Bioch4mpion GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eva Maria Macht seit 26.5.2009 | Geschäftsführer |
Franz Xaver Macht seit 11.9.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Johanna Macht | 40.00% |
Eva-Maria Geiger | 40.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Grüngas GmbHArnschwangJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grüngas GmbH1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die Firma Grüngas GmbH (GG) mit Hauptsitz in 93473 Arnschwang, Chamer Str. 58 ist Betreiber einer Biogasanlage. Die Hauptgeschäftsfelder sind im Bereich der erneuerbaren Energien angesiedelt und umfassen die Erzeugung von Strom, Biomethan und Wärme. Der erzeugte Strom wird primär in das Stromnetz eingespeist, ein Teil wird jedoch auch für den Eigenbedarf der GG genutzt. Das Biomethan wird aktuell an Abnehmer verkauft, die im Kraftstoffmarkt tätig sind. Die erzeugte Wärme wird zur Speisung des örtlichen Wärmenetzes verwendet, welches sowohl große Teile des Gewerbegebietes als auch einige private Haushalte versorgt. 1.2 Forschung und Entwicklung Das Unternehmen betreibt keine eigene Forschung. Für die Entwicklung des Unternehmens sind in den kommenden Jahren folgende Schritte geplant: - Der Bau einer Photovoltaikanlage und eines Stromspeichers, um einen größeren Autarkiegrad zu erreichen. - Der Bau einer Wärmepumpe, um die benötigte Wärme für die Biogasanlage und das Wärmenetz nicht ausschließlich durch die Blockheizkraftwerke zu erzeugen. Somit kann das Unternehmen die dadurch freiwerdenden Rohgasmengen aufbereitet und auch für den Biomethanmarkt nutzen. - Die Implementierung eines digitalen Zeiterfassungssystems. - Die Einführung einer digitalen Logistiklösung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Situation Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland stagnierte auch im Jahr 2023. Trotz eines leichten Wachstums des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % im ersten Quartal 2024 gegenüber dem vierten Quartal 2023, war das wirtschaftliche Umfeld durch hohe Energiekosten, gestiegene Zinssätze und eine schwächere Nachfrage geprägt. Insgesamt stagnierte die deutsche Wirtschaft auch in 2023 merklich. Laut Statistischem Bundesamt ging das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,3% zurück. Hohe Energiekosten, gestiegene Zinssätze und schwächere Nachfrage prägten das Jahr. Unter dem Einfluss immer weiter steigender Verbraucherpreise fiel der private Konsum um 0,8%. Die Inflation sank zwar von 6,9 % auf 5,9 %, blieb aber hoch, besonders bei den Nahrungsmitteln. Die Energiepreise gingen erfreulicherweise zum Jahresende zurück, verteuerten sich jedoch im Jahres-Gesamtdurchschnitt trotzdem um 5,3%. Während die Prognose der deutschen Bundesregierung für das Gesamtjahr von einem leichten Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,3 % ausging, sahen andere Wirtschaftsinstitute Deutschland im Jahr 2024 zwischen Stagnation und Rezession. Im ersten Quartal 2024 stieg das BIP gegenüber dem vierten Quartal 2023 preis-, saison- und kalenderbereinigt tatsächlich um 0,2 %. Damit setzte sich der Negativtrend aus dem letzten Quartal 2023, in dem noch ein 0,5-prozentiges Absinken des BIP verzeichnet wurde, nicht fort. Für Lichtblicke könnte eine Normalisierung der Inflationsraten sorgen. Auch stieg zu Jahresbeginn die Produktion energieintensiver Industriezweige wieder an, nachdem sie seit Anfang 2022 fast durchgehend rückläufig gewesen war. Branchenbezogene Situation Erste vorläufige Berechnungen zeigen, dass im Jahr 2023 nach den Berechnungsvorschriften der EU Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien (RED II, 2018/2001) 22,0 % des deutschen Brutto-Endenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt wurde. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Anteil damit um 1,2 Prozentpunkte. Im Jahr 2020 hatte Deutschland mit einem Anteil von 19,1 % bereits sein unter der früheren EU-Richtlinie festgelegtes Ziel von 18 %übertroffen. Um die neuen ambitionierteren EU-Klimaziele zu erreichen, wird in den kommenden Jahren allerdings ein deutlich höheres Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien notwendig sein. Deutschland wird sich in diesem Zusammenhang in Kürze dazu verpflichten, im Jahr 2030 einen Anteil von 40 % zu erreichen. Insgesamt wurde im Jahr 2023 eine Energiemenge von 513 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) aus erneuerbaren Energieträgern genutzt. Von dieser Energiemenge entfielen etwa 53 % auf die Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen, 40 % auf den erneuerbaren Wärmesektor und 7 Prozent auf biogene Kraftstoffe im Verkehrsbereich. Insgesamt ist die Biomasse aufgrund ihrer vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten in allen Sektoren (in Form von festen Brennstoffen zum Heizen, Biokraftstoffen im Verkehr oder Biogas zur Stromerzeugung) mit einem Anteil von knapp 50 % an der Bereitstellung von erneuerbarer Endenergie noch immer der wichtigste erneuerbaren Energieträger. Die Windenergie folgte mit einem Anteil von 28 % an zweiter Stelle. Die Nutzung von Sonnenenergie in Photovoltaik- und Solarthermieanlagen trägt weitere 14 % bei. Die restlichen 8 % stammen aus Wasserkraft und Geothermie. Insgesamt entwickelte sich der Anteil der Erneuerbaren Energien in den vergangenen Jahren positiv. Dabei gibt es jedoch große Unterschiede zwischen den einzelnen Sektoren: Während sich der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch in den letzten 10 Jahren verdoppelte und im Jahr 2023 bei 51,8 % lag, stiegen die Anteile in den Bereichen Wärme (18,8 %) und Verkehr (7,3 %) vergleichsweise langsam. Der Betrugsskandal führte im Frühjahr 2023 zu einem signifikanten Rückgang der Quotenpreise. Finanzielle Auswirkungen blieben jedoch vorerst aus, da das Unternehmen über einen langfristigen Vertrag zu Festpreisen verfügt. Mit der Eigenverwaltung der Landwärme am 13. August 2024 und der damit verbundenen Pausierung des Biomethanliefervertrags wurden die negativen Konsequenzen des Skandals auch für das Unternehmen spürbar. Infolgedessen wird das Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich von erheblichen Umsatzeinbußen geprägt sein. Dennoch wird ein positiver Gewinn für dieses Jahr erwartet. Das Unternehmen beabsichtigt, die anstehende Zeit und Gelegenheit zu nutzen, um sich strategisch neu aufzustellen. Näheres hierzu im Nachtragsbericht 2.2 Geschäftsverlauf und Unternehmensentwicklung im Berichtsjahr Das Geschäftsjahr 2023 erwies sich erneut als sehr befriedigend. Der Jahresüberschuss ist von TEUR 5.865 auf TEUR 8.618 gestiegen. Diese Steigerung wurde durch Investitionen in Infrastruktur und Logistik, sowie einiger neuer Lieferanten möglich. Beim EBIT kann das Unternehmen eine Steigerung um 47% feststellen wodurch sich dieser auf TEUR 12.220 (Vj. TEUR 8.329) erhöht hat. Die Eigenkapitalquote wurde von 33,5% auf 52,5% angehoben, was eine Verbesserung der finanziellen Unabhängigkeit zur Folge hat und dem Unternehmen ermöglicht, freier auf dem Markt zu agieren. Die Umsatzrendite stieg von 46,6 % auf 35,1 %, da bei den vorgenommenen Produktions- steigerungen einige laufende Kosten, wie beispielsweise Löhne, nicht im gleichen Maße angestiegen sind. 2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens a. Ertragslage Die Ertragslage liegt mit einem EBIT von TEUR 12.220 (Vj. TEUR 8.329) recht genau bei den Erwartungen, da im Geschäftsjahr 2023 keine nennenswerten Produktionsausfälle verzeichnet wurden. Dabei sind die Umsatzerlöse um TEUR 2.441 auf TEUR 26.201 (Vj. TEUR 23.760) gestiegen. Die Bestände der unfertigen Erzeugnisse haben sich um TEUR 18 erhöht. Der Materialaufwand ist um TEUR 2.021 gesunken auf TEUR 9.061 (Vj. TEUR 11.082). Die Senkung ist bedingt durch die erhöhten Vorratsbestände aus dem Vorjahr, die in diesem Jahr verbraucht wurden. Es ist zu beachten, dass sowohl die Einsatzstoffmenge als auch die Einkaufspreise im Geschäftsjahr 2023 gestiegen sind. Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 1.064 auf TEUR 1.828 an. Diese Erhöhung ist insbesondere auf Lohnerhöhungen sowie Neueinstellungen zurückzuführen. Die Abschreibungen sind im Jahr 2023 auf TEUR 934 gestiegen, im Vergleich zu TEUR 749 im Geschäftsjahr 2022. Vor diesem Hintergrund beträgt das Jahresergebnis in 2023 TEUR 8.618 (VJ. TEUR 5.865) b. Vermögenslage und finanzielle Situation des Unternehmens Die Vermögens- und Finanzlage der Grüngas GmbH kann während des gesamten Geschäftsjahres 2023 als zufriedenstellend bezeichnet werden. Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 8.705 bzw. 40,7% auf TEUR 30.085 gesteigert. Im Wesentlichen ist diese Entwicklung auf der Aktivseite durch den Bau einer neuen Biomethanaufbereitungsanlage und aller zugehörigen Investitionen zu begründen. Dies führte zu einer Erhöhung des Anlagevermögens von TEUR 4.818 auf TEUR 10.358. Auf der Passivseite wurden die Verbindlichkeiten an Kreditinstitute deutlich verringert, von TEUR 8.612 im Jahr 2022 auf TEUR 4.853 im Jahr 2023. Dies war aufgrund der sehr guten Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 und des bereits 2022 positiven Geschäftsergebnisses möglich. Der Rückstellungsbedarf ist zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 5.104 (Vj. TEUR 1.969) deutlich angestiegen, dies war bedingt durch die Steuerrückstellungen aufgrund der sehr guten Ertragslage im Geschäftsjahr 2023. Im Rahmen des Finanzmanagements wird vorrangig darauf geachtet, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr nachkommen zu können, was auch jederzeit möglich war und sein wird. Die gegenwärtige Liquiditätslage kann als angespannt beschrieben werden aufgrund der Insolvenz der Landwärme. Seit März 2024 erhält die Grüngas GmbH keine Abschlagszahlungen mehr, wodurch monatliche Liquidität in Höhe von etwa TEUR 1.000 fehlt. Die Grüngas GmbH verfügt über eine Versicherungspolice, die einen Schutz vor Forderungsausfällen seitens der Landwärme bis zu einer Höhe von TEUR 10.000 abzüglich Selbstbehalts versichert. Zudem besteht ab dem 01. November 2024 die Möglichkeit, wieder Gasmengen zu veräußern, wodurch die Liquiditätslage voraussichtlich als gesichert eingestuft werden kann. c. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Grüngas GmbH zieht für ihre interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Eigenkapitalrentabilität, Umsatzrendite sowie EBIT heran. Die für die Gesellschaft bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren stellen wir im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die Eigenkapitalrentabilität erreichte im Geschäftsjahr 2023 77,4 %, dies bedeutet eine Minderung von 38,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist aber nur eine relative Verringerung. In absoluten Zahlen hat sich das Eigenkapital von TEUR 7.171 auf TEUR 15.788 erhöht. Die Umsatzrendite erreichte im Geschäftsjahr 2023 46,6 % und lag damit über dem Vorjahreswert von 35,1 %. Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis einer stabilen Nachfrage und effizienter Betriebsabläufe, die es dem Unternehmen ermöglichten, nahezu das maximale Umsatzpotenzial auszuschöpfen, ohne nennenswerte Ausfälle zu verzeichnen. Der EBIT erreichte im Geschäftsjahr 2023 TEUR 12.220 und lag damit bei den Erwartungen. Da die Produktion des Biomethans ohne größere Ausfälle vonstattenging, war dieses Ergebnis zu erwarten bzw. zu errechnen. d. Investitionen Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 6.495 erfolgten im Wesentlichen im Bereich der Produktionssteigerung und der Effizienzsteigerung im Betrieb. Dies beinhaltet unteranderem folgendes: - Bau von zwei neuen Biomethanaufbereitungsanlagen: Damit verfügt das Unternehmen über die doppelte Erzeugungsleistung. - Errichtung eines Wärmepufferspeichers: Mit diesem Speicher kann die erzeugte Wärme möglichst gezielt genutzt werden, was die Effizienz des Betriebs weiter erhöht. Beispielsweise kann nun die Wärmeüberproduktion vom Sonntag am darauffolgenden Tag genutzt werden. Diese strategischen Investitionen positionieren die Grüngas GmbH nicht nur besser im Wettbewerb, sondern fördern auch die Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung im Produktionsprozess. 3. Prognose-, Chancen und Risikobericht 3.1 Risikobericht Im Rahmen des unternehmerischen Handels ist das Unternehmen diversen Risiken ausgesetzt. Dabei wird versucht, Risiken nur dann einzugehen, wenn ihnen die Chance auf eine angemessene Wertsteigerung gegenübersteht und sie mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb der Organisation beherrschbar sind. Vor einigen Jahren wurde ein langfristiger Liefervertrag abgeschlossen, der die exklusive Belieferung eines einzelnen Abnehmers vorsah. Dieses Risiko wurde bewusst in Kauf genommen, da es sich um einen in der Branche gängigen Vertragstyp handelte. Mit der Insolvenz des einzigen Abnehmers ist jedoch die Notwendigkeit entstanden, neue Umsatzquellen zu erschließen. Dies kann entweder durch die erneute Zusammenarbeit mit einem Händler oder durch direkten Kontakt zu den Endabnehmern geschehen. Hieraus können Risiken entstehen, sollten zeitnah keine neuen Verträge entstehen, was zu einem Liquiditätsengpass führen könnte. Für die Zukunft ist es von entscheidender Bedeutung, die Liquidität durch die Etablierung eines festen Vertragspartners abzusichern. Darüber hinaus wird angestrebt, alternative Vermarktungswege zu erschließen, um die Ertragsbasis zu diversifizieren und das Risiko einer einseitigen Abhängigkeit zu minimieren. Zu diesem Zeitpunkt sind keine weiteren wesentlichen Risiken erkennbar. Die Auftragslage präsentiert sich als erfreulich, und das operative Ergebnis ist derzeit zufriedenstellend. Zudem lässt sich gegenwärtig eine Stabilisierung im Preisbildungsprozess des THG-Quotenpreises beobachten, nach dem kontinuierlichen Abwärtstrend im Geschäftsjahr 2023. 3.2 Chancenbericht Infolge der Insolvenz des Hauptabnehmers hat das Unternehmen seine Bemühungen nun auch direkt auf den Bereich der Tankstellen ausgerichtet. Diese strategische Neuausrichtung wird es ermöglichen, die Marktpräsenz nachhaltig zu erweitern, während zudem die Möglichkeit eröffnet wird, einen Teil der Marge der Zwischenhändler zu erlangen. In den vergangenen Jahren wurde die Gelegenheit genutzt, die Produktionskapazitäten zu erhöhen und die logistischen Strukturen auszubauen. Somit ist das Unternehmen bestens vorbereitet, um sich stärker im direkten Vertrieb zu positionieren. 3.3 Prognosebericht Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 basiert auf einer internen Top-Down sowie einer Bottom-Up-Analyse. Dabei wird ausgehend von einer Gesamtumsatzplanung eine integrierte Planung erstellt. Diese Planung wird ebenfalls unter zusätzlicher Berücksichtigung der erwarteten der konjunkturellen gesamtwirtschaftlichen Lage und insbesondere aufgrund des Geschäftsmodells den erwarteten Material- und Personalaufwendungen zu einer Gesamtprognose verdichtet. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2024 eine Verringerung des Umsatzes und einen Gewinnrückgang auf ca. TEUR 4.000. Aktuell liegt der Umsatz im Biomethansektor bei TEUR 3.000 (Stand Ende Oktober 2024), dieser lag zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr bei TEUR 10.000. Durch Verkäufe des Biomethans werden im Geschäftsjahr 2024 noch zusätzlich TEUR 4.000 erzielt werden. Hier erleidet die Grüngas GmbH einen Umsatzrückgang in Höhe von TEUR 6.000 über das ganze Jahr gesehen, zudem wird die Endabrechnung, aufgrund der Insolvenz des Hauptabnehmers, nicht bezahlt. Hierbei handelt es sich nochmals um rund TEUR 12.000 und summiert sich auf rund TEUR 18.000. Hiervon sind TEUR 9.000 von der Versicherung gedeckt. Zudem befinden sich noch THG-Zertifikate in Höhe von TEUR 5.500 auf dem Händlerkonto. Die Umsätze und Kosten in den anderen wirtschaftlich relevanten Themen bleiben auf ähnlichem Niveau wie im GJ 2023. 4. Nachtragsbericht Für den größten Abnehmer der Grüngas GmbH für Biomethangaslieferungen, die Landwärme GmbH, wurde am 1. November 2024 das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Die Auswirkungen auf die Liquiditätslage wurden hierzu bereits im Abschnitt "b. Vermögenslage und finanzielle Situation des Unternehmens" dargelegt. Die negativen Konsequenzen sind für das Unternehmen deutlich spürbar, dennoch verfügt die Grüngas GmbH trotz dieser Herausforderung über ausreichende finanzielle Mittel, um die aktuelle Situation zu überbrücken. Das Unternehmen beabsichtigt, die anstehende Zeit und Gelegenheit zu nutzen, um sich strategisch neu aufzustellen, hierzu wurde ausreichend im Chancenbericht erläutert. Die Grüngas GmbH sieht nach aktuellem Kenntnisstand keine weiteren größeren Risiken. Ein Teil der offenen Forderungen ist durch eine Versicherungspolice abgesichert. Darüber hinaus tragen die Umsätze aus den anderen Geschäftsbereichen dazu bei, die Auswirkungen eines möglichen vollständigen Zahlungsausfalls auf das Unternehmen zu verringern. Hier wird eine Auszahlung der Versicherungssumme im ersten Quartal im Geschäftsjahr 2025 erwartet. Zusätzliche Risiken, die sich aus der Insolvenz ergeben, können dem Risikobericht entnommen werden. Es sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die nach Abschluss des Berichtszeitraums relevant wären. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß §275 Abs. 2 HGB dargestellt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wird von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 267, 276, 288 HGB Gebrauch gemacht. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Trotz der Insolvenz des Hauptkunden, der Landwärme GmbH, ist die Unternehmensfortführung gesichert. Hinsichtlich der Darstellung der diesbezüglichen Risiken verweisen wir auf die Ausführungen Lagebericht. Auf Grundlage unserer Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation und der von uns ergriffenen Maßnahmen sehen wir die Unternehmensfortführung - trotz der bestehenden grundsätzlichen Risiken - als gesichert an. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern betragen drei bis fünfzehn Jahre. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern betragen zwei bis neunundneunzig Jahre. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht mehr als netto EUR 800,00 betragen, werden sofort aufwandswirksam verrechnet. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. In die Herstellungskosten werden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlage, insbesondere die Ausleihungen wurden zum Nennwert bewertet und angesetzt. Soweit erforderlich, wird der am Bilanzstichtag beizuliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, werden diese angesetzt. Für Rohstoffe, Hilfs- und Betriebsstoffe werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach der Durchschnittskostenmethode ermittelt. Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten entsprechend dem Fertigstellungsgrad angesetzt, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Eine Pauschalwertberichtigung war im Geschäftsjahr nicht notwendig. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen i. H. der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert. Das Wahlrecht für aktiv latente Steuern wurde angewandt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden überwiegend übernommen werden. Im Berichtsjahr ergab sich folgender gegenüber dem Vorjahr abweichender Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsatz. Der Gasspeicher wird bei den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesen (abweichend vom Vorjahr TEUR 18). Im Vorjahr wurde dieser im Gesamtbestand ausgewiesen. Erläuterung zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Entwicklung des Anlagevermögens zeigt sich wie folgt:
Forderungen aus Lieferungen und Lesitungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgenstände betragen zum 31.12.2023 TEUR 5.573. Der größte Teil besteht aus gewährten Darlehen, die Restlaufzeit beträgt mehr als ein Jahr. (TEUR 4.964) Davon sind vor allem erwähnenswerte Darlehen erstrecken sich von TEUR 932 bis TEUR 1.340. Das Konto sonstige Vermögensgegenstände umfasst Zinsforderungen in Höhe von TEUR 213. Sonstige Rückstellungen Dieser Posten enhält Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 87. im Wesentlichen Beträge für im Geschäftsjahr entstandene Gehalts-, Resturlaub- und Überstundenansprüche der Mitarbeiter (Vorjahr: TEUR 10). Die Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub oder Mehrarbeitsstunden wurde auf Grundlage einer perso- nenbezogenen Auswertung unter Bestimmung des Gesamtaufwands des Arbeitgebers zur Erfüllung seiner Verpflichtung aus dem Arbeitsverhältnis bewertet. Außerdem enthält der Posten Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 15.0). TEUR 20 wurden dabei für die Erstellung des Jahresabschluss eingestellt, TEUR 21 Euro für die Prüfung und TEUR 5 für die Betreuung der Prüfung. Die Rückstellung für Abschluss - und Prüfungskosten umfasst die internen und externen Kosten zur Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses. Berücksichtigt wurden Personal- und Sachaufwendungen, die im nachfolgendem Geschäftsjahr für das abgeschlossene Geschäftsjahr angefallen sind. Verbindlichkeiten Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 4.592. Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist nicht besichert. Verbindlichkeitenspiegel
Sonstige Verbindlichkeiten Darlehen Gesellschafter Gegenüber Gesellschaftern bestehen zum 31.12.2023 Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 55. Der Darlehensbestand zum 31.12.2022 betrug TEUR 13. Dies ergibt im Jahr 2023 Neuausgaben in Höhe von TEUR 42. Passiv latente Steuern Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt TEUR 88. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es Änderungen am Saldo der latenten Steuern von TEUR 88. Zu Beginn des Geschäftsjahres wies der Saldo TEUR 0 aus. Es wurden im Jahr 2023 erstmals latente Steuern gebildet, eben mit TEUR 88. Der Verbrauch waren somit TEUR 0. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde der gesetzliche Steuersatz der Körperschaftsteuer und ein Gewerbesteuerhebesatz in Höhe von 330% verwendet. Angaben zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 401, sonstige Erträge in Höhe von TEUR 20 und Erträge aus der Verrechnung sonstiger Sachbezüge Kfz in Höhe von TEUR 18 enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Zuwendungen in Höhe von TEUR 10 enthalten. In den Zinsaufwendungen sind Zinsen aus Darlehen gegen Kreditinstitute und Privatleute enthalten. Ebenfalls fällt ein großer Teil der Zinsen auf Sollzinsen ab. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es besteht ein Mietverhältnis zwischen der Biogas Arnschwang GmbH und der Grüngas GmbH. Dieses Mietverhältnis ist monatlich kündbar. Die monatliche Miete zum 31.12.2023 beträgt monatlich netto TEUR 3. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 42,00. Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: • Macht Franz Xaver, Arnschwang Unternehmer / Betriebswirt • Geiger Eva Maria, Arnschwang Unternehmerin Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge erfolgt in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB nicht. Nachtragsbericht Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ist die Insolvenz des Hauptkunden, der Landwärme GmbH. Die Anmeldung auf ein Eigenverwaltungsverfahren erfolgte am 12.08.2024. Näheres wird im Lagebericht erläutert. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 8.618 auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Arnschwang 26.02.2025 gezeichnet Franz-Xaver Macht sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.02.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Grüngas GmbH, Arnschwang Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Grüngas GmbH, Arnschwang, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Grüngas GmbH, Arnschwang, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Regensburg, den 10. Dezember 2024 CM
Treuhandgesellschaft Regensburg mbH
Mehltretter, Wirtschaftsprüfer Cramer, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. |
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