Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 243976
Eingetragen
11.7.2022
Branche
BeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Die Beratung, die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Kapitalbeteiligungen an anderen Unternehmen, insbesondere im Bereich Entwurf, Herstellung, Import, Export, Handel und Vertrieb von Produkten mechanischer, elektronischer und elektronenoptischer Art sowie sämtliche damit zusammenhängenden Dienstleistungen im eigenen Namen und auf eigene Rechung und nicht für Dritte.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Christian Ohm
seit 30.3.2023
Prokura
Geschäftsführer
Verena Paulmann
seit 30.3.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Raith TopCo GmbH

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht 2023

Raith TopCo GmbH

1. Grundlagen des Konzernz

a. Geschäftsmodell der Raith TopCo. GmbH

Die Raith TopCo GmbH, mit Sitz in Berlin, Deutschland, hat mit Kaufvertrag vom 27. Januar 2023 mittelbar die Mehrheitsanteile der ehemaligen Raith Holding GmbH erworben und fungiert seither als oberstes Mutterunternehmen des, vormals unter der Raith Holding GmbH geführten, Raith Konzerns. Das Geschäftsjahr des Konzerns entspricht dem Geschäftsjahr des Mutterunternehmens vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den 1. Februar 2023, sodass der Jahresabschluss des Raith Konzerns lediglich über elf Monate operatives Geschäft und - aufgrund der Erstkonsolidierung - über kein Vorjahr verfügt.

Da die Erstkonsolidierung auf Basis des bis zum 31. Januar 2023 bestehenden Teilkonzerns der ehemaligen Raith Holding GmbH, Berlin, erfolgte und sich keine wesentlichen Änderungen in der Konzernzusammensetzung ergeben haben, werden im Folgenden die Ertragslage und Kennzahlen des ehemaligen Raith Konzerns zum 31. Dezember 2022 in Form von Pro-Forma Kennzahlen als "Vorjahr" oder "Vj." angegeben. Um eine Vergleichbarkeit der Ertragslage mit dem ehemaligen Raith Konzern sicherzustellen, wird im Rahmen einer "Pro-Forma" Gewinn- und Verlustrechnung das elf Monate umfassende Konzerngeschäftsjahr der Raith TopCo GmbH um den Monat Januar 2023 des ehemaligen Raith Konzerns ergänzt und so das wirtschaftliche, zwölf Monate umfassende, Geschäftsjahr des operativ agierenden Konzerns hergeleitet. Die "Pro-Forma" Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie deren Herleitung können den Seiten 16 und 17 entnommen werden. Im Folgenden werden zur besseren Vergleichbarkeit der Ertragslage ergänzend Ausführungen zu dem zwölf Monate umfassenden "Pro-Forma" Geschäftsjahr des Raith Konzerns erfolgen.

Raith als Unternehmen ist seit inzwischen über 40 Jahren Spezialist für den Entwurf und die Herstellung von Produkten mechanischer, elektronischer und optischer Art. Der Konzern entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Hochleistungssysteme für die Herstellung feinster Strukturen (Mikro- und Nanofabrikation) bis in den Nanometer-Bereich mittels Elektronen-, Photonen- und Ionenstrahlen. Die weltweite Kundenunterstützung und der technische Service für die gelieferten Produkte sind wesentliche Teile des Geschäftsmodells. Darüber hinaus beliefert Raith in sog. OEM-Vereinbarungen auch Industriekunden, die Komponenten von Raith in ihre Endkundenprodukte für Märkte aus der Mikroskopie, der Halbleiterfertigungs-Ausrüstung sowie der instrumentellen Analytik integrieren. Diese Produkte werden von der Raith GmbH ausschließlich direkt an die OEM-Kunden verkauft und geliefert.

Der Raith Konzern ist weltweit aktiv. Dabei arbeitet die Raith GmbH als Vertriebs-, Entwicklungs-, Produktions- und Servicezentrum für ein inzwischen breites Produktspektrum von ihrem Hauptsitz in Dortmund aus. Weiter agiert die Raith GmbH als operative Obergesellschaft des Konzerns, dem im Weiteren die Raith B.V., ein produzierendes Unternehmen in Best, Niederlande, die Raith America Inc., die Raith China Co., Ltd. und die Raith Asia Ltd., jeweils regionale Vertriebs- und Serviceunternehmen, angehören. Die im Rahmen einer Akquisition im Juni 2021 neu erworbenen Einheiten 4PICO B.V. und 4PICO Litho B.V. mit Produktionsstätte in Sint-Oedenrode (Niederlande), wurden im Juli 2022 verschmolzen und zur Raith Laser Systems B.V. umfirmiert.

Im Konzernabschluss der Raith TopCo GmbH zum 31.12.2023 wurden die oben benannten operativen Einzelunternehmen voll konsolidiert. Seit Januar 2016 arbeitet mit der Raith India pvt. Ltd. ein weiteres regionales Vertriebs- und Serviceunternehmen mit Sitz in Bangalore/Indien im Konzernverbund. Wegen der geringen Höhe des Geschäftsvolumens wird diese Einheit weiterhin nicht in die Konsolidierung einbezogen.

b. Gesellschaftsrechtliche Veränderungen

Im Anschluss an die mittelbare Akquisition der Raith Holding GmbH durch die Raith TopCo GmbH, erfolgten Umstrukturierungen innerhalb des Konzerns. Die Raith Holding GmbH (HRB 179046, Berlin) wurde aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 18. Juli 2023 mit Wirkung zum 1. Januar 2023 auf das Aufsetzungsvehikel, die Raith AcquiCo GmbH (HRB 243530, Berlin) im Rahmen eines Upstream-Mergers verschmolzen. Die Raith AcquiCo GmbH wurde in diesem Zusammenhang umfirmiert und wird unter der Firma der Raith Holding GmbH fortgeführt. Sie stellt zum 31. Dezember 2023 ein 100%iges Tochterunternehmen der Raith TopCo GmbH dar und agiert als Finanzholding des Konzerns.

c. Steuerungssystem

Die Aktivitäten des Raith Konzerns sind auf eine Steigerung des Unternehmenswerts im Rahmen einer nachhaltigen profitablen Wachstumsstrategie ausgerichtet. Für die Steuerung des Raith Konzerns sowie auch der operativen Obergesellschaft Raith GmbH wurden die folgenden Steuerungsgrößen als bedeutsam identifiziert und auch eingesetzt:

Für die Ertragslage werden die Höhe (i) der Umsatzerlöse und (ii) des Materialeinsatzes sowie (iii) das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Firmenwerten und Stillen Reserven (EBITA) als grundlegende Steuerungsgrößen genutzt. Zusätzlich wird mit der Akquisition der Raith GmbH im Jahr 2016 das EBITDA herangezogen.

Im Weiteren ist die Auftragslage, insbesondere die Höhe der Auftragseingänge und der auftragsnahen Projekte (Vertriebs-Forecast), als wichtiger Frühindikator für die zukünftige Entwicklung des Raith Konzerns von hoher Bedeutung für die Planung und Steuerung.

In diesem Sinne werden diese Steuerungsdaten auch im Lagebericht aufgeführt und erläutert.

d. Raith GmbH

Seit seinem Gründungsjahr 1980 hat die Raith GmbH mit Hauptsitz in Dortmund mehr als 500 Lithographie-Systeme in Westeuropa, Nordamerika und Asien verkauft und installiert - sowie weit über 1000 Lithografie Zusätze für Elektronenmikroskope.

Seit der Akquisition der vormaligen Vistec Lithography Geschäftseinheiten im Jahr 2013 fungiert die Raith GmbH auch als operative Obergesellschaft des Konzerns und übernimmt hier wesentliche zentrale Aufgaben zur Organisation, Steuerung und Konsolidierung der operativen Einheiten im Konzernverbund. Ab dem 1. Mai 2018 wurden Teile der Steuerungsaufgaben in die Raith Holding ausgegliedert.

Seit dem Jahr 2009 ist die Raith GmbH in der Betriebsstätte in der Konrad-Adenauer-Allee 8 in Dortmund tätig. Im Jahresverlauf erfolgten u.a. Investitionen in die IT-Infrastruktur, in Entwicklungs-, Produktions- und Applikationsbereiche. Bei der Raith GmbH waren im Jahr 2023 im Mittel 179 Mitarbeiter (Vj. 155) beschäftigt - davon 8 Auszubildende.

i. Betriebsstätte der Raith GmbH in Braunschweig

Die Software-Entwicklungsgruppe arbeitet mit 11 Mitarbeitern (Vj. 10), davon einem Auszubildenden, in angemieteten Räumen in Braunschweig. Die Arbeiten in der Betriebstätte verliefen 2023 planmäßig, dabei erfolgten Erneuerungsinvestitionen in die IT-Ausstattung des Entwicklungszentrums.

ii. Betriebsstätte der Raith GmbH in Münster

Zu Erweiterung des operativen Geschäfts wurde im Rahmen eines Asset Deals mit Wirkung zum 30. Mai 2023 der Geschäftsbetrieb der NBF Norbert Bücker GmbH & Co. KG erworben. Die Betriebsstätte arbeitet mit 13 Mitarbeitern, davon einem Auszubildenden, in angemieteten Räumen in Münster. Die Arbeiten in der Betriebstätte verliefen 2023 planmäßig.

e. Raith B.V.

Die Raith B.V. mit Betriebsstätte in Best, Niederlande, wurde im Rahmen der Akquisition der "Vistec Lithography" Gruppe im Februar 2013 eine 100%ige Tochter der Raith GmbH und nachfolgend von Vistec Lithography B.V. auf den neuen Namen umbenannt. Im Jahresmittel waren im Jahr 2023 bei der Raith B.V. 81 Mitarbeiter (Vj. 71) beschäftigt. Im Verbund des Raith Konzerns entwickelt und produziert die Raith B.V. die Produktlinie "EBPG" zur Elektronenstrahl-Lithografie und ist für den Service dieser Anlagen in Europa und Teilen Asiens verantwortlich. Das Jahr 2023 war geprägt durch einen planmäßigen Betrieb in der Betriebsstätte in Best. Im Sommer 2020 wurde die Betriebsstätte um ein Applikations- und Demonstrations-Zentrum für die lokal hergestellten Produkte ergänzt. Ein weiterer Ausbau der Produktions- und Reinraumkapazitäten wurde im Januar 2022 begonnen und im Juli 2023 erfolgreich abgeschlossen.

Mit an die Raith B.V. angegliedert waren in früheren Jahren sogenannte "Branch Offices" in Asien, die jedoch keine eigenen Geschäfte tätigen, sondern lediglich die Beschäftigung lokaler Mitarbeiter nach den Gesetzen des jeweiligen Landes ermöglichen. Bei den "Branch Offices" handelt es sich um Vertretungsbüros, nicht jedoch um Tochtergesellschaften. Die Vertretungen wurden jeweils nicht in einer eigenständigen Rechtsform betrieben, sondern lediglich als Repräsentationsbüros. Nach den Schließungen der Branch Offices in China und Indien in früheren Jahren war im Jahr 2023 lediglich das Branch Office in Korea mit einem Mitarbeiter weiter operativ tätig.

f. Raith America Inc.

Raith America Inc. wickelt sowohl den Vertrieb, das lokale Marketing als auch die Installation, die applikative Kundenbetreuung und den technischen Service der Raith- und der vormaligen Vistec-Produkte in ganz Amerika ab. In der Folge der Akquisition der "Vistec Lithography" Gruppe im Februar 2013 wurde die Vistec Lithography Inc. mit Betriebsstätte im Raum Albany, USA auf die vormalige Raith USA Inc. verschmolzen - und letztere anschließend in Raith America Inc. umbenannt. Raith America arbeitet in zwei Betriebsstätten im Bundestaat New York: eine in Troy/NY und eine in Islandia/NY auf Long Island. In der Betriebstätte in Troy befindet sich seit 2014 neben den Vertriebs- und Servicezentrum auch ein Applikationslabor mit entsprechender technischer und personeller Ausstattung. Zahlreiche Vertriebs- und Servicemitarbeiter haben jedoch ihre permanente Arbeitsstätte vor Ort lokal in Kundennähe.

An beiden Betriebsstätten verlief der Betrieb im Jahr 2023 planmäßig. Raith America Inc. beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Mittel 51 Mitarbeiter (Vj. 44).

g. Raith Asia Ltd.

Raith Asia mit Sitz in Hongkong bearbeitet regional die Märkte in Fernost und Australien und arbeitet dort z.T. mit weiteren externen Partnern als Repräsentanten zusammen. Im Konzernverbund arbeitet Raith Asia Ltd. als Zentrum für Vertrieb, Kundenunterstützung und Service für den Markt in Ostasien außerhalb Chinas. Raith Asia bietet direkte Serviceleistungen in der Region an und leistet darüber hinaus auch weiter technische und administrative Unterstützung für Raith China. Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte Raith Asia im Mittel 5 Mitarbeiter (Vj. 4).

h. Raith China Co., Ltd.

Raith China Co., Ltd. mit Sitz in Peking bearbeitet im Konzernverbund regional den Markt in der Volksrepublik China und wird als Joint Venture zusammen mit dem vormaligen langjährigen lokalen Vertriebspartner in China Germantech Co., Ltd. betrieben. Im Konzernverbund fungiert Raith China seit seiner Gründung zum 01.07.2017 als Zentrum für Vertrieb, Kundenunterstützung und Service in China. Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte Raith China im Mittel 21 Mitarbeiter (Vj. 16) und wird seit 2018 in die Konsolidierung auf Konzernebene einbezogen.

i. Raith Laser Systems B.V. (ehemals 4PICO B.V. und 4PICO Litho B.V.)

Ab dem 23.06.2021 sind die beiden Unternehmungen Teil des Raith Konzerns - als Folge der Akquisition durch die Raith GmbH. Zum 01.07.2022 wurde die Verschmelzung der beiden Unternehmungen und Umfirmierung zur Raith Laser Systems B.V. durchgeführt. Die Raith Laser Systems B.V. entwickelt und produziert direktschreibende Lithografie-Systeme basierend auf lichtoptischen Methoden (Laser) und ergänzt die bisherigen Elektronenstrahllithografie-Systeme von Raith. Die Anwendung eignet sich für gröbere und großflächigere Strukturen, zeichnet sich jedoch durch eine deutlich höheren Flächendurchsatz aus. Die Raith Laser Systems B.V. arbeitet in angemieteten Räumen in einer Betriebsstätte in Sint-Oedenrode (Niederlande) und war im Jahr 2023 im Jahresmittel mit 17 Mitarbeitern (Vj. 11) tätig.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf im Jahr 2023

Die Branchen- und Konjunkturentwicklungen in den Märkten für wissenschaftlich-technische Geräte für die Mikro- und Nanostrukturierung verliefen im Jahr 2023 weiter positiv und tendenziell oberhalb der Planungen - und dies trotz der potenziellen negativen Einflüsse aus dem Ukrainekrieg.

Wirtschaftlich und betrieblich war die Situation im Konzernverbund im Jahr 2023 stabil und dies gilt auch für die absehbaren Entwicklungen:

Die internationalen Märkte, die Raith adressiert, waren und sind weiter intakt. Der Vertrieb blieb trotz teilweiser räumlicher Distanz in engem Kontakt mit Kunden weltweit, so dass sehr erfolgreich an der Kontinuität der Auftrags-Eingänge und der notwendigen -Pipeline gearbeitet werden konnte.

Produkte und Dienstleistungen von Raith wurden trotz eines intensiven Wettbewerbs weiterhin vom Markt verstärkt nachgefragt: So wuchs Raith auch in diesem Jahr bei Aufträgen und Umsätzen.

Die Produktion verfügte durchweg über eine gute Auslastung und konnte kontinuierlich arbeiten. Dabei arbeiteten die Zulieferketten für die Produktionsstandorte in Dortmund und Best weitgehend stabil und verlässlich.

Der technische Service konnte in den Hauptmärkten USA und Europa bei Kunden vor Ort arbeiten und Systeme installieren, wie auch Service- und Wartungsverträge erfüllen. Auch in Asien lagen keinerlei Einschränkungen mehr vor.

Produktentwicklung, Applikation, Produktmanagement und andere Bereiche arbeiten ohne Einschränkungen weiter an den priorisierten Projekten.

Regional und nach Segmenten betrachtet verliefen die Markt- und Branchenentwicklungen erneut unterschiedlich. In den für Raith wichtigen Märkten in Bereichen rund um Nanofabrikations-Anwendungen, die Raith mit Lithografie-Systemen, Komponenten und Serviceleistungen adressiert, war eine insgesamt gute Marktlage und Investitionstätigkeit zu beobachten.

Die Entwicklung des Gesamtmarktes der forschungsorientierten Mikro- und Nano-Strukturierung hängt hierbei weitgehend von der Verfügbarkeit von F&E-Budgets aus nationalen und internationalen öffentlichen Haushalten ab. Mikro- und Nanotechnologien bleiben auch weiter Schwerpunkte der Forschung in allen entwickelten Regionen. Weiterhin deutlich gewachsen sind die Märkte für industrielle Anwendungen der Elektronenstrahl-Lithografie, in denen vermehrt mit Raith Systemen elektronische und optische Bauelemente auf der Basis von Verbindungshalbleitern hergestellt werden. Investitionen in diese Bereiche kommen primär aus den Kernmärkten Nordamerika, Europa und Ostasien, hier insbesondere China. Die Investitionstätigkeiten aus anderen wichtigen Ländern wie Indien, Brasilien, Türkei und weitere unterliegen jedoch weiterhin hohen Schwankungen und lagen im Jahr 2023 insgesamt auf weiter sehr geringem Niveau.

Maßgeblichen Umsatzanteil im Geschäftsjahr 2023 hatten erneut Lithographie-Komplettsysteme und Service-Tätigkeiten (Wartungsverträge und einzeln beauftragte Serviceleistungen). Innerhalb der einzelnen Produktsegmente konnten Zuwächse im Umsatz vor allem bei den hochwertigen Elektronenstrahl-Systemen für industrielle und akademische Kunden verzeichnet werden.

Regional betrachtet entwickelten sich die Märkte im Jahr 2023 in Deutschland und Europa sehr positiv - gefolgt von USA und China. Mit Blick auf China war das Geschäftsjahr 2023 deutlich geprägt durch administrative Lieferverzögerungen für zahlreiche Projekte. Die Prozeduren zur Erlangung notwendiger Exportgenehmigungen werden zunehmend langwieriger. Dies betrifft sowohl wichtige Lieferungen der Raith GmbH in Dortmund wie auch Projekte der Raith B.V. in den Niederlanden.

Die Projektlage in wichtigen Schwellenländern (Türkei, Brasilien und weitere) blieb im Jahr 2023 wie in den Vorjahren auf insgesamt geringem Niveau - und die einzelnen Projekte zeichneten sich durch eine hohe Volatilität mit Blick auf den Realisierungszeitraum aus. Lediglich in Indien konnten in 2023 vereinzelte Projekte erfolgreich umgesetzt werden.

Die erzielten Umsätze von Raith verteilen sich auf alle wichtigen internationalen Märkte. In Deutschland wurden rd. 21% des Umsatzes realisiert. Größter Einzelmarkt im Jahr 2023 war die USA mit rund 26% des Konzernumsatzes. In Europa (ohne Deutschland) wurden rd. 23% des Konzernumsatzes erzielt. Auch die Exporte nach China erreichten einen Anteil von rd. 22%.

a. Produktprogramm und Entwicklung

Der Produktbereich der Lithografie- und Nanofabrikations-Systeme bleibt zusammen mit dem zugehörigen technischen Service weiterhin die treibende Kraft des Konzernerfolgs. Entsprechend wurden auch die entwicklerischen Aktivitäten hierauf konzentriert. Im Jahr 2023 investierte Raith wie in den Vorjahren erhebliche Mittel in die Entwicklung neuer oder leistungsfähigerer Produkte. Die Arbeiten hierzu werden durch hoch qualifizierte Entwicklungsteams in Dortmund (rd. 32 Mitarbeiter), in Best (rd. 27 Mitarbeiter) und in Sint-Oedenrode (rd. 9 Mitarbeiter) ausgeführt oder sie werden von diesen projektmäßig gesteuert. Spezialisierte Entwicklungsarbeiten u.a. in den Feldern Elektronik und mechanische Baugruppen erfolgen auch durch Beauftragung von qualifizierten Lieferanten. Die Softwareentwicklung hingegen geschieht durch eigene Mitarbeiter ausschließlich im Konzern selbst.

Schwerpunkte der Produkt-Entwicklungen bildeten im Jahr wie in den Vorjahren die Produktlinien EBPG und PICOMASTER, im Jahr 2023 zusätzlich auch die Produktlinien IONMASTER und VECTOR. In den weiteren Produktbereichen erfolgten hauptsächlich Maßnahmen zur Produktpflege, weitgehend mit dem Ziel einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit sowie der Vereinfachung der Bedienung.

b. Vertrieb

Die weltweit aufgestellte Vertriebsorganisation arbeitete auch 2023 sehr erfolgreich. In dem zuvor beschriebenen Marktumfeld lag der Auftragseingang des Raith Konzerns im Jahr 2023 mit einem Wert von rd. 146 Mio. € (Vj. rd. 144 Mio. €) erneut auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Insgesamt entwickelte sich die gesamte Projektlage weiter positiv und lässt so ein weiteres Wachstum im Jahr 2023 und darüber hinaus erwarten.

Innerhalb des Produktportfolios war der Bereich der Systemverkäufe mit besonderen regionalen Schwerpunkten in den USA und Ostasien/China erneut maßgeblich für die positive Geschäftsentwicklung. Während die Auftragseingänge bei OEM-Produkten auf nahezu gleichem Niveau verblieben, entwickelten sich die Lithografie-Komponenten weiter positiv. Die Entwicklung des OEM-Geschäftes ist - wie im Vorjahr - weitgehend auf die sehr gute Konjunkturlage von Schlüsselkunden in der ostasiatischen Halbleiterindustrie zurückzuführen. Besonders positiv ist darüber hinaus die Auftragssteigerung innerhalb der Laser-Lithographieprodukte zu erwähnen.

Bei einem weiter sehr hohen Auslandsanteil lagen im Jahr 2023 die Aktivitäts- und Absatzschwerpunkte in den Regionen China/APAC, Amerika, Europa und hier auch in Deutschland. Der Auftragsbestand im Konzern am Ende des Geschäftsjahres 2023 lag bei rd. 147 Mio. € (Vj. rd. 125 Mio.€).

Das vertriebliche Forecast-System prognostizierte für die ersten Monate des Jahres 2024 Auftragseingänge, die auf Konzernebene in etwa auf denen der Vorjahreswerte lagen. Dieser Forecast wurde für die Monate bis zum Berichtszeitpunkt erfüllt. Für das Geschäftsjahr 2024 wird auf der Basis des kurz- und mittelfristigen vertrieblichen Forecasts mit weiter hohen Auftragseingängen in etwa auf oder leicht unter dem Vorjahresniveau gerechnet.

c. Personal

Im Jahr 2023 beschäftigte Raith im Konzern durchschnittlich 354 (Vj. 302) Mitarbeiter mit in der Regel sehr hohen Ausbildungsgraden und vielfach langjährigen Betriebszugehörigkeiten. An den Standorten in Dortmund und Braunschweig arbeiteten zusammen 8 Mitarbeiter im Jahr 2023 im Rahmen von Ausbildungsverhältnissen. Insgesamt erfolgten personelle Ergänzungen schwerpunktmäßig für die Bereiche Entwicklung, Produktion und technischer Service.

In allen Einheiten des Konzerns wurden 2023 erhebliche Aufwendungen für die technische, kommunikative und projektorientierte Fort- und Weiterbildung getätigt.

d. Produktion und Beschaffung

Die Herstellung der Produkte in Dortmund, in Best und auch in Sint-Oedenrode beruht auf einer bewährten und ständig erneuerten Infrastruktur und erfahrenen Mitarbeitern u.a. in der Beschaffung, Logistik, Fertigung und Systemintegration. Ein langjährig aufgebautes Zuliefernetzwerk sichert über weitreichende Rahmenvereinbarungen und einzelvertragliche Abrufe den bedarfsgerechten Zufluss eines Großteils von spezifischen und allgemeinen Bauteilen und System-Komponenten zu den kalkulierten Kosten. Dies begrenzt das Preis- und Mengenrisiko in der Beschaffung für den Konzern auf ein branchenübliches Maß. Weitere Optimierungs- und Sicherungsschritte wurden hier mit der Einführung eines integrierten ERP-Systems zunächst in der Raith GmbH und nachfolgend in den weiteren Einheiten im Konzernverbund auf den Weg gebracht.

In der Zulieferkette wurde für wichtige Schlüsselkomponenten eine Zweitlieferantenstruktur aufgebaut oder in kritischen Einzelfällen langjährig abgesicherte Lieferverträge geschlossen.

e. Gesellschaftliche Verantwortung, Umweltbelange, Nachhaltigkeit - CSR

Die unternehmerischen und betriebswirtschaftlichen Ziele und Handlungen von Raith sind seit langem eng verbunden mit gesellschaftlich relevanten Zielen und Aktivitäten. So sind schon die Produkte des Konzerns vielfach Schlüsselwerkzeuge für Forschung und Entwicklung insbesondere neuer Wege zu Energieeffizienz, alternativen Energien und verbesserten Materialien.

Um die eigene Position mit Blick auf gesellschaftliche Verantwortung (CSR) zu bestimmen und zu verbessern, hat Raith eine entsprechende Strategie und Dokumentation formuliert, die interne Ausbildung in diesem Bereich forciert und zunächst ausgewählte Themenfelder bearbeitet. In diesem Rahmen hat Raith in Dortmund schon früh an dem Beratungs- und Zertifizierungsprojekt für ein familienbewusstes Unternehmen "FamUnDo" teilgenommen sowie innerhalb des regionalen Projekts "ÖkoProfit" in Dortmund weitere Schritte zu einem aktiven Umweltmanagementprogramm unternommen. Mit den jeweiligen erfolgreichen Projektabschlüssen wurden der Raith GmbH entsprechende Zertifikate erteilt. Aufgrund ihres Engagements im Bereich CSR wurde Raith vom Ministerium für Wirtschaft Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW zum CSR-Botschafter NRW benannt.

Im Jahr 2023 hat Raith den Roll-Out der ESG-Kennzahlenerfassung weiter vorangetrieben. Raith ermittelt damit z.B. im zweiten Jahr in Folge einen CO 2 -Fußabdruck für die Raith-Gruppe. In den kommenden Jahren wird die Erfassung von ESG-Kennzahlen um eine Berichterstattung nach CSRD ergänzt. Ebenfalls wurde in der Raith GmbH im siebten Jahr ein formales ESG-Audit durch ein externes Unternehmen durchgeführt, bei dem neben den Bereichen Governance, Umwelt und Soziales auch die Risiken des Klimawandels bewertet werden. Die Auditergebnisse dokumentieren erneut in wichtigen Bereichen weitere Fortschritte und ein erhöhtes Engagement.

1. Ertragslage

Im Folgenden wird die Ertragslage des Raith-Konzerns im Geschäftsjahr 2023 im Einzelnen erläutert und auch in der Entwicklung gegenüber dem Vorjahr kommentiert.

Die Raith TopCo GmbH, Berlin, und alle Konzerngesellschaften gehen ab Erstkonsolidierungszeitpunkt zum 1. Februar 2023 mit ihren Gewinn- und Verlustrechnungen in den jeweiligen Konzernabschluss der Raith TopCo GmbH ein.

Im zuvor dargestellten wirtschaftlichen und gesellschaftsrechtlichen Umfeld erzielte der Raith Konzern im Geschäftsjahr 2023 einen konsolidierten Umsatz von T€ 103.563, sowie von T€ 112.214 unter Berücksichtigung des Monats Januar (Vj. T€ 98.391). Der Umsatz liegt damit erneut über dem Wert des Vorjahres und unterschreitet den originären Planansatz nur marginal.

Die betriebliche Gesamtleistung wuchs im Geschäftsjahr auf einen Wert von rd. T€ 114.965 sowie von rd. T€ 124.439 unter Berücksichtigung des Monats Januar (Vj. T€ 108.945). Hierbei stiegen primär der Umsatz, die Aktivierungen der eigenen Entwicklungsleistungen sowie der Bestand der angearbeiteten Leistungen. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind - wie in den Vorjahren - Förderungen aus F&E-Projekten zu benennen.

Operativ lag der Materialeinsatz in Bezug zur Gesamtleistung mit rd. 42% im langjährigen historischen Mittel. Maßgeblich für die Höhe des Materialeinsatzes ist primär der jeweils in die Umsätze eingehende Produktmix und die im Markt durchzusetzenden Absatzpreise.

Die wichtigsten Umsatzanteile im Konzern verteilen sich auf die Lithografie-Komplettsysteme mit rd. 65% der gesamten Umsatztätigkeit, auf Serviceleistungen im Rahmen des Lithografie-Geschäftes mit rd. 21% sowie auf die Lieferungen im Rahmen von OEM-Vereinbarungen mit rd. 14% vom Gesamtumsatz.

Im Personalbereich bilden sich im Jahr 2023 weiterhin die strategischen Wachstums-Initiativen auf Konzernebene ab. Dies gilt insbesondere in Bezug auf den weiteren Ausbau der Entwicklungskapazitäten, aber auch für die Erweiterungen der Produktionsressourcen sowie für den Bereich Services im internationalen Umfeld. Hinzu kommen die Erweiterungen im Rahmen des erfolgten Umsatzwachstums.

Insgesamt lagen die Personalkosten unter Berücksichtigung des Monats Januar damit um rd. 13% über dem Vorjahreswert des Altkonzerns, so dass sich zusammen mit dem Umsatzwachstum die Personaleinsatzquote auf rd. 28.9% bezogen auf die Gesamtleistung leicht reduzierte.

Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände im Konzernabschluss der Raith TopCo (einschl. Firmenwerte) stiegen im Geschäftsjahr auf einem Wert von rd. T€ 28.866 sowie auf rd. T€ 29.725 unter Berücksichtigung des Monats Januar (Vorjahreswert T€ 9.577). Ursächlich für den Anstieg ist insbesondere die Erhöhung des Geschäfts- und Firmenwertes.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Geschäftsjahr mit T€ 15.634 sowie unter Berücksichtigung des Monats Januar mit T€ 16.697 (Vj. T€ 15.998) über den Vorjahreswerten. Die größten Beiträge zu dieser Erhöhung liegen an einem Anstieg der Gebäudeaufwendungen, auf Grund dem Erwerb der Betriebsstätte Münster und der Erweiterung der Gebäude bei der Raith B.V., sowie einem Anstieg der Reisekosten.

Das Finanzergebnis beträgt im Geschäftsjahr rd. T€ -3.680 sowie unter Berücksichtigung des Monats Januar rd. T€ -3.784 (Vj. T€ -1.025) und umfasst sowohl Kosten für langfristige Investitionskredite zur Finanzierung der erworbenen Anteile wie auch die kurzfristigen Kredite für die laufende Geschäftstätigkeit. Der Anstieg der Zinsaufwendungen beruht auf der Aufnahme der Investitionskredite für den Erwerb des Raith Konzerns.

Auf der Basis der erläuterten Daten wurden im Konzern ein EBT im Geschäftsjahr von rd. T€ - 14.963 sowie unter Berücksichtigung des Monats Januar von rd. T€ -13.778 (Vj. rd. T€ 6.196) erzielt. Maßgeblicher Treiber für den Rückgang des EBT für den Vergleichszeitraum von zwölf Monaten waren die um T€ 20.147 gestiegenen Abschreibungen und die um T€ 2.655 erhöhten Zinsaufwendungen. Die gegenteilig größten positiven Beiträge trugen die Unternehmen Best und Dortmund aufgrund ihrer signifikanten Wertschöpfungsketten zu dem operativen Konzernergebnis bei.

Der Wert der Erträge vor Steuern, Finanzierungskosten und Abschreibungen auf Firmenwerte sowie Stille Reserven, EBITA, beträgt für das Geschäftsjahr rd. T€ 12.952 sowie unter Berücksichtigung des Monats Januar rd. T€ 14.741 (Vj. T€ 13.227) und das EBITDA beläuft sich für das Geschäftsjahr auf rd. T€ 17.582 sowie unter Berücksichtigung des Monats Januar auf rd. T€ 19.731 (Vj. T€ 16.798). Damit wurde der originäre Planansatz übertroffen, es handelt sich jeweils um Bestwerte in der Unternehmenshistorie.

2. Vermögenslage

Die Vermögenslage des Raith Konzerns zum Bilanzstichtag 31.12.2023 wird maßgeblich bestimmt durch Effekte aus der Akquisition des Teilkonzerns Raith Holding GmbH zum 1. Februar 2023. Insgesamt sind folgende wesentliche Beiträge zu nennen:

1.

die Erstkapitalkonsolidierung der Raith Holding GmbH zum Erwerbszeitpunkt,

2.

Effekte der Refinanzierung des Raith-Konzerns auf der Ebene der Raith Holding zum 1. Februar 2023,

3.

Effekte aus der Erstkapitalkonsolidierung und der Akquisitionsfinanzierung der Raith Laser Systems B.V.

4.

die Weiterentwicklung des operativen Geschäftsbetriebs der Raith GmbH auf den 31. Dezember 2023.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Raith Konzerns werden weiter dominiert durch den zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Raith GmbH sowie ihrer Tochterunternehmen entstandenen Firmenwert von T€ 176.098 entstanden. Darüber hinaus ist ein weiterer Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 995 T€ aus dem Erwerb der Betriebsstätte Münster in Form eines Asset Deals auf Ebene der Raith GmbH, entstanden, Die Abschreibungen der Firmenwerte erfolgt linear über 10 Jahre.

So beträgt der Geschäfts- oder Firmenwert zum 31. Dezember 2023 rd. T€ 138.046 (Vj. T€ 25.673). Signifikanten Anteil am Anlagevermögen haben die seit 2016 in Höhe von T€ 14.285 aktivierten Entwicklungskosten. Insgesamt belaufen sich die Immateriellen Vermögensgegenstände der Raith TopCo zum 31.12.2023 auf rd. T€ 168.897 (Vj. T€ 40.562).

Der Buchwert der Sachanlagen zum 31. Dezember 2023 im Konzernabschluss der Raith TopCo ist im Vergleich zum Vorjahreswert auf einen Wert von T€ 13.630 (Vj. T€ 8.131) gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den Reinraum- und Produktionserweiterungen an den drei Produktionsstandorten in Deutschland und den Niederlanden. Daneben erfolgten übliche kleinere Investitionen sowie planmäßige Abschreibungen vorwiegend auf Vorführsysteme in den Anwendungslabors in Dortmund, Best und Troy. Zusammen beläuft sich das Anlagevermögen der Raith TopCo auf T€ 182.532 (Vj. T€ 48.698).

Die Vorräte im Konzern vor Verrechnung mit den erhaltenen Anzahlungen betragen zum Stichtag T€ 47.171 (Vj. T€ 37.236). Diese sind im Vergleich zum 31. Dezember 2023 im Konzern um rd. T€ 9.935 angestiegen - eine Veränderung, die durch die angespannte Lieferkettensituation wie auch die hohen Auftragsbestände und den Produktionsanlauf für die Folgemonate begründet ist.

Aufgrund der weiterhin sehr positiven Entwicklungen des Auftragseingangs im Jahr 2023 liegt der Betrag der erhaltenen Anzahlungen erneut außergewöhnlich hoch. Diese deutliche Zunahme führt zu einem Überhang an erhaltenen Anzahlungen, der auf der Passivseite abgebildet wird. Hierbei ist jedoch zu bemerken, dass innerhalb des Geschäftsmodells von Raith die erhaltenen Anzahlungen regelmäßig einen signifikanten Teil der unfertigen und fertigen Produkte abdecken und somit vorfinanzieren.

Der Forderungsbestand aus Lieferung und Leistung des Raith Konzerns zum 31. Dezember 2023 beträgt rd. T€ 15.505 (Vj. T€ 19.342).

Der Wert der Konzern-Guthaben und Kassenbestände beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 13.478. Demgegenüber betrugen die Flüssigen Mittel im Altkonzern zum 31. Dezember 2022 rd. T€ 14.883.

Aktive latente Steuern im Umfang von insgesamt T€ 2.005 sind mit passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 9.600 verrechnet worden und als solche im Saldo von T€ 7.595 ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die passiven latenten Steuern resultieren zum 31. Dezember 2023 aus der Aufdeckung der Stillen Reserven, die im Rahmen der Erstkonsolidierung entstanden und aus der Aktivierung von Entwicklungskosten.

Insgesamt beläuft sich die Bilanzsumme auf rd. T€ 216.558 (Vj. T€ 84.542). Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 beläuft sich das Eigenkapital der Raith TopCo auf rd. T€ 113.879 (Vj. T€ 21.649).

Als Konzernergebnis wird für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresergebnis von T€ -16.884 sowie unter Berücksichtigung des Monats Januar von T€ -15.755 (Vj. T€ 3.206) ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote der Raith TopCo GmbH zum 31.12.2023 beträgt 52,6% (Vj. 25,6%) der Bilanzsumme.

Die gesamten Rückstellungen zum Jahresabschluss 2023 betragen rd. T€ 14.501 (Vj. T€ 10.985). Darin sind u.a. Steuerrückstellungen von rd. T€ 1.282 enthalten und sonstige Rückstellungen in Höhe von rd. T€ 13.220 (Vj. 10.914). Die sonstigen Rückstellungen aus dem operativen Bereich betreffen im Wesentlichen Gewährleistungen und Nacharbeiten in Höhe von T€ 4.906 (Vj. T€ 3.937), Verpflichtungen aus Prämien, Tantiemen und Resturlauben in Höhe von zusammen T€ 5.206 sowie sonstige weitere Rückstellungen von insgesamt T€ 3.108.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von insgesamt T€ 45.100 handelt es sich um die Restschuld des Kredites der Raith Holding GmbH zur Akquisitionsfinanzierung des Raith Konzerns zum 31.12.2023. Der Kredit hat eine Restlaufzeit bis zum 31.12.2028. Es bestehen Covenantvereinbarungen mit den Kreditinstituten, über deren Einhaltung regelmäßig berichtet wird.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns betragen zum 31. Dezember 2023 rd. T€ 5.359 gegenüber einem Vorjahreswert von rd. T€ 6.153.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten resultieren aus der Abgrenzung von Kundenansprüchen aus Serviceverträgen der operativen Einheiten des Konzerns. Diese betragen zum 31. Dezember 2023 rd. T€ 10.277. Sie betrugen zum 31. Dezember 2022 im Konzern rd. T€ 9.018 und erhöhten sich durch den Anstieg des Bestands an langfristigen Wartungsverträgen aus Erstverkäufen.

3. Finanzlage

Der einfache Cashflow (Jahresüberschuss nach Steuern zzgl. Abschreibungen) der Raith TopCo GmbH im Geschäftsjahr beläuft sich in der Berichtsperiode auf rd. T€ 11.982 (Vj. T€ 12.784).

Im operativen Bereich konnte insgesamt im Geschäftsjahr ein positiver Cashflow von rd. T€ 15.324 (Vj. T€ 23.376) realisiert werden.

Der Mittelabfluss im Investitionsbereich in Höhe von insgesamt rd. T€ 155.420 resultiert wesentlich aus Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis, auf Grund der Erstkonsolidierung (T€ 142.087) sowie aus Zugängen für Sachanlagen für rd. T€ 9.024 und aus Entwicklungskosten in Höhe von T€ 4.704 im immateriellen Bereich.

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von insgesamt T€ 136.176 resultiert mit T€ 105.304 aus der Einzahlung in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafter, mit T€ 35.377 aus der Aufnahme der Bankdarlehen, mit T€ 1.900 aus der Tilgung des Konsortialdarlehens sowie den gezahlten Zinsen von T€ 3.274.

Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds in der Berichtsperiode um rd. T€ 3.921 verringert und beträgt zum 31. Dezember 2023 rd. T€ 13.478. Die Gesellschaft verfügt zusätzlich über ausreichend nicht genutzte mittelfristige Kreditlinien im unteren zweistelligen Gesamtvolumen und ist jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage im Konzern

Insgesamt zeigt sich der Konzern bei sehr guter Auftragslage auf einem stabilen Wachstum; die Kennzahlen zu Auftragseingang, -bestand, Umsatz und Ertragslage im ersten Quartal 2024 liegen über dem Niveau der Vorjahreswerte und im Planungskorridor, unterliegen jedoch weiter den im Projektgeschäft typischen und branchenüblichen Besonderheiten sowie den Exportrichtlinien bedingten Risiken.

5. Prognosebericht

Die Planungen zur Geschäftsentwicklung sind für das Geschäftsjahr 2024 detailliert und für die folgenden Jahre als Orientierung erstellt und von den Gremien von Raith im Dezember 2023 verabschiedet worden. Darüber hinaus wird von der Geschäftsleitung an einer Detaillierung und Optimierung der vorgelegten strategischen Planung bis zum Jahr 2027 und darüber hinaus gearbeitet.

Maßgeblich für die geschäftliche Entwicklung der Raith-Gruppe in den nächsten Jahren ist auch die im Januar 2023 neu aufgestellte Eigentümerstruktur: Im Rahmen eines Exit-Prozesses wurde Raith aus der seit November 2016 etablierten Fondsstruktur in ein neues Investitionsvehikel überführt. In den Jahren 2023 bis voraussichtlich ca. 2028 wird die Raith-Gruppe auf ihrem Wachstumspfad weiterhin unter Leitung des jetzigen Haupteigentümers begleitet.

Im Rahmen des Plans für das Geschäftsjahr 2024 strebt der Raith Konzern eine weitere Geschäftsausausweitung gegenüber dem Vorjahr an. Der Umsatz 2024 im Konzern soll um rd. 11% gesteigert werden - bei einem erwarteten EBITA von rd. 12% und einem EBITDA von rd. 16% jeweils bezogen auf den Umsatz. Dabei wird für das EBT ein negatives Ergebnis in Höhe von rd. T€ 16.700 erwartet.

Diese Planung beruht auf den hohen Auftragsbeständen zu Beginn des Jahres, den vorliegenden Auftragseingängen, den mittelfristigen Erwartungen aus dem vertrieblichen Forecast-System sowie auf den allgemeinen Einschätzungen der konjunkturellen Lagen in den für Raith wichtigen Marktsegmenten und Regionen.

Die ersten Monate des aktuellen Geschäftsjahres 2024 waren durch einen planmäßigen Verlauf der Auftragseingänge und der Projektverfolgungen geprägt. So lagen die Auftragseingänge zum Berichtzeitpunkt im Raith Konzern auf über den Vorjahreswerten und erreichten im ersten Quartal einen Wert von konsolidiert rd. 43 Mio. €. Die aktuellen Projektlisten liegen weiter auf sehr hohem Niveau, so dass ein Erreichen der vertrieblichen Ziele weiter realistisch erscheint.

Die mitlaufend gepflegten Projektlisten für die nächsten Monate und Quartale stützen die Erwartungen an das geplante Wachstum der Auftragseingänge und Umsätze für die Folgemonate, auch wenn, wie im Projektgeschäft üblich, weiterhin signifikante Risiken für eine Zielerreichung verbleiben.

Der normierte Materialeinsatz bezogen auf die Betriebsleistung wird für das Jahr 2024 im Konzern auf etwas höherem Niveau verglichen mit dem Vorjahr erwartet. Dies liegt an den absehbar erhöhten Anteilen von Systemumsätzen mit geringerer Fertigungstiefe sowie deutlichen Kostensteigerungen im Bereich der Materialbeschaffung und des Personals.

Für den Personalbereich ist eine Steigerung des Budgets von rd. 10% auf Konzernebene geplant.

Schwerpunkte der F&E-Tätigkeiten im Unternehmen werden im Jahr 2024 wie in den Vorjahren die Weiterentwicklung von Produkten innerhalb der wichtigen Systemplattformen sein. Hier bildet die im Jahr 2020 erstellte Strategieplanung den Rahmen und gibt Vorgaben für die Produkt-Roadmap bis zum Jahr 2027.

Aktuell und nach vorne blickend gehen die Arbeiten in allen Raith Einheiten produktiv und geregelt weiter und es wird erwartet, dass dies so fortgesetzt werden kann:

Wichtige Kunden sind weiter aktiv, empfangsbereit und zahlungsfähig für Systemlieferungen von Raith.

Ausgelieferte Systeme können unter Nutzung der geschaffenen internationalen Ressourcen und Standorte von Raith auch weiterhin installiert, abgenommen und gewartet werden.

Neue Kundenprojekte werden planmäßig generiert und weiterhin gewonnen.

Die Produkt-Entwicklungen in Dortmund, Sint-Oedenrode und Best arbeiten weiter fokussiert an den priorisierten Projekten.

Die weiter unklaren Entwicklungen und Perspektiven machen jedoch weiterhin eine sorgfältige Planung und Vorausschau notwendig. Dies inkludiert eine vorausschauende und sorgfältige Liquiditätsplanung und -steuerung; eine solche ist eingerichtet. Der Geschäftsbetrieb ist absehbar stabil und nicht gefährdet.

a. Gesamtprognose

Insgesamt planen und prognostizieren wir, das nachhaltige Wachstumskonzept im Konzern auch über das Jahr 2024 hinaus weiter fortzusetzen und zu dynamisieren. Dies wird, wie im Projektgeschäft unvermeidbar, jedoch mit periodenbezogenen Schwankungen erfolgen. Treibende Kraft soll hierbei ein organisches Wachstum und eine Ausweitung des Systemgeschäfts bleiben - bei weiter sehr hoher Bedeutung von Dienstleistungen (Services und Wartungsverträge).

Mit Blick auf den Markt strebt Raith eine Ausweitung des Anwendungsspektrums und des Kundennutzens seines Produktportfolios an. Dies soll durch gezielte Erweiterungen des Leistungsvermögens sowie auf einen Ausbau des Zugangs zu neuen produzierenden Märkten erreicht werden.

Zur Aktualisierung der mittelfristigen Unternehmensausrichtung wurde im Sommer 2020 mit externer Unterstützung ein Projekt zur weiteren strategischen Wachstums-Planung für den Zeitraum bis zum Jahr 2027 abgeschlossen und beschlossen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für eine Fortführung des nachhaltig profitablen Wachstumskurses des Unternehmens bis 2027.

1. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

In den folgenden Jahren werden mit Blick auf das Geschäftsmodell und die spezifischen Märkte, in denen Raith aktiv ist, aktuell keine signifikanten Umbrüche erwartet.

Die weiteren Geschäftserwartungen hängen weiter sehr wesentlich vom zukünftigen Bedarf an Systemen und Diensten für die Nano- und Mikrolithographie ab. Hier erwarten wir positive Entwicklungen durch stabile oder weiter zunehmende Investitionen in Forschung und Entwicklung weltweit. Zusätzlich werden die jeweilige Konjunkturlage in der Halbleiterindustrie (OEM-Zuliefergeschäft) und die Marktaussichten in den anderen Segmenten (Analytik, Mikroskopie) wichtige Rollen für die Perspektiven des Raith Konzern spielen.

Der Markterfolg von Raith hängt somit direkt ab von:

der weiteren Verfügbarkeit von weitgehend öffentlichen Investitionsmitteln für die Forschung in Mikro- und Nanotechnologien sowie in Materialwissenschaften,

der Konjunkturlage in der für ihren zyklischen Charakter bekannten Branche der Ausrüstungen für die Halbleiterentwicklung und -fertigung,

der allgemeinen Marktlage für Analysegeräte und Mikroskope,

dem Agieren der direkten Wettbewerber in der Elektronenstrahl- bzw. der Laserstrahl-Lithografie in diesen Märkten,

Geschäfts- und Exportmöglichkeiten in den wichtigen Industrieländern (USA, UK, EU) und den Emerging Markets (China, Indien, etc.).

Die Nachfrage nach technischen Serviceleistungen sollte durch die kontinuierlich wachsende installierte Basis der Systeme von Raith recht unabhängig von den jeweiligen konjunkturellen Lagen langfristig weiter ansteigen.

Nach gegenwärtigem Kenntnisstand sind fortlaufende Budgets für die Mikro- und Nanotechnologien insbesondere in den Schlüsselmärkten Europa, Nordamerika und Ostasien absehbar. Diese Mittelzuordnungen sind typisch längerfristig orientiert. Die Erfahrungen aus den Jahren der Finanzkrise haben jedoch gezeigt, dass Budgetkürzungen in den Haushalten als Reaktionen auf Umbrüche in den Finanz-, Wirtschafts- oder Währungssystemen nicht auszuschließen sind.

Aufgrund der positiven Entwicklung des Auftragseingangs sind die erhaltenen Anzahlungen außergewöhnlich hoch. Der Bestand an erhaltenen Anzahlungen führt zu einem Überhang, welcher auf der Passivseite ausgewiesen wird. Dieser unterschreitet den Vorjahreswert leicht, befindet sich jedoch weiterhin auf hohem Niveau. Die erhaltenen Anzahlungen werden zweckentsprechend zu einem signifikanten Teil für die Finanzierung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse genutzt, sodass diese insofern vorfinanziert sind. Damit einher geht das Risiko von Zahlungsstromschwankungen, welches die Gesellschaft anhand geeigneter Verfahren aktiv monitort. Darüber hinaus bestehen ausreichend nicht genutzte mittelfristige Kreditlinien, die die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Raith Konzerns sicherstellen.

In den Planumsätzen für das Jahr 2024 sind Systemlieferungen u. a. für China vorgesehen. Der Export in diese Region beinhaltet besondere Risiken technischer, administrativer (individuelle Exportgenehmigungen notwendig) und zeitlicher Art. Insbesondere kann es hier zu substanziellen Verzögerungen in der Realisierung der Umsätze kommen. Als besonders kritische Einflussgröße hat sich in den vergangenen Jahren die Abhängigkeit von der Erteilung von Exportgenehmigungen für Lieferungen von Elektronenstrahl-Lithographiesystemen erwiesen.

Insbesondere erweisen sich die zunehmenden Restriktionen in der Erteilung von Exportlizenzen für bestimmte forschungsorientierte Anwendungen bei Kunden in China als Hemmnis und Risiko für die Geschäftsentwicklung. Raith hat hier bereits vielfältige Wege in der Abstimmung mit den zuständigen Behörden und Ministerien beschritten und wird diesen Ansatz weiter intensivieren. Zusätzlich wurde intern ein sogenanntes "Risk Radar" zur mitlaufenden Verfolgung, Analyse und Einleitung von Änderungen bzw. weiteren Maßnahmen des exportlizenabhängigen Teil des Auftragsbestandes implementiert. Die Geschäftsplanung beruht auf der Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Situation.

Die Auswirkungen des russischen Krieges in der Ukraine haben dazu geführt, dass Raith dort bis auf Weiteres alle Geschäftsaktivitäten aufgegeben hat. Russland und die Ukraine waren für Raith niemals ein Beschaffungsmarkt. Nach aktueller Lage und dem Kenntnisstand von heute ist daher eine Änderung der Geschäftsziele für 2024 oder darüber hinaus nicht erforderlich.

Risiken bestehen weiterhin in der hohen Intensität der Geschäftsbeziehungen zu wenigen Schlüssellieferanten. Um hier unabhängiger zu sein, wurden die eigenen Entwicklungskompetenzen seit einigen Jahren gestärkt und systematisch parallele Lieferanten für wichtige Baugruppen und Komponenten aufgebaut. Diese werden nun vermehrt von den produzierenden Einheiten in Dortmund und Best genutzt.

Die Aktivitäten der direkten Wettbewerber von Raith im Bereich der Lithographie-Systeme sind weiter kritisch zu verfolgen und stellen eine potenzielle Bedrohung für das Erreichen der Planziele dar. So motiviert die gestiegene Bedeutung der forschungsorientierten Nanofabrikation etablierte SEM/FIB-Gerätehersteller, die eigenen Angebote in den Bereich der Nanostrukturierung hinzuentwickeln und zu erweitern. Dies führt typisch zu intensiveren Wettbewerbs-Situationen schon in frühen Projektstadien.

Parallel eröffnet der erhöhte Bedarf von Kunden, Zugang zu universellen direkten Strukturierungswerkzeugen mit höchster Auflösung in drei Dimensionen zu bekommen, ein zusätzliches Marktpotential für Produkte von Raith. Dies bietet dem Unternehmen aufgrund führender Technologien, hoher Anwendungskompetenz und einer breiten Aufstellung in wichtigen Marktsegmenten weitere Wachstumschancen.

Mitentscheidend für das weitere Wachstum des Unternehmens wird es im Jahr 2024 und darüber hinaus sein, die Marktpräsenz insbesondere in Ostasien sowie in anderen aufstrebenden Staaten zu erhöhen.

Als wichtiger Faktor für die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung sind weiterhin Währungsentwicklungen zu berücksichtigen. Insbesondere wird weiter das Verhältnis von EURO zu US$ und vermehrt auch zu den Währungen wichtiger Schwellenländer Einfluss auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklungen haben.

Im Zuge der Neustrukturierung des Konzerns wurden bei einem Bankenkonsortium in 2023 zwecks Finanzierung Akquisitions-Darlehen auf beträchtlichem Niveau aufgenommen. Hier wurde eine gleitende Verzinsung, u.a. basierend auf der Entwicklung des EURIBORs vereinbart. Zur Begrenzung des damit entstehenden Zinsrisikos wurden für einen Teil der Darlehen zwei Zinsswaps vorgenommen.

Seit 2020 beobachten und bewerten wir die Auswirkungen, die der globale Klimawandel auf die Raith GmbH haben wird, z.B. bezüglich der Lieferketten. Darüber hinaus bewerten wir unser Geschäftsmodell - Produkte, Märkte, Standorte - nun regelmäßig bezüglich der Einflussfaktoren auf und aus dem Klimawandel. Hieraus, wie auch aus den zugeordneten Gesetzgebungen und absehbaren Planungen gehen keine direkten Risiken für das Geschäftsmodell von Raith hervor.

b. Gesamtaussage zur Risikolage

Die Gesamtrisikosituation ergibt sich für den Raith Konzern aus den zuvor dargestellten wichtigsten Einzelrisiken. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Anzahl und die Qualität der Risiken weitgehend konstant geblieben.

Insgesamt wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit absehbar den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Wir sind überzeugt, dass wir die sich aus den genannten Risiken ergebenden Herausforderungen weiterhin erfolgreich bearbeiten können.

 

Dortmund, 28. Mai 2024

Raith TopCo GmbH

Dr. Michael Steigerwald

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Raith TopCo GmbH, Berlin

AKTIVA

31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 182.531.963,30
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 168.897.173,61
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14.285.075,03
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.565.672,30
3. Geschäfts- oder Firmenwert 138.046.426,28
II. Sachanlagen 13.629.979,67
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.877.217,88
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.489.099,48
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 263.662,31
III. Finanzanlagen 4.810,02
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.810,02
B. UMLAUFVERMÖGEN 32.227.140,83
I. Vorräte 0,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.392.375,56
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 25.028.968,47
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.403.945,36
4. Geleistete Anzahlungen 5.345.840,90
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -47.171.130,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18.748.924,99
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.505.227,91
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.707,16
3. Forderungen gegen Gesellschafter 14.722,15
4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.213.267,77
- davon aus Steuern: EUR 1.711.485,21 (Vorjahr: EUR 0,00)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 13.478.215,84
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.798.674,04
216.557.778,17

PASSIVA

31.12.2023
EUR
A. EIGENKAPITAL 113.879.464,84
I. Gezeichnetes Kapital 796.652,00
II. Kapitalrücklage 129.542.815,91
III. Konzerngewinnvortrag/-verlustvortrag 0,00
IV. Jahresüberschuss(-fehlbetrag) -16.884.005,60
V. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -374.951,40
VI. Nicht beherrschende Anteile 798.953,93
B. RÜCKSTELLUNGEN 14.501.389,15
1. Steuerrückstellungen 1.281.619,20
2. Sonstige Rückstellungen 13.219.769,95
C. VERBINDLICHKEITEN 70.305.063,86
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.100.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 15.250.304,73
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.358.626,71
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 151.393,21
5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.444.739,21
- davon aus Steuern: EUR 1.114.103,54 (Vorjahr: EUR 979.956,78)
- davon aus sozialer Sicherheit: EUR 36.755,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 10.276.706,98
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 7.595.153,34
216.557.778,17

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
EUR
1. Umsatzerlöse 103.562.966,04
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 6.711.622,99
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.173.072,37
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.517.492,61
5. Materialaufwand -48.572.770,90
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -47.824.395,46
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -748.375,44
6. Personalaufwand -33.176.376,50
a) Löhne und Gehälter -28.005.576,56
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.170.799,94
7. Abschreibungen -28.865.501,60
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -28.865.501,60
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -15.633.725,75
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.161,16
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.683.639,75
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.455.789,38
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: EUR 2.213.131,58 (Vorjahr: EUR 290.026,06)
12. Ergebnis nach Steuern -16.418.488,71
13. Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern -465.516,89
14. Konzernjahresfehlbetrag -16.884.005,60

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

Raith TopCo GmbH, Berlin

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Nach den Bestimmungen des § 290 HGB ist die Raith TopCo GmbH verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen, weil sie aufgrund der ihr zustehenden Mehrheit der Stimmrechte beherrschenden Einfluss ausüben kann (§ 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB).

Die Raith TopCo GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer HRB 243976 eingetragen.

Der Konzernabschluss wurde nach den gesetzlichen Regelungen der §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Gemäß § 297 Abs. 1 HGB besteht der Konzernabschluss aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Konzernkapitalflussrechnung sowie dem Konzerneigenkapitalspiegel.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB aufgestellt.

Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß DRS 21 nach der indirekten Methode erstellt.

Das Geschäftsjahr des Konzernabschlusses entspricht dem Geschäftsjahr der Raith TopCo GmbH vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. Mit Kaufvertrag vom 27. Januar 2023 hat die Raith TopCo GmbH mittelbar die Anteilsmehrheit an der Raith Holding GmbH und somit an dem Raith Konzern erworben. In diesem Zusammenhang erfolgte die Erstkonsolidierung zum 1. Februar 2023 auf Basis des bestehenden Teilkonzerns der Raith Holding zum 31. Januar 2023. Das Konzerngeschäftsjahr des Raith Konzerns verfügt daher ausschließlich über elf Monate operatives Geschäft.

Der Konzernabschluss hat grundsätzlich befreiende Wirkung gem. § 264 Abs. 3 HGB für die Raith GmbH, Dortmund. Die Voraussetzungen sind zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht komplett erfüllt.

II. ERLÄUTERUNGEN ZUM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konzernabschluss umfasst die Jahresabschlüsse der Raith TopCo GmbH, der jeweils 100%igen Tochterunternehmen Raith Holding GmbH und Raith GmbH sowie der folgenden ausländischen Tochterunternehmen:

ausländische Gesellschaften Anteil
%
Raith America Inc., Troy und Islandia, USA 100,00
Raith B.V., Best, NL 100,00
Raith Asia Ltd., Hong Kong, VCR 100,00
Raith China Co., Ltd., Peking, VCR 51,00
Raith Laser Systems B.V., Sint-Oedenrode, NL 100,00

Sämtliche Tochterunternehmen werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Raith TopCo GmbH einbezogen.

Das Geschäftsjahr der einbezogenen Tochterunternehmen ist das Kalenderjahr. Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den 1. Februar 2023, sodass der Konzernabschluss lediglich elf Monate operatives Geschäft der konsolidierten Einheiten beinhaltet.

Die Raith India pvt. Ltd., Bangalore/Indien, deren Anteile zu 90 % von der Raith GmbH sowie zu 10 % von der Raith B.V. gehalten werden, wurde aufgrund der Vereinfachungsmöglichkeit des § 296 Abs. 2 S. 1 HGB lediglich zum Buchwert einbezogen.

III. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

1. Allgemeiner Grundsatz

Bilanzierung und Bewertung erfolgten nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften.

2. Anlagevermögen

a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände betreffen die Entwicklungskosten für die von der Gesellschaft hergestellten Produkte; sie wurden mit den Herstellungskosten, ohne Ausnutzung von Wahlrechten, bewertet und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Herstellung linear abgeschrieben.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung oder Herstellung linear abgeschrieben.

Die aus Konsolidierung sowie aus einem Asset Deal entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend der typisierten Nutzungsdauer linear über 10 Jahren abgeschrieben.

b) Sachanlagen

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung bzw. Herstellung linear oder degressiv abgeschrieben. Kosten der Fremdfinanzierung bleiben außer Ansatz.

Geringwertige bewegliche Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bis zu 800,00 € wurden im Zugangszeitpunkt voll abgeschrieben.

c) Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit Anschaffungskosten bewertet.

3. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen angesetzt, höchstens jedoch zu Marktpreisen am Abschlussstichtag bewertet. Länger lagernde Materialien werden entsprechend ihrer eingeschränkten Nutzbarkeit abgewertet.

Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten bewertet oder im Einzelfall mit den voraussichtlich niedrigeren Verkaufserlösen abzüglich künftig noch anfallender Kosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen sind nicht aktiviert.

Das Vorratsvermögen ist verlustfrei bewertet. Die geleisteten sowie die erhaltenen Anzahlungen wurden mit dem Nominalwert angesetzt.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert angesetzt.

Allen erkennbaren Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % berücksichtigt.

Die Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

5. Liquide Mittel, Rechnungsabgrenzungsposten und Eigenkapial

Die liquiden Mittel, die Rechnungsabgrenzungsposten sowie das Eigenkapital wurden zum Nominalwert bilanziert.

6. Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern wurden auf Ebene der Einzelgesellschaft saldiert ausgewiesen. Die Abgrenzung latenter Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvortragsmöglichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag in der Raith America Inc. in Höhe von 1.396 T€. Der Steuersatz bei der Ermittlung latenter Steuern orientiert sich am individuellen Steuersatz des jeweiligen Landes und beträgt 38,2 % (USA), rd. 19 % (bis 200.000,00 €) bzw. 25,8 % (über 200.000,00 €) (Niederlande), bzw. 32,76 % im Inland.

7. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden, soweit erforderlich, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

IV. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Kapitalkonsolidierung auf den Erstkonsolidierungszeitpunkt am 1. Februar 2023 erfolgt nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs. 1 HGB. Gemäß § 301 Abs. 3 HGB werden nach der Verrechnung verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Bei der Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB) sind alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften des Konsolidierungskreises gegeneinander aufgerechnet worden.

Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung (§ 305 HGB) erfolgte die Aufrechnung aller Innenumsätze mit den zugehörigen Aufwendungen sowie die Aufrechnung sonstiger betrieblicher Aufwendungen und Erträge zwischen Konzernunternehmen.

Die Zwischenergebniseliminierung wurde gemäß § 304 HGB auf alle Vermögenswerte des Anlage- und Umlaufvermögens durchgeführt.

Die Umrechnung der in ausländischen Währungen aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgte gem. § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Dabei sind alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen, bis auf das Eigenkapital, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet worden. Die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen ist zum Durchschnittskurs erfolgt. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist gem. § 308a S. 3 HGB innerhalb des Konzerneigenkapitals als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Dabei lagen folgende Umrechnungskurse zugrunde:

Stichtagskurse: 1 € = 1,1050 USD,
1 € = 7,8509 CNY,
Durchschnittskurse: 1 € = 1,0813 USD,
1 € = 7,6600 CNY.

V. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres 2023 betrugen insgesamt ca. 10.170 T€. Davon ist ein Betrag in Höhe von 3.554 T€ als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert worden. Aufgrund ausreichender Gewinnvorträge auf Ebene der Einzelgesellschaften, liegen keine ausschüttungsgesperrten Beträge i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB vor.

Die stillen Reserven in den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen betrafen im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung des Raith Konzerns mit 3.011 T€ Kundenbindungen und mit 19.344 T€ Produktentwicklungen. Die aufgedeckten Stillen Reserven werden über 3 Jahre abgeschrieben. Die fortgeführten stillen Reserven des Altkonzerns aus dem im Jahr 2021 erfolgten Erwerb der Raith Laser Systems B.V. verfügten zum 1. Februar 2023 über einen Restbuchwert von 1.873 T€ und betrafen ebenfalls Produktentwicklungen. Sie werden über eine Restnutzungsdauer von 1,5 Jahren abgeschrieben.

Aus dem Erwerb der Raith Holding GmbH ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 176.098 T€ entstanden. Darüber hinaus ist ein weiterer Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 995 T€ aus dem Erwerb der Betriebsstätte Münster in Form eines Asset Deals auf Ebene der Raith GmbH, entstanden. Die Abschreibung der Firmenwerte erfolgt linear über zehn Jahre.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

3. Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern beruhen in Höhe von 609 T€ aus Effekten im Zusammenhang mit der Zwischenergebniskonsolidierung. Darüber hinaus bestehen aktiven latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 1.396 T€.

Die passiven latenten Steuern in Höhe von 9.600 T€ beruhen auf dem Ansatz selbst geschaffener immaterieller Wirtschaftsgüter in Höhe von 4.350 T€ sowie der Aufdeckung stiller Reserven im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung von 5.250 T€.

Nach der Saldierung von aktiven (2.005 T€) und passiven (9.600 T€) Steuerlatenzen ergibt sich ein Saldo in Höhe von 7.595 T€ passiver latenter Steuern.

4. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio in Höhe von 1.444 T€.

6. Eigenkapital

Eine detaillierte Eigenkapitalentwicklung ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

31.12.2023
T€
Urlaub, Prämien und Tantiemen 5.206
Garantieverpflichtungen 4.906
ausstehende Rechnungen 1.401
Provisionen 557
übrige 1.150
13.220

8. Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

gesamt davon mit einer Restlaufzeit
T€ von bis zu 1 Jahr
T€
von mehr als 1 Jahr
T€
von mehr als 5 Jahren
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten * 45.100 2.300 42.800 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.359 5359 0 0
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 15.250 15.250 0 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 151 151 0 0
5. sonstige Verbindlichkeiten 4.445 3.778 667 0
70.305 26.838 43.467 0

*) Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig über Sicherheitsübereignungen gegenwärtiger und künftiger Forderungen sowie beweglicher und unbeweglicher Wirtschaftsgüter wesentlicher Gruppengesellschaften besichert. Darüber hinaus erfolgte eine Verpfändung der gegenwärtigen und künftigen Bankkonten wesentlicher Gruppengesellschaften.

Die Verbindlichkeit gegen verbundene Unternehmen bestehen in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB in Höhe von 6.390 T€, davon 2.128 T€ mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, 3.611 T€ mit einer Restlaufzeit von 1-5 Jahren und 651 T€ mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen fast ausschließlich aus Mietverhältnissen, die über Laufzeiten zwischen einem und neun Jahren verfügen.

VI. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Märkten: T€
Kunden im Inland 22.509
Kunden in der Europäischen Union 24.321
Kunden im sonstigen Ausland 56.733
103.563
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen: T€
Systemumsätze 66.558
Service 21.631
Lithographie Zusätze 1.242
OEM 14.132
103.563

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 695 T€, Erträge aus Forschungszulagen und Förderungsprojekten in Höhe von 429 T€ sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und der Herabsetzung von Wertberichtigungen von 13 T€.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 634 T€.

4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen auf die im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierten Stillen Reserven betragen 8.041 T€. Die Abschreibungen auf den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert aus den Erwerben der Raith Holding GmbH belaufen sich auf 16.194 T€. Es wird auf den Konzernanlagenspiegel verwiesen.

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand des Geschäftsjahres 2023 von 1.456 T€ ist im Wesentlichen auf die laufenden Steueraufwendungen von 3.939 T€ sowie die oben angegebene Entwicklung der latenten Steuern zurückzuführen.

Bei der Ermittlung der Steuerlatenzen wurde ein unternehmensindividueller Steuersatz für die Gesellschaften im Inland mit 32,76 % sowie mit 19 % bzw. 25,8 % bei der Raith B.V. und mit 38,2 % bei der Raith America Inc. herangezogen.

VII . SONSTIGE ANGABEN

1. Arbeitnehmer

Der Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 354 Angestellte; davon 8 Auszubildende.

2. Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüferleistungen beträgt 45 T€ für den Konzernabschluss sowie 35 T€ für den Einzelabschluss der Raith GmbH.

3. Geschäftsführung und Beirat

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird in Anwendung des § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Vergütung der Beiratsmitglieder der Muttergesellschaft betrug 72 T€.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2023 lt. Einzelabschluss der Raith TopCo GmbH in Höhe von 115.298,33 € auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Dortmund, den 28. Mai 2024

gez. Dr. Michael Steigerwald

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugang aus Erstkapitalkonsolidierung
EUR
Veränderung aus Währungsumrechnung
EUR
Zugänge
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 17.112.926,22 0,00 3.554.366,97
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 35.872.483,64 -167,35 154.876,42
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 176.098.427,69 0,00 994.625,15
0,00 229.083.837,55 -167,35 4.703.868,54
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.293.143,77 -8.591,66 2.633.289,73
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 12.641.259,30 -119.544,53 6.390.513,92
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.910.037,04 0,00 0,00
0,00 15.844.440,11 -128.136,19 9.023.803,65
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 4.810,02 0,00 0,00
0,00 4.810,02 0,00 0,00
0,00 244.933.087,68 -128.303,54 13.727.672,19
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
0,00 0,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.261.317,34
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.611.991,33 385.057,39
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 -1.646.374,73
1.611.991,33 0,00
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
0,00 0,00
1.611.991,33 0,00
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 20.667.293,19
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.027.192,71
Geschäfts- oder Firmenwert 177.093.052,84
233.787.538,74
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.179.159,18
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.685.294,75
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 263.662,31
23.128.116,24
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.810,02
4.810,02
256.920.465,00
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugang aus Erstkapitalkonsolidierung
EUR
Veränderung aus Währungsumrechnung
EUR
Zugänge
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 4.730.348,85 0,00 1.651.869,31
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 11.288.096,90 5.850,02 8.167.573,49
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 22.852.848,98 0,00 16.193.777,58
0,00 38.871.294,73 5.850,02 26.013.220,38
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 860.590,41 -7.933,52 449.284,41
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 7.039.467,48 -24.223,66 2.402.996,81
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 7.900.057,89 -32.157,18 2.852.281,22
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 46.771.352,62 -26.307,16 28.865.501,60
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 6.382.218,16
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 19.461.520,41
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 39.046.626,56
0,00 64.890.365,13
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.301.941,30
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.222.045,36 8.196.195,27
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
1.222.045,36 9.498.136,57
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
0,00 0,00
1.222.045,36 74.388.501,70
NETTOBUCHWERTE AKTIVIERTE FK-ZINSEN IM GESCHÄFTSJAHR
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14.285.075,03 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.565.672,30 0,00
Geschäfts- oder Firmenwert 138.046.426,28 0,00
168.897.173,61
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.877.217,88 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.489.099,48 0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 263.662,31 0,00
13.629.979,67
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.810,02
4.810,02
182.531.963,30

Raith TopCo GmbH, Berlin

Konzernkapitalfussrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
Operativer Bereich
1. Periodenergebnis -16.884.005,60
2. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 28.865.501,60
Einfacher Cashflow 11.981.496,00
3. Zunahme der sonstigen Rückstellungen 3.852.920,90
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 7.040,45
5. Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 5.225.331,40
6. Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -7.328.121,25
7. Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -636,67
8. Zinsaufwendungen / Zinserträge 3.679.478,59
9. Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.455.789,38
10. Ertragsteuerzahlungen -3.549.568,55
Cashflow aus dem operativen Bereich 15.323.730,25
Investitionsbereich
11. Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens 390.582,64
12. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -4.703.868,54
13. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -9.023.803,65
14. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,00
15. Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -142.087.198,56
16. Erhaltene Zinsen 4.161,16
Cashflow aus Investitionstätigkeit -155.420.126,95
Finanzierungsbereich
17. Einzahlungen in das Stammkapital durch die Gesellschafter 669.110,00
18. Einzahlungen in die Kapitalrücklagen durch die Gesellschafter 105.303.717,91
19. Einzahlung aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 35.377.000,00
20. Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -1.900.000,00
21. Gezahlte Zinsen -3.274.082,72
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 136.175.745,19
Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds -3.920.651,51
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Zahlungsmittelfonds -135.343,99
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 17.508.750,02
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
Liquide Mittel 25.461,32
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 0,00
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 25.461,32
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Liquide Mittel 13.478.215,84
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 0,00
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 13.478.215,84

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklagen
Konzernjahresüberschuss
Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung
Stand am 1. Januar 2023 25.000,00 25.000,00 0,00 0,00
Stammkapitalerhöhung 771.652,00 -- -- --
Zuführung zu den Kapitalrücklagen -- 129.517.815,91 -- --
Änderung des Konsolidierungskreises -- -- -- --
Konzernjahresüberschuss -- -- -16.884.005,60 --
Veränderung des Ausgleichs-
postens aus der Währungs-
umrechnung -- -- -- -374.951,40
Stand am 31. Dezember 2023 796.652,00 129.542.815,91 -16.884.005,60 -374.951,40
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne und Verluste
Konzerneigenkapital
Stand am 1. Januar 2023 0,00 50.000,00
Stammkapitalerhöhung -- 771.652,00
Zuführung zu den Kapitalrücklagen -- 129.517.815,91
Änderung des Konsolidierungskreises 333.437,04 333.437,04
Konzernjahresüberschuss 465.516,89 -16.418.488,71
Veränderung des Ausgleichs-
postens aus der Währungs-
umrechnung -- -374.951,40
Stand am 31. Dezember 2023 798.953,93 113.879.464,84

Billigung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss ist am 20. Juni 2024 gebilligt worden.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Raith TopCo GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Raith TopCo GmbH, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Raith TopCo GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/3-v2-hgb-konzern-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Dortmund, 19. Juni 2024

audalis Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Patrick Andexer, Wirtschaftsprüfer

Jessica Eggert, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

6 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.