Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 45013
Eingetragen
3.8.1998
Branche
Personenbeförderung im Linienverkehr auf der StraßeBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenPersonenbeförderung im Gelegenheitsverkehr auf der Straße
Gegenstand
die Beförderung von Personen mit Bussen im öffentlichen Nahverkehr.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Johannes Stöcker
seit 15.8.2024
Prokura
Kai Oszmella
seit 9.2.2024
Geschäftsführer
Volker Heinsch
seit 14.6.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.600 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

K.R.B.-Busreisen GmbH

Hürth

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1. Geschäftsmodell

Wir sind ein Omnibustransportunternehmen und überwiegend als Dienstleister für die kommunalen Verkehrsunternehmen (ÖPNV) der Region Köln tätig. Hauptkunde der Berichtsgesellschaft sind die Kölner Verkehrs-Betriebe AG ("KVB"). 

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung. In verschiedenen Projekten unterstützt die Schillinggruppe, bestehend aus der Schilling Omnibusverkehr GmbH (im Folgenden auch "SOV") sowie deren Tochtergesellschaften K-B-S Busreisen GmbH ("KBS"), K.R.B.-Busreisen GmbH ("KRB") und MK Fahrzeugservice GmbH ("MK"), die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der beteiligten KVB und der mit dieser kooperierenden Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) am Standort Hürth. Insbesondere in der Verbesserung der Omnibusantriebstechnologie unter Umweltgesichtspunkten werden verschiedene Projekte begleitet.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Deutschland hat die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs in der Ukraine bislang noch zufriedenstellend bewältigt. Die deutsche Wirtschaft behauptete sich - trotz Energiekrise und Lieferkettenproblemen -, allerdings weniger gut als zunächst erwartet. In ihrer ersten Schätzung aus Januar 2024 für das Berichtsjahr ermittelt das Bundesamt für Statistik einen Rückgang des BIP um -0,3 Prozent. Und auch in 2024 soll die Wirtschaft lt. Einschätzung der Bundesregierung nur noch um +0,2 Prozent wachsen. Die Zahl der Beschäftigten liegt jedoch auf Rekordniveau und hat zuletzt weiter zugelegt. In 2024 soll die Erwerbstätigkeit weiter auf etwa 45,7 Millionen steigen.

Prägend für das Bediengebiet der SOV war im Berichtsjahr ein weiterhin temporär abgesenkter Fahrplan der KVB im Busbereich aufgrund der angespannten Personalsituation. Hier konnte die KRB aufgrund ihrer besonderen Rahmenbedingungen (stabile Fluktuation und Gesundheitsquote) im Rahmen ihrer Möglichkeiten weitere Leistungen übernehmen und einen Beitrag zur Betriebsqualität der KVB AG leisten.

Bemerkenswert ist weiterhin, dass bereits zum 1. Januar 2020 die Direktvergabe der Verkehrsleistungen in Köln an die KVB AG rechtlich wirksam wurde und auch alle im Vorfeld anhängigen rechtlichen Überprüfungen abgeschlossen wurden. Der Kölner Auftrag an die KVB AG läuft bis zum 1. Juli 2042. Dies ist aber mit den in den Ausführungen zur Direktvergabe definierten Qualitätskriterien und Standards verbunden. Diese hat auch die Schilling-Gruppe einzuhalten. Mit diesem langjährigen Auftrag an die KVB AG ist auch das Geschäftsmodell der KRB stabil.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Lage des Unternehmens hat sich gegenüber 2021 in wirtschaftlicher Hinsicht nicht geändert. Sie ist durch das operative Geschäft geprägt. Dieses wurde über den Gesellschafter und Auftraggeber KVB AG sichergestellt.

Wesentlich sind Vorgaben und Regelungen zu Umweltstandards in den Städten und die daraus folgenden Anforderungen an die Omnibustechnik.

a) Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von TEUR 334 abgeschlossen (Vorjahr TEUR 66). Die Erträge wurden jeweils kontinuierlich unmittelbar nach der Leistungserbringung erzielt. Das ursprüngliche ÖPNV Wachstum bei den Busleistungen Kölns wurde zu 1/3 durch die Schilling-Gruppe erbracht.

Die nachstehende Gegenüberstellung der verkürzten Gewinn- und Verlustrechnungen der Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigt folgendes Bild der Ertragslage und ihre Veränderungen:


2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Gesamtleistung 8.799 8.508 291
Sonstige betriebliche Erträge 223 158 65
Materialaufwand -6.339 -6.293 -46
Personalaufwand -498 -570 72
Abschreibungen -20 -242 222
Sonstige Aufwendungen -1.822 -1.470 -352
Betriebsergebnis 343 91 252
Finanzergebnis -9 -25 16
Ergebnisabführung -334 -66 -268
Jahresüberschuss 0 0 0

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 291 leicht gestiegen. Die Abschreibungen reduzierten sich (um TEUR 222), da die Fahrzeuge im Berichtsjahr vollständig abgeschrieben waren. Gleichzeitig erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 352. Hierfür waren im Wesentlichen Umlagen für Personal- und Verwaltungskosten verantwortlich.

Insgesamt konnte die Gesellschaft ein Ergebnis von TEUR 334 vor Gewinnabführung erzielen.

b) Vermögenslage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur sowie deren Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus der folgenden Übersicht:


31.12.2023
TEUR

in %
31.12.2022
TEUR

in %
Anlagevermögen 0 0 20 3
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 286 46 383 55
Flüssige Mittel 338 54 298 42
Gesamtvermögen 624 100 701 100
Eigenkapital 42 7 42 6
Rückstellungen 56 9 75 11
Übrige Verbindlichkeiten 526 84 584 83
Gesamtkapital 624 100 701 100

Das Gesamtvermögen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 77 auf TEUR 624, überwiegend durch den Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände.

Der Rückgang des Gesamtkapitals betrifft im wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

c) Finanzlage

Die Finanzlage ist auch in 2023 stabil gewesen. Alle Verbindlichkeiten wurden fristgerecht bedient. Aufgrund der Tatsache, dass sämtliche Umsätze aus Geschäften mit Konzernunternehmen stammen, werden auch die Forderungen zeitgerecht ausgeglichen.

In der nachstehenden Kapitalflussrechnung werden die wesentlichen finanzwirtschaftlichen Vorgänge und die Liquiditätssituation dargestellt. Die Zahlungsströme werden getrennt nach den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit sowie aus der Finanzierungstätigkeit gegliedert. Im Ergebnis erhöhte sich der Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag von TEUR 298 auf TEUR 338.


2023
TEUR
2022
TEUR
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung 334 66
Abschreibungen 20 242
Gewinn aus dem Abgang von Sachanlagen 0 0
Zinsergebnis 9 25
Veränderung der Aktiva (Zunahme - / Abnahme +)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 97 196
Veränderung der Passiva (Zunahme + / Abnahme -)
Rückstellungen -18 9
Übrige Verbindlichkeiten -58 -343
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 384 195
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 0 0
Erhaltene Zinsen 14 4
Cashflow aus Investitionstätigkeit 14 4
Auszahlungen für Gewinnabführung -334 -66
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten 0 -320
Gezahlte Zinsen -23 -29
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -357 -415
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 41 -216
Liquide Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres 298 514
Liquide Mittel am Ende des Geschäftsjahres 339 298
Veränderung der liquiden Mittel 41 -216

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gewähr-leistet.

d) Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die interne Unternehmenssteuerung erfolgt regelmäßig über eine monatliche Diskussion der Betriebswirtschaftlichen Auswertung der Aufwands- und Ertragspositionen im Vergleich zu den Vorjahreswerten. Darüber hinaus wird jährlich ein Wirtschaftsplan aufgestellt.

Bei den monatlichen BWA-Besprechungen der erweiterten Geschäftsleitung wird konkret überprüft, ob diese Werte erreicht werden. Kosten und Erträge werden in den jeweiligen Kostenarten aufbereitet, so dass alle einzelnen Entwicklungen aufgezeigt werden. Die Ziele wurden erreicht.

III. PROGNOSEBERICHT

Grundsätzlich wird die bisherige Geschäftspolitik weitergeführt. Das Geschäftsjahr 2024 ist derzeit nur schwer einzuschätzen.

Der Ausblick für die Weltwirtschaft ist angesichts des Ukraine-Krieges und des hohen Inflationsdrucks eingetrübt. Eine anhaltende Inflation könnte private Haushalte und Unternehmen zunehmend belasten.

Ein Großteil der Wirtschaftsinstitute senkte infolgedessen ihre Konjunkturprognosen in den vergangenen Monaten. Auch die Konjunktureinschätzung des Instituts für Weltwirtschaft der Universität Kiel (IfW) zur weltwirtschaftlichen Entwicklung liegt mit 0,1 Prozent für das Gesamtjahr 2024 unter den bisherigen Erwartungen.

Das in der Corona-Pandemie für viele Arbeitnehmende ermöglichte Arbeiten von Zuhause (Homeoffice) wird indes weiter Bestand haben und Einfluss auf die Berufspendler-Ströme behalten. So ist zu verzeichnen, dass die Verkäufe von Zeitkarten im Abonnement-Bereich der KVB AG zurückgegangen sind und zunehmend auf flexible Angebote zurückgegriffen wird. Auch die Einführung des bundesweiten 49 Euro Monatstickets wird deutlichen Einfluss auf die Ertragslage der ÖPNV Unternehmungen haben.

Einerseits gibt es eine mehrheitliche Auffassung, die Verkehrs- und Energiewende fortzusetzen, andererseits wird man sich - auch getrieben durch die beiden oben erwähnten Entwicklungen - auf schwierige finanzielle Rahmenbedingungen einstellen müssen.

Trotz aller Unsicherheiten erwarten wir für 2024 Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau und ein positives Jahresergebnis. Mittelfristig wird man sehen, auf welchem Niveau sich das Ergebnis nach Pandemie, veränderter Nachfrage, Leistungsangebot und finanziellen Mitteln einpendeln wird.

Wesentliche Herausforderungen liegen in der Erneuerung des Omnibuswagenparks aufgrund der kommenden Umweltstandards in der Region Köln. 

Aktuell gilt aber, dass die Ertrags- und Liquiditätslage solide ist. Die KRB kann den Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen.

IV. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1. Risiken in der Auftragsunternehmerbranche kommunaler Verkehrsbetriebe

Inflationsbedingt steigende Faktorkosten sowie eine schwache Konjunkur stellen aktuell die bedeutendsten Risiken im Konzern dar. Insbesondere steigende Kosten für Personal, Material und Energie belasten die Geschäfte. Eine Kompensation ist nur teilweise durch Preisanpassungen und Effizienzmaßnahmen möglich.

Strukturelle Risiken werden nicht erwartet. Die Geschäftsleitung steht in enger Abstimmung mit der Gesellschafterin. Da das Geschäftsmodell überwiegend von der Beauftragung durch die KVB AG abhängt, können unmittelbar auch bei derzeit nicht absehbaren Risiken Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden.

2. Ertragsorientierte Risiken

Mit den vertraglich vereinbarten Leistungspaketen und den darin beschriebenen Preisindizes sind ertragsorientierte Risiken nicht zu erkennen. Die Schilling-Gruppe hatte mit der KVB im Jahr 2020 im Hinblick auf die Vergütungsstruktur in der Gruppe entsprechende Regelungen getroffen. Für die Folgejahre wurde eine tragfähige Regelung vereinbart. 

3. Finanzwirtschaftliche Risiken

Liquiditätsrisiken sind aktuell nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist gut. Mit den Hausbanken sind Kreditlinien vereinbart, die im vergangenen Geschäftsjahr nicht genutzt werden mussten.

4. Chancen

Durch die enge Kooperation mit der Gesellschafterin KVB AG ist die Auftragslage abgesichert.

5. Chancen und Risiken insgesamt betrachtet

Die Konsequenzen aus der Energiewende sind über die vertraglichen und gesellschaftsrechtlichen Bindungen zum Gesellschafter KVB AG abgesichert. Die tarifvertraglichen Entwicklungen beim NWO sowie die geänderten Marktumfeldbedingungen sind durch die KVB AG bewertet und mitgetragen worden. Insoweit sehen wir ein ausgeglichenes Geschäftsumfeld, in dem wir uns bewegen.

Das Geschäftsjahr 2024 bringt auch durch die Nachwirkungen der Pandemie und den Ukraine-Krieg große Herausforderungen. Es wird sich aber erst mittelfristig beurteilen lassen, inwieweit dies nachhaltig auf den ÖPNV und die dort zu erbringenden Leistungen Einfluss haben wird. Das wird wesentlich den Erfolg des Geschäftsmodells der Gesellschaft bestimmen.

Die aktuelle weltpolitische Lage sorgt zudem für hohe Energiekosten. Insbesondere die Verfügbarkeit und der steigende Preis von Diesel stehen hier im Fokus. Daher ist zukünftig mit einer stärkeren Orientierung in Richtung Batterie- oder Wasserstoffbetrieb von Bussen zu rechnen.

Die Gesellschaft verfügt über ein in das Controlling sowie das Finanz- und Rechnungswesen integriertes Risikofrüherkennungssystem. Die verschiedenen Grundlagen und Methoden sind in einer wissenschaftlichen Arbeit dargestellt worden. Die darin enthaltenen Handlungsempfehlungen wurden von der Geschäftsleitung beschlossen und umgesetzt. Die Empfehlungen des Corporate-Governance-Kodex in der Fassung vom August 2008 zur Korruptionsprävention werden beachtet.

Insgesamt bieten die Chancen attraktive Wachstumsperspektiven. Dennoch erfordert es eine sorgfältige Abwägung und effektive Risikomanagementstrategien, um die negativen Auswirkungen der identifizierten Risiken zu mindern und langfristigen Erfolg sicherzustellen. Eine proaktive Herangehensweise an die Geschäftsentwicklung und ein robustes Risikomanagement sind daher unerlässlich, um die langfristige Rentabilität und Stabilität des Unternehmens in dieser Branche zu gewährleisten.

V. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Derivative Finanzinstrumente wurden nicht eingesetzt.

Über die vertragliche Bindung mit dem Hauptkunden KVB ist sichergestellt, dass die Forderungen fristgerecht bedient werden. Schon auf Grund dieser Struktur sind Forderungsausfälle bislang nicht zu verzeichnen. Damit können auch auf Grund der Ertrags- und Liquiditätslage Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen geleistet werden.

Mittel- und langfristige Investitionen werden konservativ über Kredite finanziert. Omnibusse werden über Leasingverträge beschafft. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird im jeweiligen Wirtschaftsplan für die folgenden Geschäftsjahre ein Finanzplan erstellt.

VI. BERICHT ÜBER ZWEIGNIEDERLASSUNGEN

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

Hürth, den 12. März 2024

K.R.B.-BUSREISEN GMBH

Kai Oszmella         Peter Ulmer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

A K T I V A

31.12.2023 
EUR
31.12.2022 
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 29,00 19.850,00
I. Sachanlagen 29,00 19.850,00
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29,00 19.850,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 624.485,96 681.192,84
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 286.138,82 383.010,57
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 227.289,71 314.621,69
2. Sonstige Vermögensgegenstände 58.849,11 68.388,88
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 338.347,14 298.182,27
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 83,47 0,00
624.598,43 701.042,84

P A S S I V A

31.12.2023 
EUR
31.12.2022 
EUR
A. EIGENKAPITAL 42.036,44 42.036,44
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Gewinnvortrag 16.436,44 16.436,44
B. RÜCKSTELLUNGEN 56.200,00 74.500,00
1. Sonstige Rückstellungen 56.200,00 74.500,00
C. VERBINDLICHKEITEN 526.361,99 584.506,40
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.670,26 25.227,63
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 518.137,84 554.908,12
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.553,89 4.370,65
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.121,46 (Vorjahr: EUR 0,00)
- davon aus Steuern: EUR 3.432,43 (Vorjahr: EUR 4.370,65)
624.598,43 701.042,84

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 
EUR
2022 
EUR
1. Umsatzerlöse 8.799.182,92 8.507.960,80
2. Sonstige betriebliche Erträge 222.618,84 158.258,32
3. Materialaufwand -6.339.064,22 -6.293.152,04
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.429.251,05 -1.811.033,71
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.909.813,17 -4.482.118,33
4. Personalaufwand -498.468,51 -569.716,11
a) Löhne und Gehälter -401.811,59 -466.571,82
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -96.656,92 -103.144,29
5. Abschreibungen -19.821,00 -241.881,00
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -19.821,00 -241.881,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.821.842,72 -1.469.902,38
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.857,81 3.500,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 13.857,81 (Vorjahr: EUR 3.500,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -22.792,55 -28.698,27
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 22.792,55 (Vorjahr: EUR 25.140,74)
9. Ergebnis nach Steuern 333.670,57 66.369,32
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -333.670,57 -66.369,32
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Sitz der K.R.B.-Busreisen GmbH ist 50354 Hürth. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 45013 im Handelsregister des Amtsgerichts Köln eingetragen.

Der Jahresabschluss der K.R.B.-Busreisen GmbH, Hürth, wurde nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der K.R.B.-Busreisen GmbH, Hürth, wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt.

Bei den Zugängen von beweglichen Anlagegegenständen werden die planmäßigen Abschreibungen grundsätzlich nach zeitlicher Zugehörigkeit zum Betriebsvermögen (pro rata temporis) nach der linearen Methode vorgenommen. Für Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 wird im Jahr des Zugangs ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils um ein Fünftel ergebnismindernd aufgelöst wird.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde.

Nutzungsdauer der Sachanlagen Jahre
Omnibusse 9

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte mit dem Nennwert. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt (§ 272 I HGB).

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert. Sofern sich insgesamt eine Steuerentlastung ergibt, wird diese nicht aktiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Sachanlagen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist als Anlage A zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.600 und wird in voller Höhe von der Schilling Omnibusverkehr GmbH, Hürth gehalten.

Sonstige Rückstellungen

Die ausgewiesenen Sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Verpflichtungen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Personal- und Sozialbereich 18.500,00 14.800,00
Ausstehende Rechnungen 5.000,00 27.500,00
Übrige 32.700,00 32.200,00
56.200,00 74.500,00

Verbindlichkeiten

Aufteilung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag
31.12.2023
EUR
bis zu einem
Jahr
EUR
von mehr als
einem Jahr
EUR
davon mehr als
fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.670,26 3.670,26 0,00 0,00
Vorjahreswerte 25.227,63 25.227,63 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 518.137,84 518.137,84 0,00 0,00
Vorjahreswerte 554.908,12 554.908,12 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 4.553,89 4.553,89 0,00 0,00
Vorjahreswerte 4.370,65 4.370,65 0,00 0,00
526.361,99 526.361,99 0,00 0,00
Vorjahreswerte 584.506,40 584.506,40 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit TEUR 481 (im Vorjahr: TEUR 508) auf die Gesellschafterin, die Schilling Omnibusverkehr GmbH, Hürth (Muttergesellschaft).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufteilung der Umsatzerlöse

2023
EUR
2022
EUR
Erlöse Kölner Verkehrs-Betriebe AG 8.752.390,39 8.456.045,06
Erlöse Schilling Omnibusverkehr GmbH 45.432,05 51.915,74
Sonstige 1.360,48 0,00
8.799.182,92 8.507.960,80

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
EUR
2022
EUR
Leasingaufwand Omnibusse 587.053,32 587.053,32
Umlagen Schilling Omnibusverkehr GmbH 821.713,57 538.421,70
Versicherungen 387.165,81 319.933,46
übrige betriebliche Aufwendungen 25.910,02 24.493,90
1.821.842,72 1.469.902,38

V. Sonstige Pflichtangaben gemäß § 285 HGB

Geschäftsführer

Geschäftsführer waren im Berichtsjahr Herr Kaufmann Karl-Joachim Kläs, Hürth (bis 31.12.2023) und Herr Peter Ulmer (MBA), Köln. Zum 01.01.2024 wurde Herr Kai Oszmella, Hürth zum weiteren Geschäftsführer bestellt.

Gesamtbezüge der Geschäftsführer

Für die Geschäftsführung wurden im Kalenderjahr 2023 TEUR 63 an Personalkosten eingestellt. Abgerechnet wurde dieser Aufwand über Verwaltungskostenumlagen der Schilling Omnibusverkehr GmbH.

Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 12 gewerbliche Arbeitnehmer.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr angefallene Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 12. Es entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

Haftungsverhältnisse

Sicherheiten für Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen wurden in Höhe von TEUR 1.285 (im Vorjahr TEUR 1.729) gestellt. Die Möglichkeit der Inanspruchnahme für die angegebenen Haftungsverhältnisse (Bürgschaften) schätzen wir aufgrund der Bonität der Begünstigten und der Erfahrung in der Vergangenheit als gering ein.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen von TEUR 7.863, davon TEUR 1.261 innerhalb eines Jahres fällig.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 100 % von der Schilling Omnibusverkehr GmbH, Hürth (Muttergesellschaft), gehalten. In 2006 wurde mit der Schilling Omnibusverkehr GmbH ein Organvertrag mit Ergebnisausschlussvereinbarung geschlossen. Damit besteht ab dem Jahr 2006 eine steuerliche Organschaft mit der Muttergesellschaft.

Die K.-R.-B.-Busreisen GmbH ist ein mittelbares Tochterunternehmen der Kölner Verkehrs-Betriebe AG und damit auch ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Köln GmbH (SWK). Der nach § 291 HGB befreiende Konzernabschluss und Konzernlagebericht, die von der SWK sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis aufgestellt werden, werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Das Ergebnis des Berichtsjahres wird aufgrund des bestehenden Organvertrages mit Ergebnisausschlussvereinbarung an die Schilling Omnibusverkehr GmbH abgeführt.

Hürth, den 12. März 2024

K.R.B.-BUSREISEN GMBH

Kai Oszmella       Peter Ulmer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.685.243,00 0,00 0,00 5.685.243,00
5.685.243,00 0,00 0,00 5.685.243,00
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zuführungen Auflösungen 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.665.393,00 19.821,00 0,00 5.685.214,00
5.665.393,00 19.821,00 0,00 5.685.214,00
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
I. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29,00 19.850,00
29,00 19.850,00

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 19.06.2024.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die K.R.B.-Busreisen GmbH, Hürth

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der K.R.B.-Busreisen GmbH, Hürth, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der K.R.B.-Busreisen GmbH, Hürth, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. 12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammen-hängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ab-leitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigen-ständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Aachen, den 14. März 2024

heun + schmidt GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Arnim Liekweg
Wirtschaftsprüfer
Christian Schmidt
Wirtschaftsprüfer

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