TerraVolt BW eGbR
Selbe AdresseElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sascha Raschinsky seit 16.9.2025 | Prokura |
Denis Hahn seit 9.1.2024 | Geschäftsführer |
Christine Fidelia, geb. Faigle Kehrer seit 20.3.2015 | Prokura |
Peter Ernst seit 18.2.2008 | Geschäftsführer |
Josef Faigle seit 21.9.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 75.00% | |
| 20.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Quality Analysis GmbHNürtingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeines Der Jahresabschluss der Quality Analysis GmbH, Nürtingen ("Gesellschaft"), Amtsgericht Stuttgart HRB 724080, wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Die Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit einer Lizenz ergibt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 33 Jahren vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 23 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet und werden mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % (i.Vj. 1,0 %) zu Forderungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen bzw. Tageswerten bewertet. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wurde 2022 ausgeübt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Die passiven latenten Steuern werden gemäß den gesetzlichen Vorschriften des § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB passiviert. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 30,0 % (i.V. 30,0 %). Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. II. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2023 Beteiligungen i.S.v. § 271 Abs. 1 HGB an den folgenden Unternehmen:
*) Umrechnungskurs zum 31.12.2023 1 EUR = 1,0772
CHF
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr vollumfänglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern iSd § 42 (3) GmbH betragen EUR 1.005,24 (Vj.: EUR 0,00) und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Für den Ausweis in der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:
Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Deckungskapital des Versicherungsvertrages mit den Rechnungsgrundlagen der Beitragskalkulation i.S.d. § 169 Absatz 3 VVG. Verbindlichkeiten Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:
Die Aktive latente Steuer betrug zum Beginn des Geschäftsjahres TEUR 45.958,00 und verringert sich um TEUR 35.295,00 auf TEUR 10.663,00, die Passive latente Steuer erhöht sich von TEUR 30.977,00 um TEUR 26.485,00 auf TEUR 57.462,00 zum 31.12.2023. III. GuV In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 29,24 (Vj.: EUR 18,44) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 0,04 (Vj.: EUR 0,00). IV. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Finanzielle Verpflichtungen aus befristeten Leasing- und Wartungsverträgen bestehen, soweit diese nicht bilanziert sind, in Höhe von jährlich TEUR 128. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung im Berichtsjahr: Herr Josef Faigle, Technischer Betriebswirt Herr Peter Ernst, Technischer Betriebswirt Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebraucht gemacht. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 69 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:
Nürtingen, den 17. Dezember 2024 Quality Analysis GmbH, Nürtingen Die Geschäftsführung Josef Faigle, Geschäftsführer Peter Ernst, Geschäftsführer Denis Hahn, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens(gemäß § 327 HBG)
In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Quality Analysis GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Quality Analysis GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Quality Analysis GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschäden) oder Irrtürmern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtürmern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtürmern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fellbach, den 19. Dezember 2024 S+E
Wirtschaftsprüfung GmbH
Roland Engelhardt, Wirtschaftsprüfer Alexander Saiger, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023(gemäß § 327 HGB)Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023(gemäß § 327 HGB)
Lagebericht zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Ertragslage 4. Finanzlage 5. Vermögenslage 6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft 7. Finanzielle Leistungsindikatoren III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Prognosebericht IV. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Gesellschaft befasst sich als akkreditiertes Prüflabor mit Dienstleistungen im Bereich Messtechnik und Materialanalysen. Die Geschäftstätigkeit ist in die Fachbereiche Industrielle Computertomographie, Industrielle Messtechnik, Optische Messtechnik, Technische Sauberkeit, Materialographie und Chemische Analytik unterteilt. Die Umsatzerlöse werden mit Kunden weltweit erzielt. Kernmarkt ist allerdings Deutschland. Auf Grund der Lage in Baden-Württemberg kommen die Kunden zu einem großen Teil aus der Automotive-Branche. Darüber hinaus werden auch Umsätze in der Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt, Kunststoffindustrie und Elektrotechnik generiert. Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft in dem im September 2017 neu bezogenen Kompetenzzentrum für Qualitätsdienstleistungen in Nürtingen. Das Unternehmen betreibt die Tochtergesellschaft Quality Analysis AG als eigenständiges und unabhängiges Vertriebsbüro in der Schweiz. Die Gesellschaften sind an den Standorten Nürtingen, Deutschland und Brugg, Schweiz vertreten. 2. Forschung und Entwicklung Aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit betreibt die Gesellschaft keine eigene Forschung und Entwicklung, wird jedoch von der Forschung und Entwicklung ihrer Zulieferer sowie der Branchenfortentwicklung beeinflusst. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Angesichts der im Jahr 2023 weiterhin bestehenden Unsicherheiten, die sich aus geopolitischen Spannungen, einer anhaltend hohen Inflation, den noch immer volatilen Energiepreisen und einem gedämpften globalen Wirtschaftswachstum ergeben, war die wirtschaftliche Entwicklung in der EU und im Euroraum von Herausforderungen geprägt. Trotz dieser Rahmenbedingungen zeigte sich eine gewisse Resilienz der europäischen Volkswirtschaften. Die EU-Kommission prognostizierte im Herbst 2022 ein moderates Wachstum des realen BIP von 0,3 % für die EU und 0,3 % für den Euroraum im Jahr 2023 (EU-Kommission 11.11.2022). Tatsächlich wurde das BIP-Wachstum im Jahr 2023 mit 0,5 % für die EU und 0,5 % für den Euroraum festgestellt (EU-Kommission 15.2.2024). Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 maßgeblich von der Nachwirkung der Energiekrise und den Herausforderungen einer konjunkturellen Abkühlung geprägt. Zu den belastenden Faktoren zählten weiterhin hohe Energiekosten, eine anhaltend hohe Inflation sowie ein schwaches globales Nachfrageumfeld. Dennoch konnte sich die deutsche Wirtschaft durch eine fortschreitende Diversifikation der Energiequellen und eine zunehmende Umstellung auf erneuerbare Energien teilweise stabilisieren. Besonders die Dienstleistungssektoren sowie der Maschinenbau profitierten von Nachholeffekten und einer wachsenden Investitionstätigkeit in Infrastrukturprojekte. Die Wachstumsprognosen führender Wirtschaftsinstitute wurden im Verlauf des Jahres 2023 mehrfach angepasst. Das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 sank um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr (destatis 30.1.2024). Das BIP sank ebenfalls im 4. Quartal 2023 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal, was auf die anhaltenden Unsicherheiten im globalen Umfeld zurückzuführen ist (destatis 23.2.2024). Im Jahr 2023 setzte sich die hohe Inflation in Deutschland fort, wenngleich sie im Jahresverlauf etwas nachgab. Getrieben von steigenden Preisen für Dienstleistungen sowie anhaltenden Kostensteigerungen in der Energieversorgung lag die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt bei 5,9 %, was einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahreswert von 1,0 % entspricht (destatis 16.1.2024). Die Entlastung durch gesunkene Energiepreise und staatliche Unterstützungsmaßnahmen trug dazu bei, den Preisdruck auf die Verbraucher leicht zu reduzieren. Im Geschäftsjahr 2023 setzte sich der Abschwung in der Automotive-Branche fort, wenngleich auf einem stabilisierenden Niveau. Nach Angaben des Branchenverbands ACEA stiegen die Neuzulassungen in der EU im Jahr 2023 um 13,9 % auf ein Niveau von 10,5 Mio. Einheiten, was jedoch weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau liegt (ACEA 18.1.2024). In Deutschland wuchs die Zahl der Neuzulassungen um 7,3 %, wobei insbesondere Elektrofahrzeuge und Hybride weiter an Bedeutung gewannen. Vor diesem Hintergrund war das Jahr 2023 wirtschaftlich herausfordernd, jedoch geprägt von ersten Anzeichen einer schrittweisen Stabilisierung in einigen Branchen und Regionen. Die anhaltenden Bemühungen um strukturelle Reformen und Investitionen in Zukunftstechnologien könnten die Basis für eine nachhaltigere Erholung schaffen. 2. Geschäftsverlauf Das Jahr 2023 stand im Zeichen des Wachstums. Die Umsätze konnten im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht werden. Das Umsatzniveau wie vor der Corona-Pandemie wurde nun wieder erreicht. Das Rohergebnis konnte von TEUR 6.937 auf TEUR 8.076 verbessert werden. Durch die Steigerung der Umsatzerlöse um 16,8 % hat sich das Ergebnis vor Steuer von TEUR -64 auf TEUR 294 erhöht. Die Analysekapazitäten wurden weiter erhöht, durch neue Analysegeräte. Wir erwarten aus diesen Investitionen ein zukünftiges Umsatzwachstum. Der Personalstamm wurde im Laufe des Jahres weiter aufgebaut. Die Verkaufspreise stiegen im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr leicht an. Von der Wettbewerbsseite gab es wenige Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. Das Geschäftsjahr 2023 endet mit einem Jahresüberschuss von TEUR 199 nach einem Jahresfehlbetrag von TEUR 43 im Vorjahr. 3. Ertragslage Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 lagen um +16,8 % über denjenigen des Vorjahres, auf Grund der gestiegenen Nachfrage. Der Materialaufwand hat sich im Jahr 2023 um TEUR 125 (+67,4 %) erhöht. Der Personalaufwand (+11,3 %) ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Der Personalaufwand als der größte Kostenblock der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 4.671 (i.Vj. TEUR 4.198) und macht damit 57,6 % (i.Vj. 60,5 %) der Umsatzerlöse aus. Diese Steigerung ist damit zu erklären, dass Personal vorrausschauend für neue Aufgabengebiete eingestellt wurde. Die Abschreibungen haben sich durch verhaltene Investitionen von TEUR 1.081 auf TEUR 1.069 im Berichtsjahr verringert. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergaben sich durch die verbesserte Auftragslage im Geschäftsjahr 2023 Mehrausgaben bei den Reparaturen und Instandhaltungen (z.Vj. TEUR 146) und den Werbekosten (TEUR 36). Insgesamt sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 1.640 im Vorjahr auf TEUR 1.947 im Geschäftsjahr 2023 gestiegen. Der Jahresüberschuss 2023 beträgt TEUR 199 (i.Vj. Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR 43). 4. Finanzlage Die Ziele des Finanzmanagements der Gesellschaft sind die nachhaltige Sicherstellung der Liquidität sowie die Bereitstellung von ausreichenden Finanzmitteln zur Erreichung der Unternehmensziele. Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 762 (i.Vj. TEUR 303) und damit 7,6 % der Bilanzsumme (i.Vj. 3,0 %). Die flüssigen Mittel betreffen neben einem geringfügigen Kassenbestand ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten. Der Veränderung der liquiden Mittel im Geschäftsjahr 2023 um TEUR +459 (+151,5 %) resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Jahresüberschuss und des damit verbundenen höheren Zuflusses an liquiden Mitteln. Der operative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.337 (i.Vj. TEUR 480) ist weiterhin deutlich positiv. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEUR -562 (i.Vj. TEUR -857) ist im Wesentlichen durch den Zukauf neuer Analysesysteme geprägt. Daneben resultiert der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -315 (i. Vj. 41) Rückzahlung von Bankverbindlichkeiten und Aufnahme neuer Bankdarlehen. Zum 31. Dezember 2023 finanziert sich die Gesellschaft neben Eigenmitteln (36,4 %; i.Vj. 34,7 %) überwiegend aus Bankverbindlichkeiten (57,4 %; i.Vj. 60,1 %) und Lieferanten-verbindlichkeiten (2,8 %; i.Vj. 2,0 %). Die Gesellschaft war in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. 5. Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 stieg gegenüber dem 31. Dezember 2022 von TEUR 9.968 auf TEUR 10.049. Der Anstieg betrifft beim Vermögen im Wesentlichen die liquiden Mittel (TEUR +459). Auf der Finanzierungsseite reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR -229). Dagegen stieg das Eigenkapital um den im Berichtsjahr erwirtschafteten Jahresüberschuss. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen (TEUR 755) sind etwas geringer als die planmäßigen Abschreibungen, so dass das Sachanlagevermögen um TEUR 368 gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Das Finanzanlagevermögen hat sich um TEUR -106 gegenüber dem Vorjahr verringert. Die Verringerung basiert auf den Tilgungsleistungen einer Ausleihung an ein verbundenes Unternehmen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen zum 31. Dezember 2023 bei TEUR 828 (+2,2%). Diese Veränderung resultiert aus den gestiegenen Umsätzen. Die Rückstellungen verringerten sich zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 204 auf TEUR 201. Das Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2023 aufgrund des Jahresüberschusses 2023. Zum Stichtag beträgt das Eigenkapital TEUR 3.656 (i.Vj. TEUR 3.456); die sich daraus ergebende Eigenkapitalquote beträgt somit 36,4 % (i.Vj. 34,7 %). 6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft Die Gesellschaft befindet sich durch ein weiterhin positives operatives Ergebnis zum 31. Dezember 2023 in einer soliden wirtschaftlichen Lage. Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 entsprach den ursprünglichen Erwartungen der Geschäftsführung und ist damit zufriedenstellend für die Geschäftsführung. 7. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen Leistungsindikatoren stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:
III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 1.1 Risikomanagementziele und -methoden Das Risikomanagement der Quality Analysis GmbH ist eine der zentralen Aufgaben der Geschäftsführung. Dies erfolgt im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an die Geschäftsleitung. Hierbei wird neben Ergebnis- und Liquiditätskennzahlen auch über den Stand wesentlicher operativer und nicht-operativer übergreifender Maßnahmen sowie finanzbezogene Kennzahlen berichtet. Entwicklungen, die eine Gefahr für die Zielerreichung oder sogar den Fortbestand des Unternehmens darstellen könnten, werden intensiv beobachtet. Ziel ist es, möglichst frühzeitig Informationen über Risiken und die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen zu erlangen. Sind negative Abweichungen erkennbar, obliegt es der Geschäftsführung, den Turnus der Überprüfung enger zu setzen, um rasch und gezielt gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. 1.2. Risiken für eine positive Geschäftsentwicklung In den Kernabsatzmärkten der Quality Analysis GmbH (Automotive, Luft- und Raumfahrt sowie Medizintechnik) gibt es aufgrund hoher Energiekosten, Fachkräftemangel und Kostendruck, Risiken. Diese Entwicklung wird auch die zukünftigen Kundenprojekte der Quality Analysis GmbH betreffen. Seitens der Geschäftsführung der Quality Analysis GmbH wurden zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts bereits wichtige Maßnahmen zur Risikominimierung umgesetzt.. Neben der Energieeinsparung durch Optimierung der operativen Prozesse wurden neue Energiekonzepte für den geplanten Anbau entwickelt, um nur die relevantesten zu nennen. Immer mit dem Ziel, die Risiken, die gegen eine positive Geschäftsentwicklung der Quality Analysis GmbH wirken, zu minimieren. Für die Quality Analysis GmbH besteht ein gewisses Absatzrisiko auf Grund der sich im Wandel befindlichen Automobil-Industrie. Diesem Risiko wird entgegengewirkt, indem neue Branchen wie die Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt, Elektrotechnik und Kunststoffindustrie im Vertrieb fokussiert werden. Zudem wird eine weitere Spezialisierung auf die Batterietechnik und die E-Mobility gelegt. Der Markt an gut ausgebildeten und leistungsbereiten Mitarbeitern ist weiterhin hart umkämpft. Die fachliche Kompetenz der Mitarbeiter ist eine unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg der Quality Analysis GmbH. Unsere strategisch ausgerichtete Personalentwicklung bietet den Mitarbeitern attraktive Weiterbildungsmaßnahmen. Zusätzlich zur Weiterbildung der bestehenden Mitarbeiter bildet die Quality Analysis GmbH seit Jahren, eigene Fachkräfte aus. Ein mögliches Kostenrisiko durch die Beschaffungspreise für Energie in Folge des Energiewandels, ist auch für die Quality Analysis GmbH gegeben. Auf Grund von langfristigen Verträgen konnten diese Auswirkungen gemindert werden, führen allerdings in den folgenden Jahren ebenso zu Preisanpassungen der Quality Analysis GmbH wie für geleistete Dienstleistungen. Ein mögliches Finanzierungsrisiko wurde durch jahrelange und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit mehreren Bankhäusern gemindert. 1.3 Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Risikosituation der Gesellschaft Hinsichtlich der in diesem Bericht erläuterten Risiken und Zukunftsaussichten hat die Geschäftsleitung keine Risiken identifiziert, die unter Berücksichtigung der ergriffenen Maßnahmen zur Risikosteuerung zu einer dauerhaften oder wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen könnten. Die Gesamtsumme der einzelnen Risiken gefährdet nicht den Fortbestand der Quality Analysis GmbH. Allerdings sind zum heutigen Zeitpunkt die Risiken aus der Energiekrise schwer einzuschätzen. Bei sich verändernden Rahmenbedingungen könnten zum heutigen Zeitpunkt unbekannte oder als unwesentlich erachtete Risiken die Geschäftstätigkeit beeinflussen. Organisatorisch hat die Gesellschaft durch ihre Methodik des Risikomanagements die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über sich abzeichnende Veränderungen in der Risikosituation Kenntnis zu erlangen und hierauf adäquat reagieren zu können. Die Gesellschaft hat für verschiedene wirtschaftliche Entwicklungen entsprechende Szenarien vorbereitet, die seitens des Controllings kontinuierlich fortgeschrieben und mit der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung abgeglichen werden. 2. Chancenbericht 2.1. Positionierung des Unternehmens Die Entwicklungen und Herausforderungen, vor denen die Kunden der Quality Analysis GmbH, namentlich die Bereiche Automotive, die Luft- und Raumfahrt sowie die Medizintechnik, sowie Elektronikkomponenten und E-Mobility stehen, bieten der Gesellschaft zahlreiche Chancen für neue Geschäfte. Die größten Potentiale der Gesellschaft liegen in marktrelevanten Trends, die eine erhöhte Nachfrage nach Analyseleistungen bedingen können. Die Gesellschaft ist mit ihrem Leistungsangebot gut positioniert, um erfolgreich an den erwarteten Trends zu partizipieren und die sich bietenden, zusätzlichen strategischen und operativen Chancen zielführend zu nutzen. 2.2. Chancen für neue Geschäfte Im Nachfolgenden wird auf besonders hervorzuhebende Chancen für zukünftiges Wachstum der Gesellschaft eingegangen. Die chemische Analytik ist ein Geschäftsfeld, das weiter ausgebaut wird und inzwischen zum eigenständigen Fachbereich aufgebaut wurde. Durch den Ausbau des Dienstleistungsportfolios wird die Diversifikation der Quality Analysis GmbH weiter gesteigert. Dies, und der Fokus auf Cross-Selling, sind gleichzeitig die Basis, um den Dienstleistungsmarkt weiter zu durchdringen. Die Neuausrichtung des Marketings hat ermöglicht, dass die Marke "Quality Analysis" am Markt deutlich bekannter ist und leichter gefunden werden kann. Die Messepräsenz ist voll digitalisiert worden und ganzjährig erreichbar. Des Weiteren wurde nun der Fokus auf Suchmaschinenoptimierung und Auffindbarkeit im Internet gesetzt. Eine zusätzliche große Chance bieten die neuen Märkte Recycling von Batteriezellen und Ewigkeitsgiften, sowie Mikroelektronik und Leiterplatten. Neue Methoden und Systeme werden zur Analyse aktuell entwickelt und in allen Laboren eingeführt. Darüber hinaus sind wir überzeugt: Die Chancen nach der Krise sind vorhanden, wenn man das Positive für sich nutzt und auch die Krise selbst als Chance ansieht. 3. Prognosebericht Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf der Gesellschaft basieren auf Einschätzungen, welche die Geschäftsführung nach den ihr vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansieht. Da es zahlreiche Faktoren gibt, die von der Gesellschaft nicht zu beeinflussen sind, die aber auf den Erfolg der Geschäftsstrategie sowie die finanziellen Steuerungsgrößen einwirken, besteht insgesamt das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch in ihrem Ausmaß tatsächlich eintreten. 3.1 Künftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die wirtschaftliche Entwicklung wird auch im Geschäftsjahr 2024 maßgeblich durch die anhaltende Unsicherheit im globalen Umfeld beeinflusst. Zu den wichtigsten Faktoren zählen die geopolitischen Spannungen, insbesondere die Entwicklungen im Ukraine-Krieg, die weltweiten Bemühungen zur Eindämmung der Inflation sowie die Anpassungen der Wirtschaft an eine veränderte Energiepolitik. Aufgrund dieser Herausforderungen bleibt die Prognose für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung von hoher Unsicherheit geprägt. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Auch wenn die direkten Auswirkungen der Corona-Pandemie weitgehend überwunden scheinen, stellen geopolitische und wirtschaftliche Herausforderungen weiterhin bedeutende Risikofaktoren dar. Besonders der Ukraine-Krieg und seine schwer vorhersehbaren Folgen, einschließlich möglicher Eskalationen und Sanktionen, beeinflussen die globalen und nationalen Wirtschaftsaussichten. Hinzu kommen die anhaltenden Schwierigkeiten in den Lieferketten sowie die Volatilität der Energiepreise, die sowohl Unternehmen als auch Verbraucher belasten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands verzeichnete im dritten Quartal 2024 ein leichtes Wachstum von 0,1 % gegenüber dem Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt). Diese positive Entwicklung wurde vor allem durch höhere Konsumausgaben des Staates (+0,4 %) und der privaten Haushalte (+0,3 %) getragen. Allerdings gingen die Exporte von Waren und Dienstleistungen um 1,9 % zurück, was die Wachstumsdynamik erheblich dämpfte. Im Vergleich zum dritten Quartal 2023 blieb das preisbereinigte BIP nahezu unverändert (+0,1 %), preis- und kalenderbereinigt ergab sich jedoch ein Rückgang von 0,3 % (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 22. November 2024, destatis.de). Das ifo Institut hat seine Konjunkturprognosen mehrfach angepasst. Im September 2024 wurde die Wachstumsprognose für das Jahr 2024 auf 0,0 % gesenkt, nachdem zuvor ein Wachstum von 0,4 % erwartet worden war. Für 2025 revidierte das Institut die Prognose von 1,5 % auf 0,9 %. Erst für 2026 wird wieder ein Wachstum von 1,5 % prognostiziert (ifo Institut, Pressemitteilung vom 5. September 2024, ifo.de). Laut Timo Wollmershäuser, Leiter der Konjunkturabteilung des ifo Instituts, sollen insbesondere Investitionen in grüne Technologien und die zunehmende Entlastung durch sinkende Energiepreise eine positive Entwicklung fördern. Der Internationale Währungsfonds (IWF) bleibt weiterhin vorsichtig in seinen Prognosen. Im Oktober 2024 prognostizierte der IWF ein Wachstum von 0,5 % für das Jahr 2024, getrieben von einer langsamen Erholung der Konsumausgaben und anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten. Für 2025 wird ein leichtes Wachstum von 0,9 % erwartet, bevor sich die Wirtschaft 2026 moderater erholen soll, mit einer Prognose von 1,3 % (IWF, World Economic Outlook Oktober 2024, imf.org). 3.2 Ausblick auf die Geschäftsjahre 2024 und 2025 der Quality Analysis GmbH Das Geschäftsjahr 2024 ist auch bei der Quality Analysis GmbH maßgeblich von der hohen Energiekosten und dem Ukraine-Krieg beherrscht. Es wird ein Umsatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahr (ca. 19 %) erwartet. Bei den Personalkosten als größtem Kostenblock wird voraussichtlich eine Steigerung von rund 15 % im Vergleich zum Vorjahr, bedingt durch Personalneueinstellungen und den Inflationsausgleich entstehen. Aufgrund der höheren Betriebsleistung wird zudem mit einem moderaten Anstieg der übrigen Kosten gerechnet. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen können konstant gehalten werden, so dass das Geschäftsjahresergebnis vor Steuern für 2024 deutlich positiv ausfallen wird. In dem Jahr 2024 hat die Planungen für einen Erweiterungsbau, welcher in naher Zukunft fertiggestellt werden soll, begonnen. Für das Geschäftsjahr 2025 wird eine im Vergleich zu dem Geschäftsjahr 2023 sehr deutliche Erhöhung des Rohergebnisses und eine sehr deutliche Erhöhung des Ergebnisses vor Steuern erwartet. IV. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung, insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten, das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Die Forderungen bestehen im Wesentlichen gegen große Unternehmen aus den oben genannten Kernbranchen der Quality Analysis GmbH, so dass die wesentlichen Ausfallrisiken sich auf Großkunden konzentrieren. Mit Blick auf eine drohende Rezession erfolgt durch die Geschäftsführung eine kontinuierliche Beurteilung eines möglichen Ausfallsrisikos. Die Gesellschaft fakturiert ihre Umsätze ausschließlich in Euro, so dass keine Währungsrisiken bestehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben einen festen Zins, genauso wie die verzinsten Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen und nachdem keine weiteren verzinslichen Forderungen bzw. Verbindlichkeiten bestehen, wird das Zinsänderungsrisiko als gering betrachtet. Für zukünftige Investitionen könnte ein variabler Zinssatz auf Grund der gestiegenen Zinsen interessant werden. Diese würden dann einem Zinsänderungsrisiko unterstehen. Aufgrund der finanziellen Ausstattung des Unternehmens wird das Liquiditätsrisiko als gering eingeschätzt. |
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