Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 96017
Eingetragen
16.11.2016
Branche
Herstellung von Büro- oder Schulartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, die Herstellung, der Handel und der Vertrieb von Erzeugnissen aus Kunststoffen, Metall oder anderen Rohstoffen, insbesondere von Schreibgeräten sowie Büro- und Werbeartikeln aller Art, dazugehörige Halbfabrikaten, Rohstoffen und Rohwaren, die Erbringung von im Zusammenhang mit den vorgenannten Tätigkeiten stehenden Dienstleistungen sowie die Verwaltung eigenen Vermögens

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nina Monopoli
seit 3.9.2024
Prokura
Judith Fröhlich
seit 14.6.2022
Prokura
Ismail Eligül
seit 14.6.2022
Prokura
Börries Harms
seit 25.11.2020
Geschäftsführer
Daniel Jeschonowski
seit 16.11.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert94.90% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
94.90%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Senator Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SENATOR GmbH

Groß-Bieberau

Jahresabschluss zum 31.12. 0222

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.963,35 165.735,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.027.238,14 1.099.712,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.359.002,48 1.800.854,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 816.861,51 906.220,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 338.647,82 204.428,71
3.541.749,95 4.011.215,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.507.325,92 3.507.325,92
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 4.253.983,99 1.915.000,47
7.761.309,91 5.422.326,39
11.427.023,21 9.599.277,58
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.611.585,38 2.515.600,29
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.220.734,64 1.593.203,70
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.788.529,62 1.021.460,30
4. Geleistete Anzahlungen 21.392,37 218.129,59
5.642.242,01 5.348.393,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 671.655,95 798.604,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.869.571,90 1.279.791,28
3. Sonstige Vermögensgegenstände 291.826,99 89.250,07
2.833.054,84 2.167.646,05
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 568.688,01 952.642,16
9.043.984,86 8.468.682,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten 123.888,52 103.913,17
20.594.896,59 18.171.872,84

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 37.350,85 37.350,85
III. Verlustvortrag -4.827.720,96 -4.353.586,73
IV. Jahresüberschuss (i.Vj. Jahresfehlbetrag) 890.607,26 -474.134,23
6.100.237,15 5.209.629,89
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 2.017.993,62 2.033.830,25
2. Sonstige Rückstellungen 1.593.856,38 1.649.750,92
3.611.850,00 3.683.581,17
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.441.935,96 8.228.643,79
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 460.682,90 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.145.521,76 722.523,84
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 486.017,15 17.874,89
5. Sonstige Verbindlichkeiten 348.651,67 309.619,26
10.882.809,44 9.278.661,78
20.594.896,59 18.171.872,84

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Umsatzerlöse 22.446.859,97 18.369.488,23
2. Erhöhung (i.Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 394.600,29 -422.705,55
3 Andere aktivierte Eigenleistungen 108.303,61 27.970,40
3 Sonstige betriebliche Erträge 596.267,90 1.403.500,69
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8.390.165,46 6.571.705,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 499.513,78 338.945,00
8.889.679,24 6.910.650,00
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.854.486,20 6.525.928,58
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.314.388,57 1.225.055,12
8.168.874,77 7.750.983,70
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 992.501,21 1.056.045,05
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.352.808,46 3.691.189,66
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 95.718,31 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 95.718,31 (i. Vj. TEUR 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 282.522,04 377.507,81
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7,37 -3,69
11. Ergebnis nach Steuern 955.371,73 -408.118,76
12. Sonstige Steuern 64.764,47 66.015,47
13. Jahresüberschuss (i.Vj. Jahresfehlbetrag) 890.607,26 -474.134,23

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der SENATOR GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft") ist nach den Vorschriften des GmbHG und des HGB aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt, HRB 96017, eingetragen.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden einzelne Posten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten und die Gegenstände des Sachanlagevermögens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten jeweils abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bilanziert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen wurden neben den Einzelkosten für Material und Lohn auch anteilige Gemeinkosten einbezogen, sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern er auf die Herstellung entfällt.

Geringwertige Anlagegegenstände mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach Maßgabe der betriebsbedingten Nutzungsdauer ermittelt und erfolgen linear.

Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Nutzungsdauer
in Jahren
Immaterielle Vermögensgegenstände 8
Gebäude, Außenanlagen und Gebäudeeinrichtungen 8 - 50
Betriebsvorrichtungen 10 - 25
Technische Anlagen und Maschinen 7 - 15
Spritzgießformen 5
Betriebs- und Geschäftsausstattung 10 - 25

Die Finanzanlagen werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und gegebenenfalls auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Abwertungen werden in Form von Gängigkeitsabschlägen für Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und technischer Überalterung ergeben, in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Darüber hinaus werden weitere Abwertungen vorgenommen, soweit dies aufgrund eines niedrigeren Börsenoder Marktpreises am Stichtag geboten ist.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens enthalten.

Übrige Posten des Umlaufvermögens

Die übrigen Posten des Umlaufvermögens sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen sowie eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen.

Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag erfasst, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergaben sich saldiert aktivische Steuerlatenzen. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, sodass ein Ansatz latenter Steuern in der Bilanz unterbleibt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der unterschiedlichen Abschreibungsvarianten sowie den Pensions- und Jubiläumsrückstellungen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 29,5 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten ("Richttafeln RT 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,78 % (i. Vj. 1,87 %) ermittelt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen nach § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB wurde in Anlehnung an den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Gleichbleibend zum Vorjahr wurden künftige Gehaltssteigerungen mit 3,0 %, Rentensteigerung mit 2,20 % sowie die Fluktuation mit 5,0 % berücksichtigt.

Mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet wurden die verpfändeten Aktivwerte.

Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungen unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes nach § 253 Abs. 2 HGB von 1,17 % (i. Vj. 1,04 %) bewertet. Dieser Zinssatz bestimmt sich in Anlehnung an den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen werden innerhalb des Zinsergebnisses saldiert ausgewiesen.

Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen der SENATOR GmbH resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer ausgewiesen und sind um Erlösschmälerungen gekürzt. Erlöse sind realisiert, wenn sowohl das wirtschaftliche Eigentum als auch die Risiken auf den Erwerber übergegangen sind.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Im aktuellen Geschäftsjahr sind Erträge in Höhe von EUR 8.239,88 (i. Vj. TEUR 19) sowie Aufwendungen in Höhe von EUR 80.950,06 (i. Vj. TEUR 25) aus der Währungsumrechnung entstanden. Die Erträge und Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagenspiegel

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 sind im nachfolgenden Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

EUR 3.507.325,92
Vorjahr EUR 3.507.325,92

Die wirtschaftlichen Kennziffern nach den lokalen Rechnungslegungsstandards lauten:

Anteil
in %
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag (-) zum 31.12.2022
TEUR
Eigenkapital
TEUR
Senator France S.A R.L., Cestas, Frankreich 100 167 1.289
Senator Pens Ltd., Harlow, Großbritannien 100 86 2.634
Senator Benelux B.V., Borne, Niederlande 100 135 549
DMASK Deutsche Maskenfabrik GmbH, Groß-Bieberau 100 32 57
Porzellanmanufaktur Kahla/Thüringen GmbH 10 -790 79
4.608

Der Beteiligungsansatz der Senator Benelux B.V. in den Niederlanden ist mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Der Beteiligungsbuchwert der Porzellanmanufaktur Kahla/Thüringen GmbH in Höhe von TEUR 883 ist höher als das (anteilige) Eigenkapital der Gesellschaft zu Buchwerten. Eine außerplanmäßige Abschreibung ist unterblieben, da die gesetzlichen Vertreter in den durch die Corona-Pandemie und Gaspreiserhöhungen des Jahres 2022 hervorgerufenen Negativeffekten keine dauernde Wertminderung sehen.

Neben dem in o.a. Tabelle dargestellten Anteilsbesitz besteht eine vollständig wertberichtigte 50%-Beteiligung an der Modi Senator (India) Pvt. Ltd. in Indien. Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen unverändert keine vor. Aus den Vereinbarungen ergeben sich keine weiteren Nachschusspflichten oder Risiken.

Ausleihungen an verbundenen Unternehmen

EUR 4.253.983,99
Vorjahr EUR 1.915.000,47

Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen handelt es sich gleichzeitig um Ausleihungen an Gesellschafter mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben im Umfang von TEUR 116 eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

EUR 671.655,95
Vorjahr EUR 798.604,70

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

EUR 1.869.571,90
Vorjahr EUR 1.279.791,81

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 1.298 aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 571 Forderungen gegen Gesellschafter.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

EUR 10.000.000,00
Vorjahr EUR 10.000.000,00

Gewinnrücklagen

EUR 37.350,85
Vorjahr EUR 37.350,85

Verlustvortrag

EUR -4.827.720,96
Vorjahr EUR -4.353.586,73

Jahresüberschuss (i.Vj. Jahresfehlbetrag)

EUR 890.607,26
Vorjahr EUR -474.134,23

Rückstellungen

EUR 3.611.850,00
Vorjahr EUR 3.683.581,17

Zu wesentlichen Einzelposten ergeben sich nachfolgende Aussagen:

1. Pensionsrückstellungen

EUR 2.017.993,62
Vorjahr EUR 2.033.830,25

Die Pensionsrückstellungen betreffen mit EUR 643.764,00 (i. Vj. TEUR 633) ehemalige Geschäftsführer.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung beträgt EUR 2.049.770,00 (i. Vj. TEUR 2.065). Hiermit verrechnet wurde eine verpfändete Rückdeckungsversicherung mit Anschaffungskosten bzw. beizulegendem Zeitwert in Höhe von EUR 31.776,38 (i. Vj. TEUR 31). Im Geschäftsjahr wurden Erträge in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 1) mit Aufwendungen in Höhe von TEUR 53 (i. Vj. TEUR 125) verrechnet.

Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 53.281,00 (i. Vj. TEUR 125) wurden in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erfasst.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zum 31. Dezember 2022 beträgt aufgrund der Neuregelung des Abzinsungssatzes (Zehnjahresdurchschnitt) EUR 64.418,00 (i. Vj. TEUR 106). Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.

2. Sonstige Rückstellungen

EUR 1.593.856,38
Vorjahr EUR 1.649.750,92

Zusammensetzung:

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Personal 1.391.334,89 1.366.249,31
Übrige 202.521,49 283.501,61
Summe Rückstellungen 1.593.856,38 1.649.750,92

In den Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläen, Tantiemen, Gratifikationen sowie ausstehenden Urlaub/Überstunden enthalten.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, für ausstehende Rechnungen, für eine Vergleichszahlung i.Z.m. einem Insolvenzanfechtungsverfahren sowie für die Prüfung des Jahresabschlusses.

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr betragen TEUR 2.

Verbindlichkeiten

EUR 10.882.809,44
Vorjahr EUR 9.278.661,78

Zusammensetzung:

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.441.935,96 8.228.643,79
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 460.682,90 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.145.521,76 722.523,84
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 486.017,15 17.874,89
Sonstige Verbindlichkeiten 348.651,67 309.619,26
davon: aus Steuern 75.013,66 144.658,00
davon: im Rahmen der sozialen Sicherheit 43.031,34 17.253,60
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 10.882.809,44 9.278.661,78

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

31.12.2022 31.12.2021
Gesamt Restlaufzeit Gesamt Restlaufzeit
TEUR bis zu 1 Jahr
TEUR
über 1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
TEUR bis zu 1 Jahr
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.442 1.313 4.060 2.069 8.229 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 461 461 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.145 2.145 0 0 722 722
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 486 486 0 0 18 18
Sonstige Verbindlichkeiten 349 349 0 0 310 310
Gesamtbetrag 10.883 4.754 4.060 2.069 9.279 1.050

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte und ähnliche Rechte in Höhe TEUR 4.700 besichert.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen enthalten in Höhe von TEUR 298 Anzahlungen von verbundenen Unternehmen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse 2022
EUR
2021
EUR
Umsatzerlöse nach Regionen
Inland 11.020.071,53 9.710.495,58
Ausland 11.426.788,44 8.658.922,65
Summe Umsatzerlöse netto 22.446.859,97 18.369.488,23

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in Höhe von TEUR 515 (i. Vj. TEUR 843) eine staatliche Überbrückungshilfe.

Materialaufwand 2022
EUR
2021
EUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8.390.165,46 6.571.705,00
Aufwendungen für bezogene Leistungen 499.513.78 338.945,00
Summe Materialaufwand 8.889.679,24 6.910.650,00
Personalaufwand 2022
EUR
2021
EUR
Löhne und Gehälter 6.854.486,20 6.525.928,58
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.314.388,57 1.225.055,12
- davon für Altersversorgung EUR 34.004,20 (i.Vj. TEUR 71)
Summe Personalaufwand 8.168.874,77 7.750.983,70

Die Personalaufwendungen sind um 5,4% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Wegfall von Kurzarbeit und Gehaltserhöhungen von 2,5% sind hierbei die beiden Hauptfaktoren.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten in Höhe von TEUR 96 (i. Vj. TEUR 0) Erträge aus verbundenen Unternehmen.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 776 (i. Vj. TEUR 1.215). Hierbei handelt es sich um die Summe der bis zum Ende der Vertragslaufzeit fälligen Beträge; davon sind im Folgejahr fällig TEUR 541 (i. Vj. TEUR 527).

Geschäftsführung

Geschäftsführer sind

Herr Daniel Jeschonowski, Diplom-Kaufmann, Hamburg und

Herr Börries Harms, Diplom-Kaufmann, Frankfurt.

Auf die Angabe der Bezüge zur Geschäftsführung wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die früheren Mitglieder der Geschäftsführung, erhielten im abgelaufenen Geschäftsjahr Rentenbezüge von insgesamt TEUR 37 (i. Vj. TEUR 37).

Angaben zu verbundenen Unternehmen

Die SENATOR GmbH wird in den Konzernabschluss der HANSA Beteiligungsgesellschaft mbH, Groß-Bieberau, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Personalstand

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung, Auszubildende und Mitarbeiter in Elternzeit) betrug:

Arbeitnehmer 2022 2021
Vertrieb/Verwaltung/F&E 36 37
Produktion/Logistik 115 129
Summe durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer 151 166

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 890.607,26 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. Im Übrigen wird auf die Prognoseberichterstattung im Lagebericht verwiesen.

 

Groß-Bieberau, 2. Februar 2024

gez.

Daniel Jeschonowski

Börries Harms

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022
EURO
Zugänge
EURO
Umbuchungen
EURO
Abgänge
EURO
31.12.2022
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.877.969,30 0,00 0,00 0,00 2.877.969,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.722.565,51 0,00 0,00 0,00 11.722.565,51
2, Technische Anlagen und Maschinen 31.301.733,16 183.939,30 46.839,66 0,00 31.532.512,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.606.746,18 116.265,25 0,00 160,90 9.722.850,53
4, Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 204.428,71 181.058,77 -46.839,66 0,00 338.647,82
52.835.473,56 481.263,32 0,00 160,90 53.316.575,98
III. Finanzanlagen
1, Anteile an verbundenen Unternehmen 3.821.984,72 0,00 0,00 0,00 3.821.984,72
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 1.915.000,47 2.338.983,52 0,00 0,00 4.253.983,99
5.736.985,19 2.338.983,52 0,00 0,00 8.075.968,71
61.450.428,05 2.820.246,84 0,00 160,90 64.270.513,99
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
31.12.2022
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.712.233,95 41.772,00 0,00 2.754.005,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.622.853,37 72.474,00 0,00 10.695.327,37
2, Technische Anlagen und Maschinen 29.500.878,68 672.630,96 0,00 30.173.509,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.700.525,67 205.624,25 160,90 8.905.989,02
4, Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
48.824.257,72 950.729,21 160,90 49.774.826,03
III. Finanzanlagen
1, Anteile an verbundenen Unternehmen 314.658,80 0,00 0,00 314.658,80
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
314.658,80 0,00 0,00 314.658,80
51.851.150,47 992.501,21 160,90 52.843.490,78
Buchwerte
31.12.2022
EURO
31.12.2021
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.963,35 165.735,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.027.238,14 1.099.712,14
2, Technische Anlagen und Maschinen 1.359.002,48 1.800.854,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 816.861,51 906.220,51
4, Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 338.647,82 204.428,71
3.541.749,95 4.011.215,84
III. Finanzanlagen
1, Anteile an verbundenen Unternehmen 3.507.325,92 3.507.325,92
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 4.253.983,99 1.915.000,47
7.761.309,91 5.422.326,39
11.427.023,21 9.599.277,58

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Grundlagen des Geschäfts

Die SENATOR GmbH (nachfolgend "SENATOR") sieht sich als ein führender Produzent und Anbieter von Werbeartikeln mit globaler Distribution. Produktkategorien der SENATOR sind Schreibgeräte und Tassen. Seit über 100 Jahren fertigt SENATOR am Standort Groß-Bieberau Schreibgeräte. Heute liegt der Schwerpunkt auf eigengefertigten Kunststoffkugelschreibern, die kundenindividuell bedruckt werden. Ferner werden Tassen für Werbezwecke angeboten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Fokus auf einer fortgesetzten Stärkung der Marke SENATOR durch Konzentration auf Qualität und Lieferperformance, einem hochwertigen Kundenservice und einer einheitlichen Markenkommunikation. Diese Strategie wird auch in den kommenden Jahren konsequent weiterverfolgt - mit dem Ziel eines nachhaltigen und profitablen Wachstums.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wächst der Werbeartikelmarkt in Deutschland erstmals seit der Corona-Pandemie auf € 2,80 Mrd. (i. VJ. € 2,65 Mrd.) (Quelle: Werbeartikel-Monitor 2023 des Gesamtverbands der Werbeartikel-Wirtschaft e. V., Januar 2023). Die Geschäftsführung erwartet, dass der Markt im Jahr 2023 weiter leicht wachsen wird.

Geschäftsverlauf des Unternehmens 2022

Das Geschäftsjahr war das erste Wachstumsjahr nach zwei Geschäftsjahren wirtschaftlicher Eintrübung durch die Corona-Pandemie. Das Umsatzniveau von 2019, dem letzten Jahr vor der Pandemie, wurde noch nicht wieder erreicht.

Zu den finanziellen Leistungsindikatoren der SENATOR GmbH gehören die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern (EBT). Als nichtfinanzieller Leistungsindikator wird die Anzahl von Mitarbeitern berichtet.

Ertragslage

Die SENATOR GmbH erzielt im Berichtsjahr einen Umsatz von € 22,4 Mio. (i. Vj. € 18,4 Mio.).

Zum Jahresende weist die SENATOR GmbH ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von € 0,9 Mio. aus (i. Vj. € -0,5 Mio.). Das Ergebnis beinhaltet neutrale Erträge aus staatlichen Überbrückungshilfen in Höhe von € 0,5 Mio. (i. Vj. € 0,8 Mio).

Im Geschäftsjahr sinkt die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung, Auszubildende und Mitarbeiter in Elternzeit) auf 151 (i. Vj. 166). Zum Bilanzstichtag sind 150 Mitarbeiter beschäftigt (i. Vj. 155).

Im Lagebericht des Vorjahres hatte die Geschäftsführung für 2022 den Umsatz auf € 22,2 Mio. und den EBT auf € 0,4 Mio. prognostiziert. Diese Prognose erweist sich aus heutiger Sicht als zu pessimistisch.

Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen beträgt € 20,6 Mio. und erhöht sich deutlich gegenüber dem Vorjahr (€ 18,2 Mio.). Als Spätfolge der Pandemiesituation lagen 2022 die Investitionen in Sachanlagen unter dem Wert der Abschreibungen. In der Folge sinkt das Sachanlagevermögen um € 0,5 Mio. auf € 3,5 Mio.

Zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit wurden die Vorräte um € 0,3 Mio. auf € 5,6 Mio. erhöht. Im Geschäftsjahr generierte freie Finanzmittel wurden der Konzernfinanzierung zugeführt. Entsprechend erhöhten sich die Ausleihungen an verbundene Unternehmen auf € 4,3 Mio. (i.Vj. € 1,9 Mio.). Guthaben bei Kreditinstituten sinken auf € 0,6 Mio. (i. Vj. € 1,0 Mio.). Das Eigenkapital erhöht sich im Geschäftsjahr auf € 6,1 Mio. (i. Vj. € 5,2 Mio.).

Die Rückstellungen sinken um € 0,1 Mio. auf € 3,6 Mio. Die Verbindlichkeiten steigen im Geschäftsjahr von € 9,3 Mio. auf € 10,9 Mio. Darin enthalten sind die Rückführung von Bankdarlehen um € 0,8 Mio. auf € 7,4 Mio., um € 1,4 Mio. auf € 2,1 Mio. angewachsene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltene Anzahlungen von € 0,5 Mio. (i. Vj. € 0,0 Mio.). Sonstige Verbindlichkeiten bleiben auf € 0,3 Mio. Die SENATOR GmbH war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Chancen- und Risikobericht

Chancen

Durch die Produktion in Deutschland verfügt SENATOR über eine gute Lieferfähigkeit von Qualitätsprodukten. Der überwiegende Anteil der verkauften Produkte wird von SENATOR selbst in Deutschland produziert. Durch eine Umstellung des Bezugs von Tassen auf deutsche Produktion der Porzellanmanufaktur Kahla/Thüringen GmbH hat sich der Anteil nationaler Produktion weiter erhöht. Damit ist SENATOR in der aktuellen Situation von Liefer- und Transportengpässen weniger abhängig von einer Lieferkette aus Fernost als andere Marktteilnehmer. In der Folge sieht das Management weiterhin die Möglichkeit, den Marktanteil im Werbemarkt zu steigern.

Risikolage

Operative Risiken

Der Ausbruch des Krieges in der Ukraine führt im Jahr 2022 zu Umsatzrückgängen in den Märkten Russland, Ukraine und Belarus. Positive Entwicklungen in West- und Mitteleuropa können dies kompensieren.

Negative Einflüsse auf Grund der Corona-Pandemie sind 2022 nicht erkennbar, wenngleich das Vor-Pandemie-Niveau beim Umsatz noch nicht wieder erreicht ist.

Die Gefahr der Substitution von Qualitätsware durch importierte Billigprodukte und Plagiate aus Fernost bleibt grundsätzlich bestehen, ist jedoch durch Sicherheits- und Qualitätsanforderungen, die inzwischen an importierte Produkte gestellt werden, deutlich abgemildert worden.

Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Es bestehen keine wesentlichen Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten. Liquide Mittel werden ausschließlich bei inländischen Kreditinstituten angelegt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein effizientes Mahnwesen.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken ergeben sich aus dem operativen Geschäft, insbesondere aus der Umsatzentwicklung. Entwicklungen innerhalb der Branche, exogene Ereignisse und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen haben unmittelbaren Einfluss auf die Nachfrage nach Werbeartikeln, auf den Auftragsbestand der Gesellschaft und somit auf die operative Entwicklung der Gesellschaft. Auch unvorhergesehene nachteilige Entwicklungen bei verbundenen Unternehmen können die operative Entwicklung der Gesellschaft beeinflussen.

Vor dem Hintergrund sich verändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft vom Erreichen der angestrebten operativen Planzahlen abhängig. Planzahlen enthalten zukunftsorientierte Informationen, die inhärenten Unsicherheiten unterliegen. Sollten die angestrebten Planzahlen aufgrund unvorhergesehener Ereignisse nicht erreicht werden können, besteht das Risiko, dass die Gesellschaft in ihrer Entwicklung beeinträchtigt oder in ihrem Bestand gefährdet werden könnte.

Zur Reduzierung der Liquiditätsrisiken werden Liquiditätsplanungen unter Berücksichtigung von Zahlungseingängen laufend fortgeschrieben und überwacht. Die Liquiditätssteuerung reicht vom regelmäßigen Vergleich der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsflüsse (unter Einbezug der Bankguthaben) bis zur Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

Prognosebericht

Dieser Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf der aktuellen Prognose des Managements für das Geschäftsjahr 2023 in Bezug auf die künftige Entwicklung der SENATOR beruhen. Der Ausblick basiert auf Einschätzungen, die anhand aller dem Management zum jetzigen Zeitpunkt verfügbaren Informationen getroffen wurden. Diese Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Kontrollmöglichkeiten der Geschäftsführung liegen.

Die konkrete wirtschaftliche Entwicklung ist derzeit nicht zu beziffern. Die Prognose unterliegt einer erheblichen Unsicherheit und beruht auf der für uns zum Zeitpunkt der Erstellung wahrscheinlichsten Annahme, dass die Marktnachfrage nach Werbeartikeln gegenüber 2022 leicht wachsen wird und sich Kostenerhöhungen vor dem Hintergrund der allgemeinen Inflation in Form von Preiserhöhungen an die Kunden weitergeben lassen. Auf der Beschaffungsseite werden keine nennenswerten Einflüsse erwartet, die die Produktion beeinträchtigen.

Für das Jahr 2023 erwartet die Geschäftsführung Umsätze von € 23,5 Mio. und einen EBT in Höhe von € 0,8 Mio. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl ist für 2023 mit 152 geplant.

 

Groß-Bieberau, 2. Februar 2024

gez.

Daniel Jeschonowski

Börries Harms

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SENATOR GmbH, Groß-Bieberau

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SENATOR GmbH, Groß-Bieberau, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SENATOR GmbH, Groß-Bieberau, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht der Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Die Werthaltigkeit einer unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Forderung gegen ein verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 4.254 ist nicht hinreichend nachgewiesen, da für dieses verbundene Unternehmen zum Zeitpunkt unserer Prüfung keine belastbare Unternehmensplanung verfügbar war. Auch durch alternative Prüfungshandlungen konnten wir keine hinreichende Sicherheit über die Werthaltigkeit der Forderung gegen dieses verbundene Unternehmen gewinnen. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere bei den Finanzanlagen, dem Jahresergebnis und beim Eigenkapital hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass vor dem Hintergrund sich verändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft vom Erreichen der angestrebten operativen Planzahlen abhängig ist. Wie in Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts dargelegt, deuten die dort beschriebenen Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 6. Februar 2024

DanRevision
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Siegel, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 erfolgte am 30.04.2024.

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