Strauch Digital Solutions GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hischam Rifai seit 23.8.2022 | Geschäftsführer |
Michael Stauff seit 26.11.2021 | Prokura |
Daniel Booke seit 9.10.2020 | Geschäftsführer |
Meldin Hadrovic seit 9.10.2020 | Geschäftsführer |
Harfid Hadrovic seit 8.4.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 16.67% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 83.33% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Harfid GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht für 2019Harfid GmbH, EssenA. Geschäfts und Rahmenbedingungen I. Grundlagen der Gesellschaft Die HARFID GmbH mit Sitz in Essen ist innerhalb der HARFID Unternehmensgruppe die ausführende Bauunternehmung. Mit über 200 Mitarbeitern realisiert das Familienunternehmen anspruchsvolle Hochbauprojekte im Geschosswohnungsbau und im Geschäftsbau (Hotels und Nahversorgungszentren). Die Auftraggeber sind sowohl öffentliche Institutionen und andere institutionelle Anleger, als auch private Investoren. Zahlreiche Projekte werden auch für die zur HARFID Unternehmensgruppe gehörenden Projektgesellschaften umgesetzt. Hierbei handelt es sich Projektbeteiligungen, aber auch in der Mehrzahl um zu 100 % eigene Projektgesellschaften. Damit ergibt sich für die HARFID GmbH ein schon jetzt gesicherter Auftragsbestand von zurzeit über 300 Mio. €. Diese Konstellation sichert der HARFID GmbH nahezu ein Alleinstellungsmerkmal innerhalb der deutschen Bauindustrie. Rechtliche Struktur Hauptsitz der HARFID GmbH ist Essen. Die HARFID GmbH ist Tochtergesellschaft der HARFID Holding GmbH, die neben der Beteiligung an der HARFID GmbH noch zahlreiche Beteiligungen an Projektgesellschaften enthält. II. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Bedingt durch die Abkühlung der Weltkonjunktur und die Unsicherheiten durch den Brexit hat sich die Konjunktur in Deutschland deutlich abgeschwächt. Zwar wirkten die florierende Baukonjunktur, finanzpolitische Impulse sowie eine nach wie vor günstige Absatzmarktentwicklung stützend, wovon der private Konsum profitierte. Jedoch litten die Exporte deutlich unter der globalen Nachfrageschwäche und die gestiegene Unsicherheit belastete die Unternehmensinvestitionen. Vor dem Hintergrund hoher politischer Unsicherheit und zunehmender Handelsbarrieren stieg das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur um 0,6% und damit deutlich langsamer als 2018 (+1,5%).Bei einem anhaltenden Anstieg der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland (+0,9%) wuchsen die preisbereinigten Konsumausgaben (+1,8%) ebenso wie die preisbereinigten Bauinvestitionen (+3,9%). Auch die preisbereinigten Ausrüstungsinvestitionen stiegen in 2019 (+0,6%). Demgegenüber bremste der Außenbeitrag den Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in 2019 um 0,4%, wobei der Zuwachs der Exporte (+0,9%) hinter dem Zuwachs der Importe (+1,9%) zurückblieb. Die Inflation war mit 1,4% 2019 sogar noch etwas niedriger als im Vorjahr (1,9%), bedingt durch einen weiteren Rückgang der Ölpreise. Entwicklungen in der Baubranche Während die deutsche Volkswirtschaft weiter stagniert, bleiben die Bauinvestitionen auf Wachstumskurs. Entsprechend lag der Umsatz bei 135,00 Milliarden Euro, was einem Anstieg von nominal von 8,5% im Vorjahresvergleich entspricht. Davon entfallen 49,00 Milliarden auf den Wohnungsbau, 49,20 Milliarden auf den Wirtschaftsbau und 36,60 Milliarden auf den öffentlichen Bau. Das Wachstum der Bauwirtschaft schlägt sich wie schon in der Vergangenheit in steigenden Preisen (+5,5%) nieder. Der Auftragseingang in 2019 liegt bei 86,1 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 8,2% im Vorjahresvergleich entspricht. Wesentlicher Wachstumstreiber war hier der Wohnungsbau. Für 2019 ist ein Wachstumsplus des Personalbestandes von 1,5% auf 870.000 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt zu verzeichnen. III. Entwicklung der HARFID GmbH im Überblick Die HARFID GmbH kann auch im Geschäftsjahr 2019 ihren kontinuierlichen und konsequenten Wachstumskurs fortsetzen und verzeichnet eine positive Geschäftsentwicklung. Das Geschäftsmodell bietet den Vorteil, selbst bei einer eventuellen konjunkturellen Stagnation in der Baubranche, mit einem stabilen Auftragsbestand arbeiten zu können. Im Vorjahresvergleich konnte die Gesamtleistung deutlich, von TEUR 58.824 auf TEUR 89.821 gesteigert werden. Das entspricht einen Gesamtleistungszuwachs von fast TEUR 31.000, also fast 53 %. Die stetig wachsenden Anforderungen im modernen Bauen und die Anzahl der zu realisierenden Projekte erforderte auch eine gezielte Investition in den Personalbereich. Neben der Aufstockung im gewerblichen Bereich ist es auch gelungen, geeignete Fachleute für die operativen und administrativen Unternehmensbereiche zu gewinnen. Der Personalstand stieg daher von durchschnittlich 150 Mitarbeitern im Jahr 2018 auf durchschnittlich 200 Mitarbeiter im Jahr 2019, also um 33 %. B. Darstellung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage I. Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Das Anlagevermögen hat einen leichten Rückgang i.H.v. TEUR 43 zu verzeichnen. Den Anlagenzugängen i.H.v. TEUR 31 stehen planmäßige Abschreibungen i.H.v. TEUR 74 gegenüber. Die kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Vorratsvermögen in Form von im Bau befindlichen Grundstücken. Aufgrund des geänderten Ausweises der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen ergibt sich eine Reduzierung der Bilanzsumme. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich entsprechend dem starken Umsatzwachstum sowie aufgrund von stichtagsbedingten Effekten um TEUR 3.377 auf TEUR 7.439 erhöht. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben sich von TEUR 5.857 auf TEUR 24.388 erhöht. Der Anstieg resultiert zum einen aus stichtagsbedingten Effekten aus der Generalunternehmertätigkeit für die Tochtergesellschaften. Zum anderen finanziert die HARFID GmbH eigene Projekte der Unternehmensgruppe vor. Ein Großteil der Konzerngesellschaften finanziert sich über die HARFID GmbH. Aus diesem Grund haben sich insbesondere Forderungen gegenüber im Aufbau befindlichen Projektgesellschaften erhöht. Der Bestand an flüssigen Mitteln reduzierte sich um TEUR 1.997 auf TEUR 103. Die Eigenkapitalquote erreicht 16%. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um TEUR 329 auf TEUR 1.093 liegt im Wesentlichen in den gestiegenen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen sowie für Gewährleistungen begründet. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen um TEUR 5.806 auf TEUR 14.340 gestiegen. Der Anstieg ist unter anderem vor dem Hintergrund des gestiegenen Vorratsvermögens zu betrachten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben sich um TEUR 11.812 auf TEUR 14.265 erhöht. Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber der HARFID Holding GmbH resultierend aus der Umsatzsteuer im Zuge der umsatzsteuerlichen Organschaft. II. Ertragslage Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:
Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr eine um 52,7 % höhere Gesamtleistung im Vorjahresvergleich, die aus dem Anstieg der durchgeführten Baumaßnahmen resultiert. Das Umsatzwachstum liegt mit 95 % über dem Branchendurchschnitt, steht aber im Einklang mit dem Branchenwachstumstrend. Die Umsatzrendite beträgt im Geschäftsjahr 3,4 % (Vorjahr 6,2 %). Das Zinsergebnis hat sich um TEUR 22 reduziert. III. Finanzlage Die Finanzlage wird als zufriedenstellend eingeschätzt. Der vereinfacht ermittelte Cashflow als Jahresüberschuss zzgl. der Abschreibung beträgt im Berichtsjahr TEUR 1.829 (Vorjahr TEUR 1.729). Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den Kreditlinien können die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden. IV. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein, insbesondere vor dem Hintergrund der verbesserten Gesamtleistung und des Umsatzanstieges. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. C. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren I. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Umsatzentwicklung, dem Betriebsergebnis sowie der Branchenentwicklung. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und den Cashflow heran. II. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Aus- und Fortbildung Unser besonderes Augenmerk gilt einer kontinuierlichen und zukunftsorientierten Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Teams sowie der Ausbildung neuer und junger Teammitglieder in den Bau- und Immobilienberufen. Kontinuierliches Lernen und Weiterentwickeln zählen zu unserer Unternehmensleitkultur und sind die Wegbereiter für unsere erfolgreiche unternehmerische Zukunft. Arbeitsschutzmanagement Als eines der ersten Unternehmen in Deutschland haben wir schon jetzt das interne Arbeitsschutzmanagement nach der neuen Norm ISO 45001:2018. Diese Norm ersetzt die alte 18001:2017 OHSAS und liefert uns einen klaren Rahmen, in dem jederzeit die Sicherheit unseres Teams gewährleistet wird. Zusätzlich stellen wir alle Betriebsanweisungen gemäß Betriebssicherheitsverordnung §12 digital und zentral für alle Baustellen und die Verwaltung zur Verfügung. Nachhaltigkeit & Verantwortung Nachhaltiges Bauen und Handeln bedeutet für uns nicht nur die einseitige Fokussierung auf ökonomische Aspekte. Auch die ökologische Nachhaltigkeit und die gesellschaftliche Verantwortung sind entscheidende Parameter, die in unserer täglichen Arbeit berücksichtigt werden und in unsere Produkte einfließen. In allen Produkten steht daher neben der Minimierung des Verbrauchs von Energie und Ressourcen auch die Schaffung von Lebensräumen im Fokus, die den Ansprüchen innovativer Arbeitsweisen im Zeitalter der Digitalisierung genügen. Zeitgleich werden individuelle Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse unserer Kunden zum Thema. Strategische Geschäftsfelderweiterung Der Wettbewerb um leistungsfähige und preisbewusste Nachunternehmer nimmt zu. Um dieser Spirale der steigenden Preise und damit Verteuerung der Bauleistung zu entgehen, hat die HARFID GmbH begonnen strategisch wichtige Gewerke, wie die Technische Gebäudeausrüstung, den Innenausbau mit Trockenbau, Fliesen und Malerarbeiten sowie den Bereich der Gebäudehülle (Dach und Fenster) in nachunternehmerähnlichen Strukturen aufzubauen. Hiermit wird neben dem Preiseffekt auch eine unabhängige Terminplanung möglich sein. D. Prognosebericht I. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die deutsche Wirtschaft hat ein turbulentes Jahr 2020 hinter sich. Im Zuge der Pandemie - Eindämmungsmaßnahmen kam es im zweiten Quartal zu einem historischen Einbruch der Wirtschaftsleistung in nahezu allen Sektoren der Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt ging im vergangenen Jahr um 5% zurück. Nach einer ersten schnellen Erholung kämpft sich die deutsche Wirtschaft allmählich wieder aus der Krise. Für das Jahr 2021 rechnet die Bundesregierung mit einem Anstieg des preisbedingten Bruttoinlandsprodukts von 3 %. Die Erwerbstätigkeit wird im Jahr 2021 voraussichtlich stagnieren, die Zahl der registrierten Arbeitslosen leicht zurückgehen. Die Wirtschaftsleistung vor der Krise dürfte erst Mitte des Jahres 2022 wieder erreicht werden. Die wirtschaftliche Entwicklung wird weiterhin maßgeblich vom Pandemieverlauf und von den Maßnahmen der Eindämmung beeinflusst. II. Entwicklungsprognose für die Baubranche Die Prognosen von Wirtschaftsforschungsinstituten, Sachverständigenrat und Bundesregierung gehen von einer weiteren Zunahme der Bauinvestitionen aus. Die Bauwirtschaft hat dem pandemiebedingten Abschwung der Konjunkturentwicklung in Deutschland in 2020 entgegengewirkt. Für 2021 erwartet der ZDB einen Umsatz im Bauhauptgewerbe auf dem Niveau des Jahres 2020 bei ca. 140 Mrd. Euro. Die Entwicklung hängt davon ab, ob es gelingt, das Infektionsgeschehen bis zum Frühjahr 2021 drastisch einzudämmen. Ungewissheiten bestehen hinsichtlich der weiteren weltwirtschaftlichen Entwicklung, möglicher Unternehmensinsolvenzen, der Auswirkungen auf Investitionen, Beschäftigung sowie das konsum- und Sparverhalten der Verbraucher, die den Bausektor noch eine Weile begleiten werden. Pandemiebedingt ist für 2021 auch für Bauinvestitionen nur ein gedämpftes Wachstumstempo zu erwarten, in 2022 geht das DIW jedoch wieder von einer deutlichen Belebung aus - es wird ein Anstieg des Bauvolumens real von 2,6 % erwartet. Die angespannte Kapazitätsauslastung der Baubetriebe hat sich normalisiert. Für 2020 und 2021 wird eine Inflationierung des Bauvolumens von deutlich unter 2% prognostiziert. Der Wohnungsbau zeigt eine von Corona nahezu unbeeindruckte Entwicklung. Insgesamt kann für 2020 ein Umsatzwachstum im Wohnungsbau von ca. 10,5 % auf 54,3 Mrd. Euro verzeichnet werden. Insgesamt wurden etwa 300.000 Wohneinheiten fertiggestellt. Zunehmende Baugenehmigungen und der sehr hohe Bauüberhang lassen deutliche Zuwächse erwarten. Das Baugenehmigungsverlangen ist stabil hoch. Per November 2020 sind für mehr als 333.000 Wohneinheiten (WE) Baugenehmigungen erteilt worden, und damit für gut 14.000 WE mehr als im Vorjahr (+ 4,0%). Die hohe Nachfrage nach Wohnraum in den Groß- und Universitätsstädten sowie die günstigen Finanzierungsbedingungen sollten den Wohnungsbau weiterwachsen lassen. Dahingegen sind die Zuwächse für Maßnahmen an bestehenden Wohngebäuden moderater ausgefallen. Dennoch ist die Nachfrage von Modernisierungs- und Instandsetzungsleistungen intakt, sodass für 2021 eine weitere Beschleunigung des Wachstums prognostiziert werden kann. Stützende Faktoren werden in der gestärkten Kaufkraft sowie der steuerlichen Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen gesehen. Im Wirtschaftsbau haben sich die Corona-Auswirkungen deutlich niedergeschlagen. Außenwirtschaftliche Konflikte wirken sich negativ auf die Nachfrage nach Produktions- und Lagerflächen der exportierenden deutschen Industrie aus. Neue Bürogebäude werden angesichts der zunehmenden Home-Office Möglichkeiten nur zurückhaltend in Auftrag gegeben. Im Wirtschaftsbau kann für 2020 insgesamt noch einen Umsatz leicht oberhalb Vorjahresniveau bei ca. 49,8 Mrd. Euro; (+1,2 %) verzeichnet werden. In 2021 wird im Wirtschaftsbau mit einem Umsatz von bei 48,8 Mrd. Euro gerechnet. Das ist ein Rückgang um 1 Mrd. Euro (ca. -2%). Starke Zuwächse werden durch die öffentliche Hand erwartet. Impulse kommen hierbei durch die Maßnahmen des Konjunkturpaketes, verstärkte Mittelabflüsse im Kommunalinvestitionsförderungsfonds sowie die Investitionsinitiative der Bundesregierung. Eine Kompensation von wegbrechenden Gewerbesteuereinnahmen der Kommunen wirkt zudem stützend. Für 2020 konnte im öffentlichen Bau ein Umsatz von 38,9 Mrd. Euro verzeichnet werden. Das ist ein Plus von 6,2 %, das sich allerdings 2021 in ein Minus von 1,5 % umkehren wird. Das Umsatzvolumen in dieser Sparte wird in 2021 voraussichtlich 38,3 Mrd. Euro erreichen. Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe lag im Jahr 2010 bei gut 715.000. Im Jahr 2020 waren es jahresdurchschnittlich etwa 893.000 Beschäftigte, eine Steigerung um fast ein Viertel gegenüber dem Beginn des Jahrzehnts. Der Beschäftigungsaufbau wird in 2021 fortgesetzt, bei etwas verminderter Dynamik, auf fast 900.000 Beschäftigte. Gesucht wird sowohl gewerbliches Personal als auch Angestellte. Die Digitalisierung der Branche erfordert entsprechende Fachkompetenz. Ausbildung und Studium werden zunehmend darauf abgestellt. III. Prognose für die HARFID GmbH Wir erwarten eine weiterhin positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Auswirkungen der Coronapandemie werden die Leistungsmöglichkeiten des Unternehmens beeinflussen. Mögliche Baustellenschließungen werden zu Umsatzrückgängen und Terminverschiebungen führen. Die Kapazitätsauslastung der HARFID GmbH wird im Jahr 2020 durch die Coronapandemie belastet. Gemessen an der Gesamtleistung in 2019 wird sich die für 2020 geplante Leistung teilweise in die Folgejahre verschieben. In der strategischen Planung wird das berücksichtigt. Die aktuellen Bauaufträge reichen bis in das Jahr 2024 hinein. Im Rahmen vorliegender Angebotsanfragen ist mit weiteren Auftragszugängen zu rechnen. Die beauftragten Volumina sind hierbei sowohl der Höhe nach, als auch im Sinne der zeitlichen Auslastung auf einem angemessenen Niveau. Auch hier wird coronabedingt eine zeitliche Verschiebung von Realisierungen erwartet. Wir erwarten für 2020 ein Betriebsergebnis im positiven Bereich. E. Chancen- und Risikobericht I. Risikobericht Wesentliche bestandsgefährdende Risiken bestehen aus Sicht der Geschäftsleitung nicht. Inwieweit die Coronapandemie insgesamt Auswirkungen z.B. bei Nachunternehmern (Verfügbarkeit/Preis), Behörden (Genehmigungszeiten) oder auch Kunden haben wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht hinreichend beurteilt werden. Im Rahmen des Risikomanagements werden entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet. Im Rahmen wesentlicher Angebotsabgaben bzw. preisbindender Verträge werden die Auftragskalkulationen immer im 4-Augenprinzip abgesichert. Im Bereich der Beschaffung werden frühzeitig bindende Angebote eingeholt. Größere Ausfallrisiken im Rahmen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht zu erwarten, zeitliche Verschiebungen sind coronabedingt jedoch möglich. Dies liegt einerseits darin begründet, dass das Hauptgeschäft mit leistungsstarken Auftragsnehmern, mit denen eine langjährige Zusammenarbeit existiert, abgewickelt wird. Andererseits werden in den einzelnen Bauvorhaben eine Vielzahl von Zwischenabrechnungen erteilt, sodass Zahlungsstörungen frühzeitig erkannt werden können, ohne dass ein Gesamtauftrag realisationsgefährdet ist. Termingeschäfte werden im Regelfall nicht gemacht. Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. II. Chancenbericht Die positiven Rahmenfaktoren auf dem Wohnimmobilienmarkt - insbesondere im regionalen Umfeld - sollten auch zukünftig zu einer hohen Auslastung der Produktionskapazitäten führen. Zumindest auf absehbare Zeit sollte die Nachfrage nach neu zu schaffendem Wohnraum hoch bleiben. Trotzdem kann eine Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit, insbesondere im Gewerbebereich (Büro-/Hotelimmobilien etc.), durch die Auswirkungen der Coronapandemie nicht ausgeschlossen werden. Trotz bestehender Konkurrenzintensität sind die Auslastungen in der Bauwirtschaft insgesamt auf hohem Niveau. Dies sollte auch weiterhin für alle Anbieter zu hoher Nachfrage und mithin Auslastung führen. Des Weiteren führt die Erweiterung des Geschäftsfeldes um eigene Projektentwicklungen in der Unternehmensgruppe zu einer steigenden Auftragslage in der Zukunft. III. Gesamteinschätzung der Unternehmensführung Die gute Auftragslage, verbunden mit der erwarteten zukünftigen Kapazitätsauslastung sollte auch in den kommenden Jahren zu einer stabilen Ertragslage beitragen. Die betrieblichen Prozesse in den Bereichen der Angebotskalkulation, der Beschaffung, des Baustellen-, sowie des Finanzcontrollings werden und wurden in den letzten Jahren weiter optimiert, so dass die Risiken in diesen Bereichen weiter minimiert werden. Die Positionierung als familiengeführtes Unternehmen ist hierbei vor allem im qualitativen Bereich ein Erfolgsfaktor. Eine stetige Anpassung der organisatorischen Rahmenbedingungen an die Markterfordernisse unterstützt diese Positionierung nachhaltig. Insbesondere die schrittweise Ausweitung des Leistungsportfolios in den Schlüsselgewerken wie z.B. der Technischen Gebäudeausrüstung führt zu einer strategischen Verbesserung der Stellung im hartumkämpften Nachunternehmermarkt. Diese Strategie wird konsequent weiterverfolgt. Wir gehen insofern von einer weiterhin positiven Unternehmensentwicklung auch in den herausfordernden Zeiten aus. Inwieweit diese positiv bewertete Entwicklung von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, maßgeblich beeinflusst durch die Coronapandemie, gestört wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht verlässlich prognostizierbar.
Essen den 13. April 2021 Harfid Hadrovic Eldin Hadrovic Meldin Hadrovic Alexander Micheel Daniel Booke BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangHarfid GmbH, EssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 I. Grundlagen des Jahresabschlusses A) Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss der Harfid GmbH mit Sitz in Essen, eingetragen beim Amtsgericht Essen unter der Nummer HRB 20565 wird auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der für das Geschäftsjahr gültigen Fassung aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbHG zu beachten. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich bis auf die offene Absetzung der erhaltenen Anzahlungen von den Vorräten gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB keine wesentlichen Änderungen der Ansatz- und Bewertungsmethoden ergeben. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und zu davon-Vermerken ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. B) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird zu Herstellungs- beziehungsweise Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Das Vorratsvermögen wird gemäß des Fertigstellungsgrades zu Herstellungskosten - ohne Fremdkapitalzinsen - bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalbeträgen nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt. Auszahlungen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch offenen (jedoch bereits entstandenen) steuerlichen Verpflichtungen zum Erfüllungsbetrag. Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme zurückgestellt und beinhalten, soweit notwendig, zukünftige Preis- und Kostensteigerungen. Eine Abzinsung der Aufbewahrungsrückstellung erfolgt aus Wesentlichkeitsgründen nicht. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit ihrem Zahlungsbetrag passiviert. Im Geschäftsjahr wird erstmalig von dem Wahlrecht gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Demnach werden die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen nicht mehr unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen, sondern offen von den Vorräten abgesetzt. Dadurch ergibt sich eine um 106.350.724,92 EUR verkürzte Bilanzsumme und um den gleichen Betrag niedrigere Vorräte. Die Änderung erfolgt, da nach Auffassung der Geschäftsführung der saldierte Ausweis von Vorräte und erhaltenen Anzahlungen ein besser den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage vermittelt. II. Erläuterungen zur Bilanz 1) Anlagevermögen Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Abschreibung Die Abschreibung des Geschäftsjahres ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. 2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Fristigkeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellt sich wie folgt dar:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Sicherungseinbehalte i.H.v. TEUR 67,7. 3) Vorräte Die Vorräte enthalten Planungs-, Entwicklungs- und Baukosten zur Herstellung von unterschiedlichen Bauprojekten. 4) Flüssige Mittel Die flüssigen Mitteln umfassen neben dem Kassenbestand (TEUR 55,2) auch Guthaben bei Kreditinstituten erfasst. 5) Sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen werden für ausstehende Rechnungen (TEUR 500), diverse Personalkosten (TEUR 305), Gewährleistungen (TEUR 230), Jahresabschlusserstellung und -prüfung (TEUR 33) und Aktenaufbewahrung (TEUR 25) gebildet. 6) Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten setzt sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Sicherungseinbehalte i.H.v. TEUR 8,3. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 5.450.000,00. Die Verbindlichkeiten sind durch Grundschulden, Abtretung von Kaufpreisansprüchen, eine Mietzession, eine Risiko-Lebensversicherung sowie eine Höchstbetragsbürgschaft von Herrn Hadrovic gesichert. III. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Außerordentliche Aufwendungen Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 819,7 (Vorjahr: TEUR 563), die außerordentlichen Charakter haben. IV. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen zum Stichtag folgende Bürgschaften/Avale:
Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen. Es bestehen nach § 285 Nr. 3a HGB anzugebende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 3.105. Angaben zum Mutterunternehmen Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der HARFID Holding GmbH, Essen einbezogen. Das Mutterunternehmen hält einen Anteil von 70% des Stammkapitals. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die HARFID Holding GmbH ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter der Nr. HRB 21354 eingetragen. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2019 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 200 (Vorjahr 143) Arbeitnehmer, hiervon 131 gewerbliche Mitarbeiter und 69 Angestellte. Geschäftsführung Während des Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Harfid Hadrovic geführt. Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der ausgewiesene Betrag der Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht i.H.v. 10.952.959,27 EUR (Vorjahr 95.511,75 EUR) besteht in voller Höhe gegen Gesellschafter. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter i.H.v. 99.824,10 EUR (Vorjahr 68.212,60 EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i.H.v. 12.974.103,12 EUR (Vorjahr 2.452.915,97 EUR) GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2019 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus führte zu zeitweisen Baustellenschließungen im März und April 2020. Fortan konnten die Baustellen mit teilweise zeitlichen Verschiebungen weitergeführt werden. Die Auswirkungen der Coronapandemie werden die Leistungsmöglichkeiten des Unternehmens beeinflussen. Mögliche Terminverschiebungen durch langsamere Genehmigungsverfahren seitens der Baubehörden innerhalb der Projektentwicklung und Baustellenschließungen werden zu Umsatz- und Terminverschiebungen führen. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Unternehmensfortführung gefährdet ist oder wesentliche Restrukturierungsmaßnahmen aufgrund der Coronapandemie erforderlich werden. Am 5. Oktober 2020 wurden die Grundstücke auf der Hindenburgstraße 2-4, Hachestraße 34 sowie auf der Henriettenstraße 10 in Essen an die Projektgesellschaft HARFID Headquarter GmbH veräußert. Weitere wertbegründende Ereignisse von besonderer Bedeutung sind nicht eingetreten. Unterschrift der Geschäftsführung
Essen, den 13. April 2021 Für die Harfid GmbH Anlagespiegel
Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern1.1.2019 - 31.12.2019Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 99.824,10 EUR. 1.1.2018 - 31.12.2018Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 68.212,60 EUR. Bericht des Aufsichtsratssonstige Berichtsbestandteile
Essen, den 13. April 2021 gez. Harfid Hadrovic Eldin Hadrovic Meldin Hadrovic Alexander Micheel Daniel Booke Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.04.2021 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Harfid GmbH, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresschluss der Harfid GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Harfid GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 28. April 2021 ECOVIS
Audit AG
Sven Rücker, Wirtschaftsprüfer Thilo Marenbach, Wirtschaftsprüfer |
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