W & G Transport Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hamead Ahrary seit 28.8.2024 | Geschäftsführer |
Alexander Demidov seit 14.4.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SEFE Energy GmbH (vormals: WINGAS GmbH)KasselJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG, TKG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Grundlagen des Unternehmens Wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen Europa Energiepolitisches Umfeld Geschäftsentwicklung Erdgashandel und Beschaffung Gasspeicherung Gastransport Sonstige Geschäftsfelder Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umweltschutz (HSE) Gesellschaftliches Engagement Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Vermögen- und Finanzlage Personal Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem Chancen Risikosituation nach Kategorien Gesamteinschätzung der Chancen- und Risikosituation Prognosebericht Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, % usw.) auftreten. Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Grundlagen des UnternehmensDie WINGAS GmbH, Kassel, (WINGAS) ist eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft der WIBG GmbH, Kassel, (WIBG), einer mittelbaren einhundertprozentigen Tochtergesellschaft der SEEHG Securing Energy for Europe Holding GmbH (SEEHG), mit Sitz in Berlin. Diese erstellt als oberste Konzerngesellschaft einen Konzernabschluss für die SEFE Gruppe und ist als Holdinggesellschaft alleinige Anteilseignerin der SEFE Securing Energy for Europe GmbH, Berlin (SEFE). Seit 1993 ist WINGAS als Handelsunternehmen in der Erdgasversorgung tätig und beliefert vor allem Stadtwerke, größere Industriebetriebe, Kraftwerke und regionale Gasversorgungsunternehmen in Deutschland sowie im europäischen Ausland. Darüber hinaus bewirtschaftet WINGAS ihr Handelsportfolio bestehend aus Speicher- und Transportkapazitäten. Die WINGAS-Tochtergesellschaft WINGAS Holding GmbH, Kassel, (WGHO) hat eine Niederlassung in Wien und betreut von dort aus den österreichischen Markt. Tschechische Kunden werden durch die WIN-GAS-Betriebsstätte in Prag (WINGAS GmbH, organizační složka Česká republika, Prag) beliefert. Erdgaslieferungen in Belgien und in den Niederlanden werden durch die Tochtergesellschaft WIN-GAS Benelux BV/SRL, Brüssel, vermittelt. Erdgasspeicher sind in der SEFE Gruppe strategische Vermögenswerte, die der Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa dienen. So ist WINGAS Eigentümer eines der größten Erdgasspeicher Westeuropas im niedersächsischen Rehden mit einem Arbeitsgasvolumen von 3,9 Mrd. Kubikmetern. Zudem hat man im Jahr 2020 eine weitere Erdgasspeicheranlage im norddeutschen Jemgum mit einem Arbeitsgasvolumen von 0,9 Mrd. Kubikmeter fertiggestellt. Betreiber beider Speicher ist die astora GmbH, Kassel, (astora), eine unmittelbare Tochtergesellschaft der SEFE. Die Tochtergesellschaft WGHO ist am österreichischen Erdgasspeicher Haidach beteiligt. Darüber hinaus vermarktet WINGAS Lichtwellenleiterkapazitäten (LWL) ihres quer durch Deutschland führenden Netzes. Durch fortlaufende Investitionen betreut man nunmehr ein Lichtwellenleiter-Netz von ca. 7.000 Kilometern. Zudem betreibt WINGAS zusammen mit der E.ON Energy Projects GmbH (EEP) ein hocheffizientes Kraft-Wärme-Kopplung Kraftwerk (KWK) in Lubmin bei Greifswald als Joint-Venture (Industriekraftwerk Greifswald GmbH). Des Weiteren besitzt WINGAS seit Ende 2006 eine nicht-regulierte Gasleitung in Belgien (AGP). Über die zwei Kilometer lange Anbindungsleitung an das niederländische Ferngasnetz werden seit Januar 2007 Industriekunden in Antwerpen beliefert. Um das für die Energieversorgung systemrelevante Unternehmen zu stabilisieren, wurden im Vorjahr Maßnahmen getroffen, die zu einer vollständigen Verstaatlichung der SEFE führten. Im Anschluss wurde im Berichtsjahr eine Restrukturierung der SEFE-Gruppe begonnen, um die langfristigen Ziele der Gruppe - Gewährleistung der Versorgungssicherheit und Förderung der grünen Energiewende - zu erreichen. Wirtschaftliche und regulatorische RahmenbedingungenAllgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die globale Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2023 lag mit einem Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von rund 3,1 % marginal unter dem Vorjahreswachstum von 3,3 %. Innerhalb der Europäischen Union (EU) hingegen zeichnete sich eine deutliche Abschwächung des Wachstums auf 0,6 % ab. Ursächlich hierfür waren, neben anderen Faktoren wie gestiegenen Leitzinsen und Inflation, hohe Energiepreise infolge des Ukrainekonflikts.
Angaben für 2023 sind vorläufig Europa Nachdem in 2022 an den Energiemärkten eine präzedenzlos hohe Preisvolatilität, hervorgerufen durch die Folgen des Ukrainekrieges, vorherrschte, setzte in 2023 eine Stabilisierung der Energiepreise ein. Die Preise für Erdöl und Erdgas sanken teils deutlich und lagen zum Jahresende auf dem Niveau von 2021. Im Jahresdurchschnitt betrug der Preis für Erdöl 81,6 USD pro Barrel (bbl) (Vorjahr: 100 USD/bbl). Auch die Preisentwicklung für Erdgas an den wichtigen europäischen Großhandelsmärkten, wie der niederländischen Title Transfer Facility (TTF) und dem Handelspunkt des Marktgebietes Trading Hub Europe (THE) zeigte einen deutlichen Rückgang. Lag der Durchschnittspreis für Erdgas am TTF-Spotmarkt in 2023 noch bei 122 EUR pro Megawattstunde (MWh), fiel er im Laufe des Jahres 2023 auf durchschnittlich 40,7 EUR/MWh. Die Preise am TTF sind zudem maßgebend für die Preisfindung von europäischen LNG-Importen. Der europäische Gasbedarf sank in 2023 erneut gegenüber dem Vorjahr. Für Deutschland beziffert das Statistische Bundesamt die Erdgasimporte 2023 auf 584,3 Terrawattstunden (TWh). Das entspricht einem Rückgang von 25,9 % gegenüber der Referenzperiode 2022 (788,2 TWh). Wesentliche Einsparungen wurden dabei in der Industrie sowie von Privathaushalten erzielt. Die stetige Reduzierung der Erdgasfördermengen und der Einbruch der Importmengen aus Russland haben zur Folge, dass sich Nordwesteuropa auf andere Quellen zur Deckung des Erdgasbedarfs verlassen muss. Dabei gewinnt die Versorgung durch LNG und dessen Regasifizierung für Europa zunehmend an Bedeutung. Der europäische Strommarkt war im Jahr 2023 ebenfalls durch fallende Preise gekennzeichnet. So lag der Durchschnittspreis für Strom am Spotmarkt der European Energy Exchange AG 2023 bei 95,9 EUR/MWh (Vorjahr: 238,1 EUR/MWh). Grund dafür waren gesunkene Preise für Erdgas. Energiepolitisches Umfeld Im Verlauf des Jahres 2023 setzte die EU ihre Maßnahmen zur Verringerung der Abhängigkeit von russischen Energielieferungen und zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien fort. In einer Übereinkunft zum REPowerEU-Plan vom März 2023 wurde das EU-Ziel für erneuerbare Energien für 2030 auf 42,5 % angehoben. Zusätzliche Ziele wurden für die Sektoren Verkehr, Industrie, Gebäude, Heizung und Kühlung festgelegt. Eine weitere Initiative im Rahmen von REPowerEU war der EU-Energiesparplan, in dem verschiedene Energiesparmaßnahmen vorgeschlagen wurden. Am 30. März 2023 wurde die Verordnung des Europarates über koordinierte Maßnahmen zur Senkung des Gasbedarfs bis zum 31. März 2024 verlängert. Seit Februar 2023 gilt für ein Jahr der Marktkorrekturmechanismus, der eine vorübergehende Gaspreisobergrenze von 180 €/MWh festlegt. Eine weitere wichtige Reaktion auf die Herausforderung der Energieversorgungssicherheit waren die Füllstandvorgaben für Gasspeicher, die in der Gasspeicherverordnung mit einem Zielfüllstand von 90 % zum Stichtag 1. November ab 2023 festgelegt wurde. Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) wurde dahingehend geändert, dass die Füllstandanforderungen für Gasspeicher bis zum 1. April 2027, statt wie bisher bis zum 1. April 2025, verlängert wurden. In Österreich wurden die europäischen Vorgaben insbesondere durch die Schaffung einer strategischen Gasreserve auf Basis des §18a Gaswirtschaftsgesetz 2011 umgesetzt. In diesem Kontext hat die Austrian Strategic Gas Storage Management GmbH, Wien, (ASGM) Gas beschafft und in österreichischen Gasspeichern eingelagert. Im November 2023 wurde diese zunächst bis 30. September 2025 geltende Regelung bis zum 1. April 2026 verlängert. Vor dem Hintergrund höherer Speicherkosten, die durch die Festlegung der zuvor genannten Speichermindestfüllstände von Gasspeicheranlagen entstanden sind, gilt ab dem 1. Oktober 2022 eine neue Gasspeicherumlage. Die Gasspeicherumlage soll bis zum 1. April 2025 gezahlt werden und wird jeweils in Perioden von 6 Monaten festgesetzt. Nachdem die Höhe der Gasspeicherumlage zunächst 0,59 EUR/MWh betrug, wurde sie durch die Trading Hub Europe GmbH zum 1. Januar 2024 auf 1,86 EUR/MWh festgelegt. Im Herbst 2022 hatte die Bundesregierung zudem das Ziel verfolgt Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen mit der Gaspreisbremse von den stark gestiegenen Energiekosten zu entlasten. Von diesem Gaspreisdeckel von 7 bzw. 12 Cent pro Kilowattstunde haben die Kunden der WINGAS nur in einem vergleichsweise geringen Umfang Gebrauch gemacht, auch da die Marktpreise für Erdgas im Jahresverlauf 2023 unter das Preisniveau, das durch diese Energiepreisbremse garantiert wurde, gefallen sind. Neben den Bemühungen, Maßnahmen zur Sicherung der Energieversorgung zu ergreifen, hat die EU auch den Rechtsrahmen zur Förderung von Wasserstoff (H2) weiterentwickelt. Mit dem Gas- und Wasserstoffmarktpaket, das Teil des EU-Klimapakets "Fit for 55" ist, will die EU einen Rechtsrahmen schaffen, der eine spezifische H2-Infrastruktur und H2-Märkte, eine integrierte Netzplanung, die Gewährleistung des Verbraucherschutzes und die Stärkung der Versorgungssicherheit ermöglicht. Die Gasrichtlinie wird den Übergang zu einem H2-Markt und -Netz ermöglichen, indem sie die bestehenden EU-Gasmarktprinzipien (Entflechtung und Netzzugangsrechte Dritter) auf erneuerbare Gase und Wasserstoff ausdehnt. Im November 2023 fand die Auktion der Europäischen Wasserstoffbank mit 800 Mio. EUR aus dem EU-Innovationsfonds statt. Ziel war die Versteigerung von staatlichen Subventionen zur Unterstützung der heimischen Produktion von grünem H2 durch eine feste Prämie pro kg H2. Mit Kabinettsbeschluss vom 24. Mai 2023 wird die Genehmigung eines Wasserstoff-Kernnetzes durch die Bundesnetzagentur erstmals im EnWG geregelt. Der Beschluss durch den Bundestag ist am 10. November 2023 erfolgt. Parallel zum parlamentarischen Verfahren haben die Übertragungsnetzbetreiber den Planungsstand für das Wasserstoff-Kernnetz mit einer Leitungslänge von 11.200 Kilometern veröffentlicht. Die formale Genehmigung steht unter dem Vorbehalt des Inkrafttretens der EnWG-Novelle. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) prüft derzeit ein Konzept zur Finanzierung des Wasserstoff-Kernnetzes. Bis zur Schaffung eines flächendeckenden Wasserstoffmarktes sind noch viele Hürden zu meistern. Der zügige Umstieg auf erneuerbare Energien, die Verringerung der Abhängigkeit von Energieimporten und die gleichzeitige Diversifizierung der Versorgungsquellen bleiben deshalb auf der politischen Agenda in Deutschland und Europa. GeschäftsentwicklungErdgashandel und Beschaffung Wie auch im Vorjahr war das Marktumfeld im Jahr 2023 herausfordernd, wobei die Entwicklung im Hinblick auf die Preisstabilität und die Versorgungssicherheit deutlich weniger turbulent verlief als in 2022. Dazu haben vor allem neue Partnerschaften zur Beschaffung von Erdgas und LNG beigetragen, um die ausbleibenden Lieferungen russischen Erdgases zu kompensieren. Im Berichtsjahr musste WINGAS einen Absatzrückgang um 72,1 Mrd. kWh bzw. 15,8% auf 383,3 Mrd. kWh feststellen. Dabei gehen die geringeren Mengen im Wesentlichen auf eingeschränkte Handelsmöglichkeiten aufgrund der neuen Eigentumsverhältnisse sowie eine vorübergehende Einstellung der Vertriebsaktivitäten im Jahr 2022 zurück. Der über einen langen Zeitraum anhaltende Druck auf die Vertriebsmargen hat aufgrund der Marktpreisverwerfungen im Jahr 2022 nachgelassen, wodurch im Vorjahr bereits deutlich höhere Ergebnisbeiträge für das Berichtsjahr vertraglich fixiert werden konnten. Im abgelaufenen Kalenderjahr sind die Vertriebsmargen zwar leicht rückläufig, befinden sich jedoch weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Innerhalb des Beschaffungsportfolios haben Sondereffekte gegenüber dem Vorjahr, das aufgrund einer periodenübergreifenden Preisdynamik stark belastet war, dazu beigetragen, eine deutliche Ergebnisverbesserung zu erzielen. Die in der ersten Jahreshälfte fallenden Gaspreise haben die Preisdifferenzen zwischen Sommer- und Winterterminpreisen erhöht, wodurch höhere Ergebnisse aus der Optimierung der Speicherverträge für das Berichtsjahr erzielt werden konnten. Darüber hinaus konnten bereits signifikate Ergebnisbeiträge für das kommende Geschäftsjahr 2024 auf Termin erwirtschaftet werden. Seit der Beendigung der Belieferung durch die Gazprom export im Jahr 2022 versorgt sich WINGAS ausschließlich über Zukäufe an den europäischen Spot- und Terminmärkten. Alle Bezugsverträge mit Gazprom export wurden Anfang 2023 einseitig gekündigt; somit bestehen keine Ergebnisrisiken mehr aus ausbleibenden Lieferungen. Zur Versorgung ihres Beschaffungsportfolios hat WINGAS im abgelaufenen Geschäftsjahr zudem einen Gasliefervertrag mit Lieferbeginn 2024, einer Mindestlaufzeit von zehn Jahren sowie einer jährlichen Liefermenge von 111 Terrawattstunden mit dem norwegischen Erdöl- und Erdgaskonzern Equinor abgeschlossen. Gasspeicherung Den Bereich Gasspeicherung hat WINGAS im Jahr 2012 zunächst in die damals neu gegründete astora ausgegliedert. astora vermarktet die Kapazitäten der im Eigentum der WINGAS stehenden Speicher im niedersächsischen Rehden, sowie die anteiligen Kapazitäten an dem Erdgasspeicher Jemgum. Darüber hinaus vermarktet astora die anteiligen Kapazitäten der WGHO am Erdgasspeicher Haidach in Österreich. Die Speicheranlagen werden von WINGAS und WGHO an astora für Betrieb und Vermarktung verpachtet. Die Erlöse aus der Verpachtung des Speichers Haidach an astora sind maßgeblich für das Ergebnis der WGHO sowie deren Ergebnisabführung an WINGAS. Einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsbereich Gasspeicherung hatten im Berichtsjahr die im vorherigen Abschnitt erläuterten Füllstandvorgaben für Erdgasspeicher. Diese vorgeschriebenen Mindestfüllstände konnten im laufenden Speicherjahr 2023/24 auch aufgrund der zum Ende des Winters 2022/23 noch relativ hohen Speicherfüllstände marktbasiert sichergestellt werden. Darüber hinaus hat der österreichische Staat im März 2023 eine weitere Gesetzesänderung am Gaswirtschaftsgesetz 2011 mit Auswirkungen auf den Speicher Haidach verabschiedet. Bereits im Jahr 2022 wurde eine direkte Anbindung des Speichers an das österreichische Gasnetz gesetzlich vorgeschrieben. Die damals vorgeschriebene "vorrangige Anbindung" an Netzebene 1 wurde mit der Gesetzesänderung dahingehend konkretisiert, dass eine Anbindung nun zwingend an die Netzebene 1 vorgenommen werden muss. Die Fertigstellung dieses Anschlusses wird derzeit vom technischen Betreiber RAG Austria AG, Wien, (RAG) umgesetzt. Gastransport Aufgrund der langfristigen Verträge zur Belieferung von zwei Industriekunden zeigt die Gaspipeline der WINGAS im belgischen Antwerpen mit einem Umsatz von 0,91 Mio. EUR (Vorjahr: 0,92 Mio. EUR) weiterhin einen konstanten Geschäftsverlauf. Sonstige Geschäftsfelder Die Entwicklung des Lichtwellenleiter-Bereichs war auch im vergangenen Geschäftsjahrs wieder positiv. So konnte der Umsatz aus der Vermarktung von Glasfaser-Kapazitäten leicht auf 16,0 Mio. EUR gesteigert und der Ergebnisbeitrag deutlich oberhalb der Zielplanung für das Geschäftsjahr erhöht werden. Wie schon in 2021 und 2022 wurden auch im Berichtsjahr 2023 zahlreiche Investitionen in Deutschland umgesetzt, dazu zählen rd. 50 km lange Netzausbaumaßnahmen in Ostdeutschland, Raum Stettin, mit Netzkopplungen an das polnische Glasfasernetz, Anbindungen von Mobilfunkmast-Standorten an das WINGAS-Glasfasernetz, technische Anbindungen zu gewonnen LWL-Neukunden sowie die Umsetzung von Netzertüchtigungen/Kapazitätserweiterungen im Westen, Süden und Norden Deutschlands (entlang WEDAL und MIDAL). Dies geht insgesamt einher mit der genehmigten moderaten Wachstumsstrategie des Geschäftsbereichs Infrastructure/Assets. Die gemeinsam mit EEP betriebene KWK-Anlage in Lubmin hat im Laufe des Jahres 2023 aufgrund der ausgebliebenen Gaslieferungen über die Nord Stream 1 Pipeline ihre angestammte Geschäftstätigkeit der Wärme- und Strom-Produktion zunächst gänzlich verloren und wurde daher teilkonserviert. Dadurch sank die Stromerzeugung von 58,9 Mio. kWh im Vorjahr auf nur noch ca. 2,5 Mio. kWh im Berichtsjahr. Noch gravierender fiel der Rückgang der Wärmeerzeugung aus, deren Nachfrage mit nur noch 0,03 Mio. kWh (Vorjahr: 48,6 Mio. kWh) nahezu komplett ausblieb. Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umweltschutz (HSE) Die Geschäftsführung der SEFE hat ein HSE Managementsystem verabschiedet, mit dem sie sich zu den elementaren Leitsätzen des Arbeits- und Umweltschutzes sowie der Anlagensicherheit und des Energiemanagements bekennt. Neben der Beachtung der geltenden Gesetze verpflichtet sich WINGAS, international anerkannte Standards zu respektieren und anzuwenden. Darüber hinaus hält die Gesellschaft zusätzlich sehr hohe eigene Standards ein, die in Verfahrensanweisungen und Leitfäden konkretisiert sind. Aus diesem Grund betreibt WINGAS ein lokales HSE-Managementsystem, um die verabschiedeten Leitlinien der SEFE Gruppe abzubilden. In regelmäßigen Treffen einer festen Arbeitsgruppe, werden die vorhandenen Vorlagen und Formulare stetig weiterentwickelt und aktualisiert. Meldepflichtige Ereignisse sind im Berichtszeitraum nicht eingetreten. Gesellschaftliches Engagement WINGAS steht nicht nur für Energieversorgung, sondern auch für soziales Engagement. Seit vielen Jahren unterstützt WINGAS verschiedene Vereine und Initiativen in zahlreichen Projekten im Kultur- und Bildungsbereich - vor allem in der Kinder- und Jugendförderung der Stadt und der Region Kassel. In 2023 konnten wieder zahlreiche Projekte und Veranstaltungen durchgeführt und unterstützt werden. Ein neuer und besonderer Schwerpunkt lag für uns dabei auf einem Bildungsprojekt, das an fünf Schulen stattgefunden hat. Insgesamt wurden sechs Klimakonferenz-Simulationen mit rund 600 Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Bei diesem Planspiel wurde eine echte UN-Klimakonferenz nachgestellt. Wie in der Realität mussten die Teilnehmenden als Vertreter ihrer Länder(gruppen) durch ihr Verhandlungsgeschick und mit Hilfe ihrer getroffenen Entscheidungen die Erhöhung der Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 auf möglichst 1,5 Grad begrenzen. Die Jugendlichen setzten sich spielerisch mit komplexen globalen Zusammenhängen auseinander und lernten, dass die notwendigen Klimaziele nur gemeinsam erreicht werden können. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslage WINGAS nutzt verschiedene Kennzahlen zur Steuerung ihrer Leistung. Die aus dieser Sicht bedeutsamen Leistungsindikatoren sind der Umsatz, die Absatzmenge sowie das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA). Der HGB-Einzelabschluss der WINGAS dient primär der Ausschüttungsbemessung bzw. der Ergebnisabführung an die Gesellschafterin WIBG. Vergleich Berichtsjahr gegenüber Vorjahr
Die Umsatzerlöse beinhalten überwiegend Erlöse aus dem Erdgashandel. Hinzu kommen Erlöse aus der Verpachtung der Erdgasspeicher an astora und dem Vertrieb von Lichtwellenleiterkapazitäten. Bei den Umsatzerlösen ist im Berichtsjahr ein Rückgang um 8.718 Mio. EUR bzw. 26,2% auf 24.587 Mio. EUR zu verzeichnen. Eine solche Entwicklung, die auf eine rückläufige Absatzmenge sowie gesunkene Verkaufspreise zurückzuführen ist, wurde innerhalb der operativen Planung des letzten Jahres bereits erwartet. Der Materialaufwand sank damit einhergehend leicht überproportional um 27,9% von 33.357 Mio. EUR auf 24.043 Mio. EUR. Das EBITDA des Berichtsjahres liegt mit 539,9 Mio. EUR um 635,3 Mio. EUR signifikant über dem Vorjahreswert von -95,4 Mio. EUR und entspricht nahezu dem im Vorjahr prognostizierten Planungsergebnis. Dieses Resultat ist in erster Linie auf außerordentlich hohe Margenbeiträge aus der Speicheroptimierung sowie Sondereffekte innerhalb des Beschaffungsportfolios zurückzuführen. Darüber hinaus konnten stabile Vertriebsmargen auf einem vergleichsweise hohen Niveau realisiert werden. Abschließend trugen auch höhere Erlöse aus dem Betrieb und der Vermarktung der verpachteten Speicherkapazitäten zu der verbesserten Ergebnissituation bei. Der Personalaufwand erhöhte sich um 12,6% von 37,2 Mio. EUR auf 41,9 Mio. EUR. Dies ist bei gleichbleibender Mitarbeiterzahl auf FTE-Basis im Wesentlichen auf eine Restrukturierungsrückstellung sowie in geringerem Umfang auf die jährliche Tarifanpassung zurückzuführen, während geringere Aufwendungen für Altersversorgung die beiden zuvor genannten Effekte teilweise kompensierten. Das Beteiligungsergebnis lag im Berichtsjahr aufgrund der Ergebnisabführung der WGHO und der außerordentlichen Gewinnausschüttung der WINGAS UK Ltd. mit 18,1 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau von -6,7 Mio. EUR sowie dem budgetierten Ergebnis von 7,6 Mio. EUR. Verantwortlich dafür waren auf Seiten der WGHO im Wesentlichen geringere Betriebskosten und höhere Zinserträge und bei WINGAS UK vorbereitenden Maßnahmen für die Liquidierung der Gesellschaft. Aus der Finanzierungsfazilität der SEFE mit der KfW erhielt WINGAS zwei gruppeninterne Kreditlinien von insgesamt 2,9 Mrd. EUR, die im Laufe des Berichtsjahres zu einer Kreditlinie in gleicher Höhe zusammengeführt wurden. Der Zinsaufwand von 103,4 Mio. EUR im Berichtsjahr ist im Wesentlichen auf die Nutzung dieser Kreditlinien in Folge der Speicherbewirtschaftung zurückzuführen. Er liegt sowohl in der Nähe der letztjährigen Planungsannahmen als auch auf dem Niveau des Vorjahreswertes (104,5 Mio. EUR). WINGAS ist seit 2016 Teil des ertragsteuerlichen Organkreises der SEFE. Der Steueraufwand resultiert im Wesentlichen aus Ertragsteuern für die Betriebstätte in der Tschechischen Republik sowie aus periodenfremden Steuern. Im Berichtsjahr betrugen die Steueraufwendungen 0,1 Mio. EUR gegenüber 1,9 Mio. EUR in der Vorperiode. Dies ist auf einen geringeren Körperschaftssteueraufwand für die Betriebsstätte in der Tschechischen Republik sowie positive Steuereffekte aus Vorjahren im Berichtsjahr zurückzuführen. Das Ergebnis nach Ertragsteuern liegt um 657,8 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (-246,7 Mio. EUR) bei nunmehr 411,1 Mio. EUR. Das positive Ergebnis wird auf Basis eines Ergebnisabführungsvertrages an die Gesellschafterin WIBG abgeführt. Vermögen- und Finanzlage Die Bilanzsumme der WINGAS beträgt zum Bilanzstichtag 2.497,5 Mio. EUR (Vorjahr: 4.404,5 Mio. EUR). Zum Ende des Berichtsjahres beläuft sich das Sachanlagevermögen der WINGAS auf 478,5 Mio. EUR. Dies entspricht einem Rückgang von 6,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Zugänge innerhalb des Sachanlagevermögens gehen im Wesentlichen auf die Bereiche Erdgasspeicher (37,0 Mio. EUR) und LWL (2,0 Mio. EUR) zurück. Demgegenüber überwiegen die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 44,5 Mio. EUR. Das Finanzanlagevermögen in Höhe von 194,6 Mio. EUR ist gegenüber dem Vorjahr (196,8 Mio. EUR) leicht zurückgegangen. Das Umlaufvermögen verringerte sich auf 1.821,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3.720,9 Mio. EUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus einem Rückgang des Vorratsvermögens. Aufgrund sinkender Marktpreise blieb die physische Ausspeicherung von eingespeicherten Erdgasmengen aus. Die geplanten Ausspeicherungen wurden dagegen durch Zukäufe an den entsprechenden Handelspunkten ersetzt, wodurch hohe Gewinne aus der Speicheroptimierung erzielt werden konnten. Diesen Optimierungsgewinnen steht die marktpreisbedingte Wertberichtigung der eingespeicherten Erdgasmengen im Vorratsvermögen gegenüber. Während im Vorjahr die eingespeicherten Erdgasmengen von 16,9 Mrd. kWh einen Bestandswert von 2.482,3 Mio. EUR ergaben, entspricht der Bestand von 20,7 Mrd. kWh zum Jahresende 2023 einem Wert von nur 1.041,4 Mio. EUR. Einhergehend mit dieser Entwicklung lagen auch die kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten deutlich unter dem Vorjahresniveau. Das Eigenkapital der WINGAS beläuft sich unverändert auf 500,0 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote ist jedoch aufgrund der preisinduziert stark verkürzten Bilanzsumme gestiegen und betrug zum Bilanzstichtag 20,0 % (Vorjahr: 11,4 %). Die Finanzstruktur der WINGAS ist durch die Aufnahme von kurzfristigem Fremdkapital geprägt. WINGAS partizipiert dabei in erster Linie von einer Vereinbarung über ein revolvierendes konzerninternes Darlehen an der Finanzierungsfazilität der SEFE Gruppe mit der KfW. Darüber hinaus besteht ein Cash-Management-Vertrag, durch den der Zugriff auf das Cash-Pooling der SEFE Gruppe gewährleistet ist. Zu den prioritären Finanzierungstätigkeiten gehörten, insbesondere vor dem Hintergrund des erhöhten Preisniveaus seit 2022 und noch immer volatiler Gasmärkte, die Sicherung eines stabilen Liquiditätsniveaus, sowie die Optimierung des betriebsnotwendigen Kapitals. Um dies zu gewährleisten, hat WINGAS die Möglichkeit unter der genannten Kreditlinie Ziehungen mit unterschiedlichen Laufzeiten bis zu einer maximalen Höhe von 2,9 Mrd. EUR zu tätigen. Außerdem kann das Unternehmen innerhalb des Cash-Pooling ein Darlehen bis zum Höchstbetrag von 1,1 Mrd. EUR bei der SEFE aufnehmen bzw. stellt der SEFE seine Liquidität als Tagesgeld zur Verfügung. Nachdem die kurzfristige Kreditaufnahme sowie die Tagesgeldaufnahme bei der SEFE zum Jahresende 2022 noch bei 2.581,0 bzw. 730,6 Mio. EUR lag, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr erhebliche Rückzahlungen getätigt. Daraus resultierten zum Jahresende 2023 eine kurzfristige Kreditaufnahme von 750,0 Mio. EUR sowie eine Tagesgeldaufnahme von 18,0 Mio. EUR. Der verfügbare Bestand an flüssigen Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten liegt zum Bilanzstichtag bei 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Insgesamt weist die Vermögens- und Finanzlage der WINGAS im Berichtsjahr eine zufriedenstellende und den Erwartungen entsprechende Entwicklung auf. Personal Im Jahr 2023 waren bei der WINGAS GmbH durchschnittlich 235 Mitarbeiter/-innen (ohne Auszubildende) beschäftigt (Vorjahr: 236).
Nicht-finanzielle LeistungsindikatorenDie Sicherstellung der Energieversorgung in Deutschland und Europa sowie das damit im Zusammenhang stehende Vorantreiben einer grünen Energiewende stellen das Leitbild und den gesellschaftlichen Auftrag der SEFE Gruppe dar. Zum Gelingen dieser herausfordernden Aufgabe trägt WINGAS maßgeblich durch das Engagement und Know-How seiner Mitarbeitenden bei. WINGAS legt daher besonderen Wert auf die Förderung ihrer Mitarbeitenden sowie auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beruf und Familie. Durch zahlreiche Maßnahmen fördert das Unternehmen die Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit aller Mitarbeitenden. Interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen unterstützen die Mitarbeitenden bei der Nutzung ihrer persönlichen Potenziale, um sie fortlaufend auf wechselnde Herausforderungen vorzubereiten und Chancen zur Weiterentwicklung zu bieten. Eine Messung und damit Prognose der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren wird bei der WINGAS bislang noch nicht vorgenommen. Chancen- und RisikoberichtRisikomanagementsystem Nach den enormen Herausforderungen des Jahres 2022, sowohl für die Energiemärkte im Allgemeinen wie die Geschäftstätigkeit der Gruppe im Besonderen, haben sich die Handels- und Verkaufsaktivitäten der SEFE Gruppe im Berichtsjahr vollständig stabilisiert. Das Risikomanagement konnte dadurch den Fokus zur Handhabung unmittelbarer Risiken, wie Liquidität- und Kreditrisiken, wieder auf einen ganzheitlichen Ansatz verlagern. Von den später dargestellten Risikokategorien stand insbesondere die Analyse, Bewertung und Minderung von Risiken im Zusammenhang mit der Erweiterung des Einkaufsportfolios im Berichtsjahr im Fokus wie auch die Herausforderungen zur Umsetzung der langfristigen Nachhaltigkeitsziele und der grünen Agenda. Mit dieser Ausweitung aktualisiert die Gruppe ihre Standards für das Risikomanagement und stellt sicher, dass die Risikoüberwachungssysteme die Geschäftsprozesse ausreichend unterstützen, um den Übergang der Gruppe in eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Zukunft zu fördern. WINGAS verwendet das durch die SEFE Gruppe gewählte Enterprise Risk Management System (ERM), um Risiken in der gesamten Gruppe effizient und konsistent zu steuern. Das ERM unterstützt die Unternehmen bei der Erreichung ihrer Ziele und stellt eine kohärente und umfassende Kontrolle über die finanziellen und wirtschaftlichen Aktivitäten der Gruppe sicher. Darüber hinaus unterstützt es Geschäftsentscheidungen durch die Identifikation optimaler Risiko-Rendite-Alternativen. Das Risikomanagementsystem ist ein integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Aktivitäten der WINGAS wie auch der gesamten SEFE Gruppe. Die kommerziellen und unterstützenden Einheiten tragen als Risikoeigner die Verantwortung für das Management der Risiken. Die zentral gesteuerten Risikomanagementabteilungen unterstützen diese Einheiten durch Beratungs-, unabhängige Überprüfung, Berichtswesen und Monitoring. Im Jahr 2023 genehmigte der Aufsichtsrat die überarbeitete Risikopolitik der SEFE Gruppe und den Rahmen für die Risikobereitschaft, wodurch eine solide Grundlage für die Risikosteuerung geschaffen wurde. Des Weiteren wurde ein Risikoausschuss des Aufsichtsrates gegründet. Dieser überwacht die Angemessenheit des Risikomanagementsystems und stellt sicher, dass die Gruppe adäquat ausgestattet ist, um Risiken effektiv zu identifizieren, zu bewerten und im Einklang mit den festgelegten Richtlinien zu steuern. Chancen Nach den zahlreichen Herausforderungen des Geschäftsjahres 2022 konnte sich WINGAS im Berichtsjahr 2023 auf die strategische Neuausrichtung des Geschäftsmodells konzentrieren und wesentliche Fortschritte erzielen. Mit der Revitalisierung des Handelsgeschäftes konnte WINGAS ihren Kunden wieder maßgeschneiderte Lösungen für die Energieversorgung mit Erdgas anbieten. Eine langfristig und auf partnerschaftliche Basis ausgelegte Kundenbeziehung führte nur zu einer geringen Abwanderung der Kunden während der Krisenzeit und bildet auch die Basis für einen dauerhaften Markterfolg. Die Unterstützung der Bundesregierung hat nicht nur erfolgreich durch die Krise geführt, sondern bietet dem Konzern und vor allem WINGAS die Möglichkeit, sich zu einem bedeutsamen Energieversorger mit gesellschaftlicher Verantwortung in Deutschland und Europa zu entwickeln und ebenso die europäische Energiewende maßgeblich mitzugestalten. Dank eines starken Gesellschafters, solider Kapitalstruktur und dem Aufbau eines diversifizierten Beschaffungsportfolios kann die SEFE Gruppe ein robustes Geschäftsmodell entwickeln und die vorgegebenen Ziele erreichen. Die Entscheidungen der Europäischen Union zur Lösung der Energiekrise (z.B. REPowerEU, deutsches LNG-Beschleunigungsgesetz sowie weitere regulatorische Maßnahmen) setzen einen Rahmen zur Festlegung klarer strategischer Prioritäten. Demnach ergeben sich durch die Diversifikation der Energieversorgung, auch unter Berücksichtigung zunehmender LNG-Importe, aussichtsreiche Möglichkeiten für neue Wachstumsmärkte der Energieversorgung. Die Dekarbonisierungs- und Emissionsminderungsinitiativen und -vorschriften der EU-Länder geben eine Richtung für eine beschleunigte Umstellung von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien und kohlenstoff-arme Gase (insbesondere Wasserstoff) vor. Daraus ergibt sich für die SEFE Gruppe ein großes Umsatzpotenzial durch Erschließung neuer Märkte und die Entwicklung einer hierfür benötigten relevanten Infrastruktur. Der doppelte Auftrag der Gruppe, sowohl die Sicherheit der Energieversorgung zu gewährleisten als auch den Übergang zu grüner Energie voranzutreiben, trifft genau die Bedürfnisse vieler Kunden und die gemeinsame Entwicklung von Lösungen bietet erhebliche Chancen einer erfolgreichen und vertieften Kundenbeziehung. Ein Fokus der Reorganisation der SEFE Gruppe ist insbesondere die Neustrukturierung der Vertriebsaktivitäten zwischen den verschiedenen Gruppengesellschaften. Die implementierten Prozesse und Datenströme werden hierfür untersucht und angepasst, um den Kunden standortunabhängig passgenaue Produkte und einen hohen Service anbieten zu können. Hierzu wurde im Berichtsjahr ein IT-Projekt gestartet und Serviceverträge mit den Dienstleistungsfirmen zum Aufbau eines ganzheitlichen IT-Systems abgeschlossen. WINGAS erwartet aus den Projekt wesentliche Einsparungen aus den Prozesskosten und eine agile Infrastrukturlandschaft, um auch den neuen Herausforderungen und Produkten Rechnung zu tragen. In Summe sollte die strategische Neuausrichtung der SEFE Gruppe dazu führen, die Rentabilität der WINGAS wesentlich zu verbessern und den operativen Cashflow zu erhöhen. Dadurch wird eine solide Grundlage für ein nachhaltiges grünes Geschäft geschaffen, sodass z.B. auch größere Wasserstoffprojekte realisiert werden können und sich weitere Chancen für WINGAS ergeben, die sich wandelnden Absatzmärkte erfolgreich zu bedienen. Risikosituation nach Kategorien Marktrisiko Das Marktrisiko umfasst nachteilige finanzielle Auswirkungen, die sich aus Änderungen des Marktumfeldes auf Portfoliogrößen und insbesondere ungehedgte Positionen ergeben. Zu diesen Faktoren gehören Rohstoff- und Derivatepreise, Zinssätze, Wechselkurse und Verkaufsvolumina, die sich aus flexiblen Abnahmeverträgen ergeben. Für WINGAS resultiert das Marktrisiko hauptsächlich aus den Vertriebs- und Hedgingsaktivitäten sowie der Bewirtschaftung der gebuchten Speicherkapazitäten. Die Gruppe verwendet einen einheitlichen Value-at-Risk (VaR)-Ansatz, der auf einer Monte-Carlo-Simulation basiert. Die operativen Einheiten steuern diese Risiken in enger Zusammenarbeit mit der Risikomanagementabteilung der Gruppe und innerhalb festgelegter Limits. Ergänzt wird die tägliche VaR-Überwachung durch zusätzliche Methoden und Kontrollen, wie z.B. Stresstests, Sensitivitätsanalysen und Volumenlimits. Die WINGAS GmbH ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Preisrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen die WINGAS GmbH eine Absicherung gegen diese Risiken beabsichtigt, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente kommen zur Anwendung, wenn sie durch aus dem operativen Geschäft entstehende Positionen oder geplante Transaktionen unterlegt sind. Außerdem werden Derivate eingesetzt, um im Rahmen eines vorgegebenen Limits Margen aus zeitlichen sowie räumlichen Preisdifferenzen am Markt zu generieren. Zum Bilanzstichtag bestehen zur Absicherung dieser Preisrisiken Warenderivate im Umfang von 5.091 Mio. EUR, die zum 31. Dezember 2023 einen positiven beizulegenden Wert in Höhe von 695 Mio. EUR aufweisen. Abschluss und Abwicklung der Geschäfte erfolgt nach internen Richtlinien und unterliegen strengen Kontrollen unter Berücksichtigung der Funktionstrennung. Die aus den abgeschlossenen Geschäften resultierenden Risiken sowie die zur Absicherung abgeschlossenen Derivate werden laufend überwacht. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer regelmäßigen Berichterstattung an die verantwortlichen Abteilungen übermittelt. Kreditrisiko Das Kreditrisiko deckt potenziell nachteilige finanzielle Auswirkungen ab, wenn Gegenparteien ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht zu den vereinbarten Bedingungen erfüllen. Zu diesen Auswirkungen gehören Zahlungsausfälle und die Nichterfüllung vertraglicher Vereinbarungen, für WINGAS mehrheitlich Verlustrisiken aus der Alternativvermarktung nicht abgenommener Mengen. Das Kreditrisiko wird durch die Vertriebs-, Handels- und Projektaktivitäten bestimmt. WINGAS folgt der gruppenweiten Kreditrisikorichtlinie mit klaren Vorgaben zur Vergabe der Kreditlimits und der Bewertungs- und Überwachungsprozesse. Vor Abschluss von Neuverträgen werden die verfügbaren Kreditlimite geprüft und deren Einhaltung täglich durch das Kreditteam geprüft. Durch die stark rückläufigen Entwicklungen der Energiepreise haben sich auch die Kreditrisiken deutlich reduziert, sind allerdings weiterhin auf einem historisch überdurchschnittlichen Niveau. Liquiditätsrisiken Die Gruppe gleicht laufend ihre Zahlungspflichten mit der verfügbaren Liquidität ab, um ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachzukommen. Hierbei werden die potenziell negativen Abweichungen von den geplanten Cashflows bewertet, die sich für WINGAS maßgeblich aus den Abnahmeverhalten der Kunden und der Speicherbewirtschaftung ergeben. Die Gruppe hält laufzeitabhängige Liquiditätsreserven vor, die durch die verfügbare Liquidität, einschließlich zugesagter Finanzierungslinien, gedeckt sein müssen. Strategische Risiken Mit der Reorganisation der SEFE Gruppe zu einem unabhängigen Mid-Stream Handelsunternehmen sind wesentliche Entscheidungen zum Aufbau eines eigenen Beschaffungsportfolios ist verbunden. Insbesondere werden langfristige LNG- und Pipelinegas-Lieferungen abgeschlossen sowie Regasifizierungskapazitäten gebucht. WINGAS ist innerhalb der SEFE Gruppe ein wesentlicher externer Vertragspartner für diesen Portfolioaufbau. Diese langfristige Sicherung des Ziels der Versorgungssicherheit setzt WINGAS den Risiken aus den Veränderungen der Energiemärkte und insbesondere den politisch gewünschten Rückgang des Gasverbrauches in Europa aus. Insbesondere ein beschleunigter Übergang in eine dekarbonisierte Energieversorgung, den die SEFE Gruppe auch aktiv begleiten soll, stellen große Herausforderungen an eine richtige strategische Weichenstellung dar. WINGAS und die SEFE Gruppe begegnen diesen Risiken mit einem aufeinander abgestimmten Konzept aus langfristiger Planungs- und kurzfristigen Optimierungsmöglichkeiten. Des Weiteren stellen die auferlegten Beschränkungen der Europäischen Kommission im Rahmen der Genehmigung der Übertragung der Eigentumsrechte auf die deutsche Regierung potentiell strategische Risiken bei der Neuausrichtung der Unternehmensgruppe dar. Die Unternehmensgruppe und insbesondere die WINGAS sieht sich insgesamt aber gut aufgestellt, um den Transformationsprozess innerhalb der Vorgaben voranzutreiben und ist im aktiven Austausch mit den Entscheidungsträgern um ungewollte Einschränkungen zu vermeiden. Operationelle Risiken Die Gruppe definiert operationelle Risiken als potentielle Verluste, die sich aus Mängeln oder Fehlern in internen Prozessen, menschlichem Handeln, Systemen oder externen Ereignissen ergeben. Zur Minderung der operativen Risiken wurde ein ganzheitliches Incident Management Systems etabliert, dass neben einer gründlichen Analyse der festgestellten Vorfälle auch eine proaktive Ermittlung potenzieller Schwachstellen im Rahmen regelmäßiger Prozessüberprüfungen vorsieht. Diese Überprüfungen werden von der Risikoabteilung und der internen Revision zusammen mit den beteiligten Prozessverantwortlichen durchgeführt. Auf Grund gesunkener Rohstoffpreise und Volatilitäten und nicht zuletzt der implementierten Prozessverbesserungen haben sich die operativen Risiken bei WINGAS deutlich reduziert und befinden sich auf einem durchschnittlichen Niveau. Risiken aus Informationssicherheit Die Gruppe schätzt diese Risiken aufgrund der neuen Eigentümerstruktur und der aktuellen geopolitischen Lage als hoch ein. Um den neuen potenziellen Bedrohungen zu begegnen, aktualisierte die Gruppe 2023 ihre Governance-Struktur im IT-Bereich und errichtete ein spezielles Team für die Aufstellung und Umsetzung aktueller Standards ein. Außerdem hat die Gruppe ein ehrgeiziges IT-Verbesserungsprogramm in Angriff genommen, das insbesondere im Vertriebsbereich der WINGAS den Ersatz veralteter IT-Systeme, die Modernisierung der IT-Infrastruktur und die Migration bestehender IT-Systeme in die Cloud umfasst. Es wird erwartet, dass all diese Maßnahmen die Risiken für die Informationssicherheit bereits kurzfristig erheblich verringern werden. Regulatorische Risiken Die massiven Auswirkungen der europäischen Energiekrise haben zu zahlreichen gesetzlichen Initiativen geführt. Die Dynamik in der regulatorischen Landschaft kann zu unvorhergesehenen Veränderungen und Risiken für die Geschäftsaktivitäten der WINGAS führen, so dass die regulatorischen Risiken aktuell als hoch eingestuft werden. Für die WINGAS zählen hierzu vor allem neue Vorgaben zur Speicherbewirtschaftung und der Speicherumlage, Regelungen bezüglich einer veränderten Energiewende und neue Verpreisungskonzepte im Rahmen von Verschmutzungszertifikaten Herausforderungen dar. WINGAS steuert diese Risiken durch kontinuierliche Beobachtung und Analyse der sich abzeichnenden nationalen und EU-Regulierungsmaßnahmen und durch die Zusammenarbeit mit wichtigen Interessengruppen wie Regulierungsbehörden, Branchenverbänden und der deutschen Regierung. Lieferkettenrisiken Die stark globalisierte Erdgas- und LNG-Lieferkette macht die Gruppe anfällig für geopolitische Instabilität wie Krieg, Sanktionen oder politische Unruhen und daraus resultierenden Liefereinschränkungen. Zusätzlich stellt das deutsche Lieferkettengesetz weitere Sorgfaltspflichten im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen und Umweltverstößen auf. Die SEFE-Gruppe reduziert diese Risiken, indem sie ihre Lieferquellen diversifiziert, ein solides Verfahren zur Überprüfung der Identität ihrer Geschäftspartner und Lieferanten durchführt (Know Your Customer - KYC), die Einhaltung internationaler regulatorischer Anforderungen sicherstellt und, wo möglich, dies in konkreten Vertragsklauseln spezifiziert. Damit reduzieren sich die potentiellen Auswirkungen für WINGAS, die maßgeblich die Portfoliomengen von der SEFE Marketing & Trading Ltd. bereitgestellt bekommt. Obwohl die Gruppe momentan nicht direkt dem deutschen Lieferkettengesetz unterliegt, dient dieses als Blaupause für die Prozessvorgaben in sämtlichen globalen Geschäftsbereichen. Die Unternehmensgruppe hat hierzu ein Implementierungsprojekt aufgesetzt, die entsprechenden Anforderungen in die eigenen Due-Diligence-Prozesse zu integrieren. Gesamteinschätzung der Chancen- und Risikosituation Die Erfolge der Gruppe bei der Revitalisierung ihres Handelsgeschäfts im Jahr 2023 befähigten auch WINGAS das Vertriebsgeschäft wieder vollumfänglich aufzunehmen und den Kunden maßgeschneiderte Lösungen für den Energiebedarf anzubieten. Die WINGAS profitiert hierbei vom langjährigen Know-how in den LNG- und Erdgasmärkten, robusten Infrastrukturanlagen, einem diversifizierten Beschaffungsportfolio und erprobten Abwicklungsprozessen und ist für einen weiteren Markterfolg strategisch gut aufgestellt. Die Verzahnung und Interaktion dieser Aktivitäten kreiert wesentliche Synergien, sodass WINGAS den Kunden attraktive Konditionen anbieten kann. Der Zwang zur strategischen Neuausrichtung mit klarer Fokussierung auf einen veränderten Energiemix stellen die richtigen Weichen für künftige Wettbewerbsvorteile. Der doppelte Auftrag der Gruppe, sowohl die Sicherheit der Energieversorgung zu gewährleisten als auch den Übergang zu grüner Energie voranzutreiben, trifft genau die Bedürfnisse vieler Kunden und die gemeinsame Entwicklung von Lösungen bietet erhebliche Chancen einer erfolgreichen und vertieften Kundenbeziehung. WINGAS sieht sich sehr gut positioniert von den sich ergebenen Chancen zu profitieren und die Risiken durch die implementierten Prozesse managen zu können. Das Zusammenspiel zwischen den Anforderungen an die Versorgungssicherheit und dem beschleunigten grünen Übergang stellt allerdings auch eine zentrale Herausforderung und Risiko von Fehleinschätzung dar. Infolgedessen hat die Gruppe ihre Szenario basierte Risikobewertung verbessert, um die Überwachung und Steuerung dieser langfristigen Risiken zu optimieren. Darüber hinaus gewährleistet der enge Kontakt mit den Kunden die frühzeitige Identifikation von der Markttrends und eine Anpassung der strategischen Ausrichtung. PrognoseberichtAls Unternehmen der SEFE Gruppe gehört es zu den entscheidenden Aufgaben der WINGAS einen Beitrag zur Energieversorgungssicherheit in Europa zu leisten, die grüne Energiewende voranzutreiben und gleichzeitig ein nachhaltiges und profitables Geschäftsmodell zu entwickeln. Dieses Geschäftsmodell basiert auf der Wertschöpfung und der Entwicklung von Synergien als integraler Bestandteil eines fokussierten Mid-Stream-Unternehmens, dessen Hauptaktivitäten sich auf Beschaffung und Handel, Vertrieb, Transport und Speicherung sowie auf Rohstoffe wie Gas und LNG, Wasserstoff und Strom konzentrieren. Die Hauptschwerpunkte der WINGAS werden daher die Beschaffung von Erdgas für den Import nach Europa, das Wachstum der Vertriebskanäle und der Ausbau des Einzelhandelsvertriebsportfolios in Deutschland und dem europäischen Ausland sowie die Bereitstellung von kohlenstoffarmen Handelslösungen sein. Kurz- und mittelfristig wird sich WINGAS auf die Steigerung der Effektivität und des Umfangs der Handels- und Marketingaktivitäten sowie die Optimierung der Organisationsstruktur zur Verbesserung der internen Effizienz konzentrieren. Diese Maßnahmen sollten es WINGAS ermöglichen, ihre Rentabilität kontinuierlich zu steigern und die strategischen Ziele für die Versorgungssicherheit und die Energiewende angesichts der anhaltenden Herausforderungen im Markt zu erreichen. WINGAS wird sich auch darauf konzentrieren, die langfristige Nachhaltigkeit der Geschäftstätigkeit zu stärken und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, indem sie ihr Portfolio an Lieferverträgen weiter skaliert und diversifiziert, ihr Kundenangebot erweitert und Synergien durch eine tiefere Integration ihrer Geschäftseinheiten freisetzt. Die Stakeholder und die Gesellschaft im Allgemeinen legen einen klaren Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit. Daher legt WINGAS ein großes Augenmerk auf seine Umwelt-, Sozial- und Governance-Dimensionen (ESG) und stellt sicher, dass diese in allen kommerziellen und nicht-kommerziellen Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden. WINGAS ist insbesondere bestrebt, die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren, sowohl in den eigenen Betrieben als auch in ihren Lieferketten, um der bevorzugte Partner für die Lieferung kohlenstoffarmer Energie zu werden. Weitere Effizienzsteigerungen werden durch eine geplante Modernisierung der IT-Systeme und der Infrastruktur von SEFE angestrebt. Diese strategische Ausrichtung ermöglicht es WINGAS, mit der dynamischen Entwicklung des Marktumfeldes schrittzuhalten. Für das kommende Geschäftsjahr wird daher dank weiterhin relativ hoher Margen ein konstant hohes Ergebnis aus den Vertriebsaktivitäten erwartet, während der Beitrag aus dem Beschaffungsportfolio in 2024 aufgrund positiver Sondereffekte in 2023 rückläufig ist. Auch das Speicherergebnis wird voraussichtlich unter dem Wert des Berichtsjahres liegen, jedoch aufgrund der weiterhin positiven Marktlage erneut auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Innerhalb der sonstigen Geschäftsfelder wird aus der Vermarktung der LWL-Kapazitäten mit einem Umsatz auf dem Niveau des Berichtsjahres gerechnet. Aufgrund der Teilkonservierung der mit EEP gemeinsam betriebenen KWK-Anlage erwartet man eine Ergebnisbelastung im mittleren sechsstelligen Bereich, der keine Dividendenausschüttung im kommenden Geschäftsjahr gegenübersteht. Auf der Kostenseite prognostiziert WINGAS die operativen Aufwendungen leicht über dem Niveau des Berichtsjahres, was auf erhöhte betriebliche Aufwendungen sowie in einem geringeren Umfang auf gestiegene Personalaufwendungen zurückzuführen ist. Vor dem Hintergrund gesunkener Marktpreise ist mit einer niedrigeren Auslastung der bestehenden Kreditlinie zu rechnen, was im kommenden Geschäftsjahr zu einem geringeren Zinsaufwand führen wird. Insgesamt wird auf Basis der zuvor geschriebenen Erwartungen einen Absatzanstieg auf etwa 478 Mrd. kWh, der aufgrund von geringeren Preiserwartungen zu einem Umsatz von etwa 24,0 Mrd. EUR führt und damit in etwa dem Niveau des Berichtsjahres entspricht, prognostiziert. Dadurch rechnet das Unternehmen mit einem EBITDA von etwa 274,5 Mio. EUR sowie einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von etwa 163,3 Mio. EUR. Das Beteiligungsergebnis erwartet man im Jahr 2024 mit 1,5 Mio. EUR deutlich unter dem Niveau von 2023. Der Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der SEFE-Gruppe sowie der WINGAS beziehen. Diese Prognose stellt Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen und Einschätzungen in Bezug auf die Marktentwicklung getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie sie im Lagebericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen.
Kassel, 15. März 2024 Matthias Peter Geschäftsführer Alexander Demidov Geschäftsführer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023Inhaltsverzeichnis Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang zum Jahresabschluss Allgemeine Erläuterung Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erläuterungen zur Bilanz 1 Entwicklung des Anlagevermögens 2 Anteilsbesitz 3 Vorräte 4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5 Eigenkapital 6 Rückstellungen 7 Verbindlichkeiten 8 Latente Steuern Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 9 Umsatzerlöse 10 Sonstige betriebliche Erträge 11 Personalaufwand 12 Abschreibungen 13 Sonstige betriebliche Aufwendungen 14 Erträge aus Beteiligungen 15 Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages erhaltener Gewinn/übernommener Verlust 16 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Angaben Derivative Finanzinstrumente Haftungsverhältnisse Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Angaben gemäß § 6b Abs. 2 EnWG Geschäftsführung Honorare an den Abschlussprüfer Nachtragsbericht Konzernverhältnisse Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, % usw.) auftreten. Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum JahresabschlussAllgemeine ErläuterungDie WINGAS GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Handelsgesetzbuches (im Folgenden: HGB). Die Gesellschaft ist unter der Firma WINGAS GmbH mit Sitz in Königstor 20 in 34117 Kassel im Handelsregister Amtsgericht Kassel unter der Nummer HRB 15778 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB. Die Aufgliederung der Bilanzposten erfolgt gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB im Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung werden nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringende Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang angegeben. Der Jahresabschluss ist in EUR aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend EUR (TEUR) angegeben. Die Gesellschaft ist nach § 3 Nr. 38 EnWG (Energiewirtschaftsgesetz) ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen. Die Gesellschaft fällt somit unter § 6b EnWG. Für die in § 6b Abs. 3 EnWG aufgeführten Tätigkeiten sind jeweils getrennte Konten zu führen sowie für die in § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 7 EnWG genannten Tätigkeitsbereiche eine gesonderte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (Tätigkeitsabschluss) aufzustellen. Dabei sind die Konten so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbständigen Unternehmen ausgeführt würden. Die Führung der getrennten Konten wie auch die Tätigkeitsabschlüsse unterliegen den Anforderungen des Handelsrechts. Soweit eine direkte Zuordnung von Konten zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, erfolgt die Zuordnung durch Schlüsselung der Konten nach § 6b Abs. 3 Satz 5 EnWG. Die Regeln, nach denen die Vermögensgegenstände und Schulden sowie die Erträge und Aufwendungen den Tätigkeitsbereichen zugeordnet werden, einschließlich der Abschreibungsmethoden, werden im Tätigkeitsabschluss aufgeführt. WINGAS GmbH erstellt für die Tätigkeitsbereiche "Gasspeicherung" und "Gasfernleitung" einen gesonderten Tätigkeitsabschluss, der dem Jahresabschluss als Anlage beigefügt ist. Es werden zudem sonstige Tätigkeiten im Sinne des § 6b Abs. 3 Satz 3 und 4 EnWG innerhalb und außerhalb des Gassektors ausgeübt. Der Jahresabschluss wurde gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Fähigkeit der Unternehmensfortführung. Mit notariellem Vertrag vom 30. August 2023 zwischen der WINGAS Sales GmbH (übertragender Rechtsträger) und der WINGAS GmbH (übernehmender Rechtsträger) übertrug die WINGAS Sales GmbH im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme (§§ 2 bis 35, 46 ff. UmwG) ihr Vermögen als Ganzes zu Buchwerten (§ 24 UmwG) auf die WINGAS GmbH. Da die WINGAS GmbH Alleingesellschafterin der übertragenden Gesellschaft ist, erfolgt gemäß § 54 UmwG keine Gewährung eines neuen Geschäftsanteils durch die WINGAS GmbH als Gegenleistung für die Übertragung des Vermögens. Im Innenverhältnis zwischen der WINGAS Sales GmbH und der WINGAS GmbH erfolgte die Übernahme des Geschäftes rückwirkend zum 1. Januar 2023 (Verschmelzungsstichtag). Im Außenverhältnis wurde die Verschmelzung durch die Eintragung in das Handelsregister der WINGAS GmbH am 12. Oktober 2023 wirksam. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Aufgrund der für den Jahresabschluss der WINGAS GmbH unwesentlichen Bilanz- und GuV-Werte der WINGAS Sales GmbH sind auch nach der Verschmelzung die Beträge in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 mit denjenigen zum 31. Dezember 2022 sowie die Beträge in der Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 mit den entsprechenden Beträgen des Vorjahreszeitraums vergleichbar. Aus der Verschmelzung resultiert in 2023 ein Gewinn in Höhe von 1 TEUR. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Dabei werden Anlagen, die in einem einheitlichen Funktions- und Nutzungszusammenhang stehen, zu einem Vermögensgegenstand zusammengefasst. Die Gesellschaft ist im Rahmen der Herstellung eines Erdgasspeichers mit Konsortialpartnern an einer Bruchteilsgemeinschaft beteiligt. Das Bruchteilseigentum wird mit den anteiligen Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert. Das bewegliche und unbewegliche Anlagevermögen wird ausschließlich linear abgeschrieben. Bei degressiven Abschreibungen auf Zugänge vergangener Jahre erfolgte ein planmäßiger Übergang auf lineare Abschreibungen, sofern diese Beträge zu höheren Abschreibungen führten. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern der verschiedenen Anlagegruppen betragen:
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 EUR werden als Aufwand erfasst bzw. geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen 250 EUR und 800 EUR werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert. Erkennbaren Risiken wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Bei Wertaufholungen werden Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren werden nach der Durchschnittskostenmethode zu Anschaffungskosten bewertet. Als niedrigerer beizulegender Wert werden bei den Hilfs- und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Bei den Handelswaren werden die Wiederbeschaffungskosten bzw. der niedrigere voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten als niedrigerer beizulegender Wert in Ansatz gebracht. Gemäß § 2 Absatz 2 BEHG ist die WINGAS GmbH seit 1. Januar 2021 dazu verpflichtet, bis zum 30. September des jeweiligen Folgejahres eine Anzahl von Emissionsberechtigungen abzugeben, die den verursachten Emissionen entspricht. Emissionsberechtigungen werden als immaterielle Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens unter den Vorräten bilanziert. Die entgeltlich erworbenen Emissionsberechtigungen sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Bestandsbewertung der Emissionsberechtigungen erfolgt am Bilanzstichtag zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, sobald der freie Handel für die Emissionsberechtigungen freigegeben ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Einzelrisiken wird durch Wertberichtigungen und das allgemeine Ausfallrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% Rechnung getragen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die aus dem Handel an Spot- und Terminmärkten resultieren, wurden mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen saldiert, soweit sie gegenüber der gleichen Gesellschaft bestehen, eine gleiche Fälligkeit aufweisen und eine Verrechnung in der Vergangenheit vorgenommen wurde und wieder beabsichtigt ist. Geleistete Anzahlungen werden zu ihrem Nennbetrag angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ergibt sich aus der Verrechnung von zum beizulegenden Zeitwert angesetzten Vermögensgegenständen und den zum Erfüllungsbetrag angesetzten Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat November 2023 mit Hochrechnung zum Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).
Rückstellungen für Jubiläum werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung des Gehaltstrends in Höhe von 2,75 % (Vorjahr: 2,75 %) und des fristadäquaten Zinssatzes in Höhe von 1,75 % (Vorjahr: 1,45 %) nach § 253 Abs. 2 HGB bewertet. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,00 % (Vorjahr: 0,51 %) p. a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nur für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Altersteilzeit-Rückstellungen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, indem entsprechende Mittel insolvenzgeschützt und zweckgebunden in Fondsanteilen angelegt sind. Diese Vermögensgegenstände werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Altersteilzeit-Verpflichtungen verrechnet. Die Vermögensgegenstände werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Börsenkurs der Fondsanteile zum Bilanzstichtag. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, wie er von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Rückbauverpflichtungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des auf das Geschäftsjahr entfallenden Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung der voraussichtlich zum Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden die jeweilige Restnutzungsdauer und die voraussichtlichen Preis- bzw. Kostensteigerungen von 2,0 % p.a. zugrunde gelegt. Erhaltene Anzahlungen werden zu ihrem Nennbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten sind zu Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten wird für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen, gebildet. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Gasliefer-, Gastransport- und Gasspeicherverträgen wurden auf der Basis der vertraglich vereinbarten Abnahmemengen und dem geschätzten zukünftigen Gaspreisniveau berechnet. Der Gesamtwert der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergibt sich aus der Multiplikation der Vertragsmengen, der prognostizierten Preise und der Laufzeiten der Gasbezugsverträge zuzüglich der Verpflichtungen aus den eingegangenen Gastransportverträgen. Zur Bewertung der Gasliefer- und Gasbezugsverträge wurde ein Portfolio aus der Gesamtheit aller relevanten Verträge gebildet. Soweit sich zum Abschlussstichtag ein Verlust aus dem Portfolio ergibt, wird eine Drohverlustrückstellung gebildet. Dieses Vorgehen stellt gem. § 252 Abs. 2 HGB eine Abweichung vom Grundsatz der Einzelbewertung nach § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB dar und wird vorgenommen, da ohne Bildung eines Vertragsportfolios ggf. Drohverlustrückstellungen auf Einzelvertragsebene gebildet würden, ohne dass es in der Zukunft zu tatsächlichen Verlusten kommt. Das beschriebene Vorgehen steht in Übereinstimmung mit IDW RS ÖFA 3. Latente Steuern Für alle Aktivitäten der WINGAS GmbH, außer für die der tschechischen Betriebsstätte in Prag, besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der WIBG GmbH als Organträgerin. Die WIBG GmbH wiederum ist in eine ertragsteuerliche Organschaft der SEFE Securing Energy for Europe GmbH als Organträgerin eingebunden. Alleinige Steuerschuldnerin ist die Organträgerin des Organkreises, die SEFE Securing Energy for Europe GmbH. Die passiven latenten Steuern werden nur für die tschechische Betriebsstätte ausgewiesen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit einem Steuersatz von 21 % im Zeitpunkt des voraussichtlichen Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert. Mindestbesteuerung Die SEFE Gruppe fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Pillar 2 Modellregelungen, die eine Mindestbesteuerung von international tätigen Konzernen vorsehen. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich für die Umsetzung der Pillar 2 Regelungen in nationales Recht verpflichtet. Daraufhin wurde die Einführung eines "Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen" am 15. Dezember 2023 vom Bundestag beschlossen. Darin enthalten ist die Einführung eines "Gesetzes zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen" ("Mindeststeuergesetz"). Das Gesetz wurde am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet. Die Bestimmungen des Mindeststeuergesetzes sind erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergibt sich daher keine zusätzliche Steuerbelastung aufgrund der Regelungen des Mindeststeuergesetzes. Ferner wendet die Gesellschaft § 274 Abs. 3 HGB an, der eine Ausnahme von der Bilanzierung von im Zusammenhang mit der Mindestbesteuerung entstandenen latenten Steuern vorsieht. Dementsprechend weist die Gesellschaft keine Informationen über latente Steuern im Zusammenhang mit den Regelungen zur Mindestbesteuerung aus. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen noch nicht zuverlässig abschätzbar. Die SEFE Gruppe arbeitet mit einer externen Steuerberatungsgesellschaft zusammen, die sich auf die Beratung in Zusammenhang mit der Mindestbesteuerung spezialisiert hat, um eine Einschätzung hinsichtlich der zukünftigen finanziellen Auswirkungen von Pillar 2 zu treffen. Währungsumrechnung Auf Fremdwährungen lautende Geschäftsvorfälle werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Buchung mit dem historischen Kurs oder einem Sicherungskurs erfasst. Zum jeweiligen Stichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten wie folgt umgerechnet:
Jederzeit fällige Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Abschlussstichtag bewertet. Die Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt mit folgenden Kursen:
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnungen enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz1 Entwicklung des Anlagevermögens
Der Abgang der Anteile an verbundenen Unternehmen ist im Rahmen der Verschmelzung der WINGAS Sales GmbH auf die WINGAS GmbH erfolgt. 2 Anteilsbesitz Der direkte Anteilsbesitz per 31.12.2023 mit einem Anteil am Kapital von mindestens 20 % umfasst zum Bilanzstichtag folgende Gesellschaften:
* Ergebnisabführungsvertrag Der mittelbare Anteilsbesitz per 31.12.2023 mit einem Anteil am Kapital von mindestens 20 % besteht am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen:
3 Vorräte Die Vorräte betreffen mit 10.425 TEUR (Vorjahr: 6.600 TEUR) Emissionsberechtigungen und mit 39 TEUR (Vorjahr: 68 TEUR) Hilfs- und Betriebsstoffe. Die Waren entfallen mit 1.041.444 TEUR (Vorjahr: 2.482.322 TEUR) ausschließlich auf Erdgasvorräte. Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen auf Erdgasvorräte in Höhe von 1.340.582 TEUR (Vorjahr: 544.147 TEUR) vorgenommen. 4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Es bestehen Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von 9 TEUR (Vorjahr: 246.747 TEUR). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, bestehen zum Abschlussstichtag nicht. 5 Eigenkapital Das Eigenkapital der Gesellschaft in Höhe von 500.000 TEUR bleibt durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag unverändert gegenüber dem Vorjahr. 6 Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abzuzinsen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des vor Inkrafttreten der Gesetzesänderung vorgegebenen Durchschnitts von sieben Geschäftsjahren und des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren beträgt gemäß § 253 Abs. 6 HGB 664 TEUR. Die WINGAS GmbH hat Altersteilzeit-Zusagen abgeschlossen. Sich daraus ergebene Altersteilzeit-Verpflichtungen werden als Rückstellungen bilanziert. Diese sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert. Diese Vermögensgegenstände werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Altersteilzeit-Verpflichtungen verrechnet. Die Vermögensgegenstände werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Zum Bilanzstichtag übersteigen die bilanzierten Vermögensgegenstände den Bestand der Rückstellungen. Der Unterschiedsbetrag wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.
Im Rahmen der Verrechnung von Schulden und Vermögensgegenständen wurden Zinsaufwendungen in Höhe von 6 TEUR und Zinserträge in Höhe von 161 TEUR in dem Posten Zinsen und ähnliche Erträge saldiert. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen 1.721 TEUR. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungs- und Herstellungskosten und dem beizulegenden Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände gemäß § 268 Abs. 8 HGB beträgt 102 TEUR. 7 Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 411.098 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) bestehen aus dem Ergebnisabführungsvertrag (Vorjahr Forderung: 246.745 TEUR). Zum Bilanzstichtag sind wie im Vorjahr sämtliche Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Weiterhin bestehen zum Stichtag keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. 8 Latente Steuern Zum Bilanzstichtag werden latente Steuern für die Betriebsstätte in Prag, Tschechien, ausgewiesen. Der angewendete Steuersatz beträgt 21 %. Wesentliche Sachverhalte, die zur Bildung von temporären Differenzen zwischen der steuerlichen und handelsrechtlichen Gewinnermittlung geführt haben, entfallen vor allem auf die unterschiedliche Abschreibung des Anlagevermögens sowie Bewertungsunterschiede bei den Verbindlichkeiten der Betriebsstätte in Prag.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung9 Umsatzerlöse Von den Umsatzerlösen entfallen 24.194.386 TEUR (Vorjahr: 32.971.120 TEUR) auf Erdgashandel, 312.070 TEUR (Vorjahr: 223.266 TEUR) auf Verpachtung von Gasspeichern sowie 80.273 TEUR (Vorjahr: 110.692 TEUR) auf Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse in Höhe von 24.586.729 TEUR (Vorjahr: 33.305.078 TEUR) wurden ausschließlich in Europa erzielt. 10 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Kompensationen in Höhe von 62.913 TEUR (Vorjahr: 27.972 TEUR), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1.138 TEUR (Vorjahr: 1.233 TEUR) und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.506 TEUR (Vorjahr: 1.972 TEUR). 11 Personalaufwand Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 3.344 TEUR (Vorjahr: 6.374 TEUR). Beschäftigte im Jahresdurchschnitt:
12 Abschreibungen
13 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für bergbauliche Verpflichtungen in Höhe von 9.226 TEUR (Vorjahr: 17.955 TEUR), Mindererlöse aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von 1.768 TEUR (Vorjahr: 2.736 TEUR) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 910 TEUR (Vorjahr: 743 TEUR). 14 Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen beinhalten Dividenden in Höhe von 12.233 TEUR (Vorjahr: 926 TEUR). Die Erträge resultieren vollumfänglich aus verbunden Unternehmen. Im Vorjahr resultieren die Dividendenerträge vollständig aus Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. 15 Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages erhaltener Gewinn/übernommener Verlust In dem Posten sind Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 5.877 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR) und Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 6.716 TEUR) enthalten. 16 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthalten mit 1.927 TEUR (Vorjahr: 372 TEUR) Zinserträge gegen Dritte und mit 1.449 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) Erträge aus verbundenen Unternehmen. 17 Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von 101.541 TEUR (Vorjahr: 102.151 TEUR) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 1.845 TEUR (Vorjahr: 2.332 TEUR). 18 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Sonstige AngabenDerivative Finanzinstrumente Die WINGAS GmbH ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Preisrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen die WINGAS GmbH eine Absicherung gegen diese Risiken beabsichtigt, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Angaben zu Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden:
Unter den sonstigen Geschäften sind Warenderivate erfasst. Ein Nominalvolumen von 5.090.538 TEUR (Vorjahr: 1.727.001 TEUR) betrifft Sleeve-Geschäfte. Haftungsverhältnisse DIE WINGAS GmbH hat sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Zahlungsgarantien in Höhe von insgesamt 2.338 TEUR. Die Zahlungsgarantien enthalten die gesamtschuldnerische Haftung für die im Rahmen einer Kreditlinie in Anspruch genommenen Darlehensverbindlichkeit der SEFE Securing Energy for Europe GmbH. Zum 31. Dezember 2023 besteht seitens SEFE Securing Energy for Europe GmbH eine Verbindlichkeit für die Bereitstellung der Kreditlinie, jedoch liegt keine Inanspruchnahme dieser Kreditlinie vor. In diesem Zusammenhang ist zum Stichtag das in Deutschland befindliche Kissengas im Anlagevermögen sowie das Gasvorratsvermögen sicherungsübereignet. Zudem sind die in Österreich befindlichen Gasvorräte verpfändet. Zusätzlich sind zum Stichtag die Forderungen aus Lieferung und Leistungen anteilig sicherungsabgetreten und es besteht eine Verpfändung für einzelne Bankkonten, die in das Cashpooling mit der SEFE Securing Energy for Europe GmbH eingebunden sind. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte
Die Lieferverträge der Gazprom export LLC an die WINGAS GmbH sind im Januar 2023 durch die WINGAS GmbH gegenüber Gazprom export LLC gekündigt worden, nachdem sanktionsbedingt eine vollständige Liefereinstellung durch die Gazprom export LLC erfolgte. Seitens der Gazprom export LLC erfolgte zu keinem Zeitpunkt ein Widerspruch, so dass von einer unstreitigen Beendigung ausgegangen wird. Es wird daher davon abgesehen, eine Verpflichtungssumme in der obigen Aufstellung auszuweisen. Neben den oben dargestellten langfristigen Abnahmeverpflichtungen bestehen vertragliche Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen zur Übernahme von Kapazitätsbuchungen für Gastransportleitungen in Höhe von 1.868 TEUR. Nach Einschätzung der Gesellschaft wird es hier in den künftigen Jahren nicht zu einer bilanzierungsfähigen Zahlungsverpflichtung kommen. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Angaben gemäß § 6b Abs. 2 EnWG Gemäß § 6b Abs. 2 EnWG sind Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen im Anhang gesondert auszuweisen. Als Geschäfte größeren Umfangs werden diejenigen Geschäfte angesehen, die im Zusammenhang mit den regulierten Tätigkeiten stehen und den Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit überschreiten sowie für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Mit verbundenen und assoziierten Unternehmen bestehen im Wesentlichen Dienstleistungs-, Cash-pooling- und Pachtverträge. Der Gesamtbetrag der Erträge aus den Geschäften mit verbundenen Unternehmen beträgt im Geschäftsjahr 319.894 TEUR (Vorjahr: 229.450 TEUR) während der Gesamtbetrag der Aufwendungen bei 278.652 TEUR (Vorjahr: 360.488 TEUR) liegt. Die vorgenannten Geschäfte sind zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt worden. Geschäftsführung Geschäftsführer im Berichtszeitraum waren:
Die Angabe der Bezüge für Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt im Berichtsjahr unter Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 1.200 TEUR. Honorare an den Abschlussprüfer Auf die Angabe der Honorare an Abschlussprüfer wird mit Verweis auf deren Nennung im Anhang des Konzernabschlusses der SEEHG Securing Energy for Europe Holding GmbH verzichtet. Nachtragsbericht Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor. Konzernverhältnisse Die WINGAS GmbH ist eine mittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der SEFE Securing Energy for Europe GmbH, Berlin. Die SEFE Securing Energy for Europe GmbH ist eine unmittelbare Tochtergesellschaft der SEEHG Securing Energy for Europe Holding GmbH, Berlin, einer 100%igen Beteiligung der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Berlin. Die SEEHG Securing Energy for Europe Holding GmbH stellt einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den gemäß § 315e Abs. 1 HGB ergänzend anzuwendenden Regeln auf, der im Unternehmensregister bekannt gemacht wird. Die WINGAS GmbH wird in den Konzernabschluss der SEEHG Securing Energy for Europe Holding GmbH einbezogen, somit ist die Gesellschaft nach § 291 Abs. 2 HGB von der Verpflichtung der Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit.
Kassel, 15. März 2024 Matthias Peter Geschäftsführer Alexander Demidov Geschäftsführer Tätigkeitsabschluss zum 31. Dezember 2023Inhaltsverzeichnis Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Tätigkeitsabschluss Zuordnung der Posten zu den Tätigkeits-Bilanzen Vorbemerkung Zuordnung der Posten der Aktiva Zuordnung der Posten der Passiva Zuordnung der Posten zur Gewinn- und Verlustrechnung Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, % usw.) auftreten. Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
TätigkeitsabschlussNach § 6b Abs. 3 EnWG i.V.m. § 6b Abs. 1 EnWG haben Energieversorgungsunternehmen getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten in den nachfolgend aufgeführten Bereichen so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbstständigen Unternehmen ausgeführt würden: Katalogtätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Satz 1 und 2 EnWG:
Sonstige Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Satz 3 und 4 EnWG:
Zuordnung der Posten zu den Tätigkeits-BilanzenVorbemerkung Die WINGAS GmbH führt gemäß § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG von den genannten Tätigkeitsbereichen die "Gasspeicherung" und "Gasfernleitung" durch, für die ein Tätigkeitsabschluss erstellt wird. Die Veröffentlichung erfolgt gemäß § 6b Abs. 4 EnWG. Neben den vorgenannten Katalogtätigkeiten der "Gasspeicherung" und "Gasfernleitung" werden bei der WINGAS GmbH auch andere Tätigkeiten innerhalb und außerhalb des Gassektors nach § 6b Abs. 3 Satz 3 EnWG ausgeübt, für die die Vorschrift der getrennten Kontenführung Anwendung findet. Der Tätigkeitsabschluss ist in EUR aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend EUR (TEUR) angegeben. Zuordnung der Posten der Aktiva Anlagevermögen Die Aufteilung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche erfolgt direkt anhand der Anlagenbuchhaltung. Umlaufvermögen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie sonstige Vermögensgegenstände werden den einzelnen Tätigkeitsbereichen verursachungsgerecht zugeordnet. Rechnungsabgrenzungsposten Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden den einzelnen Tätigkeitsbereichen direkt zugeordnet. Zuordnung der Posten der Passiva Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wurde in Höhe von 18 TEUR dem Tätigkeitsbereich "Gasspeicherung" zugeordnet. Die Verrechnung zwischen den Tätigkeitsbereichen wird in der Kapitalrücklage abgebildet. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Personalrückstellungen werden entsprechend einem Aufteilungsschlüssel nach aktiven Mitarbeitern zugeordnet. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden entsprechend ihrer Verursachung den einzelnen Tätigkeitsbereichen zugeordnet. Verbindlichkeiten Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden den Tätigkeitsbereichen direkt zugeordnet. Zuordnung der Posten zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wird zur Anpassung an konzerneinheitliche Bilanzierungsrichtlinien nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Umsatzerlöse und Materialaufwand Die direkte tätigkeitsbezogene Zuordnung der Umsatzerlöse und des Materialaufwandes ist durch entsprechende Kostenstellen gewährleistet. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden anhand von Primärbuchungen auf getrennten Profitcentern als auch über interne Leistungsverrechnung ermittelt. Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen werden über Kostenstellen direkt auf die zugehörigen Tätigkeitsbereiche verteilt. Steuern vom Einkommen und Ertrag Auf Grundlage der vorliegenden Organschaft mit der WIBG GmbH, Kassel, bzw. der übergeordneten SEFE Securing Energy for Europe GmbH, Berlin, als steuerorganschaftliche Muttergesellschaft, ist die WINGAS selber nicht körperschaft- und gewerbesteuerpflichtig. Somit führt SEFE Securing Energy for Europe GmbH die Körperschaft- und Gewerbesteuer an das Finanzamt ab. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WINGAS GmbH, Kassel VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WINGAS GmbH, Kassel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WINGAS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Gasfernleitung" und "Gasspeicherung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflich ten nach § 6b Abs. 3 EnWG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Berlin, den 15. März 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stefanie Bartel, Wirtschaftsprüferin ppa. Andra Grußien, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 30. Mai 2024 festgestellt. |
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