Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Reisemobile-MKK GmbH
An der Westspange 2, 63571 Gelnhausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henning Wagner seit 16.1.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Reisemobile-MKK GmbHGelnhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Geschäftsmodell des UnternehmensDie Reisemobile-MKK GmbH hat ihren Sitz in Gelnhausen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hanau unter HRB 96337 eingetragen und wird nachfolgend auch "Reisemobile-MKK" genannt. Die Reisemobile-MKK GmbH arbeitet in drei Leistungsbereichen: - An- und Verkauf von neuen und gebrauchten Reisemobilen (Reisemobilcenter) - Vermietung von Reisemobilen sowie Reisemobil-Serviceleistungen (Zubehör, Reparatur, Service inkl. Teileverkauf etc.) - Sonstige Dienstleistungen (u.a. Vermittlung von Finanzierungen, etc.) Der Handel mit Reisemobilen hat sich in den letzten Jahren zu unserem Kerngeschäft entwickelt. Die Reisemobile-MKK GmbH vertreibt u. a. die Marken Bürstner und Sunlight aber auch mittlerweile viele weitere gängige Marken im Segment der gebrauchten Reisemobile und Caravans. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenEntwicklung der Weltwirtschaft und des Euroraums Trotz widriger Umstände - Kriege, steigende Inflation und der stärkste Zinsanstieg seit 40 Jahren - hat die Weltwirtschaft 2023 keinen signifikanten Abschwung erlebt. Das Wachstum hat sich lediglich verlangsamt. Die Erholung der Weltwirtschaft nach der COVID-19-Pandemie und der russischen Invasion in der Ukraine verläuft langsam und uneinheitlich. Trotz der anfänglichen wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit zu Beginn des Jahres, mit einer leichten Erholung der Konjunktur und Fortschritten bei der Senkung der Inflation von den Höchstständen des letzten Jahres, liegt die wirtschaftliche Aktivität immer noch unter dem Niveau vor der Pandemie. Mehrere Faktoren bremsen die Erholung. Einige spiegeln die langfristigen Auswirkungen der Pandemie, des Krieges in der Ukraine und der zunehmenden geoökonomischen Fragmentierung wieder. Andere sind zyklischer Natur, darunter die Auswirkungen der zur Inflationsbekämpfung notwendigen Straffung der Geldpolitik, die Rücknahme der fiskalischen Unterstützung bei hoher Verschuldung und extreme Wetterereignisse. Laut dem World Economic Outlook (WEO) des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird sich das globale Wachstum bis 2023 auf 3,1% verlangsamen. Die Gesamtinflation verlangsamt sich weiter auf 6,8% im Jahr 2023 (Vorjahr: 9,2%).1 2 Laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euroraum und in der Europäischen Union um jeweils 0,5%.3 Entwicklung in Deutschland Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 in Deutschland um -0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt belief sich der Rückgang der Wirtschaftsleistung auf -0,1%. 2023 stagnierte die Wirtschaft in einem weiterhin von Krisen geprägten Umfeld. Das anhaltend hohe Preisniveau auf allen Wirtschaftsstufen wirkte sich dämpfend auf die Konjunktur aus. Erschwerend kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund gestiegener Zinsen und eine schwächere Nachfrage aus dem In- und Ausland hinzu. Auch der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8% gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5%). Dies ist vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen.4 Die Inflationsrate bleibt laut Statistischen Bundesamt auch im Jahr 2023 mit 5,9% (Vorjahr: 6,9%) auf hohem Niveau, liegt aber unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022.5 Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin startete im Januar 2023 mit 95,4 Punkten und lag im April mit 101,5 Punkten erstmals wieder über der 100-Punkte-Marke. Danach rutschte es bis zum Jahresende deutlich darunter und bewegte sich in einem Korridor von 85,3 - 91 Punkten. Ein Wert unter 100 Punkten bedeutet ein unterdurchschnittliches wirtschaftliches Wachstum. Die Kaufkraftverluste durch die hohe Inflation in den Jahren 2022 und 2023 belasten weiterhin die privaten Haushalte und damit den für die deutsche Wirtschaft wichtigen Konsum.6 Die Wirtschaftsleistung wurde gemäß dem Statistischen Bundesamt im Jahresdurchschnitt 2023 von 45,9 Millionen Erwerbstätigen (Vorjahr: 45,6 Mio.) erbracht. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte damit einen neuen historischen Höchststand, nachdem bereits im Jahr 2022 der vormalige Höchstwert aus dem Jahr 2019 überschritten worden war.7 Die Arbeitslosenquote in Deutschland wird nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Jahresdurchschnitt 2023 bei rund 5,7% (Vorjahr: 5,3%) liegen. Entwicklung der Branche Mit 68.469 neu zugelassenen Reisemobilen (+3 %) war eine moderate Steigerung zu verzeichnen. Bei den Caravans lagen die Neuzulassungen mit 21.896 (-10,5 %) deutlich unter Vorjahresniveau.8. Im Jahr 2024 zeigt sich der Markt robust. In den ersten 10 Monaten des Jahres 2024 wurden mit 67.801 (+10,6 %) Reisemobilen und 19.807 (-1,8 %) Caravans im Vergleich zum Vorjahr neu zugelassen.9 2. GeschäftsverlaufIm Geschäftsjahr 2023 wurde der im Vorjahr erweiterte Vermietungs- und Servicebereich sehr gut von den Kunden angenommen. Die Vermietungsumsätze konnten deutlich gesteuert werden. Durch die rechtzeitige Aufstockung der Personaldecke konnten sowohl der Fahrzeugverkauf als auch die weiteren Leistungsbereiche ausgebaut werden. Die vorausschauende Einkaufspolitik trug ihr Übriges zu einem erfolgreichen Jahr bei. Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Die Umsatzsteigerung betrifft alle Leistungsbereiche. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Aufgrund der deutlichen Erhöhung des Fahrzeugbestandes musste die Einkaufsfinanzierung weiter aufgestockt werden. Weiterhin bleibt der überwiegende Teil des Fahrzeugbestandes durch Eigenkapital finanziert. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr keine neuen Bankkredite aufgenommen. Neben langfristig abgeschlossenen Mietverträgen für die bisherigen und neuen Räumlichkeiten sind wir weitere Leasingverpflichtungen nur von untergeordneter Bedeutung eingegangen. Personal- und Sozialbereich Zum Ende des Geschäftsjahres gehörten 43 Mitarbeiter (Vorjahr 33 Mitarbeiter), einschließlich des Geschäftsführers sowie der zu ihrer Ausbildung beschäftigten Personen, zur Belegschaft unseres Unternehmens. In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz, z. B. Unfallschutz, Berufsunfälle u. ä., haben sich im Geschäftsjahr keine besonderen Vorkommnisse ergeben. 3. Darstellung der Lage3.1 Ertragslage Die Ertragslage kann im Jahr 2023 weiterhin als sehr gut bezeichnet werden. Das Rohergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 % auf 9.691 TEUR. Die Rohertragsquote in Höhe von 12,8 %, bezogen auf die Gesamtleistung, hat sich gegenüber dem Vorjahr (15,2 %) leicht verringert. Dies ist im Wesentlichen auf den gegenüber Vorjahr stärker gestiegenen Materialaufwand zurückzuführen. Der Personalstamm wurde von durchschnittlich 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 2022 auf durchschnittlich 41 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 2023 angehoben. Dabei ist der Personalaufwand um 729 TEUR angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 1.163 TEUR auf 1.663 TEUR gestiegen. Die Raumkosten für die Anmietung der neuen Gebäude für Vermietung, Service und der neuen Stellflächen sind um 222 TEUR gestiegen. Die Fremdleistungen für den Vermietungsbereich sowie die Aufwendungen für Vermarktung und Werbung sind um 121 TEUR gestiegen. Wie in Vorjahren auch bilden die Raumkosten mit einem nahezu unveränderten Anteil am gesamten sonstigen betrieblichen Aufwand in Höhe von rund 47 % den größten Aufwandsblock. 3.2 Finanzlage Die Eigenkapitalquote unseres Unternehmens ist gegenüber dem Vorjahr auf rund 56% (Vorjahr 66%) gesunken. Zur Finanzierung des deutlich erhöhten Vorratsvermögens wurden Händlereinkaufsfinanzierungen in Höhe von 7.429 TEUR (Vorjahr: 2.923 TEUR) in Anspruch genommen. Die Lieferantenverbindlichkeiten sind um 60 TEUR auf 563 TEUR gesunken. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 2.222 TEUR von 368 TEUR auf 2.590 TEUR gestiegen. Wie in den Vorjahren bilden die Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben mit einem Anteil an den gesamten sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 94 % (Vorjahr: 77 %) den größten Anteil. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets - i. d. R. unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen - durch schnelle Zahlung erfüllt. Die Zahlungsfähigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben. 3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme ist auf EUR 26,85 Mio. (Vorjahr: EUR 18,46 Mio.) gestiegen. Grund hierfür sind im Wesentlichen die höheren Warenbestände an Fahrzeugen zum Jahresende (+4.281 TEUR) und der erhöhte Bestand an liquiden Mitteln (+2.012 TEUR). Die Anteile der Vorräte und der Forderungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände an der Bilanzsumme betragen rund 81 % (Vorjahr: 88 %) und prägen damit das Bilanzbild unseres Unternehmens. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden wie im Vorjahr Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von 80 TEUR (Vorjahr 3 TEUR) sowie in Höhe von 2.382 TEUR (Vorjahr: 1.901 TEUR) gegen ein Unternehmen des Gesellschafters ausgewiesen. Zum Ende des Berichtsjahres beträgt der Anteil der flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) 11,5 % (Vorjahr 5,9 %) der Bilanzsumme. Die Gesellschaft verfügte über das gesamte Jahr 2023 über ausreichende Liquidität. 4. Finanzielle LeistungsindikatorenDie interne Unternehmenssteuerung erfolgt unterjährig anhand von Kennzahlen aus den Monatsabschlüssen. Neben der Deckungsbeitragsanalyse der einzelnen Geschäftsbereiche werden auch der Auftragseingang, die Auslieferungen sowie die Fahrzeugbestände analysiert und erforderliche Maßnahmen eingeleitet. Als finanzielle Leistungsindikatoren nutzt die Geschäftsführung zudem die Entwicklung betrieblicher Indikatoren wie Rohertragsmarge, EBIT sowie die Eigenkapitalrentabilität bezogen auf das EBIT. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug das EBIT EUR 5,0 Mio. (Vorjahr: EUR 6,1 Mio.), die Eigenkapitalrentabilität bezogen auf das EBIT rund 33 % (Vorjahr: rund 50 %). Nach der Berücksichtigung von Ertragsteuern in Höhe von EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,0 Mio.) wird schließlich ein Jahresüberschuss von EUR 3,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,0 Mio.) ausgewiesen. 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageIm Geschäftsjahr 2023 gab es neben dem weiteren Ausbau der Leistungsbereiche Vermietung und Werkstatt keine wesentlichen Veränderungen im Kerngeschäft der Gesellschaft. Die Gesellschaft beurteilt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens insgesamt als sehr gut. III. PrognoseberichtBei den hier getroffenen Aussagen zur Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des Unternehmens handelt es sich um zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse können demnach wesentlich (sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht) von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung in den Hauptmärkten und der Branche Trotz der hohen Inflation der letzten beiden Jahre und der notwendigen geldpolitischen Straffung hat sich die Weltwirtschaft als erstaunlich widerstandsfähig erwiesen, steht aber auch 2024 vor zahlreichen Herausforderungen. Die politische und wirtschaftliche Ausrichtung der USA nach den Wahlen wird von Bedeutung sein. Zudem bleiben die geopolitischen Spannungen ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor und haben sich durch die Verschärfung des Konflikts im Nahen Osten weiter verschärft. Die Bedrohung der Schifffahrt im Roten Meer führt zu steigenden Frachtkosten und längeren Lieferzeiten. Bei einer Eskalation besteht die Gefahr, dass diese Faktoren zu einem weiteren Anstieg der Güterpreise führen und den erwarteten wirtschaftlichen Aufschwung gefährden. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prognostiziert in ihrem aktuellen Interim Economic Outlook ein globales Wachstum von durchschnittlich 2,9% im Jahr 2024. Die Gesamtinflation in den G20-Staaten soll laut OECD von 6,6% im Jahr 2024 auf 3,8% im Jahr 2025 sinken.10 Für Deutschland haben sich vorsichtige Erholungssignale, die vor einigen Monaten auszumachen waren, nicht verfestigt. Mittlerweile zeichnet sich ab, dass die Wirtschaftsleistung vorerst weiter stagnieren wird. Für das laufende Jahr 2024 rechnet das Kieler Institut für Weltwirtschaft mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 0,1% und für das kommende Jahr 2025 mit einem Wachstum von 0,5%. Die Inflation ist 2024 bisher weiter zurückgegangen und es wird mit einer Inflationsrate für die Jahre 2024 und 2025 um 2% gerechnet.11 Branchenspezifische Rahmenbedingungen Auch im Jahr 2024 zeigt sich der Markt robust. In den ersten 10 Monaten des Jahres 2024 wurden mit 67.801 Reisemobilen (Vorjahr 61.330) und 19.807 Caravans (Vorjahr 20.175) im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nochmal mehr Einheiten neu zugelassen.12 Allerdings zeichnen sich bereits Branchenübergreifende Probleme wie Überkapazitäten und Kurzarbeit bei den Herstellern sowie Überbestände bei einigen Händlern ab. Wirtschaftliche Prognose für das Jahr 2024 Die Nachfrage nach Freizeitfahrzeugen bleibt stabil. Die Reisemobile-MKK rechnet für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz zwischen EUR 70 Mio. und EUR 80 Mio. sowie mit einem Ergebnis, das mit dem Geschäftsjahr 2023 vergleichbar ist. IV. Chancen- und RisikoberichtWir sind gesetzlich verpflichtet auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen. Die Gesellschaft sieht sich im Wesentlichen den nachfolgenden Risiken ausgesetzt: Die weltweiten Krisen und politische Unsicherheiten werden sich als größte Herausforderungen der nächsten Jahre darstellen. Die steigenden Preise der Reisemobile, das steigende Zinsniveau sowie die inflationsbedingt sinkende Kaufkraft wird ab dem Jahre 2025 auf der Nachfrageseite spürbar sein. Zudem sitzen viele Händler auf vollen Lagern, die sie unter Eindruck der Lieferschwierigkeiten nach Corona gefüllt haben. Gleichzeitig kommen viele Gebrauchtfahrzeuge auf den Markt, was das Neugeschäft bereits jetzt schon belastet. Das Bestandsmanagement ist eine große Herausforderung. Chancen ergeben sich im Jahre 2025 für preisgünstige Zukäufe von Fahrzeugen und weiterhin aus der gesamtwirtschaftlichen Tendenz für den Vermietungsbereich. Das Preisniveau bei Hotels und Restaurants steigt in weit höherem Maße als die Kosten für Wohnmobilvermietung, Stellplatzgebühren und Treibstoff. Ertragsorientierte Chancen und Risiken Die langfristigen Auswirkungen des Ukraine-Krieges, der Auseinandersetzungen im Nahen Osten, der Energiekrise, sowie der Einfluss der US-Wahl könnten schwerwiegender sein, als prognostiziert. Caravans, Wohnmobile und Campingbusse stellen Luxusprodukte dar, deren Absatz bei einem Konjunktureinbruch, steigender Arbeitslosenzahl und negativen Zukunftserwartungen regelmäßig einbricht. Wie bisher gilt es flexibel und beweglich zu bleiben und auf sich verändernde Rahmenbedingungen schnell zu reagieren. Aufgrund unserer hervorragenden Kapitaldecke, vorausschauender Einkaufspolitik und unserem agilen Team sehen wir uns für die bevorstehenden Herausforderungen besten gewappnet. Kundenrisiken Auf der Absatzseite ist unser Geschäft stark fragmentiert. Es besteht keine Abhängigkeit von einzelnen Kunden. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund unserer sehr hohen Eigenfinanzierung sehen wir derzeit keine Risiken aus dem stetig steigenden Zinsniveau. Dennoch gilt es hier wachsam zu bleiben. Bezüglich Neubestellungen bei den Herstellern ist weiterhin Zurückhaltung angesagt. Der Gebrauchtwagenmarkt bietet hier kurzfristige Chancen. Um die Liquidität sicherzustellen, werden die Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert. Personelle Risiken Das Geschäft der Reisemobile-MKK ist abhängig von einem breiten, gut qualifizierten Mitarbeiterstamm. Der generelle Rückgang von Fachkräften ist auch bei uns spürbar. Dem Risiko der natürlichen Fluktuation und der Abwanderung von Fachkräften versucht die Gesellschaft durch ein leistungsgerechtes Vergütungssystem zu begegnen. Gesamtaussage zur Risikosituation des Unternehmens Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der oben genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren. Die weltweiten Krisen, die politischen Unsicherheiten sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellt unser Unternehmen auch für das kommende Geschäftsjahr vor große Herausforderungen. Aufgrund damit zusammenhängender nicht vorhersehbarer Ereignisse können zukünftige Entwicklungen eintreten, die zu einer temporär negativen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten. Nach Ansicht der Geschäftsführung sind diese Risiken aus derzeitiger Sicht beherrschbar. Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen dadurch nicht gegeben.
Gelnhausen, den 31. Januar 2025 Henning Wagner, Geschäftsführer 1 Internationaler Währungsfonds (World Economic Outlook), Full Report vom Oktober 2023; abrufbar unter https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2023/10/10/world-economic-outlook-october-2023 2 Internationaler Währungsfonds (World Economic Outlook), Full Report vom Januar 2024; abrufbar unter https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024 3 Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte, Weltwirtschaft im Früjahr 2024, S. 10 4 Statistisches Bundesamt (Destatis); Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024, abrufbar unter https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html 5 Statistisches Bundesamt (Destatis); Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024, abrufbar unter https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html 6 DIW Berlin; Konjunkturbarometer, abrufbar unter https://www.diw.de/de/diw_01.c.623308.de/konjunkturprognosen.html 7 Statistisches Bundesamt (Destatis); Pressemitteilung Nr. 001 vom 2. Januar 2024, abrufbar unter https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_001_13321.html 8 Caravaning Industrie Verband e.V., Neuzulassungen 2023 9 Caravaning Industrie Verband e.V., Aktuelle Neuzulassungen 10/2024 10 Internationaler Währungsfonds (World Economic Outlook), Full Report vom Januar 2024; abrufbar unter https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024 11 Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte, Deutsche Wirtschaft im Herbst 2024 12 Caravaning Industrie Verband e.V., Aktuelle Neuzulassungszahlen 10/2024 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §264 ff. HGB sowie unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Allgemeine Hinweise Die Gliederungen folgen der Maßgabe der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die gesetzlich geforderten "davon" Angaben in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden aus Gründen der Übersichtlichkeit insgesamt im Anhang gezeigt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses wurden beziehungsweise werden teilweise in Anspruch genommen. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Entsprechend der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes werden die Vorführ- und Mietfahrzeuge trotz überwiegend kurzer Verweildauer im Vermögen der Gesellschaft im Anlagevermögen ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die Reisemobile der Vermietungssparte werden aufgrund der hohen Beanspruchung über eine verkürzte Nutzungsdauer von 4 Jahren abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte unter Berücksichtigung einer verlustfreien Bewertung am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Wertpapiere im Umlaufvermögen wurden mit den Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert bewertet. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang zu entnehmen. Angaben zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter enthalten. Der Wert der Forderungen gegen Gesellschafter beläuft sich auf 79.610,42 EUR (Vorjahr 2.642,15 EUR). Darüber hinaus bestehen Forderungen gegen die Mittelhessische Leasing & Handelsunternehmen Inh. Henning Wagner e.K. in Höhe von 2.381.501,13 EUR (Vorjahr: 1.901.349,58 EUR). Hiervon hat ein Betrag in Höhe von unverändert 1.500.000,00 EUR eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, Tantieme, Resturlaub sowie Abschluss- und Prüfungskosten enthalten. Angaben und Erläuterungen zu Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Einkaufsfinanzierungen von Wohnmobilen. Sie sind in Höhe von insgesamt 7.429.600,34 EUR (Vorjahr: 2.922.765,35 EUR) in vollem Umfang durch Sicherungsübereignungen der zu finanzierende Fahrzeuge gesichert. Darüber hinaus sind sämtliche Ansprüche und Rechte aus Versicherungsverträgen deren Gegenstand die Versicherung der sicherungsübereigneten Fahrzeuge gegen Diebstahl, Einbruch, Vandalismus, Beschädigung durch Feuer, Wasser etc. ist, abgetreten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 2.423.195,04 EUR (Vorjahr: 283.350,76 EUR) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 16.376,20 EUR (Vorjahr: 13.209,07 EUR) enthalten. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Steuern Unter der Position sonstige Steuern sind die KfZ-Steuern enthalten. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen in angemieteten Räumen. Die zum Bilanzstichtag bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverhältnissen bis zu einem Jahr belaufen sich auf 503 TEUR und zwischen zwei und fünf Jahren auf 1.871 TEUR. Die Miet- und Pachtverträge haben eine verbleibende Grundmietzeit zwischen 3 und 10 Jahren. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabea HGB geforderten Angaben unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt 3.373.425,25 EUR. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von 14.970.997,63 EUR, der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden 14.970.996,89 EUR vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Gelnhausen, den 31. Januar 2025 gez. Henning Wagner sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.01.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Reisemobile-MKK GmbH, Gelnhausen: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Reisemobile-MKK GmbH, Gelnhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reisemobile-MKK GmbH, Gelnhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Oberursel (Taunus), den 31. Januar 2025 btu
beraterpartner GmbH
Benedikt Schilp, Wirtschaftsprüfer Dominik Faber, Wirtschaftsprüfer |
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