Weingilde Besigheim GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Helmut Fischer seit 19.8.2025 | Geschäftsführer |
Uwe Friedrich Kämpfer seit 15.2.2021 | Geschäftsführer |
Marian Thorsten Kopp seit 1.4.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Württembergische Weingärtner-Zentralgenossenschaft eG | 33.33% |
| 33.33% | |
| 33.33% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Felsenkeller Besigheim GmbHHessigheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung wurde 2002 als Gemeinschaftsunternehmen der Württembergischen Weingärtner-Zentralgenossenschaft e.G., der Felsengartenkellerei Besigheim eG und der Lauffener Weingärtner eG gegründet und beschränkt sich auf den Ein- und Verkauf von Erzeugnissen aus Trauben einschließlich der hierzu erforderlichen Hilfs- und Betriebsstoffe. Die Geschäfte werden über einen Geschäftsbesorgungsvertrag durch die Felsengartenkellerei Besigheim eG abgewickelt. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für die Felsenkeller Besigheim GmbH sind die Absatz- und Umsatzentwicklung sowie der Jahresabschluss. 2. Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen bestehen nicht. 3. Ziele und Strategien Ziel des Unternehmens ist die Bündelung und Sicherstellung des Angebots gegenüber Großkunden sowie die Übernahme von Dienstleistungen zur Förderung des Gesellschaftsbetriebes der Gesellschafter, insbesondere im Bereich Marketing und Vertrieb. 4. Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, über die zu berichten wäre, waren nicht zu verzeichnen und werden in den angeschlossenen Gesellschafterbetrieben getätigt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Allgemeine Entwicklung Leichter Rückgang der Wirtschaftsleistung Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Corona-Pandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % im Jahr 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Im Jahresverlauf belasteten zusätzlich die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und des wirtschaftspolitischen Kurses in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen. Inflation hemmt den Privatkonsum Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,8 % zurück. Die Privathaushalte gaben insbesondere für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %) sowie Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-4,5 %) erheblich weniger aus. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,7 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,8 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei. Gespaltene Investitionskonjunktur Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (+3,0 % nach +4,0 %). Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 % gesunken waren, abermals nach. Alles in allem gingen von den Bruttoanlageinvestitionen kaum Impulse für das preisbereinigte Wirtschaftswachstum aus. Schwacher Außenhandel Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 1,8 % beziehungsweise 3,0 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren. Niedrigeres Finanzierungsdefizit des Staates Die staatlichen Einnahmen expandierten 2023 mehr als die Ausgaben. Befördert wurde das Einnahmenwachstum vor allem durch steigende Sozialbeiträge und höhere Verkaufserlöse, unter anderem aus Anhebungen von städtischen Gebühren und von Eintrittsgeldern für öffentliche Einrichtungen. Stärkste Treiber des Ausgabenwachstums waren Anpassungen bei den Renten und Pensionen sowie höhere Zinsaufwendungen. Inflationsrate nach Höchststand etwas gesunken Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. Quelle: DRV Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023 Branchenentwicklung Die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) schätzt die weltweite Weinproduktion (ohne Saft und Most) für das Jahr 2023 auf ca. 244,1 Mio. hl. Die Erntemenge liegt damit 7 % unter Vorjahresniveau und ist damit die kleinste der letzten Jahre. Die Schätzung ist allerdings mit Vorsicht zu betrachten, da von einigen großen Weinbaunationen wie etwa China keine validen Daten vorliegen. Innerhalb der Europäischen Union (EU) wird von einer deutlich geringeren Erzeugungsmenge ausgegangen. Beim Weinbau in der nördlichen Hemisphäre (EU) waren in diesem Jahr sehr unterschiedliche Witterungsbedingungen zu verzeichnen. Es gab großflächige Schäden durch falschen Mehltau aufgrund eines nassen Frühjahres - teilweise mit Überflutungen - aber auch übermäßige Hitze und Trockenheit im Sommer, die zu Ertragsrückgängen oder zu flächigem Auftreten von Oidium führte. Die EU-Weinproduktion wird von der OIV auf 150 Mio. hl (ohne Saft und Most) geschätzt. Dies entspricht 61 % der weltweiten Weinproduktion. Im Vergleich zum Vorjahr ging das Produktionsvolumen um 11,2 Mio. hl (-7 %) zurück. Durch sehr diverse Witterungsbedingungen geht die OIV von einer sehr heterogenen Situation in den verschiedenen EU-Ländern aus. Insbesondere Spanien (-14 %; 30,7 Mio. hl) und Italien (-12 %; 30,7 Mio. hl) erwarten Rückgänge aufgrund von Trockenheit und Ernteausfällen durch Befall von falschem Mehltau infolge eines nassen Frühjahrs. Frankreich wird dagegen wieder zum weltweit größten Weinerzeuger mit einer Erntemenge, die mit 45,8 Mio. hl knapp über dem 5-Jahres-Schnitt liegen dürfte. Die Ertragssituation in den einzelnen Weinbauregionen Frankreichs fiel aber sehr unterschiedlich aus, da beispielsweise Bordeaux ebenfalls mit falschem Mehltau zu kämpfen hatte. Das Statistische Bundesamt (Destatis) geht in seiner Schätzung von Oktober 2023 von einer deutschen Weinmosternte von 9,25 Mio. hl aus. Diese Schätzung liegt deutlich unter den ersten Prognosen, die aufgrund eines guten Behanges erstellt wurden. Die Schätzung wurde vor dem Hintergrund der warmen Witterung im September, die zu einer starken Verdunstung des Wassers in den Beeren führte, und Hagelereignissen in Rheinhessen nach unten korrigiert. Das Weinjahr 2023 stellte die Winzer und Weingärtner nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) durch die gleichzeitige Reife vieler Sorten sowie dem hohen Selektionsbedarf vor große Herausforderungen. Zu den Gewinnern des Jahrgangs zählen die traditionellen Rebsorten Riesling und Silvaner sowie die internationalen Rotweinsorten. Insgesamt werden die Jungweine als fruchtbetont und frisch beschrieben. Das Ertragsniveau der einzelnen Betriebe ist bedingt durch die lokal sehr unterschiedliche Niederschlagsverteilung sehr heterogen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagerten zum Stichtag am 31. Juli 2023 mit 12,1 Mio. hl rund 8,3 % mehr Wein und Schaumwein in den hiesigen Kellern als im Vorjahr. Im Vergleich zum langjährigen Mittel, ist das Ergebnis um 2,4 % höher ausgefallen. Laut Statistischem Bundesamt lagerten 51 % des gesamten Weinvorrates in den Kellern und Lagerräumen der Weinbaubetriebe, Winzergenossenschaften und weinverarbeitenden Betriebe. Die Unternehmen des Großhandels wiesen die anderen 49 % der Weinbestände nach. Die Weine stammten zu 96 % aus den Mitgliedstaaten der EU, wobei Weißwein 63 % und Rotwein 37 % der Bestände ausmachten. 65 % der Weine trugen eine geschützte Ursprungsbezeichnung (entspricht den Qualitäts- und Prädikatsweinen in Deutschland). Im Jahr 2023, so das DWI, ist der inländische Weinkonsum gesunken. Insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel, der traditionell die mengenmäßig größte Rolle im Weinabsatz spielt, kämpft mit Absatz- und Umsatzrückgängen. Die Rückgänge im deutschen Markt können von Zuwächsen im Export sowie im Onlinehandel jedoch nicht kompensiert werden. Dies bedeutet, dass die Marktlage sehr angespannt ist. Durch die Inflation aufgrund des Krieges in der Ukraine kaufen die Kunden preissensibler ein, weswegen es laut DWI zu einem Mengenzuwachs von ausländischen Weinen im Preiseinstiegsbereich kam. Die gestiegenen Produktionskosten verschärfen die prekäre wirtschaftliche Situation vieler Betriebe zusätzlich. Aktuell beträgt der absatzbezogene Marktanteil deutscher Weine im Inland 41 %. 2. Geschäftsverlauf Absatz- und Umsatzentwicklung a) Absatzentwicklung Der Absatz sank im Vorjahresvergleich um 28,45 % bzw. rund 3.806 TLiter auf insgesamt 8.966.TLiter (Vj. 12.771 TLiter). Die stark rückläufige Entwicklung ist ausgeprägter als der Branchentrend und maßgeblich auf die eingeschränkte Belieferung eines Kunden zurückzuführen. b) Umsatzentwicklung Der Gesamtumsatz betrug im Geschäftsjahr 2023 20.521 TEUR (Vj. 29.502 TEUR). Dies entspricht einem Minus von 8.981 TEUR bzw. 30,44 %. Die Umsatzentwicklung folgt damit der Absatzentwicklung. Entwicklung des Geschäftsergebnisses Lagerwirtschaft Die Lagerung der Weine erfolgt in den Lagern der liefernden Genossenschaften und in den Lagern der Gesellschafter. Personal- und Sozialbereich Die Geschäfte werden über einen Geschäftsbesorgungsvertrag durch die Felsengartenkellerei Besigheim e.G. abgewickelt. Vereinzelt sind Arbeitnehmer(innen) als geringfügig Beschäftigte angestellt. Umweltbelange Den Belangen des Umweltschutzes wird durch die Nutzung der Ressourcen der angeschlossenen Gesellschafterbetriebe Rechnung getragen. Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Die Entwicklung der Tochtergesellschaft Römerkeller Besigheim GmbH war ebenfalls stark rückläufig. Die Umsätze fielen von 509 TEUR in 2022 auf 205 TEUR im Jahr 2023. Am Jahresende verblieb ein Jahresergebnis von -2 TEUR, welches gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag durch die Felsenkeller Besigheim GmbH auszugleichen und in deren Ergebnis enthalten ist. Beurteilung der Entwicklung durch die Geschäftsführung Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist stabil. Vermögens- und Finanzlage sind geordnet, die Ertragslage hat sich verbessert. Die Absatz- und Umsatzentwicklung hingegen beurteilen wir im Vergleich zur Branchenentwicklung als unbefriedigend. 3. Lage a) Ertragslage Das Jahresergebnis hat sich wie folgt entwickelt:
Die Ertragslage und das Jahresergebnis waren im Geschäftsjahr 2023 trotz der stark rückläufigen Absatz- und Umsatzentwicklung positiv. Das Rohergebnis liegt erheblich unter den prognostizierten Planzahlen und deutlich unter den Werten des Geschäftsjahres 2022. Ursächlich für das verminderte Rohergebnis sind die rückläufigen Umsätze und der verringerte Materialaufwand. Der Sachaufwand wurde vorsichtig geplant und konnte im Vergleich zur Planungsrechnung reduziert werden und hat damit zum positiven Jahresergebnis beigetragen. Kostenreduzierungen konnten im Bereich Kommissionierung und Versand erzielt werden. Der Jahresüberschuss von 105 TEUR lag rund 25 TEUR über dem Vorjahrergebnis. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere das neutrale Ergebnis und dass die Kostensteigerung nicht im erwarteten Maße eingetroffen ist. b) Vermögens- und Finanzlage
Durch eine Reduzierung des Working Capitals sank die Bilanzsumme um 4,6 Mio. EUR auf 7,9 Mio. EUR. Entsprechend steigt der Anteil des Eigenkapitals deutlich um über 1 Mio. EUR an. Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 87,1 % (Vorjahr 74,5 %) veränderte sich merklich zum Vorjahr. Ursächlich für den Rückgang des Vorratsvermögens war der um 33 % reduzierte Lagerbestand. Die Forderungen aus L.uL. reduzierten sich um 26 % und entsprechen dem Trend der Umsatzentwicklung. Bankverbindlichkeiten bestanden im Geschäftsjahr keine und die Zahlungsfähigkeit war ganzjährig gut gegeben. III. Nachtragsbericht Es wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen. Anfang 2024 wurde die Liquidation der Römerkeller Besigheim GmbH beantragt. IV. Prognose-, Chancen und Risikobericht 1. Prognosebericht Die zunehmenden weltweiten Konflikte belasten nicht nur die Konsumlaune der Verbraucher, sondern schränken deren Kaufkraft infolge der nach wie vor hohen Verbraucherpreise stark ein. Vor diesem Hintergrund halten die Absatzschwierigkeiten beim Genussmittel Wein und Schaumwein an oder verschärfen sich sogar. Dabei ist der Rückgang im Weinkonsum sowohl national als auch international zu verzeichnen. Der Lebensmitteleinzelhandel und der Discount sind hiervon ebenfalls betroffen. Darüber hinaus wird die Weinbranche mit weiteren Herausforderungen, wie angestiegenen Produktionskosten, konfrontiert. Eine kurzfristige Verbesserung der angespannten wirtschaftlichen Lage ist nicht ersichtlich. In Anbetracht dessen rechnet die Geschäftsführung mit einer stark rückläufigen Absatz- und Umsatzentwicklung in Höhe von etwa 20 %. Bedingt durch die hohen Rohstoffkosten wird mit einem höheren Sachaufwand gerechnet, soweit keine Alternativen gefunden werden. Vor diesem Hintergrund ist das erklärte Ziel ein ausgeglichenes Jahresergebnis, wobei auch ein Verlust in Höhe von bis zu 50.000 EUR nicht auszuschließen ist. 2. Risikobericht Es finden regelmäßige Sitzungen von Aufsichtsrat und Geschäftsführung statt. Die Geschäftsführung berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die Risikolage der Gesellschaft. Die Berichterstattung wird dokumentiert. Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat die Geschäftsführung der Felsenkeller Besigheim GmbH ein Risikomanagementsystem eingerichtet, um bestandsgefährdende und entwicklungsbeeinträchtigende Risiken frühzeitig zu erkennen und den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Dieses besteht aus einer Risikoinventur, bei der die potenziellen Risiken an Hand der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Gefährdungspotenzial gewichtet werden. Ziel des Risikomanagements ist die Minimierung der aus dem Geschäftsbetrieb entstehenden Risiken. Hierzu werden, soweit wirtschaftlich sinnvoll, die entsprechenden Risiken versichert. Durch entsprechende Maßnahmen wird die Einhaltung der Qualitätsanforderungen überwacht und sichergestellt. Die Nachfrage nach Wein ist sehr preiselastisch und beeinflusst maßgeblich die Absatz- und Umsatzentwicklung. Sie unterliegt vor allem den Einflüssen des Wettbewerbs aber auch gesetzlichen Regularien, wie beispielsweise einer möglichen Bezifferung der Weinsteuer, was im Risikomanagementsystem ebenfalls berücksichtigt wird. Dem absatz- und beschaffungsseitigen Preisrisiko wird durch den Abschluss von Kontrakten Rechnung getragen. Das Adressausfallrisiko ist durch eine Kreditversicherung abgesichert. Auftretende Zahlungsstromschwankungen und Liquiditätsrisiken werden auf der Basis einer sehr detaillierten Planungsrechnung kontinuierlich überwacht und sehr frühzeitig erkannt. Die Steuerung und Sicherung der Liquidität erfolgt darüber hinaus durch den finanziellen Rückhalt der Gesellschafter. Die Folgen des im Februar 2022 ausgebrochenen Krieges in der Ukraine führen weiterhin zu einer sehr angespannten Weltwirtschaftslage, die durch den Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikt verschärft wird. Der wirtschaftspolitische Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichtes im November 2023 und der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise schränken den privaten Konsum deutlich ein. Eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, verursacht durch mögliche weitere politische Konflikte oder Einschränkungen im Personen- und Warenverkehr, sind auch künftig nicht auszuschließen. Die Tatsache, dass die gesamten Mengen ausschließlich über den Absatzkanal der Discounter vermarktet werden, birgt ein erhöhtes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft in sich. Nach den vorliegenden Erkenntnissen des Risikomanagementsystems bestehen derzeit keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Für die am Bilanzstichtag bestehenden Risiken wurde ausreichend Vorsorge getroffen. Bereits vor den weltweiten Spannungen lagen die Rohstoff- und Energiepreise auf einem hohen Niveau. Eine weitere Eskalation bzw. Verknappung des Angebotes kann kurz- bis mittelfristig zu einer Steigerung des Materialaufwandes führen, der nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden kann. 3. Chancenbericht Die Chancen liegen in der Bündelung der Angebote und in der Bereitstellung adäquater Liefermengen für Großabnehmer, insbesondere durch einen Ausgleich möglicher regionaler Ernteschwankungen. Letzteres gewinnt vor dem Hintergrund der Klimaveränderungen zunehmend an Bedeutung. Der überwiegende Teil des Weinkonsums in Deutschland wird nach wie vor über den Lebensmitteleinzelhandel gedeckt. Die Chancen der Felsenkeller Besigheim GmbH liegen in der Bündelung der Weinmengen, die die ganzjährige Verfügbarkeit der nachgefragen Absatzmengen sicherstellt. Wie bei allen landwirtschaftlichen Produkente ist insbesondere das Ernterisiko entscheidend für den weiteren Erfolg der Gesellschaft. Durch eine unterdurchschnittliche Ernte in Württemberg können Marktanteile verloren gehen, allerdings kann dies auch umgekehrt in anderen Regionen auftreten und damit eine Chance sein, um Marktanteile hinzuzugewinnen. 4. Gesamtwürdigung der Chancen und Risiken Die dargestellten Risiken und Chancen sieht das Management der Felsenkeller Besigheim GmbH als realistisch und beherrschbar an. Die Führungskräfte sind der Auffassung, dass die Chancen und Risiken aufgrund des Geschäftsmodells im Hinblick auf die Zielerreichung augewogen sind.
Hessigheim, den 12. Juni 2024 Hans-Georg Schiller Uwe Kämpfer Marian Kopp BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 der Felsenkeller Besigheim GmbH, Amtsgericht Stuttgart, HRB Nr.: 302086, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes erstellt. Der Sitz der Gesellschaft ist Hessigheim. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Bilanz ist in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die im Geschäftsjahr keinen Betrag ausweisen, haben wir gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 und 288 HGB i.V. mit § 267 HGB teilweise Gebrauch gemacht. In der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Beim Ansatz der Herstellungskosten sind anteilige Verwaltungs- und Sozialkosten nicht einbezogen worden. Soweit notwendig, wurden Abwertungen auf den niedrigeren Zeitwert vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet. Für zweifelhaft einbringliche Forderungen wurden vorsorglich Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Daneben wurde für das allgemeine Kreditrisiko eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Passive Steuerlatenzen bestehen nicht. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. BILANZ Angaben zu Unternehmen, soweit es sich um Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB handelt:
Am 14. Dezember 2021 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Muttergesellschaft Felsenkeller Besigheim GmbH (Organträger) und der Römerkeller Besigheim GmbH (Organgesellschaft) abgeschlossen. Die Eintragung erfolgte nach dem Bilanzstichtag am 14. Januar 2022 und ist damit für das Geschäftsjahr 2023 wirksam. Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von - 1.726,71 Euro wird vollständig von der Organträgerin ausgeglichen. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auch Forderungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 15.559,25) enthalten, die auch Forderungen gegenüber Gesellschaftern darstellen. Daneben bestehen gegenüber der Organgesellschaft Forderungen in Höhe von EUR 12.807,59 (Vorjahr EUR 286.817,00). Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In den Sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Prüfungskosten enthalten. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich in voller Höhe um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit:
Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit über 5 Jahren liegen nicht vor. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Umsatzerlöse betreffen überwiegend inländische Weinverkäufe. D. Sonstige Angaben Es bestehen keine, nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind. Zur Verwendung des Ergebnisses wird folgender Vorschlag gemacht: Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinnvortrag von 826.105,29 EUR sowie den Jahresüberschuss von 105.281,81 EUR in Höhe von insgesamt 931.387,10 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Es bestehen keine, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestanden ebenfalls keine. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 6,5 kaufmännische Arbeitnehmer in Teilzeit. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetroffen sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, bestehen nicht. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans: Hans-Georg Schiller - Geschäftsführer der Felsengartenkellerei Besigheim eG Marian Kopp - Geschäftsführender Vorstand der Lauffener Weingärtner eG Uwe Kämpfer - Hauptamtliches Vorstandsmitglied der Württembergischen Weingärtner - Zentralgenossenschaft e.G. Mitglieder des Aufsichtsrats: Wolfgang Ziegelbauer - Vorsitzender - Hauptamtliches Vorstandsmitglied der Württembergischen Weingärtner - Zentralgenossenschaft e.G. Dietrich Rembold - stellv. Vorsitzender - Weinbautechniker (nebenberufliches Vorstandsmitglied der Lauffener Weingärtner eG) Eberhard Wolf - Hauptamtliches Vorstandsmitglied der Felsengartenkellerei Besigheim eG Bernhard Idler - Hauptamtliches Vorstandsmitglied der Württembergischen Weingärtner - Zentralgenossenschaft e.G. Bernhard Schmid - Dipl. Ing. (FH), Winzer (ehrenamtlicher Aufsichtsratsvorsitzender der Lauffener Weingärtner eG) Heike Ruck - Angestellte (ehrenamtliche Aufsichtsratsvorsitzende der Felsengartenkellerei Besigheim eG) Die Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB wurden gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Ebenso wurden die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB gemäß § 288 Abs. 2 S. 2 HGB nicht aufgeführt. Gegenüber Mitglieder der Geschäftsführung bestehen keine Forderungen.
Hessigheim, den 12.06.2024 Felsenkeller Besigheim GmbH Die Geschäftsführung Uwe Kämpfer Marian Kopp Hans-Georg Schiller Dieser Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 24. Juli 2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen. Entwicklung des Anlagevermögens (in EUR)
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Felsenkeller Besigheim GmbH, Hessigheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Felsenkeller Besigheim GmbH bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Felsenkeller Besigheim GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 24. Juni 2024 Audit GmbH Karlsruhe Stuttgart Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Christoph Rimpp, Wirtschaftsprüfer Thomas Eimers, Wirtschaftsprüfer |
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