SW Investments Germany GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
David Hrazdira seit 21.2.2025 | Geschäftsführer |
Nicole Braun seit 2.8.2023 | Prokura |
Alexander Schulz seit 6.1.2023 | Prokura |
Corinne Doudon seit 21.1.2021 | Prokura |
Thomas Krosnar seit 24.5.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
MAT Foundry Group Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAT German Holdings GmbHNeunkirchen (Saar)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für Januar - Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 7. März 2016 gegründet, die Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main ist am 11. März 2016 erfolgt. Die Gesellschafterversammlung vom 25. April 2016 hat die Neufassung des Gesellschaftsvertrages und mit ihr die Änderung der Firma, des Unternehmensgegenstandes und die Verlegung des Sitzes beschlossen. Die MAT German Holdings GmbH ("Firma") hat seitdem den Firmensitz in Neunkirchen mit folgender Geschäftsanschrift: Am Ochsenwald 2, 66539 Neunkirchen. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Saarbrücken unter der HRB 103204 eingetragen. Alleiniger Anteilseigner der Gesellschaft seit dem 31. Mai 2016 ist die MAT Foundry Group Limited, Mannings Heath Road, Poole Dorset, BH 12 4NJ Großbritannien, die wiederum eine Tochtergesellschaft der MAT Holding Inc., 6700 Wildlife Way, Long Grove, IL 60047 USA, ist. Innerhalb des Konzerns stellt die MAT German Holdings GmbH den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis und die MAT Holdings Inc. den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der MAT German Holdings GmbH wird im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt. Es erfolgt keine Offenlegung des Konzernabschlusses durch die MAT Holdings Inc. Aufgrund der Bildung einer steuerrechtlichen Organschaft im Sinne der §§ 14 bis 19 KStG wurden zwischen dem Mutterunternehmen und den Tochtergesellschaften in 2019 und 2020 Ergebnisabführungsverträge geschlossen. Danach verpflichten sich diese Tochterunternehmen, ab dem Geschäftsjahr 2019 bzw. für MAT Machining Eu- rope GmbH gültig ab dem Geschäftsjahr 2020 ihren ganzen Gewinn an die MGH abzuführen, Verluste werden von der MGH übernommen. Der Konzernabschluss der MAT German Holdings GmbH zum 31. Dezember 2021 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Der Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und den Konzernanhang sowie den Konzernlagebericht. Zusätzlich werden die Entwicklung des Konzerneigenkapitals und die Konzernkapitalflussrechnung dargestellt. Für die Darstellung der Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die für einzelne Posten der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung geforderten Zusatzangaben in den Konzernanhang übernommen. Am 1. Februar 2023 hat die MAT Foundry Group gegenüber der MAT German Holdings eine Patronatserklärung abgegeben, wonach die MAT Foundry Group gegenüber der MAT German Holdings die Verpflichtung übernimmt, die MAT German Holdings GmbH in der Weise finanziell auszustatten, dass die MAT German Holdings GmbH in der Lage ist, die während der Laufzeit der Patronatserklärung fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu bedienen. Diese Patronatserklärung ist bis zum 31. Dezember 2024 befristet. Darüber hinaus hat die MAT Foundry Group für den Fall, dass die MAT German Holdings GmbH finanzielle Unterstützung aus dieser Patronatserklärung in Anspruch nimmt, einen Rangrücktritt für alle Regressforderungen gemäß § 39 Abs. 2 Insolvenzordnung erklärt. Mit Datum vom 1. Februar 2023 hat die MAT Holdings Inc. gegenüber der MAT German Holdings GmbH erklärt, auf die Rückzahlung des der MAT German Holdings GmbH von der MAT Holdings Inc. gewährten Darlehens, das per 31. Dezember 2021 einen Saldo in Höhe von 76 Mio. € ausweist, bis zum 31. Dezember 2024 zu verzichten. Des Weiteren hat die MAT Holdings Inc. der MAT Foundry Group Limited die notwendige finanzielle Unterstützung bis zum 31. Dezember 2024 zugesichert. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgte daher unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). II. Angaben zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden neben der MAT German Holdings GmbH folgende Unternehmen einbezogen:
1) Die Anteile werden zu 99% von der Schmidt
Automotive GmbH und zu 1% von der Schmidt Automotive USA
Management LLC gehalten.
Die MAT German Holdings GmbH, die seit dem 31.05.2016 80% der Anteile an der Schmidt Automotive GmbH hält, erwarb am 17.12.2019 die restlichen 20% der Anteile. Darüber hinaus wurden am 20.12.2019 60% der Anteile an der MAT Machining Eu- rope GmbH akquiriert, deren Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund der untergeordneten Bedeutung in 2019 erstmals 2020 im Konzernabschluss berücksichtigt wurde. Die Schmidt Automotive USA Management LLC, Auburn, Alabama/USA, deren Anteile zu 100% von der Schmidt Automotive GmbH gehalten werden, wird wegen untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 S. 1 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Für die am 14.10.2020 durch die MAT Foundries Europe GmbH erworbene Vorratsgesellschaft mertus 650. GmbH hat die Gesellschafterversammlung vom 17.11.2020 die Änderung des Gesellschaftsvertrags in Ziffer 1. (Firma, Sitz und Geschäftsjahr) und mit ihr die Sitzverlegung von Frankfurt am Main nach Neunkirchen beschlossen. Die Gesellschaft firmiert nunmehr unter MAT Neunkirchen GmbH und übernahm ab dem 01.01.2021 die Geschäftstätigkeit des Standortes Neunkirchen der MAT Foundries Europe GmbH. Die Gesellschaft wurde im Vorjahr 2020 erstmalig in den Konzernabschluss der MAT German Holdings GmbH einbezogen. III. Angaben zu den Konsolidierungsgrundsätzen Der Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember und entspricht dem Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens und der Jahresabschlüsse aller in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden einheitlich bilanziert und bewertet. Sofern die Einzelabschlüsse der eingezogenen Gesellschaften von den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden abweichen, werden bei den entsprechenden Posten die erforderlichen Anpassungen vorgenommen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt grundsätzlich nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt der Tochterunternehmen bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Die in den Konzernabschluss der MAT German Holdings GmbH einbezogenen Gesellschaften wurden bereits in den Vorjahren in den Konzernabschluss der MAT Holdings Inc. bzw. der MAT Foundry Group Limited einbezogen. Die Erstkonsolidierung der MAT Foundries Europe GmbH erfolgte dabei zum 1. Juli 2010, die Erstkonsolidierung der Präzisionstechnik Resources Altenburg GmbH zum 1. Oktober 2015 und die Erstkonsolidierung der Schmidt Automotive GmbH und der Schmidt Automotive USA LP zum 1. Juni 2016. Für die am 20. Dezember 2019 von der MAT German Holdings GmbH erworbene MAT Machining Europe GmbH erfolgte die Erstkonsolidierung zum 01.01.2015. Im erstmalig zum 31. Dezember 2017 aufgestellten Konzernabschluss der MAT German Holdings GmbH wurden unter teleologischer Reduktion des § 301 HGB und unter Berufung auf den nicht kodifizierten Grundsatz der wirtschaftlichen Betrachtungsweise die internationalen Vorgaben zur Rechnungslegung nach IFRS bezüglich Unternehmenszusammenschlüssen von Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung analog auf die handelsrechtliche Rechnungslegung angewendet. Danach wurde auf eine Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten nach § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB im Vermögen der Tochtergesellschaften verzichtet und stattdessen die Buchwertfortführung angewendet, da die Gesellschaften sowohl vorher direkt als auch nachher indirekt durch die MAT Foundry Group Limited bzw. MAT Holdings Inc. beherrscht werden. Im Konzernabschluss der MAT German Holdings GmbH zum 31. Dezember 2017 wurden demnach die konsolidierten Werte der einbezogenen Gesellschaften für das Geschäftsjahr 2017 wie auch für das Vorjahr so ausgewiesen, als ob diese Gesellschaften bereits in den Vorjahren im Konzernabschluss der MAT German Holdings GmbH konsolidiert worden wären. Soweit im Rahmen der Erstkonsolidierung unter Anwendung der Neubewertungsmethode ein aktiver Unterschiedsbetrag entstand, so wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und gemäß § 309 Abs. 1 HGB abgeschrieben. Passive Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden planmäßig über die durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Anlagegegenstände aufgelöst. Da auch die zum 31. Dezember 2019 erstmalig im Konzernabschluss der MAT German Holdings GmbH konsolidierte MAT Machining Europe GmbH bereits früher in die Konzernabschlüsse der MAT Foundry Group Limited und MAT Holdings Inc. einbezogen wurde, erfolgte auch bei der Konsolidierung im Konzernabschluss der MAT German Holdings GmbH eine Buchwertfortführung der Werte. Die sich aus dem in 2019 auch bei MAT Machining Europe GmbH durchgeführten Werthaltigkeitstest ergebende Abwertung des Anlagevermögens wurde dabei entsprechend berücksichtigt. Differenzen zwischen dem Beteiligungsansatz im Jahresabschluss der MGH und dem übernommenen Reinvermögen zu Konzernbuchwerten wurden dabei in Höhe von TEUR 4.000 mit der Kapitalrücklage verrechnet. Die Aufstockung der Anteile an der Schmidt Automotive GmbH wurde als Kapitalvorgang abgebildet und die Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem hierauf entfallenden Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital verrechnet. Der verbleibende Unterschiedsbetrag aus dieser Verrechnung wurde erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet. Die bereits im Vorjahr als Vorratsgesellschaft übernommene MAT Neunkirchen GmbH wurde erstmalig mit Ihrer Gewinn- und Verlustrechnung im Konzernabschluss zum 31.12.2021 einbezogen. Die Werte der im Zusammenhang mit der Ausgliederung des Neunkirchen-Geschäfts aus der MAT Foundries Europe GmbH auf die MAT Neunkirchen GmbH übertragenen Vermögensgegenstände und Schulden werden bei der MAT Neunkirchen GmbH fortgeführt. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. Auf eine Zwischenergebniseliminierung gemäß § 304 HGB wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung verzichtet. Bei Konsolidierungsmaßnahmen im Sinne des § 306 HGB, die sich voraussichtlich umkehren, werden latente Steuerbelastungen bzw. -entlastungen gebildet. Dabei wurden passive latente Steuern nach § 306 HGB in Höhe von 7.127 T€ (Vorjahr: 8.558 T€) mit den Posten nach § 274 HGB zusammengefasst. Insgesamt resultieren daraus zum Bilanzstichtag passive latente Steuern in Höhe von 7.241 T€ (Vorjahr: 8.671 T€). Die nicht der MAT German Holdings GmbH direkt oder indirekt gehörenden Anteile an der MAT Foundries Europe GmbH, der MAT Neunkirchen GmbH sowie der MAT Machining Europe GmbH werden innerhalb des Konzerneigenkapitals unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" und der den anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn bzw. der auf sie entfallende Verlust in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung aus erfolgswirksamen Konsolidierungsbuchungen nach dem Posten Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag gesondert unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Die Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen von der Landeswährung in Euro erfolgte beim Konzerneigenkapital mit den historischen Kursen, bei den übrigen Bilanzposten mit den Stichtagskursen zum Bilanzstichtag und in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung mit den Jahresdurchschnittskursen. Die aus der Veränderung der Devisenkurse resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft erfolgsneutral im Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Konzerneigenkapital ausgewiesen. Der zum 31. Dezember 2021 verwendete Stichtagskurs des US-Dollars betrug EUR 1,1383 (Vorjahr: EUR 1,2226) und der Durchschnittskurs 2021 EUR 1,1831 (Vorjahr: EUR 1,1445). Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung der unter dem Dach der MAT German Holdings GmbH verbundenen Unternehmen werden Währungsdifferenzen eliminiert. Hierbei wurde der Stichtagskurs in Höhe von EUR 1,1383 (Vorjahr: EUR 1,2226) zugrunde gelegt. IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten analog zu den Herstellkosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse auch anteilige Gemeinkosten und fertigungsbedingte Abschreibungen einbezogen. Gewährte Zuschüsse und Zulagen wurden im Anlagevermögen in Abzug gebracht. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und unter Berücksichtigung von Mehrschichtmodellen linear vorgenommen. Planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden durchschnittlichen Nutzungsdauern zugrunde:
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800 € wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Konzernanlagenspiegel als Zugänge und Abgänge gezeigt. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Der in 2019 bei allen Tochtergesellschaften der MAT German Holdings GmbH durchgeführte Werthaltigkeitstest führte, sowohl bei der MAT Foundries Europe GmbH als auch bei der MAT Machining Europe GmbH, zu einer Wertminderung der Vermögenswerte. Bei der MAT Foundries Europe GmbH wurde in 2019 eine Abschreibung auf das Anlagevermögen in Höhe von 6.207 T€ vorgenommen. Korrespondierend hierzu erfolgte in 2019 eine zeitgleiche Auflösung des negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 3.936 T€ und der latenten Steuern in Höhe von 1.862 T€. Die aus dem Werthaltigkeitstest bei der MAT Machining Europe GmbH resultierende Abschreibung auf das Anlagevermögen in Höhe von 2.975 T€ wurde im Rahmen der Erstkonsolidierung in 2019 berücksichtigt. Immaterielle Vermögensgegenstände hinsichtlich Kundenbeziehungen und Technologien / Know-how werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vertrags oder über den Zeitraum, in dem sie angewendet werden, abgeschrieben, in denen das Unternehmen von der Technologie profitiert. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese Schätzung basiert auf einer Vielzahl von Faktoren, wie der erwarteten Nutzung des erworbenen Unternehmens, den gesetzlichen oder vertraglichen Bestimmungen, der Nutzungsdauer und Annahmen, die Marktteilnehmer in Bezug auf ähnliche Unternehmen in Betracht ziehen würden. Immaterielle Vermögensgegenstände der Kundenverhältnisse werden über zehn Jahre abgeschrieben. Technologie und Know-how aus den immateriellen Vermögensgegenständen werden über acht Jahre abgeschrieben. Der negative Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der MAT Foundries Europe GmbH wird analog der Restnutzungsdauer der erworbenen Anlagengegenstände zuzüglich der außerplanmäßigen Abschreibung aufgrund des in 2019 vorgenommenen Werthaltigkeitstests und des negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung der Präzisionstechnik Resources Altenburg GmbH über einen Zeitraum von fünf Jahren aufgelöst. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht einbezogen. Soweit die Marktpreise oder beizulegenden Werte am Bilanzstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten lagen, wurden diese zum Ansatz gebracht. Hierbei wendet der Konzern die Niederstwertermittlung nach Marktpreisen bei Roh- und Hilfsstoffen und Niederstwertermittlung nach Gängigkeit bei Betriebsstoffen an. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen beachtet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder einer verminderten Verwertbarkeit ergaben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Am 4. Dezember 2017 wurden, als Teil einer Umstrukturierung innerhalb der Gruppe, 90% der Anteile der MAT Foundries Europe GmbH und 100% der Anteile der Präzisionstechnik Resources Altenburg GmbH gegen die Gewährung von zwei neuen Geschäftsanteilen von jeweils EUR 1,00 am von EUR 25.000,00 auf EUR 25.002,00 erhöhten Stammkapital der MAT German Holdings GmbH von der MAT Foundry Group Limited an die MAT German Holdings GmbH übertragen. Die Kapitalerhöhung erfolgte gegen Zahlung einer Bareinlage von jeweils EUR 1,00 zuzüglich einer Sacheinlage durch Übertragung der Anteile an den beiden Gesellschaften. Die eingebrachten Anteile wurden mit ihrem bisher bei der MAT Foundry Group Limited bilanzierten Gesamtbuchwert von EUR 16.862.126,00 bewertet, der bei der MAT German Holdings GmbH in die Kapitalrücklage gebucht wurde. Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung, der aus der Erstkonsolidierung der MAT Foundries Europe GmbH sowie der Präzisionstechnik Resources Altenburg GmbH resultiert, besitzt Eigenkapitalcharakter, da es sich hierbei jeweils um günstige Gelegenheitserwerbe der Anteile handelte. Im Geschäftsjahr 2019 erfolgte eine erfolgswirksame Auflösung dieses Postens in Höhe von 4.698 T€, wovon 3.936 T€ im Zusammenhang mit der außerplanmäßigen Abschreibung aufgrund des Werthaltigkeitstests bei der MFE stehen. Der negative Unterschiedsbetrag der Präzisionstechnik Resources Altenburg GmbH wurde bereits in Vorjahren vollständig aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte eine erfolgswirksame Auflösung der Anteile an der MAT Foundries Europe GmbH in Höhe von 390 T€; sodass zum Bilanzstichtag noch ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 1.809 T€ (Vorjahr: 2.199 T€) ausgewiesen wird. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre auf den Abschlussstichtag abgezinst. Die Bildung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte für die Handelsbilanz nach den Regelungen der IDW-Stellungnahme IDW RS HFA 3 vom 19.06.2013. Bei der Bewertung nach der IDW-Stellungnahme ist eine Abzinsung mit fristadäquatem Marktzins vorzunehmen. Nach dem HGB ist hierfür der durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre anzusetzen. Bei der Bewertung der Aufstockungszahlungen wurde der volle Barwert der Verpflichtung angesetzt. Bei der Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurde ein von der Deutschen Bundesbank ermittelter Rechnungszinssatz von 0,30% p.a. berücksichtigt. Bei dem Lohn- und Gehaltstrend wurde jeweils ein Wachstum von 2,50% p.a. zugrunde gelegt. Aufgrund eines bestehenden Vertrages mit einem Versicherungsunternehmen hat die Gesellschaft ein Deckungsvermögen gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB in Höhe von 362 T€, welches zum beizulegenden Zeitwert bewertet ist, mit dem Erfüllungsbetrag der Schuld aus den Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet. In der Konzerngewinn- und Verlustrechnung werden Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und der Saldo im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Für Differenzen aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen wurden gemäß § 306 HGB latente Steuern berücksichtigt und mit den passiven latenten Steuern gemäß § 274 HGB zusammengefasst. Im Saldo resultierten daraus passive latente Steuern in Höhe von 7.241 T€ (Vorjahr: 8.671 T€). Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30-31% zugrunde gelegt. Es sind Steuerlatenzen gemäß § 274 HGB vorhanden, welche durch die Unterschiede zwischen dem handels- und steuerrechtlichen Bilanzansatz bei der Altersteilzeitrückstellung, den drohenden Verlusten und beim Geschäfts- oder Firmenwert entstanden sind. Bei der Berechnung wurde ein Steuersatz von 31% zugrunde gelegt. Die Steuerlatenzen wurden jedoch im Rahmen des Aktivierungswahlrechts zum Bilanzstichtag nicht ausgewiesen. V. Angaben zur Konzernbilanz Der Geschäfts- oder Firmenwert der Schmidt Automotive GmbH wird über zehn Jahre abgeschrieben und weist zum Bilanzstichtag einen Betrag in Höhe von 12.612 T€ aus (Vorjahr: 15.458 T€). Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen und der Abschreibungen des Geschäftsjahres wird auf den separat dargestellten Konzernanlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) verwiesen. Zum Bilanzstichtag gab es wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen andere verbundene Unternehmen in Höhe von 2.650 T€ (Vorjahr: 1.141 T€) davon als Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 90 T€ (Vorjahr: 0 T€). Die offenen Posten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden durch Forderungsfactoring verringert. Die MAT Neunkirchen GmbH übernahm von der MAT Foundries Europe GmbH das vorhandene Forderungsfactoring mit der Deutsche Bank AG, wonach Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in einem bestimmten Umfang und zu bestimmten Konditionen regresslos an die Deutsche Bank AG veräußert werden. Das Inkasso verbleibt jedoch bei der MAT Neunkirchen GmbH. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen an die Deutsche Bank AG in Höhe von rd. 3.213 T€ (Vorjahr: 2.493 T€) abgetreten. Darüber hinaus haben die im Inland operativ tätigen Konzerngesellschaften in 2021 mit der BNP Paribas Factor GmbH einen Forderungskaufvertrag als sogenanntes "Stilles Inhouse Factoring" abgeschlossen. Die Gesellschaften verpflichten sich demnach, ihre künftig entstehenden Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen gegen ihre sämtlichen Kunden fortlaufend der BNP Paribas Factor GmbH zum Kauf anzubieten. An die BNP Paribas Factor GmbH waren Forderungen zum Bilanzstichtag in Höhe von 5.390 T€ (Vorjahr: 0 T€) abgetreten. Zum Bilanzstichtag wird ein nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 12.967 T€ (Vorjahr: 10.538 T€) ausgewiesen. Am 1. Februar 2023 hat die MAT Foundry Group gegenüber der MAT German Holdings eine Patronatserklärung abgegeben, wonach die MAT Foundry Group gegenüber der MAT German Holdings die Verpflichtung übernimmt, die MAT German Holdings in der Weise finanziell auszustatten, dass die MAT German Holdings in der Lage ist, die während der Laufzeit der Patronatserklärung fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu bedienen. Diese Patronatserklärung ist bis zum 31. Dezember 2024 befristet. Darüber hinaus hat die MAT Foundry Group für den Fall, dass die MAT German Holdings finanzielle Unterstützung aus dieser Patronatserklärung in Anspruch nimmt, einen Rangrücktritt für alle Regressforderungen gemäß § 39 Abs. 2 Insolvenzordnung erklärt. Mit Datum vom 1. Februar 2023 hat die MAT Holdings Inc. gegenüber der MAT German Holdings GmbH erklärt, auf die Rückzahlung des der MAT German Holdings GmbH von der MAT Holdings Inc. gewährten Darlehens, das per 31. Dezember 2021 einen Saldo in Höhe von 76 Mio. € ausweist, bis zum 31. Dezember 2024 zu verzichten. Des Weiteren hat die MAT Holdings Inc. der MAT Foundry Group Limited die notwendige finanzielle Unterstützung bis zum 31. Dezember 2024 zugesichert. Unter den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen nachfolgende Verpflichtungen und Risiken ausgewiesen:
Nach der Verrechnung der bestehenden Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 699 (Vorjahr: TEUR 733) mit dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 362 (Vorjahr: TEUR 340) ergeben sich zum 31. Dezember 2021 unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesene Verpflichtungen für die Altersteilzeit in Höhe von TEUR 337 (Vorjahr: TEUR 393). Die Zeitwerte des Rückdeckungsvermögens entsprechen den Anschaffungskosten. Gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB anzugebende Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen entstanden im Geschäftsjahr 2021 - wie im Vorjahr - nicht. Die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten sind im nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Die für den Erwerb bestimmter Gebäude und Ausrüstungen zur Verfügung gestellten Bankdarlehen sind durch die erworbenen Vermögensgegenstände besichert. Sicherheiten in Höhe von 11,4 Mio. € (Vorjahr: 19,2 Mio. €) werden daher durch Belastungen dieser spezifischen Vermögensgegenstände erbracht. Kurzfristige Bankdarlehen in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 5,1 Mio. €) wurden durch variable Belastungen der Vermögenswerte einer Tochtergesellschaft abgesichert. Weitere Sicherheiten bestehen durch Bürgschaften der Muttergesellschaft MAT Foundry Group Limited in Höhe von 17,9 Mio. € (Vorjahr: 25,9 Mio. €). In den sonstigen Verbindlichkeiten (Vorjahr: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) ist ein Betrag von 2,0 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio.€) enthalten, der durch eine Belastung der von der MAT Neunkirchen GmbH (Vorjahr von MAT Foundries Europe GmbH) gehaltenen Grundstücke und Gebäude besichert wird. Zum 31.12.2021 betrugen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 156.776 T€ (Vorjahr: 145.120 T€). Darin enthalten sind Darlehensverbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter MAT Foundry Group Limited in Höhe von 73.515 T€ (Vorjahr: 51.765 T€) und gegenüber der MAT Holdings Inc. in Höhe von 75.613 T€ (Vorjahr: 87.613 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Gesellschafter MAT Foundry Group Limited in Höhe von insgesamt 5.010 T€ (Vorjahr: 3.368 T€) und gegenüber der MAT Holdings Inc. in Höhe von 2.627 T€ (Vorjahr: 2.373 T€). Latente Steuern Aufgrund abweichender Bilanzansätze im Anlagevermögen, die im Wesentlichen aus Konsolidierungsbuchungen resultieren, ergeben sich im Geschäftsjahr folgende Steuerlatenzen.
Der zugrunde gelegte Steuersatz beträgt 30-31%. Am Abschlussstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind und nicht Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB betreffen, in Höhe von insgesamt 3.362 T€ (Vorjahr: 5.401 T€). Dabei handelt es sich um Miet- und Leasingverpflichtungen, die in den Folgejahren erfüllt werden müssen. Die Risiken der Miet- und Leasingverträge verbleiben beim Vermieter bzw. Leasinggeber. Die Vorteile bestehen in einer Verringerung der Kapitalbindung. VI. Angaben zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr 248,7 Mio. € (Vorjahr: 239,0 Mio. €) und verteilten sich wie folgt:
Im Jahr 2021 gab es Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von 21 T€ (Vorjahr: 256 T€). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden außergewöhnliche Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 1.914 T€) und aus Währungsumrechnungen in Höhe von 152 T€ ausgewiesen (Vorjahr: 39 T€). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von 4.698 T€ ausgewiesen (Vorjahr: 1.665 T€). VII. Sonstige Angaben Für Steuerberatungs- und Prüfungskosten des Abschlussprüfers sind insgesamt 404 T€ (Vorjahr: 206 T€) aufgewendet. Davon entfallen auf die Abschlussprüfungsleistungen 386 T€ (Vorjahr: 193 T€) und auf Steuerberatungsleistungen 18 T€ (Vorjahr: 13 T€). Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer nach Gruppen:
Mitglieder der Geschäftsführung des Mutterunternehmens: Herr Ingo Bitzer (seit 11. Juni 2021) Herr Thomas Krosnar Gemäß § 314 Abs. 3. Satz 2 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet. Das im Dezember 2019 in China ausgebrochene Virus SARS-CoV-2 hat sich seit Februar 2020 in Europa weiterverbreitet und zu einer weltweiten Pandemie entwickelt. In 2021 wurden in Deutschland Erst- und Zweitimpfungen verabreicht. Nachdem im Sommer 2021 die sogenannte Deltavariante und im Winter 2021/2022 die Omikronvariante ausgebrochen war, rieten Experten zur sogenannten Booster-Impfung. Zwischenzeitlich haben wir in Deutschland eine Impfquote von 76,2% vollständig geimpfter Personen und eine Impfquote von 61,7% der Personen mit Booster-Impfungen erreicht. Die Ausbreitung neuer COVID-19-Virusvarianten und daraus resultierenden Infektionswellen bedürfen jedoch weiterhin einer regelmäßigen Überprüfung und Anpassung der Impfwirkstoffe, was eine Bevorratung zusätzlich zum Aufbau der Produktionskapazitäten erschwert. Die Corona-Krise wird auch in 2022 weiterhin Einfluss auf die Produktivität zur Folge haben. Im ersten Halbjahr 2022 wurden die bisher höchsten Infektionszahlen gemeldet. Analog den Vorjahren wurde bei allen Tochtergesellschaften der MAT German Holdings GmbH ein Forecast ermittelt, sodass Abweichungen zu den ermittelten Budgets aller Einzelgesellschaften des Konzerns frühzeitig erkennbar werden. Durch die im Lagebericht dargestellten Maßnahmen ist die MAT German Holdings GmbH in die Lage versetzt, ihren finanziellen Verpflichtungen in adäquater Weise nachzukommen. Sollten sich die Annahmen bezüglich Umsatz und Produktion nicht bewahrheiten und eine weitere Verschlechterung der Lage eintreten, stehen allen Tochterunternehmen der MAT German Holdings GmbH vom übergeordneten Konzern ausreichende Mittel zur Verfügung. Weitere Auswirkungen, die sich aus dem Anfang 2022 begonnenen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ergeben können, sind steigende Frachtkosten und steigende Energiekosten. Wir gehen neben Lieferverzögerungen von einzelnen Zuliefererkomponenten und Alukomponenten von einer untergeordneten Bedeutung aus. Der anhaltende Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine führte in 2022 zu Versorgungslücken von Gaslieferungen nach Deutschland. Die Bundesregierung will einer möglichen Gasknappheit mit einem Notfallplan begegnen, der auf Grundlage der "Security-of-Supply-Verordnung" (SoS-VO) der Europäischen Union erstellt wurde. Hinsichtlich der steigenden Rohstoff- und Energiepreise hatten wir bereits in früheren Perioden Vereinbarungen zur Weitergabe der Preissteigerungen an einige Kunden getroffen. In 2022 wurden solche Vereinbarungen auf alle Kunden ausgedehnt. Die steigenden Frachtkosten sind bereits teilweise einkalkuliert und werden hinsichtlich einer weiteren Steigerungsrate entsprechend bei den Forecasts berücksichtigt.
Neunkirchen, 9. Februar 2023 MAT German Holdings GmbH Thomas Krosnar, Geschäftsführer Ingo Bitzer, Geschäftsführer Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2021
Konzerneigenkapitalspiegel nach DRS 22
Konzernlagebericht 20211. Der Konzern Die Muttergesellschaft MAT German Holdings GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 7. März 2016 gegründet; die Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main ist am 11. März 2016 erfolgt. Alleiniger Anteilseigner ist die MAT Foundry Group Limited, Mannings Heath Road, Poole, Dorset/Großbritannien. Die MAT Foundry Group Limited gehört letztlich zum Konsolidierungskreis der MAT Holdings Inc. 6700 Wildlife Way, Long Grove, Illinois/USA. Die Gesellschaften des MAT German Holdings Konzerns sind im Wesentlichen als Zulieferer für die Automobilindustrie tätig. Die MAT Foundries Europe GmbH ist eine Eisengießerei, die überwiegend als Großserienproduzent tätig ist. Bis 2020 wurden Produkte an zwei Standorten in Deutschland, in Neunkirchen im Saarland und Ueckermünde in Mecklenburg-Vorpommern gefertigt. Im Rahmen einer Reorganisation im Konzern wurde mit Wirkung ab dem 01.01.2021 der Standort Neunkirchen auf die eigenständige Gesellschaft MAT Neunkirchen GmbH übertragen. Die MAT Foundries Europe GmbH hat ihren Sitz nunmehr nach Ueckermünde verlegt. Die MFE ist seit 2010 ein Teil der MAT Holdings Group. Die Anteile der GmbH werden zu 90% von der MAT German Holdings GmbH und zu 10% von der MAT Holdings Inc. gehalten. Die MAT Neunkirchen GmbH hat ihren Sitz in Neunkirchen und betreibt den bis 2020 zweiten Standort der MAT Foundries Europe GmbH als eigenständige Gesellschaft fort. MAT Neunkirchen GmbH entwickelt und produziert überwiegend Sicherheitsteile aus Sphäroguss für Scheibenbremsen sowie weitere PKW- und Nutzfahrzeugkomponenten. Die Anteile an der MAT Neunkirchen GmbH werden von der MAT Foundries Europe GmbH zu 100% gehalten. Die Präzisionstechnik Resources Altenburg GmbH mit einem Standort in Deutschland gehört zu 100% der MAT German Holdings GmbH und fertigt Komponenten. Am 31. Mai 2016 erwarb die MAT German Holdings GmbH 80% und am 17.12.2019 die restlichen 20% der Anteile an der Schmidt Automotive GmbH. Diese produziert an zwei Standorten in Deutschland und bei einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft in den USA Komponenten für die Automotive-Industrie. Die MAT Machining Europe GmbH ist im Wirtschaftszweig der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie tätig. Zu den wichtigsten Erzeugnissen gehören hochwertige und komplexe Produkte in den Bereichen Differentialgehäuse, Gehäusekomponenten, Radflansche und Radnaben. Die, seit dem 1. April 2014, alleinige Gesellschafterin MAT Holdings Inc. übertrug zum 1. Januar 2016 60% der Anteile der MAT Machining Europe GmbH an die MAT Foundry Group, die wiederum am 20.12.2019 diese 60% an die MAT German Holdings GmbH übertrug. Der 40%-Anteil verbleibt weiterhin bei der MAT Holdings Inc. Nach dem Abschluss von Gewinnabführungsvereinbarungen mit den deutschen Tochtergesellschaften (mit Ausnahme der MAT Neunkirchen GmbH) wurde im steuerrechtlichen Sinne mit Wirkung ab dem 1. Januar 2019 bzw. 1. Januar 2020 (MAT Machining Europe GmbH) eine Organschaft gebildet. Die MAT German Holdings GmbH nimmt das Investment Management für ihre Muttergesellschaft wahr. 2. Wirtschaftliches Umfeld In den ersten Monaten des Jahres 2021 stieg die Produktion bei den namhaften OEMs aufgrund steigender Nachfrage an. Es zeigt sich jedoch insgesamt eine rückläufige Entwicklung auf dem LKW- und Sattelanhängermarkt mit dem zyklischen, konjunkturellen Abschwung der Gesamtwirtschaft. Darüber hinaus trifft der Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China nach wie vor die deutsche Wirtschaft. Das Fehlen von Transportkapazitäten sowie die Verknappung von Halbleiterkomponenten erschwerten weiterhin eine Absatzplanung zusätzlich. Die Nachholeffekte, die sich bis zur Jahresmitte 2021 zeigten wurden durch die Halbleiterkrise stark gedämpft. Im dritten Quartal 2021 hat die Halbleiterkrise verstärkt die europäischen Automobilzulieferer erreicht, die in einer Umbruchphase den Spielraum für Investitionen und Transformationen einschränkt. Die Umsätze wurden positiv beeinflusst durch Preiserhöhungen in Form von Materialteuerungszuschlägen, die an die Kunden weitergegeben wurden. Die Einkaufspreise für Rohstoffe waren auf einem höheren Niveau als in 2020. Indikator dafür sind die weiterhin steigenden Stahlschrottpreise. Die Energiekosten waren innerhalb der Gruppe leicht steigend. Darüber hinaus wurden vertraglich vereinbarte Lohnerhöhungen ausgezahlt. 3. Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns In den nachfolgenden Abschnitten nehmen wir zu finanzielle sowie nichtfinanzielle Indikatoren Stellung. Die bedeutsamsten Kennzahlen Umsatz, EBT und EBITDA werden ausführlich dargestellt und erläutert. 3.1 Ertragslage Umsatz Der Umsatz im Jahr 2021 belief sich auf 248,7 Mio. € gegenüber 239,0 Mio. € im Jahr 2020, was insgesamt eine Verbesserung von 4,0% bedeutet. Mit einem gemeinsamen Umsatz von 101,4 Mio. € hatte die MFE zusammen mit der MNK ein Plus in Höhe von 12,1 Mio. € (13,4%) erzielt. Der Umsatzanteil der MNK betrug im Geschäftsjahr 55,9 Mio. €. Die PTR hat mit einem Umsatz von 25,5 Mio. € ebenfalls eine Umsatzsteigerung in Höhe von 3,5 Mio. € (15,9%) erzielt. Die MSDE verzeichnete mit 91,4 Mio. € eine Umsatzreduzierung in Höhe von 4,9 Mio. € (5,1%). Die MME mit einem Umsatz von 20,4 Mio. € (Vorjahr: 20,4 Mio. €) und die MSUS mit einem Umsatz von 10,0 Mio. € (Vorjahr: 11,0 Mio. €) lagen auf Vorjahresniveau. Ergebnis Der Konzernjahresfehlbetrag belief sich in 2021 auf 3,1 Mio. € (Vorjahr: 9,9 Mio. €). Hierzu ist festzustellen, dass der Nettoverlust in 2021 ursächlich begründet ist in den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte, die auf die Akquisition der Tochterunternehmen zurückzuführen sind. Daraus resultierten im Jahr 2021 negative Auswirkungen für das Ergebnis in Höhe von 6,8 Mio. € (Vorjahr: 7,2 Mio. €). Darüber hinaus wird das Ergebnis negativ beeinflusst durch die Verschlechterung der Ergebnisse bei der MAT Foundries Europe GmbH, der MAT Neunkirchen GmbH, der MAT Machining Europe GmbH sowie der MAT German Holdings GmbH. Dies wurde durch die positiven Ergebnisse der Schmidt Automotive GmbH, Schmidt Automotive USA LP und der Präzisionstechnik Resources Altenburg GmbH gegenläufig beeinflusst. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag bei -4,2 Mio. € (Vorjahr: -10,2 Mio. €). Unter Berücksichtigung der im Absatz zuvor beschriebenen Abschreibungsanpassungen ergibt sich somit ein EBITDA von 34,2 Mio. € (Vorjahr: 32,0 Mio. €). 3.2 Vermögenslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 hat die Gruppe Investitionen in Höhe von insgesamt 9,0 Mio. € getätigt. Diese verteilten sich wie folgt:
Die MAT Foundries Europe GmbH (MFE) investierte 1,3 Mio. € für den Standort Ueckermünde in Produktivität. Die MAT Neunkirchen GmbH (MNK) investierte 1,1 Mio. € für den Standort Neunkirchen, wovon 0,5 Mio. € für Anschaffungsnebenkosten des durch die MFE eingelegten Grundstückes und der Rest für Ersatzinvestitionen aufgewendet wurden. In den Aufbau neuer Produktionsanlagen investierte die Schmidt Automotive GmbH (MSDE) mit Beginn in 2018 an den Standorten Eberswalde und Westhausen insgesamt 4,2 Mio. €. Die Präzisionstechnik Resources Altenburg GmbH (PTR) investierte hauptsächlich in Produktionsanlagen insgesamt 0,6 Mio. €. Die MAT Machining Europe GmbH (MME) investierte in technische Anlagen und Maschinen 0,3 Mio. €. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie planen die Präzisionstechnik Resources Altenburg GmbH, die MAT Machining Europe GmbH, die MAT Foundries Europe GmbH sowie die MAT Neunkirchen GmbH für 2022 lediglich erforderliche Ersatzinvestitionen ein. Die Schmidt Automotive GmbH plant den weiteren Ausbau der Standorte Westhausen und Eberswalde. Die Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:
Das Anlagevermögen ist durch planmäßige Abschreibungen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr wurden weniger Investitionen getätigt. Die Zunahme bei den Vorräten sind den höheren Umsätzen geschuldet. Die Abnahme bei den Forderungen und die Zunahme der Guthaben bei Kreditinstituten resultiert aus den genutzten Factoring-Instrumenten bei den einzelnen Gesellschaften. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25.002 € und die Kapitalrücklage insgesamt 9.205.743 €. Zum Bilanzstichtag weist der Konzern einen nicht durch Konzernkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 13,0 Mio. € (Vorjahr: 10,5 Mio. €) aus. Am Bilanzstichtag bestehen nachfolgende Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Tilgungen und weniger Neuaufnahmen erneut deutlich von im Vorjahr 37,0 Mio. € auf 23,6 Mio. € zurückgeführt worden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind jedoch um 11,7 Mio. € gestiegen. Daneben mussten die Ergebnisse aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. 3.3 Finanzielle Lage Das Hauptziel des Finanzmanagements des Konzerns ist die Sicherstellung ausreichender Liquidität für das operative Geschäft der Tochtergesellschaften. Vor allem durch den Einsatz einer detaillierten Liquiditätsplanung können Engpässe frühzeitig erkannt und Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden. Die zentrale Kontrolle des Finanzmanagements aller Standorte bietet den Vorteil der Transparenz und Kostenoptimierung. Insgesamt verfügte der Konzern zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von 11,7 Mio. €, was eine Erhöhung von 4,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der Konzern erwirtschaftete, unter Berücksichtigung der Veränderungen des Nettoumlaufvermögens, aus der laufenden Geschäftstätigkeit einen Mittelzufluss von 23,3 Mio. € (Vorjahr: 45,8 Mio. €). Die wesentlichen Auszahlungen des Konzerns betreffen Investitionen in Höhe von 9,0 Mio. € (Vorjahr: 14,8 Mio. €) und die Tilgung von Darlehen und Leasingverhältnissen in Höhe von 29,1 Mio. € (Vorjahr: 31,9 Mio. €). Dem standen jedoch Mittelzuflüsse aus neuen Kredit-/Leasingverträgen in Höhe von 22,0 Mio. € (Vorjahr: 9,0 Mio. €) gegenüber. Aufgrund von Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 1.472 T€ (Vorjahr: 114 T€) und der Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von 34 T€ (Vorjahr: 11 T€) und in das Sachanlagevermögen in Höhe von 9,0 Mio. € (Vorjahr: 14,8 Mio. €) ergibt sich ein Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von 7,5 Mio. € (Vorjahr: 14,7 Mio. €). Durch gezahlte Zinsen war ein Mittelabfluss in Höhe von 5,0 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €) zu verzeichnen, wodurch sich ein Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von insgesamt 12,1 Mio. € (Vorjahr: 27,8 Mio. €) ergibt. Der Kontokorrentrahmen wurde bis zu einer Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 5,1 Mio. €) in Anspruch genommen. 3.4 Personal- und Sozialbereich (Durchschnitt 2021) Der durchschnittliche Personalbestand nach Gruppen zum 31.12.2021 setzte sich wie folgt zusammen:
Unsere Mitarbeiter agieren im gesamten Konzern nach einheitlichen Servicestandards. Unser breites Qualifizierungsangebot stellt sowohl die fachliche als auch die überfachliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter sicher und verstärkt und garantiert die hohe Kunden- und Serviceorientierung. Unsere Programme zur Förderung von Führungs- und Nachwuchskräften beinhalten insbesondere die gezielte und systematische Weiterentwicklung von Potenzialträgern innerhalb des Konzerns. Arbeitskräfte mit betriebsfremder Ausbildung werden gemäß Entgelt-Rahmen-Abkommen der Verbände der Metall- und Elektroindustrie systematisch angelernt bzw. ausgebildet. Wir bieten die Möglichkeit der tariflichen Altersteilzeit bzw. den gleitenden Übergang in den Ruhestand in einem Paket aus Aufstockungsbeträgen zum Gehalt und zusätzlichen Leistungen zur gesetzlichen Rentenversicherung. 3.5 Forschung und Entwicklung Die Forschung und Entwicklung erfolgt in den einzelnen Unternehmen ausgerichtet an den jeweiligen Marktanforderungen sowie dem individuellen Produktprogramm. Innerhalb des Konzerns wird in jedem Unternehmen darauf geachtet, dass wachstumsunterstützende Entwicklungsziele formuliert und umgesetzt sowie Marktentwicklungen frühzeitig erkannt und im Entwicklungsprozess berücksichtigt werden. Zu den Schwerpunkten in den Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in den Gießereien zählen die Erreichung von Effizienzsteigerungen, permanente Investitionen in neue Produktionsprozesse und die Automatisierung. In den metallbearbeitenden Unternehmen liegt der Schwerpunkt in der Erweiterung des Produktportfolios durch Investitionen in neue Produktionsanlagen. 3.6 Umweltschutz und Arbeitsbedingungen Zur Begrenzung der Gefahren der Verschmutzung werden die umweltrelevanten Merkmale der Maßnahmen überwacht und gemessen. Die Einhaltung der geforderten Grenzwerte wird durch Umweltüberwachungen in den Bereichen Abfall, Abwasser und Staub- und Geräuschemissionen dokumentiert. Die Ergebnisse der Messungen und die entsprechenden Berichte werden regelmäßig an die zuständigen Aufsichtsbehörden übermittelt. Darüber hinaus überwacht der Konzern mit laufenden Maßnahmen die Risiken aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Beispiele dafür sind regelmäßige Untersuchungen der umweltrelevanten Stoffe und Prozesse, die Schulung der Mitarbeiter und interne Audits. Der Konzern unternimmt große Anstrengungen zur kontinuierlichen Verbesserung von Ordnung, Sauberkeit und den Arbeitsbedingungen. Bei Neuinvestitionen in Ausrüstung wird diesen Aspekten besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Externe/Weiterbildung:
Durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit und den Betriebsrat werden mit den jeweiligen Abteilungsleitern regelmäßige Meetings und Begehungen vereinbart. 3.7 Zusammenfassung der Lage und des Geschäftsverlaufs des Konzerns Die Lage des Konzerns ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als nicht zufriedenstellend ein. Unsere angestrebten Unternehmensziele für das Berichtsjahr konnten hinsichtlich einer Umsatzsteigerung erreicht werden. Jedoch blieben das Ergebnis vor Steuern (EBT) mit - 4,2 Mio. € (Vorjahr: -10,2 Mio. €) und das Ergebnis EBITDA mit 34,2 Mio. € (Vorjahr: 32,0 Mio. €) hinter den Erwartungen zurück. Die prognostizierten Verbesserungen in den Bereichen Produktivitäts- und Qualitätssteigerung, Ausschusssenkung und Materialeinsatz zeigten sich zum Teil durch höhere Umsätze im Bereich der Eisengießerei. Zusammen betrachtet wurden in diesem Bereich 12,1 Mio. € mehr Umsätze erzielt. Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die im letztjährigen Konzernlagebericht dargestellten Chancen deutlich weniger bewahrheitet haben als die Risiken. Der Geschäftsverlauf mit seinem resultierenden Betriebsergebnis ist weiterhin als unzureichend anzusehen. 4. Chancen und Risiken Branchenspezifische Risiken: Die Corona-Pandemie sorgt weltweit für Turbulenzen an den Finanzmärkten und einen nie da gewesenen Absturz der Wirtschaftsleistungen. Dies beeinflusst die ökonomische Situation unserer Kunden in nicht unerheblichem Ausmaß. Vor allem für die Gießereien an den Standorten Neunkirchen und Ueckermünde birgt diese Situation für die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis hohe Risiken, die wir durch umfassende detaillierte Analysen in unsere Kalkulationen mit einbeziehen. Geringere Risiken sehen wir für die Bearbeiter innerhalb des Konzerns, deren Fixkostenanteil ein deutlich kleineres Ausmaß hat. Die in den Vorjahren beschlossenen Maßnahmen zur Stabilisierung der Liquidität wurden in 2021 und werden auch in 2022 weitergeführt:
Der in der Automobilindustrie weiter anhaltende Mangel an Halbleitern und anderen Vorprodukten wird in den Folgejahren weiterhin dazu führen, dass die Automobilhersteller ihre Produktionen weiter einschränken müssen, was zu weniger Kundenabrufen führen kann. Die steigenden Preise für Energie- und Frachtkosten, die sich aus dem Anfang 2022 begonnen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ergeben können, werden durch entsprechende Preisweiterbelastungen an die Kunden abgefangen. Ertragswirtschaftliche Risiken Das Risiko durch den Wettbewerb in der Branche bleibt weiterhin hoch. Allerdings sehen wir uns aufgrund mehrjähriger enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden besser aufgestellt als viele Konkurrenten. Sollte aufgrund der Krise eine Marktbereinigung stattfinden, sehen wir gute Chancen, Neukunden von unserem Geschäftsmodell mit Gusserzeugern und Gussbearbeitern unter dem Dach der MAT German Holdings GmbH zu überzeugen. Finanzielle Risiken Zum Bilanzstichtag wird ein nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 12.967 T€ (Vorjahr: 10.538 T€) ausgewiesen. Die MAT Foundry Group hat gegenüber der MAT German Holdings GmbH eine Patronatserklärung abgegeben, wonach die MAT Foundry Group gegenüber der MAT German Holdings GmbH die Verpflichtung übernimmt, die MAT German Holdings GmbH in der Weise finanziell auszustatten, dass die MAT German Holdings GmbH in der Lage ist, die während der Laufzeit der Patronatserklärung fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu bedienen. Diese Patronatserklärung ist bis zum 31. Dezember 2024 befristet. Darüber hinaus hat die MAT Foundry Group einen Rangrücktritt für alle Regressforderungen gemäß § 39 Abs. 2 Insolvenzordnung erklärt. Mit Datum vom 1. Februar 2023 hat die MAT Holdings Inc. gegenüber der MAT German Holdings GmbH erklärt, auf die Rückzahlung des der MAT German Holdings GmbH von der MAT Holdings Inc. gewährten Darlehens (per 31. Dezember 2021 in Höhe von 76,0 Mio. €) bis zum 31. Dezember 2024 zu verzichten. Des Weiteren hat die MAT Holdings Inc. der MAT Foundry Group Limited die notwendige finanzielle Unterstützung bis zum 31. Dezember 2024 zugesichert. Trotz der gestiegenen Finanzrisiken sind die Liquidität und die Eigenkapitalsituation des Konzerns derzeit handhabbar. Der Vorstand der MAT Foundry Group reagiert mit permanentem Monitoring und ständig angepassten Cashflow-Prognosen auf Veränderungen der Marktsituation. Sollten sich Liquiditätsengpässe auftun, werden zur Verfügung stehende Mittel der übergeordneten Konzernmutter abgerufen. Wie bereits unter dem Punkt 3.3. dargestellt, hat sich der Bestand an liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag auf 11,7 Mio. € (Vorjahr: 7,5 Mio. €) erhöht. Chancen: Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in dieser Branche mit hohen technischen Ansprüchen unentbehrlich. In diesem Punkt sehen wir uns aufgrund der Qualität unserer Ausbildungs- und Schulungsmaßnahmen gut aufgestellt. Unter dem Dach eines erfolgreichen Weltkonzerns haben wir das Know-how und die finanzielle Power, um die Corona-Krise zu bewältigen und gestärkt daraus hervorzugehen. Nach unserer Einschätzung werden Marktbereinigungen im Laufe des wirtschaftlichen Abschwungs zu einer abnehmenden Zahl von Lieferanten in unserem Segment führen. Hier sehen wir aufgrund unserer Erfahrung, Zuverlässigkeit und Qualität eine Chance, unsere Marktstellung zu verbessern. 5. Finanzinstrumente Die vorhandenen Finanzinstrumente des Konzerns beinhalten im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Kredite von Banken. Der Konzern hat einen solventen Kundenstamm. Uneinbringliche Forderungen sind die absolute Ausnahme und das Unternehmen verfügt bei den meisten der Kunden über eine Kreditversicherung. Darüber hinaus gibt es eine langfristige, problemlose Zusammenarbeit mit einem wichtigen Teil der Kunden. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung werden stets Informationen über die Bonität des jeweiligen Unternehmens eingeholt. Außerdem werden die Ausfallrisiken durch ein adäquates Debitorenmanagement minimiert. 6. Prognose Das Jahr 2022 wurde mit einer weiteren Umsatzsteigerung auf 274,6 Mio. €, einem EBT in Höhe von -6,7 Mio. € und einem EBITDA von 32,0 Mio. € budgetiert. Der Mitte 2022 durchgeführte Forecast ergab eine weiterhin anhaltende stabile Entwicklung. Der Trend aus dem ersten Halbjahr 2022 setzt sich demnach fort, sodass im Forecast der Umsatz um weitere 8,5 Mio. € verbessert werden soll. Die Umsatzverbesserung resultiert überwiegend aus der Weitergabe von Preissteigerungen der Material- und Energiekosten an die Kunden. Das EBT 2022 wird im Forecast mit -5,4 Mio. € und einem EBITDA von 33,0 Mio. € prognostiziert. Für das Jahr 2023 wurden ein Konzernumsatz von 296,6 Mio. €, ein EBT von -8,6 Mio. € und ein EBITDA von 29,7 Mio. € budgetiert. Aufgrund der instabilen Preisentwicklung hinsichtlich der Energiekosten im Zeitpunkt der Budgeterstellung gingen wir von einer vorsichtig stabilen bis leicht rückläufigen Entwicklung des EBT und des EBITDA in 2023 aus. Durch die Einführung sogenannter "Preisbremsen" seitens der Bundesregierung wird jedoch eine Verbesserung der Kennzahlen erwartet. Die Synergieeffekte, die in der MAT-Gruppe erzielt wurden, werden weiterhin genutzt und intensiviert. Insbesondere in Krisenzeiten wird die strategische Positionierung der MAT-Gruppe mit Standorten in Amerika, Asien und Europa von unseren Kunden weltweit begrüßt. Die MAT-Gruppe ist dadurch in die Lage versetzt, Kundennachfragen in der ganzen Welt mit lokalem Manufacturing Support zu erfüllen. Der Konzern beabsichtigt aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie lediglich in erforderliche Produktionsanlagen zu investieren, um die Qualität, Produktivität und Effizienz der Fertigung zu verbessern. Projekte, die aufgrund der Corona-Krise nicht in 2021 realisiert wurden, finden ihre Berücksichtigung in den Folgejahren. Stärkere Automatisierung von Prozessen und diverse Kostensenkungsprojekte hatten auch in 2021 positive Auswirkung auf das Ergebnis, konnten aber den Einbruch bei der Kennzahl EBITDA nicht aufhalten. Bis zum ersten Quartal 2022 waren die Fertigungskapazitäten überwiegend gut ausgelastet. Aus aktueller Sicht setzt sich dieser positive Auslastungstrend bis ca. Mitte 2022 fort. Die Versorgungsschwierigkeiten in der Halbleiterindustrie führten ab der zweiten Jahreshälfte 2021 teils zu gesunkenen Kundenabrufen. Von diesen Lieferschwierigkeiten sind aktuell hauptsächlich Fahrzeuge der ,unteren Kompaktklasse' betroffen, während Fahrzeuge der ,oberen Klassen' nach wie vor hohe Absätze verzeichnen. Die Halbleiterproduktion ist kompliziert und lässt sich nicht kurzfristig hochfahren. Nach Expertenmeinung sei eine rasche Lösung nicht wahrscheinlich und es wird davon ausgegangen, dass der globale Halbleitermangel über 2022 hinaus bestehen wird. 7. Gesamtaussage Die Einbrüche aufgrund der Corona-Krise werden mithilfe der ergriffenen Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität überwunden werden. Nach dem zunächst weltweiten Abflachen der Pandemie kam es im November 2020 aufgrund erneut gestiegener Infektionszahlen zu einem erneuten Lockdown. Dieser wurde in der ersten Jahreshälfte 2021 noch verschärft. Nachdem Impfstoffe in ausreichenden Mengen vorlagen, um jedem Bürger ein Impfangebot zu machen, erholte sich die Wirtschaftsleistung und es kam zu deutlichen Aufhol-/Nachholeffekten. Allerdings verzeichneten wir im ersten Quartal 2022 einen enorm hohen Krankenstand in der Belegschaft, der u. a. auch auf die in 2022 am höchsten gemessenen Infektionszahlen seit Beginn der Pandemie zurückzuführen ist. Der Halbleitermangel dämpfte die Entwicklung deutlich durch weniger Kundenabrufe. Für den Fall einer weiteren Verschlechterung der Situation stehen vom übergeordneten Konzern adäquate Mittel zur Verfügung. Der Krieg durch die Invasion von Russland in die Ukraine hat zu weiterer Unsicherheit in der europäischen und weltweiten Wirtschaft geführt. Wir gehen davon aus, dass es nur begrenzte Auswirkungen auf unsere Lieferketten und Ressourcen geben wird, da wir keine Lieferungen direkt aus Russland oder der Ukraine beziehen und wir keine Kunden in diesen Regionen haben. Die größte Auswirkung wird auf dem Energiemarkt durch weiter steigende Energiekosten erwartet. Es werden erhebliche Maßnahmen unternommen, v. a. an den Standorten Ueckermünde und Neunkirchen, um strukturelle Verbesserungen herbeizuführen. Zu nennen wären an beiden Standorten das sog. "Atzterlan-Projekt" und die Stilllegung unrentabler Produktionsanlagen (eine Anlage in Ueckermünde und zwei Anlagen in Neunkirchen). Der Standort Neunkirchen wird seit dem 01.01.2021 als eigenständige Gesellschaft weitergeführt. Durch den Zusammenschluss von Gießereien und Bearbeitern der Automotive-Branche unter dem Dach der MAT German Holdings GmbH ist eine intelligente Vernetzung verschiedener Wertschöpfungsebenen gelungen. Die aktuelle sich positiv zeigende Marktsituation bringt neben einer Verbesserung der Ertragsfähigkeit auch potentielle Preissteigerungen innerhalb der Zulieferketten, insbesondere bei Stahlschrott, Legierungsbestandteilen und Energie, mit sich. Da wir diese Preissteigerungen, die durch die seit Februar 2022 anhaltende Ukraine-Krise noch verschärft wurden, nur teilweise und mit einem Zeitverzug an unsere Kunden weitergeben können, werden diese Entwicklungen genau betrachtet und analysiert, um die Einflüsse auf die Entwicklung der Ertragsfähigkeit frühzeitig zu bewerten. Wie bereits im Nachtragsbericht des Anhangs erläutert, sieht sich der Konzern trotz Bündelung von technologischem Know-how mit großen Herausforderungen konfrontiert, die erhebliche Anstrengungen erfordern, um künftig erfolgreich am Markt agieren und ein gesundes Wachstum erreichen zu können.
Neunkirchen, 9. Februar 2023 MAT German Holdings GmbH Thomas Krosnar, Geschäftsführer Ingo Bitzer, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MAT German Holdings GmbH, Neunkirchen PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der MAT German Holdings GmbH, Neunkirchen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MAT German Holdings GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 10. Februar 2023 BDO
AG
Bauer, Wirtschaftsprüfer Dr. Rosien, Wirtschaftsprüfer
15.02.2023 MAT Foundry Group Limited |
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