Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 60836
Vorher
ESRI Geoinformatik GmbHESRI Deutschland GmbHESRI Deutschland Group GmbH
Eingetragen
6.8.1998
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Vertrieb, Wartung, Einführung, Schulung und Betreuung von Computersoftware, insbesondere Programme und Technologien der Environmental Systems Research Institute, Inc. („ESRI Inc.“), die Herstellung von branchenspezifischen Lösungen für den Anwendungsbereich geographischer Informationssysteme. Gegenstand des Unternehmens ist ferner die Konzeption und Durchführung von Projekten zu Fragen der Informationsbeschaffung, Informationsumwandlung und Informationsauswertung auf der Grundlage Geographischer Informationssysteme.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Marko Prisky
seit 29.12.2022
Prokura
Katrin Müller-Lühr
seit 29.12.2022
Prokura
Bernd Weißner
seit 29.12.2022
Prokura
Geschäftsführer

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ESRI Deutschland GmbH

Kranzberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024

1 Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Das Unternehmen

Die Esri Deutschland GmbH mit Sitz in Kranzberg bei München wurde 1979 gegründet und ist der älteste internationale Distributor der Esri Inc., Redlands/USA. Sie konzentriert sich auf die Gebiete Deutschland, Schweiz und Liechtenstein. In Deutschland bestehen acht Standorte.

Esri steht für Environmental System Research Institute. Esri Inc. ist einer der Pioniere auf dem Gebiet geographischer Informationssysteme (GIS), Location Intelligence und digitalen kartenbasierten Lösungen. Dabei geht es um IT-basierte Anwendungen auf dem Gebiet der Geographie. Inzwischen gehen die Anwendungsgebiete aber über ihren Ursprung, die Geographie, weit hinaus. Historisch bedingt wurden geographische Informationssysteme in ihrer Anfangszeit in vielen Bereichen der öffentlichen Hand eingesetzt. Beispiele sind die Forstämter, Katasterämter, Vermessungsämter, Militär, Katastrophenschutz, Stadtplanung, Straßenbau und -verwaltung sowie vor der Privatisierung die kommunalen Ver- und Entsorgungsunternehmen. Aber mittlerweile haben auch die Unternehmen der Privatwirtschaft den Nutzen geographischer Informationssysteme erkannt und setzen verstärkt darauf. GIS kommt heute in allen Bereichen zum Einsatz, beispielsweise in der Versicherungswirtschaft, bei Telekommunikationsanbietern, in der produzierenden Industrie, im Ingenieurwesen und im Handel, um nur einige zu nennen.

Zentrales Produkt von Esri Inc. ist die ArcGIS Plattform. Die ArcGIS Plattform bietet vielfältige Möglichkeiten, geografische Daten für die Erarbeitung von Lösungen oder zur Entscheidungsfindung zu nutzen - für verschiedenste Branchen und Organisationen aller Größenordnungen. Mit ArcGIS kann man Karten entdecken, verwenden, erstellen und teilen - mit jedem Gerät, an jedem Ort, zu jeder Zeit. ArcGIS ist die Grundlage für eine optimale Entscheidungsfindung und Effizienz. Fast jede Fragestellung weist geografische Aspekte auf, zu deren Verarbeitung oder Analyse ArcGIS die beste Lösung ist.

Weitere Informationen zur Esri Deutschland GmbH und zu unseren Produkten findet man unter www.esri.de.

1.2 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung *

In der ersten Hälfte unseres Geschäftsjahres 2023/2024 vom 1. Juli bis 31. Dezember 2023 hat sich die weltweite Industriekonjunktur, die sich infolge der erhöhten Unsicherheit durch geopolitische Konflikte, der nachwirkenden Zinserhöhungen und der auslaufenden pandemiebedingten Stützungsmaßnahmen im vergangenen Jahr schwach entwickelte, etwas stabilisiert. Allerdings signalisieren die Einkaufsmanagerindizes vielerorts noch keine nachhaltige konjunkturelle Belebung.

In der zweiten Hälfte unseres Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 30. Juni 2024 war die Weltwirtschaft weiterhin von den geopolitischen Unwägbarkeiten geprägt. Der Welthandel hat sich relativ stabil gezeigt und lag über dem Vorjahr. Die Weltproduktion zeigte im Frühjahr 2024 eine leichte Aufwärtsdynamik, ging aber zuletzt wieder zurück.

1.3 Entwicklung in Deutschland *

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 durch die hohe Inflation und damit hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen geprägt. Hierdurch wurde die Konjunktur erheblich gedämpft. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken, nachdem im Jahr 2022 noch ein Wachstum von 1,8 % zu verzeichnen war. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheiten infolge der geopolitischen Konflikte, zurückgegangen. Die staatlichen Konsumausgaben waren gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Darin spiegelt sich die Normalisierung der Staatsausgaben nach der deutlichen Ausweitung während der Corona-Pandemie wider.

In der zweiten Hälfte unseres Geschäftsjahres befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer Stagnation. Die Industrieproduktion ist vor allem infolge der anhaltend rückläufigen Auslandsnachfrage und sinkender Auftragsbestände weiterhin in einem Abschwung. Zudem tendierten zuletzt auch wichtige Dienstleistungsbereiche wie Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie sonstige Dienstleister schwächer. Trotz der rückläufigen Inflation und der deutlich gestiegenen Kaufkraft im Zuge der höheren Reallöhne hat sich die Stimmung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern eingetrübt. Aktuelle Stimmungs- und Frühindikatoren deuten keine kurzfristige konjunkturelle Erholung an und es dürfte wohl erst gegen Jahresende positive Tendenzen geben.

* Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Pressemitteilungen zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland

1.4 Der Markt für Geoinformationssysteme

Geoinformation wird immer populärer und hat den Consumer-Markt erobert, zunächst mit Car Navigation, dann mit kostenlosen Kartendiensten im Web und schließlich mit einer stetig wachsenden Anzahl von Apps für mobile Endgeräte, die in irgendeiner Weise Standortinformationen oder andere Geodaten nutzen. Der klassische Markt für Geoinformation, der lange Zeit ein reiner B2B-Markt war, profitiert davon stark, da das Interesse an Geoinformation bei vielen Anwendern geweckt wurde, die früher ganz ohne Karten gearbeitet haben.

Lange Zeit war die Verfügbarkeit von Geodaten der limitierende Faktor für die Marktentwicklung. Heute sind Geodaten in vielfältigsten Ausprägungen und hoher Detaillierung sowie Aktualität verfügbar, als Teil kommerzieller (oft werbefinanzierter) Angebote, als Ergebnis von OpenData-Aktivitäten oder als sogenannter "User generated Content" wie beispielsweise OpenStreetMap. Allerdings gibt es gerade bei der Verfügbarkeit amtlicher Daten weiterhin einige Hemmnisse, die zum Teil der föderalen Struktur des deutschen Vermessungswesens geschuldet sind.

Cloud-Computing, mobile Endgeräte und die "Appifizierung" von Software aber auch der allgemeine Trend zu Digitalisierung sowie die starke Ausbreitung des "Internet der Dinge" (IoT) und die Verbreitung von Digitalen Zwillingen führen zu völlig neuen IT-Architekturen und Geschäftsmodellen. Das klassische Geschäft des Verkaufs von Software und Wartung wird zunehmend durch verbrauchsabhängige und personenbezogene Nutzungsmodelle (Subscriptions und Named User) verdrängt.

Dieser Umbruch bietet für die Esri Deutschland GmbH die große Chance, neue Kunden und neue Anwendungsbereiche zu erschließen, birgt aber auch Risiken.

1.5 Derivative Finanzinstrumente

Der überwiegende Teil des Materialeinkaufs der Esri Deutschland GmbH erfolgt über die Esri Inc., Redlands/USA, und wird in US-Dollar abgewickelt. Um das Risiko von Kursschwankungen mit negativen Folgen auf das laufende Ergebnis zu minimieren, werden zur Absicherung des US-Dollarkurses derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Ziel der Absicherungsgeschäfte ist es, den im Rahmen der jeweiligen Jahresplanung verwendeten US-Dollarkurs zu übertreffen und in einem definierten Umfang den Jahresbedarf abzudecken. Zum Einsatz kommen Optionen, Devisentermingeschäfte und Forwards. Diese unterliegen ebenfalls der aktuellen Kursentwicklung des US-Dollars zum Euro und können somit zum vereinbarten Termin unterhalb des aktuellen Kurses liegen, tragen dann aber immer noch dazu bei, den bei der Planung verwendeten Kurs zu übersteigen und entsprechende Kursgewinne zu generieren.

Zum Bilanzstichtag bestehen Finanzinstrumente mit einem Gesamtwert von TUSD 96.733, deren längste Laufzeit bis Mai 2027 reicht. Hiervon sind TEUR 21.233 nicht vorzeitig durch die Banken kündbar.

1.6 Corporate Social Responsibility

Der primäre Antrieb zur Gründung von Esri in den 1960er Jahren (als ESRI - "Environmental Systems Research Institute") in den USA war die Erkenntnis, dass die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft im Einklang mit dem Schutz unserer Umwelt erfolgen muss, um negative Auswirkungen dieser Entwicklung auf unsere Lebensgrundlagen zu vermeiden. Dazu ist es erforderlich, unsere komplexen Umweltsysteme zu erfassen, zu analysieren und zu verstehen. Dies kann nur mit modernen technologischen Fähigkeiten (Computer, Fernerkundung, Künstliche Intelligenz) auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden gelingen. Trotz gesellschaftlichen und technologischen Wandels sind Antrieb, Anspruch und damit die Strategie von Esri (auch in Deutschland) dieselben wie zu Beginn: die Entwicklung einer Technologie, um bessere Entscheidungen zu treffen und so nachhaltigen Wohlstand zu schaffen sowie gleichzeitig zum Schutz unserer Umwelt für zukünftige Generationen beizutragen. Mit unserer Technologie (ArcGIS) können Auswirkungen auf unsere Umwelt visualisiert, analysiert und prognostiziert werden sowie zu einer datenbasierten Entscheidungsfindung und Maßnahmenplanung beitragen. Einige wichtige Handlungsfelder im Bereich Nachhaltigkeit, die mittels ArcGIS bearbeitet werden können, sind Klimarisikoanalysen, Umweltmonitoring, die Optimierung des Ressourceneinsatzes, die Stärkung der Resilienz, Katastrophenschutz sowie die Information und Beteiligung von relevanten Stakeholdern.

Um als Unternehmen am Markt erfolgreich zu sein und diesen Erfolg auch langfristig sicherzustellen, bauen wir auf eine Ausgewogenheit zwischen wirtschaftlichem Erfolg, ökologischer Tragfähigkeit und sozialer Gerechtigkeit. Diesen Grundsatz haben wir im Rahmen unseres Strategieprozesses weiterentwickelt und in unserer Unternehmensstrategie verankert. Dabei haben wir folgende wesentliche Handlungsfelder hin zu mehr Nachhaltigkeit identifiziert:

Handlungsfeld Ökonomie

- Um unseren wirtschaftlichen Erfolg sicherzustellen und Wachstum zu generieren, setzen wir auf eine langfristige Bindung und den Ausbau unserer Kundenbeziehungen. Mithilfe hochwertiger Serviceleistungen sowie leistungsstarker, moderner Technologie tragen wir zur Zufriedenheit unserer Kunden bei. Als gesundes und prosperierendes Unternehmen leisten wir einen wesentlichen Beitrag zum Wirtschaftswachstum und schaffen Arbeitsplätze.

- Durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Optimierung unserer internen Prozesse entlang unserer Wertschöpfungskette gewährleisten wir die Wirtschaftlichkeit unseres Geschäftsbetriebs.

Handlungsfeld Ökologie

- Mit der Erstellung einer CO 2 -Bilanz für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 und der Aktualisierung für das Geschäftsjahr 2023 haben wir die Grundlage geschaffen, unseren eigenen CO 2 -Footprint zu reduzieren.

- Unsere Produkte und Dienstleistungen tragen dazu bei, dass unsere Kunden ihre eigenen unternehmerischen Fragestellungen und Herausforderungen transparenter und nachhaltiger lösen können.

Handlungsfeld Soziales

- Um unseren Geschäftsbetrieb weiterzuentwickeln, achten wir besonders auf eine langfristige Bindung von Mitarbeitenden und setzen bei der Gewinnung neuer Fachkräfte auf eigene Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Dazu haben wir im Geschäftsjahr 2023 ein Graduate Programm etabliert, in dem pro Jahr acht neue Nachwuchskräfte eine zweijährige, querschnittsorientierte Weiterbildung beginnen. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil unserer Personalstrategie besteht in der Qualifizierung unserer Mitarbeitenden durch ein umfangreiches Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten. Durch zahlreiche Benefits fördern wir die Bindung und Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden.

- Wir führen unser soziales Engagement weiter und bauen es aus. Dies beinhaltet zum Beispiel unser Corporate Volunteering, bei dem alle Mitarbeitenden einmal jährlich soziale oder ökologische Projekte und Organisationen unterstützen und für den Aktionstag vom Unternehmen bezahlt freigestellt werden.

- Im Rahmen unseres Geschäftsauftrags unterstützen wir gemeinnützige Organisationen durch vergünstigte Einkaufskonditionen. Durch die kostenfreie Bereitstellung unserer Software und von Unterrichtsmaterialien fördern wir gezielt die Digitalkompetenz an Schulen und Hochschulen.

In Bezug auf unseren Geschäftsbetrieb sehen wir - im Hinblick auf Nachhaltigkeit - in verschiedenen Bereichen Entwicklungspotenziale und arbeiten deshalb kontinuierlich daran, uns zu verbessern. Durch die Anwendung des Kriterienkataloges des Deutschen Nachhaltigkeitskodex haben wir uns intensiv mit den unterschiedlichsten Aspekten auseinandergesetzt und so eine strukturiertere, Indikatoren-basierte Herangehensweise entwickelt.

Im Geschäftsjahr 2024 haben wir im Sinne unserer Nachhaltigkeitsstrategie folgende wesentlichen Maßnahmen umgesetzt bzw. begonnen:

- Die erste Version unseres Nachhaltigkeitsberichts nach den Vorgaben des Deutschen Nachhaltigkeitskodex wurde erstellt. Eine Veröffentlichung ist für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 geplant.

- Es wurden acht Indikatoren identifiziert, auf die im Nachhaltigkeitsbericht eingegangen wird und die auch unsere Fortschritte hin zu mehr Nachhaltigkeit sichtbar machen. Diese Indikatoren sind Teil des Unternehmensreportings.

- Die CO 2 -Bilanz wurde für das Geschäftsjahr 2023 aktualisiert. Es wurden drei Hauptmaßnahmen zur Reduzierung unserer Emissionen festgelegt, die sich teilweise schon in Umsetzung befinden:

- Bei innerdeutschen Reisen wird die Bahn als Reisemittel bevorzugt. Flüge werden nur noch in Ausnahmefällen durchgeführt.

- Die Firmenwagenflotte wird auf E-Mobilität umgestellt.

- Gemietete Immobilien mit hohem Energieverbrauch, die somit als wesentlicher Teil der Gesamtemissionen identifiziert wurden, sollen durch Immobilien mit niedrigerem Energieverbrauch abgelöst werden.

1.7 Personal- und Sozialwesen

Eine marktgerechte Vergütung, ein breites Angebot an Benefits und die Flexibilität und Souveränität der Mitarbeitenden bei der Gestaltung der Arbeitszeit sowie der Wahl ihres Arbeitsorts zeichnen die Esri Deutschland GmbH als attraktiven Arbeitgeber aus. Auch im Geschäftsjahr 2023/2024 hat die Esri Deutschland GmbH die Digitalisierung und die Automatisierung von Prozessen im Unternehmen kontinuierlich vorangetrieben und den Mitarbeitenden eine moderne und individuelle Arbeitsumgebung ermöglicht.

Das Esri Graduate Program, mit dem die Esri Deutschland GmbH Nachwuchstalente fördert und gleichzeitig einen Teil des zukünftigen Bedarfs an Fachkräften abdeckt, wurde im vergangenen Geschäftsjahr ausgeweitet und ist mittlerweile intern wie extern anerkannt.

Im Rahmen des Esri Desaster Response Programms (DRP) haben unsere Mitarbeitenden auch im Geschäftsjahr 2023/2024 Kunden in Katastrophen- und Krisensituationen technologisch unterstützt.

Weiteres Engagement der Mitarbeitenden ist im Hochschulbereich zu verzeichnen. Über die Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten sowie Promotionen hinaus sind Mitarbeitende in der akademischen Lehre aktiv und bringen sich in die Ausbildung des Nachwuchses ein.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 hat die Esri Deutschland GmbH im Rahmen des Deutschlandstipendiums des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Förderung von sechs Stipendiaten übernommen. Darüber hinaus konnten Lehrpersonen, Lehramts- sowie Fachstudierende in einem von der Esri Deutschland GmbH veranstalteten Sommercamp hautnah erleben, dass Daten in ihren geografischen Kontext gesetzt, dazu beitragen, die Welt intelligent und nachhaltig zu gestalten.

2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

2.1 Ertragslage

Einen Überblick über die Ertragslage gibt die nachfolgende Tabelle:

2023/2024 2022/2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse 93.079 85.384 7.695 9,0
Bestandsveränderung -87 -18 -69 -383,3
Gesamtleistung 92.992 85.366 7.626 8,9
Sonstige betriebliche Erträge 141 168 -27 -16,1
Materialaufwand 38.481 35.297 3.184 9,0
Personalaufwand 22.214 22.276 -62 -0,3
Abschreibungen 584 585 -1 -0,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.630 9.489 141 1,5
Betriebsergebnis (bereinigt) 22.224 17.887 4.337 24,2
Finanzergebnis 2.862 1.895 967 51,0
Neutrales Ergebnis 1.484 2.225 -741 -33,3
Steuern 7.490 6.153 1.337 21,7
Jahresüberschuss 19.080 15.854 3.226 20,3

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 93.079 (i. Vj. TEUR 85.384) entfielen zu 87,8 % auf Software, Wartung, Subskriptionen, Enterprise Agreements und Site Licenses. Auf den Bereich Dienstleistungen entfallen 9,3 % und auf sonstige Erlöse 2,9 %. Der Anteil des Umsatzes in Deutschland beträgt 87,3 %. Auf das Drittland entfallen 12,6 % und auf EU-Staaten (ohne Deutschland) 0,1 %.

Die Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.626 auf TEUR 92.992 erhöht. Dies entspricht einer Steigerung von 8,9 %.

Der Materialaufwand beträgt im Geschäftsjahr 2023/2024 insgesamt TEUR 38.481 (i. Vj. TEUR 35.297). Hiervon entfallen TEUR 35.960 (i. Vj. TEUR 32.847) im Wesentlichen auf den Einkauf von Software und Wartungsleistungen. Zudem haben sich bezogene Fremdleistungen von TEUR 2.520 (i. Vj. TEUR 2.450) ergeben, die aufgrund der Abwicklung von Projekten im Bereich Professional Services entstanden sind.

Der bereinigte Personalaufwand beträgt TEUR 22.214 (i. Vj. TEUR 22.276). Zum Bilanzstichtag waren 283 Mitarbeitende (i. Vj 276 Mitarbeitende) beschäftigt.

Die bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr 2023/2024 TEUR 9.630 (i. Vj. TEUR 9.489) und entfallen im Wesentlichen auf Raumkosten, Werbekosten, IT-Kosten, Fremdleistungen, Reise- und Fahrzeugkosten.

Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein bereinigtes Betriebsergebnis von TEUR 22.224 (i. Vj. TEUR 17.887). Nach Finanz- und neutralem Ergebnis sowie Ertragsteuern verbleibt ein Jahresüberschuss von TEUR 19.080 (i. Vj. TEUR 15.854). Aufgrund des anhaltenden Umsatzwachstums sowie Personalabgängen, die nur mit zeitlicher Verzögerung nachbesetzt werden konnten, konnte die ursprüngliche EBIT-Prognose von TEUR 19.000 um TEUR 4.700 übertroffen werden.

2.2 Vermögenslage

30.6.2024 30.6.2023 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0,0 3 0,1 -3 -100,0
Sachanlagen 3.969 5,0 4.263 6,0 -294 -6,9
Finanzanlagen 879 1,1 879 1,2 0 0,0
Anlagevermögen 4.848 6,1 5.145 7,3 -297 -5,8
Vorräte 224 0,2 312 0,4 -88 -28,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.854 7,4 4.973 7,1 881 17,7
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 342 0,4 193 0,3 149 77,2
Sonstige Vermögensgegenstände 602 0,8 423 0,6 179 42,3
Liquide Mittel 49.076 61,9 42.556 60,3 6.520 15,3
Umlaufvermögen 56.098 70,7 48.457 68,7 7.641 15,8
Rechnungsabgrenzungsposten 18.390 23,1 16.917 24,0 1.473 8,7
Latente Steuern 10 0,1 0 0,0 10 -
AKTIVA 79.346 100,0 70.519 100,0 8.827 12,5
30.6.2024 30.6.2023 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Eigenkapital 20.701 26,1 19.620 27,8 1.081 5,5
Mittel- und langfristiges
Fremdkapital 989 1,2 1.097 1,6 -108 -9,9
Rückstellungen 10.590 13,3 8.007 11,3 2.583 32,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 62 0,1 61 0,1 1 1,6
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2 0,1 36 0,1 -34 -94,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.103 6,4 3.317 4,6 1.786 53,8
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22 0,1 16 0,1 6 37,5
Sonstige Verbindlichkeiten 773 0,9 736 1,0 37 5,0
Kurzfristiges Fremdkapital 16.552 20,9 12.173 17,2 4.379 36,0
Rechnungsabgrenzungsposten 41.104 51,8 37.622 53,3 3.482 9,3
Latente Steuern 0 0,0 7 0,1 -7 -100,0
PASSIVA 79.346 100,0 70.519 100,0 8.827 12,5

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023/2024 um TEUR 297 auf TEUR 4.848 verringert. Die Veränderungen ergeben sich im Wesentlichen durch die laufenden Abschreibungen sowie Buchwertabgänge. Das Anlagevermögen beträgt 6,1 % (i. Vj. 7,3 %) des Gesamtvermögens.

Die Vorräte in Höhe von TEUR 224 (i. Vj. TEUR 312) entfallen auf Projektleistungen, die grundsätzlich im folgenden Geschäftsjahr abgeschlossen werden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 5.854 (i. Vj. TEUR 4.973) betreffen überwiegend Kunden aus Deutschland. Insgesamt kann die Zahlungsmoral der Kunden als gut angesehen werden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 342 (i. Vj. TEUR 193) entfallen vollständig auf den Verkauf von Software und Wartung sowie die Erbringung von Dienstleistungen. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag TEUR 49.076 (i. Vj. TEUR 42.556). Dies entspricht 61,9 % (i. Vj. 60,3 %) des Gesamtvermögens.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ergeben sich im Wesentlichen aus Abgrenzungen von Zahlungen für Softwarewartungsverträge und zeitlich befristete Unternehmenslizenzen.

Das Eigenkapital der Esri Deutschland GmbH hat sich von TEUR 19.620 im Vorjahr um TEUR 1.081 auf TEUR 20.701 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 26,1 % (i. Vj. 27,8 %).

Das mittel- und langfristige Fremdkapital beträgt TEUR 989 (i. Vj. TEUR 1.097) und entfällt mit TEUR 852 auf ein langfristiges Bankdarlehen sowie mit TEUR 137 auf Rückstellungen.

Das kurzfristige Fremdkapital hat sich von TEUR 12.173 im Vorjahr auf TEUR 16.552 erhöht und beträgt 20,9 % (i. Vj. 17,2 %) des Gesamtkapitals. Die wesentlichen Posten entfallen auf Rückstellungen (TEUR 10.590) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 5.103). Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Ertragsteuern, Aufwendungen für Mitarbeiter (Urlaub, Überstunden, Boni und 13. Gehalt) sowie Rückstellungen für noch ausstehende Rechnungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 773 (i. Vj. TEUR 736) und entfallen hauptsächlich auf Steuerverbindlichkeiten.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 41.104 (i. Vj. TEUR 37.622) enthalten den Teil der Softwarewartungsverträge sowie zeitlich befristete Unternehmenslizenzen, der bei einer linearen Verteilung der Einnahmen auf die Gesamtlaufzeit der Verträge auf die Zeit nach dem Bilanzstichtag entfällt.

2.3 Finanzlage

Die Kapitalflussrechnung weist einen Cash Flow von TEUR 19.643 (i. Vj. TEUR 16.560) aus. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich ein Mittelzufluss von TEUR 24.985 (i. Vj. TEUR 20.644) ergeben. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023/2024 TEUR 295 (i. Vj. TEUR 340). Die Finanzierungstätigkeit hat zu einem Mittelabfluss von TEUR 18.061 (i. Vj. TEUR 15.060) geführt. Insgesamt hat sich der Bestand an liquiden Mitteln zum Geschäftsjahresende um TEUR 6.520 auf TEUR 49.076 erhöht.

Die Mittelherkunft und Mittelverwendung des Geschäftsjahres 2023/2024 wird in der nachfolgenden Kapitalflussrechnung dargestellt.

2023/2024
TEUR
2022/2023
TEUR
1. Jahresüberschuss 19.080 15.854
2. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 584 585
3. Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -144 -196
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 123 317
5. Cash Flow nach DVFA/SG 19.643 16.560
6. Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen 2.664 2.198
7. Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 7 -3
8. Zunahme/Abnahme des Umlaufvermögens -1.133 2.899
9. Zunahme des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens -1.474 0
10. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten 1.796 -3.064
11. Zunahme des passiven Rechnungsabgrenzungspostens 3.482 2.054
12. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 24.985 20.644
13. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 4
14. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -295 -344
15. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -295 -340
16. Auszahlungen an Gesellschafter -18.000 -15.000
17. Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -61 -60
18. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -18.061 -15.060
19. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 6.629 5.244
20. Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -109 114
21. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 42.556 37.198
22. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 49.076 42.556

3 Geschäftsentwicklung

3.1 Allgemeines

Die Esri Deutschland GmbH erwartet einen weiteren Ausbau der Marktposition. Durch niedrigere Einstiegshürden im Bereich Software as a Service (SaaS) werden neue Kundengruppen erschlossen. Gemeinsam mit Esri Inc. setzen wir auf eine eCommerce-Plattform zur signifikanten Vereinfachung des Vertriebsablaufs und der Abwicklung von einfachen Produkten sowohl für das B2B- als auch für das B2C-Geschäft.

Die Situation rund um die Inflation, den Krieg in der Ukraine, politische Spannungen und die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung bringt viele Unsicherheiten mit sich, wie zum Beispiel:

- Wie entwickeln sich die Kostensteigerungen?

- Welchen Einfluss haben die Unsicherheiten auf unsere Kunden?

- Was sind die Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte?

Trotz aller Unsicherheiten glauben wir gut positioniert zu sein: Einerseits haben wir viele langlaufende Verträge und andererseits bieten wir mit unserer Technologie auch Lösungen an, die genau jetzt gefragt sind. Digitale Zwillinge - was unser Kernthema ist - sind sehr gefragt und auch unverzichtbar in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

3.2 Investitionen

Die Esri Deutschland GmbH setzt unverändert die Modernisierung und den Ausbau von Businesssystemen sowie Business Intelligence fort. Zudem wird in Projekte zum Qualitätsmanagement (QMS) und Nachhaltigkeit investiert.

3.3 Vertriebliche Entwicklung

Weltweit adressiert Esri drei Märkte: den klassischen Geoinformationsmarkt als Hauptmarkt, den Location-Intelligence-Markt als gegenwärtig deutlich kleineren Markt, aber dafür mit großem Wachstumspotential und den Developer-Markt. Die Esri Deutschland GmbH beteiligt sich dabei aktiv an globalen Marketing- und Vertriebskampagnen, die von Esri Inc. zentral geplant und gesteuert werden.

Die Vertikalisierung des Vertriebs leistet einen wesentlichen Beitrag zur Kundennähe und zum Kundenverständnis. Zudem arbeiten wir intensiv mit Partnern zusammen. Als besonders wachstumskräftig haben sich im Geschäftsjahr 2023/2024 abermals die Branchen Transport, sowie Ver- und Entsorgung gezeigt.

4 Chancen- und Risikobericht

Das Debitorenausfallrisiko schätzen wir aufgrund der langjährigen Erfahrungen mit unseren Kunden unverändert als gering ein. Die Gesellschaft tätigt nach wie vor in erheblichem Umfang Umsätze mit der öffentlichen Hand. Die Zahlungsmoral der Kunden ist gut. Forderungsausfälle kamen in der Vergangenheit nur in einem überschaubaren Maß vor.

Währungskursrisiken bestehen durch den Einkauf der Software und der Wartungsleistungen bei Esri Inc. in US-Dollar. Zur Minimierung dieser Kursrisiken werden zur Absicherung des US-Dollarkurses derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Finanzierungsrisiken sind nach dem aktuellen Kenntnisstand nicht erkennbar. Die liquiden Mittel haben jederzeit ausgereicht, um sämtliche fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen und notwendige Investitionen durchzuführen.

Personalrisiken bestehen in der Aufrechterhaltung und punktuellen Verstärkung der personellen Ressourcen mit fachlich qualifiziertem Personal. Der qualifizierte und engagierte Personalbestand ist ein zentraler Asset in der weiteren Entwicklung des Unternehmens.

Ein Cluster-Risiko im Bereich der Kunden besteht nach unserer Ansicht nicht. Die Kundenstruktur ist zunehmend gut durchmischt, sowohl was die Höhe der Umsätze betrifft als auch hinsichtlich der Aufteilung zwischen Privatwirtschaft und öffentlicher Hand.

Zur wirkungsvollen Minimierung von Risiken im Bereich der Informationstechnologie (IT) und der Informationssysteme (IS) wird ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) nach ISO/IEC27001 betrieben. Verschiedene Sicherungssysteme und Cloud-Lösungen werden eingesetzt. Das System schließt interessierte Parteien, Hardware, Software, Prozesse und Standorte, den Bereich Outsourcing, eine Business Continuity Management (BCM) zur Absicherung gegen Strom- und Kommunikationsausfällen und weiteren Szenarien ein. Zur Datensicherheit wird zu dem ISMS ein Datenschutzmanagementsystem betrieben.

Das Inflationsrisiko wird als erhöht angesehen. Die Steigerung des Preisniveaus für Güter und Dienstleistungen führt zu einer entsprechenden Geldentwertung und einem Verlust der Kaufkraft. Die Entwicklung und die weiteren Tendenzen werden durch das Management laufend beobachtet, um auf die Entwicklungen rechtzeitig reagieren zu können.

Es bestehen marktseitige Risiken, die sich aus der Transformation des klassischen Geschäfts mit Softwarelizenzen und Wartung hin zu Cloud-Computing und Software as a Service (SaaS) ergeben. Für Kunden bedeutet dies ein Wechsel von einem Arbeitsplatz-basierte Lizenzierung zu einer Nutzer-basierte Lizenzierung, Dieser Transformationsprozess verläuft im Geoinformationsmarkt und in Europa im Vergleich zu den USA langsamer. Durch On-Premises-Lösungen für die ArcGIS Plattform und durch vermehrten Abschluss von Unternehmenslizenzen (Enterprise Agreements) wird die Akzeptanz für SaaS-Modelle deutlich erhöht. Es verbleiben geringe Risiken, die zu einem verlangsamten Umsatzwachstum in einzelnen konservativ geprägten Marktsegmenten führen könnten, jedoch durch eine positive Dynamik in wachsenden Marktsegmenten überkompensiert werden.

Hinzu kommen allgemeine Risiken durch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland, den Krieg in der Ukraine und politische Spannungen. Durch fehlende zuverlässige Vorhersagen zu Auswirkungen auf einzelne Wirtschaftszweige und die öffentliche Hand bleiben Risiken bestehen, die zu einem abgeschwächten Wachstum führen könnten. In den vergangenen Geschäftsjahren zeigte sich die Branche Geoinformationswesen stabil.

Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung bieten sich sowohl marktseitig in Form von unerschlossenen oder noch nicht voll entwickelten Branchen und Märkten als auch im Zusammenhang mit neuen Technologien. Außerdem sehen wir im Ausbau neuer Vertriebskanäle weiterhin deutliche Chancen.

Auf der Marktseite sehen wir die Entwicklung, dass durch den starken Trend der Digitalisierung auch die Nutzung raumbezogener Informationen insbesondere die Möglichkeiten der raumbezogenen Analysen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Bei Anwendungen, wie z.B. in den Bereichen Smart Citys, BIM/3D und Digitaler Zwilling, aber auch in bestehenden Wachstumsbereichen wie Telekommunikation, Dienstleistungen, Handel, Transport, Verkehr, Logistik und Militär bringt die Einbeziehung von Geoinformationen und damit die GIS-Technologie einen sehr großen Nutzen. Wir gehen davon aus, dass das Wachstum in diesen Märkten auch zukünftig ein erhebliches Umsatzpotential verspricht.

Weitere Chancen sind in der technologischen Entwicklung des Esri Portfolios zu sehen. Durch die Weiterentwicklung werden Esri Produkte und Esri Lösungen für neue Anwendungen und neue Kundengruppen interessant, wie zum Beispiel ArcGIS Indoors für Indoor Positionierung, oder ArcGIS Reality für 3D Datenprozessierung. Der technologische Fortschritt bringt aber auch neue Lizenzierungsmodelle mit sich. Es wird weiterhin unsere Aufgabe sein, die sich ergebenden Chancen zum Tragen zu bringen und Risiken abzufangen.

Der Ausbau digitaler Vertriebskanäle verspricht neben der Verschlankung von Abläufen und deutlich reduzierten Bearbeitungszeiten eine Öffnung in neue Kundensegmente sowie die Ausweitung des Geschäfts in bestehenden Kundensegmenten. Die Potenziale werden durch eine gezielte Auswahl des Angebots sowie durch Marketing- und Vertriebskampagnen weiter aktiviert. Flankiert werden die beschriebenen Chancen durch ein deutlich ausgeweitetes digitales Marketingkonzept, dass die Reichweite der einzelnen Kampagnen deutlich erhöht.

Zusammenfassend sehen wir die Esri Deutschland GmbH hinsichtlich der Risiken sehr gut gewappnet. Die neuen Märkte, die neuen Technologien, neue Lizenzierungsmodelle, die deutlich bessere Verfügbarkeit und Nutzbarkeit von Daten sowie neue Vertriebskanäle bieten weiterhin sehr viele Chancen.

5 Prognosebericht

Aufgrund der bestehenden Unsicherheitsfaktoren wie der geopolitischen Unwägbarkeiten, der unverändert bestehenden Inflationsrisiken und der konjunkturellen Aussichten ist die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland schwer vorhersehbar. Insgesamt deuten die aktuellen Konjunkturindikatoren noch keine nachhaltige Belebung in den kommenden Monaten an. Die konjunkturelle Entwicklung dürfte damit weiterhin nur schwach bleiben und voraussichtlich erst um die Jahreswende positive Tendenzen erkennen lassen.

Unter Berücksichtigung von entsprechenden Szenarien für den Geschäftsverlauf der Esri Deutschland GmbH im Geschäftsjahr 2024/2025 sind Prognosen nach wie vor mit erhöhten Unsicherheiten behaftet. Zudem ist zu berücksichtigen, dass eine Euro-Schwäche ebenfalls Auswirkungen auf unser Geschäft haben wird, auch wenn US-Dollar-Absicherungen bestehen. Derzeit halten wir dennoch eine Umsatzwachstums von vier bis sechs Prozent für realistisch. Die EBIT-Entwicklung ist insbesondere von der Umsatzentwicklung aber auch von der Kostenseite abhängig. Aufgrund von geplanten Investitionen in die Businesssysteme, gehen wir bei einer moderaten Umsatzsteigerung von einem EBIT auf Vorjahresniveau aus.

 

Kranzberg, 27. September 2024

Thomas Kijftenbelt, Geschäftsführer

Jürgen Schomakers, Geschäftsführer

Bilanz zum 30. Juni 2024

AKTIVA

30.06.2024 30.06.2023
EUR EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 3
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.998.282,00 3.156
2. Technische Anlagen und Maschinen 306.768,00 352
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 663.728,00 702
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 3.968.778,00 53
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 879.354,95 4.848.132,95 879
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 224.039,00 311
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 75,69 224.114,69 1
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.854.035,08 4.973
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 342.106,75 193
3. Sonstige Vermögensgegenstände 602.102,33 6.798.244,16 423
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 49.075.731,71 56.098.090,56 42.556
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 18.390.220,79 16.917
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 9.895,00 0
79.346.339,30 70.519

PASSIVA

30.06.2024 30.06.2023
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital
Stammkapital 1.245.100,00 1.245
II. Gewinnvortrag 375.184,86 2.521
III. Jahresüberschuss 19.080.231,88 20.700.516,74 15.854
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 6.294.321,88 3.822
2. Sonstige Rückstellungen 4.432.947,88 10.727.269,76 4.368
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 913.743,71 975
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 62.380,25 (Vorjahr: TEUR 61)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.766,08 36
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.103.132,19 3.317
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 5.103.132,19 (Vorjahr: TEUR 3.317)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.959,92 16
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 21.959,92 (Vorjahr: TEUR 16)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 773.169,54 6.814.771,44 736
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 773.169,54 (Vorjahr: TEUR 736)
davon aus Steuern: EUR 604.806,50 (Vorjahr: TEUR 607)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.108,72 (Vorjahr: TEUR 0)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 41.103.781,36 37.622
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 0,00 7
79.346.339,30 70.519

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

01.07.2023- 30.06.2024 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 93.079.455,13 85.384
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -87.061,29 -18
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.377.182,70 3.596
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 35.960.390,64 32.847
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.520.444,61 38.480.835,25 2.450
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 19.540.683,59 19.874
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.356.097,95 22.896.781,54 3.191
davon für Altersversorgung: EUR 63.368,05 (Vorjahr: TEUR 61)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 584.346,72 585
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.698.926,02 9.903
8. Erträge aus Beteiligungen 1.679.427,39 1.615
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.679.427,39 (Vorjahr: TEUR 1.615)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.203.901,83 300
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21.221,99 20
11. Ergebnis vor Steuern 26.570.794,24 22.007
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.489.490,84 6.152
davon latente Steuern: ./. EUR 16.862,00 (Vorjahr: ./. TEUR 47)
13. Ergebnis nach Steuern 19.081.303,40 15.855
14. Sonstige Steuern 1.071,52 1
15. Jahresüberschuss 19.080.231,88 15.854

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

A. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

I. Vorbemerkung

Die Esri Deutschland GmbH mit Sitz in Kranzberg ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 60836. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses finden hinsichtlich der Bilanzierung und der Bewertung die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) Anwendung.

Die Gesellschaft ist nach § 264 Abs. 1 HGB i. V. m. den in § 267 HGB genannten Größenmerkmalen als große Kapitalgesellschaft einzustufen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für Software beträgt drei bzw. sieben Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen werden berücksichtigt. Die Abschreibungen erfolgen linear.

Dabei werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Gebäude 33 Jahre
Büroeinrichtung 13 Jahre
Hardware - Server 7 Jahre
Hardware - Sonstige 3 Jahre
Übrige 3 bis 15 Jahre

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden im Jahr der Anschaffung pro rata temporis abgeschrieben.

Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Der Abgang wird im Jahr des Zugangs unterstellt.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten aktiviert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wird der niedrigere beizulegende Zeitwert angesetzt.

2. Umlaufvermögen

a) Vorräte

Unfertige Leistungen sowie Waren werden mit den Herstellungskosten bzw. mit den Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten. Auf eine verlustfreie Bewertung wird geachtet.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen sind mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt; uneinbringliche Forderungen werden vollständig abgeschrieben. Mit Ausnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen wird bei den Forderungen zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % des um die einzelwertberichtigten Forderungen verminderten Forderungsbestandes gebildet.

c) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet.

3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Sie werden in Höhe des Betrages gebildet, der bei einer linearen Verteilung der Ausgaben auf die Zeit nach dem Bilanzstichtag entfällt.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Nominalwert des Stammkapitals der Gesellschaft.

5. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine entsprechende Abzinsung vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Versicherungsgebundene Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bzw. einem verpfändeten Treuhandkonto bestimmt, werden mit dem entsprechenden Zeitwert angesetzt. Vermögensgegenstände, die Deckungsvermögen darstellen, werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen verrechnet.

Für Altersteilzeitverpflichtungen werden Rückstellungen in entsprechender Höhe gebildet, die mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz über die Restlaufzeit abgezinst werden. Zum Bilanzstichtag wird der über ein Treuhandkonto insolvenzgesicherte Betrag gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Verpflichtungen saldiert.

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

7. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Sie werden in Höhe des Betrages gebildet, der bei einer linearen Verteilung der Einnahmen auf die Zeit nach dem Bilanzstichtag entfällt.

8. Latente Steuern

Latente Steuern werden auf Bewertungsdifferenzen zwischen handels- und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren umkehren. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des zu dem Zeitpunkt gültigen Steuersatzes, zu dem sich die jeweiligen Bewertungsunterschiede umkehren. Behelfsweise wird der aktuell gültige Steuersatz herangezogen.

B. Erläuterung des Jahresabschlusses

I. Bilanz zum 30. Juni 2024

1. Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 342 (i. Vj. TEUR 193) handelt es sich vollständig um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 18.390 (i Vj. TEUR 16.916) entfallen im Wesentlichen auf zugekaufte Wartungsleistungen, die über ihre Laufzeit abgegrenzt werden.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.433 (i. Vj. TEUR 4.368) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 3.696 (i. Vj. TEUR 3.450) sowie für ausstehende Rechnungen von TEUR 383 (i. Vj. TEUR 588).

Die Rückstellungen enthalten Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen (Zeitwertkonten), deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt. Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt entsprechend mit dem Zeitwert dieser Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 284 (i. Vj. TEUR 217). Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind die Rückdeckungsversicherungsansprüche (Planvermögen) mit den entsprechenden Vorsorgeverpflichtungen zu saldieren.

5. Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 914 (i. Vj. TEUR 975) haben TEUR 62 (i. Vj. TEUR 61) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Restlaufzeit von TEUR 590 (i. Vj. TEUR 657) beträgt mehr als fünf Jahre. Die Verbindlichkeiten sind mittels einer Grundschuld besichert.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 22 (i. Vj. TEUR 16) entfallen in voller Höhe auf Lieferungen und Leistungen.

6. Latente Steuern

Die Bewertungsdifferenzen zwischen handels- und steuerlichen Wertansätzen entfallen im Wesentlichen auf unterschiedliche Bewertungen der sonstigen Rückstellungen sowie nicht realisierte Erträge aus der Fremdwährungsbewertung zum Stichtag. Insgesamt ergibt sich eine aktive latente Steuer in Höhe von TEUR 10 (i. Vj. passive latente Steuer TEUR 7). Für die Bewertung wurde der aktuelle Steuersatz von derzeit 30,0 % zugrunde gelegt.

II. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

1. Allgemein

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt und gegliedert.

2. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen im Wesentlichen auf den Verkauf von Software und Wartungsleistungen sowie auf projektbezogene Consultingaufträge.

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:

Bereich 2023/2024 2022/2023
TEUR % TEUR %
Software & Wartung 81.747 87,8 74.747 87,6
Dienstleistungen 8.675 9,3 8.139 9,5
Sonstiges 2.657 2,9 2.498 2,9
93.079 100,0 85.384 100,0

Nach geografischen Märkten ergibt sich die folgende Aufteilung:

Markt 2023/2024 2022/2023
TEUR % TEUR %
Deutschland 81.242 87,3 74.316 87,0
EU (ohne Deutschland) 125 0,1 65 0,1
Drittland 11.712 12,6 11.003 12,9
93.079 100,0 85.384 100,0

3. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 2.377 (i. Vj. TEUR 3.596) sind unter anderem Erträge aus Währungskursdifferenzen, Sachbezüge, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Versicherungsentschädigungen und Weiterbelastungen enthalten. Auf nicht realisierte Kursgewinne entfallen ./. TEUR 77 (i. Vj. TEUR 28).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.699 (i. Vj. TEUR 9.903) sind alle Positionen zusammengefasst, die nicht in anderen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisen sind. Sie enthalten vor allem Raumkosten, Reisekosten, Marketingkosten, Beratungsleistungen, Kfz-Kosten und IT-Kosten. Auf nicht realisierte Kursverluste entfallen TEUR 32 (i. Vj. TEUR 87).

5. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die periodenfremden Erträge betragen im Geschäftsjahr 2023/2024 TEUR 126 (i. Vj. TEUR 38) und ergeben sich im Wesentlichen durch die Auflösung von Rückstellungen, Pauschalwertberichtigungen sowie Gewinne aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens.

Periodenfremde Aufwendungen bestehen im Geschäftsjahr 2023/2024 in Höhe von TEUR 31 (i. Vj. TEUR 537). Diese setzen sich aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für Vorperioden, Verlusten aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens uns sonstigen periodenfremden Aufwendungen zusammen.

C. Sonstige Angaben

1. Finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag hatte die Esri Deutschland GmbH folgende finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

30. Juni 2024
TEUR
30. Juni 2023
TEUR
Mieten für Gebäude 5.549 5.768
Leasing 1.072 844
Andere Dauerschuldverhältnisse 1.956 954
8.577 7.566

2. Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer (3) und Auszubildende (2)) betrug 277 (Vorjahr: 270).

3. Angaben zu Unternehmen, an denen am Bilanzstichtag ein Anteilsbesitz von 20 % oder mehr besteht

Unternehmen Sitz Anteil Eigenkapital 30. Juni 2024 Ergebnis 2023/2024
Esri Schweiz AG Zürich/Schweiz 100,0% TCHF 2.881 TCHF 1.876

4. Gesellschaftsorgane

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2023/2024 an:

- Peter Jäger, Geschäftsführer (bis 30. Juni 2024)

- Thomas Kijftenbelt, Geschäftsführer (ab 01. Juli 2024)

- Jürgen Schomakers, Geschäftsführer

- Philipp Ullherr, Geschäftsführer (bis 30. Januar 2024)

Von der Befreiungsvorschrift zur Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

5. Derivative Finanzinstrumente

Der überwiegende Teil des Materialeinkaufs der Esri Deutschland GmbH erfolgt von der Esri Inc., Redlands/USA, und wird in US-Dollar abgewickelt. Um das Risiko von Kursschwankungen zu minimieren, werden zur Absicherung des US-Dollarkurses derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Zum Einsatz kommen hierfür Optionen, Devisentermingeschäfte und Forwards.

Zum Bilanzstichtag bestehen Finanzinstrumente für die Absicherung des Materialeinkaufs mit einem Gesamtwert von TUSD 96.733, deren längste Laufzeit bis Mai 2027 reicht. Hiervon sind TUSD 21.233 nicht vorzeitig durch die Banken kündbar.

6. Haftungsverhältnisse

Für die 100 %-ige Tochtergesellschaft Esri Schweiz AG, Zürich/Schweiz, besteht gegenüber der UniCredit Bank GmbH, München, eine Bürgschaft in Höhe von EUR 5 Mio. Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen.

7. Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Esri Deutschland GmbH, Kranzberg, wird in den Konzernabschluss der three4where GmbH, Kranzberg, einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger verfügbar ist.

Aufgrund der Einbeziehung der Gesellschaft und ihres Tochterunternehmens in den Konzernabschluss der three4where GmbH, Kranzberg, ist die Gesellschaft gemäß § 291 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit.

8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, von dem Bilanzgewinn zum 30. Juni 2024 in Höhe von EUR 19.455.416,74, bestehend aus einem Gewinnvortrag von EUR 375.184,86 sowie einem Jahresüberschuss 2023/2024 von EUR 19.080.231,88, EUR 19.000.000,00 an die Gesellschafter auszuschütten und EUR 455.416,74 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Kranzberg, 27. September 2024

Jürgen Schomakers, Geschäftsführer

Thomas Kijftenbelt, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

Anschaffungskosten
1.7.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
30.6.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.006.823,14 0,00 0,00 0,00 2.006.823,14
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 4.366.356,33 0,00 0,00 0,00 4.366.356,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.837.951,15 189.746,02 0,00 523.553,29 2.504.143,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.907.983,72 105.271,45 52.699,50 43.443,78 4.022.510,89
4. Geleistete Anzahlungen 52.699,50 0,00 -52.699,50 0,00 0,00
11.164.990,70 295.017,47 0,00 566.997,07 10.893.011,10
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 879.354,95 0,00 0,00 0,00 879.354,95
14.051.168,79 295.017,47 0,00 566.997,07 13.779.189,19
Abschreibungen
1.7.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.6.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.004.258,14 2.565,00 0,00 2.006.823,14
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.210.129,33 157.945,00 0,00 1.368.074,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.485.550,15 228.366,02 516.540,29 2.197.375,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.205.805,72 195.470,70 42.493,53 3.358.782,89
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.901.485,20 581.781,72 559.033,82 6.924.233,10
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
8.905.743,34 584.346,72 559.033,82 8.931.056,24
Restbuchwerte
30.6.2024
EUR
30.6.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.565,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.998.282,00 3.156.227,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 306.768,00 352.401,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 663.728,00 702.178,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 52.699,50
3.968.778,00 4.263.505,50
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 879.354,95 879.354,95
4.848.132,95 5.145.425,45

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

An die Esri Deutschland GmbH, Kranzberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Esri Deutschland GmbH, Kranzberg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Esri Deutschland GmbH, Kranzberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 25. Oktober 2024

AUDECON GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Thomas Geilenkirchen, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sandra Butzke, Wirtschaftsprüferin

Die Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb des Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird hingewiesen.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Gemäß dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 7. November 2024 / 8. November 2024 / 14. November 2024 werden aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 19.455.416,74, bestehend aus einem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 375.184,86 und dem Jahresüberschuss 2023/2024 in Höhe von EUR 19.080.231,88, EUR 19.000.000,00 an die Gesellschafter ausgeschüttet und EUR 455.416,74 auf neue Rechnung vorgetragen.

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