Labor LS SE Verwaltungsgesellschaft

Mangelsfeld 4, 97708 Bad Bocklet, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Schweinfurt HRB 7665
Vorher
Blitz 17-670 SELabor LS SE
Eingetragen
25.7.2017
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung von Dienstleistungen von medizinischen Laboratorien
Gegenstand
Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin der Labor LS SE & Co. KG mit dem Sitz in Bad Bocklet, OT Großenbrach ("Kommanditgesellschaft"), die Übernahme deren Geschäftsführung, die Vornahme aller damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte sowie die Förderung des Unternehmenszwecks der Kommanditgesellschaft innerhalb deren wie folgt bestimmten Unternehmensgegenstandes: "Die Gesellschaft betreibt ein naturwissenschaftliches Institut. Sie erbringt analytische sowie sonstige wissenschaftliche Dienstleistungen. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich im In- und Ausland an anderen Unternehmen mit gleichem oder ähnlichem Gesellschaftszweck zu beteiligen oder solche Unternehmen zu gründen. Sie kann auch im In- und Ausland Zweigniederlassungen errichten."

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Dr. Balles
seit 27.4.2018
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Leimbeck + Sonnenschein Holding Verwaltungs-GmbH

Bad Bocklet

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz

Aktiva

2022 2021
Euro Euro
A. Anlagevermögen 36.254.540,55 36.519.225,17
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 56.701,00 88.566,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.699,00 88.564,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 2,00
II. Sachanlagen 36.197.839,55 36.430.659,17
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.624.485,59 22.916.788,59
2. technische Anlagen und Maschinen 7.577.472,00 8.684.987,16
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.981.130,00 4.695.384,58
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.751,96 133.498,84
B. Umlaufvermögen 8.155.316,31 7.788.296,30
I. Vorräte 1.874.126,67 1.933.024,89
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.639.702,25 1.677.802,61
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 231.611,18 255.222,28
3. fertige Erzeugnisse und Waren 173,88 0,00
4. geleistete Anzahlungen 2.639,36 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.962.151,65 3.818.810,92
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.919.486,13 3.753.941,05
2. sonstige Vermögensgegenstände 42.665,52 64.869,87
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten uns Schecks 1.319.037,99 2.036.460,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 304.776,62 306.513,47
Summe 44.714.633,48 44.614.034,94

Passiva

2022 2021
Euro Euro
A. Eigenkapital 23.407.308,99 21.663.119,62
I. Gezeichnetes Kapital 12.500,00 12.500,00
II. Gewinnrücklagen
satzungsmäßige Rücklagen 3.751.391,11 3.337.912,91
III. Konzernbilanzgewinn 19.543.417,88 18.212.706,71
davon Gewinnvortrag € 18.212.706,71 (Vorjahr € 17.412.378,96)
IV. nicht beherrschende Anteile 100.000,00 100.000,00
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 1.907.326,59 1.974.646,59
C. Rückstellungen 1.715.686,51 1.780.655,48
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 320.223,61 329.946,55
2. Steuerrückstellungen 59.752,52 10.280,00
3. sonstige Rückstellungen 1.335.710,38 1.440.428,93
D. Verbindlichkeiten 17.443.761,39 18.946.573,25
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.245.414,15 16.753.067,56
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 2.699.648,01 (Vorjahr € 2.485.821,20)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 12.545.766,14 (Vorjahr € 14.267.246,36)
2. erhalten Anzahlungen auf Bestellungen 2.763,00 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 2.763,00 (Vorjahr € 0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 989.626,31 1.083.909,09
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 989.626,31 (Vorjahr € 1.083.909,09)
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.205.957,93 1.109.596,60
- davon aus Steuern € 730.298,71 (Vorjahr € 674.105,56)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 11.003,41(Vorjahr € 8.272,47)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.205.957,93 (Vorjahr € 1.109.596,60)
- davon gegenüber Gesellschaftern € 456.333,96 (Vorjahr € 425.117,14)
E. passive latente Steuern 240.550,00 249.040,00
Summe 44.714.633,48 44.614.034,94

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2022 - 31.12.2022 01.01.2021 - 31.12.2021
1. Umsatzerlöse 44.795.192,13 43.886.633,43
2. Verminderung, Vorjahr Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -23.611,10 51.244,97
3. sonstige betriebliche Erträge 656.995,03 881.522,38
4. Materialaufwand -5.603.977,75 -4.536.101,56
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -5.200.801,05 -4.075.081,08
b) Aufwendungen für bezogende Leistungen -403.176,70 -461.020,48
5. Rohergebnis 39.824.598,31 40.283.299,22
6. Personalaufwand -25.668.369,88 -26.980.948,80
a) Löhne und Gehälter -20.524.957,94 -22.171.193,25
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -5.143.411,94 -4.809.755,55
- davon für Altersversorgung € 701.121,35 (Vorjahr € 706.600,38)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.233.854,60 -2.965.661,08
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -7.431.912,18 -7.160.959,25
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 264,54 0,00
- davon Zinseerträge aus der Abzinsung von Rückstellungen € 127,54 (Vorjahr € 0,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -191.875,88 -201.618,45
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen € 4.449,00 (Vorjahr € 5.556,63)
- davon Aufwendungen aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB € 2.149,06 (Vorjahr € 859,57)
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag -743.188,59 -1.155.387,84
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern € 8.490,00 (Vorjahr € 8.490,00)
12. Ergebnis nach Steuern 2.555.661,72 1.818.723,80
13. Sonstige Steuern -49.081,60 -48.252,60
14. Konzernjahresüberschuss 2.506.580,12 1.770.471,20
15. Gewinnvortrag 18.212.706,71 17.412.378,96
17. Einstellung in die Gewinnrücklagen -413.478,20 -729.349,65
18. Gutschrift auf Kapitalkonten -762.390,75 -240.793,80
19. Konzernbilanzgewinn 19.543.417,88 18.212.706,71

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Allgemeine Informationen

Die Leimbeck + Sonnenschein Holding Verwaltungs-GmbH ist als Mutterunternehmen gem. § 290 HGB und durch Überschreiten der Größenmerkmale des § 293 HGB verpflichtet, für den Konsolidierungskreis einen Konzernabschluss nach §§ 297 ff. HGB aufzustellen.

Der Konzernabschluss der Leimbeck + Sonnenschein Holding Verwaltungs-GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Das Geschäftsjahr des Konzerns entspricht dem Kalenderjahr.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt.

Die in den Konzernabschluss nach § 300 Abs. 2 HGB übernommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie die Erträge und Aufwendungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens angewandten Bewertungsmethoden einheitlich bewertet.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zur Identifikation der Muttergesellschaft laut Registergericht

Firma: Leimbeck + Sonnenschein Holding Verwaltungs- GmbH
Sitz: Bad Bocklet
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Schweinfurt
Register-Nr.: HRB 4386

2. Angaben zur Konsolidierung

2.1. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der Leimbeck + Sonnenschein Holding Verwaltungs-GmbH sind folgende Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen und nutzen die Erleichterungen des §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB zur Offenlegung ihrer Einzelabschlüsse:

Einbezogene Gesellschaft Sitz Anteil am Stammkapital
%
Leimbeck+Sonnenschein Holding GmbH & Co. KG (satzungsgemäße Beherrschung durch die Komplementärin) Bad Bocklet ---- ----
Labor LS SE Verwaltungsgesellschaft Bad Bocklet 100,00 120.000,00
Labor LS Beteiligungen GmbH Bad Bocklet 100,00 260.000,00
Labor LS SE & Co. KG Bad Bockelt 100,00 260.000,00

Beim vorliegenden Konzern handelt es sich um einen mehrstufigen Konzern. Die Muttergesellschaft übt satzungsgemäß als Komplementärin die Kontrolle über die Leimbeck + Sonnenschein Holding GmbH & Co. KG aus. Diese ist wiederum jeweils die alleinige Anteilseignerin der Labor LS SE Verwaltungsgesellschaft und der Labor LS Beteiligungen GmbH. Die Labor LS Beteiligungen GmbH übt die Beherrschung über die operative Gesellschaft Labor LS SE & Co. KG aus.

Aus den genannten, in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften haben jeweils die folgenden Unternehmen unbeschränkt haftende Gesellschafter wie folgt:

Unternehmen unbeschränkt haftende Gesellschaft
Leimbeck+Sonnenschein Holding GmbH & Co. KG Leimbeck+Sonnenschein Holding Verwaltungs-GmbH
Labor LS SE & Co. KG Labor LS SE Verwaltungsgesellschaft

2.2. Konsolidierungsmethoden

Die auf die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stimmen mit den entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich festgelegten, für den Konzernabschluss geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens überein.

Bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag des Einzelabschlusses dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode auf den Zeitpunkt der Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss vorgenommen.

Aufgrund unserer mehrstufigen Konzernstruktur haben sich bei der Kapitalkonsolidierung auf zwei unterschiedlichen Ebenen technische passive Unterschiedsbeträge i.S.v. DRS 23 Tz. 147 aus der Kapitalkonsolidierung ergeben. Diese sind nachfolgend bei den Angaben zur Konzernbilanz näher erläutert.

Schuldenkonsolidierung

Ausleihungen und andere Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden entsprechend § 303 HGB aufgerechnet.

Zwischenergebniseliminierung

In den Konzernabschluss zu übernehmende Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden bei Wesentlichkeit gemäß § 304 Abs. 1 HBG mit den Werten in der Konzernbilanz angesetzt, die sich nach der Eliminierung von Zwischenergebnissen ergeben. Die Gesellschaft machte insofern vom Wahlrecht des § 304 Abs. 2 HGB Gebrauch, da die Eliminierung nur einen unwesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns hätte.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

In der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung sind Erlöse und sonstige Erträge aus gruppeninternen Lieferungen und Leistungen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

Latente Steuern

Durch Auflösung von stillen Reserven bei Anwendung der Neubewertungsmethode haben sich im Rahmen der Kapitalkonsolidierung passive latente Steuern ergeben.

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der einbezogenen Unternehmen ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden grundsätzlich einzeln bewertet. Zur Verrechnung von Pensionsrückstellungen und Deckungsvermögen wurde eine Bewertungseinheit gebildet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Konzernanschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Konzernanschaffungs- bzw. herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 € wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Konzernanschaffungs- bzw. herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgte zu den je nach Fertigstellungsgrad angefallenen Herstellungskosten.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Kassen- und Bankguthaben

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 320.223,61 €.

Die Steuerrückstellungen beinhalten noch nicht veranlagte Steuern in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahmen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bewertungseinheiten

Es wurden im Einzelnen folgende Bewertungseinheiten gebildet:

Verrechnung von Pensionsrückstellungen und Deckungsvermögen

Verrechnung von Altersteilzeitrückstellungen und Deckungsvermögen

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Konzernabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

4. Angaben zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 19.474.471,34 €

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 22.315.656,14 €

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:

Die Zugänge betrugen im Jahr 2022 3.233.854,60 €
Die Abgänge betrugen im Jahr 2022 392.669,80 €

Angaben zu Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Bei den Vermögensgegenständen bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 60.110,00 € (Vorjahr: 156.574,00 €) und betrifft den Unterschiedsbetrag des Pensionsrückstellungsansatzes mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren, ausgewiesen bei der Labor LS SE & Co. KG.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt, der nach DRS 22 aufgestellt wurde.

Das gezeichnete Kapital des Mutterunternehmens beträgt 25.000,00 € (davon eingezahlt: 12.500,00 €). Neben innerhalb des Konzerns gebildeter Rücklagen in Höhe von 413.478,20 € sind zum Bilanzstichtag Gewinnvorträge mit 18.212.706,71 € ausgewiesen.

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Aus der Konsolidierung des Kapitals der Labor LS SE & Co. KG ergibt sich ein technischer passiver Unterschiedsbetrag aufgrund der Auflösung von stillen Reserven in Grundstücken durch Anwendung der Neubewertungsmethode. Dieser Unterschiedsbetrag wird entsprechend der Nutzungsdauer der Gebäude mit 3% p.a. zum Betrag von 67.300,00 € erfolgswirksam aufgelöst. Zum 31. Dezember 2022 ist ein Restwert in Höhe von 1.907.326,59 € vorhanden.

Die Kapitalkonsolidierung der Labor LS Beteiligungen GmbH führt zu einem technischen passiven Unterschiedsbetrag in Höhe von 13,468 Mio. € durch Ansammlung von Gewinnthesaurierungen seit der Ausübung der Beherrschung. Dieser Unterschiedsbetrag wurde gem. DRS 23 Tz. 148 in den Konzerngewinnvortrag eingestellt.

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet, und zwar in Form der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode).

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,78 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
Rententrend 2,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel © HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G von Klaus Heubeck

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 60.110,00 €.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen bzw. von Altersteilzeitverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden
Pensionsrückstellungen:
Erfüllungsbetrag der Schulden 458.497,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 389.083,39
Rückstellungen für Altersteilzeit:
Erfüllungsbetrag der Schulden 162.708,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 8.987,57
aktiver Unterschiedsbetrag nach Vermögenssaldierung 0,00
verrechnete Aufwendungen 10.750,00
verrechnete Erträge 8.600,94

Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Buchwert in der Steuerbilanz.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Rückstellung für Personalkosten

Rückstellung für Aufbewahrungsverpflichtungen

Rückstellung für Abschluss und Prüfung

Rückstellung für Kundenboni

Die Rückstellungen mit einer Laufzeit größer einem Jahr werden mit den von der Deutschen Bundesbank festgelegten Abzinsungssätzen nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von gesicherte Beträge
< 1 J. 1 - 5 J. > 5 J.
T€ T€ T€ T€ T€
gegenüber Kreditinstituten 15.245,4 2.699,7 8.830,4 3.715,3 15.245,4
(Vorjahr) (16.753,1) (2.485,9) (8.853,7) (5.413,5) (16.753,1)
aus Anzahlungen 2,8 2,8 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
aus Lieferungen und Leistungen 989,6 989,6 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (1.083,9) (1.083,9) (0,0) (0,0) (0,0)
sonstige Verbindlichkeiten 1.205,9 1.205,9 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (1.109,6) (1.109,6) (0,0) (0,0) (0,0)
Summe 17.443,7 4.898,0 8.830,4 3.715,3 15.245,4
(Vorjahr) (18.946,6) (4.679,4) (8.853,7) (5.413,5) (16.753,1)

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 3.715.342,55 € (Vorjahr: 5.413.540,90 €).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 15.245,4 T€ (Vorjahr: 16.753,1 T€).

Die Pfandrechte betreffen Grundschulden und sicherungsübereignete Gegenstände des Anlagevermögens.

Latente Steuern

Auf die Bildung von aktiven latenten Steuern wurde gem. § 274 Abs. 1 HGB verzichtet.

Latente Steuern sind aus der Aufdeckung stiller Reserven im Rahmen der Kapitalkonsolidierung passiviert. Sie wurden mit einem Steuersatz von 11,2 % bewertet.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Betrag
aus der Begebung Grundschulden T€ 21.136,8

Mit der Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen ist derzeit nicht zu rechnen. Es können auf absehbare Zeit alle vertraglichen Vereinbarungen diesbezüglich eingehalten werden, sodass eine Inanspruchnahme durch die Vertragspartner nicht gerechtfertigt wäre.

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind weiterhin folgende Geschäfte aufzuzeigen:

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.517,0 T€ sonstige finanzielle Verpflichtungen. Davon ist ein Gesamtbetrag von 591,9 T€ innerhalb eines Jahres fällig und ein Gesamtbetrag von 925,1 T€ zwischen 1 und 5 Jahren. Der Gesamtbetrag der nicht bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,0 T€.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Miet- und Leasingverträge

5. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
Pharma / Medtech. 36.893.885,59
humanmediz. Untersuchung 6.369.066,16
Sonstige 1.532.240,38
Summe 44.795.192,13
Geographisch bestimmter Markt Umsatz
Inland 39.274.668,27
Ausland 5.520.523,86
Summe 44.795.192,13

Periodenfremde Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht enthalten.

6. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung umfasst die in der Konzernbilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, saldiert mit den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf den laufenden Girokonten der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften.

Der ausgewiesene Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.319.037,99 2.036.460,49
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten auf Girokonten 0,00 0,00
= Finanzmittelfonds 1.319.037,99 2.036.460,49

7. Sonstige Pflichtangaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesamtzahl der durchschnittlichen beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 507 (Vj. 506). In der durchschnittlich beschäftigten Anzahl der Arbeitnehmer sind 225 (Vj. 236) Angestellte und 282 (Vj. 270) Arbeiter enthalten.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Mutterunternehmens durch folgende Personen geführt:

Dr. med. vet. Rüdiger Leimbeck Fachtierarzt für Mikrobiologie ausgeübter Beruf: Fachtierarzt für Mikrobiologie
Prof. Dr. Dr. med. vet. habil. Bernd Sonnenschein Fachtierarzt für Mikrobiologie ausgeübter Beruf: Fachtierarzt für Mikrobiologie

In Bezug auf die Geschäftsführerbezüge und Bezüge früherer Organmitglieder wird von der Schutzklausel des § 314 Abs. 3 HGB i.V.m § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Honorar des Konzernabschlussprüfers

Das vom Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt € 22.000,00 und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers
a) Abschlussprüfungsleistungen 22.000,00
b) Andere Bestätigungsleistungen 0,00
c) Steuerberatungsleistung 0,00
d) Sonstige Leistungen 0,00

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich bis zum heutigen Tag nach Schluss des Geschäftsjahrs nicht ergeben.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens wird in den Gewinnvortrag für das Folgejahr eingestellt.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Bad Bocklet, den 23.03.2023

Leimbeck + Sonnenschein Holding Verwaltungs-GmbH
Bad Bocklet

Geschäftsführung

Prof. Dr. Dr. med. vet. habil. Bernd Sonnenschein, Fachtierarzt für Mikrobiologie

Dr. med. vet. Rüdiger Leimbeck, Fachtierarzt für Mikrobiologie

Konzern - Anlagenspiegel zum 31.12.2022

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2022
AKTIVA
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.219.796,32 51.211,11 0,00 0,00 1.271.007,43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 320.974,25 0,00 0,00 0,00 320.974,25
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.540.770,57 51.211,11 0,00 0,00 1.591.981,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 29.700.731,41 512.350,85 0,00 57.772,98 30.270.855,24
2. technische Anlagen und Maschinen 14.814.236,83 152.203,77 0,00 60.914,10 15.027.354,70
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.804.458,86 2.056.987,27 397.170,80 200.977,78 11.665.253,11
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 133.498,84 200.917,98 0,00 -319.664,86 14.751,96
Sachanlagen 54.452.925,94 2.922.459,87 397.170,80 0,00 56.978.215,01
Anlagevermögeninsgesamt 55.993.696,51 2.973.670,98 397.170,80 0,00 58.570.196,69
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2022
AKTIVA
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.131.232,32 83.076,11 0,00 0,00 1.214.308,43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 320.972,25 0,00 0,00 0,00 320.972,25
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.452.204,57 83.076,11 0,00 0,00 1.535.280,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 6.783.942,82 862.426,83 0,00 0,00 7.646.369,65
2. technische Anlagen und Maschinen 6.129.249,67 1.320.633,03 0,00 0,00 7.449.882,70
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.109.074,28 967.718,63 392.669,80 0,00 5.684.123,11
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 18.022.266,77 3.150.778,49 392.669,80 0,00 20.780.375,46
Anlagevermögeninsgesamt 19.474.471,34 3.233.854,60 392.669,80 0,00 22.315.656,14
Buchwerte
Stand 01.01.2022 Stand 31.12.2022
AKTIVA
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 88.564,00 56.699,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 2,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 88.566,00 56.701,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 22.916.788,59 22.624.485,59
2. technische Anlagen und Maschinen 8.684.987,16 7.577.472,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.695.384,58 5.981.130,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 133.498,84 14.751,96
Sachanlagen 36.430.659,17 36.197.839,55
Anlagevermögeninsgesamt 36.519.225,17 36.254.540,55

Konzern - Kapitalflussrechnung vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

2022 2021
1. Konzernjahresüberschuss + 2.506.580,12 + 1.770.471,20
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens + 3.233.854,60 + 2.965.661,08
3. +/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen - 114.441,49 - 98.315,03
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge - 65.583,15 + 195.396,60
5. -/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte + 58.898,22 - 1.227.047,58
6. -/+ Zunahme / Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 1.165.545,08 + 167.609,61
7. -/+ Zunahme / Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind + 14.402,35 - 89.901,99
8. +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 94.282,78 + 134.881,99
9. +/- Zunahme / Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind + 99.124,33 - 28.335,68
10. - Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - 212,65 0,00
11. + Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens + 2.343,00 + 16.441,97
12. +/- Zinsaufwendungen / Zinserträge + 185.140,82 + 201.618,45
13. +/- Ertragsteueraufwand / -ertrag + 743.188,59 + 1.213.477,96
14. -/+ Ertragsteuerzahlungen - 694.404,07 - 1.215.474,77
15. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit + 4.709.062,81 + 4.006.483,81
16. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen - 51.211,11 - 9.155,56
17. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens + 2.370,65 + 8.823,53
18. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen - 2.922.459,87 - 6.253.188,34
19. + Erhaltene Zinsen + 137,00 0,00
20. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 2.971.163,33 -6.253.520,37
21. + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten + 1.069.998,91 + 174.950,00
22. - Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten - 2.577.652,32 - 2.621.704,39
23. - Gezahlte Zinsen - 185.277,82 - 201.618,45
24. - Gezahlte Dividenden - 762.390,75 - 240.793,80
25. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 2.455.321,98 - 2.889.166,64
26. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) - 717.422,50 - 5.136.203,20
27. +/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0,00 0,00
28. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode + 2.036.460,49 + 7.172.663,69
29. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode + 1.319.037,99 + 2.036.460,49

Konzern - Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2022

Eigenkapital des Mutterunternehmes
Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Bilanzgewinn Summe
Stand am 01.01.2021 12.500,00 2.608.563,26 0,00 17.412.378,96 20.033.442,22
Einstellung in Rücklagen 0,00 729.349,65 0,00 -729.349,65 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 -240.793,80 -240.793,80
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 2021 0,00 0,00 0,00 1.770.471,20 1.770.471,20
Stand am 31.12.2021 12.500,00 3.337.912,91 0,00 18.212.706,71 21.563.119,62
Einstellung in Rücklagen 0,00 413.478,20 0,00 -413.478,20 0,00
Auszahlung an Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 -762.390,75 -762.390,75
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 2022 0,00 0,00 0,00 2.506.580,12 2.506.580,12
Stand am 31.12.2022 12.500,00 3.751.391,11 0,00 19.543.417,88 23.307.308,99
nicht beherrschende Anteile Konzern-Eigenkapital
nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne / Verluste Summe Konzern-Eigenkapital
Stand am 01.01.2021 100.000,00 0,00 0,00 100.000,00 20.133.442,22
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00 -240.793,80
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 2021 0,00 0,00 0,00 0,00 1.770.471,20
Stand am 31.12.2021 100.000,00 0,00 0,00 100.000,00 21.663.119,62
Einstellung in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Auszahlung an Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00 -762.390,75
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 2022 0,00 0,00 0,00 0,00 2.506.580,12
Stand am 31.12.2022 100.000,00 0,00 0,00 100.000,00 23.407.308,99

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

INHALTSVERZEICHNIS

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

2. Bericht über Zweigniederlassungen

3. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und Branchen-Entwicklung

2. Geschäftsverlauf

2.1 Umsatzentwicklung der Labor LS SE & Co. KG

2.2 Beschaffungssituation

2.3 Investitionen

2.4 Finanzierungsmaßnahmen

2.5 Personalbereich

2.6 Umweltschutz und Arbeitssicherheit

2.7 Wichtige Vorgänge im abgelaufenen Geschäftsjahr

3. Darstellung der Unternehmenslage zum Stichtag

3.1 Geschäftsergebnis / Ertragslage

3.2 Finanzlage

3.3 Vermögenslage

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

5. Bericht Stabstellen

5.1 Molecular Development (MD)

5.2 Methodenetablierung & Methodentransfer

5.3 Zentrales Projektmanagement

6. Bericht aus den Ressorts

6.1 Ressort Enterosan ® / Medizinische Labordiagnostik

6.2 Ressort Mikrobiologie / Service

6.3 Ressort Prüfungen

6.4 Ressort Chemie / Wertbestimmung

6.5 Ressort Integriertes Managementsystem (IMS)

6.6 Gesamtaussage zu den Ressorts

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

2. Industriekundengeschäft

3. Zusammenfassende Chancen- und Risikobetrachtung

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Grundlagen des Konzerns

Die Leimbeck + Sonnenschein Holding Verwaltungs-GmbH ist aufgrund der gesellschaftsrechtlichen Struktur das Mutterunternehmen eines handelsrechtlichen Konzerns. Die Geschäftstätigkeit wird derzeit ausschließlich vom prägenden Tochterunternehmen, der Labor LS SE & Co. KG, ausgeübt.

Bei der Labor LS SE & Co. KG handelt es sich um eine große Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a HGB. Daher sind auch die Größenmerkmale des § 293 HGB überschritten und es besteht eine Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach §§ 290 ff. HGB.

Die Unternehmensgruppe ist ein mehrstufiger Konzern. Die Muttergesellschaft übt satzungsgemäß als Komplementärin die Kontrolle über die Leimbeck + Sonnenschein Holding GmbH & Co. KG aus. Diese ist wiederum jeweils die alleinige Anteilseignerin der Labor LS SE Verwaltungsgesellschaft und der Labor LS Beteiligungen GmbH. Die Labor LS Beteiligungen GmbH übt die Beherrschung über die operative Gesellschaft Labor LS SE & Co. KG aus.

Bei den nachfolgenden Erläuterungen werden bewusst die Angaben und Erläuterungen aus Sicht der Labor LS SE & Co. KG dargestellt, da diese Gesellschaft das operative Geschäft repräsentiert.

1. Geschäftsmodell

Das Unternehmen wurde 1987 als Labordienstleister für mikrobiologische und biologische Prüfungen an Arzneimitteln, Kosmetika und Lebensmitteln gegründet. Somit feierte es im Berichtsjahr sein 35-jähriges Betriebsjubiläum. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt weiterhin in mikrobiologischen und biologischen Prüfungen. Daneben werden auch chemisch-physikalische Untersuchungen und Beratungsdienstleistungen zu mikrobiologischen und betriebshygienischen Fragestellungen angeboten.

Die Leistungen werden hauptsächlich für Kunden aus der pharmazeutischen Industrie, der Kosmetikbranche und der chemischen Industrie angeboten. Weiterhin sind Ärzte, Tierärzte, Kliniken, Heilpraktiker, Tierheilpraktiker und auch Patienten Einsender von Proben. Die Kunden der Gesellschaft kommen vor allem aus dem deutschsprachigen Raum und der Europäischen Union, vereinzelt werden aber auch Kunden außerhalb der EU bedient. Ein erheblicher Teil der Arzneimittel, die im Rahmen der Freigabeprüfungen von Produktionschargen untersucht werden, wird von den Kunden der Labor LS SE & Co. KG exportiert.

Das Geschäft wird insbesondere beeinflusst durch die Anforderungen unserer Kunden und den gesetzlichen bzw. regulatorischen Vorgaben in den Bereichen der Arzneimittel- und Medizinproduktegesetzgebung.

2. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

3. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt Laboruntersuchungen nach etablierten Verfahren, die z. B. in offiziellen Methodensammlungen oder in Arzneimittelzulassungen festgelegt oder registriert sind. Eigene Forschungsaktivitäten beschränkten sich auf die marktreife Etablierung bereits bekannter, neuer Analyseverfahren oder Etablierung neuer Analysetechniken, die als Ersatz für bereits im Einsatz befindliche Verfahren oder als Ergänzung zu diesen genutzt werden sollen. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten orientieren sich dabei an den von unseren Kunden vorgegebenen Themengebieten und den Produktinnovationen im Arzneimittel- und Medizinproduktebereich sowie der klinischen Mikrobiologie und Biochemie.

Mit der Hochschule Coburg bestand weiterhin eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Mikrobiomanalytik, um das Dienstleistungsangebot von Enterosan ® zu erweitern. Eine Fortführung der Zusammenarbeit über das Berichtsjahr hinaus ist allerdings nicht geplant.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und Branchen-Entwicklung

Die pharmazeutische Industrie ist einer der stärksten und forschungsintensivsten Wirtschaftszweige Deutschlands. Es ist anzunehmen, dass auch in den kommenden Jahren ein weiteres, allerdings moderates Wachstum zu verzeichnen sein wird.

Die zu Beginn des Jahres 2020 aufgetretene Corona-Pandemie hatte auch im Berichtsjahr noch Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf. Wesentlich stärkere Effekte ergaben sich jedoch aus dem Ukraine-Konflikt. So mussten Anstrengungen unternommen werden, um bei möglichen Verknappungen der Gas- und Stromversorgung die Prüffähigkeit des Unternehmens jederzeit zu gewährleisten. Ebenso musste Vorsorge getroffen werden, um zu befürchtende Preissteigerungen kompensieren zu können. Aber auch langfristige Auswirkungen im Pharmabereich sind durch diese multiplen Krisen zu erwarten. Unsere Kunden legen verstärkt Wert darauf, mit Partnern zusammen zu arbeiten, die Maßnahmen ergriffen haben, um eine permanente Prüffähigkeit garantieren zu können.

Weitere gesetzliche Vorgaben schaffen neue Märkte für das Portfolio des Unternehmens. Als Beispiel sei hier der Annex 1 zum EG-GMP-Leitfaden zu nennen, der nun in aktualisierter Form vorliegt. Die darin enthaltenen Vorgaben z. B. zur mikrobiologischen Kontaminationskontrolle werden entsprechend spezialisierten Dienstleistern eine höhere Nachfrage bescheren.

Im humanmedizinischen Bereich machte sich allerdings negativ bemerkbar, dass viele Patient*innen aufgrund der Verunsicherung durch Pandemie, Ukraine-Krieg und steigende Lebenshaltungskosten bei Gesundheitsleistungen sparen. Die zukünftige Umsatzentwicklung wird daher auch entscheidend von der weiteren Entwicklung dieser äußeren Faktoren abhängen. Der veterinärmedizinische Markt präsentierte sich dagegen deutlich stabiler, da es wenige Mitbewerber gibt und Nutzer bereit sind, auch in Krisenzeiten das Untersuchungsangebot zu nutzen.

2. Geschäftsverlauf

2.1 Umsatzentwicklung der Labor LS SE & Co. KG

Wir konnten die Gesamtleistungen des Vorjahres wiederum übertreffen. Diese lag mit 45,3 Mio.€ um rund 1,5 % über den Umsatzzahlen des Vorjahres.

Die Kunden der Gesellschaft, mit denen der größte Anteil des Umsatzes erzielt wurde, rekrutierten sich im Berichtsjahr unverändert überwiegend aus der forschenden und nicht forschenden pharmazeutischen Industrie und der Medizinproduktebranche. Daneben wurden mikrobiologische Prüfungen aus der human- und veterinärmedizinischen Diagnostik und in deutlich geringerem Umfang Prüfungen für Kunden aus der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie durchgeführt.

2.2 Beschaffungssituation

Im Bereich der wichtigsten Lieferanten gab es im Jahr 2022 keine relevanten Wechsel. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich aufgrund höherer Beschaffungskosten die Materialaufwandsquote von 10,3 % auf 12,4 %. Insgesamt zeigt sich die Beschaffungssituation weiterhin sehr angespannt.

Die Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr wurden stets unter Nutzung von Skonto beglichen.

Die Einkaufskonditionen und Qualität der Zulieferer werden regelmäßig im Rahmen eines Lieferantenmanagement-systems überprüft. Hier gab es keine (kritischen) Abweichungen bei den Lieferantenbewertungen.

2.3 Investitionen

Die Investitionstätigkeit im Berichtsjahr für den operativen Betrieb entsprach den Aufwendungen der Vorjahre.

Im vierten Quartal wurde ein zusätzlicher Heizölbrenner nebst Tank sowie ein Flüssiggastank beschafft. Somit können die Labore im Hauptgebäude, der chemisch/physikalischen Analytik und der Laborneubau bei einer Gasmangellage alternativ beheizt werden.

2.4 Finanzierungsmaßnahmen

Die Tilgungen der langfristigen Fremdmittel erfolgen plangemäß.

Die Investitionen der Laborgeräte und -ausstattung wurden grundsätzlich aus der laufenden Liquidität beschafft oder wie auch der Fuhrpark weiterhin geleast. Unser operatives Geschäft finanzieren wir weiterhin aus Eigenmitteln.

2.5 Personalbereich

Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt 507 Mitarbeiter*innen (gerechnet als Vollzeitarbeitskräfte), davon 5 leitende Angestellte. Außerdem gehörten neben dem Geschäftsführenden Direktor auch 42 Auszubildende zur Belegschaft. Herr Werner Wohnhas war weiterhin als Generalbevollmächtigter bestellt. Die Personalaufwandsquote stieg bei der Labor LS SE & Co. KG im Geschäftsjahr 2022 von 55,9 % auf 56,6 %.

Um den Bedarf an gut ausgebildetem Fachpersonal auch in der Zukunft speziell unter regionalen Gesichtspunkten gewährleisten zu können, wird die Intensität der Fortbildung weiter gestärkt. So wurden im Jahr 2022 wieder 13 Auszubildende eingestellt. Neben den fachspezifischen Zweigen wird auch im kaufmännischen Bereich ausgebildet. In den Zahlen ist eine Studentin mit dualer Ausbildung enthalten.

2.6 Umweltschutz und Arbeitssicherheit

Die Rezertifizierung des nach DIN EN ISO14001 zertifizierten Umweltmanagementsystems erfolgte planmäßig im Oktober 2022. Die Gültigkeit der Urkunde wurde bis zum Oktober 2023 verlängert. Die Inspektion bestätigte den guten Stand der etablierten Einrichtungen und Prozesse im Umweltschutz, der Entsorgung, der Arbeitssicherheit und Energieeffizienz.

Im Jahr 2022 fanden Inspektionen durch nationale und internationale Behörden für den Bereich GMP-Analytik und die DAkkS/ZLG für den Bereich Medizinprodukte statt.

2.7 Wichtige Vorgänge im abgelaufenen Geschäftsjahr

Herrn Grimm wurde im Jahr 2022 Handlungsvollmacht für die Bereiche Sales/Pricing erteilt.

3. Darstellung der Unternehmenslage zum Stichtag

3.1 Geschäftsergebnis / Ertragslage

Die konsolidierten Personalaufwendungen sind auf Konzernebene im Berichtsjahr um 2,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr durch außerordentlichen Verzicht reduziert. Die konsolidierte Ertragslage wurde im Geschäftsjahr 2022 durch diesen aperiodischen Sachverhalt in der genannten Höhe positiv beeinflusst.

Unser operatives Ergebnis EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) ist gegenüber dem Vorjahr um 40 % gesunken. Entsprechend reduzierte sich auch der Jahresüberschuss. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 4,7 %, die Kosten für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe um 28 % und der Personalaufwand um 1,8 % gestiegen.

Im Bereich der klinischen Diagnostik hat der Umsatz nicht die geplante Höhe erreicht. Aufgrund der für viele Patient*innen weiterhin unsicheren wirtschaftlichen Lage ist hier auch in Zukunft nicht mit deutlichen Umsatzsteigerungen zu rechnen.

In den Bereichen Prüfung steriler und nicht steriler Produkte sowie bei produktionsnahen Labordienstleistungen ist das Unternehmen gut aufgestellt. Wir rechnen hier mit einer weiteren positiven Entwicklung, da die Prüfsicherheit und Flexibilität der Dienstleistung insbesondere von den Kapazitäten und den effektiveren Prozessen im Neubau profitieren.

Die Gesellschaft ist hauptsächlich im EU-Raum auf Eurobasis tätig, so dass Wechselkursrisiken praktisch ausgeschlossen werden können und derzeit keine inflationsbedingten Risiken erkennbar sind.

Die Umsatzrentabilität ist im Vergleich zum Vorjahr von 9,9 % auf 5,8 % deutlich gesunken. Dies gilt auch für den Return on Investment, der sich von 10,1 % auf 6,0 % deutlich verringert hat.

3.2 Finanzlage

Wir betrachten unsere Finanzlage immer noch als stabil. Unsere liquiden Mittel haben sich jedoch nochmals von 1,9 Mio. € auf 1,2 Mio. € erniedrigt und bilden somit zum Abschlussstichtag noch 2,7 % des Gesamtvermögens ab.

Die Eigenkapitalquote liegt stabil bei ca. 40 %. Aufgrund des niedrigeren Jahresüberschusses ist der Return on Investment von 10 % auf 6 % gesunken.

Unser Eigenkapital deckt das Anlagevermögen zum Abschlussstichtag zu 50 %. Unter Einbezug des mittel- und langfristigen Fremdkapitals beträgt die Anlagendeckung sogar 90 %.

Die Ausstattung mit Eigenkapital ist weiterhin stabil. Wir belassen unsere betrieblichen Ergebnisse, bedingt durch unsere gesellschaftsrechtliche Struktur und organisatorische Einbindung, nur teilweise im Eigenkapital. Im Berichtsjahr wurden 20 % des Jahresüberschusses den Gewinnrücklagen zugeführt. Die restlichen 80 % wurden den Gesellschafterverrechnungskonten und damit dem Fremdkapital zugewiesen.

3.3 Vermögenslage

Die Vermögenslage des Konzerns ist weiterhin gut.

Seit den umfangreichen Neubauten am Standort Bad Bocklet-Großenbrach ist unser Vermögen vor allem in den Sachanlagen gebunden.

Die Sachanlagen beinhalten zum Abschlussstichtag 81 % des Gesamtvermögens. Des Weiteren sind unsere Forderungen mit 11 % und unsere liquiden Mittel mit 2,7 % der Bilanzsumme die bestimmenden Faktoren unseres Vermögens.

Unsere Laborräume sind insbesondere nach der Investition in unseren Neubau auf modernstem Niveau und entsprechen den aktuellen Anforderungen.

Investitionen sind derzeit nur zur Ersatzbeschaffung technischer Ausrüstung, zur weiteren Stärkung der Prüffähigkeit und zur strukturellen Verbesserung der Arbeitsabläufe und Leistungsverbesserung geplant.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir im Wesentlichen die Kennzahlen Umsatzrendite, ordentlicher Cashflow, Return on Investment und die Personalaufwandsquote heran.

Den Cashflow definieren wir aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Zuführung / Auflösung von Rückstellungen. Den Return on Investment berechnen wir nach dem operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Verhältnis zu dem betriebsnotwendigen Kapital.

Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren orientieren wir uns an der Kundenzufriedenheit und der Prüfungssicherheit unserer Laborleistungen.

Die Kundenzufriedenheit wird durch regelmäßige Befragungen im Rahmen von Kundenterminen und Audits ermittelt. Im Bereich der medizinischen Diagnostik erhalten wir durch die intensive telefonische Beratungspraxis unmittelbare Rückmeldungen zu unseren angebotenen Dienstleistungen. Zusätzlich erhalten wir Rückmeldung von unseren Kunden, die LS im Rahmen ihrer regelmäßigen Lieferantenqualifizierung bewerten. Die Prüfungssicherheit und Performance unserer Laborleistungen überwachen wir im Industriekundenbereich mit unserem LIMS (Laborinformations- und Managementsystem).

5. Bericht Stabstellen

5.1 Molecular Development (MD)

In der neu gegründeten Abteilung werden molekularbiologische Analysen auf GMP-Niveau etabliert. Vor allem die neuen RNA-basierten Wirkstoffe stellen ganz neue Herausforderungen an die pharmazeutische Qualitätskontrolle. Uns erreichen deshalb zahlreiche Anfragen zur Durchführung entsprechender Projekte.

Eine in der Abteilung durchgeführte Bachelorarbeit zum Steriltest mittels Reverse-Transkriptase-PCR konnte mit einer sehr guten Bewertung abgeschlossen werden. Die Ergebnisse wurden in Webinaren und auf Konferenzen vorgestellt, ein Fachartikel wurde publiziert.

5.2 Methodenetablierung & Methodentransfer

Erneut verzeichnen wir für den Monozyten-Aktivierungs-Test (MAT) einen deutlichen Umsatzzuwachs. Damit weiten wir die Umsätze bei den Ersatzmethoden für Tierversuche weiter aus.

Zahlreiche größere Projekte wie In-Use und Ames-Studien, Desinfektions-Validierungen an Dialysemaschinen sowie in der Laser-Head Space Analytik konnten realisiert werden.

5.3 Zentrales Projektmanagement

Das zentrale Projektmanagement hat sich als wesentliches Instrument zur Steuerung großer abteilungsübergreifender Projekte entwickelt. Durch die prioritätsgesteuerte und strukturierte Bearbeitung werden Timelines und Kostenstruktur von Projekten transparent und nachvollziehbar. Dies führte zu einer deutlichen Verbesserung bei der Abarbeitung abteilungsübergreifender Projekte und deren Controlling.

6. Bericht aus den Ressorts

6.1 Ressort Enterosan ® / Medizinische Labordiagnostik

Trotz einer Erweiterung des Dienstleistungsangebotes durch neue Untersuchungsverfahren konnte im Berichtsjahr nicht das vorgegebene Umsatzziel erreicht werden. Dieser lag etwas unter dem des Vorjahres. Ursächlich dafür ist die für viele Patient*innen angespannte wirtschaftliche Lage. Damit sinkt die Nachfrage nach den zumeist selbst zu zahlenden komplementärmedizinischen Leistungen. Weiterhin erfreulich entwickelte sich dagegen die veterinärmedizinische Diagnostik. Wie die zukünftigen Trends aussehen, wird entscheidend von den äußeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängen.

Das Dienstleistungsangebot wurde wieder über verschiedene Kanäle beworben. Im Zentrum standen dabei eigene Fachfortbildungsformate, die in Präsenz, später dann online und zuletzt auch in hybriden Formaten angeboten wurden. Darüber hinaus waren Referent*innen auf diversen externen Veranstaltungen aktiv. Auch zukünftig sind entsprechende Veranstaltungen geplant. Die Wochenendseminare werden dabei nach der erfolgreichen Premiere allesamt in hybrider Form stattfinden.

6.2 Ressort Mikrobiologie / Service

Prüfung von Desinfektionsmitteln

Der Geschäftsverlauf des Jahres 2022 war aus betriebswirtschaftlicher Sicht etwas schlechter als das Vorjahr. Das liegt weiterhin daran, dass pandemiebedingt von unseren Kunden nur die absolut nötigsten Projekte beauftragt und viele Sonderprojekte verschoben wurden.

Molekularbiologie

In der Abteilung Molekularbiologie wurde im Jahr 2022 ein deutlicher Umsatzrückgang verzeichnet, was durch den hohen Umsatz des Vorjahrs begründet ist.

Für das erste Quartal 2023 ist der Transfer einer neuen Prüfmethode geplant, welche in Zusammenarbeit mit der Abteilung Molecular Development etabliert wurde. Hier werden wir unsere Expertise im Bereich DNA/RNA-basierter Arzneimittel weiter ausbauen.

Sonderprüfung

In der Abteilung wurde im Jahr 2022 ein sehr erfreuliches Umsatzplus erzielt. Eine neue Methode zum Filterrückhaltetest wurde etabliert, auch die Projekt-Pipeline für das erste Quartal 2023 ist bereits wieder gut gefüllt.

MiBi/ZS

Das Berichtsjahr konnte in der Mibi/ZS mit einem erfreulichen Umsatzplus abgeschlossen werden. Auffällig ist die gestiegene Beauftragung von Sonderprojekten und die verstärkten Nachfragen nach Dienstleistungen vor Ort bei Kunden.

Das Online-Bakterienlexikon "LS-pedia" findet nach wie vor reges Interesse, zuletzt konnte die internationale Registrierung beim Patent- und Markenamt der Vereinigten Staaten von Amerika erreicht werden. LS-pedia soll ins Englische übersetzt und ebenfalls zugänglich gemacht werden.

Zentrale Dienste

Probenmanagement

Die Dienstleistungen der Probenabholung bei Kunden vor Ort mit LS-eigenen, qualifizierten Transportfahrzeugen wurde weiter ausgebaut.

Nährbodenküche/Spülbereich/Lager

In der Nährboden- und Spülküche wurden die Prozesse weiter angepasst und optimiert. So wurde eine Etikettieranlage und zwei Räume für die Lagerung unter kontrollierten Bedingungen in Betrieb genommen.

Im Lager wurden die Prozesse zum Wareneingang, zur Lagerhaltung und Warenverteilung erfasst und beschrieben.

Haustechnik

Zur Erhöhung der Betriebssicherheit wurden im Hauptgebäude eine zusätzliche Ölheizung mit Tank und im Haus 4 ein Flüssiggastank installiert. Bei Ausfall oder Engpässen in der Erdgasversorgung kann die Grundlastabdeckung im Heizbetrieb durch redundante Umschaltung von Erdgas- auf Heizöl-, bzw. Flüssiggasbetrieb sichergestellt werden. Im Hinblick auf die hohen Energiekosten wurden verschiedene Maßnahmen zur Energieeinsparung wie Nachtabschaltungen und ein verbessertes Lastmanagement geplant, ausgearbeitet und umgesetzt.

Einkauf

Ein umfangreiches Außenlager wurde bei einem Dienstleister eingeführt. Sowohl die sichere Versorgung des Hauses mit Verbrauchsmaterialien und Reagenzien als auch die stark steigenden Preise bei Lieferanten stellten den Einkauf im Berichtszeitraum vor besonders hohe Aufgaben.

Marketing

Die neue Abteilung übernahm im Berichtsjahr alle Kommunikations- und Marketingaufgaben. Als Basis des LS-Unternehmensauftritts wurde ein modernes und einheitliches Corporate Design erarbeitet und etabliert. Anlässlich des 35-Jährigen Jubiläums wurden zudem einige Maßnahmen veröffentlicht. Der LS-LinkedIn-Kanal wurde im April eröffnet und wächst seitdem als relevanter Kanal zur Zielgruppe von LS heran. Das Eventmanagement für Vertriebsmessen und Kongresse wurde erfolgreich umgesetzt.

In der Schnittstelle zum Kunden wurden einige Maßnahmen, wie die Übersicht über unsere Angebote zur Contamination Control Strategy (CCS) oder der e-sample guide (elektronische Auftragserfassung) in Zusammenarbeit mit dem Sales-Team umgesetzt. Zur Kommunikation von Unique Selling Points (USPs) und Angebotsportfolio startet das Projekt eines Imagefilm-Baukastens. Die Aufnahmen aus den Fachbereichen werden zu Kurztrailern aufbereitet, die dann auf Messen, Online und in Kundenpräsentationen Einblick in das Portfolio, die Tätigkeiten der Experten, die moderne Technik und Räumlichkeiten von LS geben sollen. Im Employer Branding und Recruiting wurden die Messeauftritte kommuniziert und der jeweilige Messestand ausgestattet. Dazu wurden Anzeigen gestaltet und auf eigenen und bezahlten Kanälen veröffentlicht. Im Bereich Public Relations (PR) wurde der Schwerpunkt auf Berichte in der Lokalpresse und im überregionalen Rundfunk, sowie Spenden und Sponsoring-Aktivitäten mit lokalen, gemeinnützigen und jugendfördernden Projekten gelegt.

Ausbildung

Der Blockunterricht ist zum festen Bestandteil unserer Ausbildung der Biologielaborant*innen geworden. Die Ausbildungsdauer erstreckt sich über die ersten sieben Monate der Ausbildungszeit.

Nach mehrmonatigem Umbau konnte die Abteilung Ausbildung am 01. August 2022 in die neuen, großzügigen Räumlichkeiten umziehen.

Derzeit bilden wir Biologielaborant*innen, Chemielaborant*innen, Kauffrau/mann für Büromanagement, Kauffrau/mann für Marketingkommunikation aus und haben ein duales Studium des Studiengangs Bio- und Pharmatechnik etabliert. Von Juli bis September 2022 haben erneut zwei Auszubildende im zweiten Lehrjahr ein Auslandspraktikum für acht Wochen an der Universität Oulu/ Finnland absolviert.

EHS (Environment, Health, Safety)

Unter anderem wurde das EX-Schutzgutachten zusammen mit den Brandschutzbeauftragten sowie externen Spezialisten auf den kompletten Betrieb erweitert und auf die nötigen Gefährdungsbeurteilungen angepasst. Diese wurden im Rahmen der Begehung durch das Gewerbeaufsichtsamt begutachtet und positiv aufgenommen.

Cafeteria

Das Team der Cafeteria versorgte auch in 2022 die LS-Mitarbeitenden sowie Kunden und andere Besucher mit den verschiedensten Essen. Die Nachfrage nach tiefgekühlten Fertigmenüs ist nach wie vor hoch. Besucher und Auditoren zeigten sich durchwegs beeindruckt vom Angebot und vom Ambiente in der Cafeteri.

6.3 Ressort Prüfungen

In der Abteilung Prüfung steriler Produkte konnte zum Jahresanfang insbesondere bei den Medizinprodukte-herstellern ein deutlicher Anstieg der Probenzahlen gegenüber dem Vorjahr festgestellt werden. Kumuliert liegt für 2022 ein Umsatzzuwachs von ca. 4,4 % vor. Generell bestand eine höhere Nachfrage für produktspezifische Eignungsprüfungen, welche insbesondere durch gestiegene Behördenanforderungen bei Krankenhausapotheken und Herstellern von Radiopharmazeutika sowie einer aktiven Nachfrage bei den Kunden zur Aktualität bzw. Gültigkeit von teilweise sehr alten Methodenvalidierungen generiert werden konnte. Im Juni 2022 fand die Installation zweier neuer Isolatoren für die Steriltestung statt.

LAL-Test

Im Geschäftsjahr lag das Probenaufkommen der Abteilung LAL-Test nahezu auf Vorjahresniveau. Jedoch war ein Umsatzrückgang zu verzeichnen, da das umsatzstarke Projektgeschäft am zeitkritischen Covid-19-Impfstoff nicht vollständig kompensiert werden konnte. Der Trend der letzten Jahre zu komplexer werdenden Prüfmatrizes und Produktanalysen setzte sich weiter fort. Dies schließt die Etablierung von Prüfverfahren an ATMPs (Advanced Therapy Medicinal Products) wie auch an mRNA-basierten Impfstoffen und Therapeutika ein.

Keimzahlstudien

Im Jahr 2022 war ein Umsatzrückgang zu verzeichnen. Der Probenpeak der Covid-19-Impfstoff assoziierten Prüfaufträge des Vorjahres konnte nicht kompensiert werden. Im Teilbereich des Konservierungsmittelbelastungstests (KBT) war das Jahr 2022 von stark schwankenden Probeneingängen im Vergleich zum Vorjahr geprägt. Kundenseitig wurden pandemiebedingt und aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der kosmetischen Industrie die Neuentwicklung von Produkten zurückgefahren, was in einer geringeren Nachfrage nach Prüfungen resultierte. Diese Probenreduktion aus dem Kosmetikmarkt wurde durch vermehrte Nachfragen nach individuellen Keimstudien wie z. B. In-Use-Wachstumsstudien und Standzeitstudien abgemildert.

Gesamtkeimzahl

Im Betrachtungszeitraum lag die Anzahl an Proben der Abteilung Gesamtkeimzahl (GKZ) auf dem Niveau des Vorjahres. Kumuliert liegt für 2022 ein Umsatzzuwachs vor. Innerhalb des bearbeiteten Probenkontingents konnte ein Zuwachs an Proben bei einigen Medizinprodukteherstellern verzeichnet werden, die in beiden Vorjahren aufgrund des pandemiebedingt ausgesetzten bzw. verminderten Operationsgeschehens ihre Produktion von OP-Materialien heruntergefahren hatten.

IT

In der Abteilung IT konnten im Jahr 2022 im Zusammenwirken mit dem zentralen Projektmanagement und mit den Fachabteilungen über 20 fachspezifische IT-Projekte in den Bereichen Programmentwicklung, LIMS, elektronisches Signatur-Management, digitale Archivierung, Datenintegritätsmanagement unter ALCOA+ Vorgaben, IT-Administration und IT-Risikomanagement erfolgreich abgeschlossen werden. Im Teilbereich der IT-Administration & Infrastruktur wurden mehrere komplexe Maßnahmen ergriffen, um aus IT-Sicherheitsaspekten LS-Firmendaten und Systeme vor Cyber-Bedrohungen zu schützen und die Integrität von Daten sowie die Kontinuität des LS-Geschäftsbetriebs sicherzustellen.

6.4 Ressort Chemie / Wertbestimmung

Chemisch-physikalische Prüfungen

Der Geschäftsverlauf war in verschiedenen Analytikbereichen deutlich unterschiedlich. Im Bereich der Partikelprüfungen sind Routineprüfungen durch Produktionseinstellung weggebrochen. Während der Corona-Pandemie haben sich Auftraggeber überproportional mit Rohstoffen eingedeckt. Dies führte im Bereich der Rohstoffprüfungen zu starken Zuwächsen, die im Jahr 2022 nicht gehalten werden konnten. Im Bereich der ICP-Analytik werden vornehmlich einzelne Projekte bearbeitet. Wenn in den gängigen Arzneibüchern zukünftig die ICP (inductively coupled plasma mass spectrometry, ICP-MS) alternativ zum AAS (Atomad-sorptionsspektroskopie) angewendet werden darf, bessern sich die Aussichten auf Routineproben merklich. Sehr erfreulich entwickelte sich der Bereich der Wasseranalytik mit einem deutlichen Zuwachs. Weiterhin ist eine Verschiebung der Kundenanfragen in Richtung HPLC zu verzeichnen. Hier konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr sehr deutlich durch Routineprüfungen gesteigert werden.

Mikrobiologische / biologische Wertbestimmung

Die Wertbestimmung konnte ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr weiter steigern. Dies ist besonders auf den Bereich der Antibiotika-Prüfungen zurückzuführen. Im Bereich der Vitaminprüfungen sind die Umsätze dagegen deutlich gesunken.

6.5 Ressort Integriertes Managementsystem (IMS)

Für das QM-System wurden umfangreiche Vorbereitungen für im Jahr 2022 anstehende Änderungen getroffen. Dies betrifft die Ausgliederung der Tierarzneimittel aus dem Arzneimittelgesetz in ein eigenes Tier-arzneimittelgesetz sowie die strengeren Regelungen für Mindesteinwaagen im Europäischen Arzneibuch. Der PIC/S Guidance: "Good practices for data management and integrity in regulated GMP/GDP environments", wurde umgesetzt.

Zahlreiche neue Gesetze und Regelwerke traten im Berichtszeitraum in Kraft und müssen nun implementiert werden. Der Annex 1 des EG-GMP-Leitfadens für Sterilherstellung, die EU-VO 2019/06 und das Tierarzneimittelgesetz (TAMG). Weiterhin endet die öffentliche Konsultation zur Überarbeitung des Annex 11 (Computerized Systems) des EG-GMP-Leitfadens.

Drei Fach- und eine Systembegutachtung durch die DAkkS/ZLG an insgesamt 8 Tagen sowie drei GMP-Inspektionen durch die Behörden der Türkei, Belarus und die Regierung von Oberfranken wurden erfolgreich absolviert. Weiterhin fand eine Überwachung durch eine Benannte Stelle statt. Insgesamt 57 Kundenaudits fanden überwiegend wieder bei LS vor Ort statt.

Mittels der Einführung von elektronischen Unterschriften mit der DocuSign-Software inkl. externer und interner Validierung können nun GMP-relevante Dokumente elektronisch unterschrieben werden. Weiterhin erfolgt derzeit die Umstellung aller QM-Verfahren auf digitalisierte Prozesse.

Die jährliche Überwachung des nach DIN EN ISO14001 zertifizierten Umweltmanagementsystems erfolgte planmäßig. Die Inspektion bestätigte den guten Stand der etablierten Einrichtungen und Prozesse im Umweltschutz, der Entsorgung, Arbeitssicherheit und Energieeffizienz.

6.6 Gesamtaussage zu den Ressorts

Die geplante Stärkung des operativen Geschäfts ist im Berichtsjahr gut gelungen. Die vorhandenen Laborkapazitäten erlauben sowohl im Routinegeschäft als auch im Bereich der Sonderprojekte weiteres Wachstum.

Aufgrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage konnte im von Endkunden abhängigen Ressort Enterosan ® /Medizinische Labordiagnostik nicht die geplante Umsatzsteigerung erreicht werden.

Das integrierte Managementsystem ist geeignet, um die geforderten Qualitätskriterien zu erfüllen. Dies bestätigen die Rückmeldungen aus 58 Kundenaudits und Inspektionen der nationalen GMP-Behörde, der belarussischen und der türkischen GMP-Überwachungsbehörde sowie der DAKKS/ZLG (Medizinprodukte) und TÜV/LGA Intercert GmbH (Umweltmanagment).

III. Prognosebericht

Im Routinegeschäft wird in den kommenden zwei Jahren wiederum ein Wachstum pro Jahr erwartet. Durch aktive Preisgestaltung, Fokussierung auf bestehende Leistungsangebote und die Etablierung neuer Verfahren wollen wir am Wachstum der Life-Science Branchen Pharma und Medizinprodukte sowie patientenindividueller Therapie und Diagnose teilhaben. Die Entwicklungen der Rendite, des Cash-Flow und Return on Investment werden auch in 2023 verstärkt von den weiteren Entwicklungen der globalen politischen Lage abhängen. Hier spielen vor allem die Sicherung der Lieferketten sowie eine stabile und preislich verlässliche Versorgung mit Energie eine wesentliche Rolle. Dennoch gehen wir nach derzeitiger Lage von einem stabilen Geschäftsverlauf aus, müssen jedoch erneut auch auf ein erhöhtes Risiko infolge der volatilen politischen Rahmenbedingungen hinweisen.

Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen wird tendenziell eher steigen und die Preissensitivität wird zugunsten einer zuverlässigen Dienstleistung eher nachlassen. Wir stellen derzeit eine verstärkte Nachfrage nach Dienstleistungen bei Qualifizierungsprojekten vor Ort fest. Hier versprechen wir uns auch in der Zukunft gute Marktchancen, wenn es gelingt, über genügend qualifiziertes Personal zu verfügen. In der Folge rechnen wir nach erfolgreicher Qualifizierung auch mit entsprechendem Routinegeschäft nach Aufnahme der Produktion. Der neue Annex 1 zum EG-GMP-Leitfaden hat die Ansprüche an die Produktion steriler Arzneimittelzubereitungen erneut verschärft. Auch hier rechnen wir spätestens nach Inkrafttreten im Jahr 2023 mit höheren Probenvolumina.

Inwieweit das vorgegebene Umsatzwachstum im nächsten Jahr im Ressort Enterosan ® /Medizinische Labordiagnostik erreicht werden kann, wird entscheidend von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage abhängen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Wir legen weiterhin hohen Wert auf eine stetige Verbesserung von Leistungsfähigkeit und Ergebnissituation. Hierbei berücksichtigen wir die gängigen Risiken (gesamtwirtschaftliche Entwicklungen, Fluktuationen in der Kundenstruktur etc.) und konzentrieren uns auf die sich bietenden Chancen.

Chancen:

Da die Gesellschaft überwiegend Labordienstleistungen im sehr stark regulierten und überwachten Bereichen anbietet, wirken sich Veränderungen in diesem Bereich mittelbar und unmittelbar auf das Geschäftsvolumen aus. Durch ein übergreifendes, akkreditiertes Qualitätssicherungssystem, eine Herstellungserlaubnis nach §13 AMG, die Anerkennung der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA und anderer Länderbehörden (Türkei, eurasische Wirtschaftsunion) und die in zahlreichen Audits attestierte Expertise in den regulierten Geschäftsbereichen, ist das Unternehmen sowohl in der Zusammenarbeit mit nationalen als auch internationalen Kunden gut aufgestellt und kann sich den veränderten Regularien gut anpassen.

Im Industriekundenbereich setzen wir unsere Arbeit zur Etablierung von Schnellmethoden und alternativen Prüfverfahren fort, um neben der Endproduktprüfung verstärkt prozessbegleitende Prüfverfahren anbieten zu können und Verfahren zu etablieren, die insbesondere die klassischen biologischen Tests ergänzen oder ersetzen können. Um in der gesamten Wertschöpfungskette Dienstleistungen anbieten zu können, liegt ein Schwerpunkt unserer Kundenkommunikation darin, auf unsere Angebote in Qualifizierungs- und Validierungsprojekten hinzuweisen. In diesem Konstrukt werden On-Site-Services direkt beim Kunden immer wichtiger. Die zahlreichen akquirierten Projekte belegen den Erfolg dieses Ansatzes. Ein weiterer Treiber für diesen Ansatz sind verstärkte regulatorische Anforderungen, die sich durch den Annex 1 zum EG-GMP-Leitfaden ergeben. Dieser ist im August 2022 in Kraft getreten und beinhaltet in Bezug auf die Umsetzung Schonfristen, die zum Ende des 3. Quartals 2023 auslaufen. Im Umkehrschluss werden ab diesem Zeitpunkt deutlich mehr Aufwände zur Etablierung und Sicherung einer adäquaten "Contamination Control Strategy" bei der Herstellung steriler Produkte betrieben werden müssen. Labor LS hat für die gestiegenen Anforderungen im mikrobiologischen Bereich hier ein breites Portfolio. Weiterhin wird der nachhaltige Ausbau des Sales-Teams zu einer gesteigerten Marktpräsenz führen, somit können wir das gesamte Portfolio unserer Dienstleistungen bekannter machen und sowohl das Neu- und Bestandskundengeschäft ausbauen.

In der Humanmedizin bleibt das Thema Darmmikrobiom relevant und besitzt damit weiterhin auch Potenzial in der Diagnostik. In der Veterinärmedizin gewinnt es an Bedeutung. Das gilt entsprechend auch für die Nachfrage nach komplementärmedizinischen Verfahren. In beiden Feldern werden wir daher weiterhin konsequent das Dienstleistungsangebot von Enterosan ® platzieren und ausbauen.

Risiken:

Die größten Risiken für den Geschäftsverlauf ergeben sich derzeit aus den gestörten Lieferketten und der unsicheren Lage bei der Energieversorgung. Hier haben wir redundante Systeme für die Heizung (Erdöl, Flüssiggas) geschaffen und bauen die vorhandenen Photovoltaikanlagen deutlich aus. Diese decken vor allem den hohen Strombedarf für die Kühlung der Labore in den Sommermonaten. Energiemangellagen können bei LS direkt oder auch bei unseren Kunden dazu führen, dass Prüfungen nicht durchgeführt werden können oder auch die Arzneimittelproduktion stockt.

Aufgrund der hohen Marktdurchdringung in der pharmazeutischen Mikrobiologie ist eine höhere Fluktuation insbesondere bei Prüfungen zu erwarten, für die keine speziellen Einrichtungen benötigt werden. Zusätzliche Risiken ergeben sich aus Aktivitäten von Konkurrenzlaboratorien, die ebenfalls Laborkapazitäten aufbauen oder ihre Dienstleistungen regional näher am Kunden anbieten.

Im Berichtsjahr wurden keine wichtigen Unternehmensverträge abgeschlossen oder gekündigt. Straf-, Bußgeld- oder Zwangsverfahren kamen nicht vor bzw. sind nicht anhängig. Die Gesellschaft wurde im Rahmen der Produkthaftpflicht und/oder Gewährleistung nicht in Anspruch genommen. Rückstellungen für schwebende Rechtsstreitigkeiten mussten nicht gebildet werden.

Auf die durch den Preisdruck in der pharmazeutischen Industrie bestehenden ertragsorientierten Risiken hat sich die Gesellschaft mit ihrer Preisstrategie und dem praktizierten Preismanagement gut eingestellt und kann aufgrund ihrer Position im Markt angemessen agieren.

Es sind Mechanismen installiert, die den Auftrags- und Forderungseingang überwachen. Die Zahlungsströme unterliegen einem laufenden Monitoring, weiterhin sind die rechtlich erforderlichen Berichtsformate im Unternehmen etabliert. Risiken aus dem Finanzbereich sind derzeit nicht erkennbar.

Die Rekrutierung von Fachpersonal für das angestrebte Wachstum wurde durch Maßnahmen in der Vergangenheit wie dem angepassten Lohn- und Gehaltssystem sowie der Fokussierung auf Ausbildung im Haus erleichtert. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen und im Wettbewerb durch motiviertes, leistungsfähiges Personal Vorteile erlangen zu können, wird in den nächsten Jahren weiterhin in die eigene Aus- und Weiterbildung investiert. Insgesamt herrscht lokal durch verschiedene große Labore und das neu errichtete LGL (Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) ein verstärkter Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte.

Aus dem Qualitätsmanagement, dem Umwelt- und Abfallmanagement sind derzeit keine Risiken erkennbar.

Der Markt der Komplementärmedizin zeigt eine starke Abhängigkeit von der Kaufkraft der Endverbraucher*innen. Insofern sind die aktuellen Rahmenbedingungen mit einer hohen Inflation und einer breiten Verunsicherung durch den laufenden Ukraine-Krieg keine gute Voraussetzung für eine positive Umsatzentwicklung im Ressort Enterosan ® /Medizinische Labordiagnostik. Dazu kommt ein neuer, früher nur in der Blutdiagnostik tätiger Mitbewerber für die Stuhldiagnostik, der offensichtlich versucht, viele bislang gemeinsame Kund*innen sehr aggressiv abzuwerben.

2. Industriekundengeschäft

Die regulatorischen Anforderungen an die Herstellung und Qualitätsbewertung von Arzneimitteln und Medizinprodukten steigen aus Gründen des Verbraucherschutzes weiter an. Dies ergibt im Kerngeschäft der Gesellschaft gute Perspektiven und Chancen, den Umsatz durch Angebote weiterer Dienstleistungen und Etablierung neuer Prüfverfahren weiter auszubauen.

Daneben ergeben sich Risiken, da der Kostendruck zu Lasten der Leistungserbringer im Gesundheitswesen weiterhin hoch ist und die Firmen verstärkt versuchen, diesen und unternehmerische Risiken an die Zulieferer weiterzugeben.

3. Zusammenfassende Chancen- und Risikobetrachtung

Unsere Kompetenzen und den hohen Qualitätsanspruch an unsere eigenen Leistungen werden wir weiter verstärkt international und in bisher nur sporadisch bedienten Geschäftsfeldsegmenten bewerben. Wir sehen insbesondere im Life-Science-Bereich langfristig gute Wachstumsmöglichkeiten durch die Gewinnung neuer Kunden und Erschließung neuer Märkte. Über unsere neue Laborinfrastruktur, eine eigene Probenlogistik sowie unser gut ausgebildetes Fachpersonal können wir für unsere Kunden jederzeit notwendige Prüfkapazitäten sowie Dienstleistungen vor Ort zur Verfügung stellen und damit die Kundenbindung erhöhen. Die Verbesserung der internen Prüfprozesse wird zu einer Effektivitätssteigerung und damit verbesserten Wettbewerbsfähigkeit führen.

Aufgrund der vorliegenden Betrachtungen sind für die Geschäftsleitung über die oben genannten Entwicklungen hinaus derzeit keine Risiken erkennbar, die das Unternehmen nachhaltig belasten könnten.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus Bankguthaben und bei Bedarf über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko sind eine Liquiditätsplanung und ein Controlling etabliert.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Außerdem werden Informationen zur Bonität unserer Kunden, insbesondere vor Aufnahme neuer Geschäftsbeziehungen eingeholt.

 

Bad Bocklet, den 05. April 2023

Leimbeck + Sonnenschein Holding Verwaltungs-GmbH
Bad Bocklet

Geschäftsführung

Prof. Dr. Dr. med. vet. habil. Bernd Sonnenschein, Fachtierarzt für Mikrobiologie

Dr. med. vet. Rüdiger Leimbeck, Fachtierarzt für Mikrobiologie

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Leimbeck + Sonnenschein Holding Verwaltungs-GmbH, 97708 Bad Bocklet

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Leimbeck + Sonnenschein Holding Verwaltungs-GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Leimbeck + Sonnenschein Holding Verwaltungs-GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund-sätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 14. April 2023

Conrad GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Conrad, Wirtschaftsprüfer

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