Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Staatliche Toto-Lotto GmbH
Nordbahnhofstraße 201, 70191 Stuttgart, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Georg Michael Grepl seit 5.11.2025 | Prokura |
Paul Nemeth seit 5.11.2025 | Geschäftsführer |
Harald Wörtwein seit 30.5.2025 | Prokura |
Matthias Eberhard Früh seit 21.7.2015 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Staatliche Toto-Lotto GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen 1. Rechtsgrundlagen Gegenstand des Unternehmens ist nach dem neu gefassten Gesellschaftsvertrag vom 25. Mai 2023 die Durchführung von staatlichen Lotterien, Wetten und Ausspielungen sowie die Veranstaltung und Durchführung von Lotterien mit geringerem Gefährdungspotential und von virtuellen Automatenspielen und Online-Casinospielen. Die Gesellschaft kann mit Zustimmung des Gesellschafters auch die Veranstaltung und Durchführung anderer Lotterien, Wetten und Ausspielungen übernehmen. Für das Land Baden-Württemberg führt die Gesellschaft die von ihm veranstalteten Lotterien und Wetten durch. Die Einzelheiten sind im Geschäftsbesorgungsvertrag vom 17. September 2010 geregelt. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 16 Mio. Mit Zustimmung des Landes und der Erlaubnis des Regierungspräsidiums Karlsruhe veranstaltete die Gesellschaft auch im Berichtsjahr die Privatlotterien "GlücksSpirale" und "Die Sieger-Chance". Die Gesellschaft bildet zusammen mit weiteren 15 Unternehmen in den jeweiligen Bundesländern den Deutschen Lotto- und Toto-Block. Rechtliche Grundlage des Zusammenschlusses in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist der Blockvertrag in der Fassung vom 04. Dezember 2007. Zweck des Zusammenschlusses ist die Veranstaltung und Durchführung von Lotterien und Sportwetten nach einheitlichen Spielplänen. Seit 23. März 2012 wird die Lotterie Eurojackpot in Baden-Württemberg angeboten. Die Gesellschaft ist dazu am 07. Juni 2011 dem "Vertrag über die Poolung Eurojackpot" beigetreten. Der Erste Glücksspieländerungsstaatsvertrag vom 01. Juli 2012 galt bis zum 30. Juni 2021. Seit dem 01. Juli 2021 ist der Glücksspielstaatsvertrag 2021 in Kraft. Flankiert werden die beiden Staatsverträge durch das Landesglücksspielgesetz, welches seit dem 29. November 2012 in Kraft ist. Eine Änderung im Landesglücksspielgesetz bezüglich der Wettvermittlungsstellen gibt es seit dem 05. Februar 2021. 2. Jugend- und Spielerschutz & Spielsuchtprävention Glücksspiel ist ein besonderes Gut, das mit Risiken verbunden ist. Die Verhinderung von Spielsucht und die Sicherstellung des Spieler- und Jugendschutzes ist daher ein zentrales Ziel des geltenden Glücksspielstaatsvertrages 2021 und des aktuellen Landesglücksspielgesetzes. Im Bereich der Spielsuchtprävention arbeitet die Gesellschaft auf bundesweiter Ebene mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zusammen. Die kostenlose und anonyme Spielsucht-Hotline der BZgA, ein Selbsttest zur Einschätzung des eigenen Spielverhaltens sowie die 2021 überarbeiteten Onlineangebote bieten Ratsuchenden Hilfestellung. Auf der eigenen Internetseite unter www.lottobw.de/jugend-und-spielerschutz und auf der von der BZgA betriebenen Plattform www.check-dein-spiel.de stehen vielfältige Informations- und Beratungsangebote bereit. Die Onlineangebote der BZgA können zudem in unterschiedlichen Sprachen abgerufen werden. In allen Annahmestellen der Gesellschaft liegen entsprechende Informationsmaterialien gut sichtbar aus. Bspw. ein Flyer zur Glücksspielsucht sowie ein Flyer mit örtlichen Beratungsstellen in Baden-Württemberg. Das Annahmestellen-Personal wird kontinuierlich geschult und kann auf Problemstellungen der Kundinnen und Kunden situativ eingehen. Auf der Internetseite der Gesellschaft finden Interessierte im Bereich Jugend- und Spielerschutz zudem verschiedene Anlaufstellen zur Kontaktaufnahme mit dem Hilfesystem. Partner auf Landesebene ist die Evangelische Gesellschaft Stuttgart (eva). Gemeinsam mit der eva wurde bereits im Jahr 2006 ein umfassendes Sozialkonzept entwickelt, das jährlich fortgeschrieben und weiterentwickelt wird. Das Annahmestellenpersonal sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaft und der Regionaldirektionen werden regelmäßig von erfahrenem Personal geschult. Schulungspartner ist neben der eva seit 2013 der Baden-Württembergische Landesverband für Prävention und Rehabilitation (BWLV). Auch 2023 wurden erneut 2 unterschiedliche Schulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Zentrale durchgeführt. Diese werden regelmäßig wiederholt. Speziell für die neuen von der Gesellschaft angebotenen Online-Produkte wurde eigens eine interne Schulung entwickelt und durchgeführt, die sich speziell an die Bereiche der Gesellschaft wendet, die in unmittelbaren Kundenkontakt stehen. Zur Überprüfung des Jugend- und Spielerschutzes führt die Gesellschaft regelmäßig Testkäufe in allen Annahmestellen durch. Verstöße werden im Rahmen eines mehrstufigen Sanktionskatalogs geahndet, der bis zur Kündigung des Vertrags mit der Annahmestelle führen kann. Der Jugendschutz ist - wie auch die Spielsuchtprävention - fester Bestandteil der Unternehmenskommunikation. Zum Spiel auffordernde Werbung findet bei keinem Produkt statt. In besonderem Maße achtet Lotto Baden-Württemberg darauf, dass Minderjährige keine Möglichkeit haben, die Produkte des Unternehmens zu erwerben und zu nutzen. Im Internet werden dafür entsprechende Identifizierungs- und Authentifizierungsverfahren genutzt. In den Annahmestellen werden Ausweiskontrollen durch das Annahmestellenpersonal durchgeführt. Das Personal ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben geschult. Ein verantwortungsvolles Angebot von Glücksspielen bedarf in besonderem Maße der Kommunikation und des Dialogs mit verschiedenen Interessensgruppen. Das Unternehmen sucht daher auf verschiedenen Ebenen mit Fachleuten und Multiplikatoren einen offenen und sachlichen Austausch. Lotto Baden-Württemberg will ganz bewusst nicht losgelöst von gesellschaftlichen Erwartungen agieren, sondern mit Institutionen aus dem Hilfesystem und mit Interessensvertretungen aus Forschung, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gemeinsam Lösungen erarbeiten. Neben verschiedenen Kooperationen mit Beratungs- und Präventionseinrichtungen, sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene, und einem umfangreichen Engagement im Rahmen des Fördervereins der Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim, hat die Gesellschaft bereits im Jahr 2013 einen eigenen Präventionsbeirat ins Leben gerufen, der die Gesellschaft aus interdisziplinärer Perspektive fortlaufend bei der Weiterentwicklung des Sozialkonzeptes unterstützen soll. II. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft in 2023 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung betrug 0,1 %. Immer noch haben wir ein hohes Preisniveau auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstige Finanzierungsbedingungen wegen steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Dies bremst die Konjunktur und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kommt nach dem Corona-Einbruch ins Stocken. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Die Bauinvestitionen sanken preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus. Dies bremst den Wohnungsbau. Die Wirtschaftsleistung wurde von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm unter anderem zu durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Ein Beschäftigungsaufbau fand fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Obwohl die Preise zurückgegangen sind, blieben sie dennoch auf einem hohen Niveau auf allen Wirtschaftsstufen. Dazu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Erholung der deutschen Wirtschaft setzte sich nach dem Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. 2. Branchenentwicklung Die Gesamteinsätze aller Spielarten in den als Deutscher Lotto- und Toto-Block (DLTB) bezeichneten Unternehmen betrugen im Berichtsjahr rund 8,2 Mrd. EUR und lagen damit um 2,9 % über denen des Vorjahres. Dieser Einsatzzuwachs ist insbesondere auf die äußerst positive Entwicklung der Eurojackpoteinsätze zurückzuführen, was in hohem Maße in den bereits zur 12. Veranstaltungswoche 2022 in Kraft getretenen Produktmodifikationen bei der Lotterie Eurojackpot begründet ist, wobei sich neben der Einführung einer zweiten Eurojackpotziehung am Dienstag auch die Erhöhung des maximal möglichen Jackpots von 90 auf 120 Mio. EUR sehr positiv auswirkte. In Folge dessen konnten sich im Jahr 2023 in vier Jackpotphasen attraktive Spitzenjackpots von rund 107 Mio. EUR (VA 5), von 120 Mio. EUR (VA 25), von rund 117 Mio. EUR (VA 31) und von rund 104 Mio. EUR (VA 52) bilden. Darüber hinaus setzte sich im Segment der Sofortlotterien im Jahr 2023 der langjährige Trend einer erhöhten Nachfrage nach Rubbellosen fort, was einen deutlichen Einsatzzuwachs ermöglichte. Mit Blick auf den Gesamtglücksspielmarkt war zu beobachten, dass nach dem bereits zum 01. Juli 2021 in Kraft getretenen neuen Glücksspielstaatsvertrag auch im Jahr 2023 noch private und in Deutschland nicht lizenzierte Anbieter in kommunikative Maßnahmen investierten. Dabei erfüllen diese Anbieter, die ihren Sitz überwiegend im Ausland haben, im Gegensatz zu den Gesellschaften des DLTB keine Standards in den Bereichen Spieler-, Jugend- und Verbraucherschutz. Durch Firmensitze in Ländern, die sich auf die Ansiedlung international tätiger Glücksspielunternehmen spezialisiert haben, haben diese Unternehmen eine sehr geringe Steuerlast im Land ihres Sitzes. Da diese Unternehmen noch dazu keine Abgaben in Form von Zweckerträgen leisten müssen, konnten diese sich in den letzten Jahren einen bedeutenden "Wettbewerbsvorteil" verschaffen. Mit einem Gesamteinsatz von rund 1,094 Mrd. EUR betrug der Anteil der Gesellschaft am Blockaufkommen im Jahr 2023 13,3 %, was in etwa dem Einwohneranteil Baden- Württembergs am bundesweiten Bevölkerungsstand entspricht. Damit bewegten sich die Gesamteinsätze auch im Jahr 2023 auf einem weiterhin vergleichsweise hohen Niveau. Gleichzeitig lag die Veränderungsrate der Gesamteinsätze im Vergleich zu den 52 Veranstaltungswochen des Vorjahres in Baden-Württemberg mit +2,2 % lediglich leicht unter dem Bundesdurchschnitt von +2,9 %. Die Einzelhandelsumsätze insgesamt (ohne Handel mit KFZ) lagen im Jahr 2023 zwar nominal um 2,3 % über denen des Vorjahres, real jedoch um 3,3 % darunter. Der für das Vertriebsnetz bedeutsame Einzelhandelssektor mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren konnte dabei ein nominales Plus von 5,9 % verzeichnen (real -3,9 %). Dagegen musste der in den Vorjahren überdurchschnittlich gewachsene Sektor Internet- und Versandhandel mit einem nominalen Minus von 0,4 % (real -3,9 %) Einbußen verzeichnen. In Anbetracht der für die Spielgeschäftsentwicklung des Jahres 2023 maßgeblichen Einflussfaktoren mit den äußerst unsicheren Rahmenbedingen, die mit vergleichsweise hohen Preissteigerungsraten insbesondere im Energiesektor und bei Lebensmitteln einhergingen, wodurch Kaufkraft gebunden wurde, entwickelten sich die Spieleinsätze im DLTB insgesamt positiv, anders als die Gesamtwirtschaft in Deutschland. 3. Darstellung der Lage 3.1 Vermögenslage Das Anlagevermögen mit 23,8 Mio. EUR hat gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Mio. EUR (8,6 %) abgenommen. Während das immaterielle Vermögen durch die Einführung der neuen Spielesoftware leicht zulegte, wurde im Bereich der Sachanlagen nicht nennenswert investiert, so dass diese Investitionen bei Weitem durch die Abschreibungen gedeckt waren. Das Umlaufvermögen mit 163,4 Mio. EUR (Veränderung zum Vorjahr: +30,6 Mio. EUR, +23,0 %) wird durch die liquiden Mittel dominiert (74,4 Mio. EUR, Veränderung +5,5 Mio. EUR, +8,0 %). Diese entstammen wie bereits in der Vergangenheit fast ausschließlich dem Spielgeschäft und sind von den Ziehungs- und Abrechnungszeiten im Spielgeschäft stark abhängig. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich deutlich erhöht und belaufen sich am Bilanzstichtag auf 42,2 Mio. EUR, davon entfallen 38,4 Mio. EUR auf Forderungen aus der Spiel- und Wettabwicklung (Veränderung zum Vorjahr: +19,6 Mio. EUR, +103,8 %). Das Anlagevermögen entspricht 14,6 % des Umlaufvermögens und die liquiden Mittel inklusive Wertpapiere entsprechen 61,3 % des Gesamtvermögens. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen zu 64,2 % aus Steuern und Abgaben aus dem Spielgeschäft. 3.2 Finanzlage Das Eigenkapital liegt bei 23,3 Mio. EUR, die Eigenkapitalquote beträgt rd. 12 % (Vorjahr: rd. 11 %). Die Rückstellungen liegen bei 12,1 Mio. EUR (Veränderung zum Vorjahr: - 0,6 Mio. EUR, - 4,7 %). Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 145,7 Mio. EUR (Veränderung zum Vorjahr: +23,7 Mio. EUR, +19,5 %), davon 140,5 Mio. EUR aus der Spiel- und Wettabwicklung. Die Verbindlichkeiten sind zu 82,2 % durch liquide Mittel inklusive Wertpapiere gedeckt (Vorjahr: 89,4 %). Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich auf + 11,1 Mio. EUR gegenüber - 9,5 Mio. EUR im Vorjahr. Zusätzlich unter Berücksichtigung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind die Verbindlichkeiten zu 111,1 % (Vorjahr: 107,8 %) gedeckt. 3.3 Ertragslage Das Geschäftsjahr 2023 wurde insgesamt mit einem Zuwachs des Spielgeschäftsergebnisses abgeschlossen. Dies ist insbesondere auf die im Vorjahr zur 12. Veranstaltungswoche in Kraft getretenen Produktmodifikationen bei der Lotterie Eurojackpot mit der Einführung einer zweiten Eurojackpotziehung am Dienstag sowie der Erhöhung des maximal möglichen Jackpots von 90 auf 120 Mio. EUR zurückzuführen. Im 75. Jahr ihres Bestehens konnte die Gesellschaft Spieleinsätze in Höhe von insgesamt 1,094 Mrd. EUR erzielen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs um 23,4 Mio. EUR (+2,2 %). Die im Wirtschaftsplan für 2023 zum Ausdruck gekommenen Erwartungen wurden damit übertroffen. Die Spieleinsätze beim LOTTO 6aus49 lagen mit einem Rückgang um rund 11,5 Mio. EUR (-2,3 %) auf insgesamt 485,4 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau, was im Wesentlichen auf die zum 25. März 2022 in Kraft getretenen Gewinnplanmodifikationen beim Eurojackpot zurückzuführen ist, die auch im Jahr 2023 bei einem Teil der Spielteilnehmerinnen und Spielteilnehmer zu Umschichtungen zugunsten von Eurojackpot geführt haben dürften. Bei den Zusatzlotterien lagen die Spieleinsätze ebenfalls unter dem Vorjahresniveau. Die Spieleinsätze betrugen beim Spiel 77 105,0 Mio. EUR (-1,5 %) und bei der SUPER 6 44,8 Mio. EUR (-1,3 %). Mit der Lotterie Eurojackpot konnten aufgrund der Gewinnplanmodifikationen Rekordeinsätze in Höhe von 269,7 Mio. EUR (+10,2 %) erzielt werden. Diese Lotterie wird in Kooperation mit Partnern aus Europa durchgeführt. Auch bei der Lotterie KENO und der ausschließlich zusammen mit KENO-Spielaufträgen angebotenen Zusatzlotterie plus 5 waren Einsatzrückgänge zu verzeichnen. Die Spieleinsätze betrugen 16,9 Mio. EUR (-0,1 %) bei der Lotterie KENO und 1,3 Mio. EUR (-2,2 %) bei der Zusatzlotterie plus 5. Im TOTO 6aus45 Auswahltipp war insbesondere aufgrund der in 2023 gegenüber dem Vorjahr ungünstigeren Jackpotentwicklung ein deutlicher Rückgang der Spieleinsätze auf 2,2 Mio. EUR (-11,0 %) zu verzeichnen. Beim TOTO 13er Ergebnistipp sind die Spieleinsätze mit 4,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2,5 % gestiegen. Bei den Losbrieflotterien beliefen sich die Spieleinsätze im Berichtsjahr auf rund 97,3 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein deutlicher Zuwachs um 11,8 %. Die exklusiv in Baden-Württemberg angebotene Lotterie "Silvester-Millionen" wurde auch im Jahr 2023 erfolgreich durchgeführt. Aufgrund der in den letzten Jahren stetig gestiegenen Nachfrage nach diesem Angebot, wurde die Auflage in 2023 um 250.000 Lose erhöht, so dass sich der erzielte Spieleinsatz gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Mio. EUR auf 20,0 Mio. EUR erhöhte. Insgesamt haben die Spieleinsätze in den Staatslotterien in Baden-Württemberg einen Zuwachs von 2,3 % auf 1,047 Mrd. EUR aufzuweisen. Aus den Spieleinsätzen wurden 228,1 Mio. EUR als Reinerträge (ohne Provisionsanpassung und Kostenersatz) für das Land erwirtschaftet. Diese fließen größtenteils in den Wettmittelfonds des Staatshaushalts und dienen der Förderung von Sport, Kunst und Kultur sowie der Denkmalpflege und sozialen Maßnahmen im Land Baden-Württemberg. Die Spieleinsätze der Privatlotterie GlücksSpirale nahmen um 1,0 Mio. EUR auf 42,2 Mio. EUR (-2,3 %) ab. An Zweckerträgen konnten insgesamt 11,7 Mio. EUR erwirtschaftet werden, dies ist weniger als im Vorjahr, weil bei der GlücksSpirale zum Einsatzrückgang noch eine höhere Gewinnausschüttung vorlag. Die Zweckerträge fließen entsprechend der Lotterieerlaubnis den sechs Destinatären zu, d. h. der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Denkmalstiftung Baden-Württemberg, der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege e. V ., dem Deutschen Olympischen Sportbund, dem Landessportverband Baden-Württemberg und dem Land Baden-Württemberg für Zwecke des Natur- und Umweltschutzes. Mit der seit dem 28. Juni 2016 angebotenen Zusatzlotterie zur GlücksSpirale, der Privatlotterie "Die Sieger-Chance", wurden Spieleinsätze in Höhe von EUR 4,6 Mio. (+12,4 %) erzielt. Die Zweckerträge hieraus in Höhe von 1,5 Mio. EUR fließen dem Deutschen Olympischen Sportbund zu. Bei den Bearbeitungsgebühren ist eine Steigerung von 0,3 % auf 22,5 Mio. EUR zu verzeichnen gewesen. Die Gewinnausschüttung verhält sich in etwa proportional zum Spieleinsatz. So konnten 2023 540,0 Mio. EUR, also 13,9 Mio. EUR (2,7 %) mehr ausgeschüttet werden als 2022. Aus Rennwett- und Lotteriesteuern aus den Spieleinsätzen und Bearbeitungsgebühren flossen 185,3 Mio. EUR (Veränderung zum Vorjahr: +3,9 Mio. EUR, +2,2 %) an das Land Baden-Württemberg. Das bedeutet, zusammen mit den Reinerträgen konnten durchschnittlich über 1,1 Mio. EUR täglich an das Land abgeführt werden, was letztlich allen Bewohnerinnen und Bewohnern in Baden-Württemberg zugutekommt - ein Gewinn für das Land. Darüber hinaus wurde unser Vertriebsnetz mit 78,5 Mio. EUR vergütet. Die Personalkosten beliefen sich auf 16,6 Mio. EUR (Veränderung zum Vorjahr: -0,3 Mio. EUR, - 1,6 %). Die Gesellschaft benötigt auch weiterhin qualifiziertes Personal, um die gegenwärtigen und vor ihr liegenden Aufgaben erfolgreich bewältigen zu können. Dieses zu finden, wird immer schwieriger. Die Personalkosten betragen 1,5 % des Spielgeschäftsumsatzes. Den größten Anteil an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 50,3 Mio. EUR (Veränderung zum Vorjahr: 1,9 Mio. EUR, 3,9%) bilden die Vertriebs- und Kommunikationskosten mit 26,0 Mio. EUR und die Betriebskosten mit 18,8 Mio. EUR. Das Beteiligungs- und Finanzergebnis beläuft sich auf 2,5 Mio. EUR. Die negativen Markteinflüsse, die im Vorjahr das Beteiligungs- und Finanzergebnis erheblich belastet haben, trafen dieses Jahr die Gesellschaft nicht. Nach Berücksichtigung des Beteiligungs- und Finanzergebnisses verbleibt ein Ergebnis von 4,9 Mio. EUR vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Nach Steuern schließt die Gesellschaft das Jahr mit einem Jahresüberschuss von 3,99 Mio. EUR ab. 4. Sonderauslosungen Von den im DLTB zusammengeschlossenen Unternehmen wurden die aus der Abrundung der Gewinnquoten aufgelaufenen Spitzenbeträge und die nicht abgeholten Gewinne für drei gemeinsame Sonderauslosungen verwendet. Zum einen wurden in der Lotterie LOTTO 6aus49 in KW 11/2023 (5 x 100.000 EUR und 500 x 1.000 EUR) sowie in KW 49/2023 (3 x 1 Mio. EUR und 1.000 x 1.000 EUR) bundesweite Sonderauslosungen durchgeführt. Zum anderen fand in der Lotterie Spiel 77 in KW 27/2023 (3 x 777.777 EUR und 100 x 7.777 EUR) eine bundesweite Sonderauslosung statt. Dadurch konnten an die Spielteilnehmerinnen und Spielteilnehmer in Baden- Württemberg Gewinne in Höhe von rund 1,256 Mio. EUR ohne zusätzlichen Spieleinsatz ausgeschüttet werden. Darüber hinaus wurden zulasten des Fonds "GlücksSpirale" zwei bundesweite Sonderauslosungen durchgeführt, bei der Spielteilnehmerinnen und Spielteilnehmer der Lotterie GlücksSpirale in Baden-Württemberg zusätzliche Gewinne in Höhe von insgesamt 339 TEUR erzielen konnten. In der Lotterie KENO wurde zulasten des Fonds "KENO" eine Zusatzauslosung durchgeführt, bei der für Spielteilnehmerinnen und Spielteilnehmer aus Baden- Württemberg zusätzliche Gewinne in Höhe von rund 84 TEUR bereitgestellt wurden. Darüber hinaus wurden zwei Landessonderauslosungen zulasten des Fonds "Nicht abgeholte Gewinne" durchgeführt. Zunächst fand die Landessonderauslosung "ExtraDING 2023" statt, bei der an die Spielteilnehmerinnen und Spielteilnehmer Geldgewinne im Wert von rund 2,5 Mio. EUR ohne zusätzlichen Einsatz ausgeschüttet wurden. Ende September 2023 folgte eine weitere Landessonderauslosung, bei der 4 Gewinne in Höhe von je 250 TEUR in bar als "Wunschgewinne" (nach Online-Voting) ohne zusätzlichen Einsatz ausgeschüttet wurden. 5. Vertriebsorganisation Die Vertriebsorganisation umfasste im Berichtsjahr sieben Regionaldirektionen, die jeweils in der Rechtsform einer GmbH geführt werden. Deren Stammkapital von jeweils 80.000,00 EUR ist voll einbezahlt und wird von der Gesellschaft gehalten. Die Erträge aus der Ergebnisabführung der Tochtergesellschaften belaufen sich auf 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Das Vertriebsnetz umfasste am Jahresende insgesamt 3.049 Annahmestellen. Damit entfiel auf durchschnittlich rund 3.699 Einwohnerinnen und Einwohner Baden- Württembergs eine Annahmestelle. 6. Finanzielle/ Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Steuerungsgrößen verwendet die Geschäftsleitung
Zur wesentlichen Aufgabe der Gesellschaft zählt es, ein attraktives Angebot zu offerieren, ohne Spielinteressierte einer Suchtgefahr auszusetzen und ohne den Jugendschutz zu verletzen. Dies dient dem Schutz vor unseriösem und illegalem Glücksspiel. An der Entwicklung des Spieleinsatzes, auch im Vergleich zur Entwicklung des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte, können Rückschlüsse auf die Reichweite und Attraktivität des Angebots gezogen werden. Um die laufende Gewinnauszahlung sicher zu stellen, wird der Liquiditätsgrad I überwacht. Zum Internet-Spiel müssen sich die Kundinnen und Kunden registrieren. Im terrestrischen Spiel müssen sich die Kundinnen und Kunden bei als gefährlich eingestuften Spielen ausweisen. Dazu dient die Kundenkarte, die auch bei anderen Spielen zur Sicherung von Gewinnansprüchen eingesetzt werden kann. Die Gesellschaft hat ein Interesse daran, ihre Spielerinnen und Spieler zu kennen, so kann auch der Spielerschutz gewährleistet werden. Als nichtfinanzielle Steuerungsgrößen verwendet die Geschäftsleitung die Entwicklung der Neuregistrierung von Kundinnen und Kunden im Internet. Diese dient auch als Indikator für die Entwicklung des Internetspielgeschäfts. Im Jahr 2023 konnten wir einen weiteren Zuwachs an neu registrierten Kundinnen und Kunden verzeichnen. Die Kundenkarte wurde neu konzeptioniert. Die Umsetzung begann 2023 und wird im Jahr 2024 abgeschlossen werden können. Mit der Unterzeichnung der WIN-Charta am 02.11.2017 bekennt sich die STLG zu den in der WIN-Charta des Landes Baden-Württemberg formulierten Leitsätzen eines nachhaltigen Wirtschaftens. Durch die Einführung eines Nachhaltigkeitsmanagementsystems setzt die STLG Maßstäbe. Dessen Ziele sind Ausdruck der ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung gegenüber dem Eigentümer, dem Land Baden-Württemberg, der Öffentlichkeit, den Spielteilnehmerinnen und Spielteilnehmern, den Verbraucherinnen und Verbrauchern, den Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Nachhaltigkeitsbericht 2022 ist veröffentlicht. Der Nachhaltigkeitsbericht 2023 wird nach der Verabschiedung des Jahresabschlusses in der Aufsichtsrat-Sitzung im Juli 2024 veröffentlicht. Dort wird der geleistete und für die Zukunft geplante Umfang der Anstrengungen der Gesellschaft dokumentiert. Die Gesellschaft ist zudem am 07. Oktober 2020 dem Klimabündnis Baden-Württemberg beigetreten und hat hierzu eine Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Baden-Württemberg abgeschlossen. Darüber hinaus arbeitet die Gesellschaft mit Hochdruck an der Nachhaltigkeitsberichterstattung, die im Jahr 2026 für das Jahr 2025 zur Pflicht werden wird. III. Chancen- und Risikobericht Um der eigenen Sicherheit und den gesetzlichen Vorschriften Rechnung zu tragen, wurden die Risiken der Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften bezogen auf den künftigen Dreijahreszeitraum systematisch ermittelt, bewertet und im Rahmen des Risikomanagements gesteuert und überwacht. Im Fokus stehen die Risiken im Spielgeschäft, insbesondere das Betriebsunterbrechungsrisiko. Das Thema Cybersicherheit nimmt breiten Raum ein. Seit dem Jahr 2023 ist es uns gelungen, das Risiko von Cyber-Angriffen auch zu versichern. Besonders wesentlich sind für uns die Erfahrung und die Unterstützung durch den Versicherer beim möglichen Eintritt eines Schadensfalles. 1. Wettbewerbsrisiko Seit 01. Juli 2021 ist der Glücksspielstaatsvertrag 2021 in Kraft, an den sich alle Anbieter von Glücksspiel zu halten haben. Zur Zielerreichung dieses Glücksspielstaatsvertrags sind differenzierte Maßnahmen für die einzelnen Glücksspiele vorgesehen, um deren spezifischen Sucht-, Betrugs-, Manipulations- und Kriminalitätsgefährdungspotenzialen Rechnung zu tragen. Sowohl die Staatliche Toto-Lotto GmbH als auch gewerbliche Spielvermittler bieten staatliche Lotterien mit behördlicher Erlaubnis im Internet an. Ziel der digitalen Vertriebspolitik der Staatliche Toto-Lotto GmbH ist nach wie vor, onlineaffinen Kundinnen und Kunden im Internet oder per App ein Spielangebot zu unterbreiten, um sie vor allem vom illegalen Internetspiel abzuhalten. Diese Bemühungen werden teilweise ausgehöhlt, da es nach wie vor Angebote von Wetten auf Ziehungen deutscher Lotterien gibt. Anbieter von diesen Wetten sind private Unternehmen mit Sitz in europäischen Drittstaaten, die keine eigene Lotterieziehung durchführen. Indem sie sich optisch stark am Auftritt erlaubter Lotterien in Deutschland orientieren, versuchen sie in der Regel sich gegenüber den deutschen Verbraucherinnen und Verbrauchern als offizielles, das heißt staatliches, Lotto zu positionieren. Die Aufmachungen der Internetseiten ähneln sehr stark denen der Landeslotteriegesellschaften. Das Geschäftsmodell ist lukrativ und unterläuft den Kanalisierungsauftrag der staatlichen Lotterien. Unterm Strich gehen dadurch erhebliche Umsätze verloren. Inzwischen haben alle deutschen Gerichte, die im Rahmen von Wettbewerbsklagen oder behördlichen Untersagungsverfügungen tätig wurden, die Rechtswidrigkeit dieser Wetten auf Ziehungsergebnisse festgestellt. Trotzdem sind die Angebote noch nicht völlig verschwunden. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. Juni 2013 bestimmt nach wie vor auch die Werbung der Gesellschaft. Solange illegale Anbieter nahezu ohne Rücksicht auf die deutschen Vorschriften werben, wird dies auch weiterhin negative Auswirkungen auf die Umsätze der Gesellschaft haben. 2. Gesamtaussage zur Risikosituation Im Untersuchungszeitraum konnten keine bestandsgefährdenden Risiken erkannt werden. Die Liquidität der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt gesichert. 3. Chancenbericht Zum 01. Juli 2021 ist der Glücksspielstaatsvertrag 2021 in Kraft getreten. Dieser sieht unverändert ein staatliches Lotteriemonopol vor. Dadurch sehen wir die Chance, dass seitens der Politik auch zukünftig ein starker Fokus auf die Bekämpfung des illegalen Glücksspiels gesetzt wird. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 ermöglicht es, dass bestimmte Online-Glücksspiele unter strengen Regulierungsauflagen lizenziert werden können, so das virtuelle Automatenspiel, Online-Poker und Online-Casino-Spiele. Beibehalten wurde damit das grundsätzliche Ziel der Glücksspielregulierung, geeignete Alternativen zum nicht erlaubten Glücksspiel zu schaffen, um die Spielnachfrage hin zum legalen Glückspiel zu kanalisieren. Illegales Glücksspiel soll bekämpft sowie der Entwicklung und Ausbreitung von unerlaubten Glücksspiel auf Schwarzmärkten entgegengewirkt werden. Der Gesetzgeber eröffnet den staatlichen Anbietern die Möglichkeit, auch in diesen Marktsegmenten ein Angebot zu platzieren. Der Gesellschaft ist die Genehmigung für das virtuelle Automatenspiel erteilt worden, ein Realtest wurde in den letzten Wochen des Jahres 2023 gestartet. IV. Prognosebericht Mit Blick auf das Jahr 2024 ist eine konkrete Prognose hinsichtlich der Spieleinsatzentwicklung wiederum nur eingeschränkt möglich, da die Spielgeschäftsentwicklung in hohem Maße von der Bildung attraktiver Jackpots beim LOTTO 6aus49 und beim Eurojackpot abhängt. Darüber hinaus ist für die Spielgeschäftsentwicklung im Jahr 2024 zusätzlich ein erheblicher Unsicherheitsfaktor in der weiterhin unsicheren Entwicklung der makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen zu sehen. Nicht absehbar ist hier zunächst, wie sich die Inflationsrate weiter entwickeln wird bzw. ob Reallohnverluste damit einhergehen. Anhaltend hohe Energiepreise, hohe Preise für Lebensmittel und sonstige Dinge des täglichen Bedarfs könnten dazu führen, dass Spielteilnehmerinnen und Spielteilnehmer dafür Kürzungen am Glücksspielbudget vornehmen müssen. Zusätzlich könnte eine mögliche Flucht in Sachwerte dazu führen, dass auch diese finanziellen Mittel am Glücksspielbudget eingespart werden. Des Weiteren stellt auch die weitere Entwicklung des Russland-Ukraine-Krieges ein erhebliches Risiko dar. Selbst wenn es zu keiner weiteren Eskalation des Konfliktes kommt, könnten die Auswirkungen auf die Konjunktur, den Arbeitsmarkt und auf die Lebenshaltungskosten spürbar sein, so dass ein negativer Einfluss auf das Glücksspielverhalten nicht auszuschließen ist. Allerdings ist zu erwarten, dass die Spielgeschäftsentwicklung des Jahres 2024 durch die seit der Ziehung am 25. März 2022 geltenden Neuerungen bei der Lotterie Eurojackpot - insbesondere der Einführung einer zweiten Wochenziehung am Dienstag sowie der Erhöhung der maximal möglichen Jackpothöhe von 90 Mio. EUR auf 120 Mio. EUR - gestützt wird. Dabei ist jedoch nicht absehbar, ob sich in 2024 die günstige Jackpotentwicklung des Jahres 2023 wiederholen wird. Weiterhin sind in 2024 wie in den Vorjahren mehrere Sonderauslosungen auf Landes- bzw. Blockebene vorgesehen. Im Bereich der GlücksSpirale wird sich das Unternehmen gemeinsam mit den anderen Gesellschaften im DLTB an zwei Sonderauslosungen im Frühjahr und Herbst 2024 beteiligen. Auch bei der täglichen Zahlenlotterie KENO ist im Jahr 2024 eine bundesweite Zusatzauslosung geplant, die im Juni stattfinden soll. Zudem sind für März und Dezember 2024 zwei blockweite Sonderauslosungen im LOTTO 6aus49 und für Juli 2024 eine bundesweite Spiel 77 Sonderauslosung vorgesehen. Auf Landesebene sind die erneute Durchführung der Sonderauslosung "ExtraDING" im März/April 2024 sowie die Wunschgewinn-Sonderauslosung als eine weitere Landessonderauslosung Ende September 2024 geplant. Ferner soll zum Jahresende 2024 erneut die Lotterie Silvester-Millionen exklusiv in Baden-Württemberg angeboten werden. Im Segment der Losbrieflotterien werden auslaufende Serien durch neue Lose ersetzt und das Angebot sowohl stationär als auch im Internet sukzessive erweitert. Die Gesellschaft geht hier von einer weiterhin positiven Entwicklung aus. Zudem ist auch davon auszugehen, dass der digitale Vertriebsweg weiterhin für das gesamte Produktportfolio eine hohe Bedeutung haben wird und sich günstig auf die mittelfristige Geschäftsentwicklung auswirken sollte. Unterstützt dürfte dies auch durch die Einführung virtueller Automatenspiele Ende 2023 sowie von Online-Casino-Spielen im Jahr 2024 werden. Allerdings werden die Einführungskosten des virtuellen Automatenspiels das Ergebnis der Gesellschaft in den ersten Jahren belasten, da dieses von der Gesellschaft selbst veranstaltet wird. Vor dem Hintergrund dieser erheblichen Unsicherheitsfaktoren ist davon auszugehen, dass der Gesamtjahresumsatz des Lotterieangebotes (ohne virtuelle Automatenspiele und Online-Casino-Spiele) in 2024 nicht ganz das Niveau des Vorjahres erreichen könnte. Insgesamt plant die Gesellschaft 2024 einen Jahresfehlbetrag nach Steuern in Höhe von ca. -2,0 Mio. EUR. Auch in 2024 gehen wir von einer positiven Entwicklung der Anzahl unserer Internet- Kundinnen und Kunden aus. Die neuen Online-Glücksspiele werden einen erheblichen Beitrag dazu leisten. Insgesamt sind im Jahr 2024 bis zu 7,6 Mio. EUR für Investitionen vorgesehen; der Anteil für Investitionen in der EDV beträgt davon rund 6,8 Mio. EUR.
Stuttgart, den 25.04.2024 Staatliche Toto-Lotto GmbH Georg Wacker, Geschäftsführer Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Vorbemerkung Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der Staatliche Toto-Lotto GmbH, Stuttgart (Amtsgericht Stuttgart, HRB 917), die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Ergänzend dazu wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gliederungen der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung wurden wegen der Besonderheiten bei der Durchführung staatlicher Lotterien und Wetten um geschäftstypische Posten erweitert. Im Sinne der Klarheit und Übersichtlichkeit hat die Gesellschaft in Anwendung des § 265 Abs. 5 HGB bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen den Bilanzposten B.Il.1. "Forderungen aus Spiel- und Wettabwicklung" sowie bei den Verbindlichkeiten den Bilanzposten C.1. "Verbindlichkeiten aus Spiel- und Wettabwicklung" eingefügt. Des Weiteren wurde in Anwendung des § 265 Abs. 5 HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung der Posten 3. "Gewinnabführung und Ausschüttung" eingefügt. Das Ergebnis der Gesellschaft wird im Wesentlichen durch den mit dem Land Baden- Württemberg bestehenden Geschäftsbesorgungsvertrag bestimmt. Die Gesellschaft führt im Auftrag des Landes die staatlichen Lotterien und Wetten durch. Für diese Tätigkeit erhält die Gesellschaft eine im Geschäftsbesorgungsvertrag festgelegte Provision. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen, bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Geleistete Anzahlungen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Das Sachanlagevermögen ist mit den steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen - sowie bei Gebäuden um stufen-degressive Abschreibungen - vermindert. Seit 2018 werden Zugänge bei den abnutzbaren beweglichen Anlagegütern mit Netto- Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 800,00 voll abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind zu Anschaffungskosten bewertet. Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken ist durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Börsenkursen am Bilanzstichtag. Sofern der Börsenkurs am Bilanzstichtag über den Anschaffungskosten lag, erfolgte eine Zuschreibung bis zur Höhe der ursprünglichen Anschaffungskosten. Wertpapiere in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Anschaffung umgerechnet; bei Kursänderungen erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Die Guthaben bei Kreditinstituten enthalten treuhänderisch gebundene Guthaben in Höhe von TEUR 2.693. Gemäß § 274 Abs. 1 HGB wurde auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern verzichtet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung der langfristigen Rückstellungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben bzw. zehn Jahre abgezinst. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 ein versicherungsmathematisches Gutachten für Pensionsrückstellungen erstellen lassen. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen basiert auf folgenden Parametern: Rechnungszins: 1,82 % Künftige Anpassung der laufenden Renten: 2,0 % Künftige Steigerung der pensionsfähigen Einkommen: 2,0 % Fluktuationswahrscheinlichkeit: 0,0 % Bewertungsmethode: projected-unit-credit-Methode Biometrische Parameter: Richttafeln 2018 G nach Heubeck Der Rechnungszinssatz basiert in 2023 entsprechend den gesetzlichen Regelungen in § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %). Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von EUR 84.855,00 (Unterschiedsbetrag). Die Gesellschaft hat das Ausweiswahlrecht in Anspruch genommen, den Effekt aus der Zinsänderung von 1,78 % auf 1,82 % (TEUR 42) dem Finanzergebnis zuzuordnen. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 ein versicherungsmathematisches Gutachten für Beihilferückstellungen erstellen lassen. Die Berechnung der Beihilferückstellungen basiert auf folgenden Parametern: Rechnungszins: 1,74 % Künftige Steigerung der Beihilfe: 2,0 % Bewertungsmethode: projected-unit-credit-Methode Biometrische Parameter: Richttafeln 2018 G nach Heubeck Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 ein versicherungsmathematisches Gutachten für die Jubiläumsrückstellung erstellen lassen. Als Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Eine Bewertung erfolgte für alle aktiven Mitarbeiter, soweit sie nach dem Bilanzstichtag noch mindestens ein Jubiläum erreichen können. Die Berechnung basiert auf folgenden Parametern: Rechnungszins: 1,74 % Künftige Steigerung der Einkommen: 2,0 % Anstieg der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenzen: 2,0 % Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Eigenkapital Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 84.855,00. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. 3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 804), Verwaltung (TEUR 538) und Vertrieb (TEUR 797). 4. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben bzw. hatten im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 362 (Vorjahr: TEUR 474). D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erbracht. 2. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde oder nicht regelmäßig wiederkehrende Erträge in Höhe von TEUR 2.281 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Veräußerung von Wertpapieren des Umlaufvermögens (TEUR 908), Erträge aus der Zuschreibung von Wertpapieren des Umlaufvermögens (TEUR 1.186) und um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 157). 3. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 671 (Vorjahr: TEUR 936) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen periodenfremden oder nicht regelmäßig wiederkehrenden Aufwendungen sind von untergeordneter Bedeutung. 5. Beteiligungsergebnis Die Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen betreffen mit TEUR 757 (Vorjahr: EUR 207) verbundene Unternehmen. Im Vorjahr ergaben sich die Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 0) aus Ergebnisabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen. 6. Finanzergebnis Das Finanzergebnis enthält Erträge aus der Änderung des Diskontierungssatzes bei den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 42. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen insgesamt in Höhe von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 293) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. E. Sonstige Angaben 1. Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:
*) Ergebnisabführungsvertrag
2. Personal Im Jahresdurchschnitt betrug die Zahl der Beschäftigten (Köpfe):
Im Berichtsjahr waren zusätzlich sechs Auszubildende beschäftigt. 3. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug im Berichtsjahr TEUR 91. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 66 und auf andere Bestätigungsleistungen TEUR 25. 4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die Umsatzsteuer des Organträgers. Mit einer Inanspruchnahme ist angesichts der Bonität des Organträgers nicht zu rechnen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB aus Wartungsverträgen im Bereich IT (TEUR 5.235), aus Sponsorenbeiträgen (TEUR 2.917) sowie aus Miet- und Wartungsverträgen im Bereich Haustechnik (TEUR 485) setzen sich wie folgt zusammen:
Das in 2023 fällige Bestellobligo aus Investitionen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 748 und betrifft im Wesentlichen den IT-Bereich sowie den Bereich Haustechnik. 5. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Georg Wacker, Korntal-Münchingen. Die Gesamtvergütung von Herrn Georg Wacker für das Geschäftsjahr 2023 setzt sich wie folgt zusammen:
An ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene wurden Ruhegehälter in Höhe von EUR 142.852,44 gezahlt. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Geschäftsführern und deren Angehörigen sind EUR 1.653.864,00 zurückgestellt. Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen: Frau Staatssekretärin Dr. Gisela Splett, Karlsruhe - Vorsitzende Herr Staatssekretär Arne Braun, Stuttgart - stellvertretender Vorsitzender ab 01. April 2023 Frau Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, Balingen Frau Ministerin Theresa Schopper, Stuttgart Herr Thomas Blenke MdL, Gechingen - bis 19. Juli 2023 Herr Dr. Markus Rösler MdL, Vaihingen-Ensingen Herr Leitender Ministerialrat Götz-Markus Schäfer, Stuttgart Herr Manuel Hailfinger MdL, Stuttgart - ab 27. November 2023 Die Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023 setzen sich wie folgt zusammen:
6. Konzernzugehörigkeit Die Staatliche Toto-Lotto GmbH, Stuttgart, wird in den Konzernabschluss der Beteiligungsgesellschaft des Landes Baden-Württemberg mbH, Stuttgart, einbezogen. Die Staatliche Toto-Lotto GmbH ist damit gemäß § 291 Abs. 2 Nr. 3 HGB von der Verpflichtung befreit, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Der befreiende Konzernabschluss der Beteiligungsgesellschaft des Landes Baden-Württemberg mbH wird entsprechend den gesetzlichen Vorschriften an das Unternehmensregister übermittelt. F. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 wie folgt zu verwenden:
Stuttgart, 25.04.2024 Staatliche Toto-Lotto GmbH Geschäftsführung Georg Wacker Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Staatliche Toto-Lotto GmbH, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Staatliche Toto-Lotto GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Staatliche Toto-Lotto GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 25.04.2024 MENOLD
BEZLER GmbH
Haug, Wirtschaftsprüfer Schmeisky, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates an die GesellschafterversammlungDer Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres durch laufende Berichterstattung der Geschäftsführung über die Entwicklung des Unternehmens unterrichtet. In drei Präsenz-Aufsichtsratssitzungen wurden wichtige Fragen der Geschäftsführung besprochen. Darüber hinaus wurde die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung zusammen mit dem Jahresabschluss 2023 durch den Abschlussprüfer nach § 53 HGrG geprüft. Dabei ergaben sich keine Feststellungen, die Zweifel an der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung geben. Das Aufsichtsratsmitglied Theresa Schopper hat im Geschäftsjahr 2023 an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen; für die beiden Sitzungen, an denen sie nicht teilnehmen konnte, hat sie Stimmbotschaften erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2023 wurden vom Aufsichtsrat anhand des Prüfungsberichts der Menold Bezler GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Gegen das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss sowie den Lagebericht 2023 und empfiehlt der Gesellschafterversammlung:
Stuttgart, 22. Juli 2024 Dr. Gisela Splett, Staatssekretärin, Vorsitzende des Aufsichtsrates FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSESDie Gesellschafterversammlung hat am 19. August 2024 den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 3.853.510,53 wie folgt zu verwenden:
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