Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 79173
Vorher
MEPLAN Engelhard GmbH
Eingetragen
30.6.1986
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungMesse-, Kongress- und Business-Event-VeranstalterMontage, Installation und Aufbau von Ständen auf Märkten, Ausstellungen und Messen
Gegenstand
Betrieb eines Messeserviceunternehmens auf dem Gebiet des Messestandbaus; insbesondere Entwicklung von Konzepten, Planung, Organisation, Koordination und Vertrieb von Standbauleistungen im In- und Ausland und entsprechende Betreuung von Kunden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Siegbert Hieber
seit 31.7.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert50.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
50.00%
Messe München GmbHEigenbeteiligung
0.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Messe München GmbH
Germany
25.565 €
50.00%
mac. brand spaces GmbH
Germany
25.565 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

meplan GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 170.115,77 260.500,19
2. geleistete Anzahlungen 316.681,35 0,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.861,06 4.786,44
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 862.928,18 713.452,55
865.789,24 718.238,99
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 411.256,97 57.241,06
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 1.258.512,15
3. Sonstige Vermögensgegenstände 294.272,41 50.586,22
davon aus Steuern: 191 TEUR (Vorjahr TEUR 0)
705.529,38 1.366.339,43
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.898.599,68 1.708.246,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 45.985,05 47.933,34
6.002.700,47 4.101.258,01

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Gewinnrücklage 820.952,75 0,00
III. Gewinnvortrag (im Vorjahr: Verlustvortrag) 0,00 -2.114.214,26
IV. Jahresüberschuss (im Vorjahr: Jahresüberschuss) 2.236.373,35 2.935.167,01
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 0,00
3.108.455,29 872.081,94
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 458.420,00 539.640,87
2. Sonstige Rückstellungen 1.283.720,31 1.734.258,96
1.742.140,31 2.273.899,83
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 184.431,03 161.767,34
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 714.607,43 387.760,06
3. Verbindl. ggü. Verb. Unternehmen 7.286,05 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 51.802,64 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 193.977,72 405.748,84
davon aus Steuern: 83 TEUR (Vorjahr TEUR 295)
1.152.104,87 955.276,24
6.002.700,47 4.101.258,01

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 30.705.790,39 34.525.601,51
2. Sonstige betriebliche Erträge 766.641,43 168.594,83
31.472.431,82 34.694.196,34
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -18.836.798,97 -22.278.059,12
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.806.925,12 -5.545.200,98
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.023.602,17 -1.005.280,17
davon für Altersversorgung TEUR 43 (Vorjahr TEUR 45)
-6.830.527,29 -6.550.481,15
5. Abschreibungen -629.810,31 -557.280,68
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.154.346,25 -1.945.229,33
7. Zinsen und ähnliche Erträge 19.352,61 5.019,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.111,00 -40.939,20
davon an verbundene Unternehmen: TEUR 0 (Vorjahr TEUR 39)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -951.493,50 -377.895,84
10. Ergebnis nach Steuern 2.087.697,11 2.949.330,02
11. Sonstige Steuern 148.676,24 -14.163,01
12. Jahresüberschuss 2.236.373,35 2.935.167,01

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 - 31. Dezember 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss der meplan GmbH, München, eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Registernummer HRB 79173, wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Gesellschaft zählt gemäß den gesetzlich definierten Merkmalen i.S. von § 267 Abs. 2 HGB zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften, jedoch gelten gemäß Gesellschaftsvertrag (§ 13) die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Zum 1.1.2023 hat sich die Gesellschafterstruktur verändert, so dass es mit der mac brand spaces GmbH, Langenlonsheim einen neuen Gesellschafter gibt, welcher 50 % der Gesellschafteranteile hält. Die Messe München GmbH hält ebenfalls 50 % der Anteile (i. Vj. 85 %). Die Gesellschaft für Handwerksmessen mbH ist ausgeschieden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt 3 bzw. 8 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt 3-13 Jahre. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten sind in den Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen Zinssatz entsprechend der Laufzeit diskontiert. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt.

Die Rückstellung für Jubiläen wird unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der Richttafeln 2018 G von Heubeck ermittelt. Die Berechnung basiert auf der sog. Projected- Unit-Credit-Methode. Dabei wurden die nachfolgenden Annahmen zugrunde gelegt. Der Rechnungszins richtet sich nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung, veröffentlicht von der Deutschen Bundesbank, wobei vom Wahlrecht des § 253 Abs. 2 S. 2 HGB-Gebrauch gemacht wurde und eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen wurde.

Für die Jubiläumsrückstellung beträgt der Rechnungszinssatz 1,74 % (7-Jahresdurchschnitt), die Fluktuation 8,00 %, der Gehaltstrend 2,00 % und der Trend der Beitragsbemessungsgrundlagen 2,00 %.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt unter Beachtung des Imparitätsprinzips, sodass zum Abschlussstichtag bestehende Kursverluste aufwandswirksam berücksichtigt werden, Kursgewinne aber nicht.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens und dessen Zusammensetzung zum 31. Dezember 2023 sind im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt:

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.762.436,67 65.935,36 0,00 2.828.372,03
2. geleistete Anzahlungen 0,00 316.681,35 0,00 316.681,35
2.762.436,67 382.616,71 0,00 3.145.053,38
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 78.290,10 0,00 78.290,10
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung, andere Anlagen 3.024.447,64 628.341,56 253.310,10 3.399.479,10
3.102.737,74 628.341,56 253.310,10 3.477.769,20
Summe Anlagevermögen 5.865.174,41 1.010.958,27 253.310,10 6.622.822,58
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.501.936,48 156.319,78 0,00 2.658.256,26
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.501.936,48 156.319,78 0,00 2.658.256,26
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 73.503,66 1.925,38 75.429,04
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung, andere Anlagen 2.310.995,09 471.565,15 246.009,32 2.536.550,92
2.384.498,75 473.490,53 246.009,32 2.611.979,96
Summe Anlagevermögen 4.886.435,23 629.810,31 246.009,32 5.270.236,22
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 01.01.2023
EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 170.115,77 260.500,19
2. geleistete Anzahlungen 316.681,35 0,00
486.797,12 260.500,19
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.861,06 4.786,44
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung, andere Anlagen 862.928,18 713.452,55
865.789,24 718.238,99
Summe Anlagevermögen 1.352.586,36 978.739,18

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr 2022 eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist aufgrund des Jahresergebnisses i.H.v TEUR 2.236 auf TEUR 3.108 gestiegen. Gem. dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 5.12.2023 wurde der Gewinnvortrag aus dem Jahr 2022 i.H.v. von TEUR 821 in die Gewinnrücklage überführt.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen umfassen im Wesentlichen, Gewerbesteuer i.H.v TEUR 241 und Körperschaftsteuer inkl. Soli i.H.v TEUR 217.

Die Versagung des Vorsteuerabzug aus den Umsatzsteuerbescheiden 2014 und 2015 wurde vom Finanzamt München zurückgenommen, die Rückstellung i.H.v TEUR 161 wurde aufgelöst.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Tantieme i.H.v TEUR 674, Bonusansprüche i.H.v TEUR 128, Gleitzeitguthaben i.H.v TEUR 130, Urlaubsguthaben der Mitarbeiter i.H.v TEUR 142, Jubiläumsverpflichtungen i.H.v TEUR 76 und Inflationsausgleichsprämien i.H.v TEUR 86.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 7 und entfallen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Die Forderung, sämtlich aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin Messe München GmbH, München, belaufen sich auf TEUR 6 (Vorjahr TEUR 1.215). Die Verbindlichkeiten, sämtlich aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin Messe München GmbH, München, belaufen sich auf TEUR 58 (Vorjahr TEUR 55). In der Bilanz werden die Forderungen aus Lieferung und Leistung und die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gem. §387 BGB saldiert dargestellt.

Die Restlaufzeiten sämtlicher Verbindlichkeiten liegen unter einem Jahr.

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstigen Verbindlichkeiten bestehen i.H.v TEUR 194 (Vorjahr TEUR 406), davon entfallen TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 84) auf Lohn- u. Kirchensteuer, TEUR 0 (Vorjahr TEUR 211) auf UST VA 12/22 und TEUR 110 (Vorjahr TEUR 110) auf GF-Tantieme.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i.H.v TEUR 206 (davon gegenüber verbunden Unternehmen TEUR 154). Restlaufzeit kleiner 1 Jahr: TEUR 185, Restlaufzeit 1 - 5 Jahre: TEUR 21

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 resultieren aus dem Systemstandbau (TEUR 17.657; Vorjahr: TEUR 16.661), dem Individualstandbau (TEUR 13.048; Vorjahr: TEUR 17.863) sowie aus sonstigen Umsatzerlösen (TEUR 1; Vorjahr: TEUR 2). Sie sind zu ca. 95 % (Vorjahr: 98 %) im Inland angefallen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge i.H.v TEUR 596 (Vorjahr: TEUR 30) enthalten. Hierbei handelt es sich um Erträge aus Auflösung von Rückstellungen (TEUR 571), davon TEUR 319 Rückstellung aus Rückforderung aus Insolvenzanfechtung, da der Anspruch verjährt ist, sowie Erträge aus der Herabsetzung der Wertberichtigung in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr Zuführung zur WB TEUR 6).

Erträge aus Kursdifferenzen betragen EUR 92 (Vorjahr EUR 251)

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus Forderungsausfällen i.H.v TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 26), Verluste aus Abgang v. Gegenständen des AV i.H.v TEUR 7 und Schadensfälle i.H.v TEUR 4 enthalten.

Aufwendungen aus Kursdifferenzen betragen EUR 906 (Vorjahr EUR 933).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten.

Sonstige Angaben

Die Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar erfolgt im Konzernabschluss der Messe München GmbH, München.

Geschäftsführung

Herr Siegbert Hieber, Vertriebs-Geschäftsführer

Herr Sven Bonifer, Finanz-Geschäftsführer

Die Gesellschaft hat von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres 2023 im Durchschnitt 86 Mitarbeiter (Vorjahr: 78,25), die jeweils in einem Angestelltenverhältnis stehen.

Konzernverhältnisse

meplan GmbH wird zu jeweils 50% in den Konzernabschluss der

Messe München GmbH

Am Messesee 2

81829 München

und

mac. brand spaces GmbH

An den Nahewiesen 6

55450 Langenlonsheim

einbezogen.

Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss in die Gewinnrücklage einzustellen

Nachtragsbericht

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres waren nicht zu verzeichnen.

 

München, den 18.03.2024

Die Geschäftsführung

Sven Bonifer

Siegbert Hieber

Lagebericht Geschäftsjahr 2023

Wirtschaftsbericht

1. Geschäftstätigkeit der meplan GmbH

Die Geschäftstätigkeit der meplan GmbH erstreckt sich unverändert im Wesentlichen auf die Erbringung von Standbauleistungen im System- und Individualstandbau ergänzt um digitale Lösungen für die Darstellung der Marke im Raum.

2. Steuerungssystem und finanzielle Leistungsindikatoren.

Zur Steuerung des Unternehmens ist ein umfangreiches Berichtswesen implementiert. Monatlich werden Umsatz, operative Marge und EBT auf Veranstaltungsebene berichtet und für das laufende Jahr hochgerechnet, welche die finanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens bilden.

Weiterhin werden im Zuge des Berichtswesens an die Messe München GmbH, quartalsweise alle Ist- und Prognosewerte für das betreffende Wirtschaftsjahr (Umsätze, Kosten, Investitionsvolumen) erfasst und den Planwerten gegenübergestellt.

3. Wirtschaftliches Umfeld

Das Messegeschäft ist in Deutschland sehr gut angelaufen. Erstmals seit der Corona Pandemie konnte im Jahr 2023 wieder mit einem kompletten Messekalender gerechnet werden. Die hohe Nachfrage nach Messeständen trifft auch 2023 auf weniger Anbieter und geringere Marktkapazitäten als vor der Pandemie. Insgesamt kam es im Geschäftsjahr zu allgemeinen Kostensteigerungen - von Rohstoffen bis hin zu Transportkosten, die dazu führten, dass die meplan mit ihren Messebaulieferanten nicht immer wettbewerbsfähig war. Weiterhin problematisch war der Fachkräftemangel. Der Bedarf an kompetenten Mitarbeitern bleibt weiterhin ein Engpass, wodurch auch die Personalkosten erhöht wurden.

4. Geschäftsverlauf

Wichtige Ereignisse im abgelaufenen Geschäftsjahr

Im Berichtsjahr 2023 hat sich die Gesellschafterstruktur der meplan GmbH geändert. Die Messe München GmbH und die mac. brand spaces GmbH halten rückwirkend zum 01.01.2023 jeweils 50 % der Gesellschafteranteile an der meplan GmbH. Darin geht auch der Gesellschafteranteil von 15 % auf, den vorher die Gesellschaft für Handwerksmessen GmbH (GHM) an der meplan besaß.

Durch die neue Gesellschafterstruktur erschließen sich aufgrund der starken Präsenz der mac an den großen europäischen Messeplätzen neue Ressourcen und zusätzliche Kompetenzen für die meplan.

Geschäftsverlauf

Die im Jahr 2022 durchgeführten Preissteigerungen konnten sich in 2023 etablieren und wurden vom Markt angenommen. Auch wurde weiterhin in das selbstentwickelte und nachhaltigen Standbausystems Woodï investiert und dieses in großen Mengen eingesetzt.

Auch hat sich das Auslandsgeschäft langsam wieder erholt. Bei den Veranstaltungen im Ausland insbesondere der ITMA in Mailand, der CONEXPO-CON in den USA und verschiedenen Semicons in Asien konnte die meplan GmbH ein Umsatzvolumen in Höhe von EUR 1,7 Mio. erzielen.

Vor diesem Hintergrund ergibt sich für die meplan GmbH ein Jahresumsatz in Höhe von EUR 30,7 Mio., der aufgrund von nicht gewonnenen Ausschreibungen im Designbereich sowie einer unter den Erwartungen liegender IAA mobility um 1,0 Mio. EUR (- 3 %) unter dem Wirtschaftsplan liegt.

Zusätzlich wirkten sich Sondereffekte durch Auflösungen von Rückstellungen sowie der Einigung mit dem Finanzamt München über die Forderung der Umsatzsteuervorauszahlungen aus den Jahren 2014 und 2015 positiv auf das Ergebnis aus.

Das Jahresergebnis nach Steuern beträgt 2,2 Mio. EUR und liegt um 1,5 Mio. EUR (+ 194 %) weit über dem Wirtschaftsplan und ist das zweitbeste Jahresergebnis in der Unternehmensgeschichte.

5. Lage des Unternehmens

Ertragslage

Der Jahresumsatz der meplan GmbH beläuft sich für das Jahr 2023 auf EUR 30,7 Mio. und liegt damit sowohl unter dem Vorjahr (EUR 34,5 Mio.) als auch unter der Planung (EUR 31,7 Mio.).

Der geringere Umsatz in Höhe von EUR 1,0 Mio. gegenüber dem Wirtschaftsplan resultiert hauptsächlich aus dem Wegfall der Bike Hallen auf der IAA mobility sowie einer für die meplan unter den Erwartungen verlaufenen gesamt IAA mobility, der Vergabe des Outdoor by ISPO-Hallenkonzeptes an einen Wettbewerber, der nicht gewonnenen Ausschreibung der Umgestaltung der Halleneinbauten bei der Spielwarenmesse sowie der Absagen von geplanten Ausstellern auf internationalen Messen. Auch kommt die meplan aufgrund der Dichte des Veranstaltungskalenders immer wieder mit den vorhandenen Kapazitäten im Bereich der Projektleiter an ihre Grenzen, weswegen einige Veranstaltungen gar nicht betreut und bei anderen Veranstaltungen weniger Projekte als ursprünglich geplant abgewickelt werden konnten.

Das Verhältnis von Materialaufwand zu Umsatzerlösen liegt bei 61,3 % (Vorjahr: 64,5 %). Die Steigerung der Deckungsbeitragsquote resultiert zum einen aus dem konsequenten Einsatz des eigenen nachhaltigen Standbausystems Woodï bei den Veranstalterflächen, einer moderaten Preissteigerung bei den Systemständen und Grafiken sowie insbesondere den Aufschlägen bei kurzfristigen Aufträgen 3-4 Wochen vor Messebeginn.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen aufgrund der Auflösung mehrerer Rückstellungen (unter anderem eine Rückstellung für nicht angefallene Rechtskosten sowie für eine nicht eingetretene Insolvenzanfechtung) um TEUR 598 über dem Vorjahreswert.

Der Personalaufwand in Höhe von 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: EUR 6,6 Mio.) hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 280 erhöht. Ursächlich für diese Abweichung sind hauptsächlich eine allgemeine Gehaltserhöhung von 5,5 % zum 1.1.2023 sowie ein Personalaufbau um durchschnittlich 5,3 FTE.

Infolge der Einigung mit dem Finanzamt München über die Forderung der Umsatzsteuervorauszahlungen aus den Jahren 2014 und 2015 konnten die Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 161 aufgelöst werden und führen zu einem positiven Wert bei den Betriebssteuern in Höhe von TEUR 149.

Eine verstärkte Inanspruchnahme von freien Mitarbeitern, die Kostenerhöhung des Dienstleistungsvertrages mit der Messe München seit September 2023, höhere Aufwendungen bei der Personalakquise, nicht geplante Beratungskosten für die ISO 20121 Zertifizierung sowie ein nicht geplantes Projekt zur Organisationsentwicklung führen zu sonstigen Aufwendungen in Höhe von EUR 2,2 Mio., welche um TEUR 209 über dem Vorjahr und TEUR 220 über der Planung liegen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind von TEUR 557 im Vorjahr auf TEUR 630 gestiegen.

Das EBT liegt im Geschäftsjahr 2023 bei EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,3 Mio.) und um EUR 2.2 Mio. weit über der Prognose für das Wirtschaftsjahr. Ebenso liegt die operative Marge in Höhe von 38,7 % (Vorjahr: 35,5 %) mit 8,0 % weit über der Planung. Das Jahresergebnis nach Steuern beläuft sich auf EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 2,9 Mio.).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich auf EUR 6,0 Mio. erhöht (Vorjahr: EUR 4,1 Mio.).

Die Investitionen im Jahr 2023 belaufen sich auf EUR 1,0 Mio..

Auf der Aktivseite hat sich das Anlagevermögen infolge der Investitionen in das eigenen Standbausystem Woodï sowie der Investition in den Aufbau des neuen ERP-Systems Alphaplan von EUR 1,0 Mio. im Vorjahr auf EUR 1,4 Mio. erhöht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen mit einem Betrag in Höhe von TEUR 706 (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.) einen niedrigeren Wert aus als im Vorjahr, hauptsächlich weil die Forderungen gegen die Messe München GmbH aus Lieferung und Leistung für Standbau auf EUR 0 zurückgeführt werden konnten. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,1 Mio. auf EUR 3,9 Mio. angestiegen. Der hohe Kassenbestand resultiert aus der stichtagsbedingten Betrachtung, unter anderem aus noch nicht bezahlten Rechnungen. Die Rechnungsabgrenzungsposten liegen mit TEUR 46 auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: TEUR 48).

Auf der Passivseite wurde der Gewinnvortrag (TEUR 821) aus dem Vorjahr in die Gewinnrücklagen eingestellt. Infolge der Auflösung von Rückstellungen aus den geänderten UST-Bescheiden für die Jahre 2014 und 2015 (TEUR 161), niedrigerer Rückstellungen für Tantieme Zahlungen und der Auflösung verschiedener Rückstellungen insbesondere für Insolvenzanfechtung (TEUR 319), haben sich die Rückstellungen insgesamt von EUR 2,3 Mio. auf EUR 1,7 Mio. im Berichtszeitraum reduziert. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich von TEUR 406 auf TEUR 194 reduziert. Grund hierfür ist der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Steuern, welche in diesem Geschäftsjahr eine Forderung darstellen und daher unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen sind. Auf der anderen Seite haben sich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen infolge noch nicht fälliger Rechnungen (von TEUR 388 auf TEUR 715) erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben sich von TEUR 0 auf TEUR 52 und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von TEUR 162 auf TEUR 184 gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die meplan GmbH erzielt im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2,2 Mio.. Im Vorjahr lag ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2,9 Mio. vor.

Die Eigenkapitalquote von 21,3 % aus dem Vorjahr konnte im Berichtszeitraum mit einem Eigenkapital in Höhe von EUR 3,1 Mio. auf 51,8 % erhöht werden.

Insgesamt blickt die Geschäftsführung auf ein sehr gutes Geschäftsjahr 2023 zurück.

Die Gesellschaft konnte im letzten Geschäftsjahr jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und verfügt über ausreichend liquide Mittel.

Gesamtaussage

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung das Jahr als ein erfolgreiches Messe Jahr. Trotz einiger nicht gewonnener Ausschreibungen und einer unter den Erwartungen liegenden IAA, konnte aufgrund einer wesentlich höheren operativen Marge als geplant sowie einiger Sondereffekte das zweithöchste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt werden.

6. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung sowie Risikomanagement

Die nachfolgenden Risiken werden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für das Unternehmen aufgelistet.

Strategische Ausrichtung

Der Fokus der meplan liegt weiterhin auf dem Kerngeschäft Messebau, ergänzt um die Zukunftsthemen Nachhaltigkeit und digitale Lösungen. Die Corona-Pandemie war nicht nur einschneidend für die Messebau-Branche, vielmehr hat sich auch auf Kundenseite eine Veränderung ergeben. Es ist festzustellen, dass Ansprechpartner bei den Ausstellern immer mehr Generalisten sind und zunehmend weniger mit dem Thema Messebau- bzw. Organisation von Messeauftritten vertraut sind. Dieses führt zu einem erhöhten Beratungsaufwand auf Seiten der meplan.

Um den Ausstellern weiterhin einen gewohnt hohen Service bieten zu können, liegt die strategische Ausrichtung von meplan darauf, nachhaltige, modulare Kundenlösungen zu bieten und gleichzeitig die Komplexität von Messeauftritten bzw. von Standbaulösungen sowohl gegenüber dem Kunden aber auch bei den internen Prozessen zu reduzieren.

Eines der strategischen Handlungsfelder liegt daher auf Bereich der Organisationsentwicklung, um das gesamte Unternehmen auf die neuen Herausforderungen vorzubereiten.

Bei der meplan GmbH ist zudem ein internes Kontrollsystem implementiert. Die monatliche Angebots- / Bestell- und Prognoseübersicht sowie die monatlichen Liquiditätsprognosen unterstützen dieses. Ergänzend dazu findet ein regelmäßiges Risikoreporting gegenüber der Messe München statt.

Marktrisiken

Die Entwicklung des Marktes für Messebau hängt weiterhin unmittelbar mit der zukünftigen Entwicklung des nationalen sowie internationalen Messemarktes zusammen. Die insgesamt fast zweieinhalb Jahre lange Corona-Zwangspause für Präsenzveranstaltungen im Inland hat die Diskussion, ob Livemessen überhaupt noch gebraucht werden, zugunsten von Präsenzmessen beendet. Deutschlandweit sind 2024 wenigstens 350 Messen geplant. Die Sorge um die allgemeine Wirtschaftslage, bezahlbare Energie sowie die ausbleibende wirtschaftliche Erholung im Inland und die damit verbundenen Risiken trüben jedoch den ersten Ausblick ins neue Jahr.

Aufgrund der hohen Preise sowohl auf Material- wie auch auf Personalkostenseite besteht das Risiko, dass Messebeteiligungen sich dauerhaft deutlich verteuern werden. Die Frage nach dem Grenznutzen einer Messebeteiligung im Vergleich zu anderen Marketingkanälen stellt sich immer wieder.

Hier gilt es, neue maßgeschneiderte Lösungen für Kunden zu erarbeiten, die unter einem zumeist begrenzten Budget weiterhin eine wirtschaftlich erfolgreiche Messebeteiligung erwarten. Eine Möglichkeit hierfür sind aufgewertete Systemstände, die auf der einen Seite optisch ansprechend sind und zum anderen preislich in einem günstigeren Segment liegen als reine, hochindividuelle Design-Stände. Eine weitere Möglichkeit sind modular erstellte Messestände, die in Rahmen der Kreislaufwirtschaft, aus immer wieder verwendeten Materialien und vorgefertigten Modulen entworfen sind.

Projektrisiken

Projektrisiken liegen zum einen in den deutlich erhöhten Materialkosten sowie zum anderen in dem weiterhin vorherrschenden Fachkräftemangel. Hinzu kommt, dass die Kurzfristigkeit von Projektanfragen stark zugenommen hat.

Daher sind weiterhin eine enge Kundenbindung, ein sehr guter Service sowie ein passendes Preis-Leistungsverhältnis notwendige Voraussetzungen, um Kunden dauerhaft an das Unternehmen zu binden.

Ergänzend kommt hinzu, dass der Wettbewerb unter den Marktbegleitern zugenommen hat und die Anstrengungen im Vertrieb erhöht werden müssen, um neue Kunden gewinnen zu können.

Liquiditätsrisiken

Das Guthaben bei Kreditinstituten der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 3,9 Mio.. Zur Aufrechterhaltung einer ausreichenden Liquidität hatte die Messe München einen Kontokorrentkredit in Höhe von bis zu EUR 3,0 Mio. gewährt, der zum 31. Dezember 2023 gekündigt wurde. Zum 31. Dezember 2023 wurde der Kontokorrentkredit ebenso wie im gesamten Geschäftsjahr 2023 nicht in Anspruch genommen.

Um auch ab dem Jahr 2024 das Risiko eines Liquiditätsengpasses abzufangen, wurde ein Kontokorrentkredit über EUR 2,0 Mio. bei der Uni Credit Bank AG eingerichtet.

Das Risiko eines hohen Forderungsbestand mit längeren Zahlungszielen wird durch die Vereinbarung von Abschlagszahlungen bei größeren Aufträgen, Vorkasse bei kleinen Aufträgen und der zeitnahen Endabrechnung an Veranstalter in Verbindung mit einem aktiven Forderungsmanagement so klein wie möglich gehalten. Weiterhin ist es das Ziel, Zahlungsbedingungen mit unseren Kunden an die Lieferanten weiterzugeben.

Durch einen täglichen Liquiditätsstatus wird die aktuelle Zahlungsfähigkeit überwacht. Damit können Liquiditätsentwicklungen gut prognostiziert und eine frühzeitige Reaktion auf entstandene Risiken durch Zahlungsausfälle realisiert werden.

Chancen

Mit dem selbstentwickelten und nachhaltigen Standbausystem (Woodï) bietet meplan ein auf dem deutschen Markt einzigartiges zirkuläres Standbausystem an. Neben dem Standort München bietet sich für meplan die Chance, das System an anderen Standorten in Deutschland anzubieten. Hier könnte meplan von dem Netzwerk des neuen Gesellschafters mac. brand spaces profitieren, der an anderen Messestandorten Servicepartner ist. Auch ergeben sich Chance dadurch, dass bei Auslastungen des eigenen Lieferantennetzwerkes das Netzwerk insbesondere bei internationalen Projekten der mac. brand spaces genutzt werden kann. Auch kann meplan Projekte übernehmen, die die mac. brand spaces aus Kapazitätsgründen nicht abarbeiten kann. Zusätzlich wird eine Zusammenarbeit im Bereich der Nachhaltigkeitsworkshops geprüft.

Zudem gewinnt das Thema Nachhaltigkeit weiter an Bedeutung. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, strebt meplan eine Zertifizierung nach ISO 20121 an. Nur Unternehmen, die ihre internen sowie externen Prozesse nach nachhaltigen Aspekten ausrichten werden zukünftig erfolgreich am Markt bestehen können.

Der Ausbau des Veranstaltergeschäfts hat weiterhin eine hohe Priorität bei meplan. Aufgrund der langjährigen hohen Kompetenz in der Beratung von Veranstaltern sowie deren Ausstellern, auch außerhalb von München, ergeben sich hier weitere Wachstumsmöglichkeiten.

Eine weitere Chance liegt in der Vereinfachung von Prozessen für die Standbaubestellung. Daher entwickelt meplan einen neuen Standbaukonfigurator, der voraussichtlich Anfang 2025 fertiggestellt sein wird. Der neue Konfigurator kann neben dem Standort München auch an anderen Messestandorten in Deutschland eingesetzt werden.

7. Ausblick und Prognose

Die deutsche Messewirtschaft erholt sich nach dem Einbruch während der Corona-Jahre weiter. Besonders internationale Leitmessen kehrten seit Ende der Corona-Beschränkungen wieder zurück.

Bereits jetzt sind für das Jahr 2024 insgesamt mehr als 330 Messen in Deutschland geplant. Das sind in etwa so viele Veranstaltungen wie im Vorjahr. Bei rund der Hälfte davon handelt es sich um nationale oder internationale Leitmessen.

Das Messejahr 2024 ist kein außergewöhnliches, sondern wird ein eher durchschnittliches Messejahr. Mit den Großveranstaltungen IFAT, The Smarter E, Exporeal und electronica sowie den Effekten aus der Zusammenarbeit mit dem neuen Gesellschafter mac.brand spaces prognostiziert die meplan GmbH für das Jahr 2024 einen Umsatz in Höhe von 34,8 Mio. EUR bei einer sehr guten operativen Marge von 33,4 %. Das Jahresergebnis vor Steuern (EBT) wird mit TEUR 966 geplant.

Im Fokus für das Wirtschaftsjahr 2024 steht die Einführung eines neuen ERP Systems bis zum Ende des Jahres sowie der Aufbau eines Personalbereiches und der Ausbau des Finanzbereiches.

Mit der im Jahr 2023 geschaffenen Stelle des ESG Managers wird das Thema Nachhaltigkeit weiter in den Fokus gerückt und in das gesamte Unternehmen getragen. Mit der geplanten Zertifizierung zur ISO 20121, der weiteren Entwicklung des selbstentwickelten und nachhaltigen Standbausystems Woodï zu einer eigenen Marke, sowie der Schaffung der neuen Stelle eines "Lead of Circular Concept" die die Kreislauffähigkeit im Messebau weiterentwickelt, wird das Nachhaltigkeitsthema weiter manifestieren.

Der Krieg in der Ukraine sowie die schwache Konjunktur stellen eine Herausforderung dar. Eine gestörte Supply Chain, höhere Reise- und Hotelkosten sowie gestiegene Material- und Energiekosten können dazu führen, dass Aussteller von einer Messebeteiligung absehen.

 

München, den 15. März 2024

Die Geschäftsführung

Sven Bonifer

Siegbert Hieber

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die meplan GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der meplan GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der meplan GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 22. April 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Rüger, Wirtschaftsprüfer

Birgit Sibylle Patzak, Wirtschaftsprüferin

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