Stammdaten

Register
Amtsgericht Landau HRB 32199
Eingetragen
7.11.2017
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtErbringung von allen anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.
Gegenstand
Die Übernahme von Dienstleistungen für die Unternehmen der Nolte-Gruppe, sowie Dritte.

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Bialowons
seit 11.2.2019
Geschäftsführer
Gudrun Thies
seit 8.1.2018
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nolte Service GmbH

Germersheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

der Nolte Service GmbH, Germersheim

1 Allgemeines

Die Nolte Service GmbH ist ein Unternehmen der Nolte-Gruppe und erbringt Dienstleistungen im Auftrag der Gesellschaften Nolte-Möbel GmbH & Co. KG, Express Möbel GmbH & Co. KG, Rhein Logistik GmbH und Nolte Mobel Ltd. Erbracht werden Dienstleistungen auf Basis des Dienstleistungsvertrags vom 19.07.2018. Schwerpunkt liegt in den verwaltenden Tätigkeitsbereichen, aber auch dort wo gesellschaftsübergreifende Funktionen Synergien versprechen. Die Gesellschaft hat ihr operatives Geschäft mit Übernahme des Personals am 01.04.2018 begonnen. Wesentliches Ziel ist es, die Prozesse und Abläufe am Standort Germersheim fortwährend zu verbessern, effizienter zu gestalten und so einen Beitrag zur Stabilisierung des gesamten Standortes beizusteuern.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Nolte-Gruppe ist vor allem vom Verhalten der Endverbraucher abhängig. Das Konsumentenverhalten wiederum wird im Wesentlichen vom verfügbaren Einkommen im jeweiligen Land und damit maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Lage beeinflusst.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Konjunktur in Deutschland blieb in 2018 - verglichen mit der Entwicklung im Vorjahr - weiterhin auf Expansionskurs, allerdings hat die konjunkturelle Dynamik seit dem Frühjahr deutlich an Schwung verloren: Gingen Konjunkturexperten noch vor einem Jahr davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in 2018 um ca. 2,5 Prozent zulegen würde, wird das tatsächliche Wachstum wohl lediglich 1,5 Prozent betragen. Ebenfalls zurückgenommen wurden auch die Aussichten für 2019: Rechnete man bisher mit einem Wachstum von 2,3 Prozent, so wird dies im laufenden Jahr allenfalls 1,17 Prozent betragen. Risiken für die Konjunktur werden insbesondere in einer weiteren Verschärfung weltweiter Handelskonflikte gesehen, wobei in Europa die Sorge um die Schuldentragfähigkeit Italiens hinzukommt. Nicht zuletzt könnte ein ungeordneter Brexit dazu führen, dass sich die Konjunktur schwächer entwickelt als aktuell noch erwartet. 1

Trotz der deutlichen Senkung der Konjunkturprognosen steht der Aufschwung nach wie vor auf einem breiten Fundament und wird weiterhin getragen durch die positiven Einflüsse, die vom privaten Verbrauch ausgehen und deren Zuwächse gespeist werden durch die hohen realen Einkommensanstiege, den stabilen Ölpreis und die günstigen Finanzierungsbedingungen für Investitionen. Insbesondere wird sich auch der Bauboom fortsetzen, da sich die Anzahl der in 2018 erteilten Baugenehmigungen gegenüber dem Vorjahr noch einmal kräftig erhöht hat. 2

1 Kieler Konjunkturberichte; Weltkonjunktur Winter 2018
2 Küche und Architektur Ausgabe 6/2018 Seite 5

Branchenüberblick

Im Rahmen des gesamtwirtschaftlichen Konjunkturzyklus ist die Möbelkonjunktur in der Regel nachlaufend, weil die Käufe der privaten Haushalte stark von der tatsächlichen Einkommenshöhe sowie den Einkommenserwartungen und der Lage auf den Arbeitsmärkten abhängen. In konjunkturell instabilen Zeiten können gerade bei Möbeln gewisse Anschaffungskäufe aus Vorsichtsgründen leicht in die Zukunft verschoben werden; später ergibt sich dann ein stärker auftretender Nachholbedarf. Die Branche erzeugt damit auch selbst zyklische Impulse.

Wie viele andere Konsumgüterbranchen ist die Möbelindustrie - mit Ausnahme des Küchenbereiches - auch davon betroffen, dass vor allem im Bereich der unteren Preisgruppen (Marktsegment der Discounter, Mitnahmemöbel und zerlegte Möbel) Importe aus dem Ausland zunehmen. Dabei handelt es sich zum einen um Direkteinkäufe des deutschen Einzelhandels bei ausländischen Unternehmen und zum anderen um Einfuhren deutscher Unternehmen aus eigenen Produktionsstätten in Niedriglohnländern. Verdrängungswettbewerb und der dadurch ausgelöste Preisdruck kennzeichnen den deutschen Markt für Möbelhersteller deshalb seit Jahren. Die größten Importvolumina stammen aus China und aus Niedriglohnländern mit eigener Tradition in der Möbelproduktion wie Polen und Tschechien.

Aufgrund der insgesamt sehr guten Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und insbesondere vor dem Hintergrund einer gestiegenen Wohnungsbautätigkeit konnte die Möbelindustrie in 2018 trotz des Abwärtstrends im dritten Quartal ein leichtes Umsatzwachstum von ca. 0,7 Prozent erzielen, nachdem in 2017 noch ein Rückgang von rd. 0,6 Prozent ausgewiesen werden musste. Die Inlandsumsätze haben im Gesamtjahr mit einem Plus von 0,7 Prozent fast genauso stark zugelegt wie der Export, der sich um 0,9 Prozent erhöht hat. Damit erweisen sich die Erfolge auf den Auslandsmärkten zum wiederholten Male als wesentliche Stütze der deutschen Möbelindustrie. Die Entwicklung in den einzelnen Bereichen der deutschen Möbelindustrie verlief jedoch sehr unterschiedlich. Während der Bereich Matratzen rund 11,5 Prozent zum Vorjahr verlor, wuchs der Bereich Büromöbel um 7,1 Prozent. 3

Nachdem die Hersteller von Küchenmöbeln in 2017 noch ein Minus von 3,8 Prozent hinnehmen musste, erzielte das Segment in 2018 wieder ein deutliches Umsatzplus von rund 6,3 Prozent. Nach den Erhebungen des Verbandes der Deutschen Küchenmöbelindustrie wird das Produktionswachstum allerdings sehr deutlich hinter dem Umsatzwachstum zurückbleiben und zum Jahresende lediglich rd. 2,5 Prozent betragen. Bezeichnend ist dabei der unterschiedliche Verlauf im ersten und zweiten Halbjahr: Konnte die Branche zur Jahresmitte noch auf ein Mengenwachstum von ca. 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückblicken, waren die abgesetzten Mengen in der zweiten Jahreshälfte um 5,2 Prozent rückläufig. Dabei entwickelte sich das Inland mit minus 5,1 Prozent nur geringfügig besser als das Ausland mit minus 5,3 Prozent. Das Segment Wohnmöbel musste im Jahr 2018 einen Umsatzrückgang von 3,5 Prozent verkraften. Während im Inland ein Umsatzrückgang von minus 2,4 Prozent hingenommen werden musste, war der Umsatzrückgang im Ausland mit minus 5,6 Prozent deutlich höher. 4

3 Vgl. Euwid Möbel 8/2019 S. 4
4 VdDK: Monatsbericht nach Fachzweigen 2. Halbjahr 2018

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Verdichtete Gesamtaussage

Mit der Aufnahme des Geschäftsbetriebes im Jahr 2018 wurden mit der Nolte Service GmbH die Möglichkeiten geschaffen am Standort gesellschaftsübergreifende Prozesse zu standardisieren und in Summe effizienter zu gestalten. Durch Betriebsübergang sind nun die ehemaligen Verwaltungsmitarbeiter der Nolte-Möbel GmbH & Co. KG sowie der Express Möbel GmbH & Co. KG gemeinsam für die Abwicklung der Prozesse zuständig.

Das Jahr 2018 war geprägt von räumlichen Zusammenlegung, dem wechselseitigen Wissenstransfer der unterschiedlichen Prozesse sowie der Erarbeitung konkreter Verbesserungspotentiale.

Die Zielrichtung der nahen und mittleren Zukunft leitet sich auch aus diesen Verbesserungspotentialen ab. So sollen jährlich Synergie- und Verbesserungspotential zwischen 5%-10% realisiert werden. Dazu notwendige Investitionen, wie beispielsweise ein neues gemeinsames Warenwirtschaftssystem (SAP S4 Hana) wurden beauftragt. Daneben gilt es die Verwaltungsprozesse zukunftssicher zu gestalten.

Insgesamt gesehen befindet sich das Unternehmen, auf einem guten Weg, muss aber den schwierigen Prozess der Neuausrichtung der beiden produzierenden Einheiten Nolte-Möbel GmbH & Co. KG und Express Möbel GmbH & Co. KG aktiv begleiten und unterstützen.

2.2.2 Auftrags- und Umsatzentwicklung

Die Gesellschaft erwirtschaftet ihren Umsatz durch die Weiterverrechnung ihrer Dienstleistungstätigkeit an die Nolte Möbel GmbH & Co. KG und Express Möbel GmbH & Co. KG. Mit der Aufstellung des Jahresabschlusses wird eine Schlussrechnung durchgeführt, so dass der definierte "Cost-Plus-Ansatz" gemäß Dienstleistungsvertrag von rund 2,5% auf das Ergebnis vor Ertragssteuern realisiert wird. Es werden alle Aufwendungen sowie direkt verbundene Erträge beim Ansatz berücksichtigt.

Im Jahr 2018 wurde erstmalig ein Umsatz von 13,9 Mio. EUR erwirtschaftet.

2.2.3 Produktion/Dienstleistungen

Als reines Dienstleistungsunternehmen produziert die Nolte Service GmbH nichts im eigentlichen Sinne. Vielmehr werden Dienstleistungen erbracht, die sich in den folgenden Abteilungsbezeichnungen erkennbar machen lassen:

Arbeitsvorbereitung/Engineering

Assistenz der Geschäftsführung

Auftragszentrum

Ausbildung und Personal

Einkauf

Instandhaltung

Informations- und Netzwerktechnik

Marketing

Produktentwicklung/Konstruktion

Qualitätssicherung

Rechnungswesen

Vertrieb

Vertriebsinnendienst

Werksplanung

2.2.4 Investitionen

Der Gesellschaft werden die benötigten Investitionsgüter von den beauftragten Gesellschaften Nolte Möbel GmbH & Co. KG und Express Möbel GmbH & Co. KG zum größten Teil zur Verfügung gestellt. Eigene Investitionen werden hauptsächlich in Büro- und IT-Ausstattung, sowie Software, getätigt. Die Investitionen im Jahr 2018 betrugen 18 T-EUR für neue Arbeitsplatzausstattung.

2.2.5 Sozial- und Personalbereich

Zum 01.04.2018 mit Beginn der operativen Tätigkeit sind 214 Mitarbeiter aus der Nolte Möbel GmbH & Co. KG und 52 Mitarbeiter aus der Express Möbel GmbH & Co. KG in die Nolte Service GmbH übergegangen.

Zum 31.12.2018 wurden 273 Mitarbeiter, davon 25 Auszubildende beschäftigt. Die Personalkostenquote beträgt 81% bei 11,3 Mio. EUR Personalaufwand. Für die zuvor genannten, jährlichen Effizienzsteigerungen wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung von 2,7 Mio. gebildet, die in Höhe von 1,8 Mio. EUR im Personalaufwand des Jahres 2018 enthalten ist und als außergewöhnlicher Sachverhalt zu bezeichnen ist.

2.2.6 Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungsarbeit im eigentlichen Sinne wird nicht betrieben. Vielmehr übernimmt der Bereich der Produktentwicklung und Konstruktion die Aufgaben für die Express Möbel GmbH & Co. KG sowie Nolte-Möbel GmbH & Co. KG.

2.3 Lage des Unternehmens

2.3.1 Ertragslage

Die Nolte Service GmbH schloss das Geschäftsjahr 2018 mit einem Umsatz von 13,9 Mio. EUR ab und erzielte einen Jahresgewinn von 0,2 Mio. EUR. Basis ist der Dienstleistungsvertrag vom Juli 2018. Im Ergebnis 2018 wurden Einmalaufwendungen von 1,8 Mio. EUR als Rückstellung für möglichen Personalabbau gebildet und verarbeitet.

2.3.2 Finanzlage

Das Unternehmen verfügte zum Stichtag 31.12.2018 über liquide Mittel von 0,1 Mio. EUR. Die Liquidität wird über die Intercompany-Dienstleistungen und Verrechnungen mit der Nolte-Möbel GmbH & Co KG und der Express Möbel GmbH & Co KG zur Verfügung gestellt. Über Lieferantenkredite wird die Inanspruchnahme und der Kontosaldo gesteuert.

Es bestehen keine internen Darlehensbeziehungen zur Muttergesellschaft, der Nolte Holding GmbH & Co. KGaA. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich auf Basis des Dienstleistungsvertrages vom 19.07.2018. Die Gesellschaft ist auch nicht Teil des Cashpoolings der Nolte Gruppe.

2.3.3 Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Nolte Service GmbH beträgt 4,6 Mio. EUR.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Vermögensstruktur gegenüber dem Vorjahr:

T-EUR 2018 2017
Aktiva 4.598 100% 50 100%
Anlagevermögen 16 0% 0 0%
Vorräte 0 0% 0 0%
Forderungen 4.372 95% 0 0%
Flüssige Mittel 128 3% 50 100%
Rechnungsabgrenzungen 82 2% 0 0%
Passiva 4.598 100% 50 100%
Eigenkapital 273 6% 48 94%
Rückstellungen 3.359 73% 0 0%
Darlehen 0 0% 0 0%
Verbindlichkeiten 966 21% 3 6%

Zum Jahresabschluss liegen die Forderungen mit 4,4 Mio. EUR naturgemäß deutlich über dem Vorjahreswert. Hier spiegelt sich die aktive Steuerung der Gesamtinanspruchnahme des Konzerns wider. Die flüssigen Mittel von 0,1 Mio. EUR liegen nur leicht über dem Vorjahreswert (0,05 Mio. EUR).

Das Eigenkapital ist aufgrund des Jahresergebnisses von 0,23 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Rückstellungen von 3,4 Mio. EUR ergeben sich aus den Rückstellungen für Effizienzsteigerungen, Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter, Urlaubsrückstellungen und Abgrenzungen für sonstige Ausgaben.

Im Bereich der Verbindlichkeiten sind die Umsatzsteuerzahllast (0,5 Mio. EUR) und die noch nicht fällige Lohnsteuer (0,2 Mio. EUR) die wesentlichen Positionen.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Für das Jahr 2019 erwarten Konjunkturexperten entgegen früherer Einschätzungen eine Abschwächung der nunmehr seit mehr als sechs Jahren andauernden Wachstumsphase. Ging man bis dato noch davon aus, dass die Wirtschaft 2019 um rd. 2,5 Prozent wachsen würde, liegen aktuelle Prognosewerte eher bei rd. 2 Prozent.

Trotz der Dämpfung der Erwartungshaltung bleiben die Impulse für die Konjunktur robust: Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte auch in 2019 auf einem historischen Höchststand bleiben, die Einkommen werden aufgrund der hohen Tarifabschlüsse weiterhin steigen und die Nachfrage stützen. Auch vom Wohnungsbau dürften durch das extrem günstige Finanzierungsumfeld weiterhin starke Impulse insbesondere für die Nachfrage nach Möbeln ausgehen. Eintrübungen sind gegebenenfalls vom Außenhandel zu erwarten, da es auf den Weltmärkten in 2019 unter dem Einfluss der amerikanischen Wirtschaftspolitik zu Rückschlägen kommen könnte. 5

Die guten Aussichten für die Entwicklung der Nachfrage im Allgemeinen und die - noch gute - Entwicklung der Wohnungsbautätigkeit im Besonderen sprechen dafür, dass sich der Markt für Einrichtungsgegenstände und damit für Möbel in 2019 stabil entwickeln wird. Zu diesem Ergebnis kommt auch der Verband der deutschen Möbelindustrie (VDM), der sowohl eine leicht höhere Nachfrage nach Möbeln im Inland wie auch eine verstärkte Nachfrage im Ausland prognostiziert. Das Exportgeschäft nach Großbritannien wird allerdings unter den Folgen des Brexits leiden. In Summe geht der VDM von einem stabilen bzw. leicht positiven Wachstum der Umsätze der deutschen Möbelindustrie aus. 6

5 FAZ: Baugenehmigungen 2018 deutlich gestiegen Genehmigungen 2018 => Baufertigstellungen 2019
6 Siehe Pressekonferenz Jan Kurth anlässlich der Eröffnung der Kölner Messe Jan. 2019

Vor diesem Hintergrund darf auch für alle Geschäftsbereiche der Nolte Gruppe mit einem moderaten Wachstum im kommenden Jahr gerechnet werden, das im Wesentlichen auf die derzeit guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und vor allem auf die weiter anhaltend hohe Bautätigkeit zurückzuführen ist. Diese Einschätzung wurde grundsätzlich auch für die Planung der für die Nolte Service GmbH maßgeblichen Geschäftseinheiten Express Möbel und Nolte-Möbel GmbH & Co. KG übernommen.

Hauptfokus der Mehrjahresplanung ist die konsequente Umsetzung der identifizierten Verbesserungspotentiale und die Unterstützung des Sanierungsplanes der Nolte-Möbel GmbH & Co. KG sowie der Express Möbel GmbH & Co KG.

Planung 2019

Nach der Planung werden die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2019 steigen. Das Ergebnis wird auf Basis des Dienstleistungsvertrages bei plankonformen Verlauf leicht steigen. Begründet ist der Mehrumsatz insbesondere im nunmehr vollen Geschäftsjahr mit 12 Monaten, während die Geschäftstätigkeit im Jahr 2018 erst mit April begann.

Für 2019 plant die Nolte Service GmbH einen Umsatz von 15,9 Mio. EUR und einen Jahresüberschuss von 0,2 Mio. EUR.

Aktuelle Entwicklung

Nach den ersten drei Monaten des Jahres 2019 bestätigt sich die erwartete Ergebnisentwicklung. Klassische Auftragseingänge liegen nicht vor. Vielmehr wird der Plan der Maßnahmenumsetzung konsequent vorangetrieben und die notwendigen Schritte zur Digitalisierung und Automatisierung angestoßen.

Parallel laufen die Arbeiten am neuen Warenwirtschaftssystem (SAP) plangemäß, so dass im April 2019 der 2. von insgesamt 8. Meilensteinen erfolgreich absolviert werden konnte.

3.2 Risiko- und Chancenbericht

Im Zuge der generellen Bewertung des Gesamtsystems und der Risiken und Chancen gemäß DRS 20 sind insbesondere Umfeld- und Branchenrisiken, leistungswirtschaftliche Risiken und Liquiditätsrisiken aufgetreten. Gegenüber diesen Kategorien kommt den übrigen Risikobereichen eine eher untergeordnete Bedeutung zu.

Sämtliche Risikoarten wurden im Laufe des Geschäftsjahres 2018 hauptsächlich bei der Erstellung der Jahresplanung neu bewertet. Anschließend wurden das Risikopotential und das Risikoprofil entsprechend aktualisiert.

Da die Gesellschaft ausschließlich Dienstleistungen für die Nolte-Möbel GmbH & Co. KG, Express Möbel GmbH & Co. KG, Rhein Logistik GmbH und Nolte Mobel Ltd erbringt, wirken sich Risiken dieses Teilkonzerns Nolte Möbel unmittelbar auf die zu dem Teilkonzern gehörende Nolte Service GmbH aus.

Vor diesem Hintergrund bestehen Ereignisse und Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Die wichtigsten Ereignisse oder Gegebenheiten sind: anhaltende Jahresfehlbeträge, in gewissen Maßen ein Investitionsstau, Qualitätsprobleme und erhöhte Reklamationen, daraus resultierend ein negativer Cash-Flow und Erfordernis der Finanzierung durch Gesellschafter.

Zur Risikobegrenzung setzen die gesetzlichen Vertreter das Fortführungskonzept, zuletzt geändert am 12.04.2019, für den Teilkonzern Möbel und die darin enthaltenen Maßnahmen entgegen.

Wesentliche Eckpunkte des Fortführungskonzeptes sind die Umsetzung von Absatzpreissteigerungen, Kostenreduzierung durch Personalabbau und die Digitalisierung der Prozesse, sowie den Aufbau des Absatzkanals E-Commerce und der Aufbau der Marke Nolte. Als finanzwirtschaftliche Maßnahme ist der Verkauf der Grundstücke von Nolte-Möbel GmbH & Co. KG und Express Möbel GmbH & Co. KG an die Nolte GmbH & Co. KGaA vorgesehen.

Aufgrund des vorliegenden Fortführungskonzepts für den Nolte Teilkonzern Möbel stellen die Ereignisse und Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, keine wesentliche Unsicherheit, d.h. kein bestandsgefährdendes Risiko dar. Nach dem Fortführungskonzept sind die Gesellschaften des Teilkonzerns Möbel nach Umsetzung der operativen und finanzwirtschaftlichen Restrukturierungsmaßnahmen fortführungsfähig im Planungszeitraum bis 31.12.2021.

Wesentliche Chancen bestehen im engeren Sinn nicht. Durch den vereinbarten Cost-Plus-Ansatz werden Ergebnisverbesserungen, z.B. durch eine beschleunigte Umsetzung von Maßnahmen und die damit verbundene Realisierung von Potentialen, an die beauftragenden Gesellschaften weitergereicht.

Zur Offenlegung bestimmte Bilanz auf den 31. Dezember 2018

der Nolte Service GmbH, Germersheim

AKTIVA

Zum Vergleich 31.12.2017
EUR EUR T-EUR
A. Anlagevermögen      
Sachanlagen      
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   16.362,64 0
B. Umlaufvermögen      
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.372.119,57   0
davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 4.344.372,20     (0)
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 127.670,95   50
    4.499.790,52 50
C. Rechnungsabgrenzungsposten   82.200,00 0
    4.598.353,16 50

PASSIVA

     
      Zum Vergleich 31.12.2017
  EUR EUR T-EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00   50
II. Verlustvortrag -2.362,00   0
III. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 225.607,54   -2
    273.245,54 48
B. Rückstellungen   3.358.964,54 0
C. Verbindlichkeiten   966.143,08 2
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 0,00     (2)
    4.598.353,16 50

Zur Offenlegung bestimmte Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

der Nolte Service GmbH, Germersheim

Zum Vergleich 06.10.- 31.12.2017
EUR EUR T-EUR
1. Rohergebnis   14.035.027,56 0
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -9.457.005,29   0
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.867.957,21   0
davon für Altersversorgung: -(586,71)   (0)
    -11.324.962,50  
3. Abschreibungen      
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -1.465,53 0
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -2.388.562,67 -2
    320.036,86 -2
5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -94.393,00 0
6. Ergebnis nach Steuern   225.643,86 -2
7. Sonstige Steuern   -36,32 0
8. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag)   225.607,54 -2

Zur Offenlegung bestimmter Anhang für das Geschäftsjahr 2018

der Nolte Service GmbH, Germersheim

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Nolte Service GmbH in Germersheim (Amtsgericht Landau i. d. Pfalz HRB 32199) zum 31.12.2018 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftervertrags aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach § 266 Abs. 2 und 3 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde erstmalig in 2017, das ein Rumpfgeschäftsjahr vom 06.10.2017 bis 31.12.2017 war, erstellt.

Die Gesellschaft hat bei der Aufstellung der Bilanz und des Anhangs von den Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft hat ihr operatives Geschäft mit Übernahme des Personals am 01.04.2018 begonnen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Sachanlagen wurden zu ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgten nach der linearen Methode. Der zugrunde gelegte Abschreibungssatz entsprach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Auf die Zugänge bei den abnutzbaren Anlagen wurde der zeitanteilige Abschreibungssatz verrechnet. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert bis EUR 800,00 wurden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten angesetzt.

Liquide Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten bilanziert.

Sonstige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB gebildet. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen und zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre unter Berücksichtigung der Restlaufzeit der jeweiligen Verpflichtung diskontiert.

Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist der nachfolgenden Anlage 1 zum Anhang zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben allesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, davon gegen die Kommanditistin in Höhe von T-EUR 53 (Vorjahr: T-EUR 0), entfallen in Höhe von T-EUR 4.344 auf Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das Stammkapital entspricht der im Handelsregister eingetragenen Einlage. Es beläuft sich auf EUR 50.000,00 und ist vollständig einbezahlt.

Verbindlichkeiten

Die Struktur der Verbindlichkeiten ist der nachfolgenden Anlage 2 zum Anhang zu entnehmen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Abschreibungen

Die zeitlich begrenzt nutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB wurden nicht vorgenommen.

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen für Personalmaßnahmen in Höhe von T-EUR 1.800. Aufgrund von Weiterbelastungen sind in den Umsatzerlösen außergewöhnliche Erträge in ähnlicher Größenordnung enthalten.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen folgende Verpflichtungen:

Positionen Verpflichtungen 2019 2020 bis 2023 nach 2023
T-EUR T-EUR T-EUR
Wartung 168 672 168
Miete 0 0 0
Sonstiges Leasing 26 103 26
Summe 194 775 194
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 168 672 168

Die Verpflichtungen aus Wartungsverträgen sowie sonstigen Leasingverträgen betreffen Vereinbarungen über Betriebs- und Geschäftsausstattung und technische Anlagen und Maschinen. Zweck und Vorteil der Verträge ist die Verbesserung der Liquidität sowie steuerliche Gesichtspunkte. Aufgrund der Art und Laufzeit der Verträge sind keine besonderen Risiken erkennbar.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar und seine Aufschlüsselung sind im Konzernabschluss der Nolte GmbH & Co. KGaA, Germersheim, enthalten.

Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr bzw. seit Beginn des operativen Geschäfts zum 01.04.2018 betrug die Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende durchschnittlich:

Position durchschnittlich Beschäftigte Anzahl vom 01.01.- 31.12.2018 Anzahl vom 01.04.- 31.12.2018
Arbeiter 16 21
Angestellte 171 228
Summe 187 249

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern sind bestellt:

Herr Steffen Urbschat (bis 28.01.2019)
Geschäftsführung Vertrieb & Marketing

Herr Oliver Bialowons (seit 28.01.2019)
Geschäftsführung Vorsitzender, Vertrieb & Marketing

Herr Stephan Haas
Geschäftsführung Kfm. Bereich

Herr Stefan Uhl (seit 02.03.2018)
Geschäftsführung Technik

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Haftung

Die Gesellschaft haftet aus Gewährleistungsverträgen als Gesamtschuldner im Rahmen eines Konsortialkreditvertrags der Muttergesellschaft Nolte GmbH & Co. KGaA. Am Bilanzstichtag beträgt das in Anspruch genommene Kreditvolumen T-EUR 65.830 (Vorjahr: T-EUR 57.985). Die Haftung der Gesellschaft ist insoweit beschränkt, dass die Kapitalerhaltungsvorschriften ihrer Komplementär-GmbH erfüllt sind. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund ausreichender Vermögenswerte der Muttergesellschaft nicht gerechnet.

Einbeziehung in den Konzernabschluss

Mutterunternehmen mit dem größten und kleinsten Konsolidierungskreis ist die Nolte GmbH & Co. KGaA, mit Sitz in Germersheim. Der Konzernabschluss wird in Germersheim aufgestellt und beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Als Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, müssen der für Juni 2019 geplante Grundstücks- und Gebäudeverkauf der Nolte-Möbel GmbH & Co. KG an die Nolte GmbH & Co. KGaA erwähnt werden.

Daneben wurden mit Notartermin vom 19.02.2019 das Grundstück und Gebäude der Express Möbel GmbH & Co. KG zum Kaufpreis von T-EUR 5.500 an die Nolte GmbH & Co. KGaA veräußert. Beide Transaktionen sind wesentlicher Bestandteil des am 12.04.2019 finalisierten Fortführungskonzepts, durch das die Gesellschaften des Teilkonzerns Möbel wieder nachhaltig positive Jahresüberschüsse erzielen.

 

Germersheim, den 18. April 2019

Oliver Bialowons

Stephan Haas

Stefan Uhl

Entwicklung des Anlagevermögens des Geschäftsjahres 2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anschaffungs-/Herstellungskosten 01.01.2018 Zugänge Anschaffungs-/Herstellungskosten 31.12.2018
EUR EUR EUR
Sachanlagen      
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 17.828,17 17.828,17
Abschreibungen
Abschreibungen (kumuliert) 01.01.2018 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abschreibungen Abgänge Abschreibungen (kumuliert) 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.465,53 0,00 1.465,53
Buchwerte
Buchwert 31.12.2018 Zum Vergleich Buchwert 31.12.2017
EUR EUR
Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.362,64 0,00

Verbindlichkeitenspiegel auf den 31. Dezember 2018 (in Klammern: Vorjahr)

Gesamtverbindlichkeit unter 1 Jahr mehr als 1 Jahr über 5 Jahre Art/Form der Sicherheit davon durch Pfandrechte gesichert
Art der Verbindlichkeit EUR EUR EUR EUR EUR EUR
    966.143,08 966.143,08 0,00 0,00   0,00
    (2.810,78) (2.810,78) (0,00) (0,00)   (0,00)
davon gegenüber verbundenen Unternehmen:   0,00 0,00       0,00
    (2.810,78) (2.810,78)       (0,00)

Bescheinigung

Den vollständigen Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2018 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 der Nolte Service GmbH, Germersheim, haben wir geprüft.

Für die Offenlegung nimmt die Gesellschaft die gemäß § 327 HGB eingeräumten größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch.

Diesem einzureichenden Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2018 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 erteilen wir folgende Bescheinigung:

Der nachstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir am 18. April 2019 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Nolte Service GmbH, Germersheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nolte Service GmbH, Germersheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nolte Service GmbH, Germersheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 18. April 2019

FALK GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Meyer, Wirtschaftsprüfer

Dr. Tichy, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses
der Nolte Service GmbH, Germersheim

Der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2018 wurde von der Gesellschafterversammlung am 5. Juni 2019 festgestellt.

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