Kreissparkasse WernigerodeLiquidiert
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Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rolf Grave seit 15.8.2006 | Vorstandsmitglied |
Klaus Kirchner seit 15.8.2006 | Vorstandsmitglied |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kreissparkasse WernigerodeWernigerode/Sachsen-AnhaltJahresabschluss zum 31. Dezember 2006Lagebericht der Kreissparkasse Wernigerode für das Geschäftsjahr 2006A: Geschäft und Strategie1. Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft vollzog 2006 einen spürbaren Aufschwung. Im Gesamtjahr 2006 betrug das reale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2,7 %. Damit stieß das zuvor notorische Wachstumsschlusslicht Deutschland jetzt bis in das Mittelfeld der Eurozone vor und lässt die anderen großen Euro-Länder Frankreich und noch deutlicher Italien hinter sich. Deutschland hat 2006 sein stärkstes Wachstum seit dem Boom des Jahres 2000 verzeichnet. Nach der ausgeprägten Nachfrageschwäche der vergangenen Jahre war 2006 ein Jahr des Aufholens und Nachholens. Zuvor war über fünf Jahre hinweg eine ausgesprochen lange fast wachstumslose Phase zu verzeichnen, die erheblich länger als ein gewöhnlicher konjunktureller zyklischer Rückgang angedauert hatte. In Sachsen-Anhalt ist das Bruttoinlandsprodukt im abgelaufenen Jahr um 2,8 % gestiegen. Damit verbesserte sich das Wachstum gegenüber dem Vorjahr in Sachsen-Anhalt um 3,8 %. Ein kräftiges Wirtschaftswachstum erzielte in Sachsen-Anhalt erneut das verarbeitende Gewerbe. In diesem Wirtschaftsbereich stieg die Bruttowertschöpfung preisbereinigt um 12,2 %. Im Bundesdurchschnitt lag die Wachstumsrate bei 5,3% und in den neuen Bundesländern ohne Berlin bei 11,5 %. Weitere positive Signale gingen von einzelnen Dienstleistungsbereichen und erstmals seit Jahren auch vom Baugewerbe aus. Um den Preissteigerungsgefahren Rechnung zu tragen und um die in den Vorjahren geschaffene und 2006 weiter gewachsene Liquidität zu begrenzen sowie um auf die gefestigte Konjunktur der Eurozone zu reagieren, hat die Europäische Zentralbank 2006 ihre Geldpolitik stufenweise gestrafft. Insgesamt hat die Europäische Zentralbank mit fünf Zinsschritten den Mindestbietungssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte auf 3,5% angehoben. Die Geldpolitik wirkt damit nur noch leicht expansiv. Auf die Rentenmärkte hatten diese Zinsschritte kaum Auswirkungen. Dadurch hat sich die Zinsstrukturkurve erheblich verflacht und führte teilweise bereits zu Inversitäten in der Zinsstruktur. In Folge der Wirtschaftserholung ist die Arbeitslosenquote in Deutschland zum Ende des Jahres gesunken und lag bei 9,6 % (Vorjahr 11,1 %). Im Landkreis Wernigerode betrug die Arbeitslosenquote zum Jahresende 11,0 %. Dies bedeutet einen Rückgang um 2,5 Prozentpunkte gegenüber dem Jahresende 2005. Im Arbeitsamtsbezirk Halberstadt, der die Kreise Halberstadt, Quedlinburg und Wernigerode umfasst, betrug die Arbeitslosenquote Ende 2006 15,0 % und lag damit um 3,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. 2. Marktumfeld im Geschäftsgebiet der Kreissparkasse Wernigerode Das Geschäftsgebiet der Kreissparkasse Wernigerode ist der Landkreis Wernigerode mit rund 91.323 Einwohnern (Stand Okt. 2006). Die Bevölkerungsentwicklung im Geschäftsgebiet ist seit Anfang der 90er-Jahre rückläufig. Gegenüber dem Jahresende 2005 hat der Landkreis bis Oktober 2006 nochmals 678 (0,8 %) Einwohner verloren. Das Land Sachsen-Anhalt hat in diesem Zeitraum einen Einwohnerrückgang von 23.437 (1,0 %) zu verzeichnen. Außerdem ist ein Anstieg des Anteils der über 60-jährigen an der Gesamtbevölkerung festzustellen. Der Landkreis zeichnet sich dadurch aus, dass mit den Bereichen Tourismus, verarbeitendes Gewerbe und hier insbesondere der Automobilzulieferindustrie sowie dem Baugewerbe mehrere Branchen im nennenswerten Umfang vertreten sind. Mit der B6n als vierspurige Bundesstraße ist es gelungen, die Orte Ilsenburg und Wernigerode sowie Blankenburg an das bundesdeutsche Fernstraßennetz optimal anzubinden. Diese infrastrukturellen Voraussetzungen lassen erwarten, dass sich das Geschäftsgebiet weiter positiv entwickeln wird. Die guten Rahmenbedingungen spiegeln sich auch im Kaufkraftindex wider, der mit 103,6 (neue Bundesländer =100) über dem Durchschnitt der neuen Bundesländer liegt. Dieses positive Marktumfeld hat aber auch zur Folge, dass die Wettbewerbsintensität im Geschäftsgebiet erheblich höher ist als in anderen Regionen des Verbandsgebiets des OSV. In Wernigerode sind neben der Sparkasse noch vier Geschäftsbanken mit Filialen und zwei Genossenschaftsbanken vertreten. Außerdem ist im Oberharz eine weitere Genossenschaftsbank mit drei Geschäftsstellen in den größeren Orten ansässig. Im Privatkundengeschäft kommen mit der GE Money Bank und der Postbank noch zwei weitere Wettbewerber mit Geschäftsstellen vor Ort hinzu. Trotz des intensiven Wettbewerbs konnte die Kreissparkasse Wernigerode ihren Bestand an Girokunden ab dem 12. Lebensjahr gemessen an der Einwohnerzahl bei durchschnittlich 56,4 % seit 1996 halten. 3. Geschäftsentwicklung 3.1. Bilanzsumme und Geschäftsvolumen In 2006 ist das Geschäftsvolumen um 2,4 Mio. EUR auf 776,7 Mio. EUR gestiegen. Die Bilanzsumme erhöhte sich geringfügig um 0,2 % auf 764,1 Mio. EUR. Die Hauptursache liegt im leichten Zuwachs bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden begründet. Das Kundenkreditgeschäft konnte ebenfalls leichte Zuwächse verzeichnen. 3.2. Kreditgeschäft Die Sparkasse sagte im Geschäftsjahr neue Kredite an Unternehmen und Privatpersonen in Höhe von insgesamt 36,0 Mio. EUR zu, nach 32,5 Mio. EUR im Vorjahr. Die Neuzusagen gegenüber öffentlichen Haushalten verringerten sich im Berichtsjahr um 1,2 Mio. EUR auf 2,4 Mio. EUR. Die Forderungen an Kunden, einschließlich Treuhandkredite, blieben mit 405,9 Mio. EUR nahezu konstant. Rückgänge sind sowohl im Kreditgeschäft mit wirtschaftlich Unselbständigen als auch mit Unternehmen zu verzeichnen. Demgegenüber konnte das Geschäft mit öffentlichen Haushalten insbesondere bei den Kassenkrediten ausgeweitet werden. Die unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Bürgschaften und unwiderruflichen Kreditzusagen wiesen zum Jahresende einen Bestand von 19,9 Mio. EUR aus (Vorjahr: 16,7 Mio. EUR). Bei den gewerblichen Kunden war ein Anstieg der Kreditnachfrage im Baugewerbe zu verzeichnen. Die Ausleihungen in den anderen Bereichen, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor, waren gegenüber dem Vorjahr rückläufig bzw. stagnierten. Den Branchenschwerpunkt des Kreditportefeuilles bildet das Dienstleistungsgewerbe. Weitere Schwerpunkte liegen in den Branchen Baugewerbe und verarbeitendes Gewerbe. Konjunkturbedingt verbinden sich mit diesen beiden Bereichen besondere Risiken. 3.3. Eigenanlagen Die Eigenanlagen in Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie in nicht festverzinslichen Wertpapieren ging um 8,5 Mio. EUR auf 256,3 Mio. EUR zurück. Dabei reduzierten sich die Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren um 7,2 Mio. EUR und die nicht festverzinslichen Wertpapiere um 1,3 Mio. EUR. Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich um 1,2 Mio. EUR auf 64,2 Mio. EUR. In dieser Zahl sind zwei Schuldscheindarlehen in Höhe von 10,2 Mio. EUR der Norddeutschen Landesbank enthalten, die der Absicherung strukturierter Sparkassenbriefe, die im Kundengeschäft platziert wurden, dienen. 3.4. Beteiligungen Im Jahr 2006 hat sich der Beteiligungsbestand gegenüber dem Vorjahr nicht nennenswert verändert. Eine Ausweitung des Beteiligungsbestandes ist auch im Jahr 2007 nicht geplant. 3.5. Einlagengeschäft Die Sparkasse refinanziert sich im Wesentlichen durch Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Die Kundeneinlagen, einschließlich der nachrangigen Verbindlichkeiten, konnten um 6,7 Mio. EUR oder 1,2 % auf 582,5 Mio. EUR ausgeweitet werden. Die Spareinlagen konnten einen Zuwachs von 0,3 % auf 304,2 Mio. EUR verzeichnen. Die nachrangigen Verbindlichkeiten gingen um 5,5 % auf 23,4 Mio. EUR zurück. 3.6. Dienstleistungsgeschäft und sonstige außerbilanzielle Geschäfte Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte das Wertpapierdienstleistungsgeschäft ein leichtes Wachstum verzeichnen. Dieses Ergebnis ist unter anderem auf die positive Entwicklung an den Aktienmärkten zurückzuführen, die dazu geführt haben, dass unsere Kunden wieder in diesen Markt investiert haben. Die Umsätze unserer Kunden im Comfort-Depot des S-Brokers haben sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt und beliefen sich auf 8,0 Mio. EUR. Der Bestand an DekaBank-Depots verringerte sich um 163 auf 3.316 Konten. Der Bruttoabsatz von Investmentfondsanteilen der DGZ-DekaBank Gruppe lag mit 13,4 Mio. EUR um 2,2 Mio. EUR über dem Vorjahresergebnis. Das Verbundgeschäft mit unseren Partnern, der LBS in Potsdam und der ÖSA in Magdeburg, ist im abgelaufenen Jahr zufrieden stellend verlaufen. Die in diesem Bereich geplanten Ergebnisse konnten nur zum Teil erreicht werden. 3.7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit: Auf der Basis der Zahlen aus der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Jahresabschlusses ergibt sich folgende Ertragslage:
Der Zinsüberschuss, einschließlich der sonstigen laufenden Erträge, verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio. EUR auf 20,8 Mio. EUR. Die wesentliche Einflussgröße für das Zinsergebnis stellt sowohl auf der Aufwandsseite als auch auf der Ertragsseite das Kundengeschäft dar. Für die Sparkasse ergab sich eine Zinsspanne auf der Basis der durchschnittlichen Bilanzsumme von 2,64 % (nach 2,81 % im Vorjahr). Sie liegt damit weiter über dem Durchschnitt aller Sparkassen im Land Sachsen-Anhalt (2,42 % Landesdurchschnitt). Der Provisionsüberschuss blieb gegenüber dem Vorjahr mit 4,6 Mio. EUR nahezu unverändert und ist mit 0,59 % der DBS gegenüber dem Landsdurchschnitt von 0,71 % unterdurchschnittlich. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um 0,7 % auf 12,6 Mio. EUR. Diese Aufwendungen sind mit 1,72 % der DBS weiterhin erheblich geringer als im Landesdurchschnitt von Sachsen-Anhalt (1,97 %). Die darin enthaltenen Personalaufwendungen, einschließlich der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung blieben mit 8,2 Mio. EUR nahezu unverändert. Der Sachaufwand erhöhte sich um 1,0 % auf 4,5 Mio. EUR. Dieser geringe Anstieg hat seine Ursache in durchgeführten Renovierungsarbeiten in einer Geschäftsstelle. Kostenerhöhungen und Einsparungen haben sich in den übrigen Bereichen ausgeglichen. Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt mit 1,61 % der DBS um 0,36 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der Sparkassen im Land Sachsen-Anhalt. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen im Kreditgeschäft betrugen, saldiert mit den Erträgen, 2,7 Mio. EUR. Dies bedeutet einen Rückgang um 2,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Die realisierten Kursverluste und vorgenommenen Wertberichtigungen saldiert mit den realisierten Kursgewinnen und Zuschreibungen im Wertpapiergeschäft betrugen -2,2 Mio. EUR nach +2,0 Mio. EUR im Vorjahr. Für dieses Ergebnis sind die gestiegenen Zinsen an den Anleihemärkten und damit einhergehende rückläufige Kurse in allen Laufzeitbändern verantwortlich. Das Ergebnis ermöglicht eine angemessene Aufstockung des Eigenkapitals. Die Sparkasse wird zur Stärkung des Kernkapitals neben der Zuführung an den Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 g HGB den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 1,0 Mio. EUR der Sicherheitsrücklage zuführen. 4. Produktpolitik Die Sparkasse hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine neuen Produkte in ihre Produktpalette aufgenommen. 5. Wirtschaftlichkeit Im Geschäftsjahr wurden keine nennenswerten Rationalisierungsmaßnahmen durchgeführt. 6. Investitionen Bemerkenswerte Investitionen wurden in 2006 nicht vorgenommen. 7. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Zur Absicherung des den Kunden beim Erwerb des strukturierten Sparkassenbriefes eingeräumten Partizipationsrechts hat die Sparkasse Sicherungsgeschäfte mit der NORD/LB in Vorjahren abgeschlossen. 8. Personalbereich Die Gesamtzahl der Beschäftigten, bereinigt um die Mitarbeiter in der Freizeitphase Altersteilzeit, verringerte sich im Jahr 2006 um 1,5 %. Zum Bilanzstichtag beschäftigte die Sparkasse 194 (2005: 197) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 32 (2004: 27) Teilzeitbeschäftigte und 17 (2005: 17) Auszubildende. Zum Jahresende 2006 haben wir erneut von der Möglichkeit der Vereinbarung von Altersteilzeitverträgen Gebrauch gemacht. Alle in Frage kommenden Mitarbeiter wurden angesprochen. 23 Mitarbeiter haben das Angebot angenommen und entsprechende Verträge abgeschlossen. Die notwendige Rückstellung belastet unser Ergebnis 2006 mit rund 1,0 Mio. EUR. Schwerpunkt der Fortbildungsaktivitäten ist die Förderung der Mitarbeiter anhand der konkreten Anforderungen an die jeweiligen Arbeitsplätze. Basis sind dabei gesetzliche und aufsichtsrechtliche Anforderungen sowie unsere Geschäftsstrategie. Derzeit bereiten sich drei Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf die modularen Studiengänge zum Sparkassenfachwirt bzw. zum Sparkassenbetriebswirt an der Ostdeutschen Sparkassenakademie in Potsdam vor. Ein Mitarbeiter hat den Studiengang zum Sparkassenbetriebswirt erfolgreich abgeschlossen. Im Jahr 2006 haben weitere zwei Mitarbeiter das nebendienstliche Studium zum Bachelor of Finance bzw. Bachelor of Financal Information Systems an der Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe - University of Applied Sciences - Bonn begonnen. Nach Beendigung der Fortbildungsmaßnahmen dieser Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden 29,9 % der Beschäftigten der Sparkasse einen höherwertigen Abschluss nachgewiesen haben. Im Rahmen der Möglichkeiten des neuen Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst haben wir für das Jahr 2007 eine Dienstvereinbarung zur Sparkassensonderzahlung abgeschlossen. 9. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Im November 2005 hatte der Landtag des Landes Sachsen-Anhalt ein Gesetz zur Kreisgebietsneuregelung beschlossen. Danach werden zum 01.07.2007 die Landkreise Halberstadt, Quedlinburg und Wernigerode aufgelöst und ein neuer Landkreis Harz aus diesen drei Kreisen und der Stadt Falkenstein/Harz des bisherigen Landkreises Aschersleben-Staßfurt gebildet. In Folge dieser Neugliederung sind die Sparkassen der drei Landkreise bis spätestens zum 1. Januar 2009 zu vereinigen und die in der Stadt Falkenstein/Harz gelegenen Geschäftsstellen der Sparkasse Aschersleben-Staßfurt auf die Sparkasse im Landkreis Harz zu übertragen. Mit gleichlautenden Beschlüssen haben die Kreistage der Kreise Halberstadt, Quedlinburg und Wernigerode die Verwaltungsratsvorsitzenden der Fusionssparkassen beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Verwaltungsräten und den Sparkassenvorständen alle Voraussetzungen für eine Fusion der Kreissparkassen Halberstadt, Quedlinburg und Wernigerode zur Kreissparkasse Harz zum 1. Januar 2008 zu schaffen. Zu welchem Zeitpunkt die Geschäftstellen der Kreissparkasse Aschersleben-Staßfurt im Gebiet der Stadt Falkenstein/Harz auf die neue Sparkasse übertragen werden sollen, ist noch nicht entschieden. 10. Zusammenfassung Insgesamt ist die Kreissparkasse Wernigerode mit dem Geschäftsjahr 2006 zufrieden. Dabei haben die geringen Zuwächse des Geschäftsvolumens und der Bilanzsumme vor dem Hintergrund der positiven Konjunkturentwicklung nicht ganz unseren Erwartungen entsprochen. Dem gegenüber ist das Betriebsergebnis vor Bewertungsmaßnahmen besser ausgefallen als prognostiziert. Dies ist vor allem auf die niedriger als geplant ausgefallenen Verwaltungskosten zurückzuführen. Das Ergebnis nach Bewertungen ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben, da sich durch die Kursentwicklung an den Anleihemärkten ein höher als geplanter Bewertungsbedarf ergeben hat. B. Darstellung und Analyse der Lage1. Vermögenslage Nach den vorgesehenen Zuführungen aus dem Jahresüberschuss 2006, wird sich die Sicherheitsrücklage weiter auf 35,7 Mio. EUR erhöhen, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 2,9 % entspricht. Außerdem wurde der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 g HGB um weitere 3,1 Mio. EUR zur Stärkung des Kernkapitals aufgestockt. Neben diesen offenen Rücklagen verfügt die Sparkasse über umfangreiche ergänzende Eigenkapitalbestandteile. Das Verhältnis der angerechneten Eigenmittel gemäß § 10 KWG - bezogen auf die Summe der gewichteten Risikoaktiva und Marktrisikopositionen per 31. Dezember 2006 - überschreitet mit 19,2 % deutlich den gesetzlich vorgeschriebenen Wert von 8,0 %. Die Basis für eine zukünftige Geschäftsausweitung ist somit vorhanden. Die Bilanzstruktur hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr kaum verändert. Auf der Aktivseite stellen die Ausleihungen an Kunden, einschließlich der Treuhandkredite, mit 53,1 % und die Wertpapiere mit 33,5 % die bedeutendsten Posten dar. Auf der Passivseite sind dies die Kundeneinlagen, einschließlich der nachrangigen Verbindlichkeiten, mit 76,2 % sowie die Bankverbindlichkeiten mit 9,3 %. Die Bewertung des Wertpapierbestandes erfolgte unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips. Mit den gebildeten Wertberichtigungen und Rückstellungen ist den Risiken im Kreditgeschäft und den sonstigen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen worden. Die übrigen Vermögensgegenstände wurden ordnungsgemäß bewertet. Die Sparkasse verfügt über erhebliche stille Reserven nach § 26 a KWG (a. F.), § 340 f HGB. Größere Neuinvestitionen sind für das laufende Jahr nicht geplant. 2. Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die eingeräumten Kreditlinien bei der Deutschen Bundesbank wurden nicht und bei der Norddeutschen Landesbank vereinzelt aus Rentabilitätserwägungen in Anspruch genommen. Von der Möglichkeit, mit der Deutschen Bundesbank Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften oder ständigen Über-Nacht-Krediten abzuschließen, hat die Sparkasse keinen Gebrauch gemacht. Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden jederzeit Guthaben bei der Deutschen Bundesbank in ausreichender Höhe unterhalten. Zur Überwachung einer ausreichenden Liquiditätsausstattung stützt sich die Sparkasse auf den Grundsatz II der BaFin. Der Liquiditätsgrundsatz ist vorrangig auf eine operative Zahlungsstrombetrachtung ausgerichtet. Ziel ist, unter besonderer Beobachtung der Abrufrisiken, jederzeit einen für die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse ausreichenden Bestand an Zahlungsmitteln zu gewährleisten. Die errechnete Liquiditätskennzahl muss mindestens 1 betragen. Bei der Sparkasse errechnete sich zum Jahresende eine Liquiditätskennzahl von 4,07. Auch die darüber hinaus für weitere Beobachtungszeiträume zu berechnenden Kennzahlen, für die keine Mindestwerte vorgegeben sind, deuten auf keinerlei zu erwartende Liquiditätsengpässe hin. 3. Ertragslage Die Ertragslage der Sparkasse hat sich im Geschäftsjahr wieder zufriedenstellend entwickelt. Insgesamt verringerten sich die mit den Aufwendungen saldierten Erträge (Gewinn- und Verlustrechnungspositionen 1 bis 9) um 1,5% auf 26,9 Mio. EUR. Dem gegenüber stieg der Gesamtaufwand (Gewinn- und Verlustrechnungspositionen 10 bis 12) um 5,9% auf 15,3 Mio. EUR. Bei dieser Betrachtung ist zu berücksichtigen, dass die Sparkasse der Stiftung Schloss Wernigerode 350 Tsd. EUR Stiftungskapital zugeführt hat und rund 1 Mio. EUR Rückstellungen für Altersteilzeitverträge gebildet wurden. Das Verhältnis der ordentlichen Aufwendungen zu den ordentlichen Erträgen, die so genannte Cost-Income-Ratio, betrug 51,3 %. Wir werden uns in den nächsten Jahren darauf konzentrieren, die Kennzahl auch weiterhin auf einem niedrigen Niveau zu halten. Der Jahresüberschuss beläuft sich in diesem Jahr auf 1,0 Mio. EUR und liegt auf Vorjahresniveau. 4. Zusammenfassung Die wirtschaftliche Lage der Kreissparkasse kann insgesamt als gut bezeichnet werden. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Voraussichtliche Entwicklung Die deutsche Wirtschaft wird wahrscheinlich im Jahr 2007 langsamer wachsen als im abgelaufenen Jahr. Belastend wirkt zum Jahresauftakt vor allem der Sonderfaktor der Mehrwertsteuererhöhung. Auf die Reaktion der Produzenten und Konsumenten auf einen Steuerschritt in dieser Höhe kann aus der deutschen Wirtschaftsgeschichte nur begrenzt geschlossen werden. Ungeachtet aller wirtschaftspolitischen Belastungen bleiben die Auftriebskräfte grundsätzlich intakt. Anlass für solche konjunkturelle Zuversicht ist, dass das Wachstum im zweiten Halbjahr 2006 bereits genügend Schwung und Eigendynamik entwickelt hat, um einen selbsttragenden Aufschwung auch 2007 aufrechtzuerhalten. Die jüngsten Beschäftigungsgewinne stützen die Kaufkraft und das Verbrauchervertrauen und wirken der erhöhten Abgabenlast entgegen. Bei Investitionen und Export ist kein drängender Grund für ein verfrühtes Ende des Booms in Sicht. Diese Konjunkturaussichten dürften für unsere Region zu einer ähnlichen Entwicklung führen wie im übrigen Bundesgebiet. Besondere Impulse für die Kreditnachfrage im gewerblichen Bereich dürften sich daraus dennoch nicht ergeben. Als belastend für die Entwicklung der Sparkasse wirken sich die nach wie vor rückläufigen Bevölkerungszahlen aus. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen ist eine leichte Entspannung auf dem Arbeitsmarkt für unsere Region zu erwarten. Von der Europäischen Zentralbank sind unter der Voraussetzung, dass es zu moderaten Tarifabschlüssen kommt, noch zwei Zinsschritte im ersten Halbjahr 2007 um je 25 Basispunkte zu erwarten. Bei einem Leitzins von 4,0 % wäre ein in etwa neutrales Zinsniveau erreicht. Dies wäre der guten Konjunktur bei Ausbleiben neuer Energiepreisschocks angemessen. Für die Rentenmärkte erwarten wir keine gravierenden Zinsanstiege, sodass es zu einer starken Verflachung der Zinsstrukturkurve und zeitweise sogar zu einer teilweise inversen Zinsstruktur führen wird. Die wirtschaftlichen Schwerpunkte im Geschäftsgebiet der Sparkasse liegen vor allem im Tourismus, der Lebensmittelindustrie und der Automobilzulieferindustrie. Insbesondere die Automobilzulieferindustrie dürfte von der erwarteten Konjunkturentwicklung profitieren. Unter diesen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwarten wir keine weitere Ausweitung unseres Geschäftsvolumens in den nächsten zwei Jahren. Im Kundenkreditgeschäft planen wir, dass die zurückfließenden Tilgungen wieder ausgeliehen werden können, sodass der Kreditbestand sich nicht negativ über das Jahr verändern wird. Im Einlagengeschäft erwarten wir ebenfalls keine Ausweitungen von nennenswerter Größe. Auf der Grundlage dieser Erwartungen gehen wir für die nächsten zwei Jahre von einem leicht rückläufigen Zinsüberschuss aus. Wie in den Vorjahren werden wir darüber hinaus ein striktes Kostenmanagement verfolgen, sodass unsere Aufwendungen auch künftig nicht überproportional steigen werden. Kostensondereffekte werden sich für 2008 aus der Fusion mit den Nachbarsparkassen Halberstadt und Quedlinburg ergeben, die durch die nach wie vor gute Ertragskraft der Sparkasse nicht sonderlich ins Gewicht fallen werden. 2. Bestandsgefährdende Risiken Risiken, die bestandsgefährdend beziehungsweise nicht bestandsgefährdend, die im Falle ihres Eintretens jedoch in wesentlichem Umfang nachteilig für den Geschäftsverlauf bzw. die Geschäftslage sind und somit die künftige Entwicklung beeinträchtigen können, bestanden und bestehen nicht. 3. Risikobericht 3.1. Risikomanagementziele Die Überwachung und Steuerung von Risiken stellt einen integralen Bestandteil des Ertragsmanagements der Kreissparkasse Wernigerode dar und ist Teil der Gesamtbanksteuerung. Risiken werden bewusst eingegangen, wenn sie zur Erzielung von Erfolgen notwendig und im Verhältnis zu den Chancen vertretbar sind. Unter dem Begriff "Risiko" versteht die Sparkasse eine Verlust- oder Schadensgefahr, die entsteht, wenn eine erwartete zukünftige Entwicklung ungünstiger verläuft als geplant oder sogar existenzbedrohend wird. In jedem Fall ist damit eine Vermögensminderung verbunden. Die Verringerung oder das vollständige Ausbleiben einer Chance zur Erhöhung der Erträge oder des Sparkassenvermögens wird nicht als Risiko angesehen ("enger Risikobegriff"). Bei Geschäftsarten oder Bereichen, in denen Limite oder Schwellenwerte für erwartete Verluste vorgegeben sind, werden diese nur dann als Risiko betrachtet, wenn sie die jeweils definierten Schwellenwerte bzw. Limite überschreiten. Für die Definition und Quantifizierung der Risiken wird stets der "real-case" angenommen, nicht der "worst-case". 3.2. Risikomanagementprozess Das Risikomanagement der Kreissparkasse Wernigerode, das im Rahmen des Risikohandbuches geregelt ist, umfasst sowohl alle Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse, die im Unternehmen "Sparkasse" erstellt werden, als auch Dienstleistungen, die die Sparkasse von Dritten bezieht, sofern letztere von den Regelungen des § 25 a Abs. 2 KWG erfasst werden. Ferner sind davon alle Bediensteten, Anlagen, Sach- und Organisationsmittel sowie Rechtsbeziehungen der Kreissparkasse Wernigerode betroffen. Unter "Risikomanagement" versteht die Sparkasse, dass alle Verlust- und Schadensgefahren regelmäßig erkannt, gesteuert und überwacht werden. Die Einzelrisiken werden, sofern möglich, nicht isoliert, sondern in ihrer Wechselwirkung zu bzw. in ihrer Abhängigkeit von anderen Risiken betrachtet. Eine Kumulation von Risiken wird nur dann vorgenommen, wenn diese auch im Normalfall gegeben oder zu erwarten ist. Worst-case-Betrachtungen, bei denen sich Risiken unverhältnismäßig stark potenzieren oder Abhängigkeiten nur zu vermuten sind, sind nicht Gegenstand der Dokumentation. Das Risikomanagement hat das vorrangige Ziel, Risiken des Sparkassenbetriebs transparent und dadurch steuerbar zu machen mit dem Zweck, die Risiken zu minimieren. Risiken müssen auf ein vertretbares Maß beschränkt werden, um die Vermögens- und Ertragssituation der Sparkasse nicht zu gefährden. Die Sparkasse geht bewusst Risiken ein. Dabei werden Chancen und Risiken gegeneinander abgewogen. Daraus leitet sich ab, dass sich die Kreissparkasse Wernigerode als risikoneutral einstuft. 3.3. Für die Sparkasse relevante Risikokategorien und Risikoarten 3.3.1. Adressausfallrisiko Ihrer Aufgabenstellung entsprechend ist für die Sparkasse vor allem das Adressausfallrisiko im Kreditgeschäft von Bedeutung. Daneben sind die Adressausfallrisiken bei Eigenanlagen und Beteiligungen zu berücksichtigen. Unter Adressausfallrisiko wird der potentielle Verlust verstanden, der durch den Ausfall eines Geschäftspartners sowie durch Wertminderungen aufgrund nicht vorhersehbarer Verschlechterung der Bonität von Geschäftspartnern entstehen kann. Im Rahmen des Kreditgeschäfts bildet das Adressenrisiko den Schwerpunkt. Durch die sorgfältige Auswahl unserer Vertragspartner nach den Regeln der Kreditwürdigkeitsprüfung wird dieses Risiko in der Sparkasse begrenzt. Zur Bonitätsbeurteilung im gewerblichen Kundenkreditgeschäft setzt die Sparkasse das standardisierte bundeseinheitliche DSGV-Rating ein. Im Jahr 2007 ist die Implementierung der Ratingmodule Immobiliengeschäftsrating und Scorecard private Baufinanzierung geplant. Für die Überwachung von Strukturrisiken im Kundenkreditgeschäft werden regelmäßig Analysen gefertigt, um bei auftretenden Strukturveränderungen gegebenenfalls steuernd einzugreifen. Als Grundlage hierfür dient die vom Vorstand beschlossene Kreditrisikostrategie, die Teil der Risikostrategie der Sparkasse ist und einer jährlichen Überprüfung unterliegt. Dem Risiko des Adressausfalls im Eigenhandelsgeschäft wird durch die Auswahl von Kontrahenten und Emittenten auf der Basis eines externen Ratings sowie der Auswahl der Märkte Rechnung getragen. Zur Steuerung dieser Adressrisiken werden Risikolimite und Parameter zur Risikomessung und -begrenzung festgelegt. Die Limitfestlegung erfolgt unter Berücksichtigung der Ertragskraft der Sparkasse. Die Einhaltung der Limite wird durch eine vom Markt unabhängige Stelle überwacht. Das Beteiligungsrisiko stellt auf das Risiko möglicher Verluste aus der Bereitstellung von Eigenkapital für Dritte ab. Die Risiken aus den Beteiligungen werden vom Vorstand gesteuert. Unübliche Gefährdungspotentiale durch Adressenausfälle bestehen nicht. 3.3.2. Marktpreisrisiken Das Marktpreisrisiko bezeichnet potentielle Verluste, die aus nachteiligen Marktwertveränderungen von Positionen aufgrund von Änderungen der Zinssätze (Zinsrisiko), der Wechselkurse (Währungsrisiko), der Aktienkurse und Aktienindizes, der Preise für Fonds und sonstige Handelsobjekte (sonstige Preisrisiken) sowie ihrer Volatilitäten entstehen können. Für Marktpreisrisiken werden unter Berücksichtigung der Risikoarten Risikolimite und Parameter zur Risikomessung festgelegt. Die Limite werden unter Berücksichtigung der Ertragskraft der Sparkasse vergeben. Es werden täglich Abschreibungsrisiken ermittelt und ihre Auswirkungen auf die Risikosituation dargestellt. Zur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos erstellt die Sparkasse vierteljährlich Simulationsrechnungen, denen das dynamische Elastizitätenkonzept zugrunde liegt. Dabei wird die unterschiedliche Zinsreagibilität der einzelnen Bilanzposten auf der Basis von Erfahrungswerten in einer Elastizitätenbilanz abgebildet. Anschließend werden die Auswirkungen aus angenommenen bzw. erwarteten Änderungen des Marktzinsniveaus und der Bilanzstruktur auf das Zinsergebnis und Veränderungen im Wertpapierportfolio simuliert. Die Simulationen lassen keine negativen Auswirkungen auf die Ertragskraft der Sparkasse erwarten. Das Zinsänderungsrisiko ist auf Grund der vorhandenen Bilanzstruktur vertretbar. Die erwartete Zinsentwicklung führt zu keinen nennenswerten Marktpreisrisiken, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage der Sparkasse haben könnten. Im Dezember 2006 hat die Sparkasse die Testphase einer barwertigen Zinsbuchsteuerung abgeschlossen. Ziel der barwertigen Zinsbuchsteuerung ist es, alle Wertveränderungen der zinsabhängigen Vermögens- und Schuldposten auf Grund von Marktzinsänderungen zu erfassen. Dadurch soll eine Steuerungsgrundlage geschaffen werden, die es ermöglicht, die Erträge zu optimieren und die Risiken aus der Fristentransformation zu begrenzen. Im Ergebnis der abgeschlossenen Testphase hat sich die Sparkasse entschlossen, dieses Instrument vorerst noch nicht zur aktiven Steuerung einzusetzen. Währungsrisiken sind bei der Sparkasse nur von untergeordneter Bedeutung. 3.3.3 Liquiditätsrisiken Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nicht erfüllt werden können. Im Rahmen einer planvollen Liquiditätsvorsorge gewährleisten wir, dass für die zu erwartenden Zahlungsströme jederzeit Zahlungsmittel in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Liquiditätsrisiken sehen wir zur Zeit nicht. 3.3.4 Operationelle Risiken Operationelle Risiken werden als die Gefahr von Schäden definiert, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, von Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge externer Einflüsse eintreten. Den operationellen Risiken wird mit zahlreichen Maßnahmen entgegengewirkt. Branchentypisch werden hohe Anforderungen an die Sicherheit der eingesetzten IT-Systeme gestellt. Dies gilt für die Verfügbarkeit und Integrität der Systeme und Daten im Rechenzentrum, für die in der Sparkasse betriebenen Systeme und für die betriebenen Netzwerke, und zwar sowohl für die Sicherheit des laufenden Betriebes als auch für die Notfallvorsorge. Zur Regelung der Arbeitsabläufe in der Sparkasse bestehen zentrale Vorgaben durch Arbeitsanweisungen. Rechtliche Risiken werden durch Verwendung von rechtlich geprüften Vertragsformulierungen begrenzt. Risiken im jeweiligen Sachgebiet werden begrenzt durch den Einsatz der - auch gesetzlich geforderten - Sicherheits-, Compliance- und Geldwäschebeauftragten. Schließlich werden operationelle Risiken durch die laufende Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter reduziert. Versicherbare Gefahrenpotentiale werden durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt. Die operationellen Risiken werden nach unserer derzeitigen Einschätzung die künftige Entwicklung unserer Sparkasse nicht wesentlich beeinträchtigen. 3.4. Zusammenfassung Die Sparkasse steuert ihre Risiken in einer Weise, die dem Geschäftsumfang und der Komplexität angemessen ist. Sie sieht sich durch das bestehende Risikomanagement sowie die für die folgenden Jahre geplanten Weiterentwicklungen für das bestehende Geschäft und für die kommenden Herausforderungen gut gerüstet. D. NachtragsberichtBesondere Ereignisse, die noch nicht im Jahresabschluss des abgelaufenen Jahres berücksichtigt wurden, die aber zu einer anderen Darstellung der Lage geführt hätten, wären sie eher eingetreten, sind der Sparkasse nicht bekannt.
Wernigerode, 21. Mai 2007 Kreissparkasse
Wernigerode
Kirchner Grave Jahresbilanz zum 31. Dezember 2006Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006
Anhang zum Jahresabschluss 20060. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Sparkasse Wernigerode wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. I. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenForderungen und Wechsel Forderungen an Kunden und Kreditinstitute haben wir mit dem Nennwert bilanziert. Bei Darlehen wird der Differenzbetrag zwischen Nennwert und Auszahlungsbetrag in die Rechnungsabgrenzungsposten der Passivseite aufgenommen. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt grundsätzlich laufzeit- und kapitalanteilig. Im Fall von Festzinsvereinbarungen erfolgt die Verteilung auf die Dauer der Festzinsbindung. Bei den Forderungen an Kunden wurde dem akuten Ausfallrisiko durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch angemessene Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen berücksichtigt, basierend auf den Erfahrungswerten der Vergangenheit. Die Höhe der Pauschalwertberichtigung wird entsprechend dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 10. Januar 1994 sowie in Anlehnung an die BFA-Stellungnahme 1/90 des IDW ermittelt. Soweit die Gründe für eine Wertberichtigung nicht mehr bestehen, sind Zuschreibungen (Wertaufholungen) bis zu den Zeit- bzw. Nominalwerten vorgenommen worden. Der Wechselbestand wurde zum Zeitwert bilanziert. Wertpapiere Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Wertpapiere erfolgte nach der Durchschnittsmethode. Die Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Wertaufholungen wurden durch Zuschreibungen auf den höheren Kurs, maximal aber bis zu den Anschaffungskosten, berücksichtigt. Beteiligungen Beteiligungen wurden zu den Anschaffungskosten bilanziert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert waren nicht vorzunehmen. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagevermögen Entgeltlich erworbene Software wurde nach den Vorgaben des IDW-Rechnungslegungsstandards "Bilanzierung von Software beim Anwender" (IDW RS HFA 11) unter dem Bilanzposten "Immaterielle Anlagewerte" ausgewiesen. Sie sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt worden, wobei eine Nutzungsdauer von 1 bis 3 Jahren zugrunde gelegt wurde. Das Sachanlagevermögen wurde mit den höchsten steuerlich zulässigen Werten abgeschrieben. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den Vorschriften des EStG bzw. den amtlichen AfA-Tabellen. Bei beweglichen, abnutzbaren Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens erfolgten die planmäßigen Abschreibungen linear und bei den ab 2001 angeschafften Wirtschaftsgütern degressiv. Die Abschreibungen bei Mieterein- und -umbauten erfolgte entsprechend der voraussichtlichen Mietdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 410,00 EUR sind im Erwerbsjahr voll abgeschrieben worden. Aufgrund der steuerrechtlichen Abschreibung und der daraus resultierenden Beeinflussung des Steueraufwandes liegt der ausgewiesene Jahresüberschuss um 378 Tsd. EUR über dem Betrag, der sonst auszuweisen gewesen wäre. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Niederstwert angesetzt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bilanziert worden. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren auf der Grundlage der Heubeck Richttafeln 2005 G ermittelt. Dabei ist wie im Vorjahr ein Rechnungszins von 4,0 % verwendet worden. Um dem in den letzten Jahren gesunkenen Zinsniveau Rechnung zu tragen, wird der bisher verwendete Rechnungszins stufenweise von 2005 bis 2007 von 6,0 % auf 4,0 % gesenkt. Der Rückstellungsbetrag für die Verpflichtungen aus abgeschlossenen Altersteilzeitvereinbarungen ist nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Ansatz eines Zinsfußes von 5,5 % ermittelt worden. Die Sparkasse ist aufgrund des Tarifvertrages über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (Altersvorsorge-TV-Kommunal) vom 1. März 2002 verpflichtet, für die anspruchsberechtigten Angestellten, Arbeiter und Auszubildenden eine zur Versorgung führende Versicherung bei einer kommunalen Zusatzversorgungskasse abzuschließen. Die Sparkasse erfüllt diese Verpflichtung durch die Anmeldung der anspruchsberechtigten Mitarbeiter bei der Zusatzversorgungskasse Sachsen-Anhalt (Kasse) mit Sitz in Magdeburg. Die Kasse ist eine kommunale Zusatzversorgungseinrichtung im Sinne des § 18 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG). Das Kassenvermögen wird als nicht rechtsfähiges Sondervermögen getrennt vom sonstigen Vermögen des Kommunalen Versorgungsverbandes Sachsen-Anhalt geführt. Die Kasse erhebt von den Arbeitgebern als Beteiligten Umlagen. Der Umlagesatz wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen für einen Deckungsabschnitt festgesetzt und betrug im Jahr 2006 1,5 %. Daneben werden Beiträge im Kapitaldeckungsverfahren (§ 18 BetrAVG) erhoben. Dieser Beitragssatz betrug im Jahr 2006 4,0 %. Der Arbeitnehmeranteil beträgt 0,8 % bis 30. Juni 2006 und ab dem 01. Juli 2006 1,1 % und vermindert den Beitragssatz zur Kapitaldeckung. Die ZVK gewährt den Arbeitnehmern ihrer Mitglieder im Rahmen der Satzung Leistungen nach Maßgabe tarifvertraglicher Regelungen. Während die Leistungen ursprünglich ausschließlich durch Umlagen finanziert wurden, wird die Finanzierung der Kasse durch die Erhebung von Zusatzbeiträgen über einen langjährigen Zeitraum auf ein vollständig Kapital gedecktes System umgestellt. Für diese mittelbaren Pensionsverpflichtungen aus der Zusatzversorgung hat sich unter der Berücksichtigung des Vermögens der KVSA eine Unterdeckung ergeben. Die auf die Sparkasse zum 31. Dezember 2006 entfallene Unterdeckung kann durch die KVSA nicht ermittelt werden, so dass eine betragsmäßige Anhangangabe gem. Art. 28 Abs. 1 S. 2 EGHGB unterbleiben muss. Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen sind alle ungewissen Verbindlichkeiten, drohenden Verluste und erkennbaren Risiken berücksichtigt worden. Wir haben bei Spareinlagen mit steigender Verzinsung (Aufwands-)Rückstellungen gebildet. Fonds für allgemeine Bankrisiken Im Geschäftsjahr wurde der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 g HGB zur Absicherung gegen die besonderen Risiken des Bankgeschäfts weiter erhöht. Strukturierte Produkte Die strukturierten Produkte (Sparkassenbriefe und Schuldscheindarlehen mit variabler Verzinsung) wurden einheitlich bilanziert und bewertet. Dabei dienen die Schuldscheindarlehen als Absicherung der Sparkassenbriefe. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente (Futures) bestanden zum Bilanzstichtag ausschließlich zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos im Rahmen der Vermögensverwaltung der Sparkasse. Bewertet wurden die derivativen Finanzinstrumente einzeln zum Marktpreis. Währungsumrechnung Auf Fremdwährung lautende Bargeldbestände wurden zum Ankaufkurs der Nord/LB am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung wurden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigt. II. Erläuterungen zur JahresbilanzAktivseite:
Anlagenspiegel
Die Abschreibungen des laufenden Jahres sind kein rechnerischer Bestandteil des Anlagespiegels. Es wurde von der Zusammenfassungsmöglichkeit des § 34 Abs. 3 RechKredV Gebrauch gemacht. Die Fortführung der Spalte Anschaffungskosten ist wegen der Anwendung von § 34 Abs. 3 Satz 2 RechKredV nicht möglich. Beteiligungsspiegel Die Sparkasse besitzt folgende Anteile an anderen Unternehmen in Höhe von mindestens 20,0 %:
Passivseite:
Termingeschäfte / derivative Finanzinstrumente Am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte (Bundfuture) dienen ausschließlich der Absicherung von Zinsschwankungen. Die Sicherungsderivate wurden dabei im Rahmen der Vermögensverwaltung der Sparkasse eingesetzt. Restlaufzeitengliederung Anteilige Zinsen der jeweiligen Aktiv- und Passivposten werden gemäß § 11 RechKredV nicht nach Restlaufzeiten aufgegliedert. Die gemäß § 9 RechKredV geforderte Gliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich für die folgenden Posten:
Im Posten Aktiva 4, Forderungen an Kunden, sind Forderungen in Höhe von 33.304.418,56 EUR mit unbestimmter Laufzeit enthalten. In dem auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 25.908.169,89 EUR (Aktiva 5) fällig. III. Sonstige AngabenDen Organen der Sparkasse gehören an: Verwaltungsrat: Vorsitzender
Mitglieder bis 8. Oktober 2006
Vorstand:
Die Gesamtbezüge des Vorstandes im Geschäftsjahr 2006 betrugen 373 Tsd. EUR. Den Mitgliedern des Vorstandes wurden keine Kredite und den Mitgliedern des Verwaltungsrates Kredite in Höhe von 496 Tsd. EUR gewährt. Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten Vergütungen in Höhe von insgesamt 12 Tsd. EUR. Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
Wernigerode, 21. Mai 2007 Kreissparkasse
Wernigerode
Kirchner Grave BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie Anhang, unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Kreissparkasse Wernigerode für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Sparkasse. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) in Deutschland festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Sparkasse sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 25. Mai 2007 Sparkassenverband
für die Sparkassen in den Ländern
Dreyer, Wirtschaftsprüfer Kreissparkasse Wernigerode
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| Bilanzsumme | € 764.099.915,80 |
| Jahresüberschuss | € 1.005.359,98 |
b) Gewinnverwendungsbeschluss
Der Jahresüberschuss ist wie folgt zu verwenden:
Der Jahresüberschuss in Höhe von € 1.005.359,98 ist gem. Verwaltungsratsbeschluss vom 19. Dezember 2006 der Sicherheitsrücklage zuzuführen.
Wernigerode, 27.06.2007
Kreissparkasse
Wernigerode
Der Verwaltungsrat
Dr. Ermrich, Vorsitzender, einstimmig
R. Schomburg, Mitglied
Der Jahresabschluß ist durch den Verwaltungsrat der Kreissparkasse Wernigerode in seiner Sitzung am 27. Juni 2007 festgestellt worden.
Wernigerode, 27. Juni 2007
Der Vorstand
Kirchner
Grave
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