Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 83724
Eingetragen
19.11.2001
Branche
Einzelhandel mit Brillen und KontaktlinsenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von feinmechanischen, Foto- und optischen Erzeugnissen, Uhren, Edelmetallwaren und Schmuck
Gegenstand
Vertrieb von Brillenfassungen, Sonnenbrillen und Brillenzubehör aller Art, Vertrieb von chirurgischen Instrumenten und Zubehör sowie Lizenzerwerb und Lizenzvergabe von Rechten jeglicher Art im augenoptischen Bereich

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wataru Aoyama
seit 22.4.2024
Geschäftsführer
Koji Horikawa
seit 22.4.2024
Geschäftsführer
Toshihiro Matsumiya
seit 16.4.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Firma Charmant INC.JPN
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Firma Charmant INC.
Japan
2300000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Charmant GmbH Europe

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1. Geschäftsmodell und gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Charmant GmbH Europe verkauft optische Fassungen und Sonnenbrillen der Eigen- und Lizenzmarken ad-lib, Aristar, Charmant, ELLE sowie ESPRIT, die von der Muttergesellschaft, Charmant Inc., in Japan und Aristar Co. Ltd. in China hergestellt und von diesen bezogen werden. Forschung und Entwicklung bezüglich neuer Produkte werden im Wesentlichen von der Charmant Inc. in Japan durchgeführt.

Die Charmant GmbH Europe hat ihren Sitz in München, Deutschland, und unterhält eine Zweigniederlassung in den Niederlanden. Die Gesellschaft verkauft ihre Produkte auf dem europäischen Markt, überwiegend in Deutschland, Österreich, Benelux und Schweiz. Seit November 2021 betreibt die Gesellschaft ein Zentrallager mit Sitz in Willstätt, Deutschland, von welchem aus seitdem auch die Kunden der französischen und britischen Schwestergesellschaften der Gesellschaft bedient werden.

Die konjunkturelle Lage in Deutschland im Jahr 2024 war geprägt von einer leichten Rezession mit einem Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 % gegenüber 2023. Damit setzte sich der Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung bereits im zweiten Jahr in Folge fort. Hohe Energiekosten, ein nach wie vor erhöhtes Zinsniveau und zunehmende Konkurrenz für deutsche Exporte belasteten die Wirtschaft.1,2

Laut Pressemitteilung Nr. #020 vom 16.01.2025 des Statistischen Bundesamtes beeinflussten insbesondere die schwache private Nachfrage und die reduzierte Industrieproduktion das BIP-Wachstum negativ. Der Verbraucherpreisindex stieg im Jahresdurchschnitt 2024 um 2,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies resultierte aus der weiterhin angespannten Inflationslage und den gestiegenen Dienstleistungskosten.1

In dem für die Gesellschaft wichtigsten Absatzmarkt (Deutschland) stiegen die Umsätze der Augenoptikerbranche inkl. „Brillenfassungen“ im Berichtsjahr leicht um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr.3 Konsumzurückhaltung und wirtschaftliche Schwäche führte zu geringerem Absatz von Brillenfassungen um ca. -1,5 % bei höheren Durchschnittspreisen, wobei die Zahl stationärer Geschäfte sank, und die Konzentration der Geschäfte der größten augenoptischen Unternehmen zunahm.4

In Europa entwickelte sich der Markt für Brillen (Gläser und Rahmen) um ca. 6,8 % wachsend.5

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/01/PD25_020_611.html
2 https://www.ks-sued.de/news/bruttoinlandsprodukt-2024-fuer-deutschland-erste-jahresergebnisse-des-statistischen-bundesamtes/
3 ZVA Branchenbericht 2024 (PDF)
4 ZVA Branchenbericht 2024 (PDF)
5 https://www.marketresearchfuture.com/de/reports/europe-eyewear-market-40040

2. Bestehende Niederlassungen

Die Zweigniederlassung in Woerden, Niederlande, bedient den Markt Benelux und stellt eine unselbständige Betriebsstätte der Gesellschaft in den Niederlanden dar. Die Niederlassung in Woerden erhält, auf Basis der an das Stammhaus vermittelten Umsatzerlöse, entsprechende Provisionen, refinanziert sich aus diesen und beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich vier Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2024 vermittelte die Niederlassung an das Stammhaus, nach Abzug von Erlösschmälerungen, Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 2.064 (Vorjahr: TEUR 2.458) und erzielte einen Verlust vor Steuern (Einkünfte der Betriebsstätte) in Höhe von TEUR -258 (Vorjahr: TEUR -445). Der Rückgang der Umsatzerlöse (nach Abzug von Erlösschmälerungen) in der Zweigniederlassung ist auf den Rückgang des Umsatzes mit einem Großkunden in den Niederlanden zurückzuführen.

3. Analyse des Geschäftsverlauf und der Lage der Gesellschaft

3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wird im Wesentlichen mit Hilfe der bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse sowie Ergebnis vor Steuern gesteuert. Finanzielle Leistungsindikatoren der Finanzlage und Vermögenslage bestehen nicht, da das Finanzmanagement zentral im Konzernverbund erfolgt.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung der Geschäftstätigkeit nicht eingesetzt.

3.2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.2.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme weist gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang in Höhe von TEUR 3.671 auf TEUR 8.780 bzw. um 29,5 % auf.

Auf der Aktivseite hat sich das Anlagevermögen im Wesentlichen aufgrund des Rückgangs der immateriellen Vermögensgegenstände gegenüber dem Vorjahr um TEUR 34 sowie aufgrund des Rückgangs des Sachanlagevermögens um TEUR 53 insgesamt um TEUR 87 verringert.

Das Vorratsvermögen, ausschließlich bestehend aus Warenbeständen, ist im Wesentlichen aufgrund von vorgenommenen Wertberichtigungen und Bestandskorrekturen um TEUR 424 auf TEUR 4.737 (Vorjahr: TEUR 5.161) zurückgegangen.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.545 auf TEUR 2.048 gesunken. Neben dem Rückgang der Umsatzerlöse ist der Rückgang auch auf eine zeitversetzte Rechnungsstellung an die Kunden im Vorjahr, bedingt durch die im Oktober 2023 erfolgte ERP-Umstellung, zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2024 wurde demgegenüber im Wesentlichen zeitnah fakturiert und insoweit waren im Vergleich zum Vorjahr bis zum Bilanzstichtag mehr Zahlungseingänge zu verzeichnen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind insgesamt von TEUR 1.761 (Vorjahr) auf TEUR 333 gesunken. Der Rückgang ist insbesondere auf eine im Geschäftsjahr erfolgte Rückzahlung eines kurzfristigen Darlehens durch die Charmant Inc., Japan, zurückzuführen.

Der Bestand an liquiden Mittel reduzierte sich von TEUR 741 im Vorjahr auf TEUR 652.6

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist infolge des im Geschäftsjahr erzielten Jahresfehlbetrages in Höhe von TEUR 3.895 zum 31. Dezember 2024 auf TEUR 4.253 (Vorjahr: TEUR 8.147) zurückgegangen. In der Folge sank die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr von 65,4 % auf 48,4 %.

Die Rückstellungen insgesamt sind im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht von TEUR 2.447 im Vorjahr auf TEUR 2.449 angestiegen.

Dies ist insbesondere auf den Anstieg der Steuerrückstellungen auf TEUR 471 (Vorjahr: TEUR 121) zurückzuführen. Deren Anstieg geht auf eine vorgenommene Risikovorsorge zurück. Die sonstigen Rückstellungen insgesamt sind demgegenüber gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.326 um TEUR 349 auf TEUR 1.977 gesunken.

Im Bereich der sonstigen Rückstellungen erhöhten sich dabei die Rückstellungen für Lizenzzahlungen aufgrund von höheren Lizenzsätzen von TEUR 768 im Vorjahr auf TEUR 885. Gegenläufig sank die Rückstellung für Verpflichtungen aus noch zu gewährenden Kunden-Nachvergütungen um TEUR 286 auf TEUR 566, anteilig konnte eine Rückstellung für Umzugskosten aus dem Vorjahr i.H.v. TEUR 109 aufgelöst werden und die Rückstellung für Provisionsansprüche des Außendiensts ging in Folge des Umsatzrückgangs von TEUR 83 auf TEUR 26 zurück.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 142 auf TEUR 687 angestiegen. Dies ist insbesondere durch ein erhöhtes Volumen von Rechnungseingängen zum Jahresende zu begründen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von TEUR 1.154 im Vorjahr auf TEUR 1.053 gesunken. Dies ist insbesondere auf die gesunkene Bevorratung mit Waren zum Jahresende zurückzuführen (siehe auch Entwicklung des Vorratsvermögens).

3.2.2 Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mittel sank gegenüber dem Vorjahr von TEUR 741 um TEUR -89 auf TEUR 652. Dies ist auf den im Geschäftsjahr 2024 erzielten negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit i.H.v. TEUR -24 (Vorjahr: TEUR -508) und den negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit (TEUR -65) (Vorjahr: TEUR -264) zurückzuführen.

Der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR -24 resultiert im Wesentlichen aus dem im Geschäftsjahr erzielten Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -3.895. Gegenläufig wirkte sich die Zunahme der Verbindlichkeiten um TEUR 223, der Rückgang des Vorratsvermögens um TEUR 424 sowie der Rückgang des Bestandes der gesamten Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 3.002 aus.

6 Für eine Erläuterung der Veränderung der liquiden Mittel verweisen wir in Abschnitt: 3.2.2 Finanzlage.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR -65 (Vorjahr: TEUR -264).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Zum 31. Dezember 2024 hat die Gesellschaft - wie im Vorjahr - weder einen Bankkredit noch ein Intercompany-Darlehen in Anspruch genommen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.

Der kurz- und mittelfristige Finanzbedarf der Gesellschaft wird grundsätzlich mittels konzerninterner Finanzierung (Gewährung von Lieferantendarlehen im Rahmen des konzerninternen Warenbezugs) sowie durch die im Geschäftsjahr 2020 erfolgte Einzahlung der Gesellschafterin von TEUR 6.000 in die Kapitalrücklage sichergestellt.

Daneben hat die Charmant Inc., mit Sitz in Sabae City/Japan, eine betragsmäßig unbegrenzte harte Patronatserklärung, welche eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2027 aufweist, zugunsten der Gesellschaft abgegeben. Damit ist aus Sicht der Geschäftsführung die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft insgesamt gesichert.

3.2.3 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2024 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 13.655 erzielt. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um TEUR-2.259 bzw. -14,2 %. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Umsatzerlöse (vor Nachvergütungen) im Produktsegment „Brillenfassungen“ um TEUR 2.142 zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich geringere Erlösschmälerungen auf die Entwicklung der Netto-Umsatzerlöse der Gesellschaft aus. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 82 zurückgegangen. Zum Rückgang der Umsatzerlöse in Höhe TEUR -2.259 hat auch der Rückgang der Intercompany- Umsätze gegenüber dem Vorjahr um TEUR 123 beigetragen.

Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 8.442 um TEUR 13 bzw. um ca. 0,2 % auf TEUR 8.455 angestiegen. Der leichte Anstieg verlief damit gegenläufig zum Rückgang der Umsatzerlöse. In der Folge verschlechterte sich die Bruttomarge (Umsatzerlöse ./. Materialaufwand / Umsatzerlöse) gegen- über dem Vorjahr auf 38 % (Vorjahr: 47 %). Der Margenrückgang ist im Wesentlichen auf einen im Vergleich zum Vorjahr nachteiligeren Produktmix, höhere Wertberichtigungen und Bestandskorrekturen auf das Vorratsvermögen sowie auf gestiegene Lizenzaufwendungen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf TEUR 156 (Vorjahr: TEUR 12). Dies ist im Wesentlichen auf die Auflösung von sonstigen Rückstellungen, im Wesentlichen einer Rückstellung für Umzugskosten, und den Anfall entsprechender Erträge im Geschäftsjahr 2024 zurückzuführen.

Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 440 (12,5 %) auf TEUR 3.956 angestiegen. Der Personalbestand insgesamt hat sich aufgrund von Neueinstellungen (Nachbesetzung bereits vorhandener Stellen verbunden mit Veränderungen im Gehaltsgefüge) im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Der Anstieg der Personalaufwendungen ist auch auf generelle Gehaltserhöhungen von im Schnitt ca. 2,5 % zurückzuführen. Des Weiteren stieg der Personalaufwand auch deshalb an, da - abweichend zu den Vorjahren - einer der Geschäftsführer ab dem Geschäftsjahr 2024 Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat und die entsprechenden Aufwendungen unter dem Personalaufwand erfasst worden sind.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 304 auf TEUR 4.704 gesunken (Vorjahr: TEUR 5.008). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr angefallenen Aufwendungen im Kontext der Umstellung auf ein neues ERP-Systems (TEUR 1.200) zurückzuführen, denen keine vergleichbaren Aufwendungen im Geschäftsjahr 2024 gegenüberstanden, sowie geringere Provisionen für Handelsvertreter (Rückgang um TEUR 37 im Vergleich zum Vorjahr). Gegenläufig sind die Aufwendungen für die ERP-Weiterentwicklung (ca. plus TEUR 369), für Steuer-, Lohn- und Rechtsberatung (ca. plus TEUR 60), für Frachten (ca. plus TEUR 185), für Wertberichtigungen auf Forderungen (ca. plus TEUR 222), für Personalbeschaffung (ca. plus TEUR 47) und für die Fahrzeugflotte (ca. plus TEUR 48) angestiegen.

Im Geschäftsjahr 2024 wurde insgesamt ein negatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR -3.445 (Vorjahr: TEUR -1.091) und ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.895 nach einem Jahresfehlbetrag von TEUR 1.234 im Vorjahr erzielt. Der Anstieg des negativen Ergebnisses vor Steuern um TEUR 2.354 und der Anstieg des Jahresfehlbetrags um TEUR 2.661 sind im Wesentlichen auf den Rückgang der Umsatzerlöse, höhere Personalaufwendungen und gestiegene Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zurückzuführen.

3.3 Zusammenfassung der Analyse zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft

Die Gesellschaft hat ein anspruchsvolles Geschäftsjahr 2024 in einem zum Teil schwierigen Markt- und Branchenumfeld bewältigt, welches vor allem durch weiterhin relativ hohe Energiekosten und Dienstleistungspreise und deren negative Auswirkungen auf den privaten Konsum und die Nachfrage nach Brillenfassungen gekennzeichnet war.

Die finanziellen Leistungsindikatoren (Istwerte) der Gesellschaft haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

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2024 Vorjahr Veränderung (%)
TEUR
Umsatzerlöse 13.655 15.914 -14,2
Ergebnis vor Steuern -3.445 -1.091 +215,8

Für das Geschäftsjahr 2024 waren Umsatzerlöse in einer Bandbreite von TEUR 14.000 bis TEUR 14.500 sowie ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in einer Bandbreit von TEUR 0 bis TEUR 150 prognostiziert worden. Beide Prognosewerte wurden nicht erreicht.

Die Ist-Umsätze des Geschäftsjahres 2024 haben den Prognosewert für die Umsatzerlöse unter anderem deshalb verfehlt, weil die Geschäftsführung die Entwicklung der Umsatzerlöse insbesondere für die Monate November und Dezember 2024 optimistischer geplant hatte, als dies aufgrund der Marktverhältnisse tatsächlich eingetreten ist.

Für das Geschäftsjahr 2024 wurde ein Ergebnis vor Steuern in einer Bandbreit von TEUR 0 bis TEUR 150 prognostiziert. Mit einem erzielten negativen Ergebnis vor Steuern (EBT) von TEUR 3.445 wurde der Prognosewert deutlich verfehlt. Die Abweichung vom Prognosewert ist im Wesentlichen auf geringere Deckungsbeiträge aufgrund des Umsatzrückgangs, der stärker ausgefallen ist als prognostiziert, sowie auf - gegenüber der Prognose - höhere Aufwendungen für die Verbesserung des neuen ERP-Systems, auf höhere Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Warenbestände sowie auf höhere Frachtkosten zurückzuführen.

Die Entwicklung unserer finanziellen Leistungsindikatoren verlief somit im Geschäftsjahr 2024 unbefriedigend, beide waren gegenüber dem Vorjahr rückläufig und die Gesellschaft hat die Prognosewerte für beide finanziellen Leistungsindikatoren verfehlt.

Aufgrund dieser Entwicklungen war der Verlauf des Geschäftsjahres und die Entwicklung der Gesellschaft aus Sicht der Geschäftsführung insgesamt nicht zufriedenstellend.

4. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

4.1 Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagement

Sämtliche Gesellschaften des Charmant-Konzerns sind in ein internes Reporting-System eingegliedert, welches die Früherkennung von möglichen Fehlentwicklungen unterstützt. Zur Überwachung und Steuerung von Risiken des operativen Geschäfts untersucht die Gesellschaft regelmäßig Abweichungen von Budgets. Zur Überwachung konjunktureller Entwicklungen finden laufende Abstimmungen auf und mit der Konzernebene statt.

Die Risikobeurteilung erfolgt durch die Geschäftsführung in Abstimmung mit der Konzernmuttergesellschaft Charmant Inc. (Japan). Dabei erfolgt die Bewertung der Risiken je nach Einschätzung über die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risikoausmaß. Hierbei wird ein hohes Risiko mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von > 50 % und einer wirtschaftlichen Auswirkung von > 1 MEUR, im Falle seines Eintretens, definiert. Ein moderates Risiko wird mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von > 25 % und einer wirtschaftlichen Auswirkung von > 0,5 MEUR definiert. Alle anderen Risiken werden als gering eingeordnet.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Forderungsausfallrisiko wird durch die systematische Analyse der Kreditwürdigkeit der Kunden bzw. durch ein konsequentes Mahnwesen eingegrenzt. In Folge der Umstellung auf die neuen ERP-Software D365 Business Central mit Wirkung zum Oktober 2023 konnte aufgrund von Personalengpässen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2024 hin systemseitig keine umfänglichen Mahnläufe durchgeführt werden. Alternativ wurden jedoch periodisch manuelle Mahnläufe durch die Debitorenbuchhaltung durchgeführt.

Fremdwährungsrisiken werden für die Gesellschaft als gering eingestuft, da die Gesellschaft überwiegend in Euro-Ländern tätig ist und entsprechend im Wesentlichen in EUR fakturiert. Der Warenbezug erfolgt ebenfalls im Wesentlichen in EUR.

Da die Gesellschaft keine Darlehen zur Refinanzierung aufgenommen hat, oder andere langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten bestehen, bestehen keine Zinsrisiken.

Die Geschäftsführung beurteilt die finanzwirtschaftlichen Risiken aufgrund der Folgewirkungen der Einführung der neuen ERP-Software auf die Möglichkeit zur Vornahme automatischer Mahnläufe unverändert zum Vorjahr weiterhin als insgesamt moderat.

Operative Risiken

Für die Risikobeurteilung der operativen Geschäftstätigkeit sind folgende Faktoren von Bedeutung, dabei erfolgt die Bewertung der Risiken je nach Einschätzung über die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risikoausmaß.

Absatzrisiko

Ein wesentlicher Anteil des Umsatzes der Gesellschaft hängt von einer einzigen Produktlinie ab. Der Anteil der Produktlinie „ESPRIT“ fiel mit einem Anteil von ca. 61 % an den gesamten Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2024 etwas niedriger aus als im Vorjahr (66%). Eine Beendigung der Vertragsbeziehung mit dem Lizenzgeber hätte erhebliche negative Auswirkungen für die Höhe der erzielbaren Umsatzerlöse und damit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Der ehemalige Eigentümer der Markenrechte „ESPRIT“ hatte im Mai 2024 Insolvenz angemeldet.7 Seit dem Geschäftsjahr 2024 ist die Theia Brands Group (Niederlande) der neue Eigentümer der Markenrechte „ESPRIT Eyeware“. Seit November 2024 fanden Verhandlungen zur Verlängerung des bestehenden Lizenzvertrages zwischen der Theia Brands Group und der Charmant Inc. statt.

Der bis dato bestehende Lizenzvertrag, welcher im Geschäftsjahr 2024 gültig und wirksam war, wurde am 26. Juni 2025 zwischen der Theia Brands Group (neue Eigentümerin der Markenrechte ESPRIT-Eyeware) und der Charmant Inc. erneuert. Die Gesellschaft ist in den Regelungsbereich des Vertrages einbezogen. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum Ende des Jahres 2027 - und war bis zur Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht gekündigt.

Zudem erwirtschaftet die Gesellschaft einen wesentlichen Anteil der Umsatzerlöse (ca. ein Fünftel der gesamten Umsatzerlöse) mit einem einzelnen Großkunden. Aufgrund der langjährigen positiven Erfahrungen mit diesem Großkunden, geht die Geschäftsführung auch weiterhin von einer Fortführung dieser Geschäftsbeziehung aus. Der entsprechende Kundenvertrag wurde bis zur Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses ebenfalls nicht gekündigt.

Insgesamt wird das Absatzrisiko aufgrund der bis zu Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäfts 2024 erfolgten Erneuerung der Lizenzvereinbarung „ESPRIT“ abweichend zum Vorjahr (hoch) nunmehr als moderat eingeschätzt.

7 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/esprit-modekette-insolvenz-europa-geschaeft-100.html

Wettbewerbsrisiko

Die Geschäftsführung beobachtet für Unternehmen im Bereich der Brillenfassungen, welche im Großhandel tätig sind, eine weiterhin schwierige Marktlage in Europa. Dies ist zum einen auf die Zunahme des Marktanteils der Filialunternehmen zurückzuführen. Daneben nimmt der Marktanteil von Einkaufsgemeinschaften zu, die ihre Produktpaletten von Markenprodukten auf Eigenmarken mit besseren Margen umstellen. Diese Entwicklung kann zu einem erhöhten Wettbewerb zwischen den Anbietern führen - woraus insbesondere ein hoher Preisdruck auf der Absatzseite entstehen könnte.

Daneben ergeben sich Wettbewerbsrisiken aufgrund des Zusammenschlusses großer Anbieter/Wettbewerber am Markt sowie der von einzelnen Herstellern angestrebten vertikalen Integration der Vertriebswege (Übernahme insbesondere von Internethändlern durch die Brillenhersteller). Die Konzentration auf dem Anbieter-/Herstellermarkt sowie die vertikale Integration durch einzelne Hersteller erhöhen den Wettbewerbsdruck und könnten ebenfalls zu niedrigeren Verkaufspreisen in der Zukunft führen.

Zusammenfassend werden die Wettbewerbsrisiken durch die Geschäftsführung als unverändert hoch eingestuft.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Unvorhergesehene Ereignisse wie z.B. der Ausbruch von Epidemien, schwerwiegende politische Verwerfungen, Störungen wichtiger Infrastrukturnetze wie Elektrizität und Kommunikation können kurzfristig zu massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens führen. Damit können Einschränkungen beim Personen- und Warenverkehr mit Auswirkungen auf den Absatz ebenso verbunden sein wie Einschränkungen der Geschäftstätigkeit. Dies kann negative Auswirkungen sowohl auf den Absatz- wie auch auf den Beschaffungsmarkt der Gesellschaft haben. Ebenso geht damit ein konjunkturelles Risiko einher.

Der Angriff Russlands gegen die Ukraine hatte und hat nicht unerhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sowie auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Wir hatten zeitnah nach dem Beginn des Angriffs gegen die Ukraine alle Geschäftsbeziehungen mit Russlandbezug eingestellt. Es ergeben sich aus der Einstellung der Geschäftsbeziehungen mit Russlandbezug aber keinerlei wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft. Geschäftsbeziehungen mit Kunden in der Ukraine bestehen nicht.

Geopolitische Ereignisse können eine negative Auswirkung auf die konjunkturelle Lage in Deutschland und in Europa haben. Insbesondere in Folge der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sind die Energiepreise (hierbei insbesondere Gas und Strom) sowie die Treibstoffpreise (hierbei insbesondere Benzin und Diesel) weiterhin auf einem relativ hohen Niveau. Dies hatte erheblich zu einem Anstieg der Inflation in Deutschland und Europa geführt. Eine relativ hohe Inflation besteht weiter fort, zu der neben weiterhin relativ hohe Energiekosten auch die gestiegenen Dienstleistungspreise beitragen.

Für die Charmant GmbH ergeben sich daraus einerseits Risiken bezogen auf den Absatz, da das Risiko besteht, dass die Bereitschaft der Konsumenten neue Brillenfassungen zu erwerben zurückgehen könnte. Andererseits könnten sich die steigenden Dienstleistungs-, Energie-, Transport- und Personalaufwendungen negativ auf die Ertragslage auswirken, sofern die steigenden Aufwendungen nicht im entsprechenden Umfang an den Markt weitergegeben werden können.

Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen, hat die Charmant GmbH Europe auf die o.g. Disruptionen mit eigenkapital- und liquiditätssichernden Maßnahmen reagiert. Hierzu zählen insbesondere die Einholung einer harten Patronatserklärung von der Charmant Inc. Japan.

Mit Datum vom 9./12. Dezember 2025 hat die Charmant Inc., Japan, (Muttergesellschaft der Charmant GmbH Europe) eine aktualisierte und bis zum 31. Dezember 2027 befristete harte Patronatserklärung zugunsten der Charmant GmbH Europe abgegeben. Darin verpflichtet sich die Charmant Inc., Japan, die Charmant GmbH Europe jederzeit und auf erste Anforderung hin mit den notwendigen finanziellen Mitteln bzw. mit entsprechendem Eigenkapital auszustatten, damit die Charmant GmbH Europe ihre fälligen Verbindlichkeiten jederzeit fristgerecht erfüllen kann bzw. keine Überschuldung eintritt. Damit ist die bedarfsgerechte Ausstattung der Gesellschaft mit Eigenkapital und Liquidität sichergestellt.

Vor dem Hintergrund der o.g. Entwicklungen sowie der vorgenommenen Maßnahmen wird das Risiko negativer Auswirkungen durch oben genannte Risiken auf die Gesellschaft weiterhin als hoch, jedoch nicht als bestandsgefährdend, beurteilt.

Beschaffungsrisiko

Den wesentlichen Anteil der Produkte bezieht die Gesellschaft von der Charmant Inc. in Japan sowie von der Aristar Co. Ltd. in China. Die Charmant GmbH Europe ist zwar von zwei Lieferanten abhängig, diese sind aber Konzerngesellschaften der Charmant Gruppe.

Infolge der fortdauernden Krisen (z.B. geopolitische Konflikte, gestiegene Energiekosten, hohe Inflation etc.) schätzt die Geschäftsführung das Beschaffungsrisiko weiterhin als moderat ein, da auch zukünftig Auswirkungen auf die Lieferketten nicht ausgeschlossen werden können.

Gewährleistungsrisiko

Risiken aus Gewährleistungsverpflichtungen werden von der Charmant GmbH Europe aufgrund vorhandener Bestände an Ersatzfassungen weiterhin als gering eingestuft. Die sich hier ergebenden Risiken werden auch mittels einer Einzelfallbetrachtung vom Management überwacht. Das sich hieraus ergebende Risiko schätzt die Geschäftsführung weiterhin als gering ein.

Steuerliche und Rechtliche Risiken

Risiken bestehen im Wesentlichen aufgrund der Teilnahme am allgemeinen Wirtschaftsverkehr und ergeben sich im Steuer- und Arbeitsrecht. Diese Risiken werden verändert zum Vorjahr (gering) nunmehr als moderat eingestuft.

Im Geschäftsjahr 2024 hat eine steuerliche Außenprüfung für die Veranlagungszeiträume 2019 bis 2022 stattgefunden, welche im Geschäftsjahr 2025 mit Feststellungen vorläufig abgeschlossen wurde. Auf Basis der bisherigen Kommunikation mit der Betriebsprüfung, ergab sich eine Indikation für zu erwartende Steuernachzahlungen und dieser wurde bereits durch die Bildung einer Steuerrückstellung für die geprüften Veranlagungszeiträume 2019 bis 2020 im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 Rechnung getragen. Daneben wurde auch Vorsorge für zu erwartende Steuernachzahlungen für den sich anschließenden Prüfungszeitraum (Veranlagungszeiträume 2021 bis 2023) getroffen. Die Geschäftsführung schätzt aufgrund der Feststellungen der Betriebsprüfung die Risiken daher insgesamt abweichend zum Vorjahr (gering) nunmehr als moderat ein.

Zusammenfassung der Risikolage

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Einzelrisiken lassen ebenso wie die Gesamtbetrachtung der Risiken aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung des Unternehmens erkennen.

4.2 Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die Geschäftsführung erwartet, dass die kommenden Geschäftsjahre weiterhin anspruchsvoll bleiben. Die Entwicklung wird maßgeblich durch externe sozioökonomische Rahmenbedingungen, Veränderungen im Kaufverhalten und die weitere Geschäftsentwicklung einer unserer Lizenzmarken (ESPRIT) beeinflusst. Vor diesem Hintergrund plant die Gesellschaft zusätzliche Maßnahmen zur Anpassung in der Vertriebsorganisation wie den verbesserten Einsatz des CRM-Systems sowie weitere Marktaktivitäten in den relevanten Kernmärkten, insbesondere in Deutschland und den Niederlanden. Ziel ist es, die Betreuung bestehender Kunden zu verbessern, organisches Wachstum zu sichern und bislang weniger adressierte Marktsegmente gezielt auszubauen. Zudem geht die Gesellschaft davon aus, dass die bereits eingeleiteten strukturellen Veränderungen die Neukundengewinnung erleichtern und eine breitere Marktabdeckung ermöglichen.

Der Vertrieb für konzernunabhängige Kunden wurde Ende 2024 in einem zentralen Team zusammengeführt. Dieses führt sämtliche Lizenz- und Eigenmarken und ermöglicht damit eine bessere Ausschöpfung der Verkaufspotenziale pro Kundenkontakt. Diese Struktur wird in den Geschäftsjahren 2025 und 2026 fortgeführt. Bei den Eigenmarken liegt der Schwerpunkt erneut auf titanbasierten Kernprodukten.

Das Firmenkundengeschäft bleibt weiterhin eine zentrale strategische Priorität. Ein Großkunde hat den Großteil seines Einkaufs im Jahr 2025 auf ein zentrales Beschaffungsmodell umgestellt, was vereinfachte Abläufe, Skaleneffekte und Potenzial für steigende Absatzmengen in den Folgejahren bieten kann. Darüber hinaus werden seit dem Geschäftsjahr 2025 internationale Multiplikatoren intensiver betreut, was perspektivisch weiteres Wachstum im Firmenkundensegment unterstützen dürfte. Diese Strategie wird fortgeführt.

Parallel dazu erschließt die Gesellschaft zusätzliche Geschäftsfelder. Im September 2025 wurde der Vertrieb der neuen Lizenzmarke HEAD (Fassungen und Sportsonnenbrillen/Sonnenbrillen) in den Märkten in Europa aufgenommen - schwerpunktmäßig in den direkten Märkten (DACH, BENE) sowie in den europäischen Exportmärkten, die über internationale Distributionspartner bedient werden. Ergänzend zum Kerngeschäft im Optikmarkt wird die Gruppe schrittweise den neuen Vertriebskanal Sportfachhandel entwickeln und dort insbesondere HEAD-Sportsonnenbrillen einführen. Hier bietet sich ein realistisches Umsatzpotenzial, welches den bisherigen Kernmarkt Optik relevant ergänzen kann. Die Lizenzvereinbarungen mit den Marken Elle und ESPRIT wurden im Geschäftsjahr 2025 verlängert, wodurch die Stabilität und Nachhaltigkeit des bestehenden Markenportfolios für die kommenden Geschäftsjahre gesichert ist.

Das Exportgeschäft (auch als Händlergeschäft bezeichnet) wird seit dem Geschäftsjahr 2020 von Deutschland aus gesteuert und umfasst nordeuropäische und zentraleuropäische Märkte. Zusätzlich bestehen Partnerschaften in Portugal, Spanien, Finnland und Polen. Im Geschäftsjahr 2024 wurde das Partnernetzwerk sukzessive von Europa auf die EMEA-Region ausgeweitet, um bislang nicht betreute Kunden zu erreichen. Diese Expansion soll in den Geschäftsjahren 2025 und 2026 fortgeführt werden, insbesondere durch eine stärkere Präsenz im Nahen Osten sowie durch die Erschließung zusätzlicher Potenziale in Südeuropa.

Die grundsätzliche Vertriebsstruktur der Gesellschaft bestehend aus zwei Vertriebsteams wurde im Geschäftsjahr 2024 fortgeführt. Das „Esprit“-Team hat „ESPRIT“ und die Hausmarken Charmant und „Minamoto" vertrieben und dass „Elle“-Vertriebsteam die Marken „Elle“, „Ad Lib“, „Aristar“, Charmant „Z“, „Line Art“ und „Geo Eyewear“. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2025 wurde die Vertriebsstruktur für konzernunabhängige Kunden zusammengeführt und die oben dargestellte Markenaufteilung entfällt.

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Maßnahmen - insbesondere der gezielten Ausrichtung auf Großkunden und der strategischen Fokussierung auf unsere Kernkompetenz im Titanbereich - geht die Gesellschaft mittelfristig auch von steigenden Umsätzen im margenstarken Segment der Eigenmarken aus (u.a. durch die Einführung des neuen Produktsegments Charmant Motion Tech/Japan Made).

4.3 Prognosebericht

Die weltweiten Lieferketten funktionieren generell wieder besser und auch die Lieferkostensituation hat sich anteilig entschärft. Allerdings bestehen durch die andauernden Spannungen im Nahen Osten und den Konflikt im Gazastreifen neue Gefahrenpotenziale. Ebenso wie durch die Angriffe der Huthi-Rebellen im Roten Meer. Viele Schiffe meiden immer noch diese Route und nehmen den längeren Weg um Afrika herum, was zu längeren Lieferzeiten und höheren Transportkosten für Waren aus Asien führte.

Das Preisniveau der Energiekosten liegt weiterhin auf einem höheren Niveau als vor Beginn des Ukraine- Krieges. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft wird nach der Jahresprojektion der Bundesregierung im Jahr 2025 0,1 % betragen. Damit bewegt sich diese am Rande einer Stagnation. Erst in den Kalenderjahren 2026 und 2027 könnte sich die Lage mit einem erwarteten Wachstum von 0,8 % bzw. 1,1 % etwas verbessern.8 Positiv zu bewerten ist der erwartete Rückgang der Inflationsrate auf nur noch 2,2 % im laufenden Jahr, in einen nach unserer Einschätzung historisch und volkswirtschaftlich guten Bereich.

Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2025 und für das Geschäftsjahr 2026 basieren auf einer internen Vertriebsanalyse. Diese Analyse wird, unter Berücksichtigung der erwarteten Kundennachfrage sowie der konjunkturellen gesamtwirtschaftlichen Lage in den wichtigsten Absatzmärkten der Gesellschaft (insbesondere Deutschland), zu einer Gesamtprognose verdichtet.

8 ifo Konjunkturprognose Winter 2025: Der Strukturwandel hat Deutschland fest im Griff | ifo Konjunkturprognose | ifo Institut

Die nachfolgend aufgeführten Annahmen wurden im Rahmen der Prognose für das Geschäftsjahr 2025 und für das Geschäftsjahr 2026 getroffen:

i.

Die Geschäftsführung rechnete entsprechend der Prognose des Ifo Instituts (Stand Dezember 2025) für das Jahr 2025 mit einem leichten wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland (Wachstum von +0,4 %). Hierbei wird mit einer Inflationsrate für das Gesamtjahr von bis zu +2,3 % gerechnet.9

ii.

Die Geschäftsführung rechnet entsprechend der Prognose des Ifo Instituts (Stand Dezember 2025) für das Jahr 2026 mit einem leichten wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland (Wachstum von +0,8 bis 1,1 %). Hierbei wird mit einer Inflationsrate für das Gesamtjahr von +2,2 % gerechnet.10

iii.

Die Geschäftsführung hat zur Ableitung der Prognose für das Gesamtjahr 2025 und für das Geschäftsjahr 2026 die im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2025 erzielten Ergebnisse berücksichtigt.

iv.

Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr 2025 von einer gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 aufgrund eines vorteilhafteren Produktmixes deutlich verbesserten Marge aus. Für das Geschäftsjahr 2026 wird mit einer Marge von 51,5 % gegenüber einer Marge von 49 % im Geschäftsjahr 2025 gerechnet. Die Margenwerte beruhen auf dem für den Charmant-Konzern erstellten Reporting Package nach HGB.

v.

V. Es wird davon ausgegangen, dass sich geopolitische Konflikte im Vergleich zum Zeitpunkt der Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2024 und im Geschäftsjahr 2026 nicht weiter verschärfen und insbesondere eine ausreichende gesamtwirtschaftliche Energieversorgung gewährleistet bleibt.

vi.

Es wurde für das Geschäftsjahr 2025 und für das Geschäftsjahr 2026 angenommen, dass sich der Produkt- und Kundenmix gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 positiv verändern wird. Die Geschäftsführung geht dabei von weiter sinkenden Umsatzerlösen für Brillenfassungen in einer Bandbreite von 7 % bis 11 % aus. Daneben prognostiziert die Geschäftsführung sinkendende Aufwendungen für die Weiterentwicklung der IT-Systeme, beginnend ab dem 2. Halbjahr 2025.

Basierend auf den oben genannten Annahmen prognostizierte die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2025 Umsatzerlöse in einer Bandbreite von TEUR 11.700 bis TEUR 12.200 und ein negatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von ca. TEUR -2.575.

Ausgehend von den zum Zeitpunkt der Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2024 vorliegenden vorläufigen ungeprüften Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 wurden im Geschäftsjahr 2025 Umsatzerlöse in Höhe von etwa TEUR 11.406 sowie ein negatives Ergebnis vor Steuern in einer Größenordnung von etwa TEUR 3.493 erzielt.

Die o.g. Werte für die finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatzerlöse und Ergebnis vor Steuern) beruhen auf dem für den Charmant-Konzern erstellten ungeprüften Reporting Package nach HGB. Wesentliche Unterschiede zwischen dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und dem Reporting Package nach HGB bestehen in Bezug auf die o.g. Leistungsindikatoren nicht.

9 https://www.ifo.de/prognosen (Basisszenario)
10 https://www.ifo.de/prognosen (Basisszenario)

Die im Geschäftsjahr 2025 erzielten Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern liegen damit unter den Prognosewerten der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2025. Diese geht aktuell davon aus, dass die Prognosewerte für das Geschäftsjahr 2025 auch auf Basis geprüfter Zahlen verfehlt werden.

Auf Basis der oben genannten Annahmen prognostiziert die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2026 Umsatzerlöse in Höhe von ca. TEUR 12.420 und einen Verlust vor Steuern in Höhe von ca. TEUR -954.

 

München, den 29. Januar 2026

Koji Horikawa

Toshihiro Matsumiya

Wataru Aoyama

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

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31.12.2024 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.393,28 81.481,49
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 253.876,32 306.997,97
301.269,60 388.479,46
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 4.737.370,85 5.161.350,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.048.497,55 3.593.610,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 333.446,17 1.761.128,50
davon gegen Gesellschafter: EUR 38.694,46 (Vorjahr: EUR 1.666.400,90)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 465.304,21 494.415,99
2.847.247,93 5.849.155,43
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 651.820,87 740.951,35
8.236.439,65 11.751.457,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 184.769,77 253.116,97
D. Aktive latente Steuern 58.000,00 58.000,00
8.780.479,02 12.451.053,77

Passiva

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31.12.2024 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.175.971,33 1.175.971,33
II. Kapitalrücklage 16.075.905,29 16.075.924,29
III. Verlustvortrag -9.104.497,55 -7.870.515,75
IV. Jahresfehlbetrag -3.894.766,53 -1.233.981,80
4.252.612,54 8.147.398,07
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 471.213,25 121.213,25
2. Sonstige Rückstellungen 1.977.306,70 2.326.153,25
2.448.519,95 2.447.366,50
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 687.771,54 544.956,15
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.052.519,60 1.154.027,41
davon gegenüber Gesellschafter: EUR 756.027,84 (Vorjahr: EUR 948.148,75)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 339.055,39 157.305,64
davon aus Steuern: EUR 43.066,61 (Vorjahr: EUR 70.877,16)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 5.348,29 (Vorjahr: EUR 6.372,61)
2.079.346,53 1.856.289,20
8.780.479,02 12.451.053,77

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

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2024 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 13.654.608,33 15.913.604,11
2. Sonstige betriebliche Erträge 155.927,91 11.595,19
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 2.157,46 (Vorjahr: EUR 5.817,81)
13.810.536,24 15.925.199,30
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 6.402.576,73 6.405.565,97
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.051.997,38 2.036.167,94
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.244.628,84 2.913.191,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 711.307,05 602.667,49
davon für Altersversorgung: EUR 7.933,62 (Vorjahr: EUR 13.679,75)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 153.407,56 156.111,21
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.703.700,23 5.008.520,33
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 12.310,41 (Vorjahr: EUR 19.392,50)
17.267.617,79 17.122.224,53
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.283,38 106.323,26
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22,20 0,00
12.261,18 106.323,26
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 446.214,39 139.930,49
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 36.000,00)
10. Ergebnis nach Steuern -3.891.034,76 -1.230.632,46
11. Sonstige Steuern 3.731,77 3.349,34
12. Jahresfehlbetrag -3.894.766,53 -1.233.981,80

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

I. Allgemeine Angaben und Grundlagen des Jahresabschlusses

Die Charmant GmbH Europe ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB mit Sitz in München. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 83724 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist nach § 267 Abs. 3 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft, es gelten daher die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Der Abschluss wird in Euro erstellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB werden teilweise in Anspruch genommen.

Der formale Aufbau des Anhangs ist gegenüber dem Vorjahr nicht geändert worden.

Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, welche im Vergleich zum Vorjahr unverändert sind. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unverändert unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, unter Zugrundelegung der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am jeweiligen Abschlussstichtag bewertet.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen, abzüglich planmäßiger Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am jeweiligen Abschlussstichtag angesetzt.

Die Anschaffungskosten umfassen neben dem Anschaffungspreis Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden ausschließlich nach der linearen Methode vorgenommen. Die erwartete betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer beträgt dabei:

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Anlagepositionen Abschreibungsmethode betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände linear 3 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 3-14 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 800 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. bei einer dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB zum Bilanzstichtag angesetzt.

Das Vorratsvermögen ist unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen. Das Vorratsvermögen ist verlustfrei bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken für definierte Kunden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt; für darüber hinausgehende Risiken, das allgemeine Kreditrisiko bzw. für zu erwartende Zahlungsabzüge, Ausfall- und Zinsverluste sowie die erwarteten Beitreibungskosten werden pauschalierter Einzelwertberichtigungen gemäß der Altersstruktur der Forderungen vorgenommen.

Forderungen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Forderungen in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.

Die liquiden Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zu Nominalwerten aktiviert. Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern werden gemäß §274 unter Anwendung des Temporary Konzepts für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Berücksichtigung der steuerlichen Verlustvorträge ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der Gesellschaft von aktuell ca. 28,78 %.

Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebene Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebener Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - bilanzierte - aktive latente Steuer.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen nach § 272 HGB.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen Zinssatz auf Basis eines 7-Jahres-Durchschnittszeitraums entsprechend der Restlaufzeit diskontiert, zukünftige jährliche Preis- und Kostensteigerungen von 2,2 %1 werden berücksichtigt. Für die Abzinsung der Rückstellungen beträgt der Zinssatz für das Geschäftsjahr 2024 1,63 %2. Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Umsatzerlöse werden unter Beachtung des Realisationsprinzips erfasst und ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung periodengerecht erfasst.

1 Inflationsrate im Jahr 2024 bei +1,2 % - Statistisches Bundesamt
2 Abzinsungszinssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB (BilMoG)_SDMX.xlsx

II. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Eine von den historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024 ist - unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sowie einschließlich der kumulierten Abschreibung - im Anlagespiegel - als Anlage zum Anhang - dargestellt.

Umlaufvermögen

Die Vorräte in Höhe von TEUR 4.737 (Vorjahr: TEUR 5.161) beinhalten Warenbestände an Brillenfassungen und Etuis sowie Ersatzteile und Werbematerial. Abwertungen auf Warenbestände wurden in Höhe von TEUR 1.074 (Vorjahr: TEUR 629) vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 2.048 nach TEUR 3.594 im Vorjahr. Vom Bruttoforderungsbestand wurden Einzelwertberichtigung in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 0) und pauschalierte Einzelwertberichtigung in Höhe von TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 68) abgesetzt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 333 (Vorjahr: TEUR 1.761) enthalten zum Stichtag in Höhe von TEUR 333 (Vorjahr: TEUR 321) ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese bestehen in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 1.666) gegenüber der Gesellschafterin.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von insgesamt TEUR 465 (Vorjahr: TEUR 494) haben Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 219 (Vorjahr: TEUR 150) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 253) beinhaltet in Höhe von TEUR 107 überwiegend vorausbezahlte Aufwendungen für die Teilnahme an Messerveranstaltungen im Folgejahr sowie vorausbezahlte Aufwendungen für u.a. Versicherungen und Serviceverträge.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Stammkapital von DM 2.300.000,00 und beträgt umgerechnet in Euro unverändert EUR 1.175.971,33. Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 HGB beträgt gegenüber dem Vorjahr EUR 16.075.905,29 (Vorjahr: EUR 16.075.924,29).

In Höhe des Betrages der angesetzten aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 58 besteht gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.977 (Vorjahr: TEUR 2.326) betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus noch zu gewährenden Kundenboni (TEUR 566; Vorjahr: TEUR 852), Rückstellungen für Lizenzgebühren (TEUR 885; Vorjahr: TEUR 768), Handelsvertreterausgleichsansprüche gemäß § 89b HGB (TEUR 204; Vorjahr: TEUR 200) Steuer-, Prüfungs-, Anwalts- und Beratungsleistungen (TEUR 166; Vorjahr: TEUR 97) sowie Verpflichtungen aus ausstehenden Urlaubs-/Überstundenansprüchen.

In den Steuerrückstellungen von TEUR 471 (Vorjahr: TEUR 121) ist eine Rückstellung für Risiken aus einer Betriebsprüfung enthalten, die sich auf mehrere vergangene Veranlagungszeiträume bezieht; die Bewertung beruht auf der gegenwärtigen Einschätzung der Rechtslage und der aktuellen Prüfungsfeststellungen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres zur Rückzahlung fällig. Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.053 (Vorjahr: TEUR 1.154) betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Diese bestehen in Höhe von TEUR 756 (Vorjahr: TEUR 948) gegenüber der Gesellschafterin.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern resultieren aus Unterschieden zwischen der Handels- und Steuerbilanz bezüglich des Wertansatzes der Rückstellung für Handelsvertreterausgleichsansprüche gemäß § 89b HGB. Passive latente Steuern ergeben sich zum 31. Dezember 2024 nicht.

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Ertragsteuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von 28,78 %. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund der sich rechnerisch ergebenden Steuerentlastung nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse resultieren hauptsächlich aus dem Verkauf von Brillenfassungen. Darüber hinaus erzielt die Gesellschaft Umsatzerlöse durch den Verkauf von Ersatzteilen und die Erbringung von Dienst- und Serviceleistungen für Schwestergesellschaften im Konzernverbund sowie für das Mutterunternehmen (Charmant Inc.).

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 140 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 6) enthalten.

Unter dem Personalaufwand in Höhe von TEUR 3.956 (Vorjahr: TEUR 3.516) sind im Geschäftsjahr Aufwendungen für Gehälter in Höhe von TEUR 2.850 (Vorjahr: TEUR 2.238) und Aufwendungen für Provisionen für Außendienstmitarbeiter in Höhe von TEUR 394 (Vorjahr: TEUR 457) enthalten.

Unter den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung i.H.v. TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 14) enthalten.

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 19) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 446 (Vorjahr: TEUR 140) enthalten u.a. Aufwendungen aus der Risikovorsorge für eine laufende und für künftige steuerliche Außenprüfungen.

IV. Sonstige Angaben

1. Ausschüttungssperre

Es besteht zum Bilanzstichtag ein gemäß § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 58) in Höhe des Betrages angesetzter aktiver latenter Steuern.

2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden im Jahresdurchschnitt 60 Mitarbeiter (Vorjahr: 58) beschäftigt.

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Anzahl der Arbeitnehmer 2024
Innendienst 41
Außendienst 19

Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.

3. Gesellschafter und Organe der Gesellschaft/Geschäftsführung

Alleingesellschafterin war im Berichtsjahr die Charmant Inc., Japan, die 100 Prozent der Anteile an der Gesellschaft hält.

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren für das Geschäftsjahr 2024 sowie bis zur Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses die folgenden Personen bestellt:

 

Koji Horikawa, President der Charmant Inc., Sabae City, Japan

 

Toshihiro Matsumiya, Finanzvorstand der Charmant Inc., Sabae City, Japan

 

Wataru Aoyama, Geschäftsführer, Katsuyama-City, Japan

Nur Herr Wataru Aoyama erhält als Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft. Aufwendungen für die Tätigkeiten der weiteren Geschäftsführer wurden nicht an die Gesellschaft weiterbelastet. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird daher unter Verweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

4. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die im Geschäftsjahr nicht bilanzierten Geschäfte in Höhe von TEUR 450 (Vorjahr: TEUR 445), betreffen Verpflichtungen aus Leasingverträgen.

Am Bilanzstichtag bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen für 21 Leasingfahrzeuge (Vorjahr: 28 Fahrzeuge) im Gesamtbetrag von TEUR 404 (Vorjahr: TEUR 348). Am Bilanzstichtag bestehen zudem Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen für Kopierer und Faxgeräte in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 97).

Nach den vertraglichen Bedingungen sind die Leasing-Objekte der Gesellschaft wirtschaftlich nicht als Eigentum zuzurechnen; diese sind daher im Jahresabschluss der Charmant GmbH Europe, München, nicht aktiviert.

Für diese Geschäfte sind Zahlungen von TEUR 272 innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem Bilanzstichtag fällig.

Die Leasingvereinbarungen dienen der Sicherung der Liquidität sowie der Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch längere Zahlungsziele. Nachteile aus den Leasingvereinbarungen resultieren aus höheren Gesamtkosten, da die Leasingraten insgesamt die Kosten eines fremdfinanzierten Kaufes des Leasing- Gutes übersteigen.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus Mietverträgen. Diese betragen zum 31. Dezember 2024 insgesamt TEUR 1.076 (Vorjahr: TEUR 1.000). Diese sind wie folgt fällig:

davon innerhalb des nachfolgenden Geschäftsjahres: TEUR 254

davon in der nachfolgenden fünf Geschäftsjahre: TEUR 735

Die Vorteile aus Mietverträgen liegen in der Verringerung der Mittelbindung und der Übernahme des Investitionsrisikos bzw. wesentlicher Teile dieses Risikos durch den Vermieter.

6. Konzernabschluss sowie kleinster und größter Konsolidierungskreis

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den nach den Reglungen der Japanese GAAP aufgestellten (Teil)Konzernabschluss der Muttergesellschaft Charmant Inc., Fukui/Japan, einbezogen, die einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von einbezogenen Unternehmen aufstellt.

Dieser Konzernabschluss kann bei der handelsregisterführenden Behörde in Japan unter der Registernummer 2210001012979 eingesehen werden.

7. Mindestbesteuerung/Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGB

Basierend auf den von der OECD im Dezember 2021 veröffentlichten „Pillar Two Model Rules“ hat die Europäische Union im Dezember 2022 eine Richtlinie zur Sicherstellung eines globalen Mindeststeuerniveaus für multinationale Unternehmensgruppen verabschiedet. Gesetze zur globalen Mindeststeuer wurden in mehreren Ländern, in denen der Charmant Konzern tätig ist, erlassen, darunter auch in Deutschland (MinStG). Der Charmant Konzern bzw. die Charmant GmbH Europe fallen allerdings nicht in den Anwendungsbereich dieser Regeln, da die konzernweiten Umsatzerlöse gegenwärtig den festgelegten Schwellenwert von Mio. EUR 750 unterschreiten. Vor diesem Hintergrund werden im Jahresabschluss der Gesellschaft keine laufenden oder latenten Steueransprüche und -schulden mit Ertragsteuern aus den „Pillar Two“-Regeln erfasst.

Der tatsächliche Steueraufwand/-ertrag aus dem Mindeststeuergesetz (MinStG) für das Geschäftsjahr 2024 beläuft sich auf EUR 0,00.

8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres/Nachtragsbericht

Seit November 2024 fanden Verhandlungen zur Verlängerung des bestehenden Lizenzvertrages bezüglich der Nutzung der Markenrechte „ESPRIT“ zwischen der Theia Brands Group (neue Eigentümerin der Markenrechte ESPRIT-Eyeware) und der Charmant Inc. statt. Der bis dato bestandene Lizenzvertrag bezüglich der Nutzung der Markenrechte „ESPRIT“, welcher im Geschäftsjahr 2024 gültig und wirksam war, wurde am 26. Juni 2025 zwischen der Theia Brands Group und der Charmant Inc. erneuert. Die Gesellschaft ist in den Regelungsbereich des Vertrages einbezogen. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum Ende des Jahres 2027.

Mit Datum vom 9./12. Dezember 2025 hat die Charmant Inc., Japan, (Muttergesellschaft der Charmant GmbH Europe) eine aktualisierte und bis zum 31. Dezember 2027 befristete harte Patronatserklärung zugunsten der Charmant GmbH Europe abgegeben. Darin verpflichtet sich die Charmant Inc., Japan, die Charmant GmbH Europe jederzeit und auf erste Anforderung hin mit den notwendigen finanziellen Mitteln bzw. mit entsprechendem Eigenkapital auszustatten, damit die Charmant GmbH Europe ihre fälligen Verbindlichkeiten jederzeit fristgerecht erfüllen kann bzw. keine Überschuldung eintritt.

Unter dem 15. Dezember 2025 hat die Charmant Europe GmbH eine Erweiterung des bestehenden Darlehensvertrags mit der Charmant France SARL aus dem Jahr 2021 vorgenommen. Der neu vereinbarte Darlehensrahmen beträgt insgesamt EUR 4.000.000. Davon wurde von der Gesellschaft bis zur Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2024 EUR 3.900.000 in Anspruch genommen, der entsprechende Betrag ist der Charmant GmbH Europe in drei Tranchen zugeflossen.

Die Laufzeit des Darlehens ist unbefristet, der Darlehensvertrag enthält keine vertraglich festgelegten Rückzahlungsfristen. Bezüglich des Zinssatzes wurde Euribor auf 3-Monats-Basis, zuzüglich +0,5 % am ersten Tag jeder Folgeperiode, vereinbart, die Untergrenze des Zinssatzes beträgt 0,25 %. Die Darlehensaufnahme dient zur Sicherung der Liquidität der Charmant Europe GmbH.

Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine weiteren wesentlichen berichtspflichtigen Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des abgelaufenen Geschäftsjahres führen würden oder für die zukünftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung wären.

9. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2024 in Höhe von EUR 3.894.766,53 gemeinsam mit dem Verlustvortrag von EUR -9.104.497,55 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 29. Januar 2026

Koji Horikawa

Toshihiro Matsumiya

Wataru Aoyama

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

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Historische Anschaffungskosten
1.1.2024 Umbuchung Zugänge Abgänge 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Werten und Rechten 1.905.951,04 111,68 1.380,00 0,00 1.907.442,72
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.401.425,55 0,00 63.510,42 1.366,90 1.463.569,07
3.307.376,59 111,68 64.890,42 1.366,90 3.371.011,79
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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2024 Umbuchung Zugänge Abgänge 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Werten und Rechten 1.824.469,55 0,00 35.579,89 0,00 1.860.049,44
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.094.427,58 0,00 117.827,67 2.562,50 1.209.692,75
2.918.897,13 0,00 153.407,56 2.562,50 3.069.742,19
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Buchwert
31.12.2024 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Werten und Rechten 47.393,28 81.481,49
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 253.876,32 306.997,97
301.269,60 388.479,46

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Charmant GmbH Europe, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Charmant GmbH Europe, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Charmant GmbH Europe, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 29. Januar 2026

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jan Lehnhardt, Wirtschaftsprüfer

Laura Riederer, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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