moducon GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Vögel seit 2.6.2025 | Geschäftsführer |
Patric Walldorf seit 22.4.2024 | Prokura |
Silke Hanna Lohmann seit 7.4.2022 | Prokura |
Sven Drewes seit 7.4.2022 | Prokura |
Olaf Fischer seit 23.9.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Claranet Group Ltd | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ClaraNet GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024Bilanz zum 30. Juni 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024
Anhang zum 30. Juni 20241. Allgemeines Die ClaraNet GmbH, Hanauer Landstraße 196, 60314 Frankfurt, hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und wird beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Handelsregisternummer HRB 50381 geführt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses werden die generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 256a HGB sowie die besonderen Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 288 HGB) sowie des GmbHG angewendet. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Die Erleichterungsvorschriften nach §§ 286 Abs. 2, 288 HGB werden von der Gesellschaft in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Der Abschluss wurde in Euro aufgestellt, die Beträge werden in Tausend Euro (T€) und Euro (€) angegeben. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Anlagevermögen ist mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Es kommt nur die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die im Rahmen von Finance-Leasing-Verträgen genutzten Vermögensgegenstände werden mit dem Barwert aus den ausstehenden Leasingraten und des mit Ablauf der Grundmietzeit vereinbarten Kaufpreises bewertet. Die Abschreibung der entsprechenden Vermögensgegenstände erfolgt über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.
Seit 01.01.2018 werden Anlagegüter mit einem Anschaffungswert zwischen € 250,01 und € 800,00 einzeln als geringwertiger Vermögensgegenstand aktiviert und sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, ggf. bei voraussichtlich andauernder Wertminderung um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert, angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Forderungen in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag nach § 256a HGB bewertet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet. Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten für transitorische Ausgaben sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften gebildet worden. Der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten der Mercer Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, zugrunde. Die Rückstellung für die Pensionsverpflichtung wird nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Hinzuziehung der Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck berechnet. Der Rechnungszinssatz beträgt für die Altersversorgungsverpflichtungen 1,84% (10-Jahres-Durchschnittszinssatz) und der Zinssatz für den Rententrend 2,0%. Bei der Verwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,86% ergibt sich ein Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellung von T€ -3,5 (Vorjahr: T€ 44) gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Für die Berechnung der Fluktuation wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Der Aktivwert des Deckungsvermögens wurde gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit der Pensionsrückstellung saldiert. Die Bewertung des Aktivwertes erfolgte auf Grundlage der Mitteilung zum Stichtag 30.06.2024 von der Alte Leipziger Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit, Oberursel. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Sie werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem Barwert aktiviert. Aktivierte Leasinggegenstände werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer entsprechend den abschreibungsfähigen Vermögenswerten, die sich im Eigentum der Gesellschaft befinden, abgeschrieben. Bei der Berechnung des Barwerts der Mindestleasingzahlungen dient der dem Leasingverhältnis zugrundeliegende Zinssatz als Abzinsungsfaktor. Die Leasingzahlungen werden in Finanzierungskosten und dem Tilgungsteil der Restschuld aufgeteilt. Finanzierungsleasing führt so in jeder Periode zu einem Abschreibungsaufwand für die aktivierten Vermögenswerte und zu einem Zinsaufwand. Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, sofern sie nicht eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet. 3. Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel, siehe Anlage zum Anhang, dargestellt. Im Geschäftsjahr wurden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 HGB in Höhe von T€ 624 (Vorjahr: T€ 768) aktiviert. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 2 und 3 Jahren. Die gesamten Entwicklungskosten betragen zum Stichtag 30.06.2024 T€ 2.506 (Vorjahr: T€ 1.882). Der Gesamtbetrag der aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres im Sinne von § 285 Nr. 22 HGB beträgt T€ 363 (Vorjahr: T€ 491). Diese entfallen vollständig auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen, wie im Vorjahr, ausschließlich aus Darlehensforderungen gegen die Alleingesellschafterin. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Hinsichtlich dem Posten Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen siehe unter Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Eigenkapital Gemäß § 268 Abs. 1 Satz 3 HGB beinhaltet das Eigenkapital den Bilanzgewinn von T€ 1.960 (Vorjahr: T€ 3.125) einschließlich eines Gewinnvortrags von T€ 3.125 (Vorjahr T€ 2.531). Rückstellungen Allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten wird durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Gemäß § 285 Nr. 25 HGB werden folgende Angaben gemacht:
Aufgrund der Anwendung der Regelungen des HGB i d. F. des BilMoG ergibt sich ein höherer Verpflichtungsumfang für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Von dem Erhöhungsbetrag wurden der Rückstellung im laufenden Geschäftsjahr T€ 12 (Vorjahr: T€ 12) zugeführt und in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbucht. Der in den Folgejahren noch zuzuführende Betrag beläuft sich auf T€ 12 (Vorjahr: T€ 24). Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung sind Zinsaufwendungen im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von T€ 24 (Vorjahr: T€ 24) entstanden. Steuerrückstellungen für das laufende Geschäftsjahr ergeben sich nicht. Die bilanzierte Steuerrückstellung der Vorjahre betreff Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2021/2022 in Höhe von T€ 112. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen erwartete Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen T€ 656, (Vorjahr: T€ 929) sowie personalbezogene Rückstellungen T€ 308 (Vorjahr: T€ 365). Aus der Auflösung von Rückstellungen ergaben sich im Geschäftsjahr Erträge in Höhe von T€ 314 (Vorjahr: T€ 326). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr T€ 394 (Vorjahr: T€ 623). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten auch Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von T€ 285 (Vorjahr: T€ 0). Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von T€ 95 (Vorjahr: T€ 0) und mit einer Restlaufzeit bis fünf Jahren in Höhe von T€ 190 (Vorjahr: T€ 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen T€ 420 (Vorjahr Forderungen: T€ 697). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.328 (Vorjahr: T€ 1.977) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.748 (Vorjahr: T€ 1.282) gegenüber verbundenen Unternehmen werden wie in den Vorjahren saldiert in der Bilanz aufgezeigt. Unter den saldierten Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wird auch die Forderung und Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen gegen die alleinige Gesellschafterin ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.310 (Vorjahr: T€ 1.948) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.736 (Vorjahr: T€ 1.348) gegenüber der alleinigen Gesellschafterin werden unter dem Posten Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten von T€ 137 (Vorjahr: T€ 205), Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 102 (Vorjahr: T€ 103) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 29 (Vorjahr: T€ 15) enthalten. Latente Steuern Für das Geschäftsjahr werden keine latenten Steuern angesetzt. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen insbesondere Aufwendungen für EDV in Höhe von T€ 1.127 (Vorjahr: T€ 829), Marketing in Höhe von T€ 242 (Vorjahr: T€ 264), freie Mitarbeiterkosten in Höhe von T€ 104 (Vorjahr: T€ 184), Dienstleistungen Dritter T€ 2.747 (Vorjahr: T€ 2.495) sowie Kraftfahrzeuge in Höhe von T€ 302 (Vorjahr: T€ 302). Der Zuführungsaufwand zur Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 12 (Vorjahr: T€ 12) wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt. 4. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus verschiedenen Miet- und Leasingverträgen bis zum Jahr 2028, aus denen folgende finanzielle Verpflichtungen hervorgehen:
Mietverträge mit Carrier Die mit Carrier (Lieferanten von Telekommunikationsleistungen und Leistungskapazitäten) geschlossenen Mietverträge haben i.d.R. eine Laufzeit von einem Jahr. Die Verträge mit den Kunden von ClaraNet sind laufzeitkongruent. Weiter bestehen mittelbare Pensionsverpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB, welche zum Bilanzstichtag keinen Fehlbetrag des Kassenvermögens aufweisen. Es bestehen keine Risiken aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften sowie schwebenden Rechtsstreitigkeiten nach § 285 Nr. 3 HGB. Der Gesamtbetrag der aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres im Sinne von § 285 Nr. 22 HGB beträgt T€ 363 (Vorjahr: T€ 491). Diese entfallen vollständig auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Arbeitnehmer Im Berichtsjahr betrug die durchschnittliche Anzahl von Mitarbeitern 91 Angestellte (Vorjahr: 90). Zusätzlich waren durchschnittlich 16 Auszubildende und BA-Studenten (Vorjahr: 15) beschäftigt. Geschäftsführer Alleiniger Geschäftsführer im Geschäftsjahr: Olaf Fischer, Diplom-Informatiker, Roßdorf, Deutschland. Herr Fischer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Muttergesellschaft Unmittelbares Mutterunternehmen ist die Alleingesellschafterin ClaraNet Group Limited, London, U.K., in deren Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss, der den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis darstellt, wird beim britischen Handelsregister ,Companies House' unter der Registernummer 4037420 hinterlegt. Der Konzernabschluss für den größten Konzernkreis wird von der Claranet International Ltd, Jersey, U.K. aufgestellt und ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von € 1.165.228,09 auf neue Rechnung vorzutragen und mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen. Ausschüttungssperre Die Ausschüttungssperren gemäß §§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB betragen insgesamt T€ 406 (Vorjahr: T€ 551). Der zur Ausschüttung gesperrte Betrag resultiert aus dem Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellung (§ 253 Abs. 6 HGB) in Höhe von T€ -3,5 (§ 253 Abs. 6 HGB), aus den aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen (§ 248 Abs. 2 HGB) in Höhe von T€ 254 (§ 268 Abs. 8 HGB) und aus dem zum Verkehrswert angesetzten Deckungsvermögen (§ 268 Abs. 8 HGB) in Höhe von T€ 155 (§ 253 Abs. 6 HGB). Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Frankfurt am Main, den 11. Oktober 2024 Die Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens
LAGEBERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS 2023/2024DER CLARANET GMBH, FRANKFURT AM MAINGrundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell und Struktur Die ClaraNet GmbH ist Teil der internationalen Claranet Gruppe, Claranet. Claranet ist ein globaler Technologie-Dienstleister mit Fähigkeiten in den Bereichen Cloud, Cybersecurity, Data, Applications und Workplace Productivity Solutions. Claranet bietet adaptive, skalierbare Technologielösungen und ist groß genug, um komplexe Projekte zu liefern und gleichzeitig klein genug, um sich um die individuellen Bedürfnisse seiner Kunden zu kümmern. Claranet ist darauf spezialisiert, Unternehmen dabei zu helfen, die Ergebnisse zu erzielen, die sie benötigen, mit der Qualität, Langlebigkeit und Zusammenarbeit einer engagierten Partnerschaft. Claranet hilft seinen Kunden dabei, moderne Technologien einzuführen, ohne sie zu verlangsamen oder unbeherrschbare Risiken einzuführen. ClaraNet GmbH in Deutschland als Teil der Claranet Gruppe legt seinen Schwerpunkt auf Managed Services für mittelständische Geschäftskunden mit Dienstleistungen in den Bereichen Cloud, Managed Applications für Web- und Business-Applications sowie im Netzwerkbereich verbunden mit Cybersecurity Services. Dabei investiert ClaraNet fortlaufend in die Weiterentwicklung seiner Managed Services, beispielsweise seit mehreren Jahren in moderne Cloud-Native Konzepte wie Containerisation auf Basis von Docker und Kubernetes oder in der Weiterentwicklung seiner Cybersecurity Fähigkeiten. Auch der Managed Service Betrieb für Business-Applikationen wie SAP gewinnt weiter an Bedeutung. Neben diesem organischen Ausbau der Fähigkeiten konnte die Claranet Gruppe in Deutschland über den Firmenzukauf weitere Fähigkeiten hinzuzugewinnen. Die Schwestergesellschaft der ClaraNet GmbH, die Claranet Holding GmbH, konnte nach dem Zukauf des SAP BW Experten Kheto Consulting GmbH die AddOn GmbH akquirieren, womit weitere Fähigkeiten im SAP Basis Bereich sowie im Workplace Productivity hinzugewonnen werden konnten. Diese beiden Firmen wurden inzwischen zur Claranet Addon GmbH verschmolzen. Die Kombination dieser Kompetenzen verbunden mit den Cloud- und Managed Services Fähigkeiten der ClaraNet GmbH ergeben viele neue Chancen auf dem deutschen Markt, nicht zuletzt die bereits erwähnten und stark verbesserten Managed Services für SAP, womit im abgelaufenen Geschäftsjahr auch die ersten Kunden gewonnen werden konnten. Die ClaraNet GmbH agiert weiterhin deutschlandweit. Der Hauptsitz befindet sich in Frankfurt am Main. Ziele und Strategie ClaraNet adressiert die Marktdynamik in Deutschland mit unserer Mission und unseren Dienstleistungen: Wir unterstützen Unternehmen mit innovativen Services dabei, die digitale Transformation zu meistern und ihre Sicherheit und Effizienz zu verbessern. Wo auch immer sich unsere Kunden auf ihrer IT-Modernisierungsreise befinden, wir erschließen das Potenzial der digitalen Welt. Wir bieten Unternehmen und Organisationen Managed Services, Professional Services und Schulungen in den Bereichen Cloud, Daten & KI, Workplace, SAP und Sicherheit. Wir wollen Unternehmen dabei helfen, das Potenzial der digitalen Welt sicher und innovativ nutzen zu können. Unser Ziel ist es, der bevorzugte Partner für Unternehmen zu sein, die durch adaptive und skalierbare IT-Technologielösungen ihre Konkurrenzfähigkeit festigen und vorantreiben möchten. ClaraNet begegnet seinen Kunden genau dort, wo sie sind und passt sich an ihr Tempo an. Der lokale Ansatz von ClaraNet in Kombination mit den globalen Fähigkeiten der Claranet Gruppe ermöglicht es, auch große mittelständische Kunden optimal mit innovativen IT-Lösungen zu begeistern. Wir legen dabei besonderen Wert auf Qualität, Langlebigkeit und Zusammenarbeit, um eine engagierte Partnerschaft mit unseren Kunden aufzubauen. In Deutschland ist unsere Strategie auf Managed Services mit wiederkehrenden Umsätzen ausgerichtet und wir planen, diesen Fokus auch zukünftig beizubehalten. Hierbei wird bei größeren Kunden zunehmend die Transition von existierenden Workloads in die Cloud wichtig, wodurch Professional Services eine zunehmende Bedeutung für ClaraNet Deutschland gewinnen. Die Strategie von ClaraNet Deutschland ist in die Strategie der Claranet Gruppe eingebettet und folgt den gleichen Prioritäten. Diese sind "Organisches Wachstum", "Akquisitionen", "Finanzielle Stärke", wobei wir sehr darauf achten, dass wir unsere "agile und kooperative Kultur" schützen. Die Fähigkeiten von ClaraNet in Deutschland im Verbund mit der Claranet Gruppe in den Bereichen Cloud, Applications, Cybersecurity, Workplace Productivity und im Netzwerkbereich sind geeignet, Kunden in jeder Branche und weltweit bei der Förderung von Fortschritt, Wachstum und der Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit zu unterstützen und die moderne Welt zu gestalten - Make modern happen. Steuerungssystem Die ClaraNet GmbH ist Teil der Claranet Gruppe. In diesem Kontext werden die jährliche Budgetierung, die Konsolidierung der Jahresabschlüsse, das monatliche Reporting inkl. Rolling Forecast sowie die Kernkennzahlen (Key-Performance-Indicators, KPIs) an die Gruppenrichtlinien angelehnt. Als Grundlage für die Budgetierung wird zuvor jährlich ein Businessplan entwickelt, der die Strategie für den deutschen Markt beschreibt, wobei durch die jüngsten Firmen-Akquisitionen in Deutschland eine gemeinsame Strategie für den deutschen Markt entwickelt wurde, die eine starke Kooperation mit den gemeinsamen Fähigkeiten auf dem deutschen Markt vorsieht. Insgesamt werden weiterhin alle operativen Belange des Geschäfts der ClaraNet GmbH am deutschen Markt eigenständig innerhalb der Claranet Gruppe Deutschland entschieden und gesteuert. Das Steuerungsgremium für die operativen Belange der Claranet Gruppe Deutschland und damit der ClaraNet GmbH ist das erneut erweiterte Senior Management Team Deutschland (eSMT), u.a. bestehend aus den Bereichsleitern für Operations (FedOps), Human Resources, Finance und Commercials (Sales und Marketing) sowie den Leitern der kommerziellen Geschäftsbereiche "Cloud", "SAP", "Workplace" und "Cyber Security" unter der Führung des alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführers der ClaraNet GmbH. Die letztendliche Entscheidung obliegt dem Geschäftsführer, die weiteren Mitglieder des eSMT sind für die operativen Belange ihrer Bereiche verantwortlich. Die finanziellen Entscheidungsspielräume der Bereichsleiter sind in einer internen Zeichnungsrichtlinie geregelt, inklusive einer Vertretungsregelung für den Geschäftsführer. Das eSMT trifft sich entsprechend einer internen Governance regelmäßig zur Abstimmung im Team und darüber hinaus in durch den operativen Kontext implizierten Einzel- oder Kleingruppenmeetings. Zum Beginn eines Geschäftsjahres werden durch die Geschäftsleitung dem eSMT neben dem mit der Claranet Gruppe vereinbarten Budgetrahmen die Unternehmensprioritäten der Claranet Gruppe Deutschland für das Geschäftsjahr zur Kenntnis gebracht, welche damit auch für die ClaraNet GmbH relevant sind, und die als Basis für den von der Geschäftsleitung gemeinsam mit dem eSMT aufgestellten Businessplan dienten. Im Businessplan werden auf Grundlage von vereinbarten Prioritäten und der groben Budgetrahmenrichtlinien die strategischen und operativen Ziele für Deutschland festlegt. Der Businessplan sowie das darauf basierende Budget bilden den grundsätzlichen Rahmen, der durch das eSMT operationalisiert wird und der als Grundlage für die Entscheidungen des eSMT dient. Zur Unterstützung der Entscheidungsfindung und Kontrolle der Ergebnisse wurde ein Kontrollsystem etabliert, das neben der finanziellen Überwachung durch monatlichen Rolling Forecast, Budgetabgleich und Kurzfristliquiditätsplanung auch die Aktivitäten und Ergebnisse monitort, die sich aus der Umsetzung des Businessplans ergeben. Forschung und Entwicklung Bei der ClaraNet GmbH fallen nur im unwesentlichen Umfang Kosten für Forschung an. Im Kontext der Entwicklung neuer Plattformen und Services wird hingegen fortlaufend investiert, insbesondere bei der Entwicklung und Innovation unserer "Managed Services" in verschiedenen Bereichen. Die als Zugänge aktivierten Projektaufwände für Neuentwicklungen im vergangenen Geschäftsjahr betrugen ca. T€ 624 (Vorjahr: T€ 768) an dedizierten Personalaufwendungen für diese Innovationen. Neben den eigenen Entwicklungen profitiert die ClaraNet GmbH von den erweiterten Fähigkeiten der Claranet Gruppe Deutschland (SAP und Workplace Productivity) sowie von den Innovationsanstrengungen und Kooperationen auf Gruppenebene. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Zwischen Juli 2023 und Juni 2024 zeigte der deutsche IT-Markt in wichtigen Schlüsselbereichen wie Managed Cloud Services, Cybersecurity eine positive Entwicklung. Der Markt für Managed Services SAP Basis hat sich durch die aggressive SAP Cloud Strategie ("RISE") etwas weniger stark entwickelt, als erwartet. Die gesamtwirtschaftliche Lage, geprägt vom Ukrainekrieg, führt weiterhin zu einer vorsichtigen Investitionsmentalität und verstärktem Fokus auf Sicherheit und Resilienz in der IT. Gleichzeitig bewirkte das Ende der Covid-Krise eine Neubewertung der Arbeitsplatzgestaltung und Technologieinvestitionen, wodurch der Bedarf an Managed Cloud Services anstieg. Es wurde erwartet, dass der Markt im abgelaufenen Betrachtungszeitraum mit einer CAGR (Compound Annual Growth Rate) von 16% wachsen würde, getrieben durch die Notwendigkeit der Unternehmen, Betriebs- und Infrastrukturkosten zu senken (Quelle: "Analyse der Marktgröße und des Anteils von Cloud Managed Services" von Mordor Intelligence, 2023). Jedoch scheint diese Prognose nicht erreicht worden zu sein. Die Analysten von Gartner prognostizieren ein weltweites IT Wachstum von nur noch 6,8% für 2024 (Quelle: IT-BUSINESS. "Gartner-Prognose: Die IT-Ausgaben wachsen 2024 um 6,8 Prozent." https://www.itbusiness.de/gartner-analysten-prognostizieren-die-it-ausgaben-wachsen-heuer-um-68-prozent-a-56b9760dfc3f683de4f4456503b1773e/) und die Bitkom für den deutschen Mart sogar nur ein Wachstum von 4,7% für 2024 (Quelle: Bitkom e.V. "Halbjahres-Konjunktur: Digitalbranche wächst stabil." https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Halbjahres-Konjunktur-Digitalbranche-waechst-stabil). Auch wenn sich diese Zahlen auf den gesamten IT Markt und nicht nur Managed Services beziehen, ergibt sich daraus eine relative Wachstumsschwäche des deutschen Marktes. Gleichzeitig stiegen und steigen die Cyber-Bedrohungen weiter an, wie man den täglichen Nachrichten entnehmen kann. Daher kann man davon ausgehen, dass die Nachfrage nach Cybersecurity-Lösungen weiterhin zunimmt, und die bereits 2023 prognostizierte Wachstumsrate von 10,31% bis 2028 (Quelle: Statista Marktprognose für Cybersecurity in Deutschland, 2023) realistisch bleibt. Somit wird erwartet, dass im Cybersecurity-Sektor bis 2028 ein Marktvolumen von 10,24 Milliarden Euro erreicht werden kann. Im Bereich SAP Basis wird trotz der SAP RISE Strategie eine kontinuierliche Nachfrage erwartet, nicht zuletzt angetrieben durch den bereits spürbaren und sich verstärkenden Fachkräftemangel und die gelichzeitige Notwendigkeit zum sicheren Betrieb bestehender Systeme und deren Modernisierung und sukzessiver Migration auf S/4HANA oder SAP RISE. Unternehmen suchten nach Dienstleistern, die sie bei dieser Transformation unterstützen, nicht zuletzt in Hinblick auf Cloud-Integration und Cybersecurity. Branchenübergreifend war ein Trend zu mehr Nachhaltigkeit und Energieeffizienz in der IT erkennbar. Insgesamt erlebte der deutsche IT-Markt eine Kombination aus wirtschaftlichen Herausforderungen und technologischen Chancen, wobei das Wachstum im Bereich von Managed Cloud Services unter den Erwartungen blieb. Dennoch kann gefolgert werden, dass die Akzeptanz unserer Services am deutschen Markt gut ist, insbesondere, da wir in Bereichen wie Cybersecurity und modernen Cloud Services weiterhin investieren und der Markt insgesamt wächst, wenn bei Managed Cloud auch langsamer als in der Vergangenheit. Das gesamtwirtschaftliche Marktumfeld in Deutschland forciert die Suche nach Effiziensgewinnen, die nicht zuletzt durch verstärkte Digitalisierung erreicht werden können. Erfolgreiche Digitalisierungsvorhaben benötigen die IT-Agilität von Cloudinfrastrukturen und Clouddiensten, da sie sonst kaum erfolgreich sein können. Hierbei spielt die Sicherheit eine immer größere Rolle, was wir mit unseren Cybersecurity Services verstärkt adressieren. Nicht zuletzt im wichtigen Bereich der Businessapplikation SAP sind derzeit verstärkt Aktivitäten spürbar, einerseits impliziert durch die Strategieentscheidungen des Herstellers, alte Datenbanken nach 2027 nicht mehr zu unterstützen, aber auch durch den sich verstärkenden Fachkräftemangel für SAP-Basisdienstleistungen, der durch das bevorstehende Ausscheiden der Babyboomer-Generation zu einer wachsenden Knappheit an SAP-Spezialisten führt. Eine Studie von Techconsult und Camelot zeigt, dass neun von zehn Unternehmen, die SAP nutzen, innerhalb der nächsten drei Jahre auf S/4HANA migrieren werden, was einen hohen Bedarf an SAP-Fachkräften mit sich bringt (Quelle: "Der Mangel an SAP-Fachkräften spitzt sich zu" - duerenhoff SAP-Blog, 2023). Hier ist Claranet mit seinen im hohen Maße automatisierten und leicht zu adaptierenden Managed SAP Basis Services "on premise" und "on cloud" hervorragend aufgestellt, diesem Mangel zu begegnen. Dazu wir Claranet auch für das SAP RISE Programm eine Managed Service "on RISE" entwickeln, sodass theoretisch alle SAP-Modernisierungsprojekte für die SAP Basis adressiert werden können. Somit bleibt die Weiterentwicklung unseres Managed Services Portfolios in den Bereichen Cloud, Applications, Security und Data national wie auch international auf lange Zeit die wichtigste strategische Investition von Claranet, wobei wir uns auf weiterhin wachstumsstarke Marktsegmente in diesem Bereich konzentrieren werden. Dennoch ist zu erwarten, dass die ClaraNet GmbH unter dem Strich nicht so schnell wachsen wird, wie der Cloud Markt, da weiterhin ehemals große Kunden, die schon lange von der ClaraNet GmbH mit Managed Services bedient worden sind, aufgrund von Restrukturierungen internalisieren oder sich anders orientieren, was zu einer Reduktion von Bestandsumsätzen im Bereich Managed Services geführt hat und noch einige Zeit führen wird. Daher muss unser Neugeschäft in diesem Bereich zuerst Umsatzabgänge kompensieren, bevor zusätzliches organisches Wachstum erzeugt werden kann. Wir erwarten, dass wir diese Schwelle im kommenden Geschäftsjahr überwinden, im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir die Abgänge noch nicht kompensieren. Neben diesem strategischen Portfolio bleibt die Bereitstellung von virtuellen IP-Unternehmensnetzwerken und Internetzugängen auch unabhängig von Cloud-Diensten ein Portfoliobaustein der ClaraNet GmbH. In diesem Umfeld ist der Wettbewerb weiterhin sehr hart, ein gewisser Umsatzabgang durch Preisverfall und Kundenwechsel ist nach wie vor zu verzeichnen und weiterhin zu erwarten. Jedoch stellen wir uns diesem Wettbewerb seit Jahren sehr erfolgreich und können Bestands- und Neukunden durch unseren exzellenten Service überzeugen. Geschäftsverlauf Die im Vorjahr geäußerte Erwartung eines steigenden Umsatzes gegenüber dem FY2023 wurde nicht erreicht. Erwartungsgemäß hat sich der Bereich Netzwerk verringert (€-675k gegenüber FY23) und Cyber Security erhöht (€+274k), obwohl in diesem Bereich die noch höheren Wachstumserwartungen nicht erfüllt werden konnten. Der Bereich Managed Cloud Hosting ist gegenüber dem VJ leicht gesunken (€-236k). Wie im Vorjahr wurden Umsatzanteile aus dem klassischen Hosting ("Private Cloud") zunehmend durch neue Cloud Hosting Umsätze ("Public Cloud") substituiert, wodurch die Erlöse für infrastrukturnahe Ressourcen in der Private Cloud zunehmend unter Druck geraten. Analog zum Netzwerkgeschäft kann dieser Bereich als Legacy betrachtet werden, er hat eine geringe strategische Relevanz, bleibt aber Teil unseres Portfolios. Im Rahmen von Sovereign-Cloud-Ansätzen in Europa, die Datenhoheit, Sicherheit und Compliance sowie Unabhängigkeit von ausländischen Anbietern als Motiv haben, kann das Private Cloud-Geschäft in Zukunft jedoch wieder an Bedeutung gewinnen. Auch im Bereich der Cyber Security Services konnten die Umsätze gesteigert werden, allerdings nicht im erwarteten Umfang. Insgesamt konnten daher die weiterhin rückläufigen Umsätze im Bereich Netzwerk und Private Cloud Hosting nicht vollständig kompensiert werden, so dass der Vorjahresumsatz leicht verfehlt wurde. Für das kommende Jahr erwarten wir eine Fortsetzung dieser Entwicklung, wobei die Talsohle durchschritten zu sein scheint, da unsere wesentlichen Kennzahlen (siehe unten) "Work in Progress" sowie der Auftragsbestand ("Contract Book") über dem Vorjahr liegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir wie im Vorjahr weiter in die Festigung unserer Positionierung als Managed Cloud Provider und die damit verbundene Marktentwicklung investiert. Schwerpunkte waren wie im Vorjahr eine strategisch auf Inhalte ausgerichtete Vermarktung sowie unsere Investitionen in neue Plattformen und Services. Dennoch waren die Investitionen im Marketing insgesamt leicht geringer als im Vorjahr Neben den permanent notwendigen Ersatzinvestitionen in unsere Infrastruktur und der fortlaufenden Modernisierung unserer Services ("KISS" ["Containerisation", "Managed Kubernetes"], "Cybersecurity", "Cloud Professional Services") waren im vergangenen Jahr keine größeren Erweiterungsinvestitionen erforderlich. Die geplante Erhöhung im Personalbereich wurde nur teilweise umgesetzt und beträgt gegenüber dem VJ €+366k. Im Bereich der "Capital Expenditures" (Capex) wurde mit T€ 1.387 etwas mehr investiert als im Vorjahr (T€ 1.310), diese Schwankung liegt aber im normalen, schwer planbaren Bereich. Darüber hinaus hat die ClaraNet GmbH ihre Anstrengungen im Bereich der Informationssicherheit und Compliance weiter vorangetrieben. Neben dem erfolgreichen Rezertifizierungsaudit des ISO/IEC-27001:2022-Standard, dessen Geltungsbereich ("Scope") weiterhin nahezu das komplette Portfolio von ClaraNet inklusive der bedeutenden "Managed Cloud Services" umfasst, wurde zusätzlich in folgende Maßnahmen investiert, die alle erfolgreich abgeschlossen wurden:
Sicherheit und Compliance sind nach wie vor die Kernthemen bei der Überlegung, IT und Daten in die Cloud auszulagern. Insofern hat ClaraNet im abgelaufenen Geschäftsjahr hier erneut stark investiert und wird diese Investitionen in den folgenden Jahren fortführen. Der Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr war nicht so positiv, wie prognostiziert, insbesondere das erhoffte Umsatzwachstum blieb hinter den Erwartungen zurück. Durch Kostendisziplin im Personalbereich konnte der Wachstumsschwäche im abgelaufenen Geschäftsjahr jedoch teilweise erfolgreich entgegengewirkt werden. Insgesamt hat die ClaraNet GmbH mit einem Ergebnis von T€ - 1.164 vor Steuern erstmals seit längerer Zeit keinen Jahresüberschuss erwirtschaftet. Lage Ertragslage Obwohl der Umsatz nur um T€ 780 auf T€ 17.616 zurückging, musste das Geschäftsjahr aufgrund erhöhter Investitionen im Personalbereich und bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit einem Verlust vor Steuern in Höhe von T€ -1.165 abgeschlossen werden. Im Personalbereich waren nicht zuletzt Nachholeffekte nach der Covid-Krise zu verzeichnen. Der Umsatzrückgang verteilt sich im Wesentlichen auf das Netzwerkgeschäft (-T€ 675) und das klassische Hosting Geschäft (-T€ 236), während im Bereich Cyber Security ein leichter Umsatzanstieg (+T€ 274) zu verzeichnen war. Damit wurden die budgetierten Umsatzerwartungen zwar verfehlt, insgesamt konnte jedoch angesichts der herausfordernden Markt- und Kundensituation eine zufriedenstellende Ertragslage erzielt werden. Der Materialaufwand lag mit T€ 5.303 um +T€ 41 leicht über dem Vorjahreswert, was insbesondere auf das gestiegene Public Cloud-Geschäft zurückzuführen ist, wodurch die Aufwendungen für externe Cloud-Ressourcen um +T€ 89 gestiegen sind, teilweise kompensiert durch Einsparungen in anderen Feldern. Der im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnende Anstieg von 5% bei den Personalkosten um T€ 366 auf T€ 7.656 ergibt sich insbesondere durch Gehaltssteigerungen, welche aufgrund der überstandenen Covid-Krise sowie der hohen Inflation höher als normal ausfielen. Ein Teil des Anstiegs erklärt sich darüber hinaus aus normalen Schwankungen im Personalbereich. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 5.513 T€ sind gegenüber dem Vorjahr (5.028 T€) um 485 T€ gestiegen, was insbesondere auf höhere Dienstleistungs- und Personalaufwendungen aus der Claranet-Gruppe zurückzuführen ist. Durch die vermehrte Inanspruchnahme dieser Leistungen konnte ein höherer Anstieg der eigenen Personalkosten durch notwendige Personalanpassungen abgemildert werden. Finanzlage Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir weiter in den Ausbau unserer Services sowie in Maßnahmen zur Effizienzsteigerung investiert. Bei den Services sind beispielhaft die Weiterentwicklung unserer Fähigkeiten in Richtung generischer Application Services auf Container-Basis ("Managed Container Applications", Projektname "KISS"), die Investitionen im Bereich Cyber Security sowie die Entwicklung von Beratungspaketen im Cloud-Kontext ("Cloud Native Professional Services") zu nennen. Projekte zur Effizienzsteigerung aus dem Vorjahr wurden weitergeführt, wie beispielsweise das Projekt "Altawatch" zur Modernisierung unserer Monitoringumgebung. Dieses Projekt konnte zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen werden. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Investitionen für den Auf- bzw. Ausbau vorhandener Plattformen durch eine Ersatzinvestion im Bereich IaaS (Private) Cloud etwas höher als im Vorjahr ausgefallen (+T€ 220). Die Liquidität hat sich aufgrund der weiterhin insgesamt stabilen Geschäftslage positiv entwickelt. Der Cashsaldo zum Jahresende betrug (exkl. Festgeld) T€ 436. Vermögenslage Die Vermögenslage hat sich aufgrund der Geschäftsentwicklung leicht verändert. Der Deckungsgrad II liegt im Geschäftsjahr bei 79,9 % (Vorjahr: 87,2 %). Das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital hat sich von 57,3 % im Vorjahr auf 67,3 % im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht erhöht. Die Eigenkapitalquote ist von 63,6 % im Vorjahr auf 59,8 % gesunken. Die Eigenkapitalrentabilität beträgt für das abgelaufenen Geschäftsjahr nunmehr -15,8 %. Die wichtigsten weiteren Veränderungen zum Vorjahr werden im Folgenden erläutert:
Finanzielle Leistungsindikatoren und andere Kennzahlen a) Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren und ihre Werte (T€) zum Bilanzstichtag
b) Die folgenden Kennzahlen geben einen zusätzlichen Blickwinkel auf den Zustand zum Bilanzstichtag. Erfreulicherweise haben sich alle im Vergleich zum Vorjahr verbessert (in T€, wenn nicht anders angegeben):
Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir einen Umsatz leicht über dem Niveau des Berichtsjahres. Im Bereich Network und Managed Cloud Hosting (Private und Public) wird er noch leicht zurückgehen, da die Auswirkungen der Kundenabgänge im Bereich Private Cloud noch nicht voll durchgeschlagen sind. Im Bereich Cyber Security wird hingegen erwartet, dass der bereits eingeschlagene Wachstumspfad stärker fortgesetzt werden kann. Der begonnene Umsatzrückgang bei einigen Kunden wird sich fortsetzen, die bereits in den Vorjahren antizipierten Abgänge werden sich im kommenden Geschäftsjahr endgültig auswirken. Darüber hinaus wird es zu einem weiteren leichten Rückgang im Bereich Netzdienstleistungen kommen. Dennoch erwarten wir aufgrund einer gesunden Pipeline genügend Neugeschäft in den Bereichen Managed Cloud Services sowie Cyber Security, um die Abgänge zu kompensieren. Per Saldo prognostizieren wir einen Umsatz über dem Level des Berichtsjahres. Auch andere zentrale Finanzkennzahlen (Gross Profit, Opex, EBITDA) werden in etwa auf Vorjahresniveau erwartet (Abweichungen <10%). Insgesamt ist die Prognose in diesem Jahr trotz vielfältiger externer Krisen wie dem Krieg in der Ukraine etwas einfacher als im Vorjahr, da sich wichtige KPIs verbessert haben ( Contract Book) und die Sales-Pipeline vielversprechend ist. Dennoch können die Auswirkungen schwieriger externer Bedingungen wie eine stagnierende Wirtschaft oder Krisen wie der Krieg in der Ukraine das Bild verändern. Es ist daher möglich, dass aufgrund des Umfelds bei einem Teil unserer Kunden der Churn etwas höher und der Auftragseingang etwas niedriger ausfallen könnte als geplant. Im Folgenden werden die teilweise schon in diesem Bericht beleuchteten, wichtigsten Chancen und Risiken für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens zusammengefasst dargestellt, um einen guten Überblick zu geben. Chancen Das Portfolio umfasst Managed Cloud Services, Cyber Security Services und durch die Akquisitionen in der Claranet Deutschland Gruppe auch Managed Services im Bereich SAP und Modern Workplace Services sowie IT Training Services. Diese Dienstleistungen sind besonders relevant für Unternehmen, die in die digitale Transformation investieren, was das Cross-Selling-Potenzial sowohl bei bestehenden Kunden als auch bei Neukunden erheblich erhöht. Stärken und Marktchancen:
Externe Marktentwicklungen:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Claranet durch sein breites Dienstleistungsportfolio und seine starke Marktposition gut aufgestellt ist, um von der zunehmenden Digitalisierung und den damit verbundenen Marktchancen zu profitieren. Die Kombination aus technologischem Know-how, Innovation und hohen Sicherheitsstandards macht Claranet zu einem attraktiven Partner für Unternehmen, die ihre digitale Transformation vorantreiben möchten. Diese Faktoren geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus, dass die Unternehmensziele im kommenden Jahr erreicht oder sogar leicht übertroffen werden können. Risiken Grundsätzlich lassen sich bei der Risikobetrachtung drei übergeordnete Kategorien identifizieren, das "Marktrisiko" (M), das "Nettowachstumsrisiko" (NRG) aufgrund von Auftragseingang und Umsatzabgang sowie das "Fachkräftemangelrisiko" (HR). Die externen Faktoren, die das Geschäftswachstum beeinflussen könnten, haben sich seit vorigem Jahr nur zum Teil verändert:
Daraus abgeleitet ergeben sich die folgenden Risiken für das kommende Geschäftsjahr:
Insgesamt bleibt das Nettowachstumsrisiko (NRG) das unmittelbarste Risiko für das prognostizierte Wachstum. Die bekannten Marktrisiken wurden bei der Budgeterstellung bestmöglich berücksichtigt, ihre darüberhinausgehenden Auswirkungen auf das kommende Geschäftsjahr sind jedoch sehr schwer einzuschätzen. Das HR-Risiko des Fachkräftemangels ist weiterhin am Markt zu beobachten, jedoch haben wir aufgrund vorsichtiger Planung insgesamt weniger offene Stellen als in den Vorjahren. Zudem leiden auch unsere Kunden unter dem Fachkräftemangel, woraus sich Chancen für unsere Managed Services ergeben. Sollten einige der beschriebenen Risiken im kommenden Geschäftsjahr eintreten, sind die Wachstumserwartungen möglicherweise zu hoch. Unser Geschäftsmodell mit einem hohen Anteil an wiederkehrenden Umsätzen gibt uns jedoch in jedem Fall genügend Zeit, um auf unvorhergesehene oder sich verschärfende Ereignisse rechtzeitig zu reagieren, zum Beispiel durch Kostensenkungen im Personalbereich. IKS - Risikomanagement Das Risikomanagement bei der ClaraNet GmbH umfasst zwei Kernverfahren. Das Verfahren zum Financial Controlling ist klar auf das Geschäftsergebnis und den Cashflow fokussiert und gleicht aktuelle Ergebnisse und Aussichten mit dem Budgetansatz ab. Das andere Verfahren ist ein systematischer Ansatz zur Erkennung, Klassifizierung und Bearbeitung von generellen Risiken, vor allem im Bereich der Informations-Assets und der Business Continuity von ClaraNet. Die beiden Bereiche werden im Folgenden kurz skizziert: Rolling Forecast und Budgetabgleich Unser Verfahren der monatlich angepassten Forecastplanung hat sich als effektives Instrument der Risikokontrolle erwiesen, welche jeweils auf den letzten aktuellen Zahlen aus der Finanzbuchhaltung und dem Controlling aufsetzt. Das Ergebnis dieser regelmäßigen Planung wird mit dem aktuellen Budget verglichen, signifikante Abweichungen werden analysiert und auf ihre kurzfristigen und mittelfristigen Effekte bewertet, um gegebenenfalls unmittelbar notwendige Maßnahmen einleiten zu können. In diesen Abgleich fließen sowohl die Zahlen und Kennzahlen aus der Finanzbuchhaltung als auch wichtige Kennzahlen aus dem Vertrieb/Marketing, dem Betriebsbereich (Operations) sowie dem Personalbereich ein. Die vor einigen Jahren eingeführten wichtigsten Kennzahlen ("Key-Performance-Indikatoren", KPIs) haben sich bewährt und geben über einen Online-Report einen schnellen und zuverlässigen Einblick auf die aktuelle Geschäftssituation. Diese KPIs werden zum allergrößten Teil automatisiert aus den Business Support Systemen erzeugt (internes ERP-System Navision, Vertragsdatenbank Messina, CRM-System Salesforce etc.), um manuelle Fehler zu minimieren und die Bereitstellung zu beschleunigen. Darüber hinaus hat ClaraNet im vorletzten Geschäftsjahr die geforderte Überwachungsaudit zur Beibehaltung des SOC 2 Typ II Report nach ISAE 3402 erfolgreich bestanden und kann somit die Wirksamkeit seines IKS (nicht nur) gegenüber Auftraggebern objektiv belegen. Weitere Maßnahmen zum Risikomanagement Bereits im Jahr 2011 hat die ClaraNet ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) eingeführt und nach der internationalen Norm ISO 27001 zertifiziert. Neben dem ISMS wurden im Laufe der Zeit weitere Managementsysteme wie BCMS und QMS nach ISO 22301 und ISO 9001 eingeführt und in ein Integriertes Managementsystem (IMS) überführt. Als Teil der IMS nutzt die ClaraNet eine formale Risikomanagement-Methodik die es erlaubt, Risiken jenseits des Finance-Controllings effektiv zu identifizieren und zu bewerten. Die für den Erhalt der genannten Zertifizierungen erforderlichen Audits, die die Begutachtung von Risikomanagement-Methodiken und Prozessen umfassen, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich und ohne Hauptabweichung durch eine unabhängige Institution auditiert und bescheinigt, was die wirksame Anwendung des ISMS nach der ISO 27001 i.V. m. ISO 27017 und ISO 27018 des QMS nach der ISO 9001 Norm und des BCMS nach der ISO 22301 sicherstellt. Die in unserem formalisierten Risikomanagementprozess identifizierten Risiken werden systematisch fortlaufend, bewertet, klassifiziert und entsprechend der Risikoanalyse und den dort definierten Maßnahmen behandelt. Angereichert werden die Risikobetrachtungen durch die Ergebnisse einer Business Impact Analyse (BIA) für alle (hoch)kritischen Geschäftsprozesse. Die BIA resultiert aus den Erfordernissen des Business Continuity Management System (BCMS).
Frankfurt am Main, 11. Oktober 2024 Die Geschäftsführung BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ClaraNet GmbH, Frankfurt am Main PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der ClaraNet GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ClaraNet GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 11. Oktober 2024 BDO
AG
Dr. Rosien, Wirtschaftsprüfer Bauer, Wirtschaftsprüfer |
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