WITTE Management Verwaltung GmbH
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Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
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Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WITTE Automotive GmbHVelbertKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Grundlagen des Konzerns A. Geschäftsmodell des Konzerns Die Unternehmenstätigkeit des WITTE-Konzerns umfasst die Entwicklung, die Fertigung und den Vertrieb von mechanischen, mechatronischen und elektronischen Schließ- und Betätigungskomponenten und -systemen, Toleranzausgleichssystemen sowie sonstiger Erzeugnisse der Metall- und Kunststofffertigung. Der WITTE-Konzern beliefert nahezu sämtliche Automobilhersteller in Europa sowie eine Vielzahl von großen Systemlieferanten. Konzern-Muttergesellschaft ist die WITTE Automotive GmbH, Velbert (WITTE Automotive). Neben Zentralbereichsaktivitäten übernimmt die Obergesellschaft die Finanzierungsfunktion für den Konzern. Inländische Gesellschaften des WITTE-Konzerns sind die WITTE-Velbert GmbH & Co. KG in Velbert (WITTE-Velbert) sowie deren Tochtergesellschaften, die WITTE Niederberg GmbH in Wülfrath und die WITTE Bitburg GmbH in Bitburg. Die Tätigkeit der WITTE-Velbert erstreckt sich auf die Entwicklung und den Vertrieb der oben genannten Kundenlösungen. Die Tochterunternehmen der WITTE-Velbert übernehmen in der Hauptsache die Produktionsfunktion mittels Stanz-, Druckguss-, Kunststoff- und Montagetechnik sowie den Sondermaschinenbau. Wesentliche operative Gesellschaften im Ausland sind die WITTE Nejdek, spol. s r.o., die WITTE ACCESS TECHNOLOGY s.r.o. und die WITTE Paint Application s.r.o. in der Tschechischen Republik sowie die WITTE Automotive Bulgaria EOOD in Bulgarien. Die ausländischen Aktivitäten erstrecken sich auf die Kunststoffverarbeitung, die Lackierung und die Endmontage verschiedenster Anwendungen. Ebenso sind im Ausland ein Teil der Werkzeugbau- sowie Vertriebs- und Entwicklungsaktivitäten für den Konzern angesiedelt. Mit der Tochtergesellschaft WITTE Automotive Sweden AB in Göteborg werden die Kunden in Nordeuropa durch Vertrieb, Entwicklung und Qualität bedient. Für eine intensivere Marktdurchdringung mit dem Toleranzausgleichssystem WITOL ist die Unternehmensgruppe mit der WITTE Taicang Automotive Co. Ltd. und der WITOL Automotive Fasteners (Kunshan) Co. Ltd. in China und der WITOL Automotive USA Inc. in Nordamerika vertreten. Durch die VAST Automotive Group, einer strategischen Allianz der WITTE Automotive mit der STRATTEC Security Corporation, Milwaukee/USA, und der ADAC Automotive, Inc., Grand Rapids/USA, zeigt der WITTE-Konzern im operativen Geschäft globale Präsenz. Am gemeinsamen Joint-Venture-Unternehmen der drei Partner, der Vehicle Access Systems Technology LLC (VAST LLC), ist der Konzern zu 331/3 % beteiligt. Aufgabe der VAST LLC ist es, die Märkte außerhalb Europas und Nordamerikas zu bedienen. Tochtergesellschaften der VAST LLC sind in Asien (China, Indien) und in Südamerika (Brasilien) aktiv. Der WITTE-Konzern ist in Europa auch im Produktbereich Power Products tätig. Die nordamerikanischen Aktivitäten in diesem Produktbereich werden von der STRATTEC Power Access LLC betrieben, an der der WITTE-Konzern über die Holdinggesellschaft WITTE Automotive zu 20 % beteiligt ist. In 2017 hat die WITTE Automotive eine strategische Beteiligung am österreichischen Startup-Unternehmen Tapkey GmbH, Wien, erworben. Ziel der Beteiligung ist die Erschließung neuer Geschäftsfelder und Beschleunigung der Innovation für das schnell wachsende Marktsegment Digitaler Zugang. Das WITTE-Produkt Flinkey ermöglicht dem Kunden über eine App das Öffnen und Schließen des Fahrzeugs sowie die Gewährung des Zugangs an Dritte. Im Geschäftsjahr 2018 hat die WITTE Automotive eine strategische Beteiligung am tschechischen Unternehmen Institut mikroelektronickych aplikaci s.r.o. (IMA), Prag, erworben mit dem Ziel, die erforderliche Elektronikkompetenz für zukünftige Produktlösungen auszubauen. Im Januar 2021 wurde IMA vollständig übernommen. B. Forschung und Entwicklung Der Bereich Forschung und Entwicklung stellt einen integralen Bestandteil der Unternehmenstätigkeit dar, um die Marktstellung sichern und ausbauen zu können. In eigenen Innovations-Centern (Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb) sind 442 Mitarbeiter tätig, die die Forschung und Entwicklungstätigkeiten des Konzerns an verschiedenen Standorten der WITTE-Gruppe vorantreiben. Zum einen wird Grundlagenforschung und Basisentwicklung betrieben. Die hier ausgeführten Tätigkeiten sind seriennah, jedoch noch nicht am Markt positioniert. Zum anderen werden Lösungen auf Basis von kundenindividuellen Produktspezifikationen erarbeitet. Die Entwicklung vollzieht sich hier kundenbezogen auf der Grundlage eines Serienvertrags oder eines separaten Entwicklungsvertrags, dem i.d.R. die Belieferung in einem Serienauftrag folgt. Vor dem Hintergrund der branchenüblichen Effizienzsteigerungen mittels kontinuierlicher Produktoptimierungen investiert der WITTE-Konzern weiterhin fokussiert in die Forschung und Entwicklung sowohl von Kundenbeauftragungen als auch in innovative Eigenentwicklungen. Durch Innovationsstärke behauptet der WITTE-Konzern seine Stellung im wettbewerbsintensiven globalen Umfeld und erwirtschaftet hierdurch auf Dauer weitere Umsatzsteigerungen und eine Stärkung der eigenen Marktposition. II. Wirtschaftsbericht 2021 A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nahm im Jahr 2021 preisbereinigt um 2,7 % zu. Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres, die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich dagegen preisbereinigt um weitere 3,4 %. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 14. Januar 2022). Die Neuzulassungen in der Automobilbranche in Deutschland sind in 2021 aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von Vor- und Zwischenprodukten, insbesondere von Halbleitern sowie weiterer Auswirkungen der Corona-Pandemie um 10 % auf 2,6 Mio. Pkw gefallen. Auch der Export lag im Gesamtjahr 2021 mit 2,4 Mio. Neuwagen um 10 % unter dem Vorjahresniveau (Quelle: VDA Pressemitteilung vom 5. Januar 2022). B. Geschäftsverlauf Der WITTE-Konzern realisierte Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 585.235. Der Umsatzanstieg von 2020 auf 2021 betrug TEUR. 26.876 (4,8 %). Ursächlich für den Anstieg war die konjunkturelle Erholung nach dem stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie belasteten Jahr 2020. Aufgrund der weiterhin durch die Corona-Pandemie bedingten Auswirkungen auf die Materialverfügbarkeit (u.a. Elektronik-Komponenten) blieb der für die Beurteilung der Geschäftsentwicklung des Konzerns bedeutsame finanzielle Leistungsindikator Umsatzerlöse um 7,3 % hinter der im Vorjahr formulierten Erwartung zurück. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Vorjahresvergleich um TEUR. 1.251 auf TEUR 10.183. Hauptgrund hierfür waren die um TEUR 2.387 höheren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Materialaufwandsquote (d.h. Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung als Summe von Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen) lag mit 58,0 % über dem Niveau des Vorjahres (56,9 %). Die Personalaufwendungen der WITTE-Gruppe lagen mit TEUR. 143.887 deutlich über Vorjahresniveau im Wesentlichen aufgrund von Kurzarbeit und freiwilligem Gehaltsverzicht der Mitarbeiter im Jahr 2020. Der Aufwand für Fremdlöhne sank um TEUR 285 auf TEUR 1.797 und konnte damit weiter reduziert werden. Insgesamt erhöhten sich die Aufwendungen für Arbeitskräfte um TEUR 15.502. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Vorjahresvergleich deutlich um 11,8 % auf TEUR 69.507 reduziert werden. Hier wirkten sich vor allem die Rückgänge bei den Qualitätsaufwendungen, Fremdlöhnen, Aufwendungen für Restrukturierungen, Instandhaltungskosten und Währungskurseffekten aus. Diese Einsparungen konnten durch die weiterhing konsequente Umsetzung von Ergebnisverbesserungs-Programmen (WITTE Profitability and Cash Improvement Program WPCP) realisiert werden. Zu einem Anstieg kam es im Jahr 2021 bei den Dienstleistungen, Rechts- und Beratungskosten, Patent- und Lizenzkosten, Fortbildungs- und Anwerbungskosten sowie aus den Aufwendungen für Miete und Leasing. Der Konzernjahresüberschuss für 2021 lag mit TEUR. 15.829 um TEUR 5.096 über dem Vorjahresergebnis. Das Ergebnis vor Steuern (Leistungsindikator) stieg in 2021 um TEUR 3.313 auf TEUR 18.130, lag damit aber unter der formulierten Erwartung von TEUR 24.400 für 2021. I. Darstellung der Ertragslage Die Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen) stieg im Vorjahresvergleich um TEUR 33.645 auf TEUR 587.776. Hauptgrund für den Umsatzanstieg waren die wieder höheren Kundenabrufe nach dem stark durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie belasteten Geschäftsjahr 2020. Die anhaltenden Auswirkungen auf die Materialverfügbarkeit (u.a. Elektronik-Komponenten) haben aber das im Vorjahr prognostizierte Wachstum verhindert. Die Serienumsätze lagen mit TEUR 555.244 um TEUR 24.439 deutlich über dem Vorjahreswert. Die Erlöse aus Werkzeugen und Entwicklungsleistungen lagen um TEUR 1.103 ebenfalls über dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Vorjahresvergleich um TEUR 1.251 auf TEUR 10.183. Wesentlich für den Anstieg der Erträge waren höhere Auflösungen von Rückstellungen, bei niedrigeren Erträgen aus Währungseffekten. Die Materialaufwandsquote lag mit 58,0 % über dem Niveau des Vorjahres (56,9 %). Der positive Effekt aus der leicht verbesserten Materialquote im Bereich Werkzeuge wurde durch die negativen Auswirkungen der Einkaufspreisentwicklung und der dadurch höheren Materialquote Serie überkompensiert. Der Personalaufwand stieg in 2021 deutlich um TEUR 15.788 auf TEUR 143.887 (+12,3 %), insbesondere aufgrund von Kurzarbeit und freiwilligem Gehaltsverzicht der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2020. Die Personalaufwandsquote in Bezug auf die Gesamtleistung erhöhte sich dadurch von 23,1 % im Vorjahr auf 24,5 %. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl verringerte sich im Vorjahresvergleich um 40 auf 4.200. Der Aufwand für Fremdlöhne sank um TEUR 285 auf TEUR 1.797. Insgesamt stiegen die Aufwendungen für Arbeitskräfte um TEUR 15.502. Die Abschreibungen stiegen im Vorjahresvergleich um TEUR 1.771 auf TEUR 26.112. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich in 2021 um TEUR. 9.283 auf TEUR 69.507. Hauptgründe waren geringere Aufwendungen in den Bereichen Qualität (TEUR -10.634), Währung (TEUR -2.516), Restrukturierung (TEUR -1.352), Fremdlöhne (TEUR -285), Instandhaltung (TEUR -287) sowie Telefon (TEUR -196). Diese Einsparungen konnten durch die weiterhin konsequente Umsetzung von Ergebnisverbesserungs-Programmen (WITTE Profitability and Cash Improvement Program WPCP) realisiert werden. Über dem Vorjahresniveau hingegen lagen die Dienstleistungen (TEUR 1.932), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 636), Patent- und Lizenzgebühren (TEUR 514), Miete und Leasing (TEUR 511), Fortbildungs- und Anwerbungskosten (TEUR 494) sowie die Aufwendungen für Verpackung und Handling (TEUR 346). Das Verhältnis von sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Gesamtleistung konnte von 14,2 % auf 11,8 % reduziert werden. Die Zinsaufwendungen in 2021 lagen mit TEUR. 1.774 um TEUR 660 unter dem Niveau von 2020. Das auf assoziierte Unternehmen entfallende Ergebnis in Höhe von TEUR. 2.140 lag um TEUR 1.518 über dem Vorjahreswert. Die Steuerquote sank deutlich im Vorjahresvergleich von 25,9 % auf 11,3 %. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren bulgarischen Quellensteueraufwendungen für 2021, da sich der Einbehalt für Lizenzen von 10 % auf 5 % und der für Dienstleistungen von 5 % auf 0 % reduziert hat. Zusätzlich wird im Geschäftsjahr 2021 eine Quellensteuererstattung für das Kalenderjahr 2020 in Höhe von TEUR 1.252 ausgewiesen. Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich damit insgesamt um TEUR. 5.096 auf TEUR 15.829. 2. Darstellung der Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr leicht um TEUR. 2.698 auf TEUR 417.324. Im Anlagevermögen kam es zu einem Anstieg in Höhe von TEUR 6.192 auf TEUR 185.452. Dieser entfiel mit TEUR 3.146 auf die immateriellen Vermögensgegenstände. Die Bilanzierung der aktivierten Entwicklungsleistungen und die immateriellen Anlagen im Bau aus der erstmaligen Vollkonsolidierung der IMA waren hierfür ausschlaggebend. Im Geschäftsjahr 2021 lagen die laufenden Abschreibungen leicht über den Anlagenzugängen. Die Vorräte erhöhten sich im Vorjahresvergleich deutlich um TEUR 18.789 auf TEUR 93.649 was im Wesentlichen auf den Anstieg im Bereich der Rohstoffe und im Bereich der fertigen Erzeugnisse und Waren zurückzuführen ist. Der Bestandsaufbau diente zum einen zur Absicherung der schwankenden Kundenabrufe sowie zur Vorbeugung von Engpässen durch die Lieferkettenproblematik auf dem Weltmarkt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um TEUR 7.669 auf TEUR 58.386, insbesondere aufgrund geringerer Einreichungen zum Factoring. Die aktiven latenten Steuern lagen zum Stichtag mit TEUR. 4.582 um TEUR 15 über dem Vorjahr und betreffen insbesondere latente Steuern auf Anlagevermögen, Vorrats vermögen und sonstige Rückstellungen. Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2021 TEUR. 191.392 und erhöhte sich um TEUR 20.520 im Vergleich zum Vorjahr. Die Veränderung war im Wesentlichen auf den Konzernjahresüberschuss von TEUR 15.829 zurückzuführen. Die verbleibende Differenz entfiel auf Fremdwährungsanpassungen. Die Konzerneigenkapitalquote lag in 2021 mit 45,9 % über dem Vorjahresniveau (41,2 %). Die Steuerrückstellungen erhöhten sich zum 31. Dezember 2021 um TEUR 93 auf TEUR 481. Die sonstigen Rückstellungen sanken zum Stichtag um TEUR 6.830 auf TEUR 40.501, insbesondere aufgrund niedrigerer Risiken aus Gewährleistungen und Garantien. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich zum 31. Dezember 2021 um TEUR 7.583 auf TEUR 52.521. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen mit TEUR. 104.948 um TEUR 2.225 unter dem Vorjahreswert. Die Veränderung zum Vorjahr resultierte aus planmäßigen Tilgungen für zwei Ratentilgungskredite in Höhe von TEUR 2.450. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich zum Stichtag um TEUR 918 auf TEUR 10.084 im Wesentlichen aufgrund von gesunkenen Verbindlichkeiten aus Steuern. 3. Darstellung der Finanzlage Der WITTE-Konzern realisierte in 2021 einen negativen Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -2.395. Dieser resultiert aus dem Konzernjahresüberschuss und der Hinzurechnung der Abschreibungen sowie gegenläufig aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens. Vor allem die Veränderungen des Working Capital durch den gezielten Anstieg der Vorräte zur Absicherung der schwankenden Kundenabrufe sowie zur Vorbeugung von Engpässen durch die Lieferkettenproblematik, gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben die Entwicklung des operativen Cashflows deutlich beeinflusst. Im Rahmen der Investitionstätigkeit hatte der WITTE-Konzern in 2021 einen Mittelabfluss von TEUR 23.370 zu verzeichnen. Die Auszahlungen für Investitionen mit TEUR 22.556 betrafen im Wesentlichen Maschinen und Anlagen sowie im Bau befindliche Produktionsanlagen. Gegenläufig wirkten sich die Einzahlungen aus Verkäufen von Sachanlagen mit TEUR 1.186 aus. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit kam es zu einem Mittelabfluss in Höhe von TEUR 5.855, vor allem für Tilgungsleistungen, Zinszahlungen und eine Ausschüttung an die Gesellschafter. Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds beliefen sich auf TEUR 2.013. Zum 31. Dezember 2021 standen der Gruppe TEUR 64.216 liquide Mittel zur Verfügung. Damit lag der Saldo deutlich unter dem Vorjahresniveau von TEUR 93.823. Der Konzern finanziert sich vor allem über einen Konsortialkreditvertrag über TEUR 125.000. Der EURIBOR-basierte, variabel verzinsliche Konsortialkredit über TEUR 125.000 hatte eine Laufzeit bis zum 7. November 2021, mit der Option in den ersten beiden Jahren um jeweils ein Jahr, oder im zweiten Jahr um zwei Jahre verlängert zu werden. Die beiden Verlängerungsoptionen um jeweils 1 Jahr wurden in 2017 und 2018 gezogen, so dass die Laufzeit bis zum 7. November 2023 lautete. Zum 15. März 2022 wurde frühzeitig ein neuer Konsortialkredit über TEUR 125.000, bestehend aus einem endfälligen Darlehen in Höhe von TEUR 25.000 und einer revolvierenden Darlehenszusage von TEUR 100.000 abgeschlossen. Der neue Kreditvertrag basiert im Wesentlichen auf den Regelungen der bisherigen Kreditvereinbarung und hat eine Laufzeit von 5 Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Mit Abschluss des neuen Kreditvertrags wurde der bestehende Vertrag gekündigt und die daraus bestehenden Verbindlichkeiten wurden abgelöst. Daneben finanzierte sich der Konzern zum Stichtag über Eigenkapital und Einlagen stiller Gesellschafter in Höhe von TEUR. 193.392, was 46,3 % der Bilanzsumme entsprach. Die dem WITTE-Konzern zur Verfügung stehenden Kreditlinien wurden im Jahr 2021 nicht vollständig in Anspruch genommen. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2021 durchgängig gegeben. 4. Mitarbeiter Mitarbeiter stellen bei der WITTE Automotive den wesentlichen Werttreiber dar. Mit ihren Fähigkeiten und Qualitäten bilden sie die Basis des Erfolges der Gesellschaft. Das Arbeits- und Gesundheitsmanagement des WITTE-Konzerns ist nach ISO 45001:2018 zertifiziert. Zudem werden Qualifizierungsmaßnahmen, personelle Veränderungen, Strategien und sonstige Entwicklungen intern kommuniziert. Die Geschäftsführung bedankt sich - auch an dieser Stelle - bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die große Flexibilität, das engagierte Arbeiten und den hohen Einsatz für WITTE unter weiterhin erschwerten Bedingungen in Verbindung mit der Corona-Pandemie sowie weltweiten Lieferengpässen und den dadurch verursachten kurzfristigen Produktionsstopps seitens der Kunden. Nur durch diesen Einsatz aller konnten die wichtigen Verbesserungsprogramme der WITTE-Gruppe vorangebracht werden. WITTE konnte schnell und flexibel auf Abrufschwankungen reagieren, und trotz dieses schwierigen Jahresverlaufs am Ende ein profitables Ergebnis realisieren. 5. Umwelt und Nachhaltigkeit Umweltschutz und Nachhaltigkeit haben einen hohen Stellenwert in der WITTE-Gruppe. Ziel ist seit jeher die Minimierung des Ressourcenverbrauchs und die Verminderung von Umweltbelastungen. Die Geschäftsführung sorgt für die kontinuierliche Verbesserung der umwelt- und energiebezogenen Leistung sowie für die stetige Fortentwicklung des Umwelt- und Energie-Managementsystems der Gruppe. WITTE entwickelt Produkte mit dem Ziel, die Belastungen für die Umwelt schon bei der Herstellung, beim späteren Gebrauch und schließlich bei der Verwertung bzw. Entsorgung am Ende des Produktlebenszyklus so gering wie möglich zu halten. Das Thema Nachhaltigkeit hat für WITTE als Familienunternehmen seit jeher einen hohen Stellenwert, und durch die jüngsten Entwicklungen hat es in der Gesellschaft, für die Kunden und auch für WITTE selbst nochmals an Bedeutung gewonnen. Der aktuelle Stand der Nachhaltigkeitsleistung und die Strategien, um künftig ein noch nachhaltigeres Unternehmen zu werden, sind in einem gruppenweiten Nachhaltigkeitsbericht festgehalten und veröffentlicht. III. Chancen- und Risikobericht A. Risikomanagement Der WITTE-Konzern hat organisatorische Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit den Fortbestand gefährdende und sonstige wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung des Konzerns früh erkannt werden. Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Steuerung und Kommunikation liegt bei den Bereichsleitern und Geschäftsführern der Tochtergesellschaften. Die Kommunikation mit der Geschäftsführung der WITTE Automotive über risikorelevante Faktoren erfolgt regelmäßig und berücksichtigt mögliche Schäden sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit. Im Rahmen des Steuerungs- und Überwachungssystems stehen dem WITTE-Konzern regelmäßig Kennziffern und Analysen aus allen Konzernbereichen zur Verfügung. Ebenso werden monatsbezogene Übersichten, betriebswirtschaftliche Auswertungen und Kennzahlen erstellt. Darüber hinaus werden rollierend Forecast-Analysen erstellt und entsprechende Maßnahmen durch die Konzernleitung definiert und überwacht. Das Qualitäts- und Umweltmanagement sowie das Controlling-System werden kontinuierlich weiterentwickelt, um Risiken der aktuellen und zukünftigen Entwicklung rechtzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Durch die mit den Kreditinstituten vereinbarten Finanzierungsverträge ist die Zahlungsfähigkeit des Konzerns jederzeit gegeben. Zinsveränderungsrisiken wird, soweit nach unserer Einschätzung sinnvoll, durch mittel- und langfristige Zinsvereinbarungen bzw. entsprechende Hedge-Instrumente entgegengewirkt. Fremdwährungsrisiken begegnet der Konzern, soweit nach eigener Einschätzung notwendig, durch entsprechende Termingeschäfte. Es erfolgt eine laufende Überwachung und Steuerung der Liquidität. Debitoren und Kreditoren werden ständig beobachtet und analysiert. Forderungsrisiken werden durch leistungsnahe Zahlungen abgesichert. Das Forderungsmanagement wird durch den Bereich Kreditmanagement sowie ein automatisiertes Mahnverfahren laufend überwacht. Wertberichtigungen tragen dem Ausfallrisiko angemessen Rechnung. B. Chancen Die Chancen des WITTE-Konzerns liegen in der Partizipation am Wachstum der Hersteller in der Automobilindustrie. Die Automobilhersteller erweitern kontinuierlich ihre Produktpalette. Dies schafft für den WITTE-Konzern Wachstumspotential. Durch langfristige Kundenbeziehungen und Erfahrungen hat der WITTE-Konzern Kenntnisse über die Wünsche und Ziele der Kunden. Dies stellt eine zusätzliche Chance zum Ausbau des Marktanteils dar. WITTE-Produkte werden vom Kunden als innovativ, hoch qualitativ und zuverlässig wahrgenommen. In einem Automobilmarkt, in dem in der jüngeren Vergangenheit vermehrt über Rückrufaktionen in der Presse berichtet wurde, werden die Qualität und Technologiestärke von WITTE künftig noch stärker ein ausschlaggebender Faktor bei der Auftragsvergabe sein. Das Produktionswerk in Bulgarien weist eine größere Nähe zu Produktionsstandorten der Automobilindustrie in Südosteuropa auf. Zudem werden lokale Kostenvorteile genutzt. Am Standort in Ostrov/Tschechische Republik verfügt die WITTE-Gruppe mit dem hauseigenen Lackierbetrieb, der Kunststoffspritzerei und Montage über einen der modernsten integrierten Produktionsstandorte für die Herstellung von Türaußengriffen. Eine intensivere Marktdurchdringung mit WITOL-Produkten wird durch die in den vergangenen Jahren gegründeten Gesellschaften WITTE Taicang Automotive Co. Ltd. und WITOL Automotive Fasteners (Kunshan) Co. Ltd in China sowie WITOL Automotive USA Inc. auf dem amerikanischen Markt vorangetrieben. Durch die vollständige Übernahme des tschechischen Unternehmens Institut mikroelektronických aplikací s.r.o. (IMA) im Januar 2021 hat die WITTE die erforderliche Elektronikkompetenz für zukünftige Produktlösungen weiter ausgebaut. WITTE vertieft fortwährend die Beziehungen in ihrer strategischen Allianz mit der VAST LLC und STRATTEC Power Access LLC. Durch einen gemeinsamen Auftritt in der VAST Automotive Group bei der Auftragsvergabe bietet WITTE dem Kunden erfolgreich Globallösungen für seine Produkte an. C. Risiken Risiken bestehen für WITTE in der Geschäftsmodell üblichen Abhängigkeit von einer geringen Anzahl von Kunden in einer bestimmten Branche. Umsatzeinbrüche in der Automobilindustrie können nicht durch Gewinne anderer Segmente kompensiert werden. Andererseits verfügt der WITTE-Konzern über eine starke Eigenkapitalbasis und ein solides Finanzierungskonzept. Kurz- und mittelfristige Ergebnisrückgänge können hierdurch aufgefangen werden. Unverändert bestehen Risiken auf der Einkaufsseite in der Rohstoffpreisentwicklung, insbesondere für die Bereiche Stahl, Kunststoff und Elektronikbauteile. Diesen Risiken wirkt WITTE auf der einen Seite mit mittelfristigen Verträgen und auf der anderen Seite mit Materialgleitklauseln in den Kundenverträgen zum Teil entgegen. Darüber hinaus wird der globale Einkauf zielgerichtet verstärkt. Es bestehen partiell Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten, die über strategische Lieferantenbeziehungen in unser Risikomanagementsystem eingebunden werden. WITTE benötigt aufgrund der Komplexität der Produkte und der hohen Ansprüche der Kunden an Qualität und Produktionszeit qualifizierte Mitarbeiter, die Neuprodukte entwickeln, produzieren und die Qualitätsanforderungen überwachen. WITTE befindet sich in einem kontinuierlichen Prozess, Anregungen der Mitarbeiter aufzunehmen und den Standard der Mitarbeiter durch Fortbildungen zu verbessern. Währungschancen und -risiken bestehen für das Währungsverhältnis des Euro zur Tschechischen Krone und zum US-Dollar. Alle wesentlichen Einkaufs- und Absatzverträge werden im WITTE-Konzern auf Euro-Basis abgeschlossen. Währungsrisiken bestehen grundsätzlich im Zusammenhang mit konzernfremden Lieferanten außerhalb des Euro-Währungsraums. Durch die mit den Kreditinstituten vereinbarten Kreditlinien ist die Zahlungsfähigkeit des WITTE-Konzerns gegeben. Die zukünftige Entwicklung des Automobilsektors hängt unmittelbar mit den Veränderungen der globalen Finanzmärkte und der Weltwirtschaft zusammen. Demnach wird die zukünftige Ausrichtung des Konzerns auch davon beeinflusst werden, welche Auswirkungen die aktuellen Entwicklungen und Unsicherheiten auf dem europäischen und globalen Markt haben werden. Nach dem Bilanzstichtag ist mit dem Ukraine-Krieg ein neues Risiko aufgekommen, dass sich negativ auf die Geschäftstätigkeit des WITTE-Konzerns auswirken kann. Der Krieg kann zu Unterbrechungen in den Lieferketten oder Engpasssituationen bei Bauteilen sowie Rohstoffen führen und dadurch die Absatzentwicklung beeinflussen. Zudem sind deutliche Preissteigerungen bei Rohstoffen und Zukaufteilen, sowie Energie zu erwarten. Inwieweit diese Steigerungen an die Kunden weitergereicht werden können, ist noch nicht absehbar. Zum jetzigen Zeitpunkt können die konkreten Auswirkungen noch nicht abschließend beurteilt werden, die Risiken aus dem Ukraine-Krieg werden jedoch fortlaufend überwacht. Auch die weiteren wirtschaftlichen Folgen durch die aktuellen Engpässe in den Lieferketten und den noch anhaltenden Corona-bedingten Einschränkungen sind kaum abschätzbar. Der WITTE-Konzern sieht dabei die Risiken im Absatzbereich aus möglichen erneuten Werksschließungen der Automobilhersteller (OEMs) und den damit drohenden Produktionsstillständen, Insolvenzen auf Zuliefererseite sowie negative Ergebnisabweichungen. D. Gesamtaussage zur Risikosituation der Gesellschaft Nach Auswertung der vorliegenden Informationen aus dem vorstehend beschriebenen System zum Risikomanagement haben sich keine weiteren bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. IV. Prognosebericht Der Verband der Automobilindustrie erwartet für 2022 für den Pkw-Weltmarkt mit einem Plus von 4 % ein ähnliches Wachstum wie im Jahr 2021. Damit würde im Jahr 2022 der Höchststand des Pkw-Weltmarktes aus dem Jahr 2017 noch um knapp 13 % unterschritten. Für den deutschen Markt wird von einem Wachstum von 7 % auf 2,8 Mio. Pkw ausgegangen. Für das Jahr 2022 wird eine Inlandsproduktion von 3,5 Mio. Einheiten erwartet. Dies ist ein Plus von 13 %, entspricht jedoch nur dem Produktionsniveau des Jahres 2020. Die Auslandsproduktion dürfte im Jahr 2022 um 5 % auf 9,9 Mio. Einheiten zulegen (Quelle: VDA Pressemitteilung vom 9. Februar 2022). Das ifo Institut rechnet für 2022 mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 3,7 % (Quelle: ifo Institut Pressemitteilung vom 14. Dezember 2021). Ausschlaggebend für das Jahr 2022 wird sein, inwiefern die Automobilindustrie die verschiedenen Unsicherheiten und Risiken bewältigen wird. Neben der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen wird ebenfalls entscheidend sein, wann sich die Engpässe in den Lieferketten erholen. Neben den großen handelspolitischen Unsicherheiten werden die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 großen Einfluss auf die Märkte haben. Weder in den Planungsprämissen noch in den nachfolgenden Prognosen für den Geschäftsverlauf 2022 sind Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg enthalten, da diese zum jetzigen Zeitpunkt nicht quantifiziert werden können. Die Entwicklungen werden weiterhin aufmerksam beobachtet. Für den WITTE-Konzern wird in der im Dezember 2021 verabschiedeten Planung 2022 ein positiver Geschäftsverlauf erwartet. Dies ist zum einen auf eine positive Umsatzentwicklung, aber auch auf unser Ende 2018 gestartetes Programm zur Verbesserung der Profitabilität und des Cashflows (WITTE Profitability and Cash Improvement Program, WPCP) zurückzuführen. Für das Jahr 2022 wurde in der Ende 2021 verabschiedeten Planung ein Umsatz (Leistungsindikator) von Mio. EUR. 689 als Ziel gesetzt. Gemäß dieser Planung erwartet der WITTE-Konzern für 2022 ein Jahresergebnis vor Steuern (Leistungsindikator) von Mio. EUR 21,7. Das Automobil wird auf Basis diverser Studien weiterhin ein nachhaltiger Baustein für die individuelle Mobilität bleiben. Die Produktionszahlen werden in den kommenden Jahren im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 zwar wieder anwachsen, allerdings einige Zeit benötigen, um das Vor-Krisenniveau zu erreichen. Die Gesellschaft geht in der Mittelfristplanung vor dem Hintergrund angepasster Kostenstrukturen und eines steigenden Exportanteils davon aus, in den nächsten Jahren nachhaltig positive Unternehmensergebnisse zu erzielen und somit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage weiter zu verbessern. Es ist davon auszugehen, dass sich die wirtschaftliche Unsicherheit weiter fortsetzt. Neben den weltweiten und regionalen Risiken (Corona, Handelskriege, Ukraine-Krieg, Engpässe in den Lieferketten) gibt es jedoch auch Chancen (wirtschaftliche Erholung, gute Entwicklung im Produktmix). Die WITTE-Gruppe sieht sich gut aufgestellt sowie technisch und organisatorisch in der Lage die Profitabilität mittelfristig im Vergleich zu den Vorjahren weiter zu steigern. Damit verbunden sind weitere Investitionen in innovative Technologien, Trainings und moderne Arbeitsbedingungen, Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit sowie unser nextWITTE-Programm, mit dem wir die digitale Transformation vorantreiben. Durch die für die WITTE-Gruppe im März 2022 erfolgreich abgeschlossene Refinanzierung konnte hierfür auch die finanzielle Grundlage weiter gestärkt werden.
Velbert, den 20. April 2022 WITTE Automotive GmbH Rainer Gölz, Geschäftsführer Christian Kaczmarczyk, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Erläuterungen Die WITTE Automotive GmbH (WITTE Automotive) hat ihren Sitz in Velbert und ist unter der Nummer HRB 19893 im Register des Amtsgerichts Wuppertal eingetragen. Für die WITTE Automotive besteht die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach § 290 Abs. I HGB. Der vorliegende Konzernabschluss wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahreskonzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nach den (für Kapitalgesellschaften) geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der WITTE-Gruppe, die keine verbundenen Unternehmen sind und mit denen kein Beteiligungsverhältnis besteht, werden unter dem Passivposten "Verbindlichkeiten gegenüber nicht verbundenen Unternehmen der WITTE-Gruppe" ausgewiesen. (a) Abschlussstichtag Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag der WITTE Automotive, den 31. Dezember 2021, aufgestellt worden. Geschäftsjahr des Konzerns ist das Kalenderjahr. Die Abschlussstichtage aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen dem Konzernabschlussstichtag. (b) Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der WITTE Automotive sind dreizehn Gesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung und drei Gesellschaften als assoziierte Unternehmen einbezogen worden. Die Gesellschaften ergeben sich aus der Aufstellung zum Konsolidierungskreis (unter IV.). Die in 2017 gegründete 100%ige Beteiligung an der WITTE Taicang Automotive Co. Ltd., China, ist von untergeordneter Bedeutung und wird somit gemäß § 296 Abs. 2 Satz I HGB nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen, weil das Jahresergebnis und die Umsatzerlöse sowohl in 2020 als auch in 2021 weniger als I % des Konzernergebnisses bzw. Konzernumsatzes ausmachten. Im Rahmen der WITOL-Strategie wurden im Jahr 2019 die Gesellschaften WITOL Automotive Fasteners (Kunshan) Co. Ltd. in China (WITOL Kunshan) und WITOL Automotive USA Inc. (WITOL USA) gegründet und erstmals im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. In 2018 wurden 24 % der Anteile an dem Unternehmen Institut mikroelektronických aplikací s.r.o., Prag/Tschechische Republik, (kurz: IMA) erworben und zunächst nach der Equity-Methode bewertet. In 2021 wurde der Anteilsbesitz auf 100,0 % erhöht und die IMA wird nun im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. In 2021 wurde zudem durch den Erwerb der restlichen 15 % der Anteile an der WITTE Paint Application, spol. s r.o. der Anteilsbesitz auf 100,0 % erhöht. (c) Bewertung von Beteiligungen nach der Equity-Methode Die Joint-Venture-Unternehmen Vehicle Access Systems Technology LLC, Auburn Hills/USA, (Anteilsbesitz 33 1/3 %) und STRATTEC Power Access LLC, Auburn Hills/USA, (Anteilsbesitz 20 %) sowie deren Tochterunternehmen sind assoziierte Unternehmen. Die Beteiligungen sind nach der Equity-Methode mit dem Betrag, der dem anteiligen Eigenkapital entspricht, bewertet worden. Von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze der At-Equity-Beteiligungen wurden beibehalten, weil ihre Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns unbedeutend sind. Der Konzernabschluss der Vehicle Access Systems Technology LLC wies zum Stichtag 31. Dezember 2021 Anlagevermögen von TUSD 89.659 aus. Die sonstigen Aktiva beliefen sich auf TUSD 116.883. Das Eigenkapital betrug TUSD 82.531 bei einem Jahresüberschuss von TUSD 3.133. Im Konzernabschluss der STRATTEC Power Access LLC summierte sich das Anlagevermögen zum Stichtag 31. Dezember 2021 auf TUSD 5.532 und die sonstigen Aktiva auf TUSD 32.028. Das Eigenkapital belief sich auf TUSD 25.673 unter Berücksichtigung eines Jahresüberschusses von TUSD 8.934. In 2017 ist das Start-up-Unternehmen Tapkey GmbH, Wien/Österreich, mit einem Anteilsbesitz von 16,0 % als assoziiertes Unternehmen hinzugekommen. In 2018 wurde der Anteilsbesitz auf 20,0 % erhöht. Die Beteiligung ist nach der Equity-Methode bewertet worden. Der aktive Unterschiedsbetrag von ursprünglich TEUR 1.000 entfällt auf den Geschäfts- oder Firmenwert. Dieser wird linear über 5 Jahre abgeschrieben und hat zum Jahresende einen Restbuchwert von TEUR 200. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 weist die Gesellschaft Anlagevermögen von TEUR 20 und sonstige Aktiva von TEUR 289 aus. Das Eigenkapital betrug TEUR -1.095 bei einem Jahresfehlbetrag von TEUR 267. Von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze der At-Equity-Beteiligung wurden beibehalten, weil ihre Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns unbedeutend ist. Der Unterschiedsbetrag aus der Umrechnung mit den historischen Kursen und der Umrechnung mit dem Stichtagskurs beträgt TEUR -2.142. (d) Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für die zum 31. Dezember 2009 bereits konsolidierten Gesellschaften erfolgt nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der dem jeweiligen Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem buchmäßigen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Beteiligungserwerbs. In den Buchwerten liegende stille Reserven und stille Lasten sind den entsprechenden Aktiv- und Passivposten zugeordnet worden. Die verbleibenden Unterschiedsbeträge aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung wurden wie folgt behandelt:
Für Beteiligungserwerbe ab dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der dem jeweiligen Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem anteiligen, zu Zeitwerten angesetzten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Beteiligungserwerbs. In den Buchwerten liegende stille Reserven und stille Lasten sind den entsprechenden Aktiv- und Passivposten zugeordnet worden. Die verbleibenden Unterschiedsbeträge aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung wurden wie folgt behandelt:
Nicht den Gesellschaftern der WITTE Automotive zuzurechnende Anteile am Eigenkapital wurden im Vorjahr in den Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter einbezogen. Die betreffenden Ergebnisanteile wurden im Vorjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Anteilen anderer Gesellschafter gesondert ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Im Konzern sind während des Geschäftsjahres 2021 im Bereich der Vorräte keine nennenswerten Zwischengewinne angefallen, da die Verrechnungspreise innerhalb des Konzerns im Wesentlichen an die Konzernanschaffungs- oder -herstellungskosten angepasst sind. Die Zwischengewinne aus Verkäufen von Anlagevermögen wurden erfolgswirksam eliminiert. (e) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der WITTE Automotive und der inländischen und ausländischen Tochterunternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze ausländischer Tochtergesellschaften wurden in Einzelfällen beibehalten, weil ihre Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns unbedeutend sind. Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze lassen sich wie folgt zusammenfassen: Die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte, die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände, die Anlagen im Bau und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung, angemessene Teile an Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen auf Fertigungsanlagen und -gebäude. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen und unbeweglichen Anlagegüter werden ebenfalls linear abgeschrieben. Der Ansatz des nicht abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten. Geleistete Anzahlungen werden zum Nominalwert oder einem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden wie folgt abgeschrieben:
Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Für Ausleihungen in fremden Währungen gelten die unter I. (f) dargestellten Grundsätze für die Umrechnung in Euro. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden um die Eigenkapitalveränderungen fortgeschrieben, die dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaften entsprechen. Die Gesellschaften WITOL Kunshan und WITOL USA sowie die assoziierten Unternehmen haben abweichende Bewertungsmethoden (US-GAAP; chinesisches bzw. österreichisches GAAP) in ihren Jahres- und Konzernabschlüssen angewendet. Eine Anpassung an die konzerneinheitliche Bewertung wurde aus Gründen der Wesentlichkeit nicht vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die unfertigen Leistungen werden nach dem Grad der Fertigung zu Herstellungskosten ausgewiesen. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung, angemessene Teile an Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen auf Fertigungsanlagen und -gebäude. Soweit ein niedrigerer Wert anzusetzen ist, ist dieser berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Leistungen im Entwicklungsbereich werden in Abhängigkeit von dem erreichten Leistungsstand bewertet. Der zugrunde gelegte Stundensatz ergibt sich aus den vom Entwicklungsbereich zu tragenden Aufwendungen. Allgemeine Verwaltungskosten bleiben außer Ansatz. Es werden Abschläge auf die ermittelten Herstellungskosten vorgenommen, wenn die zu erwartende Vergütung unter den bis zur Fertigstellung der Leistung zu erwartenden Herstellungskosten liegt. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nominalwert oder einem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zu Nominalwerten. Für bestehende Einzelrisiken werden Wertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus wird eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks werden mit ihrem Nennwert bilanziert. Aktive und passive latente Steuern werden aufgrund von temporären Differenzen zwischen Wertansätzen der Handelsbilanz und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen unter Berücksichtigung eventuell vorliegender steuerlicher Verlustvorträge gebildet. Die Ermittlung erfolgt unter Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Steuersätze. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. I Satz 2 HGB wird ausgeübt. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung enthält zu Anschaffungskosten (entspricht dem beizulegenden Zeitwert) bewertete Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, saldiert mit diesen Schulden. Die Bilanzierung der Einlagen stiller Gesellschafter erfolgt zum Nominalwert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle zurzeit erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre durch Anwendungen der Bruttomethode auf ihren Barwert zum Abschlussstichtag abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen werden zum Barwert angesetzt. Für die Berechnung wird das modifizierte Teilwertverfahren angewandt. Folgende Annahmen werden dabei zugrunde gelegt:
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Aufwendungen und Erträge werden auf das Konzerngeschäftsjahr abgegrenzt. Aufwendungen und Erträge aus der Aufzinsung von Altersversorgungsverpflichtungen und aus dem zu verrechnenden Vermögen werden saldiert. (f) Fremdwährungsumrechnung Unterjährig werden Geschäftsvorfälle in fremden Währungen in den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften zum Wechselkurs des Tages umgerechnet. Zum Abschlussstichtag werden in den Konzerngesellschaften kurzfristige (Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens und Verbindlichkeiten in fremden Währungen zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags umgerechnet. Mittel- und langfristige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in fremden Währungen werden mit dem niedrigeren Betrag ausgewiesen, der sich aus der Umrechnung zum Anschaffungskurs oder zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags ergibt. Mittel- und langfristige Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden mit dem höheren Betrag ausgewiesen, der sich aus der Umrechnung zum Anschaffungskurs oder zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags ergibt. Die Währungsumrechnung der Abschlüsse von ausländischen Konzernunternehmen erfolgt für die Posten der Bilanz mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Mittelkurs am Konzernabschlussstichtag und für die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs. Differenzen, die sich gegenüber der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen und aufgrund der Umrechnung des Jahresergebnisses zum Jahresdurchschnittskurs ergeben, werden im Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" verrechnet. Der Gesamtbetrag dieser Verrechnungen betrug zum 31. Dezember 2021 TEUR 9.358. Aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich gegenläufig TEUR 1.147. II. Erläuterungen zur Konzernbilanz (a) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer Anlage dargestellt. Im Anlagenspiegel sind TEUR 26.312 Abschreibungen des Geschäftsjahres 2021 ausgewiesen. Sie entfallen im Wesentlichen auf Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. (b) Entwicklungsleistungen Die noch nicht abgerechneten fertigen Entwicklungsleistungen werden im Bilanzposten "Fertige Erzeugnisse und Waren, fertige Entwicklungsleistungen" unter den Vorräten ausgewiesen. (c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen sind rechtlich TEUR 48 erst nach dem Abschlussstichtag entstanden (Vorjahr: TEUR 84). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR. 28 bestehen gegen die WITTE Taicang Automotive Co. Ltd., China, und betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (zugleich Gesellschafter), in Höhe von TEUR. 83 (Vorjahr: TEUR 102) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. (d) Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern beruhen auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise und aus steuerlichen Verlustvorträgen in dem Maße, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird. Sie ergeben sich wie folgt:
Der durchschnittliche Steuersatz aus der Ermittlung der latenten Steuern beläuft sich auf 21,12%. (e) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ergibt sich wie folgt:
Der beizulegende Zeitwert ergibt sich aus dem Wert des Guthabens bei der depotführenden Bank. (f) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der WITTE Automotive GmbH beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 600. (g) Einlagen stiller Gesellschafter Zum 31. Dezember 2021 werden Einlagen stiller Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.000 (Vorjahr: TEUR 2.000) ausgewiesen. Den stillen Gesellschaftern stehen erfolgsunabhängige Mindestentgelte und erfolgsabhängige Vergütungen am Ergebnis des WITTE-Konzerns zu. Da die Einlagen der stillen Gesellschafter jeweils sowohl Merkmale von Eigen- als auch von Fremdkapital ausweisen, erfolgt ein Ausweis zwischen dem Eigenkapital und den Rückstellungen. (h) Rückstellungen Die Konzerngesellschaften haben zum 1. Januar 2010 zur Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen versicherungsmathematische Gutachten unter Berücksichtigung der erstmals anzuwendenden Vorschriften des HGB i.d.F. des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes erstellen lassen. Daraus ergab sich (insgesamt) eine Unterdotierung der Rückstellungen in Höhe von TEUR 392. Der WITTE-Konzern übt das Wahlrecht des Artikels 67 Abs. I EGHGB aus, diesen Unterschiedsbetrag bis zum 31. Dezember 2024 mit mindestens 1/15 jährlich ratierlich zuzuführen. Im Geschäftsjahr 2021 wurde daher den Pensionsrückstellungen nur dieser Mindestbetrag zugeführt. Die verbleibende Unterdeckung der Pensionsrückstellungen beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 104). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 83). Zum 31. Dezember 2021 wurden bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen eine Rentenanpassung von 2 %, ein Zinssatz von 1,87 % und keine Fluktuation angenommen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Risiken aus Gewährleistungen und Garantien (TEUR 11.651; Vorjahr: TEUR 15.338), noch zu gewährenden Gutschriften (TEUR 13.327; Vorjahr: TEUR 12.354), Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (TEUR 6.384; Vorjahr: TEUR 9.064), sowie ausstehenden Rechnungen (TEUR 6.291; Vorjahr: TEUR 8.506). Die Gewährleistungsrückstellung betrifft Einzelgewährleistungsrisiken sowie eine pauschal auf den relevanten Umsatz gebildete Rückstellung. (i) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber nicht verbundenen Unternehmen der WITTE-Gruppe beinhalten Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, die aufgrund der Beteiligungsverhältnisse nicht verbundene Unternehmen im Sinne des HGB sind, aber aufgrund ihrer Wesentlichkeit für unsere Gesellschaft separat in der Bilanz ausgewiesen werden. Es handelt sich wie im Vorjahr um Verrechnungssalden im gemeinsamen Cash-Pool. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen wie im Vorjahr ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 2.814 (Vorjahr: TEUR 4.620) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 2.737 (Vorjahr: TEUR 2.641) ausgewiesen. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:
III. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (a) Umsatzerlöse
(b) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 4.350 (Vorjahr: TEUR 1.652). Sie beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.728 (Vorjahr: TEUR 1.341). Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 4.790 (Vorjahr: TEUR 6.336) ausgewiesen. (c) Personalaufwand Unter den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR. 303 (Vorjahr: TEUR 279) ausgewiesen. (d) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR. 173 (Vorjahr: TEUR 711). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 4.788 (Vorjahr: TEUR 7.304) ausgewiesen. Die außergewöhnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.001 (Vorjahr: TEUR 3.353) betreffen im Wesentlichen die Reorganisation der Produktion (Vorjahr: Reorganisation des Bereichs Vertrieb/Entwicklung und Verwaltung). TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 26) entfallen auf Zuführungen zu Pensionsrückstellungen i.S.d. Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB. (e) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen werden Zinsen aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 25) ausgewiesen. (f) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden Zinsen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 102) ausgewiesen. (g) Auf assoziierte Beteiligungen entfallendes Ergebnis Der Posten enthält anteilige Gewinne von assoziierten Unternehmen abzüglich der Abschreibung auf Goodwill für assoziierte Unternehmen. (h) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Steuererstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 1.349 (Vorjahr: TEUR 1.331). Die Steuererstattungen für Vorjahre betreffen im Wesentlichen mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 52) amerikanische sowie mit TEUR 1.252 (Vorjahr: 1.279) bulgarische Quellensteuer. Zudem werden Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: Aufwand von TEUR 356) ausgewiesen. IV. Sonstige Erläuterungen und Angaben (a) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2020 und 2021. Dabei werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Ermittlung des operativen Cashflows erfolgt im Rahmen der indirekten Methode. Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel sowie Zahlungsmitteläquivalente. (b) Aufgliederung der Anteile anderer Gesellschafter am Jahresüberschuss Der auf Anteile anderer Gesellschafter an Tochterunternehmen entfallende Konzernjahresüberschuss beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 46). (c) Geschäftsführer der WITTE Automotive Herr Rainer Gölz, Velbert, Geschäftsführer der WITTE Automotive GmbH Herr Christian Kaczmarczyk, Velbert, Geschäftsführer der WITTE Automotive GmbH Die Angabe der Gesamtbezüge der gesetzlichen Vertreter sind in zulässiger Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. (d) Beirat Herr Dr. Manfred Püschel, Kaufmann, Essen (Vorsitzender) Herr Bernhard Gölz, Betriebswirt, Düsseldorf, und Frau Doris Gölz, Betriebswirtin, Düsseldorf (wechselweise) Herr Edvard Rückert, Techniker, Velbert Herr Pär Sjögemark, Kaufmann, Bromma/Schweden, und Frau Christina Arnell, Kauffrau, Drottningholm/Schweden (wechselweise) Herr Erwin Doll, Dipl. Ing., Krailling Frau Christina Arnell bzw. Frau Doris Gölz wurden zunächst zum Ersatzmitglied für Herrn Pär Sjögemark bzw. Herrn Bernhard Gölz gewählt. Im Innenverhältnis wurde sich darauf verständigt, dass der Posten nach Ablauf der Hälfte der Wahlperiode an das Ersatzmitglied abgegeben wird. Der Wechsel hat in 2020 stattgefunden. Die den Mitgliedern des Beirats gewährten Vergütungen betrugen TEUR 130 (Vorjahr: TEUR 132). (e) Zahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:
(f) Außerbilanzielle Geschäfte Gesamtverpflichtungen aus Leasing- und Sachmietverträgen Die Gesamtverpflichtungen aus Leasing- und Sachmietverträgen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Maschinen und Kraftfahrzeuge betragen zum 31. Dezember 2021 TEUR 10.208 (Vorjahr: TEUR 13.101). Mit den Vertragsverhältnissen insbesondere beim Leasing von Maschinen und technischen Anlagen sichern wir uns die Möglichkeit, nach Ablauf der Vertragslaufzeit auf die dann neueste Technologie zu wechseln, ohne dabei ein Verwertungsrisiko berücksichtigen zu müssen. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass bei Auslauf der Verträge die Kosten für Vertragsprolongationen deutlich steigen können oder für Investitionen hohe Finanzmittel gebunden werden. Gesamtverpflichtungen aus Immobilienpacht- und -mietverträgen Die Gesamtverpflichtungen aus Immobilienpacht- und -mietverträgen betragen zum 31. Dezember 2021 TEUR 2.637 (Vorjahr: TEUR 2.508). Der Vorteil der Anmietung der Gebäude besteht darin, dass eine schnellere Veränderung in räumlicher Hinsicht ermöglicht wird. Daneben ergeben sich Vorteile aus einem ausgelagerten zentralisierten Gebäudemanagement. Risiken können sich aus der Vertragsgestaltung ergeben im Hinblick auf Fragen der Kostenübernahme insbesondere bei Erhaltungsmaßnahmen und aus Mieterhöhungen. Factoring Der Konzern hat Forderungen bei einer Factoringgesellschaft eingereicht. Die Summe der verkauften Forderungen betrug zum Bilanzstichtag TEUR 6.013 (Vorjahr: TEUR 17.746). Ohne das Factoring beliefen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 64.399 (Vorjahr: TEUR 68.463). Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoringgesellschaft über. Der WITTE-Konzern behält jedoch zwecks Kundenpflege das Debitorenmanagement inne. (g) Gesamthonorare des Konzernabschlussprüfers
(h) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen WITTE Automotive GmbH und ihre Tochterunternehmen haben folgende Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt:
Neben den oben genannten Beträgen erhielten Gesellschafter für ihre stille Beteiligung in Höhe von TEUR 2.000 Entgelte in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr: TEUR 146). (i) Ausschüttungen Die gesetzliche Ausschüttungssperre beträgt TEUR 4.582 (Vorjahr: TEUR 4.566) und entfällt vollumfänglich auf aktive latente Steuern. (j) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von wesentlicher Bedeutung sind, haben sich nach dem Abschlussstichtag nicht ereignet. Auswirkungen des seit Ende Februar 2022 herrschenden Ukraine-Kriegs auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Jahr 2022 können zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Einen weiteren Unsicherheitsfaktor stellt der weitere Verlauf der Corona-Pandemie dar. Wir verweisen auf die Darstellung im Lagebericht unter "Risiken" sowie dem "Prognosebericht". (k) Konsolidierungskreis
(I) Offenlegung von Jahresabschlüssen von Tochterunternehmen Die Tochtergesellschaft WITTE-Velbert GmbH & Co. KG, Velbert, (Amtsgericht Wuppertal, HRA 20998) ist gemäß § 264b HGB von der Pflicht zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses und des Lageberichts befreit, da sie in den Konzernabschluss der WITTE Automotive GmbH einbezogen wird.
Velbert, den 20. April 2022 WITTE Automotive GmbH Rainer Gölz, Geschäftsführer Christian Kaczmarczyk, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WITTE Automotive GmbH, Velbert Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der WITTE Automotive GmbH, Velbert, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WITTE Automotive GmbH, Velbert, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 20. April 2022 Deloitte
GmbH
Prof. Dr. Holger Reichmann, Wirtschaftsprüfer Dirk Becker, Wirtschaftsprüfer |
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