Qoniac GmbHLiquidiert

01067 Dresden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 27798
Eingetragen
16.6.2009
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Unternehmensberatung
Gegenstand
Entwicklung, Implementierung und Vermarktung von Prozessoptimierungssoftware und beratung für die Leading Edge Halbleiterindustrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Anja Schulz
seit 6.10.2021
Prokura
Sebastian Kuhne
seit 14.10.2020
Prokura
Bren Douglas Higgins
seit 6.11.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Qoniac GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Die Qoniac GmbH ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der KLA-Tencor GmbH, München, Deutschland. Die KLA-Tencor GmbH wiederum ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der KLA Corporation, Milpitas, Kalifornien/USA, eines weltweit führenden Herstellers von Ertragsmanagement- und Fertigungsprozesskontrollsystemen für die Halbleiter-, Leiterplatten- und Displayindustrie.

Die Qoniac GmbH entwickelt und implementiert eine OVALiS genannte Software, die im Bereich der weltweiten Halbleiterfertigung eingesetzt wird. Die Software wird dabei im Wesentlichen zum Monitoring und zur Steuerung von Patterning-Prozessen in der Halbleiterfertigung genutzt. Mithilfe der Software können die Kunden die Nutzung ihrer hochpreisigen Produktionsmaschinen sowie die Produktionsprozesse optimieren, und auf diese Art die Ausbeute beziehungsweise den Durchsatz erhöhen. Im Neu- und Bestandskundengeschäft liegt der Schwerpunkt bei Kunden, die Speicher-ICs (Dynamic Random Access Memory, DRAMs / Flash) produzieren. Ein neuer Wachstumstreiber sind jedoch Kunden, die im Bereich Logic (Cental Processing Units, CPUs) produzieren. Die Vermarktung an Drittenkunden erfolgt durch die KLA Corporation, von der die Gesellschaft eine umsatzabhängige Vergütung erhält.

Das Geschäftsmodell der Gesellschaft basiert einerseits auf der Lizensierung der Software. Hierbei kommen verschiedene Lizenzmodelle zum Einsatz. Es handelt sich dabei um die Platzierung von Produktmodulen sowie um die Vergabe von Lithographietool-Anschlusslizenzen. Andererseits werden darüber hinaus Serviceverträge angeboten, die einen stabilen Betrieb der Software in den Fabriken sicherstellen sowie regelmäßige Updates der Software ermöglichen.

Die Aussichten für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung haben sich im Berichtszeitraum eingetrübt. Der Krieg Russlands in der Ukraine dämpft in nahezu allen Regionen der Welt das Wachstum und wirkt sich nicht zuletzt durch steigende Energiepreise, hohe Inflation und Störung von Lieferketten negativ aus. 1

Obwohl die Halbleiterindustrie kurzfristigen Schwankungen unterliegt, handelt es sich um eine weltweite Wachstumsbranche - bedingt durch Themenfelder im Bereich der künstlichen Intelligenz, E-Mobilität, Herausforderungen im Umweltschutz und im Energiesektor, Einführung neuer Kommunikationstechniken und nicht zuletzt durch Serverfarmen und Computer. Vorkommende Schwankungen werden dagegen beeinflusst durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung sowie durch den Bedarf an Halbleitern und deren Preisentwicklung am Weltmarkt. Im Berichtszeitraum stieg insgesamt der Halbleiterumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,28% 2 .

Es bleibt festzuhalten, dass langfristig die Nachfrage am Halbleitermarkt bis 2030 von einem jährlichen Wachstum um 6 % bis 8 % geprägt sein soll. 3

Diese Prognose zeigt, dass die weltweite Halbleiterindustrie vor einem Wachstumsjahrzehnt steht und bis 2030 zu einer Billion-Dollar-Branche werden könnte. Insgesamt ist zu erwarten, dass die Halbleiterindustrie in den kommenden Jahren eine Schlüsselrolle in der globalen Wirtschaft spielen wird. Dem wird unter anderem dadurch Rechnung getragen, dass neue Halbleiterprojekte in Asien, der EU und USA angekündigt wurden. 4

Trotz der positiven Gesamtbilanz und der optimistischen Prognose wird es in den kommenden Jahren zu Volatilitäten kommen.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Umsatzerlöse und das Ergebnis nach Steuern stellen für die Gesellschaft die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren dar.

a. Ertragslage

Trotz einer gewissen Schwankungsbreite handelt es sich bei der Halbleiterindustrie grundsätzlich um eine weltweite Wachstumsbranche. Entscheidende Grundlagen der Wachstumsfelder sind weiterhin Produkte wie CPUs (Central Processing Units), GPUs (Graphics Processing Units) und Speicherchips. Gerade diese Komponenten werden aufgrund ihrer Komplexität und Preissensitivität bevorzugt von den technologisch führenden Herstellern produziert und sind damit die klassischen Zielkunden der Gesellschaft.

Im Bestandskundengeschäft war die Gesellschaft erfolgreich im Sinne der Verkäufe zusätzlicher Produktmodule sowie bei der Vergabe von Lithographietool-Anschlusslizenzen. Darüber hinaus konnte der Umsatz durch existierende Serviceverträge gesteigert werden.

Im Neukundengeschäft fokussierte sich die Gesellschaft auf das Geschäft in China sowie auf die Akquise von Kunden aus dem Bereich der Logic. Darüber hinaus fand die vollumfängliche Markteinführung einer Wafer-Disposition-Lösung statt. Zusätzlich wurde ein 24/7 Support aufgebaut und aktiviert.

Der prognostizierte deutliche Umsatzanstieg (+80 %) für das Geschäftsjahr 2022/23 gegenüber dem Geschäftsjahr 2021/22 war mit einem Plus von 64,4 % nach unten zu korrigieren. Das Rohergebnis ist, im Wesentlichen bedingt durch den Umsatzanstieg, im Berichtsjahr abermals um T€ 10.714 (Vorjahr T€ 13.354) angestiegen. Gegenläufig wirkten sich gestiegene Personalaufwendungen und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung aus. Das Ergebnis vor Steuern konnte von T€ 9.106 auf T€ 17.470 gesteigert werden, womit die Prognose (T€ 19.000) ebenfalls nach unten zu korrigieren war. Der Jahresüberschuss betrug T€ 12.184 (Vorjahr T€ 6.286), was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um T€ 5.898 bzw. 93,8 % und einer Umsatzrendite von 41,4 % (Vorjahr 35,1 %) entspricht. Ein Anstieg des Steueraufwands um T€ 2.465 war als Folge der Ergebnisverbesserung zu verzeichnen. Ebenso lagen keine verwertbaren gewerbesteuerlichen Verlustvorträge mehr vor.

b. Personal

Bei den Personalkosten war ein Anstieg um T€ 962 gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Ursächlich waren sowohl Lohnerhöhungen als die Aufstockung im Personalbereich.

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 104 (im Vorjahr 94) Mitarbeiter.

c. Finanzierung

Wie auch in der Vergangenheit finanziert sich die Gesellschaft aus Mitteln, die durch die gewöhnliche Geschäftstätigkeit erwirtschaftet werden. Freie Mittel werden entsprechend der bisherigen Handhabe in Geldmarktfondsanteilen auf USD-Basis angelegt.

Lage der Gesellschaft

Die Vermögensstruktur und Finanzierung der Gesellschaft stellt sich an den Bilanzstichtagen zum 30. Juni 2022 und 30. Juni 2023 wie folgt dar:

30.06.2023 30.06.2022
T€ % T€ %
Anlagevermögen 306 1,9 429 6,9
Umlaufvermögen 22.729 9.008
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten -7.525 -3.166
Netto-Umlaufvermögen 15.204 97,3 5.842 93,3
Rechnungsabgrenzungsposten, 119 0,8 -12 -0,2
Eigenkapital 15.629 100,0 6.259 100,0

Der Anstieg des Umlaufvermögens um T€ 13.721 resultiert mit T€ 12.146 vor allem aus der Anlage überschüssiger Mittel als sonstige Wertpapiere. T€ 1.691 sind dem Anstieg der sonstigen flüssigen Mittel geschuldet. Gegenläufig wirke sich mit T€ 116 der Rückgang im Forderungsbereich aus.

Das Eigenkapital ist um T€ 9.370 gestiegen. Der Jahresüberschuss beläuft sich im Geschäftsjahr auf T€ 12.184. Im Berichtsjahr erfolgte eine Ausschüttung an die Gesellschafterin in Höhe von T€ 2.814, sodass sich unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr in Höhe von T€ 3.201 ein Bilanzgewinn von T€ 15.385 ergibt. Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage belaufen sich unverändert auf T€ 48 bzw. T€ 196.

Liquidität

Zur Darstellung der Liquidität der Gesellschaft an den Bilanzstichtagen dient die nachfolgende Aufstellung:

30.06.2023 30.06.2022
T€ % T€ %
Kurzfristiges Fremdkapital -7.525 100,0 -3.166 100,0
+ Flüssige Mittel * 18.952 5.114
Barliquidität 11.427 151,9 1.948 61,5
+ Kurzfristige Forderungen 3.777 3.894
Umsatzbedingte Liquidität 15.204 202,1 5.842 184,5

* inklusive unter den sonstigen Wertpapieren ausgewiesener Geldmarktfondsanteile

Von dem kurzfristigen Fremdkapital entfallen T€ 4.249 (Vorjahr T€ 1.873) auf Steuerrückstellungen sowie T€ 1.896 (Vorjahr T€ 0) auf Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern. T€ 1.012 (Vorjahr T€ 916) stehen im Zusammenhang mit sonstigen Rückstellungen. Die Eigenkapital-Quote beträgt 67,5 % (Vorjahr 65,4% %).

Außerbilanzielle Verpflichtungen liegen wie im Anhang genannt vor. Im Geschäftsjahr ergab sich eine Gesamtverpflichtung von T€ 996 gegenüber dem Vorjahr von T€ 1.197.

Bericht über die Risiken

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat mittel- bis langfristig möglicherweise Auswirkungen auf die Halbleiterindustrie. So könnten Lieferketten beeinträchtigt werden als auch bestimmte Materialien nicht oder nur schwer verfügbar sein. 5 Dies kann Auswirkungen auf die Produktion und damit auf die Liquidität der Kunden haben.

Darüber hinaus können Preiserhöhungen, z. B. im Energiesektor oder im Lebensmittelbereich, zu einem veränderten Kaufverhalten der Konsumenten führen, und somit negative Auswirkungen auf die Halbleiterindustrie haben.

Als weiteres Risiko bewerten wir die US-Sanktionen gegen die chinesische Halbleiterindustrie. Da die Gesellschaft in China engagiert ist, können neue oder geänderte Sanktionen erheblichen Einfluss auf das Geschäft in China haben.

Insgesamt kann gesagt werden, dass Marktschwankungen in der Halbleiterindustrie grundsätzlich Risiken bei Vertragsverlängerungen sowie im Lizenzgeschäft bergen. Der hohe Konzentrationsgrad in der Halbleiterindustrie sowie die damit zusammenhängende Kundenabhängigkeit stellen ein gewisses Risiko dar. Auch die Tatsache, dass die Gesellschaft die führenden Technologietreiber zu einem großen Teil bereits als Kunden akquiriert hat, mag einen Einfluss auf das weitere Wachstum haben.

Da die Gesellschaft Transaktionen in Fremdwährung ausführt, bestehen ferner Risiken in Bezug auf die Entwicklung des Devisenkurses, insbesondere hinsichtlich des US-Dollars.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass bestandsgefährdende Risiken der künftigen Entwicklung der Gesellschaft momentan nicht erkennbar sind.

Chancenbericht

Das Produkt OVALiS in enger Zusammenarbeit mit den Kunden beständig weiterentwickelt, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden und um den technologischen Fortschritt zu begleiten und zu ergänzen.

Die Gesellschaft hat bereits eine Vielzahl der Technologietreiber akquiriert. Dennoch sieht die Gesellschaft noch großes Potential in verschiedenen Bereichen, welche sie durch Evaluierungen bei diesen Kunden erschließen möchten.

Logic- und Foundry-Kunden - so wie die Kunden aus dem Speicherbereich - oftmals Technologietreiber haben einen klaren Bedarf an der OVALiS Software. Durch den Fokus auf diese technologisch führenden Kunden hat die Gesellschaft bisher noch kein Geschäft im Bereich der sogenannten "Legacy"-Kunden aufgebaut. Dieser Kundenbereich produziert seit langer Zeit sehr erfolgreich mittels älterer oder sehr stabiler Technologien Halbleiterprodukte in hoher Qualität. Derartige Kunden standen bisher noch nicht im Fokus der Gesellschaft. Die Gesellschaft sieht hier jedoch mittelfristig Chancen, Kunden gewinnen zu können.

Risikomanagement

Die Gesellschaft ist über das interne Berichtswesen in das Risikomanagementsystem der Muttergesellschaft beziehungsweise der KLA Corporation eingebunden, welches den zentralen Bestandteil des Risikomanagements darstellt.

Die von der Gesellschaft gehaltenen Wertpapiere betreffen vollumfänglich Investitionen in Geldmarktfonds. Da die Fonds eine Vielzahl unterschiedlicher Wertpapiere beinhalten und börsengehandelt sind, werden das Ausfall- und Liquiditätsrisiko als gering eingestuft. Die Wertpapiere unterliegen ihrer Natur gemäß Zinsänderungs- und damit Preisänderungsrisiken. Der Wertpapierbestand wird in US-Dollar geführt und wird somit durch Wechselkursschwankungen beeinflusst.

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Für das Geschäftsjahr 2023/24 ist vorläufig ein deutlicher Umsatzrückgang eingetreten. Dieser ist zum einen der Tatsache geschuldet, dass der gesamte Halbleitermarkt stark rückläufig war, insbesondere auch in unserem Kernsegment Memory. Dies führte zu reduzierten Investitionen hinsichtlich der Vergabe von Lithographietool-Anschlusslizenzen als auch im Bereich der Serviceverträge. Zum anderen haben sich einige Evaluierungen der Software verzögert, so dass sich auch der daraus resultierende Umsatz verspätet hat.

Auf der Kostenseite ist eine leichte bis moderate Steigerung zu verzeichnen, die im Wesentlichen durch höhere Personalkosten bedingt ist. Diese wiederum ergeben sich erwartungsgemäß aus einer weiteren Erhöhung des Personalstammes als auch durch Lohnerhöhungen. Eine moderate Erhöhung des Personalstammes ist notwendig, um dem erwarteten erhöhten Geschäftsvolumen gerecht zu werden.

Das Geschäftsjahr 2023/24 schloss bedingt durch den Umsatzrückgang und die Kostensteigerungen mit einem deutlichen Rückgang des Ergebnisses vor Steuern. Das vorläufige Ergebnis vor Steuern ist im Geschäftsjahr 2023/24 aber weiterhin positiv.

Für das Geschäftsjahr 2024/25 wird mit im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023/24 moderat steigenden Umsatzerlösen sowie einem moderat steigenden Ergebnis vor Steuern gerechnet.

 

Dresden, den 8. August 2024

Geschäftsführer

Bren Higgins

Virendra Arvind Kirloskar

1 bmwk.de, Die Lage der Weltwirtschaft zum Ende des Jahres 2022, Schlaglichter der Wirtschaftspolitik/
2 ycharts.com, Worldwide Semiconductor Sales (I:WSS),
3 Pressemitteilung vom 16. Februar 2022, McKinsey & Company)
4 Germany Trade & Invest,)
5 Efficacité et Transparence des Acteurs Européens, Ukraine-Krieg könnte Lieferketten bei Halbleitern unterbrechen - Euractiv DE

Qoniac GmbH, Dresden

Amtsgericht Dresden - HRB 27798

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

30.06.2023
30.06.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.305,81 16.644,18
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 301.981,58 331.603,91
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 80.405,00
306.287,39 428.653,09
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.701.620,45 3.324.629,59
2. Sonstige Vermögensgegenstände 75.500,39 569.493,48
3.777.120,84 3.894.123,07
II. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 16.150.083,83 4.003.489,74
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.801.642,79 1.110.240,79
22.728.847,46 9.007.853,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 119.450,92 134.250,81
23.154.585,77 9.570.757,50

Passiva

30.06.2023
30.06.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 48.347,00 48.347,00
II. Kapitalrücklage 195.917,00 195.917,00
III. Bilanzgewinn 15.385.026,46 6.014.456,75
15.629.290,46 6.258.720,75
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 4.248.884,82 1.872.888,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.012.370,19 915.768,00
5.261.255,01 2.788.656,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 70.935,60; Vorjahr € 84.412,68) 70.935,60 84.412,68
2. Sonstige Verbindlichkeiten 2.193.104,70 292.577,51
(davon aus Steuern € 2.004.517,67; Vorjahr € 95.180,83)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 17.898,79; Vorjahr € 13.509,59)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr€ 297.525,22; Vorjahr: € 292.577,51)
2.264.040,30 376.990,19
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 146.390,56
23.154.585,77 9.570.757,50

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

01.07.2022 - 30.06.2023
01.07.2021 - 30.06.2022
1. Umsatzerlöse 29.423.433,31 17.868.748,70
2. Sonstige betriebliche Erträge 45.635,51 886.048,32
(davon Erträge aus Währungsumrechnung € 0,00; Vorjahr € 841.778,32)
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.410.206,12 6.669.701,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.270.804,20 1.048.998,96
(davon für Altersversorgung € 0,00 ; Vorjahr € 22.928,24)
8.681.010,32 7.718.700,55
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 192.568,58 190.555,40
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.527.210,17 1.741.004,08
(davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung€ 1.286.153,06; Vorjahr € 32.586,72)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 402.054,11 1.949,24
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.286.004,15 2.820.669,04
8. Ergebnis nach Steuern 12.184.329,71 6.285.817,19
9. Jahresüberschuss 12.184.329,71 6.285.817,19
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.200.696,75 0,00
11. Vorabausschüttung 0,00 271.360,44
12. Bilanzgewinn 15.385.026,46 6.014.456,75

ANHANG zum 30.06.2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Qoniac GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Dresden
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Dresden
Register-Nr.: HRB 27798

Allgemeine Angaben

Die Qoniac GmbH, Dresden, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss der Qoniac GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind gemäß §§ 266, 275 HGB gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Für den Anhang wurden die Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, vorgenommen. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Soweit der beizulegende Zeitwert einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen in Anlehnung an die in den amtlichen AfA-Tabellen des Bundesministeriums für die Finanzen vorgegebenen steuerlichen Nutzungsdauern. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Das Finanzanlagevermögen wurde mit Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Wertpapiere sind mit dem Kurswert zum Bilanzstichtag bewertet.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Bankguthaben in fremder Währung sind zum Tageskurs am Bilanzstichtag bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Steuerrückstellungen wurden entsprechend der zu erwartenden Steuerzahlungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind gemäß § 250 Abs. 2 HGB Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft aus der Lizenzierung von Software werden im Zeitpunkt der Lieferung der Software bei Beginn der Installation (Start of installation) realisiert. Der Auftragseingang erfolgt bei der Muttergesellschaft KLA Corporation Inc., die die Lizenzierungen direkt vermarktet. Sofern die Lizenzen der Gesellschaft zuzurechnen sind, erhält diese 97 % des Endkundenumsatzes.

Umsatzerlöse aus Wartungsverträgen, werden unabhängig davon, ob diese separat berechnet werden oder nicht, ratierlich über die Vertragslaufzeit realisiert. Der Zeitpunkt des Beginns des Wartungsvertrages ist dabei ebenfalls durch den Beginn der Installation bestimmt.

Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel

Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die Qoniac Korea Ltd, Dongtan, Südkorea, wurde im Berichtsjahr liquidiert.

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Sonstige Wertpapiere

Die sonstigen Wertpapiere betreffen in voller Höhe einen Geldmarktfonds.

Eigenkapital

Gegenüber dem Vorjahr gab es keine Änderungen der Beteiligungsverhältnisse bzw. des Stammkapitals.

Gewinn- und Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss des Berichtsjahrs beläuft sich auf EUR 12.184.329,71. Aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021/2022 in Höhe von EUR 6.014.456,75 erfolgte auf Grundlage eines Gesellschafterbeschlusses vom 13. März 2023 im Berichtsjahr eine Ausschüttung in Höhe von USD 3.000.000,00 (EUR 2.813.760,00). Der verbleibende Bilanzgewinn beläuft sich auf EUR 15.385.026,46.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten in Höhe von T€ 798 (i.Vj. T€ 709).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten (EUR 2.264.040,30; i.Vj. EUR 376.990,19) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 3.701.620,45 (Vorjahr EUR 3.274.055,63) bestehen gegenüber der KLA Corporation, Milpitas, USA und resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

(§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB)

Gegenüber der Gesellschafterin bestehen keine Forderungen oder Verbindlichkeiten.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende wesentliche Verpflichtungen:

Sonstige finanzielle Verpflichtung aus Gesamt Restlaufzeiten
TEUR bis zu 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 996 220 776 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
davon gegenüber assoziierten Unternehmen 0 0 0 0

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der periodenfremden Erträge

In der Erfolgsrechnung sind keine periodenfremde Erträge enthalten.

Angaben gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 11 und Nr. 13 HGB

Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. - Aufwendungen aus/an verbundene Unternehmen liegen nicht vor.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen / Funktionsbereiche Zahl
Arbeiter 0,00
Angestellte 102,00
leitende Angestellte 2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 104,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 104,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 0,00
Business Support 9,00
Field Services 15,00
Marketing & Sales 2,00
Products 37,00
Software Development 40,00
IT Services 1,00

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Bilanzgewinn zum 30. Juni 2023 in Höhe von EUR 15.385.026,46 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Angaben zu Organen

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte bei:

Herrn Bren Higgins, Executive Vice President und Chief Financial Officer der KLA Corporation, Atherton / Kalifornien (USA)

Herrn Virendra Arvind Kirloskar, Senior Vice President und Chief Accounting Officer der KLA Corporation, Cupertino / Kalifornien (USA)

Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem weiteren Prokuristen wurde erteilt an:

Herrn Sebastian Kuhne, Radebeul

Frau Anja Schulz, Radebeul

Die Bezüge der Geschäftsführung für das abgelaufene Geschäftsjahr betrugen TEUR 0,00.

Alleingesellschafterin ist die KLA-Tencor GmbH, München. Alleingesellschafterin der KLA-Tencor GmbH ist die KLA Corporation, Milpitas, CA 95035, USA. Deren Konzernabschluss wird elektronisch veröffentlicht und ist auf der Website der U.S. Security and Exchange Commission (SEC), Washington, D.C., USA, einsehbar. Die Qoniac GmbH wird in den Konzernabschluss der KLA Corporation einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis).

Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts für den Teilkonzern der Qoniac GmbH besteht nicht, da die Alleingesellschafterin der Gesellschaft den Konzernabschluss der KLA Corporation in Deutschland veröffentlicht hat.

 

Dresden, den 8. August 2024

Geschäftsführer

Bren Higgins

Virendra Kirloskar

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.07.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.06.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 165.920,25 0,00 0,00 165.920,25
165.920,25 0,00 0,00 165.920,25
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 790.056,34 150.607,88 2.459,89 938.204,33
790.056,34 150.607,88 2.459,89 938.204,33
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 80.405,00 0,00 80.405,00 0,00
80.405,00 0,00 80.405,00 0,00
1.036.381,59 150.607,88 82.864,89 1.104.124,58
Abschreibungen Restbuchwerte
01.07.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.06.2023
EUR
30.06.2023
EUR
30.06.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 149.276,07 12.338,37 0,00 161.614,44 4.305,81 16.644,18
149.276,07 12.338,37 0,00 161.614,44 4.305,81 16.644,18
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 458.452,43 180.230,21 2.459,89 636.222,75 301.981,58 331.603,91
458.452,43 180.230,21 2.459,89 636.222,75 301.981,58 331.603,91
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 80.405,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 80.405,00
607.728,50 192.568,58 2.459,89 797.837,19 306.287,39 428.653,09

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Qoniac GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Qoniac GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Qoniac GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 8. August 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christopher Finke, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30.06.2023 wurde am 09.08.2024 festgestellt.

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