsstreit mit einem Traktionär wurde im Geschäftsjahr anteilig aufgelöst, nachdem der Rechtsstreit im Zuge eines Vergleichs beigelegt wurde. Nach Saldierung der Erträge aus der teilweisen Auflösung der Rückstellung mit den Aufwendungen aus der Ausbuchung der Forderungen gegen den Traktionär ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021 ein Aufwand von per Saldo TEuro 943. Für mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken haben wir Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass sich mögliche finanzielle Folgen in Grenzen halten bzw. ausgeschlossen werden. Deren Umfang wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Auch wenn keine Garantie dafür besteht, dass die abgeschlossenen Verträge alle erdenklichen Risiken abdecken, ist davon auszugehen, dass Schadensfälle keine Auswirkungen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation haben, welche die Existenz des Unternehmens gefährden. Die Geschäftstätigkeit der ARS Altmann Konzern ist stark durch IT-gestützte Geschäftsprozesse geprägt. Die fehlende Verfügbarkeit der IT-Systeme kann die Geschäftstätigkeit negativ beeinflussen. Daher entwickeln wir die bestehenden Systeme kontinuierlich weiter und arbeiten an der Optimierung unseres Informationssicherheitssystems. Das gemeinsam mit PwC entwickelte EDV-gestützte Risikomanagementsystem (Risk Monitor) hat sich weiter etabliert. Wir legen Wert darauf festzuhalten, dass wir die Risikoverantwortung auf eine breite Basis gestellt haben. Das Monitoring erfolgt derzeit halbjährlich. Das Berichtswesen ist bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts ein wichtiges Instrument, da es konzernweit dafür sorgt, dass die tatsächliche Entwicklung in den Konzerngesellschaften nach einheitlichen Richtlinien dargestellt und an die Zentrale berichtet wird. Neben den Daten, auf denen die externe Berichterstattung beruht, werden mindestens einmal monatlich interne Berichte, wie z.B. Liquiditätsplanung, Leistungs- und Produktivitätsdaten und die Aufstellung ausstehender Forderungen, angefertigt. Der Vergleich zu Planungs- und Vorjahresdaten ist ein wichtiger Bewertungsmaßstab für die abgelieferten Ist-Daten. Dieser versetzt uns in die Lage, Risiken, welche sich aus Veränderungen des Geschäfts, seiner Struktur und seines Umfelds ergeben, frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Eine wesentliche Chance sehen wir in der Erweiterung und dem Ausbau unseres Geschäftsmodells mit Gebrauchtwagen, insbesondere der Rücknahme und Aufbereitung von gebrauchten Flottenfahrzeugen. Hierfür haben wir unsere Infrastruktur mit der Anmietung von zusätzlichen Werkstattflächen im sogenannten "Center+" in Wolnzach deutlich gestärkt und bauen diese sukzessive weiter aus. Dieses Konzept wird in einem nächsten Schritt auch in unserem Standort in Riedstadt umgesetzt. Zusammenfassende Risiko- und Chanceneinschätzung Nach der Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation kommen wir zu dem Ergebnis, dass wir keine Risiken festgestellt haben, welche den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. V. QUALITÄTSBERICHT Die Zielsetzung der im Rahmen des Managementsystems formulierten Qualitäts- und Umweltziele konnte im Berichtsjahr 2021 nicht durchgängig erreicht werden. Die Überprüfung der Wirksamkeit des integrierten Managementsystems fand im Rahmen interner Audits statt. Das Managementsystem wird als Instrument durch die Führungskräfte jedoch nicht durchgängig angewendet. Im Rahmen der Kundenaudits festgestellte Schwachstellen bezogen sich vorwiegend auf den Zustand der Platzoberfläche, sowie von den Kunden gewünschte Anpassungen in Bezug auf die Platzsicherheit. Die Schadenquote Straße, d.h. die Schäden pro transportiertes Fahrzeug, hat sich im Berichtsjahr über alle Hersteller im Vergleich zum Vorjahr um 0,03 % verschlechtert. Es wurden im Verhältnis 10 % weniger Fahrzeuge transportiert als im Jahr 2020. Die Schadenquote liegt mit 0,67 % deutlich über dem Ziel von < 0,100 %. Im Geschäftsjahr 2022 wird aufgrund von verstärkten Schulungsmaßnahmen des Fahrpersonals erneut eine Verbesserung der Schadenquote angestrebt.
Wolnzach, den 25. Mai 2022 Dr. Maximilian Altmann Wolfgang Ketterle Alberto Picco Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021der ARS Altmann AG, WolnzachAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021der ARS Altmann AG, Wolnzach
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021I. VORBEMERKUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS Die ARS Altmann AG mit Sitz in Wolnzach wird beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Registernummer HRB 179922 geführt. Der Konzernabschluss 2021 wurde von der ARS Altmann AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. II. ANTEILSBESITZ UND KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konzernabschluss wurden folgende Gesellschaften einbezogen:
Gegenüber dem Vorjahr gab es keine Veränderungen im Konsolidierungskreis. Die ATP Autoterminal Probfeld GmbH, die ECO Stars GmbH, die STA Servizi Trasporti Autoveicoli S.r.l. sowie die Tra.De Trasporti e Depositi S.r.l. werden vollkonsolidiert, da die ARS Altmann AG auf diese Gesellschaften einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Das von der ARS Altmann AG gemeinsam mit Dritten geführte Unternehmen ARS Unikai GmbH, Hamburg, wurde gemäß § 310 HGB in den Konzernabschluss entsprechend dem Anteil am Kapital einbezogen, der dem Mutterunternehmen gehört. Neben den oben angeführten Konzernunternehmen besitzen die ARS Altmann AG bzw. die Tra.De Trasporti e Depositi S.r.l. Beteiligungen in Höhe von 100 % an den folgenden Gesellschaften:
Diese Gesellschaften wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines tatsächlichen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da ihre Bilanzsummen und ihre Umsatzerlöse weniger als 4 % der Konzernbilanzsumme bzw. des Konzernumsatzes ausmachen. Inanspruchnahme der Offenlegungsbefreiung: Die Tochterunternehmen
haben von den Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2020 Gebrauch gemacht und werden auch für den Abschluss zum 31. Dezember 2021 von der Befreiung Gebrauch machen. Bei der VFL Verwaltungs- und Leasing- GmbH, Wolnzach und der AFT H. Altmann Fahrzeugtransporte GmbH, Wolnzach, wurde zudem von der Befreiung von der Aufstellung eines Lageberichts im Geschäftsjahr 2021 Gebrauch gemacht. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Neben dem Mutterunternehmen ARS Altmann AG, Wolnzach, wurden folgende Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
Die Kapitalkonsolidierung für Vorgänge seit dem 1. Januar 2010 erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Hierbei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei der Erstkonsolidierung von Erwerbsvorgängen vor dem 1. Januar 2010 wurde die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. mit den gemäß § 301 Abs. 2 HGB a.F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt und im Rahmen der Folgekonsolidierung unverändert berücksichtigt. Nicht dem Konzern zuzurechnende Anteile am Eigenkapital sind unter dem Posten Nicht beherrschende Anteile innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen. III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Planmäßige Abschreibungen erfolgen dabei regelmäßig nach der linearen Methode. Immaterielle Vermögensgegenstände werden planmäßig über eine Nutzungsdauer zwischen zwei bis fünf Jahren abgeschrieben. Die aus dem Erwerb der Anteile an der STA Servizi Trasporti Autoveicoli S.r.l., Tra.De Trasporti e Depositi S.r.l. und D.F. Services Ltd. resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die geschätzte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Diese wurde anhand bestehender Kundenkontakte und Vertragsbeziehungen geschätzt. Bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung werden zudem außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Ausleihungen sind mit dem Nennbetrag bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. In der Position Vorräte sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind ausgehend von den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des erkennbaren und latent vorhandenen Ausfallrisikos bewertet. Der Kassenbestand und die Bankguthaben sind zum Nennwert angesetzt. Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Für zeitlich begrenzte Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen, die im Wesentlichen durch Bewertungsunterschiede bei Grundstücken verursacht sind, wurde nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB der Posten Aktive latente Steuern gebildet. Zudem wurden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, die auf Grundlage der Geschäftsjahresplanungen voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre verbraucht werden, gebildet. Der kombinierte Steuersatz für die Bewertung der latenten Steuern beträgt unverändert zum Vorjahr 28,31 %. Für alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten sind Rückstellungen gebildet worden. Die zurückzustellenden Beträge wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen. Soweit die Laufzeit der Verpflichtung länger als 12 Monate besteht, wurden diese mit dem laufzeitadäquaten von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Zinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Vorauszahlungen werden anteilig im Passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Der Posten Passive latente Steuern resultiert aus Bewertungsdifferenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz beim Anlagevermögen. Der kombinierte Steuersatz für die Bewertung der latenten Steuern beträgt unverändert zum Vorjahr 28,31 %. Der Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente (Zinsswaps) wird anhand der Mark-to Market-Methode ermittelt. Die Sicherungsgeschäfte werden mit den Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten (micro hedge) zusammengefasst, wobei die sich ausgleichenden Wertänderungen nicht bilanziert werden (sogenannte Einfrierungsmethode). Die in den Bewertungseinheiten zusammengefassten Geschäfte unterliegen demselben Risiko. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Zukunft für das gesicherte Risiko vollständig ausgleichen. Die prospektive Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag festgestellt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens; bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung in diesen Fällen grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Die Umrechnung der in ausländischer Währung bilanzierenden Konzernunternehmen wurde entsprechend § 308a HGB vorgenommen. Die Bilanz (ohne Gezeichnetes Kapital und Rücklagen, deren Umrechnung zu historischen Kursen erfolgt) wurde zum Stichtagskurs des Euro-Referenzkurses der EZB umgerechnet, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie das Ergebnis zum entsprechenden Jahresdurchschnittskurs. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ Anlagevermögen Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage 1 zum Konzernanhang beigefügten Anlagespiegel. Firmen- oder Geschäftswert Zum 31. Dezember 2021 bestehen keine Firmen- oder Geschäftswerte mehr aus der Erstkonsolidierung der STA Servizi Trasporti Autoveicoli S.r.l. sowie der Tra.De Trasporti e Depo- siti S.r.l. Der Vorjahreswert belief sich auf TEuro 717. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Die Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten betragen TEuro 49.648 (Vj. TEuro 50.464). Technische Anlagen und Maschinen Die Technischen Anlagen und Maschinen verringerten sich auf TEuro 1.300 (Vj. TEuro 1.499), insbesondere in der Niederlassung in Piadena/Italien. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Der Rückgang dieser Position von TEuro 45.784 im Vorjahr auf TEuro 35.368 ist sowohl in den planmäßigen Abschreibungen der Betriebsmittel als auch dem Verkauf und der Stilllegung von Autotransportzügen begründet. Es wurden deutlich weniger neue Autotransportzüge als in den Vorjahren angeschafft. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau reduzieren sich auf TEuro 2.837 (Vj. TEuro 2.983). Wesentliche Investitionen wurden in die Erweiterung der IT-Infrastruktur bei der ARS Altmann AG vorgenommen. Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen Die Anteile an verbundenen Unternehmen entsprechen dem Wert der nicht konsolidierten Tochterunternehmen ARS Altmann RO S.R.L., Leordeni/Rumänien, Tra.De Servizi S.r.l., Campi Bisenzio (FI)/Italien, ART Altmann Rail Traction GmbH, Wolnzach, und AFT H. Altmann Fahrzeugtransporte Austria GmbH, Innsbruck/Österreich sowie der MANTA LOGISTICS S.R.L. Piombino/Italien. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen repräsentieren Gesellschafterdarlehen an die ARS Altmann RO S.R.L., Leordeni/Rumänien, sowie die Tra.De Servizi S.r.l., Campi Bisenzio (FI)/Italien, zur Finanzierung ihrer Geschäftsaktivitäten. Diese fünf Gesellschaften werden im Geschäftsjahr aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert. Sonstige Ausleihungen Der Posten betrifft Darlehen an Minderheiten-Gesellschafter in Italien in Höhe von TEuro 75 (Vj. TEuro 29). Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEuro 4.342 (Vj. TEuro 4.024) betreffen im Wesentlichen Kraftstoffe und Ersatzteile für die Waggontechnik. Fertige Erzeugnisse und Waren Die fertigen Erzeugnisse und Waren beinhalten fast ausschließlich Lkw im Handelsbestand im Wert von TEuro 3.656 (Vj. TEuro 6.341). Die Reduktion gegenüber dem Vorjahr beruht auf einer geringeren Anzahl der zu vermarktenden Lkw sowie auf Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert von TEuro 1.667. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEuro 76.506 (Vj. TEuro 97.605) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEuro 8.640 (Vj. TEuro 5.607). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEuro 67.866 (Vj. TEuro 87.202) bestehen im Wesentlichen gegen Automobilhersteller. Der Rückgang ggü. dem Vorjahr resultiert aus dem im Vorjahr ungewöhnlich hohen Forderungsbestand gegenüber dem Kunden VW sowie dem zum Jahresende niedrigen Geschäftsvolumen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die nicht konsolidierten Tochterunternehmen ARS Altmann RO S.R.L., Leordeni/Rumänien, und Tra.De Servizi S.r.l., Campi Bisenzio (FI)/Italien sowie der ART Altmann Rail Traction GmbH, Wolnzach. Es handelt sich hierbei um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige Vermögensgegenstände Der Posten in Höhe von TEuro 7.443 (Vj. TEuro 8.341) beinhaltet u.a. Erstattungen für Minderauslastung, Frachtenvorschüsse für Partnerunternehmen, Kautionen, ausländische Steuern sowie Umsatzsteuervorauszahlungen Aktive latente Steuern Der Posten betrifft mit TEuro 1.490 (Vj. TEuro 897) im Wesentlichen die in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Unternehmen gebildeten aktiven latenten Steuern für Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen, die sich in späteren Jahren voraussichtlich abbauen sowie aktive latente Steuern auf Verlustvorträge. Der kombinierte Steuersatz für die Bewertung der latenten Steuern beträgt grundsätzlich unverändert zum Vorjahr 28,31 %. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der ARS Altmann AG in Höhe von TEuro 12.782 (Vj. TEuro 12.782) ist voll einbezahlt und in 500.000 auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. Der rechnerische Wert je Stückaktie beträgt 50 DM. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen setzen sich zusammen aus der gesetzlichen Rücklage in Höhe von TEuro 1.431 und den anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEuro 838. Eigenkapital aus Währungsumrechnung Der Posten in Höhe von TEuro -2.589 (Vj. TEuro -2.209) entwickelte sich v.a. in den letzten Jahren negativ aufgrund der massiven Wechselkursschwankungen des russischen Rubels. Durch die Gewährung von Euro-Darlehen an die OOO ATC Auto Terminal Chernyakhovsk entstanden in den Vorjahren Währungsverluste, die jedoch nicht liquiditätswirksam werden. Kapital atypisch stille Gesellschafter Die von zwei Aktionären geleistete atypische stille Einlage ist unverändert zum Vorjahr mit TEuro 10.000 passiviert und erstmals zum 31. Dezember 2026 kündbar. Aufgrund der Nachrangabrede hat der Bilanzposten eigenkapitalähnlichen Charakter. Rückstellungen Zusammensetzung:
Die Pensionsrückstellungen der polnischen Gesellschaften wurden von den Gesellschaften nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik ermittelt und mit einem Zinssatz von 4,9 % abgezinst. Den Mitarbeitern bzw. Mitarbeiterinnen werden mit Erreichen des 60. bzw. 65. Lebensjahres eine betriebliche Rente zugesagt. Das Unternehmen trifft dabei die Annahme, dass die Gehälter und Renten um 3 % jährlich steigen werden. Darüber hinaus erfolgt eine Anpassung der Rückstellungen je Mitarbeiter anhand der Wahrscheinlichkeit der Fälligkeit der Pension. Die "Steuerrückstellungen" beinhalten voraussichtliche Verpflichtungen für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer. Die passiven latenten Steuern werden in einer gesonderten Bilanzposition "Passive latente Steuern" ausgewiesen. Unter der Position "Sonstige Rückstellungen" wurden u.a. Rückstellungen für Prüfungs- und Steuererklärungskosten, Prozessrisiken, Urlaubsansprüche, Schadenersatzverpflichtungen, ausstehende Rechnungen, Schwerbehindertenausgleichsabgabe, Berufsgenossenschaftsbeiträge und diverse weitere Rückstellungen u.a. aus dem Personalbereich gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind auf TEuro 86.884 (Vj. TEuro 114.545) gesunken. Die Reduktion ggü. dem Vorjahr resultiert aus den Regeltilgungen der Investitionsdarlehen sowie einer geringeren Ziehung der bestehenden Kontokorrentlinien zum Bilanzstichtag. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich mit TEuro 27.292 (Vj. TEuro 29.736) vor allem wegen des gesunkenen Geschäftsvolumens gegenüber dem Vorjahr verringert. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEuro 47 (Vj. TEuro 191) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern des Mutterunternehmens sind in Höhe von TEuro 16.550 (Vj. TEuro 16.048) in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten. Aufschluss über die Laufzeit sowie die Besicherung der Verbindlichkeiten gibt der als Anlage 2 zum Konzernanhang beigefügte Verbindlichkeitenspiegel. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern betragen im Geschäftsjahr TEuro 220 (Vj. TEuro 265). Der kombinierte Steuersatz für die Bewertung der latenten Steuern beträgt grundsätzlich unverändert zum Vorjahr 28,31 %. Die passiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden bei Waggons. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente Die Verzinsung von einem Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 und einem Nominalwert von TEuro 7.000 ist über einen Zinsswap gesichert. Das Darlehen valutiert zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 mit TEuro 5.000. Der Marktwert des Zinsswaps per 31. Dezember 2021 beträgt TEuro -188. Da zwischen dem Zinsswap und dem zugrunde liegenden Darlehen eine Bewertungseinheit gebildet wurde, war für den negativen Marktwert keine Rückstellung zu bilden. V. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Konzerns betrugen im Berichtsjahr TEuro 303.545 (Vj. TEuro 300.695) und setzen sich wie folgt zusammen:
Von den Umsatzerlösen werden 77,5 % (Vj. 79,8 %) im Inland und 22,5 % (Vj. 20,2 %) in der Europäischen Union und UK erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEuro 13.268 (Vj. TEuro 8.975) enthalten periodenfremde Erträge von TEuro 5.198 (Vj. TEuro 3.638), die vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren erhöhen sich insbesondere aufgrund gestiegener Kosten für Kraftstoffe im Vergleich zum Vorjahr auf TEuro 31.869 (Vj. TEuro 29.791). Aufwendungen für bezogene Leistungen Die Aufwendungen für bezogene Leistungen verringerten sich insbesondere wegen geringerer Kosten für Traktionen im Bereich der Bahnverkehre auf TEuro 167.513 (Vj. TEuro 172.915). Personalaufwand Der Personalaufwand steigt aufgrund geringerer Nutzung von Kurzarbeit ggü. dem Vorjahr auf TEuro 48.955 (Vj. TEuro 47.436). Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Abschreibungen verringerten sich auf TEuro 16.949 (Vj. TEuro 17.966) insbesondere wegen des niedrigeren Anlagevermögens an Lkw im Inland sowie der Reduktion des Fuhrparks. Es wurden auf den Buchwert eines Grundstücks außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung von TEuro 950 vorgenommen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEuro 47.000 (Vj. TEuro 50.981) beinhalten u.a. Aufwendungen für Miete und Leasing sowie Reparaturen und Instandhaltung. Abschreibungen auf Finanzanlagen Die Abschreibungen betreffen außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung von TEuro 590 (Vj. TEuro 0). Gewinnanteil typisch stiller Gesellschafter Die Gewinnanteile typisch stiller Gesellschafter von TEuro 19 (Vj. TEuro 19) betreffen ergebnisabhängige Vergütungen für stille Einlagen aus dem Kreis des Vorstands sowie Aufsichtsrats. Aufgrund Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne Die aufgrund von Teilgewinnabführungsverträgen abgeführten Gewinne von TEuro 1.000 (Vj. TEuro 1.000) betreffen Vergütungen für die Einlagen der atypisch stillen Gesellschafter. Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung Die rechtliche Auseinandersetzung mit einem Traktionär betreffend die Jahre 2016 bis 2020 konnte mittlerweile beigelegt werden. Im Zuge eines Vergleichs wurden Forderungen ausgebucht, was in sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEuro 3.354 resultiert, sowie Rückstellungen aufgelöst, was in sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEuro 2.411 resultiert. Per saldo belaufen sich die Aufwendungen im Geschäftsjahr 2021 nach Berücksichtigung der wechselseitigen Ansprüche auf TEuro 943. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten zudem weitere Aufwendungen aus der Wertberichtigung von Forderungen von TEUR 1.445. Der Materialaufwand enthält mit TEUR 1.667 Aufwendungen im Zusammenhang mit der Abschreibung von Vorräten. Des Weiteren gab es eine außerplanmäßige Abschreibung auf ein Grundstück der russischen Tochtergesellschaft ATC in Höhe von TEUR 950. VI. SONSTIGE ANGABEN Anzahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2021 wurden im Konzern durchschnittlich Arbeitnehmer wie folgt beschäftigt:
Organe der Konzernobergesellschaft Vorstand: Dr. Maximilian Altmann, München; insbesondere Vorstand Ressorts Unternehmensentwicklung/Strategie/Unternehmensleitung/Personal/IT/Qualität, Vorsitzender des Vorstands. Wolfgang Ketterle, Rohrbach; insbesondere Vorstand Ressorts Logistik Straße/Stütz- punkte/Schienenverkehre. Alberto Picco, Savigliano - Italien; insbesondere Vorstand Ressort Vertrieb. Christoph Bahner, Augsburg; insbesondere Vorstand Ressorts Finanzen/Beteiligungen/ Administration, (bis 30. September 2021) Frank Lehner, Bonn; insbesondere Vorstand Ressort Internationalisierung (bis 31. März 2021). Aufsichtsrat:
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEuro 21 (Vj. TEuro 21). Die im Geschäftsjahr gewährten Bezüge des Vorstands betragen TEuro 1.390 (Vj. TEuro 864). Honorar des Konzernabschlussprüfers Folgende Honorare wurden für unseren Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2021 erfasst:
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten Aus Bestellungen von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse an nahestehende Unternehmen in Höhe von TEuro 169 (Vj. TEuro 430). Unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus der Vergangenheit, der Mithaftung weiterer Gesamtschuldner und der wirtschaftlichen Lage der Hauptschuldner am Abschlussstichtag 31. Dezember 2021 bestehen keine Anhaltspunkte für eine drohende Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB
Die ARS Altmann Gruppe hat sich für den Abschluss von außerbilanziellen Geschäften aus wirtschaftlichen, steuerlichen und bilanzpolitischen Gründen entschieden. Aus den Leasing- und Mietverträgen bestehen Risiken in Form der vertraglich vereinbarten periodischen Zahlungen bzw. aus der Verpflichtung zur Abnahme des geleasten Vermögensgegenstandes im Falle der Andienung. Die Leasing- und Mietverträge wurden geschlossen, um sich vorteilhaftere Finanzierungskonditionen im Vergleich zu anderen Fremdfinanzierungsformen zu sichern. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand der ARS Altmann AG schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn der ARS Altmann AG in Höhe von TEuro 12.957 (Vj. TEuro 29.038) keine Dividende an die Aktionäre auszuschütten und den Bilanzgewinn in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach Bilanzstichtag Durch den Einmarsch der russischen Föderation in die Ukraine am 24. Februar 2022 ergeben sich vor allem für die Tochtergesellschaft der ARS Altmann AG, die OOO ATC Autoterminal Chernyakhovsk erhebliche Einschränkungen in der Möglichkeit Neugeschäft zu akquirieren. Aktuell werden hauptsächlich Umsätze mit lokalen Kunden generiert. Das Geschäft der ARS Altmann AG ist von dem Konflikt nur indirekt über die sich verschärfende Teilekrise in der Automobilindustrie getroffen. Ein kompletter Stillstand der Automobilproduktion und somit einschneidende Auswirkungen auf das operative Geschäft und die Liquiditätssituation sind jedoch nicht zu erwarten. Die Produktions- und Zulassungszahlen in Deutschland sanken im März und April erneut unter das Vorjahresniveau, sodass die Erholung aus der Halbleiterkrise nach wie vor andauert. Die aufgrund der in den Regelaufträgen fehlenden Transport- und Umschlagvolumen frei-werdenden Kapazitäten werden vor allem für kurzfristige Auslageraktionen der Automobilhersteller genutzt. Die Liquidität der Gesellschaft ist im aktuellen Ausblick nach wie vor über die Verfügbarkeit der freien Kreditlinien bis zum Geschäftsjahr 2026 sichergestellt. Mitteilungen gemäß § 20 Abs. 1, 3 AktG Die ASTRA Vermögensverwaltungs-GmbH, Hilgertshausen-Tandern, hat im Juli 2017 gemäß § 20 Abs. 1, 3 AktG mitgeteilt, dass sie unmittelbar mehr als 25 % Anteile der ARS Altmann AG besitzt. Die CARWAGGON AG, Chur, Schweiz, hat im Juli 2017 gemäß § 20 Abs. 1, 3 AktG mitgeteilt, dass sie unmittelbar mehr als 25 % Anteile der ARS Altmann AG besitzt.
Wolnzach, den 25. Mai 2022 Dr. Maximilian Altmann Wolfgang Ketterle Alberto Picco KONZERNANLAGESPIEGEL 2021
KONZERNVERBINDLICHKEITENSPIEGEL zum 31.12.2021
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG 2021
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ARS Altmann AG, Wolnzach Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ARS Altmann AG, Wolnzach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ARS Altmann AG, Wolnzach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 25. Mai 2022 Deloitte
GmbH
Dirk Bäßler, Wirtschaftsprüfer Wolfgang Braun, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2021Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2021 die Aufgaben und Pflichten gemäß Gesetz, Satzung sowie Geschäftsordnung im Rahmen seiner Sitzungen und zwischen diesen Terminen durch mehrere schriftlichen und persönlichen Berichte des Vorstands über die jeweils aktuelle Geschäftsentwicklung umfassend und sorgfältig wahrgenommen. In vier ordentlichen Sitzungen und durch mehrere Begegnungen und schriftliche Informationen wurden im Berichtsjahr die Lage und Führung der Gesellschaft sowie der verbundenen Unternehmen jeweils ausführlich überwacht und erörtert. Darüber hinaus sind die verfolgte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung für 2022, die Rentabilität und vor allem die Liquiditätsentwicklung und die geplanten Ergebnisverbesserungen der Gesellschaft und der Gang der Geschäfte mit dem Vorstand ausführlich beraten worden. Insbesondere einzelne Maßnahmen, die satzungsgemäß die Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind auch in schriftlichem Umlaufverfahren beschlossen, sowie das Risikomanagementsystem eingehend behandelt worden. Mit besonderem Blick auf die anhaltenden strukturellen Veränderungen in der Automobilwirtschaft und auf die Problemfelder großer deutscher Kfz-Hersteller, beginnend mit den Themen "Diesel / WLTP / E-Mobilität", verstärkt durch die Folgen der Corona-Pandemie (Teilemangel, Unterbrechung von Lieferketten, etc.), wurden die daraus unmittelbar entstandene Folgen auf Umsatz und Ertrag der Gesellschaft sowie die wesentlichen Aspekte der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens, wie auch die damit in Zusammenhang stehenden Investitions- und Beteiligungsprojekte, sowie das bereits im II. Halbjahr 2020 installierte Finanzierungskonzept zur Liquiditätssicherung (bis mindestens 2026), in enger Abstimmung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand behandelt und soweit möglich entsprechende Maßnahmen eingeleitet und umgesetzt. Das in 2016 installierte Vorstandsressort für Internationalisierung (ab 1.4.21) neu besetzt) berichtete gegenüber dem Aufsichtsrat in den jeweiligen AR-Sitzungen in 2021 zeitnah über die Entwicklungen der ausländischen Tochtergesellschaften; insbesondere über die englischen Töchter und das beabsichtigte, aber inzwischen endgültig gescheiterte Joint Venture mit HYUNDAI GLOVIS Co. Ltd. sowie die anhaltend hohen negativen Ergebniswirkungen auf die Gesellschaft. Die beiden englischen Gesellschaften werden mit Zustimmung des Aufsichtsrats abgewickelt; andere verlustbringenden Auslandsgesellschaften werden folgen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat von der nach Recht und Zweck ordnungsgemäßen Unternehmensführung überzeugt. Mit einer schlanken Governance-Struktur wurde die Gremienarbeit effizient gestaltet. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Konzernabschluss 2021 sowie die Lageberichte für die ARS Altmann AG und den Konzern sind von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte GmbH, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung dieses Jahresabschlusses sowie die Prüfung des Konzernabschlusses haben allen Aufsichtsratsmitgliedern vorgelegen. Der Aufsichtsrat hat sich in gemeinsamer Sitzung mit dem Abschlussprüfer ausführlich über den Abschluss und die Prüfungsergebnisse unterrichten lassen, und sich über die wesentlichen Sachverhalte des Jahresabschlusses der ARS Altmann AG sowie des Konzernabschlusses umfassend informiert, insbesondere über die Abschreibungen von Forderungen und/oder auf Beteiligungswerte der Auslandsgesellschaften in Russland, England und Polen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie die jeweiligen Lageberichte für die ARS Altmann AG und den Konzern geprüft. Das Ergebnis der Prüfung hat keinen Anlass zu Einwendungen ergeben. Der Aufsichtsrat stimmt mit dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses 2021 der ARS Altmann AG überein und hat in seiner Sitzung vom 31. Mai 2022 in Anwesenheit des Abschlussprüfers einstimmig beschlossen, der Hauptversammlung
zur Beschlussfassung zu empfehlen. Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung, allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen für ihre engagierte Arbeit und den erreichten Ergebnissen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Wolnzach, im Mai 2022 Der Aufsichtsrat Manfred Schlierf, Vorsitzender Auszug aus dem PROTOKOLL der 24. ordentlichen Hauptversammlung der ARS Altmann AG, Wolnzach am 31. Mai 2022TOP 5: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2021 Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von € 12.957.113,92 wie folgt zu verwenden:
Die Hauptversammlung beschließt einstimmig, diesem Vorschlag zu folgen. Das Abstimmungsergebnis wird vom Vorsitzenden entsprechend verkündet.
Wolnzach, den 31.05.2022 Manfred Schliert, Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Rudloff, Protokollführer |
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