MUL Papier Logistics GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Astrid Voß seit 7.10.2025 | Geschäftsführer |
Andreas Dr. Kirschkamp seit 7.10.2025 | Geschäftsführer |
Marcel Littmann seit 11.3.2025 | Prokura |
Jan Wolf seit 26.6.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
ANTALIS SAS, mit Geschäftsnachfolge nach Auflösung der vorherigen Gesellschafterin ohne Liquidation | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Antalis GmbHFrechenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Grundlagen des Unternehmens Die Antalis GmbH ist in Deutschland auf dem Markt für kommunikationsunterstützende Materialien tätig. Haupttätigkeitsgebiet ist der klassische Papiergroßhandel mit 5 Standorten im gesamten Bundesgebiet. Wir beliefern Drucker, Industriekunden, Behörden und den Fachhandel mit unseren Papieren und anderen Medien. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Darstellung des Geschäftsverlaufs 2.1.1 Entwicklung von Branche und Umfeld Gesamtwirtschaftliches Umfeld Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 um 0,3% gesunken. Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024 Entwicklung des Absatzmarktes In 2023 betrug die Zahl der Betriebe in der Druckindustrie mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 6.545. Das entspricht einem Rückgang um 4,5%. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesen Betrieben betrug insgesamt 107.585. Gegenüber dem Vorjahreswert entspricht das einem Minus von 3,8%. Die Umsatzentwicklung in der deutschen Druckbranche war mit -8,1% wieder negativ. Die Erzeugerpreise für Druckereileistungen sind im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Prozentpunkte gestiegen. Quelle: Jahresbericht 2023/2024 bvdm Entwicklung des Beschaffungsmarktes Die Gesamtproduktion der deutschen Papierfabriken lag mit 18,6 Mio. Tonnen 14% unter dem Vorjahr. Die Produktion Grafischer Papiere in Deutschland sank um 29%. Quelle: DIE PAPIERINDUSTRIE, Pressemitteilung vom 01.03.2024 Aufgrund der Nachfragerückgänge ist es in 2023 zu Preisreduktionen seitens der Papierhersteller gekommen. Papiergroßhandel Durch die Insolvenz der Inapa im Juli 2024 hat sich das Wettbewerbsumfeld geändert. Die japanische JPP Gruppe wird die insolvente Inapa in Deutschland zum 1.12.2024 übernehmen. Wie sich dies konkret auf den Markt auswirken wird, bleibt abzuwarten. Es sind weiterhin keine Marktdaten für den Papiergroßhandel vorhanden. Insgesamt gehen wir davon aus, dass sich das Marktvolumen des Papiergroßhandels reduziert hat. Ausblick Die Bundesregierung erwartet für 2024 ein Wirtschaftswachstum von -0,2%. Diese Rezession wird sich grundsätzlich negativ auf die Druckbranche auswirken. Darüber hinaus wird allgemein mit einem weiteren Rückgang bei den graphischen Papieren gerechnet. Quelle: Bundesregierung, Herbstprojektion vom 08.10.2024 2.1.2 Umsatz- und Margenentwicklung und Auftragsentwicklung Der Umsatz der Antalis GmbH reduzierte sich von TEUR 174.716 auf TEUR 136.862 (- 21,7%). Der Umsatzrückgang ist im Lagergeschäft geringer ausgefallen als der Rückgang im Streckengeschäft. Aufgrund der Kurzfristigkeit des Großhandelsgeschäfts verfügt die Gesellschaft über keine nennenswerten Auftragsbestände. Die Rohertragsmarge konnte leicht ggü. Vorjahr gesteigert werden. 2.1.3 Beschaffung Wie schon in den Vorjahren auch wurde das Sortiment in Anlehnung an das Produktsortiment der Antalis-Gruppe ergänzt. Strategische Gruppenlieferanten, mit denen allerdings lokale Vereinbarungen getroffen werden, machen einen hohen Anteil am Einkaufsvolumen aus. Ergänzend kaufen wir bei Drittpartnern. Die Beschaffungspreise zeigten in 2023 eine sinkende Tendenz, da die Nachfrage deutlich gesunken ist. 2.1.4 Investitionen Das Investitionsvolumen in das Anlagevermögen im Wirtschaftsjahr 2023 betrug insgesamt TEUR 206. Wie in den Vorjahren auch, wurden primär Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Logistik- und EDV-Bereich getätigt. 2.1.5 Finanzierungsmaßnahmen bzw. Vorhaben Die Finanzierung der Antalis GmbH erfolgt über Factoring und konzerninterne Darlehen der Antalis S.A.S., Boulogne-Billancourt, Frankreich. 2.1.6 Personal- und Sozialbereich Zum Stichtag 31.12.2023 betrug die Mitarbeiterzahl 159 Personen. Darüber hinaus wurden 6 Auszubildende beschäftigt. Die Fluktuation bei den gewerblichen Mitarbeitern ist branchenüblich, im Angestelltenbereich ist sie sehr gering. Löhne und Gehälter sind tariforientiert und werden leistungsorientiert gezahlt. 2.2. Darstellung der Lage 2.2.1 Ertragslage Die Umsatzrentabilität bezogen auf das Betriebsergebnis beträgt 1,1% nach 4,7% im Vorjahr. Die Eigenkapitalrentabilität bezogen auf das durchschnittliche Eigenkapital der vergangenen beiden Jahre hat sich von 37,5% auf 33,8% leicht verschlechtert. Das Finanzergebnis beträgt TEUR 22.441 nach TEUR 10.875 im Vorjahr. Ursächlich für den Anstieg sind primär erhöhte Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und Dividenden. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 20.581 ggü. TEUR 15.966 im Vorjahr. Die Verbesserung ist primär auf das erhöhte Finanzergebnis zurückzuführen, da das Geschäftsumfeld in 2023 eingetrübt war. 2.2.2 Vermögenslage Sämtliche Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind unter Beachtung der geltenden handels- und steuerrechtlichen Vorschriften bilanziert. Das Umlaufvermögen wurde nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Für alle erkennbaren Risiken sind in ausreichendem Umfang Wertberichtigungen und Rückstellungen vorhanden. Das Unternehmen hat kein nennenswertes Sachanlagevermögen und auch kein nicht betriebsnotwendiges Vermögen im nennenswerten Umfang. Es gibt nur geringe Investitionen im Sachanlagebereich. Dies ist auch für die Zukunft geplant. Die Finanzanlagen betragen nach einer Kaufpreisanpassung TEUR 65.420 (Vorjahr TEUR 66.420). Die Vorräte sind mit TEUR 12.630 deutlich niedriger als im Vorjahr (TEUR 18.571). Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen beträgt TEUR 2.628 (Vorjahr TEUR 3.464). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen in Höhe von TEUR 555 (i. Vj. TEUR 652) aus dem Lieferungs- und Leistungsaustausch sowie in Höhe von TEUR 25.934 (i. Vj. TEUR 17.635) aus den mit den Tochtergesellschaften Antalis Verpackungen GmbH und BB Pack GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsverträgen inklusive daraus resultierender Zinsforderungen (sonstige Forderungen). Ihnen stehen Verbindlichkeiten aus den Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr TEUR 184) gegenüber. Die flüssigen Mittel betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 838 (Vorjahr TEUR 846). 2.2.3 Finanzlage Das buchmäßige Eigenkapital der Antalis GmbH zum Stichtag 31.12.2023 beläuft sich auf TEUR 71.170 und hat sich aufgrund des Jahresüberschusses ggü. dem Vorjahr erhöht (Vorjahr TEUR 50.589). Die Bilanzsumme ist von TEUR 114.548 auf TEUR 117.478 gestiegen. Die EK-Quote beträgt 60,6% nach 44,2% im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit TEUR 7.317 (TEUR 7.320) vergleichbar zum Vorjahr. Die Liquidität des Unternehmens war u.a. durch Factoring und Konzernfinanzierungen sichergestellt. Zum Bilanzstichtag wurden Konzerndarlehen in Höhe von TEUR 24.773 in Anspruch genommen (Vorjahr TEUR 38.078). Der Finanzmittelfonds bestehend aus liquiden Mitteln belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 838 (Vorjahr TEUR 846) und veränderte sich somit um TEUR -8 (Vorjahr: TEUR -144). Neben der oben genannten Finanzierung war wie im Vorjahr keine weitere Fremdfinanzierung zu verzeichnen. 2.2.4 Mehrperiodendarstellung
2.2.5 Geschäftsergebnis und Vergleich mit den Prognosen aus dem Vorjahr Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft Das Betriebsergebnis (EBIT) fällt ggü. dem Vorjahr (TEUR 8.180) mit TEUR 1.449 deutlich niedriger aus. Das im Vorjahr prognostizierte deutlich geringere Betriebsergebnis und die geringe Umsatzrendite und der niedrigere Umsatz sind somit eingetreten. Das Betriebsergebnis ist aus Sicht der Geschäftsführung nicht befriedigend. 2.2.6 Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind das Betriebsergebnis und die Umsatzrentabilität. 3. Darstellung der Chancen und Risiken sowie der voraussichtlichen Entwicklung 3.1 Risikobericht Als Händler hat die Antalis GmbH kein nennenswertes Produkthaftungsrisiko. Dieses wird i.d.R. vom jeweiligen Lieferanten getragen. Kein Einzelkunde hat einen so großen Anteil am Gesamtumsatz, als dass bei einem Verlust besondere Ertragseinbußen zu erwarten wären. Der Erwerb und das Halten von Beteiligungen stellen grundsätzlich ein Risiko dar. Das Risiko im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags mit der Antalis Verpackungen GmbH zum Verlustausgleich in Anspruch genommen zu werden, schätzt die Geschäftsführung aus heutiger Sicht als gering ein. Bei der Antalis Macron GmbH ist im Jahr 2023 ein kleiner Gewinn erzielt worden. Darüber hinaus wurde im März 2024 mit Wirkung zum 1. Januar 2024 die Antalis Macron GmbH auf die Antalis GmbH verschmolzen. Mit der zum 1. Mai 2022 erworbenen BB Pack GmbH wurde im Dezember 2023 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Das Risiko im Rahmen dieses Ergebnisabführungsvertrags zum Verlustausgleich in Anspruch genommen zu werden, schätzt die Geschäftsführung aus heutiger Sicht als gering ein. Dem Forderungsausfallrisiko wird durch ein ordentliches Management (Bonitätsprüfungen, Mahnwesen) Rechnung getragen. Zusätzlich benutzen wir eine Kreditversicherung. Dem allgemeinen Liquiditätsrisiko begegnen wir mit einer Konzernfinanzierung und dem Abschluss eines Factoringvertrages (siehe Punkt 2.2.3). Darüber hinaus bestehen keine anderen wesentlichen oder bestandsgefährdeten Risiken. Gesamtrisikosituation Die Gesamtrisikosituation der Antalis GmbH setzt sich aus den genannten Einzelrisiken zusammen. Auf Grundlage der uns heute bekannten Informationen sowie unter Berücksichtigung ergriffener beziehungsweise geplanter Maßnahmen sind derzeit keine Risiken erkennbar, die einzeln oder gemeinsam bis mindestens Ende 2025 den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. 3.2 Prognosebericht - voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft einschließlich der Chancen der künftigen Entwicklung Wir erwarten weiterhin keine spürbare Belebung des Papiergeschäftes. Budgets für Papier- und Printprodukte werden weiterhin in Teilen an die Online-Kommunikation abwandern. Aufgrund der politischen Unsicherheiten in Krisen- oder Kriegsregionen (insbesondere Ukraine) könnten sich auch außenpolitische Maßnahmen und Sanktionen auf das Geschäft auswirken. Darüber hinaus können sich geopolitische und wirtschaftliche Auswirkungen direkt in Kosten (z. B. Energiepreise) der Gesellschaft widerspiegeln. Diese negativen Auswirkungen auf unser Geschäft waren bis jetzt gering. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt geht die Geschäftsführung zwar von negativen wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund der verschiedenen Krisen und der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung aus, die jedoch nach gegenwärtiger Einschätzung keine Auswirkungen auf den Fortbestand der Gesellschaft haben werden. Für 2024 erwarten wir leicht steigende Umsätze und ein deutlich niedrigeres Betriebsergebnis. Für 2025 erwarten wir aber wieder steigende Umsätze und ein höheres Betriebsergebnis. 4. Sonstige Angaben Neben der Zentrale in Frechen verfügt die Gesellschaft zum 31.12.2023 über unselbständige Betriebsstätten in Hamburg, Halle, Fellbach und Augsburg.
Frechen, 8. November 2024 Antalis GmbH Dieter Becker Bernd Reckmann Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231) Allgemeine Angaben zur Gesellschaft und zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beachtung der §§ 238 ff. HGB und der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß den §§ 264 - 288 HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Tätigkeitsbereich der Antalis GmbH umfasst den Handel mit Kommunikationsmaterialien aller Art, insbesondere Papier, Verpackung, Werbematerialien und Zeichen und verwandten Produkten sowie die Erbringung von diesbezüglichen Dienstleistungen. Die Antalis GmbH, Europaallee 19, 50226 Frechen, ist unter der Abteilung B, Nummer HRB 32654 beim Registergericht im Amtsgericht in Köln eingetragen, der Sitz der Gesellschaft ist Frechen. Im Juli 2023 erfolgte eine Veränderung auf Gesellschafterebene innerhalb der Antalis Gruppe. Direkte Muttergesellschaft der Antalis GmbH ist seit diesem Zeitpunkt die Antalis S.A.S, Boulogne-Billancourt, Frankreich. Die vorherige Muttergesellschaft Antalis Participations S.A.S., Boulogne-Billancourt, Frankreich, wurde zum 4. Juli 2023 auf die Antalis S.A.S., Boulogne-Billancourt, Frankreich, verschmolzen. Aus diesem Grund ist der Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen bzw. gegen Gesellschafter nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar. 2) Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. 2.1. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (i.d.R. zwischen 3 und 8 Jahren) um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Dem Firmenwert wurde eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt, weil wir von einer entsprechenden Bestandsdauer ausgehen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (i.d.R. zwischen 3 und 14 Jahren bei den Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken und zwischen 3 und 15 Jahren bei den Anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung) vermindert. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig (pro rata temporis). Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 netto werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Sofern bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. 2.2. Umlaufvermögen Die Bestände des Vorratsvermögens werden durch eine permanente Inventur sowie eine Stichtagsinventur ermittelt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten inklusive der Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Waren werden zu (durchschnittlichen) Anschaffungskosten inklusive der Anschaffungsnebenkosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden nach den Verhältnissen am Absatzmarkt ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Geleistete Anzahlungen sind zum Nominalwert angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Zusätzlich wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Gesellschafter sind mit ihren Nominalwerten angesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten bilanziert. Die flüssigen Mittel sind zum Nennbetrag ausgewiesen. 2.3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. 2.4. Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. 2.5. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden von einem externen Gutachter, der MERCER Deutschland GmbH, Frankfurt am Main nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" berechnet. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt worden. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Berechnung wurde die Pauschalbewertung mit einem Rechnungszinssatz von 1,82 % (i. Vj. 1,79 %) - 10-Jahres-Durchschnitt - mit Berücksichtigung eines Rententrends von 2,00 % (i. Vj. 2,20 %) zugrunde gelegt. Von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bezüglich der angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren wurde Gebrauch gemacht. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. 2.6. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. 2.7. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. 2.8. Latente Steuern Zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz bestehen derzeit nahezu nur solche temporären Differenzen, die zu aktiven latenten Steuern führen. Dies gilt auch für die auf Ebene der Antalis GmbH zu berücksichtigenden Latenzposten der Organgesellschaften Antalis Verpackungen GmbH und Antalis Macron GmbH. Von dem Wahlrecht einer Aktivierung latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Die latenten Steuern beruhen auf Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bei der Bewertung des Firmenwertes und bei den Rückstellungen. Ferner führen bestehende körperschaftsteuerliche Verlustvorträge zu weiteren aktiven Steuerlatenzen; bei Zugrundelegung der Planungsrechnung gehen wir in den nächsten Jahren von einer deutlichen Reduktion aus. Die Differenzen und steuerlichen Verlustvorträge wurden für die Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag mit einem Steuersatz von 15,825 % und für die Gewerbesteuer mit einem Steuersatz von 14,7 % bewertet. 2.9. Fremdwährungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. 3) Angaben zur Bilanz Die Gliederung der Erläuterungen folgt der Gliederung der Bilanz. AKTIVA A. Anlagevermögen Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, der Sachanlagen sowie der Finanzanlagen ist unter Angabe der Abschreibungen im Einzelnen im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. III. Finanzanlagen Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
*) Mit der Gesellschaft besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag.
Bei der Beteiligung an der VMP Verbund mittelständischer Papiergroßhändler GmbH, Frechen, besteht eine Resteinzahlungsverpflichtung zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 13, die bislang nicht eingefordert und daher wie im Vorjahr mit der Beteiligung saldiert wurde. Der Buchwert wird inklusive aktivierter Anschaffungsnebenkosten ausgewiesen. Die im Vorjahr unter den Finanzanlagen ausgewiesene Gesellschaft Printmate GmbH, Berlin, wurde zum 1. Mai 2023 auf die BB Pack GmbH, Günthersleben-Wechmar, verschmolzen. B. Umlaufvermögen II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Grundsätzlich werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kreditversichert, unter anderem werden öffentliche Kunden sowie Kunden bis zu einer Kreditlinie von TEUR 5 nicht kreditversichert. Einzelwertberichtigungen wurden in Höhe von TEUR 5 (i. Vj. TEUR 7) und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von TEUR 4 (i. Vj. TEUR 3) gebildet. 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen in Höhe von TEUR 555 (i. Vj. TEUR 652) aus dem Lieferungs- und Leistungsaustausch sowie in Höhe von TEUR 25.934 (i. Vj. TEUR 17.635) aus den mit den Tochtergesellschaften Antalis Verpackungen GmbH und BB Pack GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsverträgen inklusive daraus resultierender Zinsforderungen (sonstige Forderungen). Sie haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Forderungen gegen Gesellschafter Die Gesellschafterforderungen in Höhe von TEUR 3 resultieren im Wesentlichen aus Weiterberechnungen. Sie haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen den Gesellschafter bestanden im Vorjahr nicht (wir verweisen hierzu auf Abschnitt 1) zum Gesellschafterwechsel auf Konzernebene). Die Forderungen gegen Gesellschafter stellen ebenfalls Forderungen gegen verbundene Unternehmen dar. 4. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Lieferantenboni (TEUR 831, i. Vj. TEUR 1.403) und Forderungen gegen den Factor (TEUR 4.379, i. Vj. TEUR 4.080). Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 70 (i. Vj. TEUR 40) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Im Dezember 2021 wurde ein neuer Factoring Vertrag über den Verkauf von Forderungen mit der EUROFACTOR Credit Agricole Leasing & Factoring, Montrouge, Frankreich, abgeschlossen. Die Antalis GmbH hat zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.728 (i. Vj. TEUR 10.182) verkauft und in Höhe von TEUR 1.264 (i. Vj. TEUR 951) abgetreten. In diesem Zusammenhang ist auch das unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Kontokorrentkonto bei der ING Bank abgetreten und in den Forderungen gegen den Factor enthalten, der Saldo dieses Kontos beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 994 (i. Vj. TEUR 753). III. Liquide Mittel Innerhalb der liquiden Mittel ist ein Bankkonto mit einem Guthaben von TEUR 800 ausgewiesen, das für ausgestellte Garantien bei der Bank hinterlegt wurde. C. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen im Voraus gezahlte Wartungskosten und Versicherungsleistungen. PASSIVA A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr TEUR 4.725 und wird zu 100% von der Antalis S.A.S., Boulogne-Billancourt, Frankreich, gehalten. Wir verweisen hierzu ebenfalls auf die Allgemeinen Angaben unter Abschnitt 1) zum Gesellschafterwechsel auf Konzernebene. B. Rückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen sind zum 31.12.2023 mit TEUR 1.063 (i. Vj. TEUR 1.109) durch einen externen Gutachter nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet, sie entfallen auf insgesamt 20 Anspruchsberechtigte. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre und dem Ansatz der Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre i. H. v. 1,74 % (i. Vj. 1,45 %) beläuft sich auf TEUR 12 (i. Vj. TEUR 58) und ist grundsätzlich ausschüttungsgesperrt. Dem stehen ausreichende frei verfügbare Rücklagen zzgl. Jahresüberschuss und zzgl. Gewinnvortrag gegenüber. Eine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 20.581 (i. Vj. TEUR 15.966) besteht daher nicht. Auswirkungen der Änderungen des Rechnungszinssatzes werden im Personalaufwand ausgewiesen. 3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für Personalkosten (TEUR 1.065, i. Vj. TEUR 1.356), ausstehende Rechnungen (TEUR 1.170, i. Vj. TEUR 1.257) und übrige Positionen (TEUR 2.717, i. Vj. TEUR 3.338) gebildet. Die Rückstellungen des Personalbereichs betreffen am Bilanzstichtag Gratifikationen und Provisionen in Höhe von TEUR 713 (i. Vj. TEUR 1.050). Die übrigen Positionen enthalten zum Ende des Jahres 2023 Rückstellungen für noch nicht erstellte Bonusgutschriften an Kunden in Höhe von TEUR 1.714 (i. Vj. TEUR 2.517). Die sonstigen Rückstellungen enthalten zum Bilanzstichtag 31.12.2023 langfristige Rückstellungen i. H. v. TEUR 181 (i. Vj. TEUR 170), für welche nach den Vorschriften des BilMOG zum 01.01.2010 eine Abzinsungspflicht besteht (vgl. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Es wurde vom Beibehaltungswahlrecht des Art. 67 Abs. 1, S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht. Zum 01.01.2010 errechnete sich auf Grund der nicht erfolgten Abzinsung eine Überdeckung der Rückstellungsposition in Höhe von ursprünglich TEUR 41, welche zum 31. Dezember 2023 noch TEUR 5 betrug (Vorjahr: TEUR 4). C. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch handelsübliche Eigentumsvorbehalte besichert. 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 682, i. Vj. TEUR 1.466). Sonstige Verbindlichkeiten aus einem kurzfristigen Darlehen inklusive der Zinsverbindlichkeiten aus diesem Darlehen bestanden zum Bilanzstichtag nicht (i. Vj. TEUR 38.375) (wir verweisen hierzu auf Abschnitt 1) zum Gesellschafterwechsel auf Konzernebene). 4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter entfallen in Höhe von TEUR 582 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 25.262 auf sonstige Verbindlichkeiten aus einem kurzfristigen Darlehen inklusive der Zinsverbindlichkeiten aus diesem Darlehen. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestanden im Vorjahr nicht (wir verweisen hierzu auf Abschnitt 1) zum Gesellschafterwechsel auf Konzernebene). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter stellen ebenfalls Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar. D. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag für Marketingprojekte. 4) Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gliederung der Erläuterungen folgt der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung. 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr betrugen TEUR 136.862 (i. Vj. TEUR 174.716). Die Umsatzerlöse, die im Wesentlichen im Markt für kommunikationsunterstützende Materialien erzielt werden, entfallen wie im Vorjahr überwiegend auf inländische Kunden (ca. 94 %, i. Vj. ca. 93 %) und nur zu einem geringen Teil auf Kunden aus der EU oder Drittländern, wobei ausschließlich in EUR abgerechnet wird. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 705 (i. Vj. TEUR 490). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und um die Erträge aus bereits abgeschriebenen Forderungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind weiterhin Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 15 (i. Vj. TEUR 109) enthalten. 3. Materialaufwand Im Materialaufwand sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 166 (i. Vj. TEUR 297) enthalten. Sie entfallen im Wesentlichen auf erhaltene Boni für das vorangegangene Geschäftsjahr. 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr keine Restrukturierungsaufwendungen enthalten (i. Vj. TEUR 35). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 150 (i. Vj. TEUR 53) ausgewiesen. Sie resultieren unter anderem aus Forderungsverlusten (TEUR 106, i. Vj. TEUR 31). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind weiterhin Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 58 (i. Vj. TEUR 117) enthalten. 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Geschäftsjahr keine periodenfremden Beträge enthalten (i. Vj. TEUR 23). 5) Sonstige Angaben 5.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen zum Bilanzstichtag aus Bestellobligo in Höhe von TEUR 18.574 (i. Vj. TEUR 14.059), darin enthalten ist ein Bestellobligo gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 12 (i. Vj. TEUR 5). Ferner bestehen zum Bilanzstichtag folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus:
5.2. Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB Innerhalb der liquiden Mittel ist ein Bankkonto mit einem Guthaben von TEUR 800 ausgewiesen, das für ausgestellte Garantien bei der Bank hinterlegt wurde. Wir beurteilen die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen als gering, da sich aus dem bisherigen Zahlungsverhalten dafür keine Anhaltspunkte ergeben. 5.3. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer der Antalis GmbH im Geschäftsjahr 2023 waren Herr Dieter Becker (Kaufmann), Herr Bernd Reckmann (Kaufmann) und Herr Herve Poncin (Kaufmann). Herr Poncin hat sein Amt als Geschäftsführer zum 15. Dezember 2023 niedergelegt. Die Personen sind als Geschäftsführer ohne spezifischen Tätigkeitsbereich hauptberuflich jeweils für alle typischen Aufgaben eines Geschäftsführers zuständig. Die Angabe eines tatsächlich ausgeübten Berufs innerhalb der Antalis GmbH gem. § 285 Nr. 10 HGB ist insoweit nicht möglich. Bezüglich der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da nicht alle Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten. 5.4. Mitarbeiter Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt ohne Geschäftsleitung und Auszubildende:
5.5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar gem. § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangabe des Konzernabschlusses der Antalis GmbH, Frechen, enthalten. 5.6. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen unter Beachtung des Dealing at Arms Length Prinzip vereinbart. 5.7. Mutterunternehmen und Konzernabschluss Die Antalis GmbH unterliegt mit Akquisition der Antalis Verpackungen GmbH der Konzern- Rechnungslegung nach § 290 ff HGB. Die Antalis GmbH wird als Mutterunternehmen zum 31.12.2023 einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufstellen und diese im Unternehmensregister veröffentlichen. Direkte Muttergesellschaft zum Bilanzstichtag ist die Antalis S.A.S., Boulogne-Billancourt, Frankreich (registriert in Nanterre). Alle genannten Gesellschaften werden im Geschäftsjahr im Konzernabschluss der KPP GROUP HOLDINGS CO., LTD. (KPP), Tokio, Japan (kleinster und zugleich größter Konsolidierungskreis) konsolidiert. Der Konzernabschluss der KPP GROUP HOLDINGS CO., LTD., Tokio, Japan, für das Geschäftsjahr 2023 / 2024 wurde nach den Vorschriften des JGAAP aufgestellt. Der Konzernabschluss der KPP Tokio, Japan, ist beim "EDI- NET" (Japanisches Firmenregister) unter der Nummer E02516 erhältlich. 5.8. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 20.581 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 5.9. Nachtragsbericht - Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von Bedeutung, die nach Ende des Geschäftsjahres 2023 eingetreten sind und die einen wesentlichen Einfluss auf die im Jahresabschluss ausgewiesene Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, gab es im Zeitpunkt der Berichterstattung nicht. Die Tochtergesellschaft Antalis Macron GmbH wurde zum 1. Januar 2024 auf die Antalis GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde am 15. März 2024 im Handelsregister Köln eingetragen. Im August 2024 wurde ein neuer Factoring Vertrag über den Verkauf von Forderungen mit der EUROFACTOR Credit Agricole Leasing & Factoring, Montrouge, Frankreich, abgeschlossen. Dieser Vertrag ersetzt den ebenfalls mit der EUROFACTOR Credit Agricole Leasing & Factoring, Montrouge, Frankreich, im Dezember 2021 abgeschlossenen Vertrag. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Aussagen im Lagebericht.
Frechen, 8. November 2024 Antalis GmbH Dieter Becker Bernd Reckmann Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Antalis GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Antalis GmbH, Frechen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Antalis GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 10. Januar 2025 EY
GmbH & Co. KG
Senghaas, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses der Antalis GmbH für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr erfolgte am 24.01.2025. |
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