Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 43590
Eingetragen
29.8.2008
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Großhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Erwerb von Lagerbeständen und Fertigungseinrichtungen. Dazu gehören zusätzlich die eigene Neukonstruktion, Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb elektronischer Bauteile und Geräte sowie mechanischer Bauteile und Einrichtungen aller Art, ferner der Erwerb und die Verwertung von Erfindungen, Patenten, Lizenzen und sonstigen Herstellungs- und Vertriebsrechten des genannten Tätigkeitsbereichs sowie die Vornahme aller sonstigen damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karl Hans Dr. Wu
seit 5.1.2024
Prokura
Maja Dr. Hartung
seit 5.1.2016
Geschäftsführer
Daniel Rosenkranz
seit 20.8.2015
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Precitec Optronik GmbH

Neu-Isenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Precitec Optronik GmbH, Neu-Isenburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

1 Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Die Precitec Optronik GmbH produziert und entwickelt mit über 100 Mitarbeitern Sensorsysteme im Bereich der optischen Mess- und Medizintechnik.

Besondere Stärken des Unternehmens liegen im Bereich der berührungslosen Abstands- und Schichtdicken-Messung. Die Sensorsysteme implementieren zwei unterschiedliche Messverfahren, chromatisch-konfokal und interferometrisch. Precitec Messsysteme kommen dabei insbesondere in der Glas- und Halbleiterindustrie, der Medizintechnik und der Koordinatenmesstechnik sowie in den Bereichen Automotive, Maschinenbau und Consumer Electronics zum Einsatz.

Die CHRocodile-Sensoren und Sensorsysteme der Precitec Optronik sind Technologie- und Qualitätsführer in der Abstands- und Schichtdicken-Messung mit bevorzugtem Einsatzbereich im Nanometer- bis Zentimeter-Bereich. Sie stehen für Robustheit, Dynamik und höchste Präzision. Durch die inline Messung direkt im Produktionsprozess lassen sich mit hoher Geschwindigkeit extrem genaue Messergebnisse erzielen und Abweichungen direkt bei Entstehung erkennen.

1.2 Unternehmensstruktur

Die Precitec Optronik GmbH ist 100%ige Tochter der Precitec Optronik Holding GmbH, Eschborn. Die Gesellschaften der Precitec-Gruppe in den USA, Japan, China, Südkorea, Taiwan, Frankreich und der Schweiz übernehmen den Vertrieb vor Ort.

2 Ziele und Strategien

Die konsequente Ausrichtung auf die Schaffung von maximalem Kundennutzen steht für die Precitec Optronik GmbH an erster Stelle. Die Gesellschaft verfolgt den Anspruch, Technologie- und Qualitätsführer in der Abstands- und Schichtdicken-Messung zu sein, um als technologieführender Partner für seine Kunden mit Sensoren und Sensorsystemen einen technologischen Vorsprung zu erarbeiten, der sie nachhaltig erfolgreicher macht.

Die weltweite Industrie und die globalen Märkte verlangen nach stabilen Prozessen mit einem hohen Automatisierungsgrad bei maximaler Flexibilität der Produktionsanlagen.

Unsere jahrzehntelange Erfahrung und das technische Know-how gewährleisten die effizienteste Lösung, mit der unser Kunde heute und künftig entscheidende Wettbewerbsvorteile erringt.

Die Precitec Optronik GmbH ist davon überzeugt, dass eine gemeinsame Unternehmenskultur den Unternehmenserfolg maßgeblich beeinflusst.

2.1 Ziele

Precitec hat es sich als Ziel gesetzt, als Technologieführer mit einem hohen Innovationsanspruch weltweit der bevorzugte Wachstumspartner für Lösungen mit intelligenten Sensorsystemen zu sein. Mit einem ganzheitlichen Qualitätsmanagement werden die internen Prozesse so gesteuert, dass die Precitec-Systeme unseren hohen Anspruch an Qualität und Zuverlässigkeit erfüllen. Wir pflegen einen engen Kontakt zu unseren Kunden, um deren Fertigungsprozesse und die sich daraus ergebenden Anforderungen zu kennen und bestmöglich bedienen zu können.

Bei unseren Lieferanten achten wir auf zuverlässige Partner, die unserem hohen Qualitätsanspruch gerecht werden. Dies stellen wir durch eine enge Zusammenarbeit und soweit möglich die Auswahl von Lieferanten aus der Region sicher. Um Lieferengpässe zu vermeiden, bauen wir für strategisch wichtige Komponenten Second Source Lieferanten auf.

Hochqualifizierte, motivierte und leistungsstarke Mitarbeitende bilden die Basis unseres Erfolgs. Im Bereich der Personalpolitik verfolgen wir permanent die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden, die diesen Anspruch erfüllen. Hohe Investitionen in die Aus- und Fortbildung unserer Mitarbeitenden sollen weiterhin die Mitarbeiterbindung stärken und unseren hohen Qualitätsstandard erhalten. Als Familienunternehmen bietet Precitec ein teamorientiertes, motivierendes Arbeitsumfeld mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung.

Durch detaillierte Kenntnis der Wertschöpfungsflexibilität innerhalb der Produktinfrastruktur sollen mengen- und variantenbezogene Nachfrageschwankungen ohne wirtschaftliche Einbußen ausgeglichen werden können.

2.2 Strategische Ausrichtung

Im Kern der strategischen Weiterentwicklung ist Precitec auf nachhaltiges, organisches und profitables Wachstum fokussiert.

Dabei spielen Innovationen eine entscheidende Rolle. Deshalb investieren wir schon seit Jahren überdurchschnittlich im Entwicklungsbereich. Die kontinuierliche Optimierung der bestehenden Produktpalette sowie die Entwicklung neuer Produkte, die noch besser die Anforderungen des Marktes erfüllen, sind die Grundlage unseres Erfolgs.

Die Unternehmensleitung sieht in der weiteren Industrialisierung sowie der fortschreitenden Technologisierung und Automation der Fertigungsprozesse eine steigende Nachfrage nach Sensoren und Sensorsystemen im Bereich der optischen Messtechnik.

Zur Sicherung und Erweiterung der Absatzmärkte bilden lokale Ansprechpartner und Kundennähe die wesentliche Komponente unserer Wachstumsstrategie. Durch den Aufbau neuer Anwendungsfelder arbeiten wir zudem permanent an der Erschließung neuer Marktsegmente, insbesondere im Bereich Medizintechnik und Consumer Electronics.

Neben der in den letzten Jahren begonnenen Optimierung der Kern- und Managementprozesse der Gesellschaft wird auch verstärkt an einer Verbesserung der unterstützenden Prozesse gearbeitet, um in allen Organisationsbereichen den Herausforderungen einer zunehmenden Digitalisierung Rechnung zu tragen.

2.3 Investitionsstrategie

Investitionen unterliegen finanziellen Kriterien, die mindestens den Erhalt einer Kapitalrendite sicherstellen, die in einem normalen Geschäftszyklus durchschnittlich auf Gesellschaftsebene erreicht wird.

Im Rahmen der Jahresbudgeterstellung wird eine ausführliche Analyse und Bewertung der geplanten Investitionen durchgeführt.

Strategische Investitionen zum Ausbau und der Sicherung der Marktposition werden durch die Gesellschafterversammlung genehmigt.

2.4 Steuerungssystem & Steuerungskennzahlen

Die Steuerung des Unternehmens erfolgt sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene. Geschäftsführung, Entwicklung und Vertrieb überwachen im Produktportfoliogremium laufend Chancen und Risiken des Produktportfolios und richten daraufhin Produktions- und Entwicklungsressourcen aus.

Planungsrechnungen werden auf Jahresbasis erstellt, Investitionsentscheidungen auf Basis mehrjähriger NPV-Betrachtungen vorgenommen. Neben dem laufenden Plan/Ist-Vergleich erfolgt eine unterjährige Überprüfung und gegebenenfalls Aktualisierung der Planungsrechnung.

Auftragseingang und Umsatz werden auf Wochen- und Monatsbasis überwacht, die Profitabilität regelmäßig auf Basis der EBIT-Marge. Dabei werden auch die einzelnen Kostenpositionen auf Abweichungen analysiert und eventueller Handlungsbedarf identifiziert.

3 Wirtschaftsbericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wichtigsten Märkte der Precitec Optronik sind neben Deutschland Asien, Frankreich und die USA.

Deutschland

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ging das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent verglichen mit dem Vorquartal zurück. Gegenüber dem vierten Quartal 2022 beträgt der Rückgang 0,2 Prozent. In den beiden vorangegangenen Quartalen hatte die Wirtschaftsleistung noch stagniert. Im Gesamtjahr 2023 gab das Bruttoinlandsprodukt damit um 0,3 Prozent nach.

In nahezu allen Wirtschaftsbereichen verzeichneten die Unternehmen sinkende Auftragseingänge. Hinzu kam eine restriktive Geldpolitik der Notenbanken in Europa und Nordamerika, die ihre Leitzinsen kräftig anhoben, was steigende Finanzierungskosten und damit einen Rückgang von Investitionen zur Folge hat.

Laut Prognose des ifo-Instituts im März 2024 wird das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2024 um 0,2 Prozent zum vorangegangenen Vierteljahr sinken. Für das Gesamtjahr 2024 rechnet das Institut mit einem Zuwachs von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr die EU-Kommission einem Zuwachs von 0,3 Prozent. Das Institut für Markroökonomie und Konjunkturforschung in Düsseldorf hingegen prognostiziert für das Gesamtjahr 2024 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 Prozent.

Zum Jahresbeginn 2024 sank auch der ifo-Geschäftsklimaindex als wichtigster deutscher Frühindikator von 86,3 Punkten auf 85,2 Punkte und damit auf den geringsten Wert seit Mai 2020. Im März 2024 konnte allerdings wieder ein leichter Anstieg auf 87,8 Punkte verzeichnet werden. Die Unternehmen zeigten sich wieder zufriedener mit den laufenden Geschäften. Der Auftragsbestand war jedoch weiter rückläufig.

Europa

Nach einem gedämpften Wachstum im vergangenen Jahr ist die EU-Wirtschaft schwächer als erwartet in das Jahr 2024 gestartet. In der Winterprognose der Europäischen Kommission wurde das Wachstum sowohl in der EU als auch im Euro-Währungsgebiet für das Jahr 2023 von 0,6 Prozent (Wert aus der Herbstprognose) auf 0,5 Prozent und für 2024 auf 0,9 Prozent (von 1,3 Prozent) in der EU und 0,8 Prozent (von 1,2 Prozent) im Euro-Währungsgebiet korrigiert. Für 2025 geht die Kommission weiterhin von Wachstumsraten von 1,7 Prozent (EU) und 1,5 Prozent (Euro-Währungsgebiet) aus. Die Inflation dürfte sich demnach rascher abschwächen als im Herbst 2023 prognostiziert. In der EU insgesamt wird der harmonisierte Verbraucherpreisindex voraussichtlich von 6,3 Prozent im Jahr 2023 auf 3,0 Prozent im Jahr 2024 und 2,5 Prozent im Jahr 2025 sinken. Im Euroraum dürfte er sich von 5,4 Prozent im Jahr 2023 auf 2,7 Prozent im Jahr 2024 und 2,2 Prozent im Jahr 2024 abschwächen.

Asien

Laut Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) im November 2023 bleibt die Asien-Pazifik-Region mit einem prognostizierten Wachstum von 4,6 Prozent im Jahr 2023 und 4,2 Prozent im Jahr 2024 Wachstumsmotor der Weltwirtschaft (2023: 3,0 Prozent, 2024: 2,9 Prozent). Getrieben wird das Wachstum vor allem von China, Indien sowie den ASEAN-Staaten.

Die Konjunktur in China hat in den letzten Jahren stark unter den Lockdowns während der Corona-Pandemie gelitten und scheint sich nun zu erholen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im dritten Quartal 2023 um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen und damit stärker als erwartet. Vor allem eine stärkere Binnennachfrage hat laut dem Pekinger Statistikamt dazu beigetragen: Das Wachstum der Einzelhandelsumsätze als Indikator für den Konsum lag im September 2023 mit 5,5 Prozent deutlich über dem Zuwachs des Vormonats.

Japans Wirtschaft wuchs nach vorläufigen Angaben des Kabinettbüros in den ersten drei Quartalen 2023 um real 1,7 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Nachdem das Wachstum im ersten Quartal 2023 noch bei 2,0 Prozent lag, fiel der Wert im dritten Quartal auf 1,2 Prozent. Schon vor dem Bekanntwerden der Daten für das 3. Quartal rechnete beispielsweise das Daiwa Institute of Research mit einem Sinken des Wirtschaftswachstums im Fiskaljahr 2024 auf knapp 1 Prozent. Zwar läuft es etwa für die für Japan wichtigen Automobilhersteller angesichts des billigen Yen und der sich auflösenden Lieferkettenprobleme gut. Auch der Tourismusbranche geht es angesichts der Wiederöffnung des Landes für ausländische Touristen und dem Wegfall coronabedingter Beschränkungen deutlich besser. Andererseits schrumpfte beispielsweise im 1. Halbjahr 2023 die Wertschöpfung des Groß- und Einzelhandels. Generell schauen über alle Branchen hinweg viele kleine binnenmarktorientierte Firmen deutlich pessimistischer in die Zukunft als große exportorientierte Unternehmen.

Das Wachstum des indischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird sich im Finanzjahr 2023/2024 (1. April bis 31. März) laut Prognosen der Weltbank auf 6,3 Prozent leicht abkühlen. Im vorangegangenen Finanzjahr hatte die Steigerung noch bei 7,2 Prozent gelegen. Währenddessen dürfte der Dienstleistungssektor, den Volkswirte als wichtigen Wachstumstreiber sehen, um 7,4 Prozent zunehmen. Investitionstreiber sind staatliche Ausgaben, insbesondere in den Ausbau der Infrastruktur. Laut Weltbank werden die Bruttoanlageinvestitionen 2023/2024 um 8,9 Prozent zulegen, allerdings sprechen Experten von einer verhaltenen Investitionstätigkeit im Land. Indiens Außenhandel wird 2023/2024 voraussichtlich unter den Werten des Vorfinanzjahres bleiben. Laut Centre for Monitoring Indian Economy (CMIE) werden im Jahresvergleich die Importe um 5,9 Prozent und die Exporte um 5,3 Prozent zurückgehen. Als Ursache hierfür nennen die Experten insbesondere Preisrückgänge von Gütern im Vergleich zum Vorjahr.

USA

Die Konjunktur in den USA hat sich in 2023 besser entwickelt als erwartet - trotz der hohen Leitzinsen. Im Gesamtjahr 2023 reichte es für ein Wachstum von 2,5 Prozent - nach 1,9 Prozent im Jahr zuvor. Im vierten Quartal 2023 waren es erneut die Verbraucher, die ihre Nachfrage steigerten. Die privaten Konsumausgaben tragen in den USA mehr als zwei Drittel zur Wirtschaftsleistung bei und wuchsen um 3,1 Prozent. Die Exporte legten sogar um mehr als 6,0 Prozent zu, die Investitionen der Unternehmen trotz der hohen Zinsen um 1,0 Prozent. Auch die Staatsausgaben zogen an. Die US-Notenbank Fed strebt eine inflationsdämpfende Abkühlung der Konjunktur ohne tiefgreifenden Wirtschaftsabschwung an. Nach Ansicht von Ökonomen droht der weltgrößten Volkswirtschaft in 2024 wohl keine Rezession. Als Grund für den Optimismus nannten laut aktuellem Konjunkturbericht der Fed etliche befragte Firmen die Aussicht auf sinkende Zinsen. Derzeit liegt der Leitzins in der Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent. In den vergangenen Monaten hatte sich die Inflation allerdings tendenziell abgeschwächt, weshalb Ökonomen im zweiten Quartal mit einer Senkung rechnen. Das Neugeschäft der US-Industrie hat zum Jahreswechsel im Gegensatz zum BIP nur stagniert. Die Bestellungen für langlebige Güter wie Flugzeuge und Maschinen lagen laut Handelsministerium im Dezember 2023 auf dem Niveau des Vormonats.

3.2 Branchenbezogene Entwicklung

Die wichtigsten Branchen, für welche die Precitec Optronik GmbH ihre Produkte herstellt und deren wirtschaftliche Rahmenbedingungen den Unternehmenserfolg beeinflussen, sind die Glas- und Halbleiterindustrie sowie die Medizintechnik und der Bereich Consumer Electronics.

Glasindustrie

Der globale Markt für Glasherstellung verzeichnete in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum und der "Glass Manufacturing Market report" rechnet bis 2030 für den Markt für Glasherstellung mit einem konsistenten und positiven Wachstum. Dieses Wachstum wird durch mehrere Schlüsselfaktoren angetrieben, darunter die steigende Verbrauchernachfrage, unter anderem aufgrund sich ändernder Verbraucherpräferenzen wie dem Wunsch nach gesünderen und nachhaltigeren Alternativen, sowie technologische Fortschritte.

Ein entscheidender Punkt bleibt für die energieintensive Branche die Entwicklung der Energiepreise. So geht laut Bundesverband Glasindustrie e.V. (BV-Glas) das von der Bundesregierung veröffentlichte Strompreispaket an den Bedürfnissen der Branche vorbei.

Dr. Johann Overath, der Geschäftsführer des BV Glas, sieht die Glasbranche jedoch trotz Gas-Mangellage als robust an. Die Produktionen und Umsätze seien im Vergleich zu anderen energie-intensiven Branchen solide. Dennoch sind die kurzfristigen Herausforderungen für die Glasindustrie beträchtlich. Laut Overath sind diese die Dekarbonisierung, die Deglobalisierung, der demographische Wandel sowie die Digitalisierung. Dazu kommen noch Herausforderungen durch rückläufige Absätze sowie Produktionsrückgänge, vor allem aufgrund der rückläufigen Entwicklungen in der Baubranche. Wachstumschancen sieht der BV Glas im Bereich der Architekturgläser. Hier bieten Flachglasprodukte erhebliche Potenziale für die Dekarbonisierung und sind damit gut positioniert, gerade auch bei der Sanierung und dem Austausch von Glas/Fenstern, um den CO 2 -Ausstoß zu reduzieren.

Halbleitermarkt

Der weltweite Umsatz mit Halbleitern belief sich laut vorläufigen Ergebnissen des Marktforschungsinstituts Gartner in 2023 auf 533 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 11,1 Prozent gegenüber 2022 entspricht. Zwar habe sich die Halbleiterindustrie 2023 wieder in ihrem Zyklus bewegt, doch war es ein schwieriges Jahr für den Markt.

Der Umsatz mit Speicherchips verzeichnete einen seiner deutlichsten Rückgänge in der Geschichte. Der schwache Markt hatte auch negative Auswirkungen auf mehrere Halbleiterhersteller. So verzeichneten die 25 größten Halbleiterhersteller in Summe einen Umsatzrückgang um 14,1 Prozent, wobei der Rückgang jedoch geringer ausfiel als noch im Frühjahr 2023 prognostiziert.

Für 2024 wird mit einem kräftigen Aufschwung des weltweiten Halbleitermarktes gerechnet. So soll das Halbleitervolumen um 13,1 Prozent auf 588 Mrd. US-Dollar steigen, wobei erwartet wird, dass dieses Wachstum größtenteils durch den Speichersektor angekurbelt wird, der in 2024 auf rund 130 Mrd. US-Dollar ansteigen soll, was einem Wachstum von über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Für die meisten anderen Segmente, darunter Diskret, Sensoren, Analog, Logik und Micro, wird ein Wachstum im einstelligen Prozentbereich erwartet.

Aus regionaler Sicht sollen in 2024 wieder alle Märkte zulegen. Insbesondere für Nord- und Südamerika sowie den asiatisch-pazifischen Raum wird ein deutlich zweistelliges Wachstum im Jahresvergleich prognostiziert.

Medizintechnik

Im Bereich Medizintechnik zeichnet sich eine Erholung der in den letzten Jahren im Fokus stehenden Lieferketten ab. Durch Maßnahmen wie den Aufbau eigener Safety Stocks, Re-Shoring und Nearshoring gelang es den Medizingeräteherstellern, die Widerstandsfähigkeit ihrer Lieferketten entscheidend zu verbessern. Das Thema Supply Chain bleibt jedoch aktuell: Ab dem 1. Januar 2024 gilt in Deutschland das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) erstmals auch für Unternehmen mit mehr als 1.000 Arbeitnehmern. Auf EU-Ebene wird aktuell an einem noch strengeren Gesetz gearbeitet, das voraussichtlich bis Juni 2024 verabschiedet wird.

Die Medizintechnik in Deutschland steht unter einem deutlichen Kostendruck. Zwar rechneten nach einer Umfrage des BVMed im Herbst 2023 zwei Drittel der MedTech-Unternehmen in Deutschland mit einem besseren Umsatzergebnis als noch in 2022, die Werte reichen aber noch nicht an die Vorpandemiejahre heran. Mit einem durchschnittlichen Umsatzanstieg von 4,8 Prozent schneidet der deutsche Markt zudem deutlich schlechter ab als der Rest der Welt (6,4 Prozent). Immerhin 19 Prozent der befragten Unternehmen gingen von einem Umsatzrückgang in 2023 aus. Um im aktuellen Wettbewerbsumfeld innovativ und wettbewerbsfähig zu sein, halten sich Medizintechnik-Hersteller bei Investitionen zurück, kürzen R&D-Ausgaben und lagern ihre Entwicklung, Fertigung und Supply Chain weiter aus mit dem Ziel, externe Partner stärker in das eigene Mitarbeiter-Team zu integrieren und den bürokratischen Compliance-Aufwand so weit wie irgend möglich in die Hände Dritter legen. Aus dem Outsourcing ergeben sich jedoch neue Herausforderungen wie die Sicherstellung hoher Qualitäts- und Compliance-Standards, Datensicherheit, Cybersecurity und Schutz des geistigen Eigentums.

Der bürokratisch-regulatorische Druck auf die Medizintechnik nimmt in 2024 weiter zu. Neben branchenübergreifenden Auflagen zur Lieferkette, Nachhaltigkeit, Cybersecurity und KI-Einsatz, kämpfen MedTech-Hersteller nach wie vor mit der Umsetzung der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR). Zwar wurden Fristen und Geltungsbereiche auf Druck von Verbänden verlängert und neu angepasst. Die neuen Formulierungen und Wechselwirkungen zu anderen Vorgaben haben laut VDE Health allerdings zu komplizierten und zum Teil schwer verständlichen Übergangsbestimmungen geführt.

Positive Auswirkungen könnte hingehen das Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG) haben, das bürokratische und organisatorische Hürden bei der Datennutzung verringern soll, ohne den Datenschutz zu gefährden. Vorgesehen ist, dass auch kommerzielle Unternehmen umfassende und repräsentative Gesundheitsdaten aus der elektronischen Patientenakte (ePA) für die Forschung an innovativen Arzneimitteln und Medizinprodukten nutzen können. Der dadurch erhoffte Innovationsschub hätte in Folge auch einen positiven Effekt auf den Medtech- und Life Science-Standort Deutschland.

Consumer Electronics

Der Markt für Consumer Electronics-Produkte und Elektrohausgeräte entwickelte sich im Jahr 2023 rückläufig - in einigen Segmenten sogar stark. Entsprechend zeigt der Home Electronics Market Index für das Gesamtjahr 2023 insgesamt einen Umsatzrückgang um 4,4 Prozent auf knapp 47,3 Milliarden Euro und damit noch rund elf Prozent mehr als im Jahr 2019. Lediglich die Produktsegmente Foto, Elektro-Kleingeräte, Videogames-Konsolen und A/V-Zubehör entwickelten sich im vergangenen Jahr positiv. Die in den Pandemiejahren generierte Sonderkonjunktur ist beendet, die allgemeine Unsicherheit und die Wirtschaftslage führen bei den Konsumenten zu einer Krisenstimmung und entsprechend zu Kaufzurückhaltung.

Gebremst wurde der Umsatzrückgang durch einen deutlichen Anstieg der Durchschnittspreise, zum Teil deutlich zweistellig. Dies resultiert zum einen aus dem Kaufverhalten und der höheren Nachfrage nach hochwertigen und besser ausgestatteten Produkten, andererseits aus inflationsbedingt gestiegenen Einzelpreisen.

Mit einem Umsatz von 30,3 Milliarden Euro in 2023 weist der Bereich Consumer Electronics mit den Produktbereichen Unterhaltungselektronik, privat genutzte Telekommunikation und privat genutzte IT-Produkte ein Minus von 4,9 Prozent im Vergleich zu 2022 auf. Das Segment Unterhaltungselektronik musste mit einem Umsatz von 8,2 Milliarden Euro ein Minus von 0,6 Prozent hinnehmen. Das Segment der privat genutzten Telekommunikationsprodukte sank in 2023 um 2,2 Prozent auf einen Umsatz von knapp 15,5 Milliarden Euro. Stückzahlen und Umsätze bei Smartphones und Core Wearables gingen ebenfalls zurück. Die privat genutzten IT-Produkte verzeichneten einen Rückgang von 14,9 Prozent auf knapp 6,6 Milliarden Euro.

Im Bereich der Elektro-Hausgeräte blieb der Umsatz mit 17 Milliarden Euro um 3,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Für das laufende Jahr 2024 rechnet die Branche mit einer leichten Verbesserung der Marktlage und einem Umsatzplus zwischen einem und zwei Prozent.

3.3 Rechtliche Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine Veränderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Optronik GmbH gehabt hätten.

4 Geschäftsentwicklung der Precitec Optronik GmbH

4.1 Überblick

in TEUR 2023 2022 Veränderung
in %
EBITDA 11.733 10.957 7,2 %
Operatives Ergebnis 11.258 10.525 7,0 %
Finanzergebnis 1 1 55,9 %
Ergebnis vor Ertragssteuern 11.257 10.524 7,0 %
Jahresüberschuss 8.167 7.641 6,9 %

4.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung

4.2.1 Umsatz und Auftragseingang

Der Umsatz lag 17,1 % über dem Vorjahr und 8,0 % unter Plan, die Auftragseingänge indes lagen 10,6 % unter Plan und 7,7 % unter dem Vorjahr.

4.2.2 Ergebnisentwicklung

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen 26,4 % unter Vorjahr bei TEUR 1.327. Ursächlich für die Erhöhung war in erster Linie geringere Erträge aus Währungsumrechnung.

Das Rohergebnis lag bei TEUR 29.453 und damit um 10,8 % über dem Vorjahr (TEUR 26.576).

Der Personalaufwand hat sich um 11,4 % auf TEUR 8.848 erhöht.

Die Personalaufwandsquote sank um 1,0 Punkte auf 19,2 %.

Die Abschreibungen lagen bei TEUR 475 und damit um 10,1 % über dem Vorjahr (TEUR 432).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr um TEUR 1.195 auf TEUR 8.872 gestiegen. Ursächlich sind vor allem gestiegene Verkaufsprovisionen und Verwaltungskosten sowie höhere Aufwendungen für Beratungsleistungen.

Das EBIT stieg um 7,0 % von TEUR 10.525 auf TEUR 11.258.

Der Jahresüberschuss lag mit TEUR 8.167 um 6,9 % über dem des Vorjahres.

4.3 Auftragslage

Die Reichweite des Auftragsbestands lag per Ende Dezember 2023 bei rund 13 Monaten und damit um 87,8 % über dem Vorjahreswert.

Die Auftragseingänge im ersten Quartal 2024 lagen 4,2 % unter Plan. Aufgrund in Aussicht stehender vielversprechender Projekte rechnen wir für den weiteren Jahresverlauf mit einer positiven Entwicklung, sehen uns aber mit Unsicherheiten im Hinblick auf die Entwicklung der deutschen und globalen Wirtschaft sowie nach wie vor mit Kapazitätsengpässen im Bereich der Lieferketten und der Materialverfügbarkeit konfrontiert. Wir sind jedoch optimistisch, dass wir das Jahr 2024 erfolgreich abschließen und die geplanten Umsätze erreichen werden.

4.4 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Zum Ende des Berichtsjahres 2022 planten wir für 2023 mit einer Umsatzsteigerung. Der Plan wurde um 8,0% unterschritten und der tatsächliche Umsatz lag 17,1 % über dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis lag - in erster Linie aufgrund gestiegener Einkaufspreise - unter dem geplanten Wert.

5. Finanz- und Vermögenlage

5.1 Kapitalstruktur

Das Anlagevermögen sank um TEUR 232 auf TEUR 503, insbesondere aufgrund der Abschreibungen auf das immaterielle Anlagevermögen.

Im Bereich des Umlaufvermögens stiegen die Vorräte um TEUR 555 (6,2 %), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inklusive der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um TEUR 1.268 (19,3 %).

Zum Bilanzstichtag lag das Eigenkapital um TEUR 567 über dem Vorjahreswert. Aufgrund der um TEUR 1.431 (7,8 %) gestiegenen Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote auf 69,9 % (Vorjahr: 72,3 %).

Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 609 betreffen im Wesentlichen Gewährleistungsrückstellungen mit TEUR 226, Rückstellungen für Personalkosten mit TEUR 195 sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen mit TEUR 156.

Die Verbindlichkeiten stiegen insgesamt um TEUR 1.151. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Aufnahme eines Darlehens von einem verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 800.

5.2 Liquidität

Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag waren im Vergleich zum Vorjahr nahezu identisch bei TEUR 1.463.

Die Gesellschaft verfügte in 2023 jederzeit über die notwendigen liquiden Mittel, um die geplanten Investitionen zu finanzieren und den sonstigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

5.3 Investitionen

Die Precitec Optronik GmbH hat in 2023 in Deutschland insgesamt TEUR 243 in neue Anlagegüter investiert. Der Schwerpunkt der Investitionen in der Anschaffung von Labor- und Werkstattausstattung.

6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

6.1 Nachhaltigkeit

Wir sehen unsere besondere Verantwortung zur Bewältigung der ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit und Nachhaltigkeit als eine Voraussetzung für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Unser Ziel ist es daher, die Nachhaltigkeit im Unternehmen weiter zu fördern.

Hierzu haben wir uns im Jahr 2023 Ziele gesetzt, die eine CO 2 - Neutralität unseres Unternehmens bis spätestens zum Jahr 2040 vorsehen. Schwerpunkte der Maßnahmen in 2023 waren:

- Bereitstellung von Stromtankstellen für Kunden und Mitarbeitende zur Förderung der Elektromobilität

- Anpassung der Firmenwagenrichtlinie zur Förderung der Elektromobilität

- Investitionen in eine anwesenheitsgesteuerte und energieeffiziente Beleuchtung auf Verkehrsflächen

- Austausch von Klimageräten zur Steigerung der Effizienz.

Absolut konnte der Stromverbrauch bei wachsender wirtschaftlicher Aktivität um rund 3,9 % gegenüber dem Vorjahr verringert werden.

Mit unseren innovativen Produkten zur In-line Qualitätsüberwachung helfen wir unseren Kunden, Ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern und sorgen wir noch viel stärker für eine ressourcenschonende und effiziente Produktion in Wachstumsmärkten wie den Branchen Semicon, Glas, Consumer Electronics, Medical und Automotive.

6.2 Forschung und Entwicklung

Innovative Produkte beeinflussen die langfristige Ertragskraft und Wahrnehmung am Markt der Precitec Optronik GmbH. Entsprechend hohe Bedeutung wird der Forschung und Entwicklung neuer innovativer Produkte beigemessen. Dabei orientieren sich alle Entwicklungsprojekte an den Markterfordernissen. Zur Steigerung der Innovationskraft wird mit Hochschulen und industriellen Partnern zusammengearbeitet.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen lagen im Jahr 2023 deutlich über dem Branchendurchschnitt.

7. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

7.1 Chancen- und Risikomanagementsystem

Unsere Chancen- und Risikopolitik entspricht unserer Strategie, ein nachhaltiges und profitables Wachstum zu erzielen und damit den Wert des Unternehmens langfristig zu steigern.

Dementsprechend versuchen wir, bestehende Risiken durch operative Maßnahmen weitestgehend einzuschränken und unangemessene Risiken zu vermeiden. Die grundsätzliche Risikopolitik wird durch die Geschäftsführung in enger Abstimmung mit dem Gesellschafterkreis vorgegeben.

Die Geschäftsführung hat ein Informations- und Kontrollsystem sowohl für die qualitativen als auch für die quantitativen Kriterien zu Früherkennung von Risiken implementiert.

7.2 Operative Risiken

Insbesondere auf der Verkaufsseite stehen uns häufig ungleich größere und damit verhandlungsstärkere Vertragsparteien gegenüber, so dass unser Verhandlungsspielraum eingeschränkt ist. Precitec ist grundsätzlich bestrebt, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Kunden zu vermeiden ("Second Source") beziehungsweise durch die Diversifikation in der Produktpalette zu minimieren. Das Risiko, einen Lieferanten nicht in angemessener Zeit durch einen Drittlieferanten ersetzen zu können, schätzen wir als gering ein.

Trotz der Auswirkungen globaler Krisen wie der Corona-Pandemie und des Ukraine-Konflikts waren unsere Lieferketten dank enger und langfristiger Zusammenarbeit mit unseren zu einem hohen Anteil in Deutschland ansässigen Lieferanten bisher größtenteils stabil, wir sehen uns jedoch immer wieder mit Lieferschwierigkeiten bestimmter Bauteile sowie Verzögerungen in den Lieferketten konfrontiert und arbeiten daher mit Hochdruck an der Optimierung unseres Lieferantenportfolios und der Bevorratung mit kritischen Bauteilen.

Technologische Risiken

Die Precitec Optronik GmbH ist als Technologieunternehmen dem Risiko sich schnell ändernder technologischer Anforderungen ausgesetzt. Der Erfolg der Gesellschaft hängt wesentlich davon ab, wie schnell und in welcher Qualität die Neuentwicklungen zur Marktreife geführt werden.

Im Rahmen des Risikomanagementsystems entscheidet ein Produktportfoliogremium über Neuentwicklungen. Das Bestandsportfolio wird laufend überwacht und angepasst, um sich ändernden Absatzmärkten technologisch Rechnung zu tragen. Die Lagerbestände werden regelmäßig auf Gängigkeit überprüft; Sicherheitsbestände werden so festgelegt, dass eine angemessen schnelle Belieferung unserer Kunden sichergestellt ist und sich die Reichweite gleichzeitig auf einen realistischen Zeitraum erstreckt. Die Anforderungen der Precitec Kunden werden bereits in frühen Produktentwicklungsstadien berücksichtigt, um die Marktfähigkeit der Produkte sicherzustellen.

Sollten unerwartet technische Probleme mit unseren Produkten auftreten, erfolgt eine angemessene und schnelle Kommunikation innerhalb des Unternehmens. Sollten diese Probleme zur Beeinträchtigung beim Kunden führen, werden diese offen und in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Kunden gelöst.

Patentrisiken

Ein Teil unserer Produkte unterliegt dem Patentschutz. Läuft ein Patent aus oder können wir ein Patent nicht erfolgreich verteidigen, ist in der Regel mit verstärktem Wettbewerb und damit verbundenem Preisdruck durch Wettbewerber zu rechnen.

Unsere Patentabteilung überprüft in Zusammenarbeit mit den jeweiligen operativen Abteilungen regelmäßig die aktuelle Patentlage und beobachtet mögliche Patentverletzungsversuche, um bei Bedarf rechtliche Schritte einzuleiten.

Ausfallrisiko

Ausfallrisiken bei unseren Kunden werden im Rahmen eines effizienten Forderungsmanagements durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen sowie die Festlegung von Kreditobergrenzen und weiteren Kontrollverfahren auf ein unvermeidliches Risiko begrenzt. In geeigneten Fällen werden Warenkreditversicherungen zum Schutz vor Forderungsausfällen abgeschlossen. Zum Teil werden Vorauskasse- oder Teilzahlungsvereinbarungen getroffen. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den ausgewiesenen Buchwert begrenzt. Wesentliche Konzentrationen von Ausfallrisiken sehen wir nicht. Auch aus der Kundenstruktur ergibt sich keine Risikokonzentration. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht das maximale Ausfallrisiko dem Buchwert dieser Instrumente.

Zinsänderungsrisiken

Zum Bilanzstichtag bestehen aufgrund einer soliden Eigenkapitalbasis keine wesentlichen verzinslichen Verbindlichkeiten. Aufgrund der starken Innenfinanzierungskraft und der Möglichkeit der Gesellschaft, sich im Übrigen über Darlehen von verbundenen Unternehmen finanzieren zu können, ist das Zinsänderungsrisiko als gering anzusehen.

Wechselkursrisiken

Wechselkursrisiken resultieren insbesondere aus Transaktionen in unterschiedlichen Währungen. Insbesondere sind hiervon die Lieferungen an ausländische Produktions- und Vertriebsgesellschaften betroffen.

Wechselkursrisiken werden neben dem Setzen kurzfristiger Zahlungsziele u.a. durch Diversifikation des von der Gesellschaft vorgehaltenen Währungsportfolios sowie durch permanente aktive Überwachung der Wechselkursentwicklung minimiert.

Liquiditätsrisiko

Die Liquidität der Gesellschaft wird laufend durch die Geschäftsführung überwacht. Ziel ist eine vollständige Deckung des Liquiditätsbedarfs durch den operativen Cash-flow der Gesellschaft.

Daneben unterliegen alle größeren Investitionen dem Zustimmungsvorbehalt der Gesellschafter.

Aufgrund der stabilen finanziellen Situation der Gesellschaft und der Auftragseingänge im ersten Quartal 2024 sehen wir uns gut aufgestellt und rechnen aktuell nicht mit Liquiditätsengpässen.

Materialverfügbarkeit und Preisvolatilität

Aufgrund der Rohstoffknappheit und der weiterhin auftretenden Verzögerungen in internationalen Lieferketten sehen wir ein erhöhtes Risiko, dass Einkaufspreise aufgrund von Engpässen steigen, die bei langfristigen Lieferverträgen nicht an die Kunden weitergereicht werden können.

Hierdurch besteht das Risiko, dass kritische Komponenten, insbesondere im Chip- / Halbleiterbereich zu deutlich erhöhten Kosten eingekauft werden müssen, um eine Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten.

Hinzu kommen die allgemeinen Preis- und Kostensteigerungen im vergangenen Jahr.

In Extremfällen kann ein Lieferausfall von kritischen Komponenten zu einem Produktionsstillstand führen.

Precitec begegnet diesem Risiko mit einem laufenden Monitoring der kritischen Komponenten und einer Anpassung der Bevorratungsstrategie.

Auf der Verkaufsseite besteht das Risiko eines steigenden Wettbewerbs und damit verbundenen Preisdrucks. Precitec begegnet diesem Risiko mit dem Ausbau lokaler Präsenz, einer strikten Kostenkontrolle und technologisch führenden Produkten.

Qualitätsrisiken

Die Precitec Optronik GmbH ist im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen den üblichen Haftungs-, Gewährleistungs- und Kulanzrisiken ausgesetzt. Soweit möglich und wirtschaftlich rentabel, bestehen zur Minimierung des wirtschaftlichen Risikos entsprechende Versicherungen. Potenzielle Gewährleistungsfälle und Schadensersatzansprüche können einen negativen Effekt auf die Ertrags- und Finanzlage haben, soweit sie nicht durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind.

Zur Qualitätssicherung verfügen wir über eine zentrale Qualitätsabteilung. Hier werden Fehlerquellen systematisch analysiert, eigene Produktionsprozesse optimiert, Serienanläufe abgesichert und Gewährleistungsrisiken reduziert. Ein zentrales Qualitätsmanagement sorgt für einheitliche Prozesse, Methoden und regelmäßige Auditierungen. Der hohen technischen Komplexität unserer Produkte und den stetig weiter ansteigenden Qualitätsansprüchen unserer Kunden werden wir durch regelmäßige Zertifizierungsaudits gerecht. So sind wir nach ISO9001 und ISO13485 zertifiziert. Durch den regelmäßigen Austausch mit unseren Kunden sind wir bestmöglich über potenzielle Qualitätsrisiken informiert und können frühzeitig eingreifen.

Für Gewährleistungsrisiken wird zudem durch Bildung von Rückstellungen bilanzielle Vorsorge getroffen.

Personalrisiken

Unsere hochqualifizierten Mitarbeiter bilden für uns als innovationsabhängiges, technologieorientiertes und international ausgerichtetes Unternehmen die Basis des Unternehmenserfolgs.

Insbesondere besteht das Risiko, Fach- und Führungspositionen nicht zeitnah und qualifiziert zu besetzen bzw. nachbesetzen zu können.

Diesem Risiko begegnen wir zum einen mit einer langfristigen Nachfolgeplanung, zum anderen mit einer individuellen Mitarbeiterförderung, um die Bindung an das Unternehmen zu erhöhen.

IT-Risiken

Risiken bestehen hier im Hinblick auf den unbefugten Zugriff auf sensible elektronische Unternehmensdaten sowie auf die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen.

Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten von außen begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien (zum Beispiel Firewall-Systemen oder Zwei-Faktor-Authentifizierung). In den letzten Jahren wurden die Ausgaben für IT-Sicherheit deutlich erhöht und neue Technologien im Bereich der Netzwerküberwachung etabliert.

Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs von innen und einer Verwertung sensibler Unternehmensdaten begegnen wir u.a. mit der Beschränkung und regelmäßigen Prüfung von Zugriffsberechtigungen sowie der Einschränkung des Einsatzes mobiler Speichermedien.

7.3 Chancen

Chancen werden im Wesentlichen in Produktinnovationen gesehen, welche die Precitec Optronik GmbH als Technologieführer im Markt etablieren und damit der Gesellschaft einen Vorsprung gegenüber den Wettbewerbern verschaffen.

Des Weiteren sollte sich die steigende Nachfrage nach hochpräzisen Messgeräten positiv auf die Marktstellung der Precitec Optronik GmbH auswirken.

Anpassungen in den Produktionsabläufen zur Effizienzsteigerung werden sich mittelfristig auf die Effizienz und Produktivität auswirken und somit einen Beitrag zur Ergebnissicherung des Unternehmens leisten.

Auf Basis der durchgeführten Risikoanalyse und -bewertung bestehen zurzeit nach Auffassung der Geschäftsführung keine materiellen oder bestandsgefährdenden Risiken für die Precitec Optronik GmbH.

Unsicherheiten bestehen nach wie vor in der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft insbesondere in China sowie der Auswirkungen internationaler Konflikte und auftretender Lieferengpässe.

8 Prognosebericht:

Auch wenn in 2023 nicht alle geplanten Umsätze realisiert wurden, haben wir das Jahr trotz der Beeinträchtigungen durch die teilweise angespannte Lieferketten-Situation erfolgreich abgeschlossen und sind mit einem komfortablen Auftragsbestand und der Aussicht auf vielversprechende Projekte in das Jahr 2024 gestartet. Wir rechnen für das laufende Jahr mit einer Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr und einer positiven Ergebnisentwicklung. Auch wenn die Auftragseingänge im ersten Quartal 2024 noch nicht die geplanten Werte erreichten, sind wir aufgrund des vorhandenen Auftragsbestandes zuversichtlich, den Planumsatz zu erreichen. Wir sehen jedoch weiterhin Unsicherheiten aufgrund der Lieferketten- und Rohstoffversorgungssituation sowie der Preis- und Kostenentwicklung und daraus resultierender Auswirkungen auf unsere globalen Absatzmärkte, die sich auf den Geschäftsverlauf auswirken könnten.

 

Neu-Isenburg, den 24. April 2024

gez. Dr. Maja Hartung

gez. Dr. Thilo Wersborg

gez. Dr. Michael Bauer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 502.850,38 734.828,22
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 46,00 292.517,00
II. Sachanlagen 502.804,38 442.311,22
B. Umlaufvermögen 19.134.824,52 17.481.616,00
I. Vorräte 9.514.702,40 8.959.494,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.157.086,02 7.059.818,15
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.463.036,10 1.462.303,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.704,25 12.307,29
Summe Aktiva 19.659.379,15 18.228.751,51

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.745.886,75 13.179.060,14
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 370.015,21 370.015,21
III. Gewinnvortrag 5.184.044,93 5.143.529,63
IV. Jahresüberschuss 8.166.826,61 7.640.515,30
B. Rückstellungen 1.539.079,59 2.553.937,80
C. Verbindlichkeiten 3.646.943,81 2.495.753,57
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.646.943,81 2.495.753,57
D. Rechnungsabgrenzungsposten 727.469,00 0,00
Summe Passiva 19.659.379,15 18.228.751,51

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 11.257.718,63 10.525.365,84
a) Rohergebnis 29.452.797,16 26.576.078,14
b) Personalaufwand 8.848.486,45 7.942.802,91
Löhne und Gehälter 7.523.862,46 6.739.185,91
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.324.623,99 1.203.617,00
davon für Altersversorgung 74.987,36 71.388,18
c) Abschreibungen 475.031,58 431.545,18
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 475.031,58 431.545,18
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 8.871.560,50 7.676.364,21
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 796.821,24 685.110,41
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis 1.340,92 860,36
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 51.265,14 3.031,04
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 49.924,22 2.170,68
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.090.098,94 2.883.406,90
4. Ergebnis nach Steuern 8.168.960,61 7.642.819,30
5. sonstige Steuern 2.134,00 2.304,00
6. Jahresüberschuss 8.166.826,61 7.640.515,30

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Precitec Optronik GmbH

Neu-Isenburg HRB 43590, Amtsgericht Offenbach am Main

GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

Aufstellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 der Precitec Optronik GmbH (im Folgenden auch kurz "Gesellschaft" genannt) wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft gilt als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungen für mittelgroße Gesellschaften (§ 288 Abs. 2 HGB) wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs-oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear. Die planmäßigen Abschreibungen gehen im Wesentlichen von folgenden Nutzungsdauern aus: 5 Jahre für immaterielle Vermögensgegenstände, 3 bis 14 Jahre für Gebäudeteile, 6 bis 8 Jahre für technische Anlagen und Maschinen, 3 bis 14 Jahre für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen werden nicht aktiviert.

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren werden mit den Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen angesetzt. Die unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkten Material- und Fertigungskosten werden dabei in angemessenem Umfang auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, berücksichtigt. Fremdkapitalkosten werden nicht einbezogen.

Die Vorräte werden auf den beizulegenden Wert abgeschrieben, wenn dieser aufgrund von gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder Absatzmarktpreisen oder Ungängigkeit am Abschlussstichtag niedriger ist als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die wirtschaftlich einer bestimmten Zeit nach dem Stichtag zuzuordnen sind.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen werden gemäß der erwarteten Inanspruchnahme zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Bewertung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Absatz 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Absatz 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Anhangsinformationen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten mit TEUR 1.738 Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (Vorjahr: TEUR 217).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen geleistete Vorauszahlungen und sonstige Forderungen gegenüber Kreditoren in Höhe von TEUR 142 (Vorjahr: TEUR 224) sowie Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 140 (Vorjahr: TEUR 220).

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten enthalten jederzeit frei verfügbare liquide Mittel und Bargeldbestände.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen vorausbezahlte Messekosten, IT-Wartungskosten, Mitgliedsbeiträge sowie KFZ-Steuer.

Die Pensionsrückstellung wurde mit dem Teilwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafel 2018 G von Klaus Heubeck mit einem Zinssatz von 1,82 % und einem angenommenen Trend der Rente von 2,00 % p.a. berechnet. Die Pensionsrückstellung war zum Ende des Geschäftsjahres um TEUR 4 zu erhöhen (davon TEUR 2 Zinsaufwand).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 2 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Unter den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistung (TEUR 226), Personalkosten (TEUR 195) sowie für ausstehende Rechnungen (TEUR 156) ausgewiesen.

Zum Stichtag existieren keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Neben den üblichen Eigentumsvorbehalten wurden keine weiteren Sicherheiten bestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 840 (Vorjahr TEUR 0).

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Voraus erhaltene Lizenzerträge.

Derivative Finanzinstrumente im Sinne von § 285 Nr. 19 HGB bestehen nicht.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHUNG

Im Rohergebnis (sonstige betriebliche Erträge) sind Erträge aus der Währungsumrechnung mit TEUR 238 (Vorjahr: TEUR 653) enthalten.

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 797 (Vorjahr: TEUR 685) sind unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Im Geschäftsjahr wurden planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 292 (Vorjahr: TEUR 299) und auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 183 vorgenommen (Vorjahr: TEUR 132).

SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen in Form von Miet- und Dienstleistungsverträgen sowie offenen Bestellungen.

Die Gesamtverpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 8.176 (Vorjahr: TEUR 8.613), davon TEUR 7.817 (Vorjahr: TEUR 8.024) mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 359 (Vorjahr: TEUR 589) mit einer Laufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren. Sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen - wie im Vorjahr- nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht.

Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen nicht.

Personal

Die Gesellschaft beschäftigt im Jahresdurchschnitt 108 Arbeitnehmer und 2 Auszubildende (Vorjahr: 100 Arbeitnehmer und 2 Auszubildende).

Mitglieder der Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses gehörten der Geschäftsführung an:

Dr. Maja Hartung, Kauffrau

Dr. Thilo Wersborg, Ingenieur

Dr. Michael Bauer, Kaufmann

Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben zum Mutterunternehmen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Precitec ITM GmbH & Co. KG einbezogen. Die Precitec ITM GmbH & Co. KG ist das Mutterunternehmen der Gesellschaft das zugleich den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen bei der Konsolidierung berücksichtigt. Sitz des Mutterunternehmens in Neu-Isenburg.

Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine ereignet.

Vorschlag zu Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss TEUR 8.100 als Dividende auszuschütten und im Übrigen auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Neu-Isenburg, den 24. April 2024

Precitec Optronik GmbH

gez. Dr. Maja Hartung

gez. Dr. Thilo Wersborg

gez. Dr. Michael Bauer

Anlagenspiegel per 31.12.2023

Bilanzposition Anschaffungkosten zum 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Anschaffungkosten zum 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 3.461.605,55 - - 3.461.605,55
II. Sachanlagen
techn. Anlagen und Maschinen 112.908,31 27.916,15 - 140.824,46
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.792.174,35 215.137,59 - 2.007.311,94
Kraftfahrzeuge 290.946,34 - - 290.946,34
GWG bis 1.000 € 263.493,77 - - 263.493,77
Anlagevermögen gesamt 5.921.128,32 243.053,74 - 6.164.182,06
Bilanzposition kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2023
EUR
Abschreibung im Geschäftsjahr
EUR
Änderung der Abschreibungen in Zusammenhang mit Zugängen, Abgängen und Umbuchungen kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 3.169.088,55 292.471,00 - 3.461.559,55
II. Sachanlagen
techn. Anlagen und Maschinen 68.779,31 11.166,15 - 79.945,46
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.489.917,13 141.083,43 - 1.631.000,56
Kraftfahrzeuge 195.026,34 30.311,00 - 225.337,34
GWG bis 1.000 € 263.488,77 - - 263.488,77
Anlagevermögen gesamt 5.186.300,10 475.031,58 - 5.661.331,68
Bilanzposition Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 46,00 292.517,00
II. Sachanlagen
techn. Anlagen und Maschinen 60.879,00 44.129,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 376.311,38 302.257,22
Kraftfahrzeuge 65.609,00 95.920,00
GWG bis 1.000 € 5,00 5,00
Anlagevermögen gesamt 502.850,38 734.828,22

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Dr. Maja Hartung

gez. Dr. Thilo Wersborg

gez. Dr. Michael Bauer

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2024 festgestellt.

Bestätigungs-/Versagungsvermerk/Bescheinigungstext

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Precitec Optronik GmbH, Neu-Isenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Precitec Optronik GmbH, Neu-Isenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Precitec Optronik GmbH, Neu-Isenburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 17. Mai 2024

HSG Treuhand Heidelberg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Siegfried Grupp, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Bw. (BA) Harald Habersetzer, Wirtschaftsprüfer

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