DOBA Springpfuhl GmbH & Co. KG
80939 München, DEUStammdaten
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Konzern- und Jahresabschlüsse
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Doblinger Beteiligung GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022A. Grundlagen des Konzerns Die Doblinger Beteiligung GmbH fungiert als Holdinggesellschaft der Doblinger Unternehmensgruppe. Operative Tätigkeiten erfolgen grundsätzlich in den Tochtergesellschaften. Der Schwerpunkt der Doblinger Unternehmensgruppe liegt im Immobilienbereich. Insbesondere in den Bereichen Vermietung und Projektentwicklung für Gewerbe- und Wohnimmobilien. Im Segment Bestand und Vermietung der langfristig zu halten vorgesehenen Immobilien, im Wesentlichen repräsentiert durch die Wohnungs- und Siedlungsbau Bayern GmbH & Co. OHG, die MONACHIA Grundbesitz GmbH & Co. KG und die im Geschäftsjahr nach Errichtung und Erwerb von Immobilienvermögen einbezogene Brienner Karree GmbH, kommt der Unternehmensgruppe die Konzentration auf den bayerischen und im Besonderen auf den Münchener Raum entgegen. Des Weiteren halten die Bayerische Gewerbebau AG nebst deren Tochtergesellschaften sowie einzelne und standortbezogene Liegenschaftsgesellschaften in höherem Umfang Immobilienvermögen im gewerblichen Bereich, das dauerhaft zu halten bestimmt ist und der Vermietung unterliegt. Hierdurch können im Bereich der Vermietung stabile und in der Tendenz steigende Miet- und Ergebnisbeiträge erzielt werden. Im Geschäftsfeld Gewerbe- bzw. Industriebau und Projektentwicklung, insbesondere repräsentiert durch die DIBAG Industriebau AG (DIBAG), werden, neben dem dauerhaften Halten eigener Immobilienbestände, aufgrund der Marktbeurteilung und der strategischen Ausrichtung geeignete Immobilien für die Projektentwicklung erworben, die je nach Stand der Entwicklung zur Veräußerung vorgesehen sind. Im Zentrum unseres Handelns stehen unverändert als Grundsatz gute Standorte, eine maßvolle und zielgerichtete Entwicklung des Immobilienportfolios, Kostenbewusstsein, eine gute Bauqualität und intensive Kunden- und Mieterbetreuung. B. Wirtschaftsbericht B.I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft verzeichnete ein Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2022 von 1,8 % nach 2,6 % in 2021 und einem Einbruch von 3,7 % in 2020. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2022 wurde weniger durch die abnehmenden Folgen der Coronavirus-Pandemie als vielmehr durch den Ende Februar 2022 begonnenen Krieg Russlands gegen die Ukraine bestimmt. Während für das erste Quartal 2022 noch ein Wachstum von 3,9 % zu verzeichnen war, brach dieses in den Folgequartalen ein und betrug im vierten Quartal 2022 nur noch 0,3 % im Vorjahresvergleich. Zu den Folgen der politischen Krise zählten insbesondere deutliche Energiepreiserhöhungen, zunehmende Material- und Lieferengpässe sowie massiv gestiegene Preise für Güter des täglichen Bedarfs und Baustoffe. Dank des wirtschaftlichen Verlaufs zu Jahresbeginn konnte sich die deutsche Wirtschaft trotz der anschließenden Schwächephase für das Gesamtjahr 2022 noch gut behaupten. Die privaten Konsumausgaben waren im Jahr 2022 die wichtigste Stütze der deutschen Wirtschaft mit einem Wachstumsbeitrag von 4,3 % (Vorjahr: 0,4 %). Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Einschränkungen im Frühjahr. Die Konsumausgaben des Staates stiegen moderat mit 1,2 % an (Vorjahr: 3,8 %), wozu auch die Unterstützung der zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine beitrug, während die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie weitgehend entfielen. Die Bauinvestitionen verzeichneten nach einer Stagnation im Vorjahr erstmals nach Jahren mit teilweise deutlichen Zuwächsen einen Rückgang von 1,7 %. Zunehmende Auftragsstornierungen oder die Zurückstellung gewerblicher und privater Bauvorhaben aufgrund steigender Baupreise und Bauzinsen verstärkten den negativen Trend bei den Bauinvestitionen. Die Investitionstätigkeit in Ausrüstungen (Maschinen, Geräte sowie Fahrzeuge) verlief demgegenüber in 2022 aufgrund von Nachholeffekten weiterhin positiv mit einem Anstieg von 3,3 % nach 3,5 % im Vorjahr. Für den internationalen Handel waren die Rahmenbedingungen im Jahr 2022 erneut nicht günstig. Der Außenbeitrag verzeichnete einen Rückgang von 1,2 % nach einem geringen Wachstum von 0,8 % im Vorjahr. Wesentliche Gründe hierfür waren abermals gestörte Produktions- und Lieferketten infolge des anhaltenden Corona-Pandemiegeschehens in China sowie die politische Krise durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine, die für große wirtschaftliche Unsicherheiten sorgten. Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen stiegen im Jahr 2022 verglichen zum Vorjahr um 2,9 % an (Vorjahr: 9,7 %). Positiv entwickelten sich die Exporte in die USA sowie in die EU-Länder, während sich die Ausfuhren nach China vor dem Hintergrund der lange Zeit verfolgten Null-Covid-Politik abschwächten. Dynamischer als die Exporte entwickelten sich demgegenüber die Importe mit einem Anstieg um 6,0 % (Vorjahr: 9,0 %). Darunter fielen wieder vermehrt Importe von Vorleistungsgütern, die in der deutschen Produktion dringend benötigt wurden. Der Anstieg wurde zudem durch starke Preiserhöhungen für Vorleistungsgüter sowie für Energie und Rohstoffe bestimmt. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahr 2022 im Durchschnitt von rund 45,6 Millionen Erwerbstätigen erbracht, dies waren etwa 1,3 % Erwerbstätige mehr als im Jahr davor und erreichte damit einen Höchststand. Der abnehmende Effekt aufgrund demografischen Wandels wurde durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte, insbesondere aus der Ukraine, sowie durch eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung, im Wesentlichen von weiblichen und älteren Erwerbspersonen, überkompensiert. Die Inflationsrate stieg mit einer mittleren Jahresinflation für 2022 auf 6,9 % (Vorjahr: 3,1 %) an und erreichte in den Monaten Oktober und November mit jeweils 8,8 % ihren Höhepunkt. Ausschlaggebend für die historisch hohe Jahresteuerungsrate waren vor allem die extremen Preisanstiege für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Krieges in der Ukraine. Weiterhin prägten krisenbedingte Effekte wie Lieferengpässe und die deutlichen Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen den gesamten Jahresverlauf. So verteuerten sich im Jahresdurchschnitt insbesondere Energieprodukte um etwa 34,7 %, Waren um 13,5 % und Nahrungsmittel um 13,4 %. Der Bereich der Finanzierungskosten wurde im Jahr 2022 nach dem historisch tiefen Niedrigzinsumfeld der vergangenen Jahre durch vier Leitzinserhöhungen der EZB bestimmt. Nach der ersten Erhöhung im Juli auf 0,5 % folgten weitere im September und November, bis im Dezember ein Stand von 2,5 % erreicht wurde. Zwischenzeitlich wurde aufgrund der anhaltend hohen Inflation der EZB-Leitzins mehrfach und letztmalig Mitte September 2023 auf nun 4,5 % angehoben. Der demgegenüber in Referenz stehende US-Leitzins wurde in 2022 ebenfalls aufgrund der Inflationsentwicklung angehoben. So hat die US-Notenbank ihre Zielgröße im März 2022 auf 0,25 bis 0,50 % und anschließend in Schritten letztmalig Ende Juli 2023 auf 5,25 bis 5,50 % erhöht. Das weltweite Wirtschaftswachstum (weltweites reales BIP) verzeichnete im Jahr 2022 ein Wachstum von 3,4 % gegenüber einem Wachstum von 6,2 % im Vorjahr. Die Weltwirtschaft expandierte aufgrund vielfältiger Belastungen, wie etwa der hohen Inflationsraten, der geldpolitischen Straffung in vielen Industrieländern sowie der europäischen Energiekrise infolge des russischen Krieges gegen die Ukraine, nur verhalten. Dementsprechend fiel die wirtschaftliche Dynamik im Euroraum und im Vereinigten Königreich kraftlos aus. Unter dem Einfluss hoher Zinsen blieb auch die konjunkturelle Grundtendenz in den USA gedämpft. In China brachten zunächst neue Lockdowns und nach der Aufhebung aller Eindämmungsmaßnahmen eine massive Infektionswelle das Wirtschaftswachstum zum Stillstand. Die Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage war für die verhaltene globale Konjunkturentwicklung maßgeblich. Vor diesem Hintergrund geht der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinen aktuellen Prognosen davon aus, dass das Wachstum der Weltwirtschaft für 2023 mit 2,7 % gegenüber dem Vorjahr niedriger ausfallen dürfte. Die aktuellen Prognosen der Bundesregierung sowie der Bundesbank und der Wirtschaftsforschungsinstitute aus Juli bis Oktober 2023 sehen für die deutsche Konjunkturentwicklung 2023 mehrheitlich eine leichte Rezession des Bruttoinlandsprodukts in einer Bandbreite von - 0,4 % bis - 0,6 % und erst für das Folgejahr 2024 ein geringes Wirtschaftswachstum in einem Rahmen von 0,7 % bis 1,3 %. Gründe für die Prognosen sind insbesondere die nach wie vor höhere Inflation, die die Konsum- und Baukonjunktur durch eine sinkende Kaufkraft und erheblich gestiegene Finanzierungskosten belasten, sowie die verhaltene Entwicklung der globalen Konjunktur, die bessere Perspektiven für den deutschen Export momentan nicht erkennen lassen. Erst für 2024 wird erwartet, dass sich die Inflationsentwicklung deutlicher abschwächt und in dessen Folge positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken wird. Unverändert unsicher bleiben allerdings die weiteren Folgewirkungen aus der politischen Krise des Krieges Russlands gegen die Ukraine und aktuell auch durch den wieder aufgelebten Nahostkonflikt, in dem sich Israel einer inzwischen eingetretenen höheren Bedrohungslage gegenübersieht und militärische Maßnahmen ergriffen hat. Auch wenn die ersten Schockwellen in 2022 nach Beginn des Ukraine Krieges überwunden wurden, bleiben nach wie vor erhebliche und aufgrund der weiteren politischen Krisen zunehmende Unsicherheiten, die die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmen. Die deutsche Immobilienwirtschaft hat, wie die nationale Wirtschaft insgesamt, nach weitgehender Überwindung coronabedingter Einschränkungen das Jahr 2022 dynamisch begonnen. Nach Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine und den in Folge zunehmend schlechter werdenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erlitt auch die Immobilienwirtschaft einen teils starken Einbruch. Das Baugewerbe verzeichnete 2022 einen Umsatzrückgang von 2,9 % nach 1,4 % im Vorjahr. Zunehmende Materialengpässe, Preissteigerungen bei Baustoffen, hohe Kapazitätsauslastungen und Personalmangel führten in der Bauwirtschaft zu unerwarteten Kostensprüngen. Die negative Entwicklung verstärkte sich durch das kurzfristige Aufschieben von Bauinvestitionen aufgrund der wirtschaftlichen Lage. Soweit es wohnungswirtschaftliche Bauinvestitionen betrifft, werden zunehmend Investitionsvorhaben mit Blick auf die deutlich gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten sowie die unsichere Einkommensentwicklung zurückgestellt. Aufgrund des nach wie vor hohen Defizites an Wohnungen bestehen jedoch unverändert längerfristig positive Perspektiven für das Baugewerbe. Der Vermietungsmarkt für Büroimmobilien reagierte bisher relativ robust auf die zunehmenden konjunkturellen Unsicherheiten. Es ist zu erwarten, dass die Nachfrage nach Büroflächen künftig deutlich verhaltener ausfallen wird, wenn die momentane Situation länger anhält. Die bislang aufwärts gerichtete Mietentwicklung dürfte merklich abflachen, da zur Nettomiete nunmehr inflationsbedingt deutlich höhere Nebenkosten, insbesondere für Heizung und Klimatisierung, hinzukommen, die die Kosten für Büroflächen ohnehin ansteigen lassen. Die bislang solide Nachfrage nach Büroflächen steht im Zusammenhang mit der unverändert guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Allerdings macht sich schon jetzt ein Fachkräftemangel bemerkbar, der mit dem Ruhestand der geburtenstarken Jahrgänge weiter verschärft wird. Der Homeoffice-Effekt wird sich am Büromarkt erst zeitverzögert zeigen, da Mietverträge bislang oft über fünf bis zehn Jahre abgeschlossen wurden und je nach Umfang der Homeoffice Tätigkeit ein Bedarf an Büroflächen nach wie vor gegeben ist. Angesichts des begrenzten Angebots an modernen Flächen dürften die Spitzenmieten im Wesentlichen stabil bleiben. Im schwächeren Marktumfeld könnte der Leerstand zunehmen, wovon vor allem veraltete Flächen betroffen sein dürften. Das Geschäftsmodell des E-Commerce war ein Gewinner in Zeiten der Corona Pandemie und der Online-Handel wird auch weiter zulegen, nur etwas langsamer. Trotz Online-Shopping gehen die Menschen weiterhin gerne in die Innenstadt oder belebte Zentren zum Einkäufen. Der zentrumsnahe Handel hat angesichts wieder gut erholter Passanten- und Touristenzahlen weiter Potenzial. Allerdings hat der innerstädtische Einzelhandel weiter mit Belastungen zu kämpfen. Die auf ein historisches Tief gesunkene Konsumstimmung zeigt die Sorge der Menschen wegen des Ukraine Krieges, der Inflation und der Energiekrise. Die Abnahme verfügbarer Einkommen privater Haushalte in Zeiten hoher Inflation trifft den Handel in den Innenstädten in besonderem Maße. Anders als Lebensmittel umfasst das Sortiment der Einkaufsmeilen viele Produkte des nicht täglichen Bedarfs, deren Kauf aufgeschoben oder auf die sogar ganz verzichtet werden kann. Die eingesetzte Erholung der Vermietung innerstädtischer Verkaufsflächen hat darunter bislang nicht gelitten, wenngleich inhabergeführte Geschäfte verstärkt überregional tätigen Filialisten weichen. Auch die Mieten in den Top-Handelslagen blieben weitgehend konstant. Unabhängig von der stabilen Entwicklung in der Flächenvermietung erfolgt vereinzelt die Umnutzung nicht mehr benötigter Handelsflächen in Büroflächen oder für Gastronomie- und Hotelbetriebe. Die künftige Entwicklung wird im Falle erwarteter allgemeiner wirtschaftlicher Erholung allenfalls stabil bleiben, auch wenn der Verkaufsflächenbedarf des innerstädtischen Handels, trotz des wachsenden Flächeninteresses an Innenstadtlagen von Unternehmen außerhalb des klassischen Handels, dauerhaft niedriger ausfallen wird. Die weiterhin zunehmende Vernetzung von industriellen und handelsbezogenen Lieferketten wirkt sich unmittelbar auf den Bereich der Logistik aus, der durch den E-Commerce-Handel noch begünstigt wird. Es besteht daher eine unverändert hohe Nachfrage nach Logistikflächen und entsprechend entwickelten Immobilien. Verstärkt durch die Energiekrise wird die Energieeffizienz und die Erfüllung energetischer Nachhaltigkeitsstandards die Qualität einer Logistikimmobilie mitbestimmen und höher gefordert sein. Trotz der zuletzt deutlich angestiegenen Fertigstellungen, insbesondere in den etablierten Logistikregionen, hat sich am Nachfrageüberhang, dem ein begrenztes Angebot gegenübersteht, kaum etwas geändert. Aufgrund dessen gewinnen immer mehr die peripheren Standorte an Bedeutung. Bislang zeigte sich der Markt für Logistikflächen trotz aller wirtschaftlicher Unsicherheiten resilient. Die Nachfrage nach attraktiven Lagen, hohen Gebäudequalitäten und Logistikdienstleistungen verschiedener Art führt nach wie vor zu immanenten Wertsteigerungen und Potenzial in der Realisierung von Logistikstandorten. Somit dürfte auch künftig tendenziell mit steigenden Mietpreisen zu rechnen sein, zumal mit dem E-Commerce-Handel ein wesentlicher Treiber des Wachstums des Logistikmarktes nach wie vor noch nicht sein vollständiges Ausmaß erreicht hat. Für die nähere Zukunft gibt der Logistikimmobiliensektor mit weiteren Wachstumschancen ein sehr positives Gesamtbild ab. Die deutsche Wohnungswirtschaft sah sich 2022 weiteren Herausforderungen gegenüber. Die Entwicklung der Mietpreise verlief stabil. Infolge der Energiekrise und der allgemeinen Preisentwicklung steht das Thema der teils massiv gestiegenen Betriebs- und Mietnebenkosten im Vordergrund. Der Bedarf an energetisch sanierten oder neueren Wohnungen hat damit deutlich zugenommen. Die Investitionen in den Wohnungsneubau sowie in die energetische Sanierung von Wohnungsbeständen blieben bereits vor der aktuellen Lage hinter den Erwartungen zurück. Die seit Jahren hohen und teils überhöhten Erwerbskosten für Grundstücke, Kapazitätsengpässe im Baugewerbe und sprunghaft gestiegene Baupreise sowie die zwischenzeitlich hohen Finanzierungskosten stellten bereits im vergangenen Jahr Investitionsvorhaben aus wirtschaftlicher Sicht in Frage, so dass Vorhaben zurückgestellt oder nicht mehr verfolgt wurden. Die Nachfrage nach Wohnungen sowie der Investitionsrückstand im Wohnungsneubau und in der Bestandssanierung sind unverändert hoch. Die zu verzeichnende zurückgehende Auslastung im Baugewerbe verbunden mit einer Abflachung der Baupreisentwicklung lässt, wenn auch gegebenenfalls nicht kurzfristig, ein Ansteigen der Investitionen und die Wiederaufnahme von zurückgestellten Neubaumaßnahmen erwarten. Für den deutschen Immobilieninvestmentmarkt war das Jahr 2022 ein Wendejahr. Den Beginn markierte die Zinswende mit der sukzessiven Leitzinserhöhung der EZB ab Mitte des Jahres. Im Jahr 2022 betrug das Transaktionsvolumen in Deutschland rund EUR 62,9 Mrd., damit wurden etwa 44 % weniger Immobilien gehandelt als im Vorjahr. Davon entfielen auf Gewerbeimmobilien rund EUR 50,6 Mrd. und auf Wohnimmobilien rund EUR 12,3 Mrd. Das Segment der Wohnimmobilien wurde im Vorjahr jedoch maßgeblich durch die berücksichtigte Mehrheitsübernahme der Deutschen Wohnen durch die Vonovia bestimmt. Die bereits hohen Immobilienpreise sowie die angestrebten Renditeziele im geänderten Umfeld der Finanzierungszinsen sind ein wesentlicher Grund, weshalb das Transaktionsvolumen und die Zahl der Transaktionen deutlich zurückgegangen sind. Den größten Umsatzrückgang verzeichneten Entwicklungsgrundstücke, was ein Zeichen dafür ist, dass Projektentwickler von den veränderten Marktbedingungen stärker betroffen sind. Unter den nun gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Aussichten wird daher für das Jahr 2023 bei Gewerbeimmobilien und bei Wohnimmobilien jeweils ein leicht geringeres Transaktionsvolumen als in 2022 erwartet. B. II. Geschäftsverlauf der Doblinger Beteiligung GmbH und deren Tochterunternehmen Nachfolgend werden die Unternehmensbereiche mit den jeweiligen Unternehmen des Konzerns der Doblinger Beteiligung GmbH erläutert. B.II.1. Bestand und Vermietung Die in diesem Unternehmenssegment tätigen Gesellschaften sollen die für den langfristigen Bestand vorgesehenen Immobilien effizient verwalten, entwickeln und durch angemessene Pflege der Substanz sowie Investitionen in Modernisierungs- und Energieeinsparungsmaßnahmen die Wirtschaftlichkeit des Bestandes und die Zufriedenheit der Mieter sichern. Neben den maßgeblichen Unternehmen Wohnungs- und Siedlungsbau Bayern GmbH & Co. OHG, MONACHIA Grundbesitz GmbH & Co. KG und Bayerische Gewerbebau AG nebst ihren Tochterunternehmen sind folgende Unternehmen diesem Segment zugeordnet:
Das im Vorjahr in diesem Segment gesondert genannte Unternehmen BG Grund GmbH (vormals AD Grund GmbH) ist aufgrund konzerninternen Gesellschafterwechsels nunmehr im einbezogenen (Teil-)Konzern der Bayerische Gewerbebau AG nebst ihren Tochtergesellschaften und damit in diesem Segment berücksichtigt. Die im Vorjahr im Segment Gewerbe- bzw. Industriebau und Projektentwicklung geführte Gesellschaft DIBAG NeckarPark GmbH wird nach Beendigung von Projektentwicklungsmaßnahmen für Dritte und begonnener Vermietungstätigkeit des eigenen Immobilienbestandes nun im Segment Bestand und Vermietung aufgenommen und geführt. Die in 2022 gegründete und erstkonsolidierte Gesellschaft Brienner Karree GmbH wurde in diesem Segment aufgenommen. Die Gesellschaft hat ihre Geschäftstätigkeit am 11. Juli 2022 aufgenommen und mit Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten Anfang Oktober 2022 einen Immobilienbestand in Zentrumsnähe Münchens erworben. Das Investitionsvolumen betrug EUR 371,3 Mio. und umfasst insgesamt rund 24.700 m 2 Gewerbeflächen sowie 133 Tiefgaragenstellplätze. Die Immobilien sind teilweise vermietet und sollen durch weitere Investitionsmaßnahmen für die Vermietung neu ausgerichtet werden. Die in 2022 erzielten Umsatzerlöse aus der Vermietung betrugen EUR 1,3 Mio. und betrafen das vierte Quartal 2022. Diese vorstehenden Änderungen führten zu keiner nennenswerten Auswirkung auf die nachgenannte Segmententwicklung im Verhältnis zum Vorjahr. Der Unternehmensbereich hat im Geschäftsjahr mit durchschnittlich 199 Mitarbeitern (Vorjahr: 177 Mitarbeiter) externe Umsatzerlöse in Höhe von EUR 313,1 Mio. (Vorjahr: EUR 290,7 Mio.) erwirtschaftet. Das Ergebnis vor Steuern und vor Konsolidierungsmaßnahmen beträgt EUR 104,5 Mio. (Vorjahr: EUR 102,6 Mio.). Die Wohnungs- und Siedlungsbau Bayern GmbH & Co. OHG bewirtschaftet zum Stichtag insgesamt 19.434 Wohnungen, 90 gewerbliche Einheiten und 13.517 Stellplätze in Garagen. Der Immobilienbestand konzentriert sich im Wesentlichen auf München, Augsburg, Nürnberg und Bayreuth. Die MONACHIA Grundbesitz GmbH & Co. KG hält zum Stichtag einen Immobilienbestand von 14 bebauten Grundstücken, die sich überwiegend in bevorzugter Innenstadtlage in München befinden. Insgesamt umfasst der Immobilienbestand 363 Wohnungen mit rund 20.250 m 2 Wohnfläche. 154 dieser Wohnungen mit etwa 8.900 m 2 entfallen auf das Objekt in Haar. Des Weiteren umfasst der Immobilienbestand etwa 58.000 m 2 Gewerbeflächen und 773 Garagen- und weitere Kfz-Stellplätze. Die Bayerische Gewerbebau AG und ihre Tochterunternehmen halten, vermieten und bewirtschaften zum Stichtag an verschiedenen Standorten im Wesentlichen drei Tiefkühllogistikzentren mit einer Nutzfläche von rund 32.000 m 2 , sechs Büro-Standorte mit einer Gesamtmietfläche von etwa 122.000 m 2 , sieben Logistik-Standorte mit rund 92.000 m 2 , einen Fachmarkt-Standort mit rund 18.000 m 2 , einen Gewerbepark mit aktuell rund 90.000 m 2 Mietfläche sowie verschiedene kleinere Objekte mit insgesamt ca. 7.000 m 2 Mietfläche. Die weiteren Unternehmen sind überwiegend in der Organisation einer einzelnen standortgebundenen Objektgesellschaft und bewirtschaften, vermieten oder entwickeln ihre jeweiligen Immobilien. B. II.2. Gewerbe- bzw. Industriebau und Projektentwicklung In diesem Segment werden die Unternehmen zusammengefasst, die, neben dem dauerhaften Halten von Immobilien, Grundstücke zum Zweck der Projektentwicklung erwerben und veräußern. Dies betrifft ebenso die Erbringung von Bauleistungen und immobilienbezogenen Dienstleistungen. Diesem Segment sind die Gesellschaften DIBAG Industriebau AG (DIBAG), Doblinger Grund GmbH, ETC Deutscher Industriebau GmbH, DOBA - Grund Verwaltungs GmbH, SONNJA Anlagen GmbH, die Bayerische Städte- und Wohnungsbau GmbH & Co. KG, die Bayerische Städtebau Grundbesitz GmbH & Co. KG und die PP Grundbesitz GmbH & Co. KG zugeordnet. Die im Vorjahr in diesem Segment aufgeführte Gesellschaft DIBAG NeckarPark GmbH wird nach Beendigung der Projektentwicklungsmaßnahmen für Dritte und begonnener Vermietung eigenen Immobilienbesitzes im Segment Bestand und Vermietung geführt. Die Änderung führte zu keiner nennenswerten Auswirkung auf die nachgenannte Segmententwicklung im Verhältnis zum Vorjahr. Dieser Unternehmensbereich hat im Geschäftsjahr mit durchschnittlich 214 Mitarbeitern (Vorjahr: 205 Mitarbeiter) externe Umsatzerlöse in Höhe von EUR 95,9 Mio. (Vorjahr: EUR 100,0 Mio.) erwirtschaftet. Das Ergebnis vor Steuern und vor Konsolidierungsmaßnahmen beträgt EUR 45,9 Mio. (Vorjahr: EUR 50,2 Mio.). In diesem Segment ist im Wesentlichen die DIBAG für die Unternehmensgruppe tätig. Für die DIBAG sind die Entwicklung und Realisierung von gewerblichen Produktions- und Dienstleistungsflächen sowie Logistik-Centern, Fachmärkten, Spezialgebäuden und Wohnungsbau auch weiterhin ein Bestandteil des Kerngeschäftes. Im Geschäftsjahr erfolgten Zukäufe von unbebauten Grundstücken mit rund 222.000 m 2 und von bebauten Grundstücken mit rund 19.000 m 2. Diese weiteren Erwerbe sind für die Projektentwicklung und anschließende Verwertung vorgesehen. Veräußerungen aus dem vorgetragenen und im Umlaufvermögen gehaltenen Grundstücksbestand ergaben sich im Geschäftsjahr für entwickelte und nicht entwickelte Grundstücksflächen von rund 134.000 m 2. Der Immobilienbestand der DIBAG umfasst zum Stichtag 30 Objekte mit einer Gesamtgrundstücksfläche von rund 438.000 m 2 , die im Anlagevermögen ausgewiesen werden. Des Weiteren werden zum Stichtag rund 50 Objekte mit einer Gesamtgrundstücksfläche von etwa 1.900.000 m 2 für die Projektentwicklung im Umlaufvermögen ausgewiesen. Nach den Wertansätzen verteilen sich diese im Wesentlichen auf die Bundesländer Berlin mit 36 %, Nordrhein-Westfalen mit 27 %, Baden-Württemberg mit 20 % und Bayern mit 12 %. Die Wirtschaftlichkeit der DIBAG wird in hohem Maß durch die Kompetenz und jahrelange Erfahrung des Unternehmens im Bereich der Verwaltung und Entwicklung von Immobilienbeständen getragen. Die DIBAG erbringt ebenfalls Bauleistungen für verbundene Unternehmen wie auch für fremde Dritte. Diese umfassen die Konzeptentwicklung, die Planungsleistung, die Durchführung von Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen wie auch die schlüsselfertige Erstellung von Neubaumaßnahmen. Demgegenüber halten die weiteren Unternehmen in geringerem Umfang Objektvermögen, das auf Dauer zu Halten oder für den Verkauf bestimmt ist oder tätigen Maßnahmen im Rahmen der Projektentwicklung. B.II.3. Das Konzern-Mutterunternehmen sowie die weiteren Tochterunternehmen Diesem Segment werden neben dem Konzern-Mutterunternehmen Döblinger Beteiligung GmbH die Unternehmen zugeordnet, an denen die Döblinger Beteiligung GmbH mittel- oder unmittelbar strategische oder operative Beteiligungen hält. Dies sind die Aresing Industrie GmbH (vor Änderung der Firma in 2023: DIBAG Infrastruktur GmbH), DOBA-Grund Beteiligungs GmbH, die MTC world of fashion GmbH, die Bayerische Städtebau GmbH & Co. Beteiligungs KG, die LISA Seniorenstift GmbH & Co. KG, die Plischka GmbH, die Hess Verwaltung GmbH, die BAUER Consulting GmbH (vor Änderung der Firma in 2023: MTC world of fashion Verwaltung GmbH), die MONACHIA Grundstücks-GmbH sowie die TGB Thüringer Grund und Boden GmbH. Dieser Unternehmensbereich beschäftigte unverändert zum Vorjahr durchschnittlich sechs Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr wurden externe Umsatzerlöse in Höhe von EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.) erwirtschaftet. Das Ergebnis vor Steuern und vor Konsolidierungsmaßnahmen beträgt EUR 65,9 Mio. (Vorjahr: EUR 79,0 Mio.) und wird im Wesentlichen durch das Ergebnis des Konzern-Mutterunternehmens bestimmt, in dem die Ergebnisübernahmen von Tochtergesellschaften aus den anderen Unternehmensbereichen enthalten sind. Ergebnisübernahmen innerhalb der vorgenannten Unternehmen wurden für Zwecke der Ergebnisentwicklung dieses Segments eliminiert. B.II.4. Ausrichtung und Strategie Im Zentrum unseres Handelns stehen unverändert gute Standorte, Kostenbewusstsein, eine gute und nachhaltige Bauqualität sowie intensive Kunden- und Mieterbetreuung. Auch weiterhin soll mit Augenmaß der zur langfristigen Vermietung bestimmte Immobilienbestand jedes Jahr etwas vergrößert und somit die Mieteinnahmen weiter verstetigt und gesteigert werden. Die Vermietung und Bewirtschaftung des bestehenden Immobilienbestands verbunden mit angemessenen Investitionen zur Werterhaltung und Modernisierung wird fortgeführt. Aufgrund unserer seit Jahren verfolgten Strategie wird das risikoreichere Entwicklungs- und Projektvolumen zugunsten der Bestandshaltung renditesicherer Immobilien künftig weiter abnehmen. Ziel ist auch, den bestehenden noch nicht entwickelten Baulandbestand etwas zu verringern und die Nachverdichtungsquartiere auszubauen. Im Hinblick auf eine Verbesserung und Vereinfachung unserer Organisation sollen die Standorte unserer Tätigkeit reduziert werden. Auf Grundlage des gehaltenen Immobilienbestandes und der Marktgegebenheiten wurden Kernregionen identifiziert und die einzelnen Standorte werden laufend bewertet. In Folge sollen Immobilienbestände ohne erwartetes übergeordnetes Entwicklungspotential oder außerhalb der von uns präferierten Standorte kurz- bis mittelfristig veräußert werden. Der bei einzelnen Konzernunternehmen noch geführte Bestand von Sonderimmobilien soll weiter vermindert werden. Der eingeschlagene Weg des Erwerbs oder der Errichtung von Bürogebäuden sowie Gewerbeparks soll künftig, wenn auch mit abnehmender Tendenz, planmäßig fortgesetzt werden. Des Weiteren und sofern sich dies für das gehaltene Immobilienportfolio im Einzelfall eignet und perspektivisch ergibt, soll in höherem Umfang Wohnbau und die Errichtung von Wohnanlagen sowie Logistikzentren erfolgen. B.III. Lage B.III.1. Ertragslage im Konzern Im Konzern der Doblinger Beteiligung GmbH wurden im Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von EUR 411,1 Mio. (Vorjahr: EUR 392,7 Mio.) erzielt, die sich wie folgt zusammensetzen:
Die gegenüber dem Vorjahreszeitraum um EUR 27,9 Mio. gestiegenen Erlöse aus der Vermietung ergeben sich überwiegend durch den Teilkonzern der Bayerische Gewerbebau AG mit EUR 5,6 Mio., durch die Wohnungs- und Siedlungsbau Bayern GmbH & Co. OHG mit EUR 4,0 Mio., durch die MONACHIA Grundbesitz GmbH & Co. KG mit EUR 3,4 Mio., die DIBAG Feuerbach GmbH & Co. KG mit EUR 2,9 Mio., die DIBAG Industriebau AG mit EUR 2,7 Mio. und die Doblinger Grund GmbH mit EUR 2,5 Mio. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen Vermietungen nach Abschluss von Neu- oder Umbaumaßnahmen im Laufe des letzten und dieses Geschäftsjahres, der Ablauf mietzahlungsfreier Zeiträume nach Begründung von Mietverhältnissen sowie laufende Mieterfolge (weiterem Abbau von Leerstandsflächen durch Neuvermietung und Mietanpassungen). Darüber hinaus ergaben sich Vermietungsergebnisse infolge letztjähriger Erwerbe vermieteter Immobilien, die sich nun ganzjährig auswirken. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Grundstücken ergaben sich im Wesentlichen durch die DIBAG Industriebau AG (EUR 4,8 Mio., Vorjahr: EUR 3,9 Mio.) und im Vorjahr durch die Doblinger Grund GmbH (Vorjahr: EUR 6,7 Mio., 2022: EUR 0,0 Mio.). Wie im Vorjahr und erwartet, blieben die Umsatz- und Ergebnisbeiträge aus dem zur Veräußerung bestimmten Immobilienbestand ohne nennenswerten Einfluss für die Ertragslage des Konzerns. Die Erlöse aus anderen Lieferungen und Leistungen enthalten unverändert zum Vorjahr die Umsatzbeiträge aus abgerechneten Bauleistungen (EUR 1,0 Mio., Vorjahr: EUR 3,9 Mio.). Die weiteren Erlöse ergeben sich überwiegend aus immobilienbezogenen oder verwaltungsbezogenen Dienstleistungen Dritten gegenüber. Insgesamt sind diese Erlöse untergeordnet und zeigten keinen nennenswerten Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns. Die höheren sonstigen betrieblichen Erträge (EUR 24,9 Mio., Vorjahr: EUR 13,3 Mio.) gegenüber dem Vorjahr ergaben sich im Wesentlichen durch die Möglichkeit einzelner Verkäufe von teils bebauten Grundstücken des Sachanlagevermögens (EUR 12,0 Mio., Vorjahr: 1,3 Mio.), insbesondere der Bayerische Städte- und Wohnungsbau GmbH & Co. KG und der Bayerische Gewerbebau AG, aus der Auflösung von Rückstellungen (EUR 3,4 Mio., Vorjahr: EUR 1,7 Mio.) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (EUR 2,4 Mio., Vorjahr: EUR 0,1 Mio.). Dem gegenüber sind geringere Erträge aus Kostenweiterbelastungen und Kostenerstattungen sowie Versicherungsleistungen und Entschädigungen (in Summe: EUR 5,0 Mio., Vorjahr: EUR 6,5 Mio.) sowie geringere Effekte aus der Währungsumrechnung (EUR 0,0 Mio., Vorjahr: EUR 1,0 Mio.) enthalten. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen, der aktivierten Eigenleistungen, der sonstigen betrieblichen Erträge sowie des Materialaufwandes) beträgt EUR 267,7 Mio. nach EUR 248,8 Mio. im Vorjahr. Die Veränderung wird insbesondere durch weitere Ergebnisbeiträge aus der Vermietung und die höheren sonstigen betrieblichen Erträge bestimmt. Die gegenüber dem Vorjahr leicht höher ausgewiesenen Abschreibungen begründen sich weitgehend durch laufende Investitionen in den Bestand der Gebäude des Sachanlagevermögens wie auch aus nun ganzjährigen planmäßigen Abschreibungsbeträgen für die im Vorjahr getätigten Investitionen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von EUR 19,4 Mio. (Vorjahr: EUR 18,8 Mio.) zeigen sich in ihrer Höhe vergleichbar zum Vorjahr. Die berücksichtigten Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen unverändert EUR 3,9 Mio. Weiter enthalten sind nennenswerte Einzelsachverhalte für Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen und für Forderungsverluste (EUR 1,9 Mio., Vorjahr: EUR 1,2 Mio.), für Rechts- und Beratungskosten (EUR 1,9 Mio., Vorjahr: EUR 1,4 Mio.) sowie für Vertriebs- und Werbekosten (EUR 1,1 Mio., Vorjahr: EUR 1,4 Mio.). Unverändert zum Vorjahr enthalten sind Aufwendungen mit teils stetigem Verlauf für Mieten und Raumkosten, für Kfz- und Reisekosten oder die allgemeinen Verwaltungs- und Organisationskosten (insgesamt EUR 6,4 Mio., Vorjahr: EUR 5,8 Mio.). Das negative Finanz- und Beteiligungsergebnis (EUR 27,2 Mio., Vorjahr: EUR 11,2 Mio.) hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Begründet ist dies im Wesentlichen durch vorgenommene Abschreibungen auf Finanzanlagen, durch höhere Zinsaufwendungen aufgrund des Anstiegs der Finanzierungskosten sowie durch niedrigere Beteiligungserträge (insbesondere infolge von Ergebniszurechnungen und -anteilen von bzw. an Immobilienfondsgesellschaften). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag berücksichtigten für 2022 weitgehend den Steueraufwand des abgelaufenen Geschäftsjahres mit EUR 25,2 Mio. sowie in Gegenrechnung einen außergewöhnlichen und saldierten Steuerertrag von EUR 8,6 Mio. infolge der Ergebnisse aus Betriebsprüfungen und im Anschluss geänderten Folgeveranlagungen. Der saldierte und insgesamt latente Steueraufwand beträgt EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: Steuerertrag EUR 1,0 Mio.). Für das Geschäftsjahr wird ein Konzernjahresüberschuss nach (Ertrag-)Steuern von EUR 98,5 Mio. gegenüber EUR 98,6 Mio. im Vorjahr ausgewiesen. Das EBITDA (Konzernjahresüberschuss vor nicht beherrschenden Anteilen, zuzüglich Ertragssteuern einschließlich latenter Steuern, Fremdkapitalzinsen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) beträgt EUR 210,6 Mio. nach EUR 207,5 Mio. im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der sonstigen Steuern sowie der Ergebnisanteile Dritter im Konzern beträgt der Konzernjahresüberschuss EUR 94,8 Mio. nach EUR 94,6 Mio. im Vorjahr. Der Verlauf des Geschäftsjahres 2022 war positiv und hat die im Vorjahr abgegebene Prognose mit einem erwarteten Ergebnis in der Bandbreite von EUR 82 Mio. bis EUR 88 Mio. übertroffen. Die unter dem Eindruck der politischen Krise nach Beginn des Ukraine Krieges und der dadurch schwer absehbaren wirtschaftlichen Entwicklung abgegebene Prognose ließ im wesentlichen Kern zunächst einen Einbruch im Umsatz und den Ergebnisbeiträgen aus der Vermietung erwarten. Dies betraf insbesondere weniger Neuvermietungen und Mietvertragsverlängerungen wie auch zu erwartende höhere Mietausfälle oder Risiken aus Mietforderungen. Die im Geschäftsjahr für die Konzernunternehmen verzeichnete Entwicklung hat dies jedoch nicht bestätigt. Die Umsatzerlöse und Ergebnisbeiträge aus dem Verkauf des dafür vorgesehenen Immobilienbestandes waren wie erwartet gering und ohne nennenswerten Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns. Demgegenüber zeigten sich die sonstigen betrieblichen Erträge im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund von Gewinnen aus dem Verkauf von Grundstücken des Anlagevermögens besser als erwartet und die Ertragsteuern wurden durch die positiven Ergebnisse infolge abgeschlossener Betriebsprüfungen deutlich entlastet. Insgesamt wurde dadurch die negative Entwicklung des Finanz- und Beteiligungsergebnisses mehr als ausgeglichen. Das Konzernergebnis entwickelte sich daher besser als erwartet. Die wirtschaftliche Lage des Konzerns wird als gut beurteilt und entwickelt sich bisher im Geschäftsjahr 2023 planmäßig. B.III.2. Finanzlage im Konzern Das Konzern-Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR 1.601,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1.521,2 Mio.) und berücksichtigt den Konzern-Jahresüberschuss in Höhe von EUR 94,8 Mio. Die Eigenkapitalquote (Konzern-Eigenkapital zu Konzern-Bilanzsumme) beträgt bei einer um EUR 710,6 Mio. gestiegenen Konzern-Bilanzsumme rund 36,9 % (Vorjahr: 41,9 %) und ist unverändert gut. Die Rückstellungen zeigen sich vergleichbar zum Vorjahr. Unverändert enthalten sind Beträge aus Pensionsverpflichtungen (EUR 38,5 Mio., Vorjahr: EUR 37,5 Mio.). Die Steuerrückstellungen (EUR 10,8 Mio., Vorjahr: EUR 8,1 Mio.) enthalten weitestgehend Beträge für zu erwartende Nachzahlungsbeträge aus laufenden noch nicht veranlagten Ertragsteuern des Geschäftsjahres und der Vorjahre. Die weiteren sonstigen Rückstellungen (EUR 49,9 Mio., Vorjahr: EUR 51,5 Mio.) ergeben sich unverändert im Wesentlichen aus Sachverhalten, die durch die Geschäftstätigkeit der Konzernunternehmen bestimmt wird. Dies betrifft in nennenswertem Umfang Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen, noch zu erbringende Leistungen im Zusammenhang mit Objektverkäufen, Personalkosten oder ausstehende Kosten und Rechnungen für bezogene Leistungen. Die gebildeten Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken ab. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um EUR 627,3 Mio. auf EUR 2.572,3 Mio. Stichtagsbezogen stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um EUR 614,4 Mio. auf EUR 2.487,0 Mio. Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten an der Konzern-Bilanzsumme beträgt zum Stichtag rund 57,3 % (Vorjahr: 51,6 %). Die stichtagsbezogene Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergibt sich im Wesentlichen infolge der Investitionstätigkeit der Unternehmen des Konzerns. Zukünftige Investitionen im Bereich der Bestands- bzw. Projektentwicklung sollen auch weiterhin angemessen mit Eigenkapital und objektbezogenem Fremdkapital finanziert werden. Die in Fremdwährung eingegangenen Darlehensverhältnisse bei Kreditinstituten einzelner Konzernunternehmen sind mit insgesamt CHF 83,3 Mio. (umgerechnet EUR 84,4 Mio.; Vorjahr: CHF 84,6 Mio., umgerechnet EUR 81,8 Mio.) unverändert von untergeordneter Höhe für die Finanzlage und Finanzierungsstruktur des Konzerns. Die Finanzierung durch Kreditinstitute sowie sonstige institutionelle Kreditgeber erfolgt überwiegend durch mittel- bis langfristige Darlehen, die einer festen Verzinsung über die Laufzeit des Darlehens oder einer variablen bzw. kurz- bis mittelfristigen Zinsbindung unterliegen. Die Veränderung dieser Finanzierungen ergibt sich im Wesentlichen aus planmäßigen Tilgungsleistungen, Tilgungsleistungen aufgrund freier Liquidität und im Rahmen von Immobilienverkäufen von EUR 94,0 Mio., denen Mittelzuflüsse aus abgerufenen Finanzmitteln für die Investitionstätigkeit von EUR 703,3 Mio. gegenüberstehen. Der Finanzmittelfonds besteht aus Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich der jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten und erhöhte sich von EUR 26,1 Mio. im Vorjahr auf EUR 26,7 Mio. zum Stichtag. Die Zahlungsströme aus den einzelnen Bereichen stellen sich wie folgt dar:
Die Zahlungsfähigkeit der Konzernunternehmen war im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet; sie ist auch für die Zukunft gegeben. Die Finanzlage im Konzern ist geordnet. B.III.3. Vermögenslage im Konzern Die Konzern-Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr um EUR 710,6 Mio. auf EUR 4.339,8 Mio. erhöht. Das Anlagevermögen des Konzerns beträgt zum Stichtag EUR 3.485,8 Mio. (Vorjahr: EUR 2.935,9 Mio.). Der Anteil des Anlagevermögens an der Konzern-Bilanzsumme liegt bei rund 80 % (Vorjahr: rund 81 %). Wesentlicher Bestandteil sind die Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von EUR 3.039,8 Mio. (Vorjahr: EUR 2.466,3 Mio.). Im Geschäftsjahr stehen hier insbesondere den weiteren Investitionen für Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (EUR 448,9 Mio.; darin enthalten der Erwerb eines Immobilienbestandes durch die Brienner Karree GmbH mit EUR 371,3 Mio.) die laufenden und planmäßigen Abschreibungen (EUR 64,6 Mio.) des Geschäftsjahres gegenüber. Des Weiteren erfolgten Umgliederungen (EUR 135,0 Mio.) aus dem Posten der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau für im Geschäftsjahr abgeschlossene Investitionsmaßnahmen für den Immobilienbestand sowie die Umwidmung von Immobilien aus dem Umlaufvermögen (EUR 59,5 Mio.), die nicht mehr zur Veräußerung stehen, sondern aufgrund ihrer Perspektive auf Dauer für die Vermietung gehalten werden sollen. Die unter dem Sachanlagevermögen ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen nahezu ausschließlich immobilienbezogene Investitionen. Unverändert zum Vorjahr sind in nennenswertem Umfang Vorauszahlungen auf Kaufpreise (Kaufpreisbelegungen) für Immobilienerwerbe mit EUR 100,0 Mio. (Vorjahr: EUR 70,0 Mio.) enthalten. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (EUR 213,4 Mio., Vorjahr: EUR 193,4 Mio.) ergeben sich in ihrer Entwicklung im Geschäftsjahr aus weiteren Anteilserwerben (EUR 30,8 Mio.), der Fortschreibung der Beteiligungsansätze nach At-Equity (EUR -0,8 Mio.) sowie einer erfolgten außerplanmäßigen Abschreibung auf den Wertansatz einer gehaltenen Beteiligung von EUR 10,0 Mio. Das Anlagevermögen ist angemessen mit Eigenkapital sowie mit lang- und mittelfristigem Fremdkapital finanziert. Der Buchwert der zum Verkauf sowie zur Projektentwicklung gehaltenen unbebauten und bebauten Grundstücke beträgt EUR 384,3 Mio. (Vorjahr: EUR 379,2 Mio.) und hat einen Anteil an der Konzern-Bilanzsumme von rund 9 % (Vorjahr: rund 10 %). Der Bestand hat sich im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen durch aktivierte Bauleistungen und durch den Erwerb von Grundstücken um EUR 69,2 Mio. (Vorjahr: EUR 48,4 Mio.) erhöht und verminderte sich durch die Umgliederung von Objekten in das Anlagevermögen um EUR 61,0 Mio. (davon in die Grundstücke und Bauten EUR 59,5 Mio. und in die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau EUR 1,5 Mio.). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 149,7 Mio. auf EUR 402,3 Mio. Die zum Stichtag enthaltenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene und nicht konsolidierte (Tochter-)Unternehmen zeigen sich unverändert untergeordnet für die Vermögenslage des Konzerns. Sie ergeben sich aus laufendem Leistungsverkehr wie auch aus stichtagsbezogenen Abrechnungen im Rahmen von Projektvorhaben. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in nennenswertem Umfang gewährte Darlehen mit EUR 219,6 Mio. (Vorjahr: EUR 95,2 Mio.). In 2023 erfolgte zwischenzeitlich die Rückführung gewährter Darlehen über rund EUR 124,0 Mio. Darüber hinaus enthält der Posten die Wertansätze von Anteilen an Immobilienfondsgesellschaften, die nicht auf Dauer zu Halten beabsichtigt sind, mit EUR 113,4 Mio. (Vorjahr: EUR 103,9 Mio.) sowie Erstattungsansprüche aus Steuerüberzahlungen und aus den Ergebnissen aus steuerlichen Außenprüfungen von EUR 36,7 Mio. (Vorjahr: EUR 25,7 Mio.). Die Vermögenslage im Konzern ist geordnet. C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht C.I. Prognosebericht Der Konzern wird in seinen bisherigen Segmenten und Geschäftsbereichen weiter tätig sein. Entsprechend unserer Strategie soll der zur langfristigen Vermietung bestimmte Immobilienbestand vergrößert werden und damit die Mieteinnahmen weiter stabilisieren. Dahingehend erfolgten bislang in 2023 mit Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten auch Erwerbe von einzelnen Objekten, in weitaus größtem Investitionsvolumen mit rund EUR 100,0 Mio. durch die MONACHIA Grundbesitz GmbH & Co. KG für eine Immobilie im Zentrum Münchens. Der für 2023 geplante Bestandsaufbau durch Immobilienerwerbe wie auch durch Bauinvestitionen in den auf Dauer und den zur Veräußerung gehaltenen Immobilienbestand wird sich in unserer Erwartung deutlich unterhalb dem des abgelaufenen Geschäftsjahres bewegen. Aufgrund der aktuellen Lage sind zudem zeitliche Verzögerungen in der Umsetzung von Vorhaben für Immobilienerwerbe oder Bauinvestitionen eher wahrscheinlich als auszuschließen. Die Bauindustrie, das Baugewerbe und auch Handwerksbetriebe leiden verstärkt unter Materialmangel, unsicherem Lieferbezug und fehlenden Arbeitskräften. Verzögerungen betreffen nicht nur Baumaßnahmen und weitere Investitionen, sondern auch laufende Instandhaltungsmaßnahmen und -Programme. Rückstände und situationsbedingte Anpassungen wie auch ein höherer Kosten- und Preisdruck werden weiterhin zu erwarten sein. Unter Berücksichtigung des gegenwärtig weiter unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes sind Prognosen für das gesamte Geschäftsjahr 2023 noch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Die bis Oktober 2023 vorliegenden aktuellen Prognosen der konjunkturellen Entwicklung sehen für das Gesamtjahr 2023 eine leichte Rezession von etwa 0,5 %. Erst für das Folgejahr 2024 wird aufgrund erwarteter weiterer Abschwächung der Inflationsentwicklung ein Wirtschaftswachstum von im Durchschnitt 1,0 % erwartet. Ein größerer Unsicherheitsfaktor sind allerdings die nicht bewältigten Krisen im politischen Umfeld und ihre Einflüsse auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Im Grundsatz schließen wir uns dieser Einschätzung für das nun laufende und kommende Jahr an. Wir erwarten, dass die Immobilienwirtschaft und ihre Segmente, auch wenn diese bislang in relativ stabilen Verhältnissen waren, von der allgemeinen Abwärtstendenz, gegebenenfalls zeitverzögert, auch stärker betroffen sein werden. Mit gegenwärtigem Stand und dies betrifft die Entwicklung des Konzerns und seiner Unternehmen seit Jahresbeginn 2023, waren lediglich kleinere negative Auswirkungen zu verzeichnen, die aber nicht die Erwartung für diesen Zeitraum maßgeblich tangierte. Sie betrafen bislang in untergeordnetem Umfang Mietforderungen sowie in Einzelfällen Verzögerungen für laufende Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen. Im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2023 ergaben sich gegenüber dem Vorjahr geringere Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Immobilien. Inwieweit sich für den verbleibenden Zeitraum des nun laufenden Geschäftsjahres noch nennenswerte Transaktionen ermöglichen und realisieren lassen, kann nicht abschließend abgesehen werden. Wir rechnen jedoch damit, dass sich die realisierten Umsatz- und die Ergebnisbeiträge aus dem Verkauf von Immobilien unter dem Niveau des Vorjahres bewegen werden. Für den Bereich der Vermietung erwarten wir unter der gegenwärtigen wirtschaftlichen Entwicklung für 2023 ein herausforderndes Jahr. Es ist erkennbar und weiter zu erwarten, dass Neuvermietungen im Einzelfall zeitverzögert erfolgen, die Vermietung für bislang bestehende Leerstandsflächen geringer ausfällt und Mietvertragsverlängerungen für auslaufende Mietverträge aufgrund der wirtschaftlichen Situation bei einzelnen Mietern nicht in erwartetem Umfang zum Abschluss gebracht werden können. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ergibt sich für die laufenden und bestehenden Mietverhältnisse, wenn Mieter in finanzielle Schwierigkeiten geraten, schlimmstenfalls Mietverhältnisse beendet werden oder zu beenden sind. Unter diesem Rahmen kann allenfalls von einer stabilen Mietpreisentwicklung und nicht von einer Steigerung des Mietpreisniveaus ausgegangen werden. Mit Blick auf den bisherigen Verlauf in 2023 gehen wir davon aus, dass die Umsatzbeiträge aus der Vermietung, unter Berücksichtigung bereits erfolgter abgeschlossener Investitionsvorhaben, für das Gesamtjahr 2023 relativ stabil bzw. leicht höher sein werden. Gegebenenfalls werden jedoch auch höhere Mietausfälle oder Verluste aus Mietforderungen noch zu verzeichnen sein. Unter Berücksichtigung des Anteils der die Vermietung unmittelbar betreffenden und steigenden Kosten und Aufwendungen kann dies dann allerdings zu gleichbleibenden oder geringeren Ergebnisbeiträgen aus der Vermietung führen. Der bis Mitte 2022 günstige Rahmen der Finanzierungskonditionen hat die Ergebnis- und Finanzlage des Konzerns auch in 2022 noch positiv beeinflusst. Die Finanzierungszinsen und -kosten sind seitdem nach mehrfacher Erhöhung des Leitzinses durch die EZB im Zuge der Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung jedoch deutlich angestiegen. Aufgrund der Finanzstruktur des Konzerns zeichnet sich ab, dass sich die Finanzierungskosten bzw. die Zinsaufwendungen des Konzerns im nun laufenden Geschäftsjahr 2023 deutlich erhöhen werden. Zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit der Doblinger Unternehmensgruppe werden insbesondere die Konzern-Eigenkapitalquote und das Konzernergebnis betrachtet. Unsere Ziele und Erwartungen für 2023 sind:
C.II. Risikobericht C.II.1. Risikomanagementsystem Das Konzern-Mutterunternehmen, die Doblinger Beteiligung GmbH, fungiert als Holding. Das Risikomanagement wird im Wesentlichen auf Ebene der Einzelgesellschaften durchgeführt. Das Risikomanagement in den einbezogenen Unternehmen setzt zum frühestmöglichen Zeitpunkt ein. Investitionsentscheidungen werden nur dann getroffen und durchgeführt, wenn die zu erwartende Rendite angemessen und der zu erwartende wirtschaftliche Erfolg als sehr wahrscheinlich eingestuft werden können. Das Risikomanagement ist in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert. Wesentliche Bestandteile sind Controlling, Planung, Bereichsleitersitzungen, zeitnahe und enge Verfolgung aller Projekte sowie Berichterstattung an die verantwortlichen Organe. Damit wird in den Konzerngesellschaften die Risikosituation kontinuierlich identifiziert, bewertet, überwacht und gesteuert. Es bestehen weiter allgemeine Risiken und latente Unsicherheiten aus den gegenwärtigen Diskussionen über rechtliche und insbesondere steuerrechtliche Änderungen. Diese können von der Unternehmensgruppe nicht beeinflusst werden. Allerdings werden diese kritisch beobachtet und bei unternehmerischen Entscheidungen sorgfältig berücksichtigt. Die Finanzierung des Konzerns beinhaltet Risiken durch Zins- und Währungsschwankungen. Die Fremdfinanzierung in Form von Darlehen erfolgt durch Kreditinstitute oder sonstige institutionelle Kreditgeber. Die überwiegend objektbezogenen Finanzierungen sind, in Abhängigkeit des Finanzierungsgegenstandes, kurz- bis langfristig. Der Konzern begegnet den Finanzierungsrisiken auch durch eine angemessene Streuung der ihn finanzierenden Finanzmarktteilnehmer und die laufende konzernweite Überwachung seines Finanzmittelbedarfs und durch seine Finanzplanung. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos für Finanzierungskredite hatten einzelne Konzerngesellschaften in der Vergangenheit Zinsswap-Vereinbarungen geschlossen. Das zum Stichtag des Vorjahres noch gegebene derivative Finanzinstrument in Form einer Zinsswap-Vereinbarung endete im November 2022. Die Liquiditätssteuerung erfolgt durch ein zentrales Cash-Management. Dieses verfolgt eine konservativ ausgerichtete Strategie für die Anlage liquider Mittel und die Kreditaufnahme. Die Unternehmen des Konzerns verfügen über ein effizientes Forderungsmanagement. Im Fall erkennbarer Ausfall- oder Bonitätsrisiken werden entsprechende Maßnahmen ergriffen. Wir haben intern dafür Sorge getragen, dass die Kriterien für die Vermietung, das Forderungsmanagement, die Bestands- und Projektentwicklung und die Finanzierung laufend überwacht und eingehalten werden. C.II.2. Risiken Die wesentlichen Risiken der zukünftigen Entwicklung ergeben sich aus der Geschäftstätigkeit der Tochterunternehmen in ihren Geschäftsbereichen, denen durch laufende organisatorische Maßnahmen begegnet wird. Sie ergeben sich in folgenden Bereichen:
Ein geringeres Konzernergebnis für 2023 gegenüber der Planung könnte im Grundsatz eintreten, wenn der tatsächliche Verlauf gegenüber den Annahmen für die Vermietung und die Verkäufe sowie für die Zins- und Währungskonditionen von der Planung abweichen, die geplanten Budgets für Investitionen nicht eingehalten werden können oder sich aus Bauzeitverzögerungen und steigenden Baukosten für die Neubauinvestitionen und Modernisierungs- bzw. Instandhaltungsmaßnahmen höhere Abschreibungen oder Wertminderungen und Vermietungsrisiken für Immobilien ergeben. Für den Bereich der Vermietung ergeben sich aus der gegenwärtigen konjunkturellen Situation unmittelbare und mittelbare Risiken. Diese betreffen im Wesentlichen den zeitverzögerten Beginn neu geschlossener Mietverhältnisse oder wenn die Vermietung von bestehenden Leerstandsflächen sowie die Verlängerungen auslaufender Mietverträge in einem geringeren Umfang als geplant eintreten. Darüber hinaus und bedingt durch die gegenwärtige Ausnahmesituation könnten künftig höhere Mietausfälle oder Verzögerungen in den Liquiditätszuflüssen von Mieteinnahmen zu verzeichnen sein. Diesen Risiken wird unverändert durch eine hinreichende Diversifikation (standort- und objektbezogen) und eine intensive Marktbeobachtung und Tätigkeit am jeweiligen Immobilienstandort begegnet. Zielgruppe sind weiterhin Mieter mit guter oder überdurchschnittlicher Bonität. Durch ein laufendes und wirksames Forderungsmanagement waren daher bislang Ausfälle von Mietforderungen oder Zahlungsverzögerungen nur in untergeordnetem Umfang und einzelfallbezogen gegeben. Im Rahmen der Bestandsentwicklung des auf Dauer zu halten geplanten Immobilienbesitzes sowie des Immobilienbestandes mit abgeschlossenen Projektvorhaben ergeben sich die Anforderungen der laufenden Durch- und Fortführung von Renovierungs-, Instandhaltungs- oder Modernisierungsmaßnahmen zur Wertsicherung und Wertsteigerung sowie der Sicherstellung der Vermietung. Dahingehend erfolgen planmäßige und laufende Programme, die nachgehalten, überwacht und gegebenenfalls bedarfs- und einzelfallbezogen angepasst werden. Rückstände im Fortgang der eigenen Investitionstätigkeit sowie für die laufenden Instandhaltungsmaßnahmen sind gegenwärtig und bedingt durch die Ausnahmesituation nur in Einzelfällen zu verzeichnen. Sie können jedoch für die nahe Zukunft und bei ungünstiger Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes nicht abschließend ausgeschlossen werden. Im Hinblick auf die strategische Ausrichtung und die Finanzierung des Konzerns sind die Auswirkungen der gegenwärtigen konjunkturellen Lage differenziert zu bewerten. Der Bereich der gewerblichen und wohnungswirtschaftlichen Projektentwicklung ist von der Bereitschaft der Kreditinstitute geprägt, risikoadäquate Engagements im kurz- bis mittelfristigen Finanzierungsbereich mitzutragen. Unabhängig von dieser Entwicklung ist die Unternehmensgruppe in der Lage, sich aus Liquiditätsüberschüssen im operativen Geschäft ausreichend zu refinanzieren und angemessene Ziele zu erreichen. Gleiches gilt für den Bereich der Bestandsentwicklung, wobei hier die mittel- bis langfristigen Refinanzierungsmöglichkeiten den Rahmen der geschäftlichen Entwicklung definieren. Infolge des nun gestiegenen Zinsniveaus und der mittelfristigen Perspektiven sehen wir zum Teil mögliche Auswirkungen auf unsere wirtschaftlichen Aktivitäten. In Hinblick auf eine künftige Risikobegrenzung wurde daher bereits beginnend 2017 das günstige Niveau für langfristige Finanzierungszinsen in anstehenden Neuverhandlungen für Finanzierungen und Konditionierungen für einzelne Investitionsvorhaben genutzt und es wurden teilweise langfristige Finanzierungskonditionen mit in der Regel fünf- bis zehnjährigen oder in Einzelfällen längeren Laufzeiten vereinbart. Im Falle einer noch ungünstigeren Entwicklung der Finanzmarktlage könnte sich für bestehende Finanzierungen mit kurzfristigen Konditionierungen die Notwendigkeit einer Neuverhandlung oder Umfinanzierung ergeben. Die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen wird daher laufend überwacht. Der Konzern begegnet diesem Risiko auch durch eine angemessene Streuung der ihn finanzierenden Finanzmarktteilnehmer, mit denen überwiegend langfristige Geschäftsbeziehungen bestehen, sowie durch eine zentral abgestimmte laufende Überwachung des Finanzmittelbedarfs und der Finanzplanung. Durch die gegenwärtige Finanzmarktsituation können sich jedoch künftig die Finanzierungsmöglichkeiten und deren Konditionen weiter ungünstig entwickeln. Dies betrifft auch die in der Vergangenheit abgeschlossenen Finanzierungen in Fremdwährungen. Derzeit sind aus den genannten Risiken keine die wirtschaftliche Tätigkeit betreffenden Folgen ersichtlich, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage, die Zahlungsfähigkeit oder die künftige Ergebnisentwicklung der einzelnen einbezogenen Konzernunternehmen oder den Konzern insgesamt haben. C.III. Chancenbericht Die Wirtschaftslage wird durch die Folgen und Auswirkungen der politischen Krise des Krieges Russlands gegen die Ukraine nach wie vor beeinträchtigt. Die jüngst aufgetretenen Entwicklungen durch Aufleben des Nahostkonflikts und der gegenwärtigen Haushaltskrise des Bundes mit noch nicht umfänglich absehbaren politischen und wirtschaftlichen Folgen und Auswirkungen verstärken die Unsicherheiten. Die vorliegenden aktuellen Prognosen für die konjunkturelle Entwicklung sehen noch eine leichte Rezession für die deutsche Wirtschaft und für das Gesamtjahr 2023 von etwa 0,5 %. Erst für das Folgejahr wird ein geringes Wirtschaftswachstum von im Durchschnitt 1,0 % erwartet. Nach Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine und den in Folge zunehmend schlechter werdenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erlitt auch die Immobilienwirtschaft, teils unterschiedlich in ihren Segmenten, einen starken Einbruch. Die negativen Tendenzen für die Immobilienwirtschaft insgesamt werden sich in unserer Erwartung kurz- bis mittelfristig eher verstärken denn auflösen. Die Doblinger Unternehmensgruppe mit ihren Unternehmen sieht sich demgegenüber aufgrund ihrer strategischen Ausrichtung gut aufgestellt, die konjunkturelle Abschwächung ohne weitreichende Folgen zu bewältigen. Der Bereich der Vermietung wird, unabhängig von der gegenwärtigen Situation, weiter an Gewicht gewinnen, auch wenn durch Immobilienverkäufe im Segment der Projektentwicklung Bestände veräußert werden. Neben marktkonformen Mietpreisanpassungen sind die Grundlagen durch die bereits der Vermietung unterliegenden Bestandsimmobilien geschaffen. Durch eine hinreichend ausgewogene Struktur des Immobilienbestandes (Standorte und Nutzungen) sind signifikante Abhängigkeiten durch einzelne Immobilien nicht zu verzeichnen. Aufgrund dezentraler Vermietungstätigkeit und Marktbeobachtung an den jeweiligen Standorten werden die Reaktionszeiten für Mietanfragen gering gehalten, bestehende Mietverhältnisse laufend überwacht und zeitnah Mietvertragsverlängerungen oder Neukonditionierungen angestrebt und abgeschlossen. Die planmäßige Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen oder wert- und nutzungsverbessernden Maßnahmen werden die Vermietungsleistung, wenn auch gegebenenfalls zeitverzögert, weiter begünstigen. Darüber hinaus führt der laufende Abschluss von Neubau- und Projektentwicklungsvorhaben zu weiterem Potential in der Vermietung. Im Bereich der Projektentwicklung besteht ein ausreichendes Portfolio an unbebauten und erschlossenen Flächen sowie abgeschlossenen Projektvorhaben und bebauten Grundstücken, das für den Verkauf oder den eigenen Bestandsaufbau vorgesehen ist. Durch die hierfür im Konzernverbund eingerichtete eigene Organisation können auch komplexe oder größere Vorhaben und Transaktionen zum Abschluss gebracht werden. Auf Grundlage des gehaltenen Immobilienbestandes und der Marktgegebenheiten werden alle Standorte laufend bewertet und es wurden Kernregionen identifiziert. Immobilienbestände außerhalb der von uns präferierten Standorte sollen vermehrt kurz- bis mittelfristig veräußert werden. Aufgrund der gegenwärtigen Marktgegebenheiten sehen wir die Aussichten hierfür noch als gut an, auch wenn aufgrund des momentanen wirtschaftlichen Umfeldes zeitliche Verzögerungen zu erwarten sind. Das Konzernergebnis 2023 könnte sich daher besser als in der Prognoseberichterstattung dargestellt ergeben, wenn der tatsächliche Verlauf gegenüber den Annahmen für die Vermietung und für den Verkauf von Immobilien positiver als geplant eintritt, die Investitionsbudgets eingehalten bzw. unterschritten werden oder sich die Refinanzierungskosten bei der Neuaufnahme oder der Prolongation von Finanzierungsmitteln günstiger als erwartet entwickeln. D. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Finanzanlagen des Konzerns enthalten in nennenswertem Umfang Finanzinstrumente in Form einzelner Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (GmbH-Anteilen und dem Besitz von Aktien). Zwei dieser Gesellschaften halten und verwalten Immobilien und eine Gesellschaft (nebst deren Tochtergesellschaften) ist ein Bau- und Maschinenbauunternehmen. Die Entwicklung der Gesellschaften und die Investition in diese Beteiligungen werden im Rahmen des Risikomanagements laufend überwacht. Die weiteren wesentlichen originären Finanzinstrumente auf der Aktivseite der Bilanz betreffen die kurzfristigen Forderungen aus der Vermietung und dem Verkauf von Immobilien, aus abgerechneten Bauleistungen, sonstige Forderungen aus Darlehensvergaben sowie die Guthaben bei Kreditinstituten. Die Unternehmen des Konzerns verfügen über ein effizientes Forderungsmanagement. Im Fall erkennbarer Ausfall- oder Bonitätsrisiken werden zeitnah entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Die tatsächlich konkretisierten Forderungsausfälle betreffen überwiegend Einzelfälle und sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Die sonstigen Vermögensgegenstände berücksichtigen in nennenswertem Umfang Anteile an geschlossenen Immobilienfondsgesellschaften (jeweils in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft), die nicht auf Dauer gehalten werden sollen. Die jeweiligen Immobilienfondsgesellschaften verwalten eigene vermietete Gewerbeimmobilien an verschiedenen Standorten in Deutschland. Die Entwicklung der Fondsgesellschaften wird im Rahmen des Risikomanagements laufend überwacht. Auf der Passivseite der Bilanz bestehen originäre Finanzinstrumente insbesondere in Form von Bankverbindlichkeiten. Die Finanzierung der Gesellschaften des Konzerns erfolgt im Wesentlichen objektbezogen und je nach Finanzierungsgegenstand (Immobilien des Bestandsvermögens oder für die Projektentwicklung) durch kurz- bis langfristige Bankkredite. Die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen für bestehende Finanzierungen mit kurzfristigen Konditionierungen wird laufend überwacht, um nachteiligen Folgen gegensteuern zu können. Mit den Kreditinstituten bestehen in der Regel langjährige Geschäftsbeziehungen. Zur Absicherung und Steuerung des Liquiditätsbedarfs und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Liquidität ist eine Liquiditäts- und Finanzplanung eingerichtet, die als Grundlage der Geldmitteldisposition dient. Aufgrund der bereits abgeschlossenen Finanzierungen für Immobilien und Investitionen sind im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld keine überdurchschnittlichen Finanzierungsrisiken zu erwarten. Nach planmäßigem Ablauf eines untergeordneten derivativen Finanzinstrumentes in Form einer Zinsswap-Vereinbarung im November 2022, die der ausschließlichen Risikoabsicherung aus Verzinsung der korrespondierenden Objektfinanzierung in der Vergangenheit diente, sind derivative Finanzinstrumente im Kreis der Unternehmen des Konzerns nicht mehr gegeben und wurden auch nicht mehr begründet. Aufgrund der Geschäftsfelder des Konzerns, unserer Strategie und Organisation sehen wir uns gut aufgestellt, auch künftig unsere Ziele zu erreichen.
München, den 28. November 2023 Doblinger Beteiligung GmbH Die Geschäftsführung KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022A. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft bzw. das Konzern-Mutterunternehmen ist unter der Firma Doblinger Beteiligung GmbH mit Sitz in München im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 2202 eingetragen. Der Konzernabschluss der Doblinger Beteiligung GmbH wird unter Beachtung des Handelsgesetzbuches (HGB) und der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgen den allgemeinen Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und des § 275 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 1 HGB. Um den Besonderheiten des Konzerns Rechnung zu tragen, erfolgt aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit eine teilweise abweichende Bezeichnung und Erweiterung der Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. B. Konsolidierung 1. Konsolidierungskreis Vollkonsolidierte Tochterunternehmen Die einzelnen zum Stichtag in den Konzernabschluss einbezogenen und im Rahmen der Vollkonsolidierung berücksichtigten Tochterunternehmen, bei denen das Konzern-Mutterunternehmen unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Einfluss ausübt oder ausüben kann, sind in der nachgestellten Aufstellung der Angaben zum Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz (Anlage B) im Einzelnen aufgeführt. Der Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem Stichtag des Vorjahres um folgende nachgenannte Unternehmen verändert:
Die Brienner Karree GmbH wurde am 7. Juli 2022 gegründet bzw. errichtet. Die Wohnungs- und Siedlungsbau Bayern GmbH & Co. offene Handelsgesellschaft, München, ist alleinige Gesellschafterin der Brienner Karree GmbH und an deren Kapital beteiligt. Der Einbezug in den Konzernabschluss und die Maßnahmen für die erstmalige Kapitalkonsolidierung erfolgten zum Stichtag der Aufnahme der Geschäftstätigkeit der errichteten Gesellschaft und mit Datum der aufgestellten Eröffnungsbilanz zum 11. Juli 2022. Unterschiedsbeträge aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung waren nicht gegeben. Die Aresing Industrie GmbH wurde am 11. Oktober 2022 unter der Firma DIBAG Infrastruktur GmbH gegründet bzw. errichtet. Die DIBAG Industriebau Aktiengesellschaft, München, war zum Stichtag alleinige Gesellschafterin und an deren Kapital beteiligt. Sämtlich Anteile an der Gesellschaft wurden im Juli 2023 von der DIBAG Industriebau Aktiengesellschaft an das Konzern-Mutterunternehmen abgetreten und veräußert. Der Einbezug in den Konzernabschluss und die Maßnahmen für die erstmalige Kapitalkonsolidierung erfolgten zum Stichtag der Aufnahme der Geschäftstätigkeit der errichteten Gesellschaft und mit Datum der aufgestellten Eröffnungsbilanz zum 19. Oktober 2022. Unterschiedsbeträge aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung waren nicht gegeben. Gegenüber dem Stichtag des Vorjahres ist das (mittelbare) Tochterunternehmen BG Oktavian GmbH, Grasbrunn, aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Das Vermögen der BG Oktavian GmbH (übertragende Gesellschaft) wurde gem. Verschmelzungsvertrag vom 23. Juni 2022 von der Bayerische Gewerbebau AG (alleinige Gesellschafterin, einbezogenes Unternehmen und übernehmende Gesellschaft) mit Wirkung zum 1. Januar 2022 (Verschmelzungsstichtag) übernommen. Auswirkungen durch die Änderung des Konsolidierungskreises auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns gegenüber dem Vorjahr sind dadurch nicht gegeben. Die Vergleichbarkeit ist gewahrt. Alleinige Gesellschafterin der BG Grund GmbH (vor Änderung der Firma in 2022: AD Grund GmbH) war zum Stichtag des Vorjahres das Konzern-Mutterunternehmen. Sie hat im Juli 2022 sämtliche Anteile an der Gesellschaft an das unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen Bayerische Gewerbebau AG abgetreten und veräußert. Die BG Grund GmbH wird in den von der Bayerische Gewerbebau AG aufgestellten (Teil-)Konzernabschluss zum Stichtag und in Folge in den Konzernabschluss des Konzern-Mutterunternehmens einbezogen. Die Auswirkungen durch die Änderung des Gesellschafters innerhalb des Konsolidierungskreises auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns gegenüber dem Vorjahr ist von untergeordneter Bedeutung. Die Vergleichbarkeit ist gewahrt. Nicht konsolidierte Tochterunternehmen Zum 31. Dezember 2022 unterbleibt die Einbeziehung einzelner Gesellschaften in den Konzernabschluss in Anwendung der Befreiungsvorschrift des § 296 Abs. 2 HGB, da die einzelnen Unternehmen für sich sowie in Summe von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind. Zu den weiteren Angaben zu diesen Unternehmen wird auf die diesem Konzernanhang nachgestellte Aufstellung zum Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz (Anlage B) verwiesen. 2. Assoziierte Unternehmen Die unverändert gegenüber dem Stichtag des Vorjahres berücksichtigten assoziierten Unternehmen gem. § 311 Abs. 1 HGB sind in der nachgestellten Aufstellung der Angaben zum Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz (Anlage B) im Einzelnen aufgeführt. Im Konzerngeschäftsjahr erfolgten weitere Anteilserwerbe an einzelnen assoziierten Unternehmen. 3. Konsolidierungsgrundsätze Vollkonsolidierte Tochterunternehmen Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Konzern-Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2022 aufgestellt. Sämtliche Jahresabschlüsse bzw. (Teil-)Konzern- abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind ebenfalls zum 31. Dezember 2022 aufgestellt. Das Geschäftsjahr aller einbezogenen Unternehmen ist das Kalenderjahr. Die einzelnen Abschlüsse wurden nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Grundlage des Einbezugs in den Konzernabschluss ist unverändert der (Teil-)Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 der Bayerische Gewerbebau AG unter Einschluss ihrer jeweiligen unmittelbaren Tochterunternehmen. Sofern Tochterunternehmen aufgrund unmittelbaren oder mittelbaren Anteilserwerbs durch das Konzern-Mutterunternehmen und in Geschäftsjahren endend vor dem 1. Januar 2010 im Konzernabschluss und damit vor Inkrafttreten der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz geänderten Regelungen des HGB einbezogen waren, erfolgte die Kapitalkonsolidierung gem. § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB (a.F.) unverändert in Fortschreibung und Fortführung der Buchwertmethode. Danach wurde der Wertansatz der dem Konzern-Mutterunternehmen (unmittelbar oder mittelbar) gehörenden Anteile an dem in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens zum Erstkonsolidierungsstichtag verrechnet. In der diesem Konzernanhang nachgestellten Aufstellung zum Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz (Anlage B) erfolgte für diese Tochterunternehmen die Aufnahme eines dahingehenden Vermerkes. Für die nach dem 31. Dezember 2009 im Rahmen der Vollkonsolidierung erstmalig berücksichtigten Unternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung gem. § 301 HGB (n.F.) nach der Neubewertungsmethode und damit nach den durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz geänderten Regelungen des HGB mit Erstanwendungszeitpunkt ab 1. Januar 2010. Der Anteil anderer Gesellschafter am Konzerneigenkapital wird gemäß § 307 Abs. 1 HGB unter dem gesonderten Posten Nicht beherrschende Anteile im Eigenkapital des Konzerns ausgewiesen. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt die Überleitung des Konzern-Jahresergebnisses vor nicht beherrschenden Anteilen unter Gegenrechnung des Ergebnisanteils für nicht beherrschende Anteile zum Konzern-Jahresergebnis. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden gem. § 303 HGB eliminiert. Zwischenergebnisse gem. § 304 HGB werden, soweit entstanden und nicht von untergeordneter Bedeutung, eliminiert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden gem. § 305 Abs. 1 HGB alle wesentlichen Erträge und Aufwendungen, die zwischen den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen bewirkt wurden, miteinander verrechnet. In den Einzelabschlüssen erfasste Beteiligungserträge, sofern begründet aus den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, werden herausgerechnet. Assoziierte Unternehmen Die Ermittlung und die Fortführung der Wertansätze sowie die Behandlung ermittelter Unterschiedsbeträge für gehaltene Beteiligungen an assoziierten Unternehmen erfolgt gem. § 312 HGB. Die Geschäfts- bzw. Konzerngeschäftsjahre der einzelnen assoziierten Unternehmen entsprechen dem Kalenderjahr. Die letzten aufgestellten Abschlüsse der einzelnen assoziierten Unternehmen erfolgten zum Stichtag dieses Konzernabschlusses. Stellt das assoziierte Unternehmen einen Konzernabschluss auf, wird für die Ermittlung und für die Fortführung der Wertansätze sowie die Behandlung ermittelter Unterschiedsbeträge für die gehaltene Beteiligung am assoziierten Unternehmen dieser zugrunde gelegt. Dies betrifft die von den assoziierten Unternehmen Ludwig Beck am Rathauseck-Textilhaus Feldmeier AG und Bauer AG aufgestellten Konzernabschlüsse nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS). Das Wahlrecht gem. § 312 Abs. 5 HGB der Anpassung abweichender Bewertungsmethoden in zugrunde gelegten Jahres- oder Konzernabschlüssen assoziierter Unternehmen gegenüber angewandten Bewertungsmethoden in diesem Konzernabschluss wurde nicht in Anspruch genommen. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird das auf assoziierte Beteiligungen insgesamt und saldiert entfallende Ergebnis unter einem gesonderten Posten ausgewiesen. C. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sie haben eine unterlegte Nutzungsdauer von in der Regel bis zu fünf Jahren, die planmäßigen Abschreibungen erfolgen in linearem Verlauf. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung, die in Vorjahren als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen wurden, unterlagen entweder der sofortigen Abschreibung oder wurden, begründet durch die entsprechenden wertschöpfenden und werttreibenden Faktoren, über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (in der Regel zwischen sechs und 15 Jahren) linear abgeschrieben. Im Falle zu unterstellendem Verbrauch oder dem Wegfall wertbegründender Faktoren erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen. Nach vollständiger Abschreibung dahingehender Geschäfts- und Firmenwerte erfolgte der Abgang dieser Vermögenswerte. Zum Stichtag, wie auch zu dem des Vorjahres, waren Geschäfts- und Firmenwerte infolge von Maßnahmen der Kapitalkonsolidierung nicht mehr gegeben. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die in den Sachanlagen bei den Grundstücken und Bauten enthaltenen Gebäude werden, je nach baulichem Zustand und deren Nutzung, im gewerblichen Bereich mit einer regelmäßigen Nutzungsdauer von 30 bis 50 Jahren, im wohnungswirtschaftlichen Bereich mit einer regelmäßigen Nutzungsdauer von 80 Jahren und im Bereich der Tiefkühlhäuser mit einer betriebsgewöhnlichen und regelmäßigen Nutzungsdauer von 46 Jahren unterlegt. Vorgenommene Mieterumbauten folgen dem Verlauf des zugrundeliegenden Mietverhältnisses und in der Regel bis zu 15 Jahren oder werden über die voraussichtliche Restnutzungsdauer des entsprechenden Gebäudes abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen linear, im Bereich der Tiefkühlhäuser zur Berücksichtigung des besonderen Werteverlaufes teilweise mit degressivem Beginn. Bei sonstigen Gebäudebestandteilen und Außenanlagen wird einzelfallbezogen eine Nutzungsdauer von zehn bis 50 Jahren unterstellt. Bei Anschaffungskosten für Erbbaurechte wird für den Nutzungsverlauf deren entsprechende Laufzeit zugrunde gelegt. Von dem Wahlrecht zur Beibehaltung niedrigerer steuerlicher Wertansätze gem. Art. 67 Abs. 4 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Aus zulässigerweise in der Vergangenheit übertragenen Sonderposten mit Rücklageanteil (gem. § 6b EStG) ergab sich im Geschäftsjahr ein geringerer laufender Abschreibungsbetrag von rund EUR 0,4 Mio. Technischen Anlagen und Maschinen sowie den Vermögensgegenständen der anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden eine regelmäßige Nutzungsdauer von fünf bis 15 Jahren unterlegt. Die Abschreibungen erfolgen linear, im Bereich der Anlagen und Vermögensgegenstände für die Kältetechnik zur Berücksichtigung des besonderen Werteverlaufes mit teilweise degressivem Beginn. Im Falle dauernder Wertminderung bei Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen gehaltenen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gem. § 311 Abs.1 HGB angesetzt und folgen im Wertansatz und der Behandlung von Unterschiedsbeträgen den Regelungen gem. § 312 HGB. Der zum Stichtag ausgewiesene Posten ergibt sich durch die Wertansätze bereits gehaltener Anteile zum Stichtag des Vorjahres, weiteren Anteilserwerben an einzelnen dieser Unternehmen im Konzerngeschäftsjahr sowie der Fortschreibung der Wertansätze gem. § 312 HGB. Unter Einschluss im Konzerngeschäftsjahr erfolgten weiteren Anteilserwerben an einzelnen assoziierten Unternehmen ergeben sich zum Stichtag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen (Konzern-)Eigenkapital der Beteiligungsunternehmen insgesamt positive Unterschiedsbeträge von TEUR 110.905 und negative Unterschiedsbeträge von TEUR 46.310 ("Unterschiedsbeträge 1"). Die Beträge enthalten Geschäfts- oder Firmenwerte von TEUR 25.617 und passive (negative) Unterschiedsbeträge von TEUR 49.077 ("Unterschiedsbeträge 2"). Nach Zuordnung und Fortschreibung der Unterschiedsbeträge gem. § 312 Abs. 2 HGB ergeben sich zum Stichtag insgesamt fortgeführte positive Unterschiedsbeträge von TEUR 107.825 und negative Unterschiedsbeträge von 18.072 (fortgeführte "Unterschiedsbeträge 1"). Diese Beträge enthalten Geschäfts- und Firmenwerte von TEUR 23.035 und passive (negative) Unterschiedsbeträge von TEUR 20.839 (fortgeführte "Unterschiedsbeträge 2"). Enthaltene Geschäfts- oder Firmenwerte werden aufgrund der wertschöpfenden und werttreibenden Faktoren über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Passive Unterschiedsbeträge ergeben sich aus nicht zugeordneten negativen Unterschiedsbeträgen in Fortführung gem. § 312 Abs. 2 Satz 3 HGB i.V.m.§ 309 Abs. 2 HGB. Die Vermögensgegenstände in den weiteren Posten der Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Im Falle erwarteter dauernder Wertminderung bei Vermögensgegenständen der Finanzanlagen erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen, um diese mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen und zu bewerten. Unter den Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken des Umlaufvermögens werden Objekte ausgewiesen, die entwickelt werden oder deren Entwicklung abgeschlossen ist und die nur vorübergehend dem Geschäftsbetrieb zu dienen bestimmt sind und veräußert werden sollen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Im Rahmen der Projektentwicklung erfolgt die Vergabe für durchzuführende Bau-, Erschließungs- oder sonstige Leistungen an Dritte. Die Projektplanung, -steuerung und -kontrolle erfolgt durch das beauftragte Konzernunternehmen. Die Herstellungskosten enthalten daher die in Abrechnung gebrachten (Fertigungs-)Leistungen und Sondereinzelkosten Dritter wie auch angemessene Teile der Gemeinkosten für die mit der Projektentwicklung befassten Unternehmensbereiche. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Gleiches gilt unverändert für die Bewertung der noch nicht abgerechneten Bauleistungen gegenüber Dritten, die unter dem Posten der unfertigen Leistungen ausgewiesen werden. Eine Gewinnrealisierung erfolgt dort erst nach Schlussrechnung und Abnahme der erbrachten Bauleistungen durch den Auftraggeber. Weiterhin enthält der Posten der unfertigen Leistungen im Wesentlichen Beträge für noch abzurechnende Heiz- und Betriebskosten im Rahmen der Vermietungstätigkeit, die den ermittelten und vorläufigen Abrechnungsguthaben für das abgelaufene Geschäftsjahr oder Vorjahre mit Mietern entsprechen. Bezüglich erhaltener Anzahlungen auf noch nicht abgerechnete Bauleistungen erfolgt gem. § 268 Abs. 5 S. 2 i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB ein saldierter Ausweis. Ebenso erfolgt eine Saldierung der im Posten Unfertige Leistungen ausgewiesenen noch abzurechnenden Heiz- und Betriebskosten mit den dafür erhaltenen Anzahlungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Bei zweifelhaften oder mit erkennbaren Risiken behafteten Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine angemessene pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Die übrigen Posten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände oder des weiteren Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten, dem Nennwert oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Unterschiedsbeträge zwischen dem Rückzahlungsbetrag von Verbindlichkeiten und dem niedrigeren Ausgabebetrag werden, sofern gegeben, unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und planmäßig auf die gesamte Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt. Das ausgewiesene gezeichnete Kapital (Stammkapital) entspricht dem des Konzern-Mutterunternehmens, es wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die anderen Gewinnrücklagen des Konzerns berücksichtigen, unverändert zu Vorjahren, die Rücknahme von im Einzelabschluss des Konzern-Mutterunternehmens vorgenommenen Einstellungen aus Jahresergebnissen für die Jahre 2002 bis 2013 (TEUR 656.732). Dies erfolgte in Fortführung von Konsolidierungsmaßnahmen aus konzerninternen Transaktionen sowie unverändert zu Vorjahren für die im Rahmen der Konzernrechnungslegung gesondert zu behandelnden Anteile und Korrekturen von gebildeten oder übertragenen Sonderposten mit Rücklageanteilen gem. § 6b EStG für die Jahre bis 2001 (Bewertungsrücklage, TEUR 52.407). Aufgrund der Änderung der Rechnungslegungsvorschriften durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) mit Stichtag zum 1. Januar 2010 erfolgte die Verrechnung eines Betrages von TEUR 11.856 infolge der Umstellung der Rechnungslegung einzelner einbezogener Tochterunternehmen wie auch der Konzernrechnungslegung. Der Anteil anderer Gesellschafter am Konzerneigenkapital wird gemäß § 307 Abs. 1 HGB unter dem gesonderten Posten Nicht beherrschende Anteile im Eigenkapital des Konzerns ausgewiesen. Passive Unterschiedsbeträge gem. § 301 Abs. 3 HGB werden unter eigenem Posten gesondert nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Sie haben den Charakter von Eigenkapital und ergaben sich als technische Unterschiedsbeträge in Folge von Kapitalkonsolidierungen. Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen (unmittelbaren) Pensionsverpflichtungen wurden zum Stichtag gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB bewertet und angesetzt. Sie betreffen einzelne in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen. Grundlage der nach versicherungsmathematischen und unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC) oder des modifizierten Teilwertverfahrens ermittelten Erfüllungsbeträge waren für die biometrischen Rechnungsgrundlagen die Richttafeln von Prof. Dr. K. Heubeck (2018G), ein Rechnungszinssatz zwischen 1,78 und 1,79 Prozent p.a., ein Rentenanpassungstrend von 1,50, 2,00 und 2,50 Prozent p.a. sowie ein Einkommenstrend bis zu 2,50 Prozent p.a. Das Wahlrecht zur ratierlichen Zuführung von Unterschiedsbeträgen gem. Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wurde auf Ebene des Konzernabschlusses nicht in Anspruch genommen. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB aus den ermittelten Pensionsrückstellungen gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren von 1,44 und 1,45 Prozent beträgt zum Stichtag TEUR 1.143 (davon beim Konzern- Mutterunternehmen TEUR 300). Rückstellungen werden gebildet für ungewisse Verbindlichkeiten, für Risiken aus drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften, für Instandhaltungen sowie einzelfallbezogen für Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Vorschriften für deren Zugangs- und Folgebewertung werden beachtet. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die bestehenden, auf fremde Währung lautenden, Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Wahrung der Bestimmungen zur Währungsumrechnung gem. § 256a HGB umgerechnet und bewertet. Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen und empfangene Zahlungen, die künftige Erträge betreffen. Der Posten Passive latente Steuern ergibt sich aus den berücksichtigten Steuerabgrenzungsbeträgen aus den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gem. § 274 HGB (primäre latente Steuern) sowie den konzernspezifischen Steuerabgrenzungen gem. § 306 HGB (sekundäre latente Steuern). Gem. § 306 S. 1 und 6 HGB erfolgte eine Zusammenfassung der Steuerabgrenzungsposten und -beträge. Der Ausweis erfolgt in Gegenrechnung der passiven mit den aktiven latenten Steuerabgrenzungsbeträgen. Im Falle ausschließlich ermittelter und saldierter aktiver Steuerabgrenzungsbeträge auf Ebene der Einzelabschlüsse bei in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurde regelmäßig das Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in Anspruch genommen und keine aktiven latenten Steuerabgrenzungsbeträge angesetzt. Gleiches gilt für Abgrenzungsbeträge aus steuerlichen Verlustvorträgen, sofern insgesamt und saldiert aktive latente Steuerabgrenzungsbeträge entstehen. Derivative Finanzinstrumente werden als schwebende Geschäfte grundsätzlich nicht bilanziert. Zusammengehöriges Grundgeschäft und derivatives Finanzinstrument (Zinsswap- und Zinscap-Vereinbarungen) werden, sofern gegeben, zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Für Zinsswap-Vereinbarungen, die nicht mit Finanzierungen zu Bewertungseinheiten zusammengefasst werden können, werden, sofern gegeben, bei negativen Marktwerten (sonstige) Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Ansatz gebracht. Die zum Stichtag des Vorjahres noch bestandene Zinsswap-Vereinbarung endete im November 2022. Weitere derivative Finanzinstrumente bestanden unverändert zum Vorjahresstichtag nicht. Die im Konzernanhang aufgenommenen Angaben zu den Haftungsverhältnissen ergeben sich aus den zum Stichtag gegebenenfalls bestehenden Erfüllungsbeträgen ohne Berücksichtigung von Rückgriffsforderungen oder weiterer Rechte. Die anteiligen Grundsteuern, die im Rahmen der Vermietungstätigkeit umlagefähig sind, werden zum überwiegenden Teil in der Ergebnisrechnung im Posten Materialaufwand / Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen. D. Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im nachgestellten Konzernanlagespiegel (Anlage A) dargestellt. Im Posten der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen erfolgte im Geschäftsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung auf den gehaltenen Wertansatz einer Beteiligung aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung von TEUR 10.000. Der Posten der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthält die gegenüber dem Stichtag des Vorjahres fortgeschriebenen Wertansätze gehaltener Unternehmensbeteiligungen gem. §311 Abs. 1 HGB. Die Entwicklung des Postens berücksichtigt im Konzerngeschäftsjahr den Erwerb weiterer Anteile mit Anschaffungskosten von TEUR 30.779, eine vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung von TEUR 10.000 sowie einen saldierten negativen Effekt aus Fortschreibung der Wertansätze gem. § 312 HGB von TEUR 825. Der Posten enthält zum Stichtag die Wertansätze für einen Bestand an gehaltenen Aktien zweier Unternehmen von TEUR 123.070. Der jeweilige Anteilsbesitz wird vom Konzern-Mutterunternehmen und zwei Tochterunternehmen gehalten. Der aus dem Börsenkurs abgeleitete Wert dieses Bestandes an Aktien an den Unternehmen beträgt zum Stichtag insgesamt rund TEUR 74.700 und zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses rund TEUR 61.300. Die kurzfristig schwächere Börsenkursentwicklung infolge der momentanen wirtschaftlichen Gesamtentwicklung wird aufgrund der Geschäftsfelder und Tätigkeiten dieser Unternehmen als nicht auf Dauer gesehen, es erfolgten daher keine bzw. keine weiteren Wertberichtigungen der Wertansätze. 2. Vorräte Das unter den Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken ausgewiesene Objektvermögen betrifft bereits entwickelte oder sich in Entwicklung befindliche Projektmaßnahmen, die zur Verwertung bzw. Weiterveräußerung bestimmt sind. Der Posten Unfertige Leistungen enthält zum Stichtag Beträge für aktivierte und noch nicht abgeschlossene Baumaßnahmen für Objektvermögen des Konzerns von TEUR 28.293 (Vorjahr: TEUR 25.034). Der in saldierter Darstellung ausgewiesene Posten Unfertige Leistungen ergibt sich gem. § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB wie folgt:
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten In folgenden Einzelposten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Beträge aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 210) sowie im Vorjahr gewährte Darlehen von TEUR 92 (2022: TEUR 0). Die weiteren Beträge ergeben sich unverändert zum Vorjahr aus laufendem Finanz- und Verrechnungsverkehr. Der Posten Sonstige Vermögensgegenstände enthält Forderungen gegen Gesellschafter des Konzern-Mutterunternehmens von TEUR 2.542 (Vorjahr: TEUR 2.542). Des Weiteren enthalten sind Steuererstattungsansprüche nebst Zinsen von TEUR 36.680 (Vorjahr: TEUR 25.671), Wertansätze gehaltener Anteile an Immobilienfondsgesellschaften, die nicht auf Dauer zu halten beabsichtigt sind, von TEUR 113.427 (Vorjahr: TEUR 103.900) sowie gewährte Darlehen von TEUR 219.596 (Vorjahr: TEUR 95.163). Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält unverändert zum Stichtag des Vorjahres keine Unterschiedsbeträge gem. § 250 Abs. 3 HGB. 4. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der gem. § 301 Abs. 3 HGB ausgewiesene Posten enthält in Fortschreibung die passiven Unterschiedsbeträge aus den Kapitalkonsolidierungen für einzelne einbezogene Tochterunternehmen. Er berücksichtigt unverändert zum Stichtag des Vorjahres im Wesentlichen einen Betrag von TEUR 9.025 für die SINAT GmbH & Co. Objekt Böblingen KG. 5. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen enthalten unverändert zum Vorjahresstichtag überwiegend Beträge der laufenden Ertragsteuern für das Geschäftsjahr und das Vorjahr. Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen wesentlichen Sachverhalte ergeben sich aus der Geschäftstätigkeit der einbezogenen Konzernunternehmen. Unverändert betreffen nennenswerte Einzelbeträge in sachlichem Zusammenhang die Kosten für Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen, ausstehende Kosten und Rechnungen für bezogene Leistungen, noch zu erbringende Leistungen im Zusammenhang mit Objektverkäufen (Bau- und Erschließungsleistungen), Erstattungsbeträge aus Betriebs- und Nebenkostenabrechnungen im Rahmen der Vermietung, Personalkosten sowie Risikoabdeckung aus Rechtsverfahren. Die Rückstellungsbeträge für die genannten Sachverhalte bilden rund 90 % (Vorjahr: 91 %) des Postens der sonstigen Rückstellungen ab. 6. Verbindlichkeiten Zum Stichtag bestehen folgende kurz-, mittel- und langfristige Verbindlichkeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte von TEUR 2.186.165 (Vorjahr: TEUR 1.615.294) sowie durch die Verpfändung von Stückaktien des Konzern-Mutterunternehmens an einem verbundenen Unternehmen von TEUR 56.181 (Vorjahr: TEUR 49.076) gesichert. Der Posten enthält in Umrechnung Fremdwährungsverbindlichkeiten von TCHF 83.310 (Vorjahr: TCHF 84.629). Die Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern sind, wie zum Stichtag des Vorjahres, in voller Höhe durch Grundpfandrechte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Beträge aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 15) sowie aus einem erhaltenen kurzfristigen Darlehen von TEUR 2.930 (Vorjahr: TEUR 0). Die weiteren Beträge ergeben sich unverändert zum Vorjahr aus laufendem Finanz- und Verrechnungsverkehr. 7. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Die wesentlichen Beträge dieses Postens betreffen vorab vereinnahmte Mietzahlungen von TEUR 4.922 (Vorjahr: TEUR 4.750) für das Folgegeschäftsjahr. 8. Passive latente Steuern Der ausgewiesene Posten ergibt sich aus den berücksichtigten Steuerabgrenzungsbeträgen aus den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gem. § 274 HGB i.V.m. 298 HGB (unter Einschluss der Änderung des § 298 HGB durch das Transparenz- und Publizitätsgesetz gem. Art 54 EGHGB und dem Wegfall des Beibehaltungswahlrechtes für Sonderposten mit Rücklageanteil; primäre latente Steuern) sowie den konzernspezifischen Steuerabgrenzungen gem. § 306 HGB (sekundäre latente Steuern). Gem. § 306 S. 1 und 6 HGB erfolgte eine Zusammenfassung der Steuerabgrenzungsposten und -beträge. Die zum Stichtag ausgewiesenen passiven latenten Steuern von TEUR 52.681 (Vorjahr: TEUR 51.765) ergeben sich in saldiertem Ausweis der passiven latenten Steuerabgrenzungsbeträge von TEUR 58.107 (Vorjahr: TEUR 57.737; davon für 2022 aus primären latenten Steuern TEUR 46.921 (Vorjahr: TEUR 45.434) und aus sekundären latenten Steuern TEUR 11.186 (Vorjahr: TEUR 12.303)) mit den aktiven latenten Steuerabgrenzungsbeträgen von TEUR 5.426 (Vorjahr: TEUR 5.972; davon für 2022 aus primären latenten Steuern TEUR 3.365 (Vorjahr: TEUR 3.640) und aus sekundären latenten Steuern TEUR 2.061 (Vorjahr: TEUR 2.332)). Die in den Konzernabschluss zum Stichtag übernommenen passiven latenten Steuerabgrenzungsbeträge aus primären latenten Steuern ergeben sich zum Stichtag aus passiven Unterschiedsbeträgen (zu versteuernden temporären Differenzen) gem. § 274 HGB für die Grundstücke und Bauten und Anteile an verbundenen Unternehmen des Anlagevermögens sowie im Umlaufvermögen für Forderungen gegen verbundene Unternehmen und für steuerlich gebildete Sonderposten mit Rücklageanteil. Die latenten Steuern aus aktiven Unterschiedsbeträgen (abziehbaren temporären Differenzen) ergeben sich im Anlagevermögen für Grundstücke und Bauten, Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie im Umlaufvermögen für Grundstücke und Bauten, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände. Des Weiteren ergeben sich aktive Unterschiedsbeträge für den (aktiven) Rechnungsabgrenzungsposten, die Pensionsrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen. Die gem. § 306 HGB ermittelten konzernspezifischen Steuerabgrenzungsbeträge (sekundäre latente Steuern) ergeben sich zum Stichtag aus aktiven Unterschiedsbeträgen (abziehbaren temporären Differenzen) im Anlagevermögen für die Grundstücke und Bauten, die Betriebs- und Geschäftsausstattung und die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie im Umlaufvermögen für die Grundstücke des Vorratsvermögens und für die sonstigen Vermögensgegenstände. Passive Unterschiedsbeträge (zu versteuernde temporäre Differenzen) ergeben sich im Anlagevermögen für die Grundstücke und Bauten und für die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sowie im Umlaufvermögen für die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Rückstellungen. Der der Ermittlung der latenten Steuerabgrenzungsbeträge unterlegte Steuersatz beträgt für die Körperschaftsteuer (unter Einschluss des Solidaritätszuschlages) rund 16 Prozent und für die Gewerbesteuerunternehmensbezogen rund 10 bzw. 17 Prozent. Sofern einbezogene Unternehmen aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit die Regelungen der erweiterten Kürzung (gem. § 9 Nr. 1 S. 2 GewStG) für Immobilienunternehmen bereits oder künftig in Anspruch nehmen, wurde dies entsprechend berücksichtigt. 9. Haftungsverhältnisse
Unverändert zum Vorjahresstichtag bestanden zum Stichtag keine Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber assoziierten Unternehmen. Haftungsverhältnisse werden nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit von Konzernunternehmen eingegangen. Sie unterliegen der laufenden Durchsicht und internen Überwachung. Die ausgewiesenen Beträge wurden demgemäß als Eventualverbindlichkeiten berücksichtigt, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten oder Verpflichtungen durch die jeweiligen Primärverpflichteten voraussichtlich erfüllt werden können und mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. Die eingegangenen Bürgschafts- und ähnlichen Verpflichtungen betreffen nahezu ausschließlich Sicherheitenstellungen für von Dritten eingegangene Bankfinanzierungen für Investitionsvorhaben. Inanspruchnahmen waren in der Vergangenheit nicht gegeben. Aufgrund der Bonität der Primärverpflichteten wird nicht davon ausgegangen, dass diese ihre Verpflichtungen nicht wie vereinbart erfüllen können. Es wird daher nicht mit künftigen Inanspruchnahmen gerechnet. Die Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen betreffen teils Merkposten oder einzelne untergeordnete Sachverhalte, die unter bestimmten Bedingungen eintreten könnten. Inanspruchnahmen hieraus waren bislang nicht gegeben und werden auch künftig nicht erwartet. Neben den vorgenannten Haftungsverhältnissen ergeben sich zum Stichtag Haftungsverhältnisse (aus Gewährleistungsverträgen) aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen von TEUR 1.182 (Vorjahr: TEUR 1.147); auf die nachfolgenden Angaben gem. Art. 28 EGHGB unter Abschnitt H.2. wird verwiesen. In diesem Zusammenhang ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen, da im Rahmen eines Unternehmenskaufvertrages (aus 1986) ein Dritter diese Verpflichtungen vertragsgemäß und im Innenverhältnis übernommen hat und bislang auch erfüllte. E. Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Konzernumsatzerlöse teilen sich nach den Tätigkeitsfeldern wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse wurden nahezu ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland erzielt. Die konsolidierten Umsatzerlöse aus anderen Lieferungen und Leistungen enthalten die Konzernumsatzerlöse aus Bauleistungen von TEUR 1.008 (Vorjahr: TEUR 3.938). Die weiteren Erlöse ergeben sich unverändert zum Vorjahr im Wesentlichen aus immobilienbezogenen oder allgemeinen verwaltungsbezogenen Dienstleistungen Dritten gegenüber. 2. Sonstige betriebliche Erträge Der Posten enthält nennenswerte Erträge aus der Veräußerung von Immobilien des Anlagevermögens von TEUR 12.038 (Vorjahr: TEUR 1.307). Weiter enthalten sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, aus Versicherungsleistungen und Schadensersatz, aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie aus weiterbelasteten Kosten und Kostenerstattungen. Im Vorjahr enthielt der Posten nennenswerte Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 1.048 (2022: TEUR 0,2). Die Erträge aus vorstehend genannten Einzelsachverhalten bilden insgesamt rund 92 % (Vorjahr: 80 %) des Postens ab. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten enthält Beträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 3.857 (Vorjahr: TEUR 3.915). Er enthält des Weiteren unverändert nennenswerte Beträge aus Wertberichtigungen zu Forderungen und Forderungsverluste, für Raumkosten, für Rechts- und Beratungskosten, für Vertriebs- und Werbekosten, für Kfz- und Reisekosten, für Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie für die Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen. Die Aufwendungen für vorstehend genannte Einzelsachverhalte bilden insgesamt rund 82 % (Vorjahr: 76 %) des Postens ab. 4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ertrag / Aufwand aus latenten Steuern Der Posten der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthält im Wesentlichen Beträge für die laufenden Ertragsteuern des Geschäftsjahres von TEUR 25.193 (Vorjahr: TEUR 27.261) sowie Nachzahlungsbeträge oder Erstattungsansprüche für Ertragsteuern der Vorjahre (insgesamt und saldiert: Ertrag TEUR 8.638, Vorjahr: Aufwand TEUR 131). Der Posten Ertrag / Aufwand aus latenten Steuern ergibt sich aus den ergebniswirksamen Veränderungen des Bilanzpostens der Passiven latenten Steuern zum Stichtag aufgrund dessen Fortschreibung vom Vorjahresstichtag. Der Posten enthält in Verrechnung einen Aufwand von TEUR 2.662 (Vorjahr: TEUR 1.584) sowie einen Ertrag von TEUR 1.746 (Vorjahr: TEUR 2.538) aus der Veränderung der Steuerabgrenzungsbeträge. 5. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Folgende Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten in vergleichender Darstellung zum Vorjahr wesentliche Erträge bzw. Aufwendungen (-), die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind:
Die genannten Beträge ergeben sich für den Posten der Umsatzerlöse aus Mieten und Nebenkostenabrechnungen und für den Posten der Sonstigen betrieblichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie im Vorjahr aus Zuschreibungen (Wertaufholungen infolge außerplanmäßiger Abschreibungen in Vorjahren) von Grundstücken des Anlagevermögens. Für den Posten des Materialaufwands ergeben sich Beträge aus Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke und für den Posten der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen Beträge aus Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsverlusten. Die periodenfremden Beteiligungserträge ergeben sich aus Ergebniszuweisungen aus gehaltenen Anteilen an Fondsgesellschaften für Vorjahre. Die Beträge im Posten der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen in Saldierung Steuererstattungen und Nachzahlungen für Vorjahre einschließlich der Auswirkungen von Ergebnissen aus Betriebsprüfungen. F. Erläuterungen zur Konzern - Kapitalflussrechnung Der Konzernabschluss wird um eine Konzern-Kapitalflussrechnung erweitert, die dem Konzernabschluss beigefügt ist. Die Kapitalflussrechnung erläutert die Zahlungsströme des Konzerns nach Mittelzuflüssen und Mittelabflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit. Die Mittelverwendungsrechnung berücksichtigt gem. dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21) die Auswirkungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises sowie in Folge und Überleitung zum Finanzmittelfonds am Ende der Periode die konsolidierungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds zum Stichtag (TEUR 26.655) ergibt sich aus Gegenrechnung der Zahlungsmittel und Bankguthaben (TEUR 28.918) mit den jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten (TEUR 2.263). G. Konzern - Eigenkapitalspiegel Bestandteil des Konzernabschlusses ist der gesondert aufgestellte Konzern-Eigenkapitalspiegel. Die im Konzern-Eigenkapitalspiegel im Geschäftsjahr ausgewiesenen sonstigen Veränderungen ergeben sich für die Nicht beherrschenden Anteile aus Kapitalveränderungen aufgrund Folgekonsolidierungen. H. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus bis zum Stichtag beurkundeten Grundstückskaufverträgen mit einem Investitionsvolumen von TEUR 471. Des Weiteren bestehen bedingt rückzahlbare und erhaltene Zuschüsse in Höhe von TEUR 918, denen im Fall der Inanspruchnahme gleichwertige Ansprüche gegen Dritte gegenüberstehen. Zum Stichtag bestehen zudem begonnene, weiterzuführende und abzuschließende Investitionsvorhaben für Bau- und Erschließungsmaßnahmen für den auf Dauer zu haltenden Grundstücksbestand mit einem Investitionsvolumen von rund TEUR 169.000 und einem Zeithorizont von bis zu drei Jahren. Aus bestehenden langfristigen Erbbaurechtsverträgen ergeben sich künftige Verpflichtungen, die für die Jahre 2023 TEUR 4.260, für 2024 TEUR 4.201, für 2025 TEUR 4.201, für 2026 TEUR 4.171 und für 2027 TEUR 4.171 betragen. Zum Stichtag bestehen bei einem in den Konzernabschluss einbezogenen mittelbaren Tochterunternehmen mehrere notariell beurkundete Kaufangebote für den Erwerb von weiteren Anteilen an einem assoziierten Unternehmen bzw. einer Immobilienverwaltungsgesellschaft in einer Gesamthöhe der Kaufpreise von TEUR 32.337. Die in den jeweiligen Angeboten zeitlich begrenzte Frist der Annahme ist im Zeitraum 2023 bis 2028. Zwischenzeitlich wurden im ersten Halbjahr 2023 Angebote zu einem Kaufpreis von TEUR 10.100 angenommen. 2. Mittelbare Pensionsverpflichtungen Neben den in den Pensionsrückstellungen berücksichtigten Direktzusagen ist das Tochterunternehmen DIBAG Industriebau AG, München, als Trägerunternehmen der im Vereinsregister unter der Geschäfts-Nummer 12 VR617 beim Amtsgericht Gelsenkirchen eingetragenen Belegschafts- Unterstützungseinrichtung der Firma Glas- und Spiegelmanufaktur AG in Gelsenkirchen Schalke e. V. in Vorjahren mittelbare Pensionsverpflichtungen eingegangen, für die gem. Art. 28 EGHGB keine Verpflichtung zur Bildung einer Rückstellung besteht. Zwischen dem Teilwert der mittelbaren Pensionszusagen (TEUR 1.182, Vorjahr: TEUR 1.147) und dem Kassenvermögen (TEUR 766, Vorjahr: TEUR 862) der Unterstützungseinrichtung besteht zum 31. Dezember 2022 eine Unterdeckung in Höhe von TEUR 416 (Vorjahr: TEUR 285). Als Trägerunternehmen der Unterstützungseinrichtung haftet die DIBAG in Höhe des Teilwertes (TEUR 1.182, Vorjahr: TEUR 1.147) gegenüber den Pensionsberechtigten. Dieser Verpflichtung steht der Anspruch auf das Kassenvermögen (TEUR 766, Vorjahr: TEUR 862) gegenüber. Grundlage des nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC) ermittelten Erfüllungsbetrages zum Stichtag waren für die biometrischen Rechnungsgrundlagen die Richttafeln von Prof. Dr. K. Heubeck (2018 G), ein Rechnungszinssatz von 1,77 Prozent p.a. sowie ein Rentenanpassungstrend von 2,10 Prozent p.a. Die noch bestehenden Verpflichtungen betreffen ausschließlich Leistungsempfänger. 3. Angaben zum Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz Bezüglich der Angaben gem. § 313 Abs. 2 HGB zum Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz zum 31. Dezember 2022 wird auf die dem Konzernanhang nachgestellte Aufstellung Anlage B verwiesen. 4. Offenlegungsbefreiung Die in den Konzernabschluss einbezogenen Personenhandelsgesellschaften i.S.d. § 264a Abs. 1 HGB sind gem. § 264b HGB grundsätzlich und soweit gegeben, von ihrer Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen. Unter Hinweis auf die im Konzernabschluss des Konzern-Mutterunternehmens vorzunehmenden Angaben gem. § 264b Nr. 3 HGB nehmen nachfolgend genannte Gesellschaften die Befreiung zur Offenlegung der Jahresabschlüsse 2022 in Anspruch:
Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen DOBA - Grund Verwaltungs GmbH, ETC Deutscher Industriebau GmbH sowie MONACHIA Grundstücks-GmbH bestehen Unternehmensverträge (Gewinnabführungs- bzw. Ergebnisabführungsverträge), die unmittelbar zu Verlustübernahmen entsprechend § 302 AktG durch das Konzern-Mutterunternehmen und i.S.d. § 264 Abs. 3 HGB führen. Unter Berücksichtigung und Erfüllung der weiteren gem. § 264 Abs. 3 HGB genannten Voraussetzungen werden die genannten Gesellschaften die Befreiung zur Offenlegung der Jahresabschlüsse 2022 gem. § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch nehmen. 5. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2022 der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen setzt sich wie folgt zusammen:
Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich acht (Vorjahr: elf) Auszubildende und Praktikanten beschäftigt. 6. Angaben zu Mitgliedern der Geschäftsführung des Konzern-Mutterunternehmens Als Geschäftsführer des Konzern-Mutterunternehmens war im Geschäftsjahr Herr Alfons Doblinger, Kaufmann, München, bestellt. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung oder deren Witwen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 77. Die für diese Personengruppe gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen betragen zum Stichtag TEUR 987. 7. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen für das Berichtsjahr (Prüfung des Konzernabschlusses und Prüfung von Einzelabschlüssen von im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen) betragen insgesamt TEUR 167 und für sonstige Leistungen TEUR 12. 8. Nachtrasgbericht Nachfolgend genannte wesentliche Ereignisse und Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres eingetreten sind, werden die künftige Lage des Konzerns je nach Auswirkung oder Eintritt beeinflussen. Das Konzernunternehmen MONACHIA Grundbesitz GmbH & Co. KG hat im Juli 2022 ein Angebot auf Abschluss eines Grundstückskaufvertrages abgegeben. Die gegenständliche Immobilie ist im Zentrum in München gelegen. Die sich aus dem Angebot ergebenden Vereinbarungen unterliegen weitreichenden Bedingungen und Voraussetzungen, die durch den Grundstückseigentümer zu erfüllen sind. Das Investitionsvolumen aus diesem Vertrag beträgt TEUR 100.000 und wurde vorab im Rahmen der Vereinbarungen und den Bestimmungen zur Kaufpreisbelegung bereits in 2022 bezahlt. Die Annahme des Angebotes bzw. die Erfüllung von Voraussetzungen für die Wirksamkeit des rechtlichen oder wirtschaftlichen Übergangs der Immobilie wurde zwischenzeitlich erfüllt. Der Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten war Ende Juni 2023. Der im Rahmen der Kaufpreisbelegung vorab bezahlte Kaufpreis war zum Stichtag unter dem Posten der geleisteten Anzahlungen im Sachanlagevermögen berücksichtigt. Des Weiteren hat die Gesellschaft Mitte November 2023 einen Kaufvertrag über den Erwerb einer vermieteten Immobilie in zentrumsnaher Lage in München beurkundet. Das Investitionsvolumen beträgt TEUR 17.000. Der Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten wird voraussichtlich Ende 2023 oder Anfang 2024 erwartet. Das Konzernunternehmen DIBAG Industriebau Aktiengesellschaft hat im April 2023 ein bis zum 31. Dezember 2023 befristetes Angebot auf Abschluss eines Grundstückskaufvertrages abgegeben. Die gegenständliche Immobilie ist im Zentrum in Stuttgart gelegen. Das Investitionsvolumen aus diesem Vertrag beträgt TEUR 37.500 und wurde bereits in Höhe eines Teilbetrages von TEUR 32.500 im Rahmen der Kaufpreisbelegung geleistet. Die Annahme des Angebots ist noch nicht erfolgt. Größere beurkundete Verkäufe von Immobilien erfolgten in 2023 durch die Konzernunternehmen ETC Deutscher Industriebau GmbH im Juli über zu entwickelnde unbebaute Grundstücksflächen und durch die Garching Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH im Oktober für eine bebaute Immobilie. Der jeweilige Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten steht vorbehaltlich zu erfüllender Bedingungen. Im Fall vollumfänglicher Erfüllung der Voraussetzungen durch die Konzernunternehmen wie auch die Erwerber wird der jeweilige voraussichtliche Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten auf die Erwerber zu Beginn bzw. im weiteren Verlauf in 2024 erfolgen. Das Konzern-Mutterunternehmen hielt zum Stichtag unter den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen einen Anteil von rund 30 Prozent an den Aktien der Bauer AG. Im November 2022 wurde auf der außerordentlichen Hauptversammlung dieses Unternehmens eine Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien in Form von Stammaktien gegen Bareinlage beschlossen. Den Aktionären wurde das gesetzliche Bezugsrecht gewährt. Im Rahmen des Mitte März 2023 endenden Bezugsangebots und der anschließenden Platzierung nicht von Aktionären bezogener Aktien gegen Bareinlage wurde das Verfahren der Kapitalerhöhung abgeschlossen. Die Doblinger Beteiligung GmbH hat das auf sie entfallende Bezugsrecht zum Erwerb neuer Aktien unterquotal ausgeübt. Der nunmehrige Anteil an den Aktien bzw. dem Grundkapital des assoziierten Unternehmens nach Kapitalerhöhung beträgt rund 24,9 Prozent. Das Konzernunternehmen Bayerische Gewerbebau AG hat im ersten Halbjahr 2023 infolge der Annahme von Angeboten über den Erwerb von Anteilen an dem assoziierten Unternehmen "Roman Mayr-Haus" Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH weitere Anteile erworben Der nunmehrige Anteil am Kapital des assoziierten Unternehmens beträgt rund 34,6 Prozent. Neben den vorstehend genannten wesentlichen Ereignissen und Vorgängen, die Konzernunternehmen und in Folge den Konzern unmittelbar betreffen, kann die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auch durch die gegenwärtig beeinträchtigte allgemeine Wirtschaftsentwicklung beeinflusst werden. Die schwächere globale wie nationale wirtschaftliche Lage und Entwicklung wird unverändert durch den seit Ende Februar 2022 bestehenden Krieg Russlands gegen die Ukraine geprägt sowie nun zusätzlich beeinflusst durch den Anfang Oktober 2023 begonnenen Nahostkonflikt, in dem sich Israel einer inzwischen eingetretenen höheren terroristischen Bedrohungslage gegenübersieht und militärische Maßnahmen ergriffen hat. Darüber hinaus führt die aktuelle nationale Haushaltskrise des Bundes zu noch nicht umfänglich absehbaren politischen und wirtschaftlichen Folgen und Auswirkungen, die die Unsicherheiten für die weitere nationale Wirtschaftsentwicklung zusätzlich verstärken. Die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns könnte damit durch die eingetretenen Entwicklungen und deren gesamtwirtschaftlichen Folgen gleichfalls negativ beeinflusst werden. Dies betrifft überwiegend die Unternehmen des Konzerns, die schwerpunktmäßig im Bereich der Vermietung tätig sind und begründet sich durch eine nicht erwartete negative Entwicklung im Bereich der Vermietung, anhaltend nachteilige Änderungen auf den Kapitalmärkten und für die bestehenden Finanzierungen, den nicht planmäßigen Fortschritt bereits laufender Bau- und Investitionsmaßnahmen oder mit Einfluss für den Verkauf oder Erwerb von Immobilien. Insgesamt erfolgen bislang die Vermietungstätigkeit, die weiteren Maßnahmen der Entwicklung und Verwaltung der im Konzern gehaltenen Immobilien einschließlich der Steuerung des damit verbundenen Finanzmittelbedarfes mit gegenwärtigem Stand weitestgehend planmäßig und in geordnetem Rahmen. 9. Verwendung des Ergebnisses des Konzern-Mutterunternehmens In der Gesellschafterversammlung der Doblinger Beteiligung GmbH am 20. Januar 2023 wurde der Beschluss einer Vorabausschüttung von EUR 10.000.000,00 aus dem noch festzustellenden Ergebnis bzw. Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2022 gefasst. Die Vorabausschüttung erfolgte bestimmungsgemäß Ende Januar 2023. Die Geschäftsführung der Doblinger Beteiligung GmbH schlägt vor, das Ergebnis des Konzern-Mutterunternehmens, bestehend aus dem Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2022 und dem Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 abzüglich der erfolgten Vorabausschüttung auf das Ergebnis zum 31. Dezember 2022 auf neue Rechnung vorzutragen und in den Gewinnvortrag einzustellen.
München, den 28. November 2023 Doblinger Beteiligung GmbH Die Geschäftsführung Entwicklung des Konzernlagevermögens im Geschäftsjahr
1) enthaltene Beträge (Zugang) aus
Umgliederungen aus den Grundstücken des
Vorratsvermögens (Umlaufvermögen): TEUR 59.485
Die Aufstellung der Entwicklung des Anlagevermögens erfolgte in TEUR. Aufgrund von Rundungsdifferenzen können Abweichungen von maximal einer Einheit (TEUR) zu den Angaben in der Konzernbilanz und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gegeben sein. Angaben zum Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz zum 31. Dezember 2022 In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen(Konsolidierungskreis)
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen (verbundene Unternehmen)
Ergänzende Angaben
a ) Anteilsquote unter Berücksichtigung,
dass die Gesellschaft 2 % eigene Anteile hält.
i) Anteilsquote, die die MONACHIA
Grundstücks-GmbH hält.
j) Anteilsquote, die die Bayerische Gewerbebau
AG hält.
k) Anteilsquote, die die DIBAG Industriebau AG
hält.
m) Anteilsquote, die die DOBA - Grund
Verwaltungs GmbH hält.
o) Anteilsquote, die die Wohnungs- und
Siedlungsbau Bayern GmbH & Co. OHG hält.
r) Anteilsquote, die die DOBA - Grund
Beteiligungs GmbH hält.
s) Anteilsquote, die die MTC world of fashion
GmbH hält.
t) Anteilsquote, die die Hess Verwaltung GmbH
hält.
u) Anteilsquote, die die S.A.M.
Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH hält.
v) Anteilsquote, die die Wohnungs- und
Siedlungsbau Bayern Verwaltungs GmbH hält.
w) Anteilsquote, die die Hess Management GmbH
hält.
aa ) Die Stimmenmehrheit ist in Abweichung zu
den Kapitalverhältnissen nicht gegeben.
2) Das Jahresergebnis wurde seitens der
Gesellschafter entnommen.
KONZERN - KAPITALFLUSSRECHNUNG
KONZERN - EIGENKAPITALSPIEGEL
1) Der Ergebnisanteil für nicht
beherrschende Anteile enthält für 2021 in
Verrechnung negative Ergebnisanteile von TEUR 114.
Die Aufstellung des Konzern-Eigenkapitalspiegels erfolgte in TEUR. Aufgrund von Rundungsdifferenzen können Abweichungen von maximal einer Einheit (TEUR) zu den Angaben in der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gegeben sein. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Doblinger Beteiligung GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Doblinger Beteiligung GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Doblinger Beteiligung GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 19. Dezember 2023 Bavaria
gez. Sparn, Wirtschaftsprüfer gez. Pritschet, Wirtschaftsprüfer Billigung des Konzernabschlusses 2022 Die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 20. Dezember 2023. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 ist damit festgestellt. |
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