Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 111441
Vorher
PRT Rohrtechnik Thüringen GmbH
Eingetragen
25.8.2000
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
Gegenstand
die gewerbliche Betätigung im Baugewerbe, in der Wassertechnik und im Brunnenbau einschließlich Engineering, Beratung und Ausführung, insbesondere im Anlagen-, Tief-, und Rohrleitungsbau, die ingenieurmäßige Planung und Konstruktion sowie die industrielle Herstellung, Montage, Wartung und Lieferung von Starkstromanlagen für Nieder-, Mittel- und Hochspannung, Schwachstromanlagen, fernmelde-, licht- sowie messtechnischen Einrichtungen, Netzschutz und Leittechnik, ober- und unterirdischer Kabelleitungsbau, einschließlich Kabelleitungstiefbau und das Erbringen von mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängenden Dienstleistungen, Handelsgeschäfte aller Art und Ingenieurdienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Reichenbach
seit 7.10.2025
Prokura
Lutz Rosenhahn
seit 7.9.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
Monika Preuß
44.74%
44.74%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PRT Energietechnik GmbH

Stadtilm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 / 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die PRT Energietechnik GmbH (kurz "PRT Energietechnik") konnte im Geschäftsjahr 2022/2023 ihre Stellung im Markt behaupten und somit ihre Bedeutung für Kunden wiederholt bestätigen.

Neben dem Bau und der Instandhaltung von Industrie- und erdverlegten Rohrleitungsanlagen einschließlich Planung, Tiefbau und dinglicher Trassensicherung bieten wir Leistungen in der technischen Betriebsführung von Versorgungsnetzen, der Gasrohrnetzüberprüfung, der betriebsfertigen Errichtung von Gasdruckregelanlagen, einschließlich Wartung und Instandhaltung, sowie die ingenieurmäßige Planung, Konstruktion und Herstellung von Starkstromanlagen für Nieder-, Mittel- und Hochspannung an.

Neben der aus unserer flächendeckenden Präsenz im Marktgebiet resultierenden Kundennähe zählen unsere qualifizierten Fachkräfte und unsere zeitgemäße technische Ausstattung zu den besonderen Stärken unseres Unternehmens.

Die Büros der PRT Energietechnik in den drei mitteldeutschen Bundesländern und im südlichen Teil von Brandenburg befinden sich in:

Thüringen:

Stadtilm, Sitz der Gesellschaft

Erfurt

Bad Salzungen

Gera

Gotha

Sondershausen

Neuhaus

Suhl

Sachsen-Anhalt:

Merseburg

Sachsen:

Dresden

Brandenburg:

Werben

Forst

Die Qualität unserer Leistungen basiert auf der Qualifikation unser Mitarbeiter. Diese positiven Fakten sichern uns die Wahrnehmung und Akzeptanz unserer Kunden.

Dafür verfügen wir über folgende Nachweise und Zertifikate:

Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 "Qualitätsmanagementsysteme"

Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001:2015 "Umweltmanagementsysteme"

Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001:2018 "Energiemanagementsysteme"

Zertifizierung nach SCC P : (Sicherheits-Certifikat-Contraktoren - SCC-VAZ 2021), Büro Merseburg

Zertifizierung nach DIN ISO 45001:2018 (Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit)

Fachbetrieb nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

Zulassung durch den Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW)

nach GW 301 (G1 und W1) für sämtliche Nennweiten und Drücke

DVGW-Zertifikat für Gasrohrnetz-Überprüfungsunternehmen nach DVGW-Arbeitsblatt G 468/I

nach G 493-I Gruppe 2 für Fertigung und betriebsbereite Errichtung von Gas-Druckregel- und Messanlagen bis zu einem Eingangsdruck von 100 bar)

Bauunternehmen im Leitungstiefbau nach DWGW GW 381

Fernwärme-Rohrleitungsbauunternehmen nach AGFW FW 601 (FW 1)

Erstellung eines Rohrabzweiges an im Betrieb befindlichen Fernwärmerohrleitungen nach AGFW-Arbeitsblatt FW 432 Muffenmontage an Kunststoffmantelrohren FW 605

Hersteller nach DIN EN ISO 3834-2

Hersteller nach AD2000- Merkblatt HP0 / HP 100R und DIN EN 13480-4

Interne Fertigungskontrolle mit überwachten Druckgeräteprüfungen in regelmäßigen Abständen (Modul A2) nach Richtlinie 2014/68/ EU

Mehrjährige Rahmenverträge mit Versorgungsunternehmen, der Einsatz im Störungs- und Bereitschaftsdienst und die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen sind Grundlage unserer stabilen Absatzentwicklung. Im Bereich der Mineralöl- und Erdgasindustrie sind wir ein geschätzter Partner, wenn schnelles Handeln bei Störungen und Reparaturen an Pipelinesystemen erforderlich ist.

Kundenzufriedenheit ist unsere Verpflichtung. Sie dient als Indikator für die Qualität von Kundenbindungsmaßnahmen und sichert den Erfolg. Den in den vorhergehenden Jahren eingeleiteten Wandel vom reinen Rohrleitungsbauunternehmen zu einem Dienstleistungsunternehmen für die energiebezogene Versorgungswirtschaft haben wir erfolgreich weiter vorangetrieben. Dabei haben die Qualifikation und Weiterbildung unseres Personals höchste Priorität. Mit diesem Schritt stärken wir unsere Kernkompetenz als Energiedienstleister.

Die PRT Energietechnik ist ein Unternehmen der PREUSS Gruppe, deren Einheiten zu den führenden Gesamtanbietern auf dem Gebiet des Rohrleitungsbaus, des Industrieanlagenbaus sowie der Rohrsanierung in Deutschland zählen.

2. Ziele und Strategien

Als ein spartenübergreifendes Dienstleistungsunternehmen in der energiebezogenen Versorgungswirtschaft haben wir uns vor allem in Mitteldeutschland als feste Größe etabliert.

Für die PRT Energietechnik, als nicht produzierendes Unternehmen, steht die Sicherung und Weiterentwicklung unserer Kompetenzen und der Qualität der von uns zu errichtenden Anlagen und Bauwerke im Vordergrund. Qualität, Ausbildung und Zuverlässigkeit der Mitarbeiter ist dabei der Maßstab des Erfolges, ebenso wie die Anpassungsfähigkeit an neue Marktsituationen.

Wir sind überzeugt, mit den eingeleiteten Strategien und Maßnahmen, welche ständig an sich wandelnde Rahmenbedingungen angepasst werden, über einen Handlungsrahmen zu verfügen, der es uns ermöglicht, auf die Zukunftsanforderungen angemessen zu reagieren und weiterhin erfolgreich am Markt agieren zu können.

3. Steuerungssystem

Die PRT Energietechnik steuert ihr Geschäft insbesondere anhand der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen) sowie EBT (Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie außergewöhnlichen Effekten).

Das EBT ermittelt sich folgendermaßen:

Jahresergebnis

+/- Außergewöhnliche Aufwendungen / Erträge

+/- Steuern vom Einkommen und Ertrag

= EBT

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach einem guten Start ins Jahr 2023 hat die Weltwirtschaft im Sommer wieder an Schwung verloren. Insbesondere Europa leidet unter einer schwächelnden Industrieproduktion, während China hohe Schulden im Immobiliensektor belasten und auch in anderen Regionen die stark gestiegenen Zinsen die Wohnungsbauinvestitionen dämpfen. Insbesondere in den USA ist die Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr stark gestiegen. In den meisten Regionen sind die Energiepreise wieder deutlich zurückgegangen, was auch eine Verringerung der sehr hohen Verbraucherpreisinflation nach sich zog. Aufgrund der dennoch hohen Inflationsraten ist es im Laufe des Jahres zu weiteren Zinsanhebungen der Zentralbanken gekommen. Da die hohen Zinsen die Nachfrage schwächen, ist auch in den Wintermonaten weltwirtschaftlich nur mit verhaltenem Wachstum zu rechnen. Ein zu erwartender Rückgang der Inflation sowie Steigerungen bei den Realeinkommen werden zukünftig wieder zu mehr Konsumausgaben führen.

Nach Ansicht der Experten wird die Zeit der Zinsanhebungen nun zu Ende gehen und die Zentralbanken werden dazu übergehen, die Zinsen wieder zu senken, um die Investitionstätigkeit anzukurbeln.

Deutschland befindet sich nach Aussage der Gemeinschaftsdiagnose mehrerer Wirtschaftsforschungsinstitute (u.a. DIW und ifo) bereits seit über einem Jahr im Abschwung, als der sprunghafte Anstieg der Energiekosten die Erholung von der Corona Pandemie beendete. Durch die zum Teil über 8% liegende Verbraucherpreisinflation kam es zu erheblichen Kaufkraftverlusten. Der Anstieg der Leitzinsen auf über 4% führte zu starken Einbrüchen bei der Bauwirtschaft. Zuletzt ist die Stimmung in den Unternehmen erneut gesunken, was auch auf politische Unsicherheiten zurückzuführen ist. Als nachlaufende Reaktion auf die hohen Inflationsraten sind die Löhne mittlerweile in vielen Bereichen gestiegen. Auch im Exportbereich konnte mittlerweile ein Teil der gestiegenen Kosten weitergegeben werden, so dass zum Ende des Jahres davon auszugehen ist, dass die Kaufkraft wieder merklich steigt. Für das Jahr 2023 gehen die Experten von einem Sinken des Bruttoinlandsproduktes um 0,6% aus. Für 2024 wird ein Anstieg um 1,3% prognostiziert. Aufgrund der bereits rückläufigen Inflationsraten im Sommer wird mit einer Inflationsrate von 6,1% für 2023 und 2,6% für 2024 gerechnet. Größter Risikofaktor für die kurzfristige Entwicklung stellt ein möglicher erneuter Anstieg der Energiepreise dar. Dadurch könnte sich der Abschwung verschärfen oder verlängern. Auch die konjunkturelle Entwicklung in sowie mögliche Handelskonflikte mit China stellen ein Risiko dar. Zudem sorgt die politische Gestaltung der Energiewende für Unsicherheit.

Die Bauinvestitionen stiegen in der ersten Jahreshälfte noch spürbar an, wobei hier der hohe Auftragsbestand in allen Bereichen sowie eine günstige Witterung stützend gewirkt haben. Im dritten Quartal sind die Bauinvestitionen über alle Sparten hinweg zurückgegangen. Vor allem die hohen Zinsen bremsen die Investitionen und führen gerade im Wohnungsbau zu stark gesunkenen Auftragseingängen seit Beginn 2022. So haben hier Stornierungen und fehlende Auftragseingänge zu einem deutlichen Absinken des Auftragsbestandes geführt. Erst im kommenden Jahr wird mit einem Anstieg an energetischen Sanierungen und damit einem leichten Rückgang des Auftragseingangseinbruches in diesem Sektor gerechnet. Weniger kritisch ist die konjunkturelle Lage in den anderen Bausektoren. Insbesondere der Tiefbau verzeichnet seit Jahresbeginn steigende Auftragseingänge. Zudem wird ab dem kommenden Jahr mit positiven Impulsen der öffentlichen Auftraggeber gerechnet. 1

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe betrug im August 2023 rund 9,9 Milliarden Euro. Im Vorjahresvergleich war der arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im August 2023 um 17,5% höher. Die nicht preisbereinigte, nominale Veränderung betrug +21,9% gegenüber dem Vorjahr. In den ersten acht Monaten 2023 sind die Auftragseingänge gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum nominal um 1,9% gestiegen, während sie real um 7,6% gestiegen sind. 2 Für 2023 rechnen die Institute mit einem Rückgang der Bauinvestitionen in Höhe von 1,4% und für 2024 in Höhe von 2,1%. Für 2025 prognostizieren sie wieder einen leichten Anstieg um 0,9%.

2. Geschäftsverlauf

Die Leistungsindikatoren zeigen in 2022/2023 im Vorjahresvergleich die nachstehende Entwicklung:

Leistungsindikatoren 2022/2023
in T€
2021/2022
in T€
Veränderungen
in T€
Gesamtleistung 22.443 21.831 612
EBT * 95 207 -112

* bereinigt um positive Ergebniseffekte aus einer Versicherungsentschädigung - T€ 96

Im Vergleich zum Vorjahr ist eine Steigerung der Gesamtleistung um T€ 612 und ein gesunkenes EBT um T€ 112 festzustellen. Die Kerngeschäftsfelder der PRT Energietechnik haben in etwa auf dem Niveau des Vorjahres gearbeitet. Dabei zeigt die Fokussierung auf die Sparte Fernwärme erste Resultate, welche sich im Wesentlichen in der, im Vergleich zum Vorjahr, gestiegenen Gesamtleistung widerspiegeln. Eine Auslastung der vorhandenen Kapazitäten war, insbesondere bei kleinteiligen Einzelmaßnahmen, gegeben. Auch im Bereich der Rohrnetzüberprüfung konnten Aufträge akquiriert und abgewickelt werden. Dieser Umstand hatte ebenso einen positiven Effekt auf die Gesamtleistung des Berichtsjahres. Obwohl die Gesamtleistung des Berichtsjahres gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, wurden weniger Umsätze realisiert. Die Bestandsveränderung hat die Entwicklung der Umsatzerlöse in Bezug auf die Entwicklung der Gesamtleistung überkompensiert. Mit einer Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen wurden weniger Gewinne realisiert. Folglich wurde das EBT im Berichtsjahr auch dadurch negativ belastet. Das gesunkene EBT fußt ebenfalls auf Lohn- und Gehaltsanpassungen im Personalbereich, um dem Druck des Arbeitsmarktes entgegenzuwirken und die Fachkräftesubstanz des Unternehmens zu sichern.

Der Vergleich zu den im Vorjahr prognostizierten Werten ergibt folgendes Bild:

Leistungsindikatoren IST 2022/2023
in T€
Prognose 2022/2023
in T€
Gesamtleistung 22.443 20.840
EBT 95 34

Bei der Planung geht die PRT Energietechnik grundsätzlich sowohl in Bezug auf die Leistung als auch auf das EBT eher konservativ vor.

Die Gesellschaft konnte für das Geschäftsjahr 2022/2023 die prognostizierte Gesamtleistung und das EBT übertreffen. In den Sparten erdverlegter Rohrleitungsbau Gas- und Wasser wurden dem Vorjahr vergleichbare Leistungen realisiert, in der Fernwärme wurde zugelegt und der industrielle Rohrleitungsbau begonnen. Der Kabel- und Stationsbau konnte mit den Einzelprojekten die renditeschwachen Rahmenverträge kompensieren.

Das Geschäftsjahr 2022/2023 war durch eine weitgehende Vollbeschäftigung der Mitarbeiter geprägt.

3. Darstellung der Lage

a) Ertragslage

Die PRT Energietechnik hat ihre Position als zuverlässiger und kompetenter Partner weiter festigen können. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 weist die PRT Energietechnik ein EBT von T€ 95 (Vorjahr: T€ 207) bei einer Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen) von T€ 22.443 (Vorjahr: T€ 21.831) aus.

Gegenüber dem Vorjahr ist die Gesamtleistung um T€ 612 gestiegen. Dementsprechend hat sich bei einer gesunkenen Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Gesamtleistung) von 47 % (Vorjahr 49 %) der Materialaufwand um T€ 305 auf T€ 10.477 verringert. Diese Quote fußt auf der Tatsache, dass mehr Aufträge mit einer Materialbeistellung durch den Kunden und weniger nachunternehmerintensive Aufträge abgewickelt wurden. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 782 erhöht. Die Personaleinsatzquote (Personalaufwand/Gesamtleistung) liegt mit 38 % leicht über dem Vorjahreswert von 36 %. Diese quotale Entwicklung ist darin begründet, dass sich der Personalaufwand bei steigender Gesamtleistung durch die Anpassungen von Löhnen und Gehältern überproportional entwickelt hat. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 147 auf T€ 2.870 gestiegen. Die Steigerung verläuft in etwa proportional zur Steigerung der Gesamtleistung. Die wesentlichen Treiber der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren Verwaltungsdienstleistungen, Leasingaufwendungen, Mietaufwendungen, Fortbildungskosten und Instandhaltungsaufwendungen. Daraus resultierend ergab sich insgesamt für das Geschäftsjahr 2022/2023 ein EBT von T€ 95 (Vorjahr: T€ 207).

b) Vermögenslage

Die Vermögenslage der PRT Energietechnik ist wie im Vorjahr entscheidend bestimmt durch das Umlaufvermögen, das mit T€ 7.170 am Bilanzstichtag rund 69 % der Bilanzsumme ausmacht sowie dem Anlagevermögen, das mit T€ 3.208 deutlich über dem Vorjahr liegt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden im Berichtsjahr, aufgrund von Lieferengpässen und temporär massiv gestiegenen Kosten für Ersatzbeschaffungen, diverse Fahrzeuge aus dem Leasing übernommen. Die Anzahlungsquote des Vorratsvermögens ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Die reduzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Anteil an Bilanzsumme im Berichtsjahr 12 %; Vorjahr: 20 %) sind insbesondere in einem Rückgang der Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen begründet.

Die Passivseite ist im Wesentlichen durch die Eigenkapitalquote von rund 47 % sowie einem Anteil der Verbindlichkeiten in Höhe von 36 % an der um T€ 252 gestiegenen Bilanzsumme gekennzeichnet. Der Rückgang bei den sonstigen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus einem Rückgang der Steuerverbindlichkeiten.

c) Finanzlage

Die PRT Energietechnik hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen über Eigenkapital, erhaltene Anzahlungen und sonstigen Rückstellungen sowie durch die Inanspruchnahme von Darlehen aus dem Verbundbereich finanziert.

d) Investitionen

Die Gesamtinvestitionen der PRT Energietechnik beliefen sich im Geschäftsjahr 2022/2023 auf T€ 1.215. Im Fokus der Investitionen standen Ersatzbeschaffungen im Bereich Baumaschinen und Fahrzeuge zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes.

e) Liquidität

Seit dem 01.10.2020 stellt die Konzern-Muttergesellschaft den Tochtergesellschaften im Bedarfsfall Darlehen für die künftige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag hat die PRT Energietechnik ein Darlehen in Höhe von T€ 1.900 in Anspruch genommen.

f) Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Unter der Berücksichtigung vieler unsicheren Faktoren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 entwickelte sich der Geschäftsverlauf der PRT Energietechnik in Bezug auf Leistung und EBT gemäß den Erwartungen der Geschäftsleitung und wird als noch zufriedenstellend bewertet.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die PRT Energietechnik verfügt zum 30. September 2023 über einen Arbeitsvorrat von T€ 10.686. Des Weiteren konnten bis zum 31. Oktober 2023 Aufträge mit einem Gesamtvolumen von ca. T€ 2.056 akquiriert werden. Damit deckt der Arbeitsvorrat rund 59 % der geplanten Gesamtleistung (T€ 21.700) für das Geschäftsjahr 2023/2024 ab. Wir gehen davon aus, die Planzahlen der PRT Energietechnik hinsichtlich der Gesamtleistung und des positiven EBT in Höhe von T€ 249 für das Jahr 2023/2024 zu erfüllen.

Auch vor dem Hintergrund der zurzeit noch unsicheren Prognose wegen der Ukraine/Gaza-Krise sehen wir unsere wirtschaftlichen Erwartungen für das kommende Geschäftsjahr insgesamt realistisch, indem wir aufgrund der in Kapitel B.2. beschriebenen konservativen Planungsweise mit der Gesamtleistung für 2023/2024 unter den IST-Werten des Jahres 2022/2023 planen. Auf dieser Basis sehen wir für die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2023/2024 folgende Entwicklung.

Leistungsindikatoren IST 2022/2023
in T€
Prognose 2023/2024
in T€
Gesamtleistung 22.443 21.700
EBT 95 249

Insgesamt ist es unser Ziel, Neukunden und Aufträge in allen Geschäftsbereichen zu gewinnen, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Bestandskunden weiter auszubauen sowie neue Geschäftsfelder zu erschließen, um eine positive Entwicklung für die kommenden Jahre zu gewährleisten. Wir rechnen dabei mit einem insgesamt positiven EBT, wie es sich auch in der prognostizierten Entwicklung unserer Leistungsindikatoren ausdrückt. Über interne Qualifikationsmaßnahmen werden wir die bisherigen Leistungsfähigkeiten im Bereich des Anlagenbaus wieder herstellen. Des Weiteren werden bereits bestehende Tiefbaukapazitäten weiter ausgebaut. Diese geplanten Entwicklungen sind nur teilweise in der Prognose für das kommende Geschäftsjahr enthalten, da der zeitliche Horizont hierfür etwas weiter gefasst ist.

2. Chancen- und Risikobericht

Durch die im PREUSS Konzern zentral gebündelten kaufmännischen Verwaltungstätigkeiten sowie des Controllings sollen systematische Risiken bzw. Chancen frühzeitig erkannt und die Ergebnisse der Risiko-/Chancen-Analysen durch die PREUSS Service GmbH allen operativen Gesellschaften zugänglich gemacht werden. Es findet somit eine Risikominimierung und Chancenoptimierung innerhalb des PREUSS Konzerns statt.

a) Risiken und Risikomanagement

Insgesamt bewerten wir für unser Unternehmen Umfeldrisiken (z.B. Steuererhöhungen, steigende Energiepreise, Konjunkturrückgang, neue Wettbewerber), Branchenrisiken (z.B. Produkt- und Dienstleistungsportfolio, Qualitätsprobleme, Fachkräftenachwuchs, Investitionsverhalten der Auftraggeber), leistungswirtschaftliche Risiken (z.B. Abhängigkeit von Lieferanten, Umweltschädigung im Rahmen von Arbeitsprozessen), finanzwirtschaftliche Risiken (z.B. Forderungsausfall, Überschuldung, Liquiditätsprobleme) und sonstige Risiken (z.B. Rechtsstreitigkeiten, Änderung der branchenspezifischen Gesetzeslage).

Im Folgenden werden die Risiken in Abhängigkeit von ihrer potenziellen Auswirkung als "gering", "mittel" bzw. "hoch" klassifiziert.

Risikokategorie Risikopotenzial
Umfeldrisiken mittel
Branchenrisiken mittel
Leistungswirtschaftliche Risiken gering
Finanzwirtschaftliche Risiken gering
Sonstige Risiken gering

Aufgrund der makroökonomischen Rahmenbedingungen, den politischen Herausforderungen gem. B1 und dem fortwährenden Umbruch des Energiemarktes wird das Risikopotenzial im Bereich der Umfeldrisiken als "mittel" eingestuft.

In Bezug auf die PREUSS Gruppe bedeutet dies konstant hohe Materialpreise, Verunsicherungen auf Ebene der Auftraggeber und Endkunden sowie der andauernde, verstärkte Fachkräftemangel, führen auf den aktuell für uns relevanten Märkten zu einem herausfordernden Mix an Einflussfaktoren für die kommenden Jahre. Leistungsdefizite aus dem rückläufigen Gasgeschäft können vermutlich durch gegenwärtig alternative Energieträger ausgeglichen werden. Chancen aus zukunftsversprechenden Energieträgen, wie beispielsweise Wasserstoff, werden Investitionen und Neuorientierungen erfordern und hoffentlich zeitnah das rückläufige Gasgeschäft kompensieren. 3

Die PRT Energietechnik trifft ihre Entscheidungen auf Basis risikopolitischer Grundsätze. Unser Risikomanagementsystem dient der Identifizierung, Bewertung und gezielten Steuerung wesentlicher Risiken. Es ist darauf ausgerichtet, die Unternehmensziele zu erreichen und umfasst alle Aktivitäten zum systematischen Umgang mit Risiken. Sichergestellt ist, dass bestandgefährdende Einzelrisiken nicht eingegangen werden. Risiken aus großen Projekten unterliegen einer besonderen Prüfung. Hierbei sollten versicherbare Risiken identifiziert werden. Es wird geprüft, ob diese auf Versicherungsunternehmen transferiert werden können. Der verantwortliche Umgang mit Risiken liegt maßgeblich in der Verantwortung der Geschäftsführung der PRT Energietechnik.

Die Gesamtrisikosituation stellt sich im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend unverändert dar. Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2023/2024 werden oben benannte Risikokategorien kontinuierlich beobachtet und nach ihrer Tragweite und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.

Die PRT Energietechnik ist von der allgemeinen konjunkturellen Lage und Entwicklung seiner Märkte abhängig und diese sind durch einen intensiven, auch über den Preis geführten Wettbewerb gekennzeichnet. Im Markt für den erdverlegten Rohrleitungsbau ist der Wettbewerb erheblich gezeichnet von Konkurrenzkampf. Besonders aktuell noch fehlende bzw. nicht wirtschaftlich konkurrenzfähige Tiefbaukapazitäten erschweren die Marktsituation.

Die kundenseitig verhaltene Bereitschaft in Gasinfrastrukturmaßnahmen zu investieren, insbesondere bedingt durch aktuell nicht absehbare politische Situationen, führen zu Unsicherheiten in der prognostizierten Auftragslage unserer Bestandskunden. Die Notwendigkeit präventiv Kompetenzen in anderen Geschäftsfelder zu etablieren, wurde erkannt und sukzessive umgesetzt.

Im Projektgeschäft können sich Risiken aus zeitlichen Abweichungen gegenüber einem ursprünglich mit dem Kunden vereinbarten Zeitplan ergeben, die zu Verschiebungen von Umsatz- und Gewinnrealisierungen oder in Einzelfällen auch zu Vertragsstrafen führen können. Dieses mögliche Risikopotenzial wird durch detaillierte und kontinuierliche Überprüfungen untersucht, sodass potenzielle Risiken geringgehalten werden.

Die PRT Energietechnik ist abhängig von qualifizierten Fachkräften. Der Abgang dieser Personen könnte die Perspektiven des Unternehmens nachhaltig verschlechtern. Durch eine aktive Personalarbeit sind wir bestrebt, Mitarbeiter zu halten, neue Mitarbeiter für uns zu gewinnen, Mitarbeiter weiterzuentwickeln und langfristig an das Unternehmen zu binden sowie die PRT Energietechnik als attraktiven Ausbildungsbetrieb in der Region zu positionieren. Die Beschaffung von qualifiziertem Fachpersonal stellt sich als immer größer werdende Herausforderung dar. Im Kontext mit der bestehenden Altersstruktur bleibt dieses Risiko auf "mittel" gestuft.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährdet hätten. Bei Eintritt unvorhersehbarer, außergewöhnlicher Risiken ist ein Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung nicht auszuschließen. Aus heutiger Sicht sind jedoch keine Risiken erkennbar, welche die Unternehmensziele der PRT Energietechnik gefährden können.

Ein wesentlicher Kundenkreis sind öffentliche Auftraggeber. Das von diesen erteilte Auftragsvolumen entspricht bislang unseren Erwartungen. Vor dem Hintergrund bestehender Investitionsunsicherheiten auf Ebene unserer Auftraggeber werden wir deren Budgetplanung intensiv verfolgen. Möglicherweise werden sich Investitionspolitik und Investitionsvolumen öffentlicher Auftraggeber verändern.

b) Chancen

Die Geschäftsführung beobachtet und reagiert auf Ereignisse des Marktes, die zu einer positiven Abweichung unserer Prognose führen können. Die Gesamtchancensituation stellt sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert dar. Die einzelnen Chancenfelder werden identifiziert. Hierzu bedient sich die PRT Energietechnik internen und externen Daten sowie einer kontinuierlichen Marktbeobachtung.

Des Weiteren ergeben sich Chancen aus geplanten Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen des Bundes und der Kommunen. In diesem Zusammenhang wird die Mitverlegung, Umverlegung oder Erneuerung von Versorgungs- und Transportleitungen erforderlich sein.

Durch gesetzliche Vorgaben, wie z.B. dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) sehen wir Chancen, da Versorgungsunternehmen z. T. in die Erschließung neuer und Verdichtung bestehender Wohngebiete und Ortschaften mit dem Medium Fernwärme investieren werden. Im Bereich der Verteilungsnetze werden sich politisch bedingt Umrüstungsmaßnahmen für den (Teil-)Betrieb mit Wasserstoff potenziell als Chance herausstellen. Auch der Ausbau der Infrastruktur für die E-Mobilität ist für uns eine Chance unsere Leistung im Bereich Elektroanlagenbau sowie den dazugehörigen Datennetzen auszubauen. Auch die Chancen im Bereich der Photovoltaik-Technik könnten unsererseits erschlossen werden.

 

Stadtilm, 21. Dezember 2023

Die Geschäftsführung

Lutz Rosenhahn

Markus Schwarz

1 Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, "Kaufkraft kehrt zurück - Politische Unsicherheit hoch", Herbst 2023
2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 419, 25. Oktober 2023
3 https://www.ihk-muenchen.de/ihk/Klimapolitik/23-61-029_Energiewende_Barometer_2023_WEB_ES-2.pdf vom 20.11.2023

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.09.2023
30.09.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.147,00 0,00
II. Sachanlagen 3.207.116,72 2.583.091,98
3.208.263,72 2.583.091,98
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.196.144,37 4.058.320,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.977.381,91 2.616.743,31
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 996.196,85 844.236,68
7.169.723,13 7.519.300,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.036,25 24.482,64
10.379.023,10 10.126.874,89

Passiva

30.09.2023
30.09.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Andere Gewinnrücklagen 11.800,00 11.800,00
III. Gewinnvortrag 4.551.054,75 4.410.295,19
IV. Jahresüberschuss 107.808,50 140.759,56
4.870.663,25 4.762.854,75
B. Rückstellungen 1.799.321,59 1.710.821,32
C. Verbindlichkeiten 3.709.038,26 3.653.198,82
10.379.023,10 10.126.874,89

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

2022 / 2023
2021 / 2022
1. Rohergebnis 12.371.464,71 11.278.494,58
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.051.847,94 6.463.634,05
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.534.295,84 1.340.337,98
8.586.143,78 7.803.972,03
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 580.565,19 454.922,59
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.869.567,86 2.722.994,91
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.450,17 2.415,61
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 94.694,83 47.318,13
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 83.515,48 66.657,02
8. Ergebnis nach Steuern 168.427,74 185.045,51
9. Sonstige Steuern 60.619,24 44.285,95
10. Jahresüberschuss 107.808,50 140.759,56

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023 (verkürzt nach § 327 HGB)

A. Allgemeine Angaben

Die PRT Energietechnik GmbH, Stadtilm, ist beim Registergericht Jena unter der Handelsregisternummer HRB 111441 gemeldet.

Die PRT Energietechnik GmbH ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Das Geschäftsjahr ist auf den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. September des folgenden Jahres festgelegt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden - mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen Änderung - im Berichtsjahr fortgeführt.

Abweichend zum Vorjahr wurden sonstige betriebliche Aufwendungen mit direktem Projektbezug unter den bezogenen Leistungen in Höhe von T€ 131 sowie unter dem Personalaufwand in Höhe von T€ 31 statt wie bisher unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Vorjahresbetrag (T€ 52) wurde nicht angepasst.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, vollständig im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer, die sich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen orientiert, abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge werden pro rata temporis vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Abschreibungssätze betragen:
für immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre
für Geschäfts- oder Firmenwerte 5 Jahre
für Gebäude 10 bis 40 Jahre
für technische Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre
für andere Anlagen und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden die Vermögensgegenstände mit Werten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 voll abgeschrieben. Die Abgänge der geringwertigen Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr T€ 56 (Vorjahr T€ 44).

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten, vermindert um Abschläge zur verlustfreien Bewertung, angesetzt.

Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt, die um Abschläge zur verlustfreien Bewertung korrigiert werden. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Abschreibungen und angemessene Anteile der notwendigen Gemeinkosten.

Erhaltene Kundenanzahlungen werden gem. § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB grundsätzlich offen von den Vorräten abgesetzt. Sie werden mit dem Nennbetrag bilanziert.

Die Fertigungsaufträge, die in Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden, sind ebenfalls nach den handelsrechtlichen Herstellungskosten bewertet. Die Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften enthalten das anteilige, auf die Gesellschaft entfallende Auftragsergebnis, das bei einem Fertigstellungsgrad von mindestens 90,0 % realisiert wird. Für zu erwartende Verluste im Auftragsergebnis werden Rückstellungen gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erhält vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen, die Leistungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit den ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr der auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,66 % p.a.) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher 1,81 % p.a. beträgt. Der Zinssatz ergibt sich bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Differenzbetrag der Rückstellung aus den beiden unterschiedlichen Zinssätzen in Höhe von T€ 3 ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde eine Rentensteigerung von 2,0 % p.a. zugrunde gelegt. Parameter für Karrieretrend und Fluktuation wurden bei aktiven Anwärtern in Höhe von 2,5 % berücksichtigt.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die Laufzeiten (Geltendmachung von Garantieleistungen ab Umsatzzeitpunkt) anhand einer Analyse der Garantiefälle der vergangenen drei Geschäftsjahre berücksichtigt. Die Restlaufzeiten verteilen sich prozentual wie folgt, bei einer Restlaufzeit kleiner als 1 Jahr 70 %, bei einer Restlaufzeit von 2 Jahren 20 % und bei einer Restlaufzeit von 3 Jahren 10 %.

Es wurden voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 2,0 % berücksichtigt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

(in T€, soweit nicht anders angegeben)

AKTIVA

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens des Geschäftsjahres 2022/2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 30.09.2023 30.09.2022
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 191 273
- davon gegen Gesellschafter (174) (259)
- davon aus Finanzverkehr (174) (259)
- davon aus Lieferungen und Leistungen (16) (14)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (94) (135)

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 1.978 haben T€ 143 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

PASSIVA

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt T€ 200. Die Anteile an der PRT Energietechnik GmbH werden zu 100 % von der PREUSS GmbH, Hannover, gehalten.

4. Rückstellungen

Rückstellungspflichtige Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 84.

5. Verbindlichkeiten 30.09.2023 30.09.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 410 477
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (68) (66)
- davon mit einer Restlaufzeit mehr als 1 Jahr (342) (411)
- davon mit einer Restlaufzeit mehr als 5 Jahre (61) (133)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.948 2.000
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (1.948) (2.000)
- davon gegenüber Gesellschafter (1.926) (1.971)
- davon aus Finanzverkehr (1.900) (1.900)
- davon aus Lieferungen und Leistungen (48) (100)

Die Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 3.709 beinhalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr in Höhe von T€ 3.128 und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr in Höhe von T€ 581. Davon haben Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 85 eine Restlaufzeit größer fünf Jahre.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Grundschuld (T€ 680) gesichert.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(in T€, soweit nicht anders angegeben)

1. Personalaufwand 2022/2023 2021/2022
Löhne und Gehälter 7.052 6.464
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.534 1.340
- davon für Altersversorgung (87) (27)
8.586 7.804
2. Zinsergebnis 2022/2023 2021/2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12 2
- davon aus verbundenen Unternehmen (11) (2)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 95 47
-davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen (1) (1)
-davon an verbundene Unternehmen (76) (26)
-83 -45

E. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch.

Für drei Avalkreditrahmen in Höhe von T€ 14.000 haftet die Gesellschaft neben weiteren verbundenen Unternehmen gesamtschuldnerisch. Hierdurch ergeben sich zum 30. September 2023 angabepflichtige Haftungsverhältnisse in Höhe von T€ 2.733 (Vorjahr T€ 3.280).

Für alle o.g. Haftungsverhältnisse sehen wir eine Inanspruchnahme nicht gegeben, weil die zugrundeliegenden Verpflichtungen erfüllt werden können.

2. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft ist an Arbeitsgemeinschaften zur Bearbeitung von Bauprojekten beteiligt. Wesentliche Risiken und Vorteile für die Finanzlage, die nicht in der Bilanz oder im Anhang enthalten sind, liegen nicht vor. Weitere angabepflichtige außerbilanzielle Geschäfte existieren nicht.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus mehrjährigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betragen insgesamt T€ 1.273. Davon resultieren T€ 26 aus Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Von den sonstigen Verpflichtungen entfallen T€ 607 auf das folgende Geschäftsjahr.

Übrige nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen betragen T€ 991, davon an verbundene Unternehmen T€ 991.

3. Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars wird verzichtet, da die Angaben in dem Konzernabschluss der PREUSS GmbH enthalten sind, in den die Gesellschaft einbezogen wurde.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss von T€ 108 soll - vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gesellschafter - auf neue Rechnung vorgetragen werden.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

6. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wird durch Herrn Markus Schwarz, Bauingenieur (BA), Pattensen, Geschäftsführer für den operativen Bereich für das Gebiet Thüringen, und Herrn Lutz Rosenhahn, Dipl. Ingenieur, Dresden, Geschäftsführer für den operativen Bereich für das Gebiet Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, wahrgenommen.

Auf die Angabe der Jahresbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

7. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2022/2023 2021/2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 96 104
Angestellte 47 45
- davon Teilzeit (14) (14)
Geringfügig Beschäftigte 3 5
Mitarbeiter gesamt 146 154

8. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der PREUSS GmbH, Hannover, einbezogen (größter und kleinster Konsolidierungskreis); der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Stadtilm, 21. Dezember 2023

Die Geschäftsführung

Markus Schwarz

Lutz Rosenhahn

Entwicklung des Anlagevermögens 2022/2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.09.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 36.676,00 1.528,10 17.640,00 20.564,10
36.676,00 1.528,10 17.640,00 20.564,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.917.303,85 0,00 0,00 1.917.303,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.649.196,57 73.843,14 111.322,02 1.611.717,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.600.175,88 1.139.130,52 87.102,08 3.652.204,32
6.166.676,30 1.212.973,66 198.424,10 7.181.225,86
6.203.352,30 1.214.501,76 216.064,10 7.201.789,96
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.09.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 36.676,00 381,10 17.640,00 19.417,10
36.676,00 381,10 17.640,00 19.417,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.058.443,90 67.641,00 0,00 1.126.084,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.170.146,57 108.929,11 104.336,02 1.174.739,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.354.993,85 403.613,98 85.323,25 1.673.284,58
3.583.584,32 580.184,09 189.659,27 3.974.109,14
3.620.260,32 580.565,19 207.299,27 3.993.526,24
Buchwerte
30.09.2023
EUR
30.09.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.147,00 0,00
1.147,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 791.218,95 858.859,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 436.978,03 479.050,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.978.919,74 1.245.182,03
3.207.116,72 2.583.091,98
3.208.263,72 2.583.091,98

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PRT Energietechnik GmbH, Stadtilm

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PRT Energietechnik GmbH, Stadtilm, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PRT Energietechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 21. Dezember 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jens Wedekind, Wirtschaftsprüfer

Sabrina Pankse, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 30.09.2023 wurde am 26.1.2024 festgestellt.

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