Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 65925
Eingetragen
23.4.1981
Branche
Erzeugung und erste Bearbeitung von EdelmetallenHerstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen MetallenHerstellung von pulvermetallurgischen Erzeugnissen
Gegenstand
Verarbeitung von Wolfram- und Molybdän-Metallen in Verbindung mit Edelmetallen zu Kontakten, Legierungen, Stäben und artverwandten Erzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gerhard Zollbrecht
seit 16.9.2019
Geschäftsführer
Rico Seidel
seit 16.9.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
70.84%
G****** K***
14.61%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Dachau
12.378.781 €
70.84%
G****** K***
2.551.980 €
14.61%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Louis Renner GmbH

Bergkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

HANDELSBILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 131,00 1.711,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.701.267,76 6.907.472,76
2. technische Anlagen und Maschinen 665.334,00 782.755,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 218.237,00 281.547,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 762.624,38 636.420,67
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.900.000,00 2.900.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.038.391,29 5.233.749,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.084.590,07 2.197.955,29
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.567.747,53 1.498.328,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.125,36 1.192,62
20.939.448,39 20.441.132,21

PASSIVA

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 17.482.740,00 17.482.740,00
II. Gewinnvortrag 1.088.297,47 793.619,12
III. Jahresüberschuss 241.255,10 294.678,35
B. Rückstellungen 1.070.723,95 1.051.527,63
C. Verbindlichkeiten 1.056.431,87 818.567,11
20.939.448,39 20.441.132,21

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäftstätigkeit, Konjunkturelle Entwicklung, Geschäftsverlauf

Die Louis Renner GmbH ist auf dem Gebiet der Pulvermetallurgie tätig und verarbeitet Wolfram und Molybdän in Verbindung mit Edelmetallen zu elektrischen Kontaktwerkstoffen, Stäben und Halbzeugen.

Die Gesellschaft stellt schwerpunktmäßig hochwertige Spezialprodukte für die Elektroindustrie her, die im Bereich der Stromerzeugung und Verteilung verwendet werden.

Die wichtigsten Ausgangswerkstoffe Wolfram, Kupfer und Silber werden in Pulverform eingekauft und durch Sintern oder Schmelzen zu Metallen bzw. Verbundmetallen verarbeitet.

Die Louis Renner GmbH versteht sich in der Hauptsache als Zulieferbetrieb der Elektroindustrie. Das Hauptvolumen der gefertigten Produkte mit ca. 80% sind Kontaktwerkstoffe.

In den letzten Jahren setzte die Louis Renner GmbH einen deutlichen Schwerpunkt auf die Vakuumproduktion und baut diese kontinuierlich aus.

Gesamtwirtschaftliche Situation

Nach einem kräftigen Start in das Jahr 2023 verlangsamte sich die Weltkonjunktur über den Sommer deutlich und wuchs im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 3,1 %.

Dies resultierte im Wesentlichen aus einer schwachen Industrieproduktion und den in den meisten Weltregionen stark gestiegenen Zinsen. Gleichzeitig gibt es deutliche regionale Unterschiede. Während die USA ein kräftiges Wachstum der Wirtschaftsleistung verzeichneten, war die Konjunktur in Europa schwach und die Dynamik der chinesischen Wirtschaft blieb, nicht zuletzt aufgrund der anhaltenden Probleme im Immobiliensektor, gebremst.

Die Inflation ist in den meisten Volkwirtschaften bereits deutlich zurückgegangen. Hieran hatte die Entwicklung der Energiepreise einen wesentlichen Anteil, aber auch die Kerninflation ist inzwischen vielerorts gesunken.

Nicht zuletzt trugen die Auswirkungen geopolitischer Konflikte zu einer anhaltenden Unsicherheit bei, der die Entwicklung der Weltwirtschaft ausgesetzt ist.

Das Wirtschaftswachstum in Europa stagnierte und betrug im Jahr 2023 lediglich 0,4 %, wobei wiederum die Wachstumsraten in den Mitgliedsstaaten zum Teil deutlich auseinander fielen.

Deutsche Wirtschaft

Deutschland leidet als Exportnation stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem hatte die Industrie mit hohen Energiepreisen zu kämpfen. Beide Faktoren führten dazu, dass Deutschland im Jahr 2023 in eine Rezession rutschte und das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% zurückging.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Wie bereits in den Vorjahren verlief auch im Jahr 2022 die wirtschaftliche Entwicklung in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen recht unterschiedlich. Positive Impulse kamen vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken erneut Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungs-bedingungen bemerkbar.

Die meisten Dienstleistungsbereich konnten hingegen ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahr erneut ausweiten und stützten dadurch die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus, als in den beiden Vorjahren.

Die privaten Konsumausgaben nahmen im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8% im Vergleich zum Vorjahr ab, was vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen war.

Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben. Der Rückgang betrug 1,7 %.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage machten sich auch im Außenhandel bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe mit 3 % jedoch kräftiger als die Exporte mit 1,8 % , so dass sich preisbereinigt ein positiver Außenbeitrag ergab, der das Bruttoinlandsprodukt stützte.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigte sich jedoch weiterhin robust. Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich um 0,7 % und erreichte einen Jahresdurchschnitt von 45,9 Millionen und war damit so hoch wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu, wobei der Beschäftigungsaufbau fast ausschließlich im Dienstleistungsbereich stattfand.

Branchenentwicklung

Die deutsche Elektroindustrie ist die zweitgrößte Industriebranche in Deutschland, die etwa ein Zehntel der deutschen Industrieproduktion und ca. 2,5 % des Bruttoinlandsproduktes ausmacht. Dabei wird gut ein Fünftel der Erlöse mit neuen Produkten erzielt.

Mit 42 % erreicht die deutsche Elektroindustrie die höchste Wertschöpfungs-quote aller großen Industriebranchen in Deutschland und 44 % der gesamten Elektro-Wertschöpfung in der Europäischen Union.

Gemäß den vom ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie e.V.) veröffentlichten Zahlen erzielte die Branche im Jahr 2023 einen Umsatz von rund 238,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 224,5 Mrd. Euro).

Die Investitionen stiegen im Jahr 2023 so stark an, wie seit Jahren nicht und lagen mit 9,0 Mrd. Euro um 24,5 % über dem Vorjahr.

Geschäftsverlauf

Auch im Jahr 2023 blieb die inländische Nachfrage stabil. Die Umsätze mit EU-Ländern waren wiederum rückläufig. Die Umsätze mit Drittländern reduzierten sich im Jahr 2023 ebenfalls nachdem diese in den Vorjahren erhöht werden konnten.

Im März 2023 fiel leider vollkommen unerwartet ein Lieferant für die Bearbeitung von Produkten im Hochspannungsbereich aus, weshalb eine Umstellung der Produktion in diesem Bereich vorgenommen werden musste, was zu deutlich verlängerten Lieferzeiten für diese Produkte führte und somit auch deutlich zeitversetzten Umsatzzahlen. Diese Umstellung konnte im September 2023 abgeschlossen werden.

Aufgrund dieser Lieferverzögerungen reduzierte sich der Umsatz im Jahr 2023, obwohl der Auftragseingang in etwa dem des Vorjahres entsprach.

Das Ergebnis vor Steuern ging mit TEUR 337 (Vorjahr TEUR 398) leicht zurück.

Unser Investitionsaufwand in Forschung, Entwicklung und Modernisierung der Produktion blieb auch in 2023 weiterhin auf hohem Niveau. Die Investitionsvorhaben für das Jahr 2023 wurden planmäßig durchgeführt. Im Jahr 2023 konzentrierten sich die Investitionen weiterhin hauptsächlich auf die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf dem Gebiet neuer Werkstoffe, wobei wir uns vor allem weiter auf die Entwicklung neuer Silberwerkstoffe, die abbrandfester sind und bessere physikalische Eigenschaften besitzen, konzentriert haben. Des Weiteren wurden Forschungstätigkeiten auf dem Gebiet des Erodierens durchgeführt, um zukünftig neue Geschäftsfelder erschließen zu können. Ferner erfolgten die Modernisierung der Produktion durch die Veräußerung alter und die Anschaffung neuer Maschinen sowie weitere Investitionen in den neuen Fabrikstandort Bergkirchen.

Insbesondere vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung, der gestiegenen Energiepreise, der Inflation und dem vorherrschenden Fachkräftemangel sind wir mit der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 zufrieden.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 20.441 auf TEUR 20.939. Dies entspricht einer Erhöhung von TEUR 413 bzw. 2,44 %.

Im Jahr 2023 gingen die Investitionen in das Anlagevermögen geringfügig zurück. Es ergab sich für das Geschäftsjahr, dass die Investitionen die planmäßigen Abschreibungen und die Anlagenabgänge nicht vollständig deckten. Die Werte des Anlagevermögens reduzierten sich um TEUR 262,3.

Der Wert der Vorräte reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen um TEUR 36 auf TEUR 2.365 (Vorjahr TEUR 2.401). Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe reduzierte sich ebenfalls um TEUR 159 auf TEUR 2.673 (Vorjahr: TEUR 2.832).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um TEUR 113 auf TEUR 2.085 (Vorjahr: TEUR 2.198), wogegen sich die liquiden Mittel um TEUR 1.070 auf TEUR 2.568 (Vorjahr: TEUR 1.498) erhöhten.

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr auf insgesamt TEUR 18.812 (Vorjahr: TEUR 18.571) erhöht. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig auf 89,8 % (Vorjahr: 90,9 %).

Der Verschuldungsgrad, das Verhältnis Fremd- zu Eigenkapital, per 31.12.2023 blieb auch weiterhin auf einem niedrigen Niveau von 11,3 % (Vorjahr 10,1 %).

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 238 auf TEUR 1.056 (Vorjahr: TEUR 819).

Ertragslage

Der Umsatz reduzierte sich im abgelaufenen Berichtsjahr um rd. 4,45 %, von TEUR 11.926 im Vorjahr auf TEUR 11.396.

Trotz der Preissteigerungen, die nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden konnte, erhöhte sich das Rohergebnis der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr um rd. 4,0 % von TEUR 5.946 auf TEUR 5.716.

Die Personalkosten erhöhten sich auf TEUR 3.069 (Vorjahr: TEUR 3.030). Die Abschreibungen reduzierten sich auf TEUR 432 (Vorjahr: TEUR 481). Die sonstigen Aufwendungen stiegen trotz unserer Bemühungen die betrieblichen Kosten zu reduzieren auf TEUR 2.086 (Vorjahr: TEUR 1.777).

Trotz des gestiegenen Rohgewinns reduzierte sich aufgrund der gestiegenen Personalkosten und der sonstigen Aufwendungen das Betriebsergebnis (EBIT) auf TEUR 359 (Vorjahr: TEUR 428).

Finanzlage

Der Cashflow des Geschäftsjahres war mit 1.069 TEUR positiv. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein positiver Cashflow in Höhe von 835 TEUR erwirtschaftet. Für Investitionen wurden 164 TEUR verausgabt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war aufgrund der Darlehensaufnahme mit 398 TEUR positiv.

Auch im Jahr 2023 gab es keine Schwierigkeiten im Cashflow der Gesellschaft, so dass sämtliche Zahlungsverpflichtungen fristgerecht erfüllt werden konnten.

Die zusätzlich bei Banken bestehenden Kontokorrentrahmen sind in Bezug auf die Gesamtausstattung mit derzeit frei verfügbaren liquiden Mitteln unwesentlich.

Das ausdrückliche Ziel des Managements die Ertrags- und Finanzlage sowie die Kostensituation im Vergleich zum Vorjahr stabil zu halten, wurde nicht vollständig erreicht. Die Auftragslage ist jedoch weiterhin stabil.

Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als stabil ein und sind bemüht, das Betriebsergebnis im Jahr 2024 insbesondere unter Berücksichtigung der aktuellen Energiekrise und des erheblichen Fachkräftemangels wieder leicht zu steigern.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Skontoabzüge zu realisieren. Forderungen werden in der Regel ebenfalls innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Da es sich bei rd. 80 % der Kunden der Gesellschaft um Großkonzerne handelt, bestehen kaum Ausfallrisiken.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager abgedeckt.

Chancen und Risikobericht

Risiken

Die Globalisierung, von der selbstverständlich auch unsere Absatzmärkte betroffen sind, verlangt eine immer größere Flexibilität und Nähe zum Kunden. Just-in-Time-Bestellungen sind immer häufiger zu verzeichnen.

Die Elektroindustrie und insbesondere die multinationalen Energieversorger und Energieverteiler sind stark in den internationalen Wettbewerb eingebunden. Demzufolge wird sich, wie bereits die Erfahrungen der letzten Jahre zeigten, zukünftig der Druck auf Herstellungskosten und fortschrittliche Lösungen im technischen Bereich vergrößern. Im FuE-Bereich sowie auf Ebene der Fertigung wird deshalb der Investitionsbedarf weiter ansteigen. Auch mittelständische Firmen werden dem Trend der Großen folgen müssen und gezwungen sein, eine Auslagerung der Produktion ins kostengünstigere Ausland ins Auge zu fassen, insbesondere auf dem Gebiet des Billigsegments. Besonders in diesem Bereich verzeichnen wir in den letzten Jahren einen zunehmenden Kostendruck auch durch Konkurrenzunternehmen im EU-Ausland.

Erhebliche Preisanstiege bei den von uns verwendeten Rohstoffen durch Nachfrage und Angebotsverknappung führen zusätzlich zu einem erhöhten Kostendruck, dem unsererseits bereits seit einigen Jahren versucht wird, durch entsprechende Vertragsgestaltung zu begegnen.

Der in den letzten Jahren deutlich zurückgegangene Absatz im Hochspannungsbereich, der durch die Energiewende ausgelöst wurde, konnte bisher nicht in vollem Umfang durch Umsatzsteigerungen im Mittel- und Niedrigspannungsbereich kompensiert werden. Die weitestgehend vollständige Einstellung von Aufträgen im Kraftwerksbau bei unseren Kunden, schlägt sich daher bei uns als Zulieferbetrieb ebenso nieder. Im Hochspannungsbereich ging der Umsatz nochmals leicht auf rd. 9,3 % des Gesamtumsatzes zurück, dies war jedoch hauptsächlich auf den unerwarteten Lieferantenausfall im März 2023 und die damit verbundenen Umsatzverzögerungen zurückzuführen. Diese konnten zum Jahresende hin behoben werden, so dass der Umsatz in diesem Bereich im 4. Quartal 2023 wieder anstieg und sich für diesen Zeitraum auf das Vorjahresniveau stabilisierte. Dem Absatzrückgang im Hochspannungsbereich versuchen wir durch Verbesserung und Intensivierung der bestehenden Kundenbeziehungen im Mittelspannungsbereich und im Bereich der Halbzeuge zu entgegnen. Dieser Bereich beträgt ca. 67 % des Gesamtumsatzes. Aufgrund von äußerst ungünstigen Wechselkursen für einige größere ausländische Kunden konnte im Bereich der Vakuumproduktion das Wachstum der letzten Jahre leider nicht fortgesetzt werden. Diese Umsätze gingen im Jahr 2023 leicht zurück.

Durch die aktuell noch immer anhaltende positive Entwicklung des Arbeitsmarktes in Deutschland, besteht das Risiko der Abwanderung von qualifizierten Mitarbeitern bzw. den benötigten Personalbedarf für das weitere angestrebte Wachstum nicht decken zu können. Wir versuchen diesem Risiko durch eine angemessene Bezahlung und den Auftrag an die Führungskräfte zu begegnen, die Rahmenbedingungen für ein angenehmes und offenes Arbeitsklima aufrecht zu erhalten. Um dem zukünftig prognostizierten Fachkräftemangel in Deutschland entgegen zu wirken, haben wir auch im Berichtsjahr wieder Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt und Ausbildungsverträge zur Erlangung verschiedener Facharbeiterabschlüsse geschlossen. Wir müssen jedoch feststellen, dass es immer schwieriger wird, den Fachkräftebedarf zu decken und sehen diesbezüglich ein erhebliches Problem in der Zukunft.

Der Auftragseingang blieb im Jahr 2023 stabil, weshalb wir die Risiken für die vorhersehbare Zukunft der Gesellschaft als beherrschbar einstufen. Möglichen Risiken versuchen wir frühzeitig entgegen zu wirken. Weitere Risiken, die entweder bestandsgefährdend sind, oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage für die künftige Entwicklung der Firma haben, sehen wir aus heutiger Sicht nicht.

Chancen

Im globalen Branchenvergleich sehen wir, dass sich unser Unternehmen weiterhin mit an der Spitze des technischen Fortschritts bewegt.

Die Dezentralisierung der Energieversorgung im Zuge eines Energiemixes verlangt eine Netztechnik, welche die einzelnen Stromerzeuger zusammenführt. Hierzu sind Mittelspannungs- und Niederspannungsanlagen, die notwendigen Verteiler, aber auch die Betriebsmittel für Schaltanlagen wie Transformatoren, Kondensatoren, etc. notwendig. Der Ausbau der Transportkapazität über weite nationale und internationale Strecken verlangt Anlagen für die Hochspannungs- und Gleichstromübertragung. Wir können uns diesbezüglich hinsichtlich unserer Serviceleistungen und der Möglichkeit der Betreuung von Kleinstfirmen von unserer Konkurrenz abheben und somit unseren Kundenkreis stabil halten und erweitern.

Den dauerhaften Erfolg unseres Unternehmens suchen wir in dem Bestreben, qualitativ besonders hochwertige Produkte für einen ausgewählten Kundenkreis zu produzieren. Zur Qualitätssicherung wurde die Firma von einem unabhängigen Institut zertifiziert und sichert seinen weltbekannten Qualitätsstandard erfolgreich unter Berücksichtigung der maßgeblichen Zertifizierungsrichtlinien. Die Maxima unserer Entwicklungstätigkeiten liegen in dem Bestreben, dem Kunden Lösungen anzubieten, die ihm optimalen Nutzen bringen.

Zusammenfassend würden wir konstatieren, dass die Elektrizitätserzeugungs- und -verteilungsindustrie zwar vor einem hohen Investitionsbedarf steht, wir aber gute Entwicklungschancen sehen, insbesondere auch aufgrund der von uns seit Jahren durchgeführten Forschungsarbeiten zu neuen Werkstoffen und Produktionsverfahren.

Um unsere Produktpalette ständig zu verbessern, zu erweitern und zu modernisieren, betreiben wir einen hohen Investitionsaufwand in unsere Forschung. Unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung ist mit Ingenieuren und hochqualifiziertem Fachpersonal besetzt, die über Jahrzehnte erworbene Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Schalttechnik besitzen. Als Ergebnis der Forschungstätigkeit sind bereits einige interessante Patente erteilt worden. Ferner arbeiten wir im Bereich der Werkstoffforschung mit externen Forschungseinrichtungen, wie z.B. dem Forschungsinstitut der Universität München in Garching, zusammen.

Daneben erneuern und modernisieren wir regelmäßig unseren Maschinenpark, um im internationalen Wettbewerb hochwertige Spezialprodukte zu vernünftigen Preisen anbieten zu können. Wir sehen uns auch in Zukunft diesen Aufgaben gewachsen und sehen durchaus Wachstumschancen in den für uns wichtigen Märkten.

Prognosebericht

Es ist uns gelungen, das Unternehmensergebnis während der letzten Jahre, die von der Corona-Krise, dem Ukraine-Krieg und steigender Inflation geprägt waren, stabil zu halten. Auch konnten wir neue Kunden im Ausland gewinnen, die an unseren Spezialprodukten für die Elektroindustrie im Rahmen der Stromerzeugung und -verteilung interessiert sind und versuchen diese ausländischen Märkte weiter auszubauen.

Nachdem zum Jahresanfang 2024 der Auftragseingang recht verhalten war, da einige unserer größeren Kunden aus Kapitalbindungsgründen Lagerbestände abbauten, konnte zur Jahresmitte wieder ein Anstieg des Auftragsvolumens verzeichnet werden, so dass aktuell das durchschnittliche Niveau des Vorjahres erreicht werden konnte.

Unter Berücksichtigung auch bisher nicht kalkulierbarer Ereignisse sind wir der Überzeugung, dass sich die Ertragslage der Louis Renner GmbH in den nächsten Jahren weiterhin stabil zeigen wird. Bei einer Eigenkapitalquote von rd. 90 % schauen wir weiterhin von einem sicheren finanziellen Polster aus positiv in die Zukunft.

 

Bergkirchen, 03.12.2024

Rico Seidel, Geschäftsführer

Gerhard Zollbrecht, Geschäftsführer

Anhang zum Jahresabschluss zum 31.12.2023

der Firma LOUIS RENNER GMBH, Bergkirchen

Die Firma Louis Renner GmbH, Bergkirchen, ist beim Amtsgericht München unter der Register-Nr. HRB 65925 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften i.S. § 267 Abs. 2 HGB erstellt; ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gibt das tatsächliche Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wieder (§ 264 Abs. 2 HGB).

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgten nach den §§ 266 und 275 HGB. Die Vergleichbarkeit der Zahlen des Berichtsjahres mit dem Vorjahr ist gewährleistet.

Vom Gesetz geforderte Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, wurden weitestgehend in den Anhang aufgenommen und werden nachfolgend erläutert. Von den Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Die Form des Jahresabschlusses ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind mit denen des Vorjahres vergleichbar. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer (zwischen 3 und 20 Jahren) linear abgeschrieben.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig nach § 253 Abs. 3 HGB über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linearer abgeschrieben.

Der Ansatz zu Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzel- und Gemeinkosten im Sinne von § 255 Abs. 2 HGB.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungswerten angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt mit durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar ist.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des fertigungsbedingten Werteverzehrs des Anlagevermögens.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich einzeln bewertet und zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie umfassen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden und Risiken, die das Geschäftsjahr betreffen.

Die Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen werden unter Zugrundelegung des bisherigen beziehungsweise des geschätzten Schadensverlaufs bei den ausgelieferten Erzeugnissen gebildet.

Pensionsrückstellungen werden für die Versorgungsansprüche einzelner Mitarbeiter und Pensionäre nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PuC) auf der Grundlage verbindlicher Zusagen zum Bilanzstichtag gebildet. Der Barwert wird mit einem Rechnungszins von 1,82 % und einer Rentendynamik von 1,75 % ermittelt. Für die biometrischen Wahrscheinlichkeiten wurden die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Die Verbindlichkeiten wurden ebenfalls einzeln bewertet. Der Ansatz erfolgte mit ihrem Erfüllungsbetrag. Erhaltene Anzahlungen wurden zum Nominalbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz:

Anlagevermögen:

Der Bestandsnachweis für das Anlagevermögen erfolgte durch ein Inventarverzeichnis, aus dem neben dem Anschaffungsdatum und den Anschaffungskosten auch die Abschreibungen, die jeweiligen Restbuchwerte sowie die Zu- und Abgänge des Wirtschaftsjahres ersichtlich sind. Eine Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist diesem Anhang als Anlage beigefügt.

Im Anlagevermögen ist die 100%-ige Beteiligung an der Firma Electrometalurgie S.R.L., Medias, Rumänien, mit einem Eigenkapital von RON 24.518.575 (€ 5.435.645) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft einen Verlust in Höhe von RON 864.535 (€ 191.663).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr bestehen nicht.

Rückstellungen:

Pensionsrückstellungen müssen laut einer Gesetzesänderung, die am 16. März 2016 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde, mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst werden.

Es besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren (1,82 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren (1,74 %). Der Unterschiedsbetrag beträgt zum 31.12.2023 € 6.444,-- und ermittelt sich wie folgt:

Zins
Rückstellung 7-Jahres Durchschnittszins 1,74% 752.534
Rückstellung 10-Jahres Durchschnittszins 1,82% 746.090
Ausschüttungssperre 6.444

Verbindlichkeiten:

Die Verbindlichkeiten enthalten:

bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 101.918,97 € 296.078,65 €
Erhaltene Anzahlungen 50.047,96 € 0,00 €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen/Leistungen 387.714,10 € 0,00 €
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 55.298,98 € 0,00 €
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 49.372,06 € 0,00 €
Steuerverbindlichkeiten 19.982,78 € 0,00 €
sonstige Verbindlichkeiten 96.018,37 € 0,00 €
- davon aus Steuern: € 19.982,78 (VJ: € 19.466,59)
- davon im Rahmen sozialer Sicherheit: € 511,52 (VJ: € 239,76)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch die Sicherungsübereignung einer Quintus Presse.

Sonstige Angaben:

Arbeitnehmer:

Im Berichtsjahr betrug die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl insgesamt 67 (Vj. 71) und verteilte sich wie folgt:

Geschäftsführer 2
Angestellte 18
Arbeiter 47
67

sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Zum 31.12.2023 bestanden die folgenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

aus Mietverträgen 254.757,-- €

Geschäftsführung:

Die Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgte im Berichtsjahr durch Herrn Rico Seidel (Kaufmann), und Herr Gerhard Zollbrecht (Ingenieur).

Die Geschäftsführer vertraten die Gesellschaft einzeln. Es gelten jedoch die Beschränkungen des § 181 BGB.

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

Aufsichtsrat:

Mitglieder des Aufsichtsrates sind:

Herr Alexander Forssman, Rechtsanwalt Gesellschaftsrecht (Vorsitzender)

Frau Claudia Pfeiffer, Steuerberaterin (stellvertretende Vorsitzende)

Herr Dr. Udo Siefken, Ingenieur

Herr Gerd Renner, Ingenieur (seit 04.10.2023)

Für das laufende Geschäftsjahr erhielt der Aufsichtsrat eine Vergütung in Höhe von insgesamt 9.200 €.

Ergebnisverwendung:

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag:

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ereignet.

Feststellung

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde am 23.01.2025 festgestellt.

 

Louis Renner GmbH

Rico Seidel, Geschäftsführer

Gerhard Zollbrecht, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens der Louis Renner GmbH 01.01.-31.12.2023

Bezeichnung Entwicklung der Stand 01.01.2023 Zugang/Abgang (-)
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnlich Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten AK/HK 156.037,03
Normal-Afa 154.326,03 1.580,00
Buchwerte 1.711,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken AK/HK 9.609.534,51
Normal-Afa 2.702.061,75 206.205,00
Buchwerte 6.907.472,76
Technische Anlagen und Maschinen AK/HK 12.369.972,23 26.080,51
Zugang BP 40.583,00
-9.451,23
Normal-Afa 11.587.217,23 148.711,84
Zugang BP 35.372,67
-9.451,23
Buchwerte 782.755,00 26.080,51
Zugang BP 5.210,33
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung AK/HK 1.986.524,77 12.154,84
Normal-Afa 1.704.977,77 75.464,84
Buchwerte 281.547,00 12.154,84
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau AK/HK 636.420,67 126.203,71
Normal-Afa 0,00
Buchwerte 636.420,67 126.203,71
Beteiligungen AK/HK 2.900.000,00
Normal-Afa 0,00
Buchwerte 2.900.000,00
Summe AK/HK 27.658.489,21 164.439,06
Zugang BP 40.583,00
-9.451,23
Normal-Afa 16.148.582,78 431.961,68
Zugang BP 35.372,67
-9.451,23
Buchwerte 11.509.906,43 164.439,06
Zugang BP 5.210,33
Bezeichnung Umbuchung Abschreibung/Zuschreibung Stand 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnlich Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 156.037,03
155.906,03
1.580,00 131,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.609.534,51
2.908.266,75
206.205,00 6.701.267,76
Technische Anlagen und Maschinen 12.427.184,51
11.761.850,51
148.711,84 665.334,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.998.679,61
1.780.442,61
75.464,84 218.237,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 762.624,38
0,00
762.624,38
Beteiligungen 2.900.000,00
0,00
2.900.000,00
Summe 27.854.060,04
16.606.465,90
431.961,68 11.247.594,14

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Louis Renner GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Louis Renner GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Louis Renner GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 12.12.2024

Streit & Albert PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Marcus Streit, Wirtschaftsprüfer

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Louis Renner GmbH

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Rohergebnis 5.946.845,39 5.715.589,06
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.536.169,45 2.468.110,89
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 533.093,50 561.473,19
- davon für Altersversorgung € -29.829,25 (VJ: € -14.237,27)
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes 431.961,68 480.560,95
4. sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon aus Währungsumrechnungen € 0,00 (VJ: € 143,44) 2.085.805,70 1.777.211,42
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.197,64 4.926,78
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27.058,89 20.126,99
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen € 13.664,00 (VJ: € 14.478,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 95.851,45 103.506,79
8. Ergebnis nach Steuern 256.102,36 309.525,61
9. sonstige Steuern 14.847,26 14.847,26
10. Jahresüberschuss 241.255,10 294.678,35

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