Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 733189
Eingetragen
19.3.2010
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Die Durchführung von Online-Marketing-Kampagnen, Beratung im Umfeld von Internetwerbung, Softwareentwicklung, Betrieb von Internetplattformen einschließlich aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Kreuzer
seit 30.11.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Ströer Media Deutschland GmbH
Germany
71.268 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

RegioHelden GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR
A. Anlagevermögen 5.107.671,05 6.150.691,05
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.076,00 5.466,00
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 237.124,00 161.680,00
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.867.471,05 5.983.545,05
B. Umlaufvermögen 3.577.277,52 2.975.273,42
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.767.876,52 1.568.836,53
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 62.275,17 0,00
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 809.401,00 1.406.436,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 156.596,62 261.228,40
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 16.233.917,76 9.948.260,35
  25.075.462,95 19.335.453,22

Passiva

   
  31.12.2017 31.12.2016
  EUR EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 71.268,00 71.268,00
II. Kapitalrücklage 7.730.326,00 7.730.326,00
III. Verlustvortrag -17.749.854,35 -11.596.560,60
IV. Jahresfehlbetrag -6.285.657,41 -6.153.293,75
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 16.233.917,76 9.948.260,35
B. Rückstellungen 443.000,00 565.360,00
C. Verbindlichkeiten 23.592.121,12 17.782.904,54
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 4.405,71
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.302.658,98 784.826,32
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.040.341,83 987.188,68
  25.075.462,95 19.335.453,22

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.10.2018 festgestellt.

Gewinn- und Verlustrechnung für 2017

2017 2016
EUR EUR
1. Rohergebnis 9.707.180,82 6.235.877,01
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -9.099.144,75 -7.110.117,40
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.513.265,38 -1.209.317,17
davon für Altersversorgung EUR 13.869,36 (Vj. TEUR 9)    
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -85.677,12 -59.289,02
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.959.056,83 -3.777.046,55
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj. EUR 3,53)    
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.770,57 6.402,13
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -340.458,40 -238.779,20
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -80,63 0,00
9. Ergebnis nach Steuern -6.284.731,72 -6.152.270,20
10. Sonstige Steuern -925,69 -1.023,55
11. Jahresfehlbetrag -6.285.657,41 -6.153.293,75

Anhang für 2017

A. Allgemeine Angaben

Die RegioHelden GmbH mit Sitz in Stuttgart ist im Handelsregister des Registergerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 733189 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB - in der Fassung nach Inkrafttreten des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes vom 17. Juli 2015 (BilRUG) - in Verbindung mit rechtsformspezifischen Sondervorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, in den Anhang übernommen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben bzw. auf die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge verteilt.

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Zugänge mit Einzelanschaffungskosten ab EUR 150,00 bis zu EUR 410,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten (einschließlich Anschaffungsnebenkosten) angesetzt. Soweit Vermögensgegenstände dauernd im Wert gemindert sind, werden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert außerplanmäßig abgeschrieben.

Vom Wahlrecht zur Aktivierung der Entwicklungsaufwendungen wird kein Gebrauch gemacht.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und - bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung ausgewiesen.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

In den Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für die Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017 ist in einem gesonderten Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

2. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält eine Beteiligung im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB an folgenden Unternehmen:

Nominalkapital in Landes-Währung Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres
TEUR % TEUR TEUR
Omnea GmbH, Berlin 42 80,0 -4.100 -1.003

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 0) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 27) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

4. Verbindlichkeiten

Eine Aufgliederung der Verbindlichkeiten ist in einem gesonderten Verbindlichkeitenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen eine Verbindlichkeit gegenüber der Ströer Media Deutschland GmbH, Köln. Das Darlehen wird mit dem durchschnittlichen Drei-Monats-Euribor-Zinssatz des vorangegangenen Monats zuzüglich einer variablen Marge von (derzeit) 1,4 % und einem Aufschlag von 1,0 % verzinst; die Laufzeit endet spätestens am 31. Dezember 2019.

D. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Jahresdurchschnitt
2017 2016
Angestellte 167 162
  167 162

1. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Feliks Eyser, Geschäftsführer/CEO, zuständig für Strategie, Produktionsentwicklung, Technologie und Investor Relations

Herr Dr. Stefan Detscher, Geschäftsführer/COO, zuständig für Personal, Finanzen, Operations und Channel Management (bis 26. April 2018) sowie

Herr Dr. Andreas Müller-Leydig, Geschäftsführer der Ströer Media Deutschland GmbH, Düsseldorf.

2. Fortführungsprämisse

Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2017 in Höhe von EUR 16.233.917,76 zu Buchwerten überschuldet. Die Geschäftsführung geht von einer Fortführung des Unternehmens aus. Dies wird durch die von der Geschäftsführung für die Geschäftsjahre 2017 bis 2022 aufgestellte Planungsrechnung, die für das aktuelle Geschäftsjahr noch ein negatives Betriebsergebnis und ab 2019 erstmals ein positives Betriebsergebnis und einen positiven operativen Cashflow ausweist, begründet. Die Geschäftsführung der Gesellschaft geht auch weiterhin von der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft aus. Im Hinblick auf bestandsgefährdende Risiken wird im Übrigen auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass in den folgenden Jahren weitere Kapitalerhöhungen bzw. Finanzierungsmaßnahmen durch die Mehrheitsgesellschafterin durchgeführt werden können, um im Bedarfsfall etwaige Finanzierungslücken zu schließen.

3. Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Ströer SE & Co. KGaA, Köln, einbezogen. Der Konzernabschluss des Mutterunternehmens wird im Bundesanzeiger offengelegt.

 

Stuttgart, 11. Juni 2018

Die Geschäftsführung

gez. Feliks Eyser

gez. Dr. Andreas Müller-Leydig

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2017 Zugänge Abgänge 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.818,11 0,00 0,00 42.818,11
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 349.348,57 158.731,12 0,00 508.079,69
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Untenehmen 5.983.545,05 0,00 1.116.074,00 4.867.471,05
  6.375.711,73 158.731,12 1.116.074,00 5.418.368,85
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2017 Zugänge Abgänge 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.352,11 2.390,00 0,00 39.742,11
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 187.668,57 83.287,12 0,00 270.955,69
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Untenehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  225.020,68 85.677,12 0,00 310.697,80
Buchwerte
31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.076,00 5.466,00
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 237.124,00 161.680,00
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Untenehmen 4.867.471,05 5.983.545,05
  5.107.671,05 6.150.691,05

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RegioHelden GmbH

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RegioHelden GmbH, Stuttgart - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RegioHelden GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt "II. 4. Risiken- und Chancenbericht" ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft aufgrund angespannter Liquidität bedroht ist. Aufgrund der - mit Liquiditätsabflüssen verbundenen - Verluste weist die Gesellschaft zum Stichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus. Nach Auffassung der Geschäftsführung ist die Gesellschaft trotzdem nicht i. S. d. § 19 Insolvenzordnung überschuldet, weil die Gesellschaft für das folgende Geschäftsjahr eine positive Fortbestehensprognose aufgestellt hat und eine Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit innerhalb des Prognosezeitraums mithin als überwiegend wahrscheinlich erachtet wird. Die liquiden Mittel werden der Gesellschaft über eine Darlehenslinie der Muttergesellschaft bereitgestellt. Diese Darlehenslinie hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019. Eine vorzeitige Kündigung durch die Mutter ist nur möglich, sofern die RegioHelden GmbH Darlehensauflagen verletzt. Unabhängig von dieser Darlehenslinie beabsichtigt die Muttergesellschaft auch über den 31. Dezember 2019 hinaus ausreichend Liquidität der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit hängt davon ab, dass die Darlehenslinie weiter zur Verfügung steht und darüber die erforderlichen Zahlungsmittel bezogen werden können.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 12. Juni 2018

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Zwirner, Wirtschaftsprüfer

Fleck, Wirtschaftsprüfer

Aufgliederung der Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2017

Gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 4 0 4
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.620 1.586 1.754 1.586
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 19.179 13.862 33 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.303 785 1.303 785
5. Sonstige Verbindlichkeiten 490 1.546 490 1.546
Gesamt 23.592 17.783 3.580 3.921
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 866 0 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 19.146 13.862 0 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Gesamt 20.012 13.862 0 0

Lagebericht 2017

RegioHelden GmbH, Stuttgart

Gliederung

I.

Grundlagen des Unternehmens

1.

Geschäftsmodell

2.

Forschung und Entwicklung

II.

Wirtschaftsbericht

1.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.

Geschäftsverlauf und Lage

a)

Ertragslage

b)

Vermögens- und Finanzlage

3.

Finanzielle Leistungsindikatoren

4.

Gesamtaussage

III.

Chancen- und Risikobericht

IV.

Prognosebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die RegioHelden GmbH gehört zu den führenden Anbietern für lokale Internetwerbung in Deutschland und ist seit Juli 2015 Teil des größten deutschen Werbevermarkters Ströer SE & Co. KGaA, Köln.

Als Online-Marketing-Spezialisten für klein- und mittelständische Unternehmen verstehen wir uns als externe Marketingabteilung. Hierzu bieten wir eine breite Palette an digitalen Dienstleistungen von standardisierten Produkten für Kleinstunternehmen und Gewerbetreibende bis hin zu intelligenten und umfangreichen Lösungen für große Unternehmen des Mittelstands mit Filialbetrieben.

Um die über 2 Millionen Unternehmen in Deutschland zu erreichen, ist die RegioHelden GmbH an 10 Standorten im Direktvertrieb und Key Account Sales aktiv.

2. Forschung und Entwicklung

Basis für das starke Wachstum der vergangenen Jahre ist neben dem deutlichen Aufbau der Vertriebsmannschaft vor allem die stetige und vielschichtige Weiterentwicklung unserer IT-Plattform mit der wir Kundenkampagnen aktiv gestalten, um für Kunden gute und kostengünstige Produkte anbieten zu können.

Für diese Entwicklung setzten wir im Geschäftsjahr ca. TEUR 1.060, entspricht 6,6 % vom Umsatz (Vj. TEUR 600; 4,7% vom Umsatz), ein.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die RegioHelden GmbH wurde 2010 gegründet und ist seit 2015 ein Tochterunternehmen der Ströer SE & Co. KGaA, Köln.

Der deutsche Markt für Digitale Werbung ist im internationalen Vergleich noch relativ klein und fragmentiert. So wurden laut der Statistikdatenbank Statista im Kalenderjahr 2017 in Deutschland Umsätze in Höhe von 6,48 Mrd. EUR erwirtschaftet und somit weniger als die Hälfte der Umsätze in Großbritannien (15,55 Mrd. EUR). Wir gehen unter Bezugnahme auf aktuelle Marktprognosen von einem weiterhin starken Marktwachstum aus und erwarten deutschlandweit Umsätze von ca. 8,35 Mrd. EUR im Jahr 2022. Dabei wird davon ausgegangen, dass ca. 3,1 Mrd. EUR dieser Umsätze auf mobile Endgeräte entfallen werden.

Als Top-3-Anbieter und Teil des größten deutschen Werbevermarkters ist das klare Ziel die Marktführerschaft zu erreichen und deutlich schneller zu wachsen als der Gesamtmarkt. Hierfür verfolgen wir eine starke Investitions- und Wachstumsstrategie.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die RegioHelden GmbH verwendet eine Reihe von Key-Performance-Indicators (KPIs) zur Überwachung und Steuerung der Unternehmensleistung. Die finanzwirtschaftlichen KPIs fokussieren sich im aktuellen Investitions- und Wachstumszyklus auf Umsatz und EBITDA. Aufgrund des starken Wachstums- und Investitionsfokus gewinnt die Betrachtung der Profitabilität vor allem mittelfristig zunehmend an Bedeutung.

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr deutlich um 35 % auf 16,2 Mio. EUR gesteigert werden. Ursache hierfür waren insbesondere die großflächige Marktbearbeitung, die Entwicklung neuer Produkte speziell für Kleinst- und Kleinunternehmen sowie die Senkung der Kundenkündigungsquote durch eine Verbesserung der Servicequalität.

Die Bruttomarge hat sich im laufenden Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls verbessert. Ursächlich sind insbesondere die Erweiterung und Diversifizierung der Produktpalette sowie die zunehmende Automatisierung der Produkt- bzw. Dienstleistungserstellung.

Infolge der strategisch notwendigen Markterweiterungskosten (insbesondere Personalkosten Vertrieb sowie Vermittlungsprovisionen durch Dritte) hat sich der Jahresfehlbetrag weiter erhöht. Der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2017 beträgt demnach TEUR -6.286 (Vj. TEUR -6.153).

Der Personalaufwand erhöhte sich um 28 % auf 10,6 Mio. EUR (Vj. 8,3 Mio. EUR). Wesentliche Treiber sind die höheren Gehaltskosten aufgrund der Vergrößerung der Vertriebsmannschaft sowie die deutlich gestiegenen Provisionen aufgrund der sehr erfolgreichen Marktbearbeitung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 32 % auf 5,0 Mio. EUR (Vj. 3,8 Mio. EUR). Die wesentlichen Treiber dieser Entwicklung bestehen in externen Markterweiterungskosten in Form von Vermittlungsprovisionen, Raumkosten, externen Entwicklungskosten für die IT-Plattform, Recruiting- & Personalverwaltungskosten entsprechend des Personalaufbaus sowie damit in Zusammenhang stehende Reise- und Fortbildungskosten.

b) Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.043 auf TEUR 5.108 (Vj. TEUR 6.151) gesunken.

Für weitere Details zur Entwicklung des Anlagevermögens wird an dieser Stelle auf den Anlagenspiegel im Anhang verwiesen.

Durch die Steigerung der Kundenbasis stieg das Umlaufvermögen im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 602 (+20,2 %) im Vergleich zum Vorjahr. Daneben ist der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten im Geschäftsjahr 2017 um TEUR 597 auf TEUR 809 gesunken.

Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der konsequent verfolgten Wachstumsstrategie und den dadurch bedingten höheren Jahresfehlbetrag auf -62,0 % (Vj. -51,5 %) gesunken. Die notwendigen Ausgaben für die strategischen Maßnahmen belasten unter anderem auch den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (TEUR -434).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 65,2 % auf TEUR 2.620, was ebenfalls mit dem gestiegenen Geschäftsvolumen sowie gestiegenen Investitionen begründet werden kann.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern stiegen um 38,4 % auf 19,2 Mio. EUR. Die Position enthält langfristige Darlehen, die als wirtschaftliches Eigenkapital als Basis für die langfristig angelegte Wachstumsstrategie dienen. Dies führt gleichzeitig auch zu einem positiven Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit.

In Folge eines deutlichen Zuwachses der innerkonzernlich bezogenen Leistungen stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 518 auf TEUR 1.303. Hierbei handelt es sich vollständig um kurzfristige Verbindlichkeiten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten. Ursächlich für den signifikanten Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist die erfolgsneutrale Ausbuchung einer bedingten Kaufpreisverbindlichkeit ("Earn-out") aus einem Unternehmenserwerb, da die Bedingungen für die bedingte Kaufpreiszahlung nicht erfüllt wurden. In diesem Zusammenhang wurde auch der Beteiligungsansatz des betroffenen Unternehmens erfolgsneutral gemindert.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzwachstum

EBITDA

Als Top-KPI der RegioHelden wird das annualisierte Umsatzwachstum (YoY-Wachstum) zur Unternehmenssteuerung genutzt, da die Topline den wesentlichen Treiber für den Unternehmenserfolg in der Investitions-Automatisierungs-Phase darstellt.

Für unsere interne Unternehmenssteuerung werden zudem die operativen Overheadkosten als interne Steuerungsgröße herangezogen.

Die operativen Overheadkosten (exkl. Markterweiterungskosten) entwickelten sich mit einem Wachstum von 27 % unterproportional zum Umsatzwachstum. Dies zeigt, dass die verfolgte Automatisierungsstrategie zu den gewünschten Skalierungseffekten führt.

Es existieren, bis auf den nachhaltigen Kundennutzen keine weiteren nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, welche für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und die Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind und gleichzeitig für die interne Steuerung der Gesellschaft herangezogen werden. Als Indikator für den Kundennutzen verwenden wir intern die churn rate der verlorenen Kunden. Diese befindet sich auf einem RegioHelden-Tief mit derzeit 2,4 %.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir vor dem Hintergrund der verfolgten Investitionsstrategie als stabil ein.

Unsere Umsatzentwicklung ist sehr erfreulich, die Ergebnisentwicklung auf Planungsniveau.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Konzernmutter stellt liquide Mittel in Form von Darlehen zur Verfügung, um einen reibungslosen Ablauf der Geschäfte zu gewährleisten. Somit gab es zu keiner Zeit Liquiditätsengpässe.

Trotz des negativen Jahresergebnisses, welches durch wachstumsinduzierte Investitionskosten innerhalb der Erwartungen der RegioHelden GmbH liegt, konnten wir eine sehr positive Umsatzentwicklung verzeichnen und sind für die Zukunft gut am Markt positioniert.

Zum 31. Dezember 2017 besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 16.233.917,76. Dies hat zur Folge, dass die RegioHelden GmbH buchmäßig überschuldet ist. Nach unserer Auffassung liegt trotzdem keine Überschuldung im Sinne des § 19 Insolvenzordnung vor. Wir ermitteln auf Basis unserer Liquiditätsplanung eine positive Fortführungsprognose und sind der Auffassung, dass die Zahlungsfähigkeit innerhalb des Prognosezeitraums jederzeit gegeben sein wird. Wir gehen erstmals ab 2019 von einem positiven Betriebsergebnis aus.

Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass in den folgenden Jahren weitere Kapitalerhöhungen bzw. Finanzierungsmaßnahmen durch die Mehrheitsgesellschafterin durchgeführt werden können, um im Bedarfsfall etwaige Finanzierungslücken zu schließen.

Für die Prognose der Zahlungsfähigkeit stützen wir uns insbesondere darauf, dass die RegioHelden GmbH seit dem 3. August 2015 Bestandteil der Ströer-Gruppe ist. Die Mehrheitsgesellschafterin mit einem Anteil von 90 %, die Ströer Media Deutschland GmbH, Köln, verfolgt eine klare Wachstumsstrategie für das von RegioHelden besetzte Marktsegment. Hierfür sind entsprechend hohe Investitionen für den Ausbau der Vertriebskanäle und in das Produkt- und Dienstleistungsportfolio geplant.

III. Chancen- und Risikobericht

Die wesentlichen Risiken für die zukünftige Geschäftsentwicklung sehen wir in den Bereichen Wettbewerbs-, Adressenausfall- und Preisrisiko.

Risiken für die künftige Entwicklung sehen wir in einem sich verschärfenden Wettbewerbsumfeld des derzeit noch fragmentierten Marktes "Digitale Werbung" in Deutschland durch neue Wettbewerber und konzerngetriebene Konsolidierung.

Durch die branchenbreite und stark wachsende Kundenbasis sehen wir uns in Bezug auf das Forderungsausfallrisiko als gut diversifiziert aufgestellt. Dennoch sind sich die RegioHelden des Risikos aufgrund der Fokussierung auf KMUs bewusst.

Potentiell bestehen Risiken von steigenden Preisen im Bereich des Materialeinsatzes unserer Kernprodukte.

Die zuvor beschriebenen Risiken haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist aufgrund angespannter Liquidität bedroht. Die liquiden Mittel werden uns über eine Darlehenslinie der Muttergesellschaft bereitgestellt. Diese Darlehenslinie hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019. Eine vorzeitige Kündigung durch die Mutter ist nur möglich, sofern die RegioHelden GmbH Darlehensauflagen verletzt. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit hängen davon ab, dass die Darlehenslinie weiter zur Verfügung steht und darüber die erforderlichen Zahlungsmittel bezogen werden können.

Die wesentlichen Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung sehen wir in der deutschlandweiten Marktbearbeitung, der Erweiterung der Zielgruppen sowie dem Ausbau des Produktportfolios.

Außerdem stimmt uns die verbesserte Erwartung für die Entwicklung des BIP positiv, da dies eine stabile Grundlage für unsere Unternehmensentwicklung bietet. Dieser Effekt wird noch dadurch verstärkt, dass im für uns relevanten Segment der digitalen Werbung das Wachstum überproportional ist.

Unsere treibende Rolle innerhalb der Branche wird auch in Zukunft insbesondere durch die partnerschaftliche Marktbearbeitung mit der Muttergesellschaft als größtem deutschen Werbevermarkter sichergestellt.

IV. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2018 planen wir vor allem aufgrund der Fokussierung auf profitables Wachstum, bei ungebremsten Umsatzwachstum, auch kurzfristig Profitabilitätspotenziale zu realisieren.

Insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Schwestergesellschaften, eigene Produktinnovationen und einer fortschreitenden Automatisierung in der Leistungserstellung erwarten wir für 2018 neue Zielgruppen zu erreichen sowie die Materialkosten weiter zu senken. Durch diese Faktoren sowie in Verbindung mit der Einbindung der Gesellschaft in den Ströer-Konzern gehen wir von einer verbesserten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.

Aus diesen Gründen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2018 einen steigenden Umsatz mit einer stabilen Year-over-Year-Wachstumsrate.

Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir aufgrund der Fokussierung auf Profitabilität und Wachstum ein leicht steigendes EBITDA.

Dem Trend folgend werden die operativen Overheadkosten im Verhältnis zum Umsatz durch die Fortführung der Automatisierungsstrategie im Geschäftsjahr 2018 deutlich langsamer steigen.

 

Stuttgart, den 11. Juni 2018

Die Geschäftsführung

gez. Feliks Eyser

gez. Dr. Andreas Müller-Leydig

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