Beco Metallteile-Handels GmbH
Robert-Bosch-Straße 10, 78549 Spaichingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Witt seit 25.4.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Martin Bertsch | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Beco Metallteile-Handels GmbHSpaichingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BECO Metallteile-Handels GmbH, Spaichingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BECO Metallteile-Handels GmbH, Spaichingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BECO Metallteile-Handels GmbH, Spaichingen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Villingen-Schwenningen, den 31. Juli 2023 Allgemeine
Wirtschaftstreuhand und Revisionsgesellschaft mbH
gez. Horstmann, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Grundsätze der Rechnungslegung 1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluß der Firma Beco Metallteile-Handels GmbH, Spaichingen, für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches i.d.F. des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Gemäß § 264 Abs. 1a HGB ergeben sich folgende Angaben:
2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Die Gegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die planmäßigen Abschreibungen nach Maßgabe der jeweiligen steuerlich zulässigen Höchstsätze und unter Anwendung der degressiven bzw. linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Die Abschreibungen erfolgen gemäß R 7.4 Abs. 2 EStR im Zugangsjahr zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter i.S.d. § 6 Abs. 2 EStG werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, wobei in dem auf den Zugang folgenden Jahr ein Abgang unterstellt wird. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt mit den Anschaffungskosten. Die Bewertung der Vorräte an Waren erfolgt mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen. Die Bewertung erfolgt zum Bilanzstichtag mit dem gewogenen Durchschnittspreis. Für ungängige und technisch veraltete Vorräte werden entsprechende Bewertungsabschläge vorgenommen. Auf der anderen Seite hat die Gesellschaft sich gegenüber einigen Kunden verpflichtet, bestimmte Artikel vorzuhalten, nicht nur im Rahmen der Lieferbereitschaft, sondern auch als Ersatzteile. Zwangsläufig führt die Verpflichtung insoweit zu Altbeständen, mit Ersatzteilcharakter. Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Andere Gegenstände des Umlaufvermögens Die sonstigen Gegenstände des Umlaufvermögens, insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Höhe auf den Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet, die aktivisch vom Forderungsbestand abgesetzt wurden. Rechnungsabgrenzungsposten Die auf der Aktivseite ausgewiesenen Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen dem Nominalwert der vor dem Abschlussstichtag angefallenen Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften abzudecken. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zu ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. II. Sonstige Angaben zum Jahresabschluß 2022 Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens zu Bruttowerten in der Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022 verweisen wir auf die beigefügte Darstellung. Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind wie folgt fällig:
Fremdwährungsumrechnungen Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, sind entsprechend der Regelung des § 256 a HGB zum Abschlussstichtag umgerechnet worden. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und beinhalten u.a. Beträge für Gewährleistungen, Urlaubsansprüche, Aufbewahrungsaufwendungen und Abschlußkosten. III. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus den Pachverträgen über die Betriebsgelände fallen bis ins Jahr 2027 folgende Aufwendungen an:
Bürgschaft Die Gesellschaft hat eine betragsmäßige Bürgschaft in Höhe von € 1.145.150,00 für Verbindlichkeiten anderer Kreditnehmer bei der Kreissparkasse Tuttlingen abgegeben. Beschäftigte Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2021 und 2022 im Durchschnitt folgende Mitarbeiter:
Geschäftsführer Geschäftsführer ist Herr Martin Bertsch, Spaichingen. Organbezüge Auf die Angabe der Bezüge gemäß § 285 Nr. 9 a HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Geschäftsführer schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuß in Höhe von € 378.025,36 mit dem Gewinnvortrag in Höhe von € 473.434,21 mit dann € 851.459,57 auf neue Rechnung vorzutragen.
Spaichingen, im Juli 2023 Beco Metallteile-Handels GmbH gez. Martin Bertsch, Geschäftsführer Hinweis nach § 325 Abs. 1 sowie § 328 Abs. 1a S.1 HGB Vorstehender Jahresabschluss wurde durch die Gesellschafterversammlung am 18. August 2023 festgestellt. Der Ergebnisverwendungsbeschluss entspricht vorstehendem Ergebnisverwendungsvorschlag. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022der BECO Metallteile-Handels GmbHA. Darstellung des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses Die Weltwirtschaft steht vor einer Reihe von Herausforderungen, die auch das Jahr 2023 prägen werden. Die Inflation ist so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Russlands Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 und die anhaltende COVID- 19-Pandemie belasten die wirtschaftlichen Aussichten zusätzlich. Flankiert werden die bestehenden Krisen von zunehmenden Erwartungen der Marktteilnehmer einer Rezession in Deutschland. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland und Europa im Jahr 2023 entspannen wird. Im Jahr 2022 erreichte die Inflationsrate ein bisheriges Rekordniveau im vereinten Deutschland von 10,4 % im Oktober 2022. Damit stieg die Rate im Oktober 2022 um 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat (September: +10,0 %). Für November 2022 schätzt das Statistische Bundesamt einen Rückgang um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat. Diese hohe Inflationsrate wurde besonders beeinflusst durch Lieferengpässe, dem deutlichen Preisanstieg über alle Wertschöpfungsstufen hinweg und den zunehmenden Preisen für Mineralölprodukte und andere energieerzeugende Rohstoffe, die durch den Krieg in der Ukraine weiter verstärkt werden. Der EZB-Rat geht davon aus, dass die Inflation wieder sinkt, wenn die derzeitigen Inflationstreiber mit der Zeit nachlassen und die Normalisierung der Geldpolitik auf die Wirtschaft und die Preisbildung durchschlägt. Problematisch wird jedoch, die Inflation allein mit geldpolitischen Instrumenten der EZB in den Griff zu bekommen. Derzeit rechnet die EZB mit durchschnittlichen Inflationsraten von 8,1 % für 2022, 5,5 % für 2023 und 2,3 % für 2024. Die Folgewirkungen der Inflation werden auch bei den Leitzinsen der EZB deutlich. Seit dem 02.11.2022 gilt für den Euroraum ein Leitzins von 2,0 % (Hauptrefinanzierungsgeschäft), der höchste Leitzins seit Februar 2009. Auf Grundlagen der aktuellen Einschätzungen des EZB-Rats waren und sind weitere Anhebungen vor dem Hintergrund der hohen Inflation nicht ausgeschlossen. Marktakteure sahen noch zum Ende des Jahres 2022 einen Leitzins bei 2,5 % oder mehr, was einen weiteren Zinsschritt von 0,5 Prozentpunkten bedeuten würde. Auch bei dem für die Unternehmensbewertung relevanten Basiszinssatz lassen sich ähnliche Veränderungen feststellen. In Deutschland hat sich der relevante risikolose Basiszinssatz auf 1/10-Prozentpunkte gerundet allein im Jahr 2022 bisher verzwanzigfacht. Zum 01.01.2022 lag der risikolose Basiszinssatz noch bei 0,1 %, zum 01.12.2022 stieg dieser auf 2,0 % an. Im Dezember 2022 ist wieder ein leicht rückläufiges Basiszinsniveau zu beobachten. Eine mögliche Ursache für den Rückgang des Basiszinssatzes könnte sein, dass die Marktteilnehmer die Effekte der hohen Inflationsraten bereits eingepreist haben und zwischenzeitlich die drohenden Auswirkungen einer möglichen Rezession in Deutschland und dem gesamten Euroraum die Renditen für Staatsanleihen belasten. Trotz des Krieges in der Ukraine und der drastisch gestiegenen Energiepreise hat sich die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen 2022 als widerstandsfähig erwiesen. Das BIP ist im dritten Quartal 2022 preis-, saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem zweiten Quartal 2022 um 0,4 % gestiegen. Für das vierte Quartal 2022 rechnete das Statistische Bundesamt, dass kein tiefer Einbruch der deutschen Wirtschaft zu erwarten ist. Die konjunkturelle Stimmung in Deutschland ist hingegen trotz des leichten Wirtschaftswachstums insgesamt pessimistisch. Der Energiepreisschock infolge der Reduzierung der russischen Gaslieferungen kam immer mehr in der Breite der deutschen Volkswirtschaft an und sorgte unter anderem dafür, dass viele Produktionsprozesse unrentabel wurden und die Nachfrage zurückging. Insgesamt wird die deutsche Wirtschaft weiterhin durch die steigende Inflation, die anhaltenden hohen Energiepreise und die damit verbundenen Kaufkraftverluste belastet. Sowohl die Geschäftserwartungen der Unternehmen als auch das Konsumklima liegen nach wie vor auf Tiefständen. Das Ifo-Institut erwartet im kommenden Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 % im Vergleich zum Jahr 2022, die Bundesregierung rechnet mit einem Rückgang von 0,4 %. Unternehmen sollten sich darauf einstellen, dass für das Jahr 2023 die Folgen der aktuellen Krisen in einer Rezession münden könnten und insgesamt ein Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung eintreten könnte. Insbesondere bei der Erstellung von Budgets respektive Planungsrechnungen, bspw. für Zwecke von Unternehmensbewertungen oder auch bei der Erstellung von Fortführungsprognosen im Zusammenhang mit Abschlussprüfungen für zum 31.12.2022 endende Geschäftsjahre, muss den allgemeinen wirtschaftlichen Aussichten für das anstehende Geschäftsjahr 2023 Rechnung getragen werden. 1. Wirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung Entwicklungstendenzen Die deutsche Wirtschaft ist gut durch die beiden Coronawellen im zurückliegenden Winterhalbjahr gekommen. Nach einem leichten Rückgang um 0,3 % im Schlussquartal 2021, konnte die Wirtschaftsleistung bereits im ersten Quartal 2022 wieder zulegen und lag zuletzt noch knapp ein Prozent unter ihrem Vorkrisenwert von Ende 2019. Damit legte die konjunkturelle Erholung eine vorübergehende Pause ein. Bereits ab Januar nahm die Konjunktur in den kontaktintensiven Dienstleistungsbereichen wieder an Fahrt auf und trug im ersten Quartal maßgeblich zum Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion um 0,2 % bei. Auch die Bauwirtschaft startete kräftig ins Jahr und profitierte von vollen Auftragsbüchern und einem milden Winter. Im Verarbeitenden Gewerbe hingegen stagnierte die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal. Hier machten sich bereits erste Folgen des Krieges in der Ukraine bemerkbar. So brachen im März die Ausfuhren nach Russland als Folge der Sanktionen ein. Für sich genommen reduzierten sich dadurch die gesamtdeutschen Warenexporte um 1,2 % innerhalb eines Monats. Zudem verschärfte der Krieg die Engpässe bei der Lieferung von Rohstoffen und Vorprodukten, unter denen die Industrie bereits seit dem vergangenen Jahr leidet. Vor allem die Automobilindustrie musste deshalb im März vorübergehend die Produktion drosseln. Schließlich trieben die Engpässe sowie kräftig gestiegene Energiepreise die Produktionskosten und damit die Erzeugerpreise spürbar nach oben. In der Folge nahmen seit Jahresbeginn die Auftragseingänge der Industrieunternehmen ab. Auch die Konsumkonjunktur zeigt erste Spuren der hohen Inflationsraten. Der Anstieg der Verbraucherpreise erreichte im Mai 7,9 %. Neben Energie verteuerten sich in den vergangenen Monaten vor allem Nahrungsmittel spürbar. Aber auch die Preise der übrigen Waren und Dienstleistungen legten mit weit überdurchschnittlichen Raten zu. Der damit verbundene Kaufkraftverlust der privaten Haushalte hat sich zu Jahresbeginn in einem rückläufigen Warenkonsum niedergeschlagen. Dank eines spürbaren Anstiegs der Ausgaben für Dienstleistungen hat allerdings der private Konsum insgesamt im ersten Quartal stagniert. Hier schlugen sich das Abflauen der Coronawelle und die damit einhergehende Normalisierung des Ausgabeverhaltens der privaten Haushalte nieder. Besonders der Ukrainekrieg belastet die Perspektiven von Wirtschaft und Verbrauchern. Die aufgrund des Krieges stark gestiegenen Energiepreise drücken auf die Stimmung der Konsumenten und lassen die Geschäftserwartungen der Unternehmen sinken. Im Winter droht Gas knapp zu werden, was zu weiterer Verunsicherung beiträgt. Die deutsche Wirtschaft wächst kaum. Aller Verunsicherung zum Trotz ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal überraschend gewachsen. Mit einem Wachstum von 0,1 % zum Vorquartal hat die deutsche Volkswirtschaft damit das Vorkrisenniveau des vierten Quartals 2019 erreicht. Gegenüber dem Vorjahr konnte das deutsche BIP immerhin um 1,8 % zulegen. Gestützt wurde die Wirtschaft dabei vor allem von privaten und staatlichen Konsumausgaben. Konsumenten haben die Aufhebung vieler pandemiebedingter Einschränkungen genutzt, um unter anderem wieder häufiger auszugehen oder zu reisen. Während auch die Investitionsausgaben zuletzt wieder gestiegen sind, gingen die Bauinvestitionen mit -3,4% deutlich zurück. Der Blick auf die nächsten Quartale lässt allerdings nur geringen Spielraum für Optimismus. Hatten Analysten Anfang 2022 noch gehofft, dass Deutschland die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie endlich hinter sich lassen würde, wurden die Prognosen für das deutsche Wachstum fortlaufend nach unten korrigiert. So erwartete der Internationale Währungsfonds im Januar ein BIP- Wachstum von 3,8 Prozent für das Jahr 2022. Im April verringerte der IWF seine Prognose auf 2,1 Prozent und im Juli auf nur noch 1,2 Prozent. Die Unternehmen reagieren auf steigende Energiepreise. Sowohl die Geschäftserwartungen als auch die Einschätzung der aktuellen Lage gaben nach. Sorgen bereiten den Unternehmen insbesondere die steigenden Energiepreise. Laut einer Umfrage des DIHK plant mehr als jedes siebte Unternehmen, seine Produktion wegen der hohen Energiepreise zu reduzieren, oder hat bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen. Bei energieintensiven Unternehmen ist es sogar fast jedes dritte Unternehmen. Neben den steigenden Energiepreisen belastet vor allem ein drohender Energiemangel die Aussichten der Unternehmen. Zwar zeigen Untersuchungen, dass Deutschland auf Erdgasimporte aus Russland verzichten kann, ohne die Gasversorgung von Industrie oder Privathaushalten unterbrechen zu müssen. Dazu müsste der Gesamtverbrauch von Erdgas jedoch um 20% gesenkt werden. Und nicht nur Energie ist ein knappes Gut: Im Juli 2022 meldeten in einer Umfrage des ifo-Instituts fast drei von vier befragten Unternehmen Engpässe bei der Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten. Gründe für diese Beschaffungsprobleme sind die grundsätzliche Knappheit bei elektronischen Komponenten sowie die weiterhin bestehenden Probleme in der weltweiten Logistik, insbesondere im Schiffsverkehr. Neben der Rohstoffknappheit führt auch der Fachkräftemangel dazu, dass immer mehr Unternehmen ihre Geschäfte einschränken müssen. Im Juli 2022 waren laut ifo-Institut rund die Hälfte aller Unternehmen in Deutschland davon betroffen. Dabei wird der Dienstleistungssektor am stärksten vom Fachkräftemangel geplagt. Die hohe Inflation drückt auf die Stimmung der Verbraucher. Die Knappheit an Vorprodukten spiegelt sich in gestiegenen Erzeugerpreisen wider. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Kosten für Vorleistungsgüter im Juni 2022 um 22,3 Prozent gestiegen, die Energiepreise sogar um 86,1 Prozent. Zum Teil sind die gestiegenen Erzeugerpreise schon bei den Verbrauchern angekommen, die Inflation erreichte in den Monaten März bis Juli mit Werten zwischen sieben und acht Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten neue Höhen. Allerdings wurde sie zuletzt durch staatliche Maßnahmen wie den Tankrabatt und das 9-Euro-Ticket gedämpft und die Erhöhungen der Großhandelspreise für Gas wurden noch nicht an die Kunden weitergegeben. Wenn die Maßnahmen im September ausgelaufen sind und Gaspreise auch für Endverbraucher erhöht werden, wird die Inflation einen neuen Schub erhalten. Die hohen Preise drücken, gepaart mit der angespannten Wirtschaftslage, auf die Stimmung der Verbraucher: Der GfK-Konsumklima-Index, der die Konsumneigung der deutschen Privathaushalte misst, fiel im Juli 2022 auf ein Rekordtief von -27,7 Punkten und war damit sogar niedriger als in der ersten Coronawelle. Die Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft und Politik bleiben groß. Nach einem schwierigen ersten Halbjahr für die deutsche Wirtschaft sind auch die Aussichten für das zweite Halbjahr herausfordernd. Aller Voraussicht nach wird der Ukrainekrieg Unternehmen und Verbraucher weiter belasten, insbesondere der Strom- und Gasmarkt stehen vor einem weiteren Preisschub, es könnte sogar ein Energiemangel drohen. Die Inflation wird hoch bleiben und die EZB wird mit weiteren Zinsschritten darauf reagieren, was die Konjunktur zusätzlich dämpfen kann. Die USA, ein wichtiger Absatzmarkt für Deutschland, verzeichneten in den beiden ersten Quartalen 2022 ein leichtes Negativwachstum. Saisonal bedingt und eventuell auch durch das Aufkommen neuer Varianten wird sich auch die Corona- Lage vermutlich wieder verschlechtern und die deutsche Wirtschaft belasten. Es gibt aber auch Nachrichten, die Mut machen: Viele deutsche Unternehmen bauen auf gute Geschäfte 2021 und im ersten Halbjahr 2022 auf. Ihre Auftragsbücher sind voll und die meisten Unternehmen suchen Personal und bauen unterm Strich keine Beschäftigung ab. Liquidität ist vorhanden, eine Kreditklemme ist nicht zu befürchten. Außerdem zeichnet sich eine vorsichtige Entspannung bei den Lieferengpässen ab und etliche Unternehmen haben ihre Prozesse bereits an knappes Gas angepasst. Mit seiner Stärke in Klimatechnologien ist Deutschland zudem für zukunftsträchtige Exporte gut aufgestellt und die zusätzlichen Verteidigungsausgaben werden ebenfalls Impulse für die Wirtschaft setzen. Als Land mit engen internationalen Wirtschaftsverflechtungen hat Deutschland von der Globalisierung enorm profitiert. Angesichts der sich abzeichnenden geopolitischen Blockbildung erscheint es daher wichtig, dass Deutschland seine Interessen klar definiert und vertritt. Dies kann nur im Schulterschluss mit den internationalen Partnern gelingen. Einseitige wirtschaftliche Abhängigkeiten - wie im Falle der Energieabhängigkeit von Russland - sind durch Diversifizierung von Lieferländern und Absatzmärkten abzubauen. Auf politischer Ebene ist abzuwarten, ob und wann es eine politische Lösung des Ukrainekrieges gibt - im Moment scheint diese in weiter Ferne zu liegen. Innenpolitisch stellt sich die Frage, wie die deutsche Gesellschaft auf weiter steigende Energiepreise und die politischen Apelle zum Energiesparen reagieren wird. Eine Mehrheit der Bevölkerung ist zu Einschnitten bereit, doch ein Erstarken der politischen Ränder ist nicht auszuschließen. Anlass zur Sorge gibt die politische Entwicklung in den USA, einem der wichtigsten Wirtschaftspartner Deutschlands. Dort ist die Gesellschaft gespalten, ähnlich wie in manchen europäischen Ländern. Die anstehenden Wahlen in den USA und in Italien können deshalb richtungsweisend sein. Die mangelnde Geschlossenheit der EU bleibt eine politische Herausforderung. Schließlich droht noch die Gefahr einer verstärkten Konfrontation zwischen den USA und China. Krisenherde, die auf die deutsche Konjunktur in der Zukunft Einfluss haben können, gibt es weltweit also reichlich. Umfang der M+E Industrie Die Metall- und Elektroindustrie ist mit einem Jahresumsatz von 1,4 Billionen Euro die größte Industriebranche Deutschlands. Rund zwei Drittel der industriellen Wertschöpfung werden hier erbracht. Über die Hälfte des Umsatzes wird im Ausland erwirtschaftet. Grundlage dafür sind hohe Investitionen in neue Maschinen, Anlagen, IKT sowie Forschung, Entwicklung und InnovationenProduktion: Nach einem schwachen März konnte die Produktion auch im April nicht wieder auf einen Erholungskurs zurückkehren. Vor allem Produktionsbehinderungen durch fehlende Vorprodukte und Teile sorgten erneut für ein deutliches Minus von 4,4 Prozent. Besonders betroffen waren die Metallverarbeitung und der Maschinenbau, die jeweils mehr als sieben Prozent verloren. Lediglich der Fahrzeugbau konnte sich - auf einem sehr niedrigen Niveau - leicht behaupten. Zu den Spitzenwerten des Vorkrisenjahres 2018 fehlen damit immer noch weit mehr als zehn Prozent, das Aufholen des pandemiebedingten Gesamtrückgangs rückt weiter in die Ferne. Selbst das Niveau von 2015 ist noch nicht wieder erreicht. Beschäftigung: Über 7.000 Firmen mit fast 2,5 Mio. Beschäftigten sind in den Mitgliedsverbänden von Gesamtmetall organisiert. Gesamtmetall und seine Mitgliedsverbände unterstützen die Unternehmen darin, die für sie beste Lösung bei den Arbeitsbedingungen zu finden - egal, ob durch Firmentarife, einzelvertragliche Regelungen oder Flächentarif. Über 25.000 meist mittelständische M+E-Betriebe mit fast 4 Mio. Beschäftigten sichern den Wohlstand in vielen Regionen Deutschlands. 98 % der Betriebe mit 65 % aller Beschäftigten haben weniger als 1.000 Mitarbeiter. Krankenstand und Verdienste: In den letzten Jahren nahm der Krankenstand in der M+E-Industrie - wie in anderen Branchen auch - kontinuierlich zu. Die Corona-Krise bremste die Krankschreibungen etwas. 2022 wurde allerdings ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr auf einen neuerlichen Rekordwert verzeichnet. Auch zu Beginn des Jahres 2023 blieben die Krankmeldungen auf hohem Niveau. M+E-Beschäftigte verdienen überdurchschnittlich gut. Zuzüglich zu einer monatlichen Grundvergütung von über 4.500 € erhalten Arbeitnehmer im Durchschnitt fast zwei Monatsgehälter extra in Form von Sonderzahlungen. Diese setzen sich aus sonstigen Bezügen wie Prämien, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Überstundenvergütung, Zulagen und Entgeltumwandlung zusammen. Die M+E-Industrie setzt auf gut qualifizierte Beschäftigte. Fast 90 % haben einen Berufs- oder Hochschulabschluss. Unbefristete, SV-pflichtige Vollzeitstellen sind der Normalfall. Beschäftigte über 60 Jahre werden immer wichtiger. Konjunktur: Die M+E-Industrie hat sich 2022 sehr konträr entwickelt. Hintergrund war der Krisenmix aus Lieferengpässen, Ukraine-Krieg und Energiekrise sowie der hohen Inflation. Produktion und Absatz blieben trotz Erholung unter dem Niveau von 2018. Die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden stieg aufgrund von Kurzarbeit und Krankenstand weniger als die Beschäftigtenzahl, während die Entgeltsumme einen neuen Rekordwert erreichte. Arbeitskosten und Lohnstückkosten nahmen dadurch wieder zu. Arbeitskosten: Deutschland ist ein Hochkostenstandort. Neben Steuern und Energie gilt dies auch für die Arbeitskosten, die durch sehr niedrige Jahresarbeitszeiten und hohe Lohnnebenkosten zusätzlich verteuert werden. Im Durchschnitt sind nur 60 % der Arbeitskosten Entgelt für geleistete Arbeit. 27 % der Personalkosten sind wiederum gesetzlich bedingt, u. a. durch Feiertage, Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung und Entgeltfortzahlungen im Krankheitsfall. Arbeitsmarkt: Arbeitskräfteengpässe und demografische Entwicklung spiegeln sich auch in der M+E-Industrie wider. Bereits heute fehlen über 300.000 MINT- Fachkräfte in Deutschland. Da aktuell die geburtenschwachen Jahrgänge in den Arbeitsmarkt eintreten, erhöhte sich die Anzahl unbesetzter Ausbildungsstellen in M+E-Berufen auf über 14.000. Mit dem Austritt der Boomer-Generation drohen sich die Fachkräfteengpässe weiter zu verschärfen. In der Tarifrunde 2022 wurde eine Erhöhung der Entgelttabellen um 5,2 % zum 01.06.2023 und um 3,3 % zum 01.05.2024 vereinbart. Hinzu kommt eine steuer - und sozialabgabenfreie Inflationsausgleichsprämie in Höhe von insgesamt 3.000 €, die in zwei Tranchen aufgeteilt wurde, dabei aber sehr flexibel ausgestaltet werden kann. Die Laufzeit beträgt 24 Monate. Entwicklung 2022: Die deutsche Wirtschaft schrumpft seit Ende vergangenen Jahres, nachdem sie sich bis in den Spätsommer hinein noch recht kräftig erholte. Zwar verlieren die Angebotsschocks, die die Produktionskapazitäten als Folge der Corona- und Energiekrise spürbar einschränkten, allmählich an Bedeutung. Allerdings schwächt sich seit dem Herbst zunehmend die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen ab. Zum einen dämpft die verhaltene Entwicklung der globalen Konjunktur das deutsche Exportgeschäft. Zum anderen belasten die hohen Inflationsraten die Konsum- und Baukonjunktur durch eine sinkende Kaufkraft und erheblich gestiegene Finanzierungskosten. Die Teuerung hat im Verlauf des vergangenen Jahres zunehmend an Breite gewonnen und verharrt seit einigen Monaten auf historischen Höchstständen. Während sich der direkte Beitrag der Energiepreise seit dem Herbst allmählich abschwächt, hat die Inflation bei allen anderen Waren und Dienstleistungen kontinuierlich zugenommen und im Februar 7,6 % erreicht. Neben den gestiegenen Produktionskosten, die von den Unternehmen an die Verbraucher weitergegeben wurden, trugen dazu auch eine spürbare Ausweitung der Gewinnmargen in einigen, insbesondere konsumnahen Wirtschaftsbereichen bei. Der Höhepunkt der Inflationswelle dürfte mittlerweile erreicht sein. Insbesondere ist von den Energiepreisen im Verlauf der kommenden Monate kein weiterer Schub mehr zu erwarten. Die Beschaffungspreise für Strom und Gas sind seit dem Spätsommer des vergangenen Jahres spürbar gesunken und seit Januar wirken die staatlichen Preisbremsen. Dies entlastet zunächst vor allem die Unternehmen, deren Energiekosten von den Marktpreisen bestimmt werden. Im Verarbeitenden Gewerbe sind daher den ifo Konjunkturumfragen zufolge in den kommenden Monaten spürbar weniger Preisanhebungen geplant, so dass sich der Anstieg der Erzeugerpreise weiter verlangsamen dürfte. Ein merklicher Rückgang beim Verbraucherpreisanstieg wird jedoch noch etwas auf sich warten lassen, da die Energieversorger die gesunkenen Beschaffungskosten erst mit Verzögerung an ihre Abnehmer weitergeben. Für die privaten Haushalte werden daher die Energiepreise erst frühestens ab Ende 2023 unter ihren Vorjahreswert sinken. Ähnliches gilt für die Betriebe in konsumnahen Wirtschaftsbereichen, die ihre Energie auch überwiegend von den Versorgungsunternehmen beziehen. Der Preisdruck von Seiten der Lohnkosten wird zunehmen, da im Laufe dieses Jahres mit spürbaren Anstiegen der Tarifverdienste zu rechnen ist. Insgesamt dürfte daher vor allem die Kerninflationsrate (also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie) im weiteren Verlauf nur langsam sinken und im Jahresdurchschnitt 2023 mit 6,3 % sogar deutlich höher liegen als noch im Vorjahr (4,9 %). Da jedoch der Inflationsbeitrag der Energiepreise in den kommenden Monaten stark abnimmt, dürfte die Gesamtinflationsrate von 6,9 % im Jahr 2022 auf 6,2 % im Jahr 2023 zurückgehen. Erst im kommenden Jahr dürfte sich der Preisanstieg allmählich wieder normalisieren. Unter der Annahme, dass sich Rohstoffe und Energie entsprechend der derzeitigen Markterwartung im Prognosezeitraum nicht wesentlich verteuern und dass die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen weiter anhebt, dürfte die Inflationsrate im Jahr 2024 auf 2,2 % und die Kernrate auf 2,8 % zurückgehen. Im weiteren Verlauf des Jahres wird sich die Konjunktur in nahezu allen Wirtschaftsbereichen erholen. Darauf deutet die spürbare Verbesserung der ifo Geschäftserwartungen seit Oktober 2022 hin. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nehmen seit Jahresbeginn wieder zu, und die globale Konjunktur dürfte an Fahrt gewinnen. Langsam sinkende Inflationsraten und steigende Löhne dürften spätestens ab Jahresmitte wieder zu einem Reallohnplus führen und die Binnenkonjunktur stützen. Bremsen dürfte hingegen die Bauwirtschaft, auch wenn dort zu Jahresbeginn ein überraschend hoher Produktionszuwachs verzeichnet wurde. Die Nachfrage nach Bauleistungen ist kräftig eingebrochen, nicht zuletzt als Folge der rasch steigenden Finanzierungskosten. 2. Umsatzentwicklung Mit dem gesetzten Ziel, Ausweitung des Umsatzes im Bereich der Industrie soll die Materialeinsatzquote gesenkt werden. Eine wichtige in Zukunft unverzichtbare Ausrichtung. Die bereits geschilderte konjunkturelle Entwicklung führte in der Folge zu einem Anstieg der Umsatzerlöse um 0,5 % gegenüber 2021. Es fand also eine Stabilisierung auf dem Vorjahresniveau statt. Unter den geschilderten Krisenbedingungen ein zufriedenstellendes Ergebnis. Durch Prozessanpassungen werden notwendige Kostenreduktionen (Personalumbau, Fokusierung der Transportkosten) im Unternehmen umgesetzt. Es gilt weiter margenträchtige Produkte im Markt zu positionieren. Im laufenden Jahr 2022, hat sich die Corona-Pandemie überwunden werden. Neue Krisen übernahmen die bisher durch Corona verursachten Lieferengpässe. Die Inflation wurde der bestimmende Faktor für weitere Contra Konjunktur Effekte. Die unsinnige Diskussion, Huhn oder Ei, in unserem Fall, Inflation ist auszugleichen durch Lohnsteigerung, hat dringende Erholungsprozesse der Wirtschaft nach der errungene Freiheit verhindert. Bis dahin bleiben die Entwicklungen und Aussichten unsicher. Der in Gang gesetzte Finanzierungskostensteigerungsprozeß der EZB führt in der Folge zwar zur Verringerung der Inflation, aber auch zu einer Zurückhaltung bei Investitionsvorhaben. 3. Investitionen Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2022 T€ 2. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022 betrugen T€ 22. Investitionen erfolgen im Kontext mit der Unternehmensentwicklung, sowie in Abstimmung mit der Finanzierungsstruktur. Der Investitionsverlauf in 2022 im Unternehmen bildet die Notwendigkeit und die gleichzeitige Dynamik der Marktentwicklung ab. Unsere Investitionen ins Anlagevermögen, zeichnen sind unsere Inovationskraft. 4. Finanzierung Die Finanzlage unserer Gesellschaft ist nach wie vor solide konservativ und auf die Zukunft ausgerichtet. In den Jahren zufriedenstellender Ergebnisse und der immer auf Eigenkapitalbildung ausgerichteten Thesaurierungspolitik, konnten solide Strukturen im Verhältnis Eigen- zu Fremdkapital aufgebaut werden. Die Beharrlichkeit und das in die beschriebene Richtung gelenkte Augenmerk zeigt im Geschäftsjahr deutlich Früchte. Unser langjährig eingeführtes Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen - grundsätzlich unter Ausnutzung der Skontierungsmöglichkeiten - zu begleichen und auf der anderen Seite dafür Sorge zu tragen, dass die Forderungen innerhalb der eingeräumten Zahlungsziele vereinnahmt werden. Die Kapitalstruktur kann als ausgewogen bezeichnet werden. Die Eigenkapitalquote hat sich nach Jahren des Rückgangs stabilisiert und ist von 9,3 % auf 11,6 % gestiegen. Die Quote ergibt sich dabei bei einer im Vergleich zum Vorjahr, um T€ 450 gestiegenen Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote ist durch die Corona Pandemie der zurückliegenden Jahre geprägt worden. Es gilt Kriseneinflüsse anzunehmen und die Entscheidungsprozesse im Unternehmen daraufabzustellen. Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet. 5. Personal- und Sozialwesen Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 19,3 % gestiegen, gleichzeitig hat sich ihr Anteil an der Gesamtleistung bedingt durch einen Umsatzanstieg um 0,5 Prozentpunkte von 9,7 Prozentpunkte auf 11,5 Prozentpunkte erhöht. Notwendig gewordene Umbesetzungen beim Personal im Geschäftsjahr wurden durchgeführt. Der Mitarbeiterbestand auf Vollzeitmitarbeiter umgerechnet beträgt durchschnittlich 46 im Vorjahr 44. Ausdruck der Kostenreduktion insoweit. Die Mitarbeiterzahl ist der Unternehmensstruktur und der Unternehmensgröße angepasst. In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz haben sich im Geschäftsjahr 2022, nach den ausgelaufenen Corona-Schutzmaßnahmen, keine besonderen Vorkommnisse ergeben. B. Darstellung der Lage 1. Ertragslage Das Rohergebnis hat sich von T€ 2.548 im Vorjahr um T€ 1.583 = 62,1 % auf T€ 4.131 erhöht. Der Anteil der sonstigen Aufwendungen an der Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr um 13,6 % gestiegen. Ursächlich für diesen Anstieg war die notwendige Anpassung an die Entwicklung des Umsatzes. Tatsächlich bedeutet dies, dass sich dieser Teil der Aufwendungen entsprechend der Entwicklung der Gesamtleistung erhöht hat. Die Gründe hierfür liegen der Struktur des Umsatzes und in der im Übrigen nach wie vor notwendigen restriktiven Kostenpolitik. Andere Strukturen des Umsatzes (Industrie und Handel) und die dadurch bedingt kleineren Einheiten, deutlich niedrigere Aufwendungen im Bereich Frachten und Verpackung, zwingen uns nach wie vor dazu, möglichst einen großen Teil dieser Kosten auf den Kunden abzuwälzen, insbesondere durch Einkauf bereits verpackter Ware. Durch die stark zurückgegangenen Eingangsfrachten ging der Druck der Umlage auf die Kunden zurück. Eine lange Zeit praktizierte Preispolitik konnte im Unternehmen wieder Fuß fassen. Diese Entwicklung führte zu einer maßgeblichen Entlastung des im Vorjahr in diesem Bereich stark belasteten Jahresergebnisses. Bedingt durch die veränderten Strukturen im Bereich der sonstigen Aufwendungen ergibt sich ein Betriebsergebnis mit € 576, dies entspricht 3,3 % der Gesamtleistung. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses und den Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von T€ 378. 2. Vermögenslage Das Vermögens- und Kapitalvolumen hat sich im Stichtagsvergleich um T€ 450 erhöht. Die Erhöhung entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem prozentualen Anteil von 3,2 %, und zeigt damit unter anderem die Anpassung der Bilanzposten an die Umsatzentwicklung. Im Übrigen ein Ergebnis des Geschäftsverlaufs trotz der beschriebenen Krisen. Die Anlagenintensität ging bei der beschriebenen Vermögensentwicklung um 14,3 % zurück. Der wichtigste Baustein des Unternehmens der Vorratsbestand, konnte an die Umsatzentwicklung angepasst werden und so um 0,3 % zurückgefahren werden; der Anteil änderte sich von 79,7 % im Vorjahr auf 77,1 %. Der Anteil der kurz- und mittelfristigen Forderungen nahm um 25,1 % zu, der Anteil am Vermögen von 17,1 % im Vorjahr nahm auf 20,8 % zu. Wie bereits in den Vorjahren waren die Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten wiederum bestimmend für das Betriebsergebnis. In 2022 kam die Talfahrt der Frachtraten als bestimmende Größe hinzu. Eine völlige Loslösung von den dortigen Bewegungen lässt sich nicht bewerkstelligen. Nur eine auf die Gesellschaft und ihrer Marktstellung nach wie vor abgestimmte antizyklische Einkauf- und Absatzmarktpolitik lässt eine Entspannung erzielen. Der Rückgang der Knappheit von Transportmittel läßt die Frachtraten auf ein erträgliches Maß schrumpfen. 3. Finanzlage Im Berichtsjahr konnten Kredite von nicht institutionellen Kreditgebern gewonnen und umgeschichtet werden, ohne die Kreditlinien bei institutionellen Kreditgebern im Vergleich zum Vorjahr ausweiten zu müssen. Die Finanzlage war der Ergebnissituation angepasst entspannt. Die Eigenkapitalquote stiegt von 9,3 % auf 11,6 % bei gestiegener Bilanzsumme. Es darf in diesem Zusammenhang auf die Stichtagsbetrachtung und auf die besonderen Umstände der Lohn-Preis-Spirale hingewiesen werden. C. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung mit Hinweisen auf Chancen und Risiken 1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Für das laufende Jahr 2023 zeigen die ersten beiden Quartale leicht steigende Umsatzzahlen. Ausschlaggebend für diesen Umstand ist die sich abzeichnende Normalisierung in Zeiten von Krisenbewältigungen. Allerdings bleibt abzuwarten wie und in welcher Höhe die Folgen des Krieges in Europa Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung nehmen werden. Durch die stark zurückgegangenen Frachtraten und steigender Rohstoffpreise kommen die Margen unter Druck nach wie vor unter Druck. Wie bereits im Vorjahr dokumentiert, sind der nach wie vor ungebrochene Mobilitätsdrang in den Schwellenländern, sowie der vergleichsweise geringe Grad der Motorisierung, Faktoren, die uns im Gefolge unserer Ausrichtung auf die Industrie eine entsprechende Abhängigkeit der Automotivindustrie geraten lässt. Die Bedeutung der Schwellenländer nimmt weiter zu. Rund 86 Prozent des Wachstums zwischen 2011 und 2018 ging von diesen Wachstumsmärkten aus. Handelskriege, die Einführung von Zöllen insbesondere, so wie die allgemein stärker werdende CO 2 -Diskussion, nicht erst, aber im Zusammenhang oder als Gefolge mit den zwingend notwendigen Maßnahmen für mehr Klimaschutz, verunsichern unsere Absatzmärkte. Die Bundesregierung verkommt mit Maßnahmen gegen Kriegstreiber zusammen mit Europa zu einem Getriebenen zu werden. Es bleibt keine Zeit und vielleicht oder ganz sicher kein Geld für Verfolgung der Koalisationsbeschlüsse und wir als Unternehmen müssen uns darauf einstellen. Wir werden auf diese Veränderungen reagieren müssen. 2. Berichterstattung über wesentliche Chancen und Risiken Konjunkturelle Prognosen und unsere Marktpositionierung stellen eine Herausforderung dar. Trends der Industrie, wie Bündelung von Einkaufvolumen, Beschaffungsmanagement, Outsourcing bestimmter Leistungsprozesse, die zunehmende Digitalisierung von Prozessen und Abläufen, etc. stellen neue Aufgaben dar, den wir uns stellen müssen. Mit der Anforderung zu wachsen, Aufgaben zu bewältigen ist unser Credo. Die Corona-Pandemie hat zu starken Umsatzeinbrüchen in 2020 und in der Folge zu negativen Ergebnisbeiträgen geführt. Es liegt nicht in der Hand der Gesellschaft, den Markt positiv zu stimulieren, zu groß ist die Verknüpfung mit der Automobilindustrie. Die Gesellschaft verfügt nicht über ein Risikomanagementsystem. Risikoreduzierend wirkt allerdings die breite Kunden-, Branchen- und Produktstruktur. Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist geordnet. Neben Guthaben bestehen freie Kreditlinien in ausreichender Höhe. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Elemente des internen Kontrollsystems werden genutzt. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen Versicherungen, die finanzielle Folgen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen. Potentielle Risiken der zukünftigen Entwicklung haben wir analysiert. Bestandsgefährdende Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft haben könnten, neben der Auswirkungen der der Spätfolgen der Corona-Pandemie, der prognostizierten Energieknappheit, der sich in Griff bekommenden Inflation und sonstige Kriegsauswirkung in Europa, sind nicht ersichtlich. D. Berichtserstattung nach § 289 Abs. 2 HGB 1. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind Berichtspflichtige Vorgänge nach dem Bilanzstichtag, soweit nicht bereits oben angesprochen, haben sich nicht ergeben. 2. Risikomanagement Das Risikomanagement ist unter Punkt C. soweit vorhanden dargestellt. 3. Zweigniederlassungen Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
Spaichingen, im Juli 2023 Beco Metallteile-Handels GmbH gez. Martin Bertsch |
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