Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 32654
Vorher
Antails GmbH
Eingetragen
22.12.1999
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Papier, Karton, Schreibwaren, Bürobedarf, Büchern, Zeitungen und sonstigen DruckerzeugnissenGroßhandel mit Karton, Papier, Pappe, Schreibwaren und BürobedarfGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
der Handel mit Kommunikationsmaterialien aller Art, insbesondere Papier, Verpackung, Werbematerial, Zeichen und verwandten Produkten sowie die Erbringung von diesbezüglichen Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Astrid Voß
seit 7.10.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Marcel Littmann
seit 11.3.2025
Prokura
Jan Wolf
seit 26.6.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ANTALIS SAS, mit Geschäftsnachfolge nach Auflösung der vorherigen Gesellschafterin ohne Liquidation
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ANTALIS SAS
Germany
4.725.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Antalis GmbH

Frechen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Antalis GmbH ist in Deutschland auf dem Markt für kommunikationsunterstützende Materialien tätig. Haupttätigkeitsgebiet ist der klassische Papiergroßhandel mit 5 Standorten im gesamten Bundesgebiet. Wir beliefern Drucker, Industriekunden, Behörden und den Fachhandel mit unseren Papieren und anderen Medien.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

2.1.1 Entwicklung von Branche und Umfeld

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 um 0,3% gesunken.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024

Entwicklung des Absatzmarktes

In 2023 betrug die Zahl der Betriebe in der Druckindustrie mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 6.545. Das entspricht einem Rückgang um 4,5%. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesen Betrieben betrug insgesamt 107.585. Gegenüber dem Vorjahreswert entspricht das einem Minus von 3,8%.

Die Umsatzentwicklung in der deutschen Druckbranche war mit -8,1% wieder negativ.

Die Erzeugerpreise für Druckereileistungen sind im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Prozentpunkte gestiegen.

Quelle: Jahresbericht 2023/2024 bvdm

Entwicklung des Beschaffungsmarktes

Die Gesamtproduktion der deutschen Papierfabriken lag mit 18,6 Mio. Tonnen 14% unter dem Vorjahr. Die Produktion Grafischer Papiere in Deutschland sank um 29%.

Quelle: DIE PAPIERINDUSTRIE, Pressemitteilung vom 01.03.2024

Aufgrund der Nachfragerückgänge ist es in 2023 zu Preisreduktionen seitens der Papierhersteller gekommen.

Papiergroßhandel

Durch die Insolvenz der Inapa im Juli 2024 hat sich das Wettbewerbsumfeld geändert. Die japanische JPP Gruppe wird die insolvente Inapa in Deutschland zum 1.12.2024 übernehmen. Wie sich dies konkret auf den Markt auswirken wird, bleibt abzuwarten. Es sind weiterhin keine Marktdaten für den Papiergroßhandel vorhanden. Insgesamt gehen wir davon aus, dass sich das Marktvolumen des Papiergroßhandels reduziert hat.

Ausblick

Die Bundesregierung erwartet für 2024 ein Wirtschaftswachstum von -0,2%. Diese Rezession wird sich grundsätzlich negativ auf die Druckbranche auswirken. Darüber hinaus wird allgemein mit einem weiteren Rückgang bei den graphischen Papieren gerechnet.

Quelle: Bundesregierung, Herbstprojektion vom 08.10.2024

2.1.2 Umsatz- und Margenentwicklung und Auftragsentwicklung

Der Umsatz der Antalis GmbH reduzierte sich von TEUR 174.716 auf TEUR 136.862 (- 21,7%). Der Umsatzrückgang ist im Lagergeschäft geringer ausgefallen als der Rückgang im Streckengeschäft.

Aufgrund der Kurzfristigkeit des Großhandelsgeschäfts verfügt die Gesellschaft über keine nennenswerten Auftragsbestände.

Die Rohertragsmarge konnte leicht ggü. Vorjahr gesteigert werden.

2.1.3 Beschaffung

Wie schon in den Vorjahren auch wurde das Sortiment in Anlehnung an das Produktsortiment der Antalis-Gruppe ergänzt. Strategische Gruppenlieferanten, mit denen allerdings lokale Vereinbarungen getroffen werden, machen einen hohen Anteil am Einkaufsvolumen aus. Ergänzend kaufen wir bei Drittpartnern.

Die Beschaffungspreise zeigten in 2023 eine sinkende Tendenz, da die Nachfrage deutlich gesunken ist.

2.1.4 Investitionen

Das Investitionsvolumen in das Anlagevermögen im Wirtschaftsjahr 2023 betrug insgesamt TEUR 206. Wie in den Vorjahren auch, wurden primär Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Logistik- und EDV-Bereich getätigt.

2.1.5 Finanzierungsmaßnahmen bzw. Vorhaben

Die Finanzierung der Antalis GmbH erfolgt über Factoring und konzerninterne Darlehen der Antalis S.A.S., Boulogne-Billancourt, Frankreich.

2.1.6 Personal- und Sozialbereich

Zum Stichtag 31.12.2023 betrug die Mitarbeiterzahl 159 Personen. Darüber hinaus wurden 6 Auszubildende beschäftigt.

Die Fluktuation bei den gewerblichen Mitarbeitern ist branchenüblich, im Angestelltenbereich ist sie sehr gering.

Löhne und Gehälter sind tariforientiert und werden leistungsorientiert gezahlt.

2.2. Darstellung der Lage

2.2.1 Ertragslage

Die Umsatzrentabilität bezogen auf das Betriebsergebnis beträgt 1,1% nach 4,7% im Vorjahr. Die Eigenkapitalrentabilität bezogen auf das durchschnittliche Eigenkapital der vergangenen beiden Jahre hat sich von 37,5% auf 33,8% leicht verschlechtert.

Das Finanzergebnis beträgt TEUR 22.441 nach TEUR 10.875 im Vorjahr. Ursächlich für den Anstieg sind primär erhöhte Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und Dividenden.

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 20.581 ggü. TEUR 15.966 im Vorjahr. Die Verbesserung ist primär auf das erhöhte Finanzergebnis zurückzuführen, da das Geschäftsumfeld in 2023 eingetrübt war.

2.2.2 Vermögenslage

Sämtliche Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind unter Beachtung der geltenden handels- und steuerrechtlichen Vorschriften bilanziert. Das Umlaufvermögen wurde nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Für alle erkennbaren Risiken sind in ausreichendem Umfang Wertberichtigungen und Rückstellungen vorhanden.

Das Unternehmen hat kein nennenswertes Sachanlagevermögen und auch kein nicht betriebsnotwendiges Vermögen im nennenswerten Umfang.

Es gibt nur geringe Investitionen im Sachanlagebereich. Dies ist auch für die Zukunft geplant.

Die Finanzanlagen betragen nach einer Kaufpreisanpassung TEUR 65.420 (Vorjahr TEUR 66.420).

Die Vorräte sind mit TEUR 12.630 deutlich niedriger als im Vorjahr (TEUR 18.571).

Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen beträgt TEUR 2.628 (Vorjahr TEUR 3.464).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen in Höhe von TEUR 555 (i. Vj. TEUR 652) aus dem Lieferungs- und Leistungsaustausch sowie in Höhe von TEUR 25.934 (i. Vj. TEUR 17.635) aus den mit den Tochtergesellschaften Antalis Verpackungen GmbH und BB Pack GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsverträgen inklusive daraus resultierender Zinsforderungen (sonstige Forderungen). Ihnen stehen Verbindlichkeiten aus den Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr TEUR 184) gegenüber.

Die flüssigen Mittel betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 838 (Vorjahr TEUR 846).

2.2.3 Finanzlage

Das buchmäßige Eigenkapital der Antalis GmbH zum Stichtag 31.12.2023 beläuft sich auf TEUR 71.170 und hat sich aufgrund des Jahresüberschusses ggü. dem Vorjahr erhöht (Vorjahr TEUR 50.589). Die Bilanzsumme ist von TEUR 114.548 auf TEUR 117.478 gestiegen.

Die EK-Quote beträgt 60,6% nach 44,2% im Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit TEUR 7.317 (TEUR 7.320) vergleichbar zum Vorjahr.

Die Liquidität des Unternehmens war u.a. durch Factoring und Konzernfinanzierungen sichergestellt.

Zum Bilanzstichtag wurden Konzerndarlehen in Höhe von TEUR 24.773 in Anspruch genommen (Vorjahr TEUR 38.078). Der Finanzmittelfonds bestehend aus liquiden Mitteln belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 838 (Vorjahr TEUR 846) und veränderte sich somit um TEUR -8 (Vorjahr: TEUR -144). Neben der oben genannten Finanzierung war wie im Vorjahr keine weitere Fremdfinanzierung zu verzeichnen.

2.2.4 Mehrperiodendarstellung

2.2.5 Geschäftsergebnis und Vergleich mit den Prognosen aus dem Vorjahr Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft

Das Betriebsergebnis (EBIT) fällt ggü. dem Vorjahr (TEUR 8.180) mit TEUR 1.449 deutlich niedriger aus. Das im Vorjahr prognostizierte deutlich geringere Betriebsergebnis und die geringe Umsatzrendite und der niedrigere Umsatz sind somit eingetreten. Das Betriebsergebnis ist aus Sicht der Geschäftsführung nicht befriedigend.

2.2.6 Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind das Betriebsergebnis und die Umsatzrentabilität.

3. Darstellung der Chancen und Risiken sowie der voraussichtlichen Entwicklung 3.1 Risikobericht

Als Händler hat die Antalis GmbH kein nennenswertes Produkthaftungsrisiko. Dieses wird i.d.R. vom jeweiligen Lieferanten getragen.

Kein Einzelkunde hat einen so großen Anteil am Gesamtumsatz, als dass bei einem Verlust besondere Ertragseinbußen zu erwarten wären.

Der Erwerb und das Halten von Beteiligungen stellen grundsätzlich ein Risiko dar. Das Risiko im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags mit der Antalis Verpackungen GmbH zum Verlustausgleich in Anspruch genommen zu werden, schätzt die Geschäftsführung aus heutiger Sicht als gering ein. Bei der Antalis Macron GmbH ist im Jahr 2023 ein kleiner Gewinn erzielt worden. Darüber hinaus wurde im März 2024 mit Wirkung zum 1. Januar 2024 die Antalis Macron GmbH auf die Antalis GmbH verschmolzen. Mit der zum 1. Mai 2022 erworbenen BB Pack GmbH wurde im Dezember 2023 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Das Risiko im Rahmen dieses Ergebnisabführungsvertrags zum Verlustausgleich in Anspruch genommen zu werden, schätzt die Geschäftsführung aus heutiger Sicht als gering ein.

Dem Forderungsausfallrisiko wird durch ein ordentliches Management (Bonitätsprüfungen, Mahnwesen) Rechnung getragen. Zusätzlich benutzen wir eine Kreditversicherung. Dem allgemeinen Liquiditätsrisiko begegnen wir mit einer Konzernfinanzierung und dem Abschluss eines Factoringvertrages (siehe Punkt 2.2.3).

Darüber hinaus bestehen keine anderen wesentlichen oder bestandsgefährdeten Risiken.

Gesamtrisikosituation

Die Gesamtrisikosituation der Antalis GmbH setzt sich aus den genannten Einzelrisiken zusammen. Auf Grundlage der uns heute bekannten Informationen sowie unter Berücksichtigung ergriffener beziehungsweise geplanter Maßnahmen sind derzeit keine Risiken erkennbar, die einzeln oder gemeinsam bis mindestens Ende 2025 den Fortbestand der Gesellschaft gefährden.

3.2 Prognosebericht - voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft einschließlich der Chancen der künftigen Entwicklung

Wir erwarten weiterhin keine spürbare Belebung des Papiergeschäftes. Budgets für Papier- und Printprodukte werden weiterhin in Teilen an die Online-Kommunikation abwandern.

Aufgrund der politischen Unsicherheiten in Krisen- oder Kriegsregionen (insbesondere Ukraine) könnten sich auch außenpolitische Maßnahmen und Sanktionen auf das Geschäft auswirken. Darüber hinaus können sich geopolitische und wirtschaftliche Auswirkungen direkt in Kosten (z. B. Energiepreise) der Gesellschaft widerspiegeln. Diese negativen Auswirkungen auf unser Geschäft waren bis jetzt gering.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt geht die Geschäftsführung zwar von negativen wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund der verschiedenen Krisen und der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung aus, die jedoch nach gegenwärtiger Einschätzung keine Auswirkungen auf den Fortbestand der Gesellschaft haben werden.

Für 2024 erwarten wir leicht steigende Umsätze und ein deutlich niedrigeres Betriebsergebnis. Für 2025 erwarten wir aber wieder steigende Umsätze und ein höheres Betriebsergebnis.

4. Sonstige Angaben

Neben der Zentrale in Frechen verfügt die Gesellschaft zum 31.12.2023 über unselbständige Betriebsstätten in Hamburg, Halle, Fellbach und Augsburg.

 

Frechen, 8. November 2024

Antalis GmbH

Dieter Becker

Bernd Reckmann

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.124,13 39.469,79
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 33.344,69
3. Geleistete Anzahlungen 22.459,75 23.738,00
75.584,88 96.552,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.399,48 5,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 989.877,63 996.752,18
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 74.079,00
995.277,11 1.070.836,18
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 65.419.619,98 66.419.619,98
65.419.619,98 66.419.619,98
66.490.481,97 67.587.008,64
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.747,19 1.842,94
2. Waren 12.518.127,07 18.458.639,18
3. Geleistete Anzahlungen 109.902,46 110.136,57
12.629.776,72 18.570.618,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.628.357,99 3.464.161,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.488.230,25 18.286.711,68
3. Forderungen gegen Gesellschafter 2.650,61 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 8.305.757,46 5.691.464,30
37.424.996,31 27.442.337,16
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 837.682,22 845.598,90
50.892.455,25 46.858.554,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 94.982,92 102.626,02
117.477.920,14 114.548.189,41

Passiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.725.000,00 4.725.000,00
II. Kapitalrücklage 18.457.784,23 18.457.784,23
III. Gewinnvortrag 27.406.028,73 11.440.257,66
IV. Jahresüberschuss 20.580.923,48 15.965.771,07
71.169.736,44 50.588.812,96
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.063.239,00 1.109.307,00
2. Steuerrückstellungen 4.238.501,39 3.270.343,22
3. Sonstige Rückstellungen 4.952.230,19 5.951.158,79
10.253.970,58 10.330.809,01
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 102.862,99 6.433,81
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.316.629,64 7.320.015,67
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 855.356,51 40.166.232,17
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 25.844.022,46 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.634.660,07 5.650.603,19
davon aus Steuern EUR 453.536,23 (Vj. EUR 1.886.002,19)
35.753.531,67 53.143.284,84
D. Rechnungsabgrenzungsposten 300.681,45 485.282,60
117.477.920,14 114.548.189,41

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 136.862.035,73 174.716.142,97
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.531.644,08 1.389.897,82
138.393.679,81 176.106.040,79
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 105.816.770,73 135.184.938,07
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 647.096,19 766.135,73
106.463.866,92 135.951.073,80
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.700.253,47 9.805.354,88
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.795.364,16 1.778.481,68
davon für Altersversorgung EUR 90.353,74 (Vj. EUR 119.504,41)
11.495.617,63 11.583.836,56
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 302.675,82 260.831,69
302.675,82 260.831,69
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.682.547,04 20.130.105,64
18.682.547,04 20.130.105,64
136.944.707,41 167.925.847,69
7. Erträge aus Beteiligungen 10.000.000,00 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 10.000.000,00 (Vj. EUR 0,00)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 13.892.771,96 11.459.979,20
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 783.986,85 334.009,07
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 776.847,40 (Vj. EUR 328.026,77)
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 40.866,01
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.235.807,73 878.561,27
davon an verbundene Unternehmen EUR 1.915.139,73 (Vj. EUR 732.883,22)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 19.534,00 (Vj. EUR 20.130,00)
22.440.951,08 10.874.560,99
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.309.000,00 3.088.983,02
13. Ergebnis nach Steuern 20.580.923,48 15.965.771,07
14. Jahresüberschuss 20.580.923,48 15.965.771,07

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1) Allgemeine Angaben zur Gesellschaft und zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beachtung der §§ 238 ff. HGB und der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß den §§ 264 - 288 HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Tätigkeitsbereich der Antalis GmbH umfasst den Handel mit Kommunikationsmaterialien aller Art, insbesondere Papier, Verpackung, Werbematerialien und Zeichen und verwandten Produkten sowie die Erbringung von diesbezüglichen Dienstleistungen.

Die Antalis GmbH, Europaallee 19, 50226 Frechen, ist unter der Abteilung B, Nummer HRB 32654 beim Registergericht im Amtsgericht in Köln eingetragen, der Sitz der Gesellschaft ist Frechen.

Im Juli 2023 erfolgte eine Veränderung auf Gesellschafterebene innerhalb der Antalis Gruppe. Direkte Muttergesellschaft der Antalis GmbH ist seit diesem Zeitpunkt die Antalis S.A.S, Boulogne-Billancourt, Frankreich. Die vorherige Muttergesellschaft Antalis Participations S.A.S., Boulogne-Billancourt, Frankreich, wurde zum 4. Juli 2023 auf die Antalis S.A.S., Boulogne-Billancourt, Frankreich, verschmolzen. Aus diesem Grund ist der Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen bzw. gegen Gesellschafter nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar.

2) Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

2.1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (i.d.R. zwischen 3 und 8 Jahren) um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Dem Firmenwert wurde eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt, weil wir von einer entsprechenden Bestandsdauer ausgehen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (i.d.R. zwischen 3 und 14 Jahren bei den Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken und zwischen 3 und 15 Jahren bei den Anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung) vermindert. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig (pro rata temporis). Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 netto werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Sofern bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

2.2. Umlaufvermögen

Die Bestände des Vorratsvermögens werden durch eine permanente Inventur sowie eine Stichtagsinventur ermittelt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten inklusive der Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert.

Waren werden zu (durchschnittlichen) Anschaffungskosten inklusive der Anschaffungsnebenkosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden nach den Verhältnissen am Absatzmarkt ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nominalwert angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Zusätzlich wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Gesellschafter sind mit ihren Nominalwerten angesetzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten bilanziert.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennbetrag ausgewiesen.

2.3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

2.4. Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

2.5. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden von einem externen Gutachter, der MERCER Deutschland GmbH, Frankfurt am Main nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" berechnet. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt worden. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Berechnung wurde die Pauschalbewertung mit einem Rechnungszinssatz von 1,82 % (i. Vj. 1,79 %) - 10-Jahres-Durchschnitt - mit Berücksichtigung eines Rententrends von 2,00 % (i. Vj. 2,20 %) zugrunde gelegt. Von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bezüglich der angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren wurde Gebrauch gemacht.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

2.6. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

2.7. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

2.8. Latente Steuern

Zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz bestehen derzeit nahezu nur solche temporären Differenzen, die zu aktiven latenten Steuern führen. Dies gilt auch für die auf Ebene der Antalis GmbH zu berücksichtigenden Latenzposten der Organgesellschaften Antalis Verpackungen GmbH und Antalis Macron GmbH. Von dem Wahlrecht einer Aktivierung latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Die latenten Steuern beruhen auf Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bei der Bewertung des Firmenwertes und bei den Rückstellungen. Ferner führen bestehende körperschaftsteuerliche Verlustvorträge zu weiteren aktiven Steuerlatenzen; bei Zugrundelegung der Planungsrechnung gehen wir in den nächsten Jahren von einer deutlichen Reduktion aus.

Die Differenzen und steuerlichen Verlustvorträge wurden für die Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag mit einem Steuersatz von 15,825 % und für die Gewerbesteuer mit einem Steuersatz von 14,7 % bewertet.

2.9. Fremdwährungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

3) Angaben zur Bilanz

Die Gliederung der Erläuterungen folgt der Gliederung der Bilanz.

AKTIVA

A. Anlagevermögen

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, der Sachanlagen sowie der Finanzanlagen ist unter Angabe der Abschreibungen im Einzelnen im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

III. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

Eigenkapital 31.12.2023 Stammkapital TEUR Anteil % Ergebnis des Geschäftsjahres 2023
TEUR TEUR
Antalis Verpackungen GmbH, *) Leinfelden-Echterdingen 4.323 1.600 100 10.935
Antalis Macron GmbH, *) Frechen -855 325 100 15
BB Pack GmbH, *) Günthersleben-Wechmar 9.399 25 100 2.958
VMP Verbund mittelständischer Papiergroßhändler GmbH, Frechen **) 139 27 100 1

*) Mit der Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
**) Bei der VMP Verbund mittelständischer Papiergroßhändler GmbH handelt es sich um eine ruhende, inaktive Vorratsgesellschaft.

Bei der Beteiligung an der VMP Verbund mittelständischer Papiergroßhändler GmbH, Frechen, besteht eine Resteinzahlungsverpflichtung zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 13, die bislang nicht eingefordert und daher wie im Vorjahr mit der Beteiligung saldiert wurde. Der Buchwert wird inklusive aktivierter Anschaffungsnebenkosten ausgewiesen.

Die im Vorjahr unter den Finanzanlagen ausgewiesene Gesellschaft Printmate GmbH, Berlin, wurde zum 1. Mai 2023 auf die BB Pack GmbH, Günthersleben-Wechmar, verschmolzen.

B. Umlaufvermögen

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Grundsätzlich werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kreditversichert, unter anderem werden öffentliche Kunden sowie Kunden bis zu einer Kreditlinie von TEUR 5 nicht kreditversichert. Einzelwertberichtigungen wurden in Höhe von TEUR 5 (i. Vj. TEUR 7) und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von TEUR 4 (i. Vj. TEUR 3) gebildet.

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen in Höhe von TEUR 555 (i. Vj. TEUR 652) aus dem Lieferungs- und Leistungsaustausch sowie in Höhe von TEUR 25.934 (i. Vj. TEUR 17.635) aus den mit den Tochtergesellschaften Antalis Verpackungen GmbH und BB Pack GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsverträgen inklusive daraus resultierender Zinsforderungen (sonstige Forderungen). Sie haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Forderungen gegen Gesellschafter

Die Gesellschafterforderungen in Höhe von TEUR 3 resultieren im Wesentlichen aus Weiterberechnungen. Sie haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen den Gesellschafter bestanden im Vorjahr nicht (wir verweisen hierzu auf Abschnitt 1) zum Gesellschafterwechsel auf Konzernebene). Die Forderungen gegen Gesellschafter stellen ebenfalls Forderungen gegen verbundene Unternehmen dar.

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Lieferantenboni (TEUR 831, i. Vj. TEUR 1.403) und Forderungen gegen den Factor (TEUR 4.379, i. Vj. TEUR 4.080). Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 70 (i. Vj. TEUR 40) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Im Dezember 2021 wurde ein neuer Factoring Vertrag über den Verkauf von Forderungen mit der EUROFACTOR Credit Agricole Leasing & Factoring, Montrouge, Frankreich, abgeschlossen. Die Antalis GmbH hat zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.728 (i. Vj. TEUR 10.182) verkauft und in Höhe von TEUR 1.264 (i. Vj. TEUR 951) abgetreten. In diesem Zusammenhang ist auch das unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Kontokorrentkonto bei der ING Bank abgetreten und in den Forderungen gegen den Factor enthalten, der Saldo dieses Kontos beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 994 (i. Vj. TEUR 753).

III. Liquide Mittel

Innerhalb der liquiden Mittel ist ein Bankkonto mit einem Guthaben von TEUR 800 ausgewiesen, das für ausgestellte Garantien bei der Bank hinterlegt wurde.

C. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen im Voraus gezahlte Wartungskosten und Versicherungsleistungen.

PASSIVA

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr TEUR 4.725 und wird zu 100% von der Antalis S.A.S., Boulogne-Billancourt, Frankreich, gehalten. Wir verweisen hierzu ebenfalls auf die Allgemeinen Angaben unter Abschnitt 1) zum Gesellschafterwechsel auf Konzernebene.

B. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen sind zum 31.12.2023 mit TEUR 1.063 (i. Vj. TEUR 1.109) durch einen externen Gutachter nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet, sie entfallen auf insgesamt 20 Anspruchsberechtigte. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre und dem Ansatz der Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre i. H. v. 1,74 % (i. Vj. 1,45 %) beläuft sich auf TEUR 12 (i. Vj. TEUR 58) und ist grundsätzlich ausschüttungsgesperrt. Dem stehen ausreichende frei verfügbare Rücklagen zzgl. Jahresüberschuss und zzgl. Gewinnvortrag gegenüber. Eine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 20.581 (i. Vj. TEUR 15.966) besteht daher nicht. Auswirkungen der Änderungen des Rechnungszinssatzes werden im Personalaufwand ausgewiesen.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für Personalkosten (TEUR 1.065, i. Vj. TEUR 1.356), ausstehende Rechnungen (TEUR 1.170, i. Vj. TEUR 1.257) und übrige Positionen (TEUR 2.717, i. Vj. TEUR 3.338) gebildet.

Die Rückstellungen des Personalbereichs betreffen am Bilanzstichtag Gratifikationen und Provisionen in Höhe von TEUR 713 (i. Vj. TEUR 1.050).

Die übrigen Positionen enthalten zum Ende des Jahres 2023 Rückstellungen für noch nicht erstellte Bonusgutschriften an Kunden in Höhe von TEUR 1.714 (i. Vj. TEUR 2.517).

Die sonstigen Rückstellungen enthalten zum Bilanzstichtag 31.12.2023 langfristige Rückstellungen i. H. v. TEUR 181 (i. Vj. TEUR 170), für welche nach den Vorschriften des BilMOG zum 01.01.2010 eine Abzinsungspflicht besteht (vgl. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Es wurde vom Beibehaltungswahlrecht des Art. 67 Abs. 1, S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht. Zum 01.01.2010 errechnete sich auf Grund der nicht erfolgten Abzinsung eine Überdeckung der Rückstellungsposition in Höhe von ursprünglich TEUR 41, welche zum 31. Dezember 2023 noch TEUR 5 betrug (Vorjahr: TEUR 4).

C. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch handelsübliche Eigentumsvorbehalte besichert.

3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 682, i. Vj. TEUR 1.466). Sonstige Verbindlichkeiten aus einem kurzfristigen Darlehen inklusive der Zinsverbindlichkeiten aus diesem Darlehen bestanden zum Bilanzstichtag nicht (i. Vj. TEUR 38.375) (wir verweisen hierzu auf Abschnitt 1) zum Gesellschafterwechsel auf Konzernebene).

4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter entfallen in Höhe von TEUR 582 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 25.262 auf sonstige Verbindlichkeiten aus einem kurzfristigen Darlehen inklusive der Zinsverbindlichkeiten aus diesem Darlehen. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestanden im Vorjahr nicht (wir verweisen hierzu auf Abschnitt 1) zum Gesellschafterwechsel auf Konzernebene). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter stellen ebenfalls Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar.

D. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag für Marketingprojekte.

4) Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Erläuterungen folgt der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr betrugen TEUR 136.862 (i. Vj. TEUR 174.716).

Die Umsatzerlöse, die im Wesentlichen im Markt für kommunikationsunterstützende Materialien erzielt werden, entfallen wie im Vorjahr überwiegend auf inländische Kunden (ca. 94 %, i. Vj. ca. 93 %) und nur zu einem geringen Teil auf Kunden aus der EU oder Drittländern, wobei ausschließlich in EUR abgerechnet wird.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 705 (i. Vj. TEUR 490). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und um die Erträge aus bereits abgeschriebenen Forderungen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind weiterhin Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 15 (i. Vj. TEUR 109) enthalten.

3. Materialaufwand

Im Materialaufwand sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 166 (i. Vj. TEUR 297) enthalten. Sie entfallen im Wesentlichen auf erhaltene Boni für das vorangegangene Geschäftsjahr.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr keine Restrukturierungsaufwendungen enthalten (i. Vj. TEUR 35).

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 150 (i. Vj. TEUR 53) ausgewiesen. Sie resultieren unter anderem aus Forderungsverlusten (TEUR 106, i. Vj. TEUR 31).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind weiterhin Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 58 (i. Vj. TEUR 117) enthalten.

12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Geschäftsjahr keine periodenfremden Beträge enthalten (i. Vj. TEUR 23).

5) Sonstige Angaben

5.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen zum Bilanzstichtag aus Bestellobligo in Höhe von TEUR 18.574 (i. Vj. TEUR 14.059), darin enthalten ist ein Bestellobligo gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 12 (i. Vj. TEUR 5).

Ferner bestehen zum Bilanzstichtag folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus:

Fälligkeit gegliedert nach Restlaufzeiten
bis zu 1 Jahr von 1 bis 5 Jahren von mehr als 5 Jahren 2023 Summe 2022 Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
a) Mietverträgen 2.785 5.012 0 7.797 10.321
b) Leasingverträgen 218 53 0 271 535
3.003 5.065 0 8.068 10.856

5.2. Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB

Innerhalb der liquiden Mittel ist ein Bankkonto mit einem Guthaben von TEUR 800 ausgewiesen, das für ausgestellte Garantien bei der Bank hinterlegt wurde.

Wir beurteilen die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen als gering, da sich aus dem bisherigen Zahlungsverhalten dafür keine Anhaltspunkte ergeben.

5.3. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer der Antalis GmbH im Geschäftsjahr 2023 waren Herr Dieter Becker (Kaufmann), Herr Bernd Reckmann (Kaufmann) und Herr Herve Poncin (Kaufmann). Herr Poncin hat sein Amt als Geschäftsführer zum 15. Dezember 2023 niedergelegt.

Die Personen sind als Geschäftsführer ohne spezifischen Tätigkeitsbereich hauptberuflich jeweils für alle typischen Aufgaben eines Geschäftsführers zuständig. Die Angabe eines tatsächlich ausgeübten Berufs innerhalb der Antalis GmbH gem. § 285 Nr. 10 HGB ist insoweit nicht möglich.

Bezüglich der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da nicht alle Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

5.4. Mitarbeiter

Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt ohne Geschäftsleitung und Auszubildende:

2023
Gewerbliche Arbeitnehmer: 22
Angestellte: 136
Summe: 158

5.5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar gem. § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangabe des Konzernabschlusses der Antalis GmbH, Frechen, enthalten.

5.6. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen unter Beachtung des Dealing at Arms Length Prinzip vereinbart.

5.7. Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Die Antalis GmbH unterliegt mit Akquisition der Antalis Verpackungen GmbH der Konzern- Rechnungslegung nach § 290 ff HGB. Die Antalis GmbH wird als Mutterunternehmen zum 31.12.2023 einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufstellen und diese im Unternehmensregister veröffentlichen.

Direkte Muttergesellschaft zum Bilanzstichtag ist die Antalis S.A.S., Boulogne-Billancourt, Frankreich (registriert in Nanterre). Alle genannten Gesellschaften werden im Geschäftsjahr im Konzernabschluss der KPP GROUP HOLDINGS CO., LTD. (KPP), Tokio, Japan (kleinster und zugleich größter Konsolidierungskreis) konsolidiert. Der Konzernabschluss der KPP GROUP HOLDINGS CO., LTD., Tokio, Japan, für das Geschäftsjahr 2023 / 2024 wurde nach den Vorschriften des JGAAP aufgestellt. Der Konzernabschluss der KPP Tokio, Japan, ist beim "EDI- NET" (Japanisches Firmenregister) unter der Nummer E02516 erhältlich.

5.8. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 20.581 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

5.9. Nachtragsbericht - Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von Bedeutung, die nach Ende des Geschäftsjahres 2023 eingetreten sind und die einen wesentlichen Einfluss auf die im Jahresabschluss ausgewiesene Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, gab es im Zeitpunkt der Berichterstattung nicht.

Die Tochtergesellschaft Antalis Macron GmbH wurde zum 1. Januar 2024 auf die Antalis GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde am 15. März 2024 im Handelsregister Köln eingetragen.

Im August 2024 wurde ein neuer Factoring Vertrag über den Verkauf von Forderungen mit der EUROFACTOR Credit Agricole Leasing & Factoring, Montrouge, Frankreich, abgeschlossen. Dieser Vertrag ersetzt den ebenfalls mit der EUROFACTOR Credit Agricole Leasing & Factoring, Montrouge, Frankreich, im Dezember 2021 abgeschlossenen Vertrag.

Im Übrigen verweisen wir auf unsere Aussagen im Lagebericht.

 

Frechen, 8. November 2024

Antalis GmbH

Dieter Becker

Bernd Reckmann

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.014.164,80 7.952,57 0,00 23.738,00 6.045.855,37
2. Geschäfts- oder Firmenwert 29.569.269,36 0,00 0,00 0,00 29.569.269,36
3. Geleistete Anzahlungen 23.738,00 22.459,75 0,00 -23.738,00 22.459,75
35.607.172,16 30.412,32 0,00 0,00 35.637.584,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.658,66 5.711,80 0,00 0,00 19.370,46
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.656.766,33 170.106,57 265.209,81 74.079,00 6.635.742,09
3. Geleistete Anzahlungen 74.079,00 0,00 0,00 -74.079,00 0,00
6.744.503,99 175.818,37 265.209,81 0,00 6.655.112,55
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 68.458.406,21 0,00 1.000.000,00 0,00 67.458.406,21
68.458.406,21 0,00 1.000.000,00 0,00 67.458.406,21
110.810.082,36 206.230,69 1.265.209,81 0,00 109.751.103,24
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.974.695,01 18.036,23 0,00 5.992.731,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 29.535.924,67 33.343,69 0,00 29.569.268,36
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
35.510.619,68 51.379,92 0,00 35.561.999,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.653,66 317,32 0,00 13.970,98
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.660.014,15 250.978,58 265.128,27 5.645.864,46
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
5.673.667,81 251.295,90 265.128,27 5.659.835,44
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.038.786,23 0,00 0,00 2.038.786,23
2.038.786,23 0,00 0,00 2.038.786,23
43.223.073,72 302.675,82 265.128,27 43.260.621,27
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.124,13 39.469,79
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 33.344,69
3. Geleistete Anzahlungen 22.459,75 23.738,00
75.584,88 96.552,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.399,48 5,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 989.877,63 996.752,18
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 74.079,00
995.277,11 1.070.836,18
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 65.419.619,98 66.419.619,98
65.419.619,98 66.419.619,98
66.490.481,97 67.587.008,64

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Antalis GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Antalis GmbH, Frechen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Antalis GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 10. Januar 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Senghaas, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses der Antalis GmbH für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr erfolgte am 24.01.2025.

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