Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 8015
Eingetragen
28.5.2008
Branche
Sonstige vollstationäre PflegeeinrichtungenSonstige teilstationäre PflegeeinrichtungenStationäre Einrichtungen zur palliativen Pflege
Gegenstand
Der Betrieb von Alten- und Krankenpflegeeinrichtungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sylvia Wesselmeier
seit 6.1.2020
Geschäftsführer
Gunnar Sander
seit 28.5.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Firma Proserve GmbH & Co. KG
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Gunnar Sander
Lindenstraße 7, 48282 Emsdetten
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sander Pflege-GmbH

Emsdetten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 31.12.2023

Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Allgemeine Entwicklung der Pflegebranche

Die Sander Pflege-GmbH mit Sitz in Emsdetten betreibt mehrere Einrichtungen der stationären Pflege, des betreuten Wohnens, ambulante Wohngruppen, Tagespflege und der ambulanten Pflege an verschiedenen Standorten in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, die die gesamte Bandbreite der Dienstleistungen im Bereich der Pflege und Betreuung für ältere Menschen mit Hilfebedarf in allen Pflegegraden anbietet. Diese beinhaltet i.d.R. eine dauerhafte Pflege, aber auch Kurzzeit- oder Verhinderungspflege, in stationären Einrichtungen, aber auch häusliche Unterstützung in den eigenen vier Wänden. Neben dem klassischen Pflegeangebot werden gezielt weitere Schwerpunkte in der Versorgung und Betreuung von Menschen mit einem besonderen und komplexen Hilfebedarf gesetzt.

Die letzten Jahre sind geprägt durch die Herausforderungen aus der Corona-Pandemie und den nachfolgenden wirtschaftlichen Hürden aus Inflation und steigenden Kostendruck. Vor diesem Hintergrund stand das Jahr 2023 mehr im Fokus einer Konsolidierung und Stabilisierung der bestehenden Betriebe. Das Wachstum durch neue Projekte ist dabei eher untergeordnet. Bundesweit erfasst die Pflegebranche eine nie dagewesene Insolvenz- und Schließungswelle. Diverse private Großträger, aber auch Marktteilnehmer aus dem Wohlfahrtsbereich mussten ihre Standorte aus wirtschaftlichen Gründen schließen. Es ist auch in den Folgejahren mit einem herausfordernden Umfeld zu rechnen, in dem Standorte geschlossen werden oder Betreiber einen finanzkräftigen Nachfolger suchen.

Für die kommenden Jahre ist wieder mit Wachstum aus eigenen Projekten und Übernahmen von bestehenden Betrieben zu rechnen. Auch zukünftig werden die so genannten neuen Wohnformen aus ambulanten Wohngemeinschaften in Verbindung mit Betreutem Wohnen verstärkt bei der Sander Pflege-GmbH Berücksichtigung finden. Im Jahr 2023 konnte die GmbH mit dem Erwerb der Seniorenheim Baulmann GmbH das Angebot im Raum Lienen um eine stationäre Pflegeeinrichtung stärken. In Verbindung mit dem aktuellen Bauprojekt in Tecklenburg-Leeden und den neuen Pflegediensten in Lengerich schließt es eine Versorgungslücke im nördlichen Kreis Steinfurt.

Die Auslastung der Tagespflegen ist seit den coronabedingten Schließungen weiterhin branchenweit eine Herausforderung. Mehrere Standorte erreichen nicht die betriebsnotwendige Auslastung von 80 %. Vor diesem Hintergrund musste die Tagespflege "Am Böckmannplatz" in Münster-Sprakel im Jahr 2023 geschlossen werden. Die weitere Nutzung der freien Flächen ist noch nicht geklärt.

Unter Einbezug neuer Standorte hat sich die Anzahl der zum 31. Dezember 2023 beschäftigten Mitarbeiter der GmbH auf insgesamt 1.040 erhöht, davon 92 Auszubildende für die Altenpflege.

Insgesamt konnten die Ziele für das Jahr 2023 erreicht werden. Die Umsätze sind deutlich erhöht worden, die Kosten sind allerdings ebenfalls deutlich gestiegen. Dadurch ergibt sich trotz immer noch allgemeiner Krisenzeiten ein positives Jahresergebnis.

Die allgemeine Auslastung der Standorte ist im Berichtszeitraum 2023, wie in den Vorjahren, sehr gut. Mit Ausnahmen der Tagespflegen konnten die meisten Standorte wieder auf die Vor-Corona-Auslastung zurückkehren. Die Personalsituation ist im Vergleich zum Vorjahr weiterhin sehr angespannt. Zwar konnten an nahezu allen Standorten freie Stellen nachbesetzt werden, wenn auch nicht immer zeitnah. Die Sander Pflege-GmbH versucht daher weiterhin, durch eine hohe Ausbildungsquote, große Anstrengungen bei Fort- und Weiterbildung, einem wertschätzenden Umgang mit Mitarbeitern und eine Erhöhung der finanziellen Anreize dem Personalproblem und der Anerkennung des Pflegeberufes Rechnung zu tragen. In diesem Zusammenhang sind auch weitere ausländische Akquisitions- und Kooperationsmaßnahmen in 2023 zu erwähnen, hier insbesondere eine erstmalige Großinitiative zur Gewinnung von indischen Auszubildenden. Im April und September 2023 wurden insgesamt 80 junge Inderinnen und Inder bei der Sander Pflege-GmbH begrüßt, die nun ihre dreijährige Fachkraftausbildung absolvieren. Ein ausgefeiltes Integrationsprogramm unterstützt die jungen Auszubildenden bei dem Aufbau einer neuen Existenz hier in Deutschland. Die Wirkung dieser Maßnahme ist jedoch zeitlich eher mittelfristig zu erwarten. Es bleibt abzuwarten, wie hoch die Absolventenquote nach der Ausbildung sein wird, wer sich weiterhin in Deutschland und bei der Sander Pflege-GmbH wohl fühlen wird.

Trotz allem musste auch 2023 zeitweise auf deutlich teurere Leiharbeitskräfte zurückgegriffen werden, die sich neben den höheren Kosten auch nicht immer in vollem Umfang mit dem Unternehmen und seinen Vorstellungen von guter Pflege identifizieren. Auch vor diesem Hintergrund ist die Maßnahme zur eigenen Ausbildung von Fachkräften initiiert worden.

Die Tarifpflicht brachte im Jahr 2023 noch einmal einen deutlichen Kostendruck mit sich, der immer noch nicht vollumfänglich durch die Pflegesatzverhandlungen zeitgerecht kompensiert werden konnte. Hier gibt es erneut große Probleme mit der Anerkennung der Kosten sowie einem zeitnahen Verhandlungsabschluss. Rückrechnungen von 8-12 Monaten sind eher Normalität als Ausnahme. Die Kostenträger lassen die Träger weiterhin mit den notwendigen Anpassungen im Preisgefüge weitestgehend zurück.

Investitionen

Die Einrichtungen werden durch die Sander Pflege-GmbH gepachtet. Im Geschäftsjahr 2023 wurden ca. 305 T€ in das eigene Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Ein nicht unbedeutender Anteil davon ist wie im Vorjahr auch in den Ausbau der digitalen Infrastruktur (u.a. Einführung einer bereichsübergreifenden CRM-Software, WLAN etc.) an den Standorten geflossen sowie in die Eröffnung neuer Standorte.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzstruktur der Sander Pflege-GmbH bietet insgesamt weiter ein solides Bild. Die Bilanzsumme erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 5,77 % (577 T€).

Nominell steigt das Eigenkapital von 5.623 T€ um 917 T€ auf 6.540 T€. Die Geschäftsleitung strebt zukünftig eine konstante Eigenkapitalausstattung an.

Die Eigenkapitalquote beträgt 61,8 % nach 56,2 % im Vorjahr.

Die Gesellschaft war auch im Jahr 2023 stets in der Lage, ihren Liquiditätsverpflichtungen nachzukommen. Die gute Liquiditätslage zeigt sich auch in dem Liquiditätsgrad II, der mit 210,4 %, wie im Vorjahr weit über 100 % liegt.

Ertragslage

Die Umsatzlöse der Gesellschaft erhöhten sich bei einer grundsätzlich guten Auslastung aller Einrichtungen noch einmal um 6.156 T€ (+ 13,79 %) im Vergleich zum Vorjahr. Dies wurde unter anderem durch eine nachhaltige und konsequente Nachverhandlung der Pflegesätze erreicht sowie durch die den Zuwachs im ambulanten Bereich.

Von den Aufwendungen erhöhten sich neben den Materialaufwendungen (im Rohertrag enthalten) insbesondere die Personalaufwendungen (+ 18,73 %). Die übrigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) erhöhen sich insgesamt im angemessenen Verhältnis zur Gesamtleistung.

Die Ertragseinbußen und außergewöhnlichen Mehrbelastungen im Rahmen der Corona-Pandemie konnten durch Anträge nach §150 Abs. 2 SGB XI in Höhe von 124 T€ ausgeglichen werden.

Die allgemeine Tarifpflicht in der Pflege führt bei der Sander Pflege-GmbH zu laufenden Anpassungen der Lohnstrukturen, da sie gesetzlich auch gefordert werden. Die Sander Pflege-GmbH nutzt hier das Vergütungsmodell des Tarifvertrags Diakonie Deutschland und bewegt sich damit in der Vergütung im oberen Drittel. Obwohl die gestiegenen Personal- und Sachkosten erst zeitversesetzt refinanziert werden konnten, erzielt die Gesellschaft ein positives Ergebnis (917 T€).

Das Unternehmen steuert mit einem Finanz-, Leistungs- und Wirtschaftscontrolling die betriebliche Entwicklung. Hierzu zählen Jahres- und Monatssollplanungen (u.a. Budgets) und Abgleiche mit den Ist-Zahlen. Neben den rein monetären Summen wird auf Kennzahlenbasis die Effizienz der Bereiche geprüft. Dazu unterstützen neben dem Controlling-Modul der Buchhaltungssoftware auch die operativ genutzten Softwarelösungen mit den darin enthaltenen Controlling Funktionen (Auslastungszahlen, Ausschöpfung, Personalmix etc.).

Anhand etablierter und neu entwickelter Instrumente werden regelmäßige Analysen über die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Standorte sowie des Gesamtunternehmens vorgenommen. Das Controlling wurde im Jahr 2023 auch personell weiter ausgebaut.

Die Umsatzerlöse konnten um 6.156 T€ (+ 13,79 %) gesteigert werden. Gleichzeitig hat sich das Betriebsergebnisses um 871 T€ verbessert.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren (Auslastung, Entwicklung der Erlöse und des Personalaufwands sowie die Leistungsindikatoren zur Finanz- und Liquiditätslage) sind in den Ausführungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie der allgemeinen Entwicklung (Anzahl der Vollkräfte) dargestellt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vor dem Hintergrund der Tarifpflicht sowie der Mindestlohnanpassung stellt sich das Unternehmen auch für 2024 auf weitere deutliche Steigerungen der Personalkosten ein. Die geplante Auszahlung einer steuer- und sozialabgabenfreien Inflationsausgleichsabgabe bis zu 3.000 € je Mitarbeiter ist angedacht, jedoch tun sich die Kostenträger bisher schwer, diese in die Entgelte einzuberechnen. Es ist auch hier mit einer Verschiebung der Einnahmen über einen zukünftigen Zeitrahmen zu rechnen.

Die steigenden Sach- und Energiekosten werden durch einen konsequenten Einkauf und langfristigen Verträgen abgefedert. Zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten aus Corona-Erstattungen oder Rettungsschirme im Energiebereich stehen nicht mehr zur Verfügung.

Im Jahr 2024 wurde ein neuer Standort in Lotte-Wersen - zwei kleine Wohngemeinschaften - neu eröffnet. Die Anfangsphase war nicht ganz leicht, da diverse personelle Herausforderungen den Start deutlich erschwert haben.

Die Geschäftsführung der Sander Pflege-GmbH musste im März 2024 eine Veränderung hinnehmen. Thomas Harazim hat das Unternehmen verlassen. Eine geordnete Übergabe und Verteilung der Aufgaben auf die beiden anderen Geschäftsführer Silvia Wesselmeier und Gunnar Sander ist erfolgt. Ein extern begleiteter Umstrukturierungsprozess, in der Leitungsstruktur des Unternehmens, befindet sich im Prozess. Darüber hinaus gibt es nach Abschluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die zu berichten wäre.

Prognosebericht (Voraussichtliche Entwicklung)

Die Geschäftsführung der GmbH ist mit dem Ergebnis - gerade auf Grund der widrigen Umstände - zufrieden. Die Ergebnisse konnten trotz Ausbau der Personalstrukturen, allein durch Ertragssteigerungen erreicht werden. Damit konnte den Unternehmenszielen und -leitbild Rechnung getragen und die wertvollste Ressource Mensch stabil gehalten werden.

Ein moderates Wachstum an neuen Standorten wird auch für das kommende Jahr angestrebt. Die qualitative und wirtschaftliche Entwicklung der Bestandseinrichtungen soll in den nächsten Jahren weiterhin einen höheren Vorrang bekommen, um auch eine Konsolidierung auf allen Ebenen zu realisieren. Hierzu soll weiterhin versucht werden, die trägerseitigen Ausgaben auch vollumfänglich von den Kostenträgern anerkannt und finanziert zu bekommen.

Um die Kostenentwicklungen besser überwachen und handhaben zu können, werden personell in der Zentralverwaltung weitere Ressourcen geschaffen, um spezielle Versorgungsbereiche besser abdecken zu können, zum Beispiel Personal, Immobilien, Energie, etc. Ziel ist es auch hier, frühzeitig auf Gefährdungen in den sich dramatisch zuspitzenden Kostenbereichen Mieten, Inflation, Lebensmittelkosten sowie Personalbedarf /-mix usw. aufmerksam zu werden und reagieren zu können.

Im Jahr 2024 wird ein positives Jahresergebnis geplant. Das Jahr 2024 war dennoch erneut geprägt von nicht planbaren Faktoren. Die Verhandlungspartner verzögern die Umsetzung zeitnaher Vergütungsverhandlungen erneut, so dass zwischen Verhandlungsaufforderung und Verhandlungsabschluss teilweise bis zu neun Monate liegen. Zwar wird in der Regel eine rückwirkende Laufzeit zugesichert, eine praktische Einbringung der neuen Pflegesätze ist auf Grund der kürzer werdenden Verweildauern dann jedoch nur bedingt möglich. Für neue Pflegesatzverhandlungen wird geprüft, inwieweit die daraus resultierenden, nicht einbringbaren Forderungen anerkannt und im Pflegesatz verhandelt werden können. Weiterhin haben die Tarifanpassungen und die unklare Anerkennung der Inflationsausgleichprämie für Tarif-Anlehner für Schwierigkeiten in der Planungssicherheit gesorgt.

Chancen und Risiken

Ein weiterhin wachsender Markt mit Zuwachsraten von 3-5 % p.a. eröffnet die Möglichkeit zur weiteren Expansion. Erstmals wurde jedoch im Markt ein Rückgang an stationären Plätzen verzeichnet. Gebremst wird diese Entwicklung zusätzlich im Wesentlichen durch die weiterhin sehr angespannte Lage am Arbeitsmarkt. Politische Programme zur Fachkraftgewinnung im In- und Ausland sollen für eine Verbesserung der Angebotssituation von Pflegekräften sorgen. Eigene Qualifizierungsstrategien und Initiativen verbessern die Situation aber etwas. Dies bleibt weiter abzuwarten. Die Unternehmensleitung versucht, durch umfangreiche Maßnahmen neues Personal zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden. Hierzu wurde zentral der Bereich Personalrecruiting ausgebaut.

Durch ein flexibles und handlungsfähiges Qualitätsmanagement sowie flexible Teamstrukturen konnte zeitnah auf die sich ständig ändernden Anforderungen reagiert und gravierende Krisen innerhalb der Einrichtungen abgewehrt werden. Das Thema "Digitalisierung" bleibt auch weiterhin ein wichtiges Aufgabenfeld bei der Sander Pflege-GmbH. So sind im Jahr 2024 diverse Pilotprojekte initiiert, um betriebliche Abläufe besser und effizienter zu gestalten. Beispielhaft sei hier aufgeführt die Testung von Spracheingabesystemen in der Dokumentation, Sensortechnik zur automatisieren Überwachung von Pflegezimmern oder digitale Betreuungsassistenzsysteme. Für 2024 ist auch der Abschluss eines Vertrages zur Implementation eines Daten-Management-Systems vorgesehen, welches unter anderem einen elektronischen Rechnungsverarbeitungsprozess beinhaltet. Die Vorgabe zur E-Rechnung wird ebenfalls zeitnah erwartet.

Unklar ist, welche mittelfristigen Auswirkungen die noch immer vorherrschende Krise, auf die Mitarbeitenden haben wird. Das Unternehmen versucht mit Kompensationsstrategien und Angeboten hier entgegenzuwirken. Ergänzend hierzu werden die Lohnstrukturen im Rahmen der Tarifstrukturen erneut angepasst und gesteigert. Die dazu notwendige Refinanzierung wird ganzjährlich mit in die Pflegesatzverhandlungen integriert, ggf. wird auf gesetzlichen Möglichkeiten der außerordentlichen Verhandlungen zurückgegriffen.

Gleiches gilt für die inflationsbedingten Betriebskosten. Inwieweit sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen und deren Umsetzung zeitnah in der Praxis, durch entsprechende Pflegesatzsteigerungen, insbesondere in der Höhe des effektiven Refinanzierungsbedarfes abfangen lassen, bleibt abzuwarten. Die gebildeten Rücklagen sollen die potenziellen Effekte abfedern.

Die neue Personalbemessung (PeBem) im stationären Sektor befindet sich weiterhin in Prüfung mit den Heimaufsichten. Eine Umsetzung wird sicherlich noch zwei Jahre in Anspruch nehmen, da insbesondere die Besetzung von einjährig Qualifizierten schwierig sein wird. Diese sind bisher am Arbeitsmarkt kaum verfügbar. Hierzu sind bereits umfangreiche Projekte initiiert worden, um sich auf die neue Struktur und die dazugehörigen organisatorischen Anpassungen einstellen zu können.

Die Ergebnis- und Liquiditätslage der Gesellschaft kann in den folgenden Jahren 2024 und 2025 als gesichert betrachtet werden. Weitere Maßnahmen wie die Optimierung der Wirtschaftlichkeit, unter Berücksichtigung der qualitativen und bewohnerorientierten Ansprüche, bleibt eine fixe Zielsetzung der Unternehmensführung und der Leitungskräfte.

 

Emsdetten, den 12. Dezember 2024

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 117.930,00 179.081,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 152.727,00 35.501,47
270.657,00 214.582,47
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 8.627,00 10.397,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 582.884,00 691.016,00
591.511,00 701.413,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 238.761,66 212.936,18
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.132.824,84 1.010.126,86
1.371.586,50 1.223.063,04
2.233.754,50 2.139.058,51
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 65.801,45 100.027,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.786.549,26 6.284.762,60
davon gegenüber Gesellschafter € 572.560,67 (475.433,74)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.282.199,14 1.405.090,60
8.134.549,85 7.789.881,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 208.208,75 70.760,29
10.576.513,10 9.999.699,93

PASSIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 298.246,52 298.246,52
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 3.288.832,55 3.288.832,55
IV. Gewinnvortrag 2.010.220,74 1.706.152,46
V. Jahresüberschuss 917.186,40 304.068,28
6.540.486,21 5.623.299,81
B. Rückstellungen 1.393.305,31 1.807.891,66
C. Verbindlichkeiten 2.182.773,69 2.168.383,45
davon gegenüber Kreditinstituten € 322.137,59 (473.312,30)
davon aus Steuern € 209.175,92 (180.298,78)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 459.947,89 400.125,01
10.576.513,10 9.999.699,93

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 42.963.551,56 37.105.800,33
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 25.976.973,20 21.878.601,23
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.394.007,50 4.551.342,77
31.370.980,70 26.429.944,00
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 352.423,57 273.550,79
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.161.574,65 9.957.134,89
1.078.572,64 445.170,65
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 55.458,58 11.154,60
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.571,61 82,69
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 6.176,82 68.992,17
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.716,34 15.810,94
9. Ergebnis nach Steuern 1.118.709,67 371.604,83
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 182.877,07 47.188,05
11. Sonstige Steuern 18.646,20 20.348,50
12. Jahresüberschuss 917.186,40 304.068,28

Anhang

A.1. Angaben zur Gesellschaft

Firmenname lt. Registergericht: Sander Pflege-GmbH
Firmensitz lt. Registergericht: Sinninger Str. 44, 48282 Emsdetten
Registergericht: Steinfurt
Registereintrag: 16.06.2008
Register-Nr.: HRB 8015

A.2. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Firma Sander Pflege-GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB. Zudem wurden die Rechnungslegungsgrundsätze des GmbH-Gesetzes (GmbHG) beachtet.

Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. HGB werden teilweise in Anspruch genommen.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang angegeben.

Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Wertansätze in der Bilanz entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften. Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256 HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB vorgenommen. Im Einzelnen werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aus den Positionen der Bilanz weiter dargestellt bzw. ergeben sich aus den nachfolgenden Erläuterungen.

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich unverändert angewandt. Für die Gewinn- und die Verlustrechnung wurde das bisher angewendete Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungssätze auf Neuzugänge wurden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, welche sich nach den amtlichen steuerlichen AfA-Tabellen richtet, festgelegt.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Jahr des Zugangs abgeschrieben und im Anlagennachweis in die Abgänge einbezogen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Zukauf eines Unternehmens wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und wird über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert. Sofern die Gründe für die Wertminderung zwischenzeitlich ganz oder teilweise entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten.

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Konkrete Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr sind werden zu 50 % einzelwertberichtigt. Eine Kreditversicherung für Forderungsausfälle besteht nicht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zu Nominalbeträgen angesetzt.

Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihren Nominalbeträgen angesetzt.

Die übrigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung der jeweiligen Risiken und möglichen Verpflichtungen erforderlich sein wird.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagennachweis als Bestandteil dieses Anhangs.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben insgesamt eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr vollständig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2023 wird ein positives Eigenkapital von T€ 6.540 (Vorjahr: T€ 5.623) ausgewiesen.

Steuerrückstellungen

Für das Geschäftsjahr und das Vorjahr betragen die Steuerrückstellungen insgesamt T€ 482 (Vorjahr: T€ 485).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 911 (Vorjahr: T€ 1.323) betreffen insbesondere Rückstellungen für nicht in Anspruch genommenen Urlaub und Überstunden mit T€ 648 (Vorjahr: T€ 880) sowie Rückstellungen aus möglichen Rückzahlungsverpflichtungen der Erstattungen in Folge der Corona-Pandemie mit T€ 121 (Vorjahr: T€ 160).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Fristigkeiten:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
EUR bis zu einem Jahr
EUR
mehr als einem Jahr
EUR
mehr als 5 Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 322.137,59 138.971,36 183.166,23 24.202,17
(Vorjahr) (473.312,30) (151.174,71) (322.137,59) (44.317,40)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 767.157,05 767.157,05 0,00 0,00
(Vorjahr) (713.027,18) (713.027,18) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 118.404,62 118.404,62 0,00 0,00
(Vorjahr) (51.988,61) (51.988,61) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 975.074,43 975.074,43 0,00 0,00
(Vorjahr) (930.055,36) (930.055,36) (0,00) (0,00)
Summe 2.182.773,69 1.999.607,46 183.166,23 24.202,17
(Vorjahr) (2.168.383,45) (1.846.245,86) (322.137,59) (44.317,40)

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr sämtlich nicht besichert.

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG, § 264 c Abs. 1 HGB)

Gegenüber Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte 2023 2022
Forderungen T€ 573 T€ 475

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Ertragseinbußen und außergewöhnlichen Mehrbelastungen im Rahmen der Corona-Pandemie konnten durch Anträge nach §150 Abs. 2 SGB XI in Höhe von T€ 124 (Vorjahr: T€ 2.338) ausgeglichen werden.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 206 (Vorjahr: T€ 137) und Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 1) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 175 (Vorjahr: T€ 174) enthalten.

E. Sonstige Angaben

Arbeitnehmerzahl

Die Gesellschaft beschäftigt in 2023 Arbeitnehmer, die im Wesentlichen in den jeweiligen Pflegeeinrichtungen und in den ambulanten Diensten tätig sind, die wie folgt zu untergliedern sind:

Geschäftsführer: 3
Arbeitnehmer: 1.040 (Vorjahr: 1.003)
Auszubildende: 92 (Vorjahr: 75)

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung und Vertretung sind die Geschäftsführer Herr Dipl.-Kfm. Gunnar Sander, Herr Thomas Harazim (bis zum 31. März 2024) und Frau Dipl. Manag. (FH) Silvia Wesselmeier berechtigt.

Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Haftungsverhältnisse und sonstige, finanzielle Verpflichtungen

Für die Sander Immobilien GmbH & Co. KG wird für diverse Darlehen die Mithaftung übernommen. Das Gesamtvolumen der Darlehen beträgt zum 31.12.2023 rund T€ 4.990 (Vorjahr: T€ 5.373).

Das Risiko für die Inanspruchnahme ist niedrig, da die Sander Immobilien GmbH & Co. KG bisher ihren Verpflichtungen uneingeschränkt nachgekommen ist.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus eingegangenen Mietverpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 63.948 (Vorjahr: T€ 108.554) (285 S. 1 Nr. 3 HGB) mit einer Kündigungsfrist von zwanzig Jahren, sowie aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 389 (Vorjahr: T€ 417).

Beteiligungsverhältnisse

Name, Sitz Sander Altenheime - Beteiligungs GmbH, Emsdetten
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 €
Anteil am gezeichneten Kapital 25.000,00 €
Eigenkapital 2022 * 40.799,74 €
Jahresüberschuss 2022 * 599,05 €
Name, Sitz Sander Infinicare GmbH, Emsdetten
Gezeichnetes Kapital 50.000,00 €
Anteil am gezeichneten Kapital 25.000,00 €
Eigenkapital 2022 * 33.327,75 €
Jahresfehlbetrag 2022 * 1. 930,80 €
Name, Sitz Wolff Pflege GmbH, Lengerich
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 €
Anteil am gezeichneten Kapital 25.000,00 €
Eigenkapital 2023 34.518,27 €
Jahresüberschuss 2023 25.931,93 €

* Zum Zeitpunkt der Erstellung und der Prüfung des Jahresabschlusses lagen noch keine aufgestellten Jahresabschlüsse zum 31.12.2023 vor.

Name, Sitz Seniorenheim Baulmann GmbH, Lienen
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 €
Anteil am gezeichneten Kapital 25.000,00 €
Eigenkapital 2023 23.488,24 €
Jahresfehlbetrag 2023 1.511,76 €

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss des Berichtszeitraumes und der bestehende Gewinnvortrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Abschlusshonorar

Für das Geschäftsjahr beträgt das Honorar des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfung T€ 35.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, ausgenommen der bestehenden Auswirkungen infolge der Ukraine Krise, haben sich nicht ergeben. Die finanziellen Auswirkungen sind derzeit nicht absehbar. Ergänzend verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

 

Emsdetten, den 12. Dezember 2024

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 616.820,14 1.418,95 8.709,01 609.530,08
2. Geschäfts- oder Firmenwert 70.642,13 135.900,80 0,00 206.542,93
687.462,27 137.319,75 8.709,01 816.073,01
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 27.328,15 0,00 0,00 27.328,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.911.706,16 167.713,35 15.272,52 2.064.146,99
1.939.034,31 167.713,35 15.272,52 2.091.475,14
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 212.936,18 25.825,48 0,00 238.761,66
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.079.119,03 195.198,53 103.236,22 1.171.081,34
1.292.055,21 221.024,01 103.236,22 1.409.843,00
3.918.551,79 526.057,11 127.217,75 4.317.391,15
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 437.739,14 57.634,95 0,00 3.774,01 491.600,08
2. Geschäfts- oder Firmenwert 35.140,66 18.675,27 0,00 0,00 53.815,93
472.879,80 76.310,22 0,00 3.774,01 545.416,01
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 16.931,15 1.770,00 0,00 0,00 18.701,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.220.690,16 274.343,35 0,00 13.770,52 1.481.262,99
1.237.621,31 276.113,35 0,00 13.770,52 1.499.964,14
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 68.992,17 6.176,82 33.676,27 3.236,22 38.256,50
68.992,17 6.176,82 33.676,27 3.236,22 38.256,50
1.779.493,28 358.600,39 33.676,27 20.780,75 2.083.636,65
BUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez.2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 117.930,00 179.081,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 152.727,00 35.501,47
270.657,00 214.582,47
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 8.627,00 10.397,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 582.884,00 691.016,00
591.511,00 701.413,00
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 238.761,66 212.936,18
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.132.824,84 1.010.126,86
1.371.586,50 1.223.063,04
2.233.754,50 2.139.058,51

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sander Pflege-GmbH, Emsdetten

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sander Pflege-GmbH, Emsdetten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sander-Pflege GmbH, Emsdetten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, am 12. Dezember 2024

CURACON GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schwarz, Wirtschaftsprüfer

Averbeck, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Der Beschluss lautet wie folgt:

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 19.12.2024 festgestellt. Der Jahresüberschuss in Höhe von 917.186,40 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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