Secret Classics GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alessandro Salvatore Valenti seit 3.3.2026 | Geschäftsführer |
Dominic Nikolaus Backes seit 8.2.2021 | Geschäftsführer |
Hien Tran Trung seit 24.7.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Christian Dior Couture SAS | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Christian Dior GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Allgemeine Hinweise Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 258138) unter Christian Dior GmbH mit Sitz in 80539 München, Maximilianstrasse 18, eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz und zu Restlaufzeiten sowie Davon- Vermerke in der Gewinn- und Verlustrechnung überwiegend in diesem Anhang gemacht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, die gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten wurden. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unverändert unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Mietflächenablöse (Key Money) wird über die Laufzeit des für das entsprechende Objekt vereinbarten Mietvertrags linear abgeschrieben, der Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 2.858 (Vj. TEUR 3.458). Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände ausschließlich nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibungen auf unterjährige Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Anschaffungskosten der entgeltlich erworbenen Immateriellen Vermögensgegenstände sowie des Sachanlagevermögens beinhalten neben dem Anschaffungspreis auch Anschaffungsnebenkosten, nachträgliche Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen. Anlagenzugänge in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen im Einzelnen:
Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800, die vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 angeschafft wurden, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150 bis EUR 1.000, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 % p.a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Umlaufvermögen Das Vorratsvermögen (Handelswaren) ist zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Einkäufe von Vorräten in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit sowie niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind bei der Bewertung des Vorratsvermögens berücksichtigt worden. Das Vorratsvermögen ist verlustfrei bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen, uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Die Wertberichtigungen berücksichtigen die Risiken aus Skonti, Ausfall- und Zinsverlust sowie die erwarteten Beitreibungskosten. Es wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 5.720 aufgrund der Insolvenz des KaDeWe gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. In Höhe von TEUR 1.223 bestehen Sicherheitsleistungen für erhaltene Aval-Bürgschaften der Bank. Auf diese Sicherheitsleistungen hat die Christian Dior GmbH nur mit Zustimmung der Bank Zugriff. Rechnungsabgrenzungsposten In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird das Temporary-Konzept angewendet. Diese werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen ermittelt. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung werden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden, sofern vorhanden, saldiert ausgewiesen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes für den Organkreis (rd. 30 %). Insgesamt ergibt sich auf Ebene der Gesellschaft als Organträger ein Überhang aktiver latenter Steuern. Das Wahlrecht zur Bilanzierung aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird nicht ausgeübt. Eigenkapital Das Eigenkapital wird zum Nennwert ausgewiesen. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen nach § 272 HGB. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen Zinssatz entsprechend der Laufzeit abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Umsatzerlöse, Erträge und Aufwendungen Die Umsatzerlöse betreffen Erlöse aus dem Verkauf von Waren nach Abzug der Erlösschmälerungen. Die Umsatzrealisierung erfolgt unter Beachtung des Realisationsprinzips im Zeitpunkt der Leistungserbringung, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist, sowie des Grundsatzes der periodengerechten Gewinnermittlung ohne Berücksichtigung der Umsatzsteuer. Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung periodengerecht erfasst. Der Materialaufwand umfasst die Aufwendungen für bezogene Waren, einschließlich notwendiger Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten diejenigen Erträge, die außerhalb der Umsatzerlöse und der Finanzerträge anfallen. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden jene Aufwendungen ausgewiesen, die nicht unter die übrigen Aufwandsposten zu klassifizieren sind, insbesondere Miet- und Vertriebsaufwendungen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Eine von den historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist - unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sowie einschließlich der kumulierten Abschreibung - im Anlagespiegel - als Anlage zum Anhang - dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
* vor Ergebnisabführung an die Christian
Dior GmbH
Vorratsvermögen Das Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 22.482 (Vorjahr: 17.269 TEUR) entfällt ausschließlich auf Warenbestände und Wertberichtigungen. Die Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.148 (Vorjahr: TEUR 1.643). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 13.757 (Vorjahr TEUR 18.356) betreffen in Höhe von TEUR 9.483 (Vj. TEUR 8.761) Forderungen gegen die Les Ateliers Bijoux GmbH, Pforzheim (Organgesellschaft), aus dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag. Die restlichen Forderungen resultieren aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr. Darin enthalten sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 442 (Vj. TEUR 78). Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahreine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert TEUR 1.023. Auf Grundlage eines Gesellschafterbeschlusses erfolgte im Dezember 2023 eine Ausschüttung des Jahresüberschusses des Vorjahres in Höhe von TEUR 24.126 sowie eine Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 78 für Zwecke der Ausschüttung. Insgesamt wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 24.205 aus dem Eigenkapital ausgeschüttet. Die Kapitalrücklage beträgt - nach Entnahme eines Betrages von TEUR 78 im Geschäftsjahr - TEUR 0 (Vorjahr TEUR 78). Rückstellungen Es wurden Steuerrückstellungen für Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer inklusive des Solidaritätszuschlages und aus Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 21.260 (Vj. TEUR 22.026) gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen aus umsatzabhängigen Mieten in Höhe von TEUR 406 (Vj. TEUR 157), für Verpflichtungen aus ausstehenden Resturlaubstagen TEUR 354 (Vj. TEUR 303), für Boni und Provisionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 793 (Vj. TEUR 782) sowie für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 2.462 (Vj. TEUR 4.693) gebildet. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 14.467 (Vj. TEUR 8.464). Diese umfassen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 6.506 (Vj. TEUR 7.837), welche aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr stammen, sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 7.629 (Vj. TEUR 0) aus einem Cash-Pool-Agreement. Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.037 (Vj. TEUR 2.972) betreffen im Wesentlichen die Umsatzsteuerzahllast, Kundengutschriften und Verbindlichkeiten für Sozialabgaben. Des Weiteren sind die Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 386 (Vj. TEUR 358) aufgrund Verpflichtungen aus Vorsteuervergütungsansprüchen, die an die Les Ateliers Bijoux GmbH, Pforzheim, zu erstatten sind, enthalten. Haftungsverhältnisse Nicht bilanzierte Haftungsverhältnisse bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Außerbilanzielle Geschäfte und Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 58.567 (Vj. TEUR 32.294), die im Wesentlichen aus Mietverpflichtungen für Geschäftslokale resultieren. Außerdem bestehen für weitere Verkaufspunkte umsatzabhängige Mietverpflichtungen. Von den Mietverpflichtungen sind ca. TEUR 8.096 innerhalb der nächsten 12 Monate fällig. Von den Mietverpflichtungen bestehen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 722 (Vj. TEUR 204) gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Mietvereinbarungen dienen der Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch längere Zahlungsziele und einer besseren Planbarkeit der Liquiditätsabflüsse. Nachteile aus den Mietvereinbarungen resultieren aus höheren Gesamtkosten, da die Mieten insgesamt die Kosten eines fremdfinanzierten Kaufs des Mietgegenstandes übersteigen und die Mietverträge eine längere Laufzeit haben. Außerdem hat der Mieter die laufenden Kosten wie Versicherungen, Reparaturen und Instandhaltungen zu übernehmen. Die Mietverträge enden zwischen 2024 und 2034. Des Weiteren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Leasing- und Wartungsverträge in unwesentlichem Umfang. Die Leasingvereinbarungen dienen der Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch längere Zahlungsziele und einer besseren Planbarkeit der Liquiditätsabflusse. Nachteile aus den Leasingvereinbarungen resultieren aus höheren Gesamtkosten, da die Leasingraten insgesamt die Kosten eines fremdfinanzierten Kaufes des Leasing-Gutes übersteigen. Zudem hat der Leasingnehmer die laufenden Kosten wie Versicherungen, Reparaturen und Instandhaltungen zu übernehmen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betragen TEUR 144.152 (Vj. TEUR 138.904) und bestehen im Wesentlichen aus Verkäufen an die Kunden in den Boutiquen und aus Management Fees für Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften im deutschsprachigen Raum. Die Umsatzerlöse gliedern sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 1 (Vj. TEUR 6) und beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 6). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 16 (Vj. TEUR 13) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen. Ansonsten beinhaltet diese Position im Wesentlichen Aufwendungen für Advertising und Marketing TEUR 9.487 (Vj. TEUR 9.476), Mieten TEUR 10.235 (Vj. 9.632) sowie temporäres Personal TEUR 2.010 (Vj. TEUR 1.510). In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen aus dem Cash-Pooling- Vertrag gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 84) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind die Zinsen aus der Aufzinsung der Rückbauverpflichtung in Höhe von TEUR 36 (Vj. TEUR 18) enthalten. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Für die gemäß § 285 Nr. 9 a und b HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB entsprechend Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 179 (Vj. 148). Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.
Abschlussprüferhonorar Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Honorar von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 31) - ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen entfallend - erfasst. Konzernverhältnisse sowie kleinster und größter Konsolidierungskreis Der Jahresabschluss des am 31. Dezember 2023 endenden Geschäftsjahres der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Agache SE, Paris, Frankreich, einbezogen, der nach den Rechnungslegungsgrundsätzen der International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt und veröffentlicht wird. Dieser Konzernabschluss wird für den größten Kreis von Unternehmen erstellt. Dieser Konzernabschluss wird nach den Regeln der Luxemburger Börse offengelegt. Der Jahresabschluss der Christian Dior GmbH, München, wird außerdem in den Konzernabschluss der LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton SE, Paris/Frankreich einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser wird nach den Regeln der Pariser Börse offengelegt. Dieser Konzernabschluss ist auf der Website www.lvmh.com oder www.infogreffe.fr erhältlich und kann bei der Konzernmutter in Paris angefordert werden. Befreiung von der Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses Aufgrund der vorgenannten Einbeziehung in den Konzernabschluss der LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton SE, Paris/Frankreich, macht die Gesellschaft von der Befreiungsvorschrift des § 291 HGB Gebrauch. Im Konzernabschluss der LVMH-Gruppe werden die Mietverträge abweichend von den Vorschriften des HGB gemäß IFRS 16 bilanziert. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Februar 2024 hat die KaDeWe Gruppe, in deren Liegenschaften KaDeWe und Oberpollinger wir Verkaufsstellen betreiben, Insolvenz angemeldet. Des Weiteren haben sich keine wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres ereignet. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 19.589.243,63 vollständig an den Gesellschafter, die Christian Dior Couture S.A. auszuschütten.
München, den 31. März 2024 Christian Dior GmbH Charles Delapalme Dominic Backes Entwicklung des Anlagevermögens 2023
B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Christian Dior GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Christian Dior GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Christian Dior GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." F. SCHLUSSBEMERKUNG Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Christian Dior GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 in einer von der als Anlage zu diesem Bericht beigefügten, bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird hingewiesen.
Stuttgart, 11. Oktober 2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Martin Haack, Wirtschaftsprüfer Christoph Mack, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr zum Vergleich)Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr zum Vergleich)
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Christian Dior GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Christian Dior Couture S.A. in Paris und Konzerngesellschaft der LVMH-Gruppe, die mit einem Portfolio von über 70 Prestigemarken eine der größten Luxusmarkenkonzerne der Welt ist. Der Firmensitz ist München. Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von Luxusbekleidung und Luxusmodezubehör von höchster Qualität für den häuslichen Lebensraum sowie von Parfums und Kosmetika der Marke Christian Dior. Die Beschaffung der Handelswaren erfolgt bei der französischen Muttergesellschaft. Die Christian Dior GmbH unterhält derzeit sieben Boutiquen in gemieteten Räumlichkeiten, in denen die Produkte der Marke Dior mit eigenem Verkaufspersonal verkauft werden:
Je nach Größe der Boutique variiert das angebotene Sortiment der Luxusmarke Dior. Viermal im Jahr werden neue Kollektionen aufgelegt. Dazu kommen noch Zwischen- bzw. Sonderkollektionen. Die verkaufsfördernden Maßnahmen wie Standkonzept, Sonderaktionen wie Modeschauen, PR, Werbung und Dekoration werden zentral von Dior Paris vorgegeben und gesteuert. Vor Ort werden die Boutiquen von Store-Managern geleitet. Seit 2005 ist die Christian Dior GmbH einhundertprozentiger Anteilseigner an der Les Ateliers Bijoux GmbH. Zwischen der Christian Dior GmbH und der Les Ateliers Bijoux GmbH besteht seit Oktober 2005 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Am 2. März 2020 wurde eine Tochtergesellschaft von Les Ateliers Bijoux GmbH: "Likeabee", Unipessoal, LDA als Produktionsstätte für Schmuck in Portugal gegründet. Die Christian Dior GmbH in München ist für die strategische und operative Betreuung der Länder Österreich, Schweiz und Deutschland zuständig. Backoffice-Aufgaben wie Buchhaltung und Reporting wurden seit dem 1. Januar 2012 von der Tochtergesellschaft Les Ateliers Bijoux GmbH als Dienstleistung für die Christian Dior GmbH erbracht. Seit dem 1. Januar 2020 übernimmt die Gesellschaft in München diese Aufgaben wieder selbst. Darüber hinaus erbringt die Gesellschaft seit dem 1. Januar 2020 auch die sogenannten Backoffice-Aufgaben für die Länder Schweiz und Österreich. II. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt für Deutschland war laut den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022 1. Somit konnte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 die Erholung nach dem starken Einbruch im Jahr 2020 aufgrund des Ausbruchs der Corona-Pandemie nicht fortsetzen. Für das Jahr 2023 verzeichnete der Einzelhandel ein nominales Wachstum von -3,1 % gegenüber dem Vorjahr 2. Das reale Wachstum betrug -2,4 %. Als Händler von Luxusbekleidung und Luxusmodezubehör ist die Christian Dior GmbH von der weltweiten gesamtwirtschaftlichen Lage im Luxussektor, jedoch insbesondere von dessen Entwicklung in Deutschland, betroffen. Für die Jahre bis 2028 wird für den deutschen Luxusmarkt ein durchschnittliches Wachstum von ca. 3,3 % erwartet. 3 Unter anderem aufgrund der hohen Brand Awareness und des hohen Service Level, mit der die Wünsche der Kunden erfüllt wurden, konnte sich die Christian Dior GmbH entsprechend dem Luxusmodesegment entwickeln. b) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Christian Dior GmbH wird primär über die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und das Jahresergebnis gesteuert. Finanzielle Leistungsindikatoren der Vermögens- und Finanzlage bestehen nicht, da das Finanz- und Vermögensmanagement zentral im Konzernverbund erfolgt. Kulturelle und soziale Projekte laufen auf Konzernebene. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung des Unternehmens nicht verwendet. c) Geschäftsverlauf Die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr beträgt 3,8 %, womit das im Vorjahr prognostizierte deutliche Umsatzwachstum verfehlt wurde. Insbesondere aufgrund des Rückgangs der Umsätze in den zweiten sechs Monaten des Geschäftsjahres, konnten wir die im Geschäftsjahr 2022 erzielten Umsatzerlöse von TEUR 138.904 nur moderat steigern, da u.a. im Luxussegment in Deutschland von einer durchschnittlichen Umsatzerhöhung von 3,3 % ausgegangen wuerde und die Marke Dior und ihre Produkte weiterhin einen sehr hohen Stellenwert bei unseren Kunden genießen. Das Jahresergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) liegt bei TEUR 19.589 und ist um 18,8 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Materialaufwendungen haben sich in ähnlichem Maße wie die Umsatzerlöse entwickelt, sodass der Deckungsbeitrag mit einem Rückgang von 0,1 % auf 52,4 % fast unverändert blieb. Die prognostizierte Zielgrößen betreffend der Steigerung des Umsatzes und Jahresergebnisses konnten nicht erreicht werden. d) Lage des Unternehmens
11 Quelle:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/
01/PD24_019_811.html
Vermögenslage Das Anlagevermögen verzeichnet einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 609 auf TEUR 22.041. Dies ist die Folge der Fertigstellung und Inbetriebnahme des im März 2023 eröffneten neuen Stores in Hamburg. Das Vorratsvermögen (Waren) ist um TEUR 5.213 auf TEUR 22.482 gestiegen. Dies ist ein Folgeeffekt höherer Einstandspreise und eines nur moderaten Umsatzanstiegs. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit TEUR 5.533 um TEUR 1.262 unter dem Vorjahreswert. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen die vorgenommene Einzelwertberichtigung auf die Außenstände der KaDeWe-Gruppe. Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 4.599 auf TEUR 13.757 ist hauptsächlich auf die in diesem Jahr bestehende Verbindlichkeit aus dem Cash Pooling in Höhe von TEUR 7.629 (Vj. Forderung in Höhe von TEUR 5.762) zurückzuführen. Das Eigenkapital beträgt TEUR 20.612. Auf Grundlage eines Gesellschafterbeschlusses erfolgte im Dezember 2023 eine Ausschüttung des Jahresüberschusses des Vorjahres in Höhe von TEUR 24.126 sowie eine Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 78 für Zwecke der Ausschüttung. Insgesamt wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 24.205 aus dem Eigenkapital ausgeschüttet. Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres beläuft sich die Eigenkapitalquote auf 31,4 %. Die Steuerrückstellungen sind um TEUR 766 auf TEUR 21.260 gesunken. Die sonstigen Rückstellungen haben sich in Folge des niedrigeren Umfangs von ausstehenden Rechnungen um TEUR 1.968 auf TEUR 4.680 reduziert. Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr insgesamt um TEUR 6.035 auf TEUR 19.004 gestiegen. Der Anstieg betrifft mit TEUR 6.003 insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 14.467, Vj.: TEUR 8.464) und resultiert u.a. vorwiegend aus den Cash-Pool-Verbindlichkeiten, die auf TEUR 7.629 auf (Vj.: Forderung TEUR 5.762) angestiegen sind. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 6.506 (Vj. TEUR 78), welche aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr stammen. Finanzlage Insgesamt beläuft sich der Finanzmittelfond der Gesellschaft, bestehend aus Kassenbestand und Bankguthaben in Höhe von TEUR 1.234 und den Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.629, zum Stichtag auf TEUR -6.395 (Vj.: TEUR 6.994). Der Rückgang ist auf eine Erhöhung des Netto-Umlaufvermögens auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie des höheren Warenbestandes zurückzuführen. Die Finanzierung der laufenden Betriebsausgaben erfolgt überwiegend aus den laufenden Betriebseinnahmen. Der im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete positive operative Cashflow in Höhe von TEUR 2.054 (Vj.: TEUR 23.165) wurde für die Auszahlung der o.g. Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2022 verwendet. Die Gesellschaft sichert ihren Liquiditätsbedarf zunächst durch die Erwirtschaftung eigener positiver Cashflows. Einen darüberhinausgehenden Liquiditätsbedarf kann die Gesellschaft durch die Teilnahme am konzernweiten Cash-Pool-System des LVMH-Konzerns decken. Zwischen der Christian Dior GmbH und der LVMH Finance Belgique SA wurde mit Wirkung zum 9. Oktober 2018 ein Cash-Pooling-Vertrag abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen Cash-Pooling-Verbindlichkeiten von TEUR -7.629 (Vj.: TEUR 5.762). Zum Stichtag bestehen keine Bankverbindlichkeiten. Das Unternehmen konnte im Berichtsjahr seinen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen. Ertragslage Der stabile Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 spiegelt sich auch in der Ertragslage wider. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 liegen um 3,8 % über dem Niveau des Jahres 2022 und belaufen sich auf TEUR 144.152 (Vj.: TEUR 138.904). Dieser Umsatzanstieg um TEUR 5.248 ist auf eine gestiegene Nachfrage nach Produkten im Bereich Herren und Women Ready to Wear zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 1 und liegen um TEUR 5 unter dem Niveau des Vorjahres und beinhalten ausschließlich Erträge aus Währungsumrechnungen. Die Aufwendungen für bezogene Waren belaufen sich auf TEUR 68.665 (Vj.: TEUR 65.948) und sind im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % angestiegen. Deren Anstieg verlief damit proportional zum Anstieg der Umsatzerlöse (+3,8 %). Der Personalaufwand erhöht sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 10.418 um 25,8 % auf TEUR 13.106. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl belief sich im Jahr 2023 auf 179, während sie 2022 noch 148 betrug. Die planmäßigen Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 5,8 % auf TEUR 4.262 (Vj.: TEUR 4.029) aufgrund der Zugänge im Bereich der Sachanlagen erhöht. Die sonstigen betriebliche Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 29,8 % auf TEUR 38.462 (Vj.: TEUR 29.641) angestiegen. Deren Anstieg ist vor allem auf erhöhte Marketingaufwendungen und (umsatzabhängige) Mietaufwendungen und die Einzelwertberichtigung auf die Forderungen gegen die KaDeWe-Gruppe, zurückzuführen. Aufgrund des durch die Les Ateliers Bijoux GmbH abgeführten Ergebnisses auf Basis des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages ergeben sich Erträge aus Gewinnabführungen in Höhe von TEUR 9.483 (Vj.: TEUR 8.761). Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beläuft sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 8.903 (Vj.: 13.349). In dieser Position ist ein Ertrag aus der Auflösung von Steuerrückstellungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 438 (Vj.: TEUR 0) enthalten Der im Geschäftsjahr 2023 erzielte Jahresüberschuss beläuft sich auf TEUR 19.589, nach TEUR 24.126 im Vorjahr. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft Die Ertragslage der Gesellschaft und die zu deren Steuerung verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren im Jahr 2023 sind hinter der im Vorjahr getätigten Prognose zurückgeblieben. Die erzielte Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr beträgt 3,8 %, womit das im Vorjahr prognostizierte Umsatzwachstum verfehlt wurde. Auch der im Geschäftsjahr 2023 erzielte Jahresüberschuss von TEUR 19.589 liegt unter dem für 2022 prognostizierten Niveau. Gegenüber dem Vorjahr ist der Jahresüberschuss um TEUR 4.537 (-18,8 %) von TEUR 24.126 auf TEUR 19.589 gesunken. Die Vermögens- und Finanzlage ist stabil und hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verschlechtert. Insgesamt betrachtet die Geschäftsführung die Lage des Unternehmens als gut und war mit der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr - insbesondere aufgrund der makroökonomischen Situation - zufrieden. III. Chancen- und Risikobericht Aufgrund der engen Einbindung der Gesellschaft in den Konzernverbund ist die Entwicklung der Gesellschaft in hohem Maße von der zukünftigen Geschäftspolitik der Christian Dior Couture-Gruppe bestimmt. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem einbezogen, verfügt über ein detailliertes monatliches Berichtswesen nach Konzernrichtlinien und führt regelmäßig Budgetvergleiche durch. Klare Organisations- und Führungsstrukturen sowie effiziente Informations- und Kontrollsysteme tragen dazu bei, Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen angemessen zu begegnen. Risiken des Krieges in der Ukraine Seit Februar 2022 führt Russland einen groß angelegten Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die LVMH-Gruppe hat im März 2022 die Entscheidung getroffen, sich den internationalen Sanktionen gegen Russland anzuschließen. Folglich sind die LVMH-Verkäufe in Russland sowie die Vorkäufe von Tochtergesellschaften der LVMH, einschließlich der Christian Dior GmbH, an russische Kunden eingestellt worden. Der Verlust von Umsatz unserer Gesellschaft in Bezug auf russische Kunden, deren Anteil am Gesamtumsatz ca. 2 % betragen hat, wird perspektivisch mit den erhöhten Umsatzerlösen mit Kunden anderer Nationalitäten, insbesondere Kunden aus dem Mittleren Osten, kompensiert werden können. Der Überfall auf die Ukraine hat weltweit spürbare wirtschaftliche Auswirkungen, auch auf deutsche Unternehmen und Konsumenten. Unsicherheit bezüglich der Entwicklung der Energiepreise stellen eine potenziell erhöhte Belastung dar. Im Hinblick auf die Tatsache, dass Dior eine Luxusmarke ist, aufgrund des bestehenden margenstarken Geschäftsmodells und Produktportfolios und der bestehenden Kundenstruktur, sollten stark gestiegene Energiepreise nach Einschätzung der Geschäftsführung final keine große Auswirkung auf die prognostizierten Umsätze der Gesellschaft für 2024 und die Folgejahre haben. Da die Fertigung von DIOR-Produkten im Wesentlichen in Zentral/Mitteleuropa erfolgt und auch nicht der zurzeit knappen Rohstoffressourcen bedarf, sind Störungen in der Lieferkette nach Einschätzung der Geschäftsführung ebenfalls nicht zu erwarten. Insgesamt wird das Risiko daher als gering eingeschätzt. Branchen- und geschäftsmodellspezifische Risiken Der Luxusgütermarkt unterliegt Veränderungen von Trends, Geschmack, Lifestyle und Kaufgewohnheiten von Kunden. Eine sachgerechte Identifikation der kommenden Trends bietet somit Chancen der künftigen Entwicklung. Gegenläufig könnte eine Fehlinterpretation der Kundenbedürfnisse Risiken für die künftige Entwicklung der Gesellschaft auslösen. Risiken resultieren aus Mode- und Markentrends, die jedoch im Konzern analysiert und in der Sortimentspolitik des Konzerns berücksichtigt werden. Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung sieht die Geschäftsführung insbesondere in der weiteren Akquise von lokalen inländischen Kunden. Eine Ausweitung der Verkaufsflächen und Produktlinien sowie Marketing-Events und der Fokus auf "Uberluxury" sollen auch weiterhin zum Erfolg der Christian Dior GmbH beitragen. Liquiditäts-/Währungs- /Zins- /Einbringlichkeitsrisiken in Bezug auf Forderungen Das Unternehmen steuert das Liquiditätsrisiko durch eine kontinuierliche Überwachung des Umlaufvermögens und insbesondere der Entwicklung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Zudem führen wir ein striktes Kostenmanagement zur Vermeidung unnötiger Ausgaben durch. Insgesamt ist das Liquiditätsrisiko aufgrund der Teilnahme am konzernweiten Cash-Pooling- System der LVMH Finance Belgique, S.A. Brüssel, Belgien (Cash Pool-Führerin), gering, da ein über die Erwirtschaftung eigener positiver Cashflows hinausgehender Liquiditätsbedarf durch die Teilnahme am Cash-Pooling-System des Konzerns gedeckt werden kann. Diese Einschätzung bleibt auch unter Berücksichtigung der weiteren Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf den LVMH-Konzern gültig. Währungs- und Zinsänderungsrisiken sind unwesentlich. Aufgrund des bestehenden Geschäftsmodells und Produktportfolios, der Struktur unserer Kunden und deren zu beobachtender Sensitivität auf Änderungen des allgemeinen Preisniveaus, sind die erwarteten Inflationseinflüsse auf die Umsatzentwicklung als moderat bis geringfügig einzuschätzen. Derivative Finanzinstrumente werden durch unsere Gesellschaft nicht eingesetzt, insofern besteht hier kein Risiko für uns. Da die überwiegende Zahl unserer Verkaufstransaktionen mit elektronischen Zahlungsmitteln oder mittels Barzahlung abgewickelt werden, betrachten wir das Einbringlichkeitsrisiko unserer Forderungen als gering. Zusammenfassung der Risikolage Die Risikosituation der Gesellschaft hat sich gegenüber dem letztjährigen Abschluss nicht wesentlich verändert. Die Risiken stellen, jeweils isoliert als auch konsolidiert betrachtet, aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung des Unternehmens dar. Die aktuelle Situation stellt das grundsätzlich erfolgreiche Geschäftsmodell der Christian Dior GmbH nicht in Frage. Wir sind zuversichtlich, die durch den Krieg in der Ukraine und dessen wirtschaftlichen Folgewirkungen fortbestehenden bzw. neu entstandenen Herausforderungen gut bewältigen zu können. IV. Prognosebericht Die derzeitige Lage der Gesamtwirtschaft ist durch eine Rezession aufgrund von Rohstoffknappheit, steigenden Rohstoff- und Energiepreisen, höherer Inflationsrate sowie dem Ukraine-Krieg geprägt. Aufgrund des Umstandes, dass die Fertigung von DIOR-Produkten im Wesentlichen in Zentral/Mitteleuropa erfolgt und auch nicht der zurzeit knappen Rohstoffressourcen bedarf, sind etwaige negative Einflüsse aus den erstgenannten Faktoren als nicht wesentlich für die zukünftige Geschäftsentwicklung anzusehen. Sofern es zu keiner weiteren Eskalation im Ukraine-Krieg kommt, sind auch die daraus resultierenden mittelbaren Auswirkungen auf unsere Geschäftsprognose als moderat einzustufen. Die nach einem langen Zeitraum erstmals wieder stark erhöhte Inflationsrate hat seit der zweiten Jahreshälfte 2023 eine Zurückhaltung der Kaufbereitschaft zur Folge. Für das Geschäftsjahr 2024 geht die Geschäftsführung von einem niedrigen Umsatzrückgang bei stabilem Ertragsniveau aus. Die Geschäftsführung rechnet mit einem insgesamt positiven Verlauf des Geschäftsjahres 2024 und geht davon aus, die Planziele bzgl. Umsatz- und Ergebniswachstum erreichen zu können. Verantwortlich hierfür sind im Wesentlichen die weitere Durchdringung des lokalen Marktes unterstützt durch PR-Aktivitäten sowie der Ganzjahreseffekt unserer neuen Boutique in Hamburg, die Übernahme der e-commerce Aktivitäten für den deutschen Markt, Maßnahmen zur Anpassung an das gestiegene Inflationsniveau und der Anstieg der Tourismus-Tätigkeiten. Die geplante Übertragung der e-commerce Aktivitäten für den deutschen Markt auf die Gesellschaft wird im Mai 2024 stattfinden.
München, den 31. März 2024 Christian Dior GmbH Charles Delapalme, Geschäftsführer Dominic Backes, Geschäftsführer
Paris, December 4, 2024 Christian Dior Couture S.A. Hien Tran Trung |
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